Tassilo, Ausgabe Januar/Februar 2018 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

tassilo2

Ausgabe 16

Januar / Februar 2018

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: i

dC

Christian hiti

Bäck, mauritius images

Gabriele-Münter-Haus, Murnau am Staffelsee

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Auf der Roten Couch

Penzbergs Chefin Elke Zehetner

Forschung am Fisch

Die Landesanstalt in Starnberg


GmbH


Zeitgemäß ins neue Jahr

Winterzeit ist Skifahrzeit.

Und eigentlich ein Muss

für jeden „tassilo“-Leser.

Eigentlich. Klimawandel,

Naturschutz, hohe

Liftpreise und immer

weitere Wege. In unserer

Januar/Februar-

Ausgabe haben wir

mit Skischul-Betreibern

und Skiclub-Vorsitzenden

gesprochen und

die richtungsweisende

Frage gestellt: Ist Skifahren überhaupt noch zeitgemäß?

Definitiv rückläufig waren die vergangenen

Jahre Hochzeiten. Nun aber geht der Trend wieder

zum feierlichen Bund fürs Leben. Wetterbedingt

wird bevorzugt im Frühjahr oder Sommer geheiratet,

wenn die Temperaturen höher, der Himmel blau

und die Blumen bunt sind. Die Vorbereitungen für

den „schönsten Tag“ beginnen allerdings viel früher.

Gästeliste, Lokal, Speisekarte, Musik, Anzug und

Kleid, Fotograf, Papierkram, standesamtlich oder

auch gleich kirchlich? Hochzeitsplanungen kosten

Zeit, Kraft und Geld. Umso wertvoller ist eine Veranstaltung,

die den Facettenreichtum unter einem Dach

vereint – die Hochzeitsmesse in Weilheims Stadthalle.

Eine andere Stadthalle aus unserem Verteilgebiet

findet Erwähnung im großen Interview auf der Roten

Couch. Elke Zehetner, Bürgermeisterin, Kreisrätin,

Zweifach-Mutter und ehemalige Büroleiterin des

Kreisverwaltungsreferenten der Landeshauptstadt

stand uns diesmal Rede und Antwort. Und machte

keinen Hehl daraus, dass Welt-Konzern Roche die

17 000 Einwohner starke Stadt Penzberg vor große

Herausforderungen stellt.

Nichts zu kritisieren gibt es an der Luftrettung, die

Dank kurzer, schneller und sanfter Wege täglich

Menschenleben rettet. Doch wer entscheidet, bei

welchem Unfall der Rettungshubschrauber alarmiert

wird? Spannende Antworten haben wir in

der Integrierten Leitstelle Oberland gefunden. Und

beim ADAC, der unter anderem den topmodernen

Intensivtransport-Hubschrauber „Christoph Murnau“

bereitstellt. Speziell im Winter ist der 1 072-PS-

Helikopter nahezu im Dauereinsatz, weil sich unter

anderem dutzende Ski- und Snowboardfahrer in

Garmisch-Partenkirchen und Umgebung auf die Pisten

wagen, zu Sturz kommen und sich schwer verletzen.

Nicht ganz so gefährlich ist das Fahren mit

dem Zipflbob. Der kultige Kunststoffschlitten mit

Festhalte-Knüppel ist leicht, handlich und bei nahezu

allen Schneebedingungen gut einsetzbar. Wir haben

uns den original „mini bob“ etwas genauer angeschaut,

dessen Erfinder zwar aus Österreich stammt,

jedoch seit vielen Jahren Wohnort, Firmensitz

und Vertrieb direkt in unserem Verteilgebiet hat –

und auch seinen Bob seit jeher in Deutschland

herstellen lässt.

Wer von Ihnen, liebe Leser, keine Lust auf Wintersport

hat, dem sei zur Überbrückung der kalten Jahreszeit

ein Besuch in einem unserer wunderschönen Museen

ans Herz gelegt. Zum Beispiel das Buchheim-

Museum in Bernried, direkt am Starnberger See

gelegen, das Stadtmuseum im Zentrum Weilheims,

die Campendonk-Sammlung in Penzberg oder das

Murnauer Münter-Haus, dessen Außenaufnahme

wir diesmal als Titelbild gewählt haben. Zeitgemäß

von Schnee bedeckt. In diesem Sinne, ob auf Skiern,

Schlitten oder im Museum: Einen guten Rutsch ins

neue Jahr, wünscht von Herzen

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Besuch in der Landesanstalt

für Landwirtschaft: Für einen

gesunden, regionalen Fisch

Seite 9

Auf der Roten Couch:

Penzbergs Bürgermeisterin

Elke Zehetner

Seite 14

Maximaler Spaß für

Jung und Alt. Alle lieben

den Zipflbob

Seite 18

Regionale Darter

gewinnen Meisterschaft und

reisen nach Las Vegas

Seite 22

Weitere Wege, höhere

Kosten! Ist Skifahren

überhaupt noch zeitgemäß?

Seite 30

Technisch, kreativ und

sozial kompetent — die Create

Schools in Tutzing

Seite 32

Schneller Krankentransport:

Wann kommt eigentlich ein

Rettungshubschrauber?

Seite 34

Wo schiach sei schee is.

Ein Huglfinger Kultverein

stellt sich vor

Seite 40

Die Heimat der Weilheimer

Geschichte: Ein Rundgang

durch das Stadtmuseum

Seite 42

Segnung, Weihe oder

Einweihung? „tassilo“

klärt auf ...

Seite 48

Die Geschichte eines

Heiratsantrags, der unter

die Haut geht

Seite 54

Im Fasching herrscht

Hochbetrieb beim

Kostümverleih „Annelies“

Seite 58

Eine Umkehrung des Trends?

Existenzgründerberatung bei

der IHK

Seite 63

Start ins neue Jahr: Unsere

Veranstaltungstipps für Januar

und Februar 2018

















januar / februar 2018 | 3


Forschung und Beratung in der Landesanstalt

Für einen gesunden,

regionalen Fisch

Starnberg I Die Bayerische Landesanstalt

für Landwirtschaft ist

unter anderem auch zuständig für

Fischzucht und Fischerei. Bayernweite

Anlaufstelle hierfür ist das

Institut für Fischerei in Starnberg.

Im Gebäude am südwestlichen

Ortseingang sitzen hochdotierte

Lehrer und Wissenschaftler, die

sich primär um fünf Schwerpunkte

kümmern: Fluss- und Seenfischerei,

Karpfenteichwirtschaft,

Forellenteichwirtschaft, intensive

Aquakultur sowie Aus- und Fortbildungen.

Was zunächst nach

viel Theorie klingt, entpuppt sich

beim Blick hinter die Kulissen

als wahre Werkstätte der Praxis.

Allein die Form und Größe der

Anlage, die im Vorbeifahren auf

der Weilheimer Straße nicht ersichtlich

ist, verdeutlicht die praxisorientierte

Arbeit des Instituts.

Am tiefsten Punkt des Areals,

von Natur aus geformt wie ein

kleines, mischwaldgeprägtes Tal,

befinden sich rund 25 Teiche aus

Beton oder Kies, Lehm und Erde.

Sieben natürliche Quellen sorgen

stets für saubere und sauerstoffreiche

Wasserzufuhr, so dass sich

die Forellen und Saiblinge, nach

Alter getrennt, pudelwohl fühlen

in ihrem wissenschaftsdienlichen

Zuhause. Im Hang hinauf zur

Starnberger Hauptverkehrsachse

stehen zwei große Gebäude. Das

eine und zugleich ältere: Ein Internat

für Fischwirt-Azubis, die

aus ganz Bayern, zum Teil auch

aus Baden-Württemberg, Norddeutschland,

der Schweiz und

Österreich kommen. Das etwas

neuere Gebäude daneben dient

der Forschung, Bildung und Verwaltung.

Im dortigen Labor werden

unter anderem Wasserqualität

und Schuppen der Fische unter

die Lupe genommen. Das Muster

der Schuppen beispielsweise liefert

ähnlich wie bei Baumringen

Erkenntnisse über das Alter der

Fische. Im Lehrsaal, gespickt mit

präparierten Süßwasserfischen

aller Art, sitzen fleißige Schüler

vor ihren Übungsblättern. In den

einzelnen Werkstätten werden

unter anderem Fangnetze von

Hand zusammengeknüpft. Aquarien,

Pflanzen, Poster und Fischfotos

zieren die vielen Gänge und

Treppenaufgänge des Instituts.

Im Sinne

der Natur

Den besten Überblick hat Dr.

Helmut Wedekind, 56, gebürtiger

Niedersachse und seit vielen

Jahren Leiter des Instituts für Fischerei

in Starnberg. Er sitzt ganz

oben im Büro, hat beim Blick aus

seinem westseitigen Fenster die

komplette Teichanlage direkt vor

seinen Augen und könnte stundenlang

erzählen über Arbeit und

Geschichte des „IFI“, wie er es in

Kurzform nennt. Quasi gegründet

wurde die Einrichtung vor

108 Jahren, damals als Fischereischule

Starnberg – beauftragt von

keinem geringeren als König Ludwig

II. 1951 wurde die Anlage verstaatlicht

mit dem Ziel, Forschung

und Beratung für eine optimale

Seen- und Flussfischerei sowie

Teichwirtschaft in Bayern zu erreichen.

Heißt: Wedekind und seine

Mitarbeiter arbeiten für und im

Sinne der hiesigen, traditionellen

Fischereien, kämpfen sozusagen

für deren Erhalt und Zukunft. Allerdings

stets so, dass auch alle

Umwelt- und Naturschutzaspekte,

die sehr eng mit dem Ge-

Dr. Helmut Wedekind d erklärt die Altersbestimmung ti bei Fischen anhand

einer abgebildeten Schuppe.

4 | tassilo


Abstreifen: Für die Nachzucht ht werden die Eier (Rogen) der weiblichen

Fische mit dem Sperma der männlichen Fische (Milchner) besamt.

Dafür wurde extra, zwischen den

großen Gebäuden und der Teichanlage,

eine Futterhalle mit Füt-

schäft am, im und unter Wasser

zusammenhängen, eingehalten

und unterstützt werden. „Saubere

Gewässer mit Artenvielfalt sowie terungsautomaten

gesunde Fische mit bester Produktqualität“,

sagt Wedekind zusammenfassend.

Auch kleine Fische

wie die wiederangesiedelte

Elritze, die nicht verspeist werden

und damit auch kein Geld in die

Fischerei-Kassen spülen, haben

eine Daseinsberechtigung in den

hiesigen Gewässern, weil sie ein

Indikator natürlicher Ausgeglichenheit

sind.

Das ideale

Fischfutter

Nach guter Wasserqualität ist laut

Wedekind das Fischfutter der mit

wichtigste (Kosten)faktor in der

Fischzucht. Je besser das Futter,

desto gesünder der Fisch, desto

besser die Fleischqualität. Ein Zeichen

für bestes Futter sind möglichst

wenige Ausscheidungen der

Fische, was wiederum Gold wert

ist für eine gute Wasserqualität.

„Deshalb ist die Forschung und

Produktion von optimal zusammengesetztem

Fischfutter ein zentrales

und führendes Projekt an

unserem Institut“, sagt Wedekind.

ausgestattet.

Darin lagert auch für jeden Fisch,

nach Alter und Art unterschieden,

das auf ihn ideal abgestimmte

Futter, das heutzutage mit wenig

vom vielkritisierten Fischmehl

auskommt und sich auch aus

regionalem Getreide sowie tierischen

Eiweißen zusammensetzt.

Regelmäßig gefüttert werden

auch die jüngsten Fische am Institut,

die aus der professionellen,

hauseigenen Aufzucht stammen –

und ab einer gewissen Größe entweder

im Rahmen wissenschaftlicher

Studien zum Wachstum oder

zur Futterverwertung eingesetzt

werden. Oder den institutseigenen

Zuchtfischbestand von Forellen

und Saiblingen ergänzen.

Auch Koch- und

Räucherkurse

Ein Teil der aufgezogenen Fische

wird in praktischen Schulungsveranstaltungen

verwertet. Korrektes

Ausnehmen und Zubereiten

der Fische ist nämlich auch ein

zentrales Thema am Institut, insbesondere

im Rahmen der Ausbildung

zum Fischwirt. Auf dem

Stundenplan der insgesamt drei

Klassen stehen sogar Koch- und

Räucherkurse. Schließlich gilt

ein frischer, regionaler Fisch als

äußerst gesundes Lebensmittel

und er schmeckt zweifelsohne

besser als der aus dem Gefrierfach

im Supermarkt.

js

Das Areal: Unten befinden sich die Teichanlagen, oben in den Gebäuden

Labor, Lehrräume, Werkstätten sowie die Berufsschule.

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januar / februar 2018 | 5


Hansi März baut seinen eigenen Tourenrennwagen

Einen Abarth zum Leben erweckt

Auf der Überholspur:

Hansi März mit seinem Abarth T140

bei Testfahrten auf dem Salzburgring.

Foto: www.roaring-classics.com

Böbing | Sechs Liter Hubraum,

Sechs-Gang-Getriebe, BMW V12-

Motor, derzeit 450 PS, etwa 800

Kilogramm Gewicht, Spitzengeschwindigkeit:

über 300 Stundenkilometer.

Die nackten Zahlen

zu einem Auto, das es im Grunde

genommen gar nicht gibt. Dass

man heute dennoch über den

Abarth T140 sprechen kann, liegt

vor allem an einem Mann: Hansi

März. Der 30-Jährige hat den

Rennwagen in kompletter Eigenregie

gebaut. Und zwar nach

einem Modell der Größe 1:43,

welches in Folge einer Prototypenserie

aus den Sechzigerjahren

angefertigt wurde. Die Pläne des

Abarth T140 wurden letztlich 1967

eingestampft, da die FIA (internationaler

Automobilverband) in

dieser Zeit das Reglement änderte.

Das Rennauto, konzipiert für

das 24-Stunden-Rennen von Le

Mans, hätte nicht mehr den Richtlinien

entsprochen.

„Wenn man sich ein solches Projekt

vornimmt, dann die Königsklasse“,

so Hansi März auf die

Frage, warum es ihm gerade der

Abarth T140 derart angetan hat.

Zudem war er durch Freundschaften

„bereits ein wenig in die

‚Abarth-Szene‘ gerutscht“. Die

Leidenschaft für alles Motorisierte

wurde dem Böbinger hingegen familienbedingt

bereits in die Wiege

gelegt, gewissermaßen ist er in

der Werkstatt aufgewachsen. Gerade

deshalb absolvierte er keine

Ausbildung zum Kfz-Mechaniker,

sondern ist gelernter Feinwerkmechaniker.

„Damals wollte ich einfach

mal was anderes machen“,

blickt Hansi März zurück. 2011

schloss er die Schule zum Maschinenbau-Techniker

ab. In dieser

Zeit reifte auch die Idee zum Bau

des Abarths, die Konstruktion des

Rahmens zählte bereits zu seiner

Abschlussarbeit. Besonders das

Drehen und Fräsen, was er während

seiner Ausbildung vertiefte,

sowie das Konstruieren und CAD-

Zeichnen aus der Technikerschule,

waren Fertigkeiten, die ihm während

seines Mammut-Projektes

enorm weiterhalfen. „Den Rest

bringt man sich selber bei“, sagt

der Auto-Experte schmunzelnd –

als gäbe es nichts Einfacheres.

Viel Arbeit bis zur

ersten Testfahrt

Bis zur Jungfernfahrt im Mai 2017,

auf der Rennstrecke im italienischen

Varano, war es für Hansi

März und seinen Abarth T140 ein

langer Weg. Grundlage für das

spätere, reale Fahrzeug war jenes

1:43-Modell des Fahrzeugs vom

Unternehmen Abarth & Co, welches

seit 1971 zum Fiat-Konzern

gehört. Zunächst fertigte er einen

Holzrahmen, dann kam Pappe darüber

und schließlich modellierte

er aus Gips die fertige Oberfläche.

„Da habe ich in der Werkstatt

richtig viel Dreck gemacht“,

erinnert sich März. Anschließend

goss er die Karosserieteile aus

glasfaserverstärktem Kunststoff.

Was ziemlich fix erklärt ist, war

natürlich ein komplexes Unterfangen

und mitunter durchaus

ermüdend. „Als ich die Karosserie

anfertigte, habe ich drei Monate

lang nur auflaminiert und geschliffen,

gespachtelt und wieder

geschliffen“, erzählt Hansi März.

Dass der Böbinger dennoch nie an

Motivationsproblemen litt, lag insbesondere

an den spannenderen

Tätigkeiten. Etwa als er den Motor

einbauen durfte. Da es weltweit

nur drei Original-Motoren gibt,

diese entsprechend unbezahlbar

sind, verwendet er einen BMW

V12-Motor. Wie im Grunde genommen

alles am Auto, vom Anfertigen

des Armaturenbretts bis

6 | tassilo


Hansi März inmitten seines „Babys“: Der Abarth T140 ist derzeit

wieder zerlegt. Er optimiert Bremsen und Schaltung.

zum Einpassen der Sitze, hat er

auch die Abstimmung des Motors

selbst gemacht. Das 450 PS-starke

Gefährt soll noch auf rund 550

PS „aufgemotzt“ werden. Wie?

„Drehzahlerhöhung, Feinabstimmung,

Nockenwellen“, zählt Hansi

März völlig selbstverständlich auf.

Auf die Frage, wann er komplett

fertig sein wird, weiß er hingegen

keine konkrete Antwort. „Es bedarf

einer stetigen Weiterentwicklung“,

sagt er über seinen Abarth

T140, der derzeit wieder nahezu

vollständig zerlegt ist – Bremsen

und Schaltung werden momentan

optimiert. Spätestens Ende

nächster Saison soll die Grobphase

jedoch abgeschlossen sein.

Ein bis zwei Testtage auf einer

Rennstrecke irgendwo in Europa

sollen dann den Fortschritt zeigen.

Entscheidend für das Gelingen des

Projekts und die zeitliche Taktung

war und ist stets der Faktor Geld.

Rund 25 000 bis 30 000 Euro hat

der zweifache Familienvater bereits

in seinen Abarth investiert.

Ganz abgesehen von den unzähligen

Arbeitsstunden, für die er seine

Freizeit opferte, schließlich ist

er hauptberuflich bei Hirschvogel

in Schongau angestellt.

Zwickmühle: Verkaufen

oder Besitzen?

Was Hansi März mit seinem Rennauto

vorhat, sobald es fertig ist,

weiß er noch nicht abschließend:

„Es war immer mein Traum, solch

einen Wagen zu besitzen.“ Sollte

er allerdings ein entsprechendes

Angebot bekommen, würde er

wohl auch verkaufen – aus gutem

Grund. Da es den Abarth T140

niemals wirklich gab, ist auch

eine Wertschätzung nur bedingt

möglich. „Der Porsche 917 wäre

das konkurrierende Tourenrennauto

gewesen“, vergleicht er und

ergänzt: „Ein Originaler wird hier

zwischen drei und vier Millionen

gehandelt“. Zudem gibt es unter

anderem in Australien ein paar

Mechaniker, die den Porsche nachbauen

und ihn für rund 250000

Euro verkaufen. Heißt: „Wenn ich

verkaufe, müsste das Angebot

schon gut sechsstellig sein“, so

März. Der Oldtimer-Markt ist in

den letzten Jahren enorm gewachsen,

so dass solcherlei Summen

nichts Ungewöhnliches sind. Viele

vermögende Personen setzen,

auch wegen der Niedrigzinsphase,

lieber auf die im Wert steigenden

Vehikel als Geldanlage. Ob das

Monetäre jedoch alleine ausreichen

wird, damit sich Hansi März

von seinem „Baby“ trennt, darf

durchaus bezweifelt werden, liegt

doch die Vermutung nahe, dass

er es zumindest in guten Händen

wissen will. Ein Kollege, der

ebenfalls einen Rennwagen komplett

selbst zusammenbaut, ist

ihm nicht bekannt. Und er müsste

es eigentlich wissen, schließlich

verkehrt er zumeist in Auto-Liebhaber-Kreisen,

mietet sich mit Bekannten

aus ganz Deutschland regelmäßig

Rennstrecken wie etwa

den Salzburgring. Da der Rennwagen

nach historischem Reglement

aufgebaut ist, darf er an keiner

modernen Rennserie teilnehmen.

Daher bleiben nur historische Veranstaltungen

wie der „Histo-Cup“

oder „ADAC Sound of Speed“, bei

denen dann auch ein einziger

Abarth T140 seine Runden ziehen

darf – Hansi März sei Dank. tis

Frohes Fest!

Wir wünschen Ihnen

eine besinnliche

Weihnachtszeit

und einen guten Start

ins neue Jahr.

januar / februar 2018 | 7


Lech-Isar-Land 2018 erschienen

Lech-Isar-Land

Ein gewaltiger Schatz Heimatkunde

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Tassiloland | Gerade erst, im November,

erschien das neueste

heimatkundliche Jahrbuch Lech-

Isar-Land. Daher können sich

Freunde der Heimat zwischen

Lech und Isar auch heuer wieder

auf viele Beiträge zu regionalen

Themen freuen. Unter der Leitung

von Kreisheimatpfleger Klaus Gast

haben erneut qualifizierte Autoren

mit Themen aus den Bereichen

Geschichte, Kunst, Kultur, Musik,

Technik und Literatur zum Gelingen

des traditionellen Jahrbuchs

beigetragen. Bereits seit 1924 erscheint

das heimatkundliche Jahrbuch

mit dem Ziel, den Lesern die

oberbayerische Heimat zwischen

den beiden großen Alpenflüssen

näher zu bringen. Den Umschlag

des Lech-Isar-Land 2018 ziert eine

Postkarte aus dem Jahr 1925, auf

der das damals neue Walchenseekraftwerk

am Kochelsee abgebildet

ist. Passend dazu ist im Buch die

Geschichte zum technischen Meisterwerk

des frühen 20. Jahrhunderts

beschrieben.

320 Seiten voll

interessanter Aufsätze

> > > JAHRBUCH-VERLOSUNG

Heimatkundliches Jahrbuch

2018

Ein weiterer Beitrag – verfasst von

Dr. Manfred Kirchner und Dr. Werner

Thomas – behandelt Wetterbeobachtungen

zum Schneefall vom

Hohen Peißenberg und aus Garmisch.

Klaus Gast und Dr. Walter

Gronauer stellen Auszüge aus dem

Tagebuch von Josephine Hartlmaier

aus der Zeit des Ersten Weltkrieges

vor, während erstmals eine Übersetzung,

samt Erläuterungen, zur

Topographie Bayerns von Philipp

Apian (1531-1589) integriert ist.

Auch der Geologin Dr. Edith Ebers

wird gedacht, die als „Gletscherfräulein“

eine der ersten alpenländischen

Naturschützerinnen war.

Texte über den kürzlich errichteten

Gedenkstein an der Römerstraße

zwischen Weilheim, Wielenbach

und Pähl, oder eine wissenschaftliche

Betrachtung der Wirtschaftsweise

im ehemaligen landwirtschaftlichen

Gut des Klosters

Polling sind ebenfalls im 320 Seiten

starken 2018er Lech-Isar-Land enthalten.

Zudem behandeln Aufsätze

den Weilheimer Maler Anton

Mangold, das 40-jährige Bestehen

des Weilheimer Kammerorchesters

oder das Leben des Marnbacher

Lehrers und Vereinsgründers

Ferdinand Fendt. Den Haunshofer

Sängern und Sängerinnen als legendäre

Volksmusiker wird gewissermaßen

ein Denkmal gesetzt. Das

neue Jahrbuch ergänzt den gewaltigen

Schatz an heimatkundlichen

Aufsätzen, die seit Gründung

des Heimatverbandes veröffentlicht

wurden, mit zahlreichen weiteren

interessanten Geschichten. In

Stichpunkten findet man sämtliche

Beiträge auf www.lech-isar-landheimatverband.de.

Dort sind auch

die regionalen Buchhandlungen

aufgeführt, in denen man Lech-

Isar-Land 2018 für 15 Euro erwerben

kann. Wieder haben alle Autoren

ehrenamtlich am Entstehen des

Buches mitgewirkt.

tis

Tassilo verlost drei Exemplare des neu erschienenen heimatkundlichen

Jahrbuches 2018. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail

an info@tassilo.de Das Stichwort lautet „Lech-Isar-Land“.

Einsendeschluss ist der 15. Januar 2018. Die Gewinner werden per

Los ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Die unparteiische

Bürgermeisterin

Hat es sich gemütlich gemacht: Elke Zehetner, Bürgermeisterin der

Stadt Penzberg, fühlt sich sichtlich wohl auf unserer Roten Couch.

Das Bild entstand in ihrem Arbeitszimmer.

Foto: Johann Jilka

januar / februar 2018 | 9


Penzberg | Morgens eine Beerdigung,

im Anschluss eine Diamantene

Hochzeit. Nachmittags

Mitarbeitergespräche, abends

Stadtratssitzung. „Der Bürgermeisterjob

ist so abwechslungsreich

wie ein Gemischtwarenhandel“,

sagt Elke Zehetner, 49, seit Mai

2014 Oberhaupt der Stadt Penzberg.

Im großen Interview auf der

Roten Couch wollten wir von der

in Siebenbürgen geborenen Geretsriederin

wissen, warum sie mit

einem Mann aus Murnau sesshaft

in Penzberg wurde – und dann

auch noch Bürgermeisterin dieser

infrastrukturgesegneten Stadt mit

17 000 Einwohnern. Außerdem

haben wir mit ihr über die Rolle

führungskräftiger Frauen, ihren

beeindruckenden Werdegang in

der Landeshauptstadt, die größten

Projekte und Probleme auf Stadtund

Kreisebene sowie den schmalen

Grat zwischen Arbeit und Familie

gesprochen.

Frau Zehetner, wir haben eine

Kanzlerin, eine Landrätin und Sie

als Bürgermeisterin. Trotzdem sind

führungskräftige Frauen noch immer

klar in der Unterzahl. Woran

liegt’s?

Karriere ist für Frauen immer noch

schwierig mit familiären Bedingungen

vereinbar. Außerdem sind

Frauen oft selbstkritischer und

trauen sich in der Regel weniger zu

als Männer. Ich bin als Älteste von

drei Mädels aufgewachsen und erinnere

mich noch gut, dass unsere

Eltern immer gesagt haben: „Ihr

könnt alles, wenn ihr nur wollt.“

Dieses Vertrauen in die eigenen

Fähigkeiten muss einem von klein

auf mitgegeben werden. Und man

muss auch den Willen haben, ein

bestimmtes Ziel zu erreichen. Hinzu

kommt Eigeninteresse, das man

für etwas haben muss. Doch aufgrund

der Familienplanung verläuft

die Karriere bei Frauen häufig

ganz anders als bei Männern. Die

perfekte Zeit, Kinder zu zeugen, ist

meistens auch die perfekte Zeit,

Karriere zu machen. Dieter Reiter,

Oberbürgermeister in München,

war zur gleichen Zeit wie ich Büroleiter

bei der Landeshauptstadt

München. Während er auf der

Karriereleiter weiter nach oben

geklettert ist, habe ich mein erstes

Kind bekommen und ausgesetzt,

dann das zweite Kind bekommen

und ausgesetzt. Grundsätzlich

würde ich mir auch mehr Frauen

in Führungspositionen wünschen.

Aber entscheidend ist letztlich die

Qualität, wenn die stimmt, ist es

völlig gleich ob Mann oder Frau.

Wie gehen Sie mit Frauenfeindlichkeiten

um?

Damit habe ich überhaupt keine

Probleme. Die Bürger haben mich

bewusst gewählt. Und sie wissen

mittlerweile, dass ich auch meinen

Mann stehen kann.

Worin unterscheiden sich führungskräftige

Männer und Frauen im Allgemeinen?

Frauen gehen die Dinge oft emotionaler

an. Doch gerade in Führungspositionen

wie meiner darf

man als Frau nicht „Everybody’s

Darling“ sein wollen, was nicht

immer einfach ist. Oft braucht man

ein dickes Fell. Wenn’s heißt, dass

sich jemand sehr stark für eine Sache

einsetzt, wird das Frauen oft

als zickig oder hysterisch ausgelegt,

bei Männern dagegen energisch

und handlungsstark.

Glaubt man ihrem Lebenslauf, gingen

alle ihre Berufswünsche in Erfüllung.

Nur der der Pfarrerin nicht.

Kommt da noch was?

(lacht) Ich habe einen „guten Draht

nach oben“, einen katholischen

Mann geheiratet und bin selbst

evangelisch. Wir haben in Penzberg

eine sehr gut aufgestellte,

Mappenweise Unterlagen,

die Elke Zehetner zur

Vorbereitung wichtiger

Stadtrats- und Kreistagssitzungen

akribisch durchforstet.

ökumenische Kirchengemeinde,

haben sogar eine interreligiöse

Gemeinschaft mit der islamischen

Gemeinde. Am Reformationstag

beispielsweise sind die katholische

und evangelische Kirche beisammengestanden.

Ich verstehe mich

auch sehr gut mit den Pfarrern und

Pfarrerinnen beider Konfessionen.

Außerdem steht ein wertschätzender

Umgang mit allen Mitmenschen

bei mir an oberster Stelle.

Ich habe Kinder genauso gern wie

alte Leute. Mir ist völlig egal, ob

jemand wenig oder viel Geld hat.

Deshalb hätte ich mir den Beruf

der Pfarrerin auch gut vorstellen

können.

Beeindruckend ist Ihre Karriere auch

ohne den Titel „Pfarrerin“: Studium

zur Diplom-Verwaltungswirtin in

Hof, Dozentin der Bayerischen Verwaltungsschule,

acht Jahre Ausbilderin

für Verwaltungsfachangestellte,

Büroleiterin des Münchner Kreisverwaltungsreferenten

als Oberverwaltungsrätin

in einem Referat mit

3600 (!) Mitarbeitern, Dozentin und

Prüferin der Bayerischen und Thüringer

Verwaltungsschule, wo Sie in den

Fächern Pädagogik, Sicherheits- und

Ordnungsrecht sowie Kommunalund

Verwaltungsrecht auch zuständig

waren für die Ausbildung von

Azubis, Ausbildern, Ausbildungsleitern,

Dozenten und Geschäftsleitern.

Waren Sie schon immer diese geradlinige

Karrierefrau?

Ehrlich gesagt hat sich alles in

meinem Leben ergeben. Ich habe

viel Glück gehabt. Auch mit meinen

Vorgesetzten, die das Potential

in mir erkannt haben, was man

mir zumuten kann, die mich gefordert

und gefördert haben und

mich zum richtigen Zeitpunkt einfach

haben laufen lassen. „Rennpferde

muss man laufen lassen,

zum Ackergaul werden sie noch

früh genug.“ Dieses Sprichwort

passt an der Stelle ganz gut. Ich

habe auch immer gerne gearbeitet,

weil mir meine Tätigkeiten

Spaß gemacht haben. Das macht

vieles leichter, selbst dann, wenn

es nicht so angenehm zugeht. Als

Büroleiterin für meinen damaligen

Chef im Kreisverwaltungsreferat

habe ich sehr häufig mit grantigen

Bürgern gesprochen, aber immer

versucht, ihnen zuzuhören, ihnen

zu helfen. Und das versuche ich

jetzt als Bürgermeisterin auch. Zuhören,

ernst nehmen und auch auf

die vermeintlich kleinen Probleme

eingehen – und wenn es sich um

das Anbringen eines Spiegels an

einer unübersichtlichen Ausfahrt

zur Straße handelt. Hinzu kommt,

dass ich mein ganzes Leben lang

gelernt habe, mich weiterzuentwickeln.

Von den unzähligen Azubis

habe ich ebenso profitiert wie von

den Begegnungen mit Erwachsenen,

weil mir immer wichtig war,

neben dem Fachlichen auch das

Zwischenmenschliche wahrzunehmen

– das hat mir viel gegeben.

Seit Mai 2014 sind Sie Bürgermeisterin

der Stadt Penzberg. Was dachten

Sie vor der Wahl, als die SPD

Ihnen das Amt schmackhaft machen

wollte?

Wir waren beim Pizzaessen, ich

war völlig ahnungslos. Plötzlich

hat mich der damalige SPD-Ortsvorsitzende

der Stadt Penzberg

gefragt, ob ich mir vorstellen könnte,

Bürgermeisterin zu werden.

Im ersten Moment habe ich nicht

weitergekaut, ich glaube, es war

eine Pizza Tonno (grinst). Jedenfalls

dachte ich, was soll das denn?! Allerdings

habe ich bis dato schon

zwei Workshops im Penzberger

Stadtrat abgehalten und dachte

mir nach ersten Überlegungen –

eine Stadt mit 17 000 Einwohnern,

das könnte ich mir tatsächlich

vorstellen. Dann ging’s natürlich

darum, die „Bürgermeisterfrage“

mit Daheim zu klären. Meine zwei

Töchter waren damals zwölf und

10 | tassilo


neun, also in einem Alter, wo man

sich ernsthaft die Frage stellen

muss, ob so ein intensives Amt aus

Sicht einer Mutter überhaupt zu

verantworten ist. Mein Mann war

und ist auch Beamter bei der Landeshauptstadt

München. Damals

haben wir uns die Elternzeit geteilt,

was gut funktioniert hat. Ich

habe das Glück, einen Mann zu haben,

der sich immer gerne um die

Kinder kümmert. Letztlich war die

Entscheidung für eine Kandidatur

insofern gut, weil ich nochmals

etwas Neues in Angriff genommen

habe.

Mit der Familie geklärt, dann ja gesagt,

dann kandidiert. Wie haben

die Bürger reagiert?

