stahlmarkt 1.2018 (Januar)

stahlmarkt.magazin

Aus dem Inhalt: Bauen mit Stahl - Messen, Prüfen, Qualität - Herbstmessen 2017: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Postfach 10 51 64, 40042 Düsseldorf

PVSt, Deutsche Post AG

Entgelt bezahlt, 3018, ISSN 0178-6571

Informationen aus Stahlindustrie,

Stahlhandel und Stahlverarbeitung

Januar 2018

Stahlindustrie muss sungen nden erste Shritte sind getan

auen mit Stahl idealer erstoff fr die Stdte von orgen

Sheien, Shneiden, leh o ranhen mit guter onuntur

1

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Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf · Tel.: +49 211 6707- 518 · Fax: +49 211 6707- 923 518 · nadine.kopmann@stahleisen.de · www.stahlmarkt-magazin.de


Editorial K 3

Bauen 2018

Die Baubranche ist mit 34 % der größte Stahl verwendende

Wirtschaftszweig und ist für das bevorstehende

Jahr 2018 gut aufgestellt. Die Prognosen sind

gut. Laut Analysen des europäischen Baunetzwerkes

Euroconstruct, nimmt das Bauvolumen weiter zu. Bis

2020 erwarten die Forscher einen Anstieg von insgesamt

6 %. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB)

hat Anfang Dezember 2017 ihre Konjunkturprognose

bekannt gegeben und rechnet mit einem Plus von 3,3 %

für 2017. In diesem Jahr soll ein Wachstum von 2,6 %

erreicht werden. Auch bauforumstahl e.V. spricht von

einem positiven Stimmungsbild in ihrem jüngsten

Marktbericht. Sehr günstig fällt zudem der jüngste

Marktreport von Eurofer aus, dem europäischen Stahlverband.

Demnach war das Wachstum der Baubranche

im ersten Halbjahr 2017 so stark wie seit vielen Jahren

nicht mehr.

Wie die Lage für die Unternehmen wirklich ist, wird

sich zu Jahresbeginn auf mehreren Messen zeigen. In

Essen finden vom 10. bis 12. Januar 2018 erstmals die

Baufachtage West statt (s. S. 19). Insgesamt kann man

sogar vier Messen besuchen: Die INDUSTRIAL BUILDING

präsentiert Baustoffe und -systeme für industriell und

gewerblich genutzte Gebäude. Die acqua alta be fasst

sich mit dem Hochwasserschutz. Auf der InfraTech geht

es um die Infrastruktur (Tiefbau, Straßenbau, Wasserbau

und mehr). Die CON STRUCT IT beschäftigt sich mit den

digitalen Möglichkeiten im Bauwesen. Digitale Simulationslösungen

bieten Architekten und Bauherren neue

Möglichkeiten, um Bauprojekte preisgünstiger, schneller

und effizienter zu steuern. So werden beim Building In ­

formation Modeling, dem sogenannten BIM, digitale

Gebäudedaten verarbeitet und weitergegeben. Mit

Techniken der Virtual (VR) und Augmented Reality (AR)

lassen sich Projekte virtuell visualisieren oder per Spezialbrille

Zusatzinformationen einblenden. Architekten,

Bauherren oder Kunden können Bauten z. B. noch in der

Projektphase mit VR-Brillen im 3-D-Modell begehen.

Dr.-Ing. Wiebke Sanders

Chefredakteurin

Tel. +49 211 6707-538

stahlmarkt@stahleisen.de

Auch die Messe Swissbau hat sich dem digitalen

Bauen vom 16. bis 20. Januar in Basel verschrieben. Dort

gibt es ein »Innovation Lab«, eine Sonderschau, bei der

die digitale Transformation im Bausektor vorgestellt

wird, und weitere Möglichkeiten zum Experimentieren

und Ausprobieren digitaler Technologien: von der Künstlichen

Intelligenz (KI) über Big Data bis hin zu Augmented

und Virtual Reality.

Starten Sie gut ins neue Jahr!

Wiebke Sanders

Die Bauindustrie: wichtigster Stahlverwender

Weitere

Automotive

6%

Stahlverwendung anteilig

18% Baubranche

35%

Rohre

13%

14%

14%

Metallwaren

Maschinenbau

Quelle: Economic and Steel Market Outlook 2017–2018, Eurofer, Okt. 2017

stahlmarkt 1.2018


4 K

INHALT 1.2018

Rohstahl weltweit: Kapazitäten und Produktion

SEITENBLICK

6 China auf Einkaufstour

STEEL INTERNATIONAL

8 Trumps Asienreise kritisch betrachtet

9 Vier schwere Aufgaben

10 Der erste Schritt ist getan

12 Globale Stahlerzeuger bereiten den Weg

15 Stahlrecyclingbetriebe laufen über

2.600

Rohstahlkapazität

2.400

Rohstahlproduktion

2.200

2.000

1.800

1.600

1.400

1.200

1.000

800

600

400

200

0

2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016

BRANCHENBERICHT

16 Bauindustrie auch für 2018 zuversichtlich

BAUEN MIT STAHL

19 Neues Messekonzept setzt Synergien frei

20 Der Stahl, aus dem die Traumstädte sind

22 Stahl bietet viele Lösungsansätze für den Leichtbau

24 GreenCoat-Gebäude gewinnt den Iconic Architecture Award 2017

25 Virtuelles Bauen

27 Fußbodensystem aus Stahlblech

28 Saar Stahlbau in New York

30 »Stahlteppich«: Neuer Begriff für neuen Bodenbelag

31 Neues Leichtbauverfahren

HERBSTMESSEN: SCHWEIßEN, SCHNEIDEN, BLECH & CO.

32 Messeherbst 2017 – Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

33 Zukunftsperspektiven für Stahl und andere Werkstoffe

34 Zukunftsfähige Automationslösungen für die Produktion

35 Laserscanner zur bildgebenden Beölungsmessung

38 Zukunft des Plasmaschneidens

MESSEN, PRÜFEN, QUALITÄT

44 Zusammenlegung und Neueröffnung

45 Vereint: dynamische und statische Prüfmaschinen

RUBRIKEN

49 Firmenschriften

50 Fachmedien

51 StahlTermine

52 Veranstaltungen

54 VIP

54 Inserentenverzeichnis

55 Vorschau / Impressum

stahlmarkt 1.2018


worldsteel K 5

GLOBAL FORUM Das Global

Forum on Steel Excess Capacity

hat während des jüngsten Treffens

in Berlin konkrete Handlungen

zum Kapazitätsabbau im Stahlbereich

beschlossen. Der verabschiedete

Plan traf national und

international auf positives Echo.

19

BAUEN MIT STAHL Die Baufachtage

West 2018 mit acqua

alta, Industrial Building und

Con struct It laden im Januar nach

Essen ein. Dann geht es um

Industrie- und Gewerbebau, um

Hochwasserschutz und mehr.

Gefragt sind neue Bauelemente

und ungewöhnliche Konstruktionslösungen.

Die Stahlerzeuger unterstützen

diese Trends.

MESSE-NACHBERICHTE Die

Herbstmessen SCHWEISSEN &

SCHNEIDEN 2017, Blechexpo und

Schweisstec sind immer internationaler

geworden und haben,

gestützt durch die gute Konjunktur,

vielen Unternehmen auch im

vergangenen Jahr wieder ein

hervorragendes Messegeschäft

beschert.

MESSEN, PRÜFEN, QUALITÄT

Qualität zu gewährleisten, das

funktioniert nur mit der richtigen

Einrichtung und Ausrüstung, ob es

nun um zerstörende Prüfung,

Dickenmessung oder Wärmebilder

geht. Denn die Prüfanforderungen

werden immer höher.

10

32

44

Fotos: GMA, Trumpf, Messe Essen, worldsteel, OECD

Weltrohstahlproduktion

Hinweise zur monatlichen

worldsteel-Statistik

Düsseldorf. Die hier sonst übliche monatliche

Tabelle zur Rohstahlproduktion muss – wie jedes

Jahr im Januar – warten. Unser Redaktionsschluss

liegt zum Jahreswechsel vor der Veröffentlichung

der Daten. Stattdessen erläutern wir

Ihnen dieses Mal, wie die worldsteel-Tabelle

eigentlich zustande kommt.

Der Weltstahlverband World Steel Association

(worldsteel) veröffentlicht am 20. jedes Monats

eine Statistik zur Produktion von Rohstahl,

Eisenschwamm (DRI) und Hochofeneisen (BFI).

worldsteel be zieht die Daten aus unterschiedlichen

Quellen. Dazu gehören die Mitgliedstaaten

des Verbands, nationale Statistikinstitute

und regionale Stahlindustrieverbände. Die Produktionstabellen

werden jeden Monat um die

Zahlen des jeweiligen Vormonats aktualisiert.

Dabei werden die Da ten für einige Länder

zunächst geschätzt, da diese nicht rechtzeitig

vorliegen. Diese Schätzungen sind mit einem

»e« (estimated) gekennzeichnet.

Die Daten von Vormonaten werden immer

dann angepasst, wenn neue Zahlen vorliegen.

So werden beispielsweise am 20. März die Produktionsdaten

aus dem Februar veröffentlicht

und die Zahlen für Januar aktualisiert. Revidierte

Daten werden in der Tabelle mit einem »r«

gekennzeichnet. So gesehen sind die Statistiken

von wordsteel immer nur Mo mentaufnahmen

am 20. eines jeden Monats. Die Verbände und

Organisationen, die Produktionsdaten liefern,

verändern ihre Angaben relativ häufig, da auch

die produzierenden Unternehmen ihre Angaben

immer wieder anpassen.

In der Tabelle sind nicht alle Stahl erzeugenden

Länder der Welt gelistet. Aktuell veröffentlichen

66 Nationen (Stand: Dez. 2017) ihre Zahlen

auf Monatsbasis. Weitere etwa 30 Länder

liefern Jahreszahlen und andere nur Quartalszahlen,

deren monatliche Daten geschätzt werden.

(sm 180105891)

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Montan- und

Wirtschaftsverlag GmbH

stahlmarkt 1.2018


6

SEITENBLICK

China auf Einkaufstour

China will mit der Übernahme ausländischer Unternehmen technologisch

aufholen. Gleichzeitig schottet sich das Land ab. Der EU fällt es schwer, sich

gegen eine Einschränkung des Marktzugangs zu wehren, denn sie kann es

sich nicht leisten, die gegenseitigen Beziehungen zu gefährden.

Es ist noch nicht lange her, da waren

Geschäftsführer und Betriebsräte regelmäßig

begeistert, wenn sich ein Investor aus

China anschickte, bei ihrem Unternehmen

einzusteigen. Damit war das Überleben der

häufig angeschlagenen Firmen erst einmal

gesichert. Heute herrscht dagegen eher

Skepsis, wenn Geldgeber aus China bei

deutschen Unternehmen anklopfen. Dahinter

steht die Sorge, es könne zu einem Technologietransfer

nach China kommen. China

hat im vergangenen Jahr mehr als 35 Mrd. €

für Engagements in der EU aufgewendet –

ein Plus von gut

75 % gegenüber

2015. Im Fokus stehen

vor allem Ziele

in Deutschland. Der

bislang größte Deal

war die Übernahme

der Augsburger Roboterfirma Kuka im Sommer

2016. China forciert dadurch seinen

technologischen Aufholprozess und hat den

Ehrgeiz, bis 2025 einige seiner Staatsunternehmen

in ausgesuchten Branchen zu globalen

Champions zu machen. Hierzu zählen

nicht nur Informationstechnologie und computergesteuerte

Maschinen und Robotik

sowie Elektroautos, sondern auch medizinische

Geräte und Hightech-Ausrüstungen für

Raumfahrt, See- und Schienenverkehre.

Um seine Ziele zu erreichen, setzt das

Land nicht nur auf einen deutlich aufgestockten

Etat für Forschungs- und Entwicklungsausgaben,

sondern eben auch auf

Zukäufe. »Dabei profitieren die Staatsunternehmen

vor allem von Subventionen und

vergünstigten Krediten von Staatsbanken«,

»

China schränkt den Zugang von

Auslandsinvestoren zum eigenen

Markt stark ein.

betont das Institut der deutschen Wirtschaft

(IW) Köln in einer Analyse über Zukäufe chinesischer

Investoren. Mit dem billigen Geld

haben die Konzerne aus China in einigen

Bereichen, etwa im Stahl, gewaltige Überkapazitäten

geschaffen.

Ärgerlich sind die Übernahmeaktivitäten

für viele EU-Unternehmen, weil China selber

den Zugang von Auslandsinvestoren zu seinem

Markt sehr stark einschränkt. Das Land

gewährt internationalen Unternehmen in

wichtigen Branchen nur dann einen gewissen

Zugang zum heimischen Markt, wenn

diese vor Ort ein

Joint Venture mit

chine sischen Unternehmen

eingehen.

Das Ziel dabei ist ein

Technologietransfer

zugunsten des chinesischen

Partners. »Dabei nutzt China seinen

großen Absatzmarkt, an dem multinationale

Unternehmen nicht vorbeikommen,

um diese Strategie gegen die Widerstände

der ausländischen Investoren durchzusetzen«,

heißt es in der Analyse des IW. Europäische

Appelle an China, die restriktiven

Zugangsvoraussetzungen zu lockern, haben

bislang wenig bewirkt.

Wichtig ist, dass die EU nun in ihren An -

strengungen um mehr Innovationen nicht

nachlässt. Dafür sind unverändert hohe

Investitionen in Bildung und Forschung

unverzichtbar. Neben einer Forcierung der

eigenen Kräfte fragen sich viele Marktteilnehmer,

ob sich die EU bei Handel und

Investitionen nicht stärker abschotten und

eine konsequentere Gangart gegenüber

China einschlagen sollten. Dabei ist jedoch

zu bedenken, dass es sich die EU aufgrund

ihres global gesehen kleiner werdenden

Gewichts bei Bevölkerung und Wirtschaftskraft

immer weniger leisten kann, die ge -

genseitigen Beziehungen zu gefährden.

»Auch ist zu berücksichtigen, dass Deutschland

traditionell für offene Märkte wirbt und

eine Einschränkung von Unternehmensübernahmen,

die als Protektionismus verstanden

würde, das Einfordern offener

Märkte durch die Bundesregierung weniger

glaubhaft machen könnte«, geben die Wissenschaftler

des IW zu bedenken.

Immerhin hat die Bundesregierung im Juli

2017 die Außenwirtschaftsverordnung verschärft

und damit die Prüfmöglichkeiten bei

dem Erwerb deutscher Unternehmen durch

ausländische Investoren erweitert. Das Un -

tersagen ist zwar weiterhin nur möglich,

wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit

gefährdet ist. Doch werden die Tatbestände,

die unter diese Voraussetzung fallen,

erweitert und konkretisiert. Neu ist, dass

auch Unternehmen dazu gehören, die zu

einer als bedeutsam angesehenen Infrastruktur

beitragen. Hierzu zählen Unternehmen

der Branchen Energie, Informationstechnik

und Telekommunikation, Transport

und Verkehr, Ernährung sowie Finanzwesen.

Ob das ausreicht? Argumente in die eine

oder andere Richtung wird möglicherweise

eine bis Ende 2018 zu verfassende Studie

der EU über die Auswirkungen ausländischer

Investitionen in der EU liefern. Falls

sich dann weiterer Handlungsbedarf zeigt,

wäre vor allem zu klären, unter welchen

Umständen der Staat in unternehmerische

Eigentumsrechte eingreifen darf. Ein Ansatz

könnte das Prinzip der Nicht-Diskriminierung

sein. Das verträgt sich nicht mit subventionsbedingten

Wettbewerbsverzerrungen

und der Abschottung des heimischen

Marktes. Dann, so meint das IW, »wäre es

möglich, derartige Strategien chinesischer

Investoren einzuhegen, ohne Investoren aus

anderen Ländern abzuschrecken.« ber

(sm 180105806)

stahlmarkt 1.2018


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8 K Steel International

Trumps Asienreise kritisch betrachtet

Der US-Präsident bekommt ordentlich Gegenwind

New York. Für US-Präsident Trump war seine Fünf-Länder-Asien- Reise

vor dem ersten Jahrestag seines Amtsantritts »ein großartiger Erfolg«.

Er selbst unterstrich hauptsächlich den besonderen Empfang in allen

Ländern. Kein anderer US-Präsident vor ihm sei so geehrt worden wie er.

Tatsächlich taten seine Gastgeber alles, um den narzisstischen

US-Präsidenten in Stimmung zu halten. Sie behandelten ihn wie einen

Kaiser und lobten ihn.

Abwarten und Tee trinken war indes die

allgemeine Reaktion in US-Wirtschaftskreisen

und an der Wall Street. Anders war es

bei führenden Experten, Kommentatoren

und Kolumnisten. Für viele verblassten

Trumps gelegentliche Attacken auf die »un -

faire« Handelspolitik der Gastländer hinter

den Realitäten der gezielten Politik seiner

Gastgeber – allen voran China. Nichts von

seinem Versprechen »Make America Great

Again« habe Trump erreicht, kritisierte Präsident

Obamas ehemalige Sicherheitsberaterin

Susan Rice; stattdessen habe er auf

seinem Süd-Ost-Asien-Trip zum »Make China

Great Again« beigetragen.

Ähnlich sah es Tom Friedman, der einflussreiche

Kolumnist der New York Times, der

die clevere Langfristplanung des chinesischen

Präsidenten Xi Jinping mit Trumps

Mangel an politischer Sachkenntnis verglich.

Anders als die Chinesen, die massiv in alternative

Energiequellen, Elektro-Autos und

künstliche Intelligenz investieren, so Friedman,

fördere der US-Präsident die Kohle vor

der Wind- und Solar-Energie.

Am schärfsten kritisierten Friedman und

Weitere die Entscheidung der Trump-Administration,

der Trans-Pazifik-Partnerschaft

(TPP) nicht beizutreten. Unmittelbar nachdem

Trump in Vietnam seine America-First-

Politik verteidigt hatte, besiegelten die elf

verbliebenen TPP-Partner ein Handelsbündnis.

Diese Tatsache werteten Friedman und

seine Anhänger als eine Stärkung der Rolle

Chinas in der Region. Die Kritiker des Präsidenten

bezweifeln auch, dass Trump in seinen

geplanten bilateralen Handelsbeziehungen

besser fährt als in einer multilateralen

Partnerschaft.

Reaktionen aus der Stahlindustrie

Stimmen aus der Stahlindustrie waren die

schärfsten. »Diese Reise war nur eine Schau«,

kritisierten Scott Paul, Präsident der »Alliance

for American Manufacturing«, einer Lobby-

Gruppe für Stahlunternehmen, und auch die

United Steelworkers Gewerkschaft. »Wir

sind bitter enttäuscht über das Versäumnis

des Präsidenten, fundamentale Reformen für

unser Handelsverhältnis zu China zu verlangen«,

erklärte Paul. »Wir werden auf die

Straße gehen.« Paul kündigte höheren Druck

auf Kongressabgeordnete an. Was immer

auch die Fehler seiner Vorgänger waren, so

Paul, die Verantwortung liege nun allein bei

Trump.

Die Schlagzeile eines kritischen Beitrags

auf der Website der United Steelworkers

Gewerkschaft (USW) lautete: »Trumps Chinareise

eine Enttäuschung für Fabrikarbeiter.«

»Sind wir ärgerlich und frustriert? Verdammt

noch mal, das sind wir«, erklärte

USW-Präsident Leo Gerard. Er kündigte an,

in der nächsten USW-Vorstandssitzung über

die richtigen Schritte zu diskutieren, um das

Importproblem der Branche an die Öffentlichkeit

zu bringen.

Einige Unternehmensvorstände hatten

bereits im Vorfeld der Trumpschen Asienreise

eine härtere Tonart angeschlagen und wie

u. a. Nucors CEO John Ferriola über stark

angestiegene Importe und ausbleibende

Maßnahmen in Washington geklagt. CEO

Lourenco Goncalves der Cleveland-Cliffs Inc.

erinnerte an Trumps Versprechen an die

Menschen im Mittleren Westen. »Die Entscheidung

liegt nun zu 100 % bei ihm«,

sagte er.

Zweifel gab es auch über den guten Willen

und Einfluss des Handelsministers Wilbur

Ross. Den früheren Eigentümer von Stahlunternehmen

betrachtete die Stahlbranche

als einen ihrer Fürsprecher. Während Ross

seit seinem Amtsantritt unermüdlich gegen

Stahlimporte aus der ganzen Welt vom

Leder zog, suchte er Meldungen zufolge ein

Übereinkommen mit China. Danach sollten

die Chinesen versprechen, ihre Stahlkapazität

und ihre Stahlexporte freiwillig zurückzufahren.

Trump lehnte diese Ross-Initiative

angeblich ärgerlich ab. Doch das war vor

seinem »Love-in« mit Präsident Xi Jinping.

Nach dem Asien-Trip war nicht klar, ob der

US-Präsident und sein Handelsminister eine

Konfrontation oder ein Arrangement mit

China in Sachen Stahl bevorzugen.

Trotz allem leichter Aufschwung

Auch wenn die Kampagne intensiviert wurde,

die laut Gesetz Mitte Januar fällige Re -

gierungsentscheidung über Strafzölle auf

Importstahl (Verordnung 232 über Einfuhren

als Gefahr für die nationale Sicherheit )

zugunsten der einheimischen Stahlindustrie

zu fällen, so befand sich der Stahlsektor

trotz alledem Ende des Jahres in einem

messbaren Aufschwung. Eine Reihe von

Stahlanalysten prophezeite ein starkes erstes

Vierteljahr 2018. Im letzten Quartal 2017

stiegen Kapazitätsvolumina, Auslieferungen

und Preise, während die Lagerbestände der

Stahl-Service-Center sanken – ein gutes

Omen. Diesen positiven Blick auf die Zukunft

unterstützte die Entscheidung des Arcelor-

Mittal-Managements, 276 Mill. USD in die

Modernisierung ihrer US-Werke zu investieren,

100 Mill. USD davon im Indiana-Harbor-

Hüttenwerk in East Chicago. Das Projekt

sieht u. a. die Restaurierung eines der vier

Hochöfen vor. Auch für das Burns-Harbor-

Stahlwerk in Indiana sind Modernisierungsarbeiten

geplant. bln

(sm 180105815)

stahlmarkt 1.2018


Steel International K 9

Vier schwere Aufgaben

Stahlindustrie muss Lösungen finden

Seoul. Die weltweite Nachfrage nach Stahlerzeugnissen wird nach

Einschätzung von Experten in den kommenden 20 Jahren weiter wachsen.

Diese positive Entwicklung wirft allerdings auch Fragen auf, die die globale

Industrie beantworten muss. Gelingt dieses Vorhaben, behält sie ihren

Platz als Schlüsselindustrie.

Das Forschungsinstitut des südkoreanischen

Stahlerzeugers Posco hat vier tiefgreifende

Veränderungen in den Stahl einsetzenden

Industrien ausgemacht, die sich

auch signifikant auf die Stahlerzeuger auswirken.

Erstens wächst der globale Stahleinsatz

künftig aufgrund der rückläufigen

Stahl intensität langsamer als in der Vergangenheit.

Zweitens steigt der Bedarf an an -

spruchsvolleren Stahlerzeugnissen. Drittens

muss die Stahlerzeugung smarter und um -

weltfreundlicher werden. Viertens ist die

Digitalisierung der Geschäftsprozesse unabdingbar.

Weniger Stahl pro Produkt

Berechnungen zufolge soll die internationale

Automobilindustrie bis 2035 mit einer

durchschnittlichen Rate von 1,6 % pro Jahr

wachsen. Gleichzeitig sinkt aber der Stahlanteil,

der in einem Fahrzeug eingesetzt

wird, im Vergleich zum Jahr 2015 um 20 %.

Somit dürfte es der Stahlindustrie sehr

schwer fallen, den Stahleinsatz in der Automobilindustrie

zu steigern, folgern der Mitarbeiter

des Posco Research Institute.

Eine ähnliche Situation zeigt sich im Schiffbau.

Hier prognostizieren die Experten allerdings,

dass der Stahleinsatz mit Blick auf die

erwartete Erholung der Industrie im Jahr

2025 langsam wieder steigt. Die Stahlintensität

soll um 10 % zurückgehen.

Anders sieht es in der Bauindustrie aus.

Kontinuierlich steigende Investitionen ma -

chen den Rückgang der Stahlintensität mehr

als wett und führen zu einem stabilen An -

stieg der Stahlnachfrage. Im Energiebereich

erwarten die Experten nur geringe Veränderungen

bei Investitionen und Stahlintensität

und rechnen mit einem stabilen Wachstum

des Stahleinsatzes. Unter dem Strich prognostizieren

die Forscher, dass die globale

Stahlnachfrage bis zum Jahr 2025 auf

1,69 Mrd. t und bis 2035 auf 1,86 Mrd. t

steigt.

Hochentwickelte Stahlerzeugnisse

für die Welt

Die Stahlerzeuger müssen kontinuierlich

neue Lösungen für die immer komplizierteren

und individuelleren Anforderungen ihrer

Kunden entwickeln. Diese wünschen sich

vor allem hochfeste Stähle mit einem perfekten

Korrosionsschutz und einer ausgezeichneten

Performance. Zwar gab es diese

Ansprüche auch schon in der Vergangenheit,

heißt es in dem Bericht des Posco Re -

search Institute weiter. Künftig benötige die

Stahl einsetzende

Industrie aber bessere

Stähle denn je.

So spielt beispielsweise

in der Automobilindustrie

die

Reduzierung des

Ge wichtes aufgrund

schärferer Umweltschutzauflagen

eine

immer größere Rolle.

Gleichzeitig müssen

die Fahrzeuge

die Insassen aber

auch gut bei Kollisionen

schützen. Die

Stahlindustrie hat in

der Vergangenheit

bereits Stähle entwickelt,

die diese An -

forderungen erfüllen.

Je fester die

Stähle allerdings werden, desto weniger

lassen sie sich noch formen.

Umweltfreundliche und

smarte Stahlerzeugung

Die intensive Diskussion über den Klimawandel

stellt die Stahlindustrie vor weitere

Probleme. Die Erzeugung von Stahl soll

künftig noch umweltschonender erfolgen.

Es existieren bereits Technologien, die weniger

Energie benötigen und die Hochöfen

ersetzen. Außerdem wurden die Recyclingquoten

erhöht. Die Posco-Experten glauben

allerdings, dass die Industrie an diesen Themen

noch intensiver arbeiten und weitere

Verbesserungen erreichen muss. Mittelfristiges

Ziel sei die Reduzierung der Schadstoffemissionen,

langfristiges Ziel die vollständige

Vermeidung des Ausstoßes.

Wertschöpfung durch Digitalisierung

Eine große Veränderung bringt die vierte

industrielle Revolution. Die Stahlerzeuger

müssen ihre Prozesse digitalisieren, große

Datenmengen sammeln und diese mit Zu -

hilfenahme von Künstlicher Intelligenz auswerten.

Der Einsatz der innovativen Techniken

erleichtert die Optimierung der Erzeugung.

Posco Research Institute glaubt, dass Stahlerzeuger

die größten Fortschritte und Verbesserungen

bei der Automation und dem

Know-how-Transfer erreichen.

Stahlnachfrage weltweit – Vorhersage (Mill. t)

Andere

Energie

Schiffbau

Auto

Bau

1.501

420

102

72

195

711

CAGR

1,2%

1.690

472

98

67

210

843

CAGR

0,9%

1.857

98

114

208

2015 2025 2035

1) Schiffbau beinhaltet außerdem Transport (ohne Auto)

2) Nachfrage für die anderen Sektoren basiert auf dem Industrieproduktions-Index

CAGR: Compound Annual Growth Rate, durchschnittliche, jährliche Wachstumsrate

Quelle: POSCO Research Institute (POSRI)

517

920

CAGR

1,1%

(2016–2035)

1,0%

–0,2%

2,3%

0,3%

1,2%

stahlmarkt 1.2018


10 K Steel International

Intelligente Fabriken bieten ihren Eigentümern

viele Vorteile: weniger Fehler, schnelle

Entscheidungen, kleineres Inventar, bessere

Instandhaltung, weniger Unfälle und eine

zügige Reaktion auf Fehler. Diese positiven

Effekte senken unmittelbar die Kosten und

steigern den Wert der Unternehmen.

