Cloud & Managed Services 2018

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Welche Cloud

schwebt Ihnen

so vor?

Bei den mittlerweile fast unüberschaubaren Cloud-Angeboten ist Trivadis Ihr verlässlicher und

vorausschauender Navigator für Ihren Weg in die Cloud. Unsere Consultants und IT-Experten haben

sämtliche Aspekte im Blick und entscheiden gemeinsam mit Ihnen die richtige Strategie. Wir sind an

Ihrer Seite: Von der Beratung über die Planung und Umsetzung bis hin zu Training und Betrieb.

Sprechen Sie mit uns. www.trivadis.com/cloud | info@trivadis.com

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Die Cloud als

Digitalisierungsmotor

EDITORIAL

CFOs lieben

Cloud-Dienste.

Marc Landis

Chefredaktor

Die Cloud – lange Zeit nicht mehr als ein Schlagwort – stellt

die traditionelle IT auf den Kopf. Blech ist out, Managed

Services sind in. Infrastructure-as-a-Service, Platform-asa-Service,

Software-as-a-Service – keine ICT-Ressource,

die nicht als Dienstleistung on demand mit dem Durchziehen

der Kreditkarte bezogen werden könnte. Sogar im Darkweb

bedient man sich des «aaS» etwa als DDoS- oder

Ransomware-as-a-Service.

Was die FHNW-Cloud-Studie ab Seite 17 zeigt: Die

Cloud ist der Motor der digitalen Transformation der Unternehmens-IT.

Sie ermöglicht es, Leistungsspitzen abzufangen

und benötigte Rechenleistung, Speicher oder andere

Dienste in Echtzeit bereitzustellen. Cloud-Anbieter versprechen

Flexibilität, Agilität, Skalierbarkeit und nicht zuletzt

Kostenersparnis. Und CFOs lieben Cloud-Dienste, weil sie

damit Kapital nicht lang fristig binden, sondern von CAPEX

nach OPEX verlagern können.

In den letzten Jahren mauserte sich der Cloud-Dienstleistungsmarkt

zum Milliardengeschäft. Gartner schätzt

den weltweiten Umsatz mit Public-Cloud-Services in diesem

Jahr auf 247 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig beflügelt

die Cloud auch den Hardwaremarkt. Bis Ende des

Jahres sollen gemäss einer Studie von IDC weltweit über

40 Milliarden Dollar in neue Cloud-Infrastrukturen fliessen.

Und der Markt wächst weiter.

Die Themenpublikation «Cloud & Managed Services» der

«Netzwoche» greift das Thema umfassend auf und dient

als Orientierung im Schweizer Cloud- und Managed-Services-Markt.

Mit Autorenbeiträgen von Anbietern und Nutzern

zeigt die Spezialpublikation die aktuellen Trends auf, lässt

prominente Vertreter zu Wort kommen und berichtet über

umgesetzte Projekte. Die Publikation adressiert den B2B-

Bereich und zeigt IT-Entscheidern etwa, was sie schon alles

on Demand outsourcen können.

Wir wünschen viel Lesevergnügen!

Cloud & Managed Services

1


INHALT

INTRO

Editorial 01

Inhaltsverzeichnis 02 – 03

MARKET

Firmenporträt04

Trivadis

News05

Advertorial06

Veritas

Cloud-Anbieter07

Experton kürt die besten der Schweiz

Cloud Computing 08 – 09

Kostentransparenz als Entscheidungsgrundlage

Infrastruktur 10 – 11

Auf der Suche nach der echten hybriden Cloud

Digitale Transformation 12 – 13

10 Tipps für Unternehmen

Interview 14 – 16

Martin Andenmatten, EuroCloud Swiss

FHNW-Studie 17 – 20

Das Spannungsfeld zwischen Business und IT

ICT-Markt21

Oracle hat die Cloud entdeckt

Cloud-in-Context 22 – 23

«Mit einem Schlag fiel ich aus meiner rosa Wolke»

Geschäftsmodelle 24 – 25

Integration für digitales Business

Infrastructure-as-a-Service 26 – 27

Der erste Schritt in die Cloud

INFRASTRUCTURE

News 28 – 29

Hyper Converged Infrastructure 30

Reif für den Einsatz in der hybriden Cloud

Der richtige Weg in die Cloud 31

Der Cloud-Zug rollt: jetzt aufspringen!

Firmenporträt32

Achermann ICT-Services

Intelligente Archive 33

Verwaltung und Zusammenarbeit optimieren

Managed Service Provider 35

Cloudbasierte Technologien treiben den Markt an

Interview 36 – 37

Reto Baschera, Swisscom

Dossier SAP 38 – 39

Die digitale Zukunft der KMUs kommt aus der Cloud

Dossier Equinix 40 – 41

Das private überholt das öffentliche Internet

Dossier Everyware 42 – 43

Pay-as-you-go-Kosten vielfach zu teuer

Virtuelle Datacenter 44 – 45

Flexibel in die IT-Zukunft

Dossier Interxion 46 – 47

Cloud-Modelle helfen bei der datenbasierten

Wertschöpfung

Advertorial 48 – 49

VMware

Firmenporträt50

Cyberlink

OPERATIONS

News 51 – 54

Advertorial52

Datalizard

Umfrage53

Fehlendes Cloud-Fachwissen nagt an Umsätzen

Openstack55

Rückenwind für die Public Cloud

Strategie57

Was Managed Cloud-Services bieten

Firmenporträt58

Infoguard

Security59

Cloud und Datenanalyse schützen vor Datenverlust

Advertorial60

Microsoft

Integration61

Das Märchen vom einfachen Weg in die Cloud

Advertorial62

Veeam Software

IT-Sicherheit63

Schutz kritischer Assets in Public Clouds

Dossier Datastore 64 – 65

So gefährden Insider Threats die Unternehmenssicherheit

Dossier ITpoint Systems 66 – 67

Der IT-Manager wird vom Betreiber zum digitalen

Botschafter

Dossier Infinigate & Sophos 68 – 69

Mit Synchronized Security in eine neue

IT-Security-Welt

Cloud-Migration 70 – 71

Applikationsbasierte Cloud-Strategien

Advertorial72

Prewen

XAAS

News 73 – 77

PC-as-a-Service75

Dell und VMware bauen gemeinsam ihr Angebot aus

Advertorial76

Swisscom

2 Cloud & Managed Services


Advertorial 78

Computacenter

Human Resources 79 – 80

Die HR von Julius Bär geht in die Cloud

Advertorial 81

Roomz

Advertorial 82

Swisscom

Security-as-a-Service 83

So können Unternehmen profitieren

Special ALSO 84 – 85

IT-Arbeitsplatz einfach nutzen statt kaufen

Cloud-Service-Broker 86 – 87

Vermittler zwischen Business und IT

KOLUMNE

Wild Card 88

Stell Dir vor, es ist Cloud, und keiner geht hin

IMPRESSUM

Verlag

Netzmedien AG / Heinrichstrasse 235 /

CH-8005 Zürich / Tel. +41 44 355 63 63

Redaktion: desk@netzmedien.ch

Verlag: info@netzmedien.ch

Anzeigen: inserate@netzmedien.ch

Aboservice: abo@netzmedien.ch

Druck: Werner Druck Basel

Sie erreichen alle Mitarbeiter telefonisch unter

+41 44 355 63 + jeweilige Endziffern oder

per E-Mail: vorname.nachname@netzmedien.ch

CEO & Verleger: Dr. Heinrich Meyer (+31)

Verkaufsleitung: Davide Mariniello (+33)

Verkauf: Colette Mader (+39)

Verkauf: Markus Stotz (+50)

Buchhaltung/stv. Administration:

Christina Frischknecht (+30)

Administration: Alessia Schellenberg (+63)

Chefin vom Dienst/Korrektorat: Susanne Löbe (+61)

Layout: Chiara Franchini (+65)

Layout: Christian Vetterli (+65)

Layout: Michael Wettstein (+65)

Onlineverantwortliche: Julia Ostermann (+35)

INHALT

Redaktion

Marc Landis, Chefredaktor (+36)

Christoph Grau, stv. Chefred. Netzwoche (+32)

Fabian Pöschl, stv. Chefred. CEtoday (+66)

Susanne Löbe, CvD / Korrektorat Print (+61)

Coen Kaat, Redaktor (+64)

Joël Orizet, Redaktor (+38)

Oliver Schneider, Redaktor (+68)

Marcel Urech, Redaktor (+62)

Simon Mathis, Praktikant (+68)

Corina Mühle, Praktikantin (+66)

Julia Schlegel, Praktikantin (+64)

Redaktion Westschweiz

Rodolphe Koller, Yannick Chavanne, Alba Queijo

Erscheinungsweise

Eine Publikation der Reihe «IT for ...»

Erscheint als Eigenbeilage zur «Netzwoche»

Einzelausgabe (Schweiz): CHF 20.–

Auflage: 7362 Ex.

Partnerplattformen

Deutschschweiz

Westschweiz

www.netzwoche.ch

www.ictjournal.ch

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abgebildeten Produkte oder wurden zur Verfügung gestellt.

Copyright 2017 Netzmedien AG

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Abs. 2 StGB: Best of Swiss Web GmbH

Cloud & Managed Services

3


FIRMENPORTRÄT

Trivadis – makes IT easier

Trivadis ist seit seiner Gründung im Jahr 1994 von drei auf über 600 Mitarbeitende gewachsen.

Mit 14 Niederlassungen in vier Ländern vertreten, gehört Trivadis heute zu den führenden IT-

Dienstleistungsunternehmen im DACH-Raum und in Dänemark.

Im März 1994 trafen sich Andri Kisseleff, Urban Lankes und

Urs Meier auf der Autobahnraststätte Egerkingen. Die drei Männer

waren in der IT-Branche bekannt und ihre Karrieren bereits

vorgezeichnet. Doch sie teilten eine Vision: Sie wollten flexibler,

schneller, innovativer und kundenorientierter sein als ihre damaligen

Mitbewerber. Das Resultat: Sie gründeten die SQL

Consult AG, die später in Trivadis umbenannt wurde.

Das Jungunternehmen startete in einem 15 Quadratmeter

grossen Büro in einem Einfamilienhaus. Doch die drei Gründer

waren nur selten im Büro. Sie waren vor Ort bei neuen Kunden.

Die Expertise und die erfolgreichen Projekte der drei IT-Spezialisten

öffneten ihnen viele Türen. Schon nach kurzer Zeit konnten

sie so repräsentative Räume in Basel mieten.

Von SQL Consult zu Trivadis

1997 war die Programmiersprache SQL längst Standard und

nicht mehr innovativ. Das Problem: Die SQL Consult brauchte

dringend einen neuen Namen. Also trafen sich Lankes, Kisseleff

und Meier im Elsass zu einem Brainstorming. Die Köpfe rauchten.

Irgendwann sagte Urs Meier: «Quo vadis, SQL Consult?»

Daraus wurde Trivadis. Die Zahl drei hatte einen hohen Symbolwert.

So gab es zum einen drei Tätigkeitsstandbeine: Datenbankservices,

Entwicklung und Schulung. Zum anderen bestand

das Firmenmotto aus drei Werten: Erfahrung, Effizienz und Innovation.

Schliesslich gab es die drei Firmengründer.

Seit der Gründung ist das Unternehmen stetig gewachsen

und hat seine Präsenz im DACH-Raum mit der Eröffnung verschiedener

Standorte sukzessive ausgebaut (1995: Zürich,

1996: Bern und Stuttgart, 1999: Lausanne und Freiburg i. Br.,

2000: München, 2001: Frankfurt, 2004: Hamburg, 2005: Düsseldorf,

2006: Wien, 2008: Brugg, 2015: Genf). 2015 wurde

die erste Niederlassung ausserhalb des DACH-Raums in Kopenhagen

eröffnet. Was als Drei-Mann-Unternehmen begann, zählt

TRIVADIS HOLDING AG

Sägereistrasse 29

CH-8152 Glattbrugg

+41 58 459 55 55

www.trivadis.com

heute über 600 Mitarbeitende, die an 14 Standorten in vier

Ländern jährlich über 800 Kunden betreuen.

Intelligente Nutzung von Daten

«Unsere Mitarbeitenden verbindet die Leidenschaft, intelligente

IT-Lösungen zu schaffen. Jeder Kunde und jedes Projekt bringen

neue, spannende Herausforderungen. Mit Teamwork und mit einem

hohen Mass an Eigenverantwortung lösen wir diese Aufgaben.

Das Wissen und die Erfahrung der Berater und Entwickler

bilden dabei das Kapital von Trivadis», sagt Urban Lankes, Gründer,

CEO und Verwaltungsratspräsident von Trivadis.

Schwerpunkte von Trivadis liegen in der IT-Beratung, der Systemintegration,

dem Solution Engineering und der Erbringung von

IT-Services mit Fokus auf Microsoft-, Oracle- und Open-Source-

Technologien. Dabei erbringt Trivadis seine Leistungen aus den

strategischen Geschäftsfeldern Business Intelligence, Application

Development, Infrastructure Engineering, Training sowie Managed

Services und Outsourcing.

«Wir unterstützen unsere Kunden massgeblich bei der intelligenten

Nutzung von Daten im digitalen Zeitalter. Dabei reduzieren

wir Komplexität für unsere Kunden durch herausragende Technologiekompetenz

und übernehmen Kernaufgaben der bestehenden

und zukünftigen IT unserer Kunden», so Urban Lankes.

Von Microsoft und Oracle wurde Trivadis bereits mehrfach für

seine Leistungen ausgezeichnet, zuletzt 2016 von Microsoft als

Schweizer Partner des Jahres.

Einen Namen gemacht hat sich Trivadis zudem mit dem zwei

Mal pro Jahr stattfindenden Trivadis TechEvent, der sich mit über

700 Teilnehmenden mittlerweile zur grössten und wichtigsten IT-

Veranstaltung der Schweiz entwickelt hat.

4 Cloud & Managed Services


FHNW und Swiss-ICT laden zum

«Cloud Use Cases Day»

sma. Am 14. März 2018 laden die Hochschule für Wirtschaft

FHNW und der Verband Swiss-ICT zum «Cloud Use Cases Day».

Dieses Jahr begeben sich die Organisatoren ins «Spannungsfeld

zwischen Business und IT», wie es in einer Mitteilung heisst.

Cloud Computing führe dazu, dass Unternehmen die Rollenverteilung

zwischen Business und IT neu ausloten müssten.

Dies schlage sich auch in den Aufgaben des CIOs nieder. Was

die Reise in die Cloud für Unternehmen bedeuten kann, soll der

«Cloud Use Cases Day 2018» beleuchten.

für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management)

und Jens-Uwe Meyer («Experte für Innovation und digitale Disruption»)

sprechen.

Der «Cloud Use Cases Day» soll ausserdem Einblick in verschiedene

Anwendungsfälle geben. Hier seien die Themenfelder

«Cloud und Blockchain», «Cloud und AI» sowie «Cloud und

Innovation» zentral.

Stattfinden wird der Event am Campus Olten der Fachhochschule

Nordwestschweiz.

MARKET

Von der Praxis lernen

An den Keynotes werden unter anderen Nils Urbach (Professor

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode XDPF8_69816

Markt für Public-Cloud-Services boomt

jsc. Der Markt für Public-Cloud-Services wächst weiter. 2017

soll der Gesamtumsatz mit Public-Cloud-Angeboten gemäss

Gartner um 18,5 Prozent wachsen. Bis Ende des Jahres steige

das Marktvolumen auf 260 Milliarden US-Dollar – von knapp

220 Milliarden Dollar Ende 2016.

Infrastructure-as-a-Service wächst am meisten

Der Bereich Software-as-a-Service (SaaS) wächst gemäss Gartner

besonders stark. Der SaaS-Markt erreiche bis Ende des

Jahres ein Wachstum von 21 Prozent respektive ein Volumen

von 58,6 Milliarden Dollar. 2016 hätte SaaS noch einen Umsatz

von 48,2 Milliarden Dollar generiert, teilt das Marktforschungsunternehmen

mit.

«Auch Platform-as-a-Service (PaaS) nutzen Firmen immer häufiger

– vor allem für die Applikationsentwicklung», sagt Sid Nag,

Research Director bei Gartner. Entsprechend soll auch dieser

Bereich stark wachsen – um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In den Geschäftsbereichen SaaS und PaaS spielen Oracle, SAP

und Microsoft weltweit vorne mit.

Am meisten allerdings soll der Bereich Infrastrucure-as-a-

Service (IaaS) wachsen – seit 2016 um rund 37 Prozent auf ein

Volumen von 34,7 Milliarden Dollar. Spitzenreiter in diesem

Segment seien zurzeit Amazon, Microsoft und Alibaba.

Wachstum soll anhalten

Gartner prognostiziert für den Markt der Public-Cloud-Services

ein anhaltendes Wachstum bis 2021 – mit ähnlichen Wachstumsraten

wie 2017.

«Seit 2016 befinden sich etwa 17 Prozent des Gesamtumsatzes

der Geschäftsbereiche Infrastruktur, Middleware, Applikationen

und Businessprozesse in der Cloud,» sagt Nag

weiter. «Bis 2021 wird dieser Anteil auf etwa 28 Prozent anwachsen.»

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_63043

Bild: destina / Fotolia.com

Cloud & Managed Services

5


ADVERTORIAL

Ja zur Cloud,

Nein zur Verantwortung

Schweizer Unternehmen setzen ihre Datensicherheit aufs Spiel

Wenn es um die IT-Infrastruktur geht, liebäugeln

Schweizer Unternehmen zunehmend mit der

Wolke. Eine Veritas-Umfrage unter 100 Entscheidungsträgern

aus IT und Wirtschaft ergab, dass

bereits 45 Prozent einer «Cloud-First»-Mentalität

folgen. Ein anderes Ergebnis der Umfrage fordert

zum Nachdenken auf: Unternehmen schätzen

falsch ein, wer für die Daten in der Cloud letztlich

verantwortlich ist – der Cloud Service Provider

(CSP) oder sie selbst.

Der Autor

Thomas Benz,

Country Manager

für Schweiz und

Österreich bei

Veritas

Eine Frage der Zuständigkeit

Die harte Realität: Viele Unternehmen sind sich

unklar darüber, wer für das Datenmanagement

in der Cloud verantwortlich ist. Fast die Hälfte der

Schweizer Organisationen geht davon aus, dass

die Verantwortung für Datenschutz und Compliance

in den Händen der Cloud-Provider liegt –

und liegen falsch. Denn die Vertragswerke der

Public-Cloud-Provider und Verordnungen aus

etwa der aufkommenden EU-Datenschutzgrundverordnung

GDPR sehen die Unternehmen klar in

der Pflicht: Sie sind für ihre Daten verantwortlich.

Schliesslich ist das Unternehmen der Besitzer

der Daten und muss sicherstellen, dass beauftragte

Drittparteien die Daten den Richtlinien

entsprechend verarbeiten und pflegen.

Im Konstrukt Unternehmen und Cloud-

Dienstleister liegt also die Verantwortung aufseiten

der Firma. Kommt es zu Verstössen gegen

die Verordnung oder Datenverlusten personenbezogener

Daten, drohen dem Unternehmen

saftige Geldstrafen. Die Firma muss bei grossen

Datenverlusten personenbezogener Informationen

zudem alle Betroffenen persönlich informieren.

Der Fall wird so öffentlich und schadet

im Ernstfall der Reputation der geschädigten

Firma.

Die Studie von Veritas zeigt auch, dass die

Führungskräfte bei der Wahl eines Dienstleisters

auf die Hochverfügbarkeit der Angebote achten.

Rund 60 Prozent der Schweizer Firmen sehen ihren

Cloud-Provider in der Pflicht, diese sicherzustellen.

Auch muss klar sein, wer zwischen Firma

und Dienstleister welche Leistungen erbringt. Die

Rechtsabteilung von Veritas hat die Verträge der

führenden Dienstleister dahingehend untersucht.

Die CSPs sorgen in der Tat für Vorkehrungen

in ihren eigenen Rechenzentren, sodass die Systeme

ausfallsicher arbeiten und sicher sind. Allerdings

ist der Kunde für die Workloads, Daten und

Applikationen, die auf der gemieteten Infrastruktur

laufen, selbst zuständig. Ob diese funktionieren,

die Daten durch menschliche Fehler beschädigt

wurden, ob die Firmenleitungen zu den Cloud-

Diensten hochverfügbar geschaltet sind – all diese

Fragen muss ein Unternehmen selbst klären.

Auch hier müssen Verantwortliche die eigenen

Pflichten und mögliche Risiken erkennen und

Gegenmassnahmen aufsetzen. Denn die durchschnittliche

Downtime der Dienste liegt bei 24

Minuten im Monat, so die Studie. 36 Prozent der

Schweizer Firmen erwarten allerdings maximal

15 Minuten Downtime im Monat. Hier klafft eine

Lücke zwischen Erwartung und Realität: Ausfallende

Dienste nerven die Mitarbeiter und verärgern

Kunden.

Wissen ist Verfügbarkeit

Kennen die Verantwortlichen ihre Pflichten genau,

ist es recht klar, welche Massnahmen sie ergreifen

müssen. Das Wichtigste: Ein übersichtliches

und konsequentes Datenmanagement, das Backup

und Recovery genauso einschliesst wie geeignete

Lösungen für Compliance und Hochverfügbarkeit.

Die Technologie sollte alle wichtigen

Cloud-Anbieter unterstützen, sonst droht der

gefürchtete Lock-in.

73 Prozent der Schweizer Unternehmen sind

sich der Gefahr des sogenannten Vendor-Lockins

bewusst. Der Begriff beschreibt eine Situation,

in der ein Unternehmen sich so eng an einen

Anbieter gebunden hat, dass es nur mit grossem

Aufwand zu einem alternativen Angebot wechseln

kann. Denn je länger ein Unternehmen einen

Dienst nutzt, desto mehr Daten sind extern abgelegt.

Diese sogenannte Gravitation der Daten, also

ihre blosse Menge, macht den Wechsel komplex

und langwierig. Wer beispielsweise 1 Petabyte

an Daten bewegen muss, braucht dafür bei einer

100-MBit/s-Leitung ungefähr drei Jahre. Selbst

mit den dezidierten Transfer-Appliances, die

gros se Cloud-Provider anbieten, dauert der

Transfer immer noch 43 Tage.

35 Prozent der befragten Firmen haben wegen

des Lock-ins so grosse Bedenken, dass sie

ihre Cloud-Adaption deswegen verlangsamen.

Nur rund ein Viertel (24 Prozent) der Schweizer

Unternehmen ist rundum zufrieden mit ihrem

CSP. Daher sollten IT-Führungskräfte die Freiheit

zu wechseln durch Multi-Cloud-Lösungskonzepte

von Veritas sichern und diese Situation gar

nicht erst aufkommen lassen. Veritas arbeitet

bereits erfolgreich mit 86 Prozent der Fortune-

500-Kunden zusammen und unterhält Kooperationen

mit allen grossen Cloud-Anbietern.

Weitere Ergebnisse des «Truth

in Cloud» Reports von Veritas

können Sie hier nachlesen:

www.netzwoche.ch/veritas-cloud-report

Erstmals mit Schweizer Zahlen!

VERITAS (SWITZERLAND) GMBH

c/o Regus Office Zürich Airport

Hotelstrasse

(Radisson Blu Gebäude, 10. Stock)

CH-8058 Zürich Flughafen

www.veritas.com


MARKET

Bild: Photobuay / iStock.com

Experton kürt die besten Cloud-

Anbieter der Schweiz

Experton hat die Anbieter von Cloud-Lösungen in der Schweiz zum vierten Mal verglichen.

Wenige Dienstleister dominieren den Markt, darunter sowohl internationale als auch

Schweizer Unternehmen. Es besteht eine hohe Nachfrage nach sicherem Cloud Computing,

aber auch grosse Skepsis. Autor: Oliver Schneider

Zehn Firmen geben auf dem Schweizer Markt für Cloud-Computing

und As-a-Service-Dienstleistungen (XaaS) den Ton an. Dies

hat die neue Ausgabe der Studie

ISG Provider Lens Switzerland

2017 Cloud Transformation/Operation

Services & XaaS ergeben. Unter

den zehn Spitzenreitern befinden

sich globale Anbieter wie SAP

und Oracle. Stark vertreten sind

aber auch kleinere Firmen. Darunter

mit Bexio, Abacus und Myfactory

mehrere aus der Schweiz. Dies geht aus einer Mitteilung des

Marktforschungsunternehmens Experton hervor, das die Studie

durchgeführt hat.

An der Cloud kommt man nicht mehr vorbei

Die Cloud ist der «Motor der Digitalisierung» und deshalb für die

gesamte Wirtschaft zunehmend unverzichtbar, wie ISG in der

Studie schreibt. Der klassische Einsatz von Hardware, Software

und Dienstleistungen komme gegenüber On-Demand-Services

aus der Cloud stark unter Druck. «Alles ausserhalb der Cloud-

Struktur und -Philosophie muss besonders beäugt und gekennzeichnet

werden, da es den Fortschritt aufhält und nicht mehr

der modernen Unternehmensführung und Angebotserstellung

entspricht», fasst Experton die aktuelle Tendenz zusammen.

Die Cloud ist der «Motor der

Digitalisierung» und deshalb

für die gesamte Wirtschaft

zunehmend unverzichtbar.

und SaaS bei Schweizer Firmen. Dies gelte insbesondere auch

für KMUs, die laut Studie von der Flexibilität und den Kostenersparnissen

der Cloud profitieren

können. Vorteile bieten sich für

Unternehmen auch im Bereich von

ERP-Anwendungen, wie ISG weiter

schreibt. Die Cloud sei für geschäftskritische

Prozesse oftmals

sicherer als eine lokale Lösung.

Allerdings seien Schweizer Unternehmen

gegenüber der Umstellung

auf die Cloud immer noch sehr skeptisch eingestellt. Viele

sorgten sich um den Datenschutz. Ausserdem sträubten sich

viele Firmen, bestehende Prozesse durch Cloud-Services zu

ersetzen. Umso wichtiger ist laut Experton deshalb die Beratung

und technische Unterstützung von Firmen, die sich für die

Cloud interessieren. Auch grosse Marktteilnehmer wie SAP,

Oracle oder Microsoft hätten das erkannt und wandeln sich zu

Cloud-Providern.

Das Marktforschungsunternehmen hat für die Studie nach

eigenen Angaben insgesamt 200 Anbieter verglichen. Daraus

wurden 61 Anbieter ausgewählt und schliesslich 10 als besonders

«relevant» für den Schweizer Markt eingestuft. Die Kategorien

und Bewertungskriterien können auf der Website von

Experton eingesehen werden.

Hoffnung und Skepsis

Entsprechend hoch sei die Nachfrage nach Cloud-Lösungen

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_48207

Cloud & Managed Services

7


Kostentransparenz als Entscheidungsgrundlage

für Cloud Computing

MARKET

Bei der Entscheidung, ob die Verlagerung einer Applikation in die Cloud Sinn ergibt,

kann es hilfreich sein, Kostentransparenz zu schaffen. Was es dabei zu beachten gilt.

Unternehmen sehen sich früher oder später mit der Herausforderung

konfrontiert, dass bestehende On-Premises-Applikationen

oder -Umgebungen entweder den Businessanforderungen

nicht mehr genügen oder das Ende des Lifecycle erreicht ist und

wieder neu investiert werden muss. Es besteht dann die Möglichkeit,

die Applikation zu modernisieren, zu ersetzen – hierunter

fällt auch ein Anbieterwechsel – oder als Ganzes zuerst in die

Cloud zu verlagern, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls

modernisiert wird. Letzteres wird auch unter dem

Begriff «Lift and Shift» zusammengefasst und gehört zu den zurzeit

am häufigsten diskutierten Ansätzen bei Cloud-Vorhaben.

Bei der Frage, ob eine Applikation in die Cloud verlagert werden

soll, kann es helfen, Kostentransparenz zu schaffen. Diese

bildet zusammen mit anderen Faktoren eine solide Entscheidungsgrundlage.

Hierbei empfiehlt sich ein Vorgehen in vier

Schritten: 1) Analyse des Ist-Zustandes, 2) Entwicklung von möglichen

Cloud-Sourcing-Szenarien, 3) Berechnung der TCOs (Total

Costs of Ownership) und 4) Vergleich und Handlungsempfehlung.

Bei der Analyse des Ist-Zustands müssen in einem ersten

Schritt die Kennzahlen der On-Premises-Applikation analysiert

werden. Diese dienen nicht nur dazu, die Anforderungen für

die Cloud-Sourcing-Szenarien zu entwickeln,

sondern auch festzustellen,

was der Betrieb der On-Premises-Applikation

insgesamt kostet. Zu den

Kennzahlen, die ermittelt werden sollen,

gehören unter anderem die Daten,

die benötigten Speicher- und Rechenkapazitäten,

aber auch die Anzahl der Nutzer und der benötigten

Lizenzen. Diese Parameter lassen sich von traditionellen

Monitoring-Tools relativ einfach ermitteln. Was Standard-Monitoring-Tools

jedoch häufig nicht zu messen vermögen und

was in einem traditionellen Rechenzentrumsbetrieb oft auch

keine Anforderung darstellt, sind die Abhängigkeiten der Applikation

mit anderen Systemen. Wichtige Faktoren hierbei

sind etwa die Bandbreiten oder die Anzahl (paralleler) Zugriffe

auf die Applikation.

Abhängigkeiten zum Business klären

Hat man die Abhängigkeit der Applikation zu den anderen Systemen

geklärt, gilt es, die Abhängigkeit zum Business zu betrachten.

Sprich: Welche und wie viele Businessprozesse hängen

mit der Applikation zusammen? Wie ist demzufolge der

Stellenwert der Applikation einzuschätzen? Aus der Beantwortung

dieser und ähnlicher Fragen lassen sich wiede rum Anforderungen

ableiten, etwa hinsichtlich der Ausfallsicherheit der

Applikation. Wertvolle Hinweise auf die Abhängigkeiten einer

Applikation mit anderen Systemen und dem Business kann das

Application Performance Monitoring (APM) liefern, das schon

länger zum Standard gehört. Das APM stellt detaillierte Performance-Metriken

der Applikation zur Verfügung, die bei einem

Cloud-Transition-Projekt im Hinblick auf die Bewertung sehr

hilfreich sein können.

Eine Verlagerung in die

Cloud ist nicht zwingend

günstiger als der Weiterbetrieb

on-premises.

Der Autor

Florian van Keulen ist Principal Consultant

in den Bereichen Cloud & Security und

Program Manager Cloud Computing beim

IT-Dienstleistungsunternehmen Trivadis

Nach der Analyse der Ist-Situation gilt es, auf der Basis der

ermittelten Kennzahlen verschiedene Szenarien für die Auslagerung

der Applikation in die Cloud zu entwickeln. Hierbei müssen

Fragen geklärt werden wie: Soll nur ein IaaS-Service verwendet

oder sollen IaaS- und PaaS-Services kombiniert werden?

Sollen Services von nur einem

Provider oder von mehreren Anbietern

berücksichtigt werden?

Bei der Entwicklung von Cloud-Sourcing-Szenarien

müssen ausserdem die

Anforderungen an den Cloud-Service-

Provider und die technische Lösung definiert

und gewichtet werden. Auch was den Datenschutz sowie

die Datensicherheit angeht, gilt es, die entsprechenden Anforderungen

festzuhalten. Wurden mögliche Sourcing-Szenarien zusammengestellt,

werden zwei bis drei ausgewählt, die dem eingangs

festgelegten Ziel am ehesten entsprechen.

Capital und Operational Expenses unterscheiden

In einem nächsten Schritt berechnet man die TCOs (Total Costs

of Ownership) der On-Premises-Applikation sowie der verschiedenen

Cloud-Sourcing-Szenarien. Ein TCO gibt an, was eine Investition

tatsächlich kostet, das heisst, er berücksichtigt idealerweise

sämtliche Kosten, die über den kompletten Lebenszyklus

einer Applikation hinweg entstehen. Geht man vom Szenario

aus, die Applikation weiter on-premises zu betreiben und zu

modernisieren, fallen vor allem sogenannte Capital Expenses

an, also Investitionen in Hard- oder Software. Diese sind zu

8 Cloud & Managed Services


MARKET

Ein wichtiger Kostenfaktor

bei Cloud-Sourcing-

Sze narien sind die Lizenzen.

Bild: scyther5 / iStock.com

Beginn immer «überdimensioniert», da sie ein Wachstum mitberücksichtigen

– sei dies x-mal mehr User pro Jahr, x-mal mehr

Datenvolumen pro Jahr, x-mal mehr Kunden pro Jahr. Braucht

man beispielsweise heute 500 TB Speicher pro Jahr und rechnet

ein Wachstum von 30 TB jährlich hinzu, benötigt man auf fünf

Jahre gerechnet insgesamt 650 TB. Die Hardware, die neu dazugekauft

wird, muss diese Annahme bereits berücksichtigen.

Zu den Kosten, die durch die Anschaffung von Hardware

entstehen, kommen Kosten für die Pflege, die Wartung und den

Betrieb der Hardware. Bei Letzterem gehen oft Ausgaben für

Strom und Kühlung vergessen, obwohl diese einen nicht unerheblichen

Bestandteil ausmachen. Zu guter Letzt fallen beim

Weiterbetrieb der Applikation on-premises Lizenzkosten an.

Meistens hat man es hier mit Lizenzmodellen inklusive Support

zu tun, die über Jahre ausgerichtet sind.

Bei der Berechnung der TCOs der Cloud-Sourcing-Szenarien

werden die Capital Expenses weitgehend ersetzt durch Operational

Expenses: Da Hard- und Software als Dienstleistung bei

einem Anbieter eingekauft werden, wird diese Kostenkategorie

durch eine neue ersetzt, und zwar diejenige der fortlaufenden

Kosten für die Beanspruchung der Cloud-Dienste. Hier ist vor

allem das Verhalten der Applikation von Relevanz. Weiss man

zum Beispiel, dass eine Applikation während zweier Monate im

Jahr Volllast zu tragen hat und sonst mehr oder weniger inaktiv

ist, kann man dies bei der Ermittlung des TCOs berücksichtigen

und somit dedizierter auf das Business eingehen.

Lizenzkosten nicht unterschätzen

Ein wichtiger Kostenfaktor bei Cloud-Sourcing-Szenarien sind

die Lizenzen. Dies gilt vor allem bei IaaS-Szenarien, bei denen

es dem Kunden obliegt, die genutzten Applikationen zu lizenzieren

(man spricht in diesem Kontext auch von BYOL – Bring

your own License). Hier muss genau hingeschaut werden, denn

je nach angebotenem Lizenzmodell können die Kosten schnell

stark von einem klassischen On-Premises-Deployment abweichen,

so etwa, wenn sich Lizenzmodelle nicht auf Nutzer, sondern

auf Cores (CPUs) beziehen. Je nach Cloud-Szenario und

Anforderung kann es sein, dass man bei einem zum On-Premises

äquivalentem Set-up im IaaS-Umfeld unter Umständen

mehr unterliegende CPUs verwendet – was in einen Anstieg der

Lizenzkosten resultiert. Ein klassisches Beispiel: On-Premises

wird eine Applikation auf 10 CPUs betrieben und lizenziert. Im

Sourcing-Szenario können aber nur 8 oder 16 CPUs gewählt

werden. Somit müssen 6 CPU-Lizenzen mehr eingerechnet werden.

Dies kann einen grossen Impact auf die Kosten haben.

Hat man die TCOs der On-Premises-Lösung und der verschiedenen

Cloud-Sourcing-Szenarien berechnet, kann man diese

miteinander vergleichen. Zusammen mit den Vor- und Nachteilen,

die sich in funktionaler Hinsicht bei einer Verlagerung der

Applikation in die Cloud ergeben, ist die Aufstellung der Kosten

eine wertvolle Entscheidungsbasis. Es ist nämlich nicht zwingend

so, dass die Verlagerung in die Cloud günstiger kommt als

der Weiterbetrieb on-premises. Gerade aufgrund des Umstandes,

dass Lizenzkosten häufig falsch eingeschätzt werden,

können sich Cloud-Transitionen als sehr kostspielige Varianten

entpuppen. Es lohnt sich in jedem Fall, einen kompetenten Partner

beizuziehen, der einen auf die Fallstricke auf dem Weg in

die Cloud hinweisen kann.

Cloud & Managed Services

9


Auf der Suche nach der echten

hybriden Cloud

MARKET

Öffentliche und private Cloud-Infrastrukturen sollten Seite an Seite stehen. Oft ist jedoch eine

tiefgehende Integration in der Multi-Cloud nur schwer zu erreichen. Das altbekannte Siloproblem

droht sich daher nur zu verlagern. Was fehlt, sind echte hybride Cloud-Umgebungen.

Cloud Computing hat sich bei den Unternehmen in Europa fest

etabliert. Die Realität dahinter ist jedoch vielschichtig. Die Firmen

suchen nach Wegen, echte hybride Cloud-Umgebungen zu implementieren.

Diese zeichnen sich durch ein zentrales Management

aller Cloud-Varianten und die bedarfsgerechte Mi gration von Daten

und Workloads aus. Sicherheits- und Datenschutzbedenken,

Implementierungs- und Managementhürden sind jedoch neben

zu hohen Kosten die Haupthindernisse auf dem Weg zur hybriden

Cloud. So lauten einige der zentralen Ergebnisse einer Umfrage

der britischen Analystenfirma Quocirca in vier europäischen Ländern,

die im Auftrag von Nutanix durchgeführt wurde.

Von den insgesamt 400 im Mai und Juni dieses Jahres befragten

Unternehmen – je 100 in Deutschland, Frankreich,

Grossbritannien und den Niederlanden – zählten über die Hälfte

Sicherheitsbedenken (229 Befragte oder 57,25 Prozent) und

jeweils ein knappes Drittel die Komplexität bei der Implementierung

(118 oder 29,5 Prozent) und beim

Management hybrider Plattformen (124

oder 31 Prozent) zu den drei wichtigsten

Hindernissen in technischer Hinsicht.

Von den deutschen Unternehmen sahen

57 Prozent der Befragten mangelnde Sicherheit

sogar als grösste Hürde an.

Hinzu kommen geschäftsrelevante Bedenken:

Fast die Hälfte nannte hier den

Datenschutz (199 oder 49,75 Prozent) als eine der drei grössten

Hürden, während 39,5 Prozent (158) den für hybride Plattformen

nötigen Kostenaufwand unter den Top-3-Hindernissen sahen.

Dabei sind die Unternehmen in Europa der Cloud gegenüber

positiv eingestellt und mit ihrer bisherigen Nutzung unabhängig

von den gewählten Varianten durchaus zufrieden, scheinen diese

doch die grossen Cloud-Versprechen wie höhere Flexibilität, niedrigere

Gesamtkosten und bessere Ressourcenauslastung zu

erfüllen. Nur neun Befragte widersprechen diesem Befund hinsichtlich

Flexibilität, vierzehn bezüglich Kosten und nur acht im

Hinblick auf die Ressourcennutzung. Gerade letzter Punkt verwundert

nicht, liegt doch die Auslastung der Speicherkapazitäten

in der eigenen Infrastruktur länderübergreifend bei bescheidenen

33,6 Prozent und die Nutzung der Serverleistung bei 36 Prozent.

Multi-Cloud: Die Silos kehren zurück

Weil die Versprechen eingelöst werden, sehen die Unternehmen

weitere Investitionen in die Cloud-Nutzung vor. Während rund

Die Unternehmen in Europa

sind der Cloud gegenüber

positiv eingestellt.

Der Autor

Florian Köppli ist Country Manager

Schweiz bei Nutanix

35 Prozent der Befragten bereits Workloads in der Cloud implementiert

haben, planen weitere 19 Prozent, dies in den kommenden

zwölf Monaten, und 22 Prozent dies längerfristig zu

tun. Nur ein knappes Viertel (rund 24 Prozent) gab an, auf die

Cloud-Nutzung ganz zu verzichten.

Auf die Frage, welches Cloud-Modell sie in den kommenden

zwölf Monaten erweitern wollen, gaben 72 Prozent der Befragten

die private Cloud, 66 Prozent die öffentliche Cloud und

demgegenüber nur 46 Prozent die hybride Cloud zur Antwort.

Damit werden in Europa Multi-Cloud-

Umgebungen in den Unternehmen weiter

zunehmen, mit dem entsprechenden gegenüber

einem echten hybriden Modell

grös seren Managementaufwand.

Sieht man sich die verschiedenen

Work loads etwas genauer an, gibt es

durchaus Überraschungen. Denn anders

als viele vielleicht spontan vermuten würden,

präferieren die Unternehmen nicht nur für Workloads mit

stabiler Ressourcennutzung (232 der Befragten oder 58 Prozent),

sondern auch für solche mit stark schwankenden Auslastungsgraden

(238 oder 59,5 Prozent) private Cloud-Umgebungen.

Die entsprechenden Werte für die öffentliche Cloud lauten

145 Antworten (36,25 Prozent) und 123 Antworten (30,75 Prozent).

Die hybride Cloud bevorzugen 137 Befragte (34,25 Prozent)

bei stabiler Ressourcennutzung, lediglich 59 (14,75 Prozent)

bei schwankender Auslastung.

Dabei sind diese Präferenzen offenbar unabhängig davon,

ob es sich um geschäftskritische oder nicht geschäftskritische

Workloads handelt. Entscheidender scheint vielmehr zu sein,

wie einfach die Cloud-Nutzung ist und ob entsprechende Angebote

bestehen. So gaben knapp 45 Prozent der Befragten an,

Sicherheitsservices in der Cloud zu betreiben, dicht gefolgt von

Lösungen für das Personalwesen (43 Prozent) oder Kundenbeziehungsmanagement

(41 Prozent). Demgegenüber fallen die

Werte für ERP (28 Prozent), SCM (25 Prozent) und vor allem IoT

10 Cloud & Managed Services


(24 Prozent) etwas ab. Allerdings planen weitere 56 Prozent

der Befragten, ERP in Zukunft in der Cloud zu nutzen, beim

Thema SCM sind es immerhin knapp 41 Prozent. Das Internet

der Dinge (IoT) scheint hingegen bei den Unternehmen die

grösste Skepsis hervorzurufen, was die Cloud-Nutzung angeht.

Lediglich weitere 35 Prozent wollen damit in die Cloud gehen,

während 41 Prozent in diesem Bereich keinen Cloud-Bedarf

sehen (Grafik 1).

Freilich liegt der Schwerpunkt der Cloud-Nutzung in allen vier

untersuchten Ländern gegenwärtig noch bei den als nicht geschäftsrelevant

eingestuften Workloads. Deutschland liegt hier

mit 53 Prozent der Unternehmen knapp hinter Grossbritannien

(56 Prozent), aber vor den Niederlanden (51 Prozent) und Frankreich

(45 Prozent). Umgekehrt liegt Frankreich mit 15 Prozent

der befragten Unternehmen an erster Stelle, die sich als «Cloud

First»-Organisation bezeichnen und dementsprechend bereits

alle Workloads auf einer Cloud-Infrastruktur betreiben oder es

planen. In Deutschland liegt dieser Wert hingegen bei 11 Prozent,

gleichauf mit Grossbritannien und knapp vor den Niederlanden

mit 10 Prozent.

Cloud Computing: gut, aber nicht genügend

integriert

Präferenz für die gleichzeitige Nutzung von privaten und öffentlichen

Cloud-Umgebungen, Nachholbedarf beim Cloud-Betrieb

von geschäftskritischen Anwendungen und die Zufriedenheit mit

den Vorteilen des Cloud Computing – so liessen sich die Ergebnisse

der Quocirca-Studie kurz zusammenfassen. Doch der Nutzen

könnte noch weit höher sein und die Unternehmen sind sich

dessen durchaus bewusst. Denn spiegelbildlich zu den Hindernissen

auf dem Weg zu einer echten hybriden Cloud hat Quocirca

die Unternehmen nach dem aus ihrer Sicht an erster Stelle

stehenden Faktor gefragt, der sie zu einer Einführung und Nutzung

einer hybriden Cloud-Umgebung bewegen würde: Die Antworten

lauteten länderübergreifend eine bessere plattformübergreifende

Unterstützung für Standards (23,75 Prozent), eine

einfachere plattformübergreifende Migration der Workloads

(21 Prozent), eine automatisierte Nutzung von Schnittstellen zur

Integration verschiedener Plattformen (16 Prozent), eine intelligente

plattformübergreifende Automatisierung des Workflowmanagements

(15,5 Prozent) und eine einfachere Implementierung

hybrider Plattformen (10,25 Prozent). Kurz gesagt: Wäre

die Cloud-Nutzung unabhängig von den verschiedenen zugrundeliegenden

Technologie-Stacks, wäre die Akzeptanz echter

hybrider Cloud-Umgebungen viel grösser (Grafik 2).

Vor diesem Hintergrund kommt die Quocirca-Studie zu dem

Schluss: «Systeme mit der Fähigkeit, Provisionierung, Management,

Aktualisierung etc. von Workloads sowohl in der privaten

als auch öffentlichen Cloud vollständig zu orchestrieren, stellen

die bestmögliche Plattform dar, um das Geschäft zu unterstützen.

Die Systeme müssen in der Lage sein, Automatisierung

sowohl gegen technische als auch geschäftsrelevante Regeln

zu unterstützen. Nur so lassen sich die Anforderungen bezüglich

Sicherheit, aber auch bezüglich Governance, Risk and Compliance

(GRC) wie die detaillierten Vorgaben zum Datenschutz in

der kommenden Verordnung EU-DSGVO erfüllen.»

MARKET

UMFRAGE DER ANALYSTENFIRMA QUOCIRCA IM AUFTRAG VON NUTANIX

Grafik 1: Welche Workloads verlagert Ihr Unternehmen

in die Cloud?

Already in the Cloud

In the next 12 months

in the longer run

never

Security

HR / HCM / EPM

CRM

Systems Management

Payroll / Expense

Grafik 2: Was würde die Einführung einer hybriden

Cloud-Plattform beschleunigen?

