Arabische Pferde IN THE FOCUS Nr. 4/2017 (Vol. 12)
Magazin für Liebhaber des Arabischen Pferdes
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Arabian Horses<br />
<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong><br />
4/<strong>2017</strong> (<strong>Vol</strong>. <strong>12</strong>) • 6,50 €<br />
in the focus<br />
Reise nach<br />
Russland<br />
Interview mit<br />
Bernd Zimmermann<br />
www.in-the-focus.com/magazine<br />
www.in-the-focus.com<br />
Vom Ursprung der<br />
Shagya-Araber
Editorial<br />
childhood.<br />
Zurück zur<br />
Natur<br />
Es mag übertrieben sein, wenn berichtet wird, dass manche Kinder<br />
glauben, dass Kakao von braunen oder gar von lila Kühen stammt.<br />
Aber eine Entfremdung der Menschen von der Natur lässt sich nicht<br />
leugnen - und diese fängt im Kindesalter an.<br />
Wenn Kinder die meiste Zeit des Tages mit elektronischen Medien<br />
verbringen, statt in der freien Natur zu spielen, oder sich gar mit Tieren<br />
zu beschäftigen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn<br />
es immer schwieriger wird, für Tierhaltung und "-nutzung" Verständnis<br />
oder gar Rückhalt in der Gesellschaft zu finden. Insbesondere die<br />
<strong>Pferde</strong>haltung wird in Zukunft weiter unter Druck geraten. Das fängt<br />
bei den Kosten an, die durch Umwelt- und Tierschutzauflagen steigen<br />
werden, und geht bis hin zu den "Tierrechtlern", die jegliche "Nutzung"<br />
von Tieren, und sei es das Reiten von <strong>Pferde</strong>n, verbieten wollen.<br />
Was gemeinhin vergessen wird, ist der positive Effekt, den Tiere - auch<br />
<strong>Pferde</strong> - auf den Menschen ausüben, insbesondere auf Kinder. Sie erleben<br />
bedingungslose Liebe und Zuneigung, sie lernen Respekt vor<br />
dem Leben, Verantwortung für ein Mitgeschöpf und Empathie, die<br />
kein Smartphone, Tablet oder Fernsehgerät vermitteln kann.<br />
Ich selbst bin in der Stadt aufgewachsen und habe mir nichts sehnlicher<br />
gewünscht, als einen Hund. Bekommen habe ich einen Wellensittich,<br />
und zahllose Besuche im Zoo, Spaziergänge im Park und<br />
Eichhörnchenfüttern auf dem Friedhof. Dann machten meine Eltern<br />
mit mir einen Ausflug nach Marbach - von da an gehörte dies zum<br />
jährlichen Pflichtprogramm für meine Eltern. Mit 14 oder 15 fand ich<br />
dann endlich einen Reitstall, der alles bot, was mein Herz begehrte:<br />
Hunde, Katzen, Kaninchen, Hühner, Gänse, Ziegen, Ponys - ach ja, und<br />
auch <strong>Pferde</strong>. Reiten konnte man gegen "Arbeitsleistung", d.h. Boxen<br />
misten, Stroh aufladen, Heu machen, Koppeln abäppeln, Sattelzeug<br />
putzen - es wurde nie langweilig und das Reiten war die Belohnung,<br />
das Tüpfelchen auf dem "i", wenngleich ich manches mal abends zu<br />
kaputt war, um diese Belohnung überhaupt noch in Anspruch zu nehmen.<br />
Aber ein Wochenende ohne "Stall" war für mich Höchststrafe.<br />
Heute haben selbst Kinder auf dem Dorf vielfach keine Möglichkeit<br />
mehr, "in den Stall" zu gehen. Vielleicht haben sie auch gar kein Interesse<br />
daran, weil die Ablenkung durch die elektronischen Medien<br />
zu groß ist. Aber vielleicht muß man das Interesse auch erst wecken?<br />
Gerade das <strong>Arabische</strong> Pferd hat durch seinen menschenbezogenen<br />
Charakter, durch seine vorsichtige Art, mit (kleinen) Kindern umzugehen,<br />
viel Potential, Kindern - aber auch Erwachsenen - die Angst vor<br />
großen Tieren zu nehmen. Beispiele hierzu gibt es schon - auch unter<br />
Araberzüchtern und -besitzern. So kann man beispielsweise ein entsprechendes<br />
Angebot an Kindergärten oder Schulen machen, oder<br />
zum "Streichelnachmittag" einladen, einen "Tag der Offenen Tür" organisieren,<br />
der ganz speziell für Familien gedacht ist, mit Streicheltieren,<br />
Kinderreiten, etc. Der Möglichkeiten gibt es viele, und gerne<br />
würden wir darüber berichten - um anderen Mut zu machen und um<br />
guten Ideen eine Plattform zu bieten.<br />
Zum Beginn eines neuen Jahres fassen wir traditionell viele gute Vorsätze.<br />
Vielleicht sollten wir uns für 2018 den Vorsatz fassen, die Liebe<br />
zum Tier, die Liebe zum arabischen Pferd zu verbreiten, in dem wir mit<br />
gutem Beispiel vorangehen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein<br />
erfolgreiches Jahr 2018!<br />
Back to<br />
Nature<br />
Some reports may be exaggerated when stating that some children<br />
believe that cocoa comes from brown or even purple cows. But an alienation<br />
of humans from nature cannot be denied - and it begins in<br />
If children spend most of the day using electronic media rather than<br />
playing outdoors, or deal with animals, then we need not be surprised<br />
if it becomes increasingly difficult to find the necessary understanding<br />
and support within the society to keep animals and to "use" them.<br />
Horse keeping, in particular, will continue to come under pressure in<br />
the future. This starts with the costs that will increase as a result of<br />
environmental and animal welfare requirements and goes all the way<br />
to the "animal rights activists" who want to ban any "use" of animals<br />
and even horse riding.<br />
What is commonly forgotten is the positive effect that animals - including<br />
horses - have on humans, especially on children. They experience<br />
unconditional love and affection, they learn respect for life,<br />
responsibility for a fellow creature and empathy that no smartphone,<br />
tablet or TV can give.<br />
I, myself, grew up in the city and I wanted nothing more than a dog.<br />
I've got a budgerigar, and countless visits to the zoo walks in the park<br />
and squirrel feeding in the cemetery. Then my parents took me on a<br />
trip to Marbach - from then on this was part of the annual compulsory<br />
program for my parents. At age 14 or 15. I finally found a riding<br />
stable that offered everything my heart desired: dogs, cats, rabbits,<br />
chickens, geese, goats, ponies - oh yes, and also horses. Riding was<br />
possible in exchange for "working hours", i.e. mucking out stables, uploading<br />
straw, making hay, cleaning the paddocks, cleaning the saddlery,<br />
etc. It was never boring and riding was the reward, the icing on<br />
the cake, although I was sometimes too broken in the evening, to even<br />
avail this reward. But a weekend without "the stable" was maximum<br />
punishment for me.<br />
Today, even children in the village often have no longer the opportunity<br />
to go "to the stable". Maybe they are not interested in it because<br />
the distraction of the electronic media is too big. But maybe you just<br />
have to arouse their interest first?<br />
Especially the Arabian horse has a lot of potential due to its human-related<br />
character, through its cautious way of dealing with<br />
(small) children, to take away the fear of large animals. There are already<br />
examples of how it can work - also among Arab breeders and<br />
owners: You could, for example, make a respective offer to kindergartens<br />
or schools, or invite for a "petting afternoon", organize an "Open<br />
House", which is designed especially for families, with petting animals,<br />
children's riding, etc. The possibilities are many, and we would<br />
like to report about it - to give others courage and to offer a platform<br />
for good ideas.<br />
At the beginning of a new year, we traditionally take many good intentions.<br />
Perhaps for 2018, we should set out to spread the love for<br />
animals, the love for the Arabian horse, by leading by example. In this<br />
sense, I wish you all a successful year 2018!<br />
Editorial<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Chefredakteurin / Chief Editor<br />
3
Inhaltsverzeichnis<br />
Inhalt<br />
Der Muselmann aus Schwaben 60<br />
Artikel<br />
Willkommen in Russland -<br />
Gestütsreise in den Nordkaukasus 6<br />
Die gesamte Typenpalette -<br />
VZAP Verbandshengstschau 18<br />
Ein komplettes Pferd ist das Zuchtziel -<br />
Interview mit Bernd Zimmermann 22<br />
Schau im Abseits -<br />
Deutsches Nationales Championat 50<br />
Kampf der Giganten -<br />
Die Triple Crown Schauen 52<br />
Denkanstöße - Die Geister die ich rief! 58<br />
Inhaltsverzeichnis<br />
Erinnerungen an - Nasr Marei 66<br />
Training des Distanzpferdes -<br />
Die Energieversorgung während des Rittes 68<br />
Alle Jahre wieder -<br />
ANC-Turnier Aachen 72<br />
Shagya-Araber - Vom Ursprung der Rasse 76<br />
Rubriken<br />
News 28<br />
Über die Regenbogenbrücke 32<br />
HengstParade 2018 33<br />
Shagya-Araber - Stall-Laterne 82<br />
Termine 2018, Impressum 84<br />
Vorschau 85<br />
Eine Reise nach Russland in das berühmte Gestüt Tersk - für viele<br />
ein Traum, den sie sich aber alleine nicht zutrauen würden. Und<br />
so trafen sich einige Gleichgesinnte am Flughafen in Moskau, um<br />
sich mit einer eigens organisierten Gruppenreise diesen Traum zu<br />
erfüllen.<br />
A trip to Russia, to the famous Tersk Stud - for many a dream, but they<br />
would not dare to tackle it by themselves. And so, some like-minded<br />
people met at the airport in Moscow to fulfill their dream<br />
with a specially organized group travel.<br />
Das arabische Pferd kommt in vielen Formen und Typen daher.<br />
Selten konnte man dies so deutlich an einer Veranstaltung<br />
erkennen, wie auf der diesjährigen Verbandshengstschau des<br />
VZAP. Aber nicht nur die Typen waren sehr unterschiedlich,<br />
auch die Qualität der Hengste.<br />
Unser Titelbild<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberhengst Musab<br />
(NK Bolbol / Maaza), *2005,<br />
Züchter und Besitzer: Hauptund<br />
Landgestüt Marbach<br />
Purebred Arabian stallion<br />
Musab (NK Bolbol / Maaza),<br />
*2005, breeder and owner:<br />
State Stud Marbach<br />
Foto: G. Waiditschka<br />
4<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Content<br />
Articles<br />
Table of Content<br />
Welcome to Russia -<br />
Stud Tour in the Northern Caucasus <strong>12</strong><br />
The Battle of the Giants -<br />
The Triple Crown Shows 52<br />
Food for Thought - The Spirits that I called! 59<br />
Memories of - Nasr Marei 66<br />
Training the Endurance horse -<br />
The Energy Supply during the Ride 70<br />
Shagya-Arabians - The Origin of the Breed 76<br />
Classified<br />
Over the Rainbow Bridge 32<br />
Stallion Parade 2018 33<br />
Shows & Events 2018 84<br />
Mast Head 84<br />
Preview 85<br />
Table of Content<br />
Seit 25 Jahren züchten Bernd und Gabriele Zimmermann vom<br />
Gestüt Amurath arabische <strong>Pferde</strong> auf Weil-Marbacher Grundlage.<br />
Züchter wie Bernd Zimmermann, der auch als Musterungsbeauftragter,<br />
nationaler Richter und langjähriges Vorstandsmitglied des<br />
VZAPs aktiv ist, bilden das Rückgrad der deutschen <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht.<br />
Wir sprachen mit ihm über den Markt, die Schauszene<br />
und die Zukunft der Zucht.<br />
Foto: M. Groger<br />
Wenn die drei großen Schauen so etwas wie die Trendsetter der "Araber-Industrie"<br />
sind, dann dürfen wir uns vielleicht auf die Wiederkehr<br />
der Schimmel freuen. Und auch die Dauersiegesserie der arabischen<br />
Länder scheint dieses Jahr etwas abgemildert.<br />
If we consider the three big shows to be something like the trendsetters<br />
of the "Arabian industry", then perhaps we can look forward to<br />
the return of the greys. And also the string of victories of the<br />
Arab countries seems to be a little bit curtailed.<br />
Foto: G. Waiditschka (4)<br />
Alle Jahre wieder... ist Haifi El Sorrento der Sieger des Aachener Turniers.<br />
Dieses Jahr konnte er seine Siegesserie auf vier Siege bei fünf<br />
Starts ausweiten. Derzeit kann ihm unter den arabischen<br />
Dressurpferden in Deutschland keiner das Wasser reichen.<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
5
Gestütsreise im Nordkaukasus<br />
Willkommen<br />
in Russland!<br />
Добро пожаловать в Россию!<br />
Zucht<br />
Eine Reise nach Russland in das berühmte Gestüt Tersk - für viele ein Traum,<br />
den sie sich aber alleine nicht zutrauen würden. Und so trafen sich einige<br />
Gleichgesinnte am Flughafen in Moskau, um sich mit einer eigens<br />
organisierten Gruppenreise diesen Traum zu erfüllen.<br />
Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014 Nonet (Nitagor / Nonna) *2008<br />
6<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Langsam aber sicher vergrößerte sich<br />
unser Trüppchen am Gate 15, gebucht<br />
auf den Flug nach Mineralnye Vodi. Da<br />
waren Franzi, Gisela und Inge aus Deutschland,<br />
Petra und Anna aus Österreich, Ivana<br />
und Frédérique aus der Schweiz, und in der<br />
letzten Sekunde kam auch noch Elisabeth<br />
angerannt. Nun fehlten nur noch unsere<br />
beiden Australier Rebecca und Darren - sie<br />
steckten noch in der Passkontrolle. Alles<br />
Bitten und Flehen half nicht, der Flieger<br />
startete ohne sie.<br />
Nach zweieinhalb Stunden landete die Maschine<br />
in Mineralnye Vodi, einer Stadt am<br />
Fuße des nördlichen Kaukausus. Leider war<br />
es Nacht, sonst hätten wir sehen können,<br />
dass sich zwischen Moskau und hier kaum<br />
ein Hügel befindet, aber in Mineralnye Vodi<br />
plötzlich die ersten Berge mit bis zu 1400<br />
m aus dem Boden ragen. Mit dem Transfer<br />
zum Hotel in Pjatigorsk ging ein langer<br />
Reisetag zu Ende. Am nächsten Tag kamen<br />
dann auch unsere beiden Australier nach,<br />
sowie Katayoun, Shahab und Seyedzia aus<br />
dem Iran, die eine kürzere Reiseroute direkt<br />
über den Kaukasus gewählt hatten.<br />
Tersk öffnet die Tore<br />
Die Gegend um Pjatigorsk ist seit rund 200<br />
Jahren für ihre Heilquellen bekannt - das<br />
durften die Teilnehmer am nächsten Tag bei<br />
einer Sightseeing-Tour erleben. Hartgesottene<br />
testeten das schwefelhaltige Wasser<br />
sogar, das gut bei Magen- und Darmbeschwerden<br />
sein soll. Der etwas verstaubte<br />
Charme dieses Kurorts hat nichts mit dem<br />
mondänen Chic in Baden-Baden gemein,<br />
dafür kann man statt der Schwarzwaldgipfel<br />
hier - mit etwas Glück und gutem Wetter<br />
- den höchsten Berg Europas sehen: Den<br />
Elbrus, mit 5,642 m.<br />
Am Samstag dann endlich waren die <strong>Pferde</strong><br />
an der Reihe - das Gestüt Tersk öffnete zum<br />
"Tag der offenen Tür" seine Pforten und Tausende<br />
(!) Russen aus der Umgegend folgen<br />
dieser Einladung jedes Jahr. Es ist für sie ein<br />
Familienausflug, der ihnen das Pferd - und<br />
natürlich insbesondere das arabische Pferd,<br />
das hier in Südrussland eine lange Tradition<br />
hat - näher bringt.<br />
Dieses Wochenende beinhaltet auch eine<br />
Schau, doch der Samstag, mit den qualifizierenden<br />
Klassen, war noch dem Fachpublikum,<br />
das heißt den Züchtern und Interessierten,<br />
vorbehalten. Etwa 70-80 <strong>Pferde</strong><br />
aller Altersgruppen traten an, sowohl aus<br />
dem Gestüt Tersk, als auch von anderen<br />
Privatzüchtern, die gerne auch 300-400 km<br />
anreisen. Die Schau ist ECAHO-anerkannt,<br />
aber viel wichtiger für die russischen Züchter<br />
ist, dass auch das russische Stutbuch<br />
Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006<br />
Gestüt Tersk<br />
(RASB) die Ergebnisse anerkennt und als<br />
Leistungsnachweis in das Stutbuch einträgt.<br />
Zum Glück haben "moderne Trainings- und<br />
Präsentations-Methoden" ihren Weg noch<br />
nicht in den Kaukasus gefunden. Hier werden<br />
die <strong>Pferde</strong> noch - wie bei uns vor 20-<br />
30 Jahren - ohne Stress und ungeschminkt<br />
vorgeführt. Meist sind es die Grooms oder<br />
Jockeys von der Rennbahn, die die <strong>Pferde</strong><br />
bereits kennen. Zwei Tage vorher noch auf<br />
der Weide, am Tag zuvor gewaschen, stehen<br />
sie heute im Ring. Und obwohl der Sandboden<br />
durch die anhaltenden Regenfälle in<br />
der Nacht zuvor schwer und nass ist, zeigen<br />
die meisten <strong>Pferde</strong> mehr Trabvermögen,<br />
als wir es von westlichen Schauen gewohnt<br />
sind. Viel Gang, gute Körper, kräftiges Fundament<br />
- das sind noch immer die Markenzeichen<br />
der russischen <strong>Vol</strong>lblutaraber.<br />
Vergeblich sucht man einen ausgeprägten<br />
Dish oder "Refinement" - und das ist gut so.<br />
Der Sonntag war dann den Championaten<br />
vorbehalten, eingebettet in den "Tag der<br />
Offenen Tür" und in ein unterhaltsames<br />
Schau-Programm mit Kosaken, Folklore<br />
und Reitvorführungen.<br />
Zucht<br />
Expirien (Eden C / Expiracja) *20<strong>12</strong><br />
Gestüt Tersk<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
7<br />
Das Zuchtprogramm von Tersk<br />
Einen tieferen Einblick in das Zuchtprogramm<br />
des Gestüts erhielten wir, als die<br />
Zuchtmanager Olga und Elena uns die<br />
Deckhengste in der runden Halle im Hauptbeschälerstall<br />
vorstellten. 16 Hengste aus<br />
drei verschiedenen Zuchtprogrammen<br />
wurden uns im Freilauf präsentiert. Sie stehen<br />
den insgesamt etwa <strong>12</strong>0 Zuchtstuten<br />
zur Verfügung. Um die 70 Zuchtstuten gehören<br />
zu den Blutlinien "Classic Russian",<br />
diejenigen, die innerhalb dieser Gruppe<br />
auch für den Rennsport geeignet sind, werden<br />
hier gerne auch mit "HARC" bezeichnet,<br />
weil sie den Kriterien des 'Heritage Arabian<br />
Racing Clubs' entsprechen. Alle Classic Russian-<strong>Pferde</strong><br />
gehen auf "rein russische" Lini-
Zucht<br />
en zurück, wie sie bis zur Wende und Öffnung<br />
der Grenzen hin üblich waren. Somit beinhalten<br />
diese Pedigrees zwar auch Aswan und Nil,<br />
aber kein französisches Blut der neueren Zeit<br />
(Manganate), keinen Amer, und keine moderne<br />
Schaupferdelinien. Diese Linien gibt es<br />
zwar, aber sie gehören dann den Rennpferde<br />
linien mit Amer und/oder französischem Blut<br />
an, mit denen man auf der Rennbahn wettbewerbsfähig<br />
sein will. Die dritte Gruppe sind<br />
dann <strong>Pferde</strong> mit modernen Schaupferdelinien,<br />
wie z.B. WH Justice, Marwan, etc. Aber<br />
die Idee einer "Schaupferdezucht" um ihrer<br />
selbst Willen hat sich im Süden Russlands<br />
nicht etablieren können, daher findet man<br />
hier auch keine "extremen Typen".<br />
Die Hengste, die derzeit im Hauptbeschälerstall<br />
stehen sind folgende:<br />
1. Angleter (Namaz / Assol) *2003 - Ein langliniger<br />
Hengst mit sehr schönem Gesicht und großen<br />
Augen, der sich bewegen kann. Er gehört<br />
zur Gruppe der "Classic Russian". Seine Rennbahnkarriere<br />
war wenig erfolgreich, weshalb<br />
man züchterisch kaum Verwendung für ihn hat.<br />
2. Ansambl (Balaton / Artemida) *2000 - der<br />
letzte Balaton-Sohn im Gestüt, jedoch bei<br />
weitem nicht die Qualität seines Vaters und<br />
mit 1,48 m Stockmaß eher klein. Auch er gehört<br />
der "Classic Russian" Gruppe an, wird<br />
aber kaum in der Zucht verwendet.<br />
3. Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006 -<br />
auch eher klein von Statur, aber ein Hengst,<br />
der sich in der Bewegung "groß macht". Sein<br />
Markenzeichen ist der wunderschön getragene<br />
und geschwungene Hals - so ganz ohne<br />
"moderne Trainingsmethoden" -, und seine<br />
"russischen Gänge". Außerdem hat er auch<br />
ein wunderschönes Auge. Er ist einer der am<br />
meisten genutzten Hengste der letzten Jahre.<br />
Auch er gehört zur "Classic Russian" Gruppe.<br />
4. Teddi (Drug / Travinka) *1996 - er ist ein<br />
Hingucker, stark von seinem Vater Drug geprägt,<br />
mit einem wunderschönen Gesicht,<br />
herrlichem Hals, guter Schulter. Er war im Besitz<br />
eines kleinen Privatzüchters, der ihn die<br />
letzten 18 Jahre auf Bauernrennen eingesetzt<br />
hatte, bevor er von den Zuchtmanagern in<br />
Tersk "wiederentdeckt" und gekauft wurde.<br />
Seine ersten Fohlenjahrgänge sind sehr vielversprechend<br />
und er wird vermehrt eingesetzt.<br />
"Classic Russian / HARC".<br />
5. Madiar (Drug / Martinika) *1994 - er ist der<br />
Star des Gestüts und war eines der besten<br />
Rennpferde seiner Zeit. Er lief über 6 Jahre<br />
lang 39 Rennen, gewann 17mal und war Derby-Sieger<br />
1997. Während sein Halbbruder<br />
Teddi eher der Strahlemann ist, kommt dieser<br />
leistungsmäßig und im Bewegungsablauf<br />
nicht an Madiar heran. Selten habe ich ein<br />
Pferd mit solch elastischen Bewegungen gesehen,<br />
leider konnten wir ihn dieses Mal nur<br />
im Stall besuchen, weil er krank war. Er wurde<br />
ausgiebig in der Zucht eingesetzt, aber bislang<br />
leider ohne einen würdigen Nachfolger<br />
zu hinterlassen. "Classic Russian / HARC".<br />
6. Marcipan (Parusnik / Melodrama) *1999<br />
- er hat sich leider vor einigen Jahren das<br />
Bein gebrochen, was ihm mehr und mehr zu<br />
schaffen macht, so dass er dieses Mal nur in<br />
der Box besucht werden konnte. Marcipan ist<br />
einer der besten Hengste der "Classic Russian<br />
/ HARC"-Zuchtrichtung, er war einst ein gutes<br />
Rennpferd und Schau-Champion.<br />
7. Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 - er<br />
ist das Produkt eines "Zuchtexperiments" mit<br />
dem 47 Jahre alten Gefriersamen von Aswan.<br />
Von mehreren Stuten, die inseminiert wurden,<br />
war Pelopia die einzige, die letztendlich ein<br />
Fohlen ausgetragen hatte. Leider ist er über<br />
die Mutter stark auf Aswan ingezogen, was<br />
auch dessen negativen Eigenschaften hervorbrachte.<br />
Apollon ist nicht als Deckhengst vorgesehen,<br />
sondern soll jetzt erst einmal in den<br />
Distanzsport gehen. "Classic Russian".<br />
8. Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014 - er<br />
hatte das Junioren-Championat der vorangegangenen<br />
Schau gewonnen - genau genommen<br />
hatte er alle Schauen gewonnen, zu<br />
denen er angetreten war - und vertritt derzeit<br />
seinen Vater Banderos (v. WH Justice), der in<br />
Polen steht. Er gehört zu den selbstgezogenen<br />
Schaupferden, die moderne Schaupferdevererber<br />
im Pedigree haben.<br />
8<br />
Zuchtstuten in Tersk .<br />
Broodmares at Tersk Stud.<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
9. Expirien (Eden C / Ekspiracja) *20<strong>12</strong> - ein<br />
bunter Fuchs aus polnischer Privatzucht,<br />
von dem man sich eine Veredelung und Verfeinerung<br />
bei den Nachkommen verspricht<br />
ohne die Gänge zu verlieren. Er wurde die<br />
letzten beiden Jahre zahlreich eingesetzt,<br />
leider gibt er auch vielfach seine weißen<br />
Abzeichen weiter. Seine Tochter Belle Tersk<br />
aus der Borodina, eine der besten Stuten in<br />
Tersk, gewann das Junioren Championat an<br />
der Schau.<br />
10. Chimeryk (Eryks / Chimera) *2008 - er<br />
kam im Austausch mit dem Hengst Kurier<br />
(Egis / Kazna) aus Michalow und hatte <strong>2017</strong><br />
seine erste Decksaison in Tersk. Als Enkel<br />
von Gazal Al Shaqab gehört er auch in die<br />
Reihe der "modernen Schaupferde" und hat<br />
auch eine beeindruckende Erfolgsliste aus<br />
Polen mitgebracht.<br />
11. Vasilij (Prince d'Orient / Vamlana) *2007<br />
- ein selbstgezogener Hengst mit französischem<br />
Vater aus einer der besten Zuchtstuten<br />