„Wer is ’n des?“ Eine Münchnerin,

die jetzt bei uns Bürgermeisterin

werden will? Dabei war ich ja nie

eine Münchnerin, habe nicht einen

Tag in München gewohnt. Stattdessen

bis zur Bürgermeisterwahl

schon 17 Jahre in Penzberg. Als

Pendlerin habe ich vom Wohnort

tatsächlich nicht viel mitbekommen.

Aber als zweifache Mutter

ist man ständig mit anderen Eltern

und verschiedenen Organisationen

zusammen – so entstand ganz

schnell ein Netzwerk. Und aus der

Schlafstadt wurde schließlich eine

richtige Heimat.

Sie haben mit 53,78 Prozent der

Stimmen gleich im ersten Wahlgang

gewonnen, sich durchgesetzt

gegen Richard Kreuzer und Wolfgang

Sacher, damals zwei Haudegen

der Penzberger Politik. Hat Sie

der doch recht deutliche Wahlerfolg

überrascht?

Während des Wahlkampfs wurde

mein Ehrgeiz geweckt und ich

habe mir gedacht, warum meinen

die beiden eigentlich, dass sie das

besser können als ich. Den Bürgern

habe ich offensichtlich den

glaubhaften, ehrlichen Eindruck

vermittelt, dass ich mich zum Wohl

unserer Stadt einsetzen will. Jetzt

sitze ich knapp vier Jahre später in

meinem Amtszimmer und bin der

Meinung, dass ich das Versprechen

auch halten konnte, weil seither

viel passiert ist.

Reiben Sie sich gerade wegen des

Erfolgs manchmal verwundert die

Augen, wenn Sie ihren beeindruckenden

Lebenslauf Revue passieren

lassen?

Wegen Familiennachzugs bin ich

1970 im Alter von knapp zwei Jahren

von Siebenbürgen mit meiner

Familie nach Deutschland gekommen.

Eine reiche Tante aus Amerika,

die dort eine große Rinderfarm

führte, hat uns aus Siebenbürgen

freigekauft. Damals ist wirklich viel

Geld geflossen. Es gibt sogar ein

Buch über unsere Familie mit dem

Titel „Der Befreiungsplan“. Aufgewachsen

und bis zum Abitur zur

Schule gegangen bin ich in Geretsried,

dann nach Hof zum Studieren,

wo ich auch meinen späteren

Mann aus Murnau kennengelernt

habe. Nach erster gemeinsamer

Zeit in der Dachgeschosswohnung

bei meinen Eltern haben wir uns

etwas Gemeinsames gesucht und

sind so auf Penzberg gestoßen. Da

wir beide in München arbeiteten,

musste der Arbeitsplatz für uns

gut erreichbar sein. Außerdem

suchten wir für die Planung einer

Familie einen Ort mit guter Infrastruktur.

Penzberg war damals wie

heute perfekt für uns beide. 20

Autominuten nach Murnau, wo

mein Mann aufgewachsen ist. 20

Autominuten nach Geretsried, wo

ich aufgewachsen bin. Und 35 Autominuten

nach München.

Die Pendlerei nach München ist für

Sie als Bürgermeisterin inzwischen

Geschichte. Wie kommen Sie mit

den Penzberger Stadtratsmitgliedern,

wie mit den Parteien aus?

Die erste Halbzeit war in hohem

Maße arbeitsintensiv, aber eher

unaufgeregt. Mein Credo, ein Miteinander

im Stadtrat zu pflegen,

ist mir sehr wichtig. Wobei ich den

Eindruck habe, dass es bei den

Fraktionen zunehmend auch ums

Profilieren geht. Vermutlich, um

sich für die nächste Wahl 2020 in

Position zu bringen.

Sie haben ja für die SPD kandidiert,

sind aber parteilos.

Ganz genau. Das ist ein großer Vorteil.

Es muss natürlich eine starke

SPD geben, die mich schließlich

auch aufgestellt hat. Aber es muss

auch eine starke Bürgermeisterin

geben. Das ist dann der Fall, wenn

sie Mehrheiten auf sich vereinigen

kann. Da die SPD bei uns keine

absolute Mehrheit hat, brauche

ich im Stadtrat so oder so auch die

Stimmen aus den anderen Fraktionen,

sonst könnte ich unsere

Beschlüsse nicht durchbringen.

januar / februar 2018 | 11


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Kurz um: Je vielfältiger der Stadtrat

ist, umso besser ist es, als Bürgermeister

parteilos und damit neutral

zu sein. Deswegen bin ich aber

dennoch nicht unpolitisch.

Ihr bislang schwierigstes Projekt als

Bürgermeisterin?

Der Kauf des Layritz-Areals mit großer

Halle, die 99 Meter lang, 33 Meter

breit und 18 Meter hoch ist. Sie

steht nahe zum Klinikum Penzberg,

Bauhof und Lidl und war früher

ein Kraftwerk. Allein der Umgriff

der Halle hat 10 000 Quadratmeter.

5 000 weitere haben wir dazugekauft.

Ziel auf diesem Gelände ist,

alle „Blaulichter“, in unserem Falle

Feuerwehr, Polizei, Bayerisches Rotes

Kreuz sowie Wasser- und Bergwacht

zu einen und in dieser Halle

und auf dem Gelände ein großes

Rettungszentrum zu errichten. Die

Lage der Halle ist nämlich ein sehr

guter Ausgangspunkt, weil von dort

alle Stadtteile relativ gleichschnell

zu erreichen sind.

Was war an diesem Projekt so

schwierig?

Die langwierige Verhandlungsführung

mit allen Beteiligten. Es war

ein altes Kraftwerk, in dem bis zuletzt

Dieselloks repariert wurden.

Deshalb mussten sehr viele Bodenproben

genommen werden. Aber

das zusammenfassende Ergebnis:

Es war gut, dass wir das Areal gekauft

haben.

Die größte Herausforderung Ihrer

bisherigen Amtszeit?

Gleich im Jahr 2014 gab es zwei

Spatenstiche. Erst den zum Bau

des Penzberger Museums. Das ist

neben dem Buchheim-Museum

Bernried, Schlossmuseum Murnau

und Franz Marc Museum in Kochel

eines von vier Museen großer Expressionisten.

Eröffnet wurde es im

Juni 2016. Allein im ersten Jahr kamen

30 000 Besucher aus nah und

fern. Das zweite Großprojekt war

die Sanierung unserer Stadthalle.

Drei Jahre Bauzeit, zehn Millionen

Euro Kosten. Und ein großer Aufwand,

weil sich Neubau und Denkmalschutz

nicht immer vertragen.

Aber es hat sich gelohnt. Durch

„Abpickeln“ der Wände haben

wir die Ursprungsfarben der Halle

wiederentdeckt und sie genau danach

aufbereitet. Flieder, Altrosa

und Ockergelb. Das sieht sagenhaft

gut aus. Fertig ist sie seit dem 6.

Mai. Jetzt gilt es, sie publik zu machen.

Feiern, Theater, Versammlungen,

hier kann man wirklich

alles machen.

Welches Großprojekt steht aktuell

vor der Tür?

Der Bau eines neuen Schwimmbades,

auf das sich nicht nur viele

Penzberger, sondern auch die

Menschen aus der ganzen Region

freuen dürfen. Das alte Schwimmbad

ist nach 42 Jahren technisch

und energetisch nicht mehr tragbar.

Wir haben uns jedoch dafür

entschieden, es nicht dauerhaft zu

schließen, sondern neu zu bauen.

Mit Wellnessbereich, Rutschenturm

und Aufenthaltsbereich im

Freien. Das wird ein Riesenprojekt,

das uns 17,4 Millionen Euro kosten

wird. Läuft alles nach Plan, ist das

Schwimmbad im Sommer 2020

fertig.

Unabhängig von einzelnen Projekten:

Was zeichnet Penzberg generell

aus?

Wir sind eine junge, aufgeschlossene

Stadt, die 2019 ihre 100-jährige

Stadterhebung feiert und den

großen Vorteil hat, dass sich hier

kulturell alles mischt. 85 verschiedene

Nationen leben mittlerweile

in Penzberg. Man kann hier gut

arbeiten, aber auch gut wohnen.

Meine Aufgabe ist es jetzt,

die Stadt vor allem noch schöner

und zukunftsfähiger zu machen.

Landschaftlich betrachtet sind wir

ja ohnehin eingebettet im Paradies.

Die Berge, die Loisach, die

Seen. Außerdem haben wir zwei

Autobahnauffahrten sowie eine

30-Minuten-Taktung der Bahn und

erreichen in einer halben Stunde

sowohl Garmisch-Partenkirchen

als auch München.

Wie stark hängt dieser „kulturelle

Mix“ vom Welt-Konzern Roche ab?

Die verschiedenen Nationen haben

sich schon während der Bergwerkszeit

hier angesiedelt. Nach

der Schließung des Bergwerks vor

51 Jahren hatten viele Mitarbeiter

das Glück, dass sie von MAN aufgefangen

worden sind und sich dann

unser großes Biotechnologie-Unternehmen

Roche so unglaublich

gut entwickelt hat. Mittlerweile arbeiten

bei Roche 6 000 Mitarbeiter,

die natürlich nicht alle aus Penzberg

kommen. Anfang Juli hat der

Konzern fünf neue Großprojekte

im Gesamtwert von 600 Millionen

Euro eingeweiht, unter anderem

ein Ausbildungszentrum für 400

Plätze. Hierzu kann ich voller Stolz

sagen, dass dies alles während

meiner kurzen Amtszeit realisiert

wurde. Von März 2015 bis Juli 2017

wurden diese 600 Millionen Euro

verbaut. Das war wirklich beeindruckend,

da wurde rund um die

Uhr gearbeitet. Dass diese Projekte

überhaupt in Penzberg umgesetzt

wurden, ist für uns natürlich eine

riesengroße Wertschätzung. Aber:

Die Dimension des Konzerns stellt

uns als Stadt auch vor große Herausforderungen.

Inwiefern?

Die Stadt Penzberg ist im Vergleich

zu dem Konzern Roche ein „kleines

Licht“, aber trotzdem natürlich für

die Infrastruktur verantwortlich.

Was uns das kostet!? Nur ein Beispiel:

Wir haben inzwischen dreizehn

Kindertbetreuungseinrichtungen

mit knapp 1100 Plätzen, die

trotzdem bei weitem nicht ausreichen.

Viele Mitarbeiter von Roche,

zum Beispiel auch aus dem Schongauer

Raum, geben in der Früh

ihre Kinder ab, gehen arbeiten und

holen sie auf dem Rückweg wieder

ab. Was ich sagen will: Für uns als

Stadt ist es enorm schwierig, die

12 | tassilo


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

erforderliche Infrastruktur für diesen

Großkonzern anzubieten. Aber

wir stellen uns diesen Herausforderungen.

Würden Sie sich wünschen, dass

Roche mehr Eigeninitiative für das

soziale Drumherum ergreift?

In der Hinsicht macht der Konzern

schon sehr viel. Kultur- und Kunstsponsoring

zum Beispiel. Letztlich

bezahlt das Unternehmen Gewerbesteuer,

aus der wir unseren

Standort sehr gut finanzieren können.

Gefühlt sind wir reich, sind

von der Finanzkraft gesehen auch

die stärkste Stadt im Landkreis mit

1 897 Euro pro Kopf.

Gibt es in Penzberg noch andere

starke Firmen?

Sehr viele sogar. Wir haben in

Penzberg 1 392 Betriebe. Wenn

Sie von „Penzberg-Iffeldorf“ in

die Stadt fahren, kommt zuerst die

MöbelCentrale, dann K2, Marker,

Schleicher, Mercedes. Alle haben

neu gebaut. Generell fällt am Gewerbegebiet

an der Seeshaupter

Straße auf: Wenn dort ein Betrieb

Geld in die Hand nimmt, ziehen

die anderen mit. Das finde ich super,

schließlich brauchen wir jeden

einzelnen, gut aufgestellten Betrieb

– vom Ein-Mann-Unternehmen

bis zu unserem größten im

Nonnenwald.

Wie gut ist momentan das Kleingewerbe

aufgestellt?

Bäcker und Metzger haben wir leider

nicht mehr viele in der Stadt,

wobei das ein ganz generelles

Problem ist und kein Penzberger.

Die großen Konzerne werben Mitarbeiter

mit guten Löhnen und

geregelten Arbeitszeiten ab. Ansonsten

aber sieht’s auch beim

Kleingewerbe sehr gut bei uns

aus.

Wo liegen die größten Schwächen

der Stadt?

Wir haben definitiv zu wenig Ausgehmöglichkeiten

für die Jugend.

Das Traurigste für mich war, dass

wir einen Disco-Bus nach Tölz finanzieren

mussten. Nicht wegen

des Geldes, sondern wegen der

Symbolik, dass wir die Kinder und

Jugendlichen von Penzberg wegfahren

müssen, weil wir hier für

junge Menschen offensichtlich zu

wenig zu bieten haben.

Gäbe es für Disco, Bistro oder Café

geeignete Räumlichkeiten?

Platz hätten wir dafür schon. Insofern,

an alle Gastronomen da

draußen: Wer etwas Cooles bei

uns machen möchte, ist herzlich

willkommen.

Kontakte knüpfen dürfte für Sie

kein Problem sein, schließlich sitzen

Sie auch im Weilheim-Schongauer

Kreistag. Wofür setzen Sie sich dort

überwiegend ein?

Ich bin im Finanzausschuss und

Wirtschaftsbeirat. Hinzu kommt,

dass Penzberg neben Peiting, Peißenberg,

Schongau und Weilheim

zu den sogenannten „Big Five“ im

Landkreis gehört. Wir als eines

von fünf Mittelzentren haben die

Aufgabe, auch die umliegenden

kleinen Gemeinden mitzuversorgen.

Das ist für uns wichtig.

Man hört und liest immer wieder

mal von „Abgrenzungsgedanken“ –

also raus aus dem Landkreis Weilheim-Schongau

und zurück zum

Altlandkreis Penzberg. Was halten

Sie davon?

Ich habe überhaupt keine Abwanderungstendenzen,

auch

wenn ich nicht immer mit allem

einverstanden bin. Während man

es geschafft hat, die Vereinigten

Sparkassen Weilheim und Kreissparkasse

Schongau zu fusionieren,

ist man nicht in der Lage, die

Krankenhäuser in Schongau und

Weilheim mit dem Penzberger zu

vereinigen. Warum fusioniert man

nicht mit Starnberg, wozu unser

Krankenhaus mittlerweile gehört?

Deshalb sage ich: Die Aufgaben

müssen landkreisweit noch gerechter

verteilt werden. Wer im

Landkreis viel mitzahlt, der schafft

nicht an, aber der schafft mit an.

Und dazu gehört Penzberg nun

mal. Von dem europaweit größten

Biotechnologie-Unternehmen,

das in Penzberg sitzt, profitiert

schließlich der ganze Landkreis.

Das momentan wichtigste Projekt?

Neben dem Erhalt der wohnortnahen

Krankenversorgung ist das sicherlich

der Bau der Berufsschule

in Weilheim. Ein absolut wichtiges

Projekt, das in Weilheim auch am

richtigen Standort steht. Hier müssen

wir nur aufpassen, dass man

nicht dem Gedanken des Wunschkonzertes

verfällt. Wenn viele Planer

an einem Tisch sitzen, entstehen

sehr viele gute Ideen – würde

man die alle umsetzen, würde das

auf derzeit knapp 70 Millionen

Euro angesetzte Projekt noch wesentlich

teurer werden.

Als Kreisrätin, Bürgermeisterin und

Mutter zweier pubertierender Mädels

haben Sie unglaublich viel zu

tun. Wie bekommen Sie Arbeit und

Familie unter einen Hut?

Meine Mädels sind jetzt 13 und 16,

also in der Tat im sprichwörtlich

besten Alter. Dass die Pendlerei

nach München seit 2014 wegfällt,

ist schon ein großer Vorteil

für mich. Im Zweifel wissen meine

Töchter, dass ich vor Ort bin.

Abends bin ich wegen Terminen

leider fast nie Zuhause. Deshalb

versuche ich immer dann für eine

Stunde heimzukommen, wenn die

Kinder auch da sind.

Dafür hat Ihr Ehemann mehr Zeit für

die Töchter?

Genau. Mein Mann kann sich seine

Arbeitszeit gut und flexibel einteilen.

Da die Kinder inzwischen

viel Nachmittagsschule haben,

kommen sie meistens gleichzeitig

heim. Und wenn ich Freizeit habe,

verbringe ich sie mit der Familie.

Da wird dann auch nur das gemacht,

was alle machen wollen.

Zum Leidwesen meines Mannes

shoppen die Mädels inzwischen

sehr gerne. Aber wir gehen auch

Wandern, Radeln oder Skifahren.

Klingt trotzdem nach viel Stress. Wie

bauen Sie den ab?

Ich laufe mindestens zwei Mal die

Woche mit meiner Freundin und

Nachbarin. Zudem habe ich das

Glück, mich sehr schnell auf neue

Situationen einstellen zu können.

Wenn ich zum Beispiel die „Sorgen“

der Kinder höre, sind meine

Sorgen des Alltags ganz schnell

vergessen.

js

Elke Zehetner mit „tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.

januar / februar 2018 | 13

Zirbenholzbett



Das sagen die unabhängigen Therapeuten

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Maximaler Spaß für Jung und Alt

Alle lieben den Zipflbob

Tassiloland | Er ist 48 Zentimeter

lang, 30 Zentimeter breit, wiegt

1,6 Kilogramm und hält seinen

Geschwindigkeitsrekord bei unglaublichen

139 Stundenkilometern.

Eine Öse an der Front dient

zur Befestigung einer dünnen

Schnur zum Ziehen, wobei er dank

seiner Leichtigkeit auch unter dem

Arm auf Hügel oder Berggipfel

getragen werden kann. Die Rede

ist vom „mini bob“, bekannter als

Zipflbob, der im Tassiloland längst

Kultstatus erreicht hat. Kaum ein

Haushalt besitzt ihn nicht. Erfunden

hat ihn der Österreicher

Siegmund Loeger, als er sich an

seine Kindheit zurückerinnerte.

Mit unterschiedlichsten Geräten

rutschten er und seine Spielkameraden

damals die verschneiten

Hänge hinab. Unter anderem mit

Kohleschaufeln, an deren Stil man

sich gut festhalten und auf deren

pobreiten Schaufeln mit glattem

Untergrund man gut sitzen und

ordentlich Geschwindigkeit aufbauen

konnte. Loegers oberstes

Ziel: Die Entwicklung eines Wintersportgerätes,

das gleichermaßen

für Kinder und Erwachsene

geeignet ist, das robust, langlebig,

aber auch leicht und handlich ist.

Um diese gegensätzlichen Komponenten

zu einen, musste viel

experimentiert werden. Allen voran

mit „Plastik“, das Mitte des 20.

Jahrhunderts stark im Kommen

war, aber zunächst nur von wenigen

Firmen zu hochwertigen Produkten

verarbeitet werden konnte.

Loeger und seine Mitstreiter tüftelten

nächtelang an Form und Materialaufbau.

Mit im Boot saß auch

ein Holzschnitzer aus Oberammergau,

der die Prototypen fertigte.

1970 war es dann soweit: Der erste,

frischpatentierte Zipflbob kam

auf den Markt.

Vertrieb der Bobs

in Tutzing

Seit 1976 sind Hauptsitz und Vertrieb

der Loeger GmbH in Tutzing

am Starnberger See. Produziert

wird der „mini bob“ seit mehr als

40 Jahren in Bayern. Form und

und Fortgeschrittene. Gesteuert

Farbe haben sich, von Sondereditionen

abgesehen, bis heute den Steuerknüppel an den Körper

wird er wie folgt: Zum Bremsen

nicht verändert. Er ist standardmäßig

in Rot, Blau und Gelb erkante

am Ende des Bobs in den

ziehen, wodurch sich die Abrisshältlich.

Steuerknüppel und Sitzfläche

sind seit jeher schwarz. Der körper dabei aufrecht halten. Ge-

Schnee gräbt. Wichtig: Den Ober-

Preis liegt sowohl Online als auch lenkt wird durch Verlagerung des

in umliegenden Sportgeschäften Oberkörpergewichts – neigt sich

bei rund 40 Euro. Geeignet ist der Bobfahrer nach links, fährt

er für Jung und Alt, für Anfänger der Bob nach links. Neigt er sich

Eine Riesengaudi: Zipflbob-Fahren

garantiert Action für Groß und Klein —

egal ob am Boden oder in der Luft.

14 | tassilo


Offizielle Rennveranstaltungen wie

diese wurden vom damaligen Veranstalter

aus finanziellen und organisatorischen

Gründen auf Eis gelegt.

nach rechts, fährt er nach rechts.

Während der Steuerknüppel beim

Befahren schwacher Kurven mit

beiden Händen festzuhalten ist,

sollte bei starken Kurven die Innenhand

nach außen und in den

Schnee gestreckt werden. Stabile,

dicke Handschuhe sowie Achtsamkeit

auf mögliche Steine oder Äste

unter der Schneeoberfläche sind

hier von großem Vorteil. Wer hohe

Geschwindigkeiten erreichen

möchte, sollte den Oberkörper

möglichst weit nach hinten verlagern

und gleichzeitig die Beine

ausstrecken – das verringert den

Luftwiderstand. Den Knüppel sollte

man dabei keinesfalls loslassen.

Außerdem gilt: Beine und Füße

werden beim Fahrmanöver, egal

ob gemütlich oder pfeilschnell,

nicht benötigt. Auch nicht zum

Bremsen. Sie sollen lediglich auf

der Auflagefläche liegen, wodurch

für ausreichend Stabilität in allen

Streckenlagen gesorgt wird.

Profis beherrschen die richtige

Technik im Schlaf. Wobei die Ära

einer richtigen Zipflbob-Rennserie

derzeit aus Kosten-, Organisations-

und Verantwortungsgründen

auf Eis liegt. Professionell

gestartet wurde zuletzt im Winter

2013/2014 mit insgesamt sieben

Rennen in Österreich, Deutschland

und der Schweiz. Unter anderem

in Garmisch-Partenkirchen, wo

sich die Starter den Aufsprunghügel

der Skisprungschanze hinunterwagten.

Gaudi-Rennen in

Penzberg

Doch selbst auf diesem hohen

Niveau des Zipflbob-Sports ports stand

stets der Spaß im Vordergrund

und der ist bei dieser er Sportart

> > > ZIPFLBOB ZU GEWINNEN

immer garantiert. Das bestätigt

auch Hubert Ackermann vom DJK

Penzberg. Er und einige seiner

Vereinsmitglieder organisieren für

14. Januar (Ausweichtermine sind

der 21. Januar und der 18. Februar)

erneut ein Zipflbob-Rennen

an der örtlichen Berghalde. Nach

2013, 2015 und 2017 wäre es der

vierte Gaudibewerb in der DJK-

Vereinsgeschichte. Vorausgesetzt,

Frau Holle spielt mit und schüttelt

ausreichend Schnee aus ihren

Betten. 48 Zentimeter wären mehr

als genug.

g. js

Mit der Hoffnung auf einen schneereichen

Winter verschickt

Ihr

Regionalmagazin „tassilo“

zwei originale Mini-Bobs.

Schicken Sie uns bis Montag,

15. Januar, ein Foto o von Ihnen

zum

Thema „Spaß im Schnee“ an

„tassilo“,

Birkland 40 in 86971 Peiting. Oder per E-Mail

an info@tassilo.de. Die Gewinner-Fotos ner-Fotos werden

in der März/April-Ausgabe veröffentlicht. entlicht Die Jury entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!

januar / februar 2018 | 15


Ehrenamtler betreuen Grund- und Mittelschüler

Hausaufgaben machen,

Schulabschluss schaffen



Weilheim I Viktoria Rimskij war

zwei Jahre alt, als sie mit ihren

Eltern von Russland nach Deutschland

gezogen ist. Erstmals in Berührung

mit deutscher Sprache

kam sie im Kindergartenalter. In

der Grundschule zeigte sich jedoch

sehr schnell, dass ihre dort

gelernten Wort- und Sprachkenntnisse

zu schwach sind, um im

Schulunterricht mitzukommen.

Inzwischen ist Viktoria 16 Jahre

alt, spricht beinahe aktzentfrei

Deutsch, beherrscht auch Englisch

grundsolide und hat beste Karten,

im Jahr 2018 die Weilheimer Mittelschule

erfolgreich mit der Mittleren

Reife abzuschließen. Angesichts

der Startschwierigkeiten vor

sieben Jahren wäre das ein großer

Erfolg für die Zehntklässlerin,

den sie größtenteils einer ehrenamtlichen

Initiative zu verdanken

hätte: Schülercoaching Weilheim

heißt die Gruppe, die der Ingenieur

Manfred Pfund gemeinsam

mit den Rektoren der Weilheimer

Mittel- und Grundschulen vor elf

Jahren ins Leben gerufen hat. Das

Ziel der Organisation, die es in

ähnlicher Form auch in Peißenberg,

Huglfing und Starnberg gibt:

Lernschwache Schüler nach dem

Unterricht unterstützen. Sei es bei

Hausaufgaben, beim Lernen für

die nächste Probe, beim Schreiben

von Bewerbungen oder anderweitig

wichtigen Dingen für das

alltägliche Leben. „Wir machen

keine Zweierschüler zu Einserschülern“,

sagt Klauspeter Schneider,

Sprecher von Schülercoaching

Weilheim. Er und seine Mitstreiter

kümmern sich überwiegend um

junge Türken, aber auch Albaner,







Klauspeter Schneider bei der Hausaufgabenbetreuung

einer Schülerin aus Weilheim.

16 | tassilo


01: Die Köhler bauen den Meiler auf...

Die Coaches treffen sich zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch, um

die Betreuung der lernschwachen Schüler zu verbessern.

Afghanen, Russen und deutsche

Schüler, die mit der deutschen

Sprache zu kämpfen, somit Probleme

beim Lesen und damit auch

Verstehen von zum Beispiel Textaufgaben

haben.

Ein Coach betreut

einen Schüler

Momentan betreuen 22 Weilheimer

Schülercoaches 23 Schüler

aus den örtlichen Grund- und

Mittelschulen. Das Besondere:

Jeder Coach kümmert sich immer

nur um einen Schüler, meistens

zwei Mal die Woche über ein bis

zwei Schulstunden, also maximal

90 Minuten. „Das hat den großen

Vorteil, dass man sich sehr gut

kennenlernt und so optimal auf

die Bedürfnisse und Schwächen

der Schüler eingehen kann“, sagt

Angelika Probst, die seit sieben

Jahren (!) Viktoria Rinskij unter

ihren Fittichen hat und von einem

„sehr innigen Verhältnis“ spricht.

Auch Klauspeter Schneider spricht

weniger von einem Lehrer-Schüler-,

sondern vielmehr von einem

Großvater-Enkel-Verhältnis,

das durchaus auch mal streng

sein kann. „Zuerst rede ich mit

dem Schüler über den Vormittag,

frage ihn, was in der Schule los

war und wo er Probleme hatte.

Dann kontrolliere ich, ob er die

Hausaufgaben notiert hat und sie

auch macht.“ Außerdem verhilft

er seinen (zwei) Schützlingen zu

mehr Struktur und Ordnung. Damit

auch das Inhaltliche nicht zu

kurz kommt, arbeiten die Schülercoaches

sehr eng mit den Lehrern

der Schüler zusammen, lesen sich

in Schulbücher ein und frischen

so ihr Wissen aus ihrer eigenen,

längst vergangenen Schulzeit

wieder auf. Außerdem schließen

die „Betreuer“ einen Vertrag mit

Schule und Eltern ab. „Damit auch

alle Beteiligten wissen, wie ernst

uns diese Sache ist“, sagt Erka

Sangar, die ihre Schüler bevorzugt

in deren Zuhause betreut, „weil

man so auch gleich das Umfeld

besser kennenlernt“. Alternativ

coachen die Ehrenamtlichen in

den Räumlichkeiten der AWO oder

im Mehrgenerationenhaus, wo sie

sich kostenlos aufhalten dürfen.

Weitere Betreuer

gesucht

Empathie, Geduld, Durchhaltevermögen

und ausreichend Zeit sind

die wichtigsten Eigenschaften,

die ein Schülercoach mitbringen

sollte. Vor allem die Zeit ist in

den Augen der Betreuer ein immer

wertvolleres Gut. „Bei vielen

Schülern sind beide Eltern Vollzeit

berufstätig, die haben gar keine

Zeit, sich nachmittags um ihre

Kinder zu kümmern“, sagt Klauspeter

Schneider. Kein Wunder

also, dass mehr als 90 Prozent der

Weilheimer Schülercoaches sich

im Rentenalter befinden.

Grundsätzlich sind jedoch alle

Altersgruppen erwünscht. „Wir

haben zurzeit auch eine 18-Jährige,

die grade das Abitur gemacht

hat und kurzfristig über uns einen

Schüler betreut“, sagt Klauspeter

Schneider, der stets auf der Suche

nach neuen Schülercoaches ist,

„weil die Nachfrage Jahr für Jahr

sehr groß ist“. Rund 20 Schülern

müsse er pro Schuljahr absagen,

weil die 22 Ehrenamtler schon

ausgebucht sind.

Wer also Zeit und Lust aufs Lernen

von Vokabeln oder Lesen mit mit

schwächeren Grund- und Mittelschülern

hat oder einfach mal

hineinschnuppern möchte in die

Arbeit der Weilheimer Schülercoaches,

kann sich jederzeit unter

Telefon 0881 / 41642 oder per

E-Mail unter schuelercoachingweilheim@web.de

melden.

„Ich war am Anfang auch skeptisch,

ob ich den Schülern überhaupt

gewachsen bin“, meint

Klauspeter Schneider, der früher

als Versicherungskaufmann gearbeitet,

also keine klassische

Lehrerlaufbahn hinter sich hat.

Doch dies ist für das Schülercoaching

gar nicht notwendig.

Die Weilheimer Coaches sind

überwiegend Menschen, die aus

„stinknormalen“ Berufsverhältnissen

verschiedenster Branchen

stammen. Dekoratörin, Pharmazeutische

Assistentin, Erzieherin,

Chefsekretärin – sie alle kümmern

sich um sprachlich schwache

Schüler und haben darin eine sehr

erfüllende Aufgabe gefunden. Insbesondere

dann, wenn sich nachhaltiger

Erfolg einstellt. Paradebeispiel:

Viktoria Rimskij. js

REFERENTEN

Priv.-Doz. Dr. Jan Zöllner

Chefarzt Orthopädie & Endoprothetik

94.

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Patientenforum

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Dr. Knut Röhrich, MHBA

Oberarzt des Zentrums für Anästhesiologie,

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Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bahnhofstraße 5 · 82327 Tutzing

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-102.

januar / februar 2018 | 17


Regionale Darter gewinnen Meisterschaft

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Tassiloland | Spätestens seit Mitte

Dezember ist ein über die Jahre

immer größer werdender Teil

Deutschlands wieder im absoluten

Darts-Fieber. Und blickt gebannt

nach London, wo die Weltelite des

Dartsports ihre Pfeile zumeist auf

das acht Millimeter breite Triple-

20-Segment fliegen lässt und damit

den legendären „Alexandra

Palace“ zum Kochen bringt. Das

Interesse an dem Präzisionssport

ist in den vergangen Jahren stets

gestiegen, was sicherlich nicht zuletzt

an der wachsenden Medienpräsenz

liegt. So sollten sich Darts-

Fans auch heuer wieder Neujahr

ganz fest einplanen. Ab 20 Uhr

steigt das WM-Finale, natürlich live

zu sehen im Deutschen Fernsehen.

Dass auch im Tassiloland hochklassig

Darts gespielt wird, beweisen

die Jungs von „8 Sterne Deluxe“

– eine bunt gemischte Truppe aus

der Region. Mit einem Unterschied:

Bei den großen Turnieren

im TV, wie auch jetzt bei der Weltmeisterschaft,

werfen die Protagonisten

mit spitzen Pfeilen auf eine

Art Korkscheibe. Steeldart nennt

sich das. Die Darter von „8 Sterne

Deluxe“ hingegen spielen E-Dart,

oder auch als Softdart bezeichnet,

auf einen elektronischen Automaten.

Der größte Unterschied neben

den abweichenden Spitzen und

dem zum Teil unterschiedlichen

Die Darter von „8Sterne Deluxe“ nach hihrem Titel-Triumph. lTi Gewicht der Pfeile ist die Tatsache,

dass beim Steeldart nur die

steckengebliebenen Pfeile zählen.

Beim E-Dart hingegen werden

auch Berührungen erkannt und

eingerechnet. Während Steeldart

im Münchner Raum und auch im

Allgäu weit verbreitet ist, ist E-

Dart im Tassiloland die gängigere

Variante, wofür unter anderem

die Darter von „8 Sterne Deluxe“

sorgen: Marcus Stähler und Martin

Schweiger aus Peißenberg, Sebastian

Windirsch und Marius Bach

aus Peiting, Andre Jacobsen aus

Schongau, Christian Erhard aus

Böbing, Sebastian Pohl aus München

und Thomas Baulechner aus

Huglfing.

Deutscher Meister

reist in die USA

Im Juli haben sie gemeinsam den

bislang größten Erfolg ihrer Mannschafts-Historie

eingefahren: Im

unterfränkischen Geiselwind konnten

„8 Sterne Deluxe“ die Deutsche

Mannschafts-Meisterschaft der

B-Liga einfahren und wurden mit

einer Reise ins „Zocker-Paradies“

18 | tassilo


Las Vegas belohnt. Dort treten

sie im März gegen Titelträger

aus verschiedenen Nationen

an. „Groß was ausrechnen

tun wir uns nicht“, prognostiziert

Team-Sprecher Sebastian

Windirsch. In den USA gibt es

mehrere Varianten des Sports,

die Größen der Felder und der

Wurfabstand können variieren.