First priority

Second priority

Third priority

Automated use of APIs is to enable

integration of different platforms

Greater ease of moving workloads

across the platform

Intelligent automation of workload

management across a platform

Better standards support across

the platforms

Big Data

ERP

SCM

Systems Orchestration

Seamless management of such a

platform via a «single pane of glass»

Greater ease of initially building

such a platform

Support for application-driven SLAs

Better technical offerings

IoT

from big-name vendors

0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % 0 50 100 150 200

Cloud & Managed Services

11


10 Tipps für die digitale

Transformation von Unternehmen

MARKET

Glenfis hat zum «Cloud Talk» geladen. Im Prime Tower gab es jede Menge Tipps

für die digitale Transformation und den Wechsel in die Cloud. Die Redaktion fasst

die wichtigsten zusammen. Autor: Marcel Urech

Das Zürcher Beratungsunternehmen Glenfis hat Anfang November

seinen «Cloud Talk» im Restaurant Clouds im Prime

Tower veranstaltet. Die Referenten gaben den Teilnehmern

wichtige Ratschläge für den Wechsel in die Cloud und den

Umgang mit der internen IT. Die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

1. Mit einem Partner geht es besser

Viele Manager sind der Meinung, den Wechsel in die Cloud ohne

externe Hilfe meistern zu können. Diese Einstellung ist gefährlich.

Denn oft ist es die Aussensicht eines Experten, die Unternehmen

in Transformationsprojekten entscheidend weiterbringt.

«Gerade in Detailfragen kann ein Partner wichtige Inputs

liefern», sagte Johannes Hennekeuser, der am Glenfis-Event

über die Cloud sprach.

2. Ohne Vision wird es schwierig

Jedes Projekt braucht eine Vision und eine Strategie. Das ist

auch bei Cloud-Projekten nicht anders. Es lohnt sich, Zeit in die

Erarbeitung einer Vision zu investieren. Wer diese Arbeit vernachlässigt,

droht zu scheitern. Denn ohne eine klare Vision

können die Mitarbeiter nicht wissen, was ein Projekt bewirken

NEUE UND VERÄNDERTE ROLLEN IN DER UNTERNEHMENS-IT

Rolle

Business Relationship Manager (BRM)

Architekt

Projekt- und Programm-Manager

Vendor Manager

Experte für User Experience

Daten- und Analytics-Experte

Business-Process-Designer

Sicherheitsexperte

Beschreibung

• Stellt Partnerschaft und Austausch zwischen IT, Business und Partnern sicher.

• Übersetzt zwischen den Seiten und bildet Unternehmensziele ab.

• Treibt Innovationen voran.

• Evaluiert mögliche Partner für das Ökosystem des Unternehmens.

• Projekte starten vermehrt von Vornherein als abteilungsübergreifende

Vorhaben.

• Stellt die agile Umsetzung anhand der Businessanforderungen und IT-Vorgaben

sicher.

• Kümmern sich weniger um Partnerschaften als um deren Ergebnisse.

• Stellt die E2E-Serviceleistung im Multi-Provider-Umfeld sicher.

• Die IT muss durch die Brille des Endverbrauchers beziehungsweise Unternehmenskunden

sehen können.

• Er arbeitet an Initiativen rund um Automatisierung, Machine Learning

und Internet der Dinge.

• Er stellt datengetriebene Erkenntnisse bereit für das Business.

• Unternehmen kaufen vermehrt Anwendungen und setzen sie an allen

Standorten ein.

• Sorgt für die Balance zwischen der Anpassung der Systeme und der Anpassung

der Prozesse.

• Verantwortet nicht nur die Security des eigenen Unternehmens, sondern auch

die externer Partner und Kunden.

• Sicherheit ist nicht nur ein Thema von Regeln und Überwachung, sondern auch

von Soft Skills.

12 Cloud & Managed Services


und wohin sich das Unternehmen bewegen soll. Aus der Vision

lässt sich auch eine Strategie ableiten.

3. Veränderung beginnt im Kleinen

Wer etwas verändern will, sollte im Kleinen starten. Anstatt

Grossprojekte zu lancieren, empfiehlt es sich, mit kleinen und

agilen Teams zu starten. Sie sollten möglichst frei und selbstorganisiert

handeln können. Die ersten Ziele sollten zudem

überschaubar und erreichbar sein. «Kleine Teams können

schnell Erfolge erzielen. Sie zeigen so, dass ein Projekt funktioniert»,

sagte Mario Engels von T-Systems.

MARKET

4. Experimente schaffen Agilität

Wer Erfolg haben will, muss Freiräume für Experimente schaffen.

Denn die Mitarbeiter müssen sich getrauen, auch einmal

etwas zu riskieren. Darüber waren sich am Glenfis-Event im

Clouds alle Referenten einig. Experimente helfen auch, eine

neue Denkweise und mehr Eigenverantwortung im Unternehmen

zu etablieren. Das wiederum schafft Agilität. Und die ist für

viele IT-Projekte unabdingbar.

5. Fehler sollen erlaubt sein

Wer experimentiert, macht auch Fehler. Und das ist okay. Denn

wie sollen Mitarbeiter Erfahrungen sammeln und Verantwortung

tragen, wenn sie keine Fehler machen dürfen? Unternehmen

müssen sich aber auch darüber im Klaren sein, dass es nicht

von heute auf morgen möglich ist, eine Fehlerkultur zu etablieren.

«Es braucht Zeit, ist aber dringend notwendig», sagte Engels

am Glenfis-Event.

« Wer ein Cloud-Projekt durchführt,

sollte Monolithen und Silos abbauen. »

Martin Andenmatten, Gründer und Geschäftsführer, Glenfis

6. Vendor Lock-ins sind gefährlich

Wenn ein Anbieter von Cloud-Dienstleistungen proprietäre Funktionen

anpreist, ist Vorsicht geboten. Sie mögen toll klingen,

führen aber fast immer zu einem Vendor-Lock-in. Unternehmen

müssen wissen, dass sich der Markt gerade in eine völlig andere

Richtung bewegt: Erfolgreiche Cloud-Projekte betonen

Schnittstellen, Agilität und den Plattformgedanken. Vendor-

Lock-ins erreichen genau das Gegenteil.

7. Bloss keine Monolithen

Wer ein Cloud-Projekt durchführt, sollte Monolithen und Silos

abbauen, statt neue schaffen. Dabei helfen moderne Konzepte

wie DevOps, Microservices und Infrastructure-as-a-Code. «Auch

Tools wie Puppet, Chef, Ansible und Salt sollte man kennen»,

sagte Engels. «Wir müssen wieder mehr miteinander reden, um

das Silodenken zu überwinden», betonte Patrizio Rusconi von

Credit Suisse.

8. Menschen, nicht Technologien

Viele Manager glauben, dass sich Veränderungen über den Einsatz

neuer Technologien erreichen lassen. Entscheidend sind

aber nicht die Technologien, sondern die Menschen. Wie diese

denken und handeln, hat viel mit der Unternehmenskultur zu

tun. «Es lohnt sich, über neue Rollen in der Unternehmens-IT

nachzudenken», sagte Ralf Winter von Glenfis. Er untermauerte

diese Aussage mit einer Übersicht (siehe Tabelle).

9. Die richtigen Leute aussuchen

Rusconi von Credit Suisse wies darauf hin, dass nicht alle in

einem Unternehmen gleich offen für Veränderungen seien. Es

lohne sich darum, Teams mit Mitarbeitern und Meinungsführern

zu bilden, die aktiv eine Veränderung fordern. Zumindest zu

Beginn eines Projekts. Habe ein solches Team Erfolg, könne

das sehr viel auslösen. «Und plötzlich wollen alle mitmachen»,

sagte Rusconi.

10. Wer Erfolg hat, soll feiern

Kleine Teams erreichen oft schnell erste Ziele. Die Arbeitskollegen

und Partner müssen das aber auch wahrnehmen. «Schnelle

Erfolge zeigen, dass ein Projekt auf dem richtigen Weg ist»,

sagte Engels. Darum müsse man die Erfolge auch feiern. Auch

Winter wies darauf hin, dass es sich lohne, Erreichtes aktiv zu

kommunizieren. Das könne in einem Unternehmen viel Energie

und Enthusiasmus entfachen.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_68035

Cloud & Managed Services

13


MARKET

« Die neue Datenschutzgrundverordnung

der EU hat einen sehr grossen Einfluss

auf Schweizer Cloud-Anbieter »

Die Cloud ist das Instrument, um die Unternehmensprozesse zu digitalisieren. Der

Fachverband EuroCloud Swiss will als herstellerunabhängiger Hub die Entwicklung im Cloud

Business vorantreiben. Präsident Martin Andenmatten erklärt, wie. Interview: Marc Landis

Welche Aufgaben verfolgt die IG EuroCloud innerhalb

Swico?

Martin Andenmatten: EuroCloud ist ein paneuropäischer, herstellerunabhängiger

Wissens- und Innovations-Hub mit dem Ziel,

Wissen und Erfahrung zwischen Cloud-Service-Anbietern, Cloud-

Service-Kunden, Start-ups und Forschungszentren auszutauschen.

Cloud Computing im Unternehmensumfeld ist trotz der

einleuchtenden Vorteile für viele Organisationen immer noch ein

schwer zu fassendes Betriebsmodell, das insbesondere in einem

regulierten Markt immer noch schwer zu beantwortende Fragen

offenhält. Hier versteht sich die EuroCloud als Brückenbauer im

Cloud-Ökosystem zur Förderung von Transparenz, Akzeptanz und

damit Vertrauen für eine bedarfsgerechte Bereitstellung von

Cloud-Services. Die IG EuroCloud Swiss ist der Schweizer Verband

und pflegt mit den europäischen Partnern einen ständigen

Dialog. Wir sind sozusagen das Bindeglied in Bezug auf europäische

und globale Entwicklungen im Cloud-Business und den

Bedürfnissen und den Gegebenheiten im Schweizer Markt.

Mit welchen aktuellen Themen beschäftigt sich die

IG zurzeit vor allem?

Cloud als Basistechnologie hat mittlerweile eine breite Akzeptanz

gefunden. Wir beschäftigen uns heute vor allem mit den Folgen

der Cloud für unsere Unternehmen und die Gesellschaft. So sehen

wir die Cloud als Treiber für die digitale Transformation und Voraussetzung

für Entwicklungen der Industrie 4.0. Im Rahmen von

Whitepapers oder Fachveranstaltungen leisten wir Hilfestellungen

zur Klärung von konkreten Fragen wie zum Beispiel der Umsetzung

der neuen Datenschutzregulierung GDPR im Cloud-Umfeld.

Warum braucht es eine solche Interessengemeinschaft?

Die rasante Entwicklung rund um Cloud Computing und die daraus

laufend neu entstehenden Cloud-Dienste und Cloud-Anbieter

sind für die meisten Unternehmen immer noch schwierig zu

überblicken und zu verstehen. Die verlockenden Angebote der

Serviceprovider und die oftmals fehlende Transparenz, was genau

in der Cloud vor sich geht, wo die Daten gespeichert werden

und wer in die gesamten Supply Chain involviert ist und Zugriff

hat, verlangt nach einer neutralen und unabhängigen Betrachtung.

Hier sehen wir unseren Zweck: Wir wollen aufklären, Transparenz

schaffen und den Anwendern helfen, die richtigen Fragen

zu stellen.

Wie viele Mitglieder hat die IG, und wollen Sie weitere

Mitglieder hinzugewinnen? Wer kann Mitglied

werden? Gibt es Wunschmitglieder, die Sie

gerne gewinnen würden? Und welche sind dies?

Die EuroCloud Swiss hat derzeit rund 20 Mitglieder. Grundsätzlich

sind alle willkommen und es können auch die Mitglied

werden, die ebenfalls Mitglied von Swico sind. Swico

ist jedoch primär ein Anbieterverband und richtet sich weniger

an Anwenderorganisationen, die eine zentrale Rolle

in der Betrachtung der IG EuroCloud einnehmen. Die IG

arbeitet heute primär mit einem Team von sieben Beiräten,

welche die verschiedenen Marktinteressen vertreten.

Die Beiräte sind stark mit der Wirtschaft vernetzt

und sind aktuell dabei, die IG EuroCloud im Markt breiter

bekannt zu machen und den Zugang zu den vorhandenen

Produkten wie Star-Audit, Cloud Privacy Check

oder den vorhandenen Whitepapers zu ermöglichen.

Warum finden sich Amazon, Google und

Swisscom nicht auf der Mitgliederliste?

Das ist eine gute Frage. Während sich Google und Amazon

als globale Player verständlicherweise nicht primär

in lokalen Verbänden engagieren, würde es einer Swisscom

gut anstehen, sich aktiv einzubringen. Die IG war in

den vergangenen Jahren zu stark intern beschäftigt und hat

die Öffentlichkeitsarbeit etwas vernachlässigt. Wir haben

entschieden, dies nun zu ändern. Wir führen nun zweimal jährlich

eine Veranstaltung rund um aktuelle Themen durch und werden

das Label «Trust in Cloud» lancieren. Mit diesem Label wollen

wir gute Cloud-Implementierungen im Markt präsentieren und

Entscheidungsträger motivieren, ihre Erfahrungen mit anderen

zu teilen. Dies wird insbesondere Cloud-Service-Provider anregen,

ihre Lösungen transparent zu gestalten.

Welche Trends sehen Sie im Geschäft mit Cloud-

Lösungen?

Die Investitionen in Cloud-Lösungen werden auch die nächsten

Jahre weiterhin stark zunehmen. Unternehmen fangen an, auch

14 Cloud & Managed Services


« 2018 wird ein

weiteres Wachstumsjahr

für Cloud-

Anbieter werden. »

Martin Andenmatten, Präsident,

EuroCloud Swiss

ihre Legacy-Umgebungen sukzessive in die Cloud zu verschieben.

Während heute noch vielfach die Infrastrukturen mit «Lift

and Shift» und ohne eigentliche Transformation in die Cloud

verschoben werden, gewinnen Lösungsanbieter, die mit Managed

Services helfen, die Lösungen an eine flexible Cloud-Architektur

zu adaptieren und Public-Cloud-Services zu integrieren.

Hybrid-Cloud-Services werden der neue Standard, insbesondere

in der Schweiz wo noch viel Wert darauf gelegen wird, dass

die Daten innerhalb der Landesgrenzen verbleiben.

Welche Trends sehen Sie bei der Anwendung von

Cloud-Lösungen in Unternehmen?

Unternehmen stehen unter Druck, ihre lokal installierten Infrastrukturen

durch kostengünstigere Cloud-Lösungen zu ersetzen.

Der Trend geht jedoch dahin, dass Lösungen nicht mehr

aus einer Hand bezogen, sondern einzelne Teilservices von

verschiedenen Anbietern berücksichtigt werden. Die Orchestrierung,

Integration und das Management der Multi-Cloud-

Umgebung wird dabei zur grössten Herausforderung, weil einerseits

das Know-how oft fehlt und andererseits auch wenig offene

Cloud-Management-Werkzeuge zur Verfügung stehen. Nur

grosse Unternehmen können sich den Aufbau des Know-hows

im eigenen Unternehmen leisten. Unternehmen werden die

Cloud-Infrastruktur selbst künftig nicht mehr in den Fokus nehmen.

Der Schwerpunkt liegt in Zukunft vielmehr in der Adaption

und Ablösung traditioneller Applikationen durch moderne Cloud-

Technologien. Die Infrastruktur selbst wird reduziert auf eine

Zeile Code – «Infrastructure-as-a-Code» und wird bei Bedarf in

den Applikationen direkt alloziert und wieder freigegeben.

MARKET

Welchen Einfluss hat die GDPR, die nächstes Jahr

in der EU in Kraft tritt, auf das Cloud-Geschäft von

Schweizer Cloud-Anbietern?

Die neue Datenschutzgrundverordnung der EU hat einen sehr

grossen und direkten Einfluss auf Unternehmen und Schweizer

Cloud-Anbieter. Viele Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung

als «Controller» heute vielfach noch nicht bewusst und

haben daher auch noch nicht die eigene konkrete Situation mit

ihren Serviceanbietern geregelt. Cloud-Service-Anbieter müssen

als «Processor» von GDPR-relevanten Daten lückenlos

Transparenz zur Verfügung stellen, insbesondere welche allfällige

Drittparteien in der Verarbeitung ebenfalls eingebunden

sind und wo die Daten effektiv gespeichert sind. Es müssen

Prozesse implementiert werden, die sicherstellen, dass mögliche

Datenschutzverletzungen innerhalb von 72 Stunden an

die Datenschutzbehörde gemeldet werden. Verletzungen der

Sorgfaltspflicht haben empfindliche Bussen zur Folge. Es empfiehlt

sich bereits seitens Cloud-Anbieter, dass sie ihre Hausaufgaben

machen und proaktiv auf ihre Kunden zugehen, falls nicht

schon geschehen. EuroCloud hat hierzu ein Service entwickelt,

der Unternehmen hilft, bestimmte Entscheidungen und Prozesse

zu vereinfachen. Der Service hilft mit vier einfachen Schritten,

relevante rechtliche Informationen bereitzustellen und den notwendigen

Handlungsbedarf abzuschätzen. Die bereitgestellten

Cloud & Managed Services

15


MARKET

Martin Andenmatten,

Präsident, EuroCloud Swiss

Informationen wurden von 53 europäischen Anwälten aus 33 Ländern

in den jeweiligen Sprachen untereinander abgestimmt –

auch seitens Schweiz – und stehen allen frei zur Verfügung

(cloudprivacycheck.eu).

Welchen Einfluss wird 5G im Mobilfunk auf das

Cloud-Geschäft haben?

Die fünfte Generation des mobilen Netzwerks wird die Kapazitäten

für Big-Data-Dienstleistungen verstärken. Insbesondere auch

dort, wo aufgrund grosser Datenbestände die eigentliche Verarbeitung

auf die Edge-Geräte verschoben werden mussten. Mit

5G werden diese technischen Hürden stark gesenkt und die

ÜBER EUROCLOUD SWISS

EuroCloud Swiss ist der schweizerische Fachverband zur Förderung

des Cloud Computing in der Schweiz. EuroCloud

Swiss bezweckt die Förderung von Cloud Computing in

Theorie und Anwendung und den Einsatz von Technologien,

Konzepten, Methoden und verwandte Themen in der Schweiz.

Sie vertritt die Interessen der Cloud-Computing-Community

in der Schweiz und fördert den Austausch mit anderen Personen

und nationalen und internationalen Organisationen.

Sie bietet den Mitgliedern eine umfassende Schweizer Plattform

für den nationalen und internationalen Wissens- und

Erfahrungsaustausch. Zudem setzt sie sich ein, globale und

europäische Entwicklungen in Bezug auf Recht, Datenschutz,

Standards und Guidelines zu erarbeiten und nach Bedarf auf

Schweizer Bedürfnisse anzupassen.

Sie pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Anbietern, Herstellern,

Anwendern, Beratern, Hochschulen/Universitäten,

Fachhochschulen, anderen Verbänden und dem Bund im

Bereich Cloud Computing. Sie führt Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen

zum Thema Cloud Computing

durch. Sie setzt sich für Akzeptanz, Transparenz, Standards,

Qualität, Zertifizierung und Auszeichnung (Award) von Cloud

Computing im Schweizer Markt ein.

Seit dem 1. Januar 2015 ist Eurocloud Swiss als Interessengruppe

in den Swico integriert.

Möglichkeiten von Cloud-Lösungen verstärkt. Nicht bloss, dass

die Endgeräte von Verarbeitungen entlastet werden, auch Cloud-

Services können verstärkt in das Mobile-Netz eingebunden werden

und müssen nicht mehr in einem zentralen Backbone-Netzwerk

angesiedelt sein. Die Flexibilität von Mobile-Cloud-Diensten

wird dadurch nochmals stark erhöht und kommt damit wieder

stärker an die Cloud-User heran. In der Fachsprache nennt man

diesen Trend von der Cloud zum «Fog» (Nebel).

Warum sind Sie ein Cloud-Fan?

Ich bin ein Vollblut-Informatiker und habe in meiner beruflichen

Karriere alle grossen technologischen Entwicklungen miterleben

dürfen. Cloud Computing ist trotz grosser Integrationsanforderungen

rein technisch gesehen nicht wirklich revolutionär. Die

Auswirkungen auf die klassischen IT-Betriebsmodelle und Geschäftsprozesse

sind jedoch enorm. Die Cloud ermöglicht die

vierte industrielle Revolution, was ich äusserst spannend finde

und es als Privileg ansehe, nahe dabei zu sein. Was die Cloud

bei IT-Organisationen, Unternehmen und in der Gesellschaft auslöst,

ist spannend mitzuverfolgen. Man muss lernen, festgefahrene

Sichtweisen nicht einfach eins zu eins auf neue Technologien

und Verfahren anzuwenden, sondern besser versuchen, den

Weg und das Vertrauen zu finden, die Entwicklung der Zukunft

positiv zu gestalten. Dies aufzuzeigen ist mein grösster Anreiz.

Ein Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das

Cloud-Geschäft 2018 in der Schweiz entwickeln?

Das nächste Jahr ist bereits sehr nahe. Es bedarf wohl keiner

grosse Prophezeiung, jetzt zu behaupten, dass 2018 ein weiteres

Wachstumsjahr für Cloud-Anbieter werden wird. In der Schweiz

ist «Swissness» noch ein starkes Verkaufsargument für viele

insbesondere im regulierten Markt aktive Unternehmen. Wie lange

dieses Label jedoch in Zukunft noch greift und wie stark sich

die Konsolidierung im Cloud-Infrastruktur-Markt bemerkbar

macht, lässt sich schwer abschätzen. Aber vielleicht zeichnen

sich hier im Verlauf des Jahres 2018 erste Tendenzen ab.

16 Cloud & Managed Services


Digitales Donnergrollen – das Spannungsfeld

zwischen Business und IT

Der Einsatz von Cloud-Technologien im Zuge der digitalen Transformation sprengt die

Grenzen der bisher üblichen Zuständigkeitsbereiche und zwingt Business und IT

zu einer neuen Rollenverteilung. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld. Das zeigen erste

Ergebnisse der «FHNW Cloud Studie 2017».

MARKET

«Ohne Cloud keine digitale Transformation», heisst es in der

Regel. Tatsächlich werden die Begriffe Cloud und digitale Transformation

oft in einem Zug genannt. Doch der Einsatz von Cloud-

Technologien stellt viele Unternehmen vor grosse Herausforderungen.

Es ist wichtig, dass bei einem Einsatz von Cloud und

der daraus entstehenden Transformation der Unternehmens-IT

sowohl das Business als auch die IT miteinbezogen werden.

Das wird oft verpasst.

Die «FHNW Cloud Studie 2017» widmet sich der Cloud-

Maturität von Unternehmen in der Schweiz und berücksichtigt

dabei die Sicht von Business und IT zu gleichen Teilen. Genauer

liegt der Fokus auf folgenden Fragen: Wie bereiten sich Unternehmen

auf den Cloud-Einsatz vor? Was ist die Motivation

für einen Cloud-Einsatz?

Die «FHNW Cloud Studie 2017» richtet sich an Cloud-Provider

und an alle, die im Business, in der IT oder an der Schnittstelle

von Business und IT tätig sind. Im Oktober und November 2017

wurden 196 Teilnehmer befragt. Die Studie läuft noch bis Mitte

Februar 2018. Als Basis dient das FHNW-Cloud-Maturitätsmodell,

das den Teilnehmern als Onlinetool zur Verfügung steht.

Das gleiche Maturitätsmodell wurde auch für die qualitative

Die Autorin

Stella Gatziu-Grivas, Leiterin Kompetenzschwerpunkt

Cloud Computing

FHNW-CIO-Studie angewendet, die sich im Gegensatz zur Cloud-

Studie ausschliesslich an CIOs richtete. Die CIO-Studie wurde

im Herbst 2016/Frühling 2017 durchgeführt. Dabei wurden 57

CIOs aus verschiedenen Branchen und aus Unternehmen unterschiedlicher

Grösse befragt. Das Benchmarking der CIO-Studie

steht auch den Teilnehmern der Cloud Studie zur Ver fügung.

Bis jetzt sind 22 Prozent der Studienteilnehmer Cloud-Provider,

22 Prozent sind CIOs. Fachverantwortliche Business, IT-

Architekten und Mitglieder der Geschäftsleitung sind jeweils mit

etwas weniger als 10 Prozent vertreten. 16 Prozent der Teilnehmer

arbeiten an der Schnittstellte von Business und IT, und

19 Prozent sind Fachverantwortliche IT. Cloud-Provider wurden

zur Teilnahme an der Studie eingeladen, um die Sicht der Mehrheit

ihrer Kunden einzubringen.

GRAFIK 1: DIE REIFEGRADE DES FHNW-CLOUD-MATURITÄTSMODELLS

REIFEGRAD 1

REIFEGRAD 2 REIFEGRAD 3 REIFEGRAD 4

Die Interessierten

Unternehmen, die einzelne

Dienstleistungen aus

der Cloud beziehen und

erste Erfahrungen sammeln.

Sie evaluieren weitere

Cloud-Lösungen und

untersuchen Applikationen,

die in die Cloud

gehen könnten. Cloud

spielt aber keine grosse

Rolle.

Die Nutzer

Die Erfahrenen

Unternehmen, die eine

«Cloud-First»-Strategie

verfolgen. Daten sind

zum grössten Teil klassifiziert.

Eine Veränderung

der Unternehmens-

IT (u. a. Rollen, Prozesse,

Governance) ist in vollem

Gange. Cloud hat die Rolle,

die Agilität der IT zu

stärken. Eine Cloud-

Strategie ist bereits

definiert oder in Planung.

Die Optimierer

Unternehmen, die eine

stark ausgebaute Cloud-

Infrastruktur nutzen.

Hauptziele sind die optimierte

Nutzung und Integration

der Cloud sowie die

Kostensenkung. Die

Cloud-Strategie ist definiert,

wird umgesetzt und

angepasst. Cloud wird als

Enabler für die Digitalisierung

betrachtet.

Unternehmen, die ihre aktuelle

IT-Situation kennen

und bereits einige Cloud-

Lösungen nutzen. Erste

Veränderungen der Unternehmens-IT

(u. a. IT-Prozesse,

Governance) werden

angegangen. Cloud-

Nutzung wird mehrheitlich

mit Kostensenkung verbunden,

noch nicht mit

Innovation und Agilität.

Cloud & Managed Services

17


GRAFIK 2: FHNW-CLOUD-MATURITÄTSMODELL: DIMENSIONEN

Reifegrad 1 Reifegrad 2 Reifegrad 3 Reifegrad 4

MARKET

Nutzung von Cloud-Services

0 %

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 %

100%

Know-how & digitale Kultur

Governance

Cloud-Strategie

Business-IT-Alignment

Architektur

GRAFIK 3: FHNW-CLOUD-MATURITÄTSMODELL: DIMENSION CLOUD-STRATEGIE IM DETAIL

Reifegrad 1 Reifegrad 2 Reifegrad 3 Reifegrad 4

0 %

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 %

100%

Wir haben unsere Cloud-

Strategie definiert

Wir kennen die technolgischen,

organisatorischen sowie

regulatorischen Risiken und

haben diese mit den

Vorteilen abgeglichen

Wir haben unsere Daten

klassifiziert und kennen die

für uns relevanten regulatorischen

Einschränkungen

Wir kennen unsere IT-Landschaft

sowie unsere Businessund

IT-Prozesse sehr gut

Wir haben Cloud als Teil unserer

Strategie erfasst und definiert

Wir kennen unsere aktuelle

Situation und unsere entsprechenden

Cloud-Bedürfnisse

18 Cloud & Managed Services


GRAFIK 4: BEFRAGUNG DER EINZELNEN BERUFSFELDER:

WIE WIRD CLOUD IN IHREM UNTERNEHMEN GENUTZT?

Cloud ist ein fester Bestandteil meiner Sourcing-Strategie, um die IT-Kosten zu reduzieren

Digitale Transformation ist für mein Unternehmen ohne einen Cloud-Einsatz nicht erreichbar

Cloud und digitale Transformation haben nichts gemeinsam und werden nur gemeinsam vermarktet

Ein Cloud-Einsatz kommt für mein Unternehmen nicht infrage

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100%

MARKET

Leiter der IT (CIO)

IT-Architekt

Geschäftsleitung

Fachverantwortlicher IT

Fachverantwortlicher Business

Fachverantwortlicher an der

Schnittstelle Business und IT

Cloud-Provider /

Cloud-Consultant

Das FHNW-Cloud-Maturitätsmodell

Das FHNW-Cloud-Maturitätsmodell umfasst vier Reifegrade.

Die Reifegrade sind ihrer Aussage nach steigend aufgebaut

und spiegeln eine zunehmende Reife der Cloud-Befähigung der

Unternehmen wider.

Grafik 1 zeigt die vier Reifegrade des FHNW-Cloud-Maturitätsmodells.

Während im Reifegrad 1 die Cloud-Nutzung noch

am Anfang steht, wird die Nutzung von Cloud-Diensten im Reifegrad

2 aktiv angegangen. Im Reifegrad 3 findet eine klare

«Cloud-First»-Strategie statt, während im finalen Reifegrad 4 die

Umsetzung der Cloud-Strategie und die Optimierung und Erweiterung

der aktuellen Cloud-Nutzung im Fokus steht. Weiter umfasst

das Modell sechs Dimensionen. Innerhalb einer Dimension

bilden verschiedene Kriterien die nächst kleinere Einheit.

Überblick über alle Dimensionen – Governance

mit dem tiefsten Reifegrad

In den Dimensionen Nutzung von Cloud-Services, Know-how

und digitale Kultur sowie Architektur verfügen zirka 55 Prozent

der Befragten über Reifegrad 3 oder 4. Dieses Ergebnis gleicht

damit stark dem der CIO-Studie. Auch dort waren die hohen

Reifegrade 3 und 4 in diesen Dimensionen verbreitet. In der

Dimension Governance hingegen verfügen beinahe 60 Prozent

lediglich über die tiefen Reifegrade 1 oder 2. In den Dimensionen

Cloud-Strategie und Business/IT-Alignment machen die

Reifegrade 1 und 2 und 3 und 4 jeweils zirka 50 Prozent aus

(Grafik 2).

Strategische Positionierung der Cloud und

Vorbereitung auf den Cloud-Einsatz

Die Dimension Cloud-Strategie spiegelt im besonderen Masse

die Auseinandersetzung der Unternehmen mit dem Cloud-Einsatz

wider. Fast 65 Prozent der Teilnehmer haben keine Cloud-

Strategie (Reifegrad 1 oder 2) oder sie haben zwar eine Cloud-

Strategie definiert, halten diese aber nicht ein. Ähnlich ist das

Ergebnis bei der Erfassung der Cloud in der Gesamtstrategie.

Fast 70 Prozent betrachten Cloud entweder gar nicht oder nur

am Rande im Rahmen der Strategie. Auch die Analyse der

Cloud-Bedürfnisse und die Optimierung des Cloud-Einsatzes

zeigt eine relativ tiefe Maturität. So haben mehr als 30 Prozent

der Unternehmen ihre Cloud-Bedürfnisse noch nicht erfasst.

Jedoch sind Firmen dabei, sich auf einen Cloud-Einsatz vorzubereiten:

Die Studie zeigt bei der Hälfte der Teilnehmer eine

Auseinandersetzung mit möglichen Risiken. Die Risiken werden

sorgfältig mit den Vorteilen verglichen. Zirka 50 Prozent der

Teilnehmer sind intensiv mit der Datenklassifikation beschäftigt.

Noch höher ist die Transparenz über die IT-Landschaft und

die IT- und Businessprozesse. Zusammenfassend sind daher

mehr als die Hälfte der Unternehmen auf einen Cloud-Einsatz

vorbereitet (Grafik 3).

Cloud & Managed Services

19


GRAFIK 5: BEFRAGUNG DER EINZELNEN BERUFSFELDER:

WAS BRINGT DIE DIGITALE TRANSFORMATION MIT SICH?

MARKET

Bringt neue Technologien und Einsatzfelder mit sich, neue Skills sind notwendig

Organisatorischer Umbau, neue Rollen und Strukturen sind notwendig

Veränderung der Rolle der IT: Vom reinen Unterstützungsfaktor hin zum wesentlichen Geschäftstreiber

Zusätzlicher Aufwand (neue Mitarbeiter, höhere Investitionskosten ...)

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100%

Leiter der IT (CIO)

IT-Architekt

Geschäftsleitung

Fachverantwortlicher IT

Fachverantwortlicher Business

Fachverantwortlicher an der

Schnittstelle Business und IT

Cloud-Provider /

Cloud-Consultant

Cloud und Digitalisierung – Business und IT haben

unterschiedliche Sichtweisen

Die Studie zeigt: 70 Prozent der Befragten sehen die Rolle der

Cloud darin, Innovation und Digitalisierung voranzutreiben,

indem die Agilität der IT unterstützt wird. Mehr als 20 Prozent

sind dabei, den Cloud-Einsatz mit den Businessbedürfnissen

abzustimmen. Spannend wird der Aspekt der Cloud-Nutzung,

wenn man betrachtet, wie sich die einzelnen Berufsfelder dazu

äussern. Grafik 4 illustriert dies.

Zirka 55 Prozent der CIOs und IT-Architekten sehen Cloud als

einen festen Bestandteil der Sourcing-Strategie, um Kosten zu

sparen. Bei den Fachverantwortlichen Business sind es gar 75

Prozent. Bei 50 Prozent der Teilnehmenden der Geschäftsleitung

ist die digitale Transformation nur mit Cloud denkbar. Während

zirka 10 Prozent der CIOs und etwa 20 Prozent der Fachverantwortlichen

IT und der Mitglieder der Geschäftsleitung angeben,

Cloud und digitale Transformation hätten nichts gemeinsam, ist

diese Antwort bei den Fachverantwortlichen Business nicht präsent.

Auch keiner der teilnehmenden IT-Architekten war dieser

Meinung. Keiner der Teilnehmer der Geschäftsleitung gab an,

ein Cloud-Einsatz käme für sein Unternehmen nicht infrage.

Die Veränderung der Rolle der IT – die Sichtweisen

von Business und IT bleiben unterschiedlich

Die digitale Transformation bringt den Einsatz neuer Technologien

und Einsatzfelder mit sich. Das sehen 50 Prozent der Geschäftsleitung

so. 20 Prozent der Geschäftsleitung und 30 Prozent

der CIOs und der IT-Architekten sehen mit der digitalen

Transformation einen organisatorischen Umbau kommen. Für

die Fachverantwortlichen Business ist mit der digitalen Transformation

kaum ein organisatorischer Umbau für die IT nötig.

Jedoch schlägt sich für die Fachverantwortlichen Business die

digitale Transformation vor allem in einer Veränderung der Rolle

der IT nieder (beinahe 70 Prozent). Das spiegelt deutlich die

Erwartung wider, die das Business gegenüber der IT hat, nämlich,

dass diese als Businesspartner auftritt. Zirka 25 Prozent

der Fachverantwortlichen IT sehen in der digitalen Transformation

einen zusätzlichen Aufwand. Das ist ein hoher Anteil im

Vergleich zu den Fachverantwortliche Business, wo dies lediglich

5 Prozent angeben (Grafik 5).

STUDIE

Die FHNW will die Studie noch vertiefen. Deshalb sind alle

Interessierten eingeladen, teilzunehmen:

https://movecloud.ch/tools/cloud-studie

Als Dankeschön verlost die FHNW 20 Gratistickets für den

5. Cloud Use Cases Day am 14. März 2018. Weitere Infos

zum Anlass unter https://tinyurl.com/FHNW-Cloud-2018

Der Cloud Use Cases Day widmet sich dem Spannungsfeld

zwischen Business und IT. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt,

wie Cloud als Enabler für die Digitalisierung eingesetzt

werden kann.

Am 14. März 2018 wird ebenfalls der Studienbericht zur

«FHNW Cloud Studie 2017» erscheinen.

20 Cloud & Managed Services


Oracle hat die Cloud entdeckt

Trotz spätem Einstieg ins Cloud-Business will Oracle mit seiner Strategie nun in der Wolke

durchstarten. Dabei zeigt sich Oracle unter dem Motto «we welcome all your workload»

ganz pragmatisch und offen und will alle Funktionalitäten in Cloud-Form anbieten.

MARKET

Der ICT-Markt ist ständig in Bewegung. Anbieter, Dienstleister

und Kunden sind permanent auf der Suche nach Potenzial für

Verbesserungen. Nach einer langen Phase von Produkten, die im

Markt direkt zu kaufen sind, kommt mit der Cloud seit wenigen

Jahren eine ernsthafte Alternative. Die Cloud ist als Erweiterung

der internen Dienstleistung in der IT zu verstehen. Die Dienste

decken inzwischen vieles ab: Infrastruktur (IaaS), rein funktionale

Dienste (PaaS) mit Mehrwert gegenüber IaaS, rein applikatorische

Dienste (SaaS) mit Mehrwert gegenüber PaaS. Es können

praktisch beliebige Businessapplikationen unterstützt, entwickelt

und komplett in der Cloud bezogen werden. Bleibt noch das

grosse Kapital aller Unternehmen: die Daten selbst. Datendienste

(DaaS) haben das Potenzial, Unternehmen bei der intensiveren

Nutzung ihrer Daten und somit der Steigerung des Kapitals zu

fördern.

Cloud-Maturität

Die Grösse des ICT-Marktes ist enorm. Wird der Markt durch die

Cloud jetzt grösser und somit den Kunden mehr abverlangt?

Nein, das wird nicht geschehen. Die Ausgaben werden sich hingegen

verlagern und den ICT-Kunden mehr Wahlmöglichkeiten

bieten. Die in den letzten Jahren erfolgreichen Anbieter von

Cloud-Diensten haben einen intensiven Wettbewerb gestartet,

der zu steigender Maturität, Serviceoptionen wie im eigenen ICT-

Betrieb und grosser Verlässlichkeit geführt hat. Die ursprünglichen

Sicherheitsbedenken bezüglich Cloud können nun bereits

erprobten Vorgehensweisen weichen. Es ist somit einfacher und

sicherer, in die Cloud zu investieren.

Der späte Start von Oracle in die Cloud

In den ersten Jahren der Cloud hat ein bekannter Vertreter der

ICT prominent gefehlt: Oracle ist spät in den Markt eingestiegen.

Dafür hat Oracle offensichtlich die Zeit genutzt, um die Marktmechanismen,

Kundenbedürfnisse und das Businessmodell

eingehend zu analysieren. Oracle hat sehr viele Produkte von

Infrastruktur über zahlreiche Softwareprodukte und Applikationen

im Angebot. Die Geschäftsleitung entwickelte eine einfache

Vision: Oracle solle die gesamte bisherige Funktionalität in Cloud-

Services anbieten können, damit Kunden die Wahl haben zwischen

ICT im eigenen Rechenzentrum oder bei Oracle.

Die Autoren

Sandhya Prabhu, Country Lead

Alliances and Channel, Oracle

Thomas Teske, Business Development

Manager Technology,

Oracle

vorgestellten Partner sind jeder auf seine Art und Weise für ihre

Kunden tätig. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag auf dem

sicheren Weg in die erfolgreiche Nutzung der Cloud.

Das umfassende Angebot

Der Markt für Cloud-Services startete mit einem relativ schmalen

Portfolio. Einzelne Anbieter vermarkteten ihre spezifischen Lösungen

jeweils einzeln. Entsprechend der Klassifizierung von

NIST werden IaaS, PaaS, SaaS und DaaS angeboten. Die Funktionen

werden jeweils ausgehend von einem MVP entwickelt. Alle

Anbieter müssen sich fragen: Reicht das aus, um unseren Kunden

einen spezifischen Mehrwert zu bieten, ohne Kompromisse

einzugehen? Wenn zwischen den Services klare Schnittstellen

definiert sind, wird es einfach, automatisierbar und nachvollziehbar.

Architekten haben schon lange nach solchen Plattformen

gesucht. Konsumenten von Services können sich darauf verlassen,

dass Services zusammen eine Lösung ergeben. Oracle geht

hier einen zusätzlichen Weg: Neben den eigenen Lösungen sollen

vor allem Partnerangebote den Mehrwert liefern. Ein Cloud-Marktplatz

ist dazu aber erst der Anfang. Worum es geht, ist die konsequente

Umsetzung agiler Methoden: Cloud-Services sollen

dem gesamten Markt dienen, schneller und sicherer an das jeweilige

Ziel zu kommen, ohne Flexibilität einzubüssen. Offenheit

für jeglichen Workload ist das Grundrezept dafür. In diesem Sinne

steht Oracle für «we welcome all your workload».

Partner als Teil der Lösung

Doch damit nicht genug: die Kunden haben Anforderungen, die

nur durch Partner ihrer Wahl wirklich zu erfüllen sind. Dieser

Aspekt der Oracle-Cloud-Strategie wird in den drei folgenden

Porträts von Partnern thematisiert. Die auf den folgenden Seiten

Bild: akindo / iStock.com

Cloud & Managed Services

21


Cloud-in-Context: «Mit einem Schlag

fiel ich aus meiner rosa Wolke»

MARKET

Wer in die Cloud migriert, muss diesen Schritt gut vorbereiten. Denn sonst verliert man schnell

den Himmel vor lauter Wolken aus den Augen. Ein pragmatisches Vorgehen, am besten von einem

erfahrenen Consulting-Unternehmen begleitet, bietet sich an.

«Mit einem Schlag fiel ich aus meiner rosa Wolke» soll die bekannte

amerikanische Schauspielerin Elizabeth Taylor gesagt

haben. Sie bezog sich damit auf ihre Angewohnheit, sich schnell

zu verlieben, zu heiraten und nach einem Weckruf wieder scheiden

zu lassen. Im Englischen bedeutet die «rosa Wolke» in etwa

das, was wir hierzulande mit «Wolke sieben» umschreiben, also

den ekstatischen Zustand, den man beispielsweise erfährt, wenn

sich nach harter Arbeit endlich der Erfolg einstellt. Kann in Anbetracht

der derzeitigen Cloud-Situation der «Move-to-Cloud»-

Erfolg ein solches ekstatisches Gefühl hervorrufen? Oder umgekehrt,

wird sich ein Misserfolg im Kontext eines Move-to-Cloud

doch eher wie der im Zitat genannte Fall von der Wolke anfühlen?

Modernisierung von Geschäft und IT durch

die Cloud

Die Migration bestehender und neu entstehender Computing-

Infrastrukturen und Anwendungen in die Cloud oder der Aufbau

neuer Anwendungen direkt in der Cloud ist heute eine weit verbreitete

IT-Modernisierungsstrategie. Der derzeit stattfindende

grosse «Cloud-Shift» wird von hohen

Erwartungen an Kosteneffizienz, Betriebsgeschwindigkeit

und Flexibilität

des Unternehmens begleitet. Solche

Vorteile ergeben sich natürlich nur,

wenn die Migrationen in die Cloud wie

geplant und erfolgreich verlaufen.

In etablierten Unternehmen sind

IT-Infrastrukturen und Anwendungslandschaften sehr komplex.

Grosse Unternehmen arbeiten mit mehreren Cloud-Plattformen,

wobei jede von ihnen wiederum eigene Ausprägungen mitbringt.

Eine Cloud-Migra tionsmethode, die für eine Plattform funktioniert,

wird für die andere nicht im selben Mass funktionieren.

Für nicht-triviale Cloud-Migrationen sind wir also gezwungen,

uns mit hybriden (Public und Private) und heterogenen (Multiple

Technology Platforms) Cloud-Landschaften auseinanderzusetzen.

Risiken der Transformation in die Cloud

Wenn Sie sich fragen, ob der angepeilte, erfolgreiche Umzug in

die Cloud nicht gefährdet sein könnte, liegen sie vielleicht richtig.

Es sei denn, Sie haben sich von Vornherein um das Wesentliche

gekümmert. In den ersten Jahren der Cloud-Projekte habe

ich viele CIOs gesehen, die grosse Teile der Infrastruktur oder

Bei Vorhaben wie Cloud-

Migrationen ist es leicht, den

Fokus zu verlieren.

Der Autor

Manas Deb, PhD, Vice President Cloud

Computing, Capgemini

Anwendungen in die Cloud verlagerten, nur um kurze Zeit später

mit hohem Kostenaufwand und Unannehmlichkeiten wieder den

Kurs zu ändern. Zu den Hauptproblemen bei diesen fehlgeschlagenen

Übergängen zählten dann unter anderem geringere Leistung,

fehlerhafte Integration, Interoperabilität oder Business

Continuity, unzureichende Sicherheit oder Datenschutz sowie

erhöhte Kosten.

Die Ursachen vieler dieser Probleme wurden den Anbietern

von Cloud-Diensten angelastet; in einigen Fällen waren sie das

Ergebnis einer mangelhaften Konzeption oder Implementierung,

in anderen Fällen gab es Meinungsverschiedenheiten darüber,

was schiefgelaufen war. Leider erscheinen hilfreiche Erläuterungen

der Misserfolge im Zusammenhang

mit der Migration in die Cloud

seltener als die Erfolgsgeschichten. In

einem Artikel mit dem Titel «9 Spectacular

Cloud Fails» («InformationWeek»)

von Andrew Froehlich aus dem Jahr

2015 wurden beispielsweise mehrere

Serviceausfälle von Cloud-Service-

Providern aufgelistet, in denen die meisten der führenden Anbieter

von Cloud-Diensten vertreten waren.

Anforderungen und Cloud-Dienste

Eine Möglichkeit, die Systemperformance zu garantieren, besteht

darin, alle notwendigen funktionalen («was das System

tun muss») und nicht-funktionalen («wesentliche Eigenschaften,

die das System besitzen muss») Anforderungen im Voraus zu

sammeln, um so sicherzustellen, dass sie während des Systemdesigns

und der Implementierung berücksichtigt und erfüllt

werden. Für traditionelle Infrastrukturen und Anwendungen sind

die funktionalen Anforderungen (FR) und nicht-funktionalen Anforderungen

(NFR) gut entwickelt. Für den Schritt in die Cloud

befinden sie sich jedoch überwiegend noch in der Entwicklung.

