18.12.2017 Aufrufe

Bahnsport 01/2018

Liebe BSA-Leser, herzlich willkommen zu unserer Januar-Ausgabe und im neuen Jahr! Wir wünschen Ihnen nochmals ein frohes Neues und für 2018 alles Gute, Glück und Gesundheit! Ich für meinen Teil freue mich immer auf den Januar, wenn dieser nach einem alten, fertigen Jahr so frisch daher- kommt. Der Trubel und die Hektik der letzten Zeit sind dann vorüber und er verheißt frischen Wind, neue Chan- cen und eine neue Saison. Neues Jahr, neues Glück, sozu- sagen! Überfüllte, überlastete Kalender können abge- hängt und durch (noch) leere ausgetauscht werden. Ein- fach nur herrlich! Und noch herrlicher ist, diese jetzt nach und nach wieder nach Herzenslust und Laune neu zu be- füllen und dafür – und das ist das Schöne – doch tatsäch- lich auch noch einen freien Platz zu finden. Das macht ein- fach total gute Laune und genau mit dieser und Ihnen zu- sammen wollen wir jetzt mit frischer Energie in die neue Saison starten...

Liebe BSA-Leser,
herzlich willkommen zu unserer Januar-Ausgabe und im
neuen Jahr! Wir wünschen Ihnen nochmals ein frohes
Neues und für 2018 alles Gute, Glück und Gesundheit!
Ich für meinen Teil freue mich immer auf den Januar, wenn
dieser nach einem alten, fertigen Jahr so frisch daher-
kommt. Der Trubel und die Hektik der letzten Zeit sind
dann vorüber und er verheißt frischen Wind, neue Chan-
cen und eine neue Saison. Neues Jahr, neues Glück, sozu-
sagen! Überfüllte, überlastete Kalender können abge-
hängt und durch (noch) leere ausgetauscht werden. Ein-
fach nur herrlich! Und noch herrlicher ist, diese jetzt nach
und nach wieder nach Herzenslust und Laune neu zu be-
füllen und dafür – und das ist das Schöne – doch tatsäch-
lich auch noch einen freien Platz zu finden. Das macht ein-
fach total gute Laune und genau mit dieser und Ihnen zu-
sammen wollen wir jetzt mit frischer Energie in die neue
Saison starten...

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48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902<br />

NR. 1/18<br />

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY<br />

STORY: Erik<br />

und Mark Riss<br />

in England<br />

FIM-Gala<br />

2<strong>01</strong>7<br />

GROSSE EISSPEEDWAY-SAISONVORSCHAU<br />

Termine | Fahrer | Prognosen | Statistik


FIM Ice Speedway Gladiators Worldchampionship<br />

Inzell/D - Max-Aicher-Arena - 16. bis 18. März 2<strong>01</strong>8<br />

Es sind zwar noch drei Monate bis zum Eisspeedway-Grand-Prix in Inzell,<br />

doch bereits jetzt laufen die Vorbereitungen zum Weltmeisterschaftslauf<br />

der Eis-Gladiatoren in der Max-Aicher-Arena auf Hochtouren.<br />

Am 17. und 18. März 2<strong>01</strong>8 trifft sich die Weltelite der Eis-Racer, um bei<br />

der vorletzten Runde zur Einzel-Weltmeisterschaft die Weichen in Richtung<br />

Krone des rasanten Motorsports auf Eis zu stellen. Der Vorverkauf<br />

zum Mega-Wochenende im bayerischen Alpendorf hat bereits begonnen,<br />

wer sich die besten Plätze sichern will, sollte sich beeilen, denn besonders<br />

die Sitzplätze sind heiß begehrt und schnell vergriffen.<br />

Inzell kann auf eine lange Tradition im Eisspeedway zurückblicken, im<br />

März 2<strong>01</strong>8 wird es bereits zum 51. Mal zu Duellen der wagemutigen Eis-<br />

Ritter kommen, die ohne Bremsen und mit knapp drei Zentimeter langen<br />

Spikes bestückten Höllenmaschinen, mit der Schulter auf dem Eis, durch<br />

die Kurven des Eisovals jagen.<br />

Besonders stolz ist der Veranstalter, die DMV Landesgruppe Südbayern<br />

e.V., dass sie trotz ständig steigender Preise den Ticket-Preis stabil halten<br />

konnten. Zwischen 28,- und 55,- Euro kosten die Tageskarten für das<br />

Rennen der Crème de la Crème des Eisspeedwaysports. Jugendliche sind<br />

bereits ab 10,- Euro dabei, Vorverkaufsgebühren fallen keine an. Die Be-<br />

sucher der Veranstaltung können sich wieder auf den Shuttle-Service<br />

freuen, der vom zentralen Parkplatz die Fans direkt vor den Stadioneinlass<br />

chauffieren wird.<br />

Das Rennen in Inzell wird im 51. Jahr seines Bestehens ein interessanter<br />

Mix aus Moderne und Tradition. Der alte Vorstand hat das Zepter an die<br />

jüngere Generation übergeben, die eine besondere Mischung aus Sport<br />

und Show ihren Gästen darbieten wird. „Wir sind zuversichtlich, dass<br />

auch im nächsten Jahr die Max-Aicher-Arena wieder fast bis auf den letzten<br />

Platz besetzt werden wird“, freut sich der zukünftige Vorstand Kai<br />

Schmiedeknecht auf das Rennen. „Es wird wieder eine Topveranstaltung<br />

mit der ein oder anderen Neuerung. Man darf also gespannt sein, was<br />

wir uns alles ausgedacht haben. Wir freuen uns bereits jetzt, zahlreiche<br />

Gäste begrüßen zu dürfen und sind stolz darauf, dass der 1. Bürgermeister<br />

Hans Egger die Schirmherrschaft wieder übernommen hat.“<br />

Der Vorverkauf für das Renn-Wochenende in Inzell läuft weiter auf Hochtouren.<br />

Eine Sitzplatz-Tribüne ist bereits jetzt ausverkauft. Es sind aber<br />

nach wie vor noch genügend Tickets für das Mega-Wochenende im bayerischen<br />

Alpendorf vorhanden. Tickets sind über die Internetseite www.<br />

eisspeedway-inzell.de, oder telefonisch unter 08621/645944 erhältlich.<br />

Trainingslager<br />

in Russland und Schweden<br />

Bevor es in Inzell beim Eisspeedway-<br />

Grand-Prix zur Sache geht, gilt es,<br />

sich zu qualifizieren und auf die anstehende<br />

Saison vorzubereiten. Insgesamt<br />

sechs Deutsche kämpfen in<br />

der Eisspeedway-WM-Qualifikation<br />

um Startplätze bei der zehnteiligen<br />

Eisspeedway-Grand-Prix-Serie, die<br />

am 17. und 18. März in der Max-Aicher-Arena<br />

in Inzell gastiert.<br />

Fünf Bayern und ein Mecklenburger<br />

haben Mitte Januar bei den beiden<br />

WM-Qualifikationen die Chance, ihr<br />

Ticket für den GP zu lösen. Deutschlands<br />

erfolgreichster Eisspeedwayfahrer<br />

Günther Bauer ist dafür bereits<br />

jetzt in Russland, um sich und<br />

sein Material zu testen. „Zunächst<br />

haben wir auf einem See bei eisigem<br />

Wind einen neuen Motor eingefahren,<br />

bis wir dann am Rande des<br />

Urals mit der russischen Nationalmannschaft<br />

auf einer herkömmlichen<br />

Rennstrecke trainieren durften“,<br />

sagte Bauer, der nebenbei<br />

auch noch der Sportvorstand des<br />

Veranstaltungskomitees in Inzell ist.<br />

„Hauptsächlich bin ich natürlich<br />

Rennfahrer, aber auch die Organisation<br />

des Rennens macht mir richtig<br />

Spaß.“ In Inzell wird es bei der kommenden<br />

Veranstaltung viele Neuerungen<br />

geben. Der altehrwürdige<br />

Vorstand um Robert Weiss wird im<br />

kommenden Januar zu den Neuwahlen<br />

nicht mehr antreten und das Zepter<br />

an das Team um Kai Schmiedeknecht<br />

übergeben, das sich bereits<br />

jetzt viele neue I-Tüpfelchen ausgedacht<br />

hat.<br />

Neben Bauer sind auch der Edlinger<br />

Max Niedermaier sowie der Ruhpoldinger<br />

Stefan Pletschacher in Russland.<br />

In Westsibirien trainieren sie<br />

zusammen mit dem Stralsunder Tobias<br />

Busch in der Industriestadt Kamensk-Uralski.<br />

Nicht in Russland,<br />

dafür aber in Schweden, wollen der<br />

Haushamer Hans Weber und Luca<br />

Bauer sich die nötige Schärfe holen,<br />

um sich für den Eisspeedway-GP zu<br />

qualifizieren.<br />

Termin: 16.-18. März 2<strong>01</strong>8<br />

Eisspeedway-WM - Finale 7/8<br />

Inzell/D


6<br />

EISSPEEDWAY<br />

In unserer großen Eisspeedwayvorschau erfahren Sie alles über die 2<strong>01</strong>8er-Saison: Start frei<br />

für (von vorne) Günther Bauer, Franz Zorn, Jan Klatovsky, Daniil Iwanow und Co.<br />

Große Saisonvorschau 6<br />

Zum Titelbild: Deutscher Eisspeedwaymeister 2<strong>01</strong>7<br />

Max Niedermaier • Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com<br />

FEIERN/EHRUNGEN<br />

FIM-Gala 2<strong>01</strong>7 20<br />

PERSONEN<br />

SONSTIGES<br />

Erik und Mark Riss 16 People & Facts 4<br />

International 22<br />

NAMEN, CLUBS & BAHNEN Vorschauen 26<br />

Joachim Ohmer/Andreas Obermeier Clubnotizen/Notizen 28<br />

von der MSV Herxheim 18 Termine/Letzte Meldungen/<br />

Impressum/Bazar 30<br />

Eis in Sicht<br />

- von Nadine Pfeiffer -<br />

Liebe BSA-Leser,<br />

INHALT & EDITORIAL<br />

herzlich willkommen zu unserer Januar-Ausgabe und im<br />

neuen Jahr! Wir wünschen Ihnen nochmals ein frohes<br />

Neues und für 2<strong>01</strong>8 alles Gute, Glück und Gesundheit!<br />

Ich für meinen Teil freue mich immer auf den Januar, wenn<br />

dieser nach einem alten, fertigen Jahr so frisch daherkommt.<br />

Der Trubel und die Hektik der letzten Zeit sind<br />

dann vorüber und er verheißt frischen Wind, neue Chancen<br />

und eine neue Saison. Neues Jahr, neues Glück, sozusagen!<br />

Überfüllte, überlastete Kalender können abgehängt<br />

und durch (noch) leere ausgetauscht werden. Einfach<br />

nur herrlich! Und noch herrlicher ist, diese jetzt nach<br />

und nach wieder nach Herzenslust und Laune neu zu befüllen<br />

und dafür – und das ist das Schöne – doch tatsächlich<br />

auch noch einen freien Platz zu finden. Das macht einfach<br />

total gute Laune und genau mit dieser und Ihnen zusammen<br />

wollen wir jetzt mit frischer Energie in die neue<br />

Saison starten.<br />

Zum aktuellen Zeitpunkt schneit es gerade draußen und<br />

es ist so was von Eis in Sicht. Und wir freuen uns so darauf!<br />

Im Winter – vor den Natureisrennen – haben wir einen<br />

ständigen Blick mit aufs Wetter. Im Hintergrund auf dem<br />

Bildschirm läuft seit Wochen begleitend der Wettertrend<br />

mit, um im Auge zu haben, wann und wo es denn jetzt endlich<br />

so richtig losgeht. Denn – „Juchhu“ – die Saure-Gurken-Zeit<br />

(renntechnisch gesehen) neigt sich dem Ende zu,<br />

bald ist wieder Racing Time und wir dürfen uns wieder auf<br />

Methanol in der Luft freuen … Und zum aktuellen Zeitpunkt<br />

– sprich Redaktionsschluss – stehen jetzt auch die<br />

ersten Termine und ich kann Ihnen allen nur immer wieder<br />

raten: Lassen Sie im Zweifel wegen „zu viel Arbeit“ oder<br />

„zu schlechtem Wetter“ einfach alle Bedenken hinter sich<br />

und fahren besser einfach mal „aufs“ Rennen! Sich gar<br />

nicht lange selbst im Weg stehen, sondern einfach nur<br />

machen. Besser ist das, a) für Sie und b) auch noch für den<br />

Veranstalter. Und nicht zu vergessen natürlich auch für<br />

unsere Fahrer, wir sind ja sozusagen „der zwölfte Mann“.<br />

Wir wünschen auf diesem Weg allen unseren Eishelden eine<br />

stets unfallfreie Fahrt und einen guten Start in die Saison.<br />

Und wo wir gerade dabei sind und sowohl Fahrer als<br />

auch Termine im Blick haben, ist uns natürlich auch die<br />

Eisspeedway-WM-Startplatzvergabe nicht entgangen.<br />

Uns ist so sehr – auch das kann ich nur immer wieder betonen<br />

– an einer guten Kommunikation mit allen Beteiligten<br />

(Fahrern, Clubs und Verbänden) gelegen. Aber das bedeutet<br />

halt schon einen gegenseitigen Austausch oder<br />

auch, dass man auf eine Nachfrage auch eine Antwort bekommt.<br />

Eine solche haben wir vom heimischen Verband<br />

DMSB auf die Frage, warum z.B. ein Markus Jell (obwohl<br />

2<strong>01</strong>7 DM- bzw. jetzt DMSB-Meisterschafts-Dritter) nicht<br />

berücksichtigt wurde, leider nicht bekommen und das ist<br />

mehr als schade. Und zwar aus mehrfacher Hinsicht, weil<br />

wir hier zum einen natürlich gerne eine faire Aufklärung<br />

darstellen wollten und zum anderen, weil es schon alleine<br />

der Anstand gebührt, auf eine (offizielle) Frage von (offizieller)<br />

Seite her auch eine Antwort zu bekommen. Und<br />

das wäre im Sinne aller ja auch gar nicht zu viel verlangt.<br />

Es kann und sollte nicht sein, dass es salonfähig wird, andere<br />

nach Lust und Laune im Regen stehen zu lassen.<br />

Nicht im Sport und sonst auch nicht. Diese kritische Anmerkung<br />

muss an dieser Stelle erlaubt sein und die Erinnerung<br />

daran, dass unterm Strich über kurz oder lang<br />

eben alles nur in einem Miteinander funktioniert. Das<br />

nennt man TEAM- und FAIRPLAY. Und alles andere wohl<br />

NO GO.<br />

Und jetzt starten wir endlich und (trotz allem oder auch<br />

jetzt erst recht!) gutgelaunt, gemeinsam in die neue Saison,<br />

wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und würden<br />

uns freuen, uns auch alle bald wieder persönlich auf den<br />

Rennplätzen zu treffen.<br />

Two minutes for all riders ;-)) sag’ ich da nur, oder auch:<br />

Es liegt was in der Luft, ein ganz besonderer Duft!<br />

MFG<br />

Nadine P.<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS<br />

Gollob nicht mehr<br />

im Krankenhaus<br />

Tomasz Gollob erlitt im April bei einem<br />

Motocrossrennen eine<br />

schwere Verletzung des Rückenmarks<br />

und ist seit dem abwärts<br />

der Taille gelähmt. Am 30. November,<br />

nach 222 Tagen, verließ die<br />

polnische Speedway-Ikone das<br />

Militärkrankenhaus in Bydgoszcz<br />

und setzt seine Rehabilitation zu<br />

Hause fort. „Die Entlassung bedeutet<br />

nicht, dass mein Kampf, um<br />

relativ normal funktionieren zu<br />

können, zu Ende ist. Ich würde sagen,<br />

das ist ein weiteres Kapitel<br />

dieses Kampfes“, sagte der 46-<br />

Jährige. Der Grund, das Krankenhaus<br />

verlassen zu können, war der<br />

allgemein gute Gesundheitszustand<br />

des ehemaligen Speedwaypiloten.<br />

In seinem Haus wird Gollob weiterhin das Reha-Programm realisieren.<br />

„Zu Hause ist alles vorbereitet. Die Reha-Geräte wurden bereits<br />

gekauft und die Räume wurden entsprechend eingerichtet. Ich denke, ich<br />

werde einige Tage brauchen, um mich daran zu gewöhnen, aber sicherlich<br />

wird es damit keine Probleme geben“, erzählt der Exweltmeister. Gollob<br />

bewegt sich mittels Rollstuhls und kann sich eigenständig vom Bett in<br />

den Rollstuhl setzen. Der Sportler kann auch mittels eines künstlichen<br />

Exoskeletts bis zu 40 Meter „laufen“. Die Chancen, auf eigenen Beinen<br />

wieder gehen zu können, sind allerdings gering. „Es ist zwar möglich,<br />

dass sein Rückenmark wieder anfängt zu funktionieren, aber das kann<br />

keiner garantieren. Wir hoffen, dass keine weiteren Operationen nötig<br />

werden und der Patient sich voll auf die Rehabilitation konzentrieren<br />

kann“, sagt Professor Marek Harat, der die Wiedergenesung von Gollob<br />

leitet und überwacht.<br />

Der Speedwayfahrer wird dem Sport erhalten bleiben. „Es ist mir klar,<br />

dass meine sportliche Laufbahn endgültig vorbei ist. Ich hatte noch viele<br />

Pläne, unter anderem einen Start bei der Rallye Dakar, aber die musste<br />

ich verwerfen. Auf jeden Fall will ich dem Speedway erhalten bleiben. Man<br />

wird mich immer wieder bei verschiedenen Rennen treffen können. Möglicherweise<br />

komme ich zur polnischen GP-Runde nach Warschau“, sagte<br />

Tomasz Gollob.<br />

Wir drücken Tomasz die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg bei seinem<br />

Kampf um gute Genesung. • Text: Georg Dobes: Foto: Jarek Pabijan<br />

Michael Härtel ist eine „Hexe“<br />

Ipswich Witches („Hexen“) heißt<br />

der traditionsreiche Verein in der<br />

britischen SGB Championship<br />

League. Und da Michi Härtel ab<br />

1.1.2<strong>01</strong>8 einen Einjahresvertrag<br />

bei dem Verein in East Anglia besitzt,<br />

gehört er in der nächsten<br />

Saison zu den driftenden „Hexen“.<br />

Nach langer Suchphase (geprüft<br />

wurden mehrere Angebote aus der<br />

polnischen Liga und von britischen<br />

Vereinen in den zwei Hauptligen)<br />

entschied sich der 19-jährige<br />

Dingolfinger, der im Sommer<br />

sein Fachabitur und seine Ausbildung<br />

beendet hat, für den Start einer<br />

Profikarriere in der ältesten<br />

und härtesten Liga in Großbritannien.<br />

Seit 2<strong>01</strong>7 sind die Speedway-Ligen<br />

auf der Insel professioneller<br />

organisiert und unterteilt in SGB<br />

Premiership (1. Liga) und SGB<br />

Championship (2. Liga). Ausgewählte<br />

Rennen werden auch live<br />

im Fernsehen übertragen.<br />

„Ich war mehrmals in England und habe auf verschiedenen Bahnen, auch<br />

in Ipswich, trainiert. Ich denke, dass England und insbesondere die SGB<br />

Championship League in Ipswich genau die richtige Wahl für mich ist. Um<br />

international nach vorn zukommen, kann man in England am meisten lernen<br />

und auch die höchste Zahl von Rennen in kurzer Zeit bestreiten. Ich<br />

bin von Ipswich-Promoter Chris Louis und von seinem Team sofort gut aufgenommen<br />

worden und habe ein sehr gutes Gefühl, was das Management<br />

und meine künftigen Fahrerkollegen bei den Hexen betrifft“, erklärte<br />

Michi seine Entscheidung.<br />

Ab März 2<strong>01</strong>8 wird Härtel im Stadion an der Foxhall Road an der Seite von<br />