Da man in Deutschland generell

den schwierigsten Modus spielt,

müssen die Darter aus der Bundesrepublik

in der höchsten

Klasse starten. Dafür können sie

befreit und mit großer Vorfreude

ans Oche, die Abwurflinie beim

Darts, treten, sagt Windirsch: „Der

Titel war schon der verdiente Lohn,

alles was jetzt kommt ist Zugabe.“

Ihre Liga-Heimspiele tragen „8

Sterne Deluxe“ stets im „Step-In“

im Weilheimer Trifthof aus. „Das

liegt für uns ziemlich zentral,

deshalb hat es sich angeboten.

Außerdem ist der Wirt super“,

so Windirsch. Im Unterschied zur

Deutschen Meisterschaft, die in

Turnierform ausgetragen wird,

trifft man in der Liga in regelmäßigen

Abständen auf einen Gegner

und spielt in diversen Einzel- oder

Doppelpartien immer 501 Punkte

runter. Gewonnen hat derjenige,

der zuerst genau auf Null stellt,

wobei der letzte Wurf auf ein

Doppelfeld erfolgen muss – genau

wie bei den Profis und der

WM. Potential ist bei „8 Sterne

Deluxe“ in jedem Fall vorhanden,

das sieht auch Sebastian Windirsch

so: „Vielleicht könnten es

ein, zwei von uns ganz nach oben

schaffen“, mutmaßt er. Das größte

Problem gegenüber den Profis sei

allerdings die fehlende Konstanz.

Verständlich, schließlich stehen

Berufsspieler täglich mehrere

Volle Konzentration: Darts ist ein absoluter

Präzisionssport.

Stunden an der Dartscheibe, während

Freizeitsportler meist nur ein

paarmal die Woche richtig trainieren.

In der Zeit unmittelbar vor den

Deutschen Meisterschaften haben

„8 Sterne Deluxe“ jedoch häufiger

geübt, sich eine Woche lang gewissermaßen

in einen Dartraum

sperren lassen. Nicht nur, um die

sportlich Fähigkeiten zu schleifen

sondern auch, um den Teamgeist

zu beschwören – mit Erfolg. Daher

möchten die acht Spieler auch

vor dem Ausflug ins Land der unbegrenzten

Möglichkeiten eine

trainingsintensivere Vorbereitung

einstreuen.

Online gegen Spieler

aus aller Welt

Fünf der acht Spieler von „8 Sterne

Deluxe“ sind zudem Vereinsmitglieder

beim DC Pfaffenwinkel,

dem „einzigen selbsttragenden

Verein weit und breit“, wie Sebastian

Windisch berichtet. In einem

Peitinger Keller hat sich der 2011

gegründete Verein ein schmuckes

Heim eingerichtet. „Es war eine

Notlösung und dem Kneipensterben

in der Region geschuldet“,

sagt Windirsch. Im Clubhaus können

er und die anderen 55 Mitglieder

kostenfrei auf die vier Automaten

schmeißen. Damit sie

sich anfänglich die kostspieligen

Geräte leisten konnten, haben

private Geldgeber dem Verein

etwas vorgestreckt. Mittlerweile

steht bei DC Pfaffenwinkel

auch ein Online-Dartautomat,

mit dem man in virtuellen Ligen

gegen Spieler weltweit antreten

kann. „Wir sind die ersten in

Bayern, die so einen haben“,

sagt Windirsch stolz, schließlich

sei es wichtig, mit der Zeit

zu gehen. Das Vorurteil, Darts

sei ein reiner Kneipensport, dürfte

längst überholt sein, wozu auch

die vermehrte Fernsehpräsenz

beigetragen hat. Obwohl in den

Zuschauerrängen Volksfeststimmung

herrscht, stellt die mentale

Leistung der Athleten kaum noch

jemand in Frage. Und auch in

Deutschland organisiert sich der

Sport zunehmend professioneller.

Bei Verbandsturnieren herrscht

Rauch-, bei Jugendwettbewerben

zudem Alkoholverbot. „Natürlich

trinken auch wir mal ein Bier.

Aber das machen Fußballer oder

Eishockeyspieler nach dem Spiel

ja auch“, meint Windirsch, der

Sportwart beim DEDSV (Deutsche

Elektronik Dart Sport Vereinigung)

ist. Generell wünscht er sich, dass

Darts von anderen Vereinen auch

als Sportart angesehen wird.

„Natürlich ist es kein konditionsintensiver

Bewegungssport, dafür

mental unglaublich belastend“,

vergleicht Windirsch Darts unter

anderem mit Bogenschießen. Dass

der Sport in Zukunft wohl noch

populärer wird, dafür sorgen nicht

nur die großen Superstars wie Michael

van Gerwen oder Phil Taylor,

sondern auch die regionalen

Vereine wie der DC Pfaffenwinkel

oder Mannschaften wie „8 Sterne

Deluxe“.

tis

januar / februar 2018 | 19


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Sportlich und musikalisch ins neue Jahr

Großer FUBSI-Silvesterlauf

Kompakter Wegweiser für ein bewusstes Leben

Weilheim | Am 31. Dezember lädt die

Freizeit- und Breitensport-Initiative

(kurz: FUBSI) wieder zum sportlich lockeren

Silvesterlauf ein. Der Kinderlauf

startet um 11 Uhr, der Silvesterlauf

schließlich um 13.30 Uhr. Start und Ziel

ist bei den Stadtwerken Weilheim, wo

sich alle Sportler auch umziehen und

duschen können. „Wir haben wieder

Verpflegung und Getränke organisiert.

Und natürlich Musik, damit alle in

Die FUBSI Organisatoren von links: Josef

Wiedemann vom Musikhaus Wiedemann,

Peter Müller von den Stadtwerken

Weilheim und Edgar Wolf von Fitlife.

Zwei Generationen Begeisterung für

Ihre Immobilie! Telefon: 08158 - 3020

Murnau | Der Lebenslauf des Murnauer

Buchautors Alexander Frick liest sich so

bunt wie die Farbenvielfalt eines Regenbogens:

Geboren in Wiesbaden und aufgewachsen

in Düsseldorf, wird er nach

erfolgreichem Abitur Gebirgsjäger-Offizier

in Mittenwald und absolviert danach eine

Ausbildung zum Schreiner. Nach Tätigkeiten

als Schreiner, Yoghurtbecher-Sortierer,

Tankwart und Liegenschaftsverwalter

gründet er in München eine professionelle

Schule für japanische Kampfkünste – Karate,

Do und Kobudo. Parallel arbeitet

er als Selbstverteidigungstrainer und bildet

Sicherheitspersonal eines deutschen

Verkehrsunternehmens

aus. Nach mehreren

Jahren Teamleiter in

einem internationalen

Konzern ist die Lebenserfahrung

des vollbärtigen Mannes derart

ausgeprägt, dass er den Drang verspürt,

den Leuten von dieser Vielfalt etwas abzugeben.

Er fängt an, Bücher zu schreiben.

Sein erstes erscheint 2012, handelt

vom Sinn des Lebens. Seit 2017 existieren

drei weitere Werke im Rahmen einer sogenannten

„Cool-Serie“. Kurze, knackige

Texte, freundlich verpackt in kompaktem

Format, animieren den Leser zu einem bewussteren

Leben.

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>>> BÜCHER ZU GEWINNEN

Drei Exemplare von „Der coole Weg“, verlost

„tassilo“. Schicken Sie uns bis 15. Januar

eine Postkarte mit dem Stichwort „Cool“

an „tassilo“, Birkland 40 in 86971 Peiting.

Schwung kommen und bleiben“, so das

Organisations-Team. Die Premiere im

vergangenen Jahr kam bereits sehr gut

an. Deshalb möchten die Organisatoren

den FUBSI-Lauf auch gerne in Weilheim

etablieren. Nicht nur Leistungssportler,

sondern alle, die Spaß an der Bewegung

haben, sollen für den Lauf begeistert

werden. Die Siegerehrungen finden heuer

direkt im Anschluss an die jeweilige

Disziplin statt, die da wären: 2,75 Kilometer

für Kinder und Jugendliche, 5,5

Kilometer Walking und der 11 Kilometer

Silvesterlauf für die „Großen“. Bei gemeinsamer

Anmeldung erhalten Teams

ab fünf Personen einen Rabatt von 25

Prozent. Durch einen in die Startnummer

eingearbeiteten Chip werden bei

Start und Ziel per Funkübertragung die

genauen Zeiten erfasst, in Ergebnislisten

eingetragen und stehen direkt live online

unter www.sog-events.de. e. Hier können

sich Interessierte auch anmelden,

ebenso wie bei „Fitlife“

in Weilheim.

tis

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Viel

Erfolg!

„Tropfen e.V.“ wählt neuen Vorsitzenden

Weilheim-Schongau | „Tropfen e.V.“ hat sich zur Aufgabe gemacht,

schnelle und direkte Hilfe für in Not geratene Kinder, Jugendliche

und deren Familien aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zu

leisten. Wirtschaftliche Hilfe also für alle Personen, die durch das

soziale Netz aus diversen Gründen nicht berücksichtigt werden.

Auf der Mitgliederversammlung Ende Oktober wurde Hans Rehbehn

einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zuvor hatte

Hans-Günther Schneke sieben Jahre lang den Vorsitz inne, sich

diesmal aber nicht mehr aufstellen lassen. Rehbehn würdigte das

außerordentliche Engagement

seines Vorgängers. Gleichzeitig

lobte er die Erfolge der

Vergangenheit: „Ich kann da

anfangen, wo Sie aufgehört

haben.“ Der neue Vorsitzende

wird in seiner Vorstandsarbeit

von weiteren Mitglieder unterstützt.

tis

20 | tassilo


Iffeldorf | In Kooperation

mit BR-Klassik

eröffnet der junge

Bariton Michael Daub

die Iffeldorfer Spielzeit

2018. Daub studiert t an der Robert-Schumann-

Hochschule Düsseldorf. In den letzten drei Jahren

war er Stipendiat der Academia Vocalis in Österreich.

Hier hatte er die Möglichkeit, intensiv unter

anderem auch mit dem gefragten Liedpianisten Eric

Schneider zu arbeiten, der seit 2008 eine Liedklasse

an der Universität der Künste Berlin leitet. Seither

verbindet beide eine enge Zusammenarbeit. In ihrem

außergewöhnlichen Programm rücken Daub

und Schneider zwei Wanderer zwischen den Wel-

Auftakt der Iffeldorfer Meisterkonzerte

ten in den Fokus: Einerseits Schumann, der in der

romantischen Ideenwelt lebt, zwischen Traum und

Realität, zwischen Genie und Wahnsinn. Andererseits

Hannes Eisler, der sich im Exil in den USA als

ein zerrissener Mensch in einer zerrissenen Zeit

fühlte. Die Brücke zwischen Eisler und Schumann

bildet Eislers Lied „Erinnerung an Schumann und

Eichendorff“ (1943), das sich auf das Eröffnungslied

„In der Fremde“ von Schmumanns Eichendorff-Liederkreis

(1840) zurückbezieht. Der BR zeichnet das

Konzert am 10. Februar um 17 Uhr im Gemeindezentrum

auf. Die Konzerteinführung mit Reinhard

Szyszka beginnt um 16 Uhr. Infos zu Konzert,

Vorverkaufsstellen und Tickets unter

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de. tis

Ab in den Süden – die beliebteste Schlager-Komödie Deutschlands

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Praxisstudium mit IHK-Prüfung

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Weilheim | Ab in den Süden, und das mitten im

März. Die Schlager-Musical-Show von Espen Nowacki

schickt das Publikum für zwei Stunden in

den Urlaub. Der Norweger produzierte 2007 seine

erste eigene Show „Musical Moments“, die seitdem

mit großem Erfolg auf Tournee geht. „Ab in den

Süden“ bietet nun die beliebtesten Schlager der

vergangenen 60 Jahre und zudem eine herrliche

Bühnenshow. Die knallbunte Schlagerrevue erzählt

von drei deutschen

Ehepaaren, die sich

in einer Hotelanlage

an der Riviera kennenlernen.

Schnell

entwickeln sich Irrungen,

Wirrungen und eine kuriose Liebesgeschichte.

Wie in den Unterhaltungsfilmen der 1950er Jahre

wird viel gesungen. Sechs Protagonisten präsentieren

im Laufe des Abends die 50 erfolgreichsten

deutschen Schlager: Anita, Er gehört zu mir, Sugar

Baby, Wahnsinn, Atemlos ... Die Show ist sorgfältig

choreografiert, jedes Stück passt in den Kontext und

die Lichtshow setzt das Geschehen auf der Bühne

in Szene. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht. Die

Schlager-Komödie beginnt am Donnerstag, 8. März,

um 19.30 Uhr in der Weilheimer Stadthalle. Einlass

ist ab 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf beim

Kreisboten Ticketservice in der Sparkasse

am Marienplatz (0881/ 686 - 11) und unter

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Tassiloland | Beim „All that Jazz@Starnberg“-

Gewinnspiel waren Karen Brodar, Marina Schrenk

sowie Manuel Leuner erfolgreich. Sie erhielten

je zwei Karten für das Konzert am 30. November.

Hans Hümpfner, Nadja Leuner und Wolfgang Treiber

durften sich indes über die „Tannur“-Karten

am 14. Dezember freuen. Christin Klopfer, Helene

Pensberger und Werner Brabeck schickten wir die

DVD „Fahr ma obi am Wasser“ zu, während Christl

Höfler, Elisabeth Hoyer und Olaf Otte ein Paket mit

dem Buch „Allrhand Duranand“ öffnen durften. Bei

Die Gewinner aus der letzten Ausgabe

der Bulli-Multivisionsshow dabei waren mit je einer

Begleitperson Andreas Bauer sowie Helmut Bichlmeyr

und Irmi Krämer. „Maria weint“ sahen Magdalena

Terhar, Ralf Patrunky und Ramona Kusch.

3x2 Karten für die „Mährische Blasmusik“ bekamen

Katharina Guggemoos, Marlene Schlenz und Walter

Fahmüller. „Lernbelästigt“ wurden Iris Schale-Girgner,

Sybille Schneider und Werner Möst. Der Kalender

der Lebenshilfe ging abschließend

an Anneliese Rohrmoser, Nikolaus berger und Norbert Reutter-Arnthof. Pinstis

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januar / februar 2018 | 21


Ist Skifahren noch zeitgemäß?

Weitere Wege, höhere Kosten

Tassiloland I Starke Temperaturschwankungen,

späte Wintereinbrüche,

hohe Liftpreise: Der

Skisport hat sich die vergangenen

15 Jahre gewandelt. Das bekommen

die Skifahrer aus dem Tassiloland

zu spüren. Egal ob privat,

von Seiten eines Clubs oder über

eine Skischule. Sie alle müssen

weitere Wege und damit auch höhere

Kosten in Kauf nehmen, um

ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Davon abhalten lassen sie sich

aber nicht. Noch nicht. Herbert

Benedikt, 39, leitet nebenberuflich

und gemeinsam mit Bruder

Stefan die Peißenberger Ski- und

Snowboardschule Weissblau – seit

Übernahme der Ammerseeskischule

die größte im Tassiloland.

Kundenwegfall beklagt Benedikt

keinen. „Die vergangenen Jahre

sind die Anfragen nach Skikursen

sogar wieder gestiegen, die

Busse meistens voll besetzt.“ Wobei

Weissblau stark von treuen

Stammkunden profitiert, die nicht

nur ihre Kinder zum viertägigen

Anfängerkurs schicken, sondern

auch sich selbst unter Aufsicht

eines ausgebildeten Skilehrers

immer wieder weiterentwickeln

möchten. Will heißen: Wer für

den Skisport brennt, nimmt nach

wie vor Zeit und Geld in die Hand.

Doch bei Preisen zwischen 35 bis

45 Euro aufwärts, mancherorts

sogar 50 Euro und mehr, so viel

kostet beispielsweise eine Erwachsenen-Tageskarte

in renommierten

(österreichischen) Skigebieten

wie Sölden, Pitztal oder

Hintertux, überdenkt man einen

Tagesausflug zum Wedeln doppelt

und dreifach.

Winterlandschaft

erst ab 1 000 Meter

Vor 15 Jahren konnten Kreiscuprennen

– Rennserie für Skivereine im

Landkreis Weilheim-Schongau –

Früh übt sich: Kinder-Skikurse sind immer noch beliebt.

beinahe alle am Steckenberg in

Unterammergau durchgeführt

werden. Wenige Kilometer weiter

liegt das etwas größere Skigebiet

in Oberammergau, wo vor

der 2000er-Wende bereits in den

Weihnachtsferien reger Betrieb

herrschte. Die vergangenen Jahre

aber waren die Weihnachtstage

nass und grün. Auch in Unterund

Oberammergau. „Seit einigen

Jahren ist schon auffallend,

dass der Winter unter 1 000 Metern

deutlich abnimmt“, sagt Florian

Heumann, Vorsitzender des

Penzberger Skiclubs, der mit seinen

rund 40 im Rennsport aktiven

Mitgliedern (insgesamt sind es

458) überwiegend im österreichischen

Seefeld unterwegs ist. Aufgefallen

sei ihm die vergangenen

Jahre, dass eine richtige Winterlandschaft

erst vorzufinden war,

als er auf dem Weg nach Seefeld

die 1 000er Grenze überschritten

hatte. Seefeld selbst liegt auf

1 200 Metern und kann sich über

schneereiche Winter auch unten

im Tal nicht beklagen.

SC Penzberg nimmt

Eltern in die Pflicht

Auch die Skischule Weissblau

verlagert ihre Anfänger-Kinder-

Kurse zu Saisonbeginn immer

häufiger von Oberammergau

nach Garmisch-Partenkirchen,

ebenfalls Seefeld oder Ehrwald.

Je nach Können und Altersklasse

zahlen Zwergerl, Kinder, Jugendliche

und Erwachsene zwischen

200 und 330 Euro für einen Vier-

22 | tassilo


Riesenslalom für Kinder und Jugendliche.

Tages-Kurs mit Busfahrt, wobei

der Skipass noch dazugekauft

werden muss, bei vergünstigten 15

bis 25 Euro im Kinderbereich und

ab 30 Euro im Erwachsenenbereich

preislich jedoch in Ordnung

geht. Die Vorteile der Skischule:

Kursteilnehmer werden direkt in

ihrem Heimatort vom Bus abgeholt.

Und sie lernen von qualifizierten

Skilehrern, die obendrein

die volle Verantwortung übernehmen.

Das kommt vor allem Eltern

zugute, die arbeiten oder sich

um die noch jüngeren Geschwister

kümmern müssen und somit

keine Zeit zum Skifahren haben.

Und denen, die entgegen ihrer

Kinder weniger Lust auf Skifahren

haben. Dank Skischule können

sie ihre Sprösslinge guten Gewissens

in fremde Hände geben. Die

günstigere Lösung, Ski zu fahren,

ist zweifelsohne die familieninterne,

wenn Papa, Mama, Sohn

und Tochter gleichermaßen den

Skisport lieben und betreiben,

in Sachen Anfahrt, Liftkartenkauf

und Materialbesorgung an einem

Strang ziehen. Nach diesem Motto

arbeitet inzwischen der SC Penzberg.

Egal ob freies Fahren, Stangentraining

oder Renntag – beim

SCP werden die Kinder von mindestens

einem Elternteil begleitet.

Nachteil: Der sportliche Lerneffekt

ist beim familienmäßigen

Skifahren nicht ganz so groß wie

in nach Alter und Können aufgeteilten

Trainingsgruppen, die von

ausgebildeten Skilehrern geführt

werden. Vorteil: Ein umso stärkeres

Gemeinschaftsgefühl zwischen

Jung und Alt.

Keine neuen

Pisten!

Weniger erfreulich und nur

schwer miteinander vereinbar ist

das Thema Umwelt- und Naturschutz

beim Skifahren. Das sehen

auch Benedikt und Heumann so.

„Größtes Problem aus meiner

Sicht ist die hohe Verkehrsbelastung

bei der An- und Abreise

von Skifahrern. Sehr viele fahren

separat mit dem Auto in die Berge.“

Beide sind außerdem der

Meinung, dass in Bayern, Österreich

und Südtirol genug Liftanlagen

und Pisten gebaut wurden.

Dagegen alte Liftanlagen durch

neue ersetzen, fänden sie voll Ok,

„da die Eingriffe in die Natur an

diesen Stellen ja schon vor vielen

Jahren passiert sind, dadurch keine

weiteren Schäden angerichtet

werden“. Ansonsten aber sollte

Schluss damit sein, noch mehr

Waldschneisen zu fällen, Hänge

abzutragen und trocken zu legen

sowie massive Liftsäulen metertief

in unwegsames Gelände zu

verankern. Schließlich ist die ohnehin

stark artenbedrohte Tierund

Pflanzenwelt gerade das,

was das Naturerlebnis am Berg so

wertvoll macht. Allen voran beim

Skifahren. „Es gibt nichts Atemberaubenderes,

als seine Schwünge

in einen unberührten Hang zu

ziehen“, sind sich SC-Vorsitzender

und Skischulleiter auch in diesem

Punkt einig. Benedikt erzählt von

Arbeitskollegen, die nach Jahren

mal wieder beim Skifahren waren

und auch noch Wochen danach

von diesem „geilen“ Erlebnis

erzählten. Allein dafür lohne es

sich, weitere Wege und hohe Kosten

„für diesen genialen Sport“

in Kauf zu nehmen.

js

januar / februar 2018 | 23


Die Kliniken in Weilheim und Schongau

Nahezu das komplette Spektrum

der Inneren Medizin

Weilheim / Schongau | Um die stetig

wachsenden Anforderungen

an Krankenhäuser im heutigen

Gesundheitswesen erfüllen zu

können, sind die beiden Schwesternkliniken

in Weilheim und

Schongau seit Jahren auf Wachstumskurs.

Orientiert am Bedarf

der Versorgung im Landkreis wird

neben der Grundversorgung der

Bevölkerung auch die Spezialisierung

der Fachbereiche vorangetrieben.

Die spezialisierte Medizin

ist jedoch personalintensiv und

bedarf einer hohen Investition

in Technik und Organisation, so

dass eine enge Zusammenarbeit

von Abteilungen, die jeweils nur

in einem der beiden Häuser vorgehalten

werden, notwendig ist.

Beide Kliniken sind in der Inneren

Medizin, die neben der Chirurgie

eine zentrale Bedeutung in der

Medizin hat, breit aufgestellt.

Arbeitsschwerpunkte in Schongau

sind die Therapie von Erkrankungen

des Verdauungstrakts

(Gastroenterologie) und der Leber.

In Weilheim hingegen liegt

ein besonderer Fokus auf dem

Kreislaufsystem und Herzen (Kardiologie).

Weitere Spezialisierungen

in Schongau und Weilheim

Beide Kliniken ergänzen diese

Schwerpunkte um weitere Spezialisierungen

wie die Pneumologie

und Nephrologie in Schongau, sowie

die Behandlung und Betreuung

von Schlaganfall-Patienten in

beiden Häuser. Lebensbedrohlich

Erkrankte betreuen die Teams um

Chefarzt Prof. Dr. Andreas Knez in

Weilheim, sowie Dr. Jochen Dresel

in Schongau auf mit modernster

Technik ausgestatteten Intensivstationen.

Die Innere Medizin in

Schongau verfügt zudem über

eine Intermediate-Care und eine

zusätzliche Telemetrieüberwachung

auf der Normalstation für

Herzpatienten. Die Intermediate-

Care-Einheit wird im Jahr 2018

vergrößert. Oberärztin Margit

Sturm, Spezialistin für Intensivmedizin,

Nephrologie und Palliativmedizin

betreut die Patienten

der Inneren Medizin. „Die Innere

Sonderveröffentlichung der

Experten der Inneren

Medizin im Gespräch:

Dr. Jochen Dresel, Chefarzt

der Inneren Medizin in

Schongau und sein Weilheimer

Pendant Prof. Dr. Andras Knez,

der zudem Ärztlicher Direktor ist.


Medizin ist jene Disziplin, welche

die meisten Menschen im Alltag

betrifft“, so Dr. Jochen Dresel auf

die Frage, warum er sich genau

diesen Fachbereich ausgesucht

hat, und ergänzt: „Außerdem

muss man über ein hohes Fachwissen

aller Organe verfügen. Es

ist ein weites, spannendes Feld.“

Schon jetzt liefert die Krankenhaus

GmbH eine Vollversorgung

der umliegenden Bevölkerung

bei Diagnostik und Therapie. Sei

es geplant auf Überweisung vom

Hausarzt oder auch bei Notfällen.

Im Rahmen der konsequenten

Erweiterung des Leistungsspektrums

bei der Krankenhaus GmbH

ist mit der Pneumologie in Schongau

eine weitere Spezialisierung

hinzugekommen. Dies zum Vorteil

der Patienten, denn das ambulante

und stationäre Versorgungsnetz

von Lungenkrankheiten war in

Weilheim-Schongau und umgebenen

Landkreisen zuvor nicht

so eng verknüpft. Neben dem

Anspruch, immer die höchste medizinische

Qualität zu garantieren,

legen Ärzte und Pflegekräfte großen

Wert auf einen persönlichen

Umgang mit den Patienten. Denn

langjährige Erfahrung zeigt, wie

wichtig und heilungsfördernd ein

enges, vertrauensvolles Verhältnis

zwischen medizinischem Personal

und Patient ist. Ein gutes Beispiel,

dass der Patient wirklich im

Mittelpunkt steht, ist das Schongauer

Bauchzentrum. Hier –

wie auch in der Weilheimer Klinik

– arbeiten Gastroenterologen

und Chirurgen eng zusammen,

um bei akuten Erkrankungen des

Bauches die beste Behandlung

... zur Zukunft kleinerer Kliniken ...

„Wir kämpfen für die kleinen

Häuser, und zwar mit Vollgas!“

Prof. Dr. Andreas Knez (Ärztlicher Direktor und

Chefarzt der Inneren Medizin in Weilheim)

für die Patienten zu ermöglichen.

Die Klinik für Innere Medizin in

Weilheim wird von Chefarzt und

Ärztlichem Direktor Prof. Dr. Andreas

Knez geleitet. Eine interdisziplinäre

24-Stunden besetzte

Notaufnahme in beiden Krankenhäusern

gewährleistet den Patienten

durchgehend ärztliche Hilfe

und Versorgung. Prof. Dr. Andreas

Knez ist Lehrbeauftragter der

Ludwig-Maximilian-Universität

München für Innere Medizin und

ist Mitglied im wissenschaftlichen

Beirat der Deutschen Herzstiftung.

„Rund 70 Prozent der Erkrankungen

sind ein internistisches Problem.

Gerade in der Kardiologie ist

es die Motivation, Patienten akut

und schnell zu helfen sowie deren

Lebensqualität zu steigern“, sagt

Prof. Dr. Andreas Knez.

Kardiologie (Erkrankungen

des Herzens und der Gefäße)

Seit 2007 gibt es im Krankenhaus

Weilheim die 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft.

Das Equipment

ist hochmodern“, wie Prof.

Dr. Andreas Knez betont. Rund 300

Herzinfarkte und etwa 1 200 Herzkatheter-Untersuchungen

werden

im Jahr in Weilheim behandelt beziehungsweise

durchgeführt. Eine

Spezialität der Klinik ist der Zugang

über die Armarterie. So kann

der Patient nach der Untersuchung

aufstehen und das Risiko einer

Nachblutung wird minimiert. Bei

schweren Mehrgefäßerkrankungen

des Herzens sind auch heute noch

operative Eingriffe nötig. Herzklappen

hingegen können mittlerweile

auch in minimal-invasiven Katheterverfahren

implantiert werden.

Weilheim hat eine enge Kooperation

mit der Herzchirurgie des

Deutschen Herzzentrums, des Klinikums

Großhadern und des Kli-

>>> Patienteninfo HERZINFARKT

Eines der typischen Symptome ist ein Druck hinter dem Brustbein mit ausstrahlendem Schmerz auf

den linken oder rechten Arm, den Unterkiefer oder den Rücken. Eher atypische Symptome sind Dinge

wie Magenschmerzen, Übelkeit oder Atemnot. Insbesondere Frauen denken häufig nicht daran, dass

es sich um einen Herzinfarkt handeln könnte. Daher: Solange nicht das Gegenteil bewiesen ist, ist ein

Brustschmerz immer ein Herzinfarkt, wobei man unbedingt sofort die 112 wählen sollte. Ein Patient mit

Herzinfarkt muss sofort in den Herzkatheter, denn es gilt der Leitsatz „Zeit ist Muskel“. Beim akuten

Herzinfarkt ist ein Herzkranzgefäß verstopft und muss innerhalb kürzester Zeit wieder geöffnet werden,

um den Schaden am Herzmuskel so gering wie möglich zu halten. Wichtig ist, dass Patienten das Symptom

Brustschmerz ernst nehmen, weswegen die Aufklärung der Bevölkerung essentiell ist.

nikums München-Bogenhausen.

Diese Kooperationen mit hoch

angesehenen Kliniken ermöglicht

es, jedem Patienten die bestmögliche

Therapie anzubieten. Auch

alle modernen Schrittmachersysteme

– auch kernspintaugliche –

werden am Weilheimer Krankenhaus

implantiert. Neben der Einführung

der Telemedizin wurde

in Weilheim 2015 der Vorhofohrverschluss

als interventionelles

Verfahren als weitere Innovation

eingeführt. Es kommt immer bei

Patienten zum Einsatz, die eine

lebenslange Blutverdünnung benötigen,

um einen Schlaganfall zu

verhindern, darunter aber immer

wieder schwere Blutungen entwickeln.

Ein ausgewiesener Spezialist

in Sachen Schrittmacher-Systeme

ist in Weilheim der Leitende

Oberarzt Dr. Holger Auerbach, der

laut Chefarzt Dr. Knez „bestimmt

schon 3 000 bis 4 000 Aggregate

implantiert hat“. An der Klinik in

Schongau hat man in der Kardiologie

mit dem Leitenden Arzt Claus

Holm und Dr. Peter Koerfer zwei

absolute Experten in Sachen Diagnostik

und Schrittmachertherapie.

Gastroenterologie

Mit dem neuen Chefarzt in der Inneren

Medizin in Schongau, Dr. Jochen

Dresel und Oberarzt Dr. Wolfgang

Wistuba, wurde 2017 dieser

größte Bereich der Inneren Medizin

gestärkt, der den gesamten

Verdauungstrakt von der Speiseröhre

bis zum Dickdarm sowie die

„Nachbarorgane“ Leber, Galle

Chefarzt Dr. Jochen Dresel (rechts) mit einem Teil

des Teams der Inneren Medizin in Schongau.

januar / februar 2018 | 25


und Bauchspeicheldrüse betrifft.

Die Notfälle in diesem Segment

betreffen Schmerzen und innere

Blutungen in Magen und Darm,

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse

(Pankreatitis), Gallenkoliken

und akute und chronische

Erkrankungen der Leber. Unter

den über 2 500 endoskopischen

Untersuchungen im Jahr sind

auch besondere Verfahren, die

bei gut- und bösartigen Tumoren

zur Diagnostik oder Therapie nötig

sind und heute oft eine früher

notwendige Darmoperation ersparen

helfen (Vollwandresektion

im Dickdarm, endoskopische Submukosadissektion).

So können im

Rahmen der „Endosonographie“

(Ultraschall von innen) besonders

kleine Tumore erkannt und gezielt

Proben genommen werden. Wie

auch beispielsweise vom Magen

aus in die Bauchspeicheldrüse

oder die Leber eingegangen werden

kann um Zysten nach Entzündungen

zu entfernen oder den

Abfluss der Galle aus der Leber zu

sichern, wenn dies über den natürlichen

Weg nicht mehr möglich

ist. Weitere Besonderheiten der

Inneren Medizin in Schongau sind

die Versorgung von Tumorerkrankungen

des Verdauungstrakts und

von Patienten mit „Brustschmerzen“,

die nicht vom Herzen ausgelöst

werden. Hier ist besonders

der Reflux von Magensäure bei

Patienten mit Zwerchfellhernien

zu nennen. Die Funktionseinheit

der Inneren Medizin stellt die dafür

notwendigen Verfahren (Langzeit-pH-Metrie

und Manometrie)

zur Verfügung. Im Rahmen

des „Bauch- und Darmzentrums

Schongau“ werden die Patienten

anschließend interdisziplinär mit

der Chirurgie weiterversorgt. In

Weilheim verantwortet der Leitende

Arzt Dr. Klaus Heckmann

die Gastroenterologie.

Die Schlaganfall-Einheit

In beiden Häusern der Krankenhaus

GmbH werden Schlaganfälle

rund um die Uhr versorgt. Beide

Kliniken verfügen über ein telemedizinischen

Konzept. So kann

die bestmögliche Versorgung im

Landkreis garantiert werden. Telemedizin

beschreibt die enge

Anbindung neurologischer Spezialisten,

die selbst nicht vor Ort

sein müssen, aber zusammen mit

den in den Kliniken durchgeführten

computertomographischen

Bildern der Patienten die richtige

Therapie festlegen, die dann

vor Ort sofort eingeleitet wird.

Ein wichtiger Zeitgewinn, wenn

jede Sekunde zählt. Alle zwei

Minuten erleidet in Deutschland

ein Mensch einen Schlaganfall.