Posco Research empfiehlt Stahlerzeugern

vor allem, den Kontakt zu den Kunden zu

intensivieren und offen für die Entwicklung

neuer Produkte und Lösungen zu sein.

kibi

(sm 180105732)

Der erste Schritt ist getan

Global Forum beschließt Fahrplan zum Abbau

von Stahlüberkapazitäten

Berlin. Das Global Forum on Steel Excess Capacity hat während des

jüngsten Treffens in Berlin konkrete Handlungen zum Kapazitätsabbau

im Stahlbereich beschlossen. Der verabschiedete Plan traf national

und international auf positives Echo. Vor allem die Organisation für

wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) begrüßte das

Erreichte und gratulierte der gastgebenden Nation Deutschland zum Erfolg.

L STEEL TICKER

STAHLINDUSTRIE ZUR EINIGUNG

BEIM THEMA EU-HANDELS-

SCHUTZ INSTRUMENTE

Düsseldorf. Nach langen Diskussionen haben

sich Europäisches Parlament, EU-Kommission und

Rat am 5. Dezember 2017 auf ein Maßnahmenpaket

zur Modernisierung der europäischen Handelsschutzinstrumente

geeinigt.

»Eine Modernisierung des EU-Handelsschutzinstrumentariums

war lange überfällig und für die

Stahlindustrie ist diese Entscheidung von großer

Bedeutung. Die EU darf nicht noch weiter gegenüber

anderen Regionen zurückfallen, wenn es

darum geht, gegen unerlaubtes Dumping oder

Subventionen vorzugehen«, so Hans Jürgen Kerkhoff,

Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Gerade die Stahlindustrie in der EU sei durch

unfaire Handelspraktiken stark benachteiligt und

brauche eine Lösung, die faire Wettbewerbsbedingungen

auf den internationalen Märkten

sicherstellt.

»Insgesamt hätte ich mir mutigere Schritte ge -

wünscht«, so der Verbandspräsident. Das Ergebnis

sei jedoch insgesamt ein Beitrag, die EU-

Industrie bei der Abwehr von unfairem Marktverhalten

zu stärken.

»Die EU sollte die modernisierten Handelsschutzinstrumente

nun konsequent anwenden«,

fordert Kerkhoff. Die Gefahr von marktverzerrenden

Subventionen und weiteren unfairen Praktiken

sei für die globale Stahlindustrie auch nach

der Einigung auf einen gemeinsamen Fortschrittsbericht

im Rahmen des Globalen Stahlforums der

G20 bei Weitem noch nicht gebannt. Am 30. No -

vember 2017 hatten die Wirtschaftsminister der

G20-Staaten und eine Reihe weiterer OECD-Länder

in Berlin über politische Handlungsempfehlungen

zum Abbau der weltweiten Stahl-Überkapazitäten

beraten.

www.stahl-online.de

/

WS(SHN) (sm 180105860)

»Der beschlossene Fahrplan zur Reduzierung

der Stahlüberkapazitäten stabilisiert

nicht nur die Stahlindustrie nachhaltig, sondern

bietet auch die Gelegenheit, Handelsungleichgewichte

zu reduzieren und die

Handelsbeziehungen im Allgemeinen zu

verbessern«, sagte OECD-Generalsekretär

Angel Gurria.

Die Minister der teilnehmenden Länder

des Global Forums trafen sich am 30. No -

vember 2017 im Berliner Wirtschaftsministerium

und setzten die während des G20-

Gipfels in Hamburg formulierte Erklärung

für den Stahlbereich um.

Damals hatten die Gipfelteilnehmer die

Mitglieder des Global Forums aufgerufen,

Rohstahl weltweit: Kapazitäten und Produktion

ihre Verpflichtungen für einen besseren

Informationsaustausch und eine verstärkte

Zusammenarbeit bis August 2017 zu erfüllen

und zügig konkrete politische Lösungen

zum Abbau von Überkapazitäten in der

Stahlindustrie zu erarbeiten. Sie wünschten

sich zudem einen substanziellen Bericht mit

konkreten politischen Lösungen bis November

2017 als Grundlage für spürbares und

zügiges politisches Handeln und eine Be -

richterstattung über weitere Fortschritte im

Jahr 2018.

Drei wichtige Aussagen

Der nun erstellte Stahlbericht enthält drei

Kernaussagen: Erstens besteht Konsens,

2.600

Rohstahlkapazität

2.400

Rohstahlproduktion

2.200

2.000

1.800

1.600

1.400

1.200

1.000

800

600

400

200

0

2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016

Quelle: worldsteel, OECD

stahlmarkt 1.2018


Steel International K 11

dass die weltweiten Überkapazitäten zügige

und konkrete Lösungen erfordern. Grundlage

für deren Entwicklung sind Ergebnisse

aus einem intensiven Informationsaustausch,

der zwischen den Mitgliedern des

Global Forums erfolgt ist. Zweitens zeigt der

zwischen den Mitgliedstaaten erfolgte Informationsaustausch

die Heterogenität der

Politiken mit Bezug zur Stahlindustrie. Dies

verdeutlicht, dass für die Entwicklung von

politischen Lösungen ein gemeinsamer Re -

ferenzrahmen erforderlich ist. Drittens werden

die Grundprinzipien für die Arbeit im

Global Forum anerkannt.

Diese beziehen sich auf die

Stärkung der Marktfunktion,

Restrukturierung,

Transparenz und die globale

Natur von Überkapazitäten.

Daraus abgeleitet werden

konkrete Politikempfehlungen mit Bezug zu

generellen Rahmenbedingungen der Stahlindustrie,

marktverzerrenden Subventionen,

die Schaffung eines »level playing field« im

Stahlmarkt, staat liche Auf- und Abbauziele,

Fusionen und Übernahmen, Exportkredite

und Transparenz. Die Mitglieder des Global

Forums einigten sich auf einen Fahrplan für

deren Umsetzung im Jahr 2018.

Der 30. November 2017 bildete auch den

Abschluss der deutschen G20-Präsidentschaft.

Nun hat Argentinien dieses Amt übernommen.

Alles begann in China

Die Idee für das Global Forum zu Überkapazitäten

in der Stahlindustrie entstand bereits

während des G20-Gipfels im chinesischen

Hangzhou Anfang September 2016. Damals

hatten die Staats- und Regierungschefs

beschlossen, diesem wichtigen Thema einen

eigenen Rahmen zu geben und den geplanten

Arbeitsprozess von der OECD begleiten

zu lassen. Ende 2016 wurde dieses Forum

unter deutscher Präsidentschaft installiert.

Ziel ist es, auf multilateraler Ebene die Ursachen

für Überkapazitäten im Weltstahlmarkt

zu adressieren und Wege zum Kapazitätsabbau

aufzuzeigen. Das Forum tagte bislang

sechs Mal. Es ist zunächst für drei Jahre

bis zum Jahr 2019 terminiert, kann aber

verlängert werden. Die Arbeitsgruppe setzt

sich aus 33 Mitgliedern zusammen: den

G20-Staaten, interessierten OECD-Ländern

und Vertretern der OECD.

»

Die Überkapazitäten in der Stahlindustrie

haben im Jahr 2016 nahezu 740 Mill. t erreicht.

OECD, Organisation for Economic Co-operation

and Development

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zy pries

betonte, dass Stahlüberkapazitäten ein globales

Phänomen seien, für das eine globale

Antwort gefunden werden müsste. Das Global

Forum biete hierfür den richtigen Rahmen.

Der Stahlbericht sei zudem eine gute

Grundlage für die argentinische G20-

Präsidentschaft und die systematische Fortführung

der Arbeiten des Global Forums.

Wie wichtig Lösungen sind, zeigen die

Fakten: Nach Berechnungen der OECD be -

liefen sich im Jahr 2016 die weltweiten

Überkapazitäten in der Stahlindustrie auf

737 Mill. t – so viel wie nie zuvor. Eine Re -

duzierung ist nicht in Sicht, da wesentlich

mehr Kapazitäten geschaffen als stillgelegt

werden.

Im Jahr 2017 zog die Stahlnachfrage zwar

leicht an und dürfte auch im Jahr 2018

anhalten. Dies lindert aber die dramatische

Lage nicht. Der internationale Dachverband

der Stahlerzeuger (worldsteel) rechnet langfristig

nur noch mit einem Anstieg des Stahleinsatzes

von rd. 1 % pro Jahr. Verantwortlich

hierfür sind unter anderem eine sinkende

Stahlintensität und die Digitalisierung.

Die Stahlexporte verharren indes auf ho -

hem Niveau. Sie beliefen sich im Jahr 2016

auf 314 Mill. t.

Positive Reaktionen

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung

Stahl, begrüßte das Er -

gebnis der Verhandlungen unter der deutschen

G20-Präsidentschaft: »Die getroffene

Vereinbarung ist ein erster wichtiger politischer

Schritt zum Abbau von Stahl-Überkapazitäten.

Weitere müssen nun unter der

kommenden argentinischen G20-Präsidentschaft

folgen. Am Ende braucht es verbindliche

Regeln, die die marktwirtschaftlichen

Anpassungsprozesse stärken.« Kerkhoff

zufolge müssen alle marktverzerrenden Subventionen

auf den Prüfstand.

In diesem Zusammenhang stehe China

besonders in der Verantwortung, ihre An -

kündigungen umzusetzen. Im Hinblick auf

weltweit ansteigende protektionistische Tendenzen

müsse auch die US-Administration

ihren Beitrag leisten. So sollten bisherige

Pläne, Importstahl aus sicherheitspolitischen

Erwägungen mit Strafzöllen zu belegen,

endgültig der Vergangenheit angehören.

Trotz des vorgelegten Fortschrittsberichts,

dürfe die Europäische Union nicht die ge -

plante Modernisierung ihrer Handelsschutzinstrumente

aus den Augen verlieren. Die

Gefahr von marktverzerrenden Subventionen

für die globalen Stahlmärkte sei bei

Weitem noch nicht gebannt: »Die EU muss

sich in Zukunft konsequent gegen Wettbewerbsverzerrungen

und Protektionismus zur

Wehr setzen können«, mahnt Kerkhoff in

Richtung Brüssel. kibi (sm 180105845)

L STEEL TICKER

BEWERBUNGSFRIST FÜR

SWEDISH STEEL PRIZE

Stockholm. Die Ausschreibung für den Swedish

Steel Prize läuft. Einzelpersonen, Unternehmen

und Organisationen können noch bis zum 1. Fe -

bruar 2018 ihre Ideen einreichen. Der Stahlerzeuger

SSAB, der diesen Wettbewerb seit vielen Jahren

ausrichtet, kürt die Gewinner am 24. Mai

2018 in Stockholm. Gesucht werden innovative

Erzeugnisse, bahnbrechende Lösungen und zu -

kunftsweisende Herstellungsverfahren, die sich

noch im Entwicklungsstadium befinden dürfen.

Der Gewinner des Wettbewerbes erhält eine

Statue von Jörg Jeschke und 100.000 schwedische

Kronen für einen mildtätigen Zweck. Im Jahr

2017 waren 102 Bewerbungen eingegangen. Das

Waggonkippsystem Helix Dumper von Kiruna

Wagon setzte sich an die Spitze. Weitere Informationen

zum Wettbewerb finden sich auf der Seite

www.steelprize.com.

www.steelprize.com

/

kibi/WS(SHN)/SE/ (sm 171205687)

stahlmarkt 1.2018


12 K Steel International

Globale Stahlerzeuger bereiten den Weg

Studenten können internationale Karrieren starten

Luxembourg. Theorie und Praxis gehören eng zusammen. Studenten,

die den Kontakt zu Unternehmen suchen, profitieren sehr von ihren

Erfahrungen vor Ort. Entscheiden sie sich zudem für global tätige

Stahlerzeuger, stehen die Türen für internationale Karrieren weit offen.

Dr. Juan David Puerta Velasquez hat es vor vielen Jahren ausprobiert

und ist heute noch begeistert.

Der junge Mann hat sein Glück eigenen

Angaben zufolge bei ArcelorMittal gefunden.

Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeitet

er dort als Ingenieur. Aktuell lebt der

Kolumbianer in Tokio und unterstützt die

Automobilunternehmen Nissan, Mitsubishi

und Mazda beim Einsatz neuer Stahlerzeugnisse.

So wird es in einem Blog-Beitrag auf

der Website von ArcelorMittal beschrieben.

Als junger Masterstudent im Maschinenbau

stellt Juan David fest, dass Universitäten

ihm nicht das vermitteln, was er sich wünscht:

ein hohes Verständnis für physikalische Phänomene.

So konzentriert er sich zum Ende

seines Studiums an der Universität Metz auf

die Forschung und wird Teil eines dynamischen

und enthusiastischen Teams mit einem

Faible für Mechanik und Materialwissenschaften.

Das dort Erreichte animiert Juan David

zum Verfassen einer Doktorarbeit über die

Auswirkungen von Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen

auf die Eigenschaften von

Titanlegierungen.

Dr. Juan David Puerta Velasquez stammt aus Kolumbien und lebt zur Zeit in Tokyo

(Foto: Juan David Puerta Velasquez)

Enger Kontakt zwischen Industrie

und Universität

Während des Schreibens kommt Juan David

erstmals in den Kontakt mit ArcelorMittal.

Forschungs- und Entwicklungsingenieure

des Stahlerzeugers betreuen an der Universität

Lothringen Master- und PhD-Projekte

der Studenten und halten wissenschaftliche

Vorträge. Juan David erkennt erstmals, wie

interessant Forschung sein kann, wenn die

Erkenntnisse in die industrielle Stahlerzeugung

einfließen. Im Anschluss an die Promotion

im Jahr 2007 bewirbt sich Juan David in

der Forschungs- und Entwicklungsabteilung

des Stahlerzeugers in Maizières und leitet

schon bald ein Projekt zur Entwicklung neuer

Stahlsorten für den Automobilmarkt.

Neben der reinen Forschung im Labor arbeitet

der junge Entwicklungsingenieur mit Produktionswerken,

Portfoliomanagern und

Kundenberatern zusammen und erhält einen

umfassenden Überblick über die Arbeitsmöglichkeiten

in dem international tätigen Konzern.

Kontakt zu Kunden reizt

Juan David sucht anschließend die Nähe zu

den Kunden. Er möchte ihre Bedürfnisse

und Erwartungen erforschen, um genau die

Erzeugnisse zu entwickeln, die sie sich wünschen.

Außerdem möchte er den Kunden

die neu entwickelten Stahlprodukte und ihre

vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vorstellen.

Der Ingenieur erinnert sich an ein

lange zurückliegendes Treffen mit einem

Kollegen und dessen Berichte über die

Arbeit in Japan. Nach einem Urlaub im Land

der aufgehenden Sonne nimmt er im Juni

2017 eine Stelle als Resident Ingenieur in

Tokio an. Dort berät er Nissan, Mitsubishi

und Mazda bei der Entwicklung und Herstellung

von Produkten. Er möchte ihre Leistungen

maximieren und Umweltauswirkungen

und Produktionskosten minimieren.

Außerdem erforscht Juan David die künftigen

Bedürfnisse der Kunden und identifiziert

neue Trends. Der Automobilmarkt ist

seiner Einschätzung zufolge sehr spannend,

da er in den kommenden Jahren viele

wesentliche Veränderungen erleben wird:

Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen,

die Zunahme von Sicherheits- und

CO 2

-Emissionsbeschränkungen und der

starke Wettbewerb durch alternative Materialien

und innovative Umformprozesse.

Juan David liebt die Arbeit bei Arcelor-

Mittal. Das global tätige Unternehmen biete

ihm und allen Interessierten eine breite

Palette von Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten

in vielen Teilen der Welt.

www.arcelormittal.com

/

(sm 171205652)

stahlmarkt 1.2018


Steel International K 13

L STEEL TICKER

CHINA LIEBÄUGELT MIT

ÜBERSCHALLZÜGEN

Peking. Die Volksrepublik will ihre Bürger künftig

mit einer Geschwindigkeit von 4.000 km/h

auf der Schiene befördern.

Die Chinesen haben ein neues Mammut-Projekt

initiiert. Sie wollen den weltweit schnellsten Zug

entwickeln und alles bisher Gesehene in den

Schatten stellen. Mit der Aufgabe betraut wurde

der staatliche Raum fahrtkonzern China Aerospace

Science and Industry Corporation (Casic). Er soll

den fliegenden Zug kreieren und das Tempo des

bereits im Land fahrenden Hochgeschwindigkeitszuges

um das Zehnfache übertreffen. Das neue

Wunder würde den Planungen zufolge viermal

schneller unterwegs sein als Passagierflugzeuge

und eine mehr als drei fache Überschallgeschwindigkeit

erreichen.

Die geplante Magnetschwebebahn, die in

Unterdruckröhren durch das Land rauschen soll,

ähnelt dem von Elon Musk im Jahr 2013 entwickelten

Hyperloop-Konzept, das aktuell nur

eine Spitzengeschwindigkeit von 1.200 km/h in

Aussicht stellt. Musk rechnet allerdings mit weiteren

Steigerungen. Züge künftiger Generationen

könnten durchaus die Schallmauer durchbrechen.

Noch ist allerdings alles bloße Theorie. Westliche

Start-Up-Unternehmen erreichen dieses

Tempoziel nicht einmal annähernd. Das in Los

Angeles ansässige Unternehmen Hyperloop One

schaffte jüngst nur eine Geschwindigkeit von

310 km/h. Deutsche Entwickler erreichten kurze

Zeit später mit ihrer Kabinenkapsel eine Spitzengeschwindigkeit

von 324 km/h.

Die Chinesen wollen die geplante Höchstgeschwindigkeit

in Etappen erreichen. Zunächst

einmal planen sie Testzüge mit 1.000 km/h. Einen

Zeitraum nannten sie aber nicht. Der Raumfahrtkonzern

Casic besitzt für dieses Projekt eigenen

Angaben zufolge bereits mehr als 200 Patente.

Vorstellbar ist auch der Export dieser Technik ins

Ausland.

(sm 180105693)

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stahlmarkt 1.2018


14 K Steel International

Enttäuschung über Reform des Emissionshandelsgesetzes

Brüssel. Die vom Europäischen Parlament ge wünschte Reform des Emissionsrechtehandels der vierten Handelsperiode

von 2021 bis 2030 be nachteiligt die Stahlerzeuger der Gemeinschaft im internationalen Wettbewerb.

»Selbst auf die effizientesten Stahlwerke

in Europa kommen nun voraussichtlich

signifikante Kosten zu«, sagte Axel Eggert,

Generaldirektor des europäischen Stahlverbandes

Eurofer. Diese Kosten müssten Mitbewerber

außerhalb der EU nicht verkraften.

Der Verband räumt zwar ein, dass das nun

beschlossene Reformpaket einige Verbesserungen

im Vergleich zur ursprünglichen Version

enthält. Es hätten aber noch bessere

Bedingungen erreicht werden können, vor

allem im Bezug auf ein Gleichgewicht zwischen

Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit.

»Leider haben viele Vorschläge keinen

Eingang in die Reform gefunden«, sagte

Eggert. Hierzu zähle beispielsweise die Be -

rücksichtigung des vollen CO 2

-Gehaltes in

unvermeidlichen Abgasen. Auch die Maßnahmen

zur Vermeidung des sektorübergreifenden

Korrekturfaktors seien unzureichend.

Zudem existiere keine Re gelung

zum Ausgleich aller indirekten Kosten in den

Mitgliedstaaten, um eine Abwanderung von

Stahlwerken ins Ausland zu verhindern.

Mit Unverständnis reagierte auch die

Wirtschaftsvereinigung Stahl auf die Einigung

im Trilog zwischen Europäischem Parlament,

Rats präsidentschaft und EU-Kommission

zum Emis sionsrechtehandel der

vierten Handelsperiode (2021 bis 2030).

»Mit diesem Ergebnis ist es Brüssel nicht

gelungen, Klimaschutz mit der industriellen

Wirklichkeit der Stahlindustrie in Einklang zu

bringen«, kritisierte Hans Jürgen Kerkhoff,

Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

»Die Stahlindustrie in Deutschland und

Europa steht in einem intensiven globalen

Wettbewerb mit Konkurrenten aus Ländern,

die keine CO 2

-Kosten zu tragen haben. Nun

wird sie für das gesamte kommende Jahrzehnt

mit einer erheblich zu geringen Zuteilung

von Zertifikaten konfrontiert, die sie

nicht durch technische Maßnahmen ausgleichen

kann – dies ist eine existenzielle Bedrohung

für ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.«

Zwar sei es richtig, dass die für die Industrie

insgesamt verfügbaren Zertifikate allgemein

an gehoben werden sollen. Die Weiterführung

der Kompensationsregelung für

emissionshandels bedingte Strompreissteigerungen

sei ebenfalls ein wichtiges Element

zu Wahrung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit,

auch wenn sie in der heutigen

Form noch nicht ausreichend sei. »Unsere

Appelle zu einer für die Stahlindustrie be -

sonders wichtigen Korrektur der nachgewiesen

technisch nicht erreichbaren Benchmarks

sind hingegen unbeantwortet geblieben«,

bemängelt Kerkhoff. Dabei hatte das Europäische

Parlament sogar entsprechende

Vorschläge vorgelegt. »Die neue Bundesregierung

muss nun dringend einen Weg für

eine nachhaltige Lösung dieses Problems für

die Stahlindustrie finden«, so Kerkhoff.

(sm 180105769)

Lateinamerika wittert Morgenluft

Cancun. Die wirtschaftliche Aktivität und der Stahleinsatz in den Staaten Lateinamerikas soll nach Einschätzung

von Experten im Jahr 2018 endlich wieder kräftig wachsen.

Vier Jahre lang musste die Region darben.

Nun dürfte sich die Situation verändern

– als Reaktion auf globales Wachstum, verbesserte

Handelsbedingungen, höhere Rohstoffpreise

und die positive Entwicklung in

Argentinien und Brasilien.

Der Internationale Währungsfonds IWF

rechnete in Lateinamerika im Jahr 2017 mit

einem wirtschaftlichen Wachstum von

1,2 % und im Jahr 2018 mit einem Anstieg

um weitere 1,9 %. Die Stahl einsetzende

Industrie soll sich den Schätzungen zufolge

proportional entwickeln und endlich wieder

positive Tendenzen aufzeigen.

Die mehr als 500 Teilnehmer der vom

lateinamerikanischen Stahlverband Alacero

organisierten Stahlkonferenz im mexikanischen

Cancun nahmen diesen Ausblick er -

freut zur Kenntnis. Der internationale Dachverband

der Stahlindustrie, worldsteel, prognostiziert

ebenfalls bessere Rahmenbedingungen.

Seinen Berechnungen zufolge

wird der Stahleinsatz 2017 um 7 % auf

1,622 Mill. t geklettert sein. Hierzu trägt vor

allem die Volksrepublik China mit einem

Anstieg von 12,4 % auf 765,7 Mill. t bei.

Die Konferenzteilnehmer diskutierten auch

über die negativen Auswirkungen der anhaltend

hohen Stahlimporte aus der Volksrepublik

China. Um die Industrie der Region vor

weiteren schweren Schäden zu schützen,

greifen die lokalen Regierungen verstärkt auf

Schutzinstrumente zurück, die die Welthandelsorganisation

WHO zulässt.

Der Stahleinsatz Lateinamerikas dürfte im

Jahr 2017 um 3,7 % auf 67,2 Mill. t gestiegen

sein. Für das Jahr 2018 ist ein Plus von

4 % ge plant. Die wichtigsten Märkte Mexiko,

Brasilien, Argentinien und Kolumbien

prognostizieren dann Zuwächse von 3 %,

7 %, 5,3 % beziehungsweise 4 %.

Die Tagungsteilnehmer sprachen sich zu -

dem für einschneidende wirtschaftliche

Reformen in den lateinamerikanischen Staaten

aus. Um das wirtschaftliche Wachstum

dauerhaft zu beschleunigen und den Stahleinsatz

weiter zu steigern bedürfe es vermehrter

Investitionen. Die nächste Konferenz,

Alacero-59, findet im November 2018

in Cartagena de Indias (Kolumbien) statt.

www.alacero.org (sm 180105759)

/

stahlmarkt 1.2018


Stahlstandort Deutschland K 15

Stahlrecyclingbetriebe laufen über

DB-Cargo-Probleme noch lange nicht gelöst

Düsseldorf/Deisslingen. Im August 2017 hatte eine Umfrage der

BDSV (Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen

e.V.) unter ihren Mitgliedsfirmen ergeben, dass 77 %

unzufrieden sind mit Service, Preis und Leistung von Deutschlands größtem

Schienengüterverkehrsunternehmen – ein konkreter Fall zeigt dies.

Ein aktueller Fall aus der Stahlrecyclingbranche

zeigt nun, welche konkreten Auswirkungen

die u. a. unzureichende Waggongestellung

und organisatorische Defizite bei

der DB Cargo auf das operative Geschäft

eines Unternehmens haben können. So be -

richtet die Geschäftsführerin der Schuler

Rohstoff GmbH aus Deisslingen, Bettina

Schuler-Kargoll, Mitglied im BDSV-Präsidium,

dass ihr Unternehmen seit Wochen viel

zu wenige Güterwaggons von der DB Cargo

bekomme. Bei der derzeitigen Hochkonjunktur

habe das Stahlrecyclingunternehmen

einen monatlichen Wareneingang von

23.000 t, von denen 60 % im Warenausgang

normalerweise mit der DB Cargo transportiert

würden. Anstatt der notwendigen

20 Waggons pro Woche habe der Betrieb

anfangs nur noch die Hälfte, später so gut

wie gar keine Waggons mehr erhalten.

Unternehmenschefin Bettina Schuler-Kargoll:

»So kann es nicht weitergehen! Seit

vier Wochen erhalten wir so gut wie keine

Waggons und werden nur noch vertröstet!«

Sie weist darauf hin, dass die Waggons, die

ihr Unternehmen seit Ende August 2017

nicht erhalten habe, für 118 zusätzliche

Lkws auf den ohnehin von Staus geprägten

Straßen gesorgt haben.

»Hinzu kommt, dass unser Unternehmen

als Zulieferer von Stahlschrott langfristige

Verpflichtungen hat. Mit den Stahlwerken

in Italien bestehen Monatsverträge, die uns

verpflichten, vereinbarte Stahlschrottmengen

innerhalb einer bestimmten Frist zu liefern«,

so Schuler-Kargoll weiter. Aufgrund

der unzureichenden Waggongestellung

würden die Logistikaufwendungen des mittelständischen

Unternehmens täglich steigen.

»Diese Kosten müssen wir tragen und

leider nicht der Verursacher«, so das ernüchternde

Fazit der Unternehmenschefin. In

Protestschreiben hat sich Schuler-Kargoll

nun an die Politik gewandt. Große Hoffnung,

dass sich die Situation in absehbarer

Zeit verbessert, hat sie jedoch nicht.

/

www.bdsv.org (sm 180105743)

Neues Innovationsforum Stahl 4.0

Berlin/Saarbrücken. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das saarländische

»Innovationsforum Stahl 4.0 – Digitalisierung und innovative Sensorik für die Stahlindustrie der Zukunft« bewilligt.

Im Rahmen des Förderprogramms

»Innovationsforen Mittelstand« bringt es

Unternehmen, Forschungseinrichtungen

sowie Politik und Institutionen zusammen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Beteiligung

mittelständischer Unternehmen bzw.

KMU. Die Akteure stammen sowohl aus der

Stahlindustrie als auch aus den Bereichen

Sensorik und Industrie 4.0. Das Projekt wird

geleitet von Dorucon – Dr. Rupp Consulting

GmbH.

Ziel ist es, gemeinsam Ideen für Innovationsprojekte

sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte

zu entwickeln. Im An -

schluss ist geplant, ein dauerhaftes Forschungsnetzwerk

zu etablieren, das sich im

Spannungsfeld Industrie 4.0 – Stahlindustrie

– Sensorik bewegt. Das geographische Zentrum

des Forums liegt im Saarland, wobei

sich Akteure aus ganz Deutschland und den

Nachbarländern daran beteiligen können.

Durch die Arbeiten im Rahmen des Projekts

wird das Profil des Saarlands als innovativer

Industrie- und Stahlstandort gestärkt. Weiterhin

wird die Grundlage für die Entwicklung

neuer Produkte und Technologien

gelegt und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit

der Region und ihrer Akteure ge -

stärkt. Auch Ideen für nachhaltige Produktionsansätze

sollen aus Stahl 4.0 entstehen.

Im Innovationsforum treffen Partner aus

unterschiedlichen Wissensgebieten, Branchen,

Hierarchieebenen und Institutionen

aufeinander. Auch die Politik, Vereine, Verbände

und interessierte Akteure aus der

Gesellschaft können daran teilnehmen.