Kapitän Danny King, dem Australier Rory Schlein, dem Argentinien-Italiener<br />

Nicolas Covatti sowie den Nachwuchskräften Cameron Heeps, Danyon<br />

Hume und Connor Mountain für die Witches auf Punktejagd gehen.<br />

Die Rennnächte in Ipswich sind von März bis Oktober donnerstagabends,<br />

sodass Michi an den Wochenenden weiterhin die Langbahnweltmeisterschaft<br />

und die Rennen in Deutschland bestreiten kann.<br />

Mehr Infos zu Michis erstem Profiverein unter ipswichwitches.com.<br />

• Text: Thomas Schiffner; Foto: Niklas Breu<br />

Tomi Tani<br />

verletzt<br />

Der Finne Tomi Tani stürzte beim<br />

Eisspeedwaytraining unglücklich<br />

und musste zwecks weiterer Untersuchung<br />

ins Krankenhaus nach<br />

Oulu gebracht werden. Dort stellte<br />

sich nach eingehender Untersuchung<br />

heraus, dass er sich das<br />

Schlüsselbein sowie mehrere Rippen<br />

gebrochen hat. Höchstwahrscheinlich<br />

muss Tomi am Schlüsselbein<br />

operiert werden und seine<br />

weiteren Saisonpläne erst mal zurückstellen.<br />

Wir wünschen gute<br />

Besserung. • Foto: David Reygondeau<br />

good-shoot.com<br />

WM-Termine 2<strong>01</strong>8<br />

Speedway-WM - Qualifikationen: 19.5. Qualifikationsrunde 1, Zarnovica/<br />

SK; 19.5. QR 2, Slangerup/DK; 19.5. QR 3, Lonigo/I; 21.5. QR 4, Abensberg/D;<br />

28.7. Challenge, Landshut/D.<br />

Speedway-WM - Grand Prix: 12.5. GP 1, Warschau/PL; 26.5. GP 2, Prag/<br />

CZ; 30.6. GP 3, Horsens/DK; 7.7. GP 4, Hallstavik/S; 21.7. GP 5, Cardiff/GB;<br />

11.8. GP 6, Malilla/S; 25.8. GP 7, Gorzow/PL; 8.9. GP 8, Krsko/SLO; 22.9.<br />

GP 9, Teterow/D; 6.10. GP 10, Torun; Termin noch offen GP 11, Melbourne/<br />

AUS.<br />

Speedway Sidecar World Cup: 1.4. Gillman/AUS.<br />

Langbahn-WM - Qualifikationen: 2.6. QR, Marianske Lazne/CZ; 24.6.<br />

Challenge, Bielefeld/D.<br />

Langbahn-WM - Finals: 10.5. Finale 1, Herxheim/D; 16.6. Finale 2, La Réole/F;<br />

15.7. Finale 3, Roden/NL; 19.8. Finale 4, Eenrum/NL; 30.9. Finale 5,<br />

Mühldorf/D.<br />

Langbahn-Team-WM: 1.9. Morizes/F.<br />

Langbahn-Jugend-250-ccm-Gold-Trophy: 7.7. Wittstock/D.<br />

Langbahn-Jugend-125-ccm-Gold-Trophy: 1.9. Morizes/F.<br />

Speedway-Jugend-85-ccm-Gold-Trophy: 28./29.7. Rybnik/PL.<br />

Korrekturen<br />

In <strong>Bahnsport</strong> aktuell 12/17 auf Seite 11 haben wir unter der Rubrik „Internationale<br />

Prädikate in Deutschland“ nur den Termin 22.9. (GP) genannt.<br />

Natürlich handelt es sich hierbei um den Speedway-Grand-Prix in Teterow.<br />

Auf Seite 22 beim Bericht über die Clubmeisterschaft des SC Neuenknick<br />

muss die korrekte Bildunterschrift beim Foto oben lauten: Buddy Prijs<br />

(grün) vor Christian Hülshorst (rot), Marcel Sebastian (weiß), William Kruit<br />

(gelb) und Jens Benneker (blau).<br />

Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.<br />

• Die Redaktion<br />

4 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Good luck, Marc!<br />

Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe machte sich ein junger Mann,<br />

der unseren Mitarbeiterinnen Nadine Pfeiffer und Brigitte Geyer-Bernhardt<br />

ganz besonders am Herzen liegt, auf den weiten Weg nach Schweden,<br />

um seinen Traum zu erfüllen: Eisspeedway fahren. Sein Name ist<br />

Marc Geyer, Neffe und Patensohn von Brigitte und Cousin von Nadine,<br />

was heißt, dass er bereits in eine Eisspeedway-verrückte Familie hineingeboren<br />

wurde. Sein Vater Helmut und seine beiden Onkel Edgar (Vater<br />

von Nadine) und Siegfried waren bei den Frankfurter Eisspeedwayrennen<br />

engagiert, ebenso Vater Helmut und seine Tanten Anita und Brigitte bei<br />

den Eisspeedwayrennen in Erfurt und Dresden. Da war sein Einsatz im<br />

Helferteam vorprogrammiert. Und dort knüpfte Marc dann auch Kontakte<br />

zum veranstaltenden MSC Bad Hersfeld, trat dem Club schon als Jugendlicher<br />

bei. Zu seinem ersten Helfereinsatz beim Grasbahnrennen in Bad<br />

Hersfeld fuhr er mit dem Fahrrad über 140 Kilometer von Büdingen nach<br />

Bad Hersfeld. Über Jahre besuchte er Eisspeedwayrennen in Inzell, Assen,<br />

Berlin, Weißenbach etc.<br />

Und letztes Jahr war es dann soweit: Mit seinem Bruder Eric, natürlich<br />

auch Eisspeedwayfan, und seinen Tanten in Berlin bei der Deutschen<br />

Meisterschaft am Donnerstag kam ihm die Idee, selbst Eisspeedway fahren<br />

zu wollen. Alle Familienmitglieder hielten das zunächst einmal für eine<br />

„Schnapsidee“. Aber Marc war nicht mehr zu bremsen. Eine Eisspeedwaymaschine<br />

musste her. Die fand er beim ehemaligen Schweizer Fahrer<br />

Markus Birn. Als nächstes stand der Transporter auf der „Shopping list“,<br />

dann ein gebrauchter Kombi von Günther Bauer. Aber er träumte von einem<br />

neuen, und so ging es zu Waco (mit Dank an seinen Verein MSC Bad<br />

Hersfeld und an Auto Crew Johan Schaap). Im Anschluss folgte ein „Technik-Lehrgang“<br />

in Sachen Eisspeedway bei Josef Hilz (Dank an Sepp). Und<br />

zu guter Letzt mussten auch noch die Augen gelasert werden, „weil man ja<br />

mit Brille nicht Eisspeedway“ fahren kann (Dank an Dieter). Als dann die<br />

Abreisewoche näherrückte, fielen die möglichen „Mitreisenden“ alle aus.<br />

Aber da Marc die Ideen nicht ausgehen, wurde zwei Tage vor Abreise ein<br />

Arbeitskollege mit 200 Überstunden „zwangsverpflichtet“. Und dann<br />

kam Tag X: Per Whats App wurde die Spike-Gruppe von der Abfahrt informiert.<br />

Und nun warteten wir gespannt auf die ersten „Schräglagen“.<br />

Und tatsächlich erreichten<br />

uns am<br />

Montag, 18.12., kurz<br />

vor Drucklegung die<br />

ersten Fotos aus<br />

Schweden. Marc versicherte<br />

uns, dass<br />

das Foto links nicht<br />

zum Sturz geführt<br />

hat und bedankt sich<br />

ganz herzlich beim<br />

Team Schaap für die<br />

herzliche Aufnahme.<br />

Warum ein Helicopter<br />

zum Einsatz kam,<br />

hat er uns nicht verraten<br />

:)<br />

PS: Marc ist übrigens<br />

noch auf der Suche<br />

nach Sponsoren.<br />

Kontaktaufnahme<br />

über Facebook/PN<br />

Was passiert<br />

mit dem Speedway-Weltcup?<br />

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat man 2<strong>01</strong>7 den Medien die<br />

Renntermine für die kommende Speedwaysaison immer nur scheibchenweise<br />

mitgeteilt. Mittlerweile sind fast alle Veranstaltungen bekannt –<br />

bis auf den Speedway-Weltcup. Bis Mitte Dezember wusste man noch<br />

nicht, wann, wo und ob der Teamwettbewerb überhaupt stattfinden wird.<br />

Es gibt keine klaren Aussagen, was die Zukunft der Team-WM betrifft.<br />

Man spricht darüber, dass GP- und SWC-Rechteinhaber BSI in der neuen<br />

Saison auf den Weltcup verzichten und stattdessen die Paar-WM durchführen<br />

möchte. Es gibt auch eine Idee, die Team- und Paar-WM abwechselnd<br />

auszutragen, das heißt Team- und Paar-Weltmeister würde man alle<br />

zwei Jahre ermitteln. Angeblich ein wichtiger Grund dafür, dass die Zukunft<br />

des Weltcups ungewiss ist, soll der Mangel an Organisatoren sein,<br />

die die Teamrennen durchführen möchten. Der polnische Verband organisierte<br />

das Finale im Vorjahr und darf laut Reglement den Endlauf 2<strong>01</strong>8<br />

nicht erneut durchführen, andererseits gab es jedoch auch Informationen,<br />

dass der Verein aus dem schwedischen Eskilstuna Interesse an der<br />

Austragung des Finales hätte. Wenn der Wettbewerb tatsächlich 2<strong>01</strong>8<br />

stattfinden sollte, könnte man ihn nur im Juni über die Bühne bringen.<br />

Ganz still und leise hört man auch, dass die Dominanz des polnischen<br />

Nationalteams „schuld“ an dem Desinteresse sei. Kurioserweise sagen<br />

auch manche polnischen Funktionäre (z.B. Andrzej Witkowski), dass der<br />

Wettbewerb wegen der polnischen Dominanz in den letzten Jahren langweilig<br />

geworden sei. Was meint der FIM-Vizepräsident damit? Die „Weißroten“<br />

holten die Ove-Fundin-Trophäe schließlich nur zweimal in Folge.<br />

Die Dänen wurden von 1983 bis 1988 sechsmal hintereinander Teamweltmeister<br />

und es gab damals keine Stimmen, dass man den Wettbewerb<br />

ändern oder beenden sollte. Zum Vergleich: Was sollte man denn<br />

da mit der Eisspeedway-Team-WM unternehmen? Schließlich gewann<br />

Russland (und vorher die Sowjetunion) 35 Goldmedaillen, während die<br />

restlichen Nationen (in diesem Fall Schweden und Deutschland) nur viermal<br />

auf die höchste Podiumsstufe kamen. Falls vorgenannte Theorie der<br />

Wahrheit entsprechen sollte, darf man doch keine Mannschaft dafür<br />

bestrafen, dass sie am erfolgreichsten ist. „Schuld“ daran wären eher<br />

Teams, die sie nicht schlagen können. Egal, welche Entscheidung am Ende<br />

getroffen wird, wir dürfen weiterhin gespannt sein, was mit dem Weltcup<br />

passieren und wann endlich Gewissheit darüber herrschen wird?<br />

• Georg Dobes<br />

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EISSPEEDWAY<br />

Saisonvorschau 2<strong>01</strong>8<br />

VÖLLIG LOSGELÖST<br />

... von dieser Erde sind zur Zeit die Männer, die es mit ihren Spike-bestückten<br />

Bikes aufs Eis zieht. In Russland und Skandinavien bereiten sie sich auf die<br />

bevorstehende Saison vor. Heißeste WM-Kandidaten sind natürlich wieder die Jungs<br />

aus dem Osten, allen voran Weltmeister Dimitri Koltakow, Vize Igor Kononow und der<br />

WM-Dritte Dimitri Komisewitsch. Aber die aus dem Westen wollen’s auch wissen.<br />

Ihr heißester Vertreter ist einmal mehr Franky Zorn (Foto). Alles über die bevorstehende<br />

WM-Kampagne und unsere Vertreter lesen Sie auf den folgenden Seiten.<br />

• Foto: David Reygondeau/good-shoot.com<br />

6 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


EISSPEEDWAY<br />

Sehen wir in der 2<strong>01</strong>8er-Finalserie Vater Günther<br />

und Sohn Luca Bauer? • Foto: Daniel Sievers<br />

Der Weg in den Grand Prix führt über Skandinavien!<br />

Wer in den Eisspeedway-Grand-Prix will, der<br />

muss den Weg über Skandinavien gehen. Am<br />

zweiten Januarwochenende geht es bei den<br />

Qualifikationsrennen in Ylitornio (Finnland)<br />

und Örnsköldvsik (Schweden) um den Einzug<br />

in den Eisspeedway-Grand-Prix 2<strong>01</strong>8, der bereits<br />

am ersten Februarwochenende in Astana<br />

in Kasachstan gestartet wird.<br />

Im Anschluss an das erste WM-Wochenende<br />

wird die Mannschaftsweltmeisterschaft im russischen<br />

Schadrinsk ausgetragen, ehe dann in<br />

Togliatti am 17. und 18. Februar der dritte und<br />

vierte GP ausgetragen werden.<br />

Bereits seit Wochen bekannt sind die Termine<br />

der beiden deutschen Eisspeedway-Grand-<br />

Prix. Am 3. und 4. März geht es in Berlin rund,<br />

am 17. und 18. März wird in Inzell gefahren. Das<br />

Finale der Weltmeisterschaft 2<strong>01</strong>8 findet dann<br />

wie bereits im Vorjahr in Heerenveen (Niederlande)<br />

statt. Wie bereits im Vorjahr liegen zwischen<br />

den letzten Grand Prix einige freie Tage,<br />

denn in Heerenveen wird erst am 7. und 8. April<br />

um die letzten WM-Punkte gefightet.<br />

Der deutsche Meister Max Niedermaier, Tobias<br />

Busch und Stefan Pletschacher wurden für die<br />

Qualifikation in Ylitornio vom deutschen Motorsportbund<br />

DMSB nominiert. Im schwedischen<br />

Örnsköldvsik werden Günther Bauer und<br />

Hans Weber um den Einzug in den Eisspeedway-Grand-Prix<br />

kämpfen. Insgesamt fünf Startplätze<br />

hatte der DMSB für die WM-Qualis zu<br />

vergeben. Luca Bauer, Sohn von Günter Bauer,<br />

wird mit einer ausländischen Lizenz an der<br />

Qualifikation teilnehmen, wodurch insgesamt<br />

sechs deutsche Starter in die Qualifikationsrunden<br />

gehen werden.<br />

Da uns der Termin der Eisspeedway-Europameisterschaft<br />

erst am 15. Dezember bekanntgegeben<br />

wurde, können wir hier noch keine<br />

Startplätze nennen. Bernd Sagert, Bahnausschussmitglied<br />

des DMSB, sagte jedoch bereits<br />

zu, dass bei der Nominierung berücksichtigt<br />

werden soll, wer in der Vergangenheit auch<br />

zu den EM-Rennen nach Russland gereist ist.<br />

• Texte: Manuel Wüst<br />

Weltmeister Dimitri Koltakow ist gesetzt für die Finalserie<br />

• Foto: David Reygondeau<br />

8 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Der WM-Dritte und Exweltmeister Dimitri Komisewitsch<br />

