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VIETNAM LÄNDERPORTRÄT

VIETNAM LÄNDERPORTRÄT WUSSTEN SIE, DASS...? Die Halong Bucht ... Vietnam der weltweit größte Exporteur von Cashewkernen ist? ... die Vietnamesische Sprache sechs verschiedene Tonlagen hat? Eine Veränderung der Tonlage ändert die Bedeutung des Wortes. ... Hängebauchschweine von Vietnamesen als Haustiere gehalten werden? ... die Natur noch immer stark durch den Einsatz chemischer Kampstoffe im Vietnamkrieg geschädigt ist und es noch heute ein Grund für Fehlbildungen bei Neugeborenen ist? ... es in der Öffentlichkeit verboten ist, sich die Nase zu putzen? ... Vietnam zu den weltweit zweitwichtigsten Kaffeeproduzenten gehört? Vor ihm ist Brasilien. BUCHTIPP Monika Heyder Kultur Schock Vietnam Reise Know-How Verlag Der Reiseführer gibt einen ausgezeichneten Einblick in Traditionen, Kultur, Religion, Geschichte und Gesellschaft Vietnams. Franz-Josef Krücker Vietnam Mit Hanoi, Hue und Saigon Trescher Verlag Das Buch beinhaltet neben allgemeinen Einblicken in den Alltag des Vietnams, fundierte Hindergrundinformation zu Geschichte und Kultur. VIETNAM IM INTERNET Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam in Wien www.vietnamembassy.at widmet. Es ist die größte und wichtigste Feierlichkeit im Jahr und findet zwischen 19. Januar und 19. Februar statt. Die Vorbereitung der kulinarischen Genüsse ist ein wesentlicher Teil des Festes. Daher kommt auch der Spruch: Das „Tet“ wird nicht gefeiert, sondern gegessen. Der viereckige Tet-Kuchen aus Klebreis – das Symbol für die Erde – darf dabei nicht fehlen. Der Herdgeist „ông Táo“ berichtet im Himmel über alles Gute und weniger Gute der Familie . Je nach dem Bericht wird das Leben der Menschen verlängert oder verkürzt. Aus diesem Grund findet auch der jährliche Tet-Hausputz statt, die Gräber der Verstorbenen werden besucht und die Ahnen dazu eingeladen das Tet-Fest gemeinsam mit der Familie zu feiern. • Glaubensvorstellungen Die religiösen Vorstellungen der Vietnamesen sind sehr vielschichtig. Es existieren seit mindestens 2000 Jahren verschiedene Glaubensvorstellungen gleichzeitig, dabei zählen der Animismus und die Ahnenverehrung zu den Ältesten. Gottheiten werden im Vietnamesischen als „thân“ bezeichnet. Am meisten wurden Mächte der Naturgewalten gefürchtet. Die ersten Objekte der Anbetung waren deshalb Regen, Wolken, Blitz und Donner. Die meisten Gottheiten waren weiblich und auch verschiedene Tiere sah man als beseelt an. Personengottheiten waren vor allem Menschen, die schon zu Lebzeiten Eigenschaften wie Stärke, Macht, Reichtum oder besondere Fähigkeiten besaßen. Die vietnamesische Familie besteht aus Lebenden und Verstorbenen. Nach dem Tod geht der Mensch in die Welt der Ahnen ein. Zwischenmenschliche Beziehungen bleiben aufrecht erhalten und Verstorbene werden verehrt. In schwie- rigen Situationen werden die Ahnen um Hilfe gebeten. Im Gegenzug sorgen die Lebenden unter anderem durch Speiseopfer für das Wohlbefinden der verstorbenen Seelen. Zu den adaptierten Religionen gehören naben dem Buddhismus auch der Daoismus, und der Konfuzianismus. • Kulinarik Die Ess- und Trinkkultur wurde historisch bedingt vor allem von der chinesischen und französischen Küche geprägt. Im Süden des Vietnams gibt es auch Einflüsse der Thai, der Khmer sowie der indischen Küche. Neben Fleisch- und Fischgerichten wird auch eine reiche Vielfalt an vegetarischen Gerichten angeboten. Das Hauptnahrungsmittel ist Reis, von dem es bekanntlich rund 2000 Sorten geben soll. Der Reisexport gehört dabei zu dem wichtigsten Handel des Vietnams. Die beliebteste Speise ist die schmackhafte Nudelsuppe „Pho“. Dabei stehen drei Nudelsorten zur Auswahl: weiße Reisnudeln (Bahn), durchsichtige Glasnudeln (Mien) und gelbe Weizennudel. Diese werden mit hauchdünn und frisch geschnittenen Hühner - oder Rindfleischstreifen, Ingwer und grünem Blattgemüse vermischt und anschließend mit Brühe übergossen. Dazu gibt es ein Gemisch aus Salz und Pfeffer, in das ein paar Tropfen Zitronen- oder Limettensaft hinzugefügt wird und die unvermeidliche Nuoc-mam-Sauce zum Würzen. „Nuoc mam“ bedeutet wörtlich übersetzt „Wasser vom gesalzenen Fisch“ und ist ein stark konzentrierter Sud, der durch das Fermentieren von in Salz eingelegtem Fisch gewonnen wird. Gegessen wird mit Essstäbchen und Löffel, wobei dieser lediglich als Hilfsgerät für die klare Suppe dient. • Fotos: pixelio/janusz klosowski 44 | SOCIETY 2_2017