im Gestüt, Vamlana, die 13 Fohlen in<br />
14 Jahren aufzuweisen hat. Auch er wurde<br />
ausgiebig verwendet, seine Fohlen zeigen<br />
sich hochbeinig, mit viel Präsenz und Aufrichtung,<br />
darunter auch der eine oder andere<br />
gute Renner.<br />
<strong>12</strong>. Newmarket (Marwan I / Navigatsiya)<br />
*2004 - ein weiterer selbstgezogener "Halbfranzose",<br />
der leider erblindet ist. Einige seiner<br />
Töchter sind als Zuchtstuten aufgestellt.<br />
13. Nonet (Nitagor / Nonna) *2008 - ein bildschöner<br />
Hengst mit 1/4 französischem Blut<br />
(Nougatin). Sehr groß (1,61 m) und ein ausgezeichnets<br />
Rennpferd (38 Rennen, davon<br />
15 Siege). Er geht über Nonna auf Nakhodka<br />
zurück, eine der besten Stuten in Tersk und<br />
Mutter der Hengste Nonius und Nash. Sein<br />
Vater Nitagor wurde in die UAE verkauft. Nonets<br />
erster Fohlenjahrgang fiel 2016.<br />
14. Dubai Heros (Amer / Anastasya) * 2007 -<br />
ein in Frankreich gezogener Hengst, der die<br />
letzten Jahre ausgiebig verwendet wurde.<br />
Seine Kinder hatten <strong>2017</strong> ihr Debüt auf der<br />
Rennbahn.<br />
15. Grand Ecran (Dormane / Gloria Deo)<br />
*2007 - ebenfalls ein in Frankreich gezogener<br />
Hengst, der seiner Rasse als arabisches<br />
Pferd keine Ehre macht; er findet allerdings<br />
auch keinen großen Einsatz.<br />
16. Caprior du Pouy (Dahess / C`est de L`or)<br />
*20<strong>12</strong> - ein französisch gezogener Pachthengst,<br />
der <strong>2017</strong> zum ersten Mal eingesetzt<br />
wurde.<br />
Das Zuchtmanagement von Tersk hat sich<br />
in den letzten Jahren mit sehr viel Engagement<br />
um die Erhaltung und Rückführung<br />
von Stutenlinien bemüht. So wurden auch<br />
bei Auflösung des Gestüts Khrenovoje die<br />
besten Stuten aufgekauft, aber auch aus<br />
anderen Privatzuchten.<br />
die Landwirte in unserer Gruppe neidisch<br />
wurden. Stavropol war wie Tersk früher ein<br />
Staatsgestüt (#170), wurde privatisiert und<br />
beherbergt nach wie vor die größte und<br />
beste Zucht von Akhal-Tekkiner in Russland.<br />
Zuchtmanager Alexander Klimuk gilt<br />
als Experte auf diesem Gebiet und begrüßte<br />
seine Gäste auf deutsch! Er stellte seine<br />
wichtigsten Hengste und Jungpferde vor,<br />
darunter auch den Cremello-Hengst Piastr<br />
(Polot / Pudokhan) *1998, der weit über die<br />
Grenzen Russlands hinaus bekannt ist. Er<br />
lief drei Jahre (16 Rennen) in Pjatigorsk auf<br />
der Rennbahn und war 2002 auch russischer<br />
Reserve-Champion an der Zuchtschau. Leider<br />
leidet er heute stark an Arthrose. Ein<br />
weiterer Hengst, der gerne und mit Stolz<br />
gezeigt wird, ist der Rappe Karaoglan (Karar<br />
/ Oprava) *2008. Wie bei den Arabern auch,<br />
legen die Akhal-Tekke-Züchter großen<br />
Wert auf die entsprechenden Hengst- und<br />
Stutenlinien und ein Gestüt wie Stavropol,<br />
das über ca. 50-60 Zuchtstuten dieser Rasse<br />
Die Akhal-Tekken in Stavropol<br />
Am nächsten Tag stand ein Besuch im Gestüt<br />
Stavropol auf dem Programm. Das Gestüt<br />
liegt ca. 70 km nördlich von Tersk und<br />
der Weg führt auf schnurgeraden Straßen<br />
durch fruchtbares Ackerbaugebiet, dass<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
9<br />
Madiar (Drug / Martinika) *1994<br />
Gestüt Tersk<br />
verfügt, bemüht sich, diese zu erhalten.<br />
Es ist heute in weiten Kreisen anerkannt,<br />
dass die Akhal-Tekkiner eine der ältesten<br />
Reitpferderassen sind, älter sogar als die<br />
Araber. Entstanden in den Weiten Turkmenistans<br />
finden die <strong>Pferde</strong> hier in Novokavkazkij<br />
ähnliche steppenartige Bedingungen<br />
vor. Die Stuten besuchten wir auf ihren<br />
weitläufigen Weiden, wo sie sich mit ihren<br />
Fohlen tagsüber aufhalten. Viele von ihnen<br />
haben diese goldfarbene Jacke mit Metallschimmer,<br />
die so typisch ist für diese Rasse<br />
(und andere südrussische Rassen wie die<br />
Budjonnies, Donpferde, Karabaghen und<br />
Kabardiner). Sie stehen gemischt mit Englischen<br />
<strong>Vol</strong>lblutstuten, die ebenfalls hier gezüchtet<br />
werden.<br />
Am späteren Nachmittag stand noch ein Besuch<br />
auf der Rennbahn in Pjatigorsk auf dem<br />
Programm, allerdings ohne Renntag. Dafür<br />
wurden uns die derzeit im Renntraining<br />
befindlichen "Youngsters" aus dem Gestüt<br />
Tersk gezeigt. Hier konnte man dann auch<br />
Zucht
Zucht<br />
10<br />
Teddi (Drug / Travinka) *1996.<br />
Hauptbeschäler in Tersk - Chief-sire at Tersk Stud.<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
einen Einblick gewinnen, was es heißt, dass<br />
Zweijährige bereits Rennen laufen: Diese<br />
Zweijährigen sind häufig körperlich weiter<br />
entwickelt, als bei uns die Dreijährigen, was<br />
in erster Linie durch die Selektion auf frühreife<br />
Linien und auf die extensive Aufzucht<br />
mit viel Bewegung zurückzuführen ist.<br />
Das Gestüt Samovolov<br />
Von der Weite Russland konnten wir uns<br />
dann am nächsten Tag einen kleinen Eindruck<br />
verschaffen, als wir mit unserem Minibus<br />
die rund 270 km Richtung Krasnodar<br />
fuhren, um das Gestüt Samovolov zu besuchen.<br />
Auch in dieser Richtung gab es überwiegend<br />
flaches Land mit riesigen Feldern<br />
soweit das Auge reicht, aber immer abgetrennt<br />
durch Wald- und Gebüschstreifen,<br />
die der Erosion vorbeugen sollen.<br />
Nicolai Samovolov ist <strong>Pferde</strong>züchter durch<br />
und durch und hat eines der ältesten Privatgestüte<br />
für <strong>Arabische</strong> und Englische <strong>Vol</strong>lblüter<br />
in Russland. Er züchtet ausschließlich für<br />
die Rennbahn, aber auch er hat "Classic Russian"-Linien<br />
und freut sich über die HARC-Initiative,<br />
die diesen Linien wieder einen Wert<br />
vermittelt, indem Rennen ausschließlich für<br />
<strong>Pferde</strong> ohne (moderne) französische und<br />
Amer-Linien gesponsert werden.<br />
Nicolai und sein Sohn Jaroslav stellten uns<br />
ihre Hengste vor, von denen einige auch<br />
schon in Tersk im Einsatz waren, da beide<br />
Gestüte eng zusammenarbeiten.<br />
1. Negus (Namaz / Gerda) *1994 - ein kleiner<br />
Hengst von nur 1,45 m Stockmaß, aber<br />
mit enormem Aufsatz und mächtigem Hals.<br />
"Classic Russian"<br />
2. Gangut (Narmat / Gerda) *1998 - ein<br />
3/4-Bruder zu ersterem. Er ist wesentlich<br />
größer (1,58 m) und hat mehr Linie. Er verfügt<br />
über herausragende Gänge und ist ein<br />
begehrter Deckhengst. <strong>2017</strong> fielen in Tersk<br />
einige Fohlen von ihm. "Classic Russian".<br />
3. Sibarit (Brahman / Snast) *2007 - ebenfalls<br />
aus "Classic Russian"-Linien, aber statt<br />
auf der Rennbahn hat er seine Qualitäten im<br />
Distanzsport bewiesen, wo er bis CEI 2* (<strong>12</strong>0<br />
km) lief. Er hat <strong>2017</strong> seinen ersten Fohlenjahrgang<br />
abgeliefert.<br />
4. Benedick (Dormane / Beatrice) *2001 - ein<br />
aus Frankreich importierter Hengst mit einer<br />
in England geborenen Mutter, die El Shaklan<br />
als Großvater führt; eine eher ungewöhnliche<br />
Abstammung für ein Rennpferd in Russland.<br />
Aber sechs Siege in 11 Rennen, unter<br />
anderem im Moskau-Derby, sprechen für ihn<br />
und er ist ein sehr begehrter Deckhengst.<br />
5. Karmel de Faust (Akbar / Marifa) *2004<br />
- ebenfalls aus Frankreich eingeführt. Ein<br />
durchaus harmonisch gebauter Hengst mit<br />
sehr guter Rennleistung.<br />
Die Teilnehmer der Gestütsreise <strong>2017</strong>.<br />
Participants of the Stud Tour <strong>2017</strong>.<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
11<br />
Grafinia (Gusliar / Madeira) *2014<br />
Gestüt Tersk<br />
Die rund 30 arabischen Zuchtstuten stehen<br />
zusammen mit den englischen <strong>Vol</strong>lblutstuten<br />
auf einer riesigen Weide, die im wesentlichen<br />
den Innenraum der Trainingsrennbahn<br />
ausmacht. Die Jungpferde sind auf anderen<br />
Weiden nahe den Stallungen untergebracht,<br />
und kommen zum Fressen in den Stall, so<br />
dass sie gezielt zugefüttert werden können.<br />
Sie sind auffallend gut gebaut und lassen die<br />
Fachkenntnis ihres Züchters erkennen - und<br />
so mancher Besucher hat sich in die hübsche<br />
Braga (v. Gangut) "verkuckt", aber gute <strong>Pferde</strong><br />
haben auch in Russland ihren Preis.<br />
Zum Schluss überraschte uns Familie Samovolov<br />
noch mit einem rustikalen Mittagessen<br />
auf Strohballen. Überhaupt artete die Reise in<br />
den Kaukasus zu einer kulinarischen Schlemmerfahrt<br />
aus, denn der Kaukasus ist bekannt<br />
für gutes, schmackhaftes Gemüse aber auch<br />
ebensolches Fleisch. Da der Kaukasus aber<br />
ein Mosaik aus verschiedenen Völkern und<br />
Kulturen darstellt, kann man leicht armenische,<br />
kaukasische, georgische und andere Küchen<br />
ausprobieren, und das Reiseprogramm<br />
trug diesem Rechnung.<br />
Zum Ausklang der Reise führte der letzte<br />
Tag dann noch weiter hinein in den Kaukasus,<br />
nach Kislovodsk, und zu einem Züchter<br />
von Karachey-<strong>Pferde</strong>n. Hier konnten die<br />
ganz Unentwegten diese stämmige rustikale<br />
Bergpferderasse auch selbst ausprobieren.<br />
Die Hochebene mit ihren tief zerklüfteten<br />
Tälern bot allerlei Aussichtspunkte - nur<br />
schade, dass sich der Elbrus noch nimmer<br />
nicht zeigen wollte. Gudrun Waiditschka<br />
Ali Selzer von Reit-Safari und die Autorin<br />
dieses Beitrags von <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> planen<br />
2019 eine Wiederholung dieser Reise nach<br />
Russland. Für 2018 ist eine Reise in den Iran<br />
geplant, um persische Asil-Araber zu besuchen,<br />
und/oder eine Reise nach Marokko.<br />
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter<br />
info@reit-safari.de<br />
Zucht
Stud Tour in the Northern Caucasus<br />
Welcome to Russia!<br />
Добро пожаловать в Россию!<br />
Breeding<br />
A trip to Russia, to the famous Tersk Stud - for many a dream, but they would not dare to<br />
tackle it by themselves. And so, some like-minded people met at the airport in Moscow<br />
Slowly but surely our little group, waiting at<br />
Gate 15 and booked on the flight to Mineralnye<br />
Vodi, grew in numbers. There were<br />
Franzi, Gisela and Inge from Germany, Petra<br />
and Anna from Austria, Ivana and Frédérique<br />
from Switzerland and in the last second came<br />
Elisabeth running. Now, only the two Australians,<br />
Rebecca and Darren were still missing -<br />
they got stuck at passport control. All begging<br />
and pleading did not help, the plane left without<br />
them.<br />
to fulfill their dream with a specially organized group travel.<br />
Two and a half hours later, the plane landed<br />
at Mineralnye Vodi, a city at the foot of the<br />
Northern slopes of the Caucasus Mountains.<br />
Unfortunately, it was night, or we could have<br />
realized that there is hardly any hill between<br />
here and Moscow, but at Mineralnye Vodi all of<br />
a sudden the first mountains are sticking out of<br />
the ground, reaching a height of 1400 m. With<br />
our transfer shuttle we reached the hotel in<br />
Pjatigorsk and a long day of travel came to an<br />
end. The next day, our two Australians, as well<br />
as Katayoun, Shahab and Seyedzia from Iran<br />
arrived, the latter have taken a short route just<br />
across the mountain range.<br />
Tersk Stud opens its Doors<br />
For about 200 years, the area around Pjatigorsk<br />
is famous for its mineral springs - the participants<br />
could experience this first hand during<br />
the sightseeing trip the next day. The intrepid<br />
ones even tested the sulphurous water, which<br />
is meant to be good for stomach and intesti-<br />
<strong>12</strong><br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
nal complaints. The somewhat dusty charm<br />
of this resort has nothing in common with<br />
the mondane "chic" of Baden-Baden, but instead<br />
of the Black Forest summits you can see<br />
here - with a little luck and good weather - the<br />
highest mountain in Europe: the Elbrus, with<br />
5,642 m.<br />
On Saturday, the horses finally got their turn<br />
- Tersk Stud opened its gates on the "Open<br />
Day" and thousands (!) of Russians from the<br />
surrounding area follow this invitation every<br />
year. It is a family outing destination that<br />
aims to bring the horse - and of course especially<br />
the Arabian horse, which has a long<br />
tradition here in South Russia - to the people.<br />
The Open Day includes an in-hand show as<br />
well, but Saturday's qualifying classes were<br />
followed mainly by the professional audience,<br />
that is the breeders and enthusiasts. About 70<br />
to 80 horses of all age groups competed at the<br />
show, coming from Tersk Stud as well as from<br />
other private breeders some of which travel<br />
300 to 400 km. The show is ECAHO affiliated,<br />
but more important for the Russian breeders<br />
is the affiliation with their Russian Studbook<br />
(RASB), which recognizes the results and enters<br />
it as performance record in the studbook.<br />
Fortunately, "modern training- and presentation<br />
methods" have not yet found their way<br />
to the Caucasus. Here, the horses are shown<br />
without stress and make-up - just as it was<br />
some 20-30 years ago in our countries, too.<br />
The handlers usually were the grooms or<br />
jockeys of the racetrack, who know the horses<br />
well. Two days ago, these horses were still<br />
on pasture, yesterday washed and groomed<br />
and today in the show ring. And although the<br />
sandy surface was wet and heavy from the<br />
constant rain the previous night, most of the<br />
horses showed better trot than we are used<br />
from shows in the West. Good movements,<br />
good bodies and strong legs - these are still<br />
the trade marks of the Russian Arabians. You<br />
are looking in vain for a pronounced "dish" or<br />
"refinement" - and that's a good thing!<br />
Sunday was reserved for the championships,<br />
embedded in the "Open Day" and an entertainment<br />
program with Cossacks, folklore<br />
and some ridden demonstrations.<br />
Belosnejka Tersk (Muscat / Borodina) *2014<br />
Tersk Stud<br />
Breeding<br />
The Breeding Program of Tersk present in Tersk as well, but belong to the second<br />
We got a deeper insight into the breeding program<br />
group, the racehorses with French blood<br />
of Tersk, when breeding managers Olga and Amer, i.e. the horses with which they need<br />
and Elena showed us their chief sires in the to be competitive at the race track. The third<br />
round arena of the stallion barn. 16 stallions group are the horses with modern show horse<br />
of three different breeding programs were lines, such as WH Justice, Marwan Al Shaqab,<br />
presented to us at liberty. They serve a total etc. But the idea of pure "show horse breeding"<br />
of around <strong>12</strong>0 broodmares at Tersk. About 70<br />
for its own sake has not been established<br />
broodmares belong to the group of "Classic in South Russia, and therefore you don't find<br />
Russian" bloodlines, those within this group, "extreme type" here, either.<br />
but also suitable for racing, are additionally The stallions, that are presently found in the<br />
labelled "HARC", as they fulfil the criteria of stallion barn are the following:<br />
the Heritage Arabian Racing Club. All "Classic 1. Angleter (Namaz / Assol) *2003 - a stallion<br />
Russian" horses trace back to "Straight Russian"<br />
with long lines and beautiful face, big eyes,<br />
pedigrees as they were in the 1980ies who also moves very well. He belongs to the<br />
or early 1990ies. Therefore, these pedigrees group of "Classic Russian". As his racing career<br />
include Aswan, Nil, etc., but no French blood<br />
was not very successful, he is not being<br />
of modern times (Manganate), no Amer and used much as a sire.<br />
no modern show horse lines. These lines are 2. Ansambl (Balaton / Artemida) *2000 - the<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
13<br />
last son of Balaton at stud, but by far not<br />
reaching the quality of his sire. With 1,48 m at<br />
the withers, he is rather small. He, as well, belongs<br />
to the "Classic Russian" group, but isn't<br />
used much in breeding.<br />
3. Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006 - he is<br />
also rather small in stature, but a stallion who<br />
"grows" when he starts moving. His trade mark<br />
is his wonderfully carried and arched neck - all<br />
without "modern training methods" - and his<br />
Russian movements. Apart from that, he has<br />
a very good eye. He is one of the most used<br />
stallions of the last couple of years and also belongs<br />
to the "Classic Russian" group.<br />
4. Teddi (Drug / Travinka) *1996 - he is an<br />
eye-catcher and strongly resembles his sire<br />
Drug. He has a wonderful face, beautiful neck<br />
and good shoulder. He was owned by a small<br />
private breeder, who used him for "country
Breeding<br />
Angleter (Namaz / Assol) *2003.<br />
Tersk Stud<br />
races" over the last 18 years, until the breeding<br />
managers of Tersk "re-discovered" and bought<br />
him. His first few foal crops are very promising<br />
and he is being used more. "Classic Russian /<br />
HARC".<br />
5. Madiar (Drug / Martinika) *1994 - he is the<br />
star of the stud and he was the best race horse of<br />
his time. He raced for six years, a total of 39 races,<br />
of which he won 17, among them the Derby<br />
in 1997. While his half-brother Teddi is the show<br />
man, he is no match for Madiar with regards to<br />
14<br />
his his performance or his movements. Rarely, I<br />
have seen a horse with such elastic movements,<br />
however, this time we could only visit him in the<br />
stable, as he was sick. He was used extensively<br />
in breeding, but so far unfortunately without<br />
leaving a worthy successor. "Classic Russian /<br />
HARC".<br />
6. Marcipan (Parusnik / Melodrama) *1999 -<br />
unfortunately, he broke his leg some years ago,<br />
what is bothering him more and more, so that<br />
we could only visit him in his box stall. Marcipan<br />
is one of the best stallions of the "Classic<br />
Russian / HARC" lines, and he once was a good<br />
race horse as well as show champion.<br />
7. Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 - he<br />
is the product of a "breeding experiment" with<br />
47-year-old frozen semen of Aswan. Of several<br />
mares, that were inseminated, only Pelopia<br />
carried a foal. Unfortunately, Apollon is heavily<br />
inbred to Aswan due to his dam, which also<br />
brought the negative features of Aswan to light.<br />
Apollon is not supposed to become a sire, but<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
will go into endurance for now. "Classic Russian".<br />
8. Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014<br />
- he just won the Junior Championship at<br />
the previous show - actually, he won all the<br />
shows he participated in - and represents his<br />
sire Banderos (by WH Justice), as long as he<br />
is in Poland. Jasmin belongs to the self-bred<br />
show horses with modern show horse lines in<br />
their pedigrees.<br />
9. Expirien (Eden C / Ekspiracja) *20<strong>12</strong> - a<br />
chestnut with lots of white from a Polish<br />
private breeder. He was bought to get more<br />
type and refinement without loosing movements.<br />
He was used the past two years extensively,<br />
but unfortunately, he passes on<br />
his white markings, too. His daughter Belle<br />
Tersk, out of Borodina, one of the best mares<br />
at Tersk Stud, won the Junior Championship<br />
at the previous show.<br />
10. Chimeryk (Eryks / Chimera) *2008 - he<br />
was leased from Michalow in exchange with<br />
the stallion Kurier (Egis / Kazna) and had his<br />
first breeding season in Tersk in <strong>2017</strong>. As a<br />
grandson of Gazal Al Shaqab, he also belongs<br />
to the "modern show horses" and as<br />
such brought an impressive performance<br />
record from Poland with him.<br />
11. Vasilij (Prince d'Orient / Vamlana) *2007<br />
- a self-bred stallion with French sire out of<br />
one of the best broodmares in Tersk, Vamlana,<br />
who had 13 foals in 14 years. He was<br />
used extensively, and his foals are long-legged,<br />
with lots of presence; among them are<br />
some good race horses.<br />
<strong>12</strong>. Newmarket (Marwan I / Navigatsiya)<br />
*2004 - another self-bred half French stallion,<br />
who is unfortunately blind. Some of his<br />
daughters are in the broodmare band.<br />
13. Nonet (Nitagor / Nonna) *2008 - a beautiful<br />
stallion with 1/4 of French blood (Nougatin).<br />
Very tall (1,61 m) and an excellent<br />
racehorse (38 races, 15 victories). Through<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Nonna, he tails back to Nakhodka, one of<br />
the best mares at Tersk and dam of the stallions<br />
Nonius and Nash. His sire Nitagor was<br />
sold to the UAE. Nonets first foal crop was<br />
born in 2016.<br />
14. Dubai Heros (Amer / Anastasya) * 2007<br />
- bred in France, this stallion was extensively<br />
used in the past few years. His foals had their<br />
debut a the racetrack in <strong>2017</strong>.<br />
15. Grand Ecran (Dormane / Gloria Deo)<br />
*2007 - also born in France, but a stallion<br />
who does his breed name "Arabian" no honour.<br />
He is hardly used.<br />
16. Caprior du Pouy (Dahess / C`est de L`or)<br />
*20<strong>12</strong> - a French-bred leasing stallion who<br />
had his first breeding season in Tersk in <strong>2017</strong>.<br />
Over the past few years, the breeding management<br />
in Tersk undertook great efforts to<br />
Sibarit (Brahman / Snast) *2008<br />
Samovolov Stud<br />
15<br />
Gangut (Narmat / Gerda) *1998<br />
Samovolov Stud<br />
maintain and restore the damlines. Therefore,<br />
when Chrenovoje stud was dispersed,<br />
Tersk bought some of their best mares as<br />
well as from other private breeders.<br />
The Akhal-Tekkes at Stavropol<br />
The next day, we planned to visit Stavropol<br />
Stud, which is situated ca. 70 km North<br />
of Tersk. The road leads always straight<br />
through fertile agricultural land, making<br />
the farmers in our group envious. Stavropol<br />
was, just like Tersk, a former State Stud<br />
(#170), was privatised and still harbours<br />
on of the biggest and best breeding stock<br />
of Akhal Tekkes in Russia. Breeding Manager<br />
Alexander Klimuk is an expert in his<br />
field and welcomed his guests in German!<br />
He presented his most important stallions<br />
and youngstock, among them the cremello<br />
stallion Piastr (Polot / Pudokhan) *1998,<br />
which is well-known far beyond the borders<br />
of Russia. He raced three years (16 races) at<br />
the race track in Pjatigorsk and was 2002<br />
also Russian reserve Champion at the breed<br />
show. Unfortunately, he now suffers from arthritis.<br />
Another stallion, which is shown with<br />
pride is the black Karaoglan (Karar / Oprava)<br />