Durch diesen interdisziplinären Ansatz wird

die Möglichkeit zu neuen Partnerschaften

geschaffen. Die Teilnehmer profitieren von

neuen Ideen für innovative Projekte, Produkte

und Technologien.

Das Netzwerk besteht aktuell aus ca. 20

Partnern und ist offen für die Aufnahme

weiterer Teilnehmer.

/

www.bmbf.de/foerderungen/

bekanntmachung-1213.html

(sm 180105771)

stahlmarkt 1.2018


16 K Branchenbericht

Bauindustrie auch für 2018 zuversichtlich

Wohnungsbau treibt die Konjunktur

Berlin. Die deutsche Bauindustrie konnte sich 2017 erneut über eine

kontinuierlich gute Entwicklung freuen. Bereits Ende Mai wurde die

Umsatzprognose der Branchenverbände für das Gesamtjahr von plus 5 %

auf plus 6 % angehoben. Auch 2018 verspricht erfolgreich zu werden: in

Sicht ist ein Wachstum von 5,5 %.

»Die Baukonjunktur läuft besser als zu

Beginn des Jahres 2017 erwartet«, konnte

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes

der Deutschen Bauindustrie (HDB), schon

Mitte 2017 feststellen. Der Umsatz der Un -

ternehmen des Bauhauptgewerbes mit

mehr als 20 Beschäftigten hatte sich im ersten

Halbjahr um rd. 10 % erhöht. Und HDB-

Hauptgeschäftsführer Michael Knipper be -

stätigte dann im Herbst: »Die deutsche

Bauindustrie blickt zuversichtlich in die

Zukunft. Wir stehen in allen Geschäftsfeldern

des Hoch- und Tiefbaus konjunkturell

auf einer sehr soliden Basis.« Die Branche

gehe davon

aus, dass sie 2018

das achte aufeinanderfolgende

Jahr

mit einem Um satzwachstum

verbuchen

könne. »Eine

solch lange, stabile

»

Die Baukonjunktur läuft besser

als zu Beginn des Jahres 2017

erwartet.

Aufschwungsphase am Bau hatten wir noch

nicht einmal in den ersten Jahren nach der

Wiedervereinigung«, sagte Knipper mit

Genugtuung. »Besonders positiv ist, dass

von diesem Bauaufschwung alle Bausparten

mit deutlichen Wachstumsraten profitieren.

Die Auftragsbücher sind weiterhin gut

gefüllt. Für 2018 erwarten wir eine Beibehaltung

des Wachstumstempos. Mit rd.

120 Mrd. € dürften wir den höchsten Branchenumsatz

seit mehr als 20 Jahren erzielen.

Der Bau wird damit auch in diesem Jahr eine

Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

bleiben. Es spricht einiges da für, dass

die reale Wachstumsrate der Bauinvestitionen

wieder über derjenigen des Bruttoinlandsproduktes

liegen wird«, so Knipper

Ende September 2017 auf der Fachmesse

bautec in Berlin. Der Optimismus wurde

auch im weiteren Verlauf immer wieder von

Verbandsseite bestätigt. Das erwartete Plus

von 6 % im gerade abgelaufenen Jahr

bedeutet einen Umsatz von 113 (2016: 107)

Mrd. €.

Dieter Babiel neuer

Hauptgeschäftsführer

Nach 21 Jahren als Hauptgeschäftsführer

des HDB ist der 65-jährige Knipper inzwischen

in den Ruhestand gegangen. Sein

Nachfolger ist seit dem 1. November 2017

Dieter Babiel (56). Er kommt vom französischen

Baustoffkonzern

Saint-Gobain,

wo er in verschiedenen

Positionen

für Personalarbeit

und Kommunikation

zuständig

war. Während im

HDB vornehmlich größere Bauunternehmen

organisiert sind, gehören die Mittelständler

eher zum Zentralverband des Deutschen

Baugewerbes (ZDB). Auch von dort kommen

ganz überwiegend positive Nachrichten:

Die Mitgliedsbetriebe bewerten ihre

Geschäftslage weiter mit »gut«, heißt es mit

Berufung auf die Herbstumfrage im Oktober.

Dies treffe vor allen Dingen auf den

Wohnungsbau und den Straßen- und Tiefbau

zu. Für den Wirtschaftsbau und den

öffentlichen Hochbau spreize sich das Stimmungsbild

zur gegenwärtigen Lage auf. Die

Meldungen »unbefriedigend« nähmen zu,

schlügen aber noch nicht auf das Gesamturteil

durch. Und die Nachfrageentwicklung

bleibe überwiegend als »unverändert« und

damit »gut« bewertet. Allerdings nähmen

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes

der Deutschen Bauindustrie (HDB)

auch hier rückläufige Meldungen etwas zu.

»Dies betrifft allerdings mehr den Tiefbau.

Hier war in den vergangenen Mo naten noch

eine hohe Nachfrageentwicklung virulent.

Dieser Bereich wird stark von der öffentlichen

Hand geprägt. Möglicherweise sind

die verfügbaren Budgets bereits im Jahresverlauf

in bedeutendem Umfang an den

Markt gegeben worden«, so der ZDB. Die

unterschiedliche Stimmung sei sicher auch

gekennzeichnet durch »das nasse und durch

Stürme gekennzeichnete Wetter« im Oktober,

das zu Baubehinderungen geführt

habe. Dennoch haben Auftragsbestände

und Bautätigkeit nach Angaben des ZDB

insgesamt weiter zugelegt. Die Investitionstätigkeit

bleibe »bei der erwarteten nachhaltigen

Auslastung der Kapazitäten aufwärts

gerichtet.«

Offizielle statistische Zahlen für das Ge -

samtjahr 2017 liegen naturgemäß zu Beginn

2018 noch nicht vor. Die Schätzungen der

Bauverbände vermitteln indessen einen zu -

verlässigen Überblick über die einzelnen

Bereiche. Wie im Vorjahr gab es zwei Sondereffekte,

die die Bauwirtschaft ankurbeln.

Zum einen der weiterhin akute Bedarf an

zusätzlichem Wohnraum, zum anderen die

»öffentliche Investitionswende«, die inzwischen

auch die kommunalen Investitionen

erfasst habe, so Hübner. Haupttreiber der

Baukonjunktur blieb auch 2017 der Wohnungsneubau.

Der Umsatz in dieser Sparte,

der 2016 um 8,5 % auf 40,0 Mrd. € gestiegen

war, dürfte 2017 um 7,5 % gewachsen

sein. Für das laufende Jahr wird ein Zuwachs

von 7 % erwartet.

Forderung nach mehr Bauland

Die mittelfristig benötigten Wohnungen

von bis zu 400.000 Einheiten pro Jahr ließen

sich nach den langen Jahren der Krise im

Wohnungsneubau nicht von heute auf morgen

realisieren. Hübner: »Die Bauwirtschaft

braucht Zeit, um ihre Kapazitäten an das

stark steigende Nachfrageniveau anzupassen.«

Aber auch 2017 mit rd. 320.000 Einheiten

habe die Branche schon viel geleistet.

Damit sei die Zahl der Wohnungsfertig-

stahlmarkt 1.2018


Branchenbericht K 17

stellungen im vergangenen Jahr seit 2009

verdoppelt, in Mehrfamilienhäusern und

Wohnheimen sogar verdreifacht worden. Vor

dem Hintergrund stagnierender Genehmigungszahlen

im Geschosswohnungsbau

appelliert der HDB an die Kommunen, die

Rahmenbedingungen

für den Wohnungsbau

zu verbessern:

»Um mittelfristig

400.000

Wohnungen an den

Markt bringen zu

können, muss in den Ballungszentren mehr

Bauland ausgewiesen werden. Gleichzeitig

müssen die Planungs- und Genehmigungsverfahren

viel kürzer werden. Drei bis sieben

Jahre vom Beginn eines Vorhabens bis zur

Fertigstellung sind kein akzeptabler Zeitraum.«

Ein wichtiges Standbein des Wohnungsbaus

sei zukünftig das serielle Bauen: Über

Skalierbarkeit und eine stärkere Industrialisierung

des Wohnungsbaus durch serielle

Fertigung sowie eine enge Verzahnung von

Planen und Bauen sei Geschosswohnungsbau

durchaus zufriedenstellend bezahlbar.

Die vom GdW Bundesverband Deutscher

Wohnungs- und Immobilienunternehmen

»

Wir stehen in allen Geschäftsfeldern des Hoch- und

Tiefbaus konjunkturell auf einer soliden Basis.

Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der

Deutschen Bauindustrie (HDB)

auf den Weg gebrachte europaweite Ausschreibung

einer Rahmenvereinbarung, die

Planen und Bauen aus einer Hand fordere,

unterstützten deshalb der HDB gemeinsam

mit dem Bundesbauministerium und der

Architektenkammer. Ziel sei es, im Frühjahr

2018 eine Rahmenvereinbarung über den

Neubau von mehrgeschossigen Wohngebäuden

in serieller und modularer Bauweise

mit insgesamt fünf bis zehn Bietergemeinschaften

aus Planung und Ausführung ab -

zuschließen.

Digitalisierung als

wichtiger Taktgeber

Auch die Digitalisierung sieht der Verband

als »einen wichtigen Taktgeber« sowohl für

den seriellen Wohnungsbau als auch für den

gesamten Hochbaubereich. Der jetzt von

den Bundesministerien Bau und Wirtschaft

gestartete Branchendialog zur Digitalisierung

im Hochbaubereich sei ein wichtiger

Anfang, um Building Information Modeling

(BIM), also ein Planungs- und Steuerungskonzept,

durch das der gesamte Lebenszyklus

des Gebäudes mit virtuellen, digitalen

Gebäudeinformationen abgewickelt wird,

zum Durchbruch zu verhelfen. »Wir begrüßen

es sehr, wenn der Bund seine Erfahrungen

aus Pilotprojekten in Berlin, Wien und

Weilerbach jetzt in der Ausschreibungs- und

Vergabepraxis berücksichtigt. Denn die Bauwirtschaft

hat keine Zeit zu verlieren, damit

Lösungen aus erster Hand.

Für den Mittelstand.

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nortec-hamburg.de


18 K Branchenbericht

die Bauwirtschaft auch international wettbewerbsfähig

bleibt. Die Digitalisierung ist

ein zentraler Schlüssel hierfür.«

Im öffentlichen Bau werde die deutsche

Bauwirtschaft weiter von der Investitionswende

im Verkehrswegebau des Bundes

profitieren, ist Hübner überzeugt. Nach

einem Anstieg des Umsatzes um

6,4 % auf 30,0 Mrd. € 2016, sehe

die Bauindustrie für 2017 ein Um -

satzplus von 6 % und erwarte für

das laufende Jahr 4 %. Bis Ende

2018 würden die Verkehrswegeinvestitionen

des Bundes auf knapp

14 Mrd. € steigen. Erstmals dürfe

die Bauwirtschaft aber darauf hoffen, dass

sich der »Investitionshochlauf« über die

Legislaturperiode hinaus fortsetzt. Dafür

spreche der konsequente Ausbau der Nutzerfinanzierung,

die Errichtung der Infrastrukturgesellschaft

Verkehr, aber auch die

Steuermehreinnahmen, die die Investitionsspielräume

des Bundes deutlich erweitern

werden. Dennoch sei es für eine »Entwarnung

an der Investitionsfront« noch zu früh.

Trotz der Investitionsanstrengungen auf

allen staatlichen Ebenen schmelze der öf -

fentliche Kapitalstock insbesondere im kommunalen

Bereich weiter ab. Trotzdem seien

aber die Perspektiven für den öffentlichen

Bau günstig.

Wirtschaftsbau schafft

den Anschluss

Der Wirtschaftsbau habe 2017 den An -

schluss an den allgemeinen Bauaufschwung

geschafft. Die Zuwanderung in die Ballungszentren

habe nicht nur eine erhöhte Wohnungsbaunachfrage,

sondern auch eine steigende

Nachfrage nach Büroarbeitsplätzen

und damit nach Büroraum ausgelöst. Gleichzeitig

profitiere der Wirtschaftsbau von der

Investitionsoffensive der Deutschen Bahn. Im

Schienenwegebau seien derzeit bundesweit

etwa 40 Großprojekte im Bau – mit einem

Investitionsvolumen von 7,5 Mrd. €. Als weitere

Impulse kämen hinzu, dass viele Unternehmen

nach einer Umfrage des Instituts der

»

Eine solch lange, stabile Aufschwungsphase

am Bau hatten wir noch nicht einmal in den

ersten Jahren nach der Wiedervereinigung.

Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes

der Deutschen Bauindustrie (HDB)

Deutschen Wirtschaft ihre Investitionen in

Deutschland ausweiten wollen. Der HDB

habe deshalb seine ursprüngliche Umsatzprognose

für 2017 von 3 auf 4 % erhöht.

2016 ist diese Sparte um 3,9 % auf

37,4 Mrd. € gewachsen. Für 2018 erwarte

die Branche ein weiteres Umsatzplus von

5 %.

Dank der guten Baukonjunktur ist die Zahl

der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe

auch 2017 gestiegen: Knipper sagte dazu

Ende September 2017: »Wir erwarten im

Jahresdurchschnitt eine weitere Zunahme

der Beschäftigung um 2 % auf 796.000 Personen,

das wären 15.000 mehr als 2016

und 91.000 mehr als zum Tiefpunkt im Jahr

2009. Für 2018 gehen wir von einer weiteren

Steigerung von 10.000 Erwerbstätigen

aus. Damit hätte die Branche – erstmals seit

2003 – wieder mehr als 800.000 Beschäftigte.«

Noch könne die zunehmende Nachfrage

nach Fachkräften aus der Arbeitslosenreserve,

dem gewerblichen Nachwuchs, den

Hochschulabsolventen und der Zuwanderung

gedeckt werden. Aber teilweise herrsche

bereits Arbeitskräftemangel.

Endlich mehr »Lehrlinge am Bau«

Gegen den allgemeinen Trend konnten

bereits im Gesamtjahr 2016 etwa 12.000

neue Ausbildungsverträge abgeschlossen

werden und damit 2 % mehr als ein Jahr

zuvor. Davon entfielen rd. 10.800 auf den

gewerblichen Bereich (+ 2 %). Dass die Zahl

der Lehrlinge trotz des demografischen

Wandels zugelegt hat, führen

Fachleute auf das »Berufsstart

Bau«-Programm zurück, in dem

junge Leute gezielt auf die Ausbildung

vorbereitet werden. Im Herbst

des vergangenen Jahrs, dem typischen

Zeitpunkt des Berufseinstiegs,

habe das Bauhauptgewerbe nochmals

11.100 neue Lehrverträge ab geschlossen,

das seien 1.600 mehr als im Herbst 2016.

Das wiederum seien zwar knapp 1.000 Verträge

weniger als Ende 2016, es kämen aber

erfahrungsgemäß im vierten Quartal noch

weitere hinzu. Der neue Hauptgeschäftsführer:

»Damit haben sich die Hoffnungen auf

eine Wende am Ausbildungsmarkt endlich

erfüllt. Die seit Jahren prosperierende Baukonjunktur,

die guten Zukunftsperspektiven

und die hohen Einstiegsgehälter scheinen

viele junge Leute überzeugt zu haben.«

Babiel ist sich sicher, dass im Gesamtjahr

2017 rd. 13.000 neue Auszubildende ge -

wonnen werden konnten: »Wir sind sehr

optimistisch, dass sich die positive Entwicklung

fortsetzen wird. Aber der Arbeitskräftebedarf

unserer Branche ist bei Weitem

noch nicht gedeckt.« Schließlich sähen

immer mehr Unternehmen im Fachkräftemangel

ein großes Risiko für die wirtschaftliche

Entwicklung ihres Unternehmens. kv

(sm 180105805)

L STEEL TICKER

NEUE STAUBFILTER FÜR

ARCELORMITTAL ZENICA

Zenica. Der in Bosnien und Herzegowina ansässige

Stahlerzeuger ArcelorMittal Zenica hat den

italienischen Anlagenbauer Ekoplant mit der In -

stallation innovativer Staubfilter beauftragt. Das

Projekt mit einem Wert von 4,9 Mill. € soll Anfang

des Jahres 2019 abgeschlossen werden.

germany.arcelormittal.com

/

kibi/WS(SHN)/SE/ (sm 180105698)

EUROMETAL NIMMT TÜRKISCHE

STAHLHÄNDLER AUF

Basel. Der europäische Stahlhändlerverband

Eurometal hat erstmals türkische Unternehmen

als Mitglieder zugelassen. Soybas, Yametas und

Gökmetal kommen nun in den Genuss der vielfältigen

Dienstleistungen der Organisation. Eurometal

begründet die Öffnung mit dem signifikanten

Wachstum des türkischen Stahlmarktes auf

einen sichtbaren Stahleinsatz von 34 Mill. t im

Jahr 2016. Zudem existiere dort ein dichtes Netz

von Stahlhändlern und Stahl-Service-Centern.

Größter Stahlmarkt in der Europäischen Union

ist Deutschland mit einer Stahlnachfrage von

41 Mill. t, gefolgt von Italien mit 24 Mill. t.

www.eurometal.net

/

kibi/WS(SHN)/SE/ (sm 171205738)

stahlmarkt 1.2018


Bauen mit Stahl K 19

Aussteller und Fachbesucher erhalten durch die Baufachtage West 2018 Gelegenheit

zum Netzwerken und Austausch.

(Fotos: Messe Essen)

Neues Messekonzept setzt

Synergien frei

Baufachtage West 2018 verzahnen acqua alta,

CONSTRUCT IT und INDUSTRIAL BUILDING

Fachlicher Austausch zum Hochwasserschutz

gewinnt an Bedeutung.

Essen. Drei Spezialmessen finden unter der Klammer Baufachtage West vom 10. bis 12. Januar in Essen statt.

Dort geht es um Themen wie den Industrie- und Gewerbebau, Hochwasserschutz und auch digitales Bauen

mit intelligenten IT-Lösungen rund um das digitale Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Aussteller wie

Fachbesucher finden in der Messe Essen eine Plattform zum fachlichen Austausch.

Vielfältige Gründe können bei Starkregenereignissen

zu verheerenden Schäden

an Inventar und Gebäudesubstanz führen.

Im Ernstfall zögern viele Unternehmen mit

einer schnellen Reaktion – sei es aufgrund

mangelndem Know-how oder unklarer Versicherungslage.

Ist aber z. B. der durch das

Hochwasser reingetragene Schlamm erstmal

ausgehärtet, potenzieren sich die Kosten

erneut. Eine gute Vorbereitung ist also

essenziell.

Neue Ideen durch

interdisziplinaren Austausch

Die acqua alta informiert über Objektschutzmaßnahmen,

um die Risiken von Sachschäden

zu mindern und kostenintensive Be -

triebsunterbrechungen zu verkürzen oder zu

vermeiden. Das Schwerpunktthema Hochwasservorsorge

wird durch die Bereiche Risikomanagement,

Sperrwerke und Dämme

sowie Forschung und Entwicklung vervollständigt.

Um wirtschaftliche Risiken zu minimieren,

müssen alle beteiligten Bereiche ihre

Zusammenarbeit intensivieren.

Baufachtage West und InfraTech

bieten Messe-Vierklang

Drei unter der Klammer der Baufachtage

West parallel stattfindende Spezialmessen:

Die Industrial Building ist eine Veranstaltung,

die Produkte und Systemlösungen aus

den Bereichen Planung, Gebäudehülle und

Gebäudetechnik für industriell und gewerblich

genutzte Gebäude präsentiert. Mit der

Construct It gewinnt die Messelandschaft

ein Format, das Experten für Software-

Lösungen der Baubranche eine Plattform

bietet. Vervollständigt wird das Messe-Trio

durch die acqua alta.

Gleichzeitig zu den Baufachtagen West

veranstaltet Rotterdam Ahoy auf dem Ge -

lände der Messe Essen die InfraTech.

www.industrial-building.de

www.construct-it-essen.de

www.acqua-alta.de

www.infratech.de

/

(sm 180105750)

stahlmarkt 1.2018


20 K Bauen mit Stahl

Der Stahl, aus dem die Traumstädte sind

Neue Wohnformen benötigen innovative Qualitäten

Seoul. Der Wunsch vieler Menschen, in immer größeren, grünen oder

smarten Städten zu wohnen, verstärkt die Suche nach neuen Bauelementen

und ungewöhnlichen Konstruktionslösungen. Die Stahlerzeuger

unterstützen diese Trends mit immer besseren Materialmixes und der

Entwicklung innovativer Baustähle.

Die weltweite Bauindustrie profitiert

seit geraumer Zeit von der anhaltenden Verstädterung.

Nach Einschätzung des Forschungsinstituts

des südkoreanischen Stahlerzeugers

Posco ist ein Ende nicht in Sicht.

Vielmehr sollen im Jahr 2050 rd. 66 % aller

Menschen beziehungsweise 9,5 Milliarden

in Städten leben. Das bedeutet, dass pro

Jahr durchschnittlich rd. 100 Mill. Bewohner

neu hinzukommen. Im Jahr 1950 lebten

lediglich 29 % aller Menschen in oder im

Einzugsgebiet von Städten.

Der Umzug vieler Menschen von ländlichen

Regionen in große Städte wird aller

Voraussicht nach in den Schwellenländern

die Industrialisierung und in den hochentwickelten

Ländern die Entstehung von Wissensgesellschaften

vorantreiben.

Die Urbanisierung verschärft aber auch

bestehende Probleme, wie Wohnungsnot,

unzureichende Transportmöglichkeiten und

die nicht ausreichende Versorgung mit

Strom und Wasser. Gleichzeitig führt dieser

Mangel zu steigenden Investitionen in bauliche

Maßnahmen, vor allem für die Errichtung

von Wohnhäusern und Geschäftsgebäuden

sowie in die Infrastruktur. Hingegen

sinken die Ausgaben für den Bau von Produktionsanlagen,

da die Menschen aufgrund

der globalen Klimaerwärmung und

der Umweltverschmutzung mehr Wert auf

erneuerbare Energieträger legen.

Informations- und Kommunikationstechnik in intelligenten Städten

Häuser

Menschen

Fahrzeuge

Maschinen

Anlagen

Andere Güter

Datengrundlage

Stadtsysteme:

Transport

Wasser, Energie...

Heizung, Kühlung

Stoffkreisläufe

Kontrolle und Sicherheit

Kommunikation

Daten

Fernüberwachung

Infrastruktur

(Informations- und Kommunikationstechnik (ICT))

Diagnose und Fehlererkennung

Automatisierungslösung

Energienetz und Leistungsmessung

Quelle: Posco Research Institute

Zahl der Megastädte steigt

kontinuierlich

Die Forscher gehen davon aus, dass es künftig

wesentlich mehr Megastädte mit 10 Millionen

Einwohnern und mehr geben wird.

Außerdem dürften infolge der vierten industriellen

Revolution smarte beziehungsweise

intelligente Städte entstehen. Auch die

Nachfrage nach grünen Städten, die weniger

Energie verzehren und verstärkt auf das

Recycling achten, soll kräftig steigen.

Die Experten glauben auch, dass der

bestehende Wettbewerb zwischen Ländern

nun von einem Kräftemessen zwischen

Städten abgelöst wird. Dieses dürfte sich vor

allem durch die Anzahl der Wolkenkratzer

entscheiden. Zwischen 2012 und 2016 verdoppelte

sich die Zahl der Gebäude mit

einer Höhe von mehr als 300 m. Aktuell

werden 100 superhohe Türme errichtet. Im

Jahr 2020 dürften es doppelt so viele sein.

Die Verschmutzung der Ozeane, der Klimawandel

und die Endlichkeit von Energieträgern

wecken in vielen Menschen aber

auch den Wunsch nach einem Leben in

einer grünen Stadt. Dort werden Baumaterialien

wiederverwertet beziehungsweise

sparsamer eingesetzt. Die Konstrukteure

sind angehalten, umweltschonendere Materialien

und Techniken für die Errichtung neuer

Gebäude einzusetzen. Die Ausgaben der

Öffentlichen Hand für die traditionellen In -

frastrukturträger Straßen und Brücken sinken,

steigen aber für Bahnen und grüne

Angebote.

Wieder andere Menschen möchten in

intelligenten Städten leben. Dort wird die

Informationstechnik integraler Bestandteil

für die Bereiche Energie, Transport und Risikominderung.

Schon bald dürften intelligente

Städte wie Pilze aus dem Boden schießen.

China und Indien haben hier bereits die Nase

vorn und kündigten Pilotprojekte an. Auch

dort werden besondere Stähle benötigt.

Neue Stähle unterstützen Trends

Der Bedarf an innovativen Stahlerzeugnissen

für die Realisierung neuer Wohnformen

verändert sich nach Einschätzung der Exper-

stahlmarkt 1.2018


Bauen mit Stahl K 21

Stahlintensität bei Bauinvestitionen

100

91

Achtung: Stahlintensität =

Stahlnachfrage im Bau ÷ Bauinvestitionen

Quelle: POSCO Research Institute

84

2015 2025 2035

ten des Posco Research Institute aber nicht

auf einen Schlag, sondern vollzieht sich in

mehreren Schritten. Zunächst einmal würden

sich Designer und Architekten konventionelle

Baustahlerzeugnisse, wie Stäbe und

Formstähle, mit verbesserten Eigenschaften

wünschen – möglicherweise eine intensivere

Wärmeleitfähigkeit oder eine noch größere

Schallisolierung. Um diese höheren

Anforderungen zu erfüllen, dürften Stahlunternehmen

ihre konventionellen Erzeugnisse

nun aus Verbundwerkstoffen fertigen und

beispielsweise Produkte aus Stahl und Beton

schaffen.

Im nächsten Schritt prognostizieren die

Experten den Einsatz innovativer Materialien,

wie Kohlenstoffnanoröhren und Formgedächtnislegierungen,

im Konstruktionsprozess.

Die Verwendung hochfunktionaler

Materialien in der Bauindustrie ermögliche

und beschleunige dann die Entwicklung

megagroßer, umweltfreundlicher und smarter

Bauelemente.

Die Investitionen in den Bau größerer und

wachsender Städte führen zu einer qualitativen

Veränderung der Stahlerzeugnisse. Es

gibt aber auch quantitative Veränderungen,

da die Stahlintensität beziehungsweise der

Anteil des Stahls pro Bauelement künftig

sinkt. Hochfeste Stahlmischungen würden

verstärkt für sehr hohe Gebäude und sehr

lange Brücken in Megastädten eingesetzt.

Die Stahlintensität, die im Jahr 2015 mit

100 % festgesetzt wurde, dürfte im Jahr

2025 auf 91 % und im Jahr 2035 auf 84 %

sinken.

Die anhaltende Verstädterung führt – die

Stahlkosten einmal ausgeklammert – aufgrund

eines wachsenden Personalaufwands

zu steigenden Baukosten. Diese werden

künftig immer weniger von den Stahlpreisen

bestimmt, sondern vielmehr von den Aufwendungen

für intelligente Objekte, wie

dem Internet der Dinge und Sensoren in den

smarten Städten. kibi

(sm 180105733)

Swissbau 2018: Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?

Basel. Zum ersten Mal steht vom 16. bis 20. Januar die Swissbau 2018 in Basel unter dem Motto

»Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?« und stellt die Digitalisierung in den Mittelpunkt.

Die Baumesse Swissbau ist alle zwei

Jahre der zentrale Branchentreffpunkt in

Basel. Während der fünf Messetage treffen

rd. 1.000 Aussteller auf über 100.000 Be -

sucher. Ziel der Ausstellung ist es, eine um -

fassende und inspirierende Marktübersicht

zu bieten.

Nebst den beiden bekannten Formaten

Ausstellung und Swissbau Focus präsentiert

die Messe erstmals die Sonderschau Swissbau

Innovation Lab. Dort machen führende

Unternehmen und Experten Zukunftstechnologien

erlebbar. Die Nutzung der Potenziale

dieser neuen Vernetzungsformen hinkt

in der Bauwirtschaft noch hinterher – daher

das Motto für die Swissbau 2018.

Sie sucht und bietet Antworten sowie

Möglichkeiten, wie bestehende Prozesse

optimiert und wie neue Geschäftsmodelle,

Produkte und Dienstleistungen entwickelt

werden können. In den Ausstellungsbereichen,

dem Veranstaltungs- und Netzwerkformat

Swissbau Focus und vor allem der

neuen Sonderschau Swissbau Innovation

Lab erhalten die Besucher einen Einblick,

wie die Zusammenarbeit in der Schweizer

Baubranche künftig aussehen könnte. »Wir

sind stolz darauf, die Swissbau auf ein neues

Level zu hieven und die Digitalisierung in

einen zukunftsweisenden und praxisorientierten

Dialog zwischen Akteuren der Branche

zu bringen«, betont Rudolf Pfander,

Exhibition Director der Swissbau.