Das sind 280000 Schlaganfälle

im Jahr. Über 350 wurden im

vergangenen Jahr in Weilheim

und Schongau behandelt. Nach

Herz- und Krebserkrankungen ist

der Schlaganfall die dritthäufigste

Todesursache in der Bundesrepublik.

Ist es zu einem Schlaganfall

gekommen, kann die Notfallversorgung

wohnortnah erfolgen. In

der Klinik Weilheim ist Oberarzt

Dr. Holger Braun verantwortlich

für die Schlaganfall-Einheit, in

Schongau Oberarzt Michael Roth.

Pneumologie

Pneumologie befasst sich mit den

Erkrankungen der Lunge und des

gesamten Atemapparates. Es ist

ein Querschnittfach, weswegen

>>> Patienteninfo SCHLAGANFALL

Die Hemiparese, eine Halbseitenlähmung, kommt sehr häufig vor. Es kann allerdings auch nur ein Arm

oder Bein betroffen sein. Einerseits von der Motorik, so dass Gliedmaßen nicht mehr richtig bewegt

werden können und schlaff herunter hängen. Andererseits von der Sensibilität – Patienten spüren dann

nicht, wenn sie angefasst werden. Hinzu kommen Doppelbilder, Schluckstörungen, Schwindel oder

auch Sprachprobleme. Und dann? Ab ins Krankenhaus, und zwar so schell wie möglich. Ähnlich wie

bei einem Herzinfarkt, gilt hier der Leitsatz „Time ist brain“. Je früher desto besser! Damit möglichst viel

Gehirnleistung gerettet werden kann. Idealerweise kommen Schlaganfall-Patienten in den ersten drei

Stunden nach der Attacke. In diesem Zeitraum – unter Umständen noch bis viereinhalb Stunden danach –

kann eine Lysetherapie angewendet werden. Dabei werden dem Patienten gerinnungsauflösende Medikamente

gespritzt, die das Gerinnsel oder die Verstopfung lösen. Und dafür ist es essentiell, dass der

Patient rasch in die Notaufnahme kommt. Bei jeglichen Symptomen, die auf einen Schlaganfall deuten,

muss man sofort die Notaufnahme aufsuchen, um sich alle Therapien offen zu halten.

es eine gesonderte Pneumologie-

Sektion wie in Schongau, nicht

allzu häufig gibt. Unter dem

Dach der Inneren Medizin wird

diese vom Leitenden Arzt Christian

Sturm geführt. Die häufigste

Erkrankung der Lunge ist die

Pneumonie – Lungenentzündung.

Diejenige Infektionskrankheit, die

in Westeuropa immer noch die

meisten Todesopfer fordert. Eine

Die Abteilung der Inneren Medizin in Weilheim:

Prof. Dr. Andreas Knez (4. v. l.) und einige der Mitarbeiter.

weitere, sehr häufige Erkrankung

ist die chronisch obstruktive

Lungenerkrankung (COPD), die

gemeinhin als „Raucherasthma“

bezeichnet wird. Eine der wenigen

Krankheiten, bei der die

Erkrankungsrate immer noch zunimmt.

Zudem ist man in Schongau

im Bereich der Schlafmedizin

tätig. Hier bietet die Krankenhaus

GmbH unter anderem das

... zur fachlichen Qualität ...

„Die Leute sind häufig erstaunt,

was wir alles können,

und auf welchem Niveau.“

Dr. Jochen Dresel (Chefarzt der

Inneren Medizin in Schongau)

Sonderveröffentlichung der


„Schlaf-Apnoe-Screening“ an.

Außerdem können Ultraschalluntersuchungen

in der Lunge vom

Bronchialsystem durchgeführt

werden. Dabei können gezielt

Gewebeproben aus Lymphknoten

und der Lunge entnommen werden,

die dann vom Pathologen

unter dem Mikroskop weiter begutachtet

werden.

Symptome bei

Lungenerkrankungen

Die häufigsten Symptome, die den

lungenkranken Patienten den Arzt

aufsuchen lassen, sind Atemnot

und/oder Husten, ob akut oder

chronisch. Oftmals liegen, insbesondere

bei zusätzlichem Fieber,

Infekte zu Grunde. In den meisten

Fällen kann die Behandlung ambulant

über den Hausarzt erfolgen.

Manchmal können allerdings

auch eine Verengung der Bronchien,

chronisch-rheumatische

Entzündungen des Lungengewebes

oder Tumorerkrankungen die

Ursache sein. Zur weiteren Abklärung

sind dann neben laborchemischen

und bildgebenden

Spezialuntersuchungen auch endoskopische

Verfahren sowie lungenfunktionelle

Untersuchungen

erforderlich, welche im stationären

Bereich angeboten werden.

Intensivstation

Auf der modernen Intensivstation

im Krankenhaus Schongau finden

Schwerstkranke eine optimale

Versorgung. Dabei wird großer

Wert auf eine enge Zusammenarbeit

mit Experten der anderen

medizinischen Abteilungen und

die persönliche Überwachung der

Patienten durch besonders erfahrene

Ärzte und Pflegende gelegt.

Zusätzlich erfolgt eine kontinuierliche

Überwachung durch Patientenmonitore,

die das Personal automatisch

alarmieren, wenn sich

Herz-, Kreislauf- oder Atemwege

verändern. Ein Reanimationsteam

ist zudem rund um die Uhr in Bereitschaft.

In Weilheim steht für die Behandlung

der schwer kranken

Patienten auch die Intensivstation

inklusive Beatmungsplätze zur

Verfügung. Zudem sind der Intensivstation

Intermediate-Care-Betten

angegliedert. Dabei handelt

es sich um eine Brücke zwischen

Intensiv- und Normalstation. Die

technische Ausstattung der Abteilung

ist auf einem sehr modernen

Stand. Medizinisch werden

die Patienten interdisziplinär von

Chirurgen, Internisten und Anästhesisten

gemeinsam betreut. So

können fachübergreifende Fragen

sofort und ohne Umwege im

Sinne der Patienten geklärt und

erforderliche Maßnahmen umgehend

eingeleitet werden.

Raus aus der Schublade

Dr. Jochen Dresel wünscht sich,

dass die Krankenhaus GmbH

in Zukunft nicht nur als Grundversorger-Krankenhaus

wahrgenommen

wird: „Wir haben

häufig Info-Veranstaltungen, da

sind die Besucher total erstaunt,

was wir alles können und auf

welchem Niveau.“ Die Zeiten,

in denen man etwas abwertend

von Landkrankenhäusern sprach,

sind längt vorbei. Dazu Dr. Dresel:

„Man muss nicht erst nach München

fahren, um eine exzellente

Versorgung zu bekommen. Das

leisten wir auch vor Ort. Leider

ist das manchmal noch zu wenig

bekannt.“ Prof. Dr. Andreas Knez

schlägt diesbezüglich in die gleiche

Kerbe: „Einige müssen endlich

verstehen, dass die kleinen

Häuser enorm wichtig sind. Dabei

geht es nicht darum, die Oma mit

dem Fahrrad besuchen zu können.

Es geht darum, dass wir hier

eine spitzen Medizin anbieten.“

Besonders, dass häufig von großen

Medizinzentren, die in Ballungsräumen

entstehen sollen,

gesprochen wird, stößt den beiden

Medizinern sauer auf. „Das

suggeriert immer, dass die kleinen

Häuser nichts können. Dabei

wurden wir alle in den großen

Kliniken ausgebildet“, gibt Prof.

Dr. Knez zu bedenken. Und auch

Dr. Dresel merkt an, dass es jetzt

schon mitunter eine wahre Odyssee

sei, Patienten in Spezialkliniken

unterzubekommen: „Man

stelle sich vor, jeder Patient muss

verlegt werden.“ Für die Kommunalpolitik,

insbesondere Kreistag

und Landrätin, haben die beiden

Chefärzte hingegen nur lobende

Worte: „Sie stehen total hinter

uns, und das ist wirklich toll“, so

Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Jochen

Dresel unisono.

> > > KONTAKT

Sekretariat

Innere Medizin Schongau

Christine Geiger, Franziska Schnelzer,

Elisabeth Bußjäger

Telefon: 08861 / 215-454 bis 456

Telefax: 08861 / 215-138

E-Mail: in-sek-sg@kh-gmbh-ws.de

Sekretariat

Innere Medizin Weilheim

Veronika Lautenbacher,

Katrin Baierlacher, Cornelia Wutz

Montag bis Donnerstag: 7 – 16 Uhr

Freitag: 7 – 12 Uhr

Telefon: 0881 / 188-596 bis 598

Telefax: 0881 / 188-688

E-Mail: in-sek-wm@kh-gmbh-ws.de

januar / februar 2018 | 27


Baby-Boom bei der Krankenhaus GmbH

In Schongau sind

Geburten Teamsache

Schongau | Zwischen den Worten

„ich bin schwanger“ und „Mutter

und Kind sind wohlauf“ liegt mitunter

eine beschwerliche Reise.

Insbesondere die letzten Meter

sind für Mutter, Kind und auch

Vater nicht immer ganz einfach,

vor allem emotional. Daher ist es

ein umso besseres Gefühl, ein erfahrenes

Team um sich zu wissen,

das auf alle Eventualitäten vorbereitet

ist. Wie etwa die Geburtshilfe

am Krankenhaus Schongau,

die seit langem einen exzellenten

Ruf genießt. Das beweist nicht

zuletzt die in den letzten Jahren

stetig steigende Anzahl an Geburten.

Waren es im vergangenen

Jahr noch 422 Geburten, kam der

Storch bis Ende November bereits

rund 440 Mal in Schongau vorbei

– Tendenz steigend. Das mag zum

einen an den „fruchtbaren Zeiten“

allgemein liegen, sicherlich

aber auch zu einem Großteil am

Schongauer Team, welches seit

vielen Jahren schon hervorragend

zusammenarbeitet.

den Beleghebammen. Diese enge

Zusammenarbeit hat besonders

im alltäglichen Arbeitsablauf,

oder neudeutsch „Workflow“, einen

entscheidenden Vorteil: Alles

geht Hand in Hand, wie etwa die

zumeist reibungslosen Übergaben.

„Wir begegnen uns alle

auf Augenhöhe, eine wirkliche

Hierarchie gibt es nicht“, erklärt

Nadine Lachmann, die seit rund

17 Jahren als Beleghebamme in

Schongau arbeitet, eines der Erfolgsrezepte.

Um den derzeitigen Andrang

auch stemmen zu können, ist eine

gute Organisation essentiell. Das

heißt für jede Einzelne zusätzliche

Arbeitsstunden, was nur mit einer

gehörigen Portion Leidenschaft

bewältigt werden kann, häufig

muss das Privatleben hinten anstehen.

„Wir spinnen natürlich

auch ein bisschen“, sagt Sybille

Kutzner schmunzelnd mit Blick

auf das enorme Arbeitspensum,

das sie und ihre Kolleginnen leisten.

Neben der konstruktiven Zusammenarbeit

unter den derzeit acht

Beleghebammen, muss auch die

Kommunikation mit den Krankenschwestern

funktionieren. Denn

der Schongauer „Baby-Boom“

wirkt sich selbstverständlich auch

auf das Arbeiten auf der Station

aus. Zwischen fünf und zwölf

Kinder werden hier fortlaufend

betreut, weniger sind es eigentlich

nie. Damit sich die zuvor entbundenen

Kinder, ebenso wie die

Mütter, im Krankenhaus Schongau

wohlfühlen, leisten die Schwestern

sehr gute Arbeit. Auf der

Station wurde eigens ein Hintergrunddienst

eingerichtet, um al-

Sonderveröffentlichung der

Familiäre Atmosphäre für

die neuen Familien

Beleghebammen, Belegärzte und

die Kinderkrankenschwestern auf

Station: Man versteht sich am

Krankenhaus Schongau, die Atmosphäre

ist familiär, das wird

schon bei einem kurzen Besuch

sonnenklar. „Wir haben uns über

viele Jahre zusammengelebt“,

sagt Sybille Kutzner, bereits seit

knapp 27 Jahren in Schongau tätig

und damit die Erfahrenste unter

Beleghebamme Daniela Schregle

in einem der beiden Kreißsäle.


In Schongau haben Mütter

die Möglichkeit, ihr Kind

in einer großzügigen

Wanne zu gebären.

>>> Kreißsaalbesichtigung Schongau

In der Klinik Schongau haben werdende Eltern die Möglichkeit, bereits vor der Geburt einen Eindruck

von den Räumlichkeiten der Geburtshilfestation zu erhalten. Dies kann zum einen im Rahmen eines geburtsvorbereitenden

Kurses geschehen oder auch zu einer anderen Zeit. Gerne wird auch der Kreißsaal

gezeigt. Ein individueller Termin kann mit einer Hebamme unter der Telefonnummer 08861 / 215 - 130

(vormittags) vereinbart werden.

len Szenarien gerecht zu werden.

„Wir sind ein familiäres Team,

das schon lange besteht. Einer ist

für den anderen da“, sagt Kirsten

von der Heide, Leiterin der Station

5. In Schongau dürfen Frauen,

anders als in vielen anderen Kliniken,

noch selbst entscheiden,

wann sie bereit sind, heimzugehen.

In der Regel bleiben Mutter

und Kind – gelegentlich auch Vater,

wenn man sich in die Mutter-

Vater-Kind-Oase eingemietet hat –

drei Tage im Krankenhaus.

> > > INFORMATION

Ansprechpartner Belegärzte

Praxis Jürgen Karbach

Weinstraße 20 . 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 2688

Telefax: 08861 / 908619

Gemeinschaftspraxis

Dr. Schmidberger & Marlene Schweyer

Adalbert-Keis-Str. 7 . 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 7576 oder 08861 / 66220

Sollten die Frauen dann allerdings

noch Bedenken haben,

bleiben sie auch mal länger.

„Mutter und Kind werden von uns

nur als Einheit nach Hause geschickt“,

bringt es Kirsten von der

Heide auf den Punkt.

Ein weiterer positiver Aspekt am

Krankenhaus Schongau ist die

niedrige Kaiserschnittrate von 25

Prozent, während der bundesweite

Durchschnitt bei 33 Prozent

liegt. „Ich war auch schon in anderen

Häusern als Vertretung, da

lag die Rate bei 53 Prozent und

wurde als völlig normal angesehen“,

sagt Dr. Ignat Ignatov,

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

an der Klinik in Schongau.

Und das, obwohl kleinere,

beleggeführte Häuser häufig kritisiert

werden, hier einen zu hohen

Schnitt aufzuweisen.

Intensive Erstversorgung

ist garantiert

Sollten Babys Startschwierigkeiten

haben, werden sie umgehend

in Spezialkliniken verlegt, was

in den vergangenen Jahren nur

bei einem kleinen Prozentsatz

vorkam. Das liegt zum einen am

großen Leistungsspektrum, zum

andern daran, dass mittlerweile

die meisten Risiken bereits vorab

abgeklärt werden können. Zudem

ist in Schongau eine intensive

Erstversorgung garantiert. Damit

auch in Zukunft Kinder in Schongau

entspannt auf die Welt kommen

können, wird sich um den

Hebammen-Nachwuchs höchstpersönlich

gekümmert. In regelmäßigen

Abständen leisten zumeist

junge Frauen ihr Externat,

den praktischen Teil ihrer Ausbildung,

am Schongauer Krankenhaus.

„Man lernt unglaublich viel.

Die Betreuung ist wesentlich individueller

als in großen Krankenhäusern“,

sagt etwa Caro Mayer,

die erst kürzlich ihr Externat in

Schongau absolvierte.

Die vielen werdenden Mütter

kommen in erster Linie über die

Praxen der Ärzte, die auch als

Belegärzte tätig sind. Besonders

die Fachkompetenz der Belegärzte

loben Hebammen und Kinderkrankenschwestern,

die viele

Entscheidungen aufgrund der

vertrauensvollen Zusammenarbeit

auch alleine treffen dürfen.

Das hat laut Belegarzt Jürgen

Karbach einen Grund: „Wir haben

hier solch erfahrene Hebammen

und Schwestern, die selbstständig

hervorragend arbeiten.“

Die Geburtsbegleitung gibt es bei

der Krankenhaus GmbH aus einer

Hand, die Hebammen sind von der

Vorbereitung bis zur Nachsorge für

die Familien da. Sie stehen im Übrigen

auch dann zur Verfügung,

wenn der niedergelassene Gynäkologe

nicht zu den Belegärzten

des Krankenhauses gehört. So hat

sich das Einzugsgebiet in letzter

Zeit sukzessive vergrößert. Werdende

Mütter kommen bisweilen

beispielsweise aus Oberammergau,

der Füssener Gegend, Peißenberg,

Fuchstal oder Kaufering.

Der liebevolle, engagierte Einsatz

des Schongauer Teams hat sich

also rumgesprochen. Es scheint

fast so, als hätte der Storch hier

noch lange nicht Feierabend. tis

> > > KONTAKT SCHONGAU

Dr. Marketa Michalek

Jugendheimweg 3a . 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 9888

Telefax: 08861 / 93598

Ein echtes Team: Die Geburtshelfer des Schongauer Krankenhauses.

Telefon: 08861 / 215-278 (Sekretariat)

Telefon: 08861 / 215-164 (Station)

Telefon: 08861 / 215-130 (Kreißsaal)

Telefax: 08861 / 215-279

januar / februar 2018 | 29


Die Create Schools in Tutzing

Technisch, kreativ und

sozial kompetent

Tutzing I „Wir haben beobachtet,

dass Kinder im staatlichen

Schulsystem die Leidenschaft

am Lernen verlieren“, nennt Dr.

Gina Deininger den Grund für die

Gründung der Create Schools in

Tutzing. Seit vier Jahren wird hier

laut der Schuldirektorin besonders

an „den Fähigkeiten der Zukunft

gearbeitet“, denn: „Es ist wichtig,

auch mal Risiken einzugehen,

schließlich verändert sich die heutige

Welt rasend schnell.“ Konkret

bringt die Pädagogin den Umgang

mit neuen Medien, wie Tablets

oder Laptops, ins Spiel, die an den

Create Schools bereits ab der ersten

Klasse zum Unterricht gehören.

Darüber hinaus kommt dem Englischen

als globale Sprache immense

Bedeutung hinzu, schließlich

werden sämtliche Prüfungen

– abgesehen von jenen im Fach

Deutsch – in Englisch abgehalten.

Aber nicht nur auf den technischwissenschaftlichen

Aspekten der

Ausbildung liegt das Augenmerk

der Create Schools, was nicht zuletzt

das im Schulnamen versteckte

Verb „create“ (etwas gestalten)

verrät. „Wir brauchen kreative,

selbstbewusste Schüler – „Querdenker“,

fordert Deininger.

Späterer Schulbeginn,

mehr Raum für Entfaltung

Auch an den Create Schools ist der

bayerische Lehrplan einzuhalten,

allerdings wird er durch zahlreiche

Aspekte ergänzt. Doch auch

die Uhren ticken hier in Tutzing

ein wenig anders als in „normalen“

Schulen, das wird schon beim

ersten Besuch klar. Der Unterricht

beginnt um zehn Uhr, von Montag

bis Freitag endet

die Schule allerdings

erst um 16

Uhr, freitags um

14.30 Uhr. Das

Modell Ganztagsschule

ist bewusst

gewählt,

so kann den

kleinen Klassen

– maximal zwölf

bis 14 Schüler –

mehr Raum gegeben

werden,

um Projekte zu

gestalten. Die

gesamten Unterrichtsmethoden

sind projektbezogen

aufgebaut, so dass Schüler

stets auf ein Ziel hinarbeiten. Gina

Deininger nennt diese Struktur

„cultural studies“, also Kulturwissenschaften.

Eine klare Abgrenzung

einzelner Fächer ist dabei

häufig gar nicht möglich und auch

nicht gewollt, etwa bei Deutsch

und Geschichte. Ein wichtiger Teilbereich

des Konzepts der Create

Schools ist das sogenannte „Mentoring“:

Dabei werden die sozialen

und emotionalen Befindlichkeiten

der Schüler beobachtet und geschult.

„Nur wer sich wohlfühlt,

kann auch beim Lernen die beste

Leistung bringen, die Leidenschaft

dafür entfachen“, sagt Deininger.

Um den Wohlfühl-Charakter

noch weiter zu verstärken, ist es

ihr zudem enorm wichtig, dass

die Schüler regelmäßig raus aus

dem Schulgebäude kommen. Das

erklärt auch teils den Entschluss,

Tutzing als Standort zu wählen,

schließlich ist man in München

nicht so schnell im Grünen. Ziel ist,

zukünftig noch mehr Projekte in

die Natur zu transportieren. Zwar

seien Schüler und Lehrer in ihrer

persönlichen Hierarchie stets an

erster Stelle, aber die Direktorin

sagt auch klar: „Wir möchten etwas

zurückgeben.“ Nach einigen

Projekten, etwa mit regionalen

Förstern und Imkern, ist für die

Zukunft beispielsweise eine Art

Gemeinschaftsgarten angedacht.

Zudem sorgen Schüler der Create

Kreative Projektarbeiten stehen auf dem Stundenplan

der Create Schools.

30 | tassilo


Besonders an den „Fähigkeiten

it

der Zukunft“ wird gearbeitet.

Schools mit regelmäßigem gemeinsamen

Aufräumen des Schulwegs

vom Bahnhof zum Schulgebäude

auch für das Gemeinwohl

aller Tutzinger.

Foundation School,

High School und College

Die Create Schools bestehen aus

drei Bereichen: In der „Foundation

School“, in etwa vergleichbar

mit einer deutschen Grundschule,

sind erste und zweite, sowie dritte

und vierte Klassen altersgemischt

zusammengefasst. Die Fächer werden

eine Woche lang auf Deutsch

unterrichtet, in der darauffolgenden

auf Englisch. Ab der fünften bis

zur neunten Klasse (High School)

gibt es dann einzelne Jahrgangsstufen.

Schließt man die neunte

Klasse über entsprechende Prüfungen

erfolgreich ab, erhält man

das „International General Certificate

of Secondary Education“ (IG-

SCE), ein Äquivalent der deutschen

Mittleren Reife. Damit sind Schüler

auch für das hausinterne College

zugelassen, um nach der zwölften

Klasse die A-Level-Prüfungen

zu absolvieren. Mit den zugehörigen

Sprachkenntnisnachweisen

erlauben die A-Levels Eintritte an

Universitäten auf der ganzen Welt

– also auch in Deutschland. Derzeit

besuchen rund 90 Schüler,

von Erstklässlern bis zu 18- und

19-Jährigen, die Create Schools

in Tutzing. Die Zahlen sind stabil,

die Anfragen häufen sich. Der Zusammenhalt

wird großgeschrieben,

das zeigt auch das Projekt

„Buddies“. Dabei fungieren ältere

Schüler für jüngere als Vorbilder,

nehmen sich diesen an und geben

wichtige Tipps. Zweimal die Woche

arbeiten Schüler in „Mastery

Classes“ eigenständig an Projekten,

bekommen andererseits in

der Regel keine Hausaufgaben gestellt.

Unterstützt werden sie dabei

von einem Mentor-Lehrer, der die

Schüler vier bis fünf Jahre begleitet,

was wiederum wichtig für die

emotionale Bindung ist.

Individuelle Förderung,

spannende Mischung

Die individuelle Förderung sei laut

Dr. Gina Deininger ein klares Plus

gegenüber staatlichen Schulen,

was sicherlich an den kleineren

Klassen liegt. Allerdings hat das

Konzept auch einen Nachteil, da

die Klasse charakterlich immer

gut zusammenpassen muss“, wie

Deininger erklärt. Auch weil die

Create Schools, die den offiziellen

Status einer „Ergänzungsschule“

haben, keine staatlichen Förderungen

bekommen, kostet eine

Aufnahme monatlich 1200 Euro.

Unter Umständen und je nach

Einkommen greifen Stipendien,

die einen Teil der Finanzierung

übernehmen. Denn trotz der hohen

Kosten ist es der Direktorin

besonders wichtig, dass Kinder

aus sämtlichen sozialen Schichten

vertreten sind. „Ich bin stolz

auf die Mischung“, sagt Gina Deininger.

Um an den Create Schools

angenommen zu werden, sollten

drei bestimmte Voraussetzungen

erfüllt sein: Zum einen muss die

ganze Familie dahinterstehen,

zum anderen wäre da die Sache

mit der englischen Sprache. „Nur“

Gymnasium-Niveau reicht nicht

aus, um für die Create Schools

adäquat fit zu sein. Häufig ist eines

der Elternteile Muttersprachler,

unterstützen den Lernerfolg

auch Zuhause durch englische

Gespräche. Andernfalls müssen

Kinder viel tun, um an der Schule

zurecht zu kommen. Nicht selten

wiederholen Schüler freiwillig,

um sprachtechnisch aufzuholen.

Dritter Aspekt, der gegeben sein

muss, ist die soziale und emotionale

Eignung. „Wir sind immer auf

der Suche nach hoch emotionalen

Kindern mit sozialer Intelligenz“,

meint Gina Deininger, dass nicht

ausschließlich fachspezifische

Qualitäten zählen dürfen, sondern

„immer das Gesamtbild Mensch“.

Denn es ist ihr erklärtes Ziel, dass

die Kinder der Create Schools beide

Fähigkeiten besitzen: Diszipliniert

lernen können, aber auch

kreativ, flexibel und offen sein.

Schließlich meint die Direktorin:

„Wir brauchen beides, um die Welt

besser zu machen.“

tis

Damit sich die Schüler wohlfühlen, sollen sie regelmäßig

raus aus dem Schulgebäude — und in die Natur.











januar / februar 2018 | 31


Der schnellste und sanfteste Krankentransport

Wann kommt der

Rettungshubschrauber?

Weilheim / Murnau | Mittwochnachmittag,

Motorradunfall auf der

B17 bei Steingaden, mindestens

ein Schwerverletzter. Bei diesen

Informationen läuten in der Integrierten

Leistelle (ILS) Oberland

mit Sitz in Weilheim sprichwörtlich

die Alarmglocken. Einerseits,

weil der Unfallort rund eine halbe

Autostunde vom nächsten Krankenhaus

in Füssen oder Schongau

entfernt ist. Andererseits, weil sich

die verunfallte Person aller Voraussicht

nach in einem kritischen

Zustand befindet und jede Sekunde

zählt. In diesem Falle wird

neben dem bodengebundenen

Rettungsdienst auch die Luftrettung

per Hubschrauber alarmiert.

Die Entscheidung für die Art des

Einsatzes trifft letztlich der Disponent,

der in der ILS Oberland am

Telefon samt Bordcomputer mit

zahlreichen Bildschirmen sitzt. Er

nimmt den Notruf entgegen und

erstellt anhand der Anrufer-Informationen

ein Meldebild, orientiert

an den klassischen W-Fragen: Wo

ist es passiert? Was ist geschehen?

Wie viele Personen sind betroffen?

Welche Art von Verletzungen?

Wichtiger Hinweis an dieser Stelle:

Der Notrufer sollte nach Beantworten

der W-Fragen auf gar

keinen Fall auflegen. Oft hat der

Disponent entscheidende Rückfragen,

die beantwortet werden

müssen. Beim fiktiven Beispiel

„Schwerer Motorradunfall auf der

B17 bei Steingaden“ ist die Entscheidung

schnell gefallen. Der

Rettungshubschrauber wird alarmiert.

Die Frage ist nur: Welcher?

Die Integrierte Leistelle Oberland

koordiniert alle Rettungseinsätze

in den Landkreisen Weilheim-

Schongau, Tölz-Wolfratshausen

und Garmisch-Partenkirchen.

Brände, Sturmschäden, Blitzeis,

starker Schneefall, verunfallte Skifahrer,

Bergsteiger, Schwimmer,

Autofahrer, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen

sowie Schlaganfälle

stehen auf der Tagesordnung.

Blick auf den

„Rescue Track“

Es gibt Phasen, an denen die ILS-

Telefone nicht stillstehen, die Einsatzkräfte

im Dauereinsatz sind

und die eigentlich vorgesehenen

Fahrzeuge einsatzbedingt nicht

immer startklar sind. „Deshalb gilt

bei uns grundsätzlich die Regel,

immer das zum Unfallort nächstgelegene,

frei zur Verfügung stehende

Rettungsteam zu alarmieren“,

sagt Helmut Ochs, Leiter der ILS

Oberland. Damit seine Disponenten

auch an solch einsatzstarken

Tagen kühlen Kopf bewahren, helfen

größere Bildschirme mit Landkarten,

auf denen live die Verfügbarkeiten

aller Einsatzfahrzeuge

angezeigt werden. Diese Übersicht

gibt es auch für Einsatzmittel der

Luftrettung. Das sogenannte „Rescue

Track“ zeigt alle Rettungshubschrauber

im süddeutschen Raum

an. Farbliche Markierungen sowie

diverse Kürzel sagen aus, ob die

Helikopter frei verfügbar, mit oder

ohne Patient in der Luft oder direkt

an einem anderen Einsatzort

sind. Neun verschiedene Status-

Meldungen gilt es hierbei zu beachten.

1 072 PS und 651

Kilometer Reichweite

Der bekannteste und zugleich einzige

Rettungshubschrauber in unmittelbarer

Gegend heißt „Christoph

Murnau“. 1 072 PS, 220 km/h

Einsatzgeschwindigkeit, 6 060 Me-

Wartet auf den nächsten Einsatz: „Christhoph Murnau“ am Hangar neben dem Unfallklinikum.

32 | tassilo


ter maximale Flughöhe, 651 Kilometer

Reichweite, maximales Abfluggewicht

von 3 700 Kilogramm,

elf Meter Rotordurchmesser und

rund neun Millionen Euro teuer.

Der „Christoph Murnau“ parkt

am Hangar des Unfallklinikums

in Murnau und zählt zu den modernsten

Rettungshubschraubern

Deutschlands. Dank Rettungswinde

kommt er häufig im Gebirge

zum Einsatz. Er eignet sich aber

auch für Patientenverlegungen,

zum Beispiel vom Krankenhaus

Weilheim in die Spezialklinik München

Großhadern. Will heißen: Die

Innenausstattung des „Christoph

Murnau“ ist vergleichbar mit den

technischen Geräten einer Intensivstation

im Krankenhaus. Bayernweit

gibt es von diesen Intensiv-Transport-Hubschraubern

(ITH)

So sieht das Cockpit des „Christoph h Murnau“ aus.

aktuell nur vier – stationiert in

Murnau, München, Nürnberg und

Regensburg. Für den klassischen

Rettungseinsatz gibt es jedoch wesentlich

mehr. Ist der „Christoph

Murnau“ im Falle eines Notrufes

bereits anderweitig im Einsatz,

greifen die Weilheimer Disponenten

auf den zum Unfallort nächstgelegenen,

frei zur Verfügung stehenden

Rettungshubschrauber zu.

Das kann der aus Reutte, einer der

beiden Münchner, der Kemptener,

Augsburger, im Zweifel sogar der

aus Traunstein sein.

Bis zu 1 500 Einsätze

im Jahr

Platzhirsch im Tassiloland ist und

bleibt der „Christoph Murnau“,

der Stand 21. November 2017 gut

1300 Einsätze geflogen ist. Im Jahr

2016 war er sogar mehr als 1500

Mal im Einsatz. Stimmen wurden

laut, dass Murnau eventuell einen

zweiten Rettungshubschrauber

bekommt, weil die SAR-Hubschrauber

der Bundeswehr bei

Landsberg, die ebenfalls für Rettungseinsätze

verwendet wurden,

weggebrochen sind. Laut Sprecher

der ADAC Luftrettung kommt ein

zweiter Heli jedoch nicht in Frage,

weil die Luftrettungsstation in

Murnau trotz hoher Einsatzzahlen

gut aufgestellt ist: Drei Piloten,

vier Techniker (bedienen unter anderem

die Rettungswinde), sieben

Rettungsassistenten und 16 Hubschraubernotärzte

sind abwechselnd

(je eine Person) im Einsatz –

und retten mit ihrer Arbeit tagtäglich

Menschenleben. Vor allem

deshalb, weil die Luftrettung gegenüber

der bodengebundenen

einige Vorteile bietet: Neben den

kurzen Transportzeiten minimiert

der ruhige, vibrationsarme Flug

das Transportrisiko und erhöht

dadurch die therapeutischen

Erfolgschancen der meist sehr

kritisch-kranken Patienten. Abgesehen

davon ist der Hubschrauber

in schwer zugänglichem Gelände

das ohnehin meist einzig mögliche

Rettungsmittel, allen voran im

Gebirge.

Außerdem findet der Pilot dank

genialer Übersicht von oben die

Unfallstelle generell sehr schnell

auf – auch dann, wenn die Ortsangaben

des Notrufers unzureichend

sind und nicht rein auf

Navigation geflogen werden

kann. Im Falle „Schwerverletzter

Motorradfahrer“ gibt es keinerlei

Auffindungsprobleme. Zehn Minuten

braucht „Christoph Murnau“

von seinem UKM-Stellplatz

bis zur Unfallstelle auf der B17 bei

Steingaden.

js

Ausgestattet ist der Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ wie

eine Intensivstation in Krankenhäusern.

januar / februar 2018 | 33


Ein Huglfinger Kultverein

Wo schiach sei schee is

Huglfing | Wer kennt das nicht?

Die komplette Jugendzeit gemeinsam

mit Freunden verbracht, gefeiert

und so manche prägende

Geschichte miteinander erlebt.