*2008. Just like in Arabian breeding,<br />
Akhal-Tekke breeders attach great importance<br />
to the dam and sire lines, and a stud<br />
such as Stavropol, with ca. 50-60 broodmares<br />
tries to maintain them all.<br />
Today, it is commonly accepted that Akhal<br />
Tekke are one of the oldest riding horse<br />
breeds, older even than Arabians. The breed<br />
originated in the plains of Turkmenistan and<br />
the horses find a suitable environment here<br />
in the steppe-like conditions of Novokavkazkij.<br />
We visited the mares on their huge<br />
pasture, where they spend the day with their<br />
foals. Many of them have this golden coat<br />
with a metal shine, which is so typical for this<br />
breed (and other breeds from South Russia,<br />
such as Budjonny, Don, Karabagh and Kab-<br />
Breeding
Breeding<br />
16<br />
Piastr (Polot / Pudokhan) *1998.<br />
Akhal-Tekke Hengst in der seltenen Cremello-Farbe in Stavropol<br />
Akhal-Tekke stallion in the rare cremello colour at Stavropol.<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
ardin). The mares are mixed with the English<br />
Thoroughbred mares, a breed that is also<br />
bred here.<br />
In the later afternoon, we had an appointment<br />
at the racetrack in Pjatigorsk, although<br />
there was no race meeting. However, we<br />
had the opportunity to see the youngsters<br />
of Tersk Stud, which are presently in race<br />
training. This also gave some insight into<br />
racing two-year-olds: Most of these twoyear-olds<br />
were stronger and bigger than our<br />
three-year-olds, which is due to selection for<br />
premature lines and rearing them on lots of<br />
space under natural conditions.<br />
Samovolov Stud<br />
The next day, we got another glimps of the<br />
vastness of Russia, when we travelled with<br />
our minibus about 270 km towards Krasnodar,<br />
to visit Samovolov Stud. Also in this direction<br />
there was mostly flat land with huge<br />
fields as far as the eye could see, only interrupted<br />
by the obligatory stripes of forest and<br />
shrubs to avoid erosion.<br />
Nicolai Samovolov is a horse breeder<br />
through and through and owns one of the<br />
oldest private studs for Arabian and English<br />
Thoroughbreds in Russia. He breeds exclusively<br />
for the race track, but he has also<br />
"Classic Russian" bloodlines and is happy<br />
about the HARC initiative that gives these<br />
lines some value, by sponsoring races exclusively<br />
for horses without the modern French<br />
and Amer lines.<br />
Nicolai and his son Jaroslav presented their<br />
stallions, of which some were also used in<br />
Tersk some years ago, as both studs work<br />
closely together.<br />
1. Negus (Namaz / Gerda) *1994 - a small<br />
stallion of only 1,45 m height, but with an<br />
enormous arched neck. "Classic Russian".<br />
2. Gangut (Narmat / Gerda) *1998 - his<br />
3/4-brother, but much taller (1,58 m) and<br />
with longer lines. He has excellent movements<br />
and is a popular sire. In Tersk, his first<br />
foals were born in <strong>2017</strong>. "Classic Russian /<br />
HARC"<br />
3. Sibarit (Brahman / Snast) *2007 - also of<br />
"Classic Russian"-lines, but he did not prove<br />
his quality on the race track but in endurance<br />
rides up to CEI 2* (<strong>12</strong>0 km). He had his<br />
first foal crop in <strong>2017</strong>.<br />
4. Benedick (Dormane / Beatrice) *2001 -<br />
imported from France. His dam was born in<br />
England and carries El Shaklan as grandsire<br />
in her pedigree. A rather unusual pedigree<br />
for a race horse in Russia, but six victories<br />
in 11 races, among them the Moscow derby,<br />
prove him right and he is a popular sire.<br />
5. Karmel de Faust (Akbar / Marifa) *2004 -<br />
also imported from France. A harmonious<br />
Gargonia (Gangut / Garda) *2008<br />
Samovolov Stud<br />
stallion with excellent race record, several<br />
of his daughters are in the broodmare band.<br />
The ca. 30 Arabian broodmares are together<br />
with the English Thoroughbreds on a huge<br />
pasture, which is actually the inside of the<br />
training race track. The youngstock is on<br />
separate paddocks, close to the stables, so<br />
they can be taken in to be fed separately.<br />
They are very well developed and of good<br />
conformation, which shows the expertise of<br />
their breeder. And some of the visitors fell in<br />
love with the pretty Braga (by Gangut), but<br />
good horses do have their price even in Russia.<br />
At the end of our visit, the Samovolov family<br />
surprised us with a wonderful rustic lunch<br />
served on straw bales. Actually, the whole<br />
trip was full of culinary surprises, as the Caucasus<br />
is known for its tasty vegetables, but<br />
also excellent meat. As the Caucasus is a mosaic<br />
of different folks and cultures, one can<br />
easily try out Armenian, Caucasian, Georgian<br />
and other kitchen, and our tour planning<br />
took care of that, too.<br />
At the end of the journey, the last day led us<br />
further into the Caucasus Mountains to Kislovodsk<br />
and to a breeder of Karachey horses.<br />
Here, some of the hardy boys and girls undertook<br />
a little ride on Karachey horses, to<br />
test this sturdy and rustic mountain breed.<br />
These high plaines with their deep valleys<br />
offered quite some views - it was just a pity<br />
that the Elbrus mountain still did not want<br />
to show up.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Breeding<br />
Testritt auf Karachey-<strong>Pferde</strong>n.<br />
Testing the Karachey horses.<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
17<br />
Ali Selzer of Reit-Safari and the author of<br />
this article of <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> are planning<br />
the same trip again in 2019. For 2018, we<br />
plan a tour to Iran, in search for the Persian<br />
Asil-Arabians, and/or to Morocco.<br />
If you are interested, please contact<br />
info@reit-safari.de
VZAP Verbandshengstschau<br />
Die gesamte<br />
Typen-Palette<br />
Zucht<br />
Siegerhengst Ascot DD (Glorius Apal / Lady<br />
Nina DD), im Besitz von Nils Ismer.<br />
alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
Das arabische Pferd kommt in vielen Formen und Typen daher. Selten konnte man<br />
dies so deutlich an einer Veranstaltung erkennen, wie auf der diesjährigen<br />
Verbandshengstschau des VZAP. Aber nicht nur die Typen waren sehr unterschiedlich,<br />
auch die Qualität der Hengste.<br />
Schon die Namen im Katalog versprachen eine interessante Verbandshengstschau,<br />
die Ende Oktober in Alsfeld stattfand: Vom<br />
modernen Schaupferdetyp bis hin zur altdeutschen Abstammung,<br />
von <strong>Pferde</strong>n ägyptischer Blutführung bis hin zum 22jährigen<br />
Senior, einem Russen ohne Aswanblut, war alles vertreten. Drei Shagya-Hengste<br />
und vier Schecken, die als Arabisch Partbred eingetragen<br />
sind, rundeten das Prüfungslot ab.<br />
Zur Verbandshengstschau traten elf von <strong>12</strong> Hengsten an, von denen<br />
fünf mit einer grünen Schleife nach Hause entlassen wurden. Darunter<br />
auch zwei Hengste, die aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung<br />
wenig Chancen auf einer solchen Veranstaltung haben, denn die<br />
individuelle Vergangenheit eines <strong>Pferde</strong>s, kann nicht immer berücksichtigt<br />
werden. Zur Körung stellten sich 11 Hengste vor, von denen<br />
aber nur neun diese Hürde schafften.<br />
Bei seiner "Urteilsverkündung" hob Interims-Zuchtleiter Burchard<br />
Schröder besonders hervor, wie gut erzogen und ruhig alle Hengste<br />
im Umgang waren, was Rückschlüsse auf ihr Interieur zulassen würde.<br />
Angelehnt an seine Abschlußkommentare hier die Hengste im<br />
Einzelnen:<br />
Eintragungshengste Gold<br />
ASCOT DD (Glorius Apal / Lady Nina DD), *2011, Züchter: D. Dejonckheere<br />
/ BE, Besitzer: Dr. Nils Ismer.<br />
Ein Hengst, der mit einem schönen Maß (1,52m) ausgestattet ist, der<br />
eine bedeutende Oberlinie hat, und sich gut geschlossen zur Kruppe<br />
hin zeigt. Ein Hengst mit souveränem Gesichtsausdruck, überlegen<br />
in der Darstellung und sehr fein in allen Partien. Er zeigt einen<br />
Bewegungsablauf im Trab wie man es sich nicht besser vorstellen<br />
kann. Im Schritt geht er geregelt, zeigt vielleicht aber nicht den<br />
größten Raumgriff. Aber er ist ein Hengst, der sowohl im Rasse- und<br />
Geschlechtstyp, als auch im Gesamteindruck der Entwicklung mit<br />
der Höchstnote ausgezeichnet wurde. Es war für ihn ein leichtes, die<br />
goldene Schleife zu erringen, gleichzeitig wird er zum Siegerhengst<br />
erkoren. Maße: 152 / 178 / 17,5<br />
CYCLONE OS (RFI Farid / Inspired Najla), *2015, Züchter und Besitzer:<br />
GbR Stöckle.<br />
Ein Jüngling, gerade mal zwei Jahre alt, gut entwickelt, mit hervorragenden<br />
Partien was Kopf, Hals, Schulter anbelangt. Er hat genügend<br />
solide Beine. Er ist ein Pferd, dessen Proportionen nicht schöner sein<br />
18<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
könnten - vom Scheitel bis zur Sohle ein nahezu perfektes Pferd, das<br />
auch im Bewegungsablauf zu überzeugen wußte. Er wird mit Gold<br />
ausgezeichnet. Maße: 153 / 172 / 18,0<br />
Eintragungshengste Silber<br />
GHAZAL AL BADIA (Laheeb Al Nasser / Hanaa Al Badia), *2013,<br />
Züchter: L. und M. Schmelzle, USA, Besitzer: Sabine von Elm.<br />
Ein Hengst mit ganz bedeutenden Partien, großer Gesamtharmonie<br />
und mit einem feinen Gesicht ausgestattet. Er hat eine gute Halsung,<br />
die er auch gut benutzen kann. Auch dieser Hengst gefiel besonders<br />
im Freilauf, er macht dabei seinen Körper groß und kann<br />
auch in der Bewegung voll punkten. Besonders der Galopp hat gut<br />
gefallen, auch die genügende Knochenstärke im Hinterbein, wobei<br />
er vorne etwas feiner konstruiert ist. Maße: 151 / 177 / 19,0<br />
Eintragungshengste Weiss<br />
DG SOUFIAN (Sahib / Bassmah Elahiyah), *2014, Züchter: Dieter<br />
Gerbaulet, Besitzer: Heinrich Andreas Keller.<br />
Ein Hengst mit einem schönen Gesicht, besonders freilaufend wird<br />
er immer bedeutender. Er hat sich eine Verletzung zugezogen, die<br />
ihn ein wenig im Bewegungsablauf gestört hat. Er steht in einem<br />
guten Gleichmaß mit positivem Gesamteindruck der Entwicklung.<br />
Er ist insgesamt ein ganz bedeutendes Pferd, der sehr solide ist und<br />
sich durch eine gute Schulter auszeichnet. Maße: 150 / 172 / 18,5<br />
ABBUD<strong>IN</strong> AL AQABA (KP Al Nahim / Aisha Al Aqaba), *2014, Züchter<br />
und Besitzer: Waltraut Hobein.<br />
Ein Hengst der insgesamt sehr klassisch konstruiert ist, mit einem<br />
schönen Gesicht und einem ruhigen, großen Auge. Ein solider<br />
Hengst mit großen Partien. Der Hengst war auch am All Nations Cup<br />
in Aachen gestartet und war dort das beste "Ägyptisch gezogene<br />
Pferd", die Ehrung hierzu wurde nun nachgeholt.<br />
Maße: 153 / 180 / 18,5<br />
HAMADI AKIL (Al Ayal AA / Hamras Musina), *2014, Züchter: Regina<br />
Wilfing, Besitzer: Andrej Mertin.<br />
Ein sehr gleichmäßig konstuierter Hengst, mit einer großen, gut<br />
gelagerten Schulter, mit gutem Widerrist ausgestattet, jedoch die<br />
Oberlinie ein kleinwenig matt. Der Hengst ist mit drei gleichmäßigen<br />
Grundgangarten ausgestattet und ein sehr korrektes Pferd. Er<br />
hat auch sehr viel Übersicht, und wird mit fortschreitendem Alter<br />
vielleicht noch etwas mehr Hengstausdruck erhalten.<br />
Maße: 151 / 176 / 18,5<br />
Körungslot - Shagya-Araber<br />
BRENTANO (Diamant / Bagiera), *2013, Züchter und Besitzer: Doris<br />
Wehner.<br />
Ein Hengst, der sich in einer sehr guten Gesamtharmonie präsentierte,<br />
sehr gut und ansprechend im Typ ist, wenngleich er die letzte<br />
Reife noch vermissen lässt und sich gelegentlich ablenken lies. Das<br />
konnte man auch beim Springen beobachten, wo ihm die nötige<br />
Konzentration noch fehlte. Seine Abstammung läßt hoffen, dass er<br />
noch weiter reifen wird und hier seine Spezialveranlagung noch un-<br />
Ascot DD (Glorius Apal / Lady Nina DD), *2011, Bes.: Dr. Nils Ismer<br />
Cyclone OS (RFI Farid / Inspired Najla), *2015, Bes.: GbR Stöckle<br />
DG Soufian (Sahib / Bassmah Elahiyah), *2014, Bes.: H. A. Keller<br />
Zucht<br />
Abbudin Al Aqaba (KP Al Nahim / Aisha Al Aqaba), *2014, Bes.: W. Hobein Hamadi Akil (Al Ayal AA / Hamras Musina), *2014, Bes.: Andej Mertin<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
19
Zucht<br />
Gazal Al Badia (Laheeb Al Nasser / Hanaa Al Badia), *2013, Bes.: S. v. Elm<br />
Prince Sahib (Prince Shetan / H.H. Rawanna), *20<strong>12</strong>, Bes.: S. Berschl<br />
Gorky II (Gusar / Partnersha), *1995, Bes.: Walter Fath<br />
ter Beweis stellen kann. Der gute Rassetyp wird ausdrücklich hervorgehoben,<br />
die Grundgangarten sind soweit gut, im Schritt hätte<br />
man noch etwas mehr Gelassenheit und Raumgriff erwartet. Der<br />
Hengst ist gekört und ihm wird die Ablegung der Leistungsprüfung<br />
auferlegt. Maße: 160 / 183 / 19,5<br />
APOLLON GAZLAN WM (Nahat / Athene WM), *2013, Züchter und<br />
Besitzer: Maike Trendl.<br />
Ein Hengst, der bereits seine Leistungsprüfung in Stadl Paura mit<br />
einer Wertnote von 7,31 absolviert hat. Der Hengst war nicht immer<br />
ganz bei der Sache, vielleicht sollte aber auch die Vorführerin etwas<br />
mehr Konsequenz walten lassen, da der Hengst doch etwas eigensinnig<br />
ist. Der Bewegungsablauf, insbesondere der Trab, geht deutlich<br />
durch den Körper. Der Hengst stellt insgesamt ein Reitpferd, ein<br />
Sportpferd dar und ist gekört. Maße: 154 / 179 / 19,5<br />
BRUTUS VON LUDWIGSBURG (Bazar / Smaragd L), *2010, Züchter<br />
und Besitzer: Kurt-Jürgen Carl.<br />
Der Hengst hat dieses Jahr bereits die Hengstleistungsprüfung in<br />
Marbach absolviert. Ihm fehlt ein wenig der arabische Überguss,<br />
aber er hat etwas, was wir für arabische <strong>Pferde</strong> auch haben müssen:<br />
Er hat enorme Reitqualitäten, wie er an der Leistungsprüfung<br />
bewies, er hat eine besondere Härte und hat im Gelände gekämpft.<br />
Sein großes, strahlendes, ruhiges Auge zeigte er in jeder Prüfung die<br />
ihm abverlangt wurde. Auch hat uns der sehr gute Bewegungsablauf<br />
gefallen. Der Hengst ist gekört. Maße: 157 / 188 / 20,0<br />
Körungslot - Arabisch Partbred<br />
CRAZY HORSE PS (Trak.) (Gabun / Cinderella X), *2015, Züchter<br />
und Besitzer: Georg Pleister.<br />
Der Hengst stellt ein sehr solides Reitpferd dar. Er ist in allen Partien<br />
korrekt und mit einem sehr guten Fundament ausgestattet.<br />
Der Hengst weist eine Korrektheit auf, wie man sie selten bei arabischen<br />
<strong>Pferde</strong>n sieht. Ein bedeutendes Reitpferd mit höchsten<br />
Exterieurqualitäten. Er hat in jeder Phase der Beurteilung gefallen.<br />
Ein sehr, sehr guter Vertreter seines Vaters und auch der Rasse des<br />
Arabisch Partbred. Der Hengst ist gekört und prämiert. Maße: 160<br />
/ 181 / 20,5<br />
GHOST OF MANITU RW (Gabun / La Inocentada RW), *2015, Züchter<br />
und Besitzer: ZG Riegger und Weiss.<br />
Ein Junghengst, zweieinhalbjährig, der von seinem ganzen Erscheinungsbild<br />
ein Strahlemann ist, an dem man Maß nehmen kann. Er<br />
zeigte sich noch etwas als Greenhorn, aber das darf er in dem Alter<br />
auch noch sein. Ein Hengst mit einer ganz besonderen Aura und<br />
großer Qualität, das zeigt er auch im Bewegungsablauf. Er hat eine<br />
ganz tolle Blutführung, mütterlicherseits über Laurel sehr sportlich<br />
gezogen. Er verkörpert das Modell eines modernen Sportpferdes.<br />
Der Hengst ist gekört und prämiert und Siegerhengst der Körhengste.<br />
Maße: 167 / 178 / 21,0<br />
GABUN (Trak.) (Camaro / Galina II ox), *2011, Züchter und Besitzer:<br />
Corinna Knaack-Lindemann.<br />
Gabun ist der Vater der beiden vorherigen Hengste. Mit einem<br />
Stockmaß von 1,66 m zeigt auch er ein sehr solides Maß an Reit-<br />
Apollon Gazalan WM (Nahat / Athene WM), *2013, Bes.: Maike Trendl<br />
Brentano (Diamant / Bagiera), *2013, Bes.: Doris Wehner<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
20
pferd. Es zeichnet diesen Hengst aus, dass er sich sich auf seine Arbeit<br />
und seine Umwelt konzentriert. Er liegt in allen Prüfungsteilen<br />
weit über dem Durchschnitt, zeigte sich sehr solide im Springen,<br />
mit sehr guten Reitpferdepoints, vor allen Dingen in der Galoppade,<br />
wo er immer unter den Schwerpunkt springt. Der Hengst ist gekört<br />
und prämiert, Reservesieger. Er ist gekört 2013 beim Trakehnerverband,<br />
hat 2016 seine HLP 50-Tage-Test abgelegt und wurde<br />
<strong>2017</strong> gekört beim ZSAA. Maße: 166 / 189 / 20,5<br />
SULTAN IBN SAUDA ZAHRA (Pinto) (Sauda Zahra / HS Alouetta<br />
ox), *2010, Züchter: Anita Platzer, Besitzer: Jutta Horsch.<br />
Ein Hengst der viel Ausstrahlung hat, und in einem hervorragenden<br />
Pflegezustand hier präsentiert wurde. Er ist sehr fein, in der<br />
Oberlinie vielleicht etwas wenig geschwungen, im Fundament hinten<br />
leicht ausgestellt, was zu einem Abstrich führte. Aber er ist ein<br />
Hengst, der sich im Springen sehr gleichmäßig gezeigt hat, und der<br />
auch einen enormen Trabablauf entwickelt. Maße: 151 / 174 / 18,0<br />
Körungslot - <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
PR<strong>IN</strong>CE SAHIB (Prince Shetan / H.H. Rawanna), *20<strong>12</strong>, Züchter und<br />
Besitzer: Sebastian Berschl.<br />
Ein Hengst, der mit 1,48 m eher zu den Kleinen gehört, und sehr gut<br />
präsentiert wurde. Im Schrittablauf hat er uns sehr gut gefallen, im<br />
Gleichmaß immer schön von hinten, vielleicht dürfte er jedoch etwas<br />
freier in der Schulter sein. Auch am Sprung war die Hinterhand<br />
als treibende Kraft nicht zu übersehen, im Springen ist er mit ganz<br />
viel Manier ausgestattet. Ein kleiner Hengst, der aufgrund seiner Körung<br />
beim ZSAA auch von unserem Verband eingetragen werden<br />
kann. Maße: 148 / 172 / 18,5<br />
GORKY II (Gusar / Partnersha), *1995, Züchter: Tersk/RU, Besitzer:<br />
Walter Fath<br />
Der Hengst ist 22 Jahre alt, da könnte man natürlich sagen, er entspricht<br />
nicht mehr ganz dem, was wir als <strong>Vol</strong>lblutaraber wollen. Aber<br />
er ist ein Hengst der durch seine Souveränität ein richter Strahlemann<br />
ist, auch wenn er das aufgrund seines körperlichen Zustands<br />
nicht mehr in allen Punkten so zeigen kann. Er hat ein überragendes<br />
Freispringen absolviert, immer im Gleichmaß, mit einem sehr<br />
guten Auge. Auch konnte er sich steigern, nachdem er die ersten<br />
zwei Runden absolviert hatte und er kam mit den Abmessungen<br />
gut zurecht. Er hat drei sehr solide Grundgangarten, und ein sehr<br />
gutes Fundament, insbesondere ist hier die Konstuktion und Größe<br />
der Sprunggelenke hervorzuheben und die Röhrbeinstärke. Das ist<br />
es, was wir auch in der <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht immer wieder brauchen,<br />
und über das die Tersker neben einem guten Körper und besonders<br />
gutem Bewegungsablauf verfügen. Der Hengst zeigte sich in allen<br />
drei Grundgangarten sehr, sehr positiv. Was bei diesem Hengst noch<br />
dazukommt ist die Lebensleistung: Er lief 17 Rennen (HLP), war auf<br />
Schauen erfolgreich, er lief 671 km auf Distanzritten, u.a. hat er einen<br />
zweiten Platz über <strong>12</strong>0 km erreicht. Zuhause war er Reitpferd,<br />
Schulpferd, <strong>Vol</strong>tigierpferd. Der Hengst ist gekört.<br />
Maße: 153 / 183 / 19,5<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Ghost of Manitu (Gabun / La Incocentada RW), *2015, Bes: Riegger & Weiss<br />
Crazy Horse PS (Trak.) (Gabun / Cinderella X), *2015, Bes.: Georg Pleister<br />
Gabun (Trak.) (Camaro / Galina II ox), *2011, Bes.: C. Knaack-Lindemann.<br />
Zucht<br />
Brutus von Ludwigsburg (Bazar / Smaragd L), *2010, Bes.: Kurt-Jürgen Carl Sultan Ibn Sauda Zahra (Sauda Zahra / HS Alouetta ox), *2010, Bes.: J. Horsch<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
21
Schätze aus Deutschlands Ställen (I) - Gestüt Amurath<br />
"Ein komplettes Pferd<br />
ist das Zuchtziel"<br />
Zucht<br />
Amurath Mofeedah (v. El Sid) ist<br />
nach Ansicht ihres Züchters das<br />
bislang beste Zuchtprodukt aus dem<br />
Gestüt Amurath.<br />
Foto: Melanie Groger<br />
Seit 25 Jahren züchten Bernd<br />
und Gabriele Zimmermann<br />
vom Gestüt Amurath arabische<br />
<strong>Pferde</strong> auf Weil-Marbacher<br />
Grundlage. Züchter wie<br />
Bernd Zimmermann, der auch<br />
als Musterungsbeauftragter,<br />
nationaler Richter und langjähriges<br />
Vorstandsmitglied<br />
des VZAPs aktiv ist, bilden<br />
das Rückgrad der deutschen<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberzucht. Wir<br />
sprachen mit ihm über den<br />
Markt, die Schauszene und<br />
die Zukunft der Zucht.<br />
22<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong>: Herr Zimmermann, ihr<br />
Gestütsname Amurath bezieht sich auf den<br />
Hengst Amurath I 1829 aus dem Königlichen<br />
Privatgestüt Weil. Wofür steht dieser Hengst für<br />
Sie und was gefällt Ihnen an ihm so besonders,<br />
dass Sie ihr Gestüt nach ihm benannt haben?<br />
Bernd Zimmermann: Wenn man das Gemälde<br />
betrachtet, so sieht man ein komplettes<br />
Pferd, ein Pferd mit bestem Typ, arabischem<br />
Schmelz, der nötigen Feinheit und Aufrichtung.<br />
Da ist nichts "extremes" daran, vielmehr<br />
ist er für mich sehr nahe am Ideal.<br />
AP: Und wieviel "Amurath" ist noch drin in Ihrer<br />
Zucht?<br />
B.Z.: Wir befinden uns tatsächlich an einem<br />
Scheideweg mit unserer Zucht. Im Stutenstamm<br />
ist Amurath noch drin, aber auf der<br />
Hengstseite tun wir uns schwer, etwas Passendes<br />
aus der Weil-Marbacher Richtung zu<br />
finden. Und Hengste wie Dschehim und Said<br />
sind zu eng mit unseren Stuten verwandt. In<br />
jüngster Zeit haben wir mit El Nabila B und Pallaton<br />
K gedeckt, um mehr Aufrichtung, Auge<br />
und Körper zu bekommen.<br />
AP: Welches waren Ihre Stammstuten, und<br />
wann haben Sie mit ihnen angefangen? Wieviele<br />
Generationen "Amurath" gibt es mittlerweile?<br />
B.Z.: Unsere Zucht ist ursprünglich auf drei<br />
Stammstuten aufgebaut. Mit Mahara (Gharib<br />
/ Magda) *1980 haben wir 1992 mit der<br />
Zucht angefangen. Ihre Großmutter Molawa<br />
haben wir mit Monrad und Dahab auch auf<br />
der Vaterseite gefestigt und daraus unsere<br />
M-Linie erhalten, mit der wir in der 4. Generation<br />
züchten - das sind rund 25 Jahre "Amurath".<br />
Die anderen beiden Stammstuten waren<br />
Dagi (Hadban Enzahi / Hamdi) *1976, die wir<br />
im Alter von 22 Jahren übernommen hatten.<br />
Sie brachte uns noch ein Fohlen, Amurath Damirah<br />
(v. Penthagonn). Die dritte war Samia<br />
II (Saher / Senitza) *1982, eine Vertreterin der<br />
S-Linie in Marbach. Später konnten wir auch<br />
noch die Stutenherde der Zucht von Ingeborg<br />
Amurath I 1829 galt als Ideal<br />
des arabischen <strong>Pferde</strong>s im 19.<br />
Jahrhundert - und für Bernd<br />
Zimmermann noch heute,<br />
das Gemälde hängt<br />
im Wohnzimmer.<br />
Wagner, Gestüt Waldhof, übernehmen. Hiervon<br />
ist aktuell leider nur eine Stute bzw. deren<br />