Sofern man logisch herangeht, ist die Suche nach den essenziellen

FRs und NFRs für den Schritt in die Cloud erfolgreich.

22 Cloud & Managed Services


Zuerst einmal braucht es eine einfache Verfügbarkeit der Dienste,

die für die Nutzung eines Cloud-Systems erforderlich sind

(z. B. Betriebssysteme, Datenbanken, Optionen für Virtualisierung

oder Containerisierung, populäre Entwicklungs- und Testframeworks,

Quellcode-Management, aufstrebende technologische

Dienste wie IoT, Analytik, maschinelles Lernen, kognitives

Computing oder AI). Diese können als sehr grundlegende (funktionale)

Anforderungen angesehen werden, die leicht zu finden

sind. Anforderungen, die entweder spezifischer sind oder besondere

Aufmerksamkeit beim Aufbau eines Cloud-Systems

erfordern, können folgende sein (Grafik):

1. Funktional: Die Hauptkategorien im Rahmen der Legacy-

Migration sind «Elastizität der Rechen-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten

und die damit verbundenen eindeutigen Pay-per-

Use-Begriffe» und «hohe Automatisierung bei der Bereitstellung

von Umgebungen», im Kontext von Cloud-nativen Anwendungen

DevOps Tool-Chain-Support sowie automatisierungs- und serviceorientierte

Dev-/Test-Umgebungen.

2. Nicht funktional: Hier sind die Hauptkategorien Performance

(Antwortzeit, Durchsatz), Zuverlässigkeit (Load-Balancing, Verfügbarkeit,

Disaster Recovery), Sicherheit und Compliance (bezogen

auf Zugriff und Nutzung von HW/SW und Daten) sowie

Servicemanagement (Verwaltung von Operationen, Betriebskosten,

SLAs) zu nennen.

Im Falle von Cloud-Landschaften mit mehreren oder hybriden

Cloud-Umgebungen ist die «Integration» eine weitere wichtige

funktionale Anforderung, ebenso wie «Interoperabilität»

eine zentrale nicht-funktionale Anforderung ist.

Wer sich fragt, warum einige dieser FRs (oder NFRs) nicht

dem ähneln, was man in der Vergangenheit gesehen oder verwendet

hat, liegt das daran, dass es hier in erster Linie um die

FRs und NFRs von cloud-fähigen Systemen geht und nicht um

die Anwendungen, die auf solchen Systemen laufen. Der Schlüssel

zum Erfolg in der Cloud ist es, frühzeitig die richtigen Fragen

zu stellen, um die grundlegenden Anforderungen abzuleiten, sie

dann in das Design zu integrieren und bei der Implementierung

des Cloud-Systems zu validieren sowie die geeigneten Notfallstrategien

zu entwickeln und anzuwenden.

Sich beraten lassen

Wer sich auf dem Weg in die Cloud befindet, ist natürlich nicht

allein. Service-Integratoren mit nachweisbarer Erfolgsbilanz bei

Cloud-Migrationen helfen gerne. Bei Capgemini etwa unterteilt

sich das Cloud-Portfolio in drei Angebotsgruppen: «Advise»,

«Align» und «Animate», die alle Design-Build-Run-Aktivitäten der

Cloud-Journey umfassend abdecken, unabhängig davon, ob es

sich um die Transformation veralteter IT-Landschaften oder

Cloud-Native Application Builds handelt. Die erwähnten Angebotsgruppen

werden in einer Granularität angeboten, die sich

leicht an die Geschäftsanforderungen und die Cloud-Reife eines

Kunden anpassen lässt.

Wie vorgehen

Bei Vorhaben wie den nicht gerade trivialen Cloud-Migrationen

ist es leicht, sich in der Komplexität zu vergraben und schnell

den Fokus auf die wichtigsten Faktoren zu verlieren, die den

gewünschten Erfolg bringen würden. Es ist ratsam beim Zusammentragen

der notwendigen Bedürfnisse diesen Worten zu folgen:

Nicht übertreiben, pragmatisch bleiben und sich auf die

Vorteile für den Endnutzer konzentrieren.

MARKET

Elastic Capacity (w/ pay-per-use)

Performance

Provisioning Automation

Reliability

DevOps Tool-Chain

Security / Compliance

Service-Oriented Dev / Test

Service Management

Functional

Non-Functional

Critical High-Level Requirements Categories for Cloud Systems

Cloud & Managed Services

23


Integration für digitales Business

MARKET

Business und IT rücken immer näher zusammen. Die Anforderungen nach mehr Agilität,

schneller Umsetzung, kosteneffizientem Vorgehen und Offenheit führen häufig zum Bruch mit

bestehenden Vorgehensweisen.

Der Begriff Dienstleistung wurde innerhalb kurzer Zeit durch den

Begriff Cloud deutlich erweitert. So ergeben sich für beide Seiten

mehr Möglichkeiten, erfolgreich zu sein.

Geschwindigkeit und Agilität für digitale

Geschäftsmodelle

Digitale Geschäftsmodelle sind die Grundlage für die erfolgreiche

Umsetzung der genannten Anforderungen. Eine digitale

Strategie, skalierbarere Infrastruktur in der Cloud und vor allem

die Geschwindigkeit bei der Umsetzung sind entscheidend. Externe

Beratung ist eine wesentliche Methode, die damit verbundenen

Risiken zu verringern. Aus Erfahrung wird man klug.

Die Autoren

Michael Krebs,

Geschäftsführer, Esentri

Michael Szeszak,

Verkauf, Silbury

Agile Entwicklung – SaaS meets PaaS

Dabei steht das Schlagwort «agile Entwicklung» meist ganz weit

oben bei den Anforderungen, die für eine neue digitale Welt

unverzichtbar sind. Doch wie genau schafft man es, in kurzer

Zeit den sich oft noch im Laufe des «Go-to-Market» stetig ändernden

Anforderungen der Kunden gerecht zu werden? Ein

Schlüssel hierzu ist ein «Best-of-Breed-Ansatz», bei dem Standardsoftware

aus der Cloud (SaaS) um individuelle Komponenten

aus einer integrierten Plattform (PaaS) erweitert und integriert

wird. Dies beobachten wir für Bereiche wie Finance, HR,

Sales und Marketing.

Die Standardkomponenten werden genau an den Stellen

erweitert, an denen im Rahmen der Digitalisierung für den Endkunden

ein wirklicher Mehrwert entsteht. So unterscheidet man

sich vom Wettbewerb und sorgt für Engagement anstelle von

einfacher Nutzung. Dazu benötigt man ein an Kundenvorgehensweisen

angepasstes Interaktionskonzept, um ein einmaliges

und modernes Benutzererlebnis sowohl für die eigenen Mitarbeiter

als auch für die Endkunden zu schaffen.

Zudem besteht die Herausforderung, sowohl die Standardkomponenten

als auch die individuellen Komponenten mit modernen

Cloud-Integrations- und Prozesswerkzeugen so zu verknüpfen,

dass eine ganzheitliche Lösung entsteht. Sie soll den

Benutzer und Kunden an allen Stellen ohne Medien- oder Sys-

User und Customer Experience

Saas

Software-as-a-Service

ERP – Finance – HR – Marketing – Sales

PaaS

Development-Tools

Java Script & Java Development

Application Builder

SaaS-Extensions

PaaS

Integration & Process

API-Management

Integrations- und Prozessplattform

PaaS

Development-Plattform

Containerplattform (Docker)

Prozesse CI & CD

DevOps

IaaS

Cloud-Infrastruktur

Bausteine einer modernen Cloud-Lösung in Digitalisierungsprojekten. Bild: esentri swiss

24 Cloud & Managed Services


Bild: Lesia_G / iStock.com

MARKET

tembrüche unterstützen und den Kunden auf die digitale Reise

mitnehmen.

In der Umsetzung der digitalen Lösung müssen dabei die

richtigen Partner und Experten mit dem Kunden zusammenarbeiten.

Neben der Auswahl der

richtigen SaaS-Komponenten

müssen die Bausteine für die

Entwicklung in die gesamte IT-

Architektur integriert werden.

Für die Unterstützung der Kunden

sind dabei ganz unterschiedliche

Fähigkeiten in

Teams nötig. Die Koordination

der Teams ist genauso wichtig wie die technische Inte gration –

alles muss ein Ganzes ergeben.

Agile Cloud und Digitalisierungsteams

In der Vergangenheit wurden Projekte oft durch unterschiedliche

Experten und Teams mit klar auf einzelne Themen fokussierten

externen Dienstleistern umgesetzt. In modernen Cloud-Projekten

liegt der Schwerpunkt darauf, in kurzen, agilen Sprints neue

Funktionen zur Verfügung zu stellen. Dazu ist es notwendig, gut

eingespielte Teams mit Experten aus allen nötigen Disziplinen

eng miteinander zu vernetzen. Um dies zu ermöglichen, haben

sich mit den Cloud Associates zu diesem Zweck drei Partner eng

Eine digitale Strategie, skalierbarere

Infrastruktur in der Cloud und vor

allem die Geschwindigkeit bei der

Umsetzung sind entscheidend.

vernetzt, die diese Anforderung sowohl von fachlicher wie auch

von technischer Seite begleiten können.

Die Cloud Associates unterstützen Kunden bei der Einführung

der relevanten SaaS-Bausteine aus den Bereichen ERP,

Finance, HR, Marketing und Sales.

Diese werden durch PaaS

(Integration, Security etc.) ergänzt.

Durch diese einmalige

Kombination, werden SaaS-Anwendungen

und etwa Containerplattformen,

die auf Docker

basieren, so kombiniert, dass

die agile Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

möglich wird. Die Oracle Cloud bietet hierzu das

breiteste Portfolio an Komponenten, das die Cloud Associates

mit über 500 Experten in der Schweiz, Europa und in den USA

erfolgreich für die digitale Transformation von Kunden einsetzen.

CLOUD ASSOCIATES

Als Cloud Associates bündeln Esentri Swiss, Silbury Schweiz

und Apps Associates ihr Know-how aus einer Vielzahl an erfolgreichen

Oracle-Cloud-Projekten für Kunden in der Schweiz.

Mit unseren Best Practices integrieren wir SaaS-Anwendungen

und erweitern diese mit den Oracle-PaaS-Services.

Cloud & Managed Services

25


Bild: .shock / iStock.com

MARKET

Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

als erster Schritt in die Cloud

Die Vorteile der Cloud werden allerorts angepriesen. Es geht um schnelle Bereitstellung

von Services, Capacity on Demand, Kostenreduktion und Konzentration auf Kernkompetenzen.

Als Nachteil wird häufig die Sicherheit aufgeführt. Trotzdem ist die Cloud letztlich eine

logische Weiterentwicklung des Application Service Providers (ASP) und wird deshalb auch als

Third Platform in der Informatik bezeichnet.

Die Autoren

Janos Horvath, Senior Oracle

Infra structure Advisor, Acceleris

Rainer Schaub, Oracle Database

Machine Consultant, Acceleris

Es ist gut möglich, dass die Cloud zum mit Abstand grössten

Konsolidierungsengagement in der IT-Geschichte wird. Denn

trotz Serverkonsolidierung, Standardisierungsaktivitäten,

Datacenter-Konsolidierung und -Virtualisierung beträgt die

durchschnittliche Serverauslastung eines Rechenzentrums

nur 30 Prozent und bietet somit noch erhebliches Einsparpotenzial.

Dem Bericht «Gartner IT Key Metrics Data» von 2012

ist zu entnehmen, dass die IT-Personalkosten mehr als die

Hälfte aller IT-Ausgaben ausmachen und somit den mit Abstand

grössten Kostenblock darstellen. Neuere Studien weisen

gar bis zu zwei Drittel der IT-Personalkosten an den gesamten

IT-Kosten aus. Somit sollte offensichtlich sein, dass

durch eine weitere Erhöhung der Serverauslastung nicht nur

26 Cloud & Managed Services


die Hard- und die Softwarekosten, sondern vor allem auch die

IT-Personalkosten gesenkt werden können. Dies hat zudem

den positiven Nebeneffekt, dem Mangel an IT-Fachkräften

entgegenzuwirken. Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist,

dass mehr Freiraum für Innovationen

geschaffen wird, um die Wettbewerbsfähigkeit

zu verbessern.

Letztlich bietet nur die Cloud mit

ihrer extrem hohen Standardisierung

sowie der Nutzung von einheitlichen

Hard- und Softwarekomponenten

das Potenzial, die Auslastung

der Server deutlich nach oben zu schrauben. Entscheider

sollten bei diesen Zahlen hellhörig werden, denn sie

versprechen, die IT-Kosten erheblich zu senken. In Branchen,

in denen der Preis das alleinige Unterscheidungsmerkmal

darstellt, könnten niedrige IT-Kosten ein strategischer Erfolgsfaktor

sein. Ein Vorteil der Cloud ist der komplette Wechsel

von CAPEX nach OPEX. Die hohen Anfanginvestitionen

werden deutlich – zum Beispiel nur auf Schu lungs kosten –

reduziert. Die Anfangsinvestitionen werden durch wiederkehrende,

verbrauchsorientierte Subscriptions abgelöst, welche

die notwendigen Lizenzen enthalten können. Wenn man sich

auf IaaS beschränkt, wird Lizenzmanagement weiterhin notwendig

sein. Der Einsatz von PaaS und SaaS ermöglicht die

Reduktion von Lizenzen und die Compliance wird sichergestellt.

Unterlizenzierung, ungenutzte Lizenzen oder gar Lizenzmigrationen

werden somit effektiv vermieden.

Wie vieles begonnen hat: IaaS

Der erste Schritt in die Cloud kann das Verlagern von sogenannten

Compute-Nodes – einem IaaS – vom lokalen Datacenter

zum Cloud-Anbieter sein. Während Monate vergehen können,

bis eine Fachabteilung die nötige Rechenkapazität von

der eigenen IT-Abteilung bereitgestellt bekommt, ist dies in der

Cloud innerhalb von einer Viertelstunde möglich. Das Anpassen

von Rechenkapazität oder Speicherplatz ist in wenigen

Minuten erfolgt. Somit können neue Workloads oder bestehende

Applikationen weitestgehend unverändert unterstützt

werden. Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass IaaS

der dominante Service in der Cloud ist. Aber: Ist damit das

Potenzial bereits ausgeschöpft?

Wie man heute schnell und sicher zum Ziel

kommen kann

Eine Ergänzung zu IaaS kann PaaS sein. Wir haben bei unseren

Kunden bemerkt, dass IaaS sehr willkommen ist, aber die

Gesamtkosten insbesondere mit PaaS deutlich gesenkt werden

können. Auch der Personalaufwand kann bei Verwendung

von PaaS merklich reduziert werden und darum lohnt es sich,

PaaS und auch SaaS-Angebote genauer zu untersuchen.

Wird zusätzlich zum Beispiel eine Datenbank benötigt –

Database-as-a-Service (DBaaS) – so ist diese in weniger als

einer halben Stunde in der Cloud mit PaaS aufgesetzt. Die

Ein Vorteil der Cloud

ist der Wechsel von CAPEX

nach OPEX.

firmeninterne ICT-Abteilung braucht Tage oder gar Wochen dafür,

weil die Bereitstellungs- und Koordinationsaufwände im

Vergleich zu IaaS hoch sind. Für die ICT-Abteilung sind ständig

ändernde Ressourcenanforderungen eine Herausforderung,

die hohe Investitionen in Infrastruktur

verursacht. Der Aufwand zur Umsetzung

der Automatisierung in der

ICT steigt zudem noch. Mit der Cloud

sind solche Anforderungen leicht gelöst.

Man kann nun allein für DBaaS

den Verwendungszweck näher spezifizieren

(klassische RDBMS, NoSQL, BigData). Zudem kann

man wählen, wie viel Arbeit für Data Management aufgewendet

wird. Mit Managed Services wird dies möglich. Die Integration

verschiedener Services, das Aufsetzen von Standardprozessen

wie Back-up/Recovery und SLA-Wahl sind die nächsten

Schritte. Elastizität, Hochverfügbarkeit, Desastertoleranz sind

Serviceoptionen, die keine Unterbrechung oder gar erneutes

Aufsetzen erfordern.

WIE ACCELERIS HELFEN KANN

Nach eingehender Analyse der Bedürfnisse unserer Kunden

hat sich Acceleris entschieden, DBaaS und IaaS zu

offerieren. Als erste Schweizer Firma bietet Acceleris diese

Services im Rahmen des Oracle Managed Service Provider

(MSP) Programs.

Da trotz aller Vorteile der Cloud die Sicherheitsbedenken

für Schweizer Firmen eine fast unüberwindbare Hürde darstellen,

bietet Acceleris mit dem MSP-Programm die Lösung

Cloud@Customer. Mit Cloud@Customer kann die

Oracle-Infrastruktur direkt beim Kunden betrieben werden.

Hardware und Cloud-Dienste (IaaS, PaaS) sind aufeinander

abgestimmt, weil sie vom gleichen Hersteller stammen.

Denn Oracle bietet den grossen Vorteil, dass alle Hardund

Softwarekomponenten aus einer Hand kommen und

aufeinander abgestimmt sind.

Für die Kunden bieten sich damit eine ganze Reihe von

Vorteilen. Als Erstes haben sie kein Vertragsverhältnis mit

einem grossen Soft- und Hardwarehersteller mehr, sondern

direkt mit Acceleris. Dies bedeutet insbesondere,

dass der Hersteller keinen Zugriff auf die Systeme und

Daten der Acceleris-Kunden hat. Acceleris-Kunden schlagen

also zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie profitieren einerseits

von der renommierten Technologie des Herstellers,

die auf dem neuesten Stand in ihrem eigenen Rechenzentrum

ist. Andererseits erhalten sie einen zertifizierten

lokalen Partner an ihrer Seite.

Zudem vereinfacht sich für die Kunden die Kommunikation

und sie erhalten mehr Flexibilität. So können sie sich etwa

voll und ganz auf das Nutzen von Enterprise-Datenbanken

konzentrieren, während sich Acceleris um die Infrastruktur

inklusive Netzwerk, Virtualisierung, Betriebssystem (IaaS)

und Mehrwertdienste (PaaS) kümmert. Stundengenaue

Abrechnungen der bezogenen Leistungen sind durch das

MSP- Modell keine Wunschträume mehr, sondern Realität.

MARKET

Cloud & Managed Services

27


INFRASTRUCTURE

Salesforce und

Google kooperieren

osc. Salesforce und Google haben eine strategische Partnerschaft

angekündigt. Eckpfeiler der Kooperation ist, dass die

Google- Cloud für Salesforce-Kunden fortan als «Preferred Public

Cloud» gilt, wie Heise schreibt. Damit ziehe Google mit Amazon

Web Services (AWS) gleich, die diesen Status bereits hätten.

Micro soft bleibe mit seinen Businesslösungen dagegen auf der

Strecke. Ausserdem will Salesforce Google-Kunden eine Integration

von Salesforce-Diensten in die «G Suite» anbieten und

Google Analytics einbinden, wie es weiter heisst. Google verspricht

Kunden von Salesforce ein Jahr kostenlose Nutzung der

G Suite. Die Partnerschaft beinhaltet vor allem ein Fluss von

Marketingdaten zwischen den beteiligten Firmen. Damit stellt

sich die Frage, wem diese Daten gehören. Darauf gab Bob Stutz,

Salesforce-Chef für Marketing Cloud und Analytics, keine eindeutige

Antwort: «Wichtig ist lediglich, dass die Daten ungehindert

von Nutzer zu Nutzer fliessen», sagte er gegenüber Heise.

Cisco und Google

bauen Hybrid-Cloud

jsc. Cisco und Google wollen gemeinsam eine hybride Cloud-

Lösung entwickeln, wie Cisco mitteilt. Die Lösung könne Anwendungen

und Dienste in lokalen Umgebungen und in der Google

Cloud Platform bereitstellen, verwalten und sichern. Dabei bietet

sie laut Cisco Cloud-Geschwindigkeit und -Skalierbarkeit auf

Enterprise-Niveau. Gemäss Cisco können Unternehmen mit dem

neuen Angebot Workloads steuern, sichern und überwachen. Zudem

könnten sie ihre Infrastruktur besser auslasten, ihre Cloud-

Migration in ihrem eigenen Tempo durchführen und eine Herstellerbindung

verhindern, verspricht Cisco. Die Partnerschaft erweitere

Ciscos Multi-Cloud-Portfolio um die offenen Technologien von

Google Cloud wie Kubernetes und Istio und die kommerzielle

API-Management-Plattform Apigee, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Lösung werde für eine begrenzte Anzahl von Kunden Anfang

2018 zur Verfügung stehen. Cisco und Google rechnen mit

der allgemeinen Verfügbarkeit im Laufe des Jahres 2018.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67712

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_65185

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Get ready for the cloud

Die Cloud ist heute für viele der logische Schritt in der digitalen Transformation.

Welche Lösung passt? Was verändert sich? Wie wird das Unternehmen zum Change befähigt?

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holen Sie sich auf strategischer Ebene einen Überblick, damit Sie auf den Einsatz der Cloud in

Ihrem Unternehmen vorbereitet sind.

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28 Cloud & Managed Services


Swisscom verstärkt Engagement für

Cloud Foundry

cgr. Im Rahmen des Cloud Foundry Summit Europe in Basel

hat Swisscom zwei neue Projekte für die Cloud Foundry angekündigt.

Der Telko will sein Engagement für die Stiftung weiter

ausbauen. Aktuell ist Swisscom Gold-Partner, das ist der zweithöchste

Status.

Im Bereich der Entwicklung arbeitet Swisscom aktiv im Projekt

«Cloud Foundry Container Runtime» mit. Dieses soll es

ermöglichen, Container mit Kubernetes bereitzustellen. «Wir

haben über zwei Jahre hinweg Know-how mit Kubernetes gesammelt,

das wir nun in das Container-Runtime-Projekt einbringen»,

schreibt Marco Hochstrasser, Leiter Cloud Platform Development

bei Swisscom und Vorstandsmitglied der Cloud

Foundry Foundation, in einer Mitteilung. Fünf Ingenieure von

Swisscom sollen das Projekt unterstützen. Zudem will Swisscom

das dabei gewonnene Wissen über Kubernetes in Meet-ups

und Webinaren verbreiten.

Daneben testet Swisscom seine Cloud-Foundry-Plattform

auf Amazon Web Services. Damit könnten Applikationen nahtlos

in globale AWS-Zonen verschoben werden, verspricht der Telko.

Marco Hochstrasser,

Leiter Cloud Platform

Development bei

Swisscom

Aktuell teste Swisscom einen Prototyp mit einem nicht näher

genannten «namhaften Industriekunden». Swisscom ergänzte

seine Enterprise Application Cloud mit Amazon Web Services

als Infrastruktur-Schicht. Am Cloud Foundry Summit zeigte

Swiss com den Prototyp.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_62185

INFRASTRUCTURE

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Cloud & Managed Services 29


INFRASTRUCTURE

HCI ist reif für den Einsatz in der

hybriden Cloud

Die Zukunft der IT liegt in der hybriden Cloud – so viel ist sicher. Gleichzeitig erfreuen sich

hyperkonvergente Infrastrukturlösungen steigender Beliebtheit. Die beiden Trends liessen sich

allerdings bisher nur schwer vereinen. Eine zweite HCI-Generation löst das Problem.

Eine Mehrheit der Unternehmen setzt heute auf Cloud-Dienste.

Dies aus gutem Grund: Nur Cloud-Architekturen bieten jenen

Grad an Flexibilität, mit der der digitale Wandel gemeistert werden

kann. Besonders hybride Cloud-Infrastrukturen haben sich

zu einem wichtigen Element einer agilen IT-Landschaft entwickelt,

mit der sich viele Businessanforderungen effizient lösen

lassen. Die Zusammenführung externer Cloud-Dienste mit der

eigenen IT-Infrastruktur stellt aber grosse Herausforderungen:

Wie können Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten behalten,

wie sichergehen, dass sie alle Compliance-Anforderungen

einhalten?

Eine sogenannte Data-Fabric ermöglicht ein einheitliches

Datenmanagement und erlaubt so, Datenbestände sicher über

alle Infrastrukturen inklusive der Cloud zu transferieren. So können

Unternehmen Angebote von Hyperscale-Providern wie Amazon

AWS oder Microsoft Azure in die eigene Infrastruktur einbinden

und deren extrem leistungsfähigen IT-Ressourcen nutzen,

ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben – ein entscheidender

Faktor, wenn es darum geht, schnell und flexibel

neue IT-Ressourcen einsetzen zu können.

Schnelles Deployment und günstiger Betrieb

dank HCI

Schon seit mehreren Jahren erfreuen sich hyperkonvergente

Lösungen (Hyper Converged Infrastructures, HCI) grosser Beliebtheit.

Sie versprechen die wichtigsten Annehmlichkeiten von

Cloud-Angeboten für den Betrieb inhouse: schnelles Deployment

und kostengünstigen Betrieb. Eine HCI-Lösung verbindet

Eine Data-Fabric

ermöglicht ein

einheitliches Datenmanagement.

Der Autor

Christoph Schnidrig ist Manager Systems

Engineering bei Netapp Schweiz

Server- und Speicherressourcen mit einer Virtualisierungssoftware

in einer Box. Firmen sind nicht mehr gezwungen, Speicher,

Server und Netzwerk getrennt zu erwerben und mühsam selbst

zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzufügen.

Werden zusätzliche Ressourcen benötigt, können weitere

Boxen beschafft und in einem Cluster angeschlossen werden.

IDC glaubt denn auch, dass schon 2020 rund 60 Prozent der

neu eingesetzten Server-Storage-Netzwerk-Kombinationen auf

CI- und HCI entfallen werden. Und Gartner prognostiziert ein

Wachstum der installierten HCI-Systeme von aktuell 5 Prozent

auf 30 Prozent aller Installationen im Jahr 2019.

HCI ist reif fürs Rechenzentrum

Was herkömmlichen HCI-Geräten allerdings fehlt, ist ein ausgereiftes

Datenmanagement, weshalb sie sich kaum in hybride

Cloud-Architekturen oder eine Data-Fabric-Plattform einbinden

lassen. Mittlerweile ist jedoch eine zweite Generation von HCI-

Lösungen am Start, die verschiedene Schwächen ihrer Vorgänger

ausbügelt. Die neuen Geräte bieten eine cloudähnliche Infrastruktur

zum Bezug von Server- und Speicherressourcen in

einer mobilen, skalierbaren und einfach zu handhabenden Appliance

mit mehreren Knoten. Garantierte Leistung mithilfe von

Quality-of-Service-Vorgaben, eine unabhängige Skalierung von

Rechner- und Speicherressourcen, die Automatisierung von

Routineaufgaben und die einfache Einbindung in bestehende

Managementplattformen (inklusive Back-up und Disaster-Recovery)

machen HCI-Appliances der zweiten Generation auch für

den Einsatz in Grossunternehmen und im Rechenzentrum bestens

geeignet.

Schliesslich fügen sich die neuen HCI-Lösungen auch problemlos

in eine Data-Fabric-Plattform ein. Unternehmen erhalten

so ein komponentenübergreifendes Datenmanagement mit hoher

Portabilität, Sichtbarkeit und Sicherheit aller Daten über die

gesamte IT-Umgebung hinweg – egal, ob im eigenen Rechenzentrum,

in der Public Cloud oder eben in einer hybriden Cloud-

Architektur.

30 Cloud & Managed Services


Business Process

Orchestration

Organisational

Development

Service Desk

Service Catalogue

Self Service Portal

API

Authentification

(IAM)

Cost Management

Cloud IT

Security

Special Service Integration

Enhanced Service Integration

Base Standard Setup

Services

Traditionell

Network

Integration

Reporting

Change

Management

Incident Management

Service Level

Management

Die Service-Integration

betrifft unterschiedlichste

Aspekte

vom grundlegenden

Servicekatalog über

das Zugriffsmanagement

bis zur organisatorischen

Entwicklung.

INFRASTRUCTURE

Der Cloud-Zug rollt: jetzt aufspringen!

Die Service Integration betrifft die unterschiedlichsten Aspekte vom grundlegenden Servicekatalog

über das Zugriffsmanagement bis zur organisatorischen Entwicklung.

Die Cloud hat den Durchbruch geschafft und beschleunigt die digitale Transformation. Lesen Sie,

wie Unternehmen konkret loslegen können, um ihren individuellen Weg in die Cloud zu gestalten.

Das Marktforschungsunternehmen IDC hat im Rahmen der Studie

«Swiss IT 2016 – Schweizer Unternehmen auf dem Weg zur

Digitalen Transformation» über 800 Schweizer Unternehmen zur

Cloud befragt. Das Ergebnis: 45 Prozent der Firmen haben bereits

ein Cloud-Vorhaben am Laufen, fast ein Fünftel hat es ganz

oben auf der Agenda für die nächsten drei Jahre.

Der Autor

Marcel Walker ist Head Network & Cloud

bei Swisscom Enterprise Customers

Den richtigen Weg in die Cloud finden

Kein Wunder: Schnellere Time-to-Market, disruptive Business-

Modelle, neue Kundeninteraktionsformen: Unternehmen erkennen

mehr und mehr die Notwendigkeit, das Geschäft zu digitalisieren.

Eine agile IT-Infrastruktur mit hoher Flexibilität und

Skalierbarkeit ist dafür unabdingbar. Cloud-Technologien sind

heute ausgereift, stabil, sicher und vertrauenswürdig. Jetzt ist

der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in die Cloud.

Reif für die Cloud?

Doch wie konkret loslegen? Der Weg ist für jede Organisation

individuell. Grundsätzlich sind dabei folgende Fragen zu klären:

1. Was sind die Ziele der Cloud-Transformation? Ein umfassendes

Assessment der Unternehmensbedürfnisse ist das A

und O.

2. Wo steht das Unternehmen aktuell? Welche Prozesse sind

bereits digitalisiert, welche sollen und können digitalisiert

werden?

3. Wie sieht die IT-Landschaft derzeit aus? Welche Technologien

herrschen vor?

4. Was soll und kann in die Cloud? Prüfung der Cloud Readiness

der bestehenden Systeme. Entscheid, was überhaupt

in die Cloud transformiert wird.

5. Welche Cloud kommt infrage? Wahl des geeigneten Deployment-

und Delivery-Modells: Public, Private, Hybrid? Datenhaltung

Schweiz oder Ausland?

6. Wie kommt in die Cloud, was in die Cloud soll? Planung und

Umsetzung der Transformation.

Die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Migration ist

eine standardisierte, konsolidierte, virtualisierte und möglichst

weitgehend automatisierte IT-Infrastruktur. Nur so lässt sich

Ihre IT-Landschaft nahtlos auf cloudbasierten Services abbilden.

Prüfen Sie, ob die bestehende Software für den Cloud-

Betrieb geeignet ist, und überlegen Sie, ob ältere Anwendungen

durch moderne Lösungen abgelöst werden können.

Integration wird matchentscheidend

Die wahre Agilität kommt für Unternehmen mit komplexen IT-

Landschaften jedoch erst mit der Integration der Cloud in die

bestehende IT. Das Vorgehen sollte sich dabei keineswegs auf

die rein technischen Aspekte beschränken, sondern auch organisatorische

und prozessorientierte Fragestellungen berücksichtigen.

Wer effizient vorgehen will, setzt hier auf Beratungskompetenz

eines etablierten, vertrauenswürdigen Partners. So hat

Swisscom etwa eine eigene Methodik «Journey to the Cloud»

entwickelt, um das Optimum aus der Cloud herauszuholen. Dieses

deckt neben der Bereitstellung der grundlegenden technologischen

Cloud-Services auch die Integration der in die Organisation

und die Prozesse sowie die Transformation vorhandener

Systeme und Anwendungen ab. Denn: Mit der technischen Umsetzung

ist die Service-Integration nicht fertig. Nun gilt es, die

Mitarbeitenden zu schulen und für Akzeptanz zu sorgen.

Cloud & Managed Services

31


FIRMENPORTRÄT

Für echte Kundenbegeisterung

braucht es exzellenten Service

Clevere ICT-Lösungen, kombiniert mit einer hohen Servicequalität, gehören zum Erfolgsrezept der

achermann ict-services ag. Dank des umfassenden Dienstleistungsportfolios «Total IT as a Service»

können sich Unternehmen voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Differenzierung über Service Excellence

«Der Kunde ist König» – Dieses Motto schreiben sich viele Unternehmen

auf die Fahnen. Doch mit einem flotten Spruch allein

ist es nicht getan. Kundenbegeisterung ist bei achermann ictservices

ag das Resultat einer konsequenten und nachhaltigen

Umsetzung des Service-Excellence-Gedankens. Und wir tun viel

dafür, diese Begeisterung bei unseren Kunden stets aufs Neue

zu entfachen – auch in der Cloud!

Die gesamte ICT-Power aus einer Hand

Mit «Total IT as a Service» haben wir ein Rundum-Sorglos-Paket

entwickelt, dass es ermöglicht, die komplette ICT zu linearen

Kosten und standardisierten Service Levels zu beziehen. Dank

fünf Basismodulen lässt sich der Umfang der Lösung jederzeit

skalieren und auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Dabei

spielt es keine Rolle, ob die ICT-Infrastruktur vollständig aus

unserer «achermann cloud» bezogen oder ein Teil davon selbst

betrieben wird (Hybrid).

Der Autor

Rolf Borkowetz ist Leiter

Verkauf & Marketing der

achermann ict-services ag

Beispiel gefällig?

Die «On-Premise-IT» des lokalen Handelsunternehmens war in

die Jahre gekommen und musste ersetzt werden. Die achermann

überzeugte mit ihrem Konzept eines «Total IT as a Service».

Lösung: 65 virtuelle Desktop-Arbeitsplätze und 3 Applikationsserver

in der «achermann cloud», das WLAN, LAN und

die Firewall als Service (als Abo zum monatlichen Fixpreis).

Nutzen: Der Kunde kann sich nun voll und ganz auf sein Kerngeschäft

konzentrieren und die Investitionen linear tätigen –

Service Excellence inklusive!

Das «Nutzen statt Besitzen» ist auch aus der

IT heute nicht mehr wegzudenken.

«Total IT as a Service» – skalierbar im Monats-Abo

Während wir mit unseren Managed Services den reibungslosen

Betrieb der Vorort-Infrastruktur garantieren, gewinnen unsere

Kunden mit dem weiterentwickelten «As-a-Service»-Angebot

noch mehr Freiheiten: Clever konzipierte Produkte ermöglichen

den Zugang zu führenden Technologien, ohne selbst in die Infrastruktur

investieren zu müssen.

Greifbar nah: Die «achermann cloud»

Egal ob virtuelle Server- und Desktopumgebungen, IP-Telefonie

oder professionelle Security- und Netzwerk-Lösungen: Mit der

Nutzung von Services aus der «achermann cloud» arbeiten Unternehmen

heute flexibel, sind unabhängig und profitieren von

professionell betreuten Systemen. Vertrauen ist die absolute

Basis für einen unternehmerischen Entscheid zur Auslagerung

der Daten in die Cloud. achermann erfüllt bereits heute die

strengen Vorgaben des Schweizerischen Datenschutzgesetzes

und zusätzlich die der Europäische Datenschutzgrundverordnung

(DSGVO).

ACHERMANN ICT-SERVICES AG

Auf einen Blick

• «Friendly Work Space» ausgezeichnetes Unternehmen mit

über 40 motivierten ICT-Spezialisten

• Mehr als 300 zufriedene Kunden, insbesondere aus dem

Dienstleistungssektor, dem produzierenden Gewerbe sowie

der öffentlichen Hand

• Breites Dienstleistungsportfolio mit massgefertigten Individuallösungen

und intelligenten Standardpaketen

• Eigene, georedundante Tier-3- und Tier-4-Datacenter mit

garantierter Verfügbarkeit von 99,98% (Luzern und Zürich)

Grabenhofstrasse 4

CH-6010 Kriens

+ 41 41 417 11 11

info@achermann.swiss

www.achermann.swiss

32 Cloud & Managed Services


Intelligente Archive optimieren die

Verwaltung und Zusammenarbeit

Herkömmliche Cloud-Lösungen werden durch intelligente Archive erweitert, um Dokumente

systematisch aufzubewahren und die Informationsverarbeitung in besonders verwaltungsintensiven

Geschäftsbereichen zu automatisieren.

INFRASTRUCTURE

In der Regel müssen Dokumente sechs, in einigen Fällen – beispielsweise

bei Rechnungen, Buchungsbelegen oder Jahresabschlüssen

– zehn Jahre archiviert werden. Die meisten aufbewahrungspflichtigen

Dokumente fallen normalerweise in verwaltungsintensiven

Unternehmenseinheiten an, etwa in der Buchhaltung,

Personalstelle oder im Postwesen. Intelligente Archive

erleichtern insbesondere Mitarbeitern aus diesen Geschäftsbereichen

ein einheitliches Aufbewahrungsmanagement, indem

sich bereits bei der Erstellung eines Dokuments der exakte

Archivierungszeitraum festlegen lässt. Innerhalb dieser Frist

lässt sich das Dokument unverändert aufbewahren.

Intelligentes Datenmanagement

Grundsätzlich können intelligente Archive alle Datei-Ausgangsformate

optimal verarbeiten. Digitale Dokumente einerseits

lassen sich direkt im Onlinearchiv speichern. Papierbasierte

Dokumente andererseits werden bereits beim Scan-Vorgang

über einen Multifunktionsdrucker ausgelesen, anhand der enthaltenen

Informationen eindeutig einem bestimmten Projekt

zugeordnet und an entsprechender Stelle archiviert. Der manuelle

Aufwand reduziert sich dabei auf ein Minimum.

Durch die klare Indizierung und Volltextsuche können alle

Dokumente umgehend lokalisiert und abgerufen werden, anhand

vordefinierter Regeln lässt sich festlegen, welche Nutzer

oder Projektgruppen Zugriff darauf haben. Die Zusammenarbeits-

und Benachrichtigungsfunktionen unterstützen zudem

eine zeit- und ortsungebundene Kommunikation innerhalb einzelner

Projektgruppen.

Cloud-Lösungen mit intelligentem Datenmanagement eignen

sich für Unternehmen aller Branchen und Grössen

und passen sich mit ihrem skalierbaren Aufbau an

die Anforderungen der jeweiligen Arbeitsumgebung

an. Das Angebot als cloudbasierte

Software-as-a-Service-Anwendung

kommt besonders

kleineren Organisationen entgegen,

die sich durch die Verbesserung

ihrer Informationsworkflows

die gleichen Wettbewerbsvorteile

wie grosse Konzerne

sichern wollen – jedoch

ohne die damit verbundenen

Kosten und Verpflichtungen.

Der Autor

Glenn Jäger ist Product & Marketing

Coordinator bei Sharp Electronics

(Schweiz)

Praxisbeispiel: Digitalisierung der Poststelle

Eingehende Briefe werden mithilfe eines Multifunktionsdruckers

(MFP) eingescannt. Wichtige Informationen wie Name und

Anschrift des Absenders, der Name des Empfängers und das

Datum werden dabei mittels optischer Zeichenerkennung (OCR)

ausgelesen. Das gescannte Dokument wird anschlies send im

digitalen Ordner des Empfängers abgelegt, der eine entsprechende

Benachrichtigung mit einem Hyperlink erhält.

Mit der Speicherung digitalisierter Postsendungen im System

wird das Datenmanagement einheitlicher und transparenter.

Etwaige Verzögerungen oder Engpässe lassen sich leicht

erkennen und von vornherein vermeiden.

Praxisbeispiel: Rechnungsbearbeitung

Bei komplexeren Prozessen, wie der Rechnungsbearbeitung,

bringt die Digitalisierung eingehender Dokumente weitere entscheidende

Vorteile für Unternehmen mit sich: Es kommt beispielsweise

zu weniger Zahlungsverzögerungen, wodurch wiederum

Mahngebühren vermieden und Skontos erreicht werden.

Insgesamt verbessern sich damit die Beziehungen zu Lieferanten.

Rechnungen werden mithilfe eines MFP

gescannt. Die Scan-Funktion liest während

dieses Vorgangs die einzelnen Posten

mittels OCR aus und ordnet sie den

vorhandenen Rechnungs- oder IBAN-

Nummern zu.

Anschliessend werden die Rechnungen

in der Cloud gespeichert, worauf

der zur Rechnungsfreigabe berechtigte

Mitarbeiter eine

E-Mail-Benachrichtigung

erhält. Sobald die Rechnung

freigegeben ist,

kann diese angewiesen

werden.

Illustration: Sentavio / shutterstock.com

Cloud & Managed Services

33


Datensicherheit

ohne Kompromisse.

In sicherem Abstand zu den grossen Ballungsgebieten und doch genügend nah an den städtischen

Zentren Luzern, Zug, Zürich, Basel und Bern hat Green Datacenter das grösste kommerzielle Rechenzentrum

der Schweiz errichtet. Neu passt sich das Datacenter Ihrem Geschäft an. Das Virtual Datacenter

ist die optimale Verbindung von bestehender IT-Infrastruktur sowie Cloud-Services für Flexibilität, Sicherheit

und faire Preise. Wünschen Sie eine Führung oder Beratung? Rufen Sie uns an: 056 560 85 85 oder

www.greendatacenter.ch


Cloudbasierte Technologien treiben

den MSP-Markt an

Unternehmen wollen den Aufwand für das Management von IT-Infrastrukturen und

IT-Sicherheit so gering wie möglich halten. Managed Service Provider helfen dabei und

sorgen für Stabilität und Vorhersehbarkeit.

INFRASTRUCTURE

Unabhängig von ihrer Grösse suchen Unternehmen nach Möglichkeiten,

den Aufwand des Managements von IT-Infrastrukturen

und IT-Sicherheit zu verringern. Da liegt es nahe, das Management

ganz abzugeben. Umtriebige IT-Dienstleister nutzen

diese Veränderung des Marktes, indem sie schon heute ein

Geschäftsmodell aufbauen, das sie über Jahre stabil und mit

hoher Vorhersehbarkeit betreiben können: Sie bieten Managed

Services an.

Verantwortlich dafür werden vorzugsweise cloudbasierte

Technologien sein. Die begrenzten IT-Budgets zwingen die Unternehmen

bei der Installation und Anwendung der erforderlichen

Hardware und Software zu einem effizienten Support

durch Managed Services. Hohe Skalierbarkeit ist ein wesentlicher

Faktor, der die Akzeptanz von cloudbasierten Managed

Services vorantreibt. Managed Services für Cloud-Dienste stossen

auch bei Schweizer KMUs zunehmend auf Interesse.

Managed Service Provider und Managed Security Services

Provider (MSSPs) suchen nach einem Portfolio, das beispielsweise

mandantenfähige Produkte beinhaltet. Diese Lösungen

sollten von Beginn an für den Einsatz bei MSPs entwickelt sein,

da sie ein Mass an Skalierbarkeit bieten, und ihre Vorteile dann

voll ausspielen, wenn man mehrere

Mandanten, Standorte und Produkte

mit ihnen verwaltet.

Produkt in Service verwandeln

Das genau ist der Punkt beim Thema

Managed Service Providing in der IT-

Welt. Im Kern geht es darum, ein bestehendes

Produkt zum Service zu transformieren. Begriffe wie

Applikation Service Providing (ASP), SaaS, PaaS, IaaS oder Cloud

Computing beschreiben dabei nur die Art und Weise der Services.

Doch ganz gleich, um welche Gestaltung es sich handelt: Herstellern

fällt es oft immer noch sehr schwer, ihr Geschäftsmodell auf

Services umzustellen.

Oft entwerfen Tüftler vielerorts noch Einzelprodukte, wie

zum Beispiel Firewalls. Später fragen sie sich: «Wie machen wir

es jetzt, dass man Dutzende davon gemeinsam verwalten

kann?» und legen einen Verwaltungs-Layer darüber. Moderne

Lösungen sollten hinsichtlich der Managementoberfläche sowie

der MSP-Funktionen dagegen produktübergreifend designt sein,

sodass diese sich auch noch zu Zehntausenden bequem zen tral

managen lassen.

Eine vergleichbare Infrastruktur

intern aufzubauen, würde

ein Vermögen kosten.

Der Autor

Michael Ulrich, Country Manager

Switzerland bei Barracuda

So ist zum Beispiel eine cloudbasierte Firewall das ideale Herzstück

jedes Managed Services. Sie sichert auf der einen Seite

eine hochverfügbare Kommunikation zwischen einem MSP und

seinen Kundenunternehmen und bietet auf der anderen Seite

cloudbasierte Technologie, um gegen Ransomware und die unterschiedlichsten

Angriffsvektoren zu schützen. Lösungen für

Archivierung, Back-up und zahlreiche weitere IT-In frastruktur-

Herausforderungen sollten das Angebot für ein effektives MSP-

Angebot vervollständigen.

Denn mit solch einem umfassenden Portfolio, kombiniert

mit der Expertise eines MSPs und klaren Service Level Agreements,

kann nun jedes Unternehmen für eine moderate monatliche

Summe ein sehr hohes Niveau an Verfügbarkeit und Sicherheit

erreichen. Eine vergleichbare

Infrastruktur intern aufzubauen, würde

ein Vermögen kosten.

Hersteller unterstützen

Partner

Doch hinreichend unterstützte Managed

Service Provider profitieren

nicht nur von den richtigen Tools und einem vorhersagbaren

Cash-Flow. Was vielleicht noch wichtiger ist, ist es, ernsthaft

engagierte Hersteller an der Seite zu haben, die ihr Geschäft

verstehen und ihre Partner in jeder Hinsicht unterstützen,

eben mit den richtigen Services, Trainings, Templates und

Preismodellen.

Wer mehrere Kunden verwaltet, möchte Synergien erreichen.

Daher müssen Hersteller es MSPs ermöglichen, ein breites

Serviceportfolio von zentraler Stelle zu implementieren und

zu verwalten und geschäftskritische Dateien, Ordner, E-Mails,

Anwendungen und Unternehmensserver On-Premises und in der

Cloud zu schützen, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen.