Man wird erwachsen, lebt sich

häufig aufgrund von Beruf, Studium,

Freundin oder einfach nur

wegen verschiedener Lebensphasen

auseinander. Völlig verständlich,

dabei hatte man doch immer

so viel Spaß miteinander. Weil

genau dieses „Schicksal“ einer

Gruppe junger Huglfinger häufig

prognostiziert wurde, entschieden

sie sich 2006, dem entgegenzuwirken.

Sie gründeten den Verein

„De Schiachn“. Nun, gut elf Jahre

später, ist Vorstand Hanes immer

noch völlig überrascht, „welches

Ausmaß das Ganze angenommen

hat“, war es doch einst nur als

Spaß gedacht. Heutzutage sind

sie in Huglfing völlig akzeptiert,

haben neben Musikkapelle oder

Sportverein ganz selbstverständlich

ihren Schaukasten mitten

im Ort, in dem die Öffentlichkeit

über ihre Aktivitäten regelmäßig

informiert wird. Zu ihrem traditionellen,

längst schon legendären

„Schiachnfest“ jährlich im August,

werden nur ausgewählte Personen

eingeladen. Wer eine Einladung

bekommt, darf sich durchaus

geehrt fühlen. Kurzum: „De

Schiachn“ sind Kult.

Monatliche Sitzungen

als Hauptgrund

2006 haben sechs junge Burschen

„De Schiachn“ gegründet. Damals

wie heute nehmen sich die mittlerweile

13 Mitglieder

nicht allzu ernst. Wichtig war ihnen

von Anfang an die einmal

im Monat stattfindende Sitzung,

schließlich war ein regelmäßiges

Treffen der Hauptgrund für den

Zusammenschluss. Während sie

sich früher häufig vor größeren

Veranstaltungen trafen und dann

„zusammen ausruckten“, wie sie

es nennen, sind inzwischen die

Sitzungen an sich die Höhepunkte

der Vereinsmitglieder. Kaum jemand

verabschiedet sich frühzeitig.

„Wir sind alle glücklich, wenn

wir mal daheim rauskommen,“,

sagt etwa Xare, Gründungsmitglied

und Kassier. Jedes der Mitglieder

richtet eine Sitzung im Jahr

aus, kümmert sich

Beim „Flößen“ des Maibaums im Hungerbach: „De Schiachn“ h waren

auch schon mal für den Klau der Traditionsstange verantwortlich.

um kulinarische Verköstigung und

Getränke, allen voran das Bier.

„Die Biertemperatur ist bei uns

ein heikles Thema, schließlich

sind bei uns zwei gelernte Brauer

dabei“, merkt Vorstand Hanes mit

einem Augenzwinkern an. Eine

Satzung und auch ein Strafenkatalog

gehören ebenfalls zum Verein,

der nicht im Register eingetragen

und damit eigentlich nicht

offiziell ist. Im Ort interessiert das

niemanden, denn was als Jux begann,

ist im Laufe der Zeit zu einer

wahren Huglfinger Institution geworden.

Schreibt man ihnen eine

Urlaubskarte, reicht in Sachen

Anschrift „De Schiachn“ und die

Postleitzahl – und schon weiß der

Postbote Bescheid.

Jedes der Mitglieder engagiert sich

zusätzlich in einem anderen Verein

aus dem Dorf. So zählt etwa der

Dirigent und auch der Vorstand

der Musikkapelle ebenso zu

„De Schiachn“ wie der zweite

Vorsitzende des Spielmannund

Fanfarenzugs oder

der sportliche Leiter vom

Fußballverein. Eine solche

Vielseitigkeit verpflichtet.

„Mit den Schiachn ist immer

was los, das ist in Huglfing bekannt“,

sagt etwa Internetbeauftragter

Senftl, der sich kürzlich

um eine neue Onlinepräsenz

kümmerte (www.de-schiachn.

de). Generell könnte man

die 13 Männer als eine Art

Bindeglied im Dorf sehen,

ist die Unterstützung

der Dorfge-

Die 13 Mitglieder der Huglfinger „Schiachn“:

Ihr aktuelles Gruppenfoto bekamen sie von einem Gönner

auf einer großen Leinwand geschenkt.

34 | tassilo


meinschaft doch eines der wichtigsten

Ziele. Dieses Ländliche,

Bodenständige soll auch der ungewöhnliche

Name ausdrücken,

um dessen Herkunft sich einige

Mythen ranken. Woher er genau

kommt, das können nicht mal die

Gründungsmitglieder verlässlich

sagen. „Wir sind halt alle keine

Cristiano-Ronaldo-Schönlinge“,

sagt etwa Vorstand Hanes dazu.

Auf die Frage, warum sie sich

auf ihrer Internetseite mit eher

unvorteilhaften Profilbildern präsentieren,

meint Senftl nur: „Es

gibt keine Besseren.“ Typischer

„Schiachn“-Charme eben.

Traditionelles

„Schiachnfest“ im August

Für ihre „Schiachnfeste“, die traditionell

am 14. August steigen,

lassen sich die Mitglieder stets ein

neues Spiel einfallen. Vom lustigen

Hintern-Raten, was manche

durchaus grenzwertig fanden,

über Tast- und Ratespiele bis

zum Versteigern der eigenen Arbeitsleistung.

Einmal wurde der

ganze Trupp für Malerarbeiten

versteigert. Dass dem Ersteigerer

ein professioneller Maler weitaus

günstiger gekommen wäre, ist die

andere Geschichte. In den Sitzungen

vor dem Fest wird zumeist die

Gästeliste diskutiert, auf der natürlich

auch Pfarrer und Bürgermeister

stehen. Insgesamt sind es

immer um die 120 Gäste. Es wird

gegrillt und gibt Bier vom Fass,

ab und an sogar selbstgebrautes.

Zweimal im Jahr unternehmen sie

zudem einen Ausflug, im Dezember

etwa ging’s nach Innsbruck,

im Frühjahr zumeist auf eine Hütte.

Klar, auch hier steht das Gesellige

im Vordergrund. „Der Weg ist

das Ziel“, meint Senftl. Ziel für die

Zukunft sei die Anfertigung einer

eigenen Vereinschronik sowie der

Bau eines eigenen Vereinsheims,

der zwar noch in weiter Ferne

liegt, aber in den Hinterköpfen

der „Schiachn“ stets präsent ist.

„De Schiachn“ sind für ihre geselligen Ausflüge bekannt. Hier bei der

„Biersuche“ von Huglfing nach Schöffau.

Im Laufe der Zeit sind Verein und

Mitglieder gemeinsam erwachsen

geworden. Die ersten haben

geheiratet und auch die ersten

beiden Kinder sind bereits auf die

Welt gekommen – empfangen von

einem „schiachn“ Storch.

In den erlauchten Kreis der

„Schiachn“ aufgenommen zu

werden ist mittlerweile nahezu

unmöglich, auch wenn es immer

wieder Anfragen gibt, insbesondere

von jüngeren Dorfbewohnern.

Dass der Verein so lange lebt wie

die Mitglieder selbst, daran haben

die „Schiachn“ keine Zweifel.

„Kaum jemand hat gedacht, dass

es uns nach zehn Jahren immer

noch gibt“, sagt Hanes. Auch ein

befreundeter Getränkelieferant

nicht, der ihnen ein 100 Liter-Fass

Bier versprach, falls sie nach zehn

Jahren noch existieren. Vergangenen

Sommer war dieser Einsatz

fällig. Im Rahmen dessen wurde

gleich ein neuer Pakt geschlossen:

200 Liter für den 20. Geburtstag.

Es scheint, als müsste der Getränkelieferant

erneut ausfahren.

Dann im Jahre 2027.

tis

„Unser Dorf soll schiacha h werden“: Der Verein nimmt sich selbst nicht

allzu ernst, genau das ist so sympathisch an ihm.

januar / februar 2018 | 35


Kultbistro „Zum Trödler“ in Habach

Rustikal und

von Hand gemacht

Habach | Rustikale Tische und

Stühle sowie Billardtisch, Kicker

und Dartscheibe füllen die drei

umlichkeiten. Schaukelpferd,

Vogelkäfig und Spinnrad zieren

die Fensterbretter. Emailschilder,

Krüge und Schwarzweiß-Fotos

prägen das Wandbild. Reinhard

Faht beschreibt den Stil seines

Kultbistros „Zum Trödler“, das im

Herzen des 1000-Seelen-Dorfs Habach

liegt, so: „Ein urgemütliches

Lokal, das von allen Generationen

gerne besucht wird, nostalgisch

eingerichtet.“ 1994 hat er dieses

alte Wirtshaus gepachtet. Es war

so aufgebaut wie alle Wirtshäuser

aus vergangener Zeit: Ein schier

unendlich langer Gang, der rechts

wie links Zugang zu vielen kleinen

Zimmern bot – und so gar nicht

nach dem Geschmack von „Reine“,

so sein Spitzname, war.

Theater über Hoagascht, Irish-

Folk-Session und Musikrichtungen

aller Art finden hier das ganze Jahr

über Live-Musik-Konzerte statt.

Ein bis dreimal die Woche treten

Bands aus dem Umkreis von bis

zu 50 Kilometer auf. Der Ruf von

„Reines“ Bistro ist weit über die

Landkreisgrenze hinaus bekannt.

Selbstgemacht

und regional

Die Kneipen-, Bar- und Bistrogeschichte

von Reinhard Faht, inzwischen

56, begann vor exakt 30

Jahren, als er in St. Heinrich auf

der südöstlichen Seite des Starnberger

Sees das „Annodazumal“

aufmachte. „Das ist gut gelaufen,

aber die Miete am See war damals

schon so hoch, deshalb habe

ich mich nach etwas Günstigerem

umgeschaut.“ Ein guter Spezl hat

ihn letztlich darauf aufmerksam

gemacht, dass das alte Habacher

Wirtshaus zu pachten wäre. Bei

der Besichtigung hat sich Faht

sofort verliebt. Nicht in die vielen

kleinen Räumlichkeiten, die für

ein Lokal nach seiner Vorstellung

viel zu eng sind. Dafür aber in den

baufälligen Saal, dem er bis heute

viel zu verdanken hat, „weil sich

keiner meiner Gäste gestört fühlt“.

Wer Lust auf Live-Musik hat, hält

sich oben im Saal auf. Wer gemütlich

ein Bier trinken, lecker

essen oder einen Cocktail schlürfen

möchte, sucht sich ein nettes

Plätzchen unten im Bistro. Die

Gäste finden diese strikt getrennte

Kombination genial, kommen bis

aus Murnau, Kochel, Peißenberg,

ja sogar Wolfratshausen und Seeshaupt.

Faht hat einerseits viele

Trödler-Inhaber Reinhard Faht an seinem Billiardtisch.

36 | tassilo

Eröffnung mit

Live-Musik im Saal

In nur drei Monaten baute er

Tag und Nacht das Gebäude um,

brach mit Unterstützung guter

Bekannter Wände durch, erfüllte

Brandschutzauflagen, installierte

Notausgänge. „Eben alles, was

damals Vorschrift war.“ Dann wurde

eröffnet, mit Live-Musik von

keinem geringeren als BR-Star

Werner Schmidbauer, der mit seiner

damaligen Band „Folksfest“

den Saal im Trödler rockte. Saal?

Der befindet sich im ersten Stock,

bietet Platz für rund 100 Gäste und

ist nicht weniger gemütlich als

das Bistro im Erdgeschoss. Vom

Rustikale Möbel sowie Sammlergegenstände aller Art prägen das Einrichtungsbild

im „Trödler“.


Jeden Mittwoch gibt’s hausgemachte Burger mit frischen Zutaten von

Metzgern und Landwirten direkt aus der Region.

Stammkunden aller Altersklassen,

dank der zahlreichen Bandauftritte

mit Gruppen bis von Landsberg

oder München allerdings auch

stets neues Publikum. Kurzum:

Das Geschäft läuft. Grund hierfür

ist sicherlich auch die ausgezeichnete

Küche – und das Konzept

dahinter. Faht setzt ausschließlich

auf regionale Zutaten, kauft Schinken

für Pizzen oder Hackfleisch für

Burger bei hiesigen, kleineren

Metzgereien, die Rinder von Bauern

aus der Gegend schlachten.

Mittwoch ist

Burger-Tag

Überhaupt wird in der Trödler-

Küche, von der Pizza über verschiedene

Nudelgerichte bis

hin zu den Suppen, alles selbst

gemacht, sogar der Teig für die

Burgersemmeln, den es übrigens

nur mittwochs gibt. Darüber hinaus

bietet er eine Vielzahl an Getränken

an, die bei weitem nicht

jedes Lokal zu bieten hat. Drei

verschiedene helle Biere, drei

verschiedene Weißbiere. Dazu

Despo, Beck’s, Guinness vom

Fass und frischgemixte Cocktails.

Feiern möchte er sein 30-jähriges

Wirtedasein schon. In welcher

Form, weiß er noch nicht genau.

Zum 20-Jährigen beispielsweise

hat er seinen Gästen alles zu

„Annodazumal“-Preisen angeboten.

Bezahlt wurde natürlich in

Euro, allerdings angelehnt an die

„guten, alten“ Mark-Zeiten, also

rund 50 Prozent günstiger.

Leidenschaftlicher

Sammler

Ein passendes Motto wird Reinhard

Faht auch diesmal finden.

Seit seinem 13. Lebensjahr sammelt

er alte, seltene Gegenstände

aller Art. Sein großer Traum war

lange Zeit, ein Dorfmuseum aufzumachen.

Warum es ihn letztendlich

doch ein Leben lang hinter

den Tresen zog? Bestimmung!

Reinhard Faht stammt aus einer

Wirte-Familie und hält die Tradition

in siebter Generation aufrecht,

„was nur dank guter Nachbarschaft

und intakter Dorfgemeinschaft

funktioniert“, sagt er. Und

den Traum vom Museum? Den

hat er sich dank Emailschilder an

der Wand sowie Vogelkäfig und

Schaukelpferd auf dem Fensterbrett

irgendwie trotzdem erfüllt. js

januar / februar 2018 | 37


Aus der Geschäftswelt

Sparkasse Oberland präsentiert den Nachfolger von Josef Koch

THOMAS ORBIG WIRD NEUER VORSTANDSVORSITZENDER

Weilheim | Thomas Orbig wird zum 1. Mai 2018 neuer

Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberland.

Als waschechter Weilheimer hat er nicht nur Vorteile

in Sachen kurze Anfahrtswege zum Büro, sondern ist

obendrein stark verwurzelt mit der Region. Sein Weg

zur hier ansässigen Sparkasse führte allerdings über

Umwege. Weil sein Vater berufsbedingt mit der Familie

umzog, lebte Orbig für längere Zeit in München,

wo er auch sein Abitur meisterte. Nach 15 Monaten

Grundwehrdienst bei der Bundeswehr kehrte er in die

Landeshauptstadt zurück und begann eine Lehre zum

Bankkaufmann bei der Bayerischen Landesbank. Letztlich

arbeitete er dort von 1983 bis 2003, besuchte wäh-

Thomas

renddessen mehrere Studiengänge und qualifizierte

sich bis zum Diplom-Sparkassen-Betriebswirt.

Sachbearbeiter, Teamleiter und stellvertretender Bereichsleiter

für Firmenkunden-Geschäfte waren seine

Stationen in der Bayerischen Landesbank. Zum ersten

Januar 2004 kehrte er schließlich zurück in seinen

Geburtsort, fing als Vorstandsmitglied bei den

Vereinigten Sparkassen Weilheim an. Rund 14

Jahre später folgt nun die Krönung seiner schon

jetzt beachtlichen Karriere. Für den Posten des

Vorstandsvorsitzenden bei der Sparkasse Oberland

musste er sich über ein offizielles Verfahren

bewerben. Der

Verwaltungsrat

hat sich letztlich

für ihn entschieden.

Damit folgt

Orbig

auf Josef Koch,

der Ende April

im Alter von 65

Jahren in den

wohlverdienten

Ruhestand gehen

wird. js

Thomas Orbig (li.)

löst Josef Koch als

Vorstandsvorsitzenden

der Sparkasse

Oberland ab.

Wegen „innerer Stimme“ und drittem Kind

KONSTANTIN FRITZ ÜBERGIBT SEINE PR-AGENTUR

Tassiloland | Weil er den Film von Walter Steffen

„Endstation Seeshaupt“ derart gut beworben hatte,

ist Fünf Seen Filmfestival-Gründer Matthias

Helwig auf den Kulturmanager aufmerksam geworden

und wollte ihn unbedingt in seinen Reihen

haben. Sieben Jahre später blickt der frühere

Assistent von US-Regisseur Robert Wilson auf

eine „super Zeit mit tollen Begegnungen zurück“.

Die Rede ist von Konstantin

Fritz, aufgewachsen in

Seeshaupt, sesshaft in Frieding

bei Andechs. Seit 2010

kümmert sich der heute

39-Jährige um Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit in den

Bereichen Film, Musik,

Kunst und Literatur. „All

that Jazz“ in Starnberg, die

Tutzinger Brahmstage oder das Fünf Seen Filmfestival sind nur drei von

insgesamt 14 Kulturveranstaltungen, die Konstantin Fritz durch professionelle

Arbeit zu namhaften Ereignissen gemacht hat. Weil er jüngst zum

dritten Mal Vater geworden ist und seine Frau langfristig noch tatkräftiger

bei der Kindererziehung unterstützen möchte, nimmt er sich ab 2018

nicht nur eine einjährige Elternzeit. „Meine innere Stimme sagt mir, dass

die Zeit für etwas Neues gekommen ist.“ Will heißen: Zum Jahreswechsel

gibt Konstantin Fritz seine deutschlandweit vernetzte PR-Agentur ab

und sucht sich nach der Zeit als Vollzeit-Papa eine andere Tätigkeit. „Da

ich nach wie vor Kulturmensch bin, werde ich dieser Branche treu bleiben.“

Wohin es ihn letztlich ziehen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Dagegen fix geklärt ist die Nachfolge-Frage. Maren Martell übernimmt

ab Januar seine PR-Agentur. Die freie Journalistin und Fotografin arbeitete

unter anderem für die Deutsche Presseagentur (dpa). „Eine bessere

Nachfolgerin hätte ich nicht finden können“, schwärmt Konstantin Fritz.

Die Zukunft von „All that Jazz“, den Tutzinger Brahmstagen sowie des

Fünf Seen Filmfestivals ist also gesichert – zumindest was die professionelle

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrifft

js

januar / februar 2018 | 39


Das Stadtmuseum im Herzen der Fußgängerzone

Die Heimat

Weilheimer Geschichte

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Wolf-Ekkehard Klix

Fachanwalt für Erbrecht

Angelika Klennert

Fachanwältin für Familienrecht

Weilheim | Das Stadtmuseum ist

seit 1966 im Gebäude des ehemaligen

Rathauses beheimatet,

mitten in der Fußgängerzone. Der

Weilheimer Drechsler und Schirmmacher

Benedikt Höck sowie

Stadtpfarrer Carl August Böhaimb

hatten bereits im Oktober 1882 einen

Museumsraum im einstigen

Rathaus eröffnet, damit zählt das

Weilheimer Stadtmuseum zu den

ältesten in der Region. Nachdem

es zwischenzeitlich in einigen Räumen

des heutigen Finanzamtes

untergebracht war, zog man 1966

endgültig in das alte Rathaus um.

Zuvor musste das Gebäude allerdings

mühsam saniert werden.

„Ein ungewöhnlicher

Bau für ein Museum

Heute umfasst die Sammlung im

wesentlichen Skulpturen, Möbel,

Malereien und Handwerk aus dem

15. bis 20. Jahrhundert. Zudem

gibt es Abteilungen zur Vor- und

Frühgeschichte sowie zu religiösem

Brauchtum, einer Jahreskrippe

von 1721 und zwei bäuerlichen

Schlafzimmern. Im Eingangssaal

des Museums finden zusätzlich

fortlaufend Ausstellungen – bis zu

neun im Jahr – mit wechselnden

zeitgenössischen Künstlern statt.

Nicht nur die Ausstellungsobjekte

im Museum, auch das Gebäude hat

eine bewegte Historie hinter sich,

wurde es doch bereits als Rathaus,

Bank und Schule genutzt, ehe es

seine Bestimmung als Museum

fand. „Das erklärt auch den ungewöhnlichen

Bau“, sagt Dr. Tobias

Güthner, seit 2010 Leiter des Stadtmuseums.

Architektur hin oder

her, beherbergt das Museum heute

einige historische Besonderheiten,

was laut Güthner an der „klugen

Einkaufspolitik der Stadt Weilheim

in den letzten 60, 70 Jahren liegt“.

Auch heute hält der promovierte

Kunsthistoriker stets Augen und

Ohren nach neuen, alten Exponaten

offen: „Für uns sind immer

Dinge interessant, die mit Weilheim

zu tun haben und eine Geschichte

erzählen.“ Einen durchgängigen

roten Faden auf den drei Stockwerken

mit insgesamt 350 Quadratmetern

Ausstellungsfläche gibt es laut

Güthner nicht, was sich bereits im

ersten Obergeschoss zeigt: Neben

einigen Ausstellungsobjekten aus

Vor- und Frühgeschichte (Jungsteinzeit

bis Merowingerzeit), finden

hier insbesondere Künstler der

sogenannten „Weilheimer Schule“

ihren Platz. Dazu gehört ein von

Clemens Betle signierter Intarsienschrank

aus dem Jahr 1587 – das

Meisterstück wurde in den 1930er

Jahren angekauft. Betles Sohn Jörg,

aufgrund fehlender vereinheitlichter

Rechtschreibung häufig auch

Georg Petle geschrieben, zählte zu

den führenden Bronze-Bildhauern

und Elfenbeinschnitzern seiner Zeit.

Von dem einst als eine Art „Superstar“

geltenden Künstler besitzt das

Stadtmuseum eine Kreuzigungsgruppe

und einen hornblasenden

Putto. Die beiden als Hauptmeister

der „Weilheimer Schule“ geltenden

Bartholomäus Steinle und Hans

Degler hinterließen unter anderem

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Ein Weilheimer Stadtmodell auf einem Plan von

1811 zählt zur Dauerausstellung des Stadtmuseums.

40 | tassilo


erausstellung des Stadtmuseums

im dritten Obergeschoss von einer

Jahreskrippe des einheimischen

Malers Johann Baptist Wenzl. Die

heute noch 62-teilige Krippe aus

dem Jahr 1721 gilt als eine der ältesten

erhaltenden Krippen mit beweglichen

Figuren in Bayern.

Modernisierung

bereits entschieden

Auf drei Etagen sind Exponate rund um Weilheim i zusammengetragen.

zwei lebensgroße Heilige sowie ein

segnendes Christkind; Hans Krumper,

Erbauer der Weilheimer Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt,

als Schnitzwerk das Relief „Musizierende

Engel“. „Weilheim galt als

Kunstzentrum, genoss überregionale

Bedeutung, weshalb es kein

klassisches Heimatmuseum ist“,

erklärt Tobias Güthner. Das zeigt

auch die Tatsache, dass etwa die

Basilika St. Ulrich in Augsburg einst

von Weilheimer Künstlern ausgestattet

wurde.

gen. Eine andere Ausstellung auf

dem gleichen Stockwerk erinnert an

die Weilheimer Stadtgeschichte –

passenderweise im großen Saal

auf der Westseite des alten Rathauses,

wo zwischen 1902 und 1936 die

Ratssitzungen abgehalten wurden.

Ein besonderes Stück der Sammlung

ist ein Stadtmodell auf einem

Plan von 1811, entstanden mit

etwa 500 Häusern und Kirchen zur

100-Jahrfeier der Museumsgründung

1982. Ergänzt wird die Dau-

Unter anderem wegen Brandschutzauflagen

ist für die kommenden

Jahre ein Umbau des

Weilheimer Stadtmuseums angedacht,

der vom Stadtrat bereits

abgenickt wurde. Die 350 Quadratmeter

Ausstellungsfläche sollen

Güthners Wunsch zufolge „nicht

weniger werden“. Bei derart kostbaren

Ausstellungsstücken muss

zudem jederzeit auf die richtige

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

geachtet werden, auch deshalb sei

eine Modernisierung nötig. Nach

dem Neubau soll es dann einen

durchgängigen roten Faden geben,

denn das

Konzept wird ebenfalls

erneuert.

Rund 14 000 Besuche zählt das

Stadtmuseum im Jahr, was laut

Tobias Güthner „eine gute Zahl ist

und besonders an den wechselnden

Sonderausstellungen liegt,

die immer sehr gut besucht sind“.

Noch bis einschließlich 21. Januar

sind in der Eingangshalle des Museums

einige besondere Exemplare

aus der Stabpuppensammlung von

Jörg Drescher zu sehen (Siehe: „tassilo“

Ausgabe 15). In Zusammenarbeit

mit der Münchner Museumspädagogin

und Kunsthistorikerin

Anne Funk hat das Stadtmuseum

zwei museumpädagogische Programme

für Schüler- und Jugendgruppen

aller Jahrgangsstufen auf

die Beine gestellt: „Auf den Spuren

der alten Handwerker“ und „Die

Weilheimer Schule“. Führungen

sind außerdem immer auf Anfrage

und ab fünf Personen im Stadtmuseum,

der Heimat Weilheimer Geschichte,

möglich.

tis

Skulpturen aus vier

Jahrhunderten

Im zweiten Obergeschoss findet

sich neben Exponaten zum religiösen

Brauchtum, ein Skulpturensaal

mit Figuren aus vier Jahrhunderten.

Unter anderem mit einem Palmesel

aus dem späten 15. Jahrhundert.

Noch heute wird er bei der

Palmsonntagsprozession mitgezo-

> > > INFORMATION

Das Weilheimer Stadtmuseum

hat Dienstag bis Samstag

von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Montags ist geschlossen. Der

Eintritt ist frei. Weitere Infos

unter www.weilheim.de,

0881 / 682-600 oder stadtmuseum@weilheim.de.

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januar / februar 2018 | 41


Ihr Regionalmagazin „tassilo“ klärt auf …

Segnung, Weihe

oder Einweihung?

Tassiloland | Einweihung des neuen

Kinderspielplatzes, des neuen

Hortes, des neuen Feuerwehrhauses,

des neuen Schwimmbades,

der neuen Umgehungsstraße.

Das sind fünf von unzähligen Beispielen,

die diversen Einladungsschreiben

oder Zeitungsberichten

zu entnehmen sind. Was die Wenigsten

wissen: Diese Meldungen

sind falsch. Zwar existiert der

Begriff „Einweihung“ im Duden

und wird auf der ein oder anderen

Plattform als „Festakt zur Eröffnung

oder Inbetriebnahme von

Gebäuden oder technischen Einrichtungen“

beschrieben. Bedenkt

man allerdings, dass sich das Wort

„Einweihen“ von „Weihe“ ableitet,

dürfte es bei Neueröffnungen

oder Inbetriebnahmen keine Verwendung

finden. Weder Spielplatz

noch Hort noch Feuerwehrhaus

können im Wortsinne eingeweiht

werden. Martin Bestele, Pfarrer

der Gemeinden Pähl, Raisting und

Wielenbach, bestätigt das: „Die

Weihe ist ganz und gar dem gottesdienstlichen

Raum zugeordnet

und nicht dem gewöhnlichen, alltäglichen.“

Will heißen: Geweihte

Menschen oder Gegenstände sind

einem rein religiösen Gebrauch

bestimmt. Kirchen, Altäre und

Kerzen sind klassische Gegenstände,

die geweiht werden. Bischöfe,

Priester, Diakone, Mönche, Nonnen

oder Äbte sind Personen, die

geweiht werden – und dann im

Sinne oder Auftrag Gottes leben,

arbeiten und handeln.

Segen dient

alltäglichem Leben

Generell dürfen eine Weihe nur

Bischöfe, Priester und Diakone des

römisch-katholischen Glaubens

ausführen. „Weil es

sich bei der Weihe

um einen besonderen

religiösen Akt

handelt, der sozusagen

die Bevollmächtigung

von

Gott voraussetzt“,

sagt Martin Bestele.

Meist findet sie

in Form eines Gebets

mit Kreuzzeichen

statt, gepaart

mit Zeichen und

Riten, unter anderem Handauflegung,

Salbung mit Öl, Besprengung

mit Weihwasser und Einräuchern

mit Weihrauch. Während

kleinere, religiöse Gegenstände

wie Kerzen oder Heiligenfiguren

vom Priester oder Diakon geweiht

werden dürfen, sind „höhere“

Weihungen ausschließlich dem

Bischof vorbehalten: Altar, Kapelle,

Friedhof, Kirchenglocke und

Weilheims Pfarrer Dr. Adalbert Mayer und Mesner

Tassilo Kraus segnen einen Adventskranz.

Priester, um einige Beispiele zu

nennen.

In Sachen Segnung sieht das

ganz anders aus. Die darf jeder

gläubige Bürger römisch-katholischen

Glaubens ausüben. Einige

„Segens-Beispiele“ aus dem alltäglichen

Leben: Eltern, die ihren

Kindern vor dem Einschlafen ein

Kreuzzeichen auf die Stirn setzen,

damit sie gut, gesund und wohl-

Fahrzeuge wie diese Oldtimer werden im alltäglichen Leben eingesetzt

und damit gesegnet, nicht geweiht.

42 | tassilo


ehütet durch die Nacht kommen.

Ein stilles Gebet für einen erkrankten

Freund. Oder die Selbstsegnung,

indem man sich selbst ein

Kreuzzeichen gibt. Grundsätzlich

können – wie bei der Weihe auch –

Menschen und Gegenstände gesegnet

werden. Allerdings nur die,

die um „Gottes Schutz“ im wahren

Leben (Alltag) bitten. Deshalb ist

die Einweihung eines neuen Feuerwehrautos

keine Weihe, sondern

eine Segnung.

„Wörtlich betrachtet

nicht richtig“

Kardinal Reinhard Marx weiht den neuen Altar in Peitings Maria Egg.

Korrekterweise müsste der Titel im

Zeitungsbericht also lauten: Segnung

des neuen Löschfahrzeuges.

Oder, falls kein Pfarrer dabei ist:

Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeugs.

Wenn Martin Bestele die Zeitung

aufschlägt und von der „Einweihung

eines Fahrzeugs“ liest, fasst

er die Schlagzeile mit Humor auf.

„In der Tat ist es wörtlich betrachtet

nicht richtig, aber mit dem

Begriff Einweihung meint ja niemand

etwas Böses – weder der

Veranstalter noch der Zeitungsredakteur.“

Als ärgerlich empfindet

Bestele es lediglich dann, wenn

überhaupt kein religiöser Bezug

vorhanden ist. Zum Beispiel bei

der Einweihung eines neuen Einkaufscenters,

wo weit und breit

kein Pfarrer zu sehen ist. „Dann

frage ich mich schon, warum

dieses Wort ernsthaft verwendet

wird.“ Letztlich hat sich der Begriff

über Jahre hinweg eingedeutscht,

der Bürger sich

daran gewöhnt.

So segnen

die Evangelischen

Und mal ehrlich: Die Einweihung

klingt auch wesentlich

gehaltvoller als

eine Eröffnung oder Inbetriebnahme.

Nicht ganz so genau nehmen

es in Sachen „Weihe“

und „Segnung“ die

evangelischen Kirchengemeinden.

Allein deshalb,

weil die Evangelischen gar

keine Weihe vornehmen.

„Bei uns gibt es nur die

Segnung“, sagt Axel Piper, Leiter

des evangelisch-lutherischen

Dekanats mit Sitz in Weilheim.

Außerdem gibt es die Segnung

der Evangelischen nur in Form

von Gebeten, die auch nur dem

Menschen zugesprochen werden,

keinen Gegenständen. „Wenn wir

ein Feuerwehrauto segnen, dann

aus dem Grund, dass es möglichst

viele Menschen rettet, das

Auto an sich ist uns im Sinne des

Glaubens nicht so wichtig.“ Auch

Segens-Rituale mit Weihwasser

oder Weihrauch gibt es bei den

Evangelischen nicht. Außerdem

spielt es eine untergeordnete Rolle,

welcher Konfession jemand

angehört. „Für mich ist Gott einer.

Er ist weder katholisch noch evangelisch.

Den Segen kann bei uns

also jeder Christ aussprechen.“ In

einer Sache sind sich Pfarrer Martin

Bestele und Dekan Axel Piper

beim Thema „Weihen“ und „Segnen“

aber einig: Der Begriff „Einweihung“

ist genaugenommen

falsch und müsste in den meisten

Fällen durch „Segnung“ ersetzt

werden.

js

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Kardinal Friedrich Wetter weiht Pavel Idkowiak zum Diakon. Die

Zeremonie fand in der Liebfrauenkirche in München statt.

januar / februar 2018 | 43


Verschneite Ammergauer Berge aus anderem Blickwinkel

Die Winter-Ballontage

in Bad Kohlgrub

Bad Kohlgrub | Seit nunmehr

sechs Jahren geht Bad Kohlgrub

im Winter in die Luft. Nicht

sprichwörtlich, sondern tatsächlich.

Walter und Sabine Kuhn aus

Ichenhausen bei Ulm haben sich

vor Jahren dafür entschieden, die

Winter-Ballontage im Ammertal

zu organisieren. Die Veranstaltung

gab es bereits früher und wurde

von einer großen Brauerei gesponsert.

Nach einiger Zeit Pause

kam es durch einen befreundeten

Wirt aus Bad Kohlgrub dazu, dass

die Kuhns diesen Event wiederaufleben

ließen. Heute sagt Sabine

Kuhn: „Da habe ich mal meine

Goschn zu weit aufgerissen“, und

lacht. Sie und ihr Mann führen das

Unternehmen Air-Lebnis und bieten

alles rund ums Ballonfahren

an. Ein Highlight jedes Jahr sind

die Winter-Ballontage. „Denn im

Winter sind die Berge besonders

schön“, sagt Kuhn.