vor Dinar Walejew und Stefan Svensson<br />

• Foto: Daniel Sievers<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 9


EISSPEEDWAY<br />

DATEN<br />

UND<br />

FAKTEN<br />

Rekord für die Ewigkeit? Der amtierende<br />

Europameister Nikolaj<br />

Krasnikow ist mit acht WM-Titeln<br />

der beste Eisfahrer aller Zeiten<br />

• Foto: Tatjana Lomovskaya<br />

EISSPEEDWAY-TERMINE 2<strong>01</strong>8<br />

13.1. WM-Qualifikation 1<br />

Ylitornio/FIN<br />

(Max Niedermaier,<br />

Tobias Busch,<br />

Stefan Pletschacher)<br />

13.1. WM-Qualifikation 2<br />

Örnsköldsvik/S<br />

(Günther Bauer, Hans Weber)<br />

20.1. Int. Eisspeedway St. Johann/A*<br />

21.1. Eisspeedway Weissenbach/A*<br />

3./4.2. Finale 1 Astana/KAZ<br />

10./11.2. Team-WM-Finale<br />

Schadrinsk/RUS<br />

17./18.2. Finale 2 Togliatti/RUS<br />

24./25.2. EM-Finale 1/2<br />

Vyatskiye Polyany/RUS<br />

1.3. Deutsche Meisterschaft<br />

Berlin/D<br />

3./4.3. Finale 3 Berlin/D<br />

17./18.3. Finale 4 Inzell/D<br />

7./8.4. Finale 5 Heerenveen/NL<br />

* Rennen auf Natureisbahnen, nicht sicher,<br />

ob witterungsbedingt stattfinden können.<br />

Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten<br />

der jeweiligen Veranstalter oder über<br />

Facebook<br />

DIE BESTEN EISFAHRER ALLER ZEITEN<br />

Fahrer Nat. Gold Silber Bronze<br />

1. Nikolaj Krasnikow RUS 8 0 1<br />

2. Gabdrahman Kadyrow (†) RUS 6 1 1<br />

3. Sergej Tarabanko RUS 4 1 0<br />

4. Alexander Balaschow RUS 3 4 0<br />

5. Juri Iwanow RUS 3 2 2<br />

6. Kyril Drogalin RUS 3 1 0<br />

7. Daniil Iwanow RUS 2 4 2<br />

8. Per-Olov Serenius S 2 3 0<br />

Dimitri Koltakow RUS 2 3 0<br />

10. Anatolij Bondarenko RUS 2 2 0<br />

11. Wladimir Fadejew RUS 2 1 1<br />

12. Erik Stenlund S 2 0 2<br />

13. Sergej Kasakow RUS 2 0 1<br />

14. Wladimir Suchow RUS 1 4 2<br />

15. Witali Komisewitsch RUS 1 3 0<br />

16. Dimitri Komisewitsch RUS 1 1 6<br />

17. Boris Samorodow (†) RUS 1 1 1<br />

Milan Spinka CZ 1 1 1<br />

Antonin Svab (†) CZ 1 1 1<br />

20. Wladimir Ljubitsch RUS 1 1 0<br />

Nikolaj Nischenko (†) RUS 1 1 0<br />

Jarmo Hirvasoja FIN 1 1 0<br />

23. Sergej Iwanow (†) RUS 1 0 2<br />

24. Dimitri Bulankin RUS 1 0 0<br />

NATIONENWERTUNG<br />

Nation Gold Silber Bronze<br />

1. UdSSR/GUS/RUS 45 42 38<br />

2. Schweden 4 4 5<br />

3. CSFR/CR/CZ 2 3 4<br />

4. Finnland 1 1 1<br />

5. Österreich 0 1 2<br />

5. Deutschland 0 1 2<br />

EISSPEEDWAY-WM<br />

Titelverteidiger: Dimitri Koltakow<br />

Qualifikationsrunde 1 Ylitornio (Finnland) 13.1.<br />

1 AUS - 1 AUT - 1 BEL - 1 CZE - 2 FIN - 2 NED -<br />

1 NOR - 2 RUS - 2 SWE - 3 GER<br />

(Max Niedermaier, Tobias Busch, Stefan Pletschacher)<br />

6<br />

Qualifikationsrunde 2 Örnsköldsvik (Schweden) 13.1.<br />

2 AUT - 2 CZE - 2 FIN - 1 ITA - 1 NED - 2 RUS -<br />

1 SUI - 3 SWE - 2 GER (Günther Bauer, Hans Weber)<br />

6<br />

WM 2<strong>01</strong>8<br />

EISSPEEDWAY-TEAM-WM<br />

Finalrunden<br />

3./4.2. Finale 1 Astana (KAZ)<br />

17./18.2. Finale 2 Togliatti (Russland)<br />

3./4.3. Finale 3 Berlin (Deutschland)<br />

17./18.3. Finale 4 Inzell (Deutschland)<br />

7./8.4. Finale 5 Heerenveen (Niederlande)<br />

Weltmeister 2<strong>01</strong>7 (Dimitri Koltakow)<br />

6 Fahrer aus Qualifikationsrunde 1<br />

6 Fahrer aus Qualifikationsrunde 2<br />

2 permanente FIM-Wildcards<br />

1 Veranstalter-Wildcard<br />

+ 2 Veranstalter-Reserven<br />

Titelverteidiger: Russland mit (v.l.) Igor Kononow, Dimitri Komisewitsch<br />

und Dimitri Koltakow<br />

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com<br />

Weltfinale Schadrinsk (Russland) 10./11.2.<br />

Finnland - Österreich - Russland - Schweden - Schweiz -<br />

Tschechien - Deutschland (Kader: Günther Bauer, Tobias<br />

Busch, Max Niedermaier, Stefan Pletschacher, Johann Weber)<br />

lt. FIM-Terminkalender - ohne Gewähr<br />

(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten)<br />

10 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


ALLE EISSPEEDWAY-WELTMEISTER<br />

Jahr Ort Gold Silber Bronze<br />

1966 Ufa, Moskau/RUS Kadyrow/RUS (†) Kusnetzow/RUS Svab/CZ (†)<br />

1967 Moskau, Ufa/RUS Samorodow/RUS (†) Dubinin/RUS Zibrow/RUS<br />

1968 Salawat, Ufa/RUS Kadyrow/RUS (†) Zibrow/RUS Samorodow/RUS (†)<br />

1969 Inzell/D Kadyrow/RUS (†) Lambotzkij/RUS Zibrow/RUS<br />

1970 Nassjö/S Svab/CZ (†) Kadyrow/RUS (†) K.Westlund/S<br />

1971 Inzell/D Kadyrow/RUS (†) Tschekutschew/RUS Spinka/CZ<br />

1972 Nassjö/S Kadyrow/RUS (†) Svab/CZ (†) Paznikow/RUS<br />

1973 Inzell/D Kadyrow/RUS (†) Samorodow/RUS (†) Paznikow/RUS<br />

1974 Nassjö/S Spinka/CZ Zibrow/RUS Kadyrow/RUS (†)<br />

1975 Moskau/RUS Tarabanko/RUS Zibrow/RUS Kasakow/RUS<br />

1976 Assen/NL Tarabanko/RUS Spinka/CZ Samuelsson/S<br />

1977 Inzell/D Tarabanko/RUS Samuelsson/S Kudrna/CZ (†)<br />

1978 Assen/NL Tarabanko/RUS Bondarenko/RUS Gladyschew/RUS (†)<br />

1979 Inzell/D Bondarenko/RUS Ljubitsch/RUS Kudrna/CZ (†)<br />

1980 Kalinin/RUS Bondarenko/RUS Tarabanko/RUS Suchow/RUS<br />

1981 Assen/NL Ljubitsch/RUS Suchow/RUS Gladyschew/RUS (†)<br />

1982 Inzell/D Kasakow/RUS Serenius/S Subbotin/RUS<br />

1983 Eindhoven/NL Kasakow/RUS Bondarenko/RUS Stenlund/S<br />

1984 Moskau/RUS Stenlund/S Suchow/RUS J.Iwanow/RUS<br />

1985 Assen/NL Suchow/RUS Hirvasoja/FIN J.Iwanow/RUS<br />

1986 Stockholm/S J.Iwanow/RUS Suchow/RUS Stenlund/S<br />

1987 Berlin/D J.Iwanow/RUS Suchow/RUS Russkich/RUS<br />

1988 Eindhoven/NL Stenlund/S J.Iwanow/RUS S.Iwanow/RUS (†)<br />

1989 Alma-Ata/RUS Nischenko/RUS (†) J.Iwanow/RUS Suchow/RUS<br />

1990 Göteborg/S Hirvasoja/FIN Nischenko/RUS (†) S.Iwanow/RUS (†)<br />

1991 Assen/NL S.Iwanow/RUS (†) Serenius/S Lang/D<br />

1992 Frankfurt/D J.Iwanow/RUS Klatovsky/CZ Svensson/S<br />

1993 Saransk/RUS Fadejew/RUS Balaschow/RUS Lang/D<br />

1994 * Balaschow/RUS Serenius/S Nikulin/RUS<br />

1995 * Serenius/S Balaschow/RUS Nikulin/RUS<br />

1996 * Balaschow/RUS Polikarpow/RUS Nikulin/RUS<br />

1997 Assen/NL Drogalin/RUS Balaschow/RUS Ahlbom/FIN<br />

1998 * Balaschow/RUS Drogalin/RUS Nikulin/RUS<br />

1999 * Fadejew/RUS Balaschow/RUS Nikulin/RUS<br />

2000 Assen/NL Drogalin/RUS Zorn/A Fadejew/RUS<br />

20<strong>01</strong> * Drogalin/RUS Fadejew/RUS Nikulin/RUS<br />

2002 * Serenius/S Nikulin/RUS Polikarpow/RUS<br />

2003 * W.Komisewitsch/RUS Bauer/D Lumpow/RUS<br />

2004 * Bulankin/RUS W.Komisewitsch/RUS Krasnikow/RUS<br />

2005 * Krasnikow/RUS W.Komisewitsch/RUS I.Iwanow/RUS<br />

2006 * Krasnikow/RUS Basejew/RUS Bogdanow/RUS<br />

2007 * Krasnikow/RUS W.Komisewitsch/RUS I.Iwanow/RUS<br />

2008 * Krasnikow/RUS D.Komisewitsch/RUS Zorn/A<br />

2009 * Krasnikow/RUS D.Iwanow/RUS Zorn/A<br />

2<strong>01</strong>0 * Krasnikow/RUS D.Iwanow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

2<strong>01</strong>1 * Krasnikow/RUS Kononow/RUS D.Iwanow/RUS<br />

2<strong>01</strong>2 * Krasnikow/RUS D.Iwanow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

2<strong>01</strong>3 * D.Iwanow/RUS Koltakow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

2<strong>01</strong>4 * D.Iwanow/RUS Koltakow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

2<strong>01</strong>5 * D.Koltakow/RUS D.Iwanow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

2<strong>01</strong>6 * D.Komisewitsch/RUS D.Koltakow/RUS D.Iwanow/RUS<br />

2<strong>01</strong>7 * Koltakow/RUS Kononow/RUS D.Komisewitsch/RUS<br />

* im Grand-Prix-System ausgetragen<br />

Schaffen es Niklas Svensson und<br />

Jan Klatovsky wieder in die Finalserie?<br />

Das zweite Januar-Wochenende<br />

gibt Aufschluss<br />

• Foto: Daniel Sievers


EISSPEEDWAY<br />

Aus den Winterlagern<br />

Den deutschen Eiscracks<br />

„auf die Spikes geschaut“<br />

Stefan Pletschacher will in die Finals<br />

Bis Mitte Dezember bereitet sich Stefan Pletschacher<br />

mehr als 4000 Kilometer von der Heimat<br />

entfernt auf die neue Eisspeedwaysaison<br />

vor. „In Russland habe ich perfekte Bedingungen.<br />

Das Training ist top organisiert, das Fahrerlager<br />

und Hotel passen“, so Pletschacher,<br />

dessen Teamkollege ebenfalls dort sein wird.<br />

„Harald Simon, mit dem ich für das Stahlwerk<br />

Annahütte starte, wird ebenfalls vor Ort sein,<br />

um zu trainieren.“<br />

„Ich konnte bislang gut trainieren. Die Temperaturen<br />

liegen bei etwa 5 bis 7 Grad Minus und<br />

wir konnten schon so einiges an Material testen<br />

und probieren. Die Abstimmung der Bikes<br />

hat bislang gut funktioniert und wir testen nun<br />

auch einige Motoren von Manfred Knappe, um<br />

den Motor zu finden, der am besten zu meinem<br />

Fahrstil passt“, meldet sich Pletschacher aus<br />

Russland, „mein Trainer Anatoli Bondarenko<br />

zeigt sich auch zufrieden, denn ich mache Tag<br />

für Tag Fortschritte. Mein einziges Manko<br />

bleibt, dass mir meine Fußhaltung noch nicht<br />

die Schräglage gibt, die ich brauche. Daran<br />

muss ich noch arbeiten.“ Auch im Hinblick auf<br />

die GP-Quali in Finnland ist Pletschi während<br />

dem Training positiv gestimmt: „Die Bahn hier<br />

ist in etwa mit der Strecke in Ylitornio vergleichbar.<br />

Von daher kommt es mir zugute, bereits<br />

hier in Russland am passenden Set-up zu<br />

arbeiten.“<br />

Nach dem Training in Russland wird der 38-Jährige<br />

die Weihnachtstage in der Heimat verbringen,<br />

ehe er ein weiteres Trainingslager in Finnland<br />

absolvieren wird. Aufgrund des Trainings<br />

in Finnland war ein Startplatz bei der Qualifikationsrunde<br />

in Ylitornio der erklärte Wunsch.<br />

„Ich bin im Januar sowieso in Finnland und<br />

freue mich, dass ich wie bereits im Vorjahr bei<br />

der Qualifikation in Ylitornio starten darf.“<br />

Die erneute Qualifikation für den Grand Prix ist<br />

Pletschachers erklärtes Ziel, nachdem er im<br />

Vorjahr nach erfolgreicher Qualifikation mit einer<br />

verletzten Schulter die gesamte WM-Saison<br />

ausgefallen war. „Ich bin wieder fit und<br />

will in den Grand Prix“, so Pletschacher, der<br />

aber auch um die Tücken der Qualifikation<br />

weiß, „die Quali wird extrem hart. Bei nur einem<br />

Qualifikationsrennen darf nix schiefgehen,<br />

sonst ist ein Weiterkommen schon gefährdet.“<br />

Wie die weiteren Renntermine in der Saison<br />

2<strong>01</strong>8 für den selbstständigen Busunternehmer<br />

aussehen werden, steht und fällt dann mit der<br />

Qualifikation: „Ich will jetzt erst mal gut trainieren<br />

und dann hoffe ich, dass ich die Qualifikation<br />

für den Grand Prix schaffe. Danach sehen<br />

wir dann weiter, was noch an Rennen dazu<br />

kommen wird.“<br />

Markus Jell will trotz WM-Frust<br />

möglichst viele Rennen fahren<br />

Groß waren die Enttäuschung und der Frust bei<br />

Markus Jell, der trotz einem 3. Platz bei der<br />

deutschen Meisterschaft keine Berücksichtigung<br />

bei der Vergabe der WM-Plätze fand. „Ich<br />

wollte fahren, hatte auch auf eine Anfrage entsprechend<br />

gemeldet und war dann enttäuscht,<br />

dass ich keinen Startplatz bekam“, erklärt der<br />

enttäuschte Jell, der auch seine Vorbereitungspläne<br />

über den Haufen werfen musste. „Ich<br />

wollte WM fahren und dann auch in Schweden<br />

vor dem WM-Rennen trainieren, aber leider bekam<br />

ich keinen Platz und muss nun neu planen“,<br />

erklärt der DM-Dritte, der den ganzen<br />

Sommer über aber am Gashahn drehte. „Ich<br />

bin viel Sommerspeedway, um permanent auf<br />

dem Bike zu sein, und auch auf der Straßenrennstrecke<br />

gefahren. Zudem habe ich an meiner<br />

Grundkondition im Sommer gearbeitet.“<br />

Trotz der Enttäuschung bei der Vergabe der<br />

WM-Plätze will Jell möglichst viele Rennen bestreiten.<br />

„Ich werde mein erstes Rennen am<br />

6.1. in Weißenbach fahren und hoffe, dann in<br />

Tschechien noch bei offenen Rennen zu starten.<br />

Ich will auch versuchen, vielleicht noch in<br />

Schweden in der Liga unterzukommen. Zudem<br />

hoffe ich noch auf einen Startplatz in der Europameisterschaft,<br />

die ja eventuell in Österreich<br />

stattfinden soll“, erklärt Jell, der auch seinem<br />

Sponsor Motul möglichst viele Rennen liefern<br />

möchte, „Motul sagte mir Unterstützung in der<br />

neuen Saison zu und nachdem wir in der WM<br />

enttäuscht wurden, lässt man mich trotz alledem<br />

nicht fallen.“ • Foto: Daniel Sievers<br />

Stefan Pletschacher (vorne) trainiert mit Teamkollege Harald Simon in Russland • Fotos: privat<br />

12 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


• Fotos: Daniel Sievers (Porträt)/<br />

David Reygondeau/good-shoot.com<br />

Große Zuversicht beim Eis-Hans<br />

Über den Sommer hat der 33-Jährige technisch<br />

so ziemlich alles über den Haufen geworfen,<br />

was nicht gepasst hatte: „Mit der vergangenen<br />

Saison kann ich überhaupt nicht zufrieden<br />

sein. Ich habe nie eine passende Abstimmung<br />

gefunden und die neuen Rahmen und Fahrwerke,<br />

auf die ich gesetzt hatte, haben nie wirklich<br />

gepasst. Rudi Schatz hat in der vergangenen<br />

Saison bereits die Fehler analysiert und uns<br />

anhand der gewonnenen Erkenntnisse im<br />

Sommer beim Aufbau der Motorräder geholfen.<br />

Wir haben den Aufbau der Motorräder<br />

komplett neu gemacht und werden auf Tjitte-<br />

Bootsma-Rahmen setzen. Zudem haben wir<br />

neue Federbeine angeschafft und werden nur<br />

noch auf einen Hersteller vertrauen, sodass wir<br />

beide Bikes immer gleich einstellen können.<br />

Auch die Carbonteile, die wir selbst hergestellt<br />

haben, haben wir etwas modifiziert. Wir sind<br />

im Team recht optimistisch, dass alles passen<br />

wird und wir an alte Erfolge anknüpfen können.“<br />

Doch nicht nur die technische Seite muss<br />

passen, auch körperlich hat Weber im Sommer<br />

geschuftet. „Ich habe viel trainiert und auch<br />

wieder im mentalen Bereich gearbeitet. Im Eisspeedway<br />

muss man im Bruchteil einer Sekunde<br />

reagieren können und immer 100 Prozent<br />

bei der Sache sein. Ich habe schon immer attackiert<br />

und bin in die Lücken gefahren, wenn ich<br />

gemerkt habe, dass was ging und das wollen<br />

die Zuschauer von uns ja auch sehen. Harte<br />

Fights gehören zum Eisspeedway dazu und<br />

wenn einer davor Angst hat, braucht man kein<br />

Eisspeedway fahren“, so Weber, der motiviert<br />

ist und Erfolge liefern will. „Ich will die Qualifikation<br />

für den Grand Prix schaffen und dann einen<br />

Platz unter den besten zehn erreichen. Zudem<br />

will ich Deutscher Meister werden.“<br />

Hans Weber kann sich auch nach einer schweren<br />

Saison 16/17 auf ein funktionierendes<br />

Team verlassen, zu dem sich mit Christian Platzer<br />

auch Webers Arbeitgeber zählt. „Ich bin bei<br />

meinem Arbeitgeber GE-Service inzwischen<br />

Werksfahrer, was eine extrem große Unterstützung<br />

bedeutet. Ich habe so volle Rückendeckung<br />

durch meinen Arbeitgeber für den Sport,<br />

was bei einem solch reiseintensiven Sport wie<br />

Eisspeedway keine Selbstverständlichkeit ist“,<br />

zeigt sich Weber über die Unterstützung des<br />

Arbeitgebers dankbar.<br />

Ciao, Luca Bauer!<br />

Luca Bauer wird in der kommenden Saison mit<br />

einer italienischen Lizenz starten. Der Sohn<br />

von Günther Bauer schloss sich dem Club aus<br />

Terenzano an und kann so an der WM teilnehmen.<br />

„Ich hoffe, dass es heuer in den Rennen wieder<br />

besser läuft. Mein Ziel wäre natürlich, dass ich<br />

mich für den GP qualifiziere, aber das wird natürlich<br />

sehr schwer“, blickt Luca Bauer auf die<br />

anstehende WM-Qualifikation voraus. Im vergangenen<br />

Jahr verpasste Luca als Neunter bei<br />

der Runde in Schweden die Qualifikation für<br />

den GP, kam aber immerhin als Wildcardfahrer<br />

beim Grand Prix in Berlin gegen die Weltelite<br />

zum Einsatz. „Leider hat mir der GP-Einsatz<br />

und die Rennen in der EM nicht so viel gebracht,<br />

weil es letztes Jahr im Rennen immer<br />

sehr schlecht lief“, blickt Bauer auf seine Erfahrungen<br />

in den internationalen Rennen zurück.<br />

Jedoch sammelte Bauer junior wichtige<br />

Erfahrungen, die ihm niemand mehr nimmt<br />

und die ihm mit Sicherheit weiterhelfen können.<br />

Die Vorbereitung auf die Saison 2<strong>01</strong>8 startet<br />

Luca Bauer in Skandinavien, nachdem das<br />

Sommertraining nicht wie erhofft lief: „Im<br />

Sommer konnte ich nicht so viel Motocross<br />

trainieren, weil ich mir dreimal am Knie wehgetan<br />

habe, weitergemacht habe ich aber trotzdem“,<br />

berichtet Luca Bauer, der im Dezember<br />

dann auch aufs Eis gehen wird. „Wir fahren im<br />

Dezember nach Schweden zum Training und<br />

auch die ersten Rennen werde ich in der<br />

schwedischen Liga bestreiten.“ • Foto: Nils Häglund<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