VIETNAM RESTAURANT Im „Good Morning Vietnam“ werden traditionellle und außergewöhnliche Kreationen präsentiert. Good Morning Vietnam Die Küche Vietnams ist traditionell vielfältig und wurde durch den französischen Einfluss positiv ergänzt, wovon man sich auch in Wien überzeugen kann. Fotos: good morning vietnam Kreative Gaumenfreuden erwarten den hungrigen Gast im „Good Morning Vietnam“. In der Sechsschimmelgasse in Wien Alsergrund versteckt sich das stylische, aber gemütliche Lokal von Thao Giang Nguyen. „Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit: Der Mittelpunkt der Familie war meine Großmutter; wir trafen uns alle beim Frühstück und kein Tag begann ohne ihre köstliche Phò bò - Suppe. Meiner Großmutter verdanke ich auch die Liebe zum Kochen - die Liebe zum Essen allerdings gehört zu jedem Vietnamesen“, so der passionierte Gastronom. Auf der Speisekarte finden sich Klassiker wie „Summer Rolls“ und „Reisnudelsuppe mit Rindslungenbraten“, aber auch modernisierte Variationen traditioneller Gerichte wie etwa der spektakulär angerichtete „Seealgensalat mit Lotuswurzel und Lotusstiel“. Fleisch- und Fischsorten, Geflügel und Wild, Gemüse und Kräuter sowie Reis und Nudeln sind immer von bester Qualität und werden raffiniert zubereitet. „Für uns ist diese Tradition Verpflichtung. Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Küche Vietnams, stöbern in alten Kochbüchern, forschen und suchen vor Ort nach alten Kochrezepten und können dadurch traditionelle Gerichte weiterentwickeln und modernisieren, um unseren Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten. Denn das ist unser höchstes Ziel: Unsere Gäste in den Genuss dieser wunderbaren Küche kommen zu lassen“, sagt Lokalbesitzer Nguyen. So viel Engagement wurde bereits ausgezeichnet – „Good Morning Vietnam“ erhielt im Falstaff Restaurantguide 2017 eine Gabel und 83 von 100 Punkten. • KONTAKT GOOD MORNING VIETNAM Sechsschimmelgasse 16 1090 Wien Tel: +43 -1- 307 31 61 restaurant@goodmorningvietnam.at www.goodmorningvietnam.at SOCIETY 2_2017 | 45

SOCIETY MAGAZIN
SOCIETY Magazin/Ausgabe 370
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