Innovation Lab – Sonderschau für

digitale Transformation

Die neue Sonderschau Swissbau Innovation

Lab lässt die Chancen der digitalen Transformation

in der Bauwirtschaft erleb- und greifbar

werden. Ziel ist es, die Vernetzung aller

Marktteilnehmer zu fördern und alle am

Bauprozess Beteiligten zusammenzubringen.

Dies erleichtert den Dialog und stärkt

die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit.

Die zentralen Elemente des Innovation

Lab sind das Innovation Village und

der iRoom. Im iRoom können Besucher ein

der Realität nachempfundenes Bauprojekt,

in Form von zehn verschiedenen Anwendungsbeispielen,

aktiv mitgestalten. Dabei

werden Augmented-Reality-Technologien

eingesetzt. Im Innovation Village präsentieren

Hersteller, Trendsetter, Planer und Forscher

ihre neuesten Produkte und Lösungen

rund um das Thema »Digitales Bauen«.

www.swissbau.ch

/

(sm 180105781)

stahlmarkt 1.2018


22 K Bauen mit Stahl

Stahl bietet viele Lösungsansätze

für den Leichtbau

Von Annedore Bose-Munde

Stahl kann für den Leichtbau durchaus ein geeigneter Werkstoff sein. Und

er bewährt sich auch in hochanspruchsvollen Anwendungen. Neue

Entwicklungen, Werkstoffkonzepte und Projekte verdeutlichen das.

So beispielsweise QP-Stähle, ein stahlintensiver Mischbau oder Spezialstähle

für Werkzeuge zum Presshärten.

In der Metall verarbeitenden Industrie

steigt die Diversität der eingesetzten Werkstoffe

und der daraus hergestellten Bauteile

stetig an. Als Werkstoffe werden zunehmend

höchstfeste Stähle, wie PHS (Presshardened

Steel), DP- (Dualphasen), QP-

(Quenching and Partitioning) oder TWIP-

Stähle (Twinning Induced Plasticity) eingesetzt,

deren Eigenschaften dann durch

komplexe Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse

individuell an die bauteil- oder kundenspezifischen

Anforderungen angepasst

werden.

Auf der Werkstoffwoche, die Ende September

2017 in Dresden stattfand, wurden

neue Anwendungskonzepte sowie Erkenntnisse

aus der werkstoffwissenschaftlichen

Grundlagenforschung vorgestellt.

Prof. Martin Franz-Xaver Wagner vom In -

stitut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik

der Technischen Universität

Chemnitz stellte dar, wie durch den Quenchand

Partitioning-Prozess in niedriglegierten

– und dadurch preiswert und sicher verfügbaren

– Stählen die hohen Festigkeiten (primär)

martensitischer Gefüge mit moderat

guter Verformbarkeit kombiniert werden

können. Vorgestellt wurden zudem experimentelle

Untersuchungen speziell zum Einfluss

verschiedener thermo-mechanischer

Behandlungen auf die Eigenschaften von

QP-Stählen.

QP-Stähle beruhen darauf, dass man auf

mikroskopischer Ebene die Legierungselemente

klug partitioniert. Aufgrund der hervorragenden

mechanischen Eigenschaften

und der preiswerten Legierungszusammensetzung

bieten sich gerade in der Automobilindustrie

vielfältige Anwendungen, beispielsweise

für crash-relevante Bauteile.

Um das enorme Anwendungspotenzial

dieser Werkstoffe breit nutzen zu können,

müssten jedoch noch viele Aufgaben ge -

meistert werden – von der Klärung grundlegender

metallphysikalischer Fragestellungen

zur Verformung und Stabilität der

mehr phasigen Gefüge bis hin zur technischen

Umsetzbarkeit in industrienahen

Produk tionsprozessen. Dazu sei eine enge

Zusammenarbeit von Forschern aus den

Bereichen Werkstoffwissenschaft und Produktions

technik erforderlich, so der Wissenschaftler.

Unter anderem für die Entwicklung

moderner QP-Stähle wurde Martin

Wagner 2017 mit dem DGM-Preis (der

Deutschen Gesellschaft für Materialkunde

e.V.) ausgezeichnet.

(Foto: BMW)

Auch BMW setzt bei der

7er-Reihe auf intelligenten

Materialmix – eine

Herausforderung für die

Fügetechnik.

stahlmarkt 1.2018


(Foto: Audi)

Materialmix-

Konzepte wie

hier beim Audi A8

fassen in der Automobilindustrie

gerade mit Blick auf den

Leichtbau zunehmend Fuß.

Stahlintensiver Mischbau

ist Herausforderung für die

Verbindungstechnik

Materialmix-Konzepte wie beispielsweise

der stahlintensive Mischbau fassen in der

Automobilindustrie zunehmend Fuß – gerade

mit dem Blick auf den Leichtbau. Da die

verschiedenen Bereiche einer Fahrzeugstruktur

unterschiedlichen Anforderungen und

Belastungen unterliegen, setzen die Hersteller

auf beanspruchungsgerechte Leichtbaukonstruktionen

aus artverschiedenen Werkstoffen,

die dann verbunden werden müssen.

Die Herausforderungen für die Verbindungstechnik

liegen dabei in der unterschiedlichen

Wärmeausdehnung, teils nur

einseitigen Fügemöglichkeiten sowie der

Vermeidung von Kontaktkorrosion des Ma -

terialmixes. Fest steht jedoch: Für die erfolgreiche

und wirtschaftliche Umsetzung einer

effizienten Mischbauweise ist die Verfügbarkeit

geeigneter Fügetechnologien unerlässlich.

In Dresden wurden verschiedene Neuund

Weiterentwicklungen mechanischer,

klebtechnischer, thermischer und hybrider

Fügetechniken für das Verbinden von neuen

Leichtbauwerkstoffen in Mischbauweise

vorgestellt. Diese hatten Wissenschaftler im

Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik

der Universität Paderborn entwickelt,

so beispielsweise das Vollstanznieten

von höchstfesten Stahlwerkstoffen in Mischbaustrukturen.

An das Werkzeug

und insbesondere

an das Herzstück

des Werkzeuges, den

Formeneinsatz,

werden beim Presshärten

besonders

hohe Ansprüche

gestellt: Er muss

aus einem Stahl

gefertigt sein, der

die Abschreckgeschwindigkeit

zusätzlich erhöht.

Spezialstähle für die Werkzeuge

zum Presshärten

Zunehmend bedeutsam für die Automobilindustrie

ist das Presshärten, das die Warmformgebung

und die Wärmebehandlung der

hochfesten Bleche in einem einzigen Prozessschritt

kombiniert. Das Blech wird dabei

auf Austenitisierungstemperatur er wärmt

und dann in das gekühlte Presswerkzeug

eingebracht, wo es geformt und gleichzeitig

abgeschreckt wird. Eine nachträgliche Wärmebehandlung

entfällt. An das Werkzeug

und insbesondere an das Herzstück des

Werkzeuges, den Formeneinsatz, werden

somit besonders hohe Ansprüche gestellt: Er

muss aus einem Stahl gefertigt sein, der die

Abschreckgeschwindigkeit

zusätzlich

erhöht. Mit dem

Thermodur

2383 Supercool

haben die Deutschen

Edelstahlwerke einen Stahl entwickelt,

der im Vergleich zu den klassischen Warmarbeitsstählen

im vergüteten Zustand, bei

einer Härte von 45 HRC (Härte nach Rockwell)

und bei 100 °C eine sehr hohe

Wärmeleit fähigkeit von 44 W/(m.K) (Watt

pro Meter und Kelvin) besitzt. Ein Formeneinsatz

aus dem Thermodur 2383 ist also in

der Lage, die Wärme des erhitzten Blechs

innerhalb kürzester Zeit kontrolliert abzuleiten.

Ob Werkstoff, Werkzeug oder Verbindungslösung

– die Beispiele auf der Werkstoffwoche

in Dresden haben gezeigt, dass

Stahl immer wieder ein breites Potenzial für

den Leichtbau bereithält. abm

(sm 180105612)

(Foto: AP&T)

stahlmarkt 1.2018


24 K Bauen mit Stahl

GreenCoat-Gebäude gewinnt den

Iconic Architecture Award 2017

Langlebige Oberflächen und Optik

Stockholm/London. Das von Kritikern gefeierte »Tin House«, ein

Londoner Wohn- und Bürokomplex aus ökologischem, organisch

beschichtetem GreenCoat-Stahlfeinblech von SSAB, wurde vom

internationalen Architekten-Netzwerk Iconic World zum Sieger der

»Iconic Awards 2017« gewählt.

Das vom mehrfach ausgezeichneten

Architekten Henning Stummel entworfene

Tin House besitzt eine einzigartige Gebäudehülle,

die komplett aus GreenCoat PLX

Pro BT von SSAB gefertigt wurde. Der Konzern

ist weltweit für seine Premiumstähle

bekannt, die zu den besten Stählen auf dem

Markt zählen. »Wir haben uns alle Werkstoffe

angeschaut, bevor wir uns für Green-

Coat entschieden haben. Wichtig war uns

eine langlebige Oberfläche, deren Farbe

nicht verblasst und die ihre gewünschte

Optik auch über Jahrzehnte hinweg beibehält.

Dass GreenCoat PLX Pro BT über eine

Beschichtung mit ökologischen Eigenschaften

verfügt, ist dabei ein weiterer wesentlicher

Vorteil«, erklärt Stummel.

GreenCoat PLX Pro BT weist eine patentierte

organische Beschichtung mit Biotechnologie

(BT) auf, bei der ein Großteil der

herkömmlichen fossilen Farbbestandteile

durch biologische Komponenten, wie schwedisches

Pflanzenöl, ersetzt wurde. Dachprofis

schätzen an GreenCoat PLX Pro BT vor allem

seine einfache Verarbeitbarkeit von Hand

und die anhaltende Farbechtheit, aber auch

seine hohe Korrosions- und UV-Beständigkeit

sowie seine Kratzfestigkeit. Die Iconic Awards

sind die erste objektive internationale Auszeichnung

im Bereich Architektur und De -

sign, die sich auf das Zusammenspiel der

Disziplinen von Architektur, Design, Baukonstruktion

und Industrie konzentriert. Mit ihr

werden wegweisende Architektur, innovative

Produkte und nachhaltige Kommunikation

auf allen Feldern der Architektur, der Bauund

Immobilienbranche sowie der verarbeitenden

Industrie in fünf Hauptkategorien

gewürdigt.

« KONTAKT

SSAB Swedish Steel GmbH

Hamborner Straße 55

40472 Düsseldorf

Tel. +49 211 9125-0

www.ssab.com

(sm 180105796)

Das Tin House ist ein

Londoner Wohn- und

Bürokomplex aus

ökologischem, organisch

beschichtetem GreenCoat-

Stahlfeinblech von SSAB.

»

Wichtig war uns eine langlebige Oberfläche, deren

Farbe nicht verblasst und die ihre gewünschte

Optik auch über Jahrzehnte hinweg beibehält,

sagt der Architekt Henning Stummel.

(Fotos: SSAB)


Bauen mit Stahl K 25

Virtuelles Bauen

Wurst Stahlbau für Digitalisierung

ausgezeichnet

Hannover/Bersenbrück. Wurst Stahlbau ist für

seine Digitalisierungs strategie vom Niedersächsischen

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und

Digitalisierung ausgezeichnet worden. Das Bersenbrücker

Familien unternehmen hat in der Kategorie

»Handwerk« mit der erfolgreichen Einführung digitaler

Bauplanung den zweiten Platz gewonnen.

Der Stahlbauspezialist will 3-D-Gebäudemodelle im Projektbau

demnächst schlüsselfertig modellbasiert entwerfen und kalkulieren.

Der Bauablauf soll visualisiert, verschiedene Nutzungsszenarien

simuliert und Prozesse optimiert werden. Realisiert wird die digitale

Transformation bei Wurst Stahlbau auf Basis von Building Information

Modeling (BIM). BIM ist in Deutschland bisher kaum verbreitet,

die Kenntnis über virtuelles Bauen und dessen Vorteile noch sehr

gering. Wenn überhaupt findet der Einsatz digitaler Me thoden derzeit

hauptsächlich als Insellösung in einzelnen innovativen Architektur-

und Ingenieurbüros, oder den ganz großen Baufirmen statt.

Im Fokus der Preisverleihung standen Betriebe, die Digitalisierungsprojekte

erfolgreich umgesetzt, digitale Neuerungen eingeführt

und ihre Mitarbeiter erfolgreich mitgenommen haben. Bei

Wurst Stahlbau ist das gelungen. Die geschäftsführenden Gesellschafter

Christian, Michael und Thomas Wurst hatten dazu vor

einem Jahr ein Change-Management initiiert. Jetzt sind Montageteams,

Bauleiter und die Vertriebsmannschaft bereits mit online-fähigen

Notebooks, Tablet-PCs und Smartphones unterwegs. Aktuelle

Informationen können jederzeit auf der Baustelle oder beim Kunden

von internen Systemen abgerufen und Fotos von der Baustelle

direkt an die »Zentrale« übermittelt werden. Die Mitarbeiter kommunizieren

via Mail, Skype for Business und über weitere cloudbasierte

Systeme. Die Ergebnisse sind messbar: weniger Papier, mehr

Effizienz. Davon profitieren alle – auch die Mitarbeiter. Das digitale

Abbild der Planungsprozesse schafft für alle einen Mehrwert. Mit

BIM werden Kosten und Prozesse transparent und für alle Beteiligten

einsehbar. Weil Bauprojekte bis ins Detail zu Ende gedacht werden

müssen, wird die Möglichkeit eines Nachtrags zumindest eingeschränkt

und reduziert finanzielle Risiken bei Bauvorhaben.

Aus diesem Grund wird BIM für Bauprojekte der öffentlichen

Hand zwingend. Für die Preisträger ist das kein Nachteil. Ganz im

Gegenteil: Sie wollen in Zukunft bei öffentlichen Ausschreibungen

mit effizienten Prozessen und Kostentransparenz punkten. Die digitalen

Voraussetzungen dazu haben sie.

www.wurst-stahlbau.de

/

(sm 180105827)

stahlmarkt 1.2018


26 K Bauen mit Stahl

Deutscher Verzinkerpreis 2017

Düsseldorf. Zum 15. Mal hat der Industrieverband Feuerverzinken den Deutschen Verzinkerpreis

für Architektur und Metallgestaltung verliehen.

Wie in den Vorjahren sah der Auslober

für die Kategorie Architektur ein Preisgeld

von insgesamt 10.000 € und in der Kategorie

Metallgestaltung ein Preisgeld von

5.000 € vor. Mit 45 eingereichten Projekten,

die ganz oder in wesentlichem Umfang feuerverzinkt

waren, fand der Preis in der Fachwelt

erneut eine gute Resonanz.

Die eingereichten Bewerbungen offenbarten

das breit gefächerte Anwendungsspektrum

von feuerverzinktem Stahl und die

wachsende Bedeutung des Feuerverzinkens

vor allem unter den Aspekten Nachhaltigkeit,

Dauerhaftigkeit und Ästhetik.

Der erste Preis der Kategorie Architektur

ging an pfeiffer sachse architekten UG, Berlin

und Stahlbau Claus Queck GmbH, Düren

für das Objekt Landmarke Duhamel – Saarpolygon.

Den zweiten Preis der Kategorie

Architektur erhielten die as-if Architekten,

Berlin, für den ZF Campus der Zeppelin Universität

Friedrichshafen; dritte Preise der

Kategorie Architektur wurden an Baum &

Baroš Architekten, Roetgen, verliehen für

die Comeniusbrücke über die Elbe in Jaromer,

Tschechien, sowie an Rimpf-Architektur,

Hamburg, und Stahlbau Hahner GmbH

Der erste Preis der Kategorie Architektur ging

an pfeiffer sachse architekten UG, Berlin,

und Stahlbau Claus Queck GmbH,

Düren, für die

Landmarke Duhamel

»Saarpolygon«.

& Co. KG, für das Empfangsgebäude »Mitoseum«

im Saurierpark Kleinwelka.

Der erste Preis der Kategorie Metallgestaltung

ging an SYRA Schoyerer Architekten

BDA, Mainz, für den Fahrradpavillon Mainz,

den zweiten Preis der Kategorie Metallgestaltung

erhielt Angelika Summa, Würzburg,

für ihr Objekt »Structangle II«. Der

dritte Preis der Kategorie Metallgestaltung

wurde der Kunstschmiede Andreas Althammer,

Leipzig verliehen für die Schriftspur

Stadtbahn Wehrhahnlinie Düsseldorf. Anerkennungen

der Kategorie Metallgestaltung

gab es für Isabel Lange Metallgestaltung

sowie für die Wanderausstellung »Israelis &

Deutsche« von Lendler Ausstellungsarchitektur.

/

(Foto: Jan Siefke)

http://www.feuerverzinken.com/

industrie/awards/deutscherverzinkerpreis/

(sm 180105749)

L KURZMELDUNGEN

STAHLRECYCLER FORDERN

UMWELTBONUS

Dortmund. Der Präsident der Bundesvereinigung

Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen

e.V. Andreas Schwenter, forderte

während der BDSV Jahrestagung einen Umweltbonus

für Stahlrecycler.

Denn, dass bei der Stahlproduktion der Einsatz

von Schrott die Umwelt deutlich mehr schont als

der Einsatz von Eisenerz und Kokskohle, ist, auch

dank der permanenten BDSV-Öffentlichkeitsarbeit,

bei vielen Entscheidungsträgern angekommen.

Schwenter griff diese bekannten Umweltvorteile

in einer Talkrunde auf und verband sie

nun mit der Forderung nach Einräumung eines

»Umweltbonus« für die Stahlrecyclingbetriebe:

Wenn die umweltschonende Wirkung des Stahlrecyclings

unbestritten ist, so Schwenter, sei es

doch sinnvoll, den Einsatz von Stahlschrott bei der

Stahlherstellung noch weiter zu fördern. Vorstellen

könne er sich Steuervorteile (etwa der der

Mehrwertbesteuerung) oder auch eine Entlastung

bei den hohen Umweltauflagen. Diese könnten an

der einen oder anderen Stelle abgemildert werden,

wenn Umweltbelastungen bei der Stahlherstellung

durch den Mehreinsatz von Schrott nachweislich

reduziert werden.

www.bdsv.org

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180105828)

FÖRDERPREIS UND DASt

FORSCHUNGSPREIS AUSGELOBT

Düsseldorf. bauforumstahl e.V. lobt den Förderpreis

des Deutschen Stahlbaues 2018 und den

DASt-Forschungspreis aus. Gesucht werden zu -

kunftsweisende Ideen und Lösungen mit Stahlkonstruktionen,

die seit 2015 an Hoch- oder Fachhochschulen

erarbeitet wurden. Die beim Förderpreis

seit 2016 neue Kategorie DASt-Forschungspreis

legt einen Fokus auf wissenschaftliche

Arbeiten und deren Ergebnisse. Dieser Preis ist mit

8.000 € dotiert.

Die Auslobung richtet sich an Studierende und

Absolvierende der Architektur, des Baubetriebs

und des konstruktiven Ingenieurbaus an deutschen

Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen

sowie deutsche Staatsangehörige, die an einer

ausländischen Einrichtung studieren.

www.bauforumstahl.de/

foerderpreis-des-deutschenstahlbaues

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105695)

stahlmarkt 1.2018


Bauen mit Stahl K 27

Fußbodensystem aus Stahlblech

Innovative Lösung bei der Sanierung von Altbauten

Düsseldorf. Die Bauwirtschaft boomt. Neben dem Neubau sind es

zunehmend die Segmente Sanierung und Modernisierung, die höchste

Zuwachsraten verzeichnen. Gefragt sind schnell und einfach zu

realisierende Lösungen, die zudem die gestiegenen Anforderungen an

die Energieeinsparung erfüllen. Ideal dafür ist der Werkstoff Stahl.

Soll der Fußboden erneuert werden,

sind konventionelle Fußbodensysteme oft

zu schwer, bauen hoch auf und sind träge

in der Abgabe der Heizleistung. Nicht so das

Fußbodensystem mit einer Bewehrung aus

verzinktem Stahlblech. In der Fläche miteinander

verbundene und mit Fließestrich verfüllte

Grundelemente bilden den sehr leichten

und enorm tragfähigen Fußbodenaufbau

mit einer Gesamthöhe von nur wenigen

Zentimetern. Das Unternehmen effidur aus

Chemnitz wurde für diese Entwicklung mit

dem Stahl-Innovationspreis ausgezeichnet.

Neben dem Einsatz beim Neubau von Wohnungen,

Büros und Gewerbebauten hat sich

das System vor allem bei der Sanierung von

Altbauten sowie denkmalgeschützten Ge -

bäuden bewährt.

So bestätigt Thomas Müller, Vertriebsleiter

der effidur GmbH: «Der Stahl-Innovationspreis

gibt unserem Unternehmen erfolgreichen

Rückenwind bei der Vermarktung des

einzigartigen Fußbodensystems. Bei geringer

zulässiger Belastbarkeit von Bestandsdecken,

fehlenden Anschlusshöhen oder

unebenen Untergründen bietet das Wabenplattensystem

Architekten und Bauherren

eine leichte, stabile und äußerst wirtschaftliche

Lösung für das Bauen im Bestand. Im

Marktsegment energetischer Modernisierung

und Sanierung im Wohnungsbestand

konnten wir in den zurückliegenden sieben

Jahren eine Steigerung der eingebauten Flächen

im hohen zweistelligen Prozentbereich

verzeichnen.« Ob bei der Sanierung von

Wohnanlagen aus den 1950er-Jahren oder

der Modernisierung großer Gewerbeflächen:

Das Fußbodensystem aus Stahlblech

hat sich als Problemlöser im Bodenbereich

europaweit bewährt.

Stahl-Innovationspreis:

nehmen Sie teil!

Jetzt ist es wieder so weit: Zum elften Mal

loben Unternehmen der Stahlindustrie in

Deutschland den Stahl-Innovationspreis aus,

um neuen Ideen mit dem Werkstoff Stahl

eine Bühne zu bieten. Ingenieure, Architekten,

Designer, Handwerker, Forscher und

Erfinder können sich mit ihren Projekten am

Stahl-Innovationspreis 2018 beteiligen. Den

Gewinnern winken Preisgelder von insgesamt

60.000 € und die Bekanntmachung

ihrer Innovationen in der Öffentlichkeit.

Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist

kostenfrei. Die Teilnahmeunterlagen können

bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf

angefordert werden. Einsendeschluss

ist der 26. Januar 2018. Die Preisverleihung

findet am 13. Juni 2018 in Berlin statt.

www.stahl-innovationspreis.de

/

(sm 180105748)

Nach dem Verlegen der

Wabenplatten erfolgt der

Verguss mit Fließestrich.

(Foto: WV Stahl)

stahlmarkt 1.2018


28 K Bauen mit Stahl

Saar Stahlbau in New York

Saarstahl-Tochter liefert Schwingungsdämpfer

Völklingen/New York. Mehr als 500 t wiegt der Schwingungsdämpfer

zur Schwingungsisolierung im neuen Museum of Modern Art, MoMA in

New York. Er gleicht windbedingte Schwingungen im Hochhaus aus.

Diese Adresse kennen alle Kunstliebhaber:

In der 11W 53rd St, New York, NY

10019 steht das »Museum of Modern Art«,

kurz MoMA, eines der weltweit bedeutendsten

Museen für moderne Kunst. Derzeit

wird der Besuchermagnet am Rande des

Central Parks für rd. 400 Mill. Dollar erweitert

und soll nach der geplanten Fertigstellung

2019 eines der futuristischsten Gebäude

in der Mega-City sein – ein aufsehenerregendes

Projekt, an dem auch die Saar

Stahlbau GmbH beteiligt ist.

Die Saarstahl-Tochter hat

Komponenten für den insgesamt

rd. 500 t schweren,

sogenannten Schwingungsdämpfer

(Tuned Mass

Damper) geliefert. Der

Schwingungsdämpfer

ist für die Stabilität

eines Gebäudes dieser

Höhe und Bauweise

unverzichtbar.

»Das Bauteil wird ganz oben in der

Spitze des Wolkenkratzers aufgehängt. Es

gleicht durch seine Masse die durch Windlasten

verursachte Bewegung des Gebäudes

durch eine Gegenbewegung aus und minimiert

sie dadurch«, erklärt Andreas Steffan,

Ge schäftsführer der Saar Stahlbau.

Für diesen Schwingungsdämpfer hat Saar

Stahlbau den Zwischenrahmen und die Wannen

für die Reaktionsmasse gefertigt. Allein

60 t wiegt der Zwischenrahmen des Schwingungsdämpfers;

eine

imposante Konstruktion,

die aus mehreren

Stahlteilen

zusammengefügt

wurde. Mehr als

56 t schwer

sind die Wannen.

»Sie

werden

bei der

Montage

vor Ort in den Rahmen eingesetzt und

an schließend mit sogenannten Dämpfergewichten

bestückt«, erklärt Steffan. »Die bringen

weitere 370 t auf die Waage.«

Wenn der gesamte Schwingungsdämpfer

auf der MoMA-Baustelle montiert wird,

müssen alle Komponenten auf den Millimeter

genau zusammenpassen. Das setzt

die exakte Einhaltung der vorgegebenen

Schweiß- und Maßtoleranzen voraus. Entwurf,

Planung und Design des Bauteils

stammen von dem Berliner Unternehmen

GERB. Saar Stahlbau hat für das weltweit in

der Schwingungsisolierung tätige Unternehmen

bereits mehrfach gearbeitet und aufgrund

ihres Know-hows auch den Zuschlag

für diesen Auftrag erhalten.

www.saarstahl.com

/

« KONTAKT

Saar Stahlbau GmbH

Bismarckstraße 57 – 59

66333 Völklingen

Tel. +49 6898 10-8110

www.saarstahlbau.de

(sm 180105793)

(Foto: Saar Stahlbau)

Allein 60 t wiegt der

Zwischenrahmen des

Schwingungsdämpfers im

neuen Museum of Modern Art;

eine imposante Konstruktion,

die aus mehreren Stahlteilen

zusammengefügt wurde. Mehr

als 56 t schwer sind die

Wannen.

stahlmarkt 1.2018


Bauen mit Stahl K 29

Raustrahlen und Sweepen als optimaler Haftgrund

Hagen. Sonderstrahlverfahren wie das Raustrahlen und Sweepen schaffen eine optimale Haftung für

Pulverbeschichtungen und Lackierungen, Gummi- oder Kunststoff-Metall-Verbindungen.

Das Raustrahlen ist eine Spezialanwendung,

die sich an individuellen Kundenanforderungen

orientiert. »Wir ermitteln für

jedes Produkt den besten Rauheitswert –

nach Vorgabe. Das Ergebnis steuern wir

über Strahlmittel und Kornform, Strahldruck

und -geschwindigkeit, Anlagentechnik und

sonstige Einstellparameter«, erklärt Marco

Heinemann, Geschäftsführer von KST Ku -

gel- Strahltechnik. Beim Raustrahlen ist nicht

die Rautiefe (Ra/Rz-Wert) entscheidend für

die Haftung, sondern die Zahl der Profilspitzen

(RPc-Wert). Ziel ist die optimale Vergrößerung

und Verschachtelung der Oberfläche

für nachfolgende Bearbeitungsschritte. Je

kantiger das Strahlkorn, desto mehr Profilspitzen.

KST Kugel-Strahltechnik bereitet

mit dem Raustrahlverfahren Oberflächen

auf Lackierungen und Pulverbeschichtungen

vor oder optimiert die Haftung von Gummioder

Kunststoff-Metall-Verbindungen. Exakt

definierte Rauheitswerte sorgen dafür, dass

sich die Werkstoffe im Vulkanisierungsprozess

ineinander »verkrallen«. Kunden des

Lohnstrahlers kommen vor allem aus Automobilindustrie,

Maschinenbau oder Medizintechnik.

Sweepen als »Light-Version«

des Raustrahlens

Sweepen ist eine »Light-Version« des Raustrahlens,

speziell zur Bearbeitung von feuerverzinkten

Oberflächen. Eine schwach

dosierte Strahlenergie forciert das Ausgasen

der Zinkschicht. Das Verfahren entfernt

zugleich Verunreinigungen, Lufteinschlüsse

und Korrosionsprodukte von der Zinkoberfläche.