EISSPEEDWAY<br />

• Fotos: Jens Körner (Porträt)/<br />

David Reygondeau/good-shoot.com<br />

Max Niedermaier will in den GP<br />

und den DM-Titel verteidigen<br />

Max Niedermaier wurde 2<strong>01</strong>7 deutscher Meister<br />

und hat somit ein klares Ziel für die Saison<br />

2<strong>01</strong>8 vor Augen: „Ich will meinen DM-Titel verteidigen<br />

und in den Grand Prix“, so Niedermaier,<br />

der die GP-Qualifikation in Ylitornio bestreiten<br />

wird. Zur Vorbereitung auf dieses Rennen<br />

weilt Niedermaier in Russland, um zu trainieren.<br />

„Wir haben hier in Kamensk-Uralski super<br />

Trainingsbedingungen. Mein Material geht wie<br />

immer gut, aber mit mir selbst bin ich noch<br />

nicht so zufrieden“, gesteht der amtierende<br />

deutsche Meister, der 2<strong>01</strong>7 an allen Grand-<br />

Prix-Rennen teilnahm und in der Gesamtwertung<br />

Zwölfter wurde. Die Qualifikation zum<br />

Grand Prix bestreitet Niedermaier gemeinsam<br />

mit Teamkollege Tobias Busch in Ylitornio, wo<br />

er im Vorjahr mit einem starken 2. Platz überzeugen<br />

konnte und sogar mit Daniil Iwanow ein<br />

Stechen um den Tagessieg fuhr. „Ich will wieder<br />

in den Grand Prix, auch wenn das wahrscheinlich<br />

wieder schwer wird“, ist sich Niedermaier<br />

der Schwere der Qualifikation bewusst.<br />

Tobias Busch – das zweite Jahr<br />

Was Tobias Busch über den Sommer gemacht<br />

hat, braucht man nicht groß zu fragen.<br />

Der letztjährige Eisspeedway-Rookie<br />

fuhr den gesamten Sommer über Speedway<br />

und zwischen seinem letzten Rennen<br />

und dem Aufbruch nach Russland ins Trainingslager<br />

lagen gerade sechs Wochen.<br />

Somit ist Tobias Busch der wohl am meist<br />

beschäftigte <strong>Bahnsport</strong>pilot, denn statt<br />

einer Winterpause oder einer Sommerpause,<br />

wechselt „Buscher“ einfach nur die<br />

Disziplinen. Ende November brach Tobias<br />

Busch gemeinsam mit Max Niedermaier<br />

ins Trainingslager nach Kamensk-Uralski<br />

auf. „Ein großes Dankeschön gilt der Eisspeedway<br />

Union Berlin und Mauer Häuser<br />

Frank Mauer sowie all unseren Sponsoren,<br />

die uns dieses Training ermöglichen“,<br />

schrieb Busch auf seiner Facebook-Seite,<br />

bevor es losging und die fast 4000 Kilometer<br />

lange Fahrt nach Kamensk-Uralski<br />

begann. Der Vierte der deutschen Meisterschaft<br />

in Berlin bekam einen WM-Startplatz<br />

für die Quali in Ylitornio zugesprochen,<br />

wo Busch bereits im Vorjahr startete<br />

und als absoluter Anfänger auf dem Eis<br />

immerhin 4 Punkte holen konnte. Mit einem<br />

Jahr Rennerfahrung auf dem Rücken,<br />

hofft Busch natürlich auf ein besseres Abschneiden<br />

am 13. Januar in Finnland.<br />

• Foto: Rudi Hagen<br />

• Foto: Daniel Sievers<br />

14 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Günther Bauer:<br />

In Inzell nicht nur Rennfahrer<br />

Er war im vergangenen Jahr wie bereits in den<br />

Jahren zuvor der stärkste Deutsche in der Einzel-<br />

und Mannschaftsweltmeisterschaft und<br />

auch heuer will Günther Bauer wieder beweisen,<br />

dass er der beste deutsche Fahrer ist.<br />

Bauer weilte erst Anfang Dezember in Russland,<br />

um dort erste Trainingsrunden zu absolvieren:<br />

„Zunächst haben wir auf einem See bei<br />

eisigem Wind einen neuen Motor eingefahren,<br />

bis wir dann am Rande des Urals mit der russischen<br />

Nationalmannschaft auf einer herkömmlichen<br />

Rennstrecke trainieren durften“, berichtet<br />

Bauer von den ersten Trainingsrunden. Mitte<br />

Dezember war dann bereits Trubel im Hause<br />

Bauer angesagt, denn ein weiteres Training ist<br />

in Schweden gemeinsam mit Sohn Luca geplant.<br />

In Schweden wird Günther Bauer dann<br />

auch versuchen, sich für den Eisspeedway-<br />

Grand-Prix zu qualifizieren. Das absolute Highlight<br />

in der WM-Saison wird dann für Bauer<br />

auch wieder das Rennen in Inzell sein, wo der<br />

ehemalige Vizeweltmeister auch als Sportvorstand<br />

dem Veranstaltungskomitee angehört:<br />

„Hauptsächlich bin ich natürlich Rennfahrer,<br />

aber auch die Organisation des Rennens macht<br />

mir richtig Spaß!“<br />

Sebastian Gegenbauer:<br />

Mal sehen, was geht!<br />

Mit einem 5. Platz in der Deutschen Meisterschaft<br />

in Berlin platzierte sich Sebastian Gegenbauer<br />

erstaunlich gut in der deutschen<br />

Meisterschaft. Ambitionen auf einen WM-Platz<br />

meldete Gegenbauer hingegen nicht an, da er<br />

den Eisspeedwaysport als reines Hobby betreibt<br />

und keine Reisen nach Russland unternehmen<br />

wird. „Das ist ein zu großer Aufwand<br />

und ohne Sponsoren auch nicht zu stemmen“,<br />

erklärt der DM-Fünfte. „Ich will fahren, was<br />

geht“, betont Gegenbauer, „ich will so viele offene<br />

Rennen wie möglich fahren und auch an<br />

der DM werde ich wieder teilnehmen. Schön<br />

wäre es, wenn ich auch wieder in Heerenveen<br />

beim Roelof-Thijs-Pokal starten dürfte.“ Da<br />

man offene Rennen in Deutschland, abgesehen<br />

von der Deutschen Meisterschaft im Winter<br />

2<strong>01</strong>7/2<strong>01</strong>8 leider vergeblich sucht, werden<br />

sich Gegenbauers Renneinsätze wohl im Ausland<br />

abspielen müssen. „Ich will in Weissenbach<br />

und St. Johann dabei sein, wenn dort was<br />

geht, und dann mal sehen, was in Tschechien<br />

noch an Rennen ist“, so Gegenbauer, der sich<br />

jedoch auch offen für einen Wildcard-Einsatz<br />

bei einem der beiden Eisspeedway-Grand-Prix<br />

in Berlin und Inzell zeigt, „wenn meine Leistung<br />

stimmt, würde ich einen Platz bei einem<br />

der Grand Prix nicht ablehnen.“<br />

Bernd Sagert hat eine klare Vision!<br />

Bernd Sagert liegt der Eisspeedwaysport am<br />

Herzen. Das beweist nicht nur sein Engagement<br />

im DMSB-Bahnausschuss, sondern auch<br />

bei der Eisspeedway Union Berlin, die sich für<br />

die Rennveranstaltung in Berlin-Wilmersdorf<br />

und ein eigenes Rennteam verantwortlich<br />

zeichnet. Mit der Unterstützung des Berliner<br />

Clubs gehen Max Niedermaier und Tobias<br />

Busch in ihre zweite Saison und das Team soll<br />

weiter wachsen, wie auch der Sport im Allgemeinen<br />

wieder wachsen muss. Im Interview erläutert<br />

er, wie zufrieden er mit dem Rennteam<br />

ist und welche Visionen er für den Sport sieht.<br />

BSA: Die Eisspeedway Union Berlin geht mit<br />

einem eigenen Rennteam ins zweite Jahr. Wie<br />

zufrieden seid ihr mit den Fortschritten?<br />

Sagert: Wir sind mehr als im gesteckten Ziel.<br />

Wir haben mit Max Niedermaier den deutschen<br />

Meister 2<strong>01</strong>7 im Team und Tobias Busch hat als<br />

Rookie die Szene auch gehörig aufgemischt.<br />

Sportlich gesehen sind wir somit sehr zufrieden<br />

und auch bei den Sponsoren erleben wir<br />

eine gute Resonanz. Für 2<strong>01</strong>8 wollen wir unsere<br />

sportlichen Erfolge bestätigen.<br />

Kann man bestätigen, dass mit Steven Mauer<br />

ein weiterer Fahrer zum Team stoßen wird?<br />

Die Pläne dafür gibt es. Leider war Steven im<br />

Dezember beruflich unabkömmlich, sonst hätte<br />

er Max Niedermaier und Tobias Busch nach<br />

Russland ins Trainingslager begleitet. Er hat in<br />

der vergangenen Saison mal ins Geschehen<br />

auf dem Eis reingeschnuppert und sein Interesse<br />

ist auf jeden Fall da. Auch mit der Familie<br />

Mauer verbindet die Eisspeedway Union eine<br />

sehr gute Partnerschaft.<br />

Wäre denn eine Unterstützung der Fahrer, wie<br />

es die Eisspeedway Union betreibt, nicht auch<br />

ein Modell für eine bundesweite Unterstützung<br />

aller Fahrer unter dem Deckmantel des<br />

DMSB?<br />

Wo ein Wille ist, da ist in der Regel auch ein<br />

Weg. Als wir mit der Eisspeedway Union die<br />

Veranstaltung in Berlin übernommen haben,<br />

wollten wir nicht nur ein Rennen veranstalten,<br />

sondern hatten uns auch das Ziel gesetzt, Fahrer<br />

beim Betreiben des Sports zu unterstützen<br />

und Fahrer an den Sport heranzuführen. Eisspeedway<br />

bietet im Motorsport ein enormes<br />

Potenzial. Der Fan kann innerhalb von ein paar<br />

Stunden das gesamte Geschehen auf der Piste<br />

überblicken und die Action hautnah miterleben.<br />

Wichtig für die Identifikation der Fans sind<br />

jedoch Localheros, die wir fördern und unterstützen<br />

müssen.<br />

Bernd Sagert (rechts) mit dem<br />

deutschen Bronze-WM-Team (v.l.<br />

Günther Bauer, Max Niedermaier<br />

und Hansi Weber)<br />

• Foto: David Reygondeau/<br />

good-shoot.com<br />

Für Fahrer, die nicht in der WM oder EM vertreten<br />

sind und die nicht gerade in den Ligen in<br />

Russland oder Schweden starten, gestaltet es<br />

sich schwer, zu vielen Rennen zu kommen. Zumal<br />

hier ja auch das Klima eine Rolle spielen<br />

kann. Wäre es denn erstrebenswert, die deutsche<br />

Meisterschaft in zwei Rennen auszutragen,<br />

auf den Kunsteisbahnen in Berlin und Inzell?<br />

Wir haben diese Vision im Kopf. Die ideale Vorstellung<br />

wäre es, vor dem Wochenendrennen<br />

in Inzell noch mal ein Rennen zu machen. Allerdings<br />

darf man nicht vergessen, dass bei einem<br />

Eisspeedway im Gegensatz zum Speedway<br />

nicht nur ein Stadion aufgesperrt werden<br />

muss, sondern ein ganz anderer Aufwand vonnöten<br />

ist. Es muss Eis gemacht werden, die<br />

Stadien müssen mit einer Bande aus Ballen<br />

versehen werden, im Fahrerlager müssen Matten<br />

ausgelegt werden und vieles mehr. In Berlin<br />

sind hierzu fast 150 Leute über mehrere Tage<br />

im Einsatz. Ich spreche jedoch stetig mit den<br />

Verantwortlichen und hoffentlich findet sich irgendwann<br />

ein Weg, dass man zum Beispiel in<br />

Berlin die Einzel-DM und in Inzell ein Teamrennen<br />

fährt. Gerade das Duell Nord- gegen Süd<br />

zum Beispiel böte sich hier an oder Inzell mit<br />

eigenen Fahrern gegen Berlin, wie es in der<br />

DDR-Eishockeyliga war, die jahrelang aus dem<br />

Duell zwischen Weißwasser und Berlin bestand.<br />

Hauptsache, unsere Jungs kämen dazu,<br />

Rennen zu fahren.<br />

Die WM-Nominierungen sind raus, noch offen<br />

ist, wo und ob eine EM stattfinden wird. Mit<br />

Luca Bauer hat sich ein deutscher Fahrer dazu<br />

entschlossen, mit italienischer Lizenz zu starten,<br />

was dem DMSB mit Sicherheit missfallen<br />

wird.<br />

Es ist natürlich schade, dass Luca nicht mit<br />

deutscher Lizenz startet. Andererseits ist es so,<br />

dass er nun zu einem WM-Einsatz kommt und<br />

sich so weiterentwickeln kann. Ich glaube<br />

kaum, dass jemand Luca dann als Italiener<br />

sieht, wenn er es in die WM schafft. Bei der Europameisterschaft<br />

gibt es noch keinen Veranstalter.<br />

Der Buschfunk sagt: Es wird wieder in<br />

Russland sein (Anm. der Red.: Interview fand<br />

vor Terminvergabe statt) und ich werde Gespräche<br />

mit allen Fahrer suchen, um sie dazu<br />

zu bewegen, dort an den Start zu gehen. Wir<br />

müssen uns breiter aufstellen, um den Sport zu<br />

erhalten, hier sind aber nicht nur der DMSB,<br />

die Veranstalter, sondern auch die Sportler gefordert,<br />

sich einzubringen. Kommunikation<br />

muss von beiden Seiten gepflegt und gesucht<br />

werden. In der Regel klappt es sehr gut und an<br />

Baustellen arbeiten wir gemeinsam.<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


PERSONEN: ERIK UND MARK RISS<br />

Nach der Saison ist vor der Saison: Nach nur<br />

kurzer Pause steigen Mark (links) und Erik<br />

Riss bereits wieder in die Vorbereitungen<br />

für 2<strong>01</strong>8 ein. 2<strong>01</strong>7 feierten sie ihre<br />

Erfolge vordergründig in den<br />

beiden britischen Ligen<br />

Auf der Insel und bald auch<br />

in Skandinavien zu Hause<br />

In Deutschland „risselte“ es 2<strong>01</strong>7 eher verhalten. Dafür sorgten Mark und Erik Riss in Großbritannien dafür, dass ihr Name<br />

und ihr Marktwert weiter nach oben schnellten. Um die 100 Rennen hat Erik, verletzungsbedingt mit 70 etwas weniger sein<br />

älterer Bruder 2<strong>01</strong>7 absolviert. Während sich Mark auch 2<strong>01</strong>8 vordergründig dem Speedwaysport auf der Insel verschreiben will,<br />

konzentriert sich Erik auf die zweite britische Speedway-Liga und die Ligen in Schweden und Dänemark.<br />

Erik Riss ist gerade wieder von einer mehrwöchigen,<br />

privaten Australienreise zurückgekehrt.<br />

Bei Mark Riss haben indes die Vorbereitungen<br />

für 2<strong>01</strong>8 bereits begonnen. Die Verträge<br />

für die neue Saison sind unterzeichnet. Beide<br />

setzen, wenn auch mit einer unterschiedlichen<br />

Ausrichtung, auf das kurze Oval. Beide<br />

wollen im Speedwaysport weiter vorankommen<br />

und möglichst auch auf nationaler Ebene<br />

im Einzelprädikat ein gewichtiges Wörtchen<br />

mitreden. Mit dem nun ablaufenden Jahr sind<br />

beide recht zufrieden – auch wenn das eine<br />

oder andere Ziel nicht oder nicht ganz erreicht<br />

werden konnte.<br />

Nichts wurmt Erik Riss mehr als anvisierte Vorhaben,<br />

die nicht glücken: „Ich wollte in diesem<br />

Jahr Deutscher Meister werden. Das habe ich<br />

nicht geschafft.“ Es gehört zu den wenigen<br />

Dingen, die Erik Riss nicht für sich abhaken<br />

konnte und 2<strong>01</strong>8 erneut in Angriff nimmt. Konkurrenz<br />

könnte dabei im eigenen Haus entste-<br />

hen, denn auch Mark Riss hat den Titel bei der<br />

Deutschen Speedwaymeisterschaft auf seine<br />

To-do-Liste 2<strong>01</strong>8 gesetzt. Daneben soll es bei<br />

beiden in WM- und/oder EM-Qualifikationen<br />

über möglichst viele Hürden reichen. Und ja:<br />

Titelunabhängig geht es für beide auch 2<strong>01</strong>8<br />

darum, weiter dazuzulernen, noch mehr Erfahrung<br />

zu bekommen und sie auch mehr und<br />

mehr einzusetzen zu wissen.<br />

In Großbritannien genießt das Brüderpaar inzwischen<br />

Respekt. Nicht zuletzt deshalb, weil<br />

beide ihren Average mindestens gehalten bis<br />

knapp verdoppelt haben. In seiner ersten vollen<br />

Saison als Profi stand Mark Riss in der ersten<br />

Liga bei Wolverhampton unter Vertrag. Am<br />

Ende war er mit dem denkbar knapp geschlagenen<br />

Team Vizemeister. Mit Edinburgh, wo er<br />

gemeinsam mit Bruder Erik zum Zweitligateam<br />

der „Monarchs“ gehörte, kam das Aus in den<br />

Play-offs im Halbfinale. Tiefpunkt der Saison<br />

war für Mark Riss ein Sturz Mitte Juni, der gerissene<br />

Sehnen an zwei Fingern und zwei Monate<br />

Zwangspause und den Verzicht auf den<br />

Einsatz bei der Team-WM bedeutete: „Danach<br />

habe ich in einem Monat 22 Rennen gefahren.<br />

Es lief in dieser Zeit phantastisch.“<br />

Letzteres lässt sich für das erste Finale der<br />

Deutschen Bundesliga in den Reihen des AC<br />

Landshut nicht behaupten, weshalb Mark Riss<br />

in Finale 2 zum Zuschauen verdammt war: „Ich<br />

hatte zu diesem Zeitpunkt sechs Rennen in<br />

sechs Tagen auf dem Konto und war einfach<br />

nicht mehr gut drauf.“ Im Speedway Team Cup<br />

absolvierte Mark Riss zwei von vier Rennen –<br />

und wurde am Ende mit den Herxheim Drifters<br />

Dritter. Bei der Deutschen Speedwaymeisterschaft<br />

reichte es zu Platz 6 – einen Rang hinter<br />

Bruder Erik.<br />

Der schaffte vor allem in Great Britain Erstaunliches:<br />

Obwohl sein Erstligateam, die Leicester<br />

Lions, am Ende das Tabellenschlusslicht bildeten,<br />

waren sowohl das Management als auch<br />

16 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Erik Riss selbst sehr zufrieden:<br />

„Für die Premier-League-Vereine<br />

ist es immer riskant, jemanden aus<br />

der zweiten Liga zu verpflichten, da<br />

der Average aus der zweiten Liga<br />

übernommen wird.“ Heißt: Der<br />

Club kauft sich sozusagen eine wenig<br />

einschätzbare Unbekannte, deren<br />

Schnitt in den maximal möglichen<br />

Mannschafts-Average zählt.<br />

Erik Riss bestätigte das in ihn gesetzte<br />

Vertrauen: „Ich konnte die<br />

hohe Einstufung tatsächlich halten.“<br />

Ob und wo es für ihn, der mit<br />

dem AC Landshut Deutscher Meister<br />

und darüber hinaus gemeinsam<br />

mit Max Dilger Paar-Cup-Sieger<br />

wurde, in der ersten englischen Liga<br />

weitergeht, steht noch in den<br />

Sternen: „In der zweiten habe ich<br />

noch einmal in Edinburgh unterschrieben.“<br />

Zusätzlich hat Erik Riss<br />

einen Erstliga-Vertrag mit dem dänischen<br />

Verein Slangerup und wird<br />

auch in der zweiten Liga in Schweden<br />

mit Norrköping zu erleben<br />

sein. „Jeweils zwölf Rennen stehen<br />

in beiden skandinavischen Ländern<br />

auf dem Plan“, blickt Riss voraus.<br />

In Deutschland stehen 2<strong>01</strong>8<br />

beide Riss-Brüder wieder in den<br />

Reihen des AC Landshut. Mark Riss<br />

sieht seine Möglichkeiten und persönliche<br />

Weiterentwicklung auch<br />

im kommenden Jahr nochmals in<br />

Großbritannien: „Ich fahre ebenfalls<br />

wieder für Edinburgh und will<br />

mich weiter voll auf die Insel konzentrieren.<br />

Eine Verpflichtung in<br />

der ersten Liga hat sich noch nicht<br />

ergeben.“<br />

Körperlich, mental und logistisch<br />

müsse und möchte er 2<strong>01</strong>8 noch<br />

besser vorbereitet sein, sagt der<br />

ältere der beiden Brüder. Seit Sommer<br />

setzt er zudem auf einen Vollzeitmechaniker,<br />

um selbst mehr<br />

Zeit für andere Bereiche zu haben.<br />

Überzeugt ist Mark Riss davon,<br />

dass man auf den anspruchsvollen<br />

Bahnen auf der Insel „das Speedwayfahren<br />

erst so richtig lernt“.<br />

Gelernt hat nicht nur Mark, sondern<br />

auch Erik Riss: „Vor allem in<br />

der Motorradabstimmung, die zu<br />

60 bis 70 Prozent über den Erfolg<br />

entscheidet, habe ich 2<strong>01</strong>7 noch<br />

viele Fehler gemacht. Aber von Jahr<br />

zu Jahr reifst du mehr.“ Der Langbahnsport,<br />

in dem er immerhin<br />

zwei Weltmeistertitel holte, fehle<br />

ihm nicht, sagt Erik Riss. Seine Herausforderung<br />

sieht er im Speedway,<br />

wo er irgendwann in den kommenden<br />

fünf Jahren in den Grand<br />

Prix einziehen will: „Zunächst aber<br />

setze ich auf mehrere kleine Ziele,<br />

wie beispielsweise, mich in Großbritannien<br />

zu etablieren, den Average<br />

weiter zu verbessern, zu den<br />

punktbesten Fahrern zu gehören<br />

und anderes.“ In Deutschland wird<br />

man die ehrgeizigen Riss-Brüder<br />

wohl auch 2<strong>01</strong>8 nur wenig zu Gesicht<br />

bekommen. Unbeirrt werden<br />

sie vorwiegend im Ausland ihren<br />

Weg fortsetzen, genau wissend,<br />

wohin sie wollen – und was dafür<br />

zu tun ist. • Text u. Foto li.: Susi Weber<br />

Erik Riss startet auch 2<strong>01</strong>8 wieder für die Edinburgh<br />

Monarchs (hier vor Josh Pickering)<br />

Und auch Mark Riss bleibt den Monarchen treu (hier vor Tom Perry)<br />

• Action-Fotos: Ron MacNeill<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