Ein Schiff schwimmt

ja auch nicht

Vom 28. Dezember bis zum 5.

Januar 2018 finden die 6. Winter-

Ballontage statt und bieten nicht

nur der Ballonfahrergemeinde

aus Deutschland einen attraktiven

Treffpunkt: Die Veranstaltung

wird auch bei Besuchern immer

beliebter. Und wer die Welt von

oben erkunden möchte, der kann

sich sogar vorab für eine Fahrt mit

dem Ballon anmelden oder einfach

vorbeikommen und auf gut

Glück einen Platz ergattern.

„Wir haben gesagt,

wer sich anmeldet,

der bekommt auf jeden Fall einen

Platz“, erklärt Sabine Kuhn. Denn

im vergangenen Jahr war der Andrang

so groß, dass sie

es nicht geschafft

hat, jedem Besucher

einen Platz

in einem Ballon

zu verschaffen.

Dabei steigen

bis zu 25 Ballone

gleichzeitig in

die Luft und fahren

dann gemütlich Richtung

Füssen, Weilheim

und Murnau – je nachdem,

wohin der Wind sie bringt.

Denn lenken kann man einen

Ballon nicht wirklich. „Es ist immer

wieder ein

Abenteuer und schön zu sehen,

wohin einen die Fahrt bringt“,

schwärmt Sabine Kuhn. Man kann

den Ballon nur steigen

und sinken, und so

etwas wie lenken

lassen, denn in

den verschiedenen

Höhen weht

der Wind meist

auch in verschiedene

Richtungen.

Aber die Ballonfahrerin

mag es auch nicht

immer zu wissen, wo sie

landen wird. Es heißt übrigens

Ballonfahren und nicht

-fliegen, weil der Begriff von der

Schifffahrt h kommt. Und ein Schiff

schwimmt ja auch nicht. Die Erklärung

von Sabine Kuhn geht weiter:

„Heute sagt man, alles was sich

längere Zeit in der Luft fortbewegt,

ohne ständig Energie zuzuführen,

fährt.“

Choreographie aus

Musik und Feuer

Die Teilnehmer der Winter-Ballontage

kommen aus ganz Deutschland.

Die weitesten Anreisen

haben die Teilnehmer aus Berlin

und Potsdam oder von der Mosel.

Insgesamt sind es um die 25

Ballon-Teams, die dann jeden

Morgen – bei guter Witte-

Rund 25 Ballone aus

ganz Deutschland nehmen

an dem Szenetreff

im Winter teil.

44 | tassilo


ung – in den Himmel steigen und

bis zu fünf Passagiere mitnehmen

können. Wer mitfährt, dem eröffnen

sich rund zwei Stunden lang

aus der Vogelperspektive gigantische

Aussichten aufs Hörnle,

den Kolben und den Laber bis ins

Wettersteingebirge und bis nach

München. Wer lieber am Boden

bleibt, der kann die vielen Ballone

von unten bestaunen. „Wir haben

auch ganz lustige Sonderformen

dabei. Wie etwa den Sparsau-Ballon

einer bekannten Bank und die

Hundefutterdose“, beschreibt Sabine

Kuhn die Luftgefährte. Dazu

gibt es noch einige Modellballone,

die „nur“ drei Meter hoch sind.

Einen ganz besonderen Höhepunkt

der Winter-Ballontage in

Bad Kohlgrub stellt der 30. Dezember

dar. An diesem Abend ist

das Ballonglühen. Mit Einbruch

der Dunkelheit wiegen sich die

bis zu 20 Meter hohen Ballone

wie Fackeln mit oder ohne ihre

seidene Haube über dem Korb zu

einer musikalischen Untermalung.

Wie eine Choreographie aus Musik

und Feuer erhellen die Flammen

Bei den Winter-Ballontagen in Bad Kohlgrub kann man das Ammertal

aus der Vogelperspektive genießen.

den Nachthimmel zu den passenden

Klängen. Dazu gibt es ein

reichhaltiges Rahmenprogramm

im Ort: Die Bad Kohlgruber Geschäfte

haben bis 20 Uhr geöffnet,

Kutschfahrten durch den hellerleuchteten

Ort werden angeboten

und rund um Dorfbrunnen und

Maibaum laden Stände von den

örtlichen Wirten und Vereinen

dazu ein, Körper und Geist bei

Schmankerl und Getränken zu

stärken. Darüber hinaus wird es

auch in der Kehle recht heiß; der

Schnaps-Brennmeister des Obstund

Gartenbauvereins lädt zum

Schaubrennen und natürlich zur

Verkostung ein. Wer es ruhiger

mag, für den bietet die Landjugend

in der Pfarrkirche St. Martin

eine meditative Einkehr mit Musik

und Kerzenlicht. Da bleibt nur

noch eins: Termin im Kalender

ankreuzen und auf trockene Witterung

hoffen, denn sowohl das

Ballonfahren wie auch das Glühen

in der Nacht findet nur statt, wenn

das Wetter stimmt.

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Es sind auch spannende Sonderformen wie dieser Elefant dabei.

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> > > INFOS UND ANMELDUNG

Die 6. Winter-Ballontag in Bad Kohlgrub sind vom 28. Dezember bis

5. Januar ab jeweils 9.30 Uhr. Anmeldungen und Buchungen unter

Telefon 08845 / 742235 oder 0173 / 3188923. Kosten pro Person: 199

Euro (Kinderpreise auf Anfrage). Das Ballonglühen am Abend findet

am 30. Dezember statt.

Nach Füssen, Murnau oder

Weilheim – Ballonfahrer sind auf

die Gunst des Windes angewiesen

und wissen nie genau, wo sie

landen.

januar / februar 2018 | 45


Trends für Braut und Bräutigam

Hosenträger bei Ihm,

Spitzen bei Ihr

Tassiloland | Kleider in A-Linie mit

tiefem Rückenausschnitt und viel

Spitze waren der Brautmoden-

Trend 2017. Die Männer greifen gerne

zu einem extravaganten Anzug,

kombinieren ihn mit Weste und

Hosenträger oder setzen einen Hut

auf. Es gibt aber auch Designer, die

wieder „back to the roots“ gehen

und schlichte Seidenkleider ohne

viel Schnickschnack entwerfen. Ob

man das in den nächsten Jahren

sehen wird, bleibt eine spannende

Frage. Heiratswillige Damen

machen sich meist schon sechs bis

neun Monate vor dem Termin auf

die Suche nach einem Brautkleid.

In unserer Region ist das schwierig,

das nächste Brautmodenstudio

ist in Landsberg am Lech. Weitere

in Kempten oder München. Viele

Bräute informieren sich zunächst

im Internet und überlegen dann,

ob sie das Wunschkleid auch online

bestellen, oder doch lieber mittels

Anprobe vor Ort einkaufen möchten.

Immer mit dabei sind „Beraterinnen“,

meist die Schwester,

HOCHZEITS

UND EVENT

Trauzeugin oder Freundinnen der

Braut. Im ländlichen Raum wird

auch gerne traditionell geheiratet.

Früher war der „Schalk“, ein

aufwändig verziertes schwarzes

Gewand, das bodenständige Brautkleid.

Doch davon kommen junge

Frauen immer mehr ab, lassen sich

lieber ein schönes Seidendirndl

schneidern. Grün, rosa oder hellblau

sind die derzeit beliebtesten

Pastelltöne für geschneiderte Hochzeitskleider.

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Vielen Mädchen, die im Trachtenverein

oder bei der Musikkapelle

engagiert sind, möchten einerseits

traditionell heiraten, andererseits

aber nicht auf das weiße Kleid verzichten.

Der Kompromiss hierbei:

Die Frau heiratet im weißen Kleid,

der Mann im Trachtenanzug.

Das Meerjungfrauenkleid, also ein

Kleid in der sogenannten A-Linie,

haben wir heuer oft gesehen“, berichtet

Fotografin Barbara Zacherl.

Dabei wurde viel Spitze eingearbeitet

mit zahlreichen Knöpfen

am Rücken, der übrigens nicht zu

freizügig sein sollte. „Oftmals sind

auch die Schultern bedeckt“, ergänzt

die Tannenbergerin.

Die Männer haben es etwas leichter,

das passende Gewand zu finden

– sie finden hier noch mehrere

etablierte Modehäuser in der Region.

Zu den Trends stellt Roberto

Gurguta, Abteilungsleiter im Einund

Verkauf bei Echter-Moden in

Weilheim fest: „Es wird ein bisserl

lässiger bei den Männern.“ Seiner

Erfahrung nach suchen die meisten

Männer einen schicken Anzug, der

hinterher auch noch getragen werden

kann. Deshalb verzichtet Echter

mittlerweile auf die klassischen

Hochzeitsanzüge, bietet aber vom

Smoking bis zum Business-Anzug

eine reichhaltige Auswahl, die

dann mit Fliege, Einstecktuch und

Hosenträger aufgepeppt werden

kann. „Die beliebteste Farbe ist immer

noch Blau in allen Variationen,

gerne auch mit kleinen Mustern“,

weiß der Einkäufer, der in diesem

Falle von der Wintermode 2018

spricht.

Unterstützung beim Anzugkauf

bekommt heutzutage auch der

Bräutigam. „Meist ist der Trauzeuge

oder ein guter Freund dabei“,

sagt Andreas Huber vom

gleichnamigen Modegeschäft in

Schongau. In der dortigen Männerabteilung

hat Huber extra den

Bereich „Anlassmode“ eingerichtet,

wo die hiesigen Herren von

Kopf bis Fuß ausgestattet werden

für ihren besonderen Tag. „Wir

führen die Marken Wilvorst oder

Tziacco, die immer neueste Trends

bieten“, sagt der Geschäftsführer.

Von ausgefallenen Gehröcken über

Long-Sakkos bis hin zum ganz normalen

Anzug steht in Schongau

eine breite Auswahl zur Verfügung.

Der moderne Bräutigam hat sich

selbstverständlich übers Internet

informiert, bevor er

zum Einkaufen geht.

Besondere Wünsche

versucht Andreas Huber

durch Bestellung

zu erfüllen. Wenn

Änderungen notwendig

sind, erledigt das

ein Schneider in der

Nähe. Hosenträger

sind derzeit auch in

Schongau angesagt,

dazu Fliege, Hemd

samt Wechselhemd

und passende Schuhe.

Erst kürzlich hat Huber-Moden bei

„Hochzeit auf den ersten Blick“

mitgemacht, eine Fernsehsendung

von SAT1. Im Altstadt-Laden

wurde vor laufender Kamera ein

Bräutigam ausgestattet, der seine

Zukünftige erst direkt im Standesamt

kennen gelernt hat. Die Sendung

wurde im Dezember ausgestrahlt.

Ganz so spontan sind die

Heiratswilligen in unserer Region

nicht, sie planen ihre Hochzeit

meist akribisch und achten auch

bei der Kleidung auf viele Details.

Doch für beide Geschlechter gilt

immer mehr: Es muss den kompletten

Hochzeitstag über bequem

sein.

rg

Individuell id nach

den Wünschen der

Trägerin wird ein

Hochzeitsdirndl

gearbeitet.

Besonderer Blickfang:

Ein Tattoo am

Rückenausschnitt

des Kleides.

Die A-Linie

mit bedeckten

Schultern und

viel Spitze.

46 | tassilo


26. Hochzeits- und Eventmesse in Weilheim

Trauring-wochEn

vom 19.01. - 31.03.2018

Ja, ich will in die Stadthalle

Weilheim | Vom Heiratsantrag bis

zur Hochzeitsfeier ist es für Paare

häufig ein wahrer Organisations-

Marathon. Da stellt sich die Frage

nach der passenden Lokalität, dem

Hochzeitskleid, Blumenschmuck,

Essen, sowie Band oder DJ. In

jedem Fall muss eine Vielzahl an

Entscheidungen getroffen werden,

bis alles für den „schönsten Tag“

geregelt ist. Eine seit Jahren beliebte

Anlaufstelle, die Verliebte in

ihren Vorbereitungen unterstützt,

ist die Weilheimer Hochzeits- und

Eventmesse. Am 20. und 21. Januar

findet in der Stadthalle bereits die

26. Auflage statt. Über 50 Aussteller,

von Brautmode über Floristik

bis zur Musik, werden sich dann

wieder mit ihren Produkten und

Dienstleistungen rund ums Thema

Heiraten und Feiern präsentieren.

Für alle,

die gerne feiern

Seit 2014 zeigt sich die Messe

mit neuem Namen und Konzept.

Nachdem sich die Änderungen

durchaus als Erfolg entpuppten

und die Besucherzahlen in den

letzten Jahren stark anstiegen, soll

auch weiterhin am neuen Konzept

festgehalten werden. „Die Hochzeits-

und Eventmesse richtet sich

nicht allein an Brautleute, sondern

an alle, die feiern wollen, egal ob

Geburtstag, Jubiläum oder Firmenfeier“,

beschreibt Eventmanager

Thomas Dormeyer die Erweiterungen.

Am Samstag von 13 bis 17 Uhr und

Sonntag von 10 bis 17 Uhr können

sich Interessierte auf der Messe

inspirieren und beraten lassen –

und sich direkt vor Ort Angebote

einholen. Viele der Aussteller bieten

auch diesmal attraktive Rabatte

an, so dass Besucher nicht nur

Zeit, sondern auch Geld sparen

können. Zudem haben die Veranstalter

erneut ein vielfältiges

Unterhaltungsprogramm für die

gesamte Familie auf die Beine gestellt:

Täglich finden die Braut-Modenschauen

mit anschließender

Verlosung zahlreicher Preise von

den teilnehmenden Ausstellern

statt. Die Musiker tragen mit Live-

Auftritten zur musikalischen

Unterhaltungen

bei, während ebenso

für das leibliche Wohl

gesorgt ist. Verschiedene

Catering-

Unternehmen

stellen ihr Angebot

vor und

laden zu

Kostproben ein. Damit Eltern ganz

entspannt über die Ausstellung

flanieren können, wartet auf Kinder

ab drei Jahren ein kostenloses

Kinderbetreuungsprogramm, das

ebenso für die eigene Hochzeitsfeier

gebucht werden kann. Sollten

es die Wetterbedingungen zulassen,

können alle Gäste an einer

kostenlosen Rundfahrt in einer

Limousine teilnehmen, die vor der

Tür bereitsteht.

Berichte über die

Aussteller

Die Veranstaltung wird live vor

Ort aufgezeichnet, alle Aussteller

werden in kurzen Berichten porträtiert,

damit Besucher sich im

Anschluss online nochmal ein Bild

machen und in Ruhe beraten können

(www.hochzeitmesse-tv.com).

Praktisch ist sicherlich auch die

eigene Messe-App, mit der alle

Informationen rund um die 26.

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle über das Smartphone

abrufbar sind.

Der Eintritt kostet an der Tageskasse

acht Euro, im Vorverkauf beim

Kreisboten und Tagblatt in Weilheim

sowie beim Ticketservice

vom Reisebüro Vivell in

Landsberg am Lech

sechs Euro.

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Tassiloland | Das Ritual der Verlobung

ist eine der emotionalsten

und romantischsten Gesten überhaupt.

Bevor die magische Frage

„Willst du mich heiraten?“ gestellt

wird, sind einige Vorbereitungen

zu treffen. Und die Nervosität des

Antragstellers steigt mit jedem

Tag. Wann ist der passende Zeitpunkt?

Wo ist der richtige Ort?

Eher intim oder doch extrovertiert?

Bevor um die Hand einer

Dame angehalten werden darf,

steht zumeist der Gang zum Brautvater

an der Tagesordnung, um

die offizielle Erlaubnis abzuholen.

Einst Pflicht, heutzutage mehr ein

höflicher Ausdruck von Respekt.

Wobei: „Der Trend geht dahin, sich

wieder auf traditionelle Gesten zu

besinnen“, sagen Gaby und Svenja

Schratt von Gaby’s Schmuckinsel.

Die beiden müssen es wissen,

schließlich sitzen sie als Expertinnen

für Verlobungs- und

Eheringe direkt an der Quelle,

haben von ihren Kunden schon

zahlreiche Anträge erzählt bekommen.

Viele waren eher schlicht

und traditionell, manche extravagant,

aber jeder einzelne für sich

eine romantische Geschichte. Wie

etwa der Antrag eines Landwirts,

der die Frage aller Fragen einst in

sein Feld mähte und so seine Zukünftige

überraschte. Gaby Schratt

kann sich deshalb so gut daran

erinnern, weil sie diese Geschichte

in der Anfangszeit ihrer damals

neuen Schmuckinsel vom Antragsteller

persönlich erfahren hat.

„Vertrauen wird bei uns Großgeschrieben“,

verspricht Svenja

Schratt. Befürchtungen, dass jemand

mit diesem Geheimnis hausieren

geht, brauche jedoch keiner

Das Brautpaar mit der Schmuck-Expertin: Andreas Schmitt mit seiner

Zukünftigen Nadine. Rechts Svenja Schratt von Gaby’s Schmuckinsel.

haben. „Wenn wir überhaupt eine

Verlobungsgeschichte weitertragen,

dann nur nach Rücksprache

mit den Beteiligten.“ Viele der

Heiratsanträge, die ihnen berichtet

werden, sind mit romantischen

Ausflügen verbunden. Zum Beispiel

auf einer Berghütte oder im

Rahmen eines Wellness-Urlaubes.

Speziell die Phase vor Weihnachten

ist eine beliebte Zeit für Verlobungen.

„Viele überbringen die

erfreuliche Nachricht während

dem Fest der Familie“, sagt Svenja

Schratt. Wer sich für diesen Schritt

entschieden hat, ist in Sachen

Verlobungsring, der grundsätzlich

das ganze Jahr über gefragt ist,

in Gaby’s Schmuckinsel gut aufgehoben.

Im dortigen Sortiment

gibt es so ziemlich alles. „Für den

großen oder kleinen Geldbeutel“,

wie Svenja Schratt sagt. Wichtig ist

beim Kauf eines Verlobungsringes

die persönliche Beratung – nicht

nur in Sachen Ring. „Das schwierigste

ist sicherlich, den passenden

Moment zu finden, schließlich

bleibt die Erinnerung an diesen

Moment ein Leben lang“, sagt

Gaby Schratt, die auch diesbezüglich

gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen

gerne den einen oder

anderen Tipp gibt. Um einem Ring

mehr Persönlichkeit zu verleihen,

kann er im Hohenfurcher Geschäft

an der Schönach angepasst und

individualisiert werden, etwa

durch eine Gravur. Das Ritual der

Verlobung gewinnt in jedem Fall

wieder an Bedeutung, da sind sich

Gaby und Svenja Schratt sicher.

Einen der eindrucksvollsten An-

48 | tassilo


Der ganz

besondere Genuss

Vronis

Hochzeitstorten

träge, von dem sie bisher hörten,

war jener von Andreas Schmitt,

passiert im Jahr 2017.

Unbedingt etwas

Außergewöhnliches

Bereits seit sieben Jahren ist der

36-Jährige mit Freundin Nadine liiert.

„Nach so langer Zeit bekommt

man als Mann dann hin und wieder

den dezenten Hinweis, dass

die Bereitschaft zur Eheschließung

bestünde“, verrät Andreas Schmitt.

Ein gewöhnlicher Antrag kam ihm

nicht in den Sinn, es sollte schon

etwas Außergewöhnliches sein.

Und eines sei vorweggenommen:

Das hat eindrucksvoll geklappt.

2017 war Andreas so gut wie jeden

Monat bei Tätowiererin Tami

Fleschhut, die unter anderem im

Blaichacher Studio „Vicious Circle“

arbeitet. Andreas hatte sich dort

seinen Arm verschönern lassen.

Während den zeitintensiven Sitzungen

kam der Peitinger mit seiner

Tätowiererin in lange Gespräche.

So kamen sie irgendwann

gemeinsam auf die Idee, Andreas

könnte sich die Frage doch einfach

stechen lassen. Im Rahmen weiterer

Termine wurde an der Planung

gefeilt. Es traf sich gut, dass

Nadine bereits seit längerem den

Wunsch hegte, sich tätowieren

zu lassen – ein glücklicher Zufall.

Tami Fleschhut vergab den beiden

extra einen Sonntagstermin, um

ungestört zu sein. Auch Besitzer

Florian Karg von „Vicious Circle

tattoo“ sowie Fotograf Sevi Karg

waren von der Idee begeistert und

sofort dabei.

Bedauerlicherweise wurde Nadine

die Tage vor ihrem Tattoo-

Termin krank und überlegte ernsthaft,

abzusagen. „Man kann sich

vorstellen, wie nervös ich wurde“,

sagt Andreas angesichts des zu

platzen drohenden Projekts. Durch

gutes Zureden und reichlich Tee

entschied sich Nadine letztlich

doch dazu, mitzukommen und

durchzuhalten. Zum Glück. Nach

vier Stunden Quälerei hatte es Nadine

geschafft. „Ich war wirklich

stolz auf sie. Und hatte ja noch

eine Überraschung“, so Andreas.

Alles auf

eine Karte

Der Besitzer des Studios nahm

Nadine zur Ablenkung mit in

einen Nebenraum, um ihr neues

Werk zu fotografieren. In der

Zwischenzeit wurde Andreas die

Frage „Willst du mich heiraten?“

auf das Schulterblatt gestochen.

Völlig überwältigt: Aber wer

rechnet auch schon damit, dass

sich sein Partner die Frage aller

Fragen gleich tätowieren lässt?

Fotos: Sevi Karg Photography

Die Schmerzen, die beim Tätowieren

dazugehören, hielten sich

bei Andreas aufgrund Nervosität

in Grenzen. Schließlich brachte

sich der Fotograf in Stellung. Als

Nadine nach rund zehn Minuten

zurückkam und ihren Andreas

oberkörperfrei erblickte, war sie

zunächst verwirrt. Der verwendete

Vorwand: Dem Tattoo-Fan sollte

etwas nachgestochen werden.

Erst als sich Andreas mit Ring in

der Hand vor ihr niederkniete,

dämmerte es Nadine endgültig,

zumal ihr Lieblingssong aus

den Lautsprechern tönte. Begleitet

von der einen oder anderen

Träne, sagte Nadine „ja“. „Alles

andere wäre auch unglücklich

gewesen“, formuliert es Andreas

vorsichtig. Als Nadine realisierte,

dass sie die Antwort auch noch

eigenhändig auf Andys Rücken

stechen sollte, war sie endgültig

sprachlos. Mit zitternden Händen

und Freudentränen in den Augen

machte sie sich an die Arbeit. Das

Ergebnis kann sich sehen lassen.

Technisch, vor allem aber wegen

des emotionalen Wertes dieses

Tattoos. Nach einem Glas Sekt mit

allen Beteiligten ging es für Nadine

wieder nach Hause, die wegen

des kreativen Antrags sowie

grippebedingt fix und fertig war.

Für den Antrag hatte sich Andreas

vorübergehend einen Ring von

seinen Eltern organisiert, Nadine

jedoch einen eigenen Verlobungsring

versprochen. Die Tage darauf

wurde das zukünftige Ehepaar

bei Gaby’s Schmuckinsel fündig,

wo sie auch gleich zwei Eheringe

gefunden haben. Standesamtlich

geheiratet wurde bereits, die

kirchliche Zeremonie mit großer

Feier ist für kommenden September

geplant. Ein Tag, an dem sich

die Hochzeitsgesellschaft viel zu

erzählen haben wird. Allen voran

die kuriose Geschichte vom Tattoo

auf Andys Schulterblatt.

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januar / februar 2018 | 49

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Am 2. Februar 2018 in der Weilheimer Stadthalle

Zweites Hochschulforum

einzigartig im Oberland

Weilheim | Das erste Hochschulforum

im Jahr 2017 in Weilheim

war ein voller Erfolg. Besucherzahlen

sowie Rückmeldungen von

Ausstellern, Referenten, Schülern,

Schulleitungen und Unternehmern

haben dies bestätigt. In

gut drei Stunden besuchten rund

1 400 Schülerinnen und Schüler,

Eltern und Unternehmer aus dem

Landkreis Weilheim-Schongau wie

auch aus Nachbarlandkreisen das

Forumdie einzige Messe dieser

Art im Oberland. „Ein guter Start“,

freuten sich die Organisatoren Justina

Eibl, Wirtschaftsförderin des

Landkreises Weilheim-Schongau

und Robert Christian Mayer, Geschäftsführer

des Arbeitskreises

Schule-Wirtschaft sowie Marketingleiter

bei der Sparkasse Oberland.

Grund genug also, um auch

2018 wieder ein Hochschulforum

auf die Beine zu stellen, schließlich

soll die Veranstaltung in den

kommenden Jahren im Kalender

etabliert werden. Am Freitag, 2.

Februar 2018, sind von 12.30 bis

17.30 Uhr erneut alle Interessierten

in die Weilheimer Stadthalle eingeladen.

Der Eintritt ist selbstverständlich

frei.

Bildungsstandort

Weilheim-Schongau

„Wir möchten unseren Landkreis

als Bildungsstandort präsentieren“,

nennt Justina Eibl eines der

übergeordneten Ziele des Hochschulforums.

Bereits 2012 wurde

die Initiative „Bildungsstandort

– Lernen mit Perspektive“ von der

Wirtschaftsförderung Weilheim-

Schongau ins Leben gerufen und

in zahlreichen Workshops mit Leben

gefüllt. Das Ergebnis waren

unterschiedlichste Projekte und

Aktionen. In einem der Arbeitskreise

wurde von Abiturienten

und unter anderem drei Hochschul-Vorständen

die Idee des

Hochschulforums geboren. Da der

Landkreis keinen eigenen Hochschul-Standort

bieten kann, will

man bewusst andere Wege gehen,

um jungen Menschen die regionalen

Möglichkeiten aufzuzeigen. Es

folgten viele Gespräche, in denen

Überlegungen, wie etwa jene zur

Initiierung einer Anlaufstelle für

Hochschulen oder sogar einer

Zweigstelle verworfen wurden –

zumindest vorerst. Letztendlich lud

man die Hochschulen und Universitäten

in den Bildungsstandort

Weilheim-Schongau ein, um

ihnen Vernetzung im ländlichen

Bereich zu ermöglichen. Denn:

Auch für Bildungseinrichtungen

ist es zumeist der erste Kontakt mit

Schülern aus der Region.

Initiative für das

gesamte Oberland

Für den Landkreis selbst stellt

dieser intensive Austausch einen

weiteren Vorteil dar, da eine enge

Kooperation Rückschlüsse zulässt,

wohin die Leute aus der Region

zum Studieren gehen. „Das ist

wichtig, da wir mit den jungen

Menschen eine Verbindung aufbauen

möchten“, sagt Justina Eibl

und ergänzt: „Wir möchten sie ja

gerne in der Region halten. Oder

zumindest alle Optionen zeigen,

damit sie nach dem Studium wieder

zurückkehren.“

Der Landkreis Weilheim-Schongau,

insbesondere die Organisatoren,

haben in Sachen Hochschul-Messe

die Initiative für

das gesamte Oberland ergriffen.

Deshalb können sie sich der Unterstützung

aus den benachbarten

Landkreisen sicher sein, was

Justina Eibl explizit freut: „Ein

solches Angebot gibt es in ländlichen

Regionen nur selten. Das

Schöne ist, dass alle gemeinsam

an einem Strang ziehen.“ Kreis-

und Regionalentwicklungen,

wozu das Hochschulforum einen

kleinen Beitrag leisten soll, geht

über Landkreisgrenzen hinaus.

Am Freitag, 2. Februar, soll nun

das ganze akademische Potential

des Bildungsstandortes aufgezeigt

Teilnehmende Hochschulen (In der Stadthalle)

• Campus M21

• Fachhochschule Kufstein Tirol

• FOM Hochschule für Ökonomie & Management München

• Freie Universität Bozen (angefragt)

• Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

• Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg

• Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern

• hochschule dual

• Hochschule für angewandte Sprachen des SDI München

• Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

• Hochschule für angewandte Wissenschaften München

• Hochschule Macromedia

• Hochschule München, Institut für Verfahrenstechnik Papier IVP

• Hochschule für angewandte Wissenschaften Rosenheim

• Hochschule Weihenstephan – Triesdorf

• Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern

• Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

• MCI Management Center Innsbruck

• Munich Business School

• Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

• Technische Hochschule Deggendorf

• Technische Hochschule Nürnberg

• Technische Universität München (TU)

• Universität Augsburg

• Universität Innsbruck

• Universität Passau


Teilnehmende Unternehmen (Im Foyer)

• Agentur für Arbeit

• Amtsgericht Weilheim

• BBSR Steuerberater PartG mbB

• BFS für Krankenpflege- und Krankenpflegehilfe

• Bundespolizeiakademie

• Debeka

• Dorst Technologies GmbH

• Ernst Echter GmbH & Co. KG

• Finanzamt Weilheim

• Herzogsägmühle

• HOERBIGER Deutschland Holding GmbH

• HypoVereinsbank, Filiale Weilheim

• K&L GmbH & Co. Handels-KG

• Landratsmt Weilheim-Schongau

• Weckerle GmbH

werden. Nachdem es mit der Job-

Messe „Mein Job – Meine Zukunft“

in Weilheim am 1. März und der

Schongauer Ausbildungsmesse

„SAM 2018“ am 18. April bereits

zwei Informations-Angebote für

angehende Auszubildende gibt,

wollte man unbedingt gezielt eines

für Abiturienten schaffen. Ein

erster Versuch hierzu war 2016 der

Bildungsgipfel inklusive Bildungsmesse,

an der sich vor allem regionale

Schulen vorstellten. „Diese

Veranstaltung war allerdings nicht

wirklich geeignet für Abiturienten,

die nach dem Schulabschluss studieren

möchten“, erklärt Justina

Eibl rückblickend. Daher wurde

im Anschluss die Zielgruppe noch

detaillierter definiert. Eibl und

Mayer schrieben rund 25 Schulen

an, darunter vor allem Gymnasien

sowie Fachober- und Berufsoberschulen,

und luden diese zur

Messe ein. Eine Vielzahl haben ihr

Kommen zugesagt und mehr noch:

Die Schulen zeigen sich extrem kooperativ,

haben bisweilen gar ihre

Stundenpläne angepasst, damit

die Schüler die Chance haben, sich

auf der Messe ausgiebig zu informieren.

Und auch der Arbeitskreis

Die Organisatoren Justina Eibl (links) und Robert Christian Mayer gemeinsam

mit Weilheim-Schongaus Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Wirtschaft-Schule lässt sich die

Veranstaltung wieder was kosten,

organisierte Busse, welche die

Schüler in die Stadthalle bringen.

Viele Möglichkeiten

nach dem Abitur

Auf eine volle Weilheimer Stadthalle hoffen die Organisatoren auch in

diesem Jahr. 2107 waren rund 1 400 Besucher zu Gast.

Während früher der Weg nach dem

Abitur häufig vorgezeichnet war

und in der Regel ein Hochschulstudium

angeschlossen wurde, gibt es

mittlerweile eine Menge Alternativen

wie etwa duale Studiengänge,

Auslandsaufenthalte, soziales Jahr

und vieles mehr. Das zeigt auch

die große Vielfalt der diesjährigen

Aussteller, die 2018 sogar noch

mehr geworden sind. 40 Austeller

haben zugesagt, darunter 25

Hochschulen und Universitäten,

die direkt in der Stadthalle ihre

Angebote präsentieren. Besonders

stolz sind die Organisatoren zudem

auf den sogenannten „Marktplatz“

im Foyer der Halle. Hier stellen 15

Unternehmen aus der Region, bei

denen ein duales Studium möglich

ist, diese relativ neue Form der

Ausbildung vor. Diese Kombination

aus fachlicher und akademischer

Ausbildung – eine Option, die immer

mehr gefragt ist. Und darüber

hinaus die beste Möglichkeit, damit

junge Leute in der Heimat bleiben

und trotzdem studieren können.

Besonders erfreulich, dass

die Aussteller hier aus den unterschiedlichsten

Branchen kommen,

wie beispielsweise die Polizei oder

Herzogsägmühle. Aktuelle Studenten

berichten dabei den Besuchern

direkt aus der Praxis.

Auch die teilnehmenden Hochschulen

und Universitäten legen

ihren Schwerpunkt auf verschiedenste

Bereiche, sei es Sprache,

Technik oder Naturwissenschaften.

„Gerade die Medienlandschaft

ist derzeit sehr beliebt“,

sagt Justina Eibl, die das breite

Spektrum ausdrücklich lobt. Die

Institute schätzen die Möglichkeit

sehr, sich in ländlicheren Regionen

zu präsentieren. Die meisten

der persönlich Angeschriebenen

haben, begeistert von der Idee,

zugesagt. Für sie ist die Teilnahme

kostenlos, lediglich die Zeit

muss investiert werden. Ein Fachvortrags-Programm

wird wie im

vergangenen Jahr das Hochschulforum

begleiten. Vorträge über

Themen wie Studienfinanzierung

und Bafög, Auslandsstudium oder

soziales Jahr sind angedacht. Genaue

Zeiten und Referenten werden

derzeit noch abschließend

fixiert.

Die Stadthalle bietet für die Messe

erneut das perfekte Ambiente.