Nachzucht übrig geblieben.<br />
AP: Wenn Sie nun Ihre Stammstuten betrachten<br />
und Ihre heutigen Zuchtprodukte nach 3-4 Generationen<br />
- was wurde verändert, und durch<br />
welche Hengste?<br />
B.Z.: Bei allen Marbachern gab es meines Erachtens<br />
den Körper zu verbessern. In der Regel<br />
war der Halsansatz zu tief, die kurze Kruppe<br />
, das spitze Kreuzbein, ein Erbe von Hadban<br />
Enzahi - dies galt es zu verbessern.<br />
Wir haben seit vielen Jahren keinen eigenen<br />
Hengst mehr, was für uns den großen Vorteil<br />
hatte, völlig frei in der Wahl eines Hengstes<br />
für die jeweiligen Stuten zu sein. In den<br />
Anfangsjahren, so von 1990-2005 standen<br />
noch einige Hengste mit viel Weil-Marbacher<br />
Blut zur Verfügung, beispielsweise Monrad<br />
(Hadban Enzahi / Molawa) *1974 und Dahab<br />
(Monrad / Dawa) *1984. Mit Monrad haben<br />
wir Inzucht gemacht, mit Dahab Linienzucht,<br />
wobei Dahab die besseren Körper brachte,<br />
vermutlich ein Erbe von Karmin. Penthagonn<br />
vererbte uns Halsung und die großen „Amurath“<br />
Augen.<br />
Madkours Impuls (Madkour I / Imperia) *1997,<br />
den wir dann anschließend verwendet haben,<br />
brachte uns Größe, Langbeinigkeit und Halsung,<br />
nicht immer in der ersten Generation,<br />
aber später.<br />
Sehr gut haben sich die Hengste El Sid, Fadi Al<br />
Shaqab und Muranas Jassehr mit den Nachkommen<br />
aus dem „alten“ Stutenstamm vererbt.<br />
AP: Macht Erhaltungszucht Sinn? Wenn wir<br />
zum Beispiel bei den Weil-Marbachern bleiben?<br />
B.Z.: Das ist eine spannende Frage, die ich mir<br />
auch schon oft selbst gestellt habe. Für mich<br />
persönlich habe ich sie unter den aktuellen<br />
Bedingungen mit "nein" beantwortet. Akademisch<br />
betrachtet aber macht es Sinn und ist<br />
zu befürworten. Wenn allerdings die <strong>Pferde</strong> zu<br />
schlecht sind für die Marktansprüche, bringt es<br />
auch nichts. Erhaltungszucht um seiner selbst<br />
willen, beispielsweise nur auf Optik oder nur<br />
auf Pedigree, macht für mich keinen Sinn. Es<br />
kommt also auf das Ziel der Erhaltungszucht<br />
an. Bei den Bahrainis beispielsweise kommt alles<br />
zusammen, Optik, Pedigree und Leistungsanspruch<br />
- dann ist das in Ordnung.<br />
Damit es funktioniert, muß der Genpool eine<br />
gewisse Größe haben. Dazu muß man aber<br />
global arbeiten, und man muß die privaten<br />
Züchter mit einbeziehen, die Interessenlagen<br />
klären, ein Zuchtziel definieren und ein<br />
Erhaltungszuchtbuch einführen - dann kann<br />
es funktionieren. Vom Herzen wäre ich sofort<br />
dabei, aber der Plan scheint nicht umsetzbar.<br />
Zucht<br />
Die Moheba-Familie mit Amurath Mahiba (Fuchs) an der Hand von Bernd Zimmermann, ihre<br />
Mutter Amurath Masira (braun), gehalten von Tochter Lena, und rechts Amurath Mofeedah<br />
(Schimmel) mit Gabriele Zimmermann.<br />
Foto: Betty Finke<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
23<br />
AP: Was sind Ihre Selektionskriterien, worauf legen<br />
Sie in der Zucht besonderen Wert?<br />
B.Z.: Neben dem Exterieur sind das vor allem<br />
Umgänglichkeit. Die <strong>Pferde</strong> müssen ganz all-
ESt DAGI *1976<br />
(Hadban Enzahi / Hamdi)<br />
AM. DAMIRAH *1999<br />
v. Penthagonn<br />
VPrSt. AM. DSCHALA <br />
*2007, v. Madkours Impuls<br />
Zucht<br />
Stammstuten<br />
des Gestüts Amurath<br />
MADISHAH B. MAHARA<br />
*1993 v. Haram Ibn Halima<br />
MANDANA II *1994<br />
v. Haram Ibn Halima<br />
MISS ANTONIA *1995<br />
v. San Antonio Bey<br />
AM. DALIFA *20<strong>12</strong><br />
v. Madkours Impuls<br />
ESt MAHARA *1980<br />
(Gharib / Magda)<br />
ESt AM. MORGANA<br />
*2000, v. Monrad<br />
<br />
ESt AM. MOFEEDAH<br />
*2000, v. El Sid<br />
<br />
ESt AM. MASIRA *2001<br />
v. Dahab<br />
<br />
VPrSt AM. MAHIBA *2011<br />
v. Gazwan Al Nasser<br />
<br />
VPrSt. SAMIA II *1982<br />
(Saher / Senitza)<br />
AM. SHAHRA *2003<br />
v. Deria <br />
VPrSt SCHAIBARA *1997<br />
v. Pamir I<br />
24<br />
<br />
AM. SHAKIRA *2011<br />
v. Monther El Nasser<br />
<br />
AMURATH SEYAH *20<strong>12</strong><br />
v. Jewel OS<br />
<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
Fotos: G. Waiditschka (5), M. Groger (4), G. Bietry (1), privat (1)
Erläuterungen:<br />
<br />
<br />
<br />
AM. MONEERA*2014<br />
v. Fadi Al Shaqab<br />
VPrSt AM. MONA LISA<br />
*2013,<br />
<br />
v. Muranas Jassehr<br />
VPrH MOUAMMAR<br />
*2011, v. Gazwan Al Nasser <br />
AM. MALYAH *<strong>2017</strong><br />
v. Psyrasic<br />
Hengste<br />
Stuten<br />
<strong>Pferde</strong>, die Einsatz in der Zucht des<br />
Gestüts Amurath fanden<br />
<strong>Pferde</strong> mit nationalen Erfolgen an<br />
Schauen<br />
<strong>Pferde</strong> mit internationalen Erfolgen<br />
an Schauen<br />
<strong>Pferde</strong> mit SLP / HLP<br />
ESt = Elitestute<br />
VPrSt = Verbandsprämienstute<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
<br />
<br />
<br />
gemein gut "funktionieren", sie müssen rittig<br />
sein, und eine gute Einstellung zur Arbeit<br />
haben. Das merkt man gleich beim anreiten,<br />
sie dürfen nicht widersetzlich sein, sondern<br />
sollten Freude an der Arbeit haben. Das ist<br />
mir wichtiger, als Leistungstypen. Wenn die<br />
Fremdreiter an der Stutenleistungsprüfung<br />
zu mir sagen, sie hätten ein super Gefühlt auf<br />
dem Pferd, dann sind sie auch leicht zu reiten.<br />
Klar im Kopf und ein guter Körper - beides<br />
muß stimmen, um ein rittiges Pferd zu erhalten,<br />
und das ist es, was der Freizeitreitermarkt<br />
braucht und verlangt. Das Feedback von unseren<br />
Kunden spiegelt dies wider.<br />
Das Ablegen der Stutenleistungsprüfung für<br />
unsere Zuchtstuten ist eine selbst auferlegte<br />
Selektionsmaßnahme. Hier wird mit objektiven<br />
Kriterien die allgemeine Eignung als<br />
Reitpferd getestet. Grundgangarten, Rittigkeit<br />
(auch unter dem Fremdreiter), Leistungsbereitschaft<br />
und Leistungsvermögen. Ganz<br />
wichtig ist mir persönlich das Freispringen.<br />
Hier ist der Mut, die Übersicht, Nervenstärke,<br />
Intelligenz und Athletik eines <strong>Pferde</strong>s zu beobachten.<br />
Enorm wichtige Kriterien für ein Reitund<br />
Zuchtpferd.<br />
Diese Eigenschaften möchte ich auf Dauer in<br />
meinen Stutenstämmen erhalten.<br />
Leider kann man derzeit auf wenig hochwertige<br />
Hengste mit Leistungsprüfung zurückgreifen.<br />
Ich bedaure das, kann es aber nicht<br />
ändern. Deshalb habe ich mich für diesen<br />
Selektionsweg mit den eigenen Stuten entschieden.<br />
AP: Sollte man "züchten was der Markt verlangt"<br />
und wo hat der Araber seinen Markt?<br />
Viele sehen ja noch immer in der Schau den Absatzmarkt<br />
schlechthin.<br />
B.Z.: Wir züchten für Schau, Freizeitreiter, auch<br />
für den ambitionierten Freizeitreitermarkt, wir<br />
züchten auch Sportpferde, Partbreds, Veredler<br />
- letzteres ist nicht uninteressant, wenngleich<br />
nur ein kleiner Markt. Leider gehen die Eigenschaften,<br />
die der Araber als Veredler mitbringen<br />
muß, immer mehr verloren. Hierzu eignen<br />
sich nur wirklich gute <strong>Pferde</strong>, wenn man<br />
bei den Warmblutzüchtern ernst genommen<br />
werden will. Man muß ein komplettes Pferd<br />
züchten, das insbesondere auch zum guten<br />
Reitpferd taugt.<br />
Die Linienzucht, und damit die ausgeprägten<br />
Typen, gehen durch die Vermischung von allem<br />
mit allem verloren. Es gilt die Stutenlinien<br />
zu erhalten, die Vielfalt kann man dann über<br />
die Hengste einbringen. Reine Linienzucht<br />
ist bei den Weil-Marbachern in der heutigen<br />
Zeit schwierig, weil die Hengste fehlen. Man<br />
muß seine eigenen Ideale in anderen Linien<br />
suchen, das kann polnisch, ägyptisch oder russisch,<br />
bzw. eine Mischung davon sein.<br />
25<br />
AP: Welches Ihrer <strong>Pferde</strong> würden Sie als Ihr bestes<br />
Zuchtprodukt betrachten - und warum?<br />
B.Z.: Mein bisher gelungenstes Zuchtprodukt<br />
ist Amurath Mofeedah (El Sid / Amurath Morgana)<br />
*2007, von der wir zwei Töchter in der<br />
Herde haben, Amurath Mona Lisa (v. Muranas<br />
Jassehr) und Amurath Moneera (v. Fadi Al Shaqab).<br />
Das sind komplette, solide <strong>Pferde</strong>, die<br />
erfolgreich im Schauring sind, sich aber auch<br />
gut anreiten lassen. Mofeedah trifft meinen<br />
Geschmack am besten. Sie geht auf Magda<br />
und damit Molawa zurück und auch ihr<br />
Großvater Monrad geht ebenfalls auf Molawa<br />
zurück. Diese Linienzucht brachte das Wesen<br />
von Magda wieder hervor, durch El Sid hat sie<br />
aber mehr Rahmen und Feinheit im Gesicht<br />
bekommen. Ihre Nachkommen sind meine<br />
Favoriten.<br />
AP: Welchen Ratschlag würden Sie einem jungen<br />
Züchterkollegen geben?<br />
B.Z.: Mein Rat an Neuzüchter: Lassen Sie sich<br />
Zeit! Fangen Sie klein an und übernehmen Sie<br />
sich nicht. Das Wichtigste für eine Zucht ist<br />
eine gute Zuchtstute - daher nehmen Sie sich<br />
bei der Suche nach einer Gründerstute viel<br />
Zeit. Seien Sie wählerisch und lassen Sie sich<br />
von einem erfahrenen Züchter beraten, der Ihnen<br />
eine wirtschaftlich unabhängig Beratung<br />
gibt. Machen Sie keine Kompromisse bei der<br />
Qualität, und brechen Sie keine Entscheidung<br />
übers Knie. Die Wahl des Hengstes hängt dann<br />
davon ab, was die Stute braucht, was es zu verbessern<br />
gilt, und nicht, was gerade modern ist.<br />
Ansonsten rate ich jedem, sich laufend weiterzubilden,<br />
sowohl praktisch, wie auch theoretisch<br />
- und zwar als <strong>Pferde</strong>mann/-frau ganz<br />
allgemein, nicht rassespezifisch. Wichtig ist es<br />
auch, sich viele <strong>Pferde</strong> anzusehen, wenn möglich<br />
zu reisen und Kontakte zu knüpfen.<br />
AP: Welche Bedeutung hat die Schauszene für<br />
die Zucht des arabischen <strong>Pferde</strong>s?<br />
B.Z.: Ich würde sagen, sie ist Fluch und Segen<br />
zugleich. Die Schauszene hat ihre eigene<br />
Faszination und sie bringt Menschen zusammen.<br />
Und auch wenn es nur ein kleiner Markt<br />
ist, so hat er eine große Wirkung - finanziell,<br />
aber auch nach außen. Das kann man als positiv<br />
erachten. Aber die Schauszene hat auch<br />
Moden kreiert, die viele Züchter beeinflußt,<br />
nicht nur im Guten. Als positiven Einfluß in der<br />
Zucht kann man beispielsweise das Wirken<br />
von Gazal Al Shaqab in Polen und der ganzen<br />
Welt betrachten. Er wurde nicht zuletzt mit<br />
Hilfe des Geldes der Schauszene gezüchtet.<br />
Man darf nicht vergessen, es gibt auch solide<br />
Schaupferdezüchter, die die gesamte Zucht<br />
positiv beeinflußen. Und die Schauszene erregt<br />
Aufmerksamkeit und bringt neue Leute<br />
zum arabischen Pferd.<br />
Aber da ist auch der Fluch nicht weit, denn die<br />
"traditionellen <strong>Pferde</strong>leute" fühlen sich davon<br />
abgestoßen, durch die Art der Präsentation,<br />
der Aufzucht, etc., dadurch wird ein gewisses<br />
Klientel davon abgehalten, mit dem Araber in<br />
engere Beziehung zu kommen. Das Beste am<br />
arabischen Pferd, das faszinierende Wesen, die<br />
Liebe zum Menschen wird durch die Schauszene<br />
nicht wirklich herausgestellt. Es ist eine einseitige<br />
Darstellung des arabischen <strong>Pferde</strong>s. Hier<br />
liegt eindeutig der Nachteil der Schauszene.<br />
AP: Wo sehen Sie die Zucht in 10 oder 20 Jahren?<br />
B.Z.: Da muß man unterscheiden, zwischen<br />
Deutschland und der internationalen Szene.<br />
Zucht
Zucht<br />
In Deutschland sehe ich eine Aufspaltung in 3<br />
Kategorien. 1. Freizeitreiterzucht ohne klares<br />
Ziel und ohne Anschluß an die internationale<br />
Zucht 2. Eine leider kleiner werdende Gruppe<br />
von ca. 5 bis 10 Züchter mit klarem Plan und<br />
Ziel, ein vielseitiges arabischen Reitpferd für<br />
Sport und Freizeit in guter Qualität zu züchten.<br />
3. und in eine kleine Gruppe von 5-10<br />
Züchter in Deutschland mit internationalem<br />
Anspruch. Die Gräben zwischen den Gruppierungen,<br />
die sich in der Regel in 2 Lager spalten,<br />
ist wohl kaum zu überbrücken. Deutschland<br />
als Zuchtland wird, so ist bei fortschreitender<br />
Entwicklung zu erwarten, qualitativ und quantitativ<br />
in die Bedeutungslosigkeit abfallen.<br />
International sehe ich neue Länder, neue<br />
Märkte, wie zum Beispiel China. Da gibt es<br />
viele vermögende Leute, die sich für die Zucht<br />
und den Schaumarkt begeistern lassen. Diese<br />
Märkte werden jetzt bereits bedient. Aber wir<br />
Deutschen beschäftigen uns zu sehr mit uns<br />
selbst.<br />
Die modernen Reproduktionstechniken - von<br />
Gefriersamen bis Embryotransfer in großem<br />
Maßstab - treiben die Globalisierung voran.<br />
Der Abstand zwischen Deutschland und der<br />
internationalen Zucht wird sich vergrößern,<br />
und obwohl Deutschland wirtschaftlich gut<br />
dasteht, wird es züchterisch, was die Araberzucht<br />
anbelangt, voraussichtlich bedeutungslos<br />
werden.<br />
AP: Worin sehen Sie die Entwicklung in Deutschland<br />
begründet?<br />
Die Gründe dafür sind meines Erachtens:<br />
1) Der dauerhafte Ausverkauf, der in den letzten<br />
15 Jahren stattgefunden hat, und der<br />
Fluch und Segen für die deutschen Züchter<br />
bedeutete.<br />
2) Die dauerhaften Probleme innerhalb unseres<br />
Zuchtverbandes VZAP, der mehr mit sich<br />
selbst beschäftigt ist, nicht richtungsweisend<br />
ist und nur mit der Vergangenheitsbewältigung<br />
zu tun hat. Es sind Gräben in der<br />
Züchterschaft entstanden, und potentiell<br />
Der Araber als Freizeitpferd - hier Amurath Masira - hat ein Marketing-Problem, denn seine<br />
wichtigsten Eigenschaften für den heutigen Freizeitreitermarkt sind Charakter, Menschenbezogenheit<br />
und Schönheit. Eigenschaften, die schwer darstellbar sind. Foto: G. Bietry<br />
vorhandene Energien wurden in falsche<br />
Bahnen gelenkt. Und obwohl wir den ANC<br />
ausrichten, wird dieser von den meisten<br />
Züchtern nicht angenommen, ja, sogar abgelehnt.<br />
Die Konkurrenzsituation mit zwei<br />
Zuchtverbänden für das <strong>Arabische</strong> Pferd<br />
ist ebenfalls zum Nachteil für eine positive<br />
Grundstimmung und schadet der deutschen<br />
Zucht insgesamt.<br />
3) Es fehlte die Vorbildfunktion des Staatsgestüts.<br />
Eine sinnvolle Erhaltungszucht hat<br />
ebenso gefehlt, wie die züchterische Weiterentwicklung<br />
der „alten“ Weiler Zucht.<br />
4) Und last not least: Die deutsche Mentalität.<br />
Es fehlt an Begeisterungsfähigekeit, stattdessen<br />
findet ein geradezu dogmatischer<br />
Kampf "Schau gegen Reiter" statt. Ich würde<br />
hier zu mehr Gelassenheit und Toleranz<br />
raten!<br />
Als vorsichtige Zukunftsvision sehe ich: Sehr<br />
gute, qualitätsvolle Schau-, Reit- und Zuchtpferde<br />
lassen sich auch verkaufen, das sieht<br />
man weltweit. Aber bei der Schau wie beim<br />
Reiten gilt: Tierschutzrelevante Auswüchse<br />
müssen unterbunden werden, sonst nimmt<br />
die Reiterei, die Schauen und die <strong>Pferde</strong>zucht<br />
in den Augen der Allgemeinheit Schaden.<br />
Was die <strong>Pferde</strong>zucht und -haltung ganz allgemein<br />
anbelangt, so gilt es zu bedenken,<br />
dass diese durch immer weitere Umwelt- und<br />
Tierschutz-Auflagen teurer wird, auch durch<br />
die Klimaveränderung! Wir haben beispielsweise<br />
durch Allwetterplätze darauf reagiert,<br />
dass anhaltende Regenfälle die Weidesaison<br />
einschränken. Dies aber kostet Geld. Die artgerechte<br />
Haltung wird die <strong>Pferde</strong>zucht in Zukunft<br />
noch weiter verteuern, was bedeutet,<br />
dass nur mit entsprechendem Kapital, das außerhalb<br />
der <strong>Pferde</strong>zucht erwirtschaftet wird,<br />
ein längeres Durchhaltevermögen möglich ist.<br />
Wenn ich zurückdenke, welche Eigenschaften<br />
des arabischen <strong>Pferde</strong>s mich an diese Rasse<br />
gebunden haben, so waren es: der Charakter,<br />
die Menschenbezogenheit, die Schönheit<br />
- diese Faktoren haben sich immer wie ein<br />
roter Faden durch mein züchterisches Leben<br />
gezogen und diese Eigenschaften müssen wir<br />
vermehrt in den Mittelpunkt stellen, um diese<br />
Rasse zu vermarkten. Leider sind diese Eigenschaften<br />
nicht monetär quantifizierbar (wie<br />
es beispielsweise die Milchleistung einer Kuh<br />
ist) - sie zahlen sich erst spät aus und es braucht<br />
einen langen Atem bis man die Früchte seiner<br />
Arbeit ernten kann. Heute verkaufen wir etwa<br />
ein Drittel unserer <strong>Pferde</strong> auf Emfpehlung von<br />
früheren Käufern, oder an Leute, die gute Erfahrungen<br />
mit unseren <strong>Pferde</strong>n gemacht haben.<br />
Für meine eigene Zucht bin ich optimistisch<br />
und teile den in Deutschland herrschenden<br />
"Grundpessimismus" nicht! Im Gegenteil, ich<br />
freue mich auf die weitere züchterische Arbeit,<br />
denn mit jeder Generation kenne ich meine<br />
Linien und <strong>Pferde</strong> besser!<br />
Amurath Seyah (v. Juwel OS) repräsentiert die Murana I-<br />
Familie über die Gründerstute Samia II; ihr Vater stammt<br />
aus der Schaupferdezucht. Foto: Melanie Groger<br />
AP: Besten Dank, Herr Zimmermann, für das<br />
sehr interessante Gespräch, und alles Gute für<br />
Ihre kommenden Fohlenjahrgänge!<br />
(das Interview führte Gudrun Waiditschka)<br />
26<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
27
Streichelnachmittag auf Gestüt Sax<br />
News<br />
Wie bringt man das <strong>Arabische</strong> Pferd<br />
den Menschen am besten nahe?<br />
Indem sie ganz nahe an die <strong>Pferde</strong><br />
herankommen dürfen. Daher war im<br />
November ein Streichelnachmittag auf<br />
dem Gestüt Sax angesagt. "Es hatten sich<br />
150 Besucher angemeldet, weit mehr als<br />
wir erwartet hatten", erzählt Monika Sax.<br />
"Die Leute nahmen die Idee wirklich sehr<br />
gut an und das Schöne daran ist, dass wir<br />
selbst viel mehr Zeit für die Besucher haben,<br />
als am 'Open Day'. Der ganze Nachmittag<br />
findet nur im großen Stall statt, mit<br />
einer großen Tafel, für Kaffee und Kuchen,<br />
sowie einer kleinen Brotzeit! Dort können<br />
die Besucher, und natürlich insbesondere<br />
die Kinder, ganz gemütlich alle <strong>Pferde</strong> anschauen,<br />
streicheln und vieles mehr!" Einmal<br />
ein Pferd streicheln, oder gar unter Anleitung<br />
putzen - was gibt es schöneres für<br />
"kleine <strong>Pferde</strong>mädchen"? Und bei solchen<br />
Gelegenheiten kann der Araber dann seine<br />
beste Eigenschaft unter Beweis stellen: Seine<br />
Menschenbezogenheit.<br />
In einer Zeit, da immer weniger Kinder den<br />
Zugang zu Tieren und zur Natur finden,<br />
sind solche Aktionen besonders wichtig.<br />
Und wer weiß, vielleicht wird bei dieser<br />
Gelegenheit auch der eine oder andere mit<br />
dem Arabitis-Virus angesteckt? -gw-<br />
Araber hautnah!<br />
28<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Haskar del Chapulin wird Französischer VS-Meister<br />
Sandra Simon ist mit dem deutschen<br />
Anglo-Araber-Hengst Haskar del Chaplin<br />
Französischer Vielseitigkeit-Meister<br />
<strong>2017</strong> in Tartas geworden.<br />
Aus ganz Frankreich haben sich 60 Teilnehmer<br />
qualifiziert. Am 1. November gingen dann<br />
58 Paare an den Start, darunter auch Haskar<br />
und Sandra Simon, die als 7. Paar in der Dressur<br />
starteten. Haskars Vorstellung wurde am<br />
Schluss mit glatten 40 Straffpunkten bewertet.<br />
Alle Lektionen wurden losgelassen, korrekt<br />
und ausdrucksvoll vorgeführt. Für einige<br />
Lektionen wurde sogar die Note 9 vergeben.<br />
Bei der Geländeprüfung sind acht Teilnehmer<br />
ausgeschieden. Sandra Simon ritt auf Sicherheit<br />
und konnte den Parcours ohne Springfehler<br />
beenden, so dass sie am Schluß nur<br />
2,40 Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung<br />
in Kauf nehmen mußte.<br />
Die Entscheidung musste am dritten Tag fallen!<br />
Da Haskar 0,1 Strafpunkte, nach Dressur<br />
und Gelände, hinter der führenden Reiterin<br />
lag, entschied sich Sandra Simon die Stärken<br />
von Haskar auszuspielen: Rittigkeit, Wendigkeit<br />
und Schnelligkeit. Mit einer Nullrunde<br />
erreichte Haskar in 60 Sekunden das Ende<br />
des Parcours. 71 Sekunden waren als Höchstzeit<br />
vorgesehen. Der Zeitvorsprung von<br />
11 Sekunden unter der erlaubten Zeit und<br />
die Null-Runde verschafften Haskar ein gutes<br />
Polster! Die führende Reiterin hielt dem<br />
Der deutsche Anglo-Araber Haskar del<br />
Chapulin wurde Französischer Meister in der<br />
Vielseitigkeit.<br />
Druck nicht stand und eine Stange fiel. So erklang<br />
die Marseillaise für Haskar del Chapulin<br />
aus der Zucht von Heliodoro Ramos-Azarte<br />
und Sandra Simon, die Französischer Meister<br />
<strong>2017</strong> wurden, vor dem Hannoveraner<br />
Cajetan (v. Contender) und vor dem Selle<br />
Français Qualité d'Almady.<br />
H.R.-A.<br />
Boudheib Initiative<br />
Während in den großen Endurance<br />
Villages in Dubai zu Beginn der<br />
UAE-Distanzritt-Saison bereits wieder<br />
zahlreiche <strong>Pferde</strong> zu Tode gekommen<br />
sind, geht Sheikh Sultan in Boudheib / Abu<br />
Dhabi einen anderen Weg.<br />
Die BECA Regeln, die vor drei Jahren ins Leben<br />
gerufen wurden, sind mittlerweile aufgrund<br />
der Erfahrung von zahlreichen Ritten in Abu<br />
Dhabi aber auch durch Ritte in Deutschland,<br />
Frankreich, Südafrika, Marokko, etc. gereift.<br />
Die Ergebnisse aus den bisherigen Ritten<br />
zeigen, dass bei strikter Einhaltung einer<br />
Herzfrequenz von 56 Schlägen (wobei dies<br />
auf einigen internationalen Ritten auch angepasst<br />
werden kann) und einer Präsentationszeit<br />
von 10 Minuten auf Boudhieb-Ritten<br />
keine <strong>Pferde</strong> zu Tode gekommen sind. Hinzu<br />
kommt der natürliche Wegeverlauf (natural<br />
tracks), was neben einer Reduzierung der<br />
Geschwindigkeit auch den Vorteil hat, dass<br />
Reiter und Pferd die Landschaft genießen<br />
können und nicht durch Begleitfahrzeuge<br />
gestört (und eingestaubt) werden.<br />
Langsam erkennen auch andere Trainingsställe<br />
in den UAE, dass Boudheibs Naturwege<br />
und das BECA-Protokoll ihnen im Training<br />
hilft, die Fitness und das Potential ihrer <strong>Pferde</strong><br />
besser einzuschätzen, und es außerdem<br />
auf die unterschiedlichen Geläufe bei internationalen<br />
Ritten vorbereitet.<br />
- gw-<br />
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News<br />
In gute Hände abzugeben:<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber aus dem Hauptgestüt<br />
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News<br />
Multi-Champion Al Milan nach Qatar verkauft<br />
Das Gestüt Sax gab bekannt, dass es seinen<br />
Multi-Champion Al Milan vor Kurzem<br />
zusammen mit der Stute Farida<br />
Bint Khidar nach Qatar verkauft hat.<br />
Al Milan (Al Lahab / Milena) war Deutscher<br />
National-Champion, Intern. B- und A-Gold<br />
Champion und Prämienhengst der Verbandshengstschau.<br />
"Der neue Besitzer hatte bereits<br />
vor zwei Jahren unsere Famona gekauft, eine<br />
Al Milan-Tochter aus der Farida Bint Khidar,"<br />