BAHNEN, CLUBS & NAMEN<br />

Heute: Joachim Ohmer und Andreas Obermeier von der MSV Herxheim<br />

Zwei Schulfreunde und die Liebe<br />

zum Herxheimer Motorsport<br />

Die Motorsportvereinigung Herxheim ist vor allem durch das traditionelle Himmelfahrtsrennen bekannt. Doch der Club richtet auch Rennen auf der<br />

Speedwaybahn aus und nahm in den vergangenen Jahren erfolgreich am Speedway Team Cup teil. Aufgaben, für die viele Helfer gebraucht werden<br />

und zusammenarbeiten müssen. Wenn dann im Idealfall ein Rädchen erfolgreich in das andere greift, dann kommt am Ende etwas Gutes heraus.<br />

Zwei dieser Zahnrädchen in der Motorsportvereinigung<br />

Herxheim picken wir etwas genauer<br />

heraus und stellen fest: Joachim Ohmer und<br />

Andreas Obermeier, die heute auf der Vorstandsbank<br />

der MSV Platz nehmen, drückten<br />

vor Jahrzehnten bereits in Herxheim gemeinsam<br />

die Schulbank. Erstaunlich bei dem Duo,<br />

das vor allem die Liebe zum <strong>Bahnsport</strong> verbindet,<br />

ist jedoch, dass es auch so manchen Bereich<br />

gibt, bei dem die beiden wiederum völlig<br />

verschieden sind.<br />

„Ich konnte nie verstehen, wie man sich so das<br />

Zimmer vollhängen kann“, erinnert sich Joachim<br />

Ohmer an den Ärger vergangener Tage zurück,<br />

an denen er bei seinem Schulkollegen<br />

Andreas Obermeier zu Besuch war. Obermeier,<br />

der weiß, was gemeint ist, grinst sich ins<br />

Fäustchen, denn er weiß genau, dass den Fan<br />

von Hans Wassermann die vielen Poster von<br />

Egon Müller an den Wänden gestört haben.<br />

„Das war unser Duell: Wassermann gegen Müller“,<br />

blickt Obermeier zurück, der ein großer<br />

Fan des auffälligen Weltmeisters war, dem Paradiesvogel<br />

der <strong>Bahnsport</strong>welt der 1970er und<br />

1980er-Jahre. Was damals Egon Müller war, ist<br />

heute Martin Smolinski für Andreas Obermeier,<br />

der stolz die Nummer 84 zur Schau stellt<br />

und mit dem Olchinger wieder einen solchen<br />

Typ wie den „Raketenmüller“ gefunden hat.<br />

Das Duell Ohmer-Obermeier beziehungsweise<br />

Müller-Wassermann blieb jedoch nicht nur ein<br />

Duell der Worte. Zuerst wurde mit dem Speedwaywürfelspiel<br />

von <strong>Bahnsport</strong> aktuell um die<br />

Wette geeifert. Das zunehmende Alter brachte<br />

18 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18<br />

auch die ersten Mofas mit sich. Im Stadion gab<br />

es für die Teenager eine Rennstrecke auf der<br />

Gegengerade und auch im benachbarten Hayna<br />

fand sich ein Oval, auf dem ein „wildes Rennen“<br />

veranstaltet wurde. Wie bei den großen<br />

Idolen, ging es dabei nicht immer nur um fahrerisches<br />

Geschick. Auch die Set-ups spielten<br />

zurückblickend eine Rolle. „Ich hatte immer zu<br />

lange übersetzt“, wirft Obermeier ein, dessen<br />

Mofa schneller war als das von Ohmer. „Bis Andreas<br />

aber überhaupt mal auf Geschwindigkeit<br />

kam, war ich schon weg“, wirft Ohmer grinsend<br />

ein, der zudem einen weiteren Vorteil für<br />

sich erkannt hatte. „Ich habe immer versucht,<br />

in den Kurven zu driften, was mich Zeit gekostet<br />

hat, während Joachim die Kurven ohne Drift<br />

nahm“, analysiert Obermeier. Noch heute unvergessen:<br />

Das packende Duell, bei dem Obermeier<br />

im Kurvenkampf der Seilzug riss und<br />

dieser in Ohmers nagelneues Mofa krachte.<br />

Die Schule brachte dann indirekt auch den<br />

späteren Rennleiter Joachim Ohmer mit 15 Jahren<br />

erstmals so richtig in Kontakt mit der Motorsportvereinigung.<br />

„Ich habe im Einwohnermeldeamt<br />

ein Schulpraktikum gemacht. Unterstellt<br />

war ich einem gewissen Ludwig Beiner,<br />

dem späteren Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden<br />

der MSVH, und ich wunderte mich,<br />

dass meine Aufgaben unter anderem auch<br />

Briefe an den AMK Marianske Lazne beinhalteten“,<br />

erinnert sich Ohmer, der von „Lubei“, wie<br />

Beiner in Herxheim genannt wurde, mit den<br />

Worten „Du wirst mal mein Nachfolger“ aus<br />

dem Praktikum verabschiedet wurde. 1983 war<br />

dann auch der tatsächliche Einstieg Ohmers<br />

bei der MSVH, beginnend in der Werbung und<br />

mit diversen Assistenzarbeiten betraut. Über<br />

diverse Tätigkeiten wurde Ohmer 1997 zum<br />

Rennleiter gewählt – eine Tätigkeit, die er bis<br />

heute ausübt. Parallel dazu wollte sich Ohmer<br />

auch allgemein im <strong>Bahnsport</strong> engagieren und<br />

fuhr mit dem Ziel, Sportkommissar zu werden,<br />

zu einer Schulung bei Günter Sorber. Heraus<br />

kam Ohmer als fertiger Schiedsrichter. Denn<br />

auf Ohmers Frage, ob er nun Sportkommissar<br />

sei, entgegnete Sorber nur: „Ne Jung, du bist<br />

jetzt Schiedsrichter. Wir brauchen Schiedsrichter!“<br />

Mit damals 24 Jahren war Ohmer der<br />

jüngste Schiedsrichter im <strong>Bahnsport</strong>. Seine Tätigkeiten<br />

für den <strong>Bahnsport</strong> brachten Ohmer<br />

bis in den Bahnausschuss des DMSB, dem er<br />

zehn Jahre angehörte und drei Jahre vorsaß.<br />

Zudem kann Ohmer auch auf zahlreiche Einsätze<br />

als Betreuer der Langbahnnationalmannschaft<br />

und sogar als Betreuer des deutschen<br />

Teams bei der Eisspeedway-Team-WM in Russland<br />

zurückblicken.<br />

Spannende Reisen unternahmen Ohmer und<br />

Obermeier auch gemeinsam zu vielen Rennen.<br />

Zu den Highlights gehören dabei mit Sicherheit<br />

die Fahrt mit dem VW-Bus nach Scheeßel<br />

zum Langbahn-WM-Finale 1980 oder auch die<br />

Busfahrt nach Norden zum Speedway-WM-Finale<br />

1983. Auf der Hinfahrt wurde Obermeier<br />

noch als Träumer verhöhnt, da er davon träumte,<br />

dass „sein“ Egon Müller einen Podestplatz<br />

holen könnte. Die lange Rückfahrt von Norden<br />

nach Herxheim sollte dann auch ein Stück weit<br />

zur Triumphfahrt des Andreas Obermeiers werden,<br />

da „sein“ Egon Müller ja nun erster deutscher<br />

Speedwayweltmeister geworden war.


War Ohmer zu der Zeit schon bei der Motorsportvereinigung<br />

engagiert, sollte es bei Obermeier<br />

noch bis Ende der 1980er, Anfang der<br />

1990er-Jahre dauern, bis dieser den Einstieg in<br />

den Bereich Werbung bei der MSVH fand.<br />

„Heinz Gilb, seinerzeit 2. Vorsitzender, sprach<br />

mich an und Joachim war natürlich auch gleich<br />

dabei, mich dazuzuholen“, blickt Obermeier<br />

auf seinen Einstieg bei der Motorsportvereinigung<br />

zurück. Obermeier engagierte sich vor allem<br />

in der Werbung und blieb diesem Thema<br />

treu. Zur Jahrtausendwende wurde er zum Werbeleiter<br />

der MSV Herxheim gewählt und trat<br />

die Nachfolge von Ulrich Rieder an. Seitdem<br />

stellt sich Andreas Obermeier den stets wandelnden<br />

Aufgaben eines Werbeleiters. Er beweist<br />

dabei vor allem eine große Offenheit und<br />

den Willen, mit der Zeit zu gehen. „Es mussten<br />

von Zeit zu Zeit neue Wege der Werbung her, es<br />

wurden diverse, neue Werbemedien angeschafft<br />

und nicht mehr nur auf Plakatwerbung<br />

und Plakatständer gesetzt“, erklärt Obermeier,<br />

der mit seinem Team Messen besuchte, Stände<br />

in Supermärkten errichtete, eine Messeausrüstung<br />

anschaffte und sich zudem noch die<br />

Nächte in der Disco um die Ohren schlug. Traditionell<br />

dröhnten in den großen Discos rund<br />

um Herxheim die Motoren. Martin Smolinski,<br />

Thomas Stange, Stephan Katt, Tommy Kunert<br />

und andere donnerten mit dem Gespann in die<br />

Discos und warben für die Rennen in<br />

Herxheim.<br />

Doch damit war es für Obermeier nicht genug.<br />

Er ärgerte sich früher stets, wenn ein Weltklassefahrer<br />

seinen Kombi kurzerhand änderte,<br />

nachdem Obermeier diesen in mühsamer<br />

Kleinstarbeit im heimischen Keller in den Wintermonaten<br />

als Modell bis ins letzte Detail<br />

nachgebaut und mit der Stecknadel angemalt<br />

hatte und die Modelle neu begonnen werden<br />

mussten. Auch für den Verein engagierte sich<br />

Obermeier über seine Tätigkeit hinaus: Der<br />

Werbeleiter legte eine Mitgliederzeitung auf,<br />

die jährlich im A5-Format für die Mitglieder der<br />

MSV Herxheim erscheint und er gestaltet seit<br />

einigen Jahren einen jährlichen <strong>Bahnsport</strong>kalender.<br />

Zudem war Andreas Obermeier eine der treibenden<br />

Kräfte, die darauf drängten, dass es<br />

auch in Herxheim Schnuppertrainings gab und<br />

junge Nachwuchspiloten für den Sport gewonnen<br />

werden konnten. Diese Tätigkeit will Obermeier<br />

zum Jahreswechsel abgeben, aber nur<br />

aus einem Grund: „Ich will mich wieder stärker<br />

um Marketing und Werbung kümmern.“ Eine<br />

Aufgabe, die Obermeier jedoch parallel zur<br />

Werbung weiterhin bestreiten wird, ist die Betreuung<br />

der Grid Girls bei sämtlichen Rennen<br />

in Herxheim. Eine Tätigkeit, auf die sogar Ex-<br />

Langbahn-Weltmeister Jannick de Jong schon<br />

neidisch war. „Du hast hier den schönsten<br />

Job“, waren seine Worte.<br />

Eben dieses Engagement wird dann auch die<br />

beiden Schulfreunde Joachim Ohmer und Andreas<br />

Obermeier wieder enger zusammenbringen.<br />

Egal, ob Obermeier Ohmer in die Seite<br />

fährt oder sich Ohmer bei Obermeier beschwert,<br />

dass an einer Kreuzung ein Plakat<br />

fehlt, eines ist gewiss: Sie werden streiten und<br />

sich vertragen. Statt hitzigen Duellen wie früher<br />

auf der Bahn, gibt es heutzutage in den<br />

Vorstandssitzungen auch mal heiße Debatten.<br />

Wenn am Ende jedoch etwas Gutes rauskommt<br />

und sich Ohmer an einem vollen Stadion und<br />

Obermeier an einem tollen Fahrerfeld erfreuen<br />

kann, dann ist eines sicher: Die beiden Freunde<br />

können stolz sein, dass sie zwei kleine Rädchen<br />

im großen MSVH-Gebilde sind.<br />

• Texte: Manuel Wüst; Fotos: Johannes Brock, Jörg<br />

Gaedtke, Thomas Sommer, Susi Weber und MSVH<br />

Gegenfragen – Ohmer über Obermeier<br />

Wäre Andreas Obermeier ein guter Rennleiter?<br />

Jein! Er hätte mit Sicherheit klare Ideen und<br />

Vorstellungen, um ein gutes Fahrerfeld zusammenzustellen.<br />

Beim Organisationsaufwand<br />

und dem damit verbundenen Bürokratismus<br />

hätte er vermutlich zu kämpfen.<br />

An der Zusammenarbeit mit Andreas Obermeier<br />

schätze ich …<br />

… seinen unaufhaltsamen Willen, etwas für<br />

den <strong>Bahnsport</strong> zu tun und etwas für den Sport<br />

zu erreichen. Auch seine Art mit Kritik umzugehen,<br />

finde ich bemerkenswert.<br />

Gegenfragen – Obermeier über Ohmer<br />

Wäre Joachim Ohmer ein guter Werbeleiter?<br />

Ich glaube, das wäre problematisch, weil er<br />

vielleicht zu genau wäre und auch manche<br />

Idee, die er ab und an hat, nicht genauso umsetzen<br />

kann, wie er möchte; aufgrund gewisser<br />

Vorgaben, wo man in welcher Form werben<br />

darf.<br />

An der Zusammenarbeit im <strong>Bahnsport</strong> mit Joachim<br />

schätze ich …<br />

… dass man mit ihm immer konstruktiv zusammenarbeiten<br />

kann, man auch bei heftigen Diskussionen<br />

in der Sache nie böse wird und die<br />

Freundschaft trotz alledem bestehen bleibt.<br />

Ebenso schätze ich seinen großen Einsatz für<br />

den <strong>Bahnsport</strong> und wie er seine Tätigkeiten als<br />

Rennleiter und beim DMSB jahrelang unter einen<br />

Hut brachte, dabei aber stets die Heimat in<br />

Herxheim an erster Stelle stand.<br />

Und was sagt der Chef?<br />

Rennleiter Joachim Ohmer<br />

Edelbert Müller, 1. Vorsitzender der MSV<br />

Herxheim und Ohmers Vorgänger als Rennleiter,<br />

schätzt das Duo enorm:<br />

Sie sind beide von Kindesbeinen an echte Fans<br />

der Herxheimer Motorradrennen und des<br />

<strong>Bahnsport</strong>s im Allgemeinen. Ihr großes Engagement<br />

kommt aus innerem Antrieb und<br />

braucht keinen Anstoß von außen. Sie arbeiten<br />

in ihrer jeweiligen Funktion fortwährend und<br />

unermüdlich daran, die Herxheimer Motorradrennen<br />

weiter zu verbessern und zu optimieren.<br />

Daher sind sie für die MSVH von unschätzbarem<br />

Wert.<br />

Joachim<br />

Ohmer<br />

mit<br />

Josef<br />

Hukelmann<br />

Werbeleiter Andreas Obermeier<br />

Andreas Obermeier<br />

und Martin Smolinski<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


EHRUNG<br />

FIM-Gala 2<strong>01</strong>7<br />

Am 26. November 2<strong>01</strong>7 fand die FIM-Preisverleihung<br />

im phantastischen Ballsaal des Andorra<br />

Park Hotels in Andorra la Vella statt. Fünfhundert<br />

geladene Gäste inklusive der 35 Weltmeister<br />

2<strong>01</strong>7 konnte FIM-Präsident Vito Ippolito zu<br />

diesem einzigartigen Event begrüßen, darunter<br />

auch einige <strong>Bahnsport</strong>-Weltmeister, die auch<br />

auf dem roten Teppich eine gute Figur machten.<br />

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com<br />

Speedway-Weltmeister Jason Doyle, rechts mit Gattin Emily auf dem roten Teppich<br />

Die Offiziellen<br />

20 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Eisspeedway-Weltmeister Dimitri Koltakow mit Freundin, rechts mit dem amerikanischen Supercross-Weltmeister Ryan Dungey<br />

U21-Weltmeister Maksym Drabik mit Freundin<br />

Langbahn-Weltmeister Mathieu Trésarrieu mit Gattin<br />

250-ccm-Weltmeister Jonas Knudsen<br />

Wolfgang Srb mit Daniela und Armando Castagna<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


INTERNATIONAL<br />

ENGLAND<br />

Jahreshauptversammlung<br />

der BSPA<br />

Die British Speedway Promoters’ Association zelebrierte ihre Jahreshauptversammlung<br />

seit Jahren erstmals wieder auf Teneriffa. Hier nun die<br />

wichtigsten Beschlüsse:<br />

Die SGB Premiership wird – wie erwartet – nur noch an zwei festen Renntagen<br />

in der Woche fahren. Das ist montags und donnerstags. Allerdings<br />

wird es für Swindon eine Ausnahme für einige Donnerstage geben. Die<br />

SGB Championship fährt donnerstags, freitags, samstags und sonntags.<br />

Der äußerst unbeliebte Tactical Ride (für doppelte Punktzahl) wird abgeschafft<br />

und durch Tactical Substitutes (taktische Einwechselungen) ersetzt.<br />

Die Teammanager können Fahrer zwischen Lauf 5 und 14 auswechseln.<br />

Jedoch nicht in Lauf 8, wenn eine Mannschaft 6 oder mehr Punkte zurückliegt.<br />

Doppelte Punktzahlen können nicht mehr gefahren werden. Die<br />

Lakeside Hammers steigen in die SGB Championship auf. Vorausgegangen<br />

ist ein Eigentümerwechsel.<br />

SGB-Premiership-Vereine können nur noch einen Fahrer mit einem Average<br />

von 8,00 oder höher verpflichten. Das Punktelimit beider Topligen<br />

wird auf 42,5 Punkte festgesetzt.<br />

Die in der letzten Saison eingeführten Relegationsrennen werden gestrichen.<br />

In allen Ligen wird die Meisterschaft durch Play-off-Rennen mit den<br />

besten vier Teams entschieden. Alun Rossiter bleibt Teammager der Nationalmannschaft<br />

Großbritanniens.<br />

Neil Vatcher ist verantwortlich für das U21-Team. Die SGB Championship<br />

startet jetzt wieder mit dem League Cup in die neue Saison. Die regionalen<br />

Gruppen bestehen aus Lakeside, Peterborough, Ipswich sowie Scunthorpe,<br />

Sheffield, Redcar, Newcastle und Glasgow, Edinburgh, Berwick<br />

und Workington. Die Begegnungen der ersten Runde des Premiership<br />

Knockout Cups wurden wie folgt „ausgelost“: Leicester - King’s Lynn, Somerset<br />

- Poole, Belle Vue - Wolverhampton und Swindon - Rye House. In<br />

der SGB Championship lauten die Begegnungen der ersten Runde des<br />

Knockout Cups: Sheffield - Redcar, Lakeside - Peterborough und Edinburgh<br />

- Glasgow. Zweite Runde: Scunthorpe - Sheffield oder Redcar, Ipswich<br />

- Lakeside oder Peterborough, Berwick - Edinburgh oder Glasgow<br />

und Newcastle - Workington.<br />

Fahrer des Jahres<br />

Die World Speedway Riders’ Association vergab ihre Preise (die Awards<br />

2<strong>01</strong>7) Mitte November im Vier-Sterne Marriott-Hotel in Leicester. Über 200<br />

Gäste (fast ein Who is Who des Speedwaysports) wohnten dieser Preisverleihung<br />

bei. Unter anderem erhielt Star-Promoter a. D. Tony Mole den<br />

Preis für sein Lebenswerk. Zum Nachwuchsfahrer des Jahres wurde Leon<br />

Flint gekürt. Fahrer des Jahres wurde natürlich Jason Doyle. Der Weltmeister<br />

konnte die Auszeichnung jedoch nicht persönlich entgegennehmen,<br />

weil er sich derzeit in Australien befindet. Er wurde jedoch live hinzugeschaltet.<br />