Nur so ergibt sich eine Win-win-Situation im Wachstum für

Hersteller und MSP gleichermassen.

Cloud & Managed Services

35


INFRASTRUCTURE

« Die Auslagerung bringt bis zu

20 Prozent Kosteneinsparungen »

Swisscom ist als ICT-Dienstleister für Enterprise-Kunden ein Begriff. Nun wird Swisscom immer mehr

auch zum ICT-Anbieter für KMUs. Reto Baschera erklärt im Interview, wie Swisscom diesen riesigen

Markt bearbeiten will und warum die Cloud für KMUs so wichtig geworden ist. Interview: Marc Landis

Warum sollten KMUs Swisscom als ICT-Dienstleister

evaluieren?

Reto Baschera: Als Unternehmen dürfen wir auf der langjährigen

Erfahrung aufbauen, die wir uns im Grosskundengeschäft mit

ICT-Dienstleistungen aufgebaut haben. Mit Veltigroup ITS haben

wir vor anderthalb Jahren einen starken IT-Player dazugewonnen,

der gemeinsam mit uns den Weg zum ICT-Anbieter im KMU-

Markt beschreitet. Das vorhandene Know-how gilt es nun, zusammen

mit den technologischen Entwicklungen – Virtualisierung

von IT- und Telekom-Netzwerken – auf den KMU-Markt zu

adaptieren. Unser Vorteil ist hier, dass wir als führende Telko-

Anbieterin das Vertrauen zu unseren KMU-Kunden über Jahre

aufgebaut haben und auch deren Bedürfnisse kennen.

« Die meisten Kunden wechseln Schritt

für Schritt in die Cloud. »

Reto Baschera, Swisscom

und entwickelt. Sie sind das Gesicht in den Regionen für unsere

Kunden und stellen die End-to-End-Betreuung beim Kunden

vor Ort sicher. Swisscom wiederum stellt die End-to-End-Verantwortung

für den Betrieb der Kunden-ICT sicher. Konkrete Branchen

stehen bei der Bearbeitung derzeit nicht im Fokus. Wir

prüfen jedoch Möglichkeiten, um in Zukunft auch branchenspezifische

Business-Software anzubieten.

Inwieweit ist Swisscom in der Lage, die Massen an

KMUs, die es in der Schweiz gibt, umfassend mit

ICT-Dienstleistungen zu versorgen?

Ausschlaggebend dafür ist ein ganzheitliches, standardisiertes

Cloud- und IT-Portfolio. Zum einen entwickeln wir modulare Gesamtlösungen,

die sich an die individuellen Bedürfnisse der

Kunden anpassen lassen. Zum anderen stellen wir modulare

Einzellösungen bereit, die sich nahtlos mit kundeneigenen Lösungen

kombinieren lassen. Dank dieser Kombination aus

ganzheitlichem Angebot und modularem Baukastenprinzip können

wir die heterogenen Bedürfnisse unserer KMU-Kunden

abdecken.

Warum entdeckt Swisscom den KMU-Markt erst jetzt

als Absatzmarkt für ICT-Dienstleistungen?

Die Bearbeitung des Marktes hat Swisscom schon vor einigen

Jahren in Angriff genommen. So haben wir bereits seit 2013

eine Infrastructure-as-a-Service-Lösung für KMUs lanciert und

in den darauffolgenden Jahren auch die komplette Telefonie und

das Netzwerkmanagement virtualisiert sowie in Unified-Communications-and-Collaborations-Lösungen

investiert. Cloud-Lösungen

nehmen jedoch erst jetzt so richtig an Fahrt auf. Denn auch

immer mehr KMUs sehen die Vorteile, welche die Digitalisierung

mit sich bringt und möchten diese für sich nutzen – es braucht

jedoch auf kleine und mittlere Unternehmen adaptierte Lösungen,

die zum Portemonnaie passen.

Wie bearbeitet Swisscom diesen Markt, und welche

Branchen stehen dabei vor allem im Fokus?

Swisscom setzt bei der Bearbeitung des Marktes auf ein

schweizweites Partnernetzwerk sowie ein speziell geschultes

Beratungsteam, das Kunden kompetent zu ICT-Themen berät

und Support leistet. Unsere Berater identifizieren das ICT-Potenzial

von Kunden und geben diese als Lead an ICT-Partner

weiter. Unsere Partner werden gezielt auf ICT-Themen geschult

Welche Rolle spielt Swisscoms Partnerlandschaft

bei der Entwicklung und Bereitstellung von ICT-

Services für Dienstleistungen für KMUs?

Swisscom Partner sind ein zentraler Eckpfeiler von Swiss coms

Cloud- und IT-Strategie. Nur gemeinsam können wir die grosse

Anzahl an Schweizer KMUs versorgen und einen qualitativen

Support sicherstellen. Wir stellen den Partnern die Plattformen,

Bausteine und Tools zur Verfügung, damit diese unsere Cloudund

IT-Lösungen für Kunden skalieren können.

Welche ICT-Dienstleistungen sollten KMUs sinnvollerweise

als Service von einem ICT-Dienstleister

wie Swisscom beziehen, statt etwa selbst Hardund

Software zu kaufen, zu integrieren und zu unterhalten?

Das ist sehr individuell. Die meisten Kunden wechseln Schritt

für Schritt in die Cloud. Grundsätzlich überwiegen die Vorteile

bei der Auslagerung unabhängig von der Art des ausgelagerten

Services. Denn selbstständiger Kauf und Betrieb von IT ist in

der Regel sehr kostspielig und aufwändig. So belegen Studien

Kosteneinsparungen von bis zu 20 Prozent dank cloudbasierter

Gesamtlösungen. Denn es entfallen nicht nur die Investitions-

36 Cloud & Managed Services


Reto Baschera, Leiter

Business Products bei

Swisscom.

INFRASTRUCTURE

kosten für die Hardware, also Server, PCs oder Telefonanlagen,

sondern auch die weiteren Aufwände für Betrieb und Wartung.

Im Falle von Swisscom kümmern wir uns um die gesamte Lösung

und sorgen dafür, dass diese jederzeit auf dem aktuellen

Stand ist. Und das zu monatlichen Festkosten, was dem KMU

Kostensicherheit gibt.

Welche ICT-Dienstleistungen bietet Swisscom für

KMU-Kunden?

Swisscom bietet als einziges Unternehmen in der Schweiz eine

ICT-Gesamtlösung für KMUs an. Diese heisst Smart ICT und beinhaltet

einen Internetanschluss mit Ausfallsicherung, ein virtualisiertes

Netzwerk, IP-Festnetztelefonie mit Unified Communications

and Collaboration, Hardware, wie Laptops und PCs und einen

sicheren Betrieb der IT in der Cloud. Die Anbindung erfolgt dabei

nicht über das öffentliche Internet, sondern über das firmen eigene

Intranet, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Indem alle Services

über ein und dasselbe Netz laufen, können Fehlerquellen auf Anbieterseite

schneller identifiziert und behoben werden. Die komplette

Lösung beziehen KMUs in Form eines Managed Services.

Heisst: Sie können sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und

die komplette ICT in die Verantwortung von Swisscom respektive

dem zertifizierten Swisscom Partner übergeben. Darüber hinaus

haben wir die Schnittstellen zu unserer IP-Kommunikationslösung

Smart Business Connect geöffnet. Für KMUs bedeutet das, dass

sie die Telefoniefunktionen direkt in ihrer Buchhaltungssoftware

nutzen können. Die Anbindung an Bexio, Abacus, Sage und Comitec

soll schon ab 2018 möglich sein.

Welche Rolle spielt die Cloud bei Swisscoms ICT-

Angebot für KMUs?

Die Cloud spielt eine zentrale Rolle. Sie erlebt derzeit ein exponentielles

Wachstum im Schweizer KMU-Markt. Die Cloud ist die

Zukunft. Sie macht professionell gemanagte ICT-Gesamtlösungen

für viele KMUs erst erschwinglich. So stellen cloudbasierte

Lösungen auch die Basis für unsere ICT-Lösungen dar. Als Anbieterin

mit eigenen Rechenzentren in der Schweiz können wir

in diesem Zusammenhang unseren Kunden die höchsten Standards

hinsichtlich Datensicherheit und Verfügbarkeit bieten.

« Wir prüfen Möglichkeiten, um in

Zukunft auch branchenspezifische

Business-Software anzubieten. »

Reto Baschera, Swisscom

Welche weiteren ICT-Dienstleistungen will Swisscom

für KMU-Kunden in Zukunft noch anbieten?

Wir werden das Cloud-Angebot für KMUs ausbauen, auch was

unsere Managed Services betrifft. Dies sowohl im Rahmen der

ICT-Komplettlösungen «Smart ICT» aber auch als modulare Einzellösungen.

Beispielsweise bringen wir im Frühjahr 2018 mit

Managed Security die Firewall direkt aus der Cloud. Kunden

sind dadurch jederzeit geschützt und dies auf Knopfdruck. Auch

soll das Angebot für Softwarehersteller erweitert werden.

Cloud & Managed Services

37


INFRASTRUCTURE

Die digitale Zukunft der KMUs

kommt aus der Cloud

Kleinere Unternehmen stünden Cloud-Lösungen eher skeptisch gegenüber, heisst es.

In jüngerer Zeit aber steigt die Nachfrage nach Cloud-Angeboten. Interessant sind nicht nur

Kostenersparnisse und Effizienzgewinne, sondern auch neue Anwendungsbereiche, um

Grossunternehmen auf deren Terrain herauszufordern.

Die Digitalisierung ist ohne Cloud nicht mehr vorstellbar. Darin

sind sich Beobachter, Analysten und Experten unterschiedlichster

Couleur einig. Dass alles ausserhalb der Cloud «den Fortschritt

aufhält und nicht mehr der modernen Unternehmensführung

und Angebotserstellung entspricht», wie die Marktforscher

der Information Services Group (ISG) in einer aktuellen Studie

schreiben, mag etwas übertrieben klingen. Eine Befragung, die

Deloitte kürzlich unter Schweizer IT-Führungskräften durchführte,

stützt indes die ISG-These. 85 Prozent sehen die Cloud als Chance,

und 94 Prozent haben ihr IT-Betriebsmodell denn auch bereits

entsprechend angepasst oder wollen dies demnächst tun.

An der Deloitte-Befragung haben sich mehrheitlich Unternehmen

mit über einer Milliarde Franken Umsatz beteiligt.

KMUs dagegen würden, so hört und liest man, nur zögerlich auf

den Cloud-Zug aufspringen. Ältere Untersuchungen mögen das

Festhalten am Bewährten stützen. Mittlerweile aber hat sich

das Blatt gewendet: Der Cloud-Zug gewinnt im KMU-Segment

deutlich an Fahrt. Und das aus guten Gründen.

Tiefere Kosten, höhere Produktivität

Vielfach belegt sind Kosteneinsparungen. Wer auf eine Cloud

umsteigt, braucht weniger Hardware-Updates sowohl bei Servern

als auch bei den Benutzergeräten, der Aufwand für Software

und Services von Drittanbietern nimmt ab, und auch die

Kosten für den IT-Support sinken. Auch Sicherheits- und Compliance-Kosten

fallen in geringerem Umfang an.

Mit der Verlagerung von Anwendungen in die Cloud reduzieren

sich auch die Ausfallzeiten. Bei On-Premise-Lösungen führt

ein Serverausfall zum weitgehenden Stillstand eines Betriebs.

Illustration: Qvasimodo / iStock.com

Der Autor

Simon Hammer ist Head of Cloud

bei SAP (Schweiz)

Cloud-Lösungen hingegen stehen nur dann nicht zur Verfügung,

wenn die Internetverbindung unterbrochen wird. In diesem Fall

steht aber immer noch der Zugang via Smartphone offen.

Mit einer deutlichen Verbesserung können KMUs zudem bei

der Mitarbeiterproduktivität rechnen. Die Produktivitätssteigerung

ergibt sich aus dem Umstand, dass alltägliche Aufgaben

wie der Zugriff auf Dokumente schneller erledigt werden können.

Eine massive Produktivitätssteigerung ist gemäss den

Analysten von Forrester bei mobilen Mitarbeitenden zu beobachten.

Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die

Mitarbeitenden auch von unterwegs bequem auf Dokumente

und Anwendungen zugreifen können.

Auf Augenhöhe mit den Grossen

Spar-, Beschleunigungs- und weitere Optimierungseffekte sind

bei KMUs hoch willkommen, müssen doch auch sie sich in einem

meist rauen Wettbewerbsklima behaupten. Grösseres Potenzial

liegt aber darin, dass sie Zugang zu Lösungen bekommen,

die traditionellerweise grösseren Unternehmen vorbehalten

waren. Ein Beispiel dafür sind Analyseanwendungen in der

Cloud. Sie stellen die Tools bereit, um Wachstumstreiber für das

eigene Geschäft zu identifizieren und die Finanzplanung zu vereinfachen.

Der Vertrieb kann jederzeit die Umsatzentwicklung

überprüfen und aufgrund realer Daten Massnahmen ergreifen,

um die Effizienz der Verkaufsmannschaft gezielt zu steigern.

Auch Marketern und HR-Verantwortlichen erschliessen Analysewerkzeuge

aus der Cloud neue Möglichkeiten, dank denen sie

Grossunternehmen auf Augenhöhe herausfordern können.

Dass die Botschaft angekommen ist und auch für eine wachsende

Zahl von KMUs Digitalisierung ohne Cloud nicht mehr

vorstellbar ist, legt eine Studie des Beratungsunternehmens

PAC nahe. Sie kommt zum Schluss, dass bei Schweizer Unternehmen

mit 10 bis 100 Mitarbeitenden die Bereitschaft hoch

bis sehr hoch ist, bestehende Lösungen durch Cloud-ERP zu

ersetzen oder zu modernisieren.

38 Cloud & Managed Services


« Das Erfolgsrezept für die Cloud ist

die Bereitschaft, etwas zu verändern »

Der Umstieg in die Cloud beginnt im Kopf. Nur wer bereit ist, die eigenen Prozesse kritisch

zu hinterfragen und zu vereinfachen, kann das Potenzial von Cloud-Lösungen ausschöpfen.

Simon Hammer erklärt im Interview, was KMUs sonst noch beachten sollten und wo sie

besonders profitieren können. Interview: Marc Landis

INFRASTRUCTURE

Welche IT-Lösungen eignen sich besonders, um aus

der Cloud bezogen zu werden?

Simon Hammer: Im heutigen Umfeld sehen wir, dass es in jedem

Geschäftsbereich darum geht, eine Auslagerung in die

Cloud zu prüfen. Die Unternehmen stehen einer Auslagerung

von Geschäftsanwendungen viel offener gegenüber, sie sind

sich der damit verbundenen Vorteile bewusster. Grundsätzlich

gilt die Regel: Je mehr die Prozesse in einem Unternehmen

standardisiert sind, desto mehr eignet sich eine Cloud-Lösung.

Einige unsere Kunden nutzen den standardisierten Cloud-Ansatz

explizit, um einen internen Prozess zu vereinfachen.

Welche Voraussetzungen müssen bei KMUs erfüllt

sein, damit sie von einem On-Premise- auf ein

Cloud-Modell wechseln können?

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Migration ist

die Bereitschaft, etwas zu verändern. Man muss willens und

bereit sein, die hauseigenen Prozesse zu durchleuchten und zu

vereinfachen. Ein weiterer zentraler Punkt ist, dass alle Stakeholder

mit im Boot sind und bedürfnisspezifisch abgeholt werden.

Besonders geeignet für den Einsatz von Cloud-Lösungen sind

auch Innovationsbereiche. In diesem Zusammenhang beobachten

wir, dass viele Unternehmen ihre Prozesse weiterentwickeln

und neue Businessmodelle ausarbeiten. Dafür muss eine IT-

Lösung schnellstmöglich zur Verfügung stehen und sich agil an

veränderte Bedingungen anpassen lassen. Hier können unsere

Cloud-Lösungen ihre besonderen Stärken ausspielen: Ihre Services

können schnell genutzt werden; gleichzeitig bieten sie branchenspezifische

Practices, derer sich ein KMU bedienen kann.

Wie kann SAP KMUs beim Schritt in die Cloud

unterstützen?

Hier bieten wir verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können

KMUs von unserer fundierten Erfahrung profitieren. Sie hilft ihnen

bereits in einem frühen Stadium des Entscheidungsprozesses,

einen Business Case zu erstellen und die Entscheidungsgrundlagen

vorzubereiten. Andererseits haben wir bei SAP eine Vielzahl

von Experten, die beispielsweise in «Cloud Readiness»-Workshops

mit dem Kunden den Weg in die Cloud prüfen und planen.

Darüber hinaus bieten wir verschiedene Optionen und vorkonfigurierte

Integrationen, damit Kunden den Kern ihrer Softwarelandschaft

mit der Cloud verbinden und erweitern können. Auch

Simon Hammer ist Head of Cloud bei SAP (Schweiz).

unsere Partner haben vielfach Komplettservices im Angebot, mit

denen sie KMUs beim Umstieg in die Cloud unterstützen.

Welche Lösungen bietet SAP, die spezifisch auf die

Bedürfnisse von KMUs ausgerichtet sind?

Unsere Cloud-Lösungen passen grundsätzlich in Unternehmen

jeder Grösse. Das gilt sowohl für die Ablösung und Einführung

kompletter ERP-Landschaften als auch für Fachbereichslösungen

wie etwa die Beschaffungsplattform SAP Ariba oder die

Kundenmanagement-Plattform SAP Hybris. Speziell geeignet für

KMUs ist unser Angebot für Business Process Outsourcing

(BPO). Dieses gibt KMUs die Möglichkeit, in einem vordefinierten

Konzept alles aus einer Hand von einem unserer Partner zu

beziehen. Das BPO-Modell schafft Klarheit bei Kosten und Umfang

nicht nur der Lösung an sich, sondern auch der Migration.

Was gilt es für KMUs zu beachten, wenn sie ein

Cloud-Modell in Betracht ziehen?

Zwei Faktoren stehen hier im Vordergrund. Zum einen muss der

Softwaredienstleister den Einsatz der neuesten Sicherheitsstandards

und eine sehr hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Zum anderen

müssen die Rechenzentren der Betreiber den Sicherheitsund

Compliance-Anforderungen der jeweiligen Märkte genügen.

Cloud & Managed Services

39


DOSSIER EQUINIX

Das private überholt das

öffentliche Internet

Wir gehen davon aus, dass der direkte Datenaustausch zwischen Unternehmen bis zum Jahr

2020 mit doppeltem Wachstum und sechsfachem Volumen das öffentliche Internet überholen

wird. Interconnection ist damit ein wesentlicher Bestandteil der weltweiten digitalen Wirtschaft.

Trends wie Cloud, Mobilität, Social Media und das explosionsartige

Wachstum von Daten verändern die Art und Weise, wie

Unternehmen mit ihren Partnern und Kunden interagieren. Um

sich an diese neue Realität anpassen zu können und in der

digitalen Ära erfolgreich zu sein, kommt der Interconnection

eine wesentliche Bedeutung zu. Interconnection kann so beschrieben

werden: Sie ist wie ein schnell wachsendes, «zweites

Internet», das auf privaten Verbindungen zwischen Unternehmen

aufgebaut ist.

Interconnection beschleunigt das rasante

Wachstum der digitalen Wirtschaft

Der sogenannte «Global Interconnection Index» zeigt diese bedeutende

Entwicklung auf. Und er prognostiziert ein enormes

Wachstum: Er berechnet, dass sich die Kapazität für den privaten

Datenaustausch zwischen Unternehmen – die Interconnection-Bandbreite

– bis zum Jahr 2020 schneller entwickeln wird

als das öffentliche Internet. Dabei wächst die installierte Inter-

Der Autor

Roberto Cazzetta ist Marketing Director

Schweiz und Italien bei Equinix

connection-Bandbreite fast doppelt so schnell und umfasst das

sechsfache Volumen des globalen IP-Traffics. Für den Index

wurden Daten aus einer Vielzahl von Technologiemärkten wie

Software-as-a-Service, Services für Public und Private Clouds,

Cloud-IT- Infrastrukturen und Hybrid-Cloud-Lösungen analysiert.

Der Index prognostiziert weiter eine weltweite jährliche

Durchschnittswachstumsrate der Interconnection-Bandbreite

von 45 Prozent. Bis zum Jahr 2020 soll die Interconnection-

Bandbreite 5000 Tbps (Terabits Per Second) erreichen und

damit voraussichtlich sowohl das Wachstum (24 Prozent) als

auch das Volumen (855 Tbps) des weltweiten IP-Traffics übertreffen.

Dies entspricht dem zehnfachen Wachstum von Multiprotocol

Label Switching (MPLS), dem führenden Modell für

Business Connectivity (45 Prozent gegenüber 4 Prozent).

BESCHLEUNIGUNG DURCH INTERCONNECTION

Interconnection beschleunigt die digitale

Transformation durch:

• die Möglichkeit, das Potenzial der Multi-Cloud voll auszuschöpfen

• die Nähe zu digitalen Services, die die Latenz reduzieren

und Geschäftsprozesse beschleunigen

• die Stärkung der Unternehmen, operative Kontrolle über

zentralisierte und dezentrale digitale Plattformen zu erlangen

• die Reduzierung der Risiken der Netzsicherheit, indem

sie das Internet umgeht und lokale Sicherheitsperimeter

aktiviert

Bild: Vladimir_Timofeev / iStock.com

Das öffentliche Internet umgehen

Nicht zuletzt die Cyber-Security-Risiken sorgen dafür, dass der

Bedarf an Interconnection steigt. Denn Unternehmen steigen

zunehmend auf privaten Datenverkehr um, um so das öffentliche

Internet zu umgehen und digitale Bedrohungen zu vermeiden.

Aber auch der Einsatz digitaler Technologien erfordert die Unterstützung

von Interaktionen in Echtzeit sowie direkte Verbindungen

zwischen Menschen, Standorten, Clouds und Daten und

setzt somit eine grössere Interconnection-Bandbreite voraus.

Den am schnellsten wachsenden Anwendungsbereich stellen

Unternehmen, die sich direkt mit einer Reihe von Cloud- und

IT-Dienstleistern verbinden. Bei Unternehmen, die für die Nutzung

von Services aus der Cloud Interconnection-Services einsetzen,

werden voraussichtlich jährliche Wachstumsraten von

160 Prozent erreicht. Dies bestätigt den transformativen Wandel

in der IT-Infrastruktur weg von zentralisierten, unternehmenseigenen

Rechenzentren hin zu dezentralisierten, physisch weit

verstreuten Multi-Cloud-Umgebungen.

Erfolg in der heutigen digitalen Wirtschaft setzt voraus, dass

ein Unternehmen seine aktuellen und künftigen Anforderungen

an die Interconnection-Bandbreite kennt.

40 Cloud & Managed Services


« Mit Interconnection lässt sich das

Potenzial der Multi-Cloud ausschöpfen »

Roger Semprini von Equinix Schweiz spricht im Interview über die Bedeutung von Interconnection in

der digitalen Weltwirtschaft, das Wachstum der Interconnection-Bandbreite nach Branchen und warum

damit das Potenzial der Multi-Cloud voll ausgeschöpft werden kann. Interview: Marc Landis

DOSSIER EQUINIX

Warum ist aus Ihrer Sicht Interconnection wichtig?

Roger Semprini: Interconnection ist ein wesentlicher Baustein

der digitalen Weltwirtschaft. Interconnection skalierte das Internet

und erfolgreiche digitale Ökosysteme wie beispielsweise

den Wertpapierhandel. Interconnection ermöglicht das schnelle

Wachstum der Multi-Cloud, die neue Ökosysteme wie das

Internet of Things überhaupt erst gestattet und digitale Unternehmen

soweit vorantreibt, dass sie die Gesamtwirtschaft um

das Dreifache übersteigen.

Wie sehen Sie das Wachstum dieser Interconnection?

Wir gehen davon aus, dass die genutzte Interconnection-Bandbreite

zur Skalierbarkeit digitaler Unternehmen bis zum Jahr

2020 auf über 5000 Tbps wachsen wird. Damit wird das Wachstum

des gesamten globalen IP-Traffic, des Internets und MPLS,

dem führenden privaten Netzwerkmodell, überholt. Dies ist eine

Vervierfachung gegenüber 2016 mit zweistelligem Wachstum

in allen Branchen und Anwendungsbereichen. Mit diesem Level

könnten Sie beispielsweise die DNA-Sequenz der gesamten

menschlichen Bevölkerung in 2,5 Stunden analysieren und austauschen.

Sie könnten neue medizinische Behandlungen und

Durchbrüche entdecken. Interconnection beschleunigt die digitale

Transformation unter anderem durch die Möglichkeit, das

Potenzial der Multi-Cloud voll auszuschöpfen.

Sie sagen, das Wachstum findet in allen Branchen

statt. Können Sie das genauer erläutern?

Der grösste Anwendungsbereich bezieht sich auf herkömmliche

IT-Einsatzmodelle, bei denen sich Unternehmen über Netzwerkanbieter

mit Geschäftspartnern und Kunden verbinden.

Den am schnellsten wachsenden Anwendungsbereich stellen

jedoch Unternehmen, die sich direkt mit einer Reihe von Cloudund

IT-Dienstleistern verbinden. Bei Banken und Versicherungen

wird eine jährliche Wachstumsrate von 61 Prozent erwartet;

die für 2020 prognostizierte Kapazität der Interconnection-

Bandbreite liegt bei 955+ Tbit/s. Für die Telekommunikationsbranche

ist ein Wachstum von 27 Prozent pro Jahr prognostiziert.

2020 soll die Gesamtkapazität der Interconnection-

Bandbreite die Marke von 825 Tbit/s übertreffen. Die Wachstumsprognose

für das Marktsegment der Cloud- und IT-Services

liegt bei 39 Prozent jährlich, was zu einer erwarteten Interconnection-Bandbreitenkapazität

von 820 Tbit/s im Jahr

Roger Semprini ist Managing Director bei Equinix Schweiz.

2020 führt. Bei Unternehmen, die für die Nutzung von Services

aus der Cloud Interconnection-Services einsetzen, werden

voraussichtlich jährliche Wachstumsraten von 160 Prozent

erreicht.

Was bedeutet Interconnection für Cloud-Anbieter?

Anbieter von Cloud-Infrastrukturen können so eine direkte Verbindung

zum privaten Austausch von Daten- und Workload-

Traffic anbieten, sie stellen ihre Services in unmittelbarer Nähe

zu Anwendern bereit und skalieren das Cloud-Enterprise-Ökosystem.

Wie sieht die Zukunft mit Interconnection aus?

Interconnection ermöglicht es dem Web, weiter zu wachsen.

Leistungs- und Integrationsbarrieren beim Aufbau eines globalen

elektronischen Ökosystems für Handel werden beseitigt und

es werden die Voraussetzungen geschaffen, um sicher in die

Cloud zu skalieren. Sie bestätigt den transformativen Wandel

in der IT-Infrastruktur weg von zentralisierten, unternehmenseigenen

Rechenzentren hin zu dezentralisierten, physisch weit

verstreuten Multi-Cloud-Umgebungen.

Cloud & Managed Services

41


DOSSIER EVERYWARE

Public Cloud – Pay-as-you-go-Kosten

vielfach zu teuer

Public-Cloud-Dienste ermöglichen Unternehmen die flexible, günstige und rasche Nutzung von

IT-Ressourcen, die On-Demand zur Verfügung stehen und nach dem Pay-as-you-go-Modell

abgerechnet werden. Doch warum rechnet sich für Enterprise-Kunden der Betrieb grosser

On-Premise IT-Plattformen nach wie vor?

Bekannte Cloud-Anbieter bewerben intensiv die Verlockungen

der Public Cloud, insbesondere die attraktiven Kosten, die Flexibilität

und Skalierbarkeit in Kombination mit der Realtime-

Verfügbarkeit der Dienste. Es herrscht die Tonalität vor, wer in

seiner IT-Strategie nicht den Schwerpunkt auf Public Cloud

Services legt, hat eine veraltete, unflexible und vor allem teure

IT-Infrastruktur. Die einzig breit akzeptierten Argumente gegen

eine Public-Cloud-Migration sind, insbesondere für regulierte

Branchen, der Sicherheitsaspekt und spezifische Anforderungen

an den Datenstandort.

Mythos Kosteneinsparung

Die potenziellen Vorteile von Cloud Computing sind Kosteneinsparungen,

Agilität, Innovation und Time-to-Market. In der Unternehmenswelt

sind vor allem die wenig quantifizierbare Innovation

und die Time-to-Market entscheidende Antriebe für die

Nutzung der Public Cloud.

Die vergleichsweise leicht quantifizierbaren Kostenaspekte

sind nach wie vor wichtig. Ein gängiger Mythos ist, dass man

mit einer Public Cloud in jedem Fall Kosten spart. Während einige

Unternehmen unter gewissen Voraussetzungen durch die

Auslagerung tatsächlich Kosten sparen, geben andere genau

dafür unter dem Strich mehr Geld aus. Der Schlüssel liegt da rin,

Kostentransparenz in Unternehmen zu schaffen.

Kapazitäts- versus nutzenbasierte Public-Cloud-

Modelle

Moderne Enterprise-IT-Plattformen sind dedizierte Infrastrukturen,

die in internen und externen Datacentern betrieben oder

durch Cloud-Provider als Managed Service angeboten werden:

∙∙

On-Premise Private Cloud mit einer Kombination aus virtuellen

und physischen Servern. Dies entspricht der klassischen

internen Unternehmens-IT mit einer modernen und

aktuellen Architektur. Die Implementierungen basieren auf

neuesten Virtualisierungstechnologien auf allen Ebenen

(Compute, Storage, Netzwerk), dabei sind Selfservice-

Elemente vorhanden.

∙∙

Managed Dedicated Private Cloud mit dedizierten Ressourcen

(z.B. Hosts) ist eine Kombination aus virtuellen

und physischen Servern. Diese basieren ebenfalls auf modernsten

Virtualisierungsarchitekturen und beinhalten

Selfservice.

Der Autor

Kurt Ris ist CEO von Everyware

Beides sind in ihrer Grundcharakteristik kapazitätsbasierte

Modelle, im Gegensatz zum nutzenbasierten Modell der Public

Cloud. Die bereitgestellte Kapazität (CPU, RAM, Storage) kann

während des Lifecycles der implementierten Plattform nur

noch wenig verändert werden und Kapazitätserhöhungen erfolgen

stufenweise. Basierend darauf wird in diesem Modell

die ganze Kapazität beschafft und bezahlt, unabhängig davon,

ob sie genutzt wird oder nicht. Dafür können die eingesetzten

Komponenten zielgerichtet auf den gewünschten Einsatz ausgelegt

und implementiert werden.

Pro oder kontra Public-Cloud-Strategie

Das Zusammenspiel zwischen unternehmensspezifischen Ressourcen,

Anforderungen und Kosten ist komplex. Deswegen

sollte sich jeder IT-Entscheider über die wichtigsten Faktoren für

oder gegen eine Public-Cloud-Strategie Transparenz verschaffen.

∙∙

IaaS- oder SaaS-Services: Klassische Low-Level-Infrastructure-Services

(IaaS mit Compute, Storage, Network) haben

mit dem unternehmensweiten Einsatz für den Workload jeglicher

Art grosse Skaleneffekte in Form von abnehmenden

Durchschnittskosten bei zunehmender Grösse. Als Richtgrösse

sind die Kosten ab zirka 100 VMs bereits interessant.

Bei Applikationsservices (SaaS) kann das spezifische

Know-how oft nur auf einen kleinen Subbereich umgelegt

werden und die Skaleneffekte sind beschränkt. Es lohnt

sich, diese extern zu beziehen.

∙∙

Nationale oder weltweite Nutzer: Bei vorwiegend nationalen

internen und externen Kunden beziehungsweise Nutzern

sind die klassischen Netzwerkinfrastrukturen für interne und

externe Netze meist leistungsfähig und kosteneffizient – und

eine Global-Scale-Plattform mit verteiltem und extrem skalierbarem

Content-Delivery hat einen begrenzten Nutzen. Bei

internationalen Nutzern verhält es sich umgekehrt.

∙∙

Workload-Pattern – konstant oder hohe Peaks: Viele Unternehmen

haben einen grossen Anteil an konstantem IT-

42 Cloud & Managed Services


Work load, der an die Tätigkeiten und Arbeitszeiten der internen

Mitarbeiter gekoppelt ist und sich für kapazitätsbasierte

Modelle eignet. Daneben existieren Peak-Applikationen,

die unberechenbar sind und hohe Peaks erreichen können.

Konstanter Load kann über dedizierte Plattformen effizient

bereitgestellt werden.

∙∙

Absolute Grösse der IT-Plattform/des Unternehmens: Bei

Unternehmen mit einer bestimmten Mindestgrösse der

Plattform führen hohe Skaleneffekte zu tiefen, effizienten

Kosten, insbesondere bei konstantem Workload.

∙∙

Wachstum des IT-Load: Je schneller der IT-Load wächst, umso

schwieriger ist es, eine kosteneffiziente, dedizierte Plattform

zu bauen und zu betreiben. Für Start-ups etwa ist die Public

Cloud ideal, da hier ein stabiler Basisload noch fehlt.

∙∙

Effizienz bestehender On-Premise-Datacenter: Viele Unternehmens-Datacenter

sind historisch gewachsen und bilden

die ganze Historie ab (z.B. Systemgenerationen oder Zusammenschlüsse).

Werden diese Kosten mit denen einer

externen Public Cloud verglichen, erscheint diese vermeintlich

interessant. Es werden aber Äpfel mit Birnen verglichen.

Relevant wäre, die Public Cloud mit einer neu aufgebauten

Private Cloud zu vergleichen.

∙∙

Interne IT-Kompetenz: Beim kapazitätsbasierten Modell hat

das intern vorhandene IT-Know-how einen grossen Einfluss

darauf, ob sich für eine interne Private Cloud oder eine externe

Managed Dedicated Private Cloud entschieden werden

soll. Die nutzenbasierte Public Cloud hingegen ist auf

Ebene Infrastruktur immer gemanagt.

∙∙

Netzwerk und Datentransfer: Workloads mit grossem ausgehendem

Datentransfer ins öffentliche Internet oder über VPN

ins Unternehmen generieren hohe Kosten im Preismodell der

bekannten Public Clouds (bis zu 50 Prozent der gesamten

Compute- und Storage-Kosten, auch ohne Streaming).

∙∙

Regulation bezüglich des Datenstandorts und juristische

Vertragspartei: Dies sind Rahmenbedingungen, die von aussen

definiert und nicht beeinflussbar sind.

∙∙

Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten: Je höher die Sicherheitsanforderungen,

desto höher der Anspruch an die Isolation

einer Plattform.

Konstante Workloads – teure Public Cloud

Insbesondere die Faktoren «Workload» und «absolute Grösse»

sollten IT-Entscheider genauer betrachten. Für konstante Workloads,

bei denen die Anforderungen an die Infrastruktur im

Durchschnitt bekannt sind, eignet und rechnet sich eine interne

oder externe Private Cloud einer mittleren Grösse (z. B. 2000 GB

RAM, 400 vCore). Saisonale, hohe Schwankungen können

durch das dynamische Hinzufügen weiterer Ressourcen aus

einer Public Cloud abgefangen werden, sofern es sich um nichtsensitive

Unternehmensdaten handelt. Im vergangenen Jahr

zeigten wir für mehrere Unternehmenskunden in der Schweiz

auf, dass der Total Cost of Ownership (TCO) mit einer kapazitätsbasierten

Plattform, verglichen mit dem einer nutzenbasierten,

rund zwei- bis dreimal tiefer liegt. Denn die technologische

Bild: SimonG / Fotolia.com

und preisliche Entwicklung schreitet nicht nur in der Public

Cloud mit einer enormen Dynamik voran, sondern auch im Bereich

der Hard- und Software einer Private Cloud.

Run the base, rent the peak

Unternehmen sollten sich bei ihrer Cloud-Strategie insbesondere

über den Unterschied von kapazitäts- und nutzenbasierten

Modellen in ihrem spezifischen Umfeld Gedanken machen. Im

zweiten Schritt darüber, ob die Cloud inhouse oder extern aufgebaut

und betrieben werden soll. Kapazitätsbasierte Alternativmodelle

wie die Inhouse-Private-Cloud oder die externe Managed

Dedicated Cloud bieten langfristig viele Vorteile, und dies

nicht nur hinsichtlich der Kosten. Enterprise Cloud Provider

unterstützen Unternehmen in der Architektur und Entwicklung

ihrer spezifischen Cloud-Modelle und bei der tatsächlichen Ermittlung

der TCO.

Der Slogan «Own the base, rent the peak» gilt im Kontext

der Cloud-Strategie für IT-Entscheider leicht adaptiert: «Run the

base in a capacity-based model, rent the peak in a usage-based

model.»

DOSSIER EVERYWARE

Cloud & Managed Services

43


INFRASTRUCTURE

Flexibel in die IT-Zukunft mit

virtuellen Datacentern

In virtuellen Datacentern können Unternehmen die benötigten Ressourcen bedarfsgerecht

buchen, womit eigene Investitionen in Rechenzentren oder Hardware entfallen. Flexibilität und

Kostentransparenz in der IT werden auf diese Weise zur Realität.

Die klassische IT-Beschaffung und -Bereitstellung verliert heute

immer mehr an Bedeutung. Zu träge, zu teuer und zu starr ist sie

geworden, angesichts von stets kürzeren Projektlaufzeiten und

zunehmendem Kostendruck. Bereits 2017 investieren hiesige

KMUs gemäss einer Studie von MSM Research über 1,5 Milliarden

Franken in Private-Cloud- beziehungsweise Public-Cloud-

Dienste, gleichzeitig sinkt der Hardware-Umsatz kontinuierlich.

Internationale Studien gehen gar davon aus, dass bereits 2020

mehr Server-Workload in Public Clouds verarbeitet wird als in

Private Clouds. Dies macht deutlich, dass der Wandel hin zu

flexiblen Infrastrukturen derzeit in vollem Gange ist.

Die Ablösung der eigenen IT-Infrastruktur vollzieht sich in jedem

Unternehmen individuell. Während vor allem die digitalen

Vorreiter ihre Infrastruktur bereits sehr konsequent ausgelagert

und virtualisiert haben, bevorzugen viele Unternehmen eine

schrittweise Transformation ihrer IT. Die Gründe dafür sind unterschiedlich:

Einerseits sind noch Altsysteme vorhanden, die IT-

Verantwortliche noch nicht ablösen wollen, andererseits können

aufgrund des Datenschutzgesetzes nicht alle Daten problemlos

im Ausland gespeichert werden. Mit den zunehmend attraktiveren

Virtual-Datacenter-Angeboten in Schweizer Rechenzentren dürfte

sich diese Entwicklung allerdings künftig beschleunigen.

Dabei spielen Hybrid Clouds, eine Kombination von Public-

Cloud- und Private-Cloud-Diensten in eigenen oder ausgelagerten

Rechenzentren, die wichtigste Rolle. Sie verzeichnen in der

Schweiz derzeit die höchsten Zuwachsraten. Mit einem hybriden

Ansatz können Unternehmen von den vereinten Stärken der Private

Cloud und der kostengünstigeren Public Cloud profitieren.

Damit dies gelingt, gilt es jedoch einige Punkte zu beachten.

Höhere Flexibilität bei geringeren Kosten

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) zählt – neben Software-as-a-

Service (SaaS) – zu den wichtigsten Servicesegmenten im Cloud

Computing. Unter dem Begriff «Virtual Datacenter» werden IaaS-

Dienste in der Public Cloud angeboten, wobei Ressourcen wie

Prozessorleistung, Arbeits- und Datenspeicher, Netzwerk- und

Firewall-Funktionen oder auch Datenbanken über ein Selfservice-Portal

bereitgestellt werden. Ausser einem geringen monatlichen

Grundpreis bezahlen Nutzer dabei nur die auf Tagesbasis

tatsächlich genutzten Ressourcen. Trotz höherer Flexibilität

sinken die IT-Kosten im Unternehmen, denn IT-Infrastruktur

wird in Form einer Dienstleistung bezogen. Eigene Investitionen

entfallen komplett.

Der Autor

Pius Grüter ist CIO des ICT-Dienstleisters

und Rechenzentrumsbetreibers

Green

Aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten lassen sich komplexe

IT-Infrastrukturen schnell und einfach in virtuellen Datacentern

abbilden. Neue Systeme, inklusive Betriebssystem, sind

in der Regel innerhalb einer Viertelstunde betriebsbereit. Da

derartige Dienste eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit bieten,

nutzen Unternehmen sie anfänglich oft für dynamische

Applikationen oder zeitlich befristete Projekte – wie etwa E-

Commerce-Anwendungen, mobile Apps, Modellberechnungen

und -simulationen oder Entwicklungsumgebungen, um nur einige

zu nennen. Sind Unternehmen einmal mit den Vorzügen des

virtuellen Datacenters vertraut, werden meist weitere Teile der

IT schrittweise verlagert.

Hochverfügbar und energieeffizient

Während in der klassischen IT-Beschaffung jeweils ein Zweitserver

erworben und Lasten mit einem aufwendigen Loadbalancing

verteilt wurden, sind virtuelle Datacenter bereits mit den

entsprechenden Redundanzen ausgestattet. Damit erfüllen sie

alle Anforderungen an hochverfügbare Infrastruktur. Unter dem

Virtualisierungs-Layer sind hier alle Bestandteile, das heisst

Rechenleistung sowie Speicher- und Netzwerkelemente, redundant

vorhanden.

Jede virtuelle Infrastruktur beruht letztlich auf Rechenzentren

und ihren Systemen, die wesentlich für den stabilen Betrieb

einer Plattform verantwortlich sind. Rechenzentren mit Tier-IV-

Klassifizierung zeichnen sich hinsichtlich Datacenter-Infrastruktur

durch eine Ausfallsicherheit von mindestens 99,99 Prozent

aus. Um dies zu gewährleisten, müssen sämtliche Anlagen redundant

aufgebaut sein. Fehler in Systemkomponenten oder

-pfaden, die zum Ausfall des Gesamtbetriebs führen können,

werden durch diese Redundanzen nahezu eliminiert. Zudem werden

moderne Rechenzentren rund um die Uhr überwacht und

entsprechen in der Regel internationalen Standards im Bereich

Informationssicherheit, wie etwa dem ISO-Standard 27001. Unternehmen,

die ihren ökologischen Fussabdruck verbessern

wollen, sollten bei der Wahl des Cloud-Providers ebenfalls auf

44 Cloud & Managed Services


Mit der Wahl des richtigen virtuellen Datacenters

profitieren Unternehmen von einer höheren

Verfügbarkeit und mehr Flexibilität bei gleichzeitig

sinkenden IT-Kosten.

INFRASTRUCTURE

jene Anbieter setzen, die moderne Rechenzentren nutzen. Diese

sind wesentlich effizienter als ältere Datacenter. Als Qualitätsmerkmal

kann der ISO-Standard 50001 gelten, der Rechenzentrumsbetreiber

dazu verpflichtet, den Stromhunger ihrer Rechenzentren

zu messen und kontinuierlich zu verbessern.

nux Workloads werden in der Azure Cloud verarbeitet. Provider

von virtuellen Datacentern auf Basis der Azure Cloud bieten ihren

Kunden heute ausser Windows-Templates auch eine Reihe von

Linux-Templates. Zudem lassen sie meist die Nutzung weiterer,

vom Kunden bereits lizenzierter Betriebssysteme zu.

Vereinfachte Integration mit Azure-Cloud­

Technologie

Wie gut die Integration der Public Cloud gelingt, ist von der Wahl

der Plattform abhängig. Die Azure-Cloud-Technologie von Microsoft

verbindet mit dem Windows Azure Pack beide Welten: die

Private Cloud und die Public Cloud. Die Lösung stellt Nutzern

ein umfangreiches Set an Werkzeugen sowie ein ausgereiftes

Selfservice-Portal und eine einheitliche Bedienung zur Verfügung.

Insbesondere für Unternehmen, die ihre Workloads im

laufenden Betrieb von der privaten Cloud ins virtuelle Datacenter

verschieben wollen, sind solche Funktionalitäten entscheidend.

Seit Oktober 2017 liefert Microsoft auch die ersten Integrated

Systems mit Azure Stack aus. Somit können Kunden mit

Azure Stack die gleichen Entwicklungs-, Verwaltungs- und Security-Tools

nutzen, die sie schon von der Azure Public Cloud

gewohnt sind, um ihre Cloud-Ready-Applikationen zu provisionieren.

Damit stärkt Microsoft erneut seine führende Position

als Anbieter von konsistenten Hybrid-Cloud-Plattformen und

bietet seinen Kunden eine weitere Vereinfachung der Deployments

in hybriden Umgebungen.

Nachdem sich Microsoft seit 2012 auch gegenüber der Open-

Source-Community geöffnet hat, nimmt die Bedeutung der Azure

Cloud ohnehin zu. Sie wird nicht nur von klassischen auf Microsoft

basierenden Unternehmen bevorzugt, auch immer mehr Li-

Cloud Connectivity als Erfolgsfaktor

Moderne IT-Umgebungen sind nicht nur hochstandardisiert, sondern

vor allem auch stark vernetzt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor,

um hybride Clouds oder in der Folge gar Multi-Clouds zu realisieren,

ist demnach die Cloud Connectivity des Anbieters. Sie sollte

alle Szenarien zukunftsgerichtet unterstützen, was bedeutet,

dass sich, neben einem privaten und sicheren Zugang zur Cloud,

auch die übrigen IT-Infrastrukturen des Unternehmens anbinden

lassen müssen. Dies setzt eine leistungsfähige Vernetzung mit

garantierter Bandbreite, Datendurchsatz und Verfügbarkeit voraus.

Zusätzlich sind Zugänge zu internationalen Cloud-Anbietern

notwendig, um später Multi-Clouds aufsetzen zu können.

Werden die IT-Systeme des Unternehmens in einer Colocation-Zone

des Providers untergebracht und direkt mit der Public

Cloud vernetzt, reduzieren sich die Latenzzeiten entscheidend.