Marco Heinemann: »Vor einer Be -

Das Raustrahlen von metallischen Oberflächen

realisiert einen optimalen Haftgrund.

schichtung oder Lackierung von feuerverzinkten

Oberflächen ist das Sweepen unbedingt

erforderlich, damit eine ordnungsgemäße

Duplex-Oberfläche gemäß DIN EN ISO

12944-4 entstehen kann.«

www.kst-hagen.de (sm 180105615)

/

(Foto: KST)

Leitfaden Eisenhüttenschlacke in NRW erschienen

Duisburg. Das FEhS-Institut hat den Leitfaden für Eisenhüttenschlacke veröffentlicht.

Der Leitfaden gibt einen umfassenden

Überblick zu den Baustoffen aus der Eisenund

Stahlindustrie, die im Verkehrswegebau

eingesetzt werden.

Ziel des Leitfadens ist es, öffentlichen Verwaltungen

sowie privaten Bauherren und

Bauunternehmen technische und administrative

Hilfestellungen bei der Verwendung

industrieller Gesteinskörnungen aus Eisenhüttenschlacken

in Nordrhein-Westfalen zu

geben. Das Institut hat sich in einem ersten

Schritt auf den Stahlstandort Nordrhein-

Westfalen fokussiert. Dies gilt insbesondere

für das derzeit von den jeweiligen Bundesländern

aufgestellte Regelwerk. Die darüber

hinaus gehenden Inhalte des Leitfadens gelten

für Eisenhüttenschlacken auch in anderen

Bundesländern.

Die Baustoffe aus der Stahlindustrie leisten

bereits seit langer Zeit einen bedeutenden

Beitrag zur Ressourcenschonung. Durch den

Einsatz dieser Nebenprodukte konnte in den

letzten sieben Jahrzehnten in Deutschland

der Abbau von insgesamt mehr als 1 Mrd. t

Naturstein vermieden werden. Dies entspricht

dem Volumen der Zugspitze oder des

Tegernsees! Allein im Verkehrswegebau

wurden mehr als 600 Mill. t Natursteine substituiert.

»Unabdingbare Voraussetzung für den

umfassenden Einsatz dieser ressourcenschonenden

Baustoffe ist dabei eine produktneutrale

Ausschreibung von Baumaßnahmen.

Nur diese garantiert allen Anbietern

einen fairen Zugang zum Markt. Im Sinne

der Ressourcenschonung sollten die Baustoffe

aus Eisenhüttenschlacken bei technologischer

Eignung und Einhaltung der

Um weltverträglichkeitsparameter darüber

hinaus sogar vorrangig eingesetzt werden«,

so Thomas Reiche, Geschäftsführer des

FEhS-Instituts. Der Leitfaden ist beim FEhS-

Institut erhältlich oder auch über die Homepage.

www.fehs.de

/

WALZSTAHLHANDEL ESSEN GmbH

– Import Walzstahlprodukte –

Stastahl – Soderamessue – Spezalprole

Wie beliefern den lagerhaltenden Stahlhandel in Deutschland, Österreich

und den Niederlanden

Sommerburgstr. 53 D- 45149 Essen

Tel. +49 (0)201 74956032 Fax +49 (0)201 74956033

info@walzstahlhandel-essen.de www.walzstahlhandel-essen.de

(sm 180105826)

stahlmarkt 1.2018


(Fotos: TFI)

Kunstrasen – Neuer Horizont für Teppichhersteller:

getufteter Kunstrasen

Stahlteppich – Trittfest, weich: neuartiger Bodenbelag aus Stahlfasern

»Stahlteppich«: Neuer Begriff für

neuen Bodenbelag

Alternativen zu klassischen Teppichböden werden angedacht

Aachen. Sie bleiben im wahrsten Wortsinn auf dem Teppich, auch wenn

sie Bodenbeläge aus Aramid-, Glas- oder Polyesterfasern herstellen und als

neueste Produktentwicklung 3-D-Textilien aus Stahl- oder Basaltgarnen

offerieren: Textilforscher vom Institut für Bodensysteme (TFI).

Mit Eigenschaften jenseits von scharfkantigen

Topfkratzern aus Stahlwolle hat

der metallene 3-D-Belag aus feinsten Stahlgarnschlingen,

die im sogenannten Tuftingprozess

(sprich: Tafting) in ein Trägermate rial

eingenadelt werden, neben einer soliden

Optik auch eine angenehme Haptik. »Unser

Stahlteppich ist antistatisch und wäre nicht

brennbar, wenn es bei künftigen Forschungen

gelänge, das vorgefertigte Trägermaterial

aus ebensolchem Material herzustellen«,

sagt Entwicklungsingenieur Dirk Hanuschik.

Der Experte sieht für solche druck- und

trittfesten Textilien neue Verwertungsmöglichkeiten

und damit für die Hersteller neue

Vermarktungschancen: Getuftete Stahlund

Basaltteppiche könnten in robusten

und leicht durch Abbürsten oder Abschütteln

zu reinigenden Staubfiltern oder als

hochtemperaturfeste Wärmeisolierung

Anwendung finden. Weitere Materialkombinationen

sind als Trennmatten unter der

Dachbegrünung bzw. zur Böschungssicherung

einsetzbar.

Leuchtbahnen – TFI-Entwicklungsingenieur

Dirk Hanuschik präsentiert ein

elektrolumineszentes Kabel als Stehfaden

im getufteten Belag

Am TFI wird ferner daran gearbeitet, dass

textile Bodenbeläge bereits in wenigen Jahren

einen Hauch von Intelligenz z. B. sensorische

oder leuchtende Funktionen bekommen.

In einem vom Bundeswirtschaftsministerium

geförderten Projekt der Industriellen

Gemeinschaftsforschung war es beispielsweise

gelungen, elektrisch leitende Fäden

und sogar komplette Leiterbahnen in den

Tuftingprozess zu integrieren. Damit werden

bei Teppichen und Auslegeware neue Produkt-

und Designmöglichkeiten sowohl für

gehobene als auch individuelle Ansprüche

geschaffen – Impulse, die die Teppichhersteller

in der Bundesrepublik dringend benötigen.

Deshalb treibt das TFI als Europas führende

Forschungseinrichtung auf diesem Ge -

biet gemeinsam mit deutschen Teppichproduzenten

solche Entwicklungen voran. Das

Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Tufting-Technologie,

der weltweit am häufigsten

eingesetzten Technik zur Herstellung

dreidimensionaler Teppichböden. Auf den

hocheffektiven Tuftingmaschinen, von de -

nen es weltweit etwas mehr als 4.000 geben

soll, können auf einer Arbeitsbreite von

5 m/min. dann 10 m 2 Auslegeware mit den

ty pisch voluminösen Schlingen entstehen.

Die hocheffektiven Hersteller suchen

inzwischen nach neuen Teppichhorizonten,

weil bloße Raumausstattung der Branche

Volumengrenzen auferlegt. Aachener Teppichforscher

haben jetzt auch mit getuftetem

Kunstrasen dafür eine Steilvorlage

gegeben.

www.tfi-aachen.de

/

(sm 171205272)

stahlmarkt 1.2018


Bauen mit Stahl K 31

Neues Leichtbauverfahren

Verbundhybridschmieden kombiniert Stahlbleche

und Aluminiummassivteile

Hannover/Clausthal. Ein neues Schmiedeverfahren für den automobilen

Leichtbau entwickelt das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH)

gGmbH gemeinsam mit dem Institut für Schweißtechnik und Trennende

Fertigungsverfahren (ISAF) der TU Clausthal. Die Wissenschaftler wollen

Stahlbleche und Aluminiummassivteile bereits während der Umformung

ohne zusätzlichen Fügeschritt stoffschlüssig verbinden. Damit lassen sich

belastungsoptimierte Bauteile schnell und effizient herstellen.

Verbundhybridschmieden: Das neue

Leichtbauverfahren soll Aluminiummassivteile

und Stahlbleche bereits während der

Umformung und ohne weiteren Fügeschritt

stoffschlüssig verbinden.

(Foto: IPH)

Das Verbundhybridschmieden kombiniert erstmals zwei Leichtbauansätze:

Zum einen verbindet es Blech- und Massivteile stoffschlüssig

miteinander, zum anderen nutzt es verschiedene Werkstoffe

mit unterschiedlichen Eigenschaften – etwa leichtes Aluminium

und festen Stahl. In einem einzigen Prozessschritt wollen die Wissenschaftler

vom IPH und der Uni Clausthal ein Stahl blech und einen

massiven Aluminiumbolzen umformen und gleichzeitig fügen. Bisher

werden die einzelnen Komponenten erst umgeformt und dann

verbunden, etwa mittels Bolzenschweißen. Das Verbundhybridschmieden

soll den zusätzlichen Fügeschritt überflüssig machen und

so dazu beitragen, dass sich Leichtbauteile schneller und wirtschaftlicher

herstellen lassen.

Längsträger, Aufnahmen für Heckleuchten oder Ösen zur Frachtsicherung.

Leichtbau spielt im Automobil- und Flugzeugbau eine

große Rolle, denn mit jeder Gewichtseinsparung sinkt der Kraftstoffverbrauch.

www.verbundhybridschmieden.iph-hannover.de

/

(sm 171105530)

Herausforderung unterschiedliche Schmelzpunkte

Auf dem Weg zum neuen Leichtbauverfahren stehen das IPH und

das ISAF vor zwei Herausforderungen. Zum einen hat Aluminium

einen deutlich niedrigeren Schmelzpunkt als Stahl, das erschwert

die gemeinsame Umformung. Zum anderen entstehen spröde intermetallische

Phasen, wenn sich Stahl und Aluminium vermischen.

Eine solche stoffschlüssige Verbindung ist nicht belastbar und damit

ungeeignet für den Automobilbau. Die Forscher nutzen deshalb ein

verzinktes Stahlblech und einen Aluminiumbolzen mit Zinkbeschichtung:

Zink lässt sich sowohl mit Aluminium als auch mit Stahl stoffschlüssig

verbinden, ohne dass spröde Phasen entstehen. Mittels

Verbund hybridschmieden könnten in Zukunft Bauteile für die Automobil-

und Luftfahrt branche hergestellt werden, beispielsweise

www.stahlmarkt-magazin.de

stahlmarkt 1.2018


32 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

(Foto: Fronius)

(Foto: Cloos)

(Foto: Trumpf)

Messeherbst 2017 – Schweißen, Schneiden, Blech & Co

Düsseldorf/Stuttgart. Die großen Messen SCHWEISSEN & SCHNEIDEN, Blechexpo und Schweisstec

werden immer internationaler; gestützt auch durch die gute Konjunktur, haben sie im vergangenen Jahr vielen

Unternehmen ein hervorragendes Messegeschäft beschert.

SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2017

Als wichtiges Forum der Füge-, Trenn- und

Beschichtungstechnik hat die Weltleitmesse

SCHWEISSEN & SCHNEIDEN ihre Position

vom 25. bis 29. September 2017 erneut

unterstrichen. Die Messe Essen und der DVS

– Deutscher Verband für Schweißen und

verwandte Verfahren e.V. als langjähriger

Partner begrüßten rd. 50.000 Besucher aus

mehr als 120 Ländern, die aufgrund der

Modernisierung der Messe Essen einmalig

in Düsseldorf stattfand. Darunter waren u. a.

Entscheider aus Automobil- und Schiffsbau,

Maschinen- und Anlagenbau sowie dem

Baugewerbe und der Herstellung von Me -

tallerzeugnissen, die ein Order volumen in

Höhe von 2 Mrd. € generierten. »Die Fachlichkeit

der zahlreichen Messebesucher war

sehr gut, und die Entscheiderdichte auf sehr

ho hem Niveau«, so der Tenor der Aussteller.

Dabei kam der Branche die gute wirtschaftliche

Lage zugute.

Als Tendenz zeichnete sich dieses Jahr auf

der Messe ein wachsendes Interesse der

Fachbesucher an Automatisierung und

Robotik, auch bei manuellen Schweißern,

ab: Generell geht der Bedarf in Richtung

Connectivity, denn das Thema Industrie 4.0

durchdringt die Branche. Einer der Gründe

dafür ist, dass solche Systeme zunehmend

erschwinglich werden.

Blechexpo und Schweisstec 2017

Mit der Fokussierung der Blechexpo – Internationale

Fachmesse für Blechbearbeitung

und der Schweisstec – Internationale Fachmesse

für Fügetechnologie, konnten sich

die vom 7. bis 11. November 2017 bereits

zum 13. bzw. zum 6. Mal durchgeführten

Informations- und Business-Plattformen

erneut in Szene setzen. Das Produkt- und

Leistungsangebot der zusammen 1.336

Aussteller aus 35 Ländern stieß bei über

39.280 Fachbesuchern aus mehr als 116

Nationen auf Interesse und sorgte für zufriedene

Hersteller und Anbieter. Die Internationalität

des Angebots aus Europa und

Asien stieg nochmals an, ebenso wie die

Internationalität des Fach publikums von

zuletzt 24 % auf nunmehr 32 %, also

knapp ein Drittel des gesamten Besucheraufkommens.

Mit dem die relevanten Industriesegmente

(Hersteller und deren Zulieferer) betreffenden

Themenspektrum sowie der Präsentation

der übergreifenden kompletten Prozessketten

traf der private Messeveranstalter

P. E. Schall GmbH & Co. KG erneut ins

Schwarze. Zumal nicht zuletzt durch Leichtbau-Konstruktionen

verstärkt Mischbauweise

und Hybridlösungen in den Vordergrund

treten, die in der Praxis interdisziplinäres

Arbeiten erfordern.

/

www.schweissen-schneiden.com

www.blechexpo-messe.de

www.schweisstec-messe.de

(sm 180105779)

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 33

Zukunftsperspektiven für Stahl

und andere Werkstoffe

Material und Anwendung standen bei KNAUF INTERFER auf der Blechexpo

im Vordergrund

Essen. Mit innovativen Produkten, neuen Anwendungsfeldern und einer

klaren Fokussierung auf die Zukunftsthemen der Branche präsentierte sich

KNAUF INTERFER mit seinen stahlliefernden Geschäftsfeldern auf der

Blechexpo 2017. Speziell die Themen Energiewende, Mobilität und

Leichtbau standen dabei in Form von Exponaten und großformatigen

Visualisierungen im Mittelpunkt.

Material und Anwendung – dieser

Zweiklang bestimmt den Stand der KNAUF

INTERFER. Der dynamisch gestaltete Auftritt

spiegelt die Zukunftsorientierung der Ge -

schäftsfelder Stahl Service Center, Stahldistribution

und Kaltwalzen wider. »Agilität

und Flexibilität sind die Schlüssel zu den von

Digitalisierung und Dynamik geprägten

»

2017 markierte für uns den Auftakt

einer kontinuierlichen Entwicklung,

die wir auch künftig gemeinsam

mit unseren Kunden und Partnern

gestalten möchten.

Dr. René Gissinger, Mitglied des Vorstands,

COO, CTO der Knauf Interfer SE

Märkten«, so Dr. René Gissinger Mitglied

des Vorstands der Knauf Interfer SE, »diese

Zusammenhänge wollen wir auch auf der

Messe darstellen und diskutieren.«

Unter anderem treibt KNAUF INTERFER im

Zuge einer immer stärkeren Vernetzung von

Kompetenzen, Experten und Werken die

Digitalisierung im Geschäftsfeld Stahl Service

Center voran. Auch in der Stahldistribution

investiert das Unternehmen 2017 beispielsweise

erheblich in den Ausbau der

Standorte Bremen und Frankfurt/Main.

Im Geschäftsfeld Kaltwalzen wurden

sämtliche Prozesse von Walzen bis zur Veredelung

optimiert und noch stärker an den

sich ändernden Anforderungen des Marktes

ausgerichtet. »2017 markiert für uns den

Auftakt einer kontinuierlichen Entwicklung,

die wir auch künftig gemeinsam mit unseren

Kunden und Partnern gestalten möchten.

Die Blechexpo 2017 ist ein ideales Forum für

den intensiven Austausch darüber«, so Dr.

René Gissinger.

Produktinnovationen

Zu den Highlights zählten die in einem Karosseriemodell

präsentierten Produkte und Konzepte

aus Stahl und Aluminium für den Automobilbau.

Neben Serienprodukten präsentierte

KNAUF INTERFER auch innovative An -

sätze für die Mobilität von morgen, die in

enger Zusammenarbeit mit der Auto mobilindustrie

zur Marktreife entwickelt werden.

Oberflächenkompetenz demonstrieren

die Stahl Service Center mit ihrem breiten

Colorprogramm, das Geschäftsfeld Kaltwalzen

mit seinen Shinox ® -Produkten. Diese

enthalten in einem abgestimmten Produktionsprozess

bis einschließlich der Galvanisierung

einzigartige Materialeigenschaften,

porenfreie Oberflächen, enge Schichtdickentoleranzen

und einen hervorragenden Korrosionsschutz.

Reduzierte Whisker- und Flitterbildung,

die verbesserte Auflagenhaftung

und eine hohe Duktilität ermöglichen stabilere

und effizientere Prozesse in der Verarbeitung.

Dr. René Gissinger: »Shinox ® ist ein

gutes Beispiel dafür, wie die Unternehmen

der KNAUF INTERFER durch eine integrierte

Kette von der Fertigung über die Oberflächenbehandlung

bis zum weiterverarbeitbaren

Produkt die Basis für hochwertige Endprodukte

in bester, kontrollierter Qualität

schafft.«

www.knauf-interfer.de

/

(Foto: KNAUF INTERFER)

(sm 180105736)

Stahl- und Aluminiumprodukte von KNAUF

INTERFER, die in Automobilen eingesetzt

werden, wurden symbolisch angeordnet und

die Karosserie durch Glaskugeln dargestellt.

stahlmarkt 1.2018


34 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

(Fotos: Remmert)

Bei einem Auftrag transportiert die Vakuumeinheit des Laser FLEX 4.0 das

Rohmaterial vollautomatisch zu den angebundenen Lasermaschinen.

Im Zusammenspiel mit den Lagersystemen BASIC Tower 4.0 und Midi Blechlager

ermöglicht Remmert eine vollautomatisierte Versorgung der Produktion von der

Rohblecheinlagerung bis zur Entnahme des Fertigteils aus dem Laser.

Zukunftsfähige Automationslösungen

für die Produktion

Kostenoptimierte Blechbearbeitung und reibungsloses Materialhandling

Löhne. Mit der Konzentration auf modular konzipierte, integrationsstarke

Systeme für die vollautomatisierte Produktion präsentierte die Remmert

GmbH auf der Blechexpo 2017 ihr Shuttlesystem Laser Flex 4.0 zur

mannlosen Beschickung von Laseranlagen sowie den Basic Tower 4.0

und das Midi Blechlager.

Als Experte für Automationslösungen

für Blech- und Langgutlager stellte Remmert

auf der Blechexpo 2017 seine modularen

Systeme für eine vollautomatisierte Produktion

vor. Mit Laser FLEX 4.0 ist die nach Herstellerangabe

derzeit schnellste Lösung zur

vollautomatischen Ver- und Entsorgung von

Laseranlagen auf dem Markt. Die clevere

Shuttlelösung ist mit zwei Automationseinheiten

ausgestattet und entkoppelt so die

Beschickung der Laseranlage. Die Resultate:

schnelle Materialwechsel in nur 60 s und

eine hohe Anlagenauslastung. Auch Laser

mit hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten

werden so optimal unterstützt, die Stillstandszeiten

der angeschlossenen Maschinen

gehen gegen null. Im Zusammenspiel

mit den Lagersystemen BASIC Tower 4.0

und Midi Blechlager ermöglicht Remmert

eine vollautomatisierte Versorgung der Produktion

von der Rohblecheinlagerung bis

zur Entnahme des Fertigteils aus dem Laser.

Die an die Automationssysteme angeschlossenen

Maschinen kommunizieren eigenständig

mit dem Lager. Bei einem Auftrag

transportiert die Vakuumeinheit des Laser

FLEX 4.0 das Rohmaterial vollautomatisch

zu den angebundenen Lasermaschinen.

Nach dem Zuschnitt hebt die Gabeleinheit

die bearbeitete Metallplatte entweder zum

nächsten Prozessschritt oder lagert diese

wieder ein. Remmert-Systeme sind herstellerunabhängig.

Sie sind mit verschiedenen

Laseranlagen, z. B. von Bystronic, Kimla, LVD,

Mazak, Messer und Trumpf im Einsatz.

« KONTAKT

Remmert GmbH

Brunnenstraße 113

32584 Löhne

Tel. +49 5732 896-0

www.remmert.de

(sm 180105797)

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 35

Laserscanner zur bildgebenden

Beölungsmessung

Messdaten für die vernetzte Produktion

Iserlohn. Zur Umformung und als Korrosionsschutz von Blechen werden

dünne Ölfilme aufgebracht. Diese sollten exakt dosiert und vollflächig sein.

Zur Kontrolle hat das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik

(IPM) eine Inline-Beölungsmessung auf Basis eines Fluoreszenz-Laserscanners

entwickelt und gemeinsam mit der Raziol Zibulla & Sohn GmbH

in eine Beölungsanlage integriert

Das System wurde mit dem »Award zur

Blechexpo« in der Kategorie »Prozesskontrolle

und Qualitätssicherung« ausgezeichnet.

Der vom Fraunhofer IPM entwickelte

F-Scanner erstellt erstmals direkt in

der Fertigungslinie ein vollflächiges

Befettungsbild der gesamten Blechoberfläche.

Dazu rastert

ein UV-Laser die

Der F-Scanner zur

bildgebenden Beölungsmessung

– Inline-

Beölungsmessung zur

Kontrolle des exakten,

vollflächigen Ölauftrags.

Blechoberfläche punktweise ab, indem das

Laserlicht mithilfe eines Polygonspiegels

über die gesamte Blechbreite quer zur

Vorschub richtung bewegt wird.

Unter UV-Licht zeigen die

meisten in der Blechverarbeitung

verwendeten Öle eine

(Foto: RAZIOL)

starke Fluoreszenzaktivität. Eine spektrale

Auswertung der Fluoreszenzsignale gibt

Aufschluss über Dicke und Homogenität der

Ölschicht und liefert kontrastreiche Messbilder.

Sowohl Trockenschmierstoffe als auch

Öle für Umformung und Korrosionsschutz

können ohne Vorbehandlung gemessen

werden.

Das System erzeugt 400 Messlinien pro

Sekunde. Bei einem Blechvorschub von

2 m/s ergibt sich so ein Linienabstand von

5 mm. »Mit dieser hohen Ortsauflösung

können wir den Ölauftrag erstmals vollflächig

in der Fertigungslinie prüfen«, erklärt

Dr. Albrecht Brandenburg, Leiter des Projekts

am Fraunhofer IPM. »Falls notwendig,

kann gezielt nachbeölt werden, denn die

Auswertung der Messdaten erfolgt in Echtzeit.«

Das Unternehmen Raziol und Fraunhofer

IPM haben das Messsystem gemeinsam in

Sprühanlagen integriert. Der Spezialist für

Schmierungs- und Beölungstechnik hat da -

mit eine 100-%-Qualitätskontrolle und eine

echte Prozessregelung bei der Blechbeölung

etabliert. »Die Beölungsmessdaten sind ein

wertvolles Gut auch im Hinblick auf die vernetzte

Produktion der Zukunft: Sie werden

für uns und unsere Industriepartner eine

zunehmend wichtige Rolle in den intelligenten

Prozessketten der Industrie 4.0 übernehmen«,

ist sich Raziol-Geschäftsführer Georg

Gisbert Zibulla sicher.

www.raziol.com (sm 180105877)

/

stahlmarkt 1.2018


36 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

Verbundwerkstoff für Anwendungen im Transportwesen

und im Innenausbau

London. Tata Steel hat sein Sandwichprodukt Coretinium ® für maßgeschneiderte und montagefertige Böden

und Seitenwände in Transportfahrzeugen und für den Innenausbau weiterentwickelt.

L KURZMELDUNGEN

SPIELERISCHER UMGANG

MIT DIGITALISIERUNG

Darmstadt. Eine spielerische Herangehensweise

kann Hemmschwellen abbauen, das zeigte der

Anbieter von Softwarelösungen, Lantek, mithilfe

seiner 3-D-Brille. Auf der Messe »SCHWEISSEN &

SCHNEIDEN« begaben sich dort vor allem jüngere

Besucher mit Begeisterung in die Virtuelle Realität

der Lantek-Welt. Am völlig neu und luftig

Coretinium eignet sich z. B. für Bushersteller,

die strengen Brandschutzvorschriften

unterliegen. Hier kann das

Sandwichprodukt gut als

Bodenplatte und

Brandwand für den

Motorraum

verwendet

werden.

(Foto: Tata Steel)

gestalteten Hightech-Stand präsentierten zudem

großformatige LED-Wände den Besuchern aus

dem In- und Ausland anschaulich die Struktur des

modular aufgebauten Lantek-Portfolios. Mithilfe

neuer Grafiken zu den Lantek-Modulen war etwa

ein selbstständiger Senior Consultant in der Lage,

das Konzept innerhalb einer Viertelstunde für seine

Kunden zu adaptieren

www.lanteksms.com

/

AS/WS(Jp)/SE/ (sm 180105775)

Die leichte und biegesteife Verbundlösung

kombiniert einen Kern aus einer Po -

ly propylen-Wabenstruktur mit zwei bandbeschichteten

Colorcoat Prisma ® Stahldeckblechen

und ist jetzt in fünf Ausführungen

erhältlich.

Kunden können zwischen verschiedenen

Dicken der Verbundplatten von 10 bis 28 mm

sowie Stahldeckblechen zwischen 0,40 und

0,55 mm für die Vorder- und Rückseite wählen.

Damit berücksichtigt Coretinium bestmöglich

die variierenden Lastanforderungen

von unterschiedlichen Anwendungsgebieten

in Bezug auf Punktbelastung oder Steifigkeit.

Die neue Colorcoat Prisma Generation sorgt

mit ihrer innovativen Drei-Schicht-Lacktechnologie

für zusätzliche UV-Beständigkeit,

einen höheren Korrosionsschutz und eine

deutlich verbesserte Farb- und Glanzbeständigkeit.

Bei der Vorstellung von Coretinium in

2015 war der Verbundwerkstoff in einer

Dicke von 10 mm mit identischen Materialien

für Vorder- und Rückseite erhältlich.

Zwei Jahre und etliche Tests und Prototypen

später kann Coretinium durch die neuen

Formate auch in Seitenwänden, Böden oder

Türen eingesetzt werden und dort Gewicht

einsparen. Das verringert den Kraftstoffverbrauch

und damit auch die CO 2

-Emissionen.

Durch die attraktiven und langlebigen Deckbleche

aus dem neuen

Colorcoat Prisma eignet sich Coretinium

hervorragend für alle sichtbaren Bereiche

und kann in den meisten Anwendungen

direkt eingesetzt werden.

Für die Weiterentwicklung arbeitete Tata

Steel eng mit dem Anhängerhersteller Cartwright

zusammen und testete das Zusammenspiel

und die bestmögliche Verbindung

der Werkstoffe. Cartwright entwickelte auf

dieser Basis seinen neuen Trailer Streetwise ®

und konnte mit Seitenwänden, Stirnwänden

und beweg lichen Trennwänden aus

Coretinium das Gewicht um eine halbe Tonne

reduzieren.

»Durch die enge Zusammenarbeit mit

unseren Kunden konnten wir Coretinium

für die Anforderungen der Transportbranche

weiterentwickeln

und auf zusätzliche An -

wendungsbereiche ausweiten.

Kunden wie Cartwright können so

30 bis 45 % Gewicht einsparen und da -

durch die Kosten noch einmal senken oder

das Ladungsgewicht erhöhen«, sagte Edwin

Richards, Technical Sales Manager bei Tata

Steel.

Ein weiterer Vorteil von Coretinium ist

seine schwere Entflammbarkeit gemäß

Industriestandard ECE R118, Anhang 6.

Und auch für andere Industriegüter ist Coretinium

eine nützliche und einfach zu handhabende

Al ternative zu häufig verwendeten

Materialien. Es kann bei modularen Gehäusen,

Messeständen und Innenwänden bis

hin zu Eventböden, Beschilderungen, Heizkesseln

und Heizungen eingesetzt werden.