erklärt Monika Sax. "Famona wurde zum absoluten<br />
Lieblingspferd im Stall und so holte<br />
sich der Besitzer nun auch noch den Vater<br />
und die Mutter nach. Es ist uns sehr schwer<br />
gefallen, Al Milan gehen zu lassen, aber wir<br />
wissen, dass es den <strong>Pferde</strong>n dort gut geht<br />
und dass sie in diesem Stall hoch geschätzt<br />
und geliebt werden! Züchterisch ist die Idee<br />
des neuen Besitzers in Qatar, die vielen Marwan-Töchter<br />
mit Al Milan zu decken - und das<br />
könnte ja wirklich gut passen! "<br />
Foto: M. Sax<br />
Muranas Jassehr Hauptbeschäler<br />
in Michalow<br />
Anfang November ist der Prämienhengst<br />
Muranas Jassehr aus dem Gestüt<br />
Murana von Michaela Weidner<br />
wohlbehalten im polnischen Staatsgestüt<br />
Michalow angekommen, wo er die Decksaison<br />
2018 verbleiben wird. Es ist dies für einen<br />
Hengst aus Privatzucht eine einmalige<br />
Gelegenheit, seine Vererbungskraft auf der<br />
breiten Stutengrundlage eines Staatsgestüts<br />
unter Beweis zu stellen.<br />
Auflösung des Gestüts Zichy-Thyssen in Argentinien<br />
Am 6. Dezember fand in Argentinien<br />
die Liquidation des Restbestandes des<br />
Gestüts von Federico Zichy-Thyssen<br />
statt. Rund 60 <strong>Pferde</strong> wurden auf der Auktion<br />
angeboten, Veranstalter war ein großer argentinischer<br />
<strong>Pferde</strong>auktionator und -händler,<br />
Antonio Bullrich, der hauptsächlich von Englisch<br />
<strong>Vol</strong>lblut-Auktionen bekannt ist.<br />
Das Gestüt Zichy-Thyssen in Argentinien wurde<br />
nun, drei Jahre nach dem Tod des Gestütsbesitzers,<br />
von den Erben komplett aufgelöst.<br />
Die meisten <strong>Pferde</strong> sind entweder bereits um<br />
die 20 Jahre alt, oder 20<strong>12</strong>-2015 geboren.<br />
Einige der Abstammungen klingen durchaus<br />
interessant, so z.B. der 21jährige El Shaklan-Sohn<br />
ZT Shakardebil, sowie ein Anaza El<br />
Farid-Sohn und zwei Töchter.<br />
Der argentinisch-ungarische Aristokrat Federico<br />
Augusto Zichy-Thyssen starb im August<br />
2014 im Alter von 76 Jahren. Federico<br />
Zichy Thyssen war viermal verheiratet und<br />
hatte fünf Kinder. Der Tycoon widmete sich<br />
der Zucht von arabischen <strong>Pferde</strong>n in seinen<br />
Gestüten in Paraguay und Argentinien. Er<br />
Ergänzung VZAP Sportpferdeplaketten<br />
Aufgrund eines Übermittlungsfehlers<br />
fehlten leider sechs <strong>Pferde</strong> in unserer<br />
Tabelle zur VZAP Sportpferdeplakette.<br />
Es haben daher auch die folgenden <strong>Pferde</strong><br />
eine Silberne Plakette "Distanz" erhalten:<br />
•MK Wahada Al Afra (Black Shetan / Mr. Why<br />
Not), *2004 , Z: M. Kosel, B: T. Lienhop<br />
•Al Kharim Al Azim (Kudaira Nuri Ibn Salaam<br />
/ Allat El Gashya), *2006, Z.u.B: D. Melzer<br />
•Takaar (Meshan Ibn Kubinec / Takira),<br />
*2009, Z: R. Sax, B: S. Trapani<br />
•Al Shazan Al Azim (Kudaira Nuri Ibn Salaam<br />
/ Al Shazima), *2007, Z: D. Melzer, B:<br />
S. Wehner<br />
•Mazbut (Muqatamm / Authentic Sarah), Z:<br />
T. Eiling, B: M.u.M. Kosel<br />
versuchte auch, in Uruguay eine Zucht aufzubauen,<br />
aber als es ihm nicht gelang, verkaufte<br />
er alles. In Uruguay, genauer gesagt in<br />
Punta del Este, errichtete Federico Zichy Thyssen<br />
2010 auch ein imposantes Sommerhaus,<br />
das nie eröffnet wurde, weil ihm das Ergebnis<br />
nicht gefiel. Er besaß verschiedene Poloclubs<br />
in Argentinien und Paraguay, in den letzten<br />
Jahren vor seinem Tod erwarb er auch landwirtschaftliche<br />
Betriebe in Spanien, u.a. die<br />
Hacienda Vadillo in Sevilla.<br />
-gw-<br />
•Al Mashhar Al Azim (Blue Mashhar / Al Samantha<br />
Al Azim), * 2007, Z: D. Melzer, B.<br />
M. Lippert).<br />
Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.<br />
Al Kharim Al Azim<br />
Foto: Rick van Lent<br />
Gezogen im Gestüt Murana hat Muranas Jassehr<br />
(Major / Jana El Bri) seine Qualitäten als<br />
El Shaklan<br />
Deckhengst bereits vielfach bewiesen. Mit<br />
über 60 Fohlen gehört der 2007 geborene<br />
Schimmel zu den am meisten nachgefragten<br />
Hengsten in Deutschland. Seine Nachkommen<br />
sind bereits auf verschiedenen Kontinenten<br />
zuhause, z.B. Muranas Hacin (a.d. Hacins<br />
Gloria) *2010 im Iran, und Muranas Nadir<br />
(a.d. Muranas Nasheetah) *2013 in Israel.<br />
Er selbst ist Deutscher National-Champion,<br />
Intern. Gold-Champion Breeders Cup in Chantilly,<br />
und er ist damit ein international erfolgreiches<br />
Schaupferd ohne das heutzutage<br />
überall vorhandene Blut von Gazal Al Shaqab<br />
oder Padrons Psyche. Sein Pedigree ist eine<br />
Kombination der Besten aus verschiedenen<br />
Kontinenten, denn seine Ur-Großväter lesen<br />
sich wie das Who is Who der internationalen<br />
Araberzucht: Thee Desperado (v. The Minstril),<br />
USA; Plakat (v. Aswan), Russland; El Shaklan<br />
(v. Shaker El Masri), Golden Cross gezogen in<br />
Deutschland, aber international im Einsatz von<br />
Europa und USA bis Südamerika; sowie Ali Jamaal<br />
(v. Rumanaja Ali), ebenfalls Südamerika.<br />
"Für mich ist aber sein außergewöhnlicher<br />
Charakter ausschlaggebend", erklärt Züchterin<br />
und Besitzerin Michaela Weidner. "Er ist<br />
ein echter Vertreter der <strong>Arabische</strong>n Rasse: Er<br />
zeigt sich voll Stolz vor einer Stute aber ist<br />
das liebste Pferd, das man haben kann im<br />
Umgang mit Kindern und unter dem Sattel."<br />
-gw-<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
30<br />
Foto: D. Melzer<br />
Foto: G. Waiditschka
Schweden gewinnt erneut das HARC Championship in Belgium<br />
Foto: L. Young<br />
Ende Oktober wurde in Ghlin das Ende der Rennsaison mit dem<br />
Heritage Arabian Racing Club's (HARC) Championship begangen,<br />
zu dem <strong>Pferde</strong> aus sechs Nationen antraten. Es war ein<br />
erfolgreicher Wettkampf, der das Motto von HARC, <strong>Pferde</strong> aus traditionellen<br />
Rennlinien zu fördern und damit die ursprünglichen Eigenschaften<br />
des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s zu erhalten, die da sind: Schönheit,<br />
Schnelligkeit und Ausdauer!<br />
Russland wählte drei seiner besten Rennpferde aus, Schweden sandte<br />
das gleiche Team wie letztes Jahr, England hatte wieder einen interessanten<br />
Vertreter dabei, der ursprünglich auf russische Blutlinien zurückzuführen<br />
ist und die Neuzugänge aus Iran, Italien und Rumänien hatten<br />
jeweils ein Pferd am Start. Das Ergebnis ähnelte dem letztjährigen<br />
Championship, und bestätigte die außergewöhnliche Qualität der in<br />
Schweden gezogenen, auf russisch/amerikanischen Blutlinien basierenden<br />
Pamills Lipse (Top Flyte / Pamill), die das Rennen gewann. Die<br />
Stärke eines professionellen Zuchtprogramms in großem Maßstab, das<br />
Rennen als eines der Selektionskriterien in der Araberzucht verwendet,<br />
wurde wieder bewiesen, als der Nations Cup (die drei besten <strong>Pferde</strong><br />
einer Nation) an Russland ging. Die russischen <strong>Pferde</strong> belegten mit<br />
Sakmagon Tersk (Maklaud / Stepen) den zweiten, mit Ceylon (Dilijans /<br />
Trata) und Gidon (Dilijans / Galensia) den dritten und vierten Platz, vor<br />
Schweden, das den erst-, fünft- und sechstplazierten stellte.<br />
Dank der Initiative von Nelly Philippot, AHRCB President und HARC's<br />
Rennorganisator in Belgien, konnten Transportkostenzuschüsse gewährt<br />
werden, so daß mehr <strong>Pferde</strong> die mehrtägige Reise unternehmen<br />
konnten. Zum ersten Mal in 40 Jahren ist es damit auch gelungen,<br />
dass der Iran eines seiner bekanntesten Rennpferde, den Hengst<br />
Ganj Beik (Shaboad Mir / Yaghout Lorestan) ausreisen lies, damit dieser<br />
Hengst aus iranisch/asilen Linien eine Chance hatte, am Rennen<br />
teilnzunehmen. Der gute Charakter des Hengstes beeindruckte jeden<br />
mit seinem sechsten Platz, trotz seiner unglaublichen Reise aus dem<br />
Iran nach Irland, wo er einen Monat lang bei seinen neuen Trainer<br />
Hugh Murphey stand, bevor er die dreitägige Reise nach Belgien antrat.<br />
Zum ersten Mal sandte Italien, ein neues Mitglied von HARC, zwei<br />
<strong>Pferde</strong> nach Belgien, jedoch stand ihre Teilnahme unter keinem guten<br />
Stern: Erst war es dem italienischen Jockey nicht möglich, teilzunehmen,<br />
dann verletzte sich eines der <strong>Pferde</strong> leicht auf der Reise, und<br />
schlußendlich konnte der Ersatzjockey das Gewicht nicht erreichen!<br />
Ein weiterer Unterstützer der HARC-Idee ist Paul Simmons, der seine<br />
selbstgezogene Kallista (Sambist / Gas Pepelka) ins Rennen schickte<br />
und mit seinem englischen Trainer Peter Hammersley anreiste. Aus<br />
Schweden ergänzte der mehrfache Sieger Mr. Maximus (Millenium<br />
/ Tamawa) und seine junge Züchterin und Besitzerin Johanna Aberg<br />
das Team um die beiden anderen schwedischen <strong>Pferde</strong> Pamills Lipse<br />
und RM Estelle (Millenium / Elcanta).<br />
Leigh Young<br />
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News<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
31
Über die Regenbogenbrücke<br />
Über die Regenbogenbrücke...<br />
Over the Rainbowbridge...<br />
Foto: C. Toischel<br />
Mosila 1990 - <strong>2017</strong><br />
Vor kurzem starb die Elite-Stute Mosila im<br />
Alter von 27 Jahren. Sie ist die Mutter zweier<br />
"VHS-Gold-Hengste": Amurath Muntahi und<br />
Mosri Al Dahab.<br />
Amurath Muntahi stammt von Amurath Baikal,<br />
und dieser lebte in Kanada. Züchterin Ilse<br />
Klauenberg aber war überzeugt, dass dieser<br />
Hengst ideal für ihre Mosila wäre. Dies aufgrund<br />
der Blutführung über Sanacht (Hadban<br />
Enzahi / Hathor), eine der führenden Schaupferde-Championessen<br />
in USA, und über<br />
Bask, ein Amurath Sahib-Enkel. Da aber kein<br />
Gefriersamen von Am. Baikal verfügbar war,<br />
mußte Frischsamen aus Kanada eingeflogen<br />
werden - eine logistische Meisterleistung!<br />
Und es klappte, sogar zweimal! Das zweite<br />
Fohlen war Amurath Mosiliyah, die Nachfolgerin<br />
für Mosila.<br />
Recently, the Elite mare Mosila died, aged 27.<br />
She was the dam of two stallions awarded with<br />
a gold medal and premium at the stallion stock<br />
show of the VZAP: Amurath Muntahi and Mosri<br />
Al Dahab.<br />
Amurath Muntahi's sire is Amurath Baikal, who<br />
lived in Canada. Breeder Ilse Klauenberg was<br />
convinced that he is the ideal "husband" for her<br />
Mosila, due to the blood of Sanacht (Hadban<br />
Enzahi / Hathor), a multiple champion mare<br />
in US, and Bask, a grandson of Amurath Sahib.<br />
But at that time, there was no frozen semen<br />
availalbe of Baikal, and so they arranged for<br />
fresh semen to be flown in. To get the timing<br />
right, was quite an enterprise! And Ilse Klauenberg<br />
succeeded not just once, but twice, resulting<br />
in Am. Muntahi and Am. Mosilyah, the<br />
latter succeeding her dam in the barn.<br />
Bereits Anfangs des Jahres <strong>2017</strong> mußte Familie<br />
Friedmann Abschied von ihrer Stammstute<br />
F Samirah (Ali Valentino / Sarameena) nehmen,<br />
einer Halbschwester zu F Shamaal, dem<br />
Europameister und Reserve-World-Champion.<br />
Gezogen wurde die Stute aus amerikanischen<br />
"Ägypter-Linien", und sie avancierte bald zu<br />
einem sehr erfolgreichen Schaupferd. Sie war<br />
vielfache Championesse, nicht nur auf Ägypter-Schauen,<br />
sondern auch im offenen, internationalen<br />
Schauring. In Holland, Frankreich<br />
und der Schweiz wurde sie mit Championatsoder<br />
Reserve-Titeln ausgezeichnet.<br />
Wichtiger aber als die Schauerfolge sind für die<br />
Friedmanns ihre Kinder, allen voran F Siraja (v.<br />
WH Justice) und F Sana Bint Al Lahab (v. Al Lahab).<br />
Ihr sanftmütiger Charakter wird auf dem<br />
Lunzenhof noch lange in Erinnerung bleiben.<br />
F Samirah 1999 - <strong>2017</strong><br />
Already at the beginning of the year <strong>2017</strong>, the<br />
Friedmann family had to bid a last farewell to<br />
one of their foundation mares, F Samirah (Ali<br />
Valentino), a half-sister of European and Reserve<br />
World Champion F Shamaal. Bred from<br />
American Straight Egyptian lines, she soon<br />
became a successful show horse. She was<br />
multiple champion mare, not only in shows<br />
for Straight Egyptians, but in open show rings,<br />
national and international. Whether it be<br />
in Holland, France or Switzerland, she often<br />
came back home with a champion or reserve<br />
champion sash.<br />
More important that show ring successes are<br />
her offspring, F Siraja (by WH Justice) and F<br />
Sana Bint AL Lahab (by Al Lahab). Her soft<br />
character will long be remembered at the Lunzenhof<br />
of the Friedmann family.<br />
Neddor ShA 1987 - <strong>2017</strong><br />
Mit dem Shagya-Araber-Hengst Neddor<br />
hat Familie Lußberger Mitte November ihren<br />
besten Freund verloren. Ein Freund und<br />
Sportkamerad, ein Jagd- und Freizeitpferd,<br />
ein Streichelpferd für die Jüngsten oder auch<br />
mal als Husarenpferd verkleidet - kurzum, der<br />
Hengst verkörperte das, was man von einem<br />
Shagya-Araber erwartet: Rittigkeit, Härte,<br />
Schönheit und einen erstklassigen Charakter.<br />
Züchterisch stammte Neddor (Navarra /<br />
Nora) aus der Gazal-Linie. Über seine Mutter<br />
führte er auch das seltene Cargo-Blut. 1993<br />
bestand er die HLP in Marbach in LK 1 und<br />
ging in die Zucht. Dankbar ist ihm Familie<br />
Lußberger auch dafür, dass er durch seinen<br />
Charme und seine Ausstrahlung sie mit anderen<br />
in Kontakt gebracht, und Freundschaften<br />
und Begegnungen dadurch initiiert hat.<br />
32<br />
With the Shagya Arabian stallion Neddor, the<br />
Lußberger family lost one of their best friends in<br />
mid-November. A friend and a sports comrade<br />
at many events, national and international, a<br />
hunting and leasure horse, a petting horse for<br />
the youngest or sometimes disguised as a hussar<br />
horse - in short, the stallion embodied what<br />
one would expect from a Shagya Arab: Rideability,<br />
hardness, beauty and a first class character.<br />
From a breeders perspective, Neddor (Navarra<br />
/ Nora) belonged to the Gazal strain. Through<br />
his dam he carried the rare Cargo blood. In<br />
1993, he passed his stallion performance test in<br />
Marbach with grade 1 and went into breeding.<br />
The Lußberger family is grateful to him, that his<br />
charm and charisma often initiated the contact<br />
with other like-minded people, creating lasting<br />
friendships.<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
S ta n d o r t e der Hengste<br />
Frankreich<br />
13<br />
16-18<br />
19<br />
48<br />
29<br />
9<br />
14<br />
10-<strong>12</strong><br />
8<br />
27<br />
15<br />
26<br />
4-5<br />
6<br />
7<br />
2<br />
3<br />
25<br />
24<br />
20 -23<br />
28<br />
38<br />
1<br />
39<br />
43<br />
36<br />
37<br />
42<br />
33 40-41<br />
34-35<br />
30<br />
31-32<br />
Österreich<br />
44-47<br />
HengstParade<br />
1 Mouhannas Maydan, 2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />
2 Riverdance, 27374 Visselhövede<br />
3 Prince Navodchik, 29664 Walsrode<br />
4 El Payam, 32683 Barntrup<br />
5 Ramik Rakkad, 32683 Barntrup<br />
6 CM Mourayh, 32805 Horn-Bad Meinberg<br />
7 Kamerton, 35329 Gemünden<br />
8 GG Midnight Silver, 35638 Leun-Biskirchen<br />
9 COF Just Tru, 49593 Bersenbrück<br />
10 KP Al Nahim, 56349 Kaub<br />
11 KP Al Nakib Ibn Tameen, 56349 Kaub<br />
<strong>12</strong> KP Maryoom, 56349 Kaub<br />
13 Apollon Gazlan WM, 53562 St.Katharinen<br />
14 Ali Nour el Dahab, 58708 Menden<br />
15 BAA Ahab, 65321 Heidenrod<br />
16 EK Kazeem Ibn Shameer, 66583 Spiesen-E.<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
17 Shameer, 66583 Spiesen-Elversberg<br />
18 Vlaq Fadl Nadir, 66583 Spiesen-Elversberg<br />
19 Meanagii, 66399 Mandelbachtal<br />
20 Icare d'Olymp, 72532 Marbach<br />
21 Mamlakee, 72532 Marbach<br />
22 Naoufil, 72532 Marbach<br />
23 Said, 72532 Marbach<br />
24 Om El Shazeem, 73345 Hohenstadt<br />
25 Samourrai, 73553 Alfdorf<br />
26 Athos, 74834 Elztal<br />
27 PA Shai Najim, 78052 VS-Zollhaus<br />
28 Mefisto, 78567 Fridingen<br />
29 Gorky II, 79224 Umkirch<br />
30 Karim Al Mansur, 84435 Lengdorf / Kopfb.<br />
31 Kuwait, 82064 Jettenhausen<br />
32 Narym, 82064 Jettenhausen<br />
33<br />
33 Mahrous, 85084 Reichertshofen<br />
34 Al Marid, 84169 Altfraunhofen<br />
35 Marshan, 84169 Altfraunhofen<br />
36 BK Latif, 86685 Huisheim<br />
37 Mahil, 87763 Lautrach<br />
38 Mouammar, 88069 Tettnang<br />
39 El Wodkine, 91456 Diespeck<br />
40 Asala Amir Ra, 94113 Tiefenbach<br />
41 Fareed, 94113 Tiefenbach<br />
42 AKA Gavayan, 92342 Freystadt / Opf.<br />
43 DF Kamyar, 91725 Ehingen-Beyerberg<br />
44 El Sharif, A-2630 Ternitz (NÖ)<br />
45 ESP Haife de F, A-5722 Niedernsill<br />
46 Sauda Zahra, A-5741 Neukirchen<br />
47 NorCal Sierra SnoMan, A-9871 Seeboden<br />
48 Bajkal, F- 68210 Eteimbes
HengstParade<br />
1<br />
Mouhannas Maydan<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2011<br />
Stm.: 1,48<br />
Decktaxe:<br />
auf Anfrage<br />
2<br />
Prince Navodchik CF <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Adel & Leistung vereint in einem rein<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,57 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
PrH Riverdance Araberpartbred<br />
Riverdance war als Fohlen Gold prämiert,<br />
Farbe: Buckskin/Falbe<br />
geb.: 2011<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 500,00<br />
(TG weilweit)<br />
3<br />
Standort d. Hengstes:<br />
2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />
Züchter:<br />
Birgit Schmauch<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Stall Bardenhagen<br />
Bremervörde<br />
Züchter:<br />
Gestüt Amal<br />
Standort d. Hengstes:<br />
29664 Walsrode (NI)<br />
Züchter:<br />
Barbara Schwarz<br />
Mouhannas Maydan<br />
Schimmel, *2011<br />
Riverdance<br />
Buckskin / Falbe, *2011<br />
Prince Navodchik CF<br />
Braun, *2010<br />
Reitlands<br />
Rheingold<br />
Cremello, *2004<br />
Psyches<br />
Impreia ox<br />
Braun, *2000<br />
Navodchik<br />
Sch., *1994<br />
Kubina (Elite)<br />
Sch., *1996<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Mouhannas<br />
May Son<br />
Sch., *1998<br />
Rhedora<br />
Sch., *1995<br />
Maysoun<br />
(Elite)<br />
Moheba Far<br />
Ramady<br />
Nahaman<br />
Ansata<br />
Rebecca<br />
Stukhuster Anjershof Rocky<br />
Ricardo Go<br />
For Gold Samyea<br />
Diamant II<br />
Harmonie<br />
Halma<br />
Padrsons<br />
Psyches Psyche<br />
Ambassador Asya MG<br />
Bumazea<br />
Drug<br />
Nutria<br />
Vympel<br />
Kuma (Elite)<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Maysouna (Elite)<br />
El Thay Ibn<br />
Halim Shah (Elite)<br />
Masha Bint<br />
Maysouna<br />
Salaa el Dine<br />
(Elite)<br />
Ameera<br />
Ansata Abu<br />
Sudan<br />
Ansata Rhodora<br />
Besitzer:<br />
Ahlborn Arabians<br />
Juliane Willsch<br />
Voßwinkel 9<br />
2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />
www.ahlborn-arabians.de<br />
info@ahlborn-arabians.de<br />
Balaton<br />
Molnia<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Amal<br />
A. Scheele & U. Intemann<br />
27374 Visselhövede<br />
Tel.: 05168 <strong>12</strong>46<br />
Mobile: 0170 3097 578<br />
Email: Myfleury@web.de<br />
www.gestuet-amal.de<br />
Prizrak<br />
Karinka<br />
Topol<br />
Nasturcia<br />
Menes<br />
Molva<br />
Nadom<br />
Pechora<br />
Besitzer:<br />
Patricia Nastoll<br />
Südkampen 21a<br />
29664 Walsrode<br />
+49 178 4542666<br />
patricia.nastoll@gmx.de<br />
http://hoof-to-move.de/<br />
Unser Mouhannas Maydan ist beim<br />
ZSSA mit Silber eingetragen. Er ist frei von<br />
Erbkrankheiten wie CA und SCID.<br />
Wir haben ihn auf Schau vorgestellt und er<br />
brachte in den ersten beiden Zuchtjahren<br />
1* und 2** Sterne-Prämienfohlen.<br />
Bei seinen Fohlen sind alle Farben vertreten,<br />
oftmals sind sie zusätzlich Rabicanos.<br />
Maydan ist ein sehr ruhiger entspannter<br />
Hengst was er immer, auch bei<br />
schwierigeren Stuten, weitergegeben hat.<br />
Für weitere Fragen stehen wir gern zur<br />
Verfügung.<br />
Reservechampion auf dem Fohlenchampionat<br />
, als 1- u. 2-jähriger Gold-und Silberchampion<br />
auf internationalen Schauen.<br />
2013 Goldchampion im Breederscup<br />
Salzkotten,<br />
2014 Goldchampion beim VZAP,<br />
2014 gekört im ZfdP und<br />
2015 gekört im ZSAA<br />
2015 bekommt er den Titel Prämienhengst.<br />
Im Oktober 2015 absolvierte er seine HLP<br />
30 Tage mit 7,31 . Für seine Umgänglichkeit<br />
und Verhalten gab es eine 9 , Leistungsbereitschaft<br />
8,5 , Leistungsfähigkeit eine 8 ,<br />
Rittigkeit eine 7,6 . Ein Hengst mit wunderbaren<br />
Charakter und super Arbeitseinstellung.<br />
Weltweit TG Versand<br />
russischen Pedigree.<br />
Sein Vater Navodchik war rennleistungsgeprüft<br />
und Prämienhengst beim ZSAA.<br />
Sein Großvater Drug war sowohl im<br />
Showring als auch auf der Rennbahn<br />
hocherfolgreich. Seine Großmutter Nutria<br />
war ein hocherfolgreiches Rennpferd mit<br />
Siegen im russischen Derby und im Oaks.<br />
Die Mutter des Prinzen, Kubina, ist eine<br />
leistungsgeprüfte Prämien- und Elite-Stute<br />
(VZAP) aus der Linie der Pechora (über<br />
Kuma(Elite)).<br />
Verletzungsbedingt ist Prince Navodchik<br />
CF nur ein Rennen gelaufen und hat einen<br />
ordentlichen 3. Platz erreicht. Aktuell ist er<br />
im Distanztraining.<br />
Er ist beim VZAP mit einer silbernen Schleife<br />
(uneingeschränkte Zuchtempfehlung)<br />
eingetragen. Seine Zukunftspläne sind die<br />
HLP Distanz und die Körung.<br />
„Der Prinz“ ist SCID und CA frei.<br />
34<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
4<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 20<strong>12</strong><br />
Stm.: 1,51 m<br />
Decktaxe: 500 €,<br />
Rabatt mögl., siehe HP<br />
5<br />
CM Mourayh el Erb<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2003<br />
Stm.: 1,57 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
El Payam <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
El Payam ist ein rahmiger Hengst, der bei<br />
Farbe: Braun<br />
Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2015<br />
32683 Barntrup<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Züchter:<br />
Decktaxe: 500 €,<br />
Sabine Hallmann<br />
Rabatt mögl., siehe HP<br />
6<br />
Ramik Rakkad<br />
Standort d. Hengstes:<br />
32683 Barntrup,<br />
Ostwestfalen-Lippe<br />
Züchter:<br />
Sabine Hallmann<br />
Standort d. Hengstes:<br />
32805 Horn-Bad Meinbg<br />
Züchter:<br />
Erika Rudolph<br />
Ramik Rakkad<br />
Braun, *20<strong>12</strong><br />
El Payam<br />
Braun, *2015<br />
CM Mourayh el Erb<br />
Schimmel, *2003<br />
El Dimor<br />
Braun, *1991<br />
Kunar T<br />
Braun, *2005<br />
Prischa<br />
Fuchs, *2010<br />
Messaoud (Elite)<br />
Sch., *1979<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ramirah Bint<br />
Rawa<br />
Braun, *1991<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Moussah Bint<br />
Moussameh<br />
Sch., *1993<br />
Diagram<br />
