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BREMER SPORT Magazin | Januar 2018

DIE BREMEN /

DIE BREMEN / BREMERHAVEN AOK PRÄSENTIERT Neuer Präventionspreis der gesetzlichen Unfallversicherung VBG Gute Ideen, um Arbeitsunfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern, müssen sich herumsprechen. Die Innovationsbörse VBG_NEXT ist dafür die ideale Plattform. Auf der > Internetseite www.vbgnext.de können Mitgliedsunternehmen der gesetzlichen Unfallversicherung VBG ab sofort ihre Projekte zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einreichen und sich von den Lösungen anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer inspirieren lassen. „Es entsteht ein Ideenpool, aus dem Firmen Impulse für eigene Präventionsmaßnahmen schöpfen können“, erklärt VBG_NEXT-Projektleiter Karl-Heinz Jung. Neben dem Austausch gibt es auch einen finanziellen Anreiz zum Mitmachen: Alle veröffentlichten Einreichungen nehmen automatisch am Wettbewerb um den VBG-Präventionspreis und den Präventionspreis Sport teil. Den Unternehmen winkt ein Preisgeld von bis zu 15.000 Euro. „Vorbildliches Engagement für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wollen wir belohnen“, sagt Prof. Bernd Petri, Mitglied der VBG- Geschäftsführung. 6 | Bremen Sport Magazin Oktober 11 DOSB Der soziale Motor des Sports Beim Kongress zu „Integration durch Sport“ haben beim DOSB 140 Teilnehmende aus dem organisierten Sport und sozialen Institutionen Perspektiven der sportbezogenen Integrationsarbeit diskutiert. > Dauerhafter Erfolg in der Integrationsarbeit beruht ganz wesentlich auf hohem Engagement und einer regelmäßigen und kritischen Reflexion über das eigene Handeln. Nicht nur aus diesem Grund trafen sich rund 140 Vertreter/innen aus Landessport- und Spitzensport- Verbänden, Vereinen und sozialen Organisationen beim DOSB in Frankfurt, um über die Bedingungen erfolgreicher Integrationsarbeit in und durch den Sport zu diskutieren. Ausrichter war der DOSB in Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin), gefördert wurde der Austausch vom Bundesinnenministerium des Innern (BMI) und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fragen wie: Was kann „Integration durch Sport“ (IdS) leisten, und welche konkrete gesellschaftliche Rolle spielt der Sport mit seinen rund 27 Millionen Mitgliedschaften in 91.000 Sportvereinen im Integrationsprozess, beziehungsweise welche Voraussetzungen und welche Unterstützung werden benötigt, um die weitgehend ehrenamtlich engagierten Mitglieder bei ihrer Arbeit zu entlasten? Beispielhaft äußerste sich dazu der 23-malige Fußball-Nationalspieler und DFB-Integrationsbeauftragte Cacau, der sowohl seine persönlichen Integrationserlebnisse beisteuerte als auch Erfahrungen und Beobachtungen nach einem Jahr im Amt mit zahlreichen Vereinsbesuchen. Sein Fazit: „Der Fußball kann so viel mehr als Stadien füllen, für tolle TV-Quoten sorgen oder Titel gewinnen. In meinen Jahren als Profi habe ich das soziale Engagement an der Basis des Fußballs überhaupt nicht mitbekommen. Jetzt bin ich beeindruckt. Der Fußball wird seiner Verantwortung gerecht.“ Klar ist aber für den WM-Teilnehmer von 2010: „Gerade durch das Ehrenamt kann der Fußball und auch der gesamte Sport diese Kraft für die Integration entwickeln.“ Diskussionsgrundlage bildeten die empirischen Untersuchungsergebnisse zum Bundesprogramm „Integration durch Sport“, die unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Braun an der HU Berlin im Berliner Institut für empirische Integrationsund Migrationsforschung (BIM) und in der Abteilung Sportsoziologie am Institut für Sportwissenschaft durchgeführt wird. Prof. Dr. Sebastian Braun untersuchte auf der Basis der Daten vier zentrale Fragen: Wer ist Stützpunktverein, wer ist in diesen Vereinen Mitglied und nimmt an den IdS-Angeboten teil, wer erstellt die Angebote in Stützpunktvereinen? Vier wichtige Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung durch die HU Berlin seien an dieser Stelle herausgehoben: In den Stützpunktvereinen ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ein hoher Anteil von Personen mit Migrationshintergrund zu verzeichnen. Es dominieren sogenannte niedrigschwellige Breitensport- Angebote; die Vereine verfügen über verzweigte kommunale Netzwerke, um ihre Integrationsarbeit umzusetzen. Und viertens: Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund als ehrenamtlich und freiwillig Engagierte ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt hoch. Es sei wichtig, so betonte Dr. Karin Fehres, DOSB-Vorstand Sportentwicklung, abschließend, „dass man besser verständlich machen muss, wie ein Verein funktioniert. Welche Aufgaben erfüllt er, und wie begeistert man Menschen dafür, im Ehrenamt soziale Verantwortung zu übernehmen?“ Am Ende aber gelte: Trotz aller Erfolge bei der Integration dürfe man den Sport und seine Menschen nicht überfordern. 06 | Bremen Sport Magazin Januar 18