Dies hilft Unternehmen dabei, ihre Lasten zu möglichst tiefen

Kosten auf die angebundenen Ressourcen zu verteilen – mithilfe

des Multi-Cloud-Ansatzes sogar über die Landesgrenzen hinaus.

Die Zukunft der IT liegt damit in einer hochstandardisierten

und vernetzten IT-Infrastruktur, die Daten und Anwendungen über

Private- und Public-Cloud-Dienste hinweg verteilt. Mit der Wahl

des richtigen virtuellen Datacenters profitieren Unternehmen von

einer höheren Verfügbarkeit und mehr Flexibilität bei gleichzeitig

sinkenden IT-Kosten.

Cloud & Managed Services

45


DOSSIER INTERXION

Cloud-Modelle helfen bei der

datenbasierten Wertschöpfung

Wer mit der Unternehmens-IT in die Cloud gehen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Private, Public

oder Hybrid Cloud sind die Ansätze. Gemeinsam mit einem vertrauenswürdigen Datacenter-Anbieter

gelingt der Schritt unter Einhaltung von Sicherheit, Performance, Datenhoheit und Datenschutz.

Daten sind das neue Gold. Detaillierte Datenmengen bieten

Der Autor

Chancen für neue Geschäftsmodelle. Dem Trend zur datenbasierten

Wertschöpfung kann sich kein Unternehmen auf Dauer

Business Development Manager

Thomas Kreser, Marketing und

entziehen. Erfolg wird über Geschwindigkeit erreicht, schnellere

Interxion (Schweiz)

Abläufe fördern das Wachstum, und rasanter Datenaustausch

entscheidet nicht nur im Finanzgewerbe über Gewinne. Damit

einhergehend steigen die Anforderungen an die eigene Rechenkapazität

permanent weiter.

schutz. Die Kehrseite der Medaille ist unflexible Leistungsanpassung.

Aufbau von Kapazitäten

In der Public Cloud stellt ein Serviceprovider skalierbare

Ein Ausbau des eigenen Rechenzentrums bindet Kapital, dauert Leistung zur Verfügung. Viele Kunden teilen sich die Infrastruktur,

die Daten können über mehrere Standorte in verschiedenen

mehrere Monate bis Jahre und verschiebt die Leistungsgrenze

nur kurzfristig, Hardware-Refreshs sind teuer. Ein Umstieg in Ländern physikalisch verteilt liegen. Der Nutzer verliert die alleinige

Datenhoheit, dafür erhält er hohe Datensicherheit und

die Cloud erscheint strategisch und wirtschaftlich attraktiv,

denn Cloud-Lösungen decken schwankende Anforderungen kann Leistung je nach Workload flexibel dazukaufen.

preiswerter und schneller ab. Wer den Aufstieg zu den «Wolken» Die Hybrid Cloud bietet eine Kombination aus Private- und

unternimmt, kann sich bei erfolgreicher Tour über skalierbare Public Cloud, vereint das beste beider Welten mit einem ausgewogenen

Verhältnis zwischen Sicherheit und Datenschutz. Da-

Rechenleistung, Speicherkapazität, Datensicherheit bei gleichzeitigem

Datenschutz, zukunftssichere Upgradepfade und niedrigere

Kosten freuen.

Informationen werden in der Private Cloud verarbeitet, anonytenschutzrelevante,

personenbezogene oder geschäftskritische

Der Weg in die Cloud sollte aber konzeptionell begleitet sein, misierte Datensätze hingegen in der Public Cloud. «Cloud-Expeditionsleiter»

behalten die Kontrolle, teilen IT-Ressourcen zwi-

denn Daten-Clouds bewegen sich im Spannungsfeld zwischen

Sicherheit, Performance, Datenhoheit und Datenschutz. Je schen privater und öffentlicher Cloud passend zur eigenen ITnach

Anforderungen kann man zwischen verschiedenen Cloud- Strategie auf.

Modellen wählen:

Private Cloud steht für volle Kontrolle, komplette Eigenverantwortung,

100-prozentige Datenhoheit und maximalen Daten-

Unternehmen, die den Weg in die Cloud einmal beschritten ha-

Multi-Cloud-Plattformen

ben, binden sukzessive immer

mehr Clouds an, sei es für Office

HÜRDEN AUF DEM WEG ZUR CLOUD-NUTZUNG ÜBERWINDEN.

365, die AWS-Cloud oder Oracle.

Entscheidend ist nun, die verschiedenen

Clouds effizient und einfach,

am besten über eine dedizierte

Multi-Cloud-Plattform zu verwalten.

Gerade für Managed-Service-

Provider sind Colocation-Anbieter,

die Multi-Cloud-/Multi-Tenant-Lösungen

bieten, ein entscheidender

Vorteil, um den eigenen Kunden

einfach entsprechende Lösungen

bieten zu können. Aber auch Unternehmen

profitieren von flexiblen

Quelle: Interxion

Hybrid-Multi-Cloud-Plattformen.

46 Cloud & Managed Services


«Ganz in die Public Cloud zu gehen,

ist für viele Firmen keine Option»

Bedenken bezüglich Sicherheit, Kosten und Performance behindern eine breit abgestütze

Adoption von Cloud-Infrastrukturen für die Unternehmens-IT aufzubauen. Das zeigt eine

Studie des RZ-Anbieters Interxion und von IDC. Schweizer Studienteilnehmer sehen die Cloud

besonders kritisch. Interview: Marc Landis

DOSSIER INTERXION

Die Cloud und ihre Vorteile sind ein Dauerthema,

trotzdem halten sich gerade Schweizer Unternehmen

bei der Cloud-Nutzung bisher im europäischen Vergleich

eher zurück. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Thomas Kreser: Genau dazu haben wir zusammen mit IDC die

Studie «The Digital Enterprise» durchgeführt, um das Problem

besser zu verstehen. Dabei traten drei Kernprobleme zutage,

welche die Unternehmen vom Schritt in die Cloud abhalten: Mehr

als zwei Drittel der Befragten haben Sicherheitsbedenken,

knapp die Hälfte sieht die Kosten als kritischen Faktor. Auch im

Hinblick auf die Performance haben über ein Drittel der Befragten

Vorbehalte, gerade wenn es um eine Desktop-gleiche User-

Experience bei Cloud-Anwendungen für die Endanwender geht.

Die Schweizer Befragten allein betrachtet waren noch kritischer.

Ganz aktuell ist zudem die Frage nach dem physischen Standort

der Daten im Fokus, gerade unter dem Eindruck des baldigen

Inkrafttretens der GDPR in der EU. Gleichzeitig sehen wir grosses

Interesse und die Bereitschaft, nicht nur eine, sondern mehrere

dedizierte Clouds zu nutzen, je nach Anforderungen und

Anwendungsfall, wenn die genannten Probleme gelöst oder zumindest

abgemildert sind.

Wie kann ein Unternehmen nun diese Problemkreise

angehen, und welche Rolle kann in diesem

Kontext die eigene IT-Infrastruktur spielen?

Ganz in die Public Cloud zu gehen wird für viele Firmen ebenso

keine Option sein, wie weiterhin die komplette Infrastruktur selbst

zu betreiben. Die Lösung wird in irgendeiner Form eine Hybrid-

Cloud-Umgebung sein. Die sensitiven Daten und kritischen Anwendungen

werden viele Firmen weiterhin im eigenen Rechenzentrum

oder outgesourct in Colocation verwalten oder betreiben.

Für weniger kritische Anwendungen wird man auf die Flexibilität

der Clouds zurückgreifen. Das wird in unserer Untersuchung bestätigt:

53 Prozent der europäischen Unternehmen verwenden

aktuell schon hybride Cloud-Lösungen oder planen die Einführung

in den nächsten zwei Jahren. In der Schweiz ist die Zahl aber

deutlich niedriger. Und die Hauptbedenken Sicherheit, Performance

und Kosten, die man mit der Nutzung von immer mehr

verschiedenen Clouds und Services auch um Komplexität erweitern

kann, löst man am besten durch die Nutzung einer dedizierten

Multi-Cloud-Plattform, wie wir sie mit «Cloud Connect» bieten.

«Cloud Connect» klingt nach einer weiteren, zusätzlichen

Plattform, welche die interne IT eines Unternehmens

managen muss. Welche Vorteile bietet sie,

die den Mehraufwand rechtfertigen?

Mit «Cloud Connect» lassen sich alle auf der Plattform verfügbaren

Clouds über eine einzige, private Leitung anbinden. Der gesamte

Verkehr wird nicht über das Internet geleitet. Damit werden

die Latenzprobleme deutliche gemindert, ebenso ist die

Datensicherheit besser gewährleistet. Wir haben die Performance

mit Anbindungen von AWS und Azure über das Internet

und mit «Cloud Connect» verglichen. Der Packet-Loss geht bei

«Cloud Connect» etwa gegen null, während man zum Vergleich

beim Routing über das Internet 20 bis 80 Prozent Packet-Loss

hat. Der Verkehr geht über viel weniger Hops, und die Ladezeiten

von Applikationen sind deutlich geringer, ebenso die Varianz der

Ladezeiten. Der Nutzer bindet seine Clouds, wie etwa Oracle,

AWS oder Azure, über eine private Leitung, die 100 Prozent garantierten

Throughput bietet, der mit einem 99,999-Prozent-SLA

unterlegt ist, das bietet ausser uns aktuell sonst keiner.

Thomas Kreser,

Marketing und Business

Development Manager

Interxion (Schweiz).

Und der Haken?

Man muss seine Hardware in einem unserer Rechenzentren,

beispielsweise in Zürich, stehen haben. Wobei ich das nicht als

Nachteil sehen würde, da man von Zürich aus via «Cloud Connect»

alle unsere anderen Standorte in Europa anbinden kann.

Und die Hardware «wohnt» in einer technisch und unter Sicherheitsaspekten

erstklassigen Umgebung, mit optimaler Connectivity

in die ganze Welt.

Cloud & Managed Services

47


Quelle: Swisscom

ADVERTORIAL

Enterprise Service Cloud

von Swisscom

Die treibende Kraft für Geschäftsinnovationen

Swisscom ist das führende Telekommunikations-

und eines der führenden IT-Unternehmen

in der Schweiz. Um auch zukünftig das

Geschäftswachstum voranzutreiben, arbeitet

die Anbieterin kontinuierlich an der Erweiterung

und Verbesserung ihres Angebots für

Privat- und Geschäftskunden. Speziell für Unternehmen

im digitalen Umfeld ist Swisscom

eine begehrte und starke Partnerin – da gerade

Cloud-Lösungen zunehmend

gefragt sind, suchte das Unternehmen

nach Möglichkeiten,

seine Services in diesem Bereich

auszubauen.

Swisscom konzipierte die

Enterprise Service Cloud, eine

Plattform, die es Unternehmen

ermöglicht, eine sichere, effiziente und zuverlässige

Cloud zur Verfügung zu stellen.

VMware war einer der wichtigsten Partner,

um die Architektur aufzubauen. Von den

Vorteilen profitieren dabei sowohl Swisscom

selbst als auch die Kunden des Unternehmens.

Denn dank der agilen Plattform sind

Unternehmen in der Lage, Innovationen voranzutreiben,

da neue Services und Funktionen

schneller für die Markteinführung bereitgestellt

werden können.

« Mit der Cloud-Plattform kann Swisscom ihr Angebot

differenzieren, Innovationen umsetzen und Wachstumschancen

schneller wahrnehmen. »

Marco Hochstrasser, Head of Cloud Platform Development bei Swisscom

Unternehmensprofil

Swisscom ist eines der führenden Telekommunikations-

und IT-Unternehmen mit Lösungen

in den Bereichen Cloud-, Internet-, TV- und

Mobilfunk-Services für Privat- und internationale

Unternehmenskunden in der Schweiz und

in Italien. Zu den Geschäftskunden von Swisscom

gehören zahlreiche namhafte Unternehmen

– besonders stark vertreten ist der Finanzsektor.

Über 20 000 Mitarbeitende erzielten

in den ersten neun Monaten 2017 einen

Umsatz von 8,6 Milliarden Franken. Swisscom

gehört zu den nachhaltigsten Unternehmen der

Schweiz und Europas.

Die Herausforderung

Swisscom begleitet ihre Kunden auf dem

Weg der digitalen Transformation. Um auch

künftig Privat- sowie Geschäftskunden bestmögliche

Dienstleistungen anbieten zu können,

musste Swisscom ihr bestehendes

Cloud-Service-Angebot erweitern. «Wir sehen

uns als Gestalter in der Digitalisierung.

Die Cloud und das Netz sind die Basis dafür.

Daher wollen wir unseren Kunden ermöglichen,

eine sichere, in der Schweiz verwaltete

Cloud zu nutzen», sagt Marcel Walker,

Head of Network & Cloud bei Swisscom.

Swisscom hat es sich zum Ziel gesetzt,

das umfassendste Cloud-Portfolio

in der Schweiz anzubieten, mit

qualitativ hochwertigen und verlässlichen

Services, für die das

Swiss com-Netz bereits heute

steht. Das Unternehmen hat als

eines der ersten erkannt, welche

Chancen und Bedeutung die

Cloud für Verbraucher und Unternehmen bietet.

Da es am Markt zunächst an ausgereiften

Produkten für das Cloud-Management mangelte,

entschied sich Swisscom zunächst

dazu, in eine eigene Cloud-Management-

Plattform zu investieren. Die internen, privaten

sowie Enterprise Services wurden von dieser

Cloud-Plattform gestützt, die auch bereits

VMware NSX und VMware vSphere umfasste.

Aufgrund der schnellen Weiterentwicklung

ausgereifterer und flexiblerer Cloud-Manage-


ment-Tools in den darauffolgenden Jahren

entschied sich Swisscom, ihre Plattform ebenfalls

weiterzuentwickeln und in die nächste

Phase zu führen. Dabei sollten allgemein verfügbare

Cloud-Management-Orchestrierungslösungen

in Betracht gezogen werden.

Die Lösung

«Standardangebote haben sich im Markt

schneller etabliert als angenommen. Deshalb

haben wir uns entschlossen, unsere eigene

Entwicklung auf marktdifferenzierende Themen

zu beschränken», sagt Marco Hochstrasser,

Head of Cloud Platform Development bei

Swisscom. Swisscom passte ihre Cloud-Architektur

an und konzentrierte sich vermehrt

auf den Ausbau von differenzierenden Cloud-

Services für ihre Kunden und kaufte standardisierte

Infrastruktur- und Cloud-Management-Portalkomponenten

ein. Basierend auf

der VMware vRealize Suite, konnten Leistung,

Problembeseitigung und Kapazitätsverwaltung

der Cloud-Infrastruktur automatisiert

und vereinfacht werden. Ausserdem nutzt die

Enterprise Service Cloud die VMware-Lösungen

NSX und vSphere, die auf VxBlock und

weiteren Hardwarekomponenten von Dell

EMC laufen. «Aus interner Sicht profitieren

wir von einer standardisierten Plattform, vereinfachten

Prozessen und verbesserter Automatisierung.

Das Management der Cloud wird

dank der VMware Suite effizienter», fährt

Hochstrasser fort.

Geschäftsergebnisse und Nutzen

Die Enterprise Service Cloud ist heute kritischer

Bestandteil für Swisscom selbst sowie

für Unternehmen, die Wert auf einen lokalen

Provider und Datenhaltung in der Schweiz

legen. Die Servicestruktur treibt Innovationen

auf zweierlei Weise voran: Zum einen können

Kunden von Swisscom die Vorteile neuer, innovativer

Services nunmehr schneller in Anspruch

nehmen, zum anderen hilft die Plattform

den Kunden selbst, neue, innovative

Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.

«Mit der Cloud-Plattform kann Swisscom

ihr Angebot differenzieren, Innovationen

umsetzen und Wachstumschancen schneller

wahrnehmen», erklärt Hochstrasser. «Auf

ihrer Reise in die Digitalisierung ist die Cloud

für unsere Kunden die vorrangig benötigte

Lösung, und Swisscom will ihnen die bestmögliche,

sicherste Plattform dafür zur Verfügung

stellen.» Laut Hochstrasser profitieren

Kunden von einer Reihe an Vorteilen: «Durch

die Enterprise Service Cloud steht IT-Abteilungen

eine neue Dimension von Agilität zur

Verfügung. Die IT kann dem eigenen Unternehmen

nun problemlos den Weg zu neuen

Geschäftsmodellen ebnen und dieses von

neuen Technologien, wie dem Internet der

Dinge oder künstlicher Intelligenz profitieren

lassen, ohne dass in verschiedenen Regionen

gegebene Compliance- oder Gesetzesanforderungen

gefährdet werden. Die Wettbewerbsfähigkeit

wird gestärkt, und das Unternehmen

ist in der Lage, sich durch Services

zu differenzieren, die neue Einnahmeströme

generieren.»

Die auf VMware basierende Cloud ermöglicht

Swisscom-Kunden zudem, Multi-Cloud-

Umgebungen frei nach Bedarf zu nutzen: «Ob

in einer Private Cloud, Public Cloud oder über

einen hybriden Ansatz mit Nutzung von Amazon

Web Services oder Microsoft Azure – unsere

Kunden können sich ihre Hybrid Cloud

so zusammenstellen, dass sie ihren Anforderungen

entspricht», sagt Marcel Walker.

«Denn uns geht es vor allen Dingen darum,

unsere Kunden mit den bestmöglichen Services

auszustatten, und das auf sichere und

einfache Art und Weise, unter Beachtung aller

Compliance-Vorgaben. Mit unserem neuen

Cloud-Angebot sind sowohl Schweizer als

auch unsere internationalen Kunden in der

Lage, ihre Innovationskraft voll zu entfalten.»

Ein Blick in die Zukunft

Swisscom wird ihr Serviceangebot kontinuierlich

ausbauen. Die bisherigen Anstrengungen

und Angebote rund um das Internet der

Dinge, künstliche Intelligenz, maschinelles

Lernen und Smart Lifestyle sind Belege dafür.

Das Unternehmen beschäftigt Innovationsscouts,

die Trends untersuchen und frühzeitig

mögliche Investitionsszenarien prüfen. Aufgabe

ist es, folgende Fragen zu beantworten:

Was könnte auf dem Schweizer Markt funktionieren?

Und welche Produkte muss Swisscom

jetzt entwickeln, um diese zügig auf dem

Markt einführen zu können? Dieser Pioniergeist

wird dafür sorgen, dass das Telekommunikations-

und IT-Unternehmen dem

Markt immer einen Schritt voraus sein wird,

sodass Kunden die digitale Welt verstehen,

innovativ sind und ihre Zukunft individuell

gestalten können.

INFO

Kunde: Swisscom

Website: www.swisscom.ch

Branche: Telekommunikation,

IT-Dienstleister

Standort: Schweiz

Herausforderungen

• Aufbau und Inbetriebnahme eines

neuen Cloud-Service

• Finden neuer Wege für ein nachhaltiges,

kosteneffizientes Management

der Cloud-Plattform

• Entwicklung innovativer Services

für Kunden

Lösung

Durch den Einsatz einer Reihe von

VMware-Lösungen, darunter VMware

vRealize Suite, war Swisscom in der

Lage, ihre Enterprise Service Cloud

aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.

Ergebnisse

• Swisscom kann ihr Leistungsangebot

differenzieren, Innovationen

vorantreiben und Wachstumschancen

schneller wahrnehmen

• IT-Abteilungen von Kunden gewinnen

erheblich an Agilität

• Kunden profitieren von verbesserter

Wettbewerbsfähigkeit und kürzeren

Zeiten bis zur Marktreife

VMware-Produkte im Einsatz

• VMware vCloud Suite Advanced

• VMware vRealize Suite

• VMware vRealize Operations

• VMware vRealize Automation

• VMware vRealize Log Insight

• VMware NSX

• VMware vSphere

Dell EMC Hardware

• VxBlock 740

• VMAX 400k

• VPLEX (Metro)

• NetWorker

• Data Domain DD9500

VMWARE SWITZERLAND GMBH

Hardturmstrasse 181

CH-8005 Zürich

+41 44 355 13 00

VMwareALPS@vmware.com

www.vmware.com/ch

ADVERTORIAL


FIRMENPORTRÄT

Das virtuelle Datacenter (VDC)

ist mehr als eine Cloud-Lösung

Cyberlink bietet eine in Europa einmalige Virtualisierungsplattform basierend auf VMware an.

Es handelt sich um eine SDDC-Lösung (Software-defined Data Center), die georedundant aus

zwei Schweizer Tier-3-Rechenzentren heraus betrieben wird. Die Lösung kann direkt in bestehende

IT-Infrastrukturen integriert werden und bietet höchste Verfügbarkeit und Flexibilität.

Einmalig in Europa

Bereits seit über 20 Jahren ist die Cyberlink AG auf dem Markt

und damit ein Urgestein im Schweizer IT-Umfeld. Stehengeblieben

ist das Unternehmen jedoch nie.

Jüngstes Kind ist das Virtual Datacenter, kurz VDC. Die Plattform

ist die erste dieser Art in Europa, die VMware vSAN,

VMware NSX und VMware vRealize Automation als durchgängige

Lösung einsetzt und Kunden eine Infrastructure-as-a-Service

anbietet. Einzigartig ist das Angebot, da beliebig viele virtuelle

Maschinen über einen virtualisierten Netzwerk-Layer kommunizieren.

Dadurch können ganze Serverfarmen und nicht nur einzelne

Maschinen emuliert werden. Dank der Plattform können

Kunden, die VMware bereits selbst nutzen, Cyberlink als Backup

einsetzen. Diejenigen, die neu investieren, haben die Möglichkeit,

von Beginn an von einer bereits vorhandenen Umgebung

bei Cyberlink zu profitieren.

Vernetzung per Klick

Im Rahmen des Software-defined Datacenters setzt Cyberlink

die Netzwerkvirtualisierungssoftware VMware NSX ein. Im virtuellen

Netzwerk sind zusätzliche Dienste wie etwa eine Firewall

oder Loadbalancing enthalten. Mit den Funktionen von NSX können

ganze Netzwerke softwarebasiert erstellt werden. Zudem

können nicht nur logische Zonen, sondern auch private Netzwerksysteme

aufgebaut, ganze Netzwerke voneinander getrennt oder

Daten aus dem Rechenzentrum virtualisiert abgebildet werden.

Dabei werden keine weiteren LANs oder Switches benötigt –

alles funktioniert einfach per Knopfdruck. Die Daten können

verschlüsselt werden, und falls gewünscht verlassen die Daten

nie das Netzwerk. Sie werden also nicht über das Internet versendet,

sondern bleiben im privaten Netzwerk von Cyberlink.

Die Distributed Firewalls in NSX sind effizienter als klassische

Firewalls, und durch den vorgelagerten DDoS-Schutz von Cyberlink

ist der Kunde stets bestens geschützt.

Höchste Verfügbarkeit garantiert

Die Plattform ist in georedundanten und hochverfügbaren Finmakonformen

Datacentern im Raum Zürich aufgebaut. Tier-3-Rechenzentren

verwenden redundante Komponenten sowie mehrfache

(aktive und passive) Versorgungswege. Das System wird dadurch

fehlertolerant und eine Wartung ist auch während des Betriebs

möglich. Die Services werden 24/7 überwacht und Techniker stehen

Tag und Nacht zur Verfügung. Cyberlink bietet mit 99,99 Prozent

zudem eine sehr hohe garantierte Verfügbarkeit an.

CYBERLINK AG

Bellerivestrasse 241

CH-8008 Zürich

Telefon: +41 44 287 29 92

www.cyberlink.ch

info@cyberlink.ch

Key Facts

• Connectivity (Internetaccess und Standortvernetzungen)

• Datacenter-Services (Co-Location und VDC)

• 120 Full Racks

• 6000 Connectivity-Leitungen

• 27 000 gemanagte Services

• 1500 Geschäftskunden

• 30 Mitarbeiter

Nur bezahlen, was gebraucht wird

Die Abrechnung ist verbrauchsorientiert, das heisst nach tatsächlichem

Nutzungsverhalten. Dies unterscheidet das Angebot

massgeblich von Anbietern wie Amazon oder Google. Darüber

hinaus ist die Lösung bei entstehenden Peaks eine echte Alternative.

Werden beispielsweise von Januar bis November nur wenige

Ressourcen gebraucht, werden auch nur wenige Kapazitäten

in Anspruch genommen – die Kosten sinken. Kommt es zu einem

Peak im Weihnachtsgeschäft, sind zusätzliche Ressourcen nötig,

die einfach und schnell hinzugebucht werden können.

Der Kunde ist sehr agil und kann schnell Ressourcen dazuoder

auch wegnehmen. Bei diesem On-Premise-Ansatz wird

immer der maximale Ressourcenbedarf eingeplant, man bezahlt

aber nur den effektiven Verbrauch.

Bringen Sie Ihre IT-Infrastruktur jetzt in die Zukunft, Cyberlink

unterstützt Sie dabei mit professioneller Hilfe.

50 Cloud & Managed Services


Equinix’ Verbindung

mit Oracles Cloud

osc. Der RZ-Betreiber Equinix will seine Anbindung an die Cloud

von Oracle beschleunigen. So könnten sich Kunden innerhalb

der Standorte in Zürich und Oberengstringen neu via «Equinix

Cloud Exchange» nun direkt mit der Oracle Cloud Infrastructure

(OCI) verbinden. Damit profitierten sie von einem «leistungsstarken,

latenzarmen Zugang» zur Infrastruktur des US-Unternehmens,

verspricht Equinix.

Darüber hinaus seien dank einer Partnerschaft von Oracle

und Equinix Verbindungen zu «OCI Fastconnect» in acht weiteren

Städten in Nordamerika sowie in sieben neuen europäischen

Städten möglich, heisst es in einer Mitteilung.

Die Verbindung zu OCI in Equinix’ Rechenzentren biete Kunden

eine skalierbare Lösung. Gleichzeitig könne die Verbindung

zu OCI Teil der Bemühungen sein, den steigenden Anforderungen

an den Datenschutz sowie anderen regulatorischen Bestimmungen

nachzukommen, schreibt Equinix.

Itelligence und AWS

arbeiten zusammen

jsc. Itelligence und Amazon Web Services (AWS) wollen gemeinsame

Cloud-Lösungen anbieten, wie Itelligence mitteilt. Die

Lösungen umfassen die Migration von SAP-Lösungen wie SAP

S/4Hana zu AWS. Ausserdem sollen die Kunden Workloads, die

auf SAP laufen, auf AWS implementieren, überwachen und managen

können. Für spezielle Szenarien stünden Machbarkeitsnachweise

zur Verfügung.

«Kunden suchen nach verlässlichen Wegen, ihre Workloads,

die auf SAP laufen, in die Cloud zu bringen,» sagt Norbert Rotter,

CEO von Itelligence. «Mit unserem Fokus auf SAP-Software,

inklusive SAP-S/4Hana-Migrationen und Managed Cloud Solutions

sowie unserer Arbeit mit AWS, unterstützen wir den Übergang

in die Cloud und beschleunigen die digitale Transforma tion

unserer Kunden.»

Itelligence wolle zusätzlich seine Business-«Continuity/

Disaster Recovery»-Strategie auf AWS standardisieren.

OPERATIONS

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_64953

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_64769

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ihr Backup und archiV in die cloud

Spielend einfach

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Cloud & Managed Services

51

S3 cloud für alle gängigen Backup- und archiV-löSungen


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Bringen Sie Ihre Insellösungen

mit Datalizard in die Cloud

Sie sind weit verbreitet, sowohl in Grossunternehmen wie auch in KMUs: die gewachsenen Kleinanwendungen

auf Excel und Access – mit allen bekannten Nachteilen. Sie sind oft nicht mehr wartbar

und problembehaftet. Und man wird sie fast nicht mehr los.

Der Autor

Philipp Künsch,

CEO Datalizard AG

Die effiziente Plattform für massgeschneiderte

Digitalisierungsprojekte: datalizard G4

Kleinanwendungen sind heute vielfach «businesskritisch».

Sie sind über Jahre gewachsen und

erfüllen Aufgaben links und rechts der zentralen

Businesslösungen. Und sie werden mehr und

mehr zu Stolpersteinen. Es braucht einen pragmatischen

und doch nachhaltigen Lösungsansatz.

Mit datalizard G4 erhalten Kunden alle technischen

Komponenten wie Datenschnittstellen,

Datenverwaltung, Datensicherheit, Berechtigungsmanagement,

Historisierung, Reporting,

Prozessmanagement, GUI-Design und Webzugriff,

damit in Projekten auf die Businessinhalte

fokussiert werden kann. Die Plattform datalizard

G4 ist prädes tiniert für die Konsolidierung einzelner

Kleinanwendungen auf einer Enterprise-

Plattform und somit auch das Fundament für

Digitalisierungsprojekte. «Closing gaps» beschreibt

den Value add von datalizard G4 am

besten. Unsere Kunden realisieren damit besondere

Funktionalitäten und Integrationen rund um

ihre bestehenden Lösungen zur Digitalisierung

ihrer Prozesse. Auf datalizard G4 basierende Lösungen

erfüllen alle Anforderungen an performante,

skalierbare und transaktionssichere

Enterprise-Anwendungen. Deshalb zählen auch

multinationale Unternehmen aus der Finanzbranche

zu unseren Kunden. Ein Projekt mit datalizard

G4 ist aber auch für KMUs finanziell tragbar.

Datalizard – Ihr verlässlicher Projektpartner

Kunden attestieren uns eine hohe Kompetenz

sowohl in der Problemerfassung als auch im Lösungsdesign

und der Projektumsetzung. Unsere

Produkte und Kundenprojekte betreuen wir im

Rahmen von SLAs und schulen die Entwicklungsabteilungen

unserer Kunden und Entwicklungspartner.

Anwendungen mit datalizard G4

können wahlweise vom Kunden selbst entwickelt

oder schlüsselfertig eingekauft werden. Dank der

Entkoppelung der Businessebene von der Technologie

erzielen wir nachhaltige, gut dokumentierte

und langlebige Lösungen. Individuell und

doch Standard.

PlanYourBusiness.ch – unser Beweis für

die Leistungsfähigkeit von Datalizard!

Unsere cloudbasierte, leistungsfähige Anwendung

gibt Unternehmern und CFOs den Durchblick

bei der Unternehmens- und Finanzplanung.

PlanYourBusiness.ch ist einfach gesagt Ihre

zentrale Drehscheibe für Ihre Finanz- und Unternehmensdaten

zur Steuerung Ihres Geschäfts:

Budgetierung, Mehrjahresplanung, Liquiditätsund

Investitionsplanung, Simulation verschiedener

Währungsszenarien und Ergebniskontrolle

werden damit abgedeckt. Die Datenhaltung erfolgt

zentral, und sensible Daten bleiben jederzeit

unter Kontrolle. Ergänzend zum KMU-Kontenplan

kann mit PlanYourBusiness.ch für einzelne Unternehmen

und Branchen projektspezifisch die

eigene Struktur abgebildet werden, so wie wir es

aktuell für Energieversorger mit deren komplexer

Tarifierung umsetzen.

PlanYourBusiness.ch ist vollständig mit datalizard

G4 entwickelt. Die Vorteile der Enterprise-

Plattform kommen voll zum Tragen. Dank der

Historisierung verlieren Sie kein Wissen. Der

Zugang für den Treuhänder, den Finanzierungspartner,

für Verwaltungsräte und Unternehmenspartner

wird mittels Berechtigungen selektiv

vergeben. Das heisst: Sie digitalisieren Ihre Finanzplanung.

Sie wird Teil Ihrer digitalen Geschäftsprozesse.

Der Nutzen ist anerkannt: So

lancierte die Hypothekarbank Lenzburg im November

2016 in Zusammenarbeit mit uns und

Treuhand Suisse die Lösung hypiplan.ch.

PlanYourBusiness.ch ist für einen Einstiegspreis

von CHF 840.– / Jahr erhältlich.

Planen Sie digital – mit PlanYourBusiness.ch

DATALIZARD AG

Bernstrasse 388

CH-8953 Dietikon

Tel.: +41 44 745 34 00

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closing gaps


Fehlendes Cloud-Fachwissen

nagt an Umsätzen

Laut einer Umfrage von Rackspace und der London School of Economics and Political Science

verlieren Unternehmen Geld, weil es ihnen an Fachwissen über Cloud-Dienste mangelt.

Spezialisten anzuwerben ist schwierig. Auch weil diese mehr als nur einen guten Lohn wünschen.

Autor: Oliver Schneider

OPERATIONS

258 Millionen US-Dollar Umsatz entgehen grossen Unternehmen

jedes Jahr, weil es ihnen an Fachwissen über Cloud-Technologie

mangelt. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des

Cloud-Anbieters Rackspace und der London School of Economics

and Political Science (LSE). Sie befragten weltweit je 950

IT-Entscheider und IT-Profis in Unternehmen, die Cloud-Dienste

nutzen, wie Rackspace in einer Mitteilung schreibt.

Rares Cloud-Personal

Rackspace wirft auch ein Licht auf die Schweiz. Gemäss Umfrage

sehen 82 Prozent der hiesigen IT-Entscheider fehlende

Cloud-Expertise als Grund für Umsatzverluste. Damit decken

sich die Umfrageergebnisse in der Schweiz mit jenen im Ausland,

wie Rackspace schreibt. Fast die Hälfte aller befragten

IT-Entscheider erhofft sich von der Cloud Effizienzgewinne. 56

Prozent wollen die Cloud-Nutzung ihrer Unternehmen zudem

weiter ausbauen.

Das Potenzial von Managed Services zu nutzen, bleibe allerdings

eine Herausforderung. 44 Prozent der IT-Profis fänden,

sie müssten zu viel Zeit für das Management von Cloud-Prozessen

aufwenden. Schwierig sei vor allem die Suche nach Cloud-

Fachkräften. Die Hälfte aller IT-Entscheider hätte Mühe, solche

Leute zu finden. Zudem gaben 79 Prozent an, sie müssten stärker

in Spezialisten investieren, um die Anforderungen von Cloud

Computing zu erfüllen. Wissen über die Entwicklung von nativen

Cloud-Apps sei besonders rar, gefolgt von Projektmanagement

für Migrationen und Cloud Security.

Will Venters, Assistenzprofessor für Information Systems an der

LSE, sieht Cloud-Dienste als Fluch und Segen zugleich. «Einfach

gesagt, ist die Cloud-Technologie ein Opfer ihres eigenen Erfolgs

geworden. Da die Technologie in grossen Unternehmen

inzwischen allgegenwärtig ist – und ihnen bei der Zurückgewinnung

der Kontrolle ihrer wuchernden IT-Systeme half –, hat sie

auch viele Entwicklungs- und Innovationsmöglichkeiten eröffnet.

Um diese Chancen jedoch vollständig zu nutzen, müssen Unternehmen

nicht nur die richtige Expertise, sondern auch eine

Entwicklungsstrategie für ihre Cloud-Skills besitzen», lässt er

sich in der Mitteilung zitieren.

Für die Studie führten Rackspace und die LSE-Forscher mit

dem Marktforschungsinstitut Vanson Bourne nach eigener Angabe

von April bis Mai 2017 insgesamt 1900 Interviews durch –

100 davon in der Schweiz. Als Sponsor war Intel beteiligt.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_60019

Cloud-Spezialisten wollen mehr als ein

attraktives Salär

Über die Gründe für die schwierige Suche nach Fachkräften

gehen die Meinungen der IT-Entscheider auseinander. 28 Prozent

sehen laut Analyse das Problem darin, dass die Unternehmen

nicht genügend Training oder Karrieremöglichkeiten bieten

könnten. 22 Prozent sehen den branchenweiten Wettbewerb

als Ursache.

Auch seien die angebotenen Positionen oft nicht attraktiv

genug. IT-Profis erwarten von einer neuen Stelle ausser einem

angemessenen Gehalt auch Karrieremöglichkeiten und die Mitarbeit

an interessanten Projekten. Der Lohn sei für die Anwerbung

von IT-Fachkräften wichtig, aber eben auch nicht alles,

schreibt Rackspace.

Bild: shironosov / iStock.com

Cloud & Managed Services

53


Schweizer Markt hinter Europa zurück

OPERATIONS

Quelle: Forrester

Ireland

€ 10,7

UK

€ 128

Benelux

€ 64

France

€ 101

Germany

€ 120

Switzerland

and Austria

€ 59

The Nordics

€ 66

Central

Europe

€ 40

forderung für europäische CIOs ist das schwache Geschäftswachstum

im Technologiemarkt, wie es in der Studie heisst.

Dies hänge mit ökonomischen sowie politischen Faktoren wie

etwa dem Brexit zusammen.

Investitionen in Cloud-Lösungen sind laut Forrester empfehlenswert,

weil dieser junge Markt ein grosses Wachstumspotenzial

aufweist. Die Ausgaben für Technologien sollen um 6 bis

7 Prozent bis Ende 2018 steigen, und zwar insbesondere in den

nordeuropäischen Ländern. Hingegen soll die Schweiz ein geringeres

Wachstum verzeichnen.

Spain

€ 64

Portugal

€ 6,2

Italy

€ 59

Greece

€ 5,2

Total der Technologieausgaben pro Land in Millionen Euro.

tsc. Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Forrester

hat eine Studie zu den Aussichten des europäischen Technologiemarktes

für 2017 und 2018 publiziert. Die grösste Heraus-

Schweizer IT-Markt wächst kaum

Technologiekäufe in Euro sollen in der Schweiz um rund 1 Prozent

im Jahr 2017 ansteigen, wie es in der Studie heisst. Demnach

liegt die Schweiz hinter dem Durchschnitt von 2,65 Prozent

im Europavergleich. Die Marktforscher begründen ihre Prognose

mit dem starken Schweizer Franken und der schwachen

Nachfrage in den benachbarten Ländern.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_51761

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54 Cloud & Managed Services


Openstack verleiht der Public Cloud

Rückenwind

Cloud ist kein «Aufreger» mehr. Längst ist genügend über die Vorteile des Sourcing-Ansatzes

geschrieben worden. Die Diskussion ist reifer geworden. Doch dreht sie sich nach wie

vor um Sicherheit – neu wird diese jedoch nicht mehr nur in proprietären Systemen gesehen.

OPERATIONS

In der Diskussion um Cloud Computing stehen momentan vier

Punkte ganz oben auf der Agenda.

Der erste Punkt: Hartnäckig halten sich Sicherheitsvorbehalte

als Haupthindernis für den Einsatz. Beim Thema Sicherheit

kommen aber verschiedene Facetten zusammen. Hier

spielen nicht nur die subjektive Wahrnehmung des geringeren

Einflusses der IT-Verantwortlichen oder technische Aspekte eine

Rolle, sondern auch Konsequenzen für die Unternehmens-Compliance,

etwa durch Datenschutzanforderungen, die sich mit der

neuen DSGVO noch verschärfen werden.

Der zweite Punkt: die anwenderfreundliche Adminis tration der

Dienste. Nach ersten Erfahrungen mit existierenden Plattformen

zeigt sich, dass viele Aufgaben bezüglich des Cloud-Managements

beim Anwender «hängenbleiben» und entsprechendes

Know-how das A und O für den Umgang mit einer komplexen und

unübersichtlichen Tool-Umgebung ist. Den Kundenservice für die

Cloud-Services verschieben Anbieter gern zum Anwender. Ebenso

wie technische und prozessuale Integrationsfragen. Cloud bleibt

zum grossen Teil ein «Do it yourself»-Baukasten.

Der dritte Punkt: Bezüglich der Aussage, die Cloud sei immer

günstiger, hat sich ein realistischer Blick durchgesetzt. Intransparenz,

eine Vielzahl kostenpflichtiger Zusatzservices, allen

voran die Netzkosten, machen eine ganzheitliche Kostenbetrachtung

erforderlich.

Und der vierte Punkt: Cloud-Kunden sehen auch klarer die

Eventualität eines «Vendor Lock-in», wenn sie auf proprietäre

Plattformen setzen.

Der Autor

Thomas Williams ist Portfolio Manager

Cloud bei T-Systems Schweiz

Offenheit geht einher mit Sicherheit

Darauf aufbauend ist das Innovationspotenzial gross. Als Open-

Source-Standard mit offenem, agilem Entwicklungsprozess und

einem zugänglichen und gut dokumentierten Quellcode bietet

Openstack Investitionssicherheit. Dank der Transparenz des

offenen Quellcodes können die Kunden darüber hinaus auch

jederzeit selbst nachprüfen und sicherstellen, dass keine Einfallstüren

für potenzielle Angreifer offen sind.

In der Community werden Lösungen – auch im Hinblick auf

Datenschutz und Sicherheit – auf ihr Verbesserungspotenzial

hin diskutiert. Openstack bringt selbst auch einiges an Sicherheitsmechanismen

mit: beispielsweise die Abschirmung durch

Security Groups. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, muss

nach wie vor darauf achten, welche Zertifizierungen sein Cloud-

Anbieter nachweisen kann. Und dann fährt man unter Umständen

bei einem Partner besser, der auch mit proprietären Lösungen

und der Private Cloud Erfahrung hat.

Openstack für die Public Cloud auf dem Vormarsch

Dabei nutzen vier von fünf Unternehmen bereits Open-Source-

Technologien. Nun entwickelt sich die offene Architektur auch als

Cloud-Betriebssystem zu einem anerkannten Gegengewicht zu

proprietären Lösungen. Die Anbieterunabhängigkeit ist dabei ein

wichtiges Asset. Strategiewechsel können dank der Offenheit des

Systems leichter mit einem Anbieterwechsel einhergehen. Weiterer

Pluspunkt: Mehr als 65 000 Entwickler aus über 200 Ländern

sind mittlerweile in Openstack involviert. Diese rasant wachsende

«Fangemeinde» treibt die Innovation stetig voran und sorgt für

kontinuierliche Verbesserungen. Der Openstack-Community liegt

viel daran, die noch vorhandenen Berührungsängste abzubauen.

Dabei helfen intuitive Benutzeroberflächen. Noch effizienter lassen

sich anhand von vordefinierten Cases mit Referenzarchitekturen

die Vorteile der modernen Public Cloud aufzeigen.

Bild: kirstypargeter / iStock.com

Cloud & Managed Services

55


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Was Managed Cloud-Services bieten

Das Wachstum von Cloud und Cloud-Services ist ungebrochen. Die meisten Unternehmen

haben heute eine definierte Strategie, wie und wo sie auf Cloud-Services setzen wollen.

Mit zunehmender Vielfalt und Reife der Cloud-Service-Angebote nimmt die Nachfrage nach

Integration und einem End-to-End-Management dieser Services zu.

OPERATIONS

Jede Marktstudie, welche die Adoption von Cloud und Cloud-

Services untersucht, kommt zum selben Schluss: Der Markt

wächst in den kommenden Jahren ungebremst weiter. Die MSM-

Research-Studie vom letzten Herbst sagt vorher, dass sich der

Cloud-Services-Markt in der Schweiz innerhalb von vier Jahren

mehr als verdoppeln wird und sich im Bereich der Software der

durch SaaS bezogene Anteil bereits ab 2019 auf mehr als 50

Prozent erhöhen wird. Glaubhaft sind solche Szenarien durchaus,

wenn man sich die Wachstumsraten der Public-Cloud-Provider

wie Amazon oder Microsoft vor Augen hält. Aber auch, wenn man

mit Unternehmen konkret über ihre Sourcing-Strategien spricht.

In den meisten Fällen haben sich Unternehmen Gedanken

gemacht, wo und wie sie Cloud-Services einsetzen wollen. Nicht

selten gibt es solche, die sich klar eine «Cloud-unless»- oder

«Cloud-first»-Strategie auf die Fahnen geschrieben haben oder

sogar die klare Absicht bekunden, binnen weniger Jahre gänzlich

auf ihr Rechenzentrum zu verzichten und Services als Managed

und Cloud-Services zu beziehen. Gebremst wird dieser Trend

einerseits durch Sicherheitsbedenken (ob berechtigt oder unberechtigt)

und andererseits auch durch teilweise nicht vorhandene

Voraussetzungen. Diese beziehen sich auf die eigene

Netzwerkinfrastruktur, die eigenen Fähigkeiten für die erfolgreiche

Umsetzung solcher Projekte oder auf die effiziente Risikobeurteilung

und Nutzenabwägung. Interessanterweise ist aber

auch bei Unternehmen, wie etwa im Healthcare-Bereich, die

traditionell sehr skeptisch gegenüber der Cloud eingestellt

sind, eine zunehmende Offenheit zu beobachten.

Es vergeht kein Tag, ohne dass ein weiterer

Cloud-Anbieter auf den Markt drängt.

Nicht zuletzt wird das Wachstum auch getrieben durch Digitalisierungsinitiativen,

die mit Data Analytics oder künstlicher Intelligenz

– sei es auf Ebene der internen Prozessoptimierung oder

zunehmend auch an der Schnittstelle zum Kunden – eine ganz

neue «Customer Experience» versprechen.

Auf Provider-Seite wird darauf reagiert. Es vergeht kein Tag,

ohne dass nicht ein neuer Anbieter auf den Markt drängt, der

seine Software als cloudbasierten Service, sprich als «XaaS»

anbietet. Neben den herkömmlichen, eher generischen Begriffen

wie IaaS, PaaS oder SaaS haben sich Begriffe wie UCaaS (Unified-Communication-as-a-Service),

CCaaS (Contact-Center-as-a-

Der Autor

Andy Hinder ist Director Portfolio &

Partner Management bei Spie

Service) oder BaaS (Backup-as-a-Service) inzwischen bereits gut

etabliert. Andere wie LaaS (Location-as-a-Service) oder SECaaS

(Security-as-a-Servie) sind eher jüngeren Datums.