El Dinari<br />
Rahawi<br />
Rawa<br />
Nadir I<br />
Kupona<br />
El Dimor<br />
Prichina<br />
Morafic<br />
Madkour (Elite)<br />
Maisa<br />
Maymoonah<br />
(Elite)<br />
35<br />
Palas<br />
Draperia<br />
Euben<br />
Contessa<br />
Ibn Shaker I<br />
Rafawna<br />
Ceratzo<br />
Rafawna<br />
Besitzer:<br />
El Dimor<br />
- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />
Sabine Hallmann<br />
Ostersiek 34<br />
32683 Barntrup<br />
Tel. 05262-995911<br />
mobil 0171-8047611<br />
araber@el-dimor.de<br />
www.el-dimor.de<br />
Neman<br />
Neschi<br />
Kupol<br />
Rigona<br />
Diagram<br />
El Dinari<br />
Nougatin<br />
Pritcha<br />
Besitzer:<br />
El Dimor<br />
- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />
Sabine Hallmann<br />
Ostersiek 34<br />
32683 Barntrup<br />
Tel. 05262-995911<br />
mobil 0171-8047611<br />
araber@el-dimor.de<br />
www.el-dimor.de<br />
Hadban Enzahi<br />
(Elite)<br />
Malikah (Elite)<br />
Madkour (Elite)<br />
Messaoud<br />
(Elite)<br />
Maymoonah<br />
(Elite)<br />
Moussameh Madmaymour<br />
Maamounah<br />
Besitzer:<br />
Axel Behnke<br />
Meierberg 13<br />
32805 Horn-Bad Meinberg<br />
Tel.: +49 160 9383 4087<br />
www.mourayh.de<br />
axel.behnke@gmx.net<br />
Ramik Rakkad ist ein solider, kompakter,<br />
maskuliner Hengst mit gut gelagerter Schulter,<br />
gut verlaufendem Widerrist und harmonisch<br />
geschwungener Oberlinie. Er verfügt<br />
über eine große, gut bemuskelte, schräge<br />
Kruppe und ein kräftiges Fundament.<br />
Ramik zeichnet sich durch guten Schritt und<br />
eine gelassene, raumgreifende Galoppade<br />
aus, bei der er gut unter den Schwerpunkt<br />
kommt. Takt und Balance wurden bei ihm<br />
bereits als Zweijährigem gelobt.<br />
ZSAA Hengstbuch AV-I - Gesamtnote 7,34<br />
Ramik ist homozygoter Rappvererber &<br />
homozygot für Agouti.<br />
Er deckt im Natursprung, jedoch zunächst<br />
nicht im Freilauf. Hierfür steht nach wie vor<br />
sein Vater El Dimor zur Verfügung, der auch<br />
<strong>2017</strong> mit 26 Jahren wieder seine Qualitäten<br />
als Deckhengst und unter dem Sattel unter<br />
Beweis gestellt hat und fit ins Jahr 2018<br />
startet.<br />
Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />
einer Endgröße von voraussichtlich über<br />
1,56 m gute Reitpferdepoints und kräftiges,<br />
korrektes Fundament mitbringt.<br />
Von seinem Vater Kunar T hat er zudem<br />
Schwung und Elastizität geerbt.<br />
El Payam verfügt über große Gelassenheit<br />
und Souveränität und ist im Umgang<br />
immer freundlich und anständig. Neuem<br />
begegnet er grundsätzlich interessiert.<br />
El Payam ist mischerbig für Rappen und<br />
Agouti. Es können daher je nach Anpaarung<br />
alle Farben (Rappe/Braune/ Füchse)<br />
fallen.<br />
El Payam deckt im Natursprung, jedoch<br />
voraussichtlich zunächst nicht im Freilauf.<br />
Hierfür steht ausgewählten Stuten nach wie<br />
vor sein Großvater El Dimor zur Verfügung,<br />
der auch <strong>2017</strong> mit 26 Jahren wieder seine<br />
Qualitäten als Deckhengst und unter dem<br />
Sattel unter Beweis gestellt hat und fit ins<br />
Jahr 2018 startet.<br />
Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />
Mourayh ist ein Sohn von Messaoud,<br />
der als Elite Hengst viele Championate<br />
gewonnen hat. Er vererbte seinem Sohn<br />
nicht nur den bekannten überragenden<br />
Charakter, sondern auch seine Schönheit,<br />
Typ, Gebäude, solides Fundament und<br />
Gänge.<br />
Mourayh ist ein rein ägyptisch gezogener<br />
Hengst, SCID und CA frei, aus feinsten<br />
Dahman Shahwan Linien (Blue List).<br />
Mourayh ist beim VZAP als Deckhengst<br />
eingetragen und deckt im Natursprung.<br />
HengstParade
HengstParade<br />
7<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 1999<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Kamerton <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kamerton -<br />
Standort d. Hengstes:<br />
35329 Gemünden<br />
Züchter:<br />
Staatsgestüt Tersk / RU<br />
Kamerton<br />
Braun, *1999<br />
Mat<br />
Braun, *1989<br />
Kaluga<br />
Fuchs, *1975<br />
Armaniak<br />
Matritsa<br />
Aswan<br />
Kasatka<br />
Banat<br />
Arba<br />
Topol<br />
Monogramma<br />
Nazeer<br />
Yosreia<br />
Sport<br />
Karta<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Vogelsberg-Araber<br />
Harald Frey<br />
Alsfelder Straße 45<br />
35329 Gemünden<br />
Telefon: +49 (6634) 919457<br />
Mobil: +49 (170) 4431060<br />
www.vogelsberg-araber.de<br />
maria.sens@web.de<br />
• ist VZAP Elitehengst,<br />
• erhielt die Silberne Schleife VHS<br />
Aachen 2003.<br />
• ist CA und SCID frei<br />
• lief 2 Jahre lang Rennen in Russland<br />
• deckt im Natursprung<br />
Kamerton vererbt Rittigkeit, Korrektheit im<br />
Exterieur und in der Bewegung.<br />
Sein Sohn MS Madrass ist in der Dressur<br />
erfolgreich bis Klasse S.<br />
Mehrere Nachkommen laufen im<br />
Distanzsport bis LDR, aber auch im<br />
Freizeitbereich.<br />
Kaluga, seine Mutter, wurde 34 Jahre alt,<br />
hatte 15 Fohlen und war erfolgreich auf der<br />
Rennbahn.<br />
8<br />
GG Midnight Silver <strong>Vol</strong>lblutaraber GG Midnight Silver steht für arabischen Typ<br />
Farbe: Schimmel Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2008<br />
35638 Leun-Biskirchen<br />
Stm.: 158 cm Hessen<br />
Decktaxe: AV 1000.- € Züchter:<br />
Andere Rassen 600.- € Alexandra Gerhard<br />
9<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2014<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: <strong>12</strong>00 €<br />
COF Just Tru <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
COF Just Tru hat das herrliche<br />
Standort d. Hengstes:<br />
49593 Bersenbrück<br />
Züchter: Color of<br />
Fame Arabians<br />
GG Midnight Silver<br />
Sch., *2008<br />
COF Just Tru<br />
Fuchs, *2014<br />
El Sid<br />
Sch., *2003<br />
Mascara<br />
Rappe, *1997<br />
Trussardi<br />
Fuchs, *2009<br />
Justeena CR<br />
Fuchs, *2009<br />
Laheeb<br />
Al Lahab (Elite)<br />
The Vision HG<br />
Swana<br />
Stival<br />
Precious as<br />
Gold<br />
Justify<br />
S Fheelena<br />
Kubinec (Elite)<br />
Belissa<br />
Bey Shah<br />
NV Beau Bey<br />
Bint Miss Fire<br />
Mahalya<br />
Bey Shah<br />
NV Espania<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Greifenstein<br />
Alexandra Gerhard<br />
Silbergasse 17<br />
35638 Leun-Biskirchen<br />
Tel: 06473-3039178<br />
Mobil: 0177-4802336<br />
gerhardarabians@aol.com<br />
www.gestuet-greifenstein.de<br />
Gazal Al Shaqab<br />
Paloma de<br />
Jamaal<br />
El Shaklan (Elite)<br />
Autumn in Gold<br />
Magnum<br />
Psyche<br />
S Justadream<br />
Thee<br />
Desperado<br />
Crimson<br />
Sharem<br />
Besitzer:<br />
Color of Fame Arabians<br />
49593 Bersenbrück<br />
mobile: +49-151-55663300<br />
info@color-of-fame.de<br />
www.color-of-fame.de<br />
und außergewöhnliche Leistung! Mit jedem<br />
Auftritt, ob im Schauring oder unter dem<br />
Sattel, vergrößert sich sein Fanclub.<br />
Jeder der ihn live erlebt, wird von seiner<br />
Ausstrahlung gefesselt und schwärmt von<br />
seinem Charakter. All diese Eigenschaften<br />
gibt er an seine Nachkommen weiter und<br />
machen ihn zu einem Vererber der Spitzenklasse!<br />
Seine Kinder zeichnen sich durch<br />
hervorragenden Typ mit schönen Gesichtern,<br />
Korrektheit des Körpers und der GGA sowie<br />
Leistungsbereitschaft und Vermögen aus!<br />
GG Midnight Silver wurde<br />
• 20<strong>12</strong> gekört für alle Rassen<br />
• 2014 HLP Reservesieger<br />
• 2015 Sieger im M* Springen ANC Aachen<br />
• 2016 Araber des Jahres<br />
• 2016 Silber Champion Senioren Hengste<br />
SCID und CA-frei, mit 50% Rappvererbung,<br />
prämierte Fohlen, EU TG-Samen und<br />
Natursprung.<br />
Gebäude seines Vaters geerbt, und die<br />
aussergewöhnliche Schönheit, Eleganz und<br />
die wunderschönen Augen seiner Mutter.<br />
Mit seiner <strong>2017</strong> geborenen Tochter COF<br />
Antonija hat er sich bereits als exzellenter<br />
Vererber unter Beweis gestellt.<br />
CA, SCID clear/negativ<br />
Wir bieten Rabatt bei Buchung für mehrere<br />
Stuten, besondere Vergünstigung für<br />
erwiesene Zuchtstuten.<br />
Gefriersamen wird in der Zuchtsaison 2018<br />
für USA, Südamerika, Europa und den<br />
Mittleren Osten erhältlich sein.<br />
Behalten Sie ihn im Auge für ihre<br />
Zuchtpläne 2018!<br />
36<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
10<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />
KP Al Nahim<br />
Standort d. Hengstes:<br />
56349 Kaub<br />
Züchter:<br />
Heiner Buschfort<br />
KP Al Nahim<br />
Braun, *2009<br />
Al Lahab (Elite)<br />
Sch., *1999<br />
KP Naima<br />
Sch., *2004<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Laheeb<br />
The Vision<br />
HG<br />
KP Mokeel<br />
Nameeza<br />
Imperial Imdal<br />
AK Latifa<br />
Thee<br />
Desperado<br />
Belle Staar<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
KP Mofida<br />
Idrees<br />
Nana<br />
Besitzer:<br />
Martin Buschfort<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
für weitere Informationen:<br />
Reinhild Moritz<br />
Mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
Reinägyptischer <strong>Vol</strong>lblutaraberhengst der<br />
Nana-Familie (Koheilan Rodan)<br />
• Goldprämiert<br />
Extrem typvoll mit sehr guten Bewegungen<br />
und einwandfreiem Charakter.<br />
9 VZAP-Elitepferde im Pedigree (bis zur 7.<br />
Generation)<br />
Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />
besichtigt werden.<br />
CA und SCID-frei<br />
Für weitere Informationen:<br />
www.kauber-platte.de<br />
HengstParade<br />
11<br />
KP Al Nakib Ibn Tameen<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2013<br />
Stm.: 1,54 m<br />
Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
Züchter:<br />
Heiner Buschfort<br />
KP Al Nakib Ibn Tameen<br />
Schimmel, *2013<br />
Ajmal Tameen<br />
Sch., *2008<br />
KP Naima<br />
Sch., *2004<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ansata<br />
Hejazi<br />
Tabanya<br />
KP Mokeel<br />
Nameeza<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Ansata Sudarra<br />
Hamasa Nabih<br />
Tamria II<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
KP Mofida<br />
Idrees<br />
Nana<br />
Besitzer:<br />
Martin Buschfort<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
Mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
Hengst mit ausdrucksvollem Gesicht,<br />
sehr eleganter Oberlinie, hervorragenden<br />
Bewegungen und solidem Fundament.<br />
Rein ägyptischer Deckhengst der Familie<br />
Koheilan Rhodan, mit 10 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />
im Pedigree.<br />
• eingetragen mit Goldschleife 2016 .<br />
• CA und SCID frei<br />
Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />
besichtigt werden.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.kauber-platte.de<br />
<strong>12</strong><br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2000<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />
KP Maryoom<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
Züchter: H. Buschfort<br />
Kauber Platte<br />
KP Maryoom<br />
Schimmel, *2000<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
Sch., *1979<br />
KP Mofida<br />
Sch., *1985<br />
Kaisoon (Elite)<br />
Hania (Elite)<br />
Idrees<br />
Manaya<br />
37<br />
Nazeer<br />
Bint Kateefa<br />
Tuhotmos<br />
Hodhoda<br />
Adeeb<br />
Bint El Nil<br />
Madkour (Elite)<br />
Maisa (Elite)<br />
Besitzer:<br />
Reinhild Moritz<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
Ausdrucksstarker Hengst mit viel Typ,<br />
elegantem Hals, sehr guter Oberlinie,<br />
hervorragenden Bewegungen und solidem<br />
Fundament.<br />
Rein ägyptischer Hengst der Familie<br />
Dahman Shawan mit 7 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />
im Pedigree.<br />
• goldprämiert<br />
• Hengstleistungsprüfung Distanz<br />
• erfolgreich auf Schauen<br />
• CA und SCID-frei<br />
• TG-Samen erhältlich<br />
Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />
und im Haupt- und Landgestüt Marbach<br />
besichtigt werden.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.kauber-platte.de
HengstParade<br />
13<br />
Foto: Julia Moll<br />
Apollon Gazlan WM<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2013<br />
Stm.: 1,54 m<br />
Decktaxe: 500,- €<br />
14<br />
Ali Nour El Dahab <strong>Vol</strong>lblutaraber Ali Nour El Dahab is a stallion of straight<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Farbe: Schimmel<br />
Al Batra Stud<br />
geb.: 01.07.2001<br />
58708 Menden<br />
Stm.: 1,51 m<br />
Züchter:<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
Josef Kullmann/USA<br />
15<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2004<br />
Stm.: 1,51 m<br />
Decktaxe: 1400 €,<br />
TG 800 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
53562 St.Katharinen<br />
Züchter:<br />
Maike Trendl<br />
BAA Ahabb <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ahabb, ein asiler, rein ägyptisch gezogener<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Hofgut Heymann<br />
Lorch - Espenschied<br />
Züchter: Klaus Oswald<br />
Apollon Gazlan WM<br />
Fuchs, *2013<br />
Ali Nour El Dahab<br />
Schimmel, *2001<br />
BAA Ahabb<br />
Schimmel, *2004<br />
Nahat<br />
R., *1995<br />
Athene WM<br />
Sch., *2008<br />
MA Alishah<br />
Sch., *1985<br />
Ibn Shah<br />
Mabrouk<br />
Sch., *1995<br />
Anisa<br />
Sch., *1994<br />
Shagya-Araber<br />
Chrymont Bint<br />
Gasoudah III<br />
Sch., *1990<br />
Jeremias (Elite)<br />
Nizola<br />
Shogun III<br />
Alitta<br />
Shaikh Al Badi<br />
Ruminaja Ali<br />
Bint Magidaa<br />
AK Shahgat<br />
Maysoun<br />
(Elite)<br />
Chrymont<br />
Gasoudah<br />
El Thay Shah<br />
Mabrouk<br />
Baghdady<br />
Alidaar<br />
Amouna<br />
Silas (Elite)<br />
Judith (Elite)<br />
Zoltan<br />
Nicoletta<br />
Saidal<br />
Kirima<br />
Nicolo<br />
Alia (Elite)<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Homscheid<br />
Maike Trendl<br />
Homscheid 7<br />
53562 St.Katharinen<br />
www.Shagyazucht-Alia.de<br />
Tel. 02645/976731<br />
AK Shahm<br />
Nagat<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Maysouna (Elite)<br />
Messaoud (Elite)<br />
Gawaher<br />
Besitzer:<br />
Al Batra Stud<br />
Petra und Nigel Nutt<br />
Lahr 50<br />
58708 Menden<br />
Tel.: 0049 2373-390680<br />
0049 160 921 40156<br />
albatra.stud@yahoo.co.uk<br />
nutthouse@arcor.de<br />
El Thay Ibn<br />
Halim Shah (Elite)<br />
El Thay Maheera<br />
(Elite)<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Bushra<br />
Shaikh Al Badi<br />
Bint Magidaa<br />
Madkour I (Elite)<br />
Ashraff<br />
Besitzer:<br />
Helmut Dillmann<br />
Eisighofer Weg 7<br />
65321 Heidenrod<br />
Mobil: 0171-7838421<br />
Helmut.Dillmann@t-online.de<br />
www.baa-ahabb.de<br />
Der Fuchshengst Apollon Gazlan WM<br />
wurde am 22.10.<strong>2017</strong> vom VZAP gekört.<br />
Seine Hengstleistungsprüfung hat er bereits<br />
am 23.06.<strong>2017</strong> in Stadl Paura mit der Note<br />
7,31 bestanden.<br />
Er ist vom Hengststamm Gazlan or.ar. 1840<br />
(Importiert 1852).<br />
Apollon ist ein edler, typvoller mit sehr<br />
guten Bewegungen ausgestatteter<br />
Junghengst. Im Umgang ist er<br />
unkompliziert und dem Menschen<br />
zugewandt.<br />
Sein Vater, der Rapphengst Nahat, und<br />
seine Mutter Athene WM werden geritten<br />
und können auf dem Gestüt besichtigt<br />
werden.<br />
Apollon ist CA und SCID frei<br />
Egyptian blood out of world famous bloodlines.<br />
He is a classic arabian desert horse<br />
type with beautiful big eyes, wonderfull<br />
neck, athletic body and with excellent<br />
movement.<br />
He has a very noble and gentle character<br />
and has proven himself not only in the<br />
showring.<br />
Though broken in at the age of 11, he is of<br />
outstanding rideability, enjoying endurance<br />
riding as well as dressage and jumping. His<br />
offspring is of great quality and the same<br />
handsome character.<br />
• Gold Award German Stallion registration<br />
• Silver Champion Desert Cup<br />
• Silver Champion Natianal Breeders Cup<br />
• Class winner Senior Stallions Asil Cup<br />
• 3rd place Senior Stallions Egyptian Event<br />
Europe<br />
SCID free / CA free<br />
Frozen seemen available<br />
Hengst, entstammt der Abayyan-Linie.<br />
Diese geht zurück auf den Zweig der Stute<br />
Magidaa sowie ihrer Halbschwestern Hanan<br />
und Marah.<br />
Bekannte Hengste wie Nabiel, Ruminaja<br />
Ali, Ruminaja Bahjat und Alidaar oder die<br />
Hanan-Söhne Jamilll, Salaa El Dine, Asfour<br />
und Ibn Galal I oder die Stuten Bint Magidaa<br />
oder Ghazala sind aus den Abayyan<br />
hervorgegangen.<br />
Ahabb beeindruckt mit einer starken<br />
Präsenz und dominanter Ausstrahlung<br />
bei gleichzeitiger Sanftmut und<br />
Menschenbezogenheit.<br />
Ahabb wurde 2007 in Aachen mit einer<br />
weißen Schleife ausgezeichnet. Er wird<br />
geritten.<br />
Ahabb ist eingetragen beim VZAP,<br />
frei von SCID, CA und LFS.<br />
38<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
16<br />
EK Kazeem Ibn Shameer<br />
Farbe: Braun Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2004<br />
66583 Spiesen-Elversb.<br />
Stm.: 1,49 m Züchter:<br />
Decktaxe: auf Anfrage Andrea Klein<br />
17<br />
Shameer<br />
Farbe: Braun Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 1991<br />
66583 Spiesen-Elversb.<br />
Stm.: 1,52 m Züchter:<br />
Decktaxe: auf Anfrage Arlette Studer<br />
18<br />
Vlacq Fadl Nadir<br />
Farbe: R‘Schimmel Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2014<br />
66583 Spiesen-Elversb.<br />
Stm.: 1,51 m Züchter:<br />
Decktaxe: auf Anfrage L. Pyke/UK<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
EK Kazeem Ibn Shameer<br />
Braun, *2004<br />
Shameer<br />
Braun, *1991<br />
Vlacq Fadl Nadir<br />
R‘Schimmel, *2014<br />
Shameer<br />
Br., *1991<br />
Sindibad<br />
Sch., *1985<br />
Maishiwa<br />
R., *1985<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Princeton<br />
Mariner<br />
F., *1986<br />
Dunkeld Mairi<br />
Sch., *2000<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kaeema Bint<br />
Kadir<br />
D‘F., *1991<br />
Sindibad<br />
Maishiwa<br />
Hamasa<br />
Kadir<br />
Inja<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Sabah<br />
Mohafez (Elite)<br />
Hamasa<br />
Thureija<br />
Serr Mariner<br />
Black Satin<br />
FA Asar<br />
El Dahma<br />
Halima<br />
39<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Sabah<br />
Mohafez (Elite)<br />
Hamasa<br />
Thureija<br />
Farag (Elite)<br />
Hamasa Kahila<br />
Tufail<br />
Hamasa Zaalee<br />
Besitzer:<br />
Andrea Klein<br />
Gestüt El Kadir<br />
Auf`m Hahnacker 1<br />
66583 Spiesen-Elversberg<br />
Tel. 06821/ 79822<br />
email: info@el-kadir.de<br />
www.el-kadir.de<br />
Ansata Ibn<br />
Halima<br />
Ansata Rosetta<br />
Ibn Galal<br />
(Magdi) (Elite)<br />
Mahiba (Elite)<br />
Ibn Moniet El<br />
Nefous<br />
Ahroufa<br />
Tufail<br />
Hamasa Kahila<br />
Besitzer:<br />
Andrea Klein<br />
Gestüt El Kadir<br />
Auf`m Hahnacker 1<br />
66583 Spiesen-Elversberg<br />
Tel. 06821/ 79822<br />
email: info@el-kadir.de<br />
www.el-kadir.de<br />
Ibn Fa-Serr<br />
Mareena<br />
Black Sambo<br />
Diroufa<br />
Ibn Fa-Serr<br />
Serasabba<br />
Raadin Inshalla<br />
Zahara Sabiya<br />
Besitzer:<br />
Andrea Klein<br />
Gestüt El Kadir<br />
Auf`m Hahnacker 1<br />
66583 Spiesen-Elversberg<br />
Tel. 06821/ 79822<br />
email: info@el-kadir.de<br />
www.el-kadir.de<br />
EK Kazeem Ibn Shameer asil, (Babson/<br />
Turfa/Davenport, Egypt) Al-Khamsa, Blue list.<br />
Kazeem - unser Charmeur und Enkel<br />
unseres unvergessenen Hamasa Kadir. Der<br />
besondere Charakter unserer Stammstute<br />
Inja, die Rittigkeit Shameers und der Charme<br />
und die Ausstrahlung von Hamasa Kadir<br />
spiegeln sich in Kazeem wieder.<br />
Kazeem läuft auch nach seinem Deckeinsatz<br />
problemlos mit Wallachen und jungen<br />
Hengsten auf der Weide.<br />
Kazeem ist bis L-Dressur ausgebildet und<br />
hat sich bei einem Start in einer A-Dressur<br />
auf Anhieb auf Platz 3 platziert.<br />
Leistunggeprüfte Stuten erhalten 20% Rabatt.<br />
Tyvolle, korrekte und rittige Nachzucht vorhanden.<br />
Eingetragen beim ZSAA mit Gold.<br />
Shameer asil (Babson/Turfa/Davenport,<br />
Egypt) Al-Khamsa, Blue list.<br />
Hohe Rittigkeitswerte, konstante<br />
Leistungsbereitschaft und ein<br />
unerschütterliches Nervenkostüm<br />
haben Shameer über Jahre hinweg zu<br />
zahlreichen Siegen und Platzierungen in den<br />
Dressurklassen A bis L verholfen.<br />
Seine außergewöhnliche<br />
Leistungsbereitschaft bestätigte er<br />
außerdem beeindruckend mit Höchstnoten<br />
in der Rittigkeitsüberprüfung vom VZAP (8,0).<br />
Leistunggeprüfte Stuten erhalten 20% Rabatt.<br />
Tyvolle, korrekte und rittige Nachzucht<br />
vorhanden!<br />
Eingetragen beim VZAP mit Weiß<br />
Vlacq Fadl Nadir asil, Al-Khamsa, Blue list,<br />
Straight Egyptian, Sheikh Obeyd.<br />
Typvoller Enkel des einmaligen Serr<br />
Mariner, ein brauner Hengst, der wie kein<br />
anderer <strong>Vol</strong>lblutaraber erfolgreich im<br />
Dressursport bis auf Grand Prix Niveau<br />
gegen Warmblüter startete. Neben drei US<br />
National Championships im Dressursport<br />
bei den Arabern brachte er es zur USDF<br />
Gold Medal für Erfolge in der Dressur auf<br />
Grand Prix Niveau gegen Warmblüter und<br />
war 6 mal USDF ‚Horse oft The Year‘.<br />
Eingetragen beim VZAP.<br />
Sein erster Fohlenjahrgang wird für 2018<br />
erwartet.<br />
Die ‚ägyptische Alternative‘ in<br />
Deutschland!<br />
HengstParade
HengstParade<br />
19<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2000<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 800 €<br />
Meanagii<br />
Standort d. Hengstes:<br />
66399 Mandelbachtal<br />
Züchter:<br />
Heike Breddermann<br />
Meanagii<br />
Schimmel, *2000<br />
Ebony Raisuli<br />
R., *1996<br />
Maridani<br />
Sch., *1996<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Rodan El<br />
Pharo<br />
Meeskah<br />
Maisa<br />
Messaoud<br />
(Elite)<br />
Nahabi El Pharo<br />
AK Taldinaa<br />
Anaza Bay<br />
Shahh<br />
Maleekha<br />
Madkour (Elite)<br />
Maymoonah<br />
(Elite)<br />
UP Waheeda Melek<br />
Bint Wedad<br />
Besitzer:<br />
Katrin Koch<br />
Rosenhof<br />
66399 Mandelbachtal<br />
mobile: 01754359478<br />
shynaharabians@hotmail.de<br />
www.shynaharabians.de<br />
Meanagii ist rein ägyptisch.<br />
Er besticht durch seinen grundehrlichen,<br />
liebenswerten Charakter, den er auch<br />
vererbt.<br />
Er ist ein erstklassiger Freizeitpartner in der<br />
Légèrété und im Gelände.<br />
Schauerfolge national<br />
• 20<strong>12</strong> Kaub - Seniorhengste Bronze<br />
• 2013 Frankfurt - Seniorhengste Bronze<br />
• 2014 Frankfurt - Seniorhengste Silber<br />
SCID, CA frei<br />
LFS ist in Auftrag<br />
Eingetragen beim VZAP<br />
Deckt nur im Natursprung;<br />
Deckbedingungen auf Anfrage<br />
20<br />
Icare d‘Olympe AA Anglo-Araber<br />
ICARE D‘OLYMPE zeichnen Adel, Energie,<br />
Bewegung und bestes Interieur aus. Hohe<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1996<br />
Stm.: 1,66 m<br />