Wer sich zwischen den Gesprächen

erholen und seine Unterlagen

sortieren möchte, ist herzlich

in die Cafeteria eingeladen. tis

Veranstaltungsort:

Stadthalle Weilheim

Wessobrunner Straße

Veranstalter:

Landkreis Weilheim-Schongau

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft

Sparkasse Oberland

Ansprechpartner:

Landratsamt Weilheim-Schongau

Justina Eibl, Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung

Telefon: 0881/681-1276, E-Mail: j.eibl@lra-wm.de

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft:

Geschäftsführer Robert Christian Mayer

Sparkasse Oberland, Telefon: 0881/641-770

E-Mail: robert.mayer@sparkasse-oberland.de


Sternsinger und ihr Motto für 2018

Auffallend außergewöhnlich.

Gemeinsam gegen

Kinderarbeit

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überzeugt der neue Kia Stonic auf ganzer Linie.

Tassiloland | Kinderarbeit ist im

Blickpunkt der Sternsingeraktion

2018. Dabei schaut das „Kindermissionswerk

Die Sternsinger e.V.“

besonders auf Indien. Es ist in

ganz Deutschland Tradition, dass

die Waisen aus dem Morgenland

am Dreikönigstag von Haus zu

Haus ziehen und um Spenden bitten.

Das Bistum Augsburg gehört

mit 891 gemeldeten Sternsingergruppen

und einem Erlös von 3,4

Millionen Euro im letzten Jahr zu

den besten Sammlern und auch

das Bistum München-Freising ist

stark vertreten.

„C + M + B“ sowie die aktuelle

Jahreszahl schreiben die Sternsinger

mit Kreide an die Eingangstür,

wenn sie von Haus zu Haus ziehen.

Diese Buchstaben stehen nicht,

wie oftmals gemeint, für Caspar,

Melchior und Balthasar. Sie stehen

für das lateinische „Christus mansionem

benedicat“ und bedeuten

übersetzt: „Christus, segne dieses

Haus“. Mit Versen, Liedern und einem

guten Weihrauchduft bringen

Kinder und Jugendliche als Heilige

Drei Könige die Segenswünsche

ins Haus.

Segen auch für

kirchenfernere Menschen

Früher waren es die armen Leute,

die von Haus zu Haus gingen und

um Almosen baten. Als sich die

Gesellschaft nach dem Zweiten

Weltkrieg wieder gefestigt hatte,

übernahmen die örtlichen Ministranten

diese Aktion. Im Tassiloland

sind die Sternsinger wirklich in jedem

Dorf unterwegs.

„Es gibt wenige Aktionen, bei denen

die katholische Kirche so viele

Menschen erreicht“, sagt Klaus

Winterholler, Gemeindereferent in

Peißenberg. Zusammen mit einem

Leitungsteam bereitete er schon

für Dezember ein erstes Treffen

der Sternsinger vor, um ihnen

das jeweilige Projekt vorzustellen.

Vom Kindermissionswerk erhalten

sie Info-Broschüren, Plakate

und auch einen Film. Willi Weitzel

von der bekannten Kindersendung

„Willi will’s wissen“ besucht seit

einigen Jahren das von der Mission

ausgewählte Land. Für die

beiden Pfarreien St. Johann und

St. Barbara werden mehr als 60

Sternsinger benötigt, so dass sich

Klaus Winterholler an die örtlichen

Schulen wendet und dort weitere

Kinder anwirbt. Auch wenn es

anstrengend ist, machen es die

Kinder gern, denn in vielen Häusern

werden sie erwartet. „Sie be-

Leichtmetallfelgen • Außenspiegel elektrisch einstellbar und

beheizbar • Klimaanlage • Dämmerungssensor • Multifunktionslenkrad

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52 | tassilo

Sternsinger in der Weilheimer Stadtpfarrkirche.


Letzte Besprechung in Peißenberg, bevor sich die vielen Könige letztlich

auf den Weg durch die Ortschaft machen.

gegnen natürlich auch Menschen,

die kirchenferner sind. Aber die

Leute spüren, dass an dem Segen

etwas gelegen ist“, sagt Klaus

Winterholler. Seit 15 Jahren betreut

der Gemeindereferent die Aktion

und misst dem eine hohe Außenwirkung

bei. Die gesammelten

Spenden geben die Peißenberger

Sternsinger komplett an das Kindermissionswerk,

behalten dürfen

sie nur die zugesteckten Süßigkeiten.

2 000 Projekte

in 112 Ländern

Das „Kindermissionswerk Die

Sternsinger e.V.“ gibt es bereits

seit 1959 und durch die Beteiligung

von rund 300000 Sternsingern

plus 90000 ehrenamtlichen

Helfern in ganz Deutschland hat

es sich zur weltweit größten Solidaritätsaktion

von Kindern für Kinder

entwickelt. Unter dem Motto

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung

– in Kenia und weltweit“ stand im

letzten Jahr der Umweltgedanke

im Fokus. Knapp 47 Millionen Euro

sammelten die Heiligen-Drei-

Könige am 6. Januar 2017, womit

über 2000 Projekte in 112 Ländern

gefördert werden konnten. Der

Verein hat für seinen geringen

Verwaltungskostenanteil auch

das DZI-Spendensiegel als seriöse

Spendenorganisation erhalten.

Für die Aktion 2018 wird das Augenmerk

auf Kinderarbeit gelegt.

Unter dem Titel „Gemeinsam gegen

Kinderarbeit – in Indien und

weltweit“ wird die Situation allen

voran in Indien thematisiert – dort,

wo weltweit die meiste Kinderarbeit

verrichtet wird. Unterstützt

werden im Laufe des Jahres aber

auch Hilfsprojekte für notleidende

Kinder in vielen anderen Ländern

dieser Welt.

In der Pfarreiengemeinschaft Weilheim

hält Kaplan Helmut Wissmiller

die Aktion in seinen Händen.

Er bindet die Oberministranten

mit ein und hat wie sein Peißenberger

Kollege Klaus Winterholler

ebenfalls eine Vorbesprechung

vor versammelter Mannschaft abgehalten.

„Bei der Mehrheit der

Bevölkerung werden die Sternsinger

sehr wohlwollend aufgenommen“,

sagt Wissmiller. Er weiß

aber auch, dass manchmal eine

Tür geschlossen bleibt.

Besuchswunsch im

Pfarrbüro anmelden

Die jeweils 25 Ministranten der

Pfarreien Mariae Himmelfahrt und

St. Pölten gehen an zwei Tagen von

Haus zu Haus und können trotzdem

nicht alle Straßen der Stadt

erreichen. „Vielen Gläubigen ist

der Besuch der Heiligen Drei Könige

sehr wichtig“, sagt der Kaplan,

dem die hohe Wertigkeit dieser

Aktion bewusst ist. Deshalb empfiehlt

er den Bürgern, im Pfarrbüro

einen Besuchswunsch anzumelden.

Helmut Wissmiller war zuvor

in Dillingen Kaplan. Auch dort waren

die Sternsinger sehr beliebt.

Den Erfolg misst er nicht nur an

der Summe der gesammelten

Spenden, sondern auch am großen

Engagement der Kinder, an

den vielen mithelfenden Händen

von Erwachsenen und vor allem

an den zahlreichen, persönlichen

Haustürgesprächen.

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In jeder Gruppe kommt bei einem König Schminke zum Einsatz.

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januar / februar 2018 | 53


Kostümverleih „Annelies“ in Wessobrunn-Haid

Von Pippi Langstrumpf

bis Charlie Chaplin

Wessobrunn-Haid | Ein guter Faschingsball

beginnt bereits beim

Verkleiden. Es macht einen heiden

Spaß, gemeinsam Maskeraden zu

basteln und anzuziehen. Noch lustiger

als Zuhause ist das Maskieren

beim Kostümverleih „Annelies“,

wo ein riesiger Fundus Faschingskostüme

zu finden ist. Von der

Prinzessin über Elvis und Pirat bis

hin zum Frosch – mehrere hundert

Kostüme stehen hier zur Auswahl.

Annelies Huber hatte vor vielen

Jahren die Gelegenheit, einen

Kostümverleih in Füssen abzulösen.

Das war anfangs mehr für

den Eigenbedarf gedacht“, erzählt

ihre Enkeltochter Saskia Wagner.

Doch dann kamen Anfragen aus

der Nachbarschaft und so verlieh

Huber die Gewänder und griff zur

Nähmaschine, um zu ergänzen, zu

reparieren oder neue Kleider zu

nähen. 1991 wurde das Kleingewerbe

angemeldet, das bis heute

in dieser Form existiert. Regelmäßig

Öffnungszeiten bietet der

Laden nur in der Faschingszeit.

Während des Jahres bittet Annelies

Huber um Terminvereinbarung.

Meerjungfrau, Hofdame oder Pippi

Langstrumpf? „Natürlich stehen

wir auch beratend zur Seite“, sagt

Margit Zeh, die ebenfalls seit vielen

Jahren mitarbeitet. Männer brauchen

in der Regel mehr beratende

Unterstützung als Frauen, um aus

den vielen Möglichkeiten ihren Ritter,

Charlie Chaplin oder Gefangenen

für sich zu entdecken. Neben

ganzheitlichen Kostümen bietet

der Verleih kistenweise Zubehör

an. Ein Zylinder zum Dirigent, das

Körbchen zum Rotkäppchen oder

ein Hut mit Federn zum Musketier

– Margit Zeh und Saskia Wagner

haben den Fundus im Kopf und

ziehen den Kunden stets das passende

Accessoire aus den Kisten.

In einem separaten Teil lagern

prachtvolle Ballkleider und noble

Anzüge. Um diese aufwändigen

Roben in Ruhe anprobieren zu

können, bitten die Verleih-Damen

ebenfalls um eine separate Terminvereinbarung.

Wer ein ganz bestimmtes

Kostüm ausleihen möchte,

sollte es vorzeitig reservieren.

Zwischen

17,50 und 100 Euro

Die Ausleihgebühren für ein normales

Kostüm liegen zwischen 17, 50

und 40 Euro, Zubehör inklusive.

Die Ballkleider kosten zwischen 50

und 100 Euro. Die Reinigung hinterher

ist im Preis enthalten. In der

Auch Rotkäppchen und

Meerjungfrau sind im

Angebot vom Kostümverleih

„Annelies“

Regel soll das Kostüm am Tag nach

der Veranstaltung zurückgebracht

werden. Wer es länger behalten

möchte, kann das mit den Mitarbeiterinnen

vereinbaren.

Was Annelies Huber 1991 angefangen

hat, wurde von ihrer Tochter

Evi Wagner mit viel Herzblut

fortgeführt. „Meine Mutter hatte

alle Kostüme und immer gewusst,

welches Zubehör perfekt dazupasst“,

erzählt Saskia Wagner.

Hunderte Kostüme

zur Auswahl

Wer die beiden Räume im ersten

Stock der Haider Straße 38 betritt,

ist erst einmal überwältigt von diesem

riesigen Fundus. Die langen

Kleiderständer sind nach Größen

sortiert. Unschlüssige Kunden

werden einfach zu ihrer Kleidergröße

geschickt. Dort können sie

dann stöbern und anprobieren.

54 | tassilo

Die beiden Models

schlüpften in ein

nobles Ballkleid

und ein Burgfräulein-Kostüm.


Die Trends der letzten Jahre waren

Motto-Bälle, etwa Märchen, Helden

oder Kostüme aus einer bestimmten

Epoche. Welche Trends

der Fasching 2018 setzten wird?

Davon lassen sich die beiden Frauen

überraschen, schließlich bietet

ihr Fundus alle Möglichketen. Der

Renner im vergangenen Jahr war

Schneewittchen.

Mit viel Witz und Gespür konnten

die Verleiherinnen ihre Kundinnen

aber davon überzeugen, in ein

anders Kostüm zu schlüpfen – und

nicht als fünftes Schneewittchen

auf dem Faschingsball aufzutauchen.

rg

> > > ÖFFNUNGSZEITEN UND INFORMATION

Kostümverleih „Annelies“ in Wessobrunn-Haid hat geöffnet von

Donnerstag, 11. Januar, bis Aschermittwoch, 14. Februar:

Donnerstag und Freitag: 15 bis 19 Uhr

Samstag: 10 bis 15 Uhr

Von lumpigen Donnerstag bis Aschermittwoch täglich geöffnet.

Nähere Informationen unter www.kostuemverleih-annelies.de

Schlüsselfertiges Bauen

Planung · Bauüberwachung

Wir wünschen allen

Kunden und Geschäftspartnern

ein gutes neues Jahr 2018!

Doch mitten im Fasching 2017 ist

Evi Wagner plötzlich verstorben,

so dass der Kostümverleih kurzfristig

schließen musste. Margit Zeh,

die andere Tochter der Gründerin,

arbeitet ebenfalls seit Jahrzehnten

mit und steht Saskia Wagner

für den Fasching 2018 zur Seite.

Oma Annelies mischt zwar nicht

mehr mit, übernimmt aber nach

wie vor kleinere Reparaturen an

der Nähmaschine. Es wäre ja auch

jammerschade um die mehreren

hundert Kostüme, die im Haider

Anwesen eingelagert sind. So viel

Stoff auf engstem Raum benötigt

das ganze Jahr über Pflege, damit

keine Motten einziehen. „Wir

können zu fast jedem Teil eine Geschichte

erzählen“, sagt Margit Zeh

und gibt das auch gerne mit Humor

an ihre Kunden weiter. „Außerdem

sind wir immer Jäger und Sammler“,

merkt Saskia Wagner an. Sie

beobachten einerseits die Trends

der Kostümhersteller, nehmen andererseits

jederzeit besondere, alte

Stücke an, die ansonsten häufig im

Altkleidersack landen würden.




www.tassilo.de

Nicht noch ein

Schneewittchen!

januar / februar 2018 | 55


Eine kleine „tassilo“-Vorschau

2018 – ein Jahr voller Elan

Tassiloland | Dass in den Ortschaften

rund um Ammersee und

Starnberger See so gut wie täglich

etwas geboten ist, dürfte längst

bekannt sein. Folgend ein kleiner

Überblick der anstehenden Veranstaltungen

für das Jahr 2018

keineswegs mit dem Anspruch auf

Vollständigkeit:

Traditionell haben sich die Veranstalter

aus der Kreisstadt Weilheim

ins Zeug gelegt und können bereits

jetzt einen rappelvollen Terminkalender

präsentieren. Den Auftakt

der Großveranstaltungen macht

die 26. Hochzeit- und Eventmesse

am Wochenende des 20. und 21.

Januar in der Stadthalle. Es folgt

rund anderthalb Monate später an

gleichem Ort die Jobmesse. Unter

dem Motto „Mein Job-Meine Zukunft“

stehen erneut rund 70 Ausbildungsbetriebe,

Einrichtungen

und Organisationen aus der Region

für Fragen und Informationen

rund um das Thema „Ausbildung“

zur Verfügung und informieren

am Donnerstag, 1. März, von 13.30

bis 17.30 Uhr über 100 verschiedene

Angebote zu Ausbildung, Schule

und Studium. Die 43. Auto- und

Motorradausstellung am Samstag,

24. März und Sonntag, 25. März,

dürfte indes Interessantes für alle

Motorfans bereithalten. An beiden

Tagen auf dem Festplatz von 10 bis

17 Uhr. In keiner Jahresvorschau

fehlen darf das alljährliche Weilheimer

Volksfest von Donnerstag,

10. Mai, bis Pfingstmontag, 21.

Mai. Ebenso wie die bereits 31.

Französische Woche vom 5. bis

8. Juli auf dem Marienplatz im

Herzen der Kreisstadt. Neu im Terminplan

ist hingegen das geplante

„Soundtracktival – die große Nacht

der Filmmusik“, organisiert von

der Stadtkapelle am Marienplatz.

Ein Weilheimer Sinfonie-Projektorchester

wird am Samstag, 23.

Juni, ab 20.30 Uhr Soundtracks aus

Leinwand-Klassikern unter der Leitung

von Jürgen Geiger und Franz

Haidu präsentieren. Die Moderation

übernimmt Magnus Reitinger.

Der Peißenberger Sommer steht

ganz im Zeichen des 54. Musikfests

vom Bezirk Oberland. Am

Donnerstag, 28. Juni, rockt die

„Spider Murphy Gang“ das Festzelt,

während am Freitag (29.6.)

der „Summer Jam“ stattfindet.

Samstags boxt ab 9 Uhr die Boxstaffel

Peißenberg, gefolgt von einem

Familiennachmittag und einem

Stimmungsabend. Sonntags

treffen sich um 13.30 Uhr die Musiker

am Rathausplatz zum gemeinsamen

Musizieren und machen

sich anschließend zum großen

Umzug auf. Die Jochberg Musikanten

runden ab 18 Uhr das Musikfest

ab. Bereits im April stehen

die Wertungsspiele, ein Kabarettabend

mit Michael Altinger und

ein Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps

auf dem Programm.

Einen weiteren musikalischen

Höhepunkt hat Peißenberg 2018

erstmals zu bieten: das „Ammer-

Sound-Festival“. Ein Open-Air mit

sechs regionalen und überregionalen

Bands, einem Skate-Contest

und einer Azubi-Meile. Wo? Am

27. Juli auf dem Festplatz.

Töpfermarkt, Kulturknall

und Gaufest

In Dießen öffnet der Töpfermarkt

von Donnerstag, 10. Mai, bis Sonntag,

13. Mai in den Seeanlagen,

während die Freiwillige Feuerwehr

im Juli 150. Geburtstag feiert.

Rund 35 Kilometer südlich, in Murnau,

zeigt die Bundeswehr in Kooperation

mit der Marktgemeinde,

den örtlichen Vereinen und Gastronomie

am 9. Juni ihr Können. Es

Heuer gibt es am Marienplatz das erste „Soundtracktival“ zu sehen.

werden rund 8000 Besucher an

dem Tag erwartet. Am Samstag

und Sonntag, 21. und 22. Juli, steigt

die 25. Auflage des „Kulturknalls“

– das traditionelle Benefizfestival

von „Menschen Helfen e.V.“ mit

Bühnenprogramm, Biergarten

und Kinderprogramm. Wegen

des 125-jährigen Jubiläums des

„Gebirgs-Trachten-Erhaltungsvereins

Murnau“ findet heuer das

73. Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung

ebenso in Murnau

statt. Zeitgleich zum Volksfest, vom

6. bis 8. Juli, was den Vorteil hat,

dass das Festzelt genutzt werden

kann.

In Penzberg lädt am Freitag, 9.

Februar, Roland Hefter mit seinem

Solo-Programm in die Stadthalle

ein; die Rollkunstläufer der „Solidarität

Penzberg“ am 10. und 11.

März zur Vorstellung ihres Programms

„König der Löwen“ in die

Turnhalle am Wellenbad. Zudem

heißt es heuer „20 Jahre Tollhub-

Festival“ auf Gut Hub. Mit Kabarettist

Andreas Giebel am Freitag,

15. Juni, mit Alternativmarkt, Märchenbühne

und Musik am folgenden

Samstag sowie Frühschoppen

mit der „Ludwig Seuss Band“ am

Sonntagvormittag. Das Volksfest

gastiert heuer übrigens von 31.

August bis 9. September auf dem

Festplatz Berghalde.

Auch die kleineren Ortschaften

bieten wieder zahlreiche kulturelle

Glanzlichter im Tassiloland. Wie

etwa die vielen Konzerte im Pollinger

Bibliotheksaal. Unter anderem

hier ertönen Konzerte der Pollinger

Tage Alter und Neuer Musik

vom 29. April bis 10. Mai. Musikalische

Leckerbissen verspricht auch

die 2018er-Reihe der Iffeldorfer

Meisterkonzerte.

Wer ganz sicher keinen Termin

im Tassiloland verpassen möchte,

kann sich stets aktuelle Tipps

zu Veranstaltungen sowohl im

gedruckten „tassilo“, wie auch in

unserem Onlinekalender holen

(www.tassilo.de).

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> > > IMPRESSUM

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Telefon: 08869 / 91 22-26

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Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Dezember 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 64 000 Exemplare

„tassilo“ ist ein Medium von

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe März/April 2018:

Freitag, 24. Februar 2018 (Anzeigenschluss: 5. Februar 2018)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

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Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Fotos: Christian Böck/mauritius images, Johann Jilka, Peter Ostenrieder, Johannes Schelle, Tim

Schmid, Kurt Zarbock, Rosi Geiger, Wennaël Würmli, LfL Institut für Fischerei Starnberg, Hansi

März, www.roaring-classics.com, Klaus Gast, Loeger GmbH, Thomas Strasser/Geniestreich.at,

Ralf Gerard, 8 Sterne Deluxe, Stadtwerke Weilheim, Tristan Crampe, Erich Hochmayr, Tropfen e.V.,

Skischule Weissblau, SC Penzberg, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Create Schools Tutzing,

Airbus Helicopters, ADAC Luftrettung, Michael Boritzki, Burkhard Schneider, „De Schiachn“

Huglfing, Stefan Rosenboom, Reinhard Fath, Sparkasse Oberland, Fabienne Siter, Maren Martell,

Gerhard Heiss, AIR-lebnis Ballonfahrten, Fotografie Zacherl, Event D/Thomas Dormeyer, Sevi Karg

Photography, Gaby’s Schmuckinsel, Landratsamt Weilheim-Schongau, Helmut Wissmüller, Lydia

Härtle, Stadtkapelle Weilheim, IHK/Weilheim, oneBREAKOUT, Klösterlemuseum Peiting, fotolia.

56 | tassilo


HEIMATRÄTSEL

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Manfred

Merkl

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Tassiloland | Donnerstagfrüh irgendwo

im Tassiloland. Ein eisiger

Südwest-Wind treibt dunkle

Wolken über den Alpenkamm.

Das Thermometer im Auto zeigt

Minus 1,5 Grad Außentemperatur

an. Dass hier weit und breit keine

Menschenseele zu sehen ist, verwundert

an diesem frostigen Morgen

wenig. Einzig ein paar tapfer

kämpfende Sonnenstrahlen leisten

dem rustikalen Turm Gesellschaft.

Noch. Jetzt heißt es schnell sein

und die guten Lichtverhältnisse

ausnutzen, um die Zeitmaschine

auf der südseitigen Turmwand

festzuhalten. Ansetzen, anvisieren,

fokussieren und abdrücken.

Einmal, zweimal, dreimal. Kurzer

Kontrollblick aufs Display, ob

die Bilder auch scharf sind. Passt.

Kurz darauf verschwinden auch die

letzten Sonnenstrahlen. Der Wind

pfeift inzwischen noch stärker um

die Ohren. Leichtes Schneegestöber

setzt ein – und die eben noch

goldglänzenden Zeiger erblassen

im Antlitz einer grauen Wolkenwand.

Wo sich die goldenen Zeiger,

die um sie platzierten römischen

Ziffern sowie die grünen

Umrandungen der Wanduhr befinden,

möchten wir von Ihnen, liebe

Leser, in dieser „tassilo“-Ausgabe

wissen. Ob der aus Stein gemauerte

Turm die Spitze eines Gotteshauses

bildet, oder doch als Wehrturm

zur Verteidigung eines größeren

Areals diente? Das, liebe Leser,

werden Sie bei der Recherche nach

der richtigen Lösung herausfinden.

Wir verraten Ihnen nur so viel: Der

Legende nach reicht die Geschichte

über diesen steinernen Turm

sowie dessen Drumherum bis ins

Jahre 753 zurück. Sobald Sie herausgefunden

haben, an welchem

Turm beziehungsweise auf welchem

Gelände sich diese rustikale

Uhr mit goldenen Zeigern und römischen

Ziffern befindet, schicken

Sie uns bis Montag, 15. Januar, eine

Postkarte mit der richtigen Lösung

an „tassilo“, Birkland 40, in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Zu gewinnen gibt es wie

immer eine von fünf Familienkarten

für das Erlebnisbad Plantsch

in Schongau. Da die Gewinne per

Post zugeschickt werden, bitte die

Absenderadresse nicht vergessen

anzugeben. Entschieden wird

per Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel

Erfolg!

js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wir geben zu, dass Bürger aus Andechs beim Heimaträtsel in der

vergangenen „tassilo“-Ausgabe doch einen kleinen Vorteil hatten.

Das hat uns die Vielzahl an Einsendungen aus dem Klosterort deutlich

gezeigt. Aber nicht nur von dort haben wir jede Menge Postkarten

und Mails erhalten. Denn: Natürlich wurde Carl Orff im Jahr 1982

in der „Schmerzhaften Kapelle“ beigesetzt. Bei der Auslosung im

Glück waren diesmal Thomas Lackinger aus Murnau, Andrea Kühl

aus Starnberg, Ursula Holzkamp aus Weilheim, Ludwig Bertl aus

Rottenbuch und Annerose Bindl aus Peißenberg. Sie alle bekamen

eine Familienkarte für das Plantsch in Schongau zugeschickt. Allen,

die diesmal kein Glück hatten, wünschen wir mehr Erfolg beim aktuellen

Heimaträtsel.

januar / februar 2018 | 57


Existenzgründerberatung bei der IHK

Eine Umkehrung

des Trends?

Tassiloland | Die Gründung neuer

Unternehmen ist die vergangenen

Jahre deutlich zurückgegangen.

Gab es 2010 im Landkreis Weilheim-Schongau

noch 1 357 Neugründungen

und Übernahmen,

waren es 2016 nur mehr 986. Im

Landkreis Landsberg waren es im

Jahr 2016 exakt 1 044 (2010: 1 266)

und im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

863 (2010: 1 116). In dieser

Statistik nicht enthalten sind die

Gründungen neuer Handwerksbetriebe,

die eine Meisterpflicht

voraussetzen sowie Gründungen

in freien Berufen. Im ganzen

Freistaat Bayern sind die Zahlen

von 2015 auf 2016 um 5,3 Prozent

gesunken, in Oberbayern um 8,5

Prozent. „In diesem Zeitraum sind

die Beschäftigungs-Zahlen weiter

deutlich gestiegen“, sagt Harald

Hof, betriebswirtschaftlicher Berater

der IHK-Geschäftsstelle in Weilheim.

Insbesondere den sehr guten

Arbeitsmarkt macht er für den

Rückgang von Existenzgründungen

aus. „Hinzu kommt sicherlich das

damit verbundene Sicherheitsdenken“,

erklärt der Experte.

„Thema wird an Fahrt

gewinnen“

Für die Zukunft prognostiziert Harald

Hof jedoch eine Umkehrung

des Trends, insbesondere Nebenerwerbsgründungen

würden deutlich

zunehmen. Rund 65 Prozent

aller Neugründungen in der Region

gehen schon jetzt von Personen

aus, die parallel in einem festen

Arbeitsverhältnis stehen. „So geht

man einerseits auf Nummer sicher

Harald Hof, betriebswirtschaftlicher Berater der IHK in Weilheim, bietet

neben Sprechtagen auch jederzeit Einzelgespräche an.

und kann für sich herausfinden,

ob eine Selbstständigkeit überhaupt

in Frage kommt. Andererseits

reicht vielen das Gehalt aus

einer Festanstellung schlichtweg

nicht mehr aus“, erklärt der Industriefach-

und Betriebswirt. Das

liegt vor allem an gestiegenen Lebenshaltungskosten,

speziell Mietpreise

sind die vergangenen Jahre

explodiert. Viele brauchen einen

zweiten Job, was in Arbeitsmarktstatistiken

selten erwähnt wird.

Stattdessen liest man von annähernder

Vollbeschäftigung. Abgesehen

davon ist sich Harald Hof

sicher: „Das Thema Selbstständigkeit

wird in den nächsten 20 Jahren

an Fahrt gewinnen.“

Die Arbeitswelt verändert sich

derzeit. Ein Beispiel dafür ist die

sogenannte „Gig Economy“. Kleinere

Aufträge, die kurzfristig an

unabhängige Freiberufler vergeben

werden. Meist dient hierbei

eine Onlineplattform als Mittler

zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Wie etwa bei „myhammer“

und „Taskrabbit“, die

Handwerks- oder Putztätigkeiten

vermitteln. Oder bei „twago“ und

„Upwork“, die einzelne Aufträge

an Designer, Übersetzer oder Texter

vergeben. Die Auftragnehmer sind

in diesen Fällen allesamt selbstständig.

Ein Szenario, welches

nach Harald Hofs Meinung durchaus

Schule machen könnte. Auch

hält er es für möglich, dass sich

zukünftig zwei oder drei Arbeitgeber

eine Arbeitskraft teilen. Genau

58 | tassilo


vorhersehen kann das niemand.

In jedem Fall gehört zum Gründen

einer eigenen Firma immer

eine Portion Mut, je nach Produkt,

Dienstleistung und Branche mal

mehr, mal weniger. Einige Gründer

sind mit ihrem Vorhaben der

Zeit voraus, weil der Markt noch

nicht bereit ist für deren Produkte.

Andere überschätzen sich womöglich.

Genau deshalb sind Gespräche

mit Experten unbedingt

zu empfehlen. Noch dazu, wenn

sie kostenlos angeboten werden,

wie etwa bei der IHK. Der klassische

Gründer ist laut Harald Hof

zwischen 35 und 45 Jahre alt und

schon etwas gesettelter, also mit

beiden Beinen im Leben stehend.

Das Geschlecht spielt übrigens

keine Rolle. Allerdings wirken bei

Männern häufig die Partnerinnen

unterstützend im Hintergrund, da

sie meist rationaler denken. Aber:

Eine hundertprozentige Sicherheit

gibt es in Sachen Unternehmensgründung

nie. Auch der ideale

Zeitpunkt für eine Gründung ist

schwer auszumachen, da Wirtschaftskrisen

nie genau vorhersehbar

sind. Jüngere Gründer

> > > KONTAKT

riskieren in der Regel mehr als

ältere, die meist auch mehr zu verlieren

haben. Um einen Kredit zu

bekommen, fordern Banken zwischen

30 und 40 Prozent Eigenkapital

als Sicherheit. Das sollte allerdings

nicht zu knapp kalkuliert

sein, um „böse“ Überraschungen

zu vermeiden. Außerdem ist ein

Businessplan essentiell – übrigens

auch für die Existenzgründerberatung

bei der IHK.

Drei wesentliche

Voraussetzungen

Harald Hof, der über 16 Jahre

Praxis-Erfahrung in Sachen Gründerberatung

verfügt, spricht von

drei wesentlichen Voraussetzungen

für eine erfolgsversprechende

Existenzgründung: Charakterliche

Eignung, Fachkompetenz und unerheblich

der Unternehmensausrichtung,

mindestens kaufmännisches

Grundverständnis. „Rund

60 bis 70 Prozent haben letzteres

nicht unbedingt“, sagt Harald Hof,

der dann selbstverständlich auch

mal von der Unternehmensgründung

abrät. Dabei geht es nicht

Die IHK-Beratung für Existenzgründer ist kostenlos und findet regelmäßig

in den Räumlichkeiten an der Püttrichstraße 30 - 32 in

Weilheim statt.

Nähere Informationen bei Harald Hof unter Telefon 0881 / 925474 - 28

oder per E-Mail: harald.hof@muenchen.ihk.de.

explizit darum, selbst ein Experte

in kaufmännischen Dingen zu sein,

sondern gegebenenfalls auch die

richtigen Leute um sich zu wissen.

Generell sieht Harald Hof die IHK

nur als ein Puzzlestück im Beratungs-Netzwerk,

welches ebenso

bunt gemischt sein sollte wie der

Markt und die Interessensvielfalt

der künftigen Kunden. Wenig

aussichtsreich ist es laut Hof immer

dann, wenn ein Unternehmen

nicht aus eigenem Antrieb

gegründet wird, sondern mangels

Alternativen. Ein Klassiker aus

Hofs Beratungsbüro: „Ich möchte

mich selbstständig machen, hätten

sie was für mich?“ Positiv sei

hingegen, wenn die Leute in ihrer

Euphorie regelrecht eingefangen

werden müssen. Auf den Gründermessen

„Existenz“, die in regelmäßigen

Abständen in verschiedenen

Orten der Region stattfinden, lässt

Harald Hof bewusst junge, erfolgreiche

Gründer zu Wort kommen.

Unter anderem auch am 10. März in

Landsberg am Lech, wo die nächste

„Existenz“ stattfinden wird.

84 Prozent der Gründer, die sich

unter anderem bei Hof beraten

haben lassen, sind immer noch

am Markt vertreten. Eine hervorragende

Zahl angesichts der durchschnittlich

sehr hohen Ausfallquote

von 70 bis 75 Prozent. Allerdings

gilt bei dieser Statistik festzuhalten,

dass nur knapp zehn Prozent aller

Neugründer der Region die kostenlose

Existenzgründer-Beratung der

IHK in Anspruch nehmen. tis

januar / februar 2018 | 59

Nicht vergessen:

Jetzt existenzielle Risiken absichern

Das Leben steckt voller Überraschungen und bringt viele Veränderungen mit sich.

Unabhängige Experten und Verbraucherschützer empfehlen daher, mögliche

Wagnisse nicht zu ignorieren.

Sichern Sie jetzt Ihre existenziellen Risiken bei der HUK-COBURG ab. Am besten

vereinbaren Sie gleich einen Termin bei einem unserer Berater.

Kundendienstbüro

Eva Maria Pantele

Tel. 08841 4881725

evamaria.pantele3@HUKvm.de

Bahnhofplatz 1

82418 Murnau

Mo., Mi., Do. 8.30–12.00 Uhr

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Tel. 0881 9270802

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82362 Weilheim

Mo., Di., Do., Fr. 9.00–12.30 Uhr

Mo., Di., Do. 15.30–18.30 Uhr

sowie nach Vereinbarung


Plattform für Vermieter und anerkannte Flüchtlinge

Wohnraum gesucht

Tassiloland | Knapp 350 anerkannte

Flüchtlinge leben derzeit im Landkreis

Weilheim-Schongau in Unterkünften

des Landratsamts. Sie

dürfen hier arbeiten und sind dazu

aufgefordert, eigenen Wohnraum

zu suchen. Doch die Wohnraum-

Suche gestaltet sich als schwierig.