In einer «Cloud-first»-Welt kann die Erbringung einer durchgängigen

Anwendungserfahrung für den Benutzer aber eine

echte Herausforderung für die IT darstellen. Insbesondere wenn

Hybridansätze verfolgt werden, zum Beispiel bedingt durch Echtzeitanwendungen

wie Sprachkommunikation. Wie einfach wird

es dem Benutzer gemacht, sich zwischen den verschiedenen

Apps zu bewegen (Stichwort Single-Sign-on)? Bieten diese eine

Integration für einen automatischen Austausch relevanter Daten

wie Kundenkontakte oder Interaktionsdaten? Wie sieht es

ferner im Störungsfall aus, sprich liegt das Problem auf dem

eigenen Gerät, dem Inhouse-Netzwerk, der Internetanbindung

oder beim Cloud-Provider? An dieser Stelle kommt die Rolle des

Cloud-Integrators beziehungsweise -Aggregators zum Tragen,

der Werte in folgenden Dimensionen schaffen kann.

∙∙

Transformation: Mithilfe von Consulting-Kompetenzen, kombiniert

mit Integrationsfähigkeiten auf offenen API-Schnittstellen,

können Services integriert und erfolgreich eingeführt

werden.

∙∙

Einfachheit: Häufig zeichnen sich Public- beziehungsweise

Hybrid-Cloud-Offerings durch eine nicht zu unterschätzende

Komplexität aus. Eine Vereinfachung, ausgerichtet auf die individuellen

Bedürfnisse beispielsweise mittels Service-Bundling,

ist häufig wünschenswert.

∙∙

Sichere Unternehmenslösung: Cloud-Services sollen end-toend

gemanagt und mit einem aussagekräftigen SLA versehen

werden. Für die Gewährleistung der geforderten Sicherheit

sind häufig zusätzliche Massnahmen zu ergreifen.

∙∙

Kosteneffizienz: Das Werteversprechen von «kein Capex» und

«Pay per Use» soll auch in einem Hybridansatz möglich sein.

Wenn also Cloud-Services integriert und als Package gebündelt

werden, angereichert mit Services wie einem lokalem Service-

Desk, SLA, Servicemanagement, erweitertem Security-Management

und einem einfachen Verrechnungsmodell, kann von einem

«Managed Cloud-Service» gesprochen werden.

Cloud & Managed Services

57


FIRMENPORTRÄT

Wir sorgen für zuverlässige Cyber

Security aus der Schweiz!

Phishing, Ransomware, DDoS … kaum ein Tag vergeht ohne Hackerattacken. Die wachsende

Bedrohung und die zunehmende Komplexität der ICT-Infrastruktur machen es schwierig,

sich erfolgreich gegen Cyberangriffe zu schützen. Unternehmen brauchen neue Lösungsansätze

und Unterstützung von Cyber-Security-Experten, wie InfoGuard. Denn Prävention alleine reicht

heutzutage nicht mehr aus.

InfoGuard – der Schweizer Cyber-Security-Experte

InfoGuard ist spezialisiert auf umfassende Cyber Security. Sie

profitieren von unserer Erfahrung, Professionalität und Zuverlässigkeit

im Audit, in der Beratung, Architektur und Integration

führender Netzwerk- und Security-Lösungen. State-of-the-Art-

Managed- und Cyber-Defence-Services erbringen wir aus dem

ISO 27001 zertifizierten InfoGuard Cyber Defence Center in der

Schweiz.

Security Consulting Services

Risiken erkennen und beherrschen: Das modular aufgebaute

Dienstleistungsangebot von InfoGuard berücksichtigt Technologien,

Prozesse und Ihre Mitarbeitenden gleichermassen. Die

langjährige Erfahrung im Bereich der Sicherheitsberatung nach

ISO 27001 und NIST, Penetration Testing, Attack Simulation

sowie Security Awareness und die erstklassigen Kompetenzen

unserer Spezialisten stellen das reibungslose Zusammenspiel

aller Elemente sicher.

Network & Security Solutions

ICT-Infrastrukturen optimieren und schützen: Effiziente Netzwerkund

Security-Infrastrukturen müssen das Optimum aus Performance,

Sicherheit und Kosten erreichen. Das gelingt nur, wenn

alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Info-

Guard bietet ein vollständiges Portfolio an führenden Netzwerk-

Im Cyber Defence Center der InfoGuard sorgen Security-

Experten und Threat-Analysten rund um die Uhr für die

Sicherheit ihrer Kunden.

und Security-Lösungen für konventionelle, hochvirtualisierte

sowie für Cloud-Infrastrukturen. Unsere erfahrenen und zertifizierten

Experten unterstützen Sie im ganzen Lebenszyklus Ihrer

Investitionen von der Architektur und dem Design über das Engineering

und die Integration bis hin zum Betrieb.

INFOGUARD AG

Lindenstrasse 10

6340 Baar

+41 41 749 19 00

www.infoguard.ch

Standorte: Zug, Bern

InfoGuard ist ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert.

Cyber Defence Services

Cyberattacken erkennen und eliminieren: Unternehmen müssen

heutzutage davon ausgehen, dass Cyberangriffe nicht nur stattfinden,

sondern auch erfolgreich sind. Eine wirkungsvolle Abwehr

setzt erstklassiges Fachwissen und hochentwickelte Spezialtechnologien

voraus. In unserem ISO 27001 zertifizierten

Cyber Defence Center (CDC) in der Schweiz bündeln wir die

modernsten Technologien mit der langjährigen Erfahrung unserer

Security-Experten und Threat-Analysten. Die Services umfassen

unter anderem Security Operations, Vulnerability Management,

Security Information & Event Management (SIEM),

Breach Detection sowie Threat Intelligence, Threat Hunting,

Incident Response und Forensik. Die InfoGuard Cyber Defence

Services schützen Ihr Unternehmen rund um die Uhr.

58 Cloud & Managed Services


Cloud und Datenanalyse schützen

vor Datenverlust

Cyberkriminalität und Datenverlust durch Passwortklau können heute jedes Unternehmen treffen.

Vor allem die Schatten-IT mit unkontrollierten Endgeräten eröffnet gefährliche Sicherheitslücken.

Hier bietet die Cloud mit Datenanalyse zur Zugriffskontrolle ein höheres Schutzniveau als das

eigene Netzwerk.

OPERATIONS

Das amerikanische Ponemon Institute hat Anfang 2017 in einer

Studie herausgefunden, dass Unternehmen nach einem Datenverlust

durch Cyberkriminelle rund 5 Prozent ihres Aktienkurses

am Tag der Bekanntgabe einbüssen. Noch schlimmer ist der

Verlust an Kundenvertrauen. 7 Prozent wenden sich sofort ab,

31 Prozent der Verbraucher sind verunsichert. Die Folgen der

jüngsten Angriffe mit Ransomware in Europa wären wohl weniger

dramatisch ausgefallen, wenn Unternehmen ihre Anwendungen

in die Cloud verlagert hätten.

Firmennetzwerke sind weniger sicher als die Cloud

In einem gewöhnlichen Firmennetzwerk reicht ein mit einem

Erpresser-Schadprogramm infiziertes und unkontrolliertes Endgerät,

um die gesamte IT lahmzulegen. So geschah es dutzendfach

im Mai 2017, als Wannacry europaweit zuschlug. In einer

Cloud wäre ein infiziertes Endgerät einfach per Fernwartung

abgeschaltet worden. Denn bei jedem Zugriff prüfen Cloud-

Provider mobile Geräte auf ihre Integrität. Melden solche längst

automatisch arbeitenden Systeme einen Befall, verweigern sie

den weiteren Zugriff. Ebenso bieten Cloud-Dienste oft einen

höheren Schutz bei der Authentifizierung als gewöhnliche Passwörter.

Denn längst gibt es Verfahren zur multifaktoriellen Identitätsprüfung.

Der Autor

Steve Mayer ist Country Manager von

Citrix Schweiz

Identitäts- und Zugriffsverwaltung durch KI

Cloud-Provider betreiben schon aus Eigeninteresse stets eine

Sicherheitspolitik auf dem Stand der Technik. So gehört die

Identitätsprüfung eines Nutzers und seines Endgeräts bereits

zum Standard. Einige bieten bereits Zugriffskontrollen, die mit

künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinenlernen eine kontextbasierte

Identitätsprüfung beherrschen. Grundlage dafür ist die

Analyse der Daten, die mit einem Zugriff auf eine Cloud-Anwendung

automatisch übertragen werden. Dazu gehören der Standort,

die IP-Adresse, Uhrzeit, die Geräteerkennung. Die Systeme

analysieren ausserdem permanent das typische Nutzerverhalten

und gleichen es mit dem aktuellen Kontext der Sitzung ab.

Mit dieser Echtzeitanalyse kann festgestellt werden, auf welche

Daten ein Nutzer zugreift und ob dies zu seinen typischen Nutzungsgewohnheiten

gehört. Oder ein Nutzer verhält sich «komisch»

und will Daten herunterladen, die ausschliesslich in der

Cloud verarbeitet werden. Registriert das System eine Regelabweichung,

verweigert es den Zugriff oder fordert eine zusätzliche

Authentifizierung an. Dies können dann zum Beispiel Einmalpasswörter

sein, die per SMS oder E-Mail an ein anderes

Endgerät des Nutzers gesendet werden.

Bild: samxmeg / iStock.com

Automatische Datenanalyse identifiziert

Bedrohungen schneller

Die zunehmende Zahl von fremden Endgeräten im Unternehmensnetzwerk

(BYOD) erhöhen die Bedrohungslage und stellen

neue Herausforderungen an die Schutzsysteme. Automatische

Tools, die eine kontextbasierte Zugriffskontrolle durch eine permanente

Datenanalyse jeder Sitzung übernehmen, entlasten

die IT und steigern gleichzeitig die Sicherheit. Durch die Erstellung

von Identitäts- und Zugriffsmodellen, die bekannte und

unbekannte Verhaltensweisen mittels künstlicher Intelligenz

analysieren, kann die IT über Passwörter hinausgehen und deutlich

mehr Sicherheit und Transparenz in die IT-Infrastrukturen

bringen. Denn es ist einfacher, ein Passwort zu entwenden, als

eine Person und ihre Nutzungsgewohnheiten zu kopieren.

Cloud & Managed Services

59


ADVERTORIAL

Verpassen Sie das

Datenzeitalter nicht!

Bis 2020 wird sich das weltweit verfügbare Volumen an Daten vervierfachen. Und dank moderner

Datenumgebungen und künstlicher Intelligenz können Daten gewinnbringend genutzt werden.

Höchste Zeit also, sich Gedanken über die eigene Datenverwaltung und -analyse zu machen.

Daten sind der neue Schmierstoff der Wirtschaft

und treiben im 21. Jahrhundert den Fortschritt

voran, wie Öl dies im vorigen Jahrhundert getan

hat. Heute stehen deshalb alle Unternehmen vor

der Frage, wie sie diese neue Ressource optimal

einsetzen können, um der Konkurrenz auch künftig

einen Schritt voraus zu sein.

Infrastruktur entscheidend

Der Autor

David Kurth ist

Cloud + Enterprise Business

Group Lead bei

Microsoft Schweiz

david.kurth@ microsoft.com

Um seine Ressourcen effizient und effektiv zu

nutzen, braucht es die richtige Infrastruktur. Im

Informationszeitalter sind nicht Strassen, Pipelines

und Raffinieren entscheidend, sondern die Werkzeuge

zur Datenverwaltung und -analyse. So zeigt

eine Studie von Keystone, dass Unternehmen, die

überdurchschnittlich in ihre Dateninfrastruktur

investieren, die klar besseren Unternehmensergebnisse

erzielen als jene, die diesen Bereich

vernachlässigen. Wo früher in Aktenablage und

Archive investiert wurde, muss heute die digitale

Datenumgebung effizient gestaltet werden.

Die Mission von Microsoft ist es, alle

Menschen und Organisationen zu

befähigen, einen Mehrwert zu leisten.

Die Mission von Microsoft ist es, alle Menschen

und Organisationen zu befähigen, einen Mehrwert

zu leisten. Wir haben uns deshalb zum Ziel

gesetzt, Kunden auch im Bereich der Datenanalyse

die besten Tools anbieten zu können. Unsere

Datenplattform ist die Fortschrittlichste in der

Industrie. Microsofts SQL Server ist führend bei

verschiedenen Performancekriterien wie OLTP

und Datawarehouse, aber auch bezüglich Sicherheit,

unabhängig davon, ob in der Cloud oder im

eigenen Rechenzentrum. Denn mit SQL 2017

haben Sie die Wahl, ob Sie die Datenbanken auf

Windows- oder Linux-Servern, als Docker Container

betreiben oder als Service aus der Cloud

beziehen.

Datenanalyse verbessern …

Mit der dank In-Memory-Technologie hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit

und der Möglichkeit,

jederzeit nahtlos die eigene Datenumgebung mit

der Cloud zu verbinden und beinahe unbegrenzte

Rechenressourcen zu nutzen, verfügen Sie

über unbegrenzte Möglichkeiten, Ihre Daten gewinnbringend

einzusetzen.

Dazu ein Beispiel: Die Reederei Carnival

kann dank besserer Datenanalyse auf der Azure-Plattform

den Wasserbedarf ihrer Kreuzfahrtschiffe

besser vorhersagen. Sie schont

dadurch nicht nur die Umwelt, sondern spart bei

jedem ihrer rund hundert Schiffe jährlich

200 000 Dollar.

… und Kosten sparen

Gleichzeitig lassen sich durch die Verwendung

modernster SQL-Server und der Cloud die IT-

Kosten beträchtlich reduzieren. In der Cloud

zahlen Sie nur die effektiv genutzten Leistungen,

während Unternehmen mit eigener Serverinfrastruktur

oft ungenutzte Hochlastkapazitäten

schaffen muss, die unnötige Kosten verursachen.

Zudem fallen interne IT-Kosten weg, da

Updates und Patches vollkommen von Microsoft

verwaltet werden.

Mit einer intelligenten Datenverwaltung sinken

die Kosten für Hardware und Datenspeicherung

um bis zu 80 Prozent. Zudem schafft die

Cloud-Anbindung Handlungsspielräume für den

Fall, dass temporär Projekte anstehen, die mehr

Rechnerleistung verlangen. Das erlaubt es, das

eigene Geschäftsmodell neu zu denken und seinen

eigenen Kunden mehr zu bieten.

Innovationsstandort stärken

Die Vorteile von Cloud-Lösungen und künstlicher

Intelligenz zur Datenanalyse sind mittlerweile

kein Geheimnis mehr. So haben sich die Investitionen

in künstliche Intelligenz im Jahr 2017

vervierfacht, und mittlerweile verfolgen vier von

fünf Organisation eine Cloud-first-Strategie.

Doch die KMUs schrecken oft noch davor zurück,

in Datenverwaltung und künstliche Intelligenz zu

investieren. Gerade für den Innovationsstandard

Schweiz ist es aber entscheidend, diese Entwicklung

nicht zu verpassen.

Wir empfehlen allen Unternehmen, ob Grosskonzern

oder KMU, sich mit dem Thema Datenspeicherung

und -analyse intensiv auseinanderzusetzen.

Denn mit grosser Wahrscheinlichkeit

macht dies die Konkurrenz bereits. Wenden Sie

sich also an Ihre Microsoft-Ansprechperson oder

unsere Partner, um im Rahmen eines Workshops

zusammen zu diskutieren, wie Sie sich für die

digitalisierte Zukunft rüsten können.

Mehr Informationen zur Microsoft-

Datenplattform finden Sie unter:

www.microsoft.com/de-ch/sql-server/

MICROSOFT SCHWEIZ GMBH

Richtistrasse 3

CH-8304 Wallisellen

+41 848 22 44 88

david.kurth@microsoft.com

www.microsoft.com


Das Märchen vom einfachen Weg

in die Cloud

«Schnell und einfach installiert» scheint, neben einer übersichtlichen Handhabung und

Kostenkontrolle, eines der Hauptmerkmale von Cloud-Diensten zu sein. In der Realität gestaltet

sich das Vorhaben oft aufwändiger als gedacht. Um dies zu vermeiden, gilt es frühzeitig auf

einige Dinge zu achten.

OPERATIONS

Im Zeitalter der Digitalisierung kommt man um den Begriff der

Cloud kaum mehr herum. Allgemein propagiert und beworben

sind die vielen Vorteile. Doch wie sieht es mit dem Weg dahin

aus? Für eine reibungslose Integration in die bestehenden Systeme

sind Abklärungen mit der eigenen IT-Abteilung oder einem

IT-Dienstleister zur Definition des Bedarfs und der Anforderungen

an die Cloud unerlässlich. Die Frage, ob der gewünschte

Cloud-Provider diese dann überhaupt abdecken und umsetzen

kann, ist häufig nicht so einfach zu beantworten wie gedacht.

Die vollständige Automatisierung von Workflows, eine zentral

gemanagte Cloud-Umgebung und eine volle Kostenkontrolle

sollten nur die übergreifenden Merkmale des gewählten Cloud-

Services sein. Um den Weg in die Cloud so einfach wie möglich

gestalten zu können, sollten Unternehmen von Anfang an auf

folgende Eigenschaften achten.

1. Hybride Umgebung

Bei einer hybriden Umgebung ist die lokale Netzwerkstruktur mit

einer Public Cloud verbunden. So kann man selbst entscheiden,

welche Daten und Anwendungen ausgelagert werden und welche

intern gespeichert bleiben. Dies wird vor allem relevant, wenn es

sich um hochsensible Daten handelt. Bereits entwickelte Applikationen,

verwendete Backup-Anwendungen oder Ähnliches können

parallel betrieben und mit der Cloud verknüpft werden.

Die Autorin

Melanie Burzlaff ist Product Manager

Hosting & Cloud Services bei Netstream

Applikationen und virtuellen Maschinen zwischen unterschiedlichen

Cloud-Anbietern.

4. Schweizer Datensicherheit und lokaler Support

Ein relevanter Faktor ist ausserdem der Standort und der Sicherheitsgrad

des Rechenzentrums, in dem Ihre Daten – auch

in der Public Cloud – liegen. Um dem Schweizer Datenschutzgesetz

gerecht zu werden, empfiehlt es sich, auf einen Anbieter

mit Rechenzentrum in der Schweiz zurückzugreifen. Bei der

Wahl eines lokalen Cloud-Anbieters sollte zudem nicht nur auf

den Support und die Beratung vor Ort Wert gelegt werden, sondern

auch auf das Abdecken aller technischen Anforderungen

und Sicherheitsvorkehrungen.

Egal welche Anforderungen Sie an Ihre digitale Umgebung

stellen – wählen Sie eine Lösung, die Ihren Bedürfnissen nicht

nur zu Beginn gerecht wird, sondern sich an das Wachstum

Ihres Unternehmens und Ihren Ansprüchen anpasst.

2. Flexibilität und Multi-Cloud-Funktion

Es ist vorteilhaft einen Cloud-Anbieter zu wählen, der die Möglichkeit

bietet, individuell und bedürfnisgerecht weitere Anbieter wie

AWS, Microsoft oder Google zur Verfügung zu stellen. Somit ist

eine erhöhte Flexibilität gegeben sowie ein allumfassendes Portfolio

an Applikationen und Services. Bei einer bestehenden

Cloud-Umgebung kann eine Multi-Cloud-Funktion sinnvoll sein

und den Wechsel zu einem anderen Cloud-Anbieter ersparen.

3. Kostenkontrolle und einfaches Management

Für eine leichtere Kostenkontrolle und Pflege der Infrastruktur

sollte darauf geachtet werden, dass die Anzahl der verwendeten

Plattformen so gering wie möglich gehalten wird und ein hoher

Automatisierungsgrad der Anwendungen besteht. Ein stetiges

Monitoring ist hierbei dennoch unerlässlich. Dabei besonders

hilfreich ist die Cloud-Broker-Funktion. Diese bietet einen übersichtlichen

Preis-Leistungs-Vergleich Ihrer bereits aktivierten

Bild: wavebreak_media / stockfresh.com

Cloud & Managed Services

61


ADVERTORIAL

Veeam setzt Massstäbe für

Verfügbarkeit in der Cloud

Veeam verfügt über eine umfassende Vision und Strategie für die Cloud sowie entsprechende

Programme. Hinzu kommt eines der grössten globalen Partner-Ökosysteme der Branche. Diese

führende Position auf dem Markt festigt Veeam mithilfe innovativer Initiativen und der Anwerbung

ausgewiesener Cloud-Experten.

Eine Verfügbarkeitslösung, die multiple Cloud-Infrastrukturen

unterstützt, ist ein zentrales Element

für jede Digitalisierungsinitiative. Laut IDC werden

in den kommenden drei Jahren 67 Prozent der IT-

Infrastruktur und der Software in Unternehmen

den Fokus auf die Cloud legen. Informationen rücken

immer stärker ins Zentrum vieler Geschäftsmodelle.

Um die Verfügbarkeit der Daten sowie die

Einhaltung von Compliance-Anforderungen im

Cloud-Zeitalter sicherstellen zu können, wird

cloudbasiertes Disaster Recovery-as-a-Service

(DRaaS) unverzichtbar. Gartner prognostiziert,

dass sich der DRaaS-Markt in den nächsten beiden

Jahren fast verdreifachen und 2019 ein Volumen

von 3,4 Milliarden US-Dollar – rund 2,8 Milliarden

Euro – erreichen wird.

DIE WICHTIGSTEN VORTEILE VON

HYBRID-CLOUD-MODELLEN

• Höhere Flexibilität, die Unternehmen

mehr Agilität und schnellere Anpassungen

eröffnet. Dabei können die Infrastrukturen

einfacher und schneller vernetzt

werden, insbesondere mit externen

Partnern wie Lieferanten oder strategischen

Kooperationspartnern.

• Bessere Kontrolle von Kosten, Daten, Anwendungen,

Ressourcen und Services:

Diese geschäftskritischen Firmenwerte

können, sofern gewünscht, in Hybrid-

Cloud-Infrastrukturen betrieben werden.

• Besseres Risikomanagement erlaubt es

Unternehmen, ihr Gefährdungspotenzial

zu senken und ihre Widerstandsfähigkeit

mit Blick auf Compliance und Sicherheit

zu erhöhen.

• Jetzt mehr erfahren und dieses Whitepaper

herunterladen: «Three key scenarios

for leveraging hybrid-cloud infrastructures

to improve Availability», www.veeam.

com/wpleveraging-hybrid-cloudinfrastructures.html

Veeam hat diesen drastischen Wandel erkannt und

baut auf den beachtlichen Erfolgen von 2016 auf.

In diesem Jahr investieren wir bis zu 200 Millionen

US-Dollar (knapp 170 Mio. Euro) in ein exklusives

Angebot: In Zusammenarbeit mit unserem weltweit

herausragenden Ökosystem aus Serviceprovidern

und Wiederverkäufern bietet Veeam kostenfreie

Back-up- und DRaaS-Dienste an.

Darüber hinaus erweitern wir kontinuierlich

unseren Expertenpool für Cloud. Im Frühjahr wechselte

Danny Allan als Vice President für Cloud Integration

und Alliance Strategy von VMware zu

Veeam. Als Chief Technology Officer von Desktone,

das von VMware übernommen wurde, war Allan

verantwortlich für die Entwicklung von Technologie-

und Servicestrategien für Endanwender-

Cloud-Angebote. Bei Veeam führt er unsere expansive

Multi-Cloud-Strategie weiter. Im Fokus steht

dabei die Verfügbarkeit von Daten in der Cloud und

aus der Cloud, unterstützt durch erstklassige

Backup-as-a-Service (BaaS) und DRaaS-Angebote

sowie agentenbasierte Lösungen für Private-,

Public-, Hybrid- und Managed-Cloud-Infrastrukturen.

«Die Branche befindet sich im Umbruch»,

konstatiert Peter McKay, Co-CEO und President

von Veeam. «Unternehmen ohne DRaaS-Strategie

werden die Nachteile spüren: höhere Betriebskosten,

weniger Leistung, Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann sich

Unternehmen für die Cloud entscheiden. Mehr als

255 000 Kunden setzen auf Veeam, um Daten und

Anwendungen rund um die Uhr zur Verfügung zu

stellen. Viele unserer Kunden wollen die Chancen

nutzen, die ihnen Cloud-Technologien eröffnen.

Darum bieten wir mit der «Veeam Availability Platform

for the Hybrid Cloud» Lösungen für Private-,

Public-, Hybrid- und Managed-Cloud-Infrastrukturen.»

McKay ergänzt: «Der Cloud gehört die Zukunft.

Das wissen wir ebenso gut wie unsere

15 0000 VCSP-Partner und die mehr als 49 000

Wiederverkäufer. Daher unterstützen wir unsere

Partner und Endkunden mit erheblichen Investitionen

auf dem Weg in die Cloud

Häufig wird angenommen, dass der Kostenaspekt

Hauptgrund für den Cloud-Einsatz ist. Unsere

Kunden und Partner nennen aber andere Gründe:

Für sie sind die schnellere Marktreife und die höhere

Qualität ihrer Angebote wesentlich wichtigere

Triebfedern für die Nutzung von Cloud-Technologien

in allen Unternehmensbereichen. Immer mehr

Unternehmen verlagern Workloads in die Cloud.

Gleichzeitig nutzen sie verstärkt Software-as-a-

Service-Angebote (SaaS) sowie cloud-native Geschäftsanwendungen.

Veeam setzt Massstäbe mit

Investitionen und Softwareentwicklungen, die

Unternehmen helfen, bereits heute von den Vorteilen

der Cloud-Technologie zu profitieren.

Ein klarer Beweis für unser strategisches Engagement

in Sachen Cloud ist die Partnerschaft mit

Microsoft, einem herausragenden Anbieter von

Public-Cloud-Diensten weltweit. Mit Funktionen

wie Direct Restore to Microsoft Azure sowie einer

automatischen Konvertierung können Unternehmen

On-Premises Workloads nach Azure migrieren

oder sie dort wiederherstellen. Organisationen

können so ihre Investitionen in Verfügbarkeitslösungen

von Veeam schützen und ausbauen, und

die gesamte Leistungsfähigkeit der Cloud ausschöpfen.

VEEAM SOFTWARE AG

Lindenstrasse 16

CH-6340 Baar

www.veeam.com


Illustratoin: youngID / iStock.com

Schutz kritischer Assets in Public Clouds –

Modell der gemeinsamen Verantwortung

OPERATIONS

Die Popularität von IaaS-Angeboten bringt immer mehr Daten weg von traditionellen

IT-Sicherheitsmassnahmen hin zu Rechenzentrumsumgebungen, die nicht mehr von der

Unternehmens-IT kontrolliert werden. Ohne gemeinsame Verantwortung von Providern und

Endkunden gelingt Security in diesem Umfeld nicht.

On-Premise-IT-Security schützt Daten und Assets in der Cloud

nicht, obwohl die Daten den genau gleichen Bedrohungen ausgesetzt

sind, die auf Assets und Anwendungen in Unternehmensrechenzentren

ausgerichtet sind. Darüber hinaus kann in die

Cloud eingeschleuste Malware leicht zwischen virtuellen Maschinen

(VMs) weitergegeben werden, virtuelle Segmente angreifen

oder sogar ungehindert über VPN-Verbindungen zurück

ins Unternehmensnetzwerk kommen.

Harmlos oder «bösartig»?

Public-Cloud-Anbieter bieten zwar starke Sicherheitskontrollen

zum Schutz der Cloud-Infrastruktur, sie haben jedoch keine

Kenntnis vom «normalen» Kunden-Traffic und können daher

«bösartige» Inhalte nicht von harmlosen unterscheiden. Dies

stellt eine grosse Herausforderung für Cloud-Architekten und

Sicherheitsadministratoren dar, die das gleiche Mass an Sicherheit

bereitstellen müssen, egal ob die Daten und Assets in der

Cloud oder On-Premise zur Verfügung stehen. Eine Verteidigungsstrategie

für die Cloud muss also zwingend auch den

Schutz aller Workloads und Daten vor Exploits, Malware und

anderen komplexen Angriffen beinhalten.

Gemeinsame Verantwortung

Um die Cloud vollumfänglich zu nutzen, müssen Unternehmen

verstehen, wo die Aufgabenverteilung zwischen dem Schutz der

Cloud-Infrastruktur (die dem Cloud-Anbieter obliegt) und dem

Schutz der Daten und Assets in der Cloud (obliegt dem Kunden)

liegt. Dies nennen Infrastructure-as-a-Service-Anbieter das Modell

der gemeinsamen Verantwortung.

Das Verständnis der Rollenzuteilung der Kundenverantwortung

gegenüber der Rolle von IaaS-Anbietern hilft Unternehmen

dabei, die besten Entscheidungen hinsichtlich der Sicherheit

ihrer Cloud-Umgebungen zu treffen. Darüber hinaus

Die Autorin

Sonja Meindl, Country Manager,

Check Point Schweiz und Österreich

stellt es sicher, dass die Cybersicherheitsstrategie einer Organisation

wirksam und kosteneffizient mit den übrigen Unternehmenszielen

übereinstimmt und gleichzeitig konsistenten Schutz

für alle Unternehmensdaten sowohl On-Premise als auch in der

Cloud bietet.

Gleicher Security-Level

Idealerweise unterhält der Security-Anbieter Partnerschaften

mit allen führenden IaaS-Providern, um die klassische Welt

wie auch die Cloud-Umgebungen mit dem gleichen Security-

Level ausstatten zu können. Eine Cloud-Security-Lösung sollte

Advanced Threat Prevention inklusive Schutz vor Zero-Day-

Attacken ebenso beinhalten wie Access-, Identity- und Authentification-Kontrolle

bieten. Aber auch Themen wie Compliance

Reporting, Connectivity zu unterschiedlichen Cloud-Lösungen

und Orchestration-Tools sind wichtige Gebiete, die adressiert

werden müssen.

Für den Kunden sollte es irrelevant sein, ob er sich in der

bekannten Infrastruktur bewegt, im Cloud-Umfeld oder in hybriden

Umgebungen – was wohl die gängigste Form darstellen

wird. Eine hohes Sicherheitslevel kombiniert mit einem einfachem

Management, wenn möglich im gleichem Tool, mit dem

er die traditionelle Umgebung überwacht, erlaubt es dem Kunden,

die elastische, dynamische und kosteneffiziente Cloud zu

nutzen – ohne Abstriche bei der Security machen zu müssen.

Cloud & Managed Services

63


DOSSIER DATASTORE

So gefährden Insider Threats

die Unternehmenssicherheit

Mit einem Virenschutz ist es bei der IT-Sicherheit nicht getan. Die grösste Sicherheitslücke für

die IT ist heutzutage der Mensch. Für die Einhaltung der Sicherheit ist es ratsam, eine Mischung

aus Vorbeugung, Ritualen und der Aufmerksamkeit gegenüber Veränderungen walten zu lassen.

Ein Mensch besteht heutzutage aus einigen tausend Datenpunkten,

die im Internet verstreut sind. Diese miteinander vereint

geben ein sehr gutes Bild unserer Persönlichkeit ab. Bezahlsysteme,

Wearables, Aktivitäten auf Internetplattformen

gehören genauso dazu wie unsere Geschäftstätigkeiten. Dies

führt dazu, dass die grösste Sicherheitslücke der Unternehmen

der Mensch geworden ist. Eine Grosszahl der entstandenen

Schäden in Firmen geht nicht zulasten von fehlenden Sicherheitsvorkehrungen

auf der technologischen Seite, sondern beziehen

sich auf Unfälle durch persönliche Aktivitäten.

Wo entstehen die Gefahren?

Dabei scheinen die Gefahren auf den ersten Blick harmlos:

∙∙

Threat 1: Mitarbeiter fokussieren sich auf ihre tägliche Arbeitslast.

Dabei fühlen sie sich durch die Firmen-IT gesichert

und sehen ihre eigene Rolle in der Unternehmenssicherheit

oft nicht.

∙∙

Threat 2: Vertrauen in bekannte Absender. Unser Vertrauen

wird bei den meisten «Insider Threat»-Attacken ausgenutzt.

Die Angriffe werden hochgradig individualisiert und arbeiten

mit bekannten Absenderadressen. Einige Angreifer melden

sich sogar per Telefon und weisen auf ihre E-Mails hin,

etwa wenn sie mit einer Rechnungsnummer getarnt sind.

∙∙

Threat 3: Vernetztes Arbeiten. Bei Angriffen auf Unternehmen

ist der Mitarbeiter nur Mittel zum Zweck, je besser dieser

vernetzt ist, egal ob über gute Kontakte oder eine vielseitig

technische Anbindung, desto gefährlicher ist er.

∙∙

Threat 4: Die Familie. Nach dem Feierabend ist noch lange

nicht Schluss mit der Sicherheit. Unsere Devices stehen

oft allen Familienmitgliedern zur Verfügung. Angreifer

machen sich dieses Wissen zunutze und verstecken sich

auch mal auf Kinder-Websites oder hinter Shopping-

Anbietern.

∙∙

Threat 5: Passwörter sind ein nerviger Störfaktor. Gut einprägsam,

nicht zu kompliziert zu schreiben, mit persönlichem

Bezug – so stellt sich der Nutzer sein Passwort vor.

Gerade diese Vorstellung führt dazu, dass in den Hitlisten

weltweit immer noch Passwörter wie «Schalke04» oder

«Sandra» unter den 10 beliebtesten zu finden sind.

SecOps – eine valide Lösung?

Viele Unternehmen versuchen inzwischen den Faktor

«Mensch» – sogenannte Insider Threats – durch ein hohes Mass

Der Autor

Thomas Ruppanner ist Head of Services

& Business Development bei Datastore

an Technologie zu entkräften. Es werden Programme zum vermeintlichen

Schutz installiert, Verbote erstellt und Prozesse

durch Sicherheitsschlaufen erweitert. Dies führt zu Überregulierung

und fehlender Flexibilität der Unternehmen und damit

zu einer Abschwächung ihrer Marktfähigkeit.

Sicherheit kann also nicht mehr rein auf der technologischen

Basis definiert werden. Einflüsse aus der Führung von Mitarbeitern,

der Automatisierung von Prozessen und der Transparenz

innerhalb der Unternehmensstrukturen haben eine bedeutende

Rolle gewonnen.

Dies verlangt bereits von mittelgrossen Unternehmen enorme

Anstrengungen, um ihre Sicherheit aufrechtzuerhalten. Daten

müssen kategorisiert werden, und entsprechend ihrer Einstufung

sollte die Datenhaltung und der Datenfluss angepasst

werden. Dies nicht zuletzt auch, um den zahlreichen rechtlichen

Anforderungen, wie etwa der EU-Datenschutz-Grundverordnung,

zu entsprechen. Ein guter Weg ist es darum, Security in das

operationelle Arbeiten zu integrieren oder sogar als Managed

Service in Erwägung zu ziehen.

Ein guter Weg ist es,

Security in das operationelle

Arbeiten zu integrieren.

Wie vorgehen?

Wie bei der Sicherheit und der Gesundheit eines Menschen, ist

es auch bei der Unternehmenssicherheit ratsam, eine gute Mischung

aus Vorbeugung, gesunden Ritualen, der Aufmerksamkeit

gegenüber Veränderungen und dem Handeln im Ernstfall

anzuwenden. Achten Sie als Unternehmen darauf, dass Sie Ihre

Massnahmen einem kontinuierlichen Anpassungsprozess unterziehen,

dass Sie mit den richtigen Partnerschaften Ihr Wissen

und Ihre Technik stets auf dem neuesten Stand halten und

Ihre Mitarbeiter gut geschult sind.

64 Cloud & Managed Services


«Den Mitarbeitern müssen die Methoden

der Hacker nähergebracht werden»

IT-Sicherheit ist ein Prozess und kein Produkt. Diesen Satz prägte der amerikanische Sicherheitsexperte

Bruce Scheier bereits im Jahr 2000. Was dieser Ansatz für die Sicherheit in der Unternehmens-IT

heutzutage bedeutet, erklärt Tomaso Vasella von Datastore. Interview: Marc Landis

DOSSIER DATASTORE

Wie gefährlich sind Insider Threats für die IT-

Sicherheit in Unternehmen?

Tomaso Vasella: Insider Threats sind aus unserer Sicht aktuell

eines der grössten Sicherheitsrisiken. Verbrecher machen sich

dabei eines der ältesten Prinzipien zunutze: menschliches Versagen.

Wir alle haben jeden Tag «schwache Momente», in denen

wir unbewusst handeln. Wir kennen dies aus dem Strassenverkehr,

wenn wir uns fragen, wie wir gerade von A nach B gekommen

sind. Weil wir so in Gedanken waren, dass wir ganz automatisch

am Steuer sassen. So geht es uns auch im Arbeitsalltag:

Die E-Mail mit der Rechnung im Anhang wird schnell

geöffnet, der Download auf der Website bestätigt oder die benötigten

Informationen werden in das Webformular eingetragen.

Und schon wurde aus einer alltäglichen Handlung ein Sicherheitsvergehen.

Tomaso Vasella,

Senior Consultant,

Datastore

Wie können Unternehmen Insider Threats begegnen?

Das ist eigentlich ganz einfach. Die Mitarbeiter müssen einerseits

geschult werden. Ihnen müssen die Methoden der Hacker

nähergebracht werden. Es wird zukünftig eine Frage der Unternehmenskultur

sein, ob der Mitarbeiter seine Handlungen aktiv

auf die Sicherheit des Unternehmens ausrichtet oder zum Risiko

wird. Andererseits empfehlen wir regelmässige Tests, sodass

die Firmen identifizieren können, wo noch Sicherheitslücken

bestehen. Auch für die Mitarbeiter ist dies sehr hilfreich,

denn eine aktive Erfahrung lässt sich leichter verinnerlichen als

theoretische Belehrungen. Es gibt auch einige sehr gute technologische

Tools, die helfen, Insider Threats rechtzeitig zu identifizieren.

Dabei werden ungewöhnliche Verhaltensweisen im

Datennetzwerk sofort erkannt und die verursachenden Geräte

idealerweise vom restlichen System abgegrenzt oder zumindest

durch das Eingreifen eines Security-Verantwortlichen behoben.

Welche Bedeutung haben Managed Security Services

(MSS) in diesem Zusammenhang?

Gerade in den erwähnten Situationen braucht es dedizierte sowie

kompetente Ressourcen, die allzeit bereit sind, um im Ernstfall

einzugreifen. Für mittelgrosse Unternehmen wäre das, als

müssten sie eine Betriebsfeuerwehr gründen. Ein sehr grosser

Aufwand. Daher arbeiten wir mit Firmen zusammen, die MSS

anbieten. Sie helfen Unternehmen, ihren eigenen Aufwand im

Security-Umfeld zu reduzieren, ohne dabei ein Risiko eingehen

zu müssen.

Wie können SecOps helfen, Insider Threats zu

bekämpfen?

Der weltweit bekannte IT-Security-Experte Bruce Schneier hat

schon im Jahr 2000 gesagt: «Security is a process, not a product.

Products provide some protection.» Wir sehen viel Sicherheitspotenzial

in den Bereichen Führung von Mitarbeitern, Automatisierung

von Prozessen und Transparenz innerhalb der

Unternehmensstrukturen. SecOps bedeutet dabei nichts anderes,

als die Absicherung in das operationelle Arbeiten zu integrieren.

Es ist ein Kulturwandel, den Unternehmen dabei vollziehen.

Wie kann Datastore dabei helfen, Insider Threats

vorzubeugen?

Wir bieten ein ganzes Portfolio an Hilfestellungen. Beginnend

mit den Workshops und Testszenarien die unsere eigenen Sicherheitsexperten

zusammen mit Partnerfirmen erbringen. Dabei

kann dann eine optimierte Sicherheitsstrategie erarbeitet

und die bestehende Security-Umgebung in einen Optimierungsprozess

eingebettet werden. Ausserdem lassen sich bei uns im

Demolab unternehmensnahe Szenarien nachbauen und austesten.

So können Kunden ihre Erfahrungen direkt in das Sicherheits-Set-up

einfliessen lassen.

Cloud & Managed Services

65


DOSSIER ITPOINT

Der IT-Manager wird vom Betreiber

zum digitalen Botschafter

Auf dem Weg hin zu As-a-Service-Ansätzen wandelt sich die IT-Funktion massiv. Die Prioritäten

verschieben sich von der Technologie zu den Geschäftsprozessen. Herkömmliche Aufgaben

werden obsolet, während sich neue bilden. Eine personelle Herausforderung für Unternehmen.

Denn IT ist wichtiger denn je.

Bild: anyaberkut / Stock.com

Dem IT-Management muss ein schwieriger Spagat gelingen: Es

muss die laufenden IT-Services für das Unternehmen solide,

sicher und kostengünstig bereitstellen und zugleich wichtige

IT-Innovationen schnell und dynamisch integrieren können. Viele

Unternehmen haben bereits erkannt, dass der technische

IT-Betrieb nicht zu ihren Kernkompetenzen gehört und Leistungen

gefordert sind, die sich selbst kaum wirtschaftlich erbringen

lassen. Sie lagern an spezialisierte IT-Partner aus und

beziehen Plattform, Software und Betriebsleistungen hochwertig,

günstiger und flexibler zu klar kalkulierbaren Kosten «as-a-

Service».

Mit der Abgabe von «IT-Commodities» entfällt der IT-Abteilung

eine Bürde des herkömmlichen Tagesgeschäfts. Alleine

dies führt bereits zur logischen Konsequenz, dass sich IT-Stellenprofile

verändern oder verlagern, da sich klassische betriebliche

Aufgaben in Luft aufgelöst haben. Hinzu kommt, dass mit

dem As-a-Service-Bezug neue Fähigkeiten gefordert sind – speziell

die Kompetenz, den involvierten Partner zu führen, zu fordern

und dessen Leistung mit den internen Geschäftsprozes-

Der Autor

Remo Fleischli, Head of Sales &

Marketing, ITpoint Systems

sen und Fachabteilungen abzustimmen. Diese Aufgabe kann

nicht ausgelagert werden.

Next-Generation-IT-Manager

Abgesehen von dieser neuen Rolle als Service-Orchestrator

(und ganz unabhängig von der Sourcing-Strategie) wird vom

IT-Manager künftig noch viel mehr verlangt: nämlich die Fähigkeit,

die Organisation als Ganzes zu verstehen und IT-Innovation

im Interesse des Geschäfts zu integrieren. Diese Rolle als

«Business Enabler» ist noch herausfordernder und kann entscheidend

sein für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Denn gerade in der IT liegt viel Potenzial, um Geschäftsprozesse

zu optimieren. Kaum eine andere Abteilung im Unternehmen

ist in der Lage, die Abläufe entlang der gesamten

Wertschöpfungskette so detailliert zu überblicken. Darum

muss es zu den Kernaufgaben des IT-Managements gehören,

Innovation (Automatisierung und Standardisierung, Mobile

Computing, kognitive Intelligenz, Big Data, IoT etc.) mit dem

operativen Geschäft in Einklang zu bringen und damit das Business

zu festigen und voranzutreiben.

Fazit: Der Wegfall betrieblicher Aufgaben in Kombination

mit der Integration von Innovationen führen zwangsläufig zu

einer Neuausrichtung des IT-Fachbereichs. Speziell gefordert

ist die IT-Führung. Der «Next-Generation-IT-Manager» ist ein

digitaler Botschafter, benötigt ein umfassendes, integriertes

Verständnis für das Thema Informationsmanagement, soziale

Kompetenzen und hat im Minimum einen direkten Draht in die

Geschäftsleitung. Wenn er Altbewährtes loslassen kann, erwarten

ihn fordernde und spannende neue Aufgaben. Fraglich

ist, ob er die Voraussetzungen und den Willen hat, um mit

diesen Aufgaben zu wachsen.

Weil IT laufend geschäftskritischer wird und künftig über

Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden kann,

werden IT-Personalentwicklung und -Personalentscheide zu

einem wichtigen Management-Thema.

66 Cloud & Managed Services


« IT-Teams sind oft froh um externe Hilfe »

Managed Services sind in vielen Fällen das Mittel der Wahl, um die Unternehmens-IT sicherer

und effizienter zu machen. Remo Fleischli von ITpoint gibt Auskunft, wie sein Unternehmen

Firmen beim Outsourcing unterstützt. Interview: Marc Landis

DOSSIER ITPOINT

Weshalb glauben Sie, dass ein externer Partner «IT-

Commodities» wirtschaftlicher erbringen kann als

eine interne IT-Abteilung?

Remo Fleischli: Weil ein externer Anbieter Skaleneffekte nutzen

kann. Zum einen gilt das für die IT-Plattform selbst. Sie verlangt

nach einem robusten, sicheren Standort, ist komplex, hat viele

Hardware- und Softwarekomponenten sowie Verfügbarkeits- und

Security-Mechanismen. Es scheint nur logisch, dass eine Infrastruktur,

die von vielen Unternehmen genutzt wird, für ein einzelnes

Unternehmen weit günstiger ist, als eine individuell aufgesetzte

Umgebung. Zum anderen gilt das aber erst recht für

alle betrieblichen Aufgaben im Zusammenhang mit der Plattform

und darauf aufbauender Commodity-Anwendungen. Für die Spezialistenteams

externer IT-Dienstleister bedeuten deren Pflege

und Support normaler Alltag. Interne IT-Teams brauchen tendenziell

länger und sind zusätzlich auf externe Hilfe angewiesen.

Remo Fleischli,

Head of Sales &

Marketing, ITpoint

Systems.

Warum nutzen denn nicht schon alle Unternehmen

Managed Services und Cloud?

Überstürzung ist nicht angebracht. Speziell dann nicht, wenn

eine Auslagerung der Unternehmensdaten auf eine externe

Plattform vorgesehen ist. Das Vertrauen muss gegeben sein,

der Entscheid betriebswirtschaftlich sinnvoll, der Partner optimal

aufgestellt und mit hoher Service-Maturität. Lieber ein vorsichtiges,

schrittweises Vorgehen als mit dem Kopf durch die

Wand. In einigen Fällen ist die Organisation des Unternehmens

noch nicht bereit. Bestehende Prozesse müssen durchdacht

und gut organisiert sein. Es ergibt keinen Sinn, ungelöste Prozessprobleme

auszulagern.

Gibt es Fälle, in denen die interne IT-Abteilung

wirtschaftlicher arbeitet?