Decktaxe: FS 600 €<br />
TG 350 €<br />
21<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2011<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
EU Besamungsstation<br />
Offenhausen<br />
Züchter:<br />
HuL Gestüt Marbach<br />
Mamlakee <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
MAMLAKEE ist ein Bewegungstalent par<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Servicestation Marbach<br />
72532 Marbach<br />
Züchter:<br />
HuL Gestüt Marbach<br />
Icare d‘Olympe AA<br />
Fuchs, *1996<br />
Besitzer:<br />
Mamlakee<br />
Schimmel, *2011<br />
Besitzer:<br />
Feticheur AA<br />
Fuchs, *1971<br />
Unastella AA<br />
Fuchs, *1986<br />
DF Malik<br />
Jamil<br />
Sch., *2001<br />
Maaza<br />
Braun, *2000<br />
Unicol‘or AA Matador x<br />
Cassave x<br />
Mitharde AA Nithard x<br />
Mirella x<br />
Impulsif AA<br />
Novastella<br />
AA<br />
NK Hafid<br />
Jamil<br />
Amouva<br />
Serenity<br />
Habib<br />
Maslama<br />
Florestan II x<br />
Universelle x<br />
Fou de la<br />
Pierre x<br />
Estelle x<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen-Marbach<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Ibn Nejdy<br />
Helala<br />
Maysoun (Elite)<br />
Afara Bint Malik<br />
Khofo<br />
SF Bint<br />
Mamlouka<br />
Moneef<br />
Messaouda<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen-Marbach<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Zuchtwerte in Frankreich weisen ihn als<br />
Top-Vererber für die Vielseitigkeit und als<br />
überdurchschnittlich für Dressur und Springen<br />
aus.<br />
ICARE hat einen in Frankreich und Belgien<br />
gekörten Sohn Seaborg de Suzan AA, der<br />
in Spanien Champion der jungen Vielseitigkeitspferde<br />
war. Mehrere Nachkommen<br />
waren Finalisten im französischen Geländepferdechampionat.<br />
Er vererbt Typ und<br />
Adel, große Partien und beste Winkelung in<br />
Schulter und Kruppe, korrektes Fundament<br />
und genügend Größe sowie seine hervorragende<br />
Bergauf-Galoppade.<br />
ICARE D’OLYMPE AA war Fünfter bei der<br />
WM sechsjähriger Vielseitigkeitspferde und<br />
sammelte Erfolge in Springprüfungen und<br />
internationalen Vielseitigkeitsprüfungen.<br />
Danach war er als Dressurpferd siegreich in<br />
Prix St. Georges.<br />
excellence. Der rein ägyptisch aus der<br />
Stutenfamilie der Moheba I ox gezogene<br />
Braunschimmel mit seinen markanten Punkten<br />
war mehrfach siegreich und hoch platziert<br />
auf intern. Schauen, dabei immer mit<br />
höchsten Noten für seine herausragenden<br />
Trabbewegungen. Nun zeigt er sich auch als<br />
Musterschüler in der reiterlichen Ausbildung,<br />
er ist rittig und stets leistungsbereit. Bei den<br />
Europameisterschaften der Sportaraber in<br />
Wien <strong>2017</strong> gewann er die Dressur „FEI Children<br />
Team“ (ECAHO Level A) und gewann das<br />
Classic Pleasure (ECAHO Level A). Insgesamt<br />
brachte er fünf Siege und Platzierungen<br />
heim. Zudem zeichnen ihn sein freundliches<br />
Wesen und sein harmonischer Körperbau<br />
aus. Seinen Fohlen hat er hohen Adel, gutes<br />
Interieur und großen Gang mitgegeben.<br />
Mutter Maaza ox brachte auch den bewährten<br />
Marbacher Hengst MUSAB sowie MAM-<br />
LAKEES jüngeren <strong>Vol</strong>lbruder MALAKIL, der<br />
auf seine Zuchtkarriere vorbereitet wird.<br />
40<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
22<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
23<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 1999<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
24<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,57 m<br />
Decktaxe: 1500 €<br />
Om El Shazeem<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Naoufil <strong>Vol</strong>lblutaraber NAOUFIL entpuppt sich als wahres<br />
Springtalent. Er verkörpert die Hengstlinie<br />
des HADBAHN ENZAHI in vorbild-<br />
Hadban Enzahi<br />
(Elite)<br />
Madkour I<br />
(Elite)<br />
Moheba II<br />
licher Weise und lässt in punkto Leistungsbereitschaft,<br />
Ausdauer und klas-<br />
(Elite)<br />
Ibrahim (Elite)<br />
Mahameh<br />
sischer Schönheit keine Wünsche offen.<br />
(Elite)<br />
Mona III Seine Leistungsprüfung legte er <strong>2017</strong><br />
(Elite)<br />
mit guten Noten ab. Er nahm an den<br />
Salaa El Dine<br />
(Elite) Europameisterschaften der Sportaraber<br />
NK Bolbol<br />
Sanana in Wiener Neustadt <strong>2017</strong> teil und kam<br />
mit Siegen und Platzierungen in Springprüfungen<br />
nach Hause. Außerdem<br />
Motassem<br />
Nari<br />
Noha (Elite) belegte er mit seiner Reiterin Ann-<br />
Kathrin Rupp im Ladies Side Saddle und<br />
Besitzer: Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Hunter Pleasure den zweiten Platz.<br />
Gestütshof 1<br />
Vater MAHAD<strong>IN</strong> stammt aus aus Marbacher<br />
Linien (Familie der Moheba I)<br />
72532 Gomadingen-Marbach<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
und war u.a. Top Five Stallion Paris 2003.<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Seine Mutter ist die herrliche Marbacher<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Servicestation Marbach<br />
Rappstute Namije ox aus der Familie der<br />
72532 Marbach<br />
Nadja ox, die leistungsgeprüft (Gesamtnote<br />
7,32) und mehrfach auf Schauen<br />
Züchter:<br />
HuL Gestüt Marbach<br />
erfolgreich ist.<br />
Said <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Said - Weil-Marbacher Linie<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Servicestation<br />
72532 Marbach<br />
Züchter:<br />
HuL Gestüt Marbach<br />
Standort d. Hengstes:<br />
73345 Hohenstadt<br />
Züchter: Om El Arab<br />
Intern., USA<br />
Naoufil<br />
Schimmel, *2010<br />
Said<br />
Schimmel, *1999<br />
Besitzer:<br />
Om El Shazeem<br />
Schimmel, *2010<br />
Mahadin<br />
Sch., *1997<br />
Namije<br />
Rappe, *2005<br />
Pamir I (Elite)<br />
Sch., *1990<br />
Sadana<br />
Sch., *1983<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Om El Al<br />
Azeem<br />
Sch., *2006<br />
Om El Shaina<br />
Sch., *1989<br />
Penthagonn<br />
(Elite)<br />
Shams El<br />
Inaza<br />
Saher (Elite)<br />
Sandara<br />
Laheeb<br />
Al Lahab (Elite)<br />
The Vision HG<br />
Om El<br />
Beneera<br />
Carmargue<br />
Estopa (Elite)<br />
41<br />
Pasat (Elite)<br />
Panela<br />
Ibrahim (Elite)<br />
Shams El<br />
Nazeema<br />
Ghazal (Elite)<br />
Sahmet (Elite)<br />
Gharib (Elite)<br />
Sahmet (Elite)<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen-Marbach<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Sharem El<br />
Sheikh<br />
Estopa (Elite)<br />
White<br />
Lightening<br />
Velvet Shadow<br />
Tabal<br />
Uyaima<br />
Besitzer:<br />
Sabine Weissinger<br />
Sommerhof<br />
73345 Hohenstadt<br />
mob.: 0179- 51 77 961<br />
sabine_weissinger@web.de<br />
www.sommerhof-arabians.com<br />
Zuchtzulassung:<br />
Baden-Württemberg (Dt. Reitpony),<br />
Trakehner, Hannoveraner<br />
VZAP<br />
Standort:<br />
Servicestation Marbach<br />
deckt im Natursprung<br />
Schauerfolge:<br />
2013 - Bronze-Senior-Champion<br />
C int. Schau Marbach<br />
20<strong>12</strong> - Silber-Senior-Champion<br />
C int. Schau Marbach<br />
2011 - Senioren-Champion<br />
C nat. Schau Marbach<br />
Hengstleistungsprüfung:<br />
2003 - 70-Tage-Test<br />
(D 95 / S 117 / G 106; 14. /29)<br />
Sporterfolge:<br />
Siege und Platzierungen A-Dressur<br />
Charismatischer, grundehrlicher, korrekter<br />
Hengst mit Traumcharakter !<br />
Om El Shazeem wird regelmässig im<br />
Gelände und in der Halle geritten, wobei<br />
er uns an jedem Tag des Jahres mit seiner<br />
in sich ruhenden, freundlichen und<br />
anhänglichen Art erfreut.<br />
All dies gibt er auch verlässlich an seine<br />
Nachzucht weiter.<br />
Om El Shazeem deckt im Natursprung.<br />
Es werden nur negativ getupferte Stuten<br />
angenommen. Alle Stuten müssen<br />
vollständig geimpft sein gegen Herpes,<br />
Influenza und Tetanus. Sie dürfen hinten<br />
nicht beschlagen sein.<br />
SCID und CA frei!<br />
Weiter Info‘s und Bilder auf Anfrage.<br />
HengstParade
HengstParade<br />
25<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 1997<br />
Stm.: 1,61 m<br />
Decktaxe: 400 €<br />
Samorrai<br />
Standort d. Hengstes:<br />
73553 Alfdorf<br />
Züchter:<br />
Werner Pollack<br />
Samorrai<br />
Schimmel, *1997<br />
Janus<br />
Sch., *1988<br />
Sharina<br />
Sch., *1990<br />
Shagya-Araber<br />
Pamino (Elite)<br />
Janett<br />
Shagya<br />
XXXIX-11<br />
(Elite)<br />
Sherifa<br />
Bajar (Elite)<br />
Pamina (Elite)<br />
Amor (Elite)<br />
Janoska<br />
Shagya XXXIX-1<br />
(XLVI)<br />
Drau<br />
Makencar ox<br />
Shirde<br />
Besitzer:<br />
Werner Pollak<br />
Leinecksmühle 1<br />
73553 Alfdorf<br />
Tel. 07172 3917<br />
alexander-pollak@t-online.de<br />
Samorrai vererbt seine<br />
Leistungsbereitschaft, seinen sehr<br />
guten Charakter und seine gewaltige<br />
Springmanier. Unter seinen Nachkommen<br />
befinden sich erfolgreiche Distanz - und<br />
Springpferde. Trotz seiner Schimmelfarbe<br />
sind unter Samorrais Kindern häufig<br />
Rappen und Braune zu finden.<br />
26<br />
Farbe: Dunkelbraun<br />
geb.: 2008<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 700 €<br />
Athos KM Shagya-Araber<br />
Athos KM ist ein kompakter, sehr typvoller<br />
Standort d. Hengstes:<br />
74834 Elztal<br />
Züchter:<br />
Katrin Märkle<br />
Athos KM<br />
Braun, *2008<br />
Pegasus III<br />
Rappe, *1993<br />
Aira<br />
Braun, *1992<br />
Rückenwind<br />
Shagya Araber<br />
Paris (Elite)<br />
Manfara<br />
Bartok (Elite)<br />
Alia (Elite)<br />
Bartok (Elite)<br />
Pamina (Elite)<br />
Ibn Galal-17<br />
Maisha<br />
Gazal VII<br />
Babolna (Elite)<br />
Ibn Galal-6<br />
Almarah<br />
Besitzer:<br />
Katrin Märkle<br />
Odenwaldstraße 4<br />
74834 Elztal<br />
Telefon: (06267) 92 83 16<br />
Mobil: (0178) 4 33 70 05<br />
Email: katrin.maerkle@<br />
thr-rueckenwind.de<br />
www.thr-rueckenwind.de<br />
Vertreter seine Rasse. Er hat ein korrektes<br />
Fundament und elastische, schwungvolle<br />
Bewegungen. Im Freispringen zeigt er sich<br />
mit sehr schöner Manier und Bascule bei<br />
großem Vermögen.<br />
Athos ist geritten, gefahren, läuft im<br />
<strong>Vol</strong>tigieren und im Therapeutischen Reiten<br />
brav mit. Seit 2013 läuft er regelmässig KDR,<br />
MDR und er hat auch schon seinen ersten<br />
LDR erfolgreich in der Wertung absolviert.<br />
Athos ist ein absoluter Allrounder. Seine<br />
Nachzucht überzeugt durch viel Typ,<br />
korrektes, kräftiges Fundament und sehr<br />
gute Grundgangarten, neben einem<br />
ausgesprochen freundlichen Wesen.<br />
• Hengstleistungsprüfung Stadl Paura 20<strong>12</strong><br />
mit der WN 7,85<br />
• VZAP Körung Luhmühlen 20<strong>12</strong><br />
• ZFDP Anerkennung als Veredler 20<strong>12</strong><br />
• Einzeldeckgenehmigungen bei den<br />
Landeszuchtverbänden möglich.<br />
27<br />
PA Shai Najim<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
Standort d. Hengstes:<br />
D-78052 VS-Zollhaus<br />
Züchter:<br />
Polar Arabians<br />
PA Shai Najim<br />
Rappe, *2009<br />
Shaimoniet<br />
Rappe, *2005<br />
PA Shah Nigra<br />
Rappe, *1998<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
SW Hallany<br />
Shai<br />
Alita Moniet<br />
Shahin Ibn<br />
Naskhi<br />
Nyala II<br />
Simeon Shai<br />
SW FA Anna<br />
Ali Azimm<br />
Monieta Sharie<br />
Naskhi<br />
Sulamith<br />
El Sharib<br />
Nasbala<br />
Besitzer:<br />
Manuela und Hans-Dieter<br />
Schwarz<br />
Grenzlandhof<br />
Grenzweg 13/1<br />
78052 VS-Zollhaus<br />
mobile: 0160 9890 8334<br />
manusv@gmx.de<br />
PA Shai Najim ist ein homozygoter VA-<br />
Rapphengst mit Traum-Ausstrahlung und<br />
allerbestem Charakter!<br />
Er wurde vom ZSAA mit SILBER eingetragen<br />
und ist auch für Partbred, Paints, Quarter<br />
und Quarabs zugelassen!<br />
Er ist SCID und CA frei.<br />
Nur Natursprung, frei oder an der Hand.<br />
Fast alle Fohlen von Najim wurden vom<br />
ZSAA prämiert!<br />
Mehr Info‘s und Foto‘s auf:<br />
www.facebook.com/PAShaiNajim<br />
42<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
28<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2004<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 1000 € AV,<br />
600 € andere Rassen<br />
29<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 1995<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Mefisto <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Gorky II<br />
Standort d. Hengstes:<br />
885<strong>12</strong> Mengen (Ba-Wü)<br />
Züchter:<br />
J.F. Marsot<br />
Standort d. Hengstes:<br />
79224 Umkirch<br />
Züchter:<br />
Gestüt Tersk / RU<br />
Mefisto<br />
Braun, *2004<br />
Gorky II<br />
Braun, *1995<br />
Marwan I<br />
Fuchs, *1994<br />
Isy<br />
Braun, *1990<br />
Gusar<br />
Braun, *1984<br />
Partnersha<br />
Fuchs, *1990<br />
Manganate<br />
Marifa<br />
Dajamo<br />
Daisy<br />
Saint Laurent<br />
Mandragore<br />
Cheri Bibi<br />
Mandore<br />
Azor<br />
Bajamar<br />
El Shaklan (Elite)<br />
Daria<br />
Besitzer:<br />
Astrid Seeger<br />
Auf dem Wachtfelsen 4,<br />
78567 Fridingen<br />
Tel: 07463-9951478<br />
01577-5300140<br />
astridseeger@online.de<br />
www.mefisto-ox.de<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Menes<br />
Simpatika<br />
Naftalin<br />
Pernataya<br />
Nabeg<br />
Metropolia<br />
Pomeranets<br />
Sapina<br />
Topol<br />
Nepriadwa<br />
Nabeg<br />
Persida<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Forellenhof<br />
Inge u. Walter Fath<br />
Forellenhofweg 1<br />
79224 Umkirch<br />
Tel. 07665-6505<br />
Forellenhof_Fath@t-online.de<br />
Mefisto vereint extreme Leistung wie auch<br />
Schönheit und Adel.<br />
• 2013 eingetragen beim ZSAA mit goldener<br />
Schleife<br />
• 2014 gekört für alle Rassen mit Verbandsprämie<br />
• 2016 Goldchampion Seniorhengste +<br />
Reitpferdechampion Amateurshow Stadl<br />
Paura<br />
• Hengstleistungsprüfung über Rennen mit<br />
85 kg GAG!<br />
• 2. Hengstleistungsprüfung über 2000 km<br />
Distanz läuft momentan<br />
Mefisto überzeut mit überdurchschnittlichen<br />
GGA und super Reitpferdeexterieur.<br />
Aktuell Distanzritte bis CEI** <strong>12</strong>0 km gelaufen.<br />
Absolut brav im Umgang, mit super<br />
Charakter und immer leistungsbereit! Sehr<br />
überzeugende Nachzucht vorhanden.<br />
SCID und CA frei!<br />
Per FS verfügbar; leistungsgeprüfte und<br />
Prämienstuten erhalten 20% Rabatt!<br />
From Russia - with Love<br />
Gorky II gezüchtet in Tersk<br />
Gorky II ist gekört und hat seine<br />
Leistungsprüfung auf der Rennbahn<br />
gemacht; er lief 17 Rennen in 3 Jahren.<br />
Danach ging er Distanzen bis <strong>12</strong>0 km CEI 1*.<br />
Gorky II ist seit vielen Jahren <strong>Vol</strong>tigierpferd<br />
für Anfänger aber auch Fortgeschrittene.<br />
Prämierte Nachzucht in Deutschland und<br />
Frankreich mit Erfolgen im Distanzsport bis<br />
zur Königsklasse.<br />
Gorky II stammt aus einer der besten<br />
russischen Leistungslinien und gehört zu<br />
den wenigen noch lebenden Aswan-freien<br />
russischen Hengsten.<br />
Natürlich ist er SCID und CA frei<br />
HengstParade<br />
30<br />
Karim Al Mansur <strong>Vol</strong>lblutaraber Karim Al Mansur ist der einer der wenigen<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 1996<br />
Stm.: 1,52 m<br />
Decktaxe: 1001 €<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
D-84435 Lengdorf<br />
Züchter:<br />
Al Mansur Arabians<br />
Karim Al Mansur<br />
Rappe, *1996<br />
Wisznu Ibn<br />
Sawih<br />
S‘br., *1975<br />
Kalisha III<br />
Br., *1985<br />
Sawih Ibn<br />
Wisznu (Elite)<br />
Wahana<br />
Eunizar<br />
Kontess<br />
43<br />
Wisznu (Elite)<br />
Sabine<br />
Nazir (Elite)<br />
Warifah<br />
El Azrak<br />
Eunice<br />
Emin (Elite)<br />
Katjuscha<br />
Besitzer:<br />
EM Arabians<br />
Elke Wilfart<br />
Hofmarkstr. 17<br />
D-84435 Lengdorf / Kopfburg<br />
Tel.: 0151 52072474<br />
elkewilfart@gmail.com<br />
Vertreter der Ofir (1933) - Witez II - Wisznu-<br />
Linie, mit zusätzlich Rappblut auf der Mutterseite.<br />
Schon immer waren diese <strong>Pferde</strong> in<br />
den verschiedensten Disziplinen erfolgreich<br />
z.B. Witezarif, der mehrmals den Tevis Cup in<br />
Amerika gewann. Karim‘s Vater Wisznu Ibn<br />
Sawih und sein Onkel Mansul, sind beide<br />
leistungsgeprüft und gehörten zu den ersten<br />
Schau-Champions mit ebenso erfolgreicher<br />
Nachzucht.<br />
Karim erfreut uns täglich mit seinem unvergleichlichen,<br />
liebevollen und sehr vornehmen<br />
Charakter. Er zeigt den alten arabischen<br />
Adel im Erscheinungsbild und Habitus.<br />
Er hat ein extrem feines und trockenes Gesicht,<br />
ein starkes, korrektes Fundament, eine<br />
traumhafte Galoppade und eine äußerst<br />
harmonische Gesamterscheinung.<br />
Wir freuen uns 2018 auf seine ersten Fohlen<br />
und damit ein Weiterbestehen dieser wertvollen<br />
Blutlinie - Karim führt ca. 10-11 % altes<br />
Weiler Blut.
HengstParade<br />
31<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1996<br />
Stm.: 1,59 m<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
Kuwait <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kuwait vereint die deutsche Linie German<br />
Standort d. Hengstes:<br />
82064 Jettenhausen<br />
Züchter:<br />
Fam. Schick<br />
Kuwait<br />
Fuchs, *1996<br />
Kubinec<br />
Fuchs, *1987<br />
Jasminah<br />
Fuchs, *1991<br />
Balaton<br />
Kosmetika<br />
Mansuhri<br />
Jarissah<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Muscat<br />
Karta<br />
Mansul<br />
Hadzimah<br />
Mansul<br />
Jaszirah<br />
Besitzer:<br />
Barbara Braun<br />
Jettenhausen <strong>12</strong><br />
82064 Jettenhausen<br />
Tel.: 0170 2424979<br />
babsi.braun@gmx.net<br />
www.braun-training.de<br />
Cross mit russischem Blut.<br />
Der Erfolg zeigt sich anhand mehrfacher<br />
Schauerfolge:<br />
• Champion Gieboldehausen<br />
• Champion Hungen<br />
• Klassensieger Res. Aachen<br />
• Klassensieger Res. Verona<br />
• Zweiter Saarlouis<br />
• German Cup Sieger<br />
• 2014 Gold Champion<br />
nat. Breeders Cup Kauber Platte<br />
Der außergewöhnliche Charakter und die<br />
traumhaft starken Bewegungen zeichnen<br />
ihn aus. Er vererbt dies auch weiter.<br />
Kuwait ist SCID & CA frei,<br />
er deckt im Natursprung<br />
32<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 1994<br />
Stm.: 1,59 m<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
33<br />
Foto: Julia Moll<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2000<br />
Stm.: 1,48 cm<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Narym <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Narym ist rein russisch, einer der wenigen<br />
Standort d. Hengstes:<br />
82064 Jettenhausen<br />
Züchter:<br />
Desire Basile<br />
Mahrous <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Mahrous is returning home to Germany for<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Janine Friedberger,<br />
85084 Reichertshofen<br />
Züchter: G. Schweiher<br />
Narym<br />
Braun, *1994<br />
Mahrous<br />
Schimmel, *2000<br />
Balaton<br />
Fuchs, *1982<br />
Nemara<br />
Braun, *1987<br />
Ibn Nejdy<br />
Sch., *1992<br />
Shanah Halim<br />
Braun, *1996<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Neman (Elite)<br />
Lenta<br />
Nejdy<br />
Ghazala (Elite)<br />
Dalia Halim<br />
UP Shari<br />
Nabeg<br />
Metropolia<br />
Aswan<br />
Pustinia<br />
Nabeg<br />
Nega<br />
Nep<br />
Laguna<br />
Besitzer:<br />
Barbara Braun<br />
Jettenhausen <strong>12</strong><br />
82064 Jettenhausen<br />
Tel.: 0170 2424979<br />
babsi.braun@gmx.net<br />
www.braun-training.de<br />
Salaa El Dine<br />
(Elite)<br />
Lotfeia<br />
Ghazal (Elite)<br />
Hanan (Elite)<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
AK Bint Dalia II<br />
Ibn El Moniet<br />
Shariha<br />
Besitzer:<br />
BAHA Arabians<br />
Claudia-Katalin Schindler<br />
Hinterer Hengstweg 6a<br />
A-2734 Puchberg<br />
tel. (Janine Friedberger):<br />
0049 172 4419<strong>12</strong>2<br />
bahaarabians@gmail.com<br />
letzten Nachkommen des bekannten<br />
Balaton.<br />
Er ist mehrfacher Multichampion und<br />
wurde 2016 im hohen Alter noch Reserve-<br />
Champion in Aachen.<br />
Vom VZAP bekam er den Titel „Elitehengst“<br />
verliehen.<br />
Er vererbt seinen herausragenden<br />
Typ ebenso wie seine wunderbaren<br />
Reiteigenschaften. Seine Nachkommen sind<br />
weltweit auf Schauen erfolgreich.<br />
Narym ist SCID & CA frei,<br />
er deckt im Natursprung<br />
2018 - Mahrous steht für die kommende<br />
Decksaison 2018 in Deutschland auf dem Gestüt<br />
„BARIQ AL SHAMS“ von Janine Friedberger,<br />
auch einer begrenzten Anzahl Fremdstuten<br />
zur Verfügung. Das Gestüt befindet sich<br />
ca 90 km nördlich von München, in 85084<br />
Reichertshofen, und ist als Zuchtstätte edler,<br />
rein ägyptischer <strong>Pferde</strong> wohl bekannt.<br />
Mahrous wurde nach alten Nagel-Linien<br />
gezogen und ist der Halbbruder der besser<br />
bekannten Hengste „NK Hafid Jamil“ und<br />
„Hur Guasimo“. Sie vertreten als extrem typvolle,<br />
klassisch rein ägyptische Hengste die<br />
Stutenfamilie Dahman Shahwan, die weltweit<br />
sehr beliebt und gefragt ist.<br />
Mahrous zeichnet sich vor allem durch sein<br />
extrem schönes Gesicht mit großen Augen<br />
und kleinen Ohren, seinem schwarzen Pigment<br />
und dem korrekten Körperbau aus. Er<br />
hat schöne schwungvolle Bewegungen mit<br />
viel Schub aus der Hinterhand und ist ein<br />
herrliches Freizeit-Reitpferd auf das man sich<br />
immer zu 100% verlassen kann.<br />
44<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
34<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 1500,- €<br />
35<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2008<br />
Stm.: 1,52 m<br />
Decktaxe: 1500,- €<br />
36<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Al Marid <strong>Vol</strong>lblutaraber AL MARID CA & SCID frei<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Sax Arabians<br />
84169 Altfraunhofen<br />
Züchter:<br />
Holubec Arabians<br />
Marshan <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Sax Arabians<br />
84169 Altfraunhofen<br />
Züchter:<br />
Reinhard Sax<br />
BK Latif <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Farbe: Schimmel<br />
Eos Arabians<br />
geb.: 13.03.2010<br />
86685 Huisheim<br />
Stm.: 156 cm<br />
Züchter:<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
Leonhard Becker<br />
Al Marid<br />
Schimmel, *2010<br />
Besitzer:<br />
Marshan<br />
Braun, *2008<br />
Besitzer:<br />
BK Latif<br />
Schimmel, *2010<br />
Al Milan<br />
Sch., 2004<br />
Bafra B<br />
Amurath Sahib V-5<br />
Fuchs, *2002<br />
Meshan Ibn<br />
Kubinec<br />
Fuchs, *2003<br />
Marni<br />
Rappe, *2004<br />
Nader Al Jamal<br />
Sch., *2004<br />
Latifah AA<br />
Sch., *2001<br />
Laheeb<br />
Al Lahab (Elite)<br />
The Vision HG<br />
Milena<br />
El Nabila B<br />
245 Ibn<br />
Galal I<br />
Kubinec (Elite)<br />
Menascha<br />
(Elite)<br />
Windsprees<br />
Mirage<br />
Marakovka<br />
Ansata<br />
Sinan<br />
Savannah CC<br />
Al Maraam<br />
Imperial<br />
Kalatifah<br />
45<br />
Ibn Narav<br />