Coretinium ist als Flachmaterial in Längen

von 2,5 bis 10 m weltweit für Kunden

erhältlich. Die Produktionslinie bedient sich

der patentierten Sandwich-Technologie mit

Wa benkernstruktur von EconCore und ist

nach Herstellerangaben die erste weltweit,

die dies dauerhaft mit Stahldeckblechen

kombiniert. Mit einer neuen fünfachsigen

CNC-Säg- und Fräsmaschine (6,5 m) kann

der Stahlproduzent nun gebogene Zuschnitte

und abgerundete Kanten anbieten und

diese mit einer Genauigkeit von ± 0,25 mm

zuschneiden.

www.tatasteeleurope.com

/

(sm 180105885)

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 37

Optimiertes Batteriegehäuse zum Schutz der Fahrzeugbatterie

Duisburg. thyssenkrupp hat eine Lösung zum Schutz der Batterie im Elektroauto entwickelt.

Die Ingenieure des Stahlbereichs von

thyssenkrupp haben ein Batteriegehäuse

konstruiert, das nicht mehr wiegt als eine

vergleichbare Variante aus Aluminium, dafür

aber nur halb so viel kostet. Das Anforderungsprofil

war komplex: Vom Crashschutz

über Korrosionsbeständigkeit bis hin zur

Kühlung der Batterie hatte das thyssenkrupp-Team

verschiedene Aufgabenpakete

anzugehen. Die Experten haben einen virtuellen

Prototyp entwickelt, der alle Anforderungen

an einen bestmöglichen Batterieschutz

erfüllt. »Der Prototyp wurde am

Computer aufgebaut, bis in die Rohbauplanung

hinein durchgerechnet und in vielen

Simulationen und realen Tests abgesichert«,

berichtet Andreas Untiedt, Kundenprojektingenieur

bei thyssenkrupp Steel. »Für den

bestmöglichen Crashschutz stellte sich he -

raus, dass unser neues Portfolio an ultrahochfesten

Dualphasen- und Mangan-Bor-

Batteriegehäuse

zum

Schutz der

Fahrzeugbatterie

(Foto: thyssenkrupp)

Stählen die idealen Werkstoffe für unsere

Baugruppe sind.« So werden, je nach Werkstoffphilosophie

der Hersteller, Wege so wohl

über die Kalt- als auch über die Warmumformung

ermöglicht. Der 150 kg schwere Prototyp

aus Stahl hat die gleiche Leistung wie

ein Batteriegehäuse aus Aluminium.

www.thyssenkrupp-steel.com

/

(sm 180105791)

Widerstandsschweißen in Rekordgeschwindigkeit

Düsseldorf/Wissen. Die neue Roboterschweißzange galaxyGUN und der neue Schweißprozess KIP von Nimak

sorgen für Produktivitätssteigerungen in der Widerstandsschweißtechnik.

Die Roboterschweißzange galaxyGUN

ermöglicht kürzere Taktzeiten, mehr Schweißpunkte

pro Minute und eine Steigerung der

Produktivität im Vergleich zur herkömmlichen

Technik. Das Konzept basiert auf einer An -

triebseinheit des Mechatronikunternehmens

Wittenstein, die direkt im Drehpunkt der Zange

montiert ist. Die Schweißzange eignet sich

für Multimaterialmixes genauso wie für das

Fügen von herkömmlichem Stahl und das

Schweißen von Aluminium. galaxyGUN baut

schnell Kraft auf und kann diese schnell verändern

und rasch nachsetzen und besitzt eine

äußerst exakte Wiederholgenauigkeit der

Elektrodenkraft. Die zweite Neuheit ist das

von Nimak entwickelte Kurzimpulsschweißen

(KIP) in Verbindung mit

»magneticDRIVE«, einer Antriebsund

Nachsetzeinheit, die von der

hohen Kraft und Geschwindigkeit

eines Elektromagneten profitiert.

www.nimak.de

/

(sm 180105792)

Die von Nimak entwickelte Roboter-

Schweißzange galaxyGUN öffnet und

schließt schneller als bisherige

Produkte im Markt. Darüber hinaus

kann sie die Elektrodenarme weiter

öffnen und daher Störkonturen

ausweichen.

(Foto: Nimak)

stahlmarkt 1.2018


38 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

Zukunft des Plasmaschneidens

Mehrfach-Fasenschnitte und Lärmreduzierung

Finsterwalde. Kjellberg Finsterwalde entwickelt und produziert präzise

und robuste Plasmabrenner für das Fasenschneiden. Neu in der Familie der

Plasmafasenbrenner ist der PB-S75 WF, der für Mehrfach-Fasenschnitte bis

zu 60° eingesetzt wird.

Aufgrund seines besonders flachen

Designs eignet sich der PB-S75 WF für

Gerad- und Fasenschnitte auch bei eingeschränkter

Zugänglichkeit z. B. bei Profilen.

Verwendet in Mehrbrenner-Fasenaggregaten

werden die Arbeitsschritte reduziert und

damit die Produktivität gesteigert. Ergänzend

dazu stellt Kjellberg Finsterwalde künftig

unter der Bezeichnung PerfectBevel

Fasenschneiddaten zur Vorbereitung von

Blechen von 5 bis 30 mm zur Verfügung.

Mit den real ermittelten Richtwerten der

Datenbank werden schnell und unkompliziert

präzise Fasenschnitte in Contour-Cut-

Qualität für Baustahl, Edelstahl und Aluminium

erreicht. Unter Berücksichtigung einer

optimalen Schweißnahtvorbereitung und in

Abhängigkeit von Material und Materialdicke

werden Kompensationswerte für V-,

Y-, X- und K-Nähte angegeben. Die Perfect-

Bevel-Schneiddatenbank ist verfügbar für

die Anlagen der HiFocus- und Smart Focus-

Reihen.

Plasmaschneiden muss nicht

laut sein

Mit der neuen Technologie Silent Cut bietet

Kjellberg nun eine Lösung, um die hohen

Lärmbelastungen beim Plasmaschneiden zu

vermindern. Als Weiterentwicklung der pa -

tentierten Contour-Cut-Technologie reduziert

Silent Cut im Stromstärkenbereich von

60 A bis 160 A beim Schneiden von Baustählen

von 4 mm bis 30 mm Materialdicke

den Schalldruckpegel beim Plasmaschneiden

um bis zu 15 dB(A). Dabei werden sogar

die als besonders störend empfundenen

hohen Frequenzen deutlich vermindert. Das

menschliche Gehör empfindet eine Reduzierung

der Lärmbelastung um 10 dB bereits

als Halbierung der Lautstärke. Die Ergebnisse

intensiver Entwicklungsarbeit und Grundlage

der Silent-Cut-Technologie sind eine

einzigartige Kombination neuer Verschleißteile

und neue Schneiddaten, mit denen der

Anwender Löcher, Stege und Konturen in

ähnlicher Qualität wie mit Contour Cut

schneidet und dabei vom deutlich reduzierten

Schalldruckpegel profitiert. Silent Cut

steht für die Plasma-Reihen Smart Focus seit

Dezember 2017, für HiFocus neo seit Januar

2018 zur Verfügung.

(sm 180105777)

« KONTAKT

Kjellberg Finsterwalde

Plasma und Maschinen GmbH

Oscar-Kjellberg-Straße 20

03238 Finsterwalde

Tel. +49 3531 500-0

www.kjellberg.de

(Foto: Kjellberg)

Fasenschneiden in höchster Qualität mit

Plasmaschneidtechnik von Kjellberg

Finsterwalde

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 39

Innovative Schweißtechnologien für die Fertigung der Zukunft

Haiger. Die Carl Cloos Schweißtechnik GmbH präsentierte auf den Herbstmessen 2017 zahlreiche

Produktneuheiten für das manuelle und automatisierte Schweißen.

Im Mittelpunkt standen die Themen

Vernetzung und Digitalisierung. »Auch in

der Schweißtechnik verschmelzen die virtuelle

und physische Welt zunehmend«, er -

klärt CLOOS-Geschäftsführer Sieghard Thomas.

»In CLOOS-Schweißsystemen auf der

ganzen Welt kommunizieren heute schon

Werkzeugträger, Roboter, Stromquellen und

übergeordnete Steuerungen erfolgreich miteinander.«

Dabei liegt die besondere Stärke

des Traditionsunternehmens, das nächstes

Jahr sein 100-jähriges Firmenjubiläum feiert,

in der breit angelegten Kompetenz. Denn

– angefangen von der Schweißtechnik über

die Robotermechanik und -steuerung bis hin

zu Positionierern, Software und Sensorik –

bei CLOOS kommt alles aus einer Hand.

Neue Generation von

Schweißstromquellen

Bei Vorführungen im Handschweißbereich

stieß die breite Modellreihe an QINEO-

Schweißstromquellen vom Einstieg- bis zum

Premiummodell auf großes Interesse speziell

die neue MSG-Schweißgeräteserie QINEO

NexT. Die Hightech-Stromquellen zeichnen

sich durch exzellente Schweißeigenschaften

für höchste Qualität aus. Der modulare Aufbau

ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten

vom Basis-Schweißgerät für das

manuelle Handschweißen bis zum Multiprozess-Schweißgerät

für das automatisierte

Roboterschweißen. Daneben hat CLOOS die

bewährten Schweißgeräte-Serien QINEO

Pulse und QINEO Champ weiterentwickelt.

Die neue Pro-Version bietet viele optimierte

Funktionen wie eine serienmäßige Ethernet-

Schnittstelle.

Darüber hinaus stellte CLOOS die neue

Prozessfamilie MoTion Weld für das automatisierte

MIG/MAG-Schweißen vor. Durch

den steuerbaren Energieeintrag in das

Werkstück und die minimierte Spritzerbildung

bei gleichzeitig hohen Schweißgeschwindigkeiten

eignet sich der neue Prozess

vor allem für Anwendungen im Dünnblechbereich.

Auch für das Laserstrahlschweißen bieten

die Schweißtechnikspezialisten individuelle

und zukunftsorientierte Lösungen. Laser

Weld und Laser Hybrid Weld zeichnen sich

durch höchste Schweißgeschwindigkeiten

bei einer geringen Wärmeeinbringung für

maximale Produktivität und exzellente Qualität

aus.

Die Softwarelösungen von CLOOS steigern

die Performance der Schweißgeräte

und Roboteranlagen zusätzlich. So bietet

die Software QINEO Data Manager (QDM)

die Steuerung und Verwaltung von Schweißstromquellen

von einem zentralen PC aus.

Process Data Monitoring (PDM) visualisiert

Die neue Schweißstromquelle QINEO NexT

überzeugt durch ausgezeichnete

Lichtbogeneigenschaften für höchste

Schweißqualität.

die Betriebs- und Prozessdaten der Schweißroboter,

was eine lückenlose Dokumentation

und Nachverfolgung der Bauteile er -

möglicht. Auch die Offline-Programmiersoftware

RoboPlan unterstützt den Anwender

bei der effizienten Gestaltung der Fertigungsabläufe.

/

www.cloos.de (sm 180105884)

(Foto: CLOOS)

L KURZMELDUNGEN

VDMA METALLURGY –

GEGRÜNDET

Frankfurt am Main. Die Mitglieder der VDMA-

Fachverbände Gießereimaschinen, Hütten- und

Walzwerkeinrichtungen sowie Thermoprozesstechnik

haben die Neugründung des gemeinsamen

VDMA-Fachverbandes Metallurgy beschlossen.

In diesem gehen die bisherigen Fachverbände

als Fachabteilungen auf. Der Gesamtvorstand

VDMA Metallurgy setzt sich aus den Vorstandsvorsitzenden

und Stellvertretenden Vorsitzenden

der ehemaligen Fachverbände zusammen. Als

Vorstandsvorsitzender wurde Dr. Ioannis Ioannidis,

Sprecher der Geschäftsführung & CEO der Oskar

Frech GmbH + Co. KG, designiert sowie Dr. Christian

Bartels-von Varnbüler, Präsident der Küttner

Group, und Dr. Joachim G. Wünning, Geschäftsführer

WS Wärmeprozesstechnik GmbH, als seine

Stellvertreter.

»Mit der neugeschaffenen Plattform bringen

die Unternehmen des metallurgischen Anlagenbaus

insbesondere ihr gemeinsames Engagement

bei der Weiterentwicklung von Technologien für

die Wertschöpfungsketten in der Metallproduktion

und -verarbeitung zum Ausdruck«, betonte

Dr. Timo Würz, Geschäftsführer VDMA Metallurgy,

anlässlich der Gründungsveranstaltung.

www.metallurgy.vdma.org

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180105773)

MIT UNSEREN

INTERFACE-LÖSUNGEN

WERDEN MESSWERTE

ZU ERGEBNISSEN.

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Für alle gängigen Messmittel, für

nahezu jede PC-Software und mit

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stahlmarkt 1.2018


40 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

Lasersysteme und Applikationsmuster zum Fügen und Beschichten

Mülheim-Kärlich. Laserline, ein international führender Entwickler und Hersteller von Diodenlasern

für die industrielle Materialbearbeitung, hat auf den Herbstmessen 2017 Lasersysteme für Füge- und

Beschichtungsanwendungen vorgestellt und verschiedene Applikationsmuster gezeigt.

Im Mittelpunkt stand ein fasergekoppelter

60-kW-Diodenlaser mit Spiegeloptik,

der das Schweißen dickwandiger Stahlstrukturen

(z. B. im Schiffbau oder in Offshore-

Windkraftanlagen) ermöglicht. Technologisches

Highlight war außerdem ein blauer

Diodenlaser mit 450 nm Wellenlänge und

bisher nicht erreichter Leistung von 500 W,

genannt LDM 500-60blue. Er wurde im

Rahmen der EFFILAS-Fördermaßnahme des

Ein fasergekoppelter 60-kW-Diodenlaser mit Spiegeloptik erlaubt das Schweißen dickwandiger

Stahlstrukturen wie man sie im Schiffbau oder in Offshore-Windkraftanlagen findet.

(Foto: Laserline)

Bundesministeriums für Bildung und Forschung

(BMBF) in enger Zusammenarbeit

mit Osram und anderen Projektpartnern

entwickelt. Blaues Laserlicht ermöglicht aufgrund

der Absorptionseigenschaften von

Bundmetallen – insbesondere von Kupfer –

effektivere Schweißprozesse.

Anwendungsseitig fokussierte sich Laserline

auf Beispiele aus Tief- und Wärmeleitschweißen

sowie aus Additiver Fertigung,

Beschichten und Automobilbau. Eine Autotür

etwa zeigte die hohe Schweißqualität

diodenlaserbasiert erzeugter Steppnähte.

Zum Thema Auftragschweißen präsentierte

Laserline Bauteile, die unter Einsatz von

LDF Diodenlasern im High-Speed-Cladding-

Verfahren beschichtet wurden – einer vom

Fraunhofer ILT entwickelten Alternative zum

Hartverchromen. Aus dem Bereich des diodenlasergestützten

3-D-Drucks schließlich

waren ein Gleitlager sowie eine Bohrkrone

zu sehen. Ergänzend zeigte Laserline außerdem

Applikationsmuster für das Härten.

www.laserline.de

/

(sm 180105886)

L KURZMELDUNGEN

DATA M SHEET METAL SOLUTIONS

ERHÄLT EXPORTPREIS BAYERN

München/Valley. Das oberbayerische Unternehmen

data M Sheet Metal Solutions hat den

Exportpreis 2017 in der Kategorie Dienstleistung

erhalten. Der Preis ist eine Auszeichnung für kleine

Unternehmen aus Bayern, die in Auslandsmärkten

erfolgreich sind. Besonderer Wert wird dabei auf

eine »interessante, außergewöhnliche Marketingstrategie«

gelegt. Die Wettbewerber dürfen die

maximale Mitarbeiterzahl von 50 nicht überschreiten

und müssen eine hohe Exportquote aufweisen.

Der Exportpreis wurde im November im Rahmen

einer feierlichen Veranstaltung von Staatsministerin

Ilse Aigner verliehen. Die Geschäftsführer

Albert und Max Sedlmaier und Stefan Freitag

nahmen die Auszeichnung entgegen.

Das Unternehmen data M ist einer der Weltmarktführer

im Bereich Spezialsoftware für Walzprofilierer

und hat sich diese Stellung durch Innovation

und »internationales Networking« erarbeitet.

Insbesondere in den Wachstumsmärkten

China und Indien sei man schon in der Anfangszeit

aktiv gewesen, so Geschäftsführer Albert

Sedlmaier: »Mit unserer Technologie haben wir

Neuland betreten, das erfordert Kreativität im

Marketing – auch kulturelle Barrieren gilt es mitunter

zu überwinden.« Als Gewinner in der Kategorie

Dienstleistung erhält data M zusätzlich ein

Unternehmensportrait in Form eines Kurzfilms,

der im Rahmen der Preisverleihung erstmals

gezeigt wurde. Albert Sedlmaier freute sich über

die Auszeichnung: »Dieser Preis ist großartig.

Trotz unserer internationalen Ausrichtung mit

einer Exportrate von 85 % und Niederlassungen

im Ausland sind wir unserem Heimatstandort in

Bayern eng verbunden.«

www.datam.de

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180105851)

NEUES VERTRIEBS- UND

TECHNOLOGIEZENTRUM

Mündersbach. Die EWM AG ein großer Hersteller

von Lichtbogen-Schweißtechnik errichtet

ab sofort ein in Nordostdeutschland bislang einzigartiges

Vertriebs- und Technologiezentrum. Ab

September 2018 bietet EWM in Wittstock (Brandenburg)

neben einem vollständigen Systemangebot

rund um das Schweißen auch eine anwendungsorientierte

Rundumbetreuung mit einer

umfassenden schweißtechnischen Beratung.

2017 eröffnete EWM bereits Niederlassungen

in Bergkirchen (Bayern) und im polnischen Stettin.

Am Standort Wittstock plant der Schweißtechnik-Hersteller,

insgesamt rd. 40 Mitarbeiter zu

beschäftigen.

www.ewm-group.de

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180105850)

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 41

Innovative Lösungen für

die Schweißtechnik in Zeiten

von Industrie 4.0

DÜSSELDORF, 20. – 24. FEBRUAR

8

POWER YOUR BUSINESS

METALWORKING

Pettenbach. Das Portfolio der Fronius International

GmbH umfasst zahlreiche computergestützte

Schweißlösungen, mit denen die Anwender schnell,

intuitiv und flexibel arbeiten können.

Moderne Schweißsysteme erfassen Informationen über Strom,

Spannung oder Drahtvorschub, Schweißgeschwindigkeit und -zeit

sowie Lichtbogen- und Dynamikkorrektur oder Jobnummern. Fronius

hat dafür das Dokumentations- und Datenanalysesystem WeldCube

entwickelt. Es bereitet die wichtigsten Schweißinformationen auf und

stellt sie übersichtlich zur Verfügung. Ab 2018 ist dieses System auch

als On- Premises-Variante, also als reine Softwarelösung erhältlich.

(Foto: Fronius)

Die Simulationsplattform

Virtual Welding ermöglicht es,

unter schiedliche Schweißprozesse

realitätsnah zu

trainieren – ohne Einsatz teurer

Verbrauchs materialien und

ohne Verletzungsrisiken.

Virtual Welducation

Um die material- und kostenintensive

Schweißausbildung zu vereinfachen,

bietet Fronius virtuelle

Lösungen: Die Simulationsplattform

Virtual Welding ermöglicht

es, unterschiedliche manuelle und

robotergestützte Schweißprozesse

realitätsnah ohne Verbrauchsmaterialien

zu trainieren. Um das virtuelle

Lernen zu unterstützen, hat

Fronius die Virtual Welducation

Basic App ent wickelt. Das Programm

verbindet spielerisches He -

rantasten an die Materie über eine

Gaming- und Quiz-Applikation mit

einer Augmented- Reality-An wendung

zum vir tuellen Schweißen

von Fronius – genannt MagicFolder.

Die Virtual Welducation Basic App

ist für Android und iOS kostenlos

verfügbar.

Für alle, die

wollen, dass sich

was dreht.

20. Internationale Messe für

Technologien der Metallbearbeitung

DREH- UND ANGELPUNKTE!

METALWORKING

QUALITY AREA

MEDICAL AREA

MOULDING AREA

ADDITIVE MANUFACTURING AREA

Die Kongresse und Seminare unserer Kooperationspartner:

WeldConnect: Per App der Lösung auf der Spur

Die Fronius-App WeldConnect unterstützt den Nutzer beim manuellen

Schweißen. Dazu gibt der Bediener die verwendete Stromquelle

inklusive Schweißprozess, die Materialdicke, Schweißgeschwindigkeit

und Nahtgeometrie sowie Grundmaterial, Zu satzwerkstoff

und Schutzgas ein. Daraus berechnet die Software WeldConnect

schnell und präzise die Abschmelzleistung und Streckenenergie und

generiert einen Vorschlag für die passende Schweißlösung. Weld-

Connect ist ebenfalls kostenlos in deutscher und englischer Sprache

für Android- und iOS-Geräte erhältlich.

ANWENDUNGSFORUM SÄGETECHNIK

20.02.2018

SCHLEIFSEMINAR ISF DORTMUND

22.-23.02.2018

Weitere Informationen unter: metav.de

2.THEMENPARK INDUSTRIE 4.0

20.-24.02.2018

FORUM SPANNTECHNIK

21.02.2018

/

www.fronius.com (sm 180105776)

stahlmarkt 1.2018


42 K Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co.

Neues Industrie-4.0-Portal vernetzt den Arbeitsschutz beim Schweißen

Vreden/Düsseldorf. Die Kemper GmbH treibt die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation mit einem

herstellerübergreifenden B2B-Portal weiter an.

Das neue B2B-Portal von Kemper vernetzt

Internet-of-Things(I.T)-fähige Geräte

und Anlagen über die eigene Absaugtechnik

hinaus. Dadurch sinken die Betriebskosten.

Im Zuge dessen stattet Kemper neue

Absauganlagen und Raumlüftungssysteme

mit einer internetfähigen Steuerung aus. Die

mit dem Partner Datacake entwickelte internetbasierte

Cloud-Lösung ist für den Mittelstand

eine sichere und kosteneffiziente Al -

ternative zu herstellerzentrierten Netzwerken.

Das Portal ist offen für alle IoT-fähigen

Maschinen und Anlagen. Dank des offenen

Standards kann der Nutzer sie auf dem Portal

www.gistry.io einbinden und dort überwachen.

Bei der Auswahl eines Gerätes

visualisiert das Portal aktuelle Betriebsparameter

und andere Eigenschaften ortsunabhängig

auf Smartphone, Tablet oder PC.

Messdaten, Einstellungen und besondere

Ereignisse analysiert es automatisch und

stellt diese Informationen anderen Maschinen

im Netzwerk zur Verfügung. Dadurch

ist das System in der Lage, einen Wartungsbedarf

vorherzusagen.

Stillstandzeiten im Vorfeld

ausschließen

Mögliche Ausfälle von einzelnen Maschinen,

die zum Stillstand der gesamten Produktionskette

führen können, erkennt das Netzwerk

proaktiv. Die Ursachenforschung durch

Servicetechniker verkürzt sich daher. Das

B2B-Portal orientiert sich an den hohen

Sicherheitsanforderungen mittelständischer

Unternehmen. Das Netzwerk wird autark

implementiert. Eine Öffnung der eigenen

IT-Architektur ist nicht nötig. Das Portal kommuniziert

unabhängig davon auf Grundlage

des gängigen Internetprotokolls. Im Zuge

der Einführung der neuen Netzwerklösung

digitalisiert Kemper sein eigenes Portfolio.

Neue Geräte- und Anlagengenerationen

stattet das Unternehmen standardmäßig mit

einer neu entwickelten Steuerung aus. Sie

kommunizieren dabei mittels spezieller IoT-

SIM-Karten über das Mobilfunknetz.

/

www.kemper.eu (sm 180105774)

Programmierung von Schweißrobotern mit VR-Technologie

Alblasserdam. Das niederländische Unternehmen Valk Welding hat ein neues Verfahren zur korrekten und

exakten Programmierung von Schweißrobotern mithilfe der Virtual-Reality(VR)-Technologie entwickelt.

Auf der Fachmesse »SCHWEISSEN UND

SCHNEIDEN« in Düsseldorf konnten die

Besucher des Valk-Welding-Stands das neue

Verfahren der VR-gestützten Offsite-Programmierung

erleben. Der Roboterprogrammierer

sieht die Schweißroboteranlage per

VR-Headset in einer virtuellen 3-D-Umgebung

und markiert mit einem Handbrenner

die Schweißpositionen, die Software setzt

L KURZMELDUNGEN

NEUE APP ZUR

HÄRTEUMWERTUNG

Zwick. Eine kostenlose App für IOS und Android

zur Härteumrechnung von Zwick Roell ist bei

Google Play und im Apple App-Store erhältlich.

Damit kann man die Umwertung der Härtewerte

gemäß ISO 18265 der Härteprüfmethoden nach

Vickers, Brinell und Rockwell jetzt auch bequem

mobil vornehmen. Integrierte Werterechner

erleichtern die exakte Bestimmung der Härte. So

errechnet die App zum Beispiel die Krümmungskorrektur

nach Vickers automatisch und erspart

das aufwendige Nachschlagen in Tabellen. Der

Abstandrechner gewährleistet die Einhaltung der

Normvorgaben bei der Festlegung der Abmessungen

für die jeweilige Prüfung.

www.zwick.de/haerte-app.

K

/

WS(SHN)/SE/ (sm 161104184)

diese in ein Programm für den Schweißroboter

um. Das neue Verfahren ergänzt die

bereits vorhandenen Online-, Offline- und

Offsite-Programmierverfahren. Die Schweißroboter

können mit einem Handgerät programmiert

werden. Damit bewegt der Be -

diener den Roboterarm mit dem Brenner

entlang der Schweißpositionen und legt so

das Programm fest. Während der Programmierung

kann der Schweißroboter nicht zur

Fertigung genutzt werden, das lässt sich mit

der Offline-Programmierung auf einem ex -

ternen PC beheben. Bei der Offsite-Pro grammierung

klickt der Bediener die Schweißpositionen

mit einem Handgerät in Form

eines Schweißbrenners an. Mithilfe von

Kameras werden die Schweißpositionen und

die Position des Brenners bestimmt und in

ein Programm umgewandelt. Valk Welding

hat die Offsite-Programmierung jetzt mit der

VR- Technologie um eine virtuelle Umgebung

erweitert. Der Roboterprogrammierer be -

wegt sich mit dem VR-Headset in einer virtuellen

3-D-Umgebung, in der er sowohl die

Schweißroboteranlage als auch das zu programmierende

Werkstück sieht. Nun muss

er nur noch die Schweißpunkte mit dem

Handgerät anklicken und das Gerät dabei in

der gewünschten Brennerposition halten,

worauf die Software diese Daten in ein Programm

für den Schweißroboter umsetzt.

www.valkwelding.com/de

/

(sm 180105811)

stahlmarkt 1.2018


Herbstmessen: Schweißen, Schneiden, Blech & Co. K 43

Smart Factory für Industrie 4.0

Stuttgart. Automatisiert fahrende Transportsysteme, Reparaturanweisungen in der Datenbrille und mitdenkende

Teile von Trumpf verändern die Fertigung in der Blechbearbeitung.

Einen Blick aus der Vogelperspektive bietet ein Laufsteg, der die Produktionshalle überspannt.

Der sogenannte Skywalk ermöglicht es, die Produktionsanlagen mit ihrem Material- und

Informationsfluss als Gesamtsystem zu begreifen.

Blechbearbeiter müssen den Anteil

nicht wertschöpfender Tätigkeiten immer

mehr senken. Die Trumpf-Smart-Factory aus

Chicago zeigt, was in Sachen Digitalisierung

möglich ist. Technologisches Herzstück hierfür

ist ein System zur Fertigungssteuerung,

mit dem sich in Echtzeit Daten bearbeiten

lassen und das den kompletten Fertigungsprozess

von der Anfrage über die Produktion

bis hin zur Rechnungsstellung vereinfacht.

Im Axoom-Webshop der Smart Factory

lassen sich Teile schnell und einfach

online bestellen. Die Trumpf-Lösungen Tru-

Tops Fab und TruTops Boost kalkulieren die

Kosten automatisch und erstellen auch

gleich ein Angebot. Für die Sicherheit im

automatisierten Betrieb sorgt die digitale

Fertigungssteuerung. Sie erleichtert auch

automatisierte Nachtschichten und informiert

über Störungen. In der Smart Factory

wissen die Teile selbst, was aus ihnen entstehen

soll. Die Laserschneidmaschine Tru-

Laser 5030 fiber schneidet die Platine nicht

nur, sondern kennzeichnet die Teile auch mit

einem Code. Dieser Code enthält Informationen

zum Auftrag, wie etwa die Kundennummer.