Ja, die gibt es. Uns fallen insbesondere in KMUs gelegentlich

wahrhaftige IT-Service-Superhelden auf. Sie sind technologischkonzeptionell

auf hohem Niveau, betreuen flink eine schlanke

IT-Umgebung im Alleingang, kennen die Unternehmensprozesse

und tragen erst noch das Innovations-Gen in sich. In derartigen

Konstellationen drängt sich eine Auslagerung nicht auf. Es

muss jedoch berücksichtigt werden, dass in solchen Fällen viel

von einzelnen Mitarbeitenden abhängt, was wiederum ein grosses

Risiko bedeutet.

Sie sind als Managed-Services-Spezialist «Störfaktor»

für IT-Abteilungen. Wie gehen Sie damit um?

Erfreulicherweise sind wir das selten. Vor allem in kleineren

KMUs sind IT-Verantwortliche oftmals in die Aufgabe hineingerutscht

und froh, sich wieder davon befreien zu können. Andere

IT-Vertreter von Kunden sehen eine tolle Chance darin, Commodities

abzugeben und sich weiterzuentwickeln. Aber es gibt

tatsächlich gelegentliches Konfliktpotenzial. Besonders dann,

wenn IT-Betriebsleute an ihrem Job-Profil hängen und uns durch

unsere Leistungen als Konkurrenten wahrnehmen.

Wie wichtig ist es, dass sich das Management mit

der IT-Transformation beschäftigt?

Sehr wichtig. Dass die eigene IT das Geschäft optimal unterstützt,

liegt letztlich in der Verantwortung des Managements.

Sinnvollerweise ist auch der IT-Manager Teil davon. Es gilt, das

Potenzial von IT für das eigene Unternehmen maximal auszuschöpfen.

Der Unternehmenserfolg kann davon abhängen. Nicht

zuletzt auch, weil möglicherweise unpopuläre personelle Entscheide

gefällt werden müssen, hat sich das Management entsprechend

zu involvieren.

Wie unterstützt das Managed-Services-Modell von

ITpoint die Tranformation?

Unser Modell ist völlig modular aufgebaut. Es stellt einem Unternehmen

genauso viele Betriebs-, Infrastruktur- und Softwareleistungen

bereit, wie das Unternehmen auf der Reise zur idealen

IT benötigt. Ob on-site oder ab einer Cloud-Infrastruktur ist

dabei sekundär. Wir ebnen also den Weg, damit das Ziel letztlich

effizienter erreicht wird.

Cloud & Managed Services

67


DOSSIER INFINIGATE & SOPHOS

Illustration: James Thew / fotolia.com

Mit Synchronized Security in eine

neue IT-Security-Welt

Jahrelang galt für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in puncto IT-Sicherheit die

Maxime «Netzwerk – ein Anbieter und Endpoint – ein Anbieter – das sorgt für optimalen

Schutz». Doch dieses Mantra gilt heutzutage nicht mehr. Der Grund dafür ist die ständige

Weiterentwickelung von Technologien.

Tradition ist gut und notwendig. Das gilt auch für IT-Sicherheitslösungen.

Aber sowohl die Hackerszene und mit ihr die IT-

Sicherheit entwickeln sich weiter. Ohne die Erfahrungen der

letzten Jahrzehnte wären Infrastrukturen bei Weitem nicht so

gut geschützt, wie sie es heute sind. Das alleinige Vertrauen

auf Tradition ist aber eine Sackgasse. Es müssen neue Wege

gefunden werden, modernen Hackerangriffen einen Riegel vorzuschieben

und sich für die Herausforderungen durch immer

weiter auflösende Peripherien sowohl in der Geschäfts- als auch

Alltagswelt zu wappnen.

Es ist heutzutage nicht mehr ausreichend, zwei Produkte

mit einer guten Erkennungsrate zu verbinden, um für ausreichend

Schutz zu sorgen. Die Netzwerkgrenzen werden immer

durchlässiger und die Verantwortlichen für IT-Sicherheit müssen

neue Werkzeuge an die Hand bekommen, um auf die zunehmende

Mobilität der Arbeitswelt reagieren zu können. Drei Eckpfeiler

sorgen für bestmögliche Sicherheit:

1. Sicherheit muss umfassend sein: Eine Lösung muss alle

Funktionen beinhalten, die notwendig sind, um die Sicherheitsanforderungen

gänzlich zu erfüllen – egal ob Netzwerk,

Server oder Nutzer.

2. Sicherheit muss einfach zu managen sein: Diese Einfachheit

darf sich nicht auf einzelne Bereiche beschränken,

sondern muss sich auf alle Aspekte der Lösung erstrecken,

unter anderem auf die Bereitstellung, Verwaltung, Lizenzierung,

den Support und die Bedienung.

3. Sicherheit ist effektiver im Teamplay: Wenn Technologiekomponenten

kommunizieren und kooperieren, anstatt isoliert

voneinander zu agieren, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten.

Die Autoren

Nadine Fischer,

Product Marketing

Manager bei Infinigate;

Andrej Massaro, Country

Manager bei Sophos

Effektive IT-Sicherheitssysteme müssen miteinander

kommunizieren

Während bislang mit den traditionellen Herangehensweisen

Hacker meist ausreichend in die Schranken gewiesen werden

konnten, hat sich auch die Cyberkriminalität weiterentwickelt

und ist sehr viel versatiler geworden. Genau diese Flexibilität

macht den traditionellen Sicherheitssystemen zu schaffen, da

ihnen die Schwarmintelligenz fehlt. Sämtliche Funktionen für

sich gesehen funktionieren einwandfrei, aber entscheidend ist

heute, dass all diese Systeme intelligent miteinander verknüpft

sind und miteinander kommunizieren. Nur so lassen sich die

Lücken zwischen den Lösungen schliessen und die immer ausgeklügelteren

Attacken erfolgreich abblocken.

Synchronisierte Sicherheit beinhaltet einen sicheren Kommunikationskanal

zwischen Endpoint- und Netzwerk-Sicherheitslösungen.

Erkennt die Firewall schädlichen Datenverkehr, benachrichtigt

sie umgehend den Endpoint-Agenten. Dieser reagiert

dynamisch, identifiziert und hinterfragt den verdächtigen

Prozess. In vielen Fällen kann er den Vorgang automatisch beenden

und die restlichen infizierten Komponenten entfernen.

Auf diese Weise werden IT-Abteilungen entlastet und können

gleichzeitig einen besseren Schutz von Daten garantieren.

68 Cloud & Managed Services


«Antivirus, Firewall oder Verschlüsselung

reichen nicht mehr aus»

Die Bedrohungen der Unternehmens-IT sind in den vergangenen Jahren vielfältiger geworden.

Der reine Perimeter-Schutz ist überholt. IT-Security-Experten sprechen von «Synchronisierter

Sicherheit», die für bestmöglichen Schutz der Unternehmens-IT sorgen soll. Andrej Massaro von

Sophos gibt Auskunft. Interview: Marc Landis

DOSSIER INFINIGATE & SOPHOS

Worauf müssen Unternehmen achten, um ihre IT

sicher zu machen?

Andrej Massaro: Wir stehen in Sachen IT-Sicherheit zurzeit an

einem Scheideweg. Die Welt der Cyberkriminalität hat sich in den

letzten Jahren sehr schnell weiterentwickelt und ist extrem professionell

geworden. Wir sehen uns heute mit Strukturen konfrontiert,

die komplette Malwareattacken inklusive umfangreichem

Serviceangebot wie Erfolgsgarantie oder Support bereitstellen.

Wenn das nötige Geld zur Verfügung steht, kann heute

also jeder ausgeklügelte Cyberattacken fahren. Und der Anreiz

dafür ist so hoch wie nie: Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts.

Und die Zugriffsmöglichkeiten auf eben jene Daten werden

durch unsere mobile Arbeitswelt, die alle Netzwerkperipherien

mehr und mehr auflöst, immer vielfältiger. Vom Internet of Things

noch gar nicht gesprochen. Deshalb ist es heute unabdingbar,

eine ganzheitliche Strategie zu fahren, die im Idealfall zentral

gesteuert wird – vom Laptop über Handys bis zum Server. Das

sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern ist auch wirtschaftlich

gesehen ein echter Pluspunkt.

Wie muss die IT-Security-Strategie aussehen, damit

Kosten nicht aus dem Ruder laufen und Usability beziehungsweise

Performance erhalten bleiben?

In den letzten Jahren ist die Zahl der IT-Security-Lösungen stark

gewachsen, um der Vielfalt der Bedrohungsszenarien zu begegnen

und alle Plattformen wie Server, Netze, PCs, Laptops, mobile

Endgeräte und Dienste wie Internet, Cloud, E-Mail und Mobility

zu schützen. Unternehmen nutzen hierfür sowohl klassische als

auch Next-Generation-Lösungen, um einen möglichst hohen

Schutz zu erreichen. Das Problem: Antivirus, Firewall oder Verschlüsselung

für sich genommen sind so schlagkräftig wie eh und

je. Allerdings reicht das für unser neues Bedrohungszeitalter nicht

mehr aus. Die Lösungen müssen miteinander kommunizieren,

eine intelligente Abstimmung finden, um die grösstmögliche

Durchschlagskraft zu erzielen. Die Marktforscher von IDC beschreiben

das Schlüsselmerkmal künftiger Security-Konzepte wie

folgt: Bis 2020 wird der klassische Perimeterschutz immer stärker

durch Unified Security Management, das heisst synchronisierte,

symbiotische und integrierte Ansätze, modifiziert und ersetzt.

Wie funktioniert «synchronisierte Sicherheit»

konkret?

Andrej Massaro,

Country Manager,

Sophos.

Synchronisierte Sicherheit beinhaltet einen sicheren Kommunikationskanal

zwischen Endpoint- und Netzwerk-Sicherheitslösungen.

Erkennt die Firewall schädlichen Datenverkehr, benachrichtigt

sie umgehend den Endpoint-Agenten. Dieser reagiert dynamisch,

identifiziert und hinterfragt den verdächtigen Prozess. In

vielen Fällen kann er den Vorgang automatisch beenden und die

restlichen infizierten Komponenten entfernen. Im Gegenzug berichten

die Endpunkte ihren aktuellen Sicherheitsstatus in regelmässigen

Abständen an die Firewall. Ist dieser beeinträchtigt –

wie im Falle einer Laufzeiterkennung vor der Überprüfung – wird

die Firewall eine entsprechende Policy zur Isolation des Endpunkts

umsetzen. Auf diese Weise werden IT-Abteilungen entlastet

und können gleichzeitig einen besseren Schutz von Daten

garantieren.

Die Sicherheitslösung, die Sie mit Sophos Central anbieten,

soll als «sicherer Kommunikationskanal zwischen

Endpoint- und Netzwerk-Sicherheitslösungen»

fungieren. Wie muss man sich das vorstellen?

Sophos Central ist eher die zentrale Schaltzentrale, in der alle

Informationen zusammenlaufen. Die Kommunikation erfolgt über

den sogenannten Sophos Heartbeat. Dabei handelt es sich um

eine sichere Kommunikationsverbindung zwischen Sophos-Produkten,

über die Bedrohungs-, Integritäts- und Sicherheitsinformationen

ausgetauscht und im Falle von Kompromittierungen

automatische Reaktionsmassnahmen eingeleitet werden können.

Dutzende Technologien arbeiten auf koordinierte Weise zusammen,

um bestmöglichen Schutz vor koordinierten Angriffen zu

bieten. Synchronized Security reduziert den Zeitaufwand für Bedrohungserkennung,

Schutz und Reaktion von Stunden, Tagen

oder sogar Wochen auf Sekunden.

Cloud & Managed Services

69


OPERATIONS

Die digitale Transformation mit applikationsbasierten

Cloud-Strategien meistern

Neue Technologien wirken sich in noch nie dagewesenem Ausmass auf Unternehmen und die

Gesellschaft aus. Firmen müssen agil und anpassungsfähig sein, um wettbewerbsfähig zu

bleiben. Die digitale Transformation ist für Unternehmen vor diesem Hintergrund unabdingbar.

Für ein erfolgreiches Gelingen sollten Firmen vor allem ihre Cloud-Strategie richtig planen

und sich mit aktuellen Themen wie Cloud Portability auseinandersetzen.

Technologische Neuerungen wie das Aufkommen des Internet

of Things haben einen unbestreitbar grossen Einfluss auf Unternehmen.

Sie schaffen nicht nur die Basis für neuartige Businessmodelle,

sondern haben in der Vergangenheit auch oftmals

zu grossen geschäftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen

geführt. Dieses Phänomen nennen wir bei Atos «Digital Shockwaves».

Die Auswirkungen solcher «Digital Shockwaves» haben

sich vor allem im Bereich der Konsumgüter und Dienstleistungen

im B2C gezeigt. Beispiele finden sich im Bereich Taxidienstleistungen,

Hotellerie und Onlinehandel. So haben sich Unternehmen

wie Uber, booking.com oder Amazon den technologischen

Fortschritt zunutze gemacht und ihre Geschäftsmodelle

darauf aufgebaut.

Der Autor

Wilfried Pichler ist VP Engineering &

Service Offerings Infrastructure & Data

Management CEE bei Atos

Doch die «Digital Shockwaves» machen auch vor dem Businessto-Business-Sektor

nicht halt. Es ist zu erwarten, dass der technologische

Wandel eine Quelle für neue, spannende Geschäftsmöglichkeiten

ist und somit weitere Veränderungen nach sich

ziehen wird.

«Digital Shockwaves» als Chance

Die «Digital Shockwaves» wirken sich also nicht nur auf Geschäftsmodelle,

sondern vor allem auch auf Organisationsstrukturen,

operative Prozesse, auf die Zusammenarbeit und auf

Finanzmodelle aus. Deshalb ist es für jedes Unternehmen unabdingbar,

die digitale Transformation anzutreten, um kompetitiv

bleiben zu können. Es ist dabei für Unternehmen wichtig,

über eine gut funktionierende IT-Infrastruktur und -Plattform zu

verfügen, die zu den Bedürfnissen und Zielen der jeweiligen

Organisation passen.

Atos verfügt über langjährige und umfassende Expertise in

der Gestaltung von Cloud-Architekturen und kennt deshalb deren

hohe Wichtigkeit bei der digitalen Transformation von Unternehmen.

Die Cloud ist im digitalen Wandel zentral, weil man

als Organisation mit seiner IT-Infrastruktur für verschiedenste

Szenarien gewappnet sein muss, die im schnellen Marktumfeld

oft schwer vorhersehbar sind. Dabei kann die Cloud durch ihre

Skalierbarkeit Abhilfe schaffen. Sprich, man kann sich bei Bedarf

jederzeit und sehr effizient Zugang zu mehr Leistung, Tools

und Know-how verschaffen.

Bild: Jirsak / iStock.com

Der Weg in die Cloud: Multi-Cloud- vs. Hybrid-

Cloud-Strategien

Wenn sie den Weg in die Cloud antreten, ist es für Unternehmen

wichtig, sich als Erstes eine Strategie zurechtzulegen, die zu

ihrem Geschäftsmodell und ihren damit einhergehenden Geschäftsapplikationen

passt. Dabei sollten unter anderem die

folgenden Fragen beantwortet werden: Welche Anwendungen

70 Cloud & Managed Services


sind für unsere Geschäftstätigkeiten zentral? Welche Anforderungen

stellen diese Applikationen an die Cloud? Welcher

Cloud-Provider kann meine Virtualisierungstechnologie am optimalsten

unterstützen? Welche Teile unseres Geschäftsmodells

müssen schnell skalierbar sein? Die Cloud-Strategie und

die entsprechende Umsetzung müssen ganzheitlich betrachtet

werden, sodass für das Unternehmen die bestmögliche Lösung

erzielt werden kann.

Doch gerade die hohe Komplexität der Cloud innerhalb der

IT-Struktur der Organisationen kann schnell einschüchtern. Wie

soll sich ein Unternehmen für die richtige Cloud-Strategie entscheiden?

Wichtig ist es dabei zuerst

einmal, den Unterschied zwischen

Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Strategien

zu kennen.

Eine Multi-Cloud-Umgebung setzt

sich aus mehreren verschiedenen

Cloud-Lösungen zusammen, die je

nach Anforderung genutzt werden. Bei

Hybrid-Cloud-Umgebungen jedoch sind

die unterschiedlichen Clouds integriert,

das heisst, es können Applikationen und Work loads cloudübergreifend

verschoben werden. Für Unternehmen stellt sich

also als Erstes die Frage, in welchem Umfang und für welche

Workloads sie ihre Cloud-Umgebung nutzen wollen, sodass sie

sich für Multi-Cloud oder Hybrid-Cloud entscheiden können.

Es hat sich gezeigt, dass vor allem die Mobilität und die

schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Anforderungen, welche

die Cloud bietet, für die Unternehmen relevant ist, um die vom

Markt geforderte Flexibilität und Dynamik zu erreichen. Als Unternehmen

ist man also auf der sicheren Seite, wenn man sich

nicht nur auf einen Anbieter verlässt – unabhängig davon, ob

man sich für eine Hybrid- oder eine Multi-Cloud-Strategie entschieden

hat. Dies ermöglicht es Unternehmen, je nach ihren

Bedürfnissen und den Anforderungen ihrer geschäftsrelevanten

Applikationen die ideale Lösung zu ermitteln und einzusetzen

und sich dabei nicht nur auf die jeweils angebotenen Leistungen

eines einzelnen Anbieters zu verlassen.

Cloud Portability sorgt für eine

höhere Flexibilität

Das erfordert dann aber natürlich, dass Unternehmen für verschiedene

Anwendungen zwischen den einzelnen Clouds hin und

her wechseln können. Diese Fähigkeit, Workloads und Daten

sehr zeitnah von einer Cloud-Umgebung in eine andere zu verschieben,

wird Cloud Portability genannt. Das heisst, die Cloud

Portability stellt die Migration zwischen zwei oder mehreren

Cloud-Anbietern oder einer Public und einer Private Cloud sicher.

Workload-Mobility-Technologien sind in Unternehmen meist

auf bestimmte Standorte (eine Region oder ein Rechenzen trum)

Das wichtigste Element für

die erfolgreiche Cloud

Portability ist ein umfassender

Überblick über die

Technologielandschaft.

beschränkt und werden häufig verwendet, um High Availability

Load Balancing und Resource Load Balancing bereitzustellen.

Zwar besteht die Möglichkeit, Daten über grössere Distanzen

auszutauschen, dies geht aber oft mit spezifischen Anforderungen

an die Infrastruktur auf beiden Seiten der Transaktionen

einher. Das bedeutet, dass der Fokus für die IT-Architektur oft

mehr auf der Infrastruktur als auf der eigentlichen Arbeitslast

liegt. Dabei ist gerade die Portability auf dem Workload-Level

für Unternehmen relevant, da Firmen dadurch weniger von ihrer

eigenen Hardware und Infrastruktur abhängig sind und gleichzeitig

ihre Flexibilität steigern können.

Cloud Portability ermöglicht Unternehmen für ihre geschäftsrelevanten

Anwendungen eine maximale Flexibilität. Diese Flexibilität

können Unternehmen dann wiederum auch für ihre

Kunden gewährleisten, sie hat also auch einen wesentlichen

Einfluss auf den Geschäftserfolg eines

Unternehmens. Portability beziehungsweise

deren technische Grundlagen

müssen in die strategische Planung

miteinfliessen, sie muss als Teil der

Lösung angeschaut und gestaltet

werden.

Natürlich gibt es für Unternehmen

auch immer die Option, sich ihre eigene

Cloud-Umgebung Schritt für Schritt

zusammenzustellen. So kann beispielweise von einer Private

Cloud als Basis für eine spätere Hybrid-Cloud-Umgebung ausgegangen

werden. Der Atos-Standard – die Atos Digital Private

Cloud – bietet zum Beispiel schon von Grund auf Hybrid-Cloud-

Integrationsmöglichkeiten, inklusive der Möglichkeit zur Service-Orchestrierung.

Das wichtigste Element für die erfolgreiche Cloud Portability

ist jedoch ein umfassender Überblick über die Technologielandschaft.

Nur dadurch können alle möglichen Tools und Lösungen

in Betracht gezogen werden, die für ein Unternehmen

und ihre IT-Architektur zielführend sein könnten.

Ein externer Partner mit Verständnis für die

strukturelle Vielfalt

Die IT-Umgebungen von Unternehmen beherbergen eine grosse

Vielfalt an verschiedenen Architekturen, in denen die geschäftsrelevanten

Anwendungen und Dienste zu finden sind. Um die

Herausforderung der Cloud Portability zu bewältigen, sollte man

als Unternehmen ein sehr gutes Verständnis dieser strukturellen

Vielfalt gewinnen. Nur so kann entschieden werden, welche

Cloud-Umgebungen für ein Unternehmen und seine Anwendungen

die richtigen sind, um so die Anforderungen der Organisation

und ihrer Prozesse an die IT-Infrastruktur erfüllen zu

können.

Auch hier lohnt es sich für Unternehmen, schon bei der

Planung und Ausarbeitung der Strategie einen externen Partner,

wie zum Beispiel Atos Consulting, mit dem nötigen Expertenwissen

hinzuzuziehen, um eine applikationsbasierte und auf die

Firma zugeschnittene Lösung zu entwickeln. Denn nur mit einer

Cloud-Strategie, welche die zentralen IT-Anwendungen einer

Firma in den Fokus stellt und auf diesen aufbaut, kann ein

Unternehmen in der Zeit, in der technologische Neuerungen fast

an der Tagesordnung sind, langfristig erfolgreich sein.

OPERATIONS

Cloud & Managed Services

71


ADVERTORIAL

Wie IT-Sicherheit die

Gesamtbetriebskosten senkt

IT-Sicherheit kostet. Das ist aber nur die halbe Wahrheit: Denn mit dem richtigen

IT-Sicherheitskonzept lassen sich auch die Gesamtbetriebskosten massiv senken – und die

Flexibilität gleichzeitig erhöhen.

Prewen Data Shield

Data-Encryption

for Infrastructure,

IaaS & PasS

API Web API JDBC

Centralized

Management

Data Formats

Key-Management

Processes & Workflows

Cloud Threat Prevention

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Cloud Access Control

Shadow-IT Analyzer

Logging

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Applications

Prewen Data Shield, für den datenzentrischen,

universellen Schutz von Daten.

Unternehmen haben heute die Wahl, wo sie

ihre IT betreiben. Insbesondere die Angebote

der Cloud-Hyperscaler sind enorm attraktiv

und bieten hinsichtlich Kosten, Flexibilität und

Funktionalität grosse Vorteile gegenüber einem

Betrieb «On-Premise».

Abgeschreckt wurden Unternehmen beim

IT-Sourcing allerdings durch Sicherheitsbedenken

und Datenschutzgesetze. Und dies

nicht zu Unrecht: Die Daten in den Datenbanken,

Anwendungen und Cloud-Applikationen

sind praktisch immer im Klartext gespeichert.

Das birgt diverse Risiken: Mitarbeiter des

Anbieters könnten Zugriff auf die Daten erlangen.

Oder die Infrastruktur des Anbieters

könnte kompromittiert und die Daten missbraucht

werden. Denkbar sind viele Szenarien

– und die Wahrscheinlichkeit ist gross,

dass Unternehmen nicht über den Missbrauch

ihrer Daten informiert werden. Selbst

der Anbieter bekommt unter Umständen

nichts davon mit, oder vielleicht viel zu spät.

Gewaltentrennung mit

Prewen Data Shield

Die Lösung des Problems ist ebenso offensichtlich

wie das viel beschworene Ei des

Kolumbus: Die Daten sind mit im Kern und

durchgängig zu schützen, unabhängig vom

Serviceprovider, der Cloud-Applikation und

den verwendeten Systemen. Und zwar so,

dass die Form und Struktur der Informationen

erhalten bleibt.

Mit dem Prewen Data Shield wird eine

Gewaltentrennung umgesetzt: Zwischen den

IT-Services, die ein Unternehmen bezieht und

dem Recht, die realen Daten zu sehen. Die

sensitiven Daten werden mithilfe von speziellen

Verschlüsselungs-Algorithmen pseudonymisiert.

Die Daten werden fortan nicht

mehr im Klartext gespeichert, sondern in

verschlüsselter Form. Die Struktur und Logik

zwischen den Daten bleibt jedoch bestehen.

Obwohl die Daten für Dritte nun nutzlos sind,

funktionieren die Applikationen wie bisher.

Für die Personen, die mit den Applikationen

arbeiten, geschieht das völlig transparent.

Das funktioniert in der eigenen IT, bei

allen Infrastruktur- und Plattformanbietern,

aber auch bei der Mehrheit der Cloud-Applikationen.

Mit dem Prewen Data Shield erreichen

Unternehmen eine massive Reduktion der

Risiken bezüglich Datenmissbrauch, gleichzeitig

lassen sich Kosten senken und die Flexibilität

erhöhen: Denn Unternehmen können

den Betrieb der Applikationen und Datenhaltung

dorthin verlegen, wo er am effizientesten

und effektivsten erbracht werden kann.

Sie werden völlig unabhängig von Infrastruktur,

Datenbank und Cloud-Anbieter. Jegliche

Attacke auf die Datenbank und Infrastruktur

ist sinnlos, hingegen haben legitimierte Personen,

welche die Klartext-Daten für ihre

Arbeit benötigen, immer Zugriff auf die korrekten

Informationen.

Inkrementelles Vorgehen

Die Umsetzung geschieht stufenweise: Zu

starten ist dort, wo das grösste Risiko besteht

– und von da weitet man aus. Sicherheit

wird immer wichtiger – das sollte nicht nur

für den Hüllenschutz, die sogenannte Perimeter-Sicherheit,

sondern immer mehr für die

Dateninhalte zum festen Prinzip werden.

Je schneller und konsequenter das Prewen

Data Shield umgesetzt wird, desto flexibler

werden Unternehmen beim IT-Sourcing –

und desto schneller können sie Kosten senken

durch die unbedenkliche Wahl der richtigen

Sourcing-Partner für die verschiedenen

Bedürfnisse.

PREWEN AG

Hardturmstrasse 82

CH-8005 Zürich

+41 43 818 29 29

info@prewen.ch

www.prewen.ch


Green.ch lanciert RZ-as-a-Service

mur. Green.ch bietet einen neuen Infrastructure-as-a-Service

aus seinen Rechenzentren in Lupfig und Zürich an: Unternehmen

können beim Provider neu dynamisch Rechenleistung, Arbeitsund

Datenspeicher, Datenbanken sowie Netzwerk- und Firewall-

Funktionen beziehen. Green.ch vermarktet das Produkt als «Virtual

Datacenter» in der Cloud und verrechnet es auf Tagesbasis.

Das Angebot soll sich besonders für zeitlich befristete Projekte

oder Applikationen mit dynamischer Auslastung eignen.

Es basiert auf der Hyper-V-Technologie und dem Windows Azure

Pack. Microsofts Software-Sammlung lässt sich laut Hersteller

einfach in Windows Server, System Center und SQL

Server integrieren.

Auch als Service: Rechenzentrum von Green.ch.

XAAS

Rechenzentrum nach Tier-IV-Standard

Das Hauptrechenzentrum in Lupfig entspricht dem Tier-IV-Standard,

der höchsten Qualitätsstufe des Uptime Institute. Es

macht unter anderem Vorgaben zur Elektro- und Klimaversorgung

sowie zur Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

Laut Green.ch ist das Rechenzentrum über fünf Sicherheitsperimeter

vor unbefugten Zutritten geschützt. Es werde rund

um die Uhr überwacht und verfüge über redundante Anlagen für

Klimatisierung und Stromversorgung. Alle Daten würden in der

Schweiz gesichert und die hiesigen Datenschutzbestimmungen

eingehalten, heisst es in einer Mitteilung

Administratoren sollen IT-Umgebungen im laufenden Betrieb

verschieben können. Laut Green.ch ist es auch möglich, Linuxoder

durch den Kunden lizenzierte Betriebssysteme zu nutzen.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_48702

Sunrise erweitert

Angebot mit UCaaS

Dswiss knackt

1-Million-Marke

sma. Sunrise hat sein Managed-Service-Angebot erweitert.

Mit «Unified Communication & Collaboration-as-a-Service»

(UCaaS) will der Telko die Kommunikation von Unternehmen

effizienter und einfacher machen, wie Sunrise in einer Mitteilung

schreibt.

«UCaaS vereinigt Festnetz- und Mobiltelefonie, E-Mail, Instant

Messaging, Videokonferenzen, Dokumenten- und Desktop-

Sharing auf einer Plattform», erläutert Robert Wigger, Chief

Business Officer von Sunrise, das neue Angebot.

Flexible Anpassung

UCaaS helfe jenen Unternehmen, die UC&C-Lösungen nicht

selbst einführen und unterhalten wollen. Durch die Lösung könnten

Kunden grössere Investitionen vermeiden, heisst es weiter.

Sunrise passe das Angebot flexibel an die Ansprüche des jeweiligen

Geschäftskunden an. Es fielen lediglich Kosten für Services

an, die der Kunde tatsächlich verwende.

tsc. Das Zürcher Start-up Dswiss hat mit seinem Cloud-Speicher-Dienst

Securesafe im Juli 2017 die Grenze von einer Mil lion

Nutzern überschritten. Das Unternehmen bietet mit Securesafe

einen Verschlüsselungsdienst in verschiedenen Schweizer Datacentern

an.

Das Cloud-Angebot findet hauptsächlich in der Schweiz, in

Deutschland und den USA Anklang, wie es in der Medienmitteilung

heisst.

«Unsere Kunden schätzen einerseits die Sicherheitsstandards,

andererseits setzen sie auf die stetig wachsenden Einsatzmöglichkeiten

des Securesafes», lässt sich Tobias Christen,

CEO bei Dswiss, in einer Mitteilung zitieren.

Insbesondere stechen die neuen App-Funktionen hervor: der

Dokumentenscanner, die Passwortkategorien und die PDF-Notiz-Funktion.

Nutzer können mit dem Dokumenten-Scanner etwa

Dokumente mit der Smartphone-Kamera einscannen und direkt

in der Cloud hinterlegen.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67761

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_51302

Cloud & Managed Services

73


SAP lanciert Hybris-as-a-Service

XAAS

jor. SAP hat seine Plattform Hybris-as-a-Service («YaaS») in

der Schweiz veröffentlicht. Schweizer Firmen sollen mit der

Lösung die Möglichkeit erhalten, grosse, in sich geschlossene

Anwendungssysteme in die Cloud zu verlagern, wie SAP mitteilt.

Die YaaS-Umgebung bietet laut SAP ein Framework mit Microservices

und Software-as-a-Service-Anwendungen. Unternehmen

könnten mit der Plattform ihre vorhandenen Lösungen

ausbauen und optimieren. Sie sollen mit der Umgebung auch

Microservices finden, nutzen, abonnieren und verwalten können.

Diese Microservices decken in erster Linie die Bereiche

Handel, Marketing, Rechnungswesen und Verkauf ab.

Microservices für die API-Wirtschaft

SAP konzipierte die Umgebung als offene, erweiterbare Plattform.

Entwickler könnten mit dem Angebot sowohl Programmierschnittstellen

für Anwendungen (APIs) erstellen und veröffentlichen

als auch Microservices entwickeln. Diese liessen

sich über standardisierte APIs bereitstellen und verwalten.

Ausserdem sollen Nutzer mit der Plattform auch Services von

unterschiedlichen Anbietern zu Paketen bündeln können.

Bild: Alex Tihonov / Fotolia.com

Einfachere SAP-Entwicklung

Mit Microservices lassen sich gemäss SAP Anwendungen einfacher

entwickeln, skalieren und pflegen. Sie bestehen aus

kleinen, unabhängigen Prozessen, die untereinander über APIs

kommunizieren. Ihr Vorteil gegenüber einer serviceorientierten

Architektur besteht darin, dass Microservices unabhängig voneinander

verteilt und entwickelt werden können. Entwicklungsprozesse

erfordern auf diese Weise weniger Kommunikationsund

Koordinationsaufwand, verspricht SAP.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_29045

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Cloud-Netzwerkmanagement –

einfach, sicher, skalierbar

Hardware wird zur Nebensache. Alles Wichtige geschieht in der Cloud.

Ihre Vorteile:

1. Vereinfachtes Netzwerk-Management. Überwachen

Sie all Ihre Netzwerke von einem Interface aus.

2. Zentrale Administration. Schonen Sie Ihre zeitlichen

und finanziellen Ressourcen.

3. Klares Lizenzmodell. Erwerben Sie die Nebula-

Gratisversion oder das Professional Pack.

4. Einfaches Set-up. Scannen Sie Geräte ein, und

verwalten Sie sie im Nebula Control Center.

5. Kostengünstiger Einstieg mit attraktiven Produkten.

Steigen Sie jetzt ein:

74 Cloud & Managed Services

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Bild: ipopba / iStock.com

XAAS

Dell und VMware bauen gemeinsam

PC-as-a-Service-Angebot aus

Dell hat die Standardfeatures seines PC-as-a-Service-Angebots erweitert. Zudem integrierten

Dell und VMware gemeinsam Airwatch in die Dell Client Command Suite. Autor: Coen Kaat

Dell hat das Standardangebot seiner Dienstleistung PC-as-a-

Service (PCaaS) ergänzt. PCaaS vereint Hardware, Software und

diese sicher sind und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg

verwaltet werden», sagt Patrick Weinmann, Field Marketing Ma-

Lifecycle-Management in einer Lösung zu einem monatlichen

Komplettpreis pro Arbeitsplatz.

Zu den Standardfeatures zählt neu

nager, Dell EMC Schweiz. «Flexibilität beim Einkauf, dem Management

und der verantwortungsvollen

Entsorgung von PCs sind weitere

etwa der «PCaaS Services Delivery

Manager», wie das Unternehmen mitteilt.

Das Verwaltungstool stehe den

Kunden von der ersten Planung bis

zum Ende des Lebenszyklus zur Verfügung

und koordiniere die Abstimmung

mit den Dell-Verantwortlichen.

« Mit PCaaS bieten wir

Flexibilität bei Einkauf,

Management und Entsorgung. »

Patrick Weinmann, Dell EMC Schweiz

Schlüsselfaktoren. Mit PCaaS

bieten wir genau das an.»

Dell und VMware packen

zusammen an

Dell hat auch eine Neuigkeit für Unternehmen,

die ihre PCs selbst bereitstellen

Der Hersteller passte zudem das Finanzierungsmodell der

Dienstleistung an. So will Dell seinen Kunden mehr Flexibilität

bieten. Neu könnten Kunden bei Laufzeitmodellen mit 36 oder

48 Monaten die Anzahl der Systeme sowie die Upgrades von

PCs jeweils in der Mitte der Laufzeit um 5, 10 oder 15 Prozent

aufwärts oder abwärts anpassen.

und verwalten wollen. Für diese Unternehmen bietet

Dell neu eine Windows-10-Provisionierung mit Airwatch von

Vmware. Damit stehen den Kunden laut Mitteilung zahlreiche

Selfservices zur Verfügung. Diese würden den Kunden etwa

einen Einblick in den Status eines Geräts während der Konfiguration

bieten und es ermöglichen, freigegebene Apps herunterzuladen

und Passwörter zurückzusetzen.

Dell nimmt Geräte auch wieder zurück

Ebenfalls neu ein Standard-Feature sind die sogenannten Lifecycle-Komplett-Services.

Am Ende der Vertragslaufzeiten nimmt

Dell die Geräte wieder zurück. Unternehmen könnten ihre abgelaufene

Ausstattung einfach an die Dell Financial Services zurückgeben

und sämtliche Daten bei sich vor Ort von Dell löschen

lassen. Das Softwareangebot umfasse neu die Dell

Endpoint Security Suite Enterprise, VMware Airwatch und Absolute

Data and Device Security.

Zudem integrierte Dell Airwatch in die Dell Client Command

Suite. «Durch die gemeinsam mit VMware entwickelte Integration

lässt sich nun neben dem Betriebssystem auch die Firmware

jeglicher Endgeräte mit einer einzigen Konsole verwalten»,

sagt Weinmann. «Die IT-Abteilung kann den Energieverbrauch

für Zeiten mit geringen bis zu Spitzenlasten optimieren, Ausfallzeiten

und Datenverlust dank Informationen über die Zustände

von Akkus und Systemen minimieren und per Remote-Zugriff

die Bios-Einstellungen für eine erhöhte Sicherheit anpassen.»

«Smarte und flexible Lösungen sind das A und O für IT-Abteilungen,

um zu gewährleisten, dass die Mitarbeitenden im

Unternehmen mit den nötigen Systemen ausgestattet sind,

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67120

Cloud & Managed Services

75


ADVERTORIAL

« Wir haben alle IT-Aufgaben

ausgelagert »

Die Koller + Morger AG bezieht seit Kurzem ihre komplette Telefonie und IT-Infrastruktur aus

der Cloud. Das Bedürfnis nach Effizienzsteigerung hat den Entscheid ausgelöst. Selbst

darum kümmern muss sich CEO Martin Sturzeneger jedoch nicht – Bereitstellung, Wartung und

Betrieb übernimmt für ihn Swisscom. Der Schlüssel dazu lautet: Managed IT.

Die Koller + Morger AG ist eine blechverarbeitende

Firma. Im Auftrag von Kunden werden

Bleche zugeschnitten, abgekantet, gestanzt

oder je nachdem auch Schlosser arbeiten

durchgeführt. Der Bedarf nach Effizienzsteigerung

hat das Unternehmen gezwungen,

sich nach neuen Lösungen umzusehen.

Neben der Zusammenführung der drei

Standorte und der gleichzeitigen IT-Integration

des Schwesterunternehmens Gigatherm

AG hat sich Martin Sturzenegger, CEO

der Koller + Morger AG, auch dazu entschieden,

die gesamte digitale Kommunikation

und die Netzwerke seines Unternehmens auf

einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Konzentration aufs Kerngeschäft

Das Ziel bestand darin, möglichst viele Aufgaben

der IT abzugeben. «Statt uns um die

IP-Telefonie, die Cloud-Organisation, die IT-

Sicherheit und den Unterhalt der PCs selbst

zu kümmern, wollten wir all diese Aufgaben

auslagern», sagt Sturzenegger. Die Wahl fiel

auf eine modulare Gesamtlösung für Telefonie

und IT von Swisscom und dem Swisscom

Partner Inconet.

Bei dieser Art des Angebots kümmert

sich der Anbieter von A bis Z um die die komplette

Lösung. Ausser der Festnetz- und

Mobiltelefonie gehört auch die Betreuung

zweier Server, eines Back-up-Servers, die

Cloud-Packages für 30 User sowie der Support

für ebenso viele PCs mit entsprechenden

Office-365-Lizenzen zum Package. Auch

um die fünf Drucker im Betrieb muss sich

Sturzenegger nicht mehr selbst kümmern.

Mit der Auslagerung der kompletten Telefonie

und IT-Infrastruktur an Swisscom kann

sich das blechverarbeitende Unternehmen

nun voll auf seine Kernaufgaben konzentrieren.

Effizienter arbeiten und Kosten sparen

Für das Gesamtpaket fällt ein monatlicher

Fixpreis an. Entsprechend hat Sturzenegger

die Kosten für seine Telefonie- und IT-Lösung

stets im Griff. Dadurch, dass alle Services von

einem einzigen Anbieter bezogen werden,

wissen die Mitarbeitenden stets, an wen sie

sich wenden können. Der Helpdesk ist jederzeit

erreichbar und bietet unlimitierten Remote-Support.

Jeglicher Vor-Ort-Support wird

speditiv und kundennah durch den Partner

Inconet als persönlichen IT-Verantwortlichen

erledigt und gehört zum Paket.

Die Steuerung sowie die Verwaltung der

Hochregallager läuft neu über die Server von

Swisscom. Und alle Daten des Unternehmens

sind in Rechenzentren in der Schweiz gespeichert.

Die Anbindung läuft dabei nicht etwa

über das öffentliche Internet, sondern über

das firmeneigene Netzwerk. Das sorgt für

zusätzliche Sicherheit und Verfügbarkeit im

Betrieb. «Unsere Erfahrungen zeigen, dass

wir mit der neuen Cloud-Lösung nicht nur

effizienter zusammenarbeiten, sondern auch

Kosten sparen», sagt Sturzenegger. Schliesslich

sind die Mitarbeitenden in den beiden

Unternehmen auf einen gut funktionierenden

Datenaustausch und auf eine reibungslose

Kommunikation angewiesen.

Vorbereitung ist das A und O

Voraussetzung für das Gelingen bei einer solchen

Umstellung ist eine gute Vorbereitung,

sagt Sturzenegger: «Unsere Anforderungen

an die Infrastruktur inklusive der computergesteuerten

Hochregallager und der Maschinen

sind relativ komplex. Ein reibungsloser

Wechsel funktionierte nur deshalb, weil wir

alle unsere Bedürfnisse detailliert anbringen

konnten und die Migration minutiös vorbereitet

wurde.»

ÜBER SMART ICT VON SWISSCOM

Smart ICT, die Gesamtlösung für Telefonie

und IT von Swisscom, gibt es bereits

für KMUs ab fünf Mitarbeitenden. Die

Dienste können je nach Bedürfnissen

zusammengestellt werden, wobei

Änderungen jederzeit möglich sind.

Weiter Informationen unter

www.swisscom.ch/smartict


Microsoft führt Enterprise-Markt für SaaS an

jor. Der weltweite Enterprise-Markt für Software-as-a-Service

(SaaS) ist im vergangenen Jahr um über 30 Prozent auf ein Volumen

von fast 15 Milliarden US-Dollar gewachsen. Dies geht

aus einer Studie der Marktforschungsfirma Synergy Research

Group hervor. Am meisten hätten die Anbieter im Bereich Collaboration

umgesetzt. Knapp dahinter folgen ERP-Lösungen aus

der Cloud. Am geringsten fielen den Ergebnissen zufolge die

Umsätze mit CRM-Software aus.

Microsoft gewann durch Linkedin-Übernahme

Wie Synergy mitteilt, behauptete Microsoft den grössten Marktanteil

im Enterprise-Segment für SaaS. 2016 habe der Software-Riese

dem ehemaligen Branchenprimus Salesforce den

ersten Rang abgelaufen. Das SaaS-Geschäft von Microsoft

gewann durch die Übernahme von Linkedin nochmals an Fahrt,

wie es weiter heisst. Salesforce kam gemäss der Studie auf

den zweitgrössten Marktanteil, gefolgt von Adobe, Oracle and

SAP. Oracle, Microsoft und Google verzeichneten laut Mitteilung

die grössten Wachstumsraten.

Enterprise-Markt für SaaS soll sich bis 2020

ver doppeln

Der Markt für Enterprise-Lösungen aus der Cloud sei weiterhin

stark fragmentiert, schreiben die Marktforscher. Die Ausgaben

für SaaS fielen im Vergleich zu On-Premise-Lösungen nach wie

vor gering aus. Daher vermuten die Studienautoren ein grosses

Wachstumspotenzial in diesem Bereich. Sie erwarten, dass sich

das Marktvolumen im Enterprise-Segment für SaaS in den kommenden

drei Jahren verdoppelt.

«Die Märkte für Infrastructure-as-a-Service und Platform-asa-Service

wachsen zwar schneller», erklärt John Dinsdale, Chief

Analyst und Research Director bei Synergy Research Group.

«Anbieter von Unternehmens-Software wie Microsoft, SAP,

Oracle und IBM drängen ihre Kunden dazu, von On-Premise-

Lösungen zum SaaS-Modell zu wechseln», lässt sich Dinsdale

in der Mitteilung zitieren.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_55538

XAAS

Swisscom baut Angebot gegen

Cybergefahren aus

cgr. Der Schweizer Telekommunikationsanbieter Swisscom hat

sein Angebot im Bereich Cybersicherheit ausgebaut. Wie das

Unternehmen mitteilt, verstärkt es seine Fähigkeiten zur Erkennung

von Angriffen mit der Lösung namens «Threat Detection &

Response». Hierbei handle es sich um einen Managed Security

Service.

«Threat Detection & Response» bringt Swisscom in vier Service-

Modulen:

∙∙

Security-Analytics-as-a-Service: Über ein Security-Dashboard

erhalten Kunden einen Überblick über die Angriffssituation.

Die Analyse und die Reaktionen auf die Angriffe übernimmt

der Kunde selbst.

∙∙

Security-Operation-Center-as-a-Service: Bei diesem Modul

übernehmen Swisscom-Sicherheitsexperten die Analyse

der Sicherheitsvorfälle. Zudem geben sie Handlungsempfehlungen.

∙∙

Computer-Security-Incident-Response-Team-as-a-Service: Bei

kritischen Sicherheitsvorfällen werden bei diesem Modell

Sicherheitsexperten von Swisscom aktiv. Sie leiten auch

Reaktionen auf Angriffe ein und führen sie durch.

∙∙

Threat-Intelligence-as-a-Service: Ausser der Reaktion auf

und die Überwachung von Cyberangriffen richtet sich dieses

Modul an die Prävention. Swisscom informiert über

Bild: JuliarStudio / iStock.com

aktuelle Gefahren und wenn Informationen über das Unternehmen

in öffentlichen oder geschlossenen Netzen auftauchen.

Dies soll Unternehmen über mögliche Sicherheitslücken

informieren.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_59374

Cloud & Managed Services

77


ADVERTORIAL

Mit workany ® einfach und fit

in die digitale Zukunft

Die Virtual-Workplace-Lösung workany ® bietet, was cloudbasiertes Arbeiten auszeichnet.

Der Nutzer ist «always on», unabhängig vom Gerät und kann applikationsübergreifend kommunizieren.

Der Autor

Massimiliano D’Auria,

CEO Computacenter

Jeder ihrer Mitarbeiter soll den auf seine

Bedürfnisse flexibel zugeschnittenen IT-Arbeitsplatz

bekommen und zwar ohne viel

Aufwand? Alle Applikationen und Daten sollen

auf jedem beliebigen Endgerät verfügbar

und synchronisiert sein? Neben betrieblichen

Aufgaben darf ihr Angestellter geschäftlich

zur Verfügung gestellte Endgeräte

auch privat nutzen – aber Sicherheit muss

immer zuverlässig gewährleistet werden?