Das knapp fünfminütige Interview führte BT-Sport-Kommentator<br />

Nigel Pearson.<br />

Nicht nur bei der FIM-Gala wurde Jason<br />

Doyle geehrt ... in England wurde<br />

er zum Fahrer des Jahres gekürt • Foto:<br />

David Reygondeau/good-shoot.com<br />

Nie mehr Brandon<br />

Die Coventry Bees hätten dieses Jahr eigentlich ihr 90-jähriges Bestehen<br />

gefeiert. Aber nach Feiern ist den Fans und Offiziellen kaum zumute, denn<br />

der Traditionsverein wird nie wieder in seinem Brandon-Stadion Rennen<br />

austragen! Auf dem Stadiongelände sollen – nach Willen der Baugesellschaft<br />

Brandon Estates Ltd. 137 Eigenheime errichtet werden. Dennoch<br />

soll es für die stadionlosen Bees sportlich weitergehen. Es wird wohl ein<br />

Antrag gestellt, dass Coventry der National League beitreten will. Dann allerdings<br />

ohne eigenes Stadion. Der Club will seine Heimrennen in Leicesters<br />

Stadion, dem Beaumont Sports Complex, austragen.<br />

SGB Premiership<br />

Fahrerkarussell I<br />

Die von der BSPA neubeschlossene<br />

8-Punkte-Regel setzt die Clubs<br />

teils stark unter Druck. In Swindon<br />

entschied man sich gegen Weltmeister<br />

Jason Doyle und für Nick<br />

Morris! In Wolverhampton müsste<br />

eine Entscheidung zwischen Freddie<br />

Lindgren und Jacob Thorssell<br />

getroffen werden (falls kein weiterer<br />

Fahrer hinzukommt). Zu allem<br />

Überfluss werden den Vereinen<br />

2<strong>01</strong>8 wohl die Einnahmen aus den<br />

Fernsehübertragungen gekürzt!<br />

Bislang liegen folgende offizielle<br />

Fahrernennungen vor: Für King’s<br />

Lynn unterzeichnete Thomas Jörgensen.<br />

Die beiden Australier Brady<br />

Kurtz und Josh Grajczonek fahren<br />

für Poole. Wolverhampton mel-<br />

Martin Vaculik • Foto: Jarek Pabijan<br />

dete bislang Kyle Howarth, Sam Masters und Rory Schlein. Bei Meister<br />

Swindon wurden Tobiasz Musielak, Nick Morris und Zach Wajtknecht verpflichtet.<br />

Den größten Coup landete bislang wohl Leicester. Die Lions<br />

konnten keinen Geringeren als GP-Star Martin Vaculik verpflichten. Hinzu<br />

werden sich Krystian Pieszczek, John Bates, Daniel King und Kyle<br />

Newman gesellen. Für Belle Vue, Rye House und Somerset liegen noch<br />

keine offiziellen Nennungen vor.<br />

SGB Championship<br />

Fahrerkarussell II<br />

In der SGB Championship wurden die<br />

Teams bislang teils stark verändert.<br />

Aus deutscher Sicht bleibt natürlich<br />

Edinburgh im Fokus, denn beide Riss-<br />

Brüder haben bei den Monarchs Verträge<br />

unterschrieben. Sie werden derzeit<br />

unterstützt von Ricky Wells und<br />

Josh Pickering. Auch Ipswich versucht<br />

es mit einem Deutschen. Michael Härtel<br />

unterschrieb bei den Hexen einen<br />

Einjahresvertrag. Mit ihm und Daniel<br />

King, Rory Schlein, Nico Covatti, Cameron<br />

Heeps, Connor Mountain und Danyon<br />

Hume ist das Ipswich-Team komplett.<br />

Chris Harris zog es auch nach<br />

Schottland. Er verstärkt mit James Sarjeant,<br />

Lewis Kerr, Richie Worrall, Paul<br />

Starke, Claus Vissing und Jack Parkinson-Blackburn<br />

die Glasgow Tigers. Dafür wechselt Aaron Summers von<br />

Glasgow zu den Berwick Bandits, mit Kevin Doolan, David Howe, Jye Etheridge<br />

und Nikolaj Busk Jakobsen. Neuling Lakeside hat mit einigen sehr<br />

interessanten Fahrern sein Team gebildet. Mit dabei sind Ben Morley,<br />

Nick Morris, Richard Lawson, Kyle Newman, Adam Ellis, Zach Wajtknecht<br />

und Max Clegg. Scunthorpe meldet bislang Josh Auty, Jake Allen, Steve<br />

Worrall, Jason Garrity, Stefan Nielsen und Gino Manzares. Peterborough<br />

fehlen noch zwei Fahrer. Bislang konnten Ulrich Östergaard, Michael<br />

Palm Toft, Nike Lunna, Simon Lambert und Emil Grondal unter Vertrag genommen<br />

werden. Lasse Bjerre, Josh Bates, Jack Smith, Charles Wright<br />

und James Shanes starten für den amtierenden Meister aus Sheffield.<br />

Redcar legte sich bislang nur mit Ben Barker und Workington mit Dan<br />

Bewley fest. Einzig für Newcastle liegen noch keine Nennungen vor.<br />

• Andreas Fahldiek<br />

Michael Härtel • Foto: Niklas Breu<br />

22 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Matthew Gilmore ist U21-Speedwaymeister<br />

von Neusüdwales • Archiv-Foto: Daniel Sievers<br />

AUSTRALIEN<br />

Neusüdwales U21-Meisterschaft<br />

Kurri Kurri<br />

Erster Titel<br />

Matthew Gilmore gewann in Kurri<br />

Kurri (zwei Autostunden nördlich<br />

von Sydney) seinen ersten ganz<br />

großen Einzeltitel. Der erst 17-Jährige<br />

musste sich in den Vorläufen<br />

nur dem überraschend starken<br />

Zaine Kennedy in Lauf 5 geschlagen<br />

geben. Der zweimalige World<br />

Youth (U16) Champion wählte im<br />

Endlauf die Innenbahn. Diese und<br />

die Außenbahn ließen sich bis dahin<br />

am besten fahren. Auch diesmal<br />

kam Gilmore – wie schon in<br />

den Läufen zuvor – sehr gut aus<br />

den Bändern und ließ dem starken<br />

Jordan Stewart keine Chance.<br />

Nach einer durchwachsenen Vorstellung<br />

in den Vorläufen schaffte<br />

es Vorausfavorit Josh Pickering<br />

zwar noch ins B-Finale. Dort<br />

schied er aber als Dritter aus.<br />

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Matthew Gilmore,<br />

14 Punkte; 2. Zaine Kennedy, 13; 3. Jordan Stewart,<br />

12; 4. Zach Cook, 10; 5. Kane Lawrence,<br />

10; 6. Declan Kennedy, 9; 7. Josh Pickering, 8;<br />

8. James Davies, 8; 9. Ben Cook, 8; 10. Isaac<br />

Hawes, 6; 11. Josh Macdonald, 5; 12. Matt Pickering,<br />

5; 13. Mitch Cluff, 4; 14. Brandan Coglan,<br />

3; 15. Kye Thomson, 3; 16. Aden Clare, 2.<br />

B-Finale: 1. Z.Cook; 2. Z.Kennedy; 3. Pickering;<br />

4. B.Cook.<br />

A-Finale: 1. Gilmore; 2. Stewart; 3. Z.Kennedy;<br />

4. Z.Cook.<br />

250 ccm - Vorläufe: 1. Keynan Rew, 15 Punkte;<br />

2. Connor, Bailey, 13; 3. Jack Miles, 12; 4. Cordell<br />

Rogerson, 9; 5. Harrison Ryan, 5; 6. Bradley<br />

Page, 3; 7. Will Joice, 2; 9. Maurice Brown, 1.<br />

B-Finale: 1. Page; 2. Rogerson; 3. Ryan;<br />

4. Joice.<br />

A-Finale: 1. Rew; 2. Bailey; 3. Miles; 4. Page.<br />

Open Gilman<br />

Branfords Triumph<br />

Robert Branford fuhr ein starkes Rennen. Kein Wunder, er war wohl der erfahrenste<br />

Fahrer in diesem Feld. Nur ein Ausfall in seinem zweiten Lauf<br />

kostete ihn das Maximum.<br />

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Robert Branford, 9 Punkte; 2. Robert Medson, 9; 3. Dakota Ballantyne, 9;<br />

4. Brayden McGuinness, 8; 5. Mitchell Grech, 4; 6. Seth Hickey, 3; 7. Blake Ridley, 0.<br />

Halbfinale: 1. McGuinness; 2. Hickey; 3. Ridley; 4. Grech.<br />

Finale: 1. Branford; 2. Ballantyne; 3. Medson; 4. Medson.<br />

Sidecar Shootout - Pinjar Park<br />

Frauenpower<br />

Erstaunlich, aber sehr erfreulich, war das Abschneiden von Carley Gittus.<br />

Die erfahrene Amazone fuhr mit ihrem 3. Platz eines ihrer besten Ergebnisse<br />

ein. Daniel Winchester fuhr auf der sehr kurzen 142-Meter-Bahn ein<br />

ungefährdetes Maximum in den Vorläufen. Lediglich in seinem dritten<br />

Lauf wurde er von Kale Ballantye einigermaßen gefordert.<br />

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Daniel Winchester, 12 Punkte; 2. Jarry Ziedas, 10; 3. Carley Gittus, 6; 4. Jason<br />

Bishop, 6; 5. Des Heys, 6; 6. Kale Ballantyne, 6; 7. Ethan Ballantyne, 5; 8. Ryan Pope, 1; 9. Jack<br />

Hunter, 1.<br />

Finale: 1. Winchester; 2. Bishop; 3. Gittus; 4. Ziedas.<br />

Südaustralische Meisterschaft - Gillman<br />

Verdienter Sieg<br />

Traditionell findet diese Meisterschaft auf der 300-Meter-Bahn im Stadion<br />

an der Wilkins Road in Gillman (Adelaide) statt. In einem sehr spannenden<br />

Rennen mit etlichen Überholvorgängen und Zweikämpfen konnte<br />

sich Vorausfavorit Justin Sedgmen aus Mildura durchsetzen. Mit einem<br />

Start-Ziel-Sieg im Grand Final gewann er seine<br />

erste SA Championship. Routinier Robert<br />

Branford kam auf nur zwei Laufsiege in den<br />

Vorläufen und musste ins B-Finale, den Hoffnungslauf,<br />

den er aber gut meisterte. Im Endlauf<br />

hatte Branford einen recht schlechten<br />

Start. Doch seine Aufholjagd bis auf den<br />

2. Platz war sehenswert. Jaimon Lidsey schied<br />

mit Kettenriss in der zweiten Runde aus. Justin<br />

Sedgmen ist kein unbeschriebenes Blatt:<br />

Der 25-Jährige besitzt immerhin eine achtjährige<br />

Ligaerfahrung in Großbritannien.<br />

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Jordan Stewart, 14 Punkte; 2. Justin<br />

Sedgmen, 14; 3. Jaimon Lidsey, 13; 4. Robert Branford, 12;<br />

5. Cooper Riordan, 11; 6. Robert Medson, 9; 7. Declan<br />

Knowles, 8; 8. Oliver Hamilton, 8; 9. Josh Coyne, 7; 10. Dakota<br />

Ballantyne, 5; 11. James Davies, 5; 12. Brayden McGuinness,<br />

4; 13. Seth Hickey, 4; 14. Aden Clare, 3; 15. Blake Ridley,<br />

2; 16. Mitchell Grech, 1.<br />

Halbfinale: 1. Branford; 2. Riordan; 3. Knowles; 4. Medsen.<br />

Finale: 1. Sedgmen; 2. Branford; 3. Stewart; 4. Lidsey A.<br />

Neusüdwales Meisterschaft - Kurri Kurri<br />

Rohan mit Maximum<br />

Rohan Tungate fährt nach wie vor in Top-Form! Nicht zuletzt wird er als Titelanwärter<br />

für die im Januar anstehende Australische Meisterschaft gehandelt.<br />

Wegen starker Niederschläge fand das Rennen einen Tag später<br />

als geplant statt, aber ohne den vorgesehenen Sam Masters. Dafür aber<br />

mit dem wieder fahrenden Taylor Poole, der ein sehr gutes Rennen zeigte.<br />

Um es vorwegzunehmen: Rohan Tungate war an diesem Tag nicht zu besiegen.<br />

Höhepunkt war sicherlich sein Ritt im Grand Final. Überragend<br />

zog er in der zweiten Runde an dem bis dahin führenden Josh Pickering<br />

vorbei. Der NSW-Gewinner von 2<strong>01</strong>3 und 2<strong>01</strong>4 Brady Kurtz schied im Hoffnungslauf<br />

aus. Er hatte keine Chance gegen Holder. • Andreas Fahldiek<br />

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Rohan Tungate, 15 Punkte; 2. Taylor Poole, 12; 3. Josh Pickering, 12; 4. Jack<br />

Holder, 12; 5. Brady Kurtz, 11; 6. Jye Etheridge, 9; 7. Ryan Douglas, 8; 8. Matt Gillmore, 8; 9. Zaine<br />

Kennedy, 8; 10. Mason Campton, 6; 11. Matthew Pickering, 6; 12. Ben Cook, 5; 13. Zach Cook, 3;<br />

14. Kane Lawrence, 2; 15. Josh Macdonald, 2; 16. Alan Macdonald, 1.<br />

B-Finale: 1. Holder; 2. Kurtz; 3. Etheridge; 4. Douglas.<br />

A-Finale: 1. Tungate; 2. J.Pickering; 3. Holder; 4. Poole.<br />

Justin Sedgmen • Foto: Ron MacNeill<br />

+<br />

Auch Sie können mit einer kleinen Spende<br />

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL<br />

Eisspeedway-Termine 2<strong>01</strong>8<br />

Am 4. Dezember fand in Pardubice ein Treffen der tschechischen <strong>Bahnsport</strong>kommission<br />

statt. Unter der Leitung von Petr Moravec diskutierte<br />

man über die neue Eisspeedwaysaison und traf einige wichtige Entscheidungen.<br />

Die ersten Rennen werden am ersten Wochenende des neuen<br />

Jahres durchgeführt. Am 6. Januar wird die erste Runde der Teammeisterschaft<br />

in Ruzena über die Bühne gehen, am nächsten Tag findet in Nepomuk<br />

der Auftakt des Einzelchampionats statt. Man hofft natürlich, dass<br />

die Wetterbedingungen die geplanten Veranstaltungen zulassen, denn<br />

Eisrennen in Tschechien werden nur auf Natureis ausgetragen.<br />

Einzelmeisterschaft: 7.1. Nepomuk; 20.1. Opatovice an der Elbe; 21.1. Koprivnice;<br />

28.1. Holice.<br />

Teammeisterschaft: 6.1. Ruzena; 27.1. Racice; 3.2. Melice; 4.2. Ruzena<br />

oder Chrastna.<br />

Nominierungen für<br />

internationale Eis-Prädikate<br />

Außer mit dem Rennkalender beschäftigten sich tschechische Funktionäre<br />

in Pardubice auch mit Nominierungen für internationale Wettbewerbe.<br />

Der tschechische Verband bekam in der Einzel-WM drei Startplätze und<br />

vergab sie an Jan Klatovsky, Lukas Hutla sowie Andrej Divis. Wer an der EM<br />

teilnehmen darf, wird erst am 15. Januar, nach den WM-Qualifikationen in<br />

Örnsköldsvik und Ylitornio, bekanntgegeben.<br />

Die tschechische Mannschaft wird beim Team-WM-Finale in Schadrinsk<br />

wahrscheinlich ohne Jan Klatovsky auskommen müssen. Ausschlaggebend<br />

für die Entscheidung wird sein Resultat in der WM-Qualifikation<br />

sein. Wenn der Fahrer die Finalserie erreichen wird, bleibt er dem Rennen<br />

in Russland wahrscheinlich fern. Momentan stehen nur Lukas Hutla und<br />

Andrej Divis als Teammitglieder fest.<br />

Top-10 der Speedway-Extraliga<br />

Die Mannschaft des SC Zarnovica wurde in der tschechischen Extraliga<br />

nur Vierter, obwohl Martin Vaculik stärkster Fahrer der Teammeisterschaft<br />

war. Der slowakische GP-Teilnehmer wurde insgesamt nur dreimal<br />

geschlagen und erzielte einen Average von 11,25 Punkten. Vaculik bestritt<br />

jedoch nur drei Ligamatches und konnte seinem Club im Kampf um die<br />

Bronzemedaille nicht wirklich helfen. Vaclav Milik war diesmal nicht so effektiv<br />

wie 2<strong>01</strong>6 und wurde nur drittbester Pilot der Extraliga, hat aber die<br />

meisten Zähler erzielt (75). Einen besseren Durchschnitt hatte sein Teamkollege<br />

Tomasz Jedrzejak, aber der Pole absolvierte nur vier Rennen.<br />

Bester Fahrer des Meisterteams aus Prag war Sebastian Ulamek. Der Pole<br />

wurde zwar nur Vierter, aber die Mannschaft aus der Hauptstadt war ausgeglichener<br />

als die anderen Vereine. Neben Ulamek erzielten Matej Kus<br />

und Josef Franc jeweils über 2 Punkte pro Lauf. Sie belegten die Plätze<br />

5 bzw. 6.<br />

Nur Patrik Mikel (Pardubice) und Zdenek Simota (Slany) nahmen an allen<br />

acht Extraliga-Rennen teil. Sie kamen jedoch nicht unter die Top-10 der<br />

Ekstraliga. Mikel wurde Vierzehnter und Simota landete auf Rang 15.<br />

• Georg Dobes<br />

TSCHECHIEN<br />

SPEEDWAY-EXTRALIGA TOP-10<br />

Pl./Name Club R P L Ave.<br />

1. Martin Vaculik Zarnovica 3 45 16 11,25<br />

2. Tomasz Jedrzejak Pardubice 4 43 17 10,12<br />

3. Vaclav Milik Pardubice 7 75 30 10,00<br />

4. Sebastian Ulamek Prag 6 70 28 10,00<br />

5. Matej Kus Prag 5 47 21 8,95<br />

6. Josef Franc Prag 7 63 29 8,69<br />

7. Eduard Krcmar Slany 7 67 34 7,88<br />

8. Hynek Stichauer Pardubice 7 64 33 7,76<br />

9. Tomas Suchanek Pardubice 5 45 24 7,50<br />

10. Ondrej Smetana Prag 7 56 31 7,23<br />

POLEN<br />

Greg Hancock geht in die 2. Liga<br />

Fahrer wechseln Arbeitgeber<br />

Der November ist seit Jahren für die<br />

polnischen Speedwayfans ein heißerwarteter<br />

und spannungsgeladener<br />

Monat. Am 1. wird nämlich das Transferfenster<br />

offiziell geöffnet. Funktionäre<br />

und Fahrer führen natürlich<br />

schon deutlich früher Gespräche, aber<br />

man darf vorher nicht darüber berichten<br />

und logischerweise keine Verträge<br />

unterschreiben.<br />

Am 13. November platzte die Bombe in<br />

der Speedwayszene. Greg Hancock,<br />

der in der vergangenen Saison für den<br />

Club aus Torun fuhr, wechselte in die<br />

polnische 2. Liga (in Wirklichkeit, in<br />

die dritte) und unterschrieb bei Stal<br />

Rzeszow einen 3-Jahres-Vertrag. Der<br />

47-Jährige soll die Mannschaft aus<br />

dem Südosten des Landes, die zuletzt<br />

in die 2. Liga abgestiegen ist, in die Ekstraliga<br />

führen. „Ich werde mein Bes-<br />

Greg Hancock wechselt in die dritte Liga<br />

tes tun und meine Erfahrung, mein Wissen sowie meinen Enthusiasmus<br />

für dieses Projekt einsetzen. Wie alle bestimmt wissen, mag ich Herausforderungen.<br />