Bei Bedarf steuert der Code sogar

die Weiterverarbeitung der Teile. Der Transport

der Teile zwischen den Produktionsanlagen

geschieht durch automatisierte Transportsysteme.

Die drei Stopa Variocarts be -

wegen sich frei zwischen den Anlagen, ohne

Schienenführung oder Kabelbindung.

Vorräte effizient nutzen

TruTops Fab weiß immer, welcher Bestand

an Rohblechen im Lager liegt, und welche

Plätze gerade belegt sind oder auch nicht.

In Echtzeit informiert das System darüber,

ob ausreichend Material für die Bearbeitung

der Aufträge vorhanden ist. Auch Restbestände

bezieht es in die Planung ein. Dank

einer Wiegeeinrichtung bucht es Wareneingänge

automatisch. Die Zustandsüberwachung

übernimmt der Condition Guide von

Trumpf, die Sensoren melden unter anderem

auch notwendige Wartungen.

www.trumpf.com (sm 180105780)

/

(Foto: TRUMPF)

L KURZMELDUNGEN

STAHL-SERVICE-CENTER UND

LOCHBLECH-ANBIETER

Neukirchen. Als eines der größten werksunabhängigen

Stahl-Service-Center Europas und langjähriger

Partner der Automobilindustrie liefert die

EMW Coils, Spaltband und Zuschnitte an die verarbeitende

Industrie. Bei der EMW lagern auf

32.000 m 2 Fläche ständig rd. 130.000 t Feinblech,

wodurch auch spezielle Automobilsorten, hochund

höchstfeste Stähle permanent verfügbar sind.

Aber auch Spezialsorten für andere industrielle

Anwendungsfälle, wie Emaillier- und Baustahlsorten,

gehören zum Lieferportfolio der EMW. Auf

fünf Spalt- und drei Multiblanking-Anlagen verarbeitet

die EMW Bleche mit Dicken von 0,4 bis

4 mm sowie Coils mit bis zu 32 t. Zu den besonderen

Spezialitäten des Unternehmens zählen

zudem eine leistungsstarke Transportlogistik,

individuell auf Kunden abgestimmte Logistikkonzepte

und eine hohe Beratungskompetenz in

Sachen Stahl. Für Qualitätsgarantie, Prozesssicher

heit und Umweltschutz sorgen Zertifizierungen

nach DIN ISO 9001:2008, ISO/TS 16949:2009

und ISO 14001:2004.

SCHÄFER Lochbleche bietet ein breites und

kurzfristig verfügbares Sortiment qualitativ hochwertiger

Lagerlochbleche für alle Branchen und

Einsatzbereiche. Mit hochpräzisen Werkzeugen

können nahezu alle Wünsche hinsichtlich Material,

Lochbild und Maß erfüllt werden. Neben

Lasern, Klinken und Kanten bieten die Experten

für Metallverarbeitung z. B. auch Oberflächenbehandlungen.

Von der Konzeptentwicklung über

die Projektplanung bis hin zur Herstellung kompletter

Baugruppen ist SCHÄFER Lochbleche

damit ein kompetenter Zulieferer für viele Industriezweige.

Kunden mit fehlenden Kapazitäten

können ihre Endprodukte oder Halbzeuge auch

ohne kostenintensive Investitionen fertigen, in -

dem sie auf den leistungsstarken Anarbeitungsservice

von SCHÄFER Lochbleche zurückgreifen.

Seit 2014 profitieren Kunden außerdem von

einem großen Lagersortiment an Klein-, Mittelund

Großformaten, das binnen 24 h versandbereit

ist und sich insbesondere an die Branchen Schallschutz,

Ladenbau, Klima – Lüftung und den allgemeinen

Metallbau richtet.

www.emw-stahlservice.de

www.schaefer-lochbleche.de

K

/

WS(SHN)/SE/ (sm 170504920)

stahlmarkt 1.2018


44 K Messen, Prüfen, Qualität

Zusammenlegung und Neueröffnung

GMA gründet neue Niederlassung für zerstörende Prüfung

Essen-Kettwig. Vor Kurzem hat die GMA Group im Südwesten Essens

eine neue Niederlassung für zerstörende Prüfung eröffnet. Der jetzige

Standort der GMA Werkstoffprüfung GmbH ist aus der Zusammenlegung

der beiden Niederlassungen in Dortmund und Düsseldorf entstanden.

GMA ist ein zertifizierter und nach DIN

EN ISO/IEC 17025 akkreditierter Prüfdienstleister

in den Bereichen Luft- und Raumfahrt,

Rohrleitungs- und Kraftwerksbau, Öl

und Gas, Automotive sowie Windenergieindustrie.

Die Unternehmensgruppe gehört

zur amerikanischen Mistras Group Inc.,

einem weltweit tätigem Anbieter von Komplettlösungen

zu Anlagenüberwachung und

-sicherung, Prüfdienstleistungen (ZFP/ZP)

samt eigener Geräteherstellung sowie Softwareentwicklung.

Neue Zugmaschine und

Pendelschlagwerk

Die neue GMA-Niederlassung wird gemeinsam

von Petra Feyer, ehemalige Niederlassungsleiterin

in Dortmund, und Sebastian

Besche, ehemaliger Niederlassungsleiter in

Düsseldorf, geleitet. Der Standort in Kettwig

liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 52.

Die Gesamtfläche beträgt 2.750 m 2 und

umfasst ein klimatisiertes Prüflabor, eine Probenwerkstatt,

eine separate Anlieferung,

Büroräume und ein geräumiges Lager. Durch

die Zentralisierung in Essen stellt sich die

GMA-Werkstoffprüfung GmbH schlagfertiger

und expanionsfreudiger auf, heißt es.

Klimatisierte Prüfräume tragen zu weiteren

Zulassungen im Bereich Automotive und

Luftfahrt bei. Derzeit arbeiten 24 Mitarbeiter

im Unternehmen. Die Materialprüfungen

umfassen sowohl Metalle als auch Verbundbzw.

Faserverbundwerkstoffe (CFK oder

GFK). Die Untersuchungen reichen von der

Belastbarkeit einer Büroklammer bis hin zur

Schweißnaht eines Windkraftturms.

Weitere Investitionen geplant

Bei der Zusammenlegung der beiden ehemaligen

Standorte wurde umfassend mo -

dernisiert. Weitere Investitionen in modernste

Prüfmaschinen und technische Ausrüstung

sind geplant. Damit wurde der Grundstein

für mehr Kapazität und Flexibilität

gelegt. Eine Zugmaschine mit 600 kN und

ein neues Pendelschlagwerk für die Prüfung

von Metallen bis zu einem Kraftbereich von

750 J ergänzen den Gerätebestand. Für die

Probenanlieferung stehen zwei Krananlagen

mit 2 t und 16 t zur Verfügung. Durch einen

geräumigen Anlieferungs- und Lagerbereich

ist auch die Handhabung großer Rohre und

Achsen sichergestellt.

(sm 180105729)

« KONTAKT

GMA-Werkstoffprüfung GmbH

Im Teelbruch 118

45219 Essen

Tel. +49 2054 96990-00

www.gma-group.com

www.mistrasgroup.com

Ob Kerbschlagbiegeversuch,

Zugprüfung oder mehr – die GMA

Werkstoffprüfung GmbH in Essen-

Kettwig ist mit modernsten

Prüfmaschinen ausgestattet.

(Fotos: GMA)

Am Standort in Essen-Kettwig

erklärte Niederlassungsleiterin

Petra Feyer (Mitte) die verschiedenen

Prüfmöglichkeiten.

stahlmarkt 1.2018


Messen, Prüfen, Qualität K 45

(Foto: Zwick)

Prüfmaschinen der Baureihe Vibrophore von 25 bis 1.000 kN

Vereint: dynamische und statische

Prüfmaschinen

Neue Hochfrequenzpulsatoren mit 25 und 50 kN von Zwick Roell

Ulm. Die Hochfrequenzpulsatoren der Baureihe Vibrophore werden um

Geräte mit Kräften von 25 und 50 kN erweitert und ergänzen das

bestehende Sortiment nach unten. Typische Anwendungen sind dynamische

Materialprüfungen wie Ermüdungs- und Lebensdauerversuche. Zwick Roell

bietet damit Hochfrequenzpulsatoren in Größenordnungen von 25 bis

1.000 kN an.

In zunehmendem Maße werden moderne

Labore und Institute sowohl in der Lehre

und Forschung als auch in der Industrie mit

wechselnden Prüfanforderungen konfrontiert.

Zwick-Hochfrequenzpulsatoren der

Baureihe Vibrophore vereinen eine elektromagnetisch

erregte dynamische Prüfmaschine

mit einer vollwertigen statischen Prüfmaschine

und das seit Neuestem mit Kräften

von 25 bis 1.000 kN.

Typische Anwendungsbeispiele der dy namischen

Materialprüfung sind Ermüdungsversuche

und Lebensdauerversuche an Normproben

sowie Produktions- und Qualitätskontrolle

von Bauteilen, die einer schwingenden

Belastung ausgesetzt sind. Klassische

Beispiele sind Pleuel, Kurbelwellen und

Schrauben.

Hochfrequenzpulsatoren basieren auf dem

Prinzip eines mechanischen Resonators mit

elektro-magnetischem Antrieb. Der Energieverbrauch

beträgt nur 2 % eines ser vohydraulischen

Systems gleicher Leistung und

es werden keine Zu satzaggregate für Hydraulik,

Druckluft oder Wasser benötigt. Zudem

ist das System durch den technischen Aufbau

und den Einsatz verschleißfreier Bauteile wartungsfrei.

Auch für quasi-statische Zug- und

Druckversuche an metallischen Normproben

sind die Prüfmaschinen geeignet, ebenso wie

für bruchmechanische Untersuchungen an

CT- und SEB- Proben.

Durch die Ergänzung der bisherigen Baureihe

um die beiden Prüfmaschinen Vibrophore

50 und Vibrophore 25 stellt Zwick

Roell ein umfassendes Sortiment dieser

»two in one«-Prüfmaschinen zur Verfügung.

Die Möglichkeit auch mit niedrigerer

Kraft zu prüfen kommt insbesondere kleineren

Werkstoff- und Prüflaboren zugute.

/

www.zwick.de (sm 180105878)

L KURZMELDUNGEN

EMVA MARKTREPORT 2017

»MACHINE VISION IN FRANCE«

VERÖFFENTLICHT

Barcelona. Die European Machine Vision As -

sociation (EMVA) hat ihren Marktreport 2017

»Machine Vision in France« veröffentlicht. Die

56seitige Marktstudie bildet die Bildverarbeitungsaktivitäten

in Frankreich in allen Facetten

ab. Dazu gehören die Analyse der Bildverarbeitungsindustrie,

ihrer Kundenbranchen sowie technische

Trends und Markttrends. Darüber hinaus

wird das »Ökosystem« der Bildverarbeitung in

Frankreich eingehend beleuchtet, was Fachmessen

und Fachmagazine, Cluster und Verbände

sowie Forschung und Lehre beinhaltet. All dies

wird ergänzt durch Markt- und Wachstumstreiber

sowie die Nennung eines geschätzten Marktvolumens.

www.emva.org

/

WS(Jp)/SE/ (sm 180105879)

stahlmarkt 1.2018


46 K Messen, Prüfen, Qualität

Universelle Dickenmessung bei erweiterten Messbereichen

Ortenburg. Der thicknessSensor von Micro-Epsilon zur universellen Dickenmessung von Band- und

Plattenmaterial wurde auf Messbereiche bis 25 mm bei Messbreiten bis 400 mm erweitert.

Micro-Epsilon bietet mit dem thickness-

Sensor ein Messsystem zur Dickenmessung

von Band- und Plattenmaterial in der Metalloder

Kunststoffindustrie, aber auch von

diversen Geweben und Verbundstoffen. Die

schlüsselfertige Lösung wurde nun um drei

Messbereiche erweitert und ist damit für

viele weitere Applikationslösungen geeignet,

die auf Materialdicken bis zu 25 mm

und Messbreiten bis 400 mm ausgelegt

sind. Zwei Laser-Triangulationssensoren sind

gegenüberliegend auf einen stabilen Rahmen

montiert und messen von beiden Seiten

gegen das Messobjekt. Die Materialdicke

wird über das Differenzprinzip erfasst.

In den Rahmen ist eine Auswerteeinheit

integriert, die die Dickenwerte verrechnet

und sie analog über Spannung und Strom

oder digital über Ethernet ausgibt. Eine Integration

in die Fertigungslinie und in beengte

Bauräume ist jederzeit mühelos möglich,

hierbei entfällt ein aufwendiges Ausrichten

(Foto: Micro-Epsilon)

der Sensoren. Darüber hinaus bietet der

thicknessSensor auch ein Bedienkonzept mit

intuitivem Webinterface. Für die einzelnen

Messaufgaben lassen sich individuelle Presets

laden. In der Setup-Verwaltung können

bis zu acht benutzerspezifische Einstellungen

gespeichert und exportiert werden. Eine

Optimierung der Messaufgabe ist durch die

Auswahl des Signalpeaks oder der frei einstellbaren

Signalmittelung möglich.

www.micro-epsilon.de

/

Der thicknessSensor,

ein Messsystem zur

Dickenmessung von

Band- und Plattenmaterial

in der

Metall- oder Kunststoffindustrie,

wurde um drei

Messbereiche

erweitert.

(sm 180105789)

Treffpunkt für Qualitätsverantwortliche auf der METAV 2018

Frankfurt/M. Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) und die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung

von Managementsystemen (DQS) sind 2018 erneut Partner der Quality Area auf der METAV 2018.

In der Quality Area geht es um die neuesten

Anwendungen klassischer Mess- und

Prüftechnik, aktuelle Lösungen im Qualitätsmanagement

und um Innovationen für die

Qualitätssicherung in der Industrie 4.0.

DGQ und DQS bieten gemeinsam interaktive

Workshops an, die Antworten auf Qualitätsfragen

in der Wertschöpfungskette 4.0

geben. Besucher erhalten Impulse für die

Praxis und Einblicke in Best Practices aus

den Schwerpunktbereichen ISO 9001:2015,

Energiemanagement und Informationssicherheit

in der Industrie 4.0. »Qualität ist

gerade im Zeitalter der Digitalisierung nicht

mehr als eigenständige Disziplin zu verstehen,

sondern beschreibt einen strukturierten,

übergreifenden Prozess, der für Transparenz

sorgt und neue Perspektiven auf

Services, Produkte und Lieferketten wirft.

Wir freuen uns über unsere gemeinsamen

Workshops mit der DQS«, kommentiert

Claudia Welker, Geschäftsführerin DGQ

Weiterbildung, Frankfurt am Main.

Im Umgang mit der Wertschöpfungskette

4.0 muss sich die Industrie neuen Herausforderungen

stellen. Dazu gehören der Aufbau

einer umfangreichen und belastbaren

IT-Infrastruktur, die Einführung neuer Messund

Prüftechniken sowie die Sicherung der

erzeugten Datenströme. Maßstäbe klassischer

Ansätze von Qualitätssicherung und

Qualitätsmanagement werden in voll digitalisierten

Produktionsszenarien nicht mehr

genügen. In ihren interaktiven Workshops

vermitteln DGQ und DQS aktuelles Fachwissen

sowie Methodenkompetenz und geben

allen Qualitätsverantwortlichen notwendige

Umrüstungstipps für die Praxis an die Hand.

/

www.metav.de (sm 180105836)

stahlmarkt 1.2018


Messen, Prüfen, Qualität K 47

Wärmebilder mit höherer Genauigkeit und besserem Kontrast

Wilsonville, Oregon/USA. Das Programm »1-Touch Level/Span« der Flir Systems GmbH schafft die

Voraussetzungen für präzise Bilder ohne langwierige manuelle Einstellungen vor Ort.

Mit 1-Touch Level/Span können Thermografen

einfach durch eine einzige Berührung

des Bildschirms einen kleinen Fokusbereich

in einem Wärmebild auswählen und

die Kamera passt dann Temperaturbereich

und -spanne automatisch basierend auf

dem Wärmekontrast an der betreffenden

Stelle des Bilds an. Der Anwender tippt nur

einmal kurz auf den Touchscreen, um das

gewünschte Zielobjekt oder den Zielbereich

auszuwählen. Um das ausgewählte Objekt

bzw. den Bereich herum wird daraufhin ein

Kreis angezeigt. Die Kamera verkleinert

automatisch die Spanne, um Temperaturspanne

und -bereich innerhalb des Kreises

genau darzustellen; dabei werden detaillierte

Informationen im Wärmebild bereitgestellt,

um Probleme aufzuzeigen. Die Thermografen

können sich gezielt auf die Probleme

und Details konzentrieren, die für sie

wichtig sind. 1-Touch Level/Span ermöglicht

es ihnen, alle Bereiche des Bildes zu ignorieren,

die für sie nicht von Interesse sind,

indem sie die Spanne verkleinern.

Ihr um 180° drehbarer optischer Block macht die Kameras der T500-Serie vielseitig. Damit

können Thermografen auch schwer erreichbare Zielobjekte bequem überprüfen, ohne sich

dafür umständlich verbiegen oder verdrehen zu müssen.

(Foto: Flir)

Serienmäßig in der T500-Serie

1-Touch Level/Span ist als Option in die neuen

professionellen Wärmebildkameras der

T500-Serie eingebaut. Diese Serie besteht

aus den Kameras T530 und T540. Die Wärmebildkameras

sind mit einer um 180°

drehbaren Optikeinheit und einem leuchtstarken

LCD-Display ausgestattet.

/

www.flir.de (sm 180105848)

L KURZMELDUNGEN

STAHLTECHNIKSPEZIALIST VERGRÖSSERT HAUPTSITZ

Emsdetten. Kürzlich wurde der Anbau des Bürogebäudes der AGTOS, Gesellschaft

für technische Oberflächensystem GmbH in Emsdetten bezogen. Damit

vergrößert sich der Hersteller von Schleuderrad-Strahlanlagen erneut. Am

Hauptsitz des Unternehmens erfolgt die Konzepterstellung sowie die Kon -

struktion der Schleuderrad-Strahlanlagen. Die Fertigung befindet sich im polnischen

Konin in der Nähe von Poznan. Neben neuen Schleuderrad-Strahlmaschinen

werden hochwertige gebrauchte Strahlanlagen angeboten. Für die

Ausrichtung auf neue Anwendungsfälle wurde das Testzentrum in Emsdetten

erweitert und um weitere Maschinentypen ergänzt. Dort stehen derzeit mindestens

sechs verschie dene Schleuderrad-Strahlanlagen für Testzwecke bereit.

www.agtos.de

/

stahlmarkt 1.2018

AS/WS(SHN)/SE/ (sm 171205697)

Besuchen Sie uns auf

ZwickRoell.tv

Prüfen mit Verstand

Unsere Leidenschaft

ist Kundenorientierung.

Prüfen mit Verstand.

www.zwick.de

Prüfsysteme


48 K Messen, Prüfen, Qualität

Zollstock ermittelt Rohrdurchmesser

Sömmerda. Die Neue Technologie Neugärtner und Partner GmbH brachte vor Kurzem ihren Multi-Funktionsmeterstab

»Knakke« auf den Markt, mit dem Durchmesser bis 33 cm bestimmt werden können.

Wenn der Durchmesser von runden

Gegenständen bestimmt werden soll, stößt

ein gewöhnlicher Meterstab an seine Grenzen.

Mit mechanischen Messschiebern lassen

sich meist nur kleine Durchmesser bis zu

8,5 cm bestimmen, sie können außerdem

beim Bestimmen von Außen- und Innendurchmessern

zu Kippfehlern führen. Digitale

Messgeräte sind häufig sehr teuer. Die

Neue Technologie Neugärtner und Partner

GmbH hat deshalb den Zollstock Knakke

entwickelt, der zusätzlich zur Längenmessfunktion

in wenigen Schritten den Durchmesser

von zylinderförmigen Objekten von

bis zu 33 cm bestimmen kann. Dabei griff

der Geschäftsführer Mario Neugärtner auf

ein über 2.000 Jahre bekanntes mathematisches

Prinzip zurück: Sind die Längen aller

drei Seiten eines Dreiecks bekannt, kann

auch der Durchmesser des Inkreises berechnet

werden. Der Softwareexperte entwarf

ein Programm zur Berechnung des Durchmessers

und übertrug diese Werte auf die

Skala eines Zollstocks. Dieser wird in

Deutschland von der Stabila Messgeräte

Gustav Ullrich GmbH hergestellt. Für die

innovative Erfindung sichert sich die Firma

nun Patentrechte auf der ganzen Welt.

www.knakke.de

/

(sm 180105588)

(Fotos: Knakke)

Auf der Rückseite des Zollstockes befindet

sich eine Skala, die den Durchmesser eines

runden Gegenstandes angibt. Mathematische

Grundlage dafür bildet die Formel zur

Berechnung von Inkreisen in Dreiecken.

L KURZMELDUNGEN

HÄRTEPRÜF-APP MIT NEUEN

FUNKTIONEN

Traunstein. Als umfassender Serviceanbieter

rund um die Härteprüfung hat das Unternehmen

EMCO-TEST ein Update ihrer bei Härteprüfpraktikern

schon bewährten App herausgebracht. Mit

der neuen Version hat der User noch mehr nützliche

Tools für die Härteprüfung nach den Normen

EN ISO und ASTM gleich zur Hand und das lästige

Suchen in Normen und Tabellen gehört der Vergangenheit

an.

Es lassen sich einfach und schnell Härtewerte

umwerten, z. B. zwischen Rockwell, Vickers, Brinell,

Knoop, den nicht genormten Tiefenmessverfahren

(HVT, HBT) sowie der Zugfestigkeit. Krümmungskorrekturen

für Rockwell und Vickers sowie

zulässige Grenzabweichungen und vieles mehr

können deshalb ermittelt werden. Die App bietet

damit Härteprüf-Anwendern in der Qualitätssicherung

von metallischen Werkstoffen – sowohl

(Foto: EMCO-TEST)

in der Industrie als auch Schülern und Studenten

technischer Ausbildungen – hilfreiche Tools zur

Unterstützung bei allen gängigen Härteprüfaufgaben.

Die App steht zum kostenlosen Download

bereit, sowohl im Play Store für Android, als auch

im App Store für IOS.

www.emcotest.com

K

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WS(Jp)/SE/Jp (sm 170905403)

Die EMCO-TEST Härteprüf-App mit neuen

nützlichen Funktionen

stahlmarkt 1.2018


Firmenschriften K 49

GravoTech GmbH

Kennzeichnungen per elektromagnetischer

Nadelprägung

4 Seiten, deutsch

Kennzeichnung durch individuelle Markierung,

z. B. für Elektronikgehäuse, me -

chanische Teile, Rollen und Lager gehört

zum Repertoire der GravoTech. Auch

die Rückverfolgbarkeit ist gewährleistet

durch unverwechselbare Identifikationscodes,

die für die ge samte Lebensdauer

der Produkte auslesbar bleiben. Dazu

gehören Data-Matrix oder QR-Codes,

z. B. für Turbinenschaufeln oder Triebwerke. Diese Kennzeichnungen

bieten Schutz gegen Fälschung.

GravoTech GmbH

Am Gansacker 3a, 79224 Umkirch

Tel. +49 7665 5007-0, Fax +49 7665 6136

E-Mail: tfgmbh@gmbh.technifor.com, www.technifor.de (sm 180105819)

Östling Marking Systems

Alle Markiersysteme aus einer Hand

16 Seiten, deutsch

Vielerlei Markiersysteme, die dauerhaft

ein Produkt eindeutig identifizieren, bietet

die Östling Marking Systems. An -

gewandt wird z. B. das elektrolytische

Markieren, das mit dem Siebdruck vergleichbar

ist und mit Schablonen auf

allen elektrisch leitenden Oberflächen

eingesetzt werden kann. Zum Einsatz

kommen außerdem das Nadelprägen,

auch Schlagpunktverfahren genannt,

das Ritzen und das Markieren mit hochpräzisem Laserstrahl für Metalle

und Kunststoffe.

Östling Marking Systems GmbH

Broßhauser Straße 27, 42697 Solingen

Tel. +49 212 2696-0, Fax +49 212 2696-199

E-Mail: info@ostling.com, www.ostling.com (sm 180105821)

PENDER Strahlungsheizung GmbH

Zukunftsweisende und effiziente

Hallenheizsysteme

18 Seiten, deutsch

Die Strahlungswärmesysteme von Pender

orientieren sich an der Sonne. Ge -

nau wie diese erzeugen sie eine langwellige

Wärmestrahlung, die alle im

Strahlungsbereich befindlichen Flächen

erwärmt. Hierzu wird die Wärmeenergie

durch Strahlung übertragen. Dadurch

werden Wärmepolster unter der Hallendecke

vermieden, ebenso wie ungesunde

Staubaufwirbelung oder Zugluft. Zudem punkten die Systeme

durch Platzersparnis und wirtschaftlicheres Heizen.

PENDER Strahlungsheizung GmbH

Industriestraße 7, 68526 Ladenburg

Tel. +49 6203 9266-19

E-Mail: info@pender.de, www.pender.de (sm 180105822)

SE Padersoft

UNITRADE – die Handelssoftware

12 Seiten, deutsch

Diese Handelssoftware wurde von SE

Padersoft in Zusammenarbeit mit ihren

Kunden entwickelt. Dabei standen die

Anforderungen und Bedürfnisse der

Kunden und Märkte im Mittelpunkt. Es

galt, alltägliche Abläufe und Prozesse

effizienter und transparenter zu gestalten,

um damit den Betrieb zu optimieren

und Kosten zu minimieren. Das

Unternehmen ist dabei Full-Service-Lösungs-Anbieter

und bietet seinen Kunden umfangreiche Unterstützung

rund um diese Software.

SE Padersoft GmbH & Co. KG

Vattmannstraße 7, 33100 Paderborn

Tel. +49 5251 3016100, Fax +49 5251 3016199

E-Mail: info@unitrade.com, www.unitrade.com (sm 180105823)

SHComputersysteme GmbH

Ihr Branchenspezialist für

ERP Software im Stahlhandel

4 Seiten, deutsch

Softwarelösungen für jeden Bereich der

Verwaltung auf dem Gebiet des Stahlhandels

hält SHComputersysteme be -

reit, ob Verkauf, Einkauf, Lagerführung

und Logistik, Vertrieb CRM, Barcodeverwaltung,

Rechnungsversand, Reklamationsverwaltung,

Rechnungswesen

oder auch Schnittstellen zu anderen

Systemen. Den Kern dieser ERP-Lösungen

bildet die Datenbank. Dafür wird Oracle eingesetzt, da sich hiermit

große Datenmengen verwalten lassen.

SHComputersysteme GmbH

Lönneberga-Straße 2, 67346 Speyer

Tel. +49 6232 663-0, Fax +49 6232 663-100

E-Mail: info@shcom.de, www.shcom.de (sm 180105824)

Mapudo GmbH




Mapudo.de – Stahl online kaufen

15 Seiten, deutsch

Die 2014 gegründete Mapudo GmbH

bringt Händler und Käufer im Stahlhandel

schnell, effizient und zuverlässig auf

einem Online-Marktplatz zu sammen.

Dort finden Käufer ein händlerübergreifendes

Sortiment von Stahl und Zubehör

– Träger, Bleche, Rohre und vieles mehr

können schnell und einfach online be -

stellt werden. Die Produktsuche erfolgt

standardisiert mit nur wenigen Klicks.

Angebote liegen ohne Zeitverzug vor und können direkt beauftragt

werden.