Sie legen darauf Wert, stets einen Überblick

über genutzte Ressourcen wie etwa Speicher

oder Lizenzen zu haben? Und sie wollen

sich um nichts kümmern und alle Kosten im

Griff behalten? Herzlichen Glückwunsch,

ihnen kann tatsächlich geholfen werden!

Bei workany® sind die Kosten

flexibel, transparent und bis zu

35 Prozent niedriger als bei

klassischen IT-Umgebungen.

Dafür gibt es die auf KMUs zugeschnittene

Virtual-Workplace-Lösung workany ® . Benutzer

bekommen einen cloudbasierten IT-

Arbeitsplatz, mit dem sie jederzeit mobil und

sicher arbeiten können. Statt eine eigene

IT-Infrastruktur teuer zu beschaffen und

aufwändig zu betreiben, setzen sie mit ihrem

Unternehmen auf externes IT-Consulting

und einen professionell funktionierenden

Managed Service. Ihr Vorteil: Sie importieren

das nötige Know-how und brauchen

sich mit der Einrichtung und dem Betrieb

von IT nicht mehr zu beschäftigen. Das

funktionierende Werkzeug wird geliefert –

und ihr Unternehmen kann sich auf das

Kerngeschäft konzentrieren.

Konkret funktioniert workany ® so: Der

Kunde bekommt alles aus der Cloud. Storage,

Serverleistungen, Applikationen und

Software werden aus einem Schweizer Rechenzentrum

heraus zur Verfügung gestellt,

Datenschutz- und Datensicherheitsbestimmungen

dabei sorgsam eingehalten. Kundenspezifische

Anwendungen werden integriert.

Eine eigene Serverinfrastruktur ist

nicht erforderlich; auch keine lokale Installation,

um Applikationen zu öffnen. Das geht

mit jedem Gerät und beliebigen Betriebssystem,

einem Browser und dem persönlichen

Log-in. Der Arbeitsplatz funktioniert auch im

Offline-Modus. Er ist einfach bedienbar, es

gibt eine flexible Ressourcenzuordnung und

mandantenspezifische Abrechnung pro Nutzer

und Ressource. Zum Basispaket gehören

beispielsweise Office-Programme wie Word,

Outlook, Excel und PowerPoint.

Selbstverständlich funktioniert die Einbindung

aller Office-365-Funktionalitäten,

etwa von SharePoint oder Skype for Business.

Es können sowohl anbietereigene

Cloud-Plattformen wie auch anbieterfremde

Clouds eingebunden werden. Die auf diesen

Plattformen zu Verfügung stehenden Services

können genutzt werden; egal ob es dabei

um Anwendungen zur Zusammenarbeit

geht, um Dokumentenmanagement und

Archivierung, die Einbindung von CRM-

Systemen, von Entwicklungsplattformen

oder besonderen Trust-Rooms. Einfach gesagt:

Der Kunde bekommt an Funktionsumfang,

was er braucht. Er bucht die gewünschten

Module je nach Notwendigkeit

pro Monat und Anwender – und bezahlt so

nur entsprechend der tatsächlichen Nutzung.

Gesorgt ist auch für das richtige Sicherheitskonzept.

Dazu gehören Themen wie

eine zuverlässige Identifizierung, Authentifizierung

und Autorisierung beim Zugang,

der Schutz von Dokumenten, Back-up und

gesetzeskonforme Archivierung. Je nach

vereinbarten Service-Level steht Support

gegebenenfalls bis 24/7 zur Verfügung. Bei

workany® sind die Kosten flexibel, transparent

und bis zu 35 Prozent niedriger als bei

klassischen IT-Umgebungen. So ist der Anwender

rundum bestens versorgt.

COMPUTACENTER AG

Computacenter konzipiert, plant und bewirtschaftet

die IT-Infrastruktur mittelgrosser

und grosser Unternehmen – und

ist damit Generalunternehmer für anspruchsvolle

IT-Projekte. Zum Angebot

gehören IT-Produkte und -Dienste, Server-,

Storage-, Virtualisierungslösungen

und IT-Consulting.

Computacenter (Schweiz) AG ist Teil der

international tätigen Computacenter plc,

Europas führendem Dienstleister für

Informationstechnologie mit weltweit

rund 14 000 Mitarbeitenden.

Standorte Schweiz:

Dietikon, Wetzikon, Lausanne, Lugano

Riedstrasse 14

CH-8953 Dietikon

Telefon: +41 840 870 870

contact@computacenter.ch

www.computacenter.ch


Die HR von Julius Bär geht in die Cloud

Die Bank Julius Bär hat ihre HR-Lösung in die Cloud gebracht. Manuel Hugentobler,

Head HR Consulting & Support Centre bei Julius Bär, berichtet über die Gründe und darüber,

warum er sich für die Lösung von Workday entschied. Autor: Christoph Grau

XAAS

In den letzten Jahren ist die Bank Julius Bär sehr stark gewachsen.

Zunächst im Inland und in den letzten vier bis fünf Jahren

auch zunehmend im Ausland. Etwas mehr als die Hälfte der

Belegschaft von Julius Bär arbeitet derzeit in der Schweiz. Der

Rest ist über den ganzen Globus verstreut, wie Manuel Hugentobler

in einem Gespräch sagte. Er ist Head HR Consulting &

Support Center bei der Bank. Diese internationale Vielfalt zu

managen sei eine der zentralen Herausforderungen der HR-

Abteilung der Bank. Für bestimmte Länder seien spezielle lokale

Lösungen nötig und dies mache es sehr komplex, betonte

Hugen tobler. Nicht alle HR-Dienstleistungen seien bisher im

Ausland durch adäquate Systeme und Tools unterstützt worden.

Die Recruiting-Lösung etwa habe einzig in der Schweiz

zur Verfügung gestanden.

Bisher setzte Julius Bär für das HR-Management auf die

SAP-Lösung Human Capital Management, und zwar On-Premise.

Diese Lösung sei aber aufgrund der enormen Komplexität

eines global agierenden Unternehmens nicht mehr geeignet

gewesen, sagte Hugentobler. «Wir brauchten eine neue Lösung,

die End-to-End kompatibel ist, die die unterschiedlichen

Anforderungen der diversen Länder erfasst, aber dennoch

einfach zu nutzen ist.»

Anbieter in die engere Auswahl. Das Rennen machte schliesslich

die Lösung von Workday. Umgesetzt wird diese vom Workday-Partner

Accenture Daynine. Der gesamte Prozess von der

Evaluierung bis zur Entscheidung dauerte laut Hugentobler

etwa ein halbes Jahr.

Julius Bär habe Workday vor allem wegen der Usability gewählt.

Gemäss Hugentobler werden die Prozesse einfach abgebildet

und es braucht nur wenig Training, um die Anwendung

zu erlernen. Auch der Community Approach von Workday habe

ihn überzeugt. In der Community könnten sich Nutzer von

Workday austauschen. Dabei habe er viel von anderen Firmen

gelernt, sagte Hugentobler.

Schutz der Daten ist ein zentraler Aspekt

Datenschutz und Regulierung standen bei der Umstellung ganz

oben auf der Agenda, wie Hugentobler betonte. Durch die ban-

Manuel Hugentobler,

Head HR Consulting &

Support Centre,

Bank Julius Bär.

Bild: Bank Julius Bär

Cloud als optimale Lösung

Julius Bär suchte daher nach Alternativen, vor allem bei global

ausgerichteten Anbietern. Für Hugentobler spielte es dabei

zunächst keine Rolle, ob die neue Lösung On-Premise oder

aus der Cloud bereitgestellt wird. Am Ende reichten vier Anbieter

ihre Offerten ein, alle mit Cloud-Lösungen. «Darauf waren

wir vorbereitet», sagte Hugentobler.

Die Banken seien eine risikoscheue Branche und beim Einsatz

der Cloud noch etwas zurückhaltend, betonte Hugentobler.

Bei der IT habe er aber offene Türen eingerannt. «Innerhalb

von Julius Bär sind wir als HR-Abteilung mit der Cloud

Vorreiter», sagte er. Natürlich sei bei HR-Daten in puncto Sicherheit

immer Vorsicht geboten.

«Letztlich kommt man in unserer Situation um die Cloud-

Lösung aber nicht herum», meinte Hugentobler. Die Weichen

müssten so gestellt werden, dass die Cloud akzeptiert werden

könne. Seiner Meinung nach sind die Daten in der Cloud bei

einem professionellen Anbieter sogar besser geschützt als in

einem eigenen Rechenzentrum.

Ein halbes Jahr bis zur Entscheidung

In einem dreistufigen Prozess aus Preview, Präsentation und

Proof-of-Concept nahm Julius Bär schliesslich noch drei grosse

Cloud & Managed Services

79


XAAS

kenspezifische Regulierung, etwa Audits von Aufsichtsbehörden

oder Vorschriften bei Datenlösungen, handle es sich um

ein sehr herausforderndes Umfeld.

Die Daten aller Mitarbeitenden in die Cloud zu legen, habe

sich aber als nicht so einfach erwiesen. Je nach Land sei der

Ablauf unterschiedlich, sagte Hugentobler. In einigen Ländern

habe die Zustimmung jeder einzelnen betroffenen Person eingeholt

werden müssen. Insgesamt ein «sehr komplexer Prozess»,

der auch vom externen Partner einiges an Anpassungsfähigkeit

und Gespür abverlangt habe.

Kulturwandel auch in der HR-Abteilung

Parallel zur Einführung der neuen Lösung musste die HR-Abteilung

der Bank auch ihre internen Prozesse End-to-End-fähig

machen. Daten würden nun nicht mehr zentral erfasst, sondern

viele Parteien könnten mitwirken. So könne ein Angestellter

seine Adresse selbst ändern. Die HR-Abteilung werde entsprechend

vom Administrator zum Controller, erklärte Hugentobler.

Die HR-Mitarbeitenden müssen nicht mehr alle Daten

selbst erfassen, sondern sie prüfen, ihre Vollständigkeit klären

und kontrollieren, ob alle Aufgaben abgearbeitet wurden. Im

Prozessdenken muss die HR-Abteilung aber noch etwas «erwachsener»

werden, wie Hugentobler findet. Er freue sich besonders,

demnächst auf End-to-End-Prozesse zugreifen zu

können und veranschaulichte die Möglichkeiten am Beispiel

einer Einmalprämie. Bisher sei diese vor allem per E-Mail gemacht

geworden. Oft sei jedoch unklar gewesen, wer alles

habe zustimmen müssen. Künftig soll ein Prozess das Vorgehen

definieren. Über ein Template könne der Auftrag erfasst

werden. Je nach Zahlungshöhe würden dann vorher definierte

Personen involviert. Wenn der Prozess abgearbeitet sei, werde

die Zahlung automatisch ausgelöst.

Viele solcher Prozesse habe Julius Bär bereits definiert.

Hugentobler schätzt, dass 90 Prozent schon abgebildet sind.

Aktuell würden diese getestet. Für Hugentobler ist die Umstellung

auch eine Chance, bestehende Prozesse zu hinterfragen

und diese gegebenenfalls zu optimieren. Beispielsweise müssten

Jobprofile vereinheitlicht und neue Modelle für Kompensationspläne

entwickelt werden. «Wenn wir es nicht heute machen,

dann fällt es unter den Tisch», sagte Hugentobler. Das

neue System von Workday bringe aber automatisch einen

gewissen Optimierungsdruck mit, sagte er weiter.

Insgesamt zeigte sich Hugentobler mit dem bisherigen Projektverlauf

sehr zufrieden. Mit dem Schritt in die Cloud sieht

er die HR-Abteilung der Bank für die Zukunft gut aufgestellt.

Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_45025

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Mensch und Wissen, unabhängig von Ort und Zeit,

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Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt,

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Ein gutes Beispiel für diese zukunftsorientierte

Arbeitswelt ist der IT-Dienstleister isolutions.

Die Fokussierung auf die Bereitstellung von

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Azure kommt gut an: Der Microsoft-Cloud-Partner

expandiert und hat deshalb kürzlich neue,

moderne Räumlichkeiten im PostParc Bern bezogen,

die allen Anforderungen an Smart Working

ent sprechen.

Effiziente Raumauslastung, optimiertes

Erlebnis

Auch dem Bedürfnis nach analogem Austausch in

unserer digitalen Welt wird isolutions gerecht – mit

gemeinschaftlichen Räumlichkeiten für Sitzungen,

Stand-up-Meetings und Projektarbeiten. Die Verwaltung

der Räume erfolgt – wie könnte es anders

sein, smart, wie Reto Metzler, IT-Verantwortlicher

bei isolutions, erklärt: «Für die Reservierung unserer

Meeting-Räume haben wir eine Lösung gesucht,

die in unsere smarte Arbeitsumgebung

passt. Mit ROOMZ wurden wir fündig.» ROOMZ ist

ein smartes Display auf E-Paper-Basis, das dank

kabelloser Hardware direkt beim Eingang zu den

Sitzungsräumen angebracht wird. Die Verwaltung

wird mittels Anbindung an bestehende Reservierungssysteme

zum Kinderspiel: Die vorkonfigurierten

Displays wählen sich in das WLAN ein und

zeigen genau das, was die Mitarbeiter interessiert:

Ob und wie lange ein Raum frei oder besetzt ist.

Und es eröffnet die Möglichkeit der Spontanreservierung.

«Wir freuen uns, dass ein Tech-Start-up

aus der Schweiz ein so geniales Tool lanciert hat.

Die Mitarbeiter nutzen die selbsterklärenden Displays

und schätzen, dass sie nicht zuerst in den

Computer schauen müssen, um einen Raum spontan

zu buchen. Das auf das Minimum reduzierte

Design gefällt uns. Zudem sind die Displays einfach

zu bedienen. Auch die Einrichtung mit NFC ist

ein Highlight», schwärmt Reto Metzler.

Wenn immer möglich: Cloud

Als innovatives Unternehmen ist isolutions sehr

Cloud-affin. Auch für die Raumreservierung mit

ROOMZ nutzt das Unternehmen die Cloud-Variante.

«Das hat den grossen Vorteil, dass wir uns

nicht um die Infrastruktur kümmern müssen.

Neue Features sind automatisch verfügbar. Die

Cloud-Lösung ist immer aktuell, hochverfügbar,

skalierbar und releasefähig», erklärt Reto Metzler.

Auch sein Kollege Roman Feierabend, Head of

Managed Services bei isolutions, ist begeistert

von ROOMZ. Das zeigt sich einerseits darin, dass

isolutions die Displays bereits an weiteren Standorten

ausgerollt hat. Andererseits empfiehlt er die

Displays auch seinen Kunden weiter. «ROOMZ

harmoniert perfekt mit unserem Konzept des

«Workplace-as-a-Service» und rundet dieses harmonisch

ab. Mit ROOMZ geniesst man ein komplettes

Raumerlebnis-as-a-Service!»

Er fasst den Mehrwert der smarten Raumplanung

zusammen: «Bestehende Lösungen sind

kompliziert, unflexibel, nicht schnell genug skalierbar

und genügen zudem nicht unseren ästhetischen

Anforderungen», so der Experte für Managed

Services. «ROOMZ ist buchstäblich einfach

anders. Es funktioniert überall, ist einfach zu implementieren,

schlank, kabellos – aufkleben und

schon geht’s los! Auch für die Lesbarkeit gibt es

nichts Besseres: Das Display ist bei jedem Licht

und von jedem Winkel aus lesbar und man sieht

stets, was einen interessiert, wenn man vor einem

Meeting-Raum steht: Ob man hier richtig ist, ob

frei oder besetzt ist. Das steigert nicht nur das

Mitarbeiter erlebnis, sondern optimiert zudem unsere

Raumauslastung», fügt sein Kollege aus der

IT, Reto Metzler, an.

ROOMZ

Fabien Moine

Passage du Cardinal 11

CH-1700 Fribourg

Tel. +41 26 510 11 70

www.roomz.io

isolutions beschäftigt 120 Smart Worker.

Persönlichen Austausch in Sitzungen

oder Stand-up-Meetings planen sie mit

ROOMZ, dem smarten Display für optimierte

Raumauslastung und komfortable

Spontanbuchungen.


ADVERTORIAL

« Heute erhalten wir zusätzliche

Power innert zehn Minuten »

Cloud ist nicht gleich Cloud – deutliche Unterschiede lassen sich zum Beispiel in puncto Flexibilität

ausmachen. Das hat auch Fabian Fingerhuth, Geschäftsführer der Mirus Software AG, kürzlich

festgestellt, als er sich auf die Suche nach einer neuen IaaS-Lösung machte.

Bild: Olivier Le Moal / iStock.com

Die Mirus Software organisiert in mehr als

3500 Hotelbetrieben das Backoffice und wird

als Schulungsinstrument in den wichtigsten

Hotelfachschulen eingesetzt. Zudem vertraut

die Branchen-Ausgleichskasse GastroSocial

mit 22 000 angeschlossenen Betrieben auf

die Dienstleistungen von Mirus.

Für die Verarbeitung der Daten im Backoffice

hat Mirus schon früher eine Infrastructure-as-a-Service-Lösung

(IaaS) genutzt

und Rechenleistung sowie Speicherplatz

direkt aus der Cloud bezogen. «Diese

Lösung bot uns aber nicht die benötigte

Flexibilität», erzählt Geschäftsführer Fabian

Fingerhuth. «Deshalb suchten wir eine preiswerte

neue Lösung, die sich unkompliziert

an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen

lässt.»

Auf Knopfdruck mehr Power

Fündig wurde das Unternehmen mit einer

IaaS-Lösung von Swisscom, bei der die Mirus

Software AG genau so viel IT-Power

beziehen kann, wie sie benötigt. Auf Knopfdruck

kann die Power bei Bedarf hochgefahren

oder auch wieder gedrosselt werden.

Das entsprach genau der Art von Flexibilität,

die das Unternehmen benötigte: «Während

wir früher bis zu drei Tage lang auf zusätzliche

Ressourcen respektive Power warten

mussten, stehen sie uns heute schon zehn

Minuten nach unserer Bestellung zur Verfügung»,

präzisiert Fingerhut. «Indem wir Power

flexibel nach Bedarf beziehen können,

müssen wir auch keine Infrastruktur auf

Vorrat bereitstellen, die wir vielleicht gar

nicht nutzen.»

Entsprechend fallen mit der neuen IaaS-

Lösung keine Investitionen in eigene Hardware

an, da alle Services direkt aus dem

Rechenzentrum von Swisscom zur Verfügung

gestellt werden. Am Ende des Monats

bezahlt Fingerhut dann auch nur für Leistungen,

die er tatsächlich bezogen hat und zwar

auf die Stunde genau.

Experten kümmern sich um die IT

Etliche Unternehmer sind leider immer noch

sehr zurückhaltend, wenn es um cloudbasierte

IaaS-Lösungen geht. Nicht so Fingerhuth:

«Insofern es sich um einen vertrauenswürdigen

Anbieter handelt, der die Daten in

der Schweiz hält und diese georedundant

speichert, habe ich keine Bedenken.»

Hinzu kommt, dass sich ein professioneller

Anbieter auch fachmännisch um den

Betrieb und die Wartung der IT kümmern

kann. Bei Softwareherstellern wie Mirus

liegt die Kernkompetenz in der Softwareentwicklung

und nicht im Betrieb von einem

eigenen Rechenzentrum. Entsprechend entlastet

die Cloud-Lösung Mitarbeiterressourcen

und ermöglicht die Fokussierung auf das

Kerngeschäft: «Back-up-Tools und Firewalls

sind immer topaktuell. Die Systeme sind bei

uns noch nie ausgefallen. Mein Fazit: Wir

arbeiten dadurch sicherer als mit einer lokal

betriebenen In frastruktur. Ausserdem ist in

den Rechenzentren des Anbieters die IT

nach höchsten Sicherheitsstandards vor

Diebstahl, aber auch vor Hochwasser oder

einem Erdbeben geschützt.»

ÜBER DYNAMIC COMPUTING SERVICES

VON SWISSCOM

IT-Power auf Abruf aus sicheren Swisscom-Rechenzentren

– genau dann und

genau so viel, wie das Unternehmen benötigt.

Mit der IaaS-Lösung von Swisscom

für KMUs erübrigen sich Investitionen

in teure Hardware. Weiter Informationen:

www.swisscom.ch/kmu-dcs.


So können Unternehmen von

Security-as-a-Service profitieren

In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Security-as-a-Service massiv zugenommen, sowohl

aufseiten der Grossunternehmen wie auch der KMUs. Tatsächlich bieten diese Services den Nutzern

zahlreiche Mehrwerte. Gleichzeitig hält der Markt eine immer grössere Bandbreite an verschiedenen

Angeboten bereit, bei denen Kunden schnell den Überblick verlieren können.

XAAS

Unternehmen jeder Grösse können von Security-as-a-Service

profitieren. Besonders für Grossunternehmen bieten sich dabei

«Security-Bausteine» an, die durch Partner zu einer für den Kunden

massgeschneiderten Gesamtlösung zusammengesetzt

werden können. Dazu zählen unter anderem Reputationsdienste,

beispielsweise für E-Mail, Web und Apps. Security-as-a-

Service im engeren Sinn richtet sich hingegen vor allem an

kleine und mittlere Unternehmen. Hier kommen meist «gebrauchsfertige»

Dienste zum Einsatz, die keinen Integrations-,

sondern nur noch Konfigurationsaufwand erfordern. Dies können

komplette Angebote im Bereich Hosted E-Mail, Secure

(Cloud) Storage oder auch Absicherungen für andere Hosted-

Service-Angebote wie Office 365, Dropbox oder Box sein.

Der offensichtlichste Vorteil eines Umstiegs auf Security-asa-Service

besteht in der Verlagerung der Ausgaben von der Investitionsseite

(CAPEX) auf die Betriebsseite (OPEX). Doch nicht

nur in der Bilanz können sich solche Services positiv auswirken:

Gerade für kleinere Firmen ist die Qualität, die Dienste aus der

Cloud bieten, beispielsweise hinsichtlich Verfügbarkeit, Update-

Zyklus und Qualitätssicherung On-Premise kaum selbst umsetzbar.

Anders als in manchen Grossunternehmen haben Administratoren

in der Regel mehr als nur eine dedizierte Aufgabe. In

vielen Fällen reicht das Spektrum von der Netzwerkverkabelung

bis hin zum Office-Helpdesk – die Sicherheit verkommt dabei

oft zur Randnotiz. Gerade in diesem Kontext ist die Qualität der

als Service gelieferten Sicherheitsleistung höher. Darüber hinaus

bieten viele Anbieter inzwischen auch (gegebenenfalls

Der Autor

Daniel Schmutz ist Regional Marketing

Manager Schweiz & Österreich bei

Trend Micro

sogar einklagbare) Service-Level-Agreements für ihre Dienstleistungen

an. Dies gibt es bei einem Inhouse-Betrieb nur in

den seltensten Fällen.

Um den für sie passenden Anbieter zu finden, sollten sich

Unternehmen besonders an folgenden Kriterien orientieren:

∙∙

Die Qualität eines Dienstes ist eines der wichtigsten Entscheidungskriterien

überhaupt. Anbieter sollten von ihrem

Dienst so überzeugt sein, dass sie dafür bestimmte Qualitätslevel

garantieren. Das können «einfache» Dinge sein,

wie die Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit

der Server. Aber auch die (messbare) Supportqualität

sollte hier nicht zu kurz kommen.

∙∙

Datenschutz: Insbesondere bei Sicherheitsdiensten kommen

Anbieter häufig mit persönlichen und personenbezogenen

Daten in Kontakt. Hier empfiehlt sich über die (eigentlich

selbstverständliche) Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen

hinaus auch ein offener Umgang mit Fragen

und Anforderungen von Kundenseite. Das «Einmauern» hinter

Floskeln wie einer langen Liste von Compliance-Richtlinien

und Verweisen auf gesetzliche Bestimmungen ersetzt

nicht den offenen Umgang mit Fragen nach Vorgehensweisen,

geografischen Lokationen oder Prozessen.

∙∙

Transparenz: Die Nutzung von externen Sicherheitsangeboten

ist in erster Linie ein Vertrauensbeweis des Kunden an

den Dienstleister. Ob der Kunde sich mit dem Dienst wohlfühlt,

hängt in der Regel massgeblich von der Transparenz

des Dienstleisters ab.

Zudem sollten sich Unternehmen vom IT-Partner ihres Vertrauens

beraten und bei der Suche nach den richtigen Services

unterstützen lassen. Kommen sie nach einer erfolgten Risikoanalyse

zu der Entscheidung, dass ein Security-Angebot aus

der Cloud in der Kombination aus Dienstqualität, Preis, Haftung

etc. für sie vorteilhaft ist, können sie guten Gewissens und ohne

Angst vor der Cloud davon profitieren.

Cloud & Managed Services

83


SPECIAL ALSO

Bild: g-stockstudio / iStock.com

IT-Arbeitsplatz einfach nutzen

statt kaufen

Das neue «Workplace as a Service»-Modell von ALSO bietet Firmen die Möglichkeit, ihre IT-Infrastruktur

den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Sie vermeiden dadurch teure Anschaffungen, die

schnell veralten und bleiben technisch immer auf dem neuesten Stand – einfach und bequem. Warum

teure IT kaufen, wenn die Infrastruktur je nach Wunschlaufzeit einfach genutzt werden kann?

Der Trend zu «nutzen statt kaufen» ist aktueller denn je. Was

beim privaten Konsum etwa von Netflix oder Spotify Schule

macht, ist auch in der Business-IT schon längst angekommen.

Infrastructure-as-a-Service, Platform-as-a-Service, Softwareas-a-Service

oder auch Managed-Print-Services sind wohl die

bekanntesten Arten, wie man IT-Soft- und -Hardware als

Dienstleistung beziehen kann.

Noch nicht so richtig im Markt angekommen scheint Device-as-a-Service,

PC-as-a-Service oder wie es ALSO nennt

«Workplace as a Service» (WaaS).

Dass dies so ist, erscheint einigermassen unverständlich,

denn genauso wie man Beschaffung, Betrieb, Wartung, Bestellung

von Verbrauchsmaterial wie etwa bei Managed-Print-Services

an einen Druckerspezialisten auslagern kann, genauso

sinnvoll ist es auch, andere Office-Geräte, etwa den PC-Arbeitsplatz

als Service zu nutzen, statt ihn zu kaufen, aufzusetzen,

Business-Software zu installieren, an den Server anzubinden

und Support für die Nutzer zu leisten.

Vorteile von WaaS

Insbesondere beim PC-Arbeitsplatz liegen die Vorteile eines

nutzerbasierten Bezugsmodells auf der Hand: Investitionsstaus

werden gebrochen und Kosten flexibilisiert. Administrative

Aufwände für Kalkulationen, Planungen und Abschreibungen

sinken, da die nun anfallenden monatlichen Nutzungsgebühren

in der Kostenstruktur direkt zurechenbar sind und nicht

mehr vom Anlagevermögen aus aufgeteilt werden müssen –

raus aus der Bilanz, rein in die Erfolgsrechnung (von CapEx

nach OpEx).

Doch nicht nur in den Büchern machen sich nutzerbasierte

Bezugsmodelle von IT-Equipment gut, auch der Chief Financial

Officer freut sich, wenn Kosten direkt dem operativen Geschäft

zugewiesen werden können, statt das Investionsvermögen

unnötig aufzublasen.

Zudem profitiert von einem nutzenbasierten Bezugsmodell

insbesondere auch der Systemadministrator, wenn er seine

Zeit nicht mehr mit Updates von Betriebssystemen, Patchmanagement,

Sicherheitsupdates und anderen lästige Arbeiten

vertrödeln muss. Stattdessen kann er seine Ressourcen den

produktiveren und kreativeren Tätigkeiten in der IT-Abteilung

widmen und das Unternehmen etwa bei Digitalisierungsprojekten

unterstützen.

Mitarbeiter profitieren auch

Nicht zuletzt bringt ein WaaS auch für die Mitarbeitenden Vorteile.

Sie verfügen jederzeit über die aktuelle Technik mit Software

und Dienstleistungen, die auf deren individuelle Bedürfnisse

zugeschnitten sind, im Supportfall wenden sie sich direkt

an ihren Managed-Service-Provider, der garantiert innerhalb

der im SLA definierten Reaktionszeiten bei Problemen

hilft.

Die Autorin

Brigitte Kathriner ist Business

Development Manager bei ALSO

ALSO bietet mit dem «Workplace as a Service»-Modell den

mobilen «Rundum-Sorglos-Arbeitsplatz», der sich schnell an

ändernde Umstände anpasst. Von Hardware wie Notebooks,

Tablets und Smartphones über Software wie Back-up oder

Office 365 bis hin zu Services, Support und Versicherungen

ist alles dabei.

84 Cloud & Managed Services


« Das WaaS-Angebot von ALSO funktioniert

in Partnerschaft mit dem Fachhandel »

PCs, Notebooks, Zubehör, Drucker und Smartphones, Office 365 und Back-up-Lösungen:

ALSO bietet mit «Workplace as a Service» den Computerarbeitsplatz für Unternehmen

im Monatsabo an. Interview: Marc Landis

SPECIAL ALSO

Wie funktioniert das WaaS-Angebot von ALSO?

Brigitte Kathriner: Businessmodelle ändern sich oder neue entstehen

– heute ist alles im Wandel, mehr denn je. Die wachsende

«Sharing Economy» verlangt nach flexiblen Möglichkeiten. Hinzu

kommt, dass Besitz in der Schweiz längst kein Statussymbol

mehr ist. Der Verbraucher will nutzen, was er gerade braucht.

Dadurch sollen zukünftige Ausgaben planbar werden. ALSO bietet

diese Möglichkeiten mit WaaS – «Workplace as a Service» – nun

auch für die IT-Industrie. IT-Arbeitsplätze können als Komplettpaket

zu monatlichen Raten bezogen werden. Das Angebot ist

hersteller unabhängig und besteht aus Komponenten wie Hardware,

Software und Support, alles modular auf die individuellen

Bedürfnisse zusammenstellbar. Das WaaS-Angebot von ALSO

funktioniert immer in Partnerschaft mit unseren Fachhändlern.

Dadurch bleibt deren Position beim Endkunden als Single Point

of Contact gesichert. Im Hintergrund managt ALSO die Abwicklung,

Wartung und unterstützt bei Supportanfragen oder Garantieabwicklungen.

WaaS ist keine Finanzierungslösung, es ist eine

Komplettlösung zu monatlich fixierten Preisen.

Welche Komponenten beinhaltet Ihr WaaS-Angebot?

Aus Hardware: Notebooks, Zubehör, Drucker und Smartphones;

Software: Office 365 und Back-up-Lösungen; Support; Finanzierung

und monatlicher Verrechnung.

Was kostet Ihr WaaS-Angebot?

Genau so individuell wie der Arbeitsplatz beziehungsweise Workplace

zusammengestellt werden kann, gestaltet sich der Preis

individuell. Ab 67 Franken pro Monat ist etwa ein Notebook inklusive

Office und Backup erhältlich. Die Konfigurationen können

beliebig angepasst und erweitert werden. Besonders interessant

sind auch die Ergänzungen um einen modernen Samsung-Wide-

Screen-Monitor als perfekter Ersatz für zwei einzelne Bildschirme,

sowie um das brandaktuelle Samsung-Galaxy-S8-Smartphone.

Weiterführende Anforderungen oder Wünsche besprechen wir

sehr gern individuell mit jedem Kunden.

Welche Rolle spielen Ihre Handelspartner beim Vertrieb?

Oder anders gefragt: Vertreiben Sie Ihr WaaS-

Angebot direkt an Kunden?

Das WaaS-Angebot von ALSO funktioniert immer in Partnerschaft

mit unseren Fachhändlern. Diese haben dann wiederum die Möglichkeit,

zwischen verschiedenen WaaS-Modellen, passend zu

ihrer jeweiligen geschäftlichen Ausrichtung, zu wählen. Auch Endkunden

können sich bei uns melden, damit wir erste Auskünfte

zur Thematik WaaS erteilen und ihnen einen Fachhändler vermitteln

können. Unsere Erfahrung zeigt, dass bei den meisten Endkunden

eine sehr gute, oftmals langjährige Partnerschaft mit

ihrem Fachhändler besteht. WaaS ist nicht auf spezifische Fachhändler

limitiert. Jeder Reseller kann WaaS in sein Portfolio integrieren.

Somit kann der Endkunde weiterhin seinen aktuellen

Fachhändler als erste Ansprechperson und Profi beibehalten.

Wie wollen Sie das WaaS-Angebot künftig erweitern?

Allgemein gesagt, kann unser «Workplace as a Service» überall

da ausgebaut werden, wo es um IT-Infrastruktur geht. Das Angebot

soll hinsichtlich unseres Herstellerportfolios erweitert und mehr

und mehr zu einem Abonnementmodell ausgebaut werden. Erste

Erfahrungen haben wir auch bereits mit «Hotel TV as a Service»

gemacht. Dieses Angebot werden wir noch weiter ausbauen. Zusätzlich

werden wir das bestehende Portfolio um Dienstleistungen,

die von unseren Resellern und Fachhändler erbracht werden,

ergänzen. Um unser Angebot kontinuierlich weiterentwickeln zu

können, nehmen wir auch gerne Feedback vom Markt entgegen.

Daher suchen wir intensiv Gespräche mit unseren Kunden, um

weiterführende Bedürfnisse zu identifizieren. Aktuell beschäftigen

wir uns mit der Ausstattung von Meetingräumen. Die Investitionen

darin sind teuer, und die Technologie ist im Vergleich dazu schnell

wieder veraltet. Trotzdem ist ein moderner Meetingraum für viele

KMUs unabdingbar. Und ein solcher Meetingraum besteht nicht

nur aus einem Large Format Display und Telefon. In der heutigen

Zeit gehört die Ausstattung mit modernen Kommunikationsmitteln

dazu. Dabei sehen wir viele Chancen, den KMUs einen Meetingraum

auf monatlicher Basis, gebündelt mit unserem Know-how

zur Verfügung zu stellen.

Brigitte Kathriner,

Business Development

Manager bei ALSO.

Cloud & Managed Services

85


Der Cloud-Service-Broker als

Vermittler zwischen Business und IT

XAAS

Immer mehr Unternehmen nutzen Services verschiedener Cloud-Anbieter. Ein Cloud-Services-

Broker als Schnittstelle kann helfen, diese Services sinnvoll zu orchestrieren.

Treiber von Veränderungen in der IT ist das Business. Es kommt

mit Anforderungen und Ideen, die meist schnell umgesetzt werden

sollen. Cloud-Services dienen hierbei oft als geeignetes

Mittel. So erstaunt es nicht, dass die Nutzung von Cloud-Services

in deutschen Unternehmen in den letzten drei Jahren von

44 Prozent auf 65 Prozent gestiegen ist («Cloud-Monitor 2017»,

KPMG). In der Schweiz dürfte die Situation ähnlich sein.

Als pragmatischer Ansatz für Cloud Computing haben sich

in den letzten Jahren hybride Lösungsmodelle etabliert. Sie nutzen

sowohl On-Premises- als auch Cloud-Ressourcen und verhelfen

der IT zu mehr Effizienz und meist auch zu mehr Sicherheit.

Während so zum Beispiel geschäftskritische Daten und

Anwendungen weiterhin on-premises laufen, kann alles andere

kostengünstig und skalierbar aus der Cloud bezogen werden.

In jüngster Zeit hat sich die Cloud-Nutzung dahingehend entwickelt,

dass immer mehr Unternehmen Services von einer Vielzahl

von Cloud-Anbietern nutzen. Schätzungen gehen davon aus,

dass bis Ende 2018 die Hälfte aller Unternehmen mehr als fünf

verschiedene Cloud-Dienstleister nutzen wird. Man spricht hier

auch vom sogenannten Multi-Cloud-Ansatz, bei dem ein Unternehmen

unterschiedliche Cloud-Services integriert.

SaaS-Lösungen an der Spitze

Bei einem Multi-Cloud-Ansatz können Services unterschied licher

Granularität miteinander kombiniert werden. Als Fundament dienen

Infrastructure-Services (IaaS), die grundlegende IT-Ressourcen

wie Rechner- und Netzwerkkapazität sowie Storage-Lösungen

zur Verfügung stellen. Beispiel für IaaS-Angebote sind die

Die Autoren

Urban Lankes, Gründer, CEO und Verwaltungsratspräsident

des IT-Dienstleistungsunternehmens

Trivadis

Florian van Keulen, Principal Consultant in

den Bereichen Cloud & Security und Program

Manager Cloud Computing beim IT-

Dienstleistungsunternehmen Trivadis

Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) oder die Microsoft Azure

Compute Services, eine zentrale Cloud-Plattform für skalierbare

Rechenkapazität. Auf der nächsten Ebene stellen Plattform-

Services (PaaS) Datenbank, IoT, BI, Programmiermodelle und

Entwicklerwerkzeuge bereit, um cloudbasierte Anwendungen zu

erstellen und auszuführen. Ein Platform-as-a-Service ist beispielsweise

die BI-, Analytics- und Entwicklungsumgebung von

Microsoft Azure. SaaS repräsentiert die oberste Schicht im

Cloud-Modell, bei dem der Provider den Nutzern seine eigenen

Anwendungen bereitstellt. Beispiele hierfür sind die Microsoft

Office 365 und Dynamics CRM Online sowie Salesforce.

Von IaaS, PaaS und SaaS wird heute unterschiedlich häufig

Gebrauch gemacht. Laut dem Cloud Security Spotlight Report

2017, der auf einer umfassenden Onlineerhebung unter 1900

Cybersecurity-Spezialisten beruht, nutzen 67 Prozent der Unternehmen

bereits SaaS, 50 Prozent IaaS und 38 Prozent PaaS.

Dies ist damit zu erklären, dass insbesondere SaaS häufig Antworten

auf Businessanforderungen darstellen. Sie sind nicht

Bild: gorodenkoff / iStock.com

86 Cloud & Managed Services


Als Schnittstelle zwischen IT und Business

stellt der CSB die Qualität, Sicherheit,

Compliance und Performance entlang

der gesamten Wertschöpfungs -kette

von Services sicher.

Bild: vasabii / Fotolia.com

selten hochspezialisiert und bedienen eine bestimmte Nische –

so gibt es etwa SaaS zur automatisierten Erstellung von Geschäftsberichten

oder Abrechnungen. In der Schweiz ist gemäss

dem Swiss Software Industry Survey der Anteil der Hersteller

und Customization, also die individuelle Anpassung an Kundenbedürfnisse.

Als Schnittstelle zwischen IT und Business stellt

der CSB die Qualität, Sicherheit, Compliance und Performance

entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Services sicher.

massgeschneiderter Softwarelösungen mit 36,3 Prozent auch

sehr hoch. In Zukunft dürfte diese Zahl weiter steigen.

Gerade im Bereich SaaS nutzen Unternehmen heute also

bereits eine Vielzahl verschiedener Anbieter, während es bei

IaaS und PaaS nur ein paar wenige sein dürften.

Business-Manager und IT-Experte

Ein CSB kann – genauso wie andere Cloud-Services – über

einen externen Dienstleister als Service in Anspruch genommen

werden. Da die Komplexität der vorhandenen Cloud-Services

auch in Zukunft weiter zunehmen dürfte, sehen Analysten

Aggregation, Integration und Customization

Die steigende Anzahl der Cloud-Services-Anbieter mit ihren

verschiedenen Bereitstellungsoptionen und Kostenstrukturen

gestaltet es für Unternehmen sehr schwierig, den richtigen

Anbieter/Service zu identifizieren. Häufig werden SaaS-Dienste

auch an der IT «vorbei» gebucht,

hier immenses Potenzial. Schätzungen zufolge wird der

globale Markt für CSB-Services bis 2020 einen Wert von 13,3

Milliarden Dollar erreichen.

Alternativ kann der Cloud-Service-Broker als eigene Stelle

innerhalb des Unternehmens angesiedelt sein. Hierfür sind

weder Spezialisten noch Generalisten

womit ein Wildwuchs vorprogrammiert

ist. Abhilfe schaffen kann hierbei eine

Stelle, die die verschiedenen Cloud-

Services und -Service-Bestandteile zu

einem ganzheitlichen Service orchestriert.

CSB können sich innerhalb

eines Unternehmens zu einflussreichen

Entscheidungsträgern

entwickeln.

geeignet – es sind Versatilisten, die

die idealen Kandidaten für die Rolle

als CSB darstellen. Sie verfügen nicht

nur über tiefe Fachkenntnisse, sondern

auch über ein breites Business-

Wissen, das ihnen eine umfassende

Für diese Stelle hat sich in den letzten Jahren der Begriff des

Cloud-Service-Brokers (CSB) etabliert. Laut Definition des National

Institute of Standards and Technology (NIST) ist diese als

Einheit zu verstehen, die den Einsatz, die Performance und die

Bereit stellung von Cloud-Services managt sowie zwischen

Cloud-Services-Anbieter und -Nutzer vermittelt. Gartner sieht

dabei drei zentrale Aufgabenbereiche, die ein CSB im Hinblick

auf Cloud-Services wahrnehmen muss: Aggregation, Integration

Sicht auf die Geschäftsprozesse erlaubt. Als Versa tilist vereint

ein Cloud-Service-Broker also die Kompetenzen eines Business-Managers

mit denjenigen eines IT-Experten auf sich, ist

Integrator und Transformator zugleich.

Cloud-Services-Broker können sich innerhalb eines Unternehmens

zu wichtigen Beratern und einflussreichen Entscheidungsträgern

entwickeln. Dabei wird oftmals auch auf Unterstützung

von externen Spezialisten und Beratern gesetzt.

Cloud & Managed Services

87


KOLUMNE

Stell Dir vor, es ist Cloud,

und keiner geht hin

Wer je Daten aufgrund eines fehlenden Back-ups verloren hat, dem passiert das kein

zweites Mal. Wie bequem ist ein Cloud-Speicher, der automatisch die lokalen

Dokumente synchronisiert. Was sich zuhause bewährt, steht in vielen Unternehmen

aufgrund von Cloud-Verboten nicht zur Verfügung.

Wer glaubt ernsthaft noch,

dass die Gefahr eines Hacker-angriffs

grösser ist als die eines

unzufriedenen Mitarbeiters?

Schmerzhafte Erlebnisse haften besser im Gedächtnis und

so erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen: Vor rund

zwei Jahrzehnten half ich als Student im Sekretariat eines

Jugendverbandes aus. Dieser nutzte für die Verbandsarbeiten

schon damals PCs mit Apfel-Logo (noch lange bevor das als

hip galt). Und so beschloss ich, als Lohn für meine ehrenamtliche

Tätigkeit, auf der Back-up-Festplatte ein paar Mac-

Programme mit nach Hause zu nehmen (mein Software-

Piracy-Unrechtsbewusstsein war damals noch nicht völlig ausgebildet

...).

Ganz nach Murphy’s Law hatte nun der Sekretariats-Mac

just dann einen Harddisk-Crash, als ich mir gleichzeitig das

formatierte Back-up als Datenträger für die besagten Programme

auslieh. So kam es, wie es kommen musste: Die auf der

Harddisk abgespeicherten Kursunterlagen im Erstellungsaufwand

von rund zwei Mannjahren lagen nun in den ewigen

Datengründen. Und der sich schuldige bekennende Student

investierte zwei Wochen seiner Semesterferien mit der Wiederherstellung

derselbigen. Einem Flachbettscanner samt

OCR-Software verdanke ich, dass nicht die gesamten Ferien

draufgingen.

Synchronisation statt Depression

Wie unterschiedlich verlief dagegen vor Kurzem das eigentlich

vergleichbare Ereignis: Beim Aufweckversuch meines Surface

Pro regte sich gar nichts mehr (und wenn Hardware nicht will,

steht auch der Software-Kundige still), sodass mir nur der

Weg zum Microsoft Customer Support blieb. Da die Zwei-

Jahres-Garantie schon ein halbes Jahr abgelaufen war, be-

Der Autor

Christof Zogg ist Director Digital Business

bei den SBB

stand keine Chance mehr, das Gerät reparieren zu lassen.

Man bot mir für einen fairen Preis das Nachfolgemodell an –

logischerweise jedoch ohne meine privaten Daten.

Was damals noch meinen digitalen Ruin bedeutet hätte

(ein Datenverlust von zwanzig Mannjahren), liess mich heute

nur einen kurzen Moment zagen: Denn alle meine persönlichen

Dokumente, Passwörter, Fotos, Videos und Songs werden

selbstverständlich in der Public Cloud synchronisiert. So

dauerte es nach Erhalt des Ersatzgerätes gerade mal vier

Stunden Handarbeit sowie eine Synchronisation von knapp

200 GB an Daten über Nacht, bis meine neue Maschine wieder

vollständig aufgesetzt war.

Das Sicherheitsargument des Spiegelfechters

Wie anders wäre die Geschichte verlaufen, hätte nicht mein

Privat-PC, sondern mein Geschäfts-Laptop ins digitale Gras

gebissen? Hier gibt’s nämlich wie in den meisten Grossunternehmen

(aber wohl auch vielen KMUs) ein striktes Cloud-

Verbot für Unternehmensdaten. Nun mag der geneigte

System administrator einwenden, dass die Unternehmensdokumente

ja sowieso auf einem Unternehmensserver und

keinesfalls auf dem lokalen Client liegen dürfen. So einen

Administrator müsste man dann aber fragen, wie man so pro

Monat rund 4000 Kilometer produktiv im Zug arbeiten könne,

obwohl an manchen Orten die WLAN-Signalverstärkung nach

wie vor zu wünschen übrig lasse.

Und überhaupt: Wer glaubt denn heute ernsthaft noch,

dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Hackerangriffs

auf Dropbox, Onedrive oder Google Drive grösser ist als

diejenige eines unzufriedenen Mitarbeiters, der am USB-Port

seine externe Festplatte anschliesst?

Also, liebe Unternehmen, wenn die Daten schon nicht in

die Cloud dürfen, dann wenigstens auf ein System mit Offline-

Datensynchronisation.

88 Cloud & Managed Services


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