Der Club hat einen ehrgeizigen Plan für die nächsten drei<br />

Jahre und ich will ihm dabei helfen. Wir müssen allerdings hart dafür arbeiten“,<br />

sagte der US-Amerikaner nach der Unterzeichnung des Vertrages.<br />

Man muss jedoch eins sagen: Herausforderung hin oder her. Für einen<br />

vierfachen Weltmeister und GP-Teilnehmer gehört es sich einfach<br />

nicht, in der de facto dritten Liga zu fahren. Gibt es vielleicht noch andere<br />

Gründe für seine Entscheidung? Eins ist sicher, bei vergleichbaren Gagen<br />

ist es in der 2. Liga deutlich einfacher, viele Punkte zu sammeln als in der<br />

Ekstraliga. Der neue Clubvorsitzende Ireneusz Nawrocki pumpte viel Geld<br />

in den verschuldeten Verein und will ein „Dreamteam“ bauen. Neben Hancock<br />

hat er auch Tomasz Jedrzejak verpflichtet. Der 38-Jährige war 2<strong>01</strong>2<br />

polnischer Landesmeister. Ebenfalls sollen unter anderem Jonas Davidsson,<br />

Mads Korneliussen, Nick Morris oder Nicklas Porsing in der kommenden<br />

Saison die Farben der Mannschaft aus Rzeszow vertreten.<br />

Der Wechsel von Hancock stellte natürlich die anderen Transfers in den<br />

Schatten, obwohl einige davon recht interessant sind. Nach fünf Jahren in<br />

Zielona Gora geht Jaroslaw Hampel nach Leszno zurück. Der 35-Jährige<br />

fuhr von 2007 bis 2<strong>01</strong>2 für Unia. Im Gegenzug trennte sich der Teammeister<br />

vom dänischen Duo Peter Kildemand und Nicki Pedersen. Beide Fahrer<br />

boten dem Ekstraliga-Aufsteiger aus Tarnow ihre Dienste an und werden<br />

für Unia starten. Der 18-jährige Gleb Tschugunow, der im Team-Weltcup<br />

für Furore sorgte, unterschrieb bei Sparta Wroclaw. Auch Max Fricke wird<br />

in der neuen Saison für den Club aus Niederschlesien starten. Der Australier<br />

war vorher bei ROW Rybnik unter Vertrag, aber nach dem Abstieg der<br />

Oberschlesier in die 1. Liga, beschloss der Australier die Mannschaft zu<br />

verlassen. Szymon Wozniak, der 2<strong>01</strong>7 polnischer Meister wurde, quittierte<br />

in Wroclaw seinen Dienst und wird demnächst für Stal Gorzow fahren.<br />

Adrian Miedzinski fährt seit 2002 Speedway und vertrat immer die Farben<br />

des Vereins aus Torun. Doch nach 15 Jahren beschloss der 32-Jährige einen<br />

Ortswechsel und unterschrieb bei Wlokniarz Czestochowa. Seinen<br />

Platz in Torun wird kein Geringerer als Jason Doyle einnehmen. Der Weltmeister<br />

verbrachte die letzten zwei Jahre in Zielona Gora, wollte jedoch<br />

seinen Vertrag bei den „Mäusen“ nicht mehr verlängern. Auch Niels-Kristian<br />

Iversen und Rune Holta setzten auf das Team aus Torun. Der Däne fuhr<br />

die letzten sieben Saisons für Gorzow, während Holta zu den „Engeln“<br />

aus Czestochowa geht. Für die Mannschaft von Falubaz wird Martin<br />

Smolinski auf Punktejagd gehen. Der Olchinger unterzeichnete in Zielona<br />

Gora einen Einjahresvertrag. „Smoli“ wird in der Ekstraliga nicht der einzige<br />

deutsche Fahrer sein. Kai Huckenbeck verlängerte in Grudziadz seinen<br />

Vertrag. In der vergangenen Saison bestritt der 24-Jährige für die<br />

Mannschaft von GKM drei Ligarennen.<br />

In der 2. Liga werden vier deutsche Speedwayfahrer möglicherweise Gegner<br />

von Greg Hancock sein. Kevin Wölbert wird wieder für Kolejarz Opole<br />

um Punkte kämpfen. Max Dilger unterschrieb bei den „Skorpionen“ aus<br />

Poznan. Tobias Busch wird wieder die Farben von KSM Krosno vertreten,<br />

während Steven Mauer bei Polonia Bydgoszcz unter Vertrag ist.<br />

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan<br />

24 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


EKSTRALIGA TOP-20<br />

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.<br />

1. Bartosz Zmarzlik PL Gorzow 18 215 93 9,50<br />

2. Greg Hancock USA Torun 10 106 50 8,96<br />

3. Artem Laguta RUS Grudziadz 14 156 72 8,94<br />

4. Leon Madsen DK Czestochowa 14 145 72 8,72<br />

5. Jason Doyle AUS Zielona Gora 17 161 81 8,30<br />

6. Jaroslaw Hampel PL Zielona Gora 18 170 87 8,28<br />

7. Tai Woffinden GB Wroclaw 18 178 94 8,26<br />

8. Grigorij Laguta RUS Rybnik 7 61 32 8,25<br />

9. Niels-Kristian Iversen DK Gorzow 14 118 67 8,24<br />

10. Patryk Dudek PL Zielona Gora 18 155 89 8,22<br />

11. Martin Vaculik PL Gorzow 17 149 83 8,14<br />

12. Emil Saifutdinow RUS Leszno 18 167 91 8,09<br />

13. Rune Holta PL Czestochowa 14 146 75 8,05<br />

14. Janusz Kolodziej PL Leszno 18 160 84 8,05<br />

15. Piotr Protasiewicz PL Zielona Gora 18 164 90 8,00<br />

16. Antonio Lindbäck S Grudziadz 14 113 64 7,94<br />

17. Kacper Woryna PL Rybnik 14 135 75 7,89<br />

18. Maksym Drabik PL Wroclaw 16 128 69 7,88<br />

19. Maciej Janowski PL Wroclaw 18 163 88 7,86<br />

20. Krzysztof Buczkowski PL Grudziadz 14 129 70 7,72<br />

Saisonstart<br />

verschoben<br />

Ungewöhnlich mildes Wetter im<br />

Oktober und November machte<br />

den russischen Funktionären und<br />

Aktiven einen Strich durch die<br />

Rechnung und führte im Endeffekt<br />

dazu, dass die Eisspeedwaytermine<br />

im Dezember etwas durcheinanderkamen.<br />

Nicht nur die russischen<br />

Sportler waren die Leidtragenden<br />

dieser Umstände. Auch<br />

die „Eisritter“ aus Westeuropa<br />

mussten deswegen ihre Startpläne<br />

etwas korrigieren. Die Trainingslager<br />

in Kamensk-Uralskij<br />

und Kumertau begannen statt Ende<br />

November erst im Dezember. In<br />

der Heimatstadt der Komisewitsch-Brüder<br />

drehten unter anderem<br />

Max Niedermaier, Tobias<br />

Busch und der wiedergenesene<br />

Stefan Pletschacher neben den<br />

heimischen Piloten ihre Runden.<br />

Mit dabei war die österreichische<br />

Mannschaft (Harald Simon, Charly<br />

Ebner und Josef Kreuzberger), die<br />

in dieser Saison in der Superliga<br />

1. LIGA TOP-5<br />

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.<br />

1. Mateusz Szczepaniak PL Krakow 14 165 72 9,44<br />

2. Kenneth Bjerre DK Tarnow 18 186 81 9,38<br />

3. Norbert Kosciuch PL Pila 14 149 71 9,18<br />

4. Anders Thomsen DK Gdansk 16 154 74 9,03<br />

5. Mikkel Michelsen DK Tarnow 9 79 40 9,00<br />

2. LIGA TOP-5<br />

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.<br />

1. Denis Gizatullin RUS Opole 9 117 50 9,68<br />

2. Sam Masters GB Ostrow 7 79 34 9,65<br />

3. Miroslaw Jablonski PL Gniezno 16 176 78 9,54<br />

4. Marcin Nowak PL Gniezno 16 157 75 9,44<br />

5. Kevin Wölbert D Opole 10 121 55 9,16<br />

RUSSLAND<br />

mit den Russen ihre Kräfte messen wird. Und im baschkirischen Kumertau<br />

bereitete sich der russische Nationalkader für die neue Saison vor. Dank<br />

guten Verbindungen zu Nikolaj Krasnikow und Dimitri Koltakow durfte<br />

auch Günther Bauer mit der russischen Eisspeedwayelite trainieren.<br />

Der Saisonauftakt fand eine Woche später als geplant statt. In Kamensk-<br />

Uralskij am 16./17. Dezember wurden zwei Superligarennen durchgeführt<br />

(Ergebnisse unter „Letzte Meldungen“). Aus diesem Grund mussten dann<br />

drei Semifinals zur Einzelmeisterschaft (Schadrinsk, Ufa, Neftekamsk)<br />

ebenfalls um eine Woche verschoben werden. Das erste Finale in Togliatti<br />

wird am 29./30. Dezember über die Bühne gehen. Die Organisatoren hoffen,<br />

dass es ihnen gelingen wird, diese Termine einzuhalten, damit die<br />

Fahrer, die in den WM-Qualifikationsrunden in Ornsköldsvik und Ylitornio<br />

an den Start gehen, auf sportlichem Weg ermittelt werden können.<br />

• Georg Dobes<br />

Mannschaftsaufstellungen<br />

Teammeisterschaft 2<strong>01</strong>7/2<strong>01</strong>8<br />

SUPERLIGA<br />

CTWS Uraltranstrom Kamensk-Uralskij: Dimitri Komisewitsch, Dinar<br />

Walejew, Jewgeni Scharow, Wassili Nesytych, Dimitri Soljannikow.<br />

SK Mega-Lada Togliatti: Daniil Iwanow, Igor Kononow, Nikita Toloknow,<br />

Wadim Swinuchow.<br />

Baschkortostan Kadyrow-CTWS Ufa: Nikolaj Krasnikow, Sergej Karatschintsew,<br />

Iwan Tschitschkow, Nikita Szadrin, Nikita Bogdanow.<br />

STK Neftekamsk: Dimitri Koltakow, Eduard Krysow, Andrej Schischegow,<br />

Igor Saidullin, Dimitri Bulankin, Anton Sosikin.<br />

Austria-SKE Wien/A: Harald Simon, Charly Ebner, Josef Kreuzberger,<br />

Johann Weber.<br />

HÖHERE LIGA<br />

CTWS Uraltranstrom Kamensk-Uralskij: Wladimir Bobin, Daniil Goloschejkin,<br />

Iwan Khuzhin, Nikita Tarasow.<br />

Podmoskowje Luchowitsy: Sergej Makarow, Roman Holodow, Alexej Kolganow.<br />

Mordowia Saransk: Maxim Karpuchin, Maxim Luschnikow, Andrej<br />

Schejkin, Maxim Maslikow.<br />

Torpedo-SchAAZ Schadrinsk: Artjom Akulow, Juri Olejnik, Konstantin<br />

Kolenkin, Rustam Akumbajew.<br />

Sokol Almaty (KAZ): Wladimir Tscheblakow, Denis Slepuchin, Pawel<br />

Nekrasow.<br />

Udmurtija Glazow: Iwan Wolkow, Jewgeni Urakow, German Hanmurzin,<br />

Maxim Sterchow.<br />

Harald Simon und Hansi Weber starten zusammen<br />

mit Charly Ebner und Josef Kreuzberger im<br />

Austria-Team in der russischen Superliga<br />

• Foto: David Reygondeau/<br />

good-shoot.com<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 25


VORSCHAUEN<br />

Kräftemessen in Weissenbach:<br />

Franz Zorn und Günther Bauer<br />

• Foto: Daniel Sievers<br />

21.1. WEISSENBACH<br />

TOP-EISSPEEDWAY<br />

Nach den Wetterkapriolen im Dezember hat sich der MSC Weissenbach<br />

entschlossen, sein Rennen am 21. Januar 2<strong>01</strong>8 durchzuführen.<br />

Der Renntag beginnt um 10:15 Uhr mit dem Training. Um 11:15 Uhr starten<br />

die Qualifikationsläufe. Nach der Fahrervorstellung um 13:00 Uhr dürfen<br />

sich die hoffentlich zahlreichen Zuschauer mit Teilnehmern wie Günther<br />

und Luca Bauer, Stefan Pletschacher, Franky Zorn usw. auf spannende<br />

Rennen freuen.<br />

In den kurzen Pausen erwartet Sie ein interessantes Rahmenprogramm.<br />

Der MSC Weissenbach freut sich auf Ihren Besuch und einen abwechslungsreichen<br />

Renntag.<br />

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.mscweissenbach.at<br />

oder auf www.facebook.com/MSC.Weissenbach<br />

Termin: 21. Januar 2<strong>01</strong>8<br />

Int. Eisspeedwayrennen Weissenbach/A<br />

6.-8.4. HEERENVEEN<br />

WM-FINALS + ROELOF-THIJS-POKAL<br />

Saisonende im April<br />

Zum Eisspeedwaysaisonabschluss geht es 2<strong>01</strong>8 erneut ins holländische<br />

Heerenveen. Der nimmermüde Eisspeedwayclub aus Assen veranstaltet<br />

die letzten beiden WM-Finals im „fast noch neuen“ Austragungsort Heerenveen.<br />

Von der letztjährigen Premiere im topmodernen Thialf-Stadion<br />

waren Fans, Fahrer und Funktionäre begeistert, was den Schmerz über<br />

den Verlust des Austragungsortes Assen doch etwas milderte.<br />

Heerenveen ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Friesland,<br />

zählt zirka 50.000 Einwohner und liegt zirka 60 Kilometer südwestlich<br />

von Groningen. Genau vor 30 Jahren, 1987, fand dort das Team-WM-Finale<br />

statt. Allerdings wurde das Eisstadion komplett neu gebaut, nur der Name<br />

Thialf ist geblieben. Das Stadion ist komplett überdacht.<br />

Das Konzept der Assener bleibt wie gehabt. Das Rennwochenende startet<br />

am Freitagabend, 6. April, mit dem traditionellen Roelof-Thijs-Pokal, bei<br />

dem die „Nicht-WM-Fahrer“ sicher wieder Kopf und Kragen riskieren werden,<br />

um am Ende die begehrte Trophäe in Händen zu halten. Weiter geht<br />

es am Samstagabend, 7. April, um 18:30 Uhr mit WM-Finale 9 und am<br />

Sonntag, 8. April, mit WM-Finale 10. Mit Sicherheit wird das Saisonfinale<br />

genauso gut organisiert sein wie im Vorjahr an gleicher Stelle. Fahrertechnisch<br />

können wir hier noch nicht viel sagen, da Anfang Januar ja erst<br />

mal die beiden Qualifikationsrennen im finnischen Ylitornio und im<br />

schwedischen Strömsund anstehen. Dort starten von deutscher Seite<br />

Max Niedermaier, Tobias Busch und Stefan Pletschacher (Finnland) und<br />

Günther Bauer und Hansi Weber sowie Luca Bauer mit italienischer Lizenz<br />

(Schweden). Drücken wir die Daumen, dass wir den ein oder anderen in<br />

Heerenveen sehen werden. Fest rechnen wir natürlich auch mit Franz Zorn<br />

und Harald Simon. Bei den Schweden planen wir schon mal mit Newcomer<br />

Ove Ledström und Niklas und Stefan Svensson. Aus Russland dürften<br />

„die üblichen Verdächtigen“ dabei sein – Weltmeister und Titelverteidiger<br />

Dimitri Koltakow, der ewig Zweite Igor Kononow, die Exweltmeister Dimitri<br />

Komisewitsch und Daniil Iwanow – aber mit Sicherheit auch wieder<br />

ein „GP-Neuling“. Freuen wir uns also auf ein spannendes Saisonfinale<br />

mit einem krönenden Abschluss.<br />

Termin: 6. bis 8. April 2<strong>01</strong>8<br />

Eisspeedway-WM - Finale 5 - Heerenveen/NL<br />

Bart Schaap vor Charly Ebner und Ronny Häring im Vorjahr in Weissenbach<br />

• Foto: Michael Dichtl/www.midi-pics.de<br />

26 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902<br />

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2<strong>01</strong>7<br />

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NOTIZEN<br />

René Deddens führt das Cloppenburger<br />

Team als Kapitän in die erste<br />

Liga-Saison seit 38 Jahren<br />

MSC Cloppenburg<br />

Start beim Team Cup<br />

• Teilnahme an Speedway-Liga-Betrieb erstmals seit 1980<br />

• Heimrennen am Sonntag, 7. April 2<strong>01</strong>8<br />

Nach dem „Back on Track“-Speedwayrennen im Jahr 2<strong>01</strong>0 und damit der<br />

ersten Veranstaltung des MSC Cloppenburg seit seinem Abschiedsrennen<br />

auf der alten Grasbahn an der Friesoyther Straße im Jahre 2005, ist in<br />

Cloppenburg bis heute Großes entstanden. Die jährliche „Night of the<br />

Fights“ hat sich längst zu einer der Topveranstaltungen im deutschen und<br />

internationalen <strong>Bahnsport</strong> etabliert. Nach zuletzt erfolgreich aufgebauter<br />

Jugendarbeit sowie Teilnahme an der nationalen Paar-Cup-Meisterschaft<br />

in den letzten drei Jahren soll in Cloppenburg der nächste Schritt folgen.<br />

Erstmals seit dem Jahr 1980 wird der MSC wieder mit einer eigenen Mannschaft<br />

am Speedway-Liga-Betrieb teilnehmen. Mit dem Teamnamen<br />

„MSC Cloppenburg Fighters“ werden MSC-Fahrer im Jahr 2<strong>01</strong>8 in der<br />

Meisterschaft um den Team Cup (inoffizielle 2. Bundesliga) um Punkte<br />

kämpfen und damit den jungen Nachwuchstalenten im Verein eine Plattform<br />

geben, sich im Rennmodus unter Beweis zu stellen und Praxis-Erfahrung<br />

zu sammeln.<br />

Der erfahrene Cloppenburger und langjährige Clubaktive René Deddens<br />

führt das Team als Kapitän an. Ihm zur Seite stehen die 18-jährigen Lukas<br />

Fienhage aus Lohne sowie Niels-Oliver Wessel aus Schwarme. Als Juniorenfahrer<br />

stehen die Cloppenburger Eigengewächse Weltmeister Jonny<br />

Wynant, Amazone Michelle Köhler, Kevin Lück und Jason Sobolewitsch<br />

zum Abruf für die zu besetzende Juniorenposition der 250-ccm-Klasse bereit.<br />

Ein Platz im Team ist noch offen und wird zu einem späteren Zeitpunkt<br />

bekanntgegeben. Das Team betreuen wird Manfred Bäker in der Position<br />

des Teammanagers (langjähriges Clubmitglied und in den 1980er-Jahren<br />

selbst aktiver Fahrer des MSC Cloppenburg), der wiederum von seinem Co<br />

und MSC-Jugendbetreuer Thore Weiner unterstützt wird. „Für uns ist es<br />

der nächste logische Schritt, am Liga-Betrieb teilzunehmen. Der Verein<br />

wurde schon mehrfach angesprochen, eine Liga-Mannschaft in Cloppenburg<br />

zu gründen. Wir sind sicher, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen<br />

ist und wir bringen mit dieser Aufstellung eine schlagfertige Truppe<br />

mit jungen Fahrern aus der Region an den Start.“ Im ersten Jahr liegt der<br />

Fokus darauf, sich mit dieser jungen Mannschaft in der Liga zu etablieren<br />

und Erfahrung zu sammeln. „Langfristig wollen wir uns sicherlich irgendwann<br />

in Richtung 1. Bundesliga orientieren, aber das benötigt Zeit, notwendige<br />

finanzielle Mittel und natürlich sportlichen Erfolg im Team Cup“,<br />

so Bäker weiter. Der Team Cup setzt sich aus Mannschaften der gesamten<br />

Bundesrepublik zusammen. Da der Meldeschluss erst Ende Januar 2<strong>01</strong>8<br />

ist, stehen die Teams für 2<strong>01</strong>8 noch nicht final fest. In der vergangenen<br />