Mapudo GmbH

Erkrather Straße 162, 40233 Düsseldorf

Tel. +49 211 176071-60

E-Mail: service@mapudo.de, www.mapudo.de (sm 180105820)

stahlmarkt 1.2018


50 K Fachmedien

shop@stahleisen.de

Tel. +49 211 6707-527

Fax +49 211 6707-582

Direkt bestellen

über diesen QR-Code

oder online über

www.stahleisen.de

DVS Media GmbH (Hrsg.): Jahrbuch

Schweisstechnik 2018

Buchreihe: Jahrbücher, 1. Auflage 2017,

ISBN: 978-3-96144-015-3, Preis 45,35 €

Prof. i. R. Dr.-Ing. Ulrich Engelmann:

Stahlbaufibel Berechnung der Tragfähigkeit

von Stabwerkskomponenten

Übersichten, Abläufe, Beispiele

Beuth Verlag, Berlin 2017, 420 S. 24x17 cm, brosch.,

Preis: 44 €, E-Kombi (Buch + E-Book): 57,20 €,

ISBN 978-3-410-27589-3

ISER (Hrsg.): Bedachungen mit Edelstahl

Rostfrei (Dokumentation 872)

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER), Düsseldorf 2017

(2. Aufl.), 27 S., mit 59 Abbildungen, Bestellnr. D 872

Umfassende Informationen rund um die

schweißtechnische Branche, gepaart mit

Fachbeiträgen, die das aktuelle schweißtechnische

Wissen aufgreifen – dafür steht

seit mehr als 30 Jahren das JAHRBUCH

SCHWEISSTECHNIK. Auch in seiner Ausgabe

2018 wird es seinem Anspruch gerecht,

ein verlässlicher Wegweiser durch die Welt

der Schweißtechnik zu sein.

Die aktuelle Ausgabe enthält Themen wie

Lichtbogenschweißen in nasser Umgebung,

Hochgeschwindigkeits-MIG-Schweißen

beim Bau von Aluminium-Karosserien, La -

serstrahl- oder Plasmaschneiden

Weitere Fachbeiträge widmen sich aktuellen

Fragestellungen zu Werkstoffen, Qualitätssicherung,

Geräten und Anlagen sowie

der Berechnung und Gestaltung. Die übrigen

Kapitel bieten umfassende Informationen

zu den schweißtechnischen Aktivitäten

des DVS und seiner Beteiligungen, Kontaktinformationen,

ein Firmen- und ein Warenverzeichnis,

eine Übersicht über DVS-Ausbildungsmöglichkeiten

und -Bildungseinrichtungen,

Termine und vieles mehr.

(sm 180105717)

Die Stahlbaufibel stellt in übersichtlicher

Form die Grundbausteine für die Konstruktion

und Ausführung von Stabwerkskomponenten

bereit. Zum besseren Verständnis

sind die ausführlichen Beispiele mit Verweisen

verknüpft, z. B. Nachweisabläufe.

Die dritte Auflage der »Stahlbaufibel«

wurde vollständig überarbeitet und um zahlreiche,

praxisbezogene Beispiele zu den

Kapiteln Stabverbindung/Stablagerung er -

weitert. Das Buch behandelt Themen wie

Nachweisgrundlagen, Stabquerschnitt, Stabstabilität,

Verbindungsmittel, Stabverbindung,

Stablagerung und Ausführung/Ausführungsunterlagen.

Um dem Anwender das

Nachvollziehen der einzelnen Abläufe – Entwurf,

Tragfähigkeit und Tragsicherheit – zu

erleichtern, wurden die Beispiele aller Kapitel

einheitlich, übersichtlich und klar strukturiert

und ggf. um Vorbemessung, Entwurfshinweise,

Anpassungen oder Varianten ergänzt.

Eine Beispielsammlung schließt jedes Kapitel

ab. (sm 180105718)

Edelstahl Rostfrei erfüllt sowohl ökonomische,

ökologische und soziale Nachhaltigkeitsansprüche

und bietet daher auch für

Bauherren eine reizvolle Alternative. Er ist

langlebig, wartungsfreundlich und recyclingfähig,

weshalb er auch als Bedachungsmetall

sehr gefragt ist – und insbesondere

durch die Entwicklungen im nachhaltigen

Bauen erfährt der sehr korrosionsbeständige

Edelstahl noch mehr Bedeutung. In dieser

Dokumentation werden Werkstoffe und

Eigenschaften behandelt, weiterhin die wirtschaftlichen

Vorteile, aber auch Deckungsarten

und Dachentwässerung. Ferner werden

zur Veranschaulichung ausgeführte

Objekte vorgestellt.

Edelstahl Rostfrei eignet sich sowohl für

Bedachungen, für Bauen im Bestand wie

auch für Neubauten und liefert dauerhafte,

ästhetisch ansprechende Lösungen. Bleche

und Bänder, die nicht rosten, sind in diversen

Oberflächenausführungen erhältlich

und passen zu jedem Baustil. In Verbindung

mit der passenden Werkstoffsorte sorgen sie

für eine dauerhafte zuverlässige Bedachung

selbst bei aggressiven Umgebungsbedingungen.

(sm 171205624)

stahlmarkt 1.2018


StahlTermine K 51

Termin / Ort Thema Veranstalter Info / Kontakt

10.-12.1.2018

Essen

15.-18.1.2018

Schardscha

16.-20.1.2018

Basel

Baufachtage West 2018

CONSTRUCT IT

INDUSTRIAL BUILDING

Infra Tech

acqua alta

Messe Essen GmbH +49 201 7244-0

www.messe-essen.de

www.construct-it-essen.de

www.industrial-building.de

www.infratech.de

www.acqua-alta.de

SteelFab 2018 Expo Centre Sharjah +971 6 5770000

www.steelfabme.com

Swissbau 2018 MCH Messe Schweiz (Basel) AG +41 58 2002020

www.swissbau.ch

23.-26.1.2018

Hamburg

NORTEC 2018

Hamburg Messe und

Congress GmbH

+49 40 3569-0

www.nortec-hamburg.de

30.-31.1.2018

Duisburg

1.2.2018

Essen

Stahleinkauf kompakt –

Essenzielles Wissen für Neu- und

Quereinsteiger im Stahleinkauf

BME Akademie GmbH

BDS – Bundesverband Deutscher

Stahlhandel

+49 69 30838-0

www.bme.de

Edelstahl Rostfrei Convent 2018 Verlag Focus Rostfrei GmbH +49 2801 9826-0

www.edelstahl-convent.de

20.-24.2.2018

Düsseldorf

Metav 2018

VDW – Verein Deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

+49 69 756081-53/54

www.metav.de

27.2.-1.3.2018

Düsseldorf

EuroCIS 2018 Messe Düsseldorf www.eurocis.com

4.-7.3.2018

Köln

Internationale Eisenwarenmesse

2018

Koelnmesse GmbH

www.eisenwarenmesse.de

7.-8.3.2018

Düsseldorf

7.-8.3.2018

Stuttgart-Nürtingen

8.3.2018

Dresden

13.-14.3.2018

Stuttgart

Zukunft Stahl

Handelsblatt Jahrestagung

Schwer zerspanbare Werkstoffe

in der industriellen Praxis

26. Kranfachtagung Technische Universität Dresden,

Institut für Technische Logistik

und Arbeitssysteme

Strategische Stahl- und

Rohstoffbeschaffung

Euroforum Deutschland SE +49 211 9686-3845

veranstaltungen.handelsblatt.com/

stahlmarkt/

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG +49 89 99830-119

www.schwerzerspanbare-werkstoffe.de

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

+49 351 463-32538

www.tu-dresden.de

+49 69 30838-201

www.bme-akademie.de

13.-15.3.2018

Stuttgart

LogiMAT 2018

EUROEXPO Messe- und

Kongress-GmbH

+49 89 32391-259

www.logimat-messe.de

15.-16.3.2018

Rom

11. European Thermoforming

Conference 2018

European Thermoforming Division

der Society of Plastics Engineers

+32 3 541 77 55

www.e-t-d.org

19.-20.3.2018

London

20.-21.3.2018

München

22.-24.3.2018

Parma

23.3.2018

Düsseldorf

27.-30.3.2018

Paris

Metals in the Future CRU Group +44 20 7903 2444

https://events.crugroup.com/

metalsinthefuture/home

33. FDBR-Fachtagung

Rohrleitungstechnik und

2. Kongress Anlagenservice

Fachverband Dampfkessel-,

Behälter- und Rohrleitungsbau

(FDBR) e.V.

+49 211 49870-32

www.fdbr.de

MESCPE Senaf Srl +39 023320391

www.mecspe.com

4. Steel Plate Conference Europe Metal Expert +38 56 375-79-12

www.metalexpert.com

GLOBAL INDUSTRIe GL Events +33 8 25 836 835

www.gl-events.com

9.-13.4.2018

Birmingham

MACH2018

The Manufacturing Technologies

Association (MTA)

+44 20 7298 6400

www.machexhibition.com

10.4.2018

Hannover

16.4.2018

Düsseldorf

16.-20.4.2018

Düsseldorf

Kostenoptimierung Schmiedeteile BME-Akademie +49 69 30838-201

www.bme.de/products/

kostenoptimierung- schmiedeteile

stahlmarkt » Branchentreff

Montan- und Wirtschaftsverlag

GmbH

wire & Tube 2018 Messe Düsseldorf www.wire.de

www.tube.de

www.stahlmarkt-magazin.de/

Branchentreff

17.-19.4.2018

Essen

Cutting World mit Deutschem

Schneidkongress

Messe Essen GmbH

Schneidforum Consulting

GmbH & Co. KG

+49 201 72440

+49 212 2471047

www.messe-essen.de

stahlmarkt 1.2018


52 K Veranstaltungen

»Zukunft Stahl« mit vielen aktuellen Themen

Düsseldorf. Zukunft Stahl – Neuordnung der Stahlbranche: Handel, Digitalisierung, Elektromobilität,

unter diesem Motto lädt das Handelsblatt gemeinsam mit Euroforum zur Handelsblatt Jahrestagung am

7. und 8. März 2018 im Van der Valk Airporthotel Düsseldorf ein.

Diese Veranstaltung bildet eine unabhängige

Plattform für die Stahlbranche und

liefert die Basis für Kooperationen für interdisziplinäre

Konzepte sowie Diskussionen

über derzeitige Entwicklungen und Trends

mit Entscheidern aus Stahlproduktion, -handel

und -verarbeitung. U. a. wird ein Update

des Stahlmarktes thematisiert: Wo steht

man, wohin bewegt man sich? Wie entwickeln

sich die Rohstoffpreise, welche Auswirkungen

könnten Megatrends wie E-Mobilität

haben?

Weiterhin gibt es einen Ausblick auf chinesischen

Stahl und internationales Wirtschaftsrecht.

Außerdem wird Neues aus der

Stahlschrottverwertung behandelt, ebenso

wie die Stahlindustrie in NRW. Weitere Themen

sind die Digitalisierung der Stahlbranche,

E-Mobilität und Chancen für den Stahlmarkt.

Neu sind jetzt die Thementische, an de -

nen im kleinen Kreis über die Automobilbranche,

die Stahlschrottverwertung und

Agile Supply Chain diskutiert wird. Anschließend

werden die Diskussionsinhalte im Plenum

vorgestellt. Ebenfalls neu ist die »Ideenschmiede«,

in der die Teilnehmer mittels

fünfminütiger Kurzvorträge Ideen für die

Stahlbranche vorstellen. Zudem besteht

auch die Möglichkeit, am Ende des ersten

Tages an der »Networking-Night« mit vertiefenden

Gesprächen im »Füchschen« teilzunehmen.

www.handelsblatt-zukunft-stahl.de

/

(sm 180105889)

IT im Stahlmarkt

Digitalisierung

Bild: everythingpossible - Fotolia

Für Ihre IT-Lösung das richtige Umfeld.

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Heft 02.2018

Anzeigenschluss: 17.01.2018

Erscheinungstermin: 05.02.2018

Ihre Ansprechpartnerin:

Nadine Kopmann · Tel.: +49 211 6707- 518

nadine.kopmann@stahleisen.de

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf · Tel.: +49 211 6707- 518 · Fax: +49 211 6707- 923 518 · www.stahlmarkt-magazin.de

stahlmarkt 1.2018


Veranstaltungen K 53

L VERANSTALTUNGEN

STAHLEINKAUF KOMPAKT

Frankfurt/M. Dieses von der BME Akademie in

Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher

Stahlhandel (BDS AG) am 30. und 31. Januar

2018 in Duisburg gehaltene Seminar möchte

Orientierungshilfe im Stahleinkauf leisten. Dies

geschieht in Form eines kompakten Überblicks

über die Stahlwelt mit ihren Markt- und Preisstrukturen

sowie Rahmenbedingungen und Einkaufsstrategien

und -instrumenten. Veranschaulicht

wird die Stahlwelt beim Besuch der Stahlherstellung

von thyssenkrupp oder den Hüttenwerken

Krupp Mannesmann.

www.bme.de

K

/

SE/ (sm 170805307)

EDELSTAHL ROSTFREI

CONVENT 2018

Xanten. Zum dritten Mal wird diese Fachveranstaltung

vom Verlag Focus Rostfrei am 1. Februar

2018 ab dem frühen Nachmittag im Ruhrturm

Essen gehalten, wobei umfassende Möglichkeiten

zum Austausch, zur Information und zum Netzwerken

bestehen. Aus Analysten- sowie Produzentenperspektive

präsentieren zwei hochkarätige

Experten ihre Einschätzungen zu den Aussichten

der Branche für Europa 2018 – wobei einige

Analysten durchaus Zeichen für einen neuen

Aufschwung sehen.

www.edelstahl-convent.de

K

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105842)

METAV 2018

Frankfurt/M. Die 20. Internationale Messe für

Technologien der Metallbearbeitung findet vom

20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf statt.

Organisiert vom Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

e.V. (VDW), zeigt sie das komplette

Spektrum der Fertigungstechnik. Schwerpunkte

sind Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme,

Präzisionswerkzeuge, automatisierter Materialfluss,

Computertechnologie, Industrieelektronik

und Zubehör. Hinzu kommen die neuen Themen

Moulding, Medical, Additive Manufacturing und

Quality.

www.metav.de

K

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 171205625)

SCHWER ZERSPANBARE

WERKSTOFFE IN DER

INDUSTRIELLEN PRAXIS

München. Diese Fachtagung am 7. und

8. März 2018 im Best Western Hotel am Schlossberg

in Stuttgart-Nürtingen bietet Vorträge aus

Industrie und Forschung und verschafft so einen

kompakten Überblick über Trends und aktuelle

Entwicklungen der Werkstoffwissenschaften und

Zerspanungstechnik. Ausgerichtet vom Carl Hanser

Verlag GmbH & Co. KG, werden Lösungsansätze

zur Produktivitätssteigerung aufgezeigt und

eine Diskussionsplattform für Informationsaustausch

angeboten.

www.schwerzerspanbarewerkstoffe.de

K

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105755)

26. KRANFACHTAGUNG

Dresden. Diese Fachtagung, gehalten von der

TU Dresden, am 8. März 2018 in der Technischen

Universität Dresden, Institut für Technische Logistik

und Arbeitssysteme, im Verbund mit den Universitäten

Magdeburg und Bochum, trägt als Titel

»Krane im Fokus von Ressourcenschonung und

Energieeffizienz«. Sie untersucht die Energiebilanz

von Kranen im Hinblick auf eine Minimierung

des Strom- und Ressourcenverbrauchs. Fertigungstechnologien

und ein prozessübergreifendes

Energiemanagement stellen auch die Kranbranche

vor neue Herausforderungen.

www.tu-dresden.de

K

/

eb/WS(Jp)/SE/ (sm 171105507)

STRATEGISCHE STAHL- UND

ROHSTOFFBESCHAFFUNG

Frankfurt/M. Sourcing-Strategien, Absicherungsinstrumente

und Risikomanagement stehen

im Fokus dieses von der BME Akademie im Dormero

Hotel Frankfurt Messe gehaltenen Seminars

am 13. und 14. März 2018. Know-how im globalen

Einkauf von Stahl und Rohstoffen mit Informationen

über die aktuelle Markt- und Preislage

sowie über Instrumente und Strategien werden

dort vermittelt. Zudem erfahren die Teilnehmer,

wie eine kostenoptimale Versorgung gelingt und

welche Möglichkeiten zur Risikoabsicherung zur

Verfügung stehen.

www.bme-akademie.de

K

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 171205571)

AMB 2018

Stuttgart. Die AMB – internationale Ausstellung

für Metallbearbeitung ist Plattform für An -

bieter und Anwender und zeigt digitale Wege auf.

Vom 18. bis 22. September 2018 findet sie in

der Messe Stuttgart statt und präsentiert in

Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher

Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) –

Fachverband Software und Digitalisierung die

neue AMB Sonderschau Digital Way, die vernetzte

Abläufe in Unternehmen, Industrie 4.0, im Blick

hat. Darüber hinaus wird eine hochkarätige Ex -

pertenkonferenz samt Ausstellung von Innovationen

anberaumt. Ideelle Träger der AMB sind der

VDMA – Fachverband Präzisionswerkzeuge, und

der VDMA – Fachverband Software und Digitalisierung

sowie der VDW – Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

www.amb-messe.de

K

/

Eb/WS(SHN)/SE/ (sm 171205621)

ZVO-OBERFLÄCHENTAGE 2018:

VORTRAGSVORSCHLÄGE

EINREICHEN

Hilden. Mit zuletzt 665 Teilnehmern in Berlin

haben sich die ZVO-Oberflächentage als eines der

führenden Oberflächenforen für Anwender, Ab -

nehmer von Oberflächen, Wissenschaftler, Entwickler,

Konstrukteure, Einkäufer, QM- sowie

Vertriebsmitarbeiter aus allen industriellen Wirtschaftsbereichen

etabliert. Auch für die kommende

Veranstaltung vom 19. bis 21. September

2018 in Leipzig erwartet der Zentralverband

Oberflächentechnik e.V. wieder zahlreiche internationale

Teilnehmer. Interessierte Referenten

können ihre Vorträge bis zum 31. Januar 2018

online einreichen.

www.zvo.org

K

/

WS(SHN)/SE/ (sm 171205742)

INTEC UND Z 2019:

ANMELDEPHASE

Leipzig. Vom 5. bis 8. Februar 2019 wird die

Leipziger Messe während der kommenden Ausgabe

des Messeverbunds Intec und Z erneut zum

Zentrum der Fertigungstechnik für die Metallbearbeitung

und Treffpunkt der Zulieferbranche. Die

Anmeldephase für die Intec und Z 2019, deren

Erfolgsgeschichte dann ein weiteres Kapitel hinzugefügt

werden soll, ist jetzt gestartet.

Die Intec ist eine der führenden Messen für die

Metallbearbeitung in Europa. Kernbereiche sind

Werkzeugmaschinen, Systeme für vor- und nachgelagerte

Prozesse in der automatisierten Produktion

und die gesamte Fertigungstechnik für die

Metallbearbeitung. Im Rahmen der Z, die zu den

wichtigsten europäischen Zuliefermessen gehört,

stellen mehrheitlich Zulieferer der unteren und

mittleren Produktionsstufen sowie industrielle

Dienstleister aus.

www.messe-intec.de

www.zuliefermesse.de

K

/

WS(SHN)/SE/ (sm 171205719)

stahlmarkt 1.2018


54 K Personalien

VIP-Seite

Der Aufsichtsrat der

Klöckner & Co SE hat Jens

Michael Wegmann zum

Mitglied des Vorstands

bestellt. Er wird ab dem

1. Dezember 2017 die neu

geschaffene Position des

Chief Operating Officer (COO) des Konzerns

besetzen.

Wegmann war zuletzt Vorstandsvorsitzender

der thyssenkrupp Industrial Solutions

AG. Zuvor hatte er mehrere Führungspositionen

bei Siemens inne und verantwortete

dort unter anderem den Bereich Industry

Solutions als CEO.

K

(sm 180105818)

Der Aufsichtsrat der Knauf Interfer SE

hat Dr. Kay Oppat mit Wirkung zum

1. Januar 2018 als Chief Business Development

Officer in den Vorstand

des Unternehmens

berufen.

In der neu geschaffenen

Position des Chief Business

Development Officer wird

Foto: Knauf Interfer

Oppat die nachhaltige

Weiterentwicklung der

Knauf Interfer Gruppe verantworten und

damit nahtlos an seine bisherigen Aufgaben

im Unternehmen anschließen. Bereits seit

Januar 2017 hat er als Leiter Sonderprojekte

und seit Juni als Leiter Unternehmensentwicklung

diverse Transformationsprojekte,

M&A-Aktivitäten und das unternehmensweite

SAP-Projekt begleitet.

Oppat verfügt über langjährige internationale

Management- und Führungserfahrung

im industriellen Bereich, unter anderem

als Vorstand eines Rohstoffhandels un -

ternehmens und durch seine Tätigkeit in einer

globalen Top-Tier-Unternehmensberatung. K

(sm 18015890)

Anton Berlin, Marketingchef von MMC

Norilsk Nickel, ist neuer Chairman des international

tätigen Nickel Institute. Er folgt

Martin Vydra, der dieses Amt zwei Jahre

bekleidet hatte und nun turnusgemäß ausschied.

K

(sm 180105735)

Am 13. Januar 2018 wird Dr. Manfred

Schwandtke, früher Geschäftsführer des

Betriebsforschungsinstituts Metallurgie

GmbH, 85 Jahre alt.

K

(sm 180105782)

Seinen 50. Geburtstag feiert am 15. Ja -

nuar 2018 Johannes Greinacher, Geschäftsführer

der Purmetall GmbH & Co. KG. K

(sm 180105783)

Dr. Reinhard Göhner, früher Hauptgeschäftsführer

der Bundesvereinigung der

Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA),

begeht am 16. Januar 2018 seinen 65. Ge -

burtstag.

K

(sm 180105784)

Dr. Jürgen Kolb, ehemals Mitglied des

Vorstandes der Salzgitter AG Stahl und Technologie,

wird am 24. Januar 2018 75 Jahre

alt.

K

(sm 180105785)

Seinen 65. Geburtstag feiert am 25. Ja -

nuar 2018 Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung

der Deutschen Arbeitgeberverbände

(BDA).

K

(sm 180105786)

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. med.

h.c. Heinz Haferkamp, Institutsleiter i. R.

und Universitätsprofessor, Institut für Werkstoffkunde

der Gottfried Wilhelm Leibniz

Universität Hannover, begeht am 30. Ja nuar

2018 seinen 85. Geburtstag. K

(sm 180105787)

Am 2. Februar 2018 wird Dr. rer. pol.

Rüdiger Troschke, früher Geschäftsführer

der SBM – Service- und Beratungsgesellschaft

der Bayerischen Metallindustrie,

75 Jahre alt. K

(sm 180105861)

Hans Wilhelm Klein, früher Geschäftsführer

des Stahlwerkes Annahütte der Max

Aicher GmbH & Co. KG, begeht am 3. Fe -

bruar 2018 seinen 85. Geburtstag. K

(sm 180105862)

INSERENTENVERZEICHNIS

B

BEPRO GmbH & Co. KG 1

BOBE Industrie-Elektronik 39

C

COILTEC Maschinenvertriebs GmbH 35

H

Hamburg Messe und Congress GmbH 17

Hoberg & Driesch GmbH & Co. KG

Röhrengroßhandel 13

M

Montan- und Wirtschaftsverlag

GmbH 2, 5, 7, 31, 52, 56

N

Artur Naumann Stahl AG 25

S

Dr. Sommer Werkstofftechnik GmbH 31

SSB Schienensysteme Brandt GmbH 35

V

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

e.V. (VDW) 41

W

WALZSTAHLHANDEL ESSEN GmbH 29

Z

Zwick GmbH & Co. KG 47

Beilage

Verlag Focus Rostfrei GmbH

stahlmarkt 1.2018


Vorschau / Impressum K 55

VORSCHAU 2.2018

Steel International

• Stahlmarkt USA

• Die Stahlbranche investiert in Österreich, UK, Spanien und den USA

• Energiewende und Stahl

Stahlstandort Deutschland

• Flachstahl mit Know-how

• Weißblechverpackungen mit hervorragender Recyclingfähigkeit

• Stahlrecycler erwarten positive Geschäftsentwicklung

Branchenbericht

Maschinenbau

Technologietrends

• Produktionssystem zur additiven Fertigung

• Umformen und Fügen in nur einem Schritt

Stahlhandel & Stahl-Service-Center

• Die energische Stimme der europäischen Stahlhändler

• 1, 2, 3, 4 – DIR

• Kompakte Querteilanlage von Grund auf erneuert

• thyssenkrupp erhält Supplier Award

• Studie zur Digitalisierung im Stahlhandel

IT, Digitalisierung

• Stahl wird digital

• Gemeinsam statt einsam

• Digitalisierung des indirekten Einkaufs

Metallbearbeitung: Schneiden, Sägen, Bohren,

Drehen & Co. – Anarbeitung

• Hochleistungsbandsäge halbiert die Schnittzeiten

• Neues aus der Metallbearbeitung

• METAV 20

Veranstaltungen

und vieles mehr!

Änderungen vorbehalten

Impressum

Herausgeber und Verlag:

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Postfach 105164, 40042 Düsseldorf

E-Mail: stahlmarkt@stahleisen.de

Internet: http://www.stahleisen.de

Verlagsleitung / Geschäftsführung:

Frank Toscha

Redaktion: Chefredakteurin Dr.-Ing. Wiebke Sanders

Tel. +49 211 6707-538, Fax +49 211 6707-540

E-Mail: petra.jung@stahleisen.de

Ständige Mitarbeiter in Berlin, Warschau, New York

Anzeigenleitung: Nadine Kopmann

Tel. +49 211 6707-518, Fax +49 211 6707-923518

E-Mail: nadine.kopmann@stahleisen.de

Vertrieb: Gabriele Wald

Tel. +49 211 6707-527, Fax +49 211 6707-923527

E-Mail: gabriele.wald@stahleisen.de

Herstellungsleitung: Burkhard Starkulla

Tel. +49 211 6707-500, Fax +49 211 6707-501

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Satz/Layout: digiteam – DigitaleMedienProduction

Joachim Kirsch, Kreuzbergstraße 56, 40489 Düsseldorf

Druck: Kraft Premium GmbH

Industriestraße 5-9

76275 Ettlingen

Erscheinungsweise: jeweils zum Monatsanfang.

Bezugspreise: Einzelheft 15,– €, im Jahresabonnement

(12 Ausgaben) 112,– € einschl. Zustellgebühr und

Mehrwertsteuer. Ausland 126,– € einschl. Porto.

Kündigungsfrist bis zum 15. November zum

31. Dezember des jeweiligen Jahres. Zur Zeit gültige

Anzeigenpreisliste Nr. 67.

Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das

Urheberrechts gesetz festgelegten Grenzen ist ohne

Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt

insbesondere für Vervielfälti gungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und

Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Haftung: Für Leistungsminderungen durch höhere

Gewalt und andere vom Verlag nicht verschuldete

Umstände (z. B. Streik) können keine Entschädigungsansprüche

von Abonnenten und/oder Inserenten

geltend gemacht werden. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte keine Gewähr.

Warenzeichen: Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen,

Handelsnamen oder sonstigen

Kennzeichnungen in dieser Zeitschrift berechtigt nicht

zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt

werden dürfen. Vielmehr handelt es sich häufig um

eingetragene Warenzeichen oder gesetzlich geschützte

Kennzeichen, auch wenn sie als solche nicht eigens

gekennzeichnet sind.

Urheberrecht für Autoren: Mit Annahme des

Manuskripts gehen das Recht zur Veröffentlichung

sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von

Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung

in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken,

Fotokopien und Mikrokopien an den Verlag über. In

der unaufgeforderten Zusendung von Beiträgen und

Informationen an den Verlag liegt das jederzeit

widerrufliche Einverständnis, die zugesandten Beiträge

bzw. Informationen in Datenbanken einzustellen,

die vom Verlag oder von mit diesem kooperierenden

Dritten geführt werden.

Erfüllungsort Düsseldorf

© 2018 Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH, Düsseldorf

Gedruckt auf vollkommen chlorfrei

gebleichtem Papier (TCP) mit

schwermetallfreien Farben.

Printed in Germany

ISSN 0178-6571

(Fotos: Deutsche Edelstahlwerke, IFUM)

stahlmarkt 1.2018


Schon mal vormerken

10. stahlmarkt » Branchentreff

Wann ?

16. April 2018 ab 17:30 Uhr

(Erster Messetag von wire & Tube)

Wo ?

Messe Düsseldorf, CCD.Süd, Raum 3

»Branchentreff

Zeit zum Networking !

Treffen Sie sich mit erfahrenen Branchenkennern.

Nutzen Sie diese Plattform für den fachlichen und persönlichen Austausch

in einem spannenden und innovativen Umfeld.

Nach einer Reihe von Kurzvorträgen (ca. 1 Std.) lassen wir den Abend

in lockerer Atmosphäre mit einem Buffet ausklingen.

Das stahlmarkt-Team freut sich auf Sie !

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf · Tel.: +49 211 6707- 518 · Fax: +49 211 6707- 629

E-Mail: nadine.kopmann@stahleisen.de · www.stahlmarkt-magazin.de

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