Einerseits mangelt es an freien

Wohnungen. Andererseits fällt den

Anerkannten das Knüpfen richtiger

Kontakte aufgrund von Sprachbarrieren

schwer. Ein neues Konzept soll

dieser Problematik nun entgegenwirken:

Die Wohnraumbörse, ein

vom Staatsministerium für Arbeit,

Soziales und Integration gefördertes

Portal für potentielle Vermieter.

Heißt: Bürger, die freistehenden

Wohnraum zur Verfügung haben,

können diesen über die Wohnraumbörse

direkt an anerkannte

Flüchtlinge vermieten – dabei geholfen

wird ihnen vom Landratsamt,

entweder über ein Formular,

das auf www.weilheim-schongau.

de unter dem Startseiten-Button

„Info-Center-Asyl“ zu finden ist.

Oder direkt bei Johanna Greulich,

seit August 2017 Integrationslotsin

für den Landkreis Weilheim-Schongau.

Sie kümmert sich um alles,

was Arbeiten und Wohnen von

anerkannten Flüchtlingen betrifft.

Sie kann zum Beispiel potentiellen

Vermietern sagen, wie lange welcher

anerkannte Flüchtling schon

in Deutschland lebt, wie gut er die

deutsche Sprache beherrscht, ob

er bereits arbeitet oder noch auf

Jobsuche ist und vor allem: Was für

ein Mensch sich dahinter verbirgt.

„Es gibt so viel negative Presse in

Verbindung mit Flüchtlingen“,

sagt Greulich. Dabei gebe es sehr

viele Flüchtlinge, „die sich ungemein

engagieren und unbedingt

integrieren wollen“. Integration

funktioniert nun mal inmitten der

Gesellschaft, nicht abseits der Zivilisation

in wachdienstgeprägten

Massenunterkünften, wo mehrere

Männer in einem Raum leben und

regelmäßige Auseinandersetzungen

vorprogrammiert sind.

Miete bezahlt das

Jobcenter

Wer sich in Ruhe auf den morgigen

Deutschkurs vorbereiten, sich ins

Fachkundebuch seiner Lackierer-

Ausbildung einlesen oder rechtzeitig

ins Bett gehen möchte, der

braucht schlichtweg sein eigenes

Reich. Sollte der anerkannte

Flüchtling noch keine Ausbildungsoder

Arbeitsstelle gefunden und

damit kein eigenes Einkommen

haben, übernimmt die Mietkosten

das Jobcenter. Selbstverständlich

legt den Mietpreis der Vermieter

fest, sollte sich fairerweise aber an

die Richtwerte des Landratsamtes

halten. Als Orientierung dient eine

Liste, die je nach Lage und Größe

der Wohnung eine angemessene

Brutto-Monatskaltmiete vorschlägt.

Ein Zwei-Personen-Haushalt im

Stadtbereich Weilheim beispielsweise,

maximal 65 Quadratmeter,

sollte derzeit nicht mehr als 610

Euro (ohne Heizung und Warmwasser)

im Monat kosten. Heizund

Warmwasserkosten werden

darüber hinaus vom Jobcenter

übernommen. Wer also einen Beitrag

leisten möchte in Sachen Integration

von Flüchtlingen, der kann

sich umgehend bei Johanna Greulich

oder auf besagter Internetseite

informieren. Das gilt übrigens nicht

nur für potentielle Vermieter. Damit

anerkannten Flüchtlingen der Einstieg

ins eigene Wohnen gelingt,

wurden mit „Mieter-Führerschein“

und „Wohnungspaten & Renovierungsteam“

zwei weitere Projekte

ins Leben gerufen. Im Rahmen des

„Führerscheins“ lernen Flüchtlinge

alles, was zum eigenständigen

Wohnen dazugehört. Vom Putzen

über Müll trennen bis hin zum korrekten

Gespräch mit dem Vermieter.

Wohnungspaten unterstützen

Syrer, Afghanen oder Pakistani bei

alltäglichen Dingen und sehen ab

und an in der Wohnung nach dem

Rechten und können auf Wunsch

direkter Ansprechpartner für den

Vermieter sein. „Im Optimalfall

übernimmt der Vermieter selbst die

Patenschaft“, sagt Johanna Greulich.

Letztlich sind der Integration

keine Grenzen gesetzt. Eine ältere

Frau aus dem östlichen Landkreis

beispielsweise vermietet ihre Einliegerwohnung

an einen jungen

Mann aus Syrien, der die Dame bei

Gartenarbeiten oder beim Einkaufen

unterstützt – eine klassische

Win-Win-Situation.

js

> > > KONTAKT

Infos zur Wohnraum-Börse

bei Johanna Greulich, Integrationslotsin

im Landratsamt

Weilheim-Schongau, Telefon

0881 / 681 1673; 0172 / 537 2052

oder E-Mail: integrationslotse@lra-wm.bayern.de.

januar / februar 2018 | 61

Das Magazin

rund um die

Energiezukunft

im Oberland

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3 2017

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Dezember - März

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JANUAR/

M. HASEITL


Veranstaltungskalender

1. Januar bis 28. Februar 2018

MO 01.01.

Neujahr

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

www.hannis-eismaerchen.de

BAD KOHLGRUB

9.30 Uhr

6. Winter-Ballontage. Anmeldung

unter 08845 / 742235 oder

0173 / 3188923. Treffpunkt bei der

Tourist-Info. Siehe Seite 44/45

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Neujahrs-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

DI 02.01.

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Die Weilheimer Puppenspiele im

Stadtmuseum. Tauchen Sie ein in

die bunte Fantasiewelt der Puppen.

Dauerausstellung bis 28.01.,

Eintritt frei. Siehe Seite 40/41

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

FEBRUAR

www.hannis-eismaerchen.de

2018

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

BAD KOHLGRUB

9.30 Uhr

6. Winter-Ballontage. Anmeldung

unter 08845 / 742235 oder

0173 / 3188923. Siehe Seite 44/45

MI 03.01.

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

www.hannis-eismaerchen.de

FORST

14.00 Uhr

Seniorennachmittag in der Alten

Kanzlei

BAD KOHLGRUB

9.30 Uhr

6. Winter-Ballontage. Anmeldung

unter 08845 / 742235 oder

0173 / 3188923. Treffpunkt bei der

Tourist-Info. Siehe Seite 44/45

DO 04.01.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

WEILHEIM

17.00 Uhr

Fackelwanderung von Murnau

aus hinab zur Lourdes-Grotte am

Rande des Murnauer Mooses.

Teilnahmegebühr: 6 € (inkl. Fackel).

Kinder bis 14 Jahren frei

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

www.hannis-eismaerchen.de

BAD KOHLGRUB

9.30 Uhr

6. Winter-Ballontage. Anmeldung

unter 08845 / 742235 oder

0173 / 3188923. Siehe Seite 44/45

FR 05.01.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

19.00 Uhr

Festliches Neujahrskonzert in

der Evangelischen Apostelkirche.

Eintritt: 12 € / 8 € (ermäßigt)

STARNBERG

16.00 Uhr

Musical „Peter Pan“ in der

Schlossberghalle. Für Kinder ab 4

Jahren. VVK im Kulturamt und in

der Tourist-Info

PENZBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

www.hannis-eismaerchen.de

WIELENBACH

20.00 Uhr

Eiszapfenfest des Burschenvereins

beim Bergknappweiher

HABACH

18.30 Uhr

Konzert „Johnny Beat & Road-

Shot a tribute to Johnny Cash“ im

Trödler

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

BAD KOHLGRUB

9.30 Uhr

6. Winter-Ballontage. Anmeldung

und Buchungen unter

08845 / 742235 oder 0173 / 3188923.

Treffpunkt bei der Tourist-Info.

Siehe Seite 44/45

SA 06.01.

Heilige Drei Könige

WEILHEIM

11.30 Uhr

Die gute Hexe „Befana“ kommt

auf den Marienplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

Es geht wild her — die Penzberger

Beaschdn treiben ihr Unwesen

und vertreiben böse Geister.

www.hannis-eismaerchen.de

MURNAU

18.00 Uhr

Theater „Da Himme wart net“

von der Volksbühne am Staffelsee

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 €

20.30 Uhr

Neujahrskonzert „Jazz@Westtor“

in der Westtorhalle in Riedhausen.

Karten: 14 €

BERNRIED

8.45 Uhr

Festgottesdienst mit Rückkehr der

Sternsinger in der katholischen

Kirche. Musikalische Gestaltung

durch den Kirchenchor

SEESHAUPT

19.00 Uhr

Neujahrskonzert der Kammerphilharmonie

„dacapo“ in der

Seeresidenz Alte Post

POLLING

17.00 Uhr

Neujahrskonzert im Bibliothekssaal.

Infos und Tickets unter

089 / 9829280 und www.muenchen.hoertnagel.de

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

10. Dreikönigssingen in der Wallfahrtskirche

auf dem Berg. Mit

dem Deutenhauser Viergsang, den

Oberstadtler Sängerinnen und an-

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Do, 11. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 12. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Do, 25. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

Do, 8. Feb. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 9. Feb. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Mo, 26. Feb. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

januar / februar 2018 | 63


deren. Durch das Programm führt

Klaus Gast. Eintritt frei, Sammlung

für die Renovierung der Kirche

SO 07.01.

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Irischer Frühschoppen in der

Tiefstollenhalle

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

16.00 Uhr

Konzert „Oh happy day“ des Chors

Suono Cantabile in der Evangelischen

Friedenskirche

PENZBERG

10.00 bis 19.00 Uhr

Hannis Eismärchen am Stadtplatz.

Ab 18 Uhr: Abschlussshow der

Solidarität Penzberg.

www.hannis-eismaerchen.de

MURNAU

18.00 Uhr

Theater „Da Himme wart net“

von der Volksbühne am Staffelsee

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 €

TUTZING

17.00 Uhr

Singen, das die Seele beflügelt

mit Susanne Mössinger und Klaus

Nagel in der Evangelischen Christuskirche.

Eintritt frei

MO 08.01.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis ca. 9 Jahren. JEintritt frei

STARNBERG

19.30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Michael

64 | tassilo

Bastian Weiß im Bayerischen Hof.

Eintritt: 5 €. Einlass um 19 Uhr

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner im Bahnhof. Teilnahme

kostenlos. Infos unter 08802 / 8588

DI 09.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher!“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Siehe Anzeige links

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 10.01.

WEILHEIM

16.00 Uhr

Märchenzeit „Hans im Glück“ in

der Stadtbücherei. Eine Tischtheater-Geschichte

für Kinder ab 4

Jahren. Mit Malen und Basteln.

Eintritt frei

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Weitere Infos siehe

Anzeige rechts

PENZBERG

17.30 bis 21.00 Uhr

Tanzfreunde Senioren Penzberg in

der Stadthalle. Es spielt Alleinunterhalter

Heini Prestele. Eintritt:

3,60 €. Infos unter 08861 / 5237

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

19.00 Uhr

Bernrieder Bibelabend „Weisheit

als Lebensgefährtin“ mit Texten

aus dem Buch der Weisheit und

was uns Weisheit heute bedeutet

im Bildungshaus St. Martin

DO 11.01.

WEILHEIM

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

DIESSEN

14.00 Uhr

Frauenbund-Café mit Gastgeberin

Margot Götz im Traidcasten

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

FR 12.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater.

Eintrittskarten für 11 € im VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

20.30 Uhr

Live-Konzert mit „Caeroline Landry

& Philipp Stauber“ im Bistro

Hänsel's


PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Braucht's des?!“ von

Gerhard Polt in der Tiefstollenhalle.

Infos und VVK-Stellen unter

www.kulturverein-peissenberg.de

STARNBERG

18.00 Uhr

Eröffnung des Starnberger Eiszaubers

am Kirchplatz

PENZBERG

16.30 Uhr

„Eine Stunde Zeit für mich“ der

Kolpingsfamilie im Pfarrzentrum

Christkönig. Thema diesmal: Pilates

unter Anleitung. Preis: 2 €

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 13.01.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug

ab 7 Uhr. Anmeldung unter

0881 / 4179225

20.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater. Karten

für 11 € im VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

SEESHAUPT

15.00 Uhr

Watt-Turnier der Freiwilligen Feuerwehr

im Trachtenheim. Einlass

ab 14 Uhr

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: offene Sternhaufen, der

Kindergarten der Sterne. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802/ 8389

HABACH

18.30 Uhr

Rocknacht mit „Sober“ im Trödler

POLLING

20.00 Uhr

Schützenball der SG Pollingia im

Schützenheim

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Schützenball des Schützenvereins

Forst im Gasthof zum Eibenwald

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

SO 14.01.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

15.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater.

Eintrittskarten für 11 € im VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

CSU-Neujahrsempfang in der

Tiefstollenhalle

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

POLLING

19.30 Uhr

Konzert von Nils Mönkemeyer

& William Youn im Bibliotheksaal.

Infos und Tickets unter

089 / 9829280 und www.muenchen.hoertnagel.de

TUTZING

18.00 Uhr

Konzert „HarPiano Stories“ mit

Erzählungen vom 18. Jahrhundert

bis heute in der Christuskirche

MO 15.01.

WEILHEIM

8.15 bis 17.00 Uhr

Kursstart des Praxisstudiums

„Ausbildung der Ausbilder (AdA)“

in der IHK-Akademie. Infos und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Sportheim

DI 16.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

januar / februar 2018 | 65


Winter

IM SCHLOSSBRAUHAUS

Eislaufen ++ Eishockey

Pond Hockey ++ Eisstockschießen

Weihnachten

24. DEZEMBER, AB 11 UHR

Benefiz-Weißwurstfrühstück

Blech & Schwefel spielen zur musikalischen

Unterhaltung bei freiem Eintritt.

Der Erlös kommt der

Kinderkrebshilfe

Königswinkel e.V.

zu Gute.

Abends bis

21 Uhr geöffnet.

Silvestergala

Vorverkauf: 71,-

Abendkasse 76,-

Inkl. Begrüßungsgetränk,

Buffet, Hauptgang,

Dessert, Musik,

Mitternachtsgetränk,

Mitternachtssuppe

24. Februar

Es spielen Timeless

und SchlossBrauSound

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

Geöffnet täglich von 14 bis 23 Uhr

Freitag bis Sonntag und feiertags

von 11 bis 23 Uhr

26./27.

Dezember

Der Kunsthandwerkermarkt

PENZBERG

19.00 bis 22.00 Uhr

Candle-light-Schwimmen im

Wellenbad

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ in der Schule

PEITING

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher!“

mit Peter Phillip Koss im

SparkassenSaal. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 64

MI 17.01.

WEILHEIM

17.30 Uhr

Infoabend zum berufsbegleitenden

Praxisstudium „Wirtschaftswirt

IHK & Industriefachwirt

IHK“ in der IHK-Akademie. Infos,

Beratung und Anmeldung unter

www.ihk-akademie-muenchen.de/

weilheim

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

66 | tassilo

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Pfarrheim

TUTZING

19.00 Uhr

94. Tutzinger Patientenforum im

Benedictus Krankenhaus. Vortrag:

Nach Kniegelenkprothese, neue

Schmerztherapie mit viel Komfort.

Referenten: PD Dr. Jan Zöller, Dr.

Knut Röhrich. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite Anzeige 17

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss

im SparkassenSaal. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 65

DO 18.01.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Infoabend im Kindernest

J

17.30 Uhr

Infoabend zum berufsbegleitenden

Praxisstudium „Wirtschaftswirt

IHK & Industriefachwirt

IHK“. Infos zu Veranstaltungsort,

LANDSBERG

Beratung und Anmeldung unter

www.ihk-akademie-muenchen.de/

weilheim

FR 19.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater.

Eintrittskarten für 11 € im VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Reisebericht Namibia“

im DAV-Heim. Eintritt frei

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

MURNAU

20.00 Uhr

Sprachenkino „Raving Iran“ in

der Westtorhalle in Riedhausen.

Eintritt: 5 €

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im AWO-Haus

HUGLFING

19.00 Uhr

Infoabend „Gut streiten, Konflikte

lösen“ im Schmitterhof

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 20.01.

WEILHEIM

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Eintritt: 8 € / 6 € (VVK).

Weitere Infos auf Seite 47

20.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater.

Eintrittskarten für 11 € im VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 Uhr

Misereor Werkstatt „Heute schon

die Welt verändert?“ — Indien,

Einführung in die Fastenaktion

2018 im Bildungshaus St. Martin

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Musikerball des Trachtenvereins

im Trachtenheim

WIELENBACH

20.00 Uhr

Schützenball beim Dorfwirt in

Haunshofen

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Schützenball beim Stroblwirt

ODERDING

20.00 Uhr

Schützenball im Dorfgemeinschaftshaus


POLLING

SEESHAUPT

BERNRIED

STARNBERG

HUGLFING

15:00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Schulungsraum/

Feuerwehr

20.00 Uhr

Faschingsgungl des Trachtenvereins

im Trachtenheim

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Schützenball mit Proklamation

der neuen Könige im Schützenheim

Haid

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

16.30 bis 19.00 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17

Jahren. Infos und Anmldung unter

08158 / 9643

SO 21.01.

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Eintritt: 8 € / 6 € (VVK).

Weitere Infos auf Seite 47

15.00 Uhr

Theater „Im Pfarrhaus ist der

Deife los“ im Stadttheater.

Eintrittskarten für 11 € im VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

17.00 Uhr

Ausstellungseröffnung „Von

Träumen und Kriegern“ in der

Seeresidenz Alte Post

TUTZING

17.00 Uhr

Abschiedsgottesdienst von Ulrike

Wilhelm mit Dekan Piper in der

Christuskirche. Anschließend

Empfang im Roncallihaus

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Winterzauber-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

MO 22.01.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis ca. 9 Jahren. Eintritt frei

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

EGLFING

15.30 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Sportheim

DI 23.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PÄHL

15.00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Gemeindezentrum

MI 24.01.

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

TUTZING

19.30 Uhr

Reden über Gott und die Welt

„Abenteuer Südpazifik“, ein

Vortrag mit Lissy und Christian

von Jordan im evangelischen

Gemeindehaus. Eintriff frei

DO 25.01.

WEILHEIM

8.00 bis 10.00 Uhr

Fachseminar „Ausbilderfrühstück“

in der IHK-Akademie. Infos und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

20.00 Uhr

Konzert „Die drei Damen — Träum

weiter“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 20 €. Infos unter www.

kulturverein-peissenberg.de

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ in der Grundschule

FR 26.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

10.00 bis 12.00 Uhr

Angehörigentreff für an Demenz

erkrankte Menschen in der Ilse

Kubaschewski Stiftung. Anmeldung

erbeten unter 08151 / 65054-0

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

MURNAU

20.30 Uhr

Musikwerkstatt „Jam Session@

Westtor“ in der Westtorhalle.

Eintritt frei

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert des „Pasadena Roof

Orchestra“ in der Seeresidenz

14.00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Schmitterhof

POLLING

19.30 Uhr

Konzert des Vision String Quartet

im Bibliotheksaal. Infos und

Tickets unter 089 / 9829280 und

www.muenchen.hoertnagel.de

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 27.01.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Chiemgauer Volkstheater „Mei

bester Freund“ in der Stadthalle.

VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ in der Volksschule

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

19.00 Uhr

Mozart Spezial im Orlandosaal der

Musikschule. Zu seinem Geburtstag

präsentieren Lehrkräfte Werke

von W.A. Mozart. Eintritt frei

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

januar / februar 2018 | 67


MURNAU

20.30 Uhr

Konzet „Funk@Westtor“ der Latin

Funk Factory in der Westtorhalle.

Eintritt: 14 €

SEESHAUPT

13.30 Uhr

Spieletag im Stüberl des Seniorenzentrums

WIELENBACH

20.00 Uhr

Sportlerball beim Dorfwirt in

Haunshofen

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond mit seinen Meeren,

Kratern und Bergen. Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389

HABACH

18.30 Uhr

Konzert „Root Bootleg Rock'n

Roll“ im Trödler

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Rasmus und der

Vagabund“ im Rathaus

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Ferkelball in der Mehrzweckhalle

FELDAFING

20.00 Uhr

Konzert mit „Kofelgschroa“ im

Bürgersaal im Rathaus. VVK unter

www.kmv-starnberger-see.de oder

beim Salon Spöttl. Einlass ab 19

Uhr

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

SO 28.01.

WEILHEIM

13.30 Uhr

Großer Kinderball der Narrhalla

in der Stadthalle

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

OBERHAUSEN

14.30 Uhr

Faschingskranzl des Frauenbundes

beim Stroblwirt

BAD TÖLZ

10.00 bis 17.00 Uhr

Tölzer Hochzeitstraum im

Kurhaus. Nachmittags Modenschau

von Uschi Disl Dirndl- und

Trachtenstoffe

MO 29.01.

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

DI 30.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 31.01.

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

DO 01.02.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

FR 02.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

12.30 bis 17.30 Uhr

Hochschulforum in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 50/51

20.00 Uhr

Improtheater „Die JImpro-Santen“

mit Christoph Emschermann &

Michael Albrecht in der Stadtbücherei.

VVK in der Stadtbücherei

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Als Römer über die

Alpen“ im DAV-Heim. Eintritt frei

STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

19.30 Uhr

Rock, Folk & Jazz-Session im

Orlandosaal der Musikschule.

Eintritt frei

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

SEESHAUPT

19.00 bis 22.00 Uhr

Teenie-Fasching in der Mehrzweckhalle

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 03.02.

PEISSENBERG

15.00 und 16.30 Uhr

Doctor Döblingers geschmackvolles

Theater — Kasperl und das

Gschpenscht in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 13 €

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

SEESHAUPT

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

19.00 Uhr

Sportlerball in der Mehrzweckhalle

WIELENBACH

20.00 Uhr

Burschenball beim Dorfwirt in

Haunshofen

20.00 Uhr

Schützenball beim Gasthof Guggemos

in Wilzhofen

POLLING

9.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Konzert von Matthias Schorn

& Ensemble Faltenradio im

Bibliotheksaal. Infos und Tickets

unter 089 / 9829280 und www.

muenchen.hoertnagel.de

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

SO 04.02.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Abendmusik mit dem Posaunenchor

in der Evangelischen

Apostelkirche. Eintritt frei

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Gardetreffen in der Tiefstollenhalle

68 | tassilo


STARNBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Starnberger Eiszauber am Kirchplatz

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn...

ist zurück“ auf der Probebühne.

Karten: 10 €. VVK ab 13.1. im Café

Freudenberg

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Schlemmer-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

SCHONGAU

11.00 bis 16.00 Uhr

Krebsaktionstag im Krankenhaus

MO 05.02.

WEILHEIM

8.30 bis 15.30 Uhr

Kursstart Praxisstraining

„Projektmanager IHK" in der IHK-

Akademie. Infos, Beratung und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis ca. 9 Jahren. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner im Bahnhof. Teilnahme

kostenlos. Infos unter 08802 / 8588

DI 06.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Vortrag „Kanada & Alaska —

Abenteuer im hohen Norden von

Pascal Violo in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 16 €

STARNBERG

18.00 Uhr

Vortrag „Nur verwirrt oder schon

dement?“ von Frau Dr. Kieslich in

der Ilse Kubaschewski Stiftung

PENZBERG

19.00 bis 22.00 Uhr

Candle-light-Schwimmen im

Wellenbad

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 07.02.

WEILHEIM

16.00 Uhr

Märchenzeit „Kalif Storch“ in der

Stadtbücherei. Eine Geschichte

für Kinder ab 4 Jahren. Mit Malen

oder Basteln. Eintritt frei

PENZBERG

17.30 bis 21.00 Uhr

Tanzfreunde Senioren Penzberg in

der Stadthalle. Es spielt Alleinunterhalter

Heini Prestele. Eintritt:

3,60 €. Infos unter 08861 / 5237

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

19.00 Uhr

Bernrieder Bibelabend „Weisheit

als Lebensgefährtin“ mit Texten

aus dem Buch der Weisheit und

was uns Weisheit heute bedeutet

im Bildungshaus St. Martin

DO 08.02.

WEILHEIM

18.00 bis 21.15 Uhr

Kursstart des berufsbegleitenden

Praxisstudiums „Personalfachkaufmann

IHK“ in der IHK-

Akademie. Infos, Beratung und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

20.00 Uhr

Weiberfasching in der Tiefstollenhalle

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

ANTDORF

20.00 Uhr

Zusammhock'n – Musizieren –

Lustig sein im Eisstockschützenheim

OBERHAUSEN

18.00 bis 21.00 Uhr

Second-Hand-Basar für Kinderkleidung

und Spielsachen beim

Stroblwirt

FR 09.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Brahms Tierleben – Kabarettistisches

Konzertvergnügen mit

Mitgliedern der Berliner Philharmoniker

im Stadttheater. Infos und

VVK siehe Anzeige Seite 58

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Vortrag „Schrazelloch und arme

Seelen — das Geheimnis der

Erdställe“ im Denkmalvereins-

Raum der Stadthalle (1. Stock).

Eintritt: 3 €

20.00 Uhr

Kabarett „Des werd scho no...“

mit Roland Hefter in der Stadthalle.

Karten: 18 € (AK) / 15 € (VVK).

Infos und VVK unter

www.stadthallepenzberg.de

WIELENBACH

20.00 Uhr

Maschkara des Trachtenvereins

beim Dorfwirt in Haunshofen

OBERHAUSEN

8.00 bis 9.30 Uhr

Second-Hand-Basar für Kinderkleidung

und Spielsachen beim

Stroblwirt

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 10.02.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug

ab 7 Uhr. Anmeldung unter

0881 / 4179225

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderfasching in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 3 €

DIESSEN

21.00 Uhr

Konzert „The Doors of Perception“

im Club 1516. Infos und Tickets unter

www.rockfreunde-ammersee.de

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Gasnebel, Geburtsort

neuer Sterne. Infos unter www.

sternwarte-eberfing.de oder

08802/ 8389

IFFELDORF

17.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte im

Gemeindezentrum. „Aus der

Heimat“ mit Michael Daub

(Bariton) und Eric Schneider

(Klavier). Konzerteinführung mit

Reinhard Szyszka ab 16 Uhr. Infos

und Tickets unter 08856 / 3695 und

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de.

Siehe Seite 21

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Feuerwehrball im Schützenheim

Haid

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

januar / februar 2018 | 69


SO 11.02.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

13.00 Uhr

Traditioneller Innenstadt-Fasching

mit Handwagenumzug

MO 12.02.

Rosenmontag

WEILHEIM

18.00 bis 21.15 Uhr

Kursstart des berufsbegleitenden

Praxisstudiums „Fachkraft

Personalwesen IHK — Lohn- und

Gehaltsabrechnungen“ in der IHK-

Akademie. Infos, Beratung und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

WIELENBACH

20.00 Uhr

Rosenmontagsball der Freiwilligen

Feuerwehr beim Dorfwirt in

Haunshofen

DI 13.02.

Faschingsdienstag

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

14.14 Uhr

Familienfasching auf dem Marienplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 14.02.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Textstube Tutzing: Ferien-

Schreibwerkstatt für Kinder und

Jugendliche ab 10 Jahren. Infos

und Anmeldung unter 08158 / 9643

PEISSENBERG

DO 15.02.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Textstube Tutzing: Ferien-

Schreibwerkstatt für Kinder und

Jugendliche ab 10 Jahren. Infos

und Anmeldung unter 08158 / 9643

FR 16.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

10.00 bis 12.00 Uhr

Angehörigentreff für an Demenz

erkrankte Menschen in der Ilse

Kubaschewski Stiftung. Anmeldung

erbeten unter 08151 / 65054-0

MURNAU

20.00 Uhr

Comedy „Glückskeks“ von Sebastian

Reich & Amanda im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt:

28,85 €

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Textstube Tutzing: Ferien-

Schreibwerkstatt für Kinder und

Jugendliche ab 10 Jahren. Infos

und Anmeldung unter 08158 / 9643

SA 17.02.

WEILHEIM

20.15 Uhr

Musikkabarett „Jetzt sind Sie

dran!“ mit Radio Niederbayern im

Bistro Hänsel's

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

16.30 bis 19.00 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

WEILHEIM

MO 19.02.

J

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis ca. 9 Jahren. Eintritt frei

18.00 bis 21.15 Uhr

Kursstart des berufsbegleitenden

Praxisstudiums „Wirtschaftsfachwirt

IHK“ & „Industriefachwirt

IHK “ in der IHK-Akademie. Infos,

Beratung und Anmeldung unter

www.ihk-akademie-muenchen.

de/weilheim. Kursstart ebenso in

Landsberg

18.00 bis 21.15 Uhr

Kursstart des berufsbegleitenden

Praxisstudiums „Technischer

Betriebswirt IHK“ in der IHK-

Akademie. Infos, Beratung und

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

DI 20.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 21.02.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Erkrankungen

der Hand“ mit Dr. Thomas Löffler

und Dr. Carsten Hopf im Krankenhaus

DO 22.02.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

MURNAU

19.00 Uhr

Autorenlesung der Schriftstellerin

Eva Menasse in der Ödön-von-

Horváth-Aula des Staffelsee-Gymnasiums.

Eintritt: 7,50 € / 3 €

FELDAFING

19.30 Uhr

Lesung mit Christiane Buchner in

der Gemeindebücherei. Sie liest

aus Margret Atwoods Essays „Aus

Neugier und Leidenschaft“

FR 23.02.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Grenzenlos“ des Rudi

Zapf Trio in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 22 €. Infos unter www.

kulturverein-peissenberg.de und

08803 / 690149

STARNBERG

19.00 Uhr

Eine kleine Lyriknacht im Orlandosaal

der Musikschule. Eintritt frei

70 | tassilo


SEESHAUPT

19:30 Uhr

Theater der Seeshaupter Dorfbühne

im Gemeindesaal. Einlass

um 18 Uhr

20.00 Uhr

Konzert „Vano Bamberger &

Band“ in der Seeresidenz Alte Post

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

TUTZING

19.00 Uhr

Autorenlesung von Rosemarie

Benke-Bursian und ihren Co-

Autoren mit dem Tutzing-Krimi „15

Tage“ in der Buchhandlung Held

SA 24.02.

WEILHEIM

8.00 bis 15.00 Uhr

Kursstart des berufsbegleitenden

Praxistrainings „Qualitätsmanager

IHK“ in der IHK-Akademie. Infos

und Anmeldung unter www.ihkakademie-muenchen.de/weilheim

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

SEESHAUPT

19:30 Uhr

Theater der Seeshaupter Dorfbühne

im Gemeindesaal. Einlass

ab 18 Uhr

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond, bei erstem Viertel

sind die Einzelheiten besonders

gut zu beobachten. Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389.

HABACH

21.00 Uhr

Habach City Night Vol. II im Bistro

Trödler. Rock-Musi wia's früher

war!! mit DJ Ül & DJ Veiti. Einlass

um 18.30 Uhr

POLLING

19.30 Uhr

Familienkonzert mit Alexej

Gerassimez & Hiyoli Togawa im

Bibliotheksaal. Infos und Tickets

unter 089 / 9829280 und www.

muenchen.hoertnagel.de

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

SCHWANGAU

18.00 Uhr

Großes Starkbierfest im Schlossbrauhaus.

Siehe Anzeige Seite 66

SO 25.02.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Abendmusik „Von Liebe, Liebesleid

und Frühlingsahnen“ in der

Evangelischen Apostelkirche.

Eintritt: 12 € / 8 € (ermäßigt)

PEISSENBERG

16.00 Uhr

Auf a Stund — eine Stunde lang

Selbersingen für jedermann im

Pfarrheim St. Barbara

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

MO 26.02.

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagunsgzentrum

DI 27.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 28.02.

STARNBERG

20.00 Uhr

Konzert von Pippo Pollina in der

Schlossberghalle. Karten: 29 €.

VVK in der Schlossberghalle und

Tourist-Info

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

Änderungen und Fehler vorbehalten.

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Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 57.

januar / februar 2018 | 71


Seit über 28 Jahren schaffen wir als unabhängige,

erfolgreiche Unternehmensgruppe Lösungen rund um die

Blech- und Rohrbearbeitung. Wir bieten unseren

namhaften Kunden aus verschiedensten Branchen mit

unserem hochmodernen Maschinenpark individuelle und

zukunftsorientierte Lösungen.

Standort Schwabsoien

Standort Schwabsoien

Standort Augsburg-Haunstetten

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Mitarbeiter/innen für unseren

Leiter/in Abkanten

Schichtleiter/in Laserbearbeitung

Laserschneider/in

Abkanter/in

Schweißer/in

LkW-Fahrer/in

Zerspanungsmechaniker

Reinigungskraft (m/w) in Teilzeit

Standort Standort Augsburg-Haunstetten

Fachkraft für Lager und Logistik

Abkanter/in

Schweißer/in

sowie für wechselnde Tätigkeit

an beiden Standorten

sowie

sowie für

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wechselnde

wechselnde Tätigkeit

Tätigkeit

an an

an

beiden Standorten

an beiden Standorten

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Nähere Informationen zu allen Tätigkeiten, sowie zu den erforderlichen

Voraussetzungen finden Sie auf unserer Homepage:

www.eirenschmalz.de - Mitarbeiter - Stellenangebote

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik und Metallbau GmbH

z. Hd. Personalwesen, Altenstadter Str. 4, 86987 Schwabsoien

Tel.: 08868/1800-25

bewerbung@eirenschmalz.de

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