Saison waren es zehn Mannschaften, die an den Start gegangen sind und<br />

eine ähnliche Anzahl wird auch für 2<strong>01</strong>8 erwartet. Bei einem Liga-Match<br />

treten jeweils vier Mannschaften gegeneinander an, die wiederum jeweils<br />

vier Fahrer (drei Fahrer aus der 500-ccm-Königsklasse sowie einen<br />

250-ccm-Junioren-C-Fahrer) ins Renngeschehen schicken. Für jeden Meisterschaftslauf<br />

werden Matchpunkte im System 3-2-1-0 vergeben. Ein<br />

Match besteht aus 16 Rennläufen und 3 Finals. Jedes Team bestreitet jeweils<br />

ein Heim- und drei Auswärtsrennen. Das Cloppenburger Heimrennen<br />

des Team Cups ist für Samstag, 7. April,<br />

terminiert. Die traditionelle „Night of the<br />

Fights“ wird nach zwei Jahres erstmals wieder<br />

an einem Samstag, 1. September, ausgetragen.<br />

Weitere Informationen zu den Rennveranstaltungen<br />

2<strong>01</strong>8 sowie den „MSC<br />

Fighters“ folgen Anfang des nächsten Jahres.<br />

• Text: Presseteam Cloppenburg<br />

• Foto: Daniel Sievers<br />

Die Cloppenburger werden mit dem Teamnamen<br />

„MSC Cloppenburg Fighters“ um den begehrten<br />

Team Cup 2<strong>01</strong>8 kämpfen<br />

MSV Herxheim<br />

Edelbert Müller vom Land<br />

Rheinland-Pfalz ausgezeichnet<br />

Mit der Landesehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz wurde Edelbert<br />

Müller von der Motorsportvereinigung Herxheim im November ausgezeichnet.<br />

Müller erhielt vom Landrat des Landkreises Südliche Weinstraße<br />

Dietmar Seefeldt die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene<br />

Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.<br />

Ausgezeichnet wurde der 1. Vorsitzende<br />

der Motorsportvereinigung Herxheim<br />

für sein langjähriges Engagement<br />

um den Herxheimer Motorsport.<br />

1972 wurde Müller Mitglied der MSVH<br />

und wie so viele andere stieg Müller<br />

über die Werbung in die MSVH ein.<br />

1979 wurde Müller zum Rennleiter gewählt<br />

und im November 1997 folgte<br />

Müller als 1. Vorsitzender auf Klaus<br />

Lechner. Den Posten des 1. Vorsitzenden<br />

hat Müller, der Jahrzehnte lang<br />

bei Daimler in Wörth gearbeitet hatte<br />

und inzwischen im Ruhestand ist,<br />

noch immer inne. Zurückblickend darf<br />

angemerkt werden, dass seit 1979<br />

kein Rennen mehr ohne Müller in verantwortlicher Position gestartet wurde<br />

und diverse Großprojekte während Müllers bisheriger Amtszeit erfolgreich<br />

umgesetzt wurden. Die Motorsportvereinigung Herxheim richtete<br />

mit Müller als Rennleiter drei klassische Tagesfinale auf der Langbahn<br />

aus. Zudem wurde das Herxheim Stadion samt Tribüne Ende der 1970er,<br />

Anfang der 1980er-Jahre in eine WM-Arena ausgebaut. Als weitere Meilensteine<br />

während Müllers Zeit als Vorsitzendem des Vereins wurde die<br />

Spitzkehre in der Zielkurve der Langbahn eingebaut und nach der Jahrtausendwende<br />

wurde im Innenfeld der Sandbahn eine Speedwaybahn gebaut.<br />

Auch nachdem mehr als die Hälfte aller Herxheimer Rennen unter Müllers<br />

Kommando als Rennleiter oder Vorsitzendem über die Bühne gingen,<br />

bleibt Müllers Leidenschaft für den Motorsport, denn Müller wird die<br />

MSVH auch weiterhin als 1. Vorsitzender führen und auch im Jahr 2<strong>01</strong>8<br />

wieder drei hochkarätige Rennveranstaltungen im Waldstadion mit seiner<br />

Mannschaft organisieren und durchführen! • Manuel Wüst<br />

MSC Wittstock<br />

„Wölfe“ 2<strong>01</strong>7 sportlich erfolgreich<br />

Auf der Speedwaybahn Heidering, Sportstätte des MSC Wittstock, die unmittelbar<br />

vor den Toren der Stadt liegt, sind die Vorbereitungen für die<br />

lange Winterpause abgeschlossen. Nur die Clubmitglieder treffen sich<br />

noch regelmäßig im Clubhaus, lassen<br />

die vergangene Saison Revue<br />

passieren und basteln jetzt schon<br />

kräftig an der Planung für 2<strong>01</strong>8.<br />

Frank Mauer, Clubchef des MSC,<br />

sagt, dass ihm die Treffen neben<br />

dem Renngeschehen äußerst<br />

wichtig sind, man kann sich sehr<br />

gut austauschen, wichtige Dinge<br />

besprechen und einfach mal so<br />

plaudern, nicht nur über Motorsport,<br />

sondern auch mal ganz allgemein.<br />

Weiter meint Mauer, dass<br />

der Club mit der vergangenen Saison<br />

recht zufrieden ist. Aus sportlicher<br />

Sicht waren die Wölfe in diesem<br />

Jahr wieder sehr erfolgreich.<br />

Nach dem Hattrick 2<strong>01</strong>6 in der<br />

Paarmeisterschaft erkämpfte sich das Team 2<strong>01</strong>7 den Vizetitel und blieb<br />

damit weiter auf der Erfolgsspur. Auch der 3. Platz in der Bundesliga kann<br />

sich sehen lassen. Auch im Jugend- und Schülerbereich waren die Aktiven<br />

des MSC Wittstock sehr erfolgreich. Zu nennen sind hier besonders die<br />

elfjährige Alina Sassenhagen aus Heiligengrabe, die in ihrer ersten PW-<br />

50-Saison einige Podiumsplätze einfahren konnte.<br />

An diese Erfolge möchte man in der nächsten Saison anknüpfen und als<br />

Team noch besser zusammenwachsen, um weiterhin ein gutes Aushängeschild<br />

für den deutschen Speedwaysport zu bleiben. „Beim letzten Rennen<br />

der Saison, dem Race oft the Night, die Neuerung einzuführen, neben<br />

28 BAHNSPORT AKTUELL Januar '18


Speedwaymaschinen auch mit Langbahnmaschinen zu fahren, war eine<br />

sehr gute und vielversprechende Entscheidung. Viele positive Stimmen<br />

bestätigten das. Der MSC ist bereit und offen für weitere Langbahnrennen<br />

auf dem Heidering. Zuschauern und Fahrern soll das gewisse Etwas, das<br />

den <strong>Bahnsport</strong> ausmacht, vermittelt werden“, so Mauer weiter. Weiterhin<br />

gab er bekannt, dass der Club auch im nächsten Jahr sehr gut aufgestellt<br />

sei und für die erste Bundesliga das komplette Team unter Dach und Fach<br />

habe. „Dabei war es uns sehr wichtig, die Mannschaft zusammenzulassen<br />

und so über Jahre ein starkes Team aufzubauen“, so Mauer weiter.<br />

Christian Hefenbrock wird 2<strong>01</strong>8 keine Bundesliga fahren und der Jugendförderung<br />

des MSC Wittstock zur Seite stehen. Hier soll der Aufbau einer<br />

Jugendgruppe großen Vorrang haben, denn schon jetzt kann man jeden<br />

Mittwoch beim Training beobachten, wie viele Mädchen und Jungen viel<br />

Spaß am Motorsport haben.<br />

Etwas wehmütig brachte Clubchef Mauer nebenbei auch zum Ausdruck,<br />

dass er persönlich und auch für die Wölfe im Allgemeinen den Entschluss<br />

des mehrfachen deutschen Meisters Mathias „Matze“ Schultz, Ende 2<strong>01</strong>6<br />

seine Karriere zu beenden, sehr bedauere und er insgeheim hoffe, dass<br />

Matze noch mal aufs Motorrad steigt. Bei Schultz nachgefragt, meinte<br />

dieser, dass er eher dem Nachwuchs seine Erfahrungen vermitteln möchte,<br />

als selbst noch mal aktiv zu fahren.<br />

Für die erste Mannschaft der Wölfe stehen nun bereit: Rafal Okoniewski,<br />

Mads Hansen, Kevin Wölbert, Michael Härtel, Steven Mauer, Maximilian<br />

Pott und Mirko Wolter. Teammanagerin ist Manuela Hinrichs. Damit gehen<br />

die Wölfe im nächsten Jahr wieder mit einem sehr ausgeglichenen Kader<br />

ans Startband.<br />

Weiter planen die Wölfe, in einer Renngemeinschaft mit den Nordsternen<br />

aus Stralsund am Team Cup teilzunehmen und in der Liga Nord anzutreten.<br />

International wird es dann beim FIM-250-ccm-Youth-Gold-Trophy-<br />

Lauf auf dem Wittstocker Heidering. Und nach drei Titeln in Folge und der<br />

Vizemeisterschaft 2<strong>01</strong>7 im Paar-Cup wird nun 2<strong>01</strong>8 um die Vergabe des Titels<br />

auf der Wittstocker Rennbahn entschieden. Es wird also wieder ein<br />

voller Terminkalender für Wittstock. Frank Mauer betonte auch in seinem<br />

Ausblick auf die neue Saison, dass die Rennen um den Ostseepokal, den<br />

Pokal für Frieden und Freundschaft und vor allem das Highlight jedes Jahres,<br />

das „Race oft the Night“, große Bedeutung haben und jetzt schon<br />

echte Klassiker sind. Er verriet auch, dass es 2<strong>01</strong>8 einen weiteren Höhepunkt<br />

geben wird. Geplant ist eine „Ost-Deutsche Meisterschaft“, ausgetragen<br />

mit Fahrern aus den neuen Bundesländern der alten und jungen<br />

Generation. Und zu guter Letzt wird zum Jahresende am 9.11.2<strong>01</strong>8 in der<br />

Wittstocker Stadthalle die Ehrung der Norddeutschen Bahnmeisterschaft<br />

(NBM) stattfinden.<br />

Der MSC „Wölfe“ Wittstock ist für das Jahr 2<strong>01</strong>8 gut gerüstet, der Verein<br />

hat sich einige sportliche Ziele gesetzt und ist bestrebt, sich positiv zu<br />

verbessern, sei es beim Ausbau des Stadions oder bei der Organisation<br />

und Durchführung der Veranstaltungen.<br />

Freuen können sich die Fans nach wie vor auf erste Trainingsrunden der<br />

Weltspitze Anfang des Jahres, sobald es die Witterung zulässt. So wird<br />

dann auch wieder jeden Mittwoch ein Training stattfinden, bei dem Interessierte<br />

gerne vorbeischauen können, um z. B. auch mal den Lokalmatadoren<br />

Steven Mauer und Ulrich Büschke über die Schulter zu schauen.<br />

Steven wird im nächsten Jahr nicht nur für seinen Heimatverein an den<br />

Start gehen, sondern auch bei anderen offenen Rennen oder im polnischen<br />

Bydgoszcz, wo er kürzlich unter Vertrag genommen wurde. Seien<br />

wir gespannt auf die neue Saison 2<strong>01</strong>8, der MSC Wittstock ist bereit.<br />

• Text u. Fotos: Thomas Klemm<br />

Kevin Wölbert (innen) startet für<br />

die erste Mannschaft der Wölfe<br />

Peter Möller, Mathias Rex,<br />

Dominik Möser und Denise Möser (v.l.)<br />

ADMV-Youngteam<br />

Jahresabschlussfeier<br />

Am 2. Dezember 2<strong>01</strong>7 fand die Jahresabschlussfeier des ADMV-Youngteam<br />

M-V im Hopfenstübchen in Kleinvollstedt (Schleswig-Holstein) statt.<br />

Man wählte bewusst diesen Ort, um eine längere Anreise zu vermeiden.<br />

Immerhin kamen die Mitglieder aus Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern.<br />

Das ADMV-Youngteam M-V entstand dieses Jahr aus einer Jugendgruppe<br />

des MC Ludwigslust.<br />

Die Fahrer starten hauptsächlich in der Junior C (250 ccm) und in der<br />

U21-Klasse (500 ccm). Im feierlichen Rahmen wurden für besondere Leistungen<br />

Dominik Möser (U21) für den 4. Platz bei der Speedway-Team-EM<br />

U21 sowie für den deutschen Speedway-Mannschaftsmeister (AC Landshut)<br />

und Mathias Rex (Junior C) für den 13. Platz beim European 250cc<br />

Youth Speedway Cup und den 2. Platz im Speedway Team-Cup (Meißen<br />

Hornets) geehrt.<br />

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an Harald Täger (ADMV) und<br />

Flemming Mastrup (ATLAS) für die Bereitstellung der Präsente. Alle Fahrer<br />

möchten sich auf diesem Weg beim ADMV für die Unterstützung in diesem<br />

Jahr recht herzlich bedanken.<br />

Das ADMV-Youngteam M-V wird sich 2<strong>01</strong>8 der Jugendabteilung des MSC<br />

Wölfe Wittstock anschließen. • Peter Möller<br />

Harry Wit verstorben<br />

*10. Januar 1954 † 22. November 2<strong>01</strong>7<br />

Harry Wit, der beim MC Eenrum & Omstreken als<br />

Bahnmeister fungierte und für alles rund um die<br />

Technik zuständig war, ist verstorben. Stets war<br />

er bei den Rennen auf einem Quad unterwegs,<br />

um immer schnell an Ort und Stelle zu sein. Harry<br />

verstarb am 22. November im Alter von 62 Jahren.<br />

Zwei Wochen zuvor hatte er einen Herzinfarkt<br />

erlitten und musste operiert werden. Er erholte<br />

sich gut, doch während einer zweiten Operation<br />

kam es erneut zu einem Infarkt, den er<br />

nicht überlebte.<br />

• Text: Ubbo Bandy; Foto: privat<br />

In memoriam Jochen Dinse<br />

Wie wir erst jetzt erfuhren, verstarb Jochen Dinse am 8. Dezember 2<strong>01</strong>6.<br />

Dinse war einer der erfolgreichsten Speedway- und Sandbahnfahrer der<br />

DDR: Unter anderem war er sechsmal DDR-Speedway- und zweimal DDR-<br />

Sandbahnmeister, 1974 gewann er den Bergringpokal, 1975 den Goldhelm<br />

von Pardubice. Dinse war 1967 der erste DDR- bzw. deutsche Fahrer,<br />

der den Sprung ins Speedway-WM-Finale nach London ins Wembley-<br />

Stadion schaffte. Ruhe in Frieden.<br />

Januar '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


LETZTE MELDUNGEN/IMPRESSUM<br />

Russland - Teammeisterschaft<br />

Superliga - 16./17.12.2<strong>01</strong>7<br />

Kamensk-Uralskij<br />

Die Mannschaften aus Togliatti<br />

und Ufa dominierten in Kamensk-<br />

Uralskij und erzielten im Metallurg-Stadion<br />

jeweils einen Tagessieg.<br />

Die Gastgeber und Titelverteidiger<br />

mussten sich zweimal mit<br />

dem unbeliebten 4. Rang begnügen.<br />

Zu allem Übel verlor das Team<br />

am ersten Renntag Dimitri Komisewitsch.<br />

Der Exweltmeister und<br />

Ist für Dimitri Komisewitsch<br />

die Saison schon zu Ende?<br />

• Foto: David Reygondeau/<br />

good-shoot.com<br />

Leistungsträger der Mannschaft<br />

stürzte in Heat 9 schwer und wird<br />

möglicherweise für den Rest der<br />

Saison ausfallen. Der 32-Jährige<br />

zog sich Bänderrisse am linken<br />

Bein und einen Bruch des Nasenrückens<br />

zu.<br />

Die österreichische Mannschaft<br />

belegte an beiden Renntagen die<br />

letzten Plätze, aber Harald Simon<br />

konnte in einigen Läufen mit den<br />

Russen mithalten. • Georg Dobes<br />

Ergebnisse - 1. Renntag: 1. Mega-Lada Togliatti,<br />

29 Punkte (Daniil Iwanow 7, Igor Kononow<br />

13, Nikita Toloknow 9); 2. Baschkortostan Ufa,<br />

27 (Nikolaj Krasnikow 10, Sergej Karatschintsew<br />

14, Nikita Bogdanow 3); 3. STK Neftekamsk,<br />

26 (Dimitri Koltakow 11, Andrej Schischegow<br />

6, Eduard Krysow 9); 4. CTWS-Uraltranstrom<br />

Kamensk-Uralskij, 25 (Dimitri Komisewitsch<br />

4, Dinar Walejew 13, Wassili Nesytych<br />

8); 5. Österreich-SKE Wien, 12 (Harald Simon<br />

9, Charly Ebner 2, Josef Kreuzberger 1).<br />

2. Renntag: 1. Ufa, 32 Punkte (Krasnikow 12,<br />

Karatschintsew 15, Bogdanow 5); 2. Togliatti,<br />

28 (Iwanow 11, Kononow 12, Toloknow 5);<br />

3. Neftekamsk, 27 (Koltakow 16, Schischegow<br />

3, Krysow 8); 4. Kamensk-Uralskij, 25 (Walejew<br />

12, Jewgeni Scharow 5, Nesytych 7); 5. Österreich-SKE<br />

Wien, 9 (Simon 7, Ebner 1, Kreuzberger<br />

1).<br />

TEAMMEISTERSCHAFT<br />

Pl./Club R P Ges.<br />

1. Ufa 2 10 59<br />

2. Togliatti 2 10 57<br />

3. Neftekamsk 2 6 53<br />

4. Kamensk-<br />

Uralskij 2 4 49<br />

5. Österreich-<br />

SKE 2 2 21<br />

IMPRESSUM<br />

Ziegler Verlags OHG<br />

- <strong>Bahnsport</strong> aktuell -<br />

Birkenweiherstr. 14<br />

D-63505 Langenselbold<br />

Telefon: 06184 9233-30<br />

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Homepage:<br />

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Herausgeber:<br />

Ziegler Verlags GmbH<br />

Redaktionsleiterin:<br />

Brigitte Geyer-Bernhardt<br />

Redaktionsassistentin:<br />

Gaby Gasche<br />

Layout: Brigitte Geyer-Bernhardt<br />

Mitarbeiter Inland:<br />

Ubbo Bandy, Georg Dobes,<br />

Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,<br />

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,<br />

Susi Weber<br />

Fotografen: Ubbo Bandy, Niklas Breu,<br />

Georg Dobes, Ralf Dreier,<br />

Sascha Geißler, Klaus Goffelmeyer,<br />

Rudi Hagen, Jens Körner,<br />

Wolfgang Radszuweit, Jens Schwarz,<br />

Daniel Sievers, Susi Weber<br />

Ausland:<br />

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/CZ,<br />

Ron MacNeill, Steve Dixon/GB<br />

Geschäftsführer: Stefan Ziegler<br />

Gesamtanzeigenleitung:<br />

Dieter Ziegler<br />

Anzeigenverkaufsleitung:<br />

Ralf Ziegler<br />

Akquisition:<br />

Nadine Pfeiffer<br />

Druck und Verarbeitung:<br />

Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH<br />

& Co KG, Gießen<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 48/18<br />

Bei Anzeigenaufträgen aus dem<br />

Ausland Vorkasse<br />

Gerichtsstand Hanau<br />

Einzelheft € 4,50 inkl. MwSt.<br />

Österreich: € 5,00<br />

Schweiz: Sfr 8,50<br />

Abonnement jährlich € 49,-<br />

Auslandsabonnement<br />

jährlich € 63,- inkl. Porto<br />

Kündigung nur unter Einhaltung<br />

der Kündigungsfrist von 3 Monaten vor<br />

Ablauf des Bezugsjahres<br />

per Einschreiben<br />

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Der Verlag übernimmt keine Haftung<br />

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u. Fotos. Leserbriefe können<br />

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Veröffentlichungen, auch auszugsweise,<br />

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gekennzeichnete Beiträge geben nicht<br />

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