Sport Check: Das sportliche Leben Tura-Taekwondoka überzeugen bei Deutschen Meisterschaften Bei den Deutschen Taekwondo-Technikmeisterschaften in Wuppertal konnten die Sportler/innen von Tura Bremen wie im Vorjahr mit herausragenden Leistungen aufwarten und Titel und Medaillen erringen. Souverän und überzeugend sowohl im technischen Bereich als auch in der Präsentation waren die Titelgewinner und amtierenden Deutschen Meister, Imke Turner und Werner Unland, im Einzelwettbewerb. > Im Paarlauf gab es zur Freude von Trainer Roland Klein einen überraschenden Doppelsieg für die Bremer. Der Titel ging erneut an die Vorjahressieger Tim Glenewinkel und seine bayerische Partnerin Raffaella Delli Santi, die mit einer fehlerlosen Darbietung die Kampfrichter beeindruckten. DOSB DOSB begrüßt Gründung eSport- Bund Deutschland Ein Expertenforum rund um das Thema eSport veranstalteten die Deutsche Sportjugend und der Deutsche Fußballbund gemeinsam in Frankfurt. Was ist Spiel, was ist Sport im eSport? Wie passen Gamer und Sportvereine zusammen? Begriffsklärungen und gegenseitige Information standen im Mittelpunkt des Expertenforums. > Medien- und Sportwissenschaftler, Sportmediziner und Sportrechtler diskutierten mit DFB, dsj, den Landessportbünden aus Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie dem DOSB über eSport, Sportvereine und Mediennutzung, gesundheitliche und wirtschaftliche Aspekte. Für den In einem spannenden Kampf um Platz zwei im Paarlauf konnten sich Jochen Berg und seine Partnerin Simone Dieling von der TG Hanse im Finale mit einer beeindruckenden Synchronität ihrer Bewegungsabläufe auf den zweiten Platz vorkämpfen. Diese Platzierung bei der ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft stellte für Trainer Roland Klein die größte Überraschung dar: „Nicht unverdient, da die Vorbereitung auf diese Meisterschaft schon andeutete, über welches Potenzial dieses Paar verfügt“, freute sich Klein. Abgerundet wurden diese Erfolge mit der Bronzemedaille für Tim Glenewinkel und dem hervorragenden sechsten Platz für Jochen Berg im Einzelwettbewerb. eSport war der erst am Vortag gegründete eSport-Bund Deutschland vertreten. Alle Seiten betonten, den Meinungsaustausch fortzusetzen und zu intensivieren. Für den DOSB ist eSport ein Thema mit hoher Relevanz. DOSB-Vorstandsvorsitzender Michael Vesper begrüßte die Verbandsgründung des eSport- Bund Deutschland (ESBD): „Dadurch haben wir einen Ansprechpartner. Wir sind derzeit dabei, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich mit den für den Sport relevanten Aspekten beschäftigen wird und freuen uns auf einen intensiven Austausch.“ Ralph Haberland (Mitte) wurde mit der „Presse-Ente“ vom Verein der Bremer Sportjournalisten geehrt Bremer Sportjournalisten Auszeichnung für Ralph Haberland Seit 1989 ehrt der Verein Bremer Sportjournalisten jedes Jahr außergewöhnlich gute Öffentlichkeitsarbeiter mit der Verleihung seiner "Presse-Ente". Die wertvolle (Wander-) Skulptur erhielt in diesem Jahr Ralph Haberland vom Bremer Sport-TV. > Ruth Gerbracht, 1. Vorsitzende des Vereins, und Jörg Niemeyer, Schatzmeister, überreichten auf der Weihnachtsfeier der Sportjournalisten im "Atlantic Hotel" am Universum die Presse-Ente an Ralph Haberland, der inzwischen fast 200 Sendungen mit seinem Team bei Radio Weser TV ausgestrahlt hat. Haberland ist auch Mitglied des Öffentlichkeitsausschusses des LSB. Er ist bereits der zweite Preisträger des Ausschusses, nachdem Ekkehard Lentz von TURA bereits vor zehn Jahren ausgezeichnet wurde. Bremen Sport Magazin Januar 18 | 07