Miriam II<br />
Kubinec (Elite)<br />
Balaton<br />
Kosmetika<br />
Menes<br />
Nascha (Elite)<br />
Thee<br />
Desperado<br />
GL Lady Mirage<br />
Marsin<br />
Marei<br />
Reinhard Sax<br />
Peissing 2<br />
84169 Altfraunhofen<br />
sax@sax-arabians.de<br />
www.sax-arabians.de<br />
Elf Layla Walayla<br />
Ibn Galal I<br />
210 Farag II<br />
Reinhard Sax<br />
Peissing 2<br />
84169 Altfraunhofen<br />
sax@sax-arabians.de<br />
www.sax-arabians.de<br />
Prince Fa<br />
Moniet<br />
Ansata Nefara<br />
Thee<br />
Desperado<br />
Miss Maggie<br />
Mae<br />
Imperial Imdal<br />
The Vision HG<br />
Imperial Al<br />
Kamar<br />
AK Latifa<br />
Besitzer:<br />
Leonhard Becker<br />
Gut-Dämme-Strasse 25<br />
52070 Aachen<br />
Kontakt: Eos Arabians<br />
Tel.: 0049 171 6444 378<br />
Email: khk@eos-arabians.com<br />
www.eos-arabians.com<br />
Ein sehr erfolgreicher Hengst, der seine<br />
Karriere nun beeindruckend in der Zucht<br />
fortsetzt. AL MARID begeistert durch<br />
extremen Typ, einen sehr eleganten<br />
Körperbau, seinen exzellenten Bewegungen<br />
sowie solidem Fundament!<br />
• GOLD German Nationals Aachen 2016<br />
• GOLD Verbandshengstschau Kreuth/D<br />
• GOLD Champion & BEST <strong>IN</strong> SHOW Intern.<br />
B-Schau Marbach/D<br />
• GOLD Intern. B-Schau Wels / AT<br />
• GOLD Intern. B-Schau Frankfurt/D<br />
• Silber Champion European Cup Prag/CZ<br />
Video von AL MARID und weitere<br />
Informationen über seine Nachkommen für<br />
Sie auf einen Blick:<br />
www.sax-arabians.com<br />
MARSHAN<br />
CA & SCID frei<br />
Dieser typvolle Ausnahmehengst<br />
überzeugt durch seine aussergewöhnlich<br />
raumgreifenden und kraftvollen<br />
Bewegungen, sowie seinem<br />
ausgezeichneten Charakter und Korrektheit.<br />
• GOLD Champion Nationales Championat<br />
• GOLD European Breeders Cup Deauville/F<br />
• GOLD-Schleife Verbandshengstschau<br />
• GOLD Intern. B-Schau Travagliato/Italien<br />
• Champion Res. Intern. A-Schau Wels/AT<br />
MARSHAN vererbt Typ, seinen<br />
ausgeglichenen und wunderbaren<br />
Charakter sowie sein hervorragendes<br />
Gangvermögen!<br />
Video und weitere Informationen über<br />
seine Nachkommen für Sie auf einen Blick:<br />
www.sax-arabians.com<br />
BK Latif is a very charismatic and<br />
handsome straight Egyptian stallion with<br />
a wonderful pedigree. He not only proved<br />
himself in the show ring over and over but<br />
also as a sire where he constantly puts type,<br />
a very beautiful face and size on to his foals.<br />
Also an amazing show attitude. So far he<br />
has straight Egyptian foals and Egyptian<br />
sired foals on the ground in Europe.<br />
2016 West Coast Cup Egyptians Silver<br />
Senior Champion<br />
• 2013 German National Gold Champion<br />
2013 Egyptian Event Europe Silver<br />
Champion Colt<br />
2013 Egyptian Event Europe Best Head<br />
Trophy<br />
2013 Silver Champion Colt Berlin Cup<br />
2013 Bronze Champion Colt Chantilly<br />
Breeders Cup<br />
HengstParade
HengstParade<br />
37<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Decktaxe: 2000 €<br />
38<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2011<br />
Stm.: 1,56<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
Malih CK<br />
Mouammar<br />
Standort d. Hengstes:<br />
87763 Lautrach<br />
Züchter:<br />
Cornelia Kiebler<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Dr. Pauli, MP Stables<br />
94065 Waldkirchen<br />
Züchter: Gerd Meixner<br />
Malih CK<br />
Rappe, *2010<br />
Mouammar<br />
Schimmel, *2011<br />
TB Yasir<br />
Rappe, *2006<br />
Blue Mineah<br />
D‘Br., *2004<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Gazwan Al<br />
Nasser<br />
Braun, *2007<br />
Amurath<br />
Mofeedah (Elite)<br />
Sch., *2007<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Salaa El Dine<br />
Sulifah<br />
Pasha<br />
Sharim<br />
Moawada<br />
Besitzer: StraightBlue Arabians<br />
Gudrun Irtzing<br />
Wigelis 1<br />
87763 Lautrach<br />
www.irtzing.de<br />
araber@irtzing.de<br />
Gazal Al<br />
Shaqab<br />
Ftoon Al<br />
Shaqab<br />
El Sid<br />
Anaza El Farid<br />
Kajora<br />
Al Adeed Al<br />
Shaqab<br />
Malvina<br />
Al Lahab (Elite)<br />
Swana<br />
Amurath Monrad (Elite)<br />
Morgana (Elite) Mahara (Elite)<br />
Besitzer:<br />
Meixner Arabians<br />
Leimgrube 1<br />
88069 Tettnang<br />
Ansata Halim<br />
Shah<br />
Hanan<br />
Alaa Al Din<br />
Matala Bint<br />
Marah<br />
Pasha Farid<br />
Pasha<br />
Yasmeena<br />
Montasar<br />
Moetazza<br />
gerd.meixner@kabelbw.de<br />
www.meixner-arabians.de<br />
Malih CK ist ein rein ägyptisch<br />
homozygoter Rapphenst.<br />
SCID, CA und LFS clear.<br />
Seine Nachzucht besticht durch<br />
Korrektheit und Typ. Alle bisher dem<br />
Verband vorgestellte Fohlen wurden<br />
mit * und ** Sterne prämiert.<br />
Wir gewähren auf leistungsgeprüfte Stuten<br />
20% Rabatt auf die Decktaxe.<br />
Mouammar ist einer der vielseitigsten<br />
AV-Hengste Deutschlands der sich auf<br />
Schauen, unter dem Sattel und auch als<br />
Zuchthengst bereits bewiesen hat.<br />
• Goldene Schleife, Prämienhengst –<br />
Verbandshengstschau Aachen 2013<br />
• Klassensiege und Championate auf<br />
nationalen und internationalen C und B –<br />
Schauen von 2011 bis 2015<br />
• Hengstleistungsprüfung Ansbach<br />
(Western HLP) mit 7,85 Punkten in 2016<br />
Mouammar stammt aus einer konstant<br />
durchgezüchteten Mutterlinie mit<br />
durchwegs leistungsgeprüften Elitestuten.<br />
Er vererbt den Fohlen seinen Typ mit<br />
großen Augen, ein gutes Gebäude und<br />
sehr korrekte Beine, sowie ein zauberhaftes<br />
Interieur.<br />
39<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 1995<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: 1500,- €<br />
El Wodkine <strong>Vol</strong>lblutaraber El Wodkine ist ein Leistungshengst wie<br />
Standort d. Hengstes:<br />
91456 Diespeck<br />
Züchter:<br />
Per-Olof Scherling<br />
El Wodkine<br />
Schimmel, *1995<br />
Eldorado<br />
Sch., *1974<br />
Welona<br />
Braun, *1985<br />
Espartero<br />
Nebulosa<br />
Mamluk<br />
Wiegana<br />
Naborr<br />
Ela<br />
Negatiw<br />
Bint Munira<br />
Aswan<br />
Monogramma<br />
Camerton (Elite)<br />
Wieszczka<br />
Besitzer:<br />
Wolfgang Esch<br />
Untersachsen 25<br />
91456 Diespeck<br />
Ph.: 0151 19033402<br />
Email: wolfgang@esch.biz<br />
www.araber-pferd.de<br />
man sich ihn nur erträumen kann.<br />
Rennleistung im Zeitraum 1999 - 2008:<br />
66 Rennen, 28 Siege, 15 zweite- und<br />
6 dritte Plätze.<br />
GAG 2008 - 90 kg!!!!<br />
WAHO Trophy 2007<br />
Zitat (WAHO):<br />
El Wodkine is bred, owned and trained by<br />
Klintes Araber, Per-Olof & Anette Scherling in<br />
Vetlanda. In spite of his years (<strong>12</strong> yrs now), he<br />
is still racing on the elite level with success.<br />
El Wodkine is the greatest racer ever in<br />
Swedish Arabian Horse racing-history.<br />
He has made 62 starts with the excellent<br />
results of 27 wins, 14 second places and 6<br />
third places, and has earned approximately<br />
100,000 euros in prize-money.<br />
Nachkommensleistung:<br />
Top-Spin - Derbysieger Schweden 2015<br />
46<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
40<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2011<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 31.01.2003<br />
Stm.: 1,48 m<br />
Decktaxe: 1000,- €<br />
Asala Amir Raa <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Amir ist ein sehr korrekter, homozygoter,<br />
Decktaxe: 1000 € (VA)<br />
andere Rassen: 600 €<br />
41<br />
Sharaf Fareed AB <strong>Vol</strong>lblutaraber Sharaf Fareed AB wurde <strong>2017</strong> vom ZSAA<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2013<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 1500 €<br />
(gesplittete Decktaxe)<br />
42<br />
Aka Gavayan <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
94113 Tiefenbach<br />
Züchter:<br />
Tanja Lux<br />
Standort d. Hengstes:<br />
94113 Tiefenbach<br />
Züchter:<br />
Angelika Bruckner<br />
Standort d. Hengstes:<br />
92342 Freystadt/Opf.<br />
Züchter:<br />
Nicola Leupold<br />
Asala Amir Raa<br />
Rappe, *2011<br />
Sharaf Fareed AB<br />
Rappe, *2013<br />
Aka Gavayan<br />
Braun, *2003<br />
KH Khalf Leyl<br />
R., *2005<br />
Nea Syrah Al<br />
Sadik<br />
R., *2005<br />
FM Shah Nasaa<br />
Sch., *2004<br />
Heart of Fire<br />
Rappe, *2004<br />
Gazal Al<br />
Shaqab<br />
Braun, *1995<br />
Victorias<br />
Angel<br />
Fuchs, *1998<br />
NK Ibn Leyl<br />
Kahila El<br />
Nile<br />
Al Shuhruf<br />
Sorayya<br />
Naskhi<br />
Dahmraks<br />
Asjah Bint<br />
Ashira<br />
Aldaran<br />
YA Heartbreaker<br />
(Elite)<br />
Anaza El<br />
Farid<br />
Kajora<br />
TR Viktor<br />
Asya MG<br />
47<br />
Nahaman<br />
Nashwa<br />
A.R. Prince<br />
Tuhot<br />
Kaythara El Nile<br />
Simeon Sadik<br />
E.H. Ghasira<br />
Ali Zafir<br />
Suzi Eg<br />
Besitzer: A. Bruckner, BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />
Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />
Handy: 0171-7494947<br />
Tel: 08509-934572<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Gharib (Elite)<br />
Nabya<br />
El Thay Shah<br />
Manial<br />
Ashira II<br />
Vympel<br />
Ramirah BB<br />
Padrons<br />
Mahogany<br />
HH Heartbreaker<br />
Besitzer: A. Bruckner, BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />
Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />
Handy: 0171-7494947<br />
Tel: 08509-934572<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Ruminaja Ali<br />
Bint Deenaa<br />
Kaborr<br />
Edjora<br />
Nariadni<br />
Muscalean<br />
Princip<br />
Asrona<br />
Pächter:<br />
Ahil Arabians<br />
G. Wagner & P. Böhm<br />
Schmellnricht B3<br />
92342 Freystadt/Opf.<br />
Tel.: 08469 / 417<br />
Email: ahil90@yahoo.de<br />
www.ahil-arabians.de<br />
rein ägyptischer Rapphengst mit einem<br />
arabischen Habitus wie aus ‚Tausend und<br />
einer Nacht‘.<br />
Amir ist ein sehr mutiger Hengst der seine<br />
Herde sicherlich auch vor einem Berglöwen<br />
beschützen würde.<br />
Diese Eigenschaften gibt er auch an seine<br />
Kinder weiter, die durch ein sehr korrektes<br />
Gebäude mit schöner Halsung und viel<br />
arabischem Flair herausstechen. Auch ihr<br />
freundliches Wesen macht sie sehr beliebt.<br />
Amir wurde 3jährig kurz von mir angeritten,<br />
dabei war er sehr unkompliziert und<br />
rittig. Besonders fällt seine Begabung für<br />
zirzenische Lektionen auf. Leider ist er bei<br />
mir unterfordert.<br />
Samenversand nach Absprache möglich.<br />
mit 7,4 gekört. Er hatte keine Note unter 7!<br />
Sein 1. Fohlenjahrgang, alles Stuten, ist sehr<br />
korrekt, typvoll, groß und rahmig. Sie springen<br />
dem Menschen förmlich in den Schoss,<br />
bewegen sich alle phantastisch und galoppieren<br />
alle für AV ungewöhnlich gut!<br />
Vater FM Shah Nasaa ist in D und AT gekört<br />
und zweifach leistungsgeprüft (Distanz und<br />
Station). Seine Nachzucht wird vom bayer.<br />
WB Zuchtverband anerkannt.<br />
Er hat zahlreiche prämierte Nachkommen<br />
vorzuweisen. U. a. auch beim Bayer. WB<br />
Zuchtverband, die älteste Halbblutstute<br />
Lateefa AB hat 5jährig schon A-Dressur<br />
gewonnen.<br />
Mutter Heart of Fire (Russisch-polnisch) ist<br />
prämiert und hat eine SLP von 8,5 abgelegt.<br />
Internationale Distanzpferde und sporterfolgreiche<br />
Nachkommen aus der Mutterlinie<br />
über Elitestute YA Heartbreaker: z.B.<br />
• Abou Aichan CEI *** 160 km, WM, Florac<br />
• Hariya ED Siegerin CEI *** 160 km,<br />
• Ali Baba CEI*** 160 km erfolgreich<br />
Frischsamenversand möglich<br />
Aka Gavayan ist einer der wenigen Gazal Al<br />
Shaqab Söhne aus einer rein russischen<br />
Nariadni Enkelin in Deutschland.<br />
Typvoller, korrekter, bewegungsstarker<br />
Hengst mit Schoßhundcharakter.<br />
VZAP Silber prämiert.<br />
Erfolgreich auf Schauen gewesen.<br />
SCID und CA Frei<br />
HengstParade
HengstParade<br />
43<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 09.05.2013<br />
Stm.: 1,49 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
44<br />
Farbe: braun-overo<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,52<br />
Decktaxe: 700 €<br />
DF Kamyar <strong>Vol</strong>lblutaraber DF Kamyar ist ein heterozygoter schicker<br />
Standort d. Hengstes:<br />
(vorraussichtlich)<br />
D-91725 Ehingen<br />
Züchter:<br />
Birkhof Stud, Germany<br />
El Sharif<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-2630 Ternitz (NÖ)<br />
Züchter: S. Hoffmann,<br />
Gestüt Lindenhof<br />
DF Kamyar<br />
Rappe, *2013<br />
El Sharif<br />
braun-overo, *2010<br />
DF Siraj<br />
Rappe, *2004<br />
DF Karimah<br />
Rappe, *2005<br />
TE El Shamir<br />
Rapp-overo,<br />
*2002<br />
SA Moneda<br />
D‘Fuchs,<br />
*1997<br />
Sameer<br />
AR Ninive<br />
Simeon<br />
Sadik<br />
Kazsareei<br />
Araber Pinto<br />
HP Amir<br />
Elsahar<br />
RBA Shula<br />
Gorky<br />
Monaica<br />
Mohafez (Elite)<br />
Sabah<br />
Jasir ibn Jamil<br />
Galila<br />
Asfour<br />
Simeon Safanad<br />
Shah el Sareei<br />
Kazmar<br />
Besitzer:<br />
Kerstin Schaab<br />
Valentina Arabians<br />
Burker Str. 13<br />
D-91725 Ehingen- Beyerberg<br />
Tel. +49 (0)9835 977490<br />
kschaab@va-reitartikel.com<br />
www.valentina-arabians.de<br />
Saud El Ameer<br />
Sentez Fa Sable<br />
Summit Coco n<br />
Creame<br />
RBA Firefox<br />
Vatican<br />
Greenland<br />
Jury<br />
Momentah<br />
Besitzer:<br />
AMB-Arabians<br />
Döpplingerstraße 85<br />
A-2630 Ternitz (NÖ)<br />
Tel: +43 650 233 13 55<br />
office@amb-arabians.at<br />
www.amb-arabians.at<br />
FB: Andrea Bernsteiner<br />
Rapphengst. Er ist typvoll & korrekt.<br />
Kamyar ist rein ägyptisch und gehört zur<br />
Kuhaylan Ajuz Rodan Linie. Seine ersten<br />
Fohlen sprechen für sich selbst!<br />
CA, SCID, LFS frei<br />
El Sharif begeistert sowohl durch seinen<br />
soliden Körper, seinen Charme, seine<br />
hervorragenden Bewegungen, als auch<br />
durch seinen ausgesprochen ruhigen,<br />
arbeitswilligen und umgänglichen<br />
Charakter.<br />
Ein weiterer Blickfang ist natürlich auch<br />
seine seltene Farbe Braun Overo.<br />
Er hat einen <strong>Vol</strong>lblutaraberanteil von<br />
98,4375% und ist beim ÖAZV, beim<br />
Rheinischen <strong>Pferde</strong>stammbuch, sowie<br />
beim ZfdP gekört.<br />
El Sharif beeindruckte im Westernberitt<br />
seine Trainer, und zeigt sich äußerst begabt.<br />
Seine Nachzucht ist ein Versprechen an die<br />
Zukunft – alle seine Fohlen wurden bisher<br />
prämiert.<br />
El Sharifs Vater ist VZAP Elitehengst. Seine<br />
rein russische Mutter ZfDP Prämienstute.<br />
45<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2005<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: 1500 €<br />
ESP Haife de F <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
ESP Haife de F ist rein spanisch gezogen<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A – 5710 Kaprun (Öst.)<br />
Züchter:<br />
Gerald Watson (GB)<br />
ESP Haife de F<br />
Braun, *2005<br />
ESP Estel-P de F<br />
Sch., 2002<br />
Tomina<br />
Sch., *1993<br />
El Perfecto<br />
Estepa<br />
Don Diego<br />
Orla II<br />
Vallehermoso<br />
Example<br />
Ghadames<br />
Esperada<br />
Galero<br />
Hezina<br />
Galero<br />
Garpa<br />
und hat die Elite der spanischen <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
in seinem Pedigree: Man findet dort<br />
Worldchampions wie Estepa (Junior-World<br />
Champion), Orla II (Reserve World-Champion<br />
1982) und Hezina (World Champion<br />
1980), weiters sind Stempelhengste wie El<br />
Perfecto, Galero, Tabal, Jacio ... in seinem<br />
Pedigree zu finden.<br />
Doch Schönheit schließt Leistung nicht aus:<br />
ESP Haife de F hat seine Hengstleistungsprüfung<br />
2011 in Stadl Paura mit einem 2.<br />
Platz und 8,15 Punkten bei starker Konkurrenz<br />
abgeschlossen. Er ist außerdem:<br />
• Österreichischer Meister der <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
im Springen <strong>2017</strong><br />
• Vize-Europameister der <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
im Springen <strong>2017</strong><br />
ESP Haife de F hat sehr gute Grundgangarten,<br />
ist sehr rittig und geht mit Mut und<br />
guter Manier an den Sprung.<br />
SCID-/CA-/LFS - frei<br />
Maße: 153/170/19,5 cm<br />
Besitzer: Quo Vadis Arabians<br />
Melanie Kirisits<br />
Tannenweg 7<br />
A-5722 Niedernsill<br />
Austria<br />
Tel: 0043 650 21 45 456<br />
melanie.kirisits@gmail.com<br />
www.facebook.com/<br />
QuoVadisArabians<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
48
46<br />
NorCal Sierra SnoMan Partbred Araber / Pintabian<br />
Farbe: Braunschecke<br />
geb.: 2006<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 800€<br />
Farbe: Rappschecke Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2007<br />
A-5741 Neukirchen<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Österreich<br />
Decktaxe: 800 € (VA & Züchter:<br />
Pintabian) andere 500 € Dietmar Leismann<br />
47<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-9871 Seeboden<br />
Züchter:<br />
L. or St. Detmer, USA<br />
Sauda Zahra,<br />
Rappschecke, *2007<br />
NorCal Sierra SnoMan<br />
Braunschecke, *2006<br />
Faa El Sharik ox<br />
Rappe, *1992<br />
Ebora Bint Amir<br />
Rappschecke,<br />
*2003<br />
Majestic<br />
Sunspot<br />
Br‘Schecke, *1997<br />
SPA Uncondishnaluv<br />
ox<br />
*1987<br />
Dhar Faa<br />
Halim ox<br />
Monieta<br />
Sharie ox<br />
Blaz Ons<br />
Fancy Amir<br />
(AHblt)<br />
Elizabet ox<br />
Adore My<br />
Sonspot<br />
BHR Hosans<br />
Lancer<br />
MI Rosesahlee ox<br />
Ibn Raffon ox<br />
CV Crystal ox<br />
CV Charisma ox<br />
Saad II Monokl ox<br />
Monokluv ox Saad Shala<br />
Serras Cee-<br />
Cee ox<br />
Fabo ox<br />
Sar Ladunimuhan<br />
ox<br />
Moniet El<br />
Sharaf ox<br />
JK Blue<br />
Hasmeh ox<br />
Tardars<br />
Seconcha<br />
McCoys<br />
Fancy ox<br />
Balaton ox<br />
Elvenda ox<br />
Besitzer:<br />
Anita Platzer<br />
Rossberg 37<br />
5741 Neukirchen am<br />
Grossvenediger Österreich<br />
Tel.: 0043 664 58 24 386<br />
Anitapinto@gmx.at<br />
www.painting-horse-ranch.at<br />
Starz O-Fad ox<br />
Surserra ox<br />
Besitzer: Zuchtgemeinschaft<br />
Wertl & Piuk<br />
Pinto For Pleasure<br />
Am Unterrain 4<br />
A-9871 Seeboden<br />
Tel: 0043 676 30 33 862<br />
www.pinto-for-pleasure.at<br />
info@pinto-for-pleasure.at<br />
Sauda Zahra Araber Sauda Zahra ist einer der wenigen Araberpintohengste<br />
mit einer schwarz-weißen Färbung<br />
und einem <strong>Vol</strong>lblutanteil von 98,44%.<br />
Sauda Zahra ist somit auch Pintabian-<br />
Produzent, für den amerikanischen Typ des<br />
PHRI (bei Anpaarung mit 100% AV-Stuten).<br />
Sauda Zahra ist der einzige gekörte Hengst<br />
im Hengstbuch für Pintabien in Europa<br />
beim ZSAA!<br />
Erster Fohlenjahrgang: Alle prämiert und<br />
ein Champion!<br />
• 2009 Nat. Schau für Partbred Araber 2. Pl.<br />
• 2010 Landesschau in Bayern 1. Pl. mit 8,5 P.<br />
• 2010 Körung vom ECHA-Zuchtverband<br />
(Europäischer Scheckenzucht-Verband)<br />
Gesamtnote von 8.4 und Prämienhengst<br />
• 2011 ZSAA-Körung in Alsfeld - gekört.<br />
• 2011 70 Tage HLP in Marbach absolviert.<br />
• 2013 gekört in Amstetten beim ÖAZV<br />
(Österreichischer Araber- Zuchtverband)<br />
SAUDA IST SCID, CA und LFS FREI!<br />
Sauda Zahra ist homozygot für das Rappgen<br />
(Schwarz)<br />
TG SAMENVERSAND EU-WEIT<br />
„Ein athletischer Araber in bunter Jacke, mit sehr<br />
korrektem Fundament, idealer Reitpferdehalsung<br />
und nahezu perfekter Oberlinie“ - so beschrieben ihn<br />
Richter 3jährig bei einer seiner Körungen 2009.<br />
SnoMan absolvierte sehr erfolgreich die HLP in Stadl<br />
Paura (7,81) und wird nun als zuverlässiger Partner<br />
im Bereich Distanz, Wanderreiten und Vielseitigkeit<br />
eingesetzt. Besonders hervorzuheben sind seine<br />
Trainierbarkeit, Konstitution, Springvermögen &<br />
Charakter.<br />
Bundes-Champion 2014 & Bundes-Res.-Sieger 2016<br />
Futurity-Sieger & mehrfacher Halter-Champion in<br />
den USA<br />
Beim ZSAA ist er im HB1 für Pintabians eingetragen,<br />
sowie im HB1 beim ÖAZV, APÖ und ECHA<br />
SCID – CA – LFS frei<br />
Seine Nachzucht spricht für sich – zahlreiche<br />
Prämienfohlen, Champions & Klassensieger.<br />
Attraktive Deckkonditionen für 2018 auf Anfrage.<br />
HengstParade<br />
48<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1996<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 1600 €<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Bajkal <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Schönheit, Leistung, Charakter,<br />
Standort d. Hengstes:<br />
F-68210 Eteimbes<br />
Züchter:<br />
I. + D. Thievent<br />
Bajkal<br />
Fuchs, *1996<br />
Balaton<br />
Fuchs, *1982<br />
Rishah<br />
Fuchs, *1984<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Rihan<br />
Jezabel<br />
49<br />
Nabeg<br />
Metropolia<br />
Aswan<br />
Pustinia<br />
Aseel<br />
Hakima<br />
Shah Jehan<br />
Winged Hour<br />
Besitzer:<br />
Ivana + Didier Thiévent<br />
AV Gestüt<br />
8, Rue de Lachapelle<br />
F- 68210 Eteimbes<br />
Tel. 0041/79 583 59 84<br />
thievent@bluewin.ch<br />
www.thieventaraber.ch<br />
erfolgreiche Nachzucht!<br />
Bajkal darf auf eine beeindruckende Lebensleistung<br />
in Zucht, Sport und Schauen zurückblicken;<br />
dafür ist diesem liebenswürdigen<br />
Hengst die WAHO Trophy 2016 verliehen<br />
worden.<br />
• 4-fach goldprämiert an Beständeschauen,<br />
Topplatzierungen auf int. Schauen<br />
• Erfolge in Endurance, darunter mehrere Siege<br />
• Mehrere Siege und Topplatzierungen im<br />
Westernsport bis LK1 (Reining, Horsemanship)<br />
• HLP Western VZAP erfolgreich bestanden<br />
• Als bisher einziger Deckhengst in der CH hat<br />
er sämtliche Anforderungen für die Kategorisierung<br />
in allen 4 Beurteilungskriterien<br />
erfüllt und die Wertungen: B/A/B/B (Exterieur/<br />
Gesundheit/ Leistung/Nachzucht) erreicht.<br />
• Hochprämierte, sehr erfolgreiche Nachzucht,<br />
die sich unter dem Sattel bewährt.<br />
CA- und SCID-frei, Frischsamenversand
Deutsches Nationales Championat <strong>2017</strong><br />
Schau im<br />
Abseits!<br />
Schauen<br />
Senioren Gold-Champion<br />
BB JAWHAR EL THAN (Raffael El Than / BB Jhadenz)<br />
alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
Die Rahmenbedingungen für das diesjährige Nationale Championat hätten<br />
unglücklicher nicht sein können, denn wer von den Ausstellern oder Zuschauern<br />
hat schon Zeit, bereits am Donnerstag nach Aachen zu fahren?<br />
Entsprechend gering waren dann auch die Starterzahlen: Es traten nur 36 <strong>Pferde</strong> an!<br />
Stellt Euch vor, es ist "Schau", und keiner<br />
geht hin - so oder so ähnlich kommt<br />
einem die Schauszene in Deutschland<br />
vor. Gerade mal 20 Aussteller - das heißt ca<br />
1% der Verbandsmitglieder - haben am diesjährigen<br />
Nationalen Championat mit 36 <strong>Pferde</strong>n<br />
teilgenommen. Damit sind wir auf einem<br />
Tiefstand angekommen. Im letzten Jahr waren<br />
es noch 60 (jeweils incl. Fohlen).<br />
Am zahlreichsten waren die Fohlen angetreten,<br />
immerhin 11 Stück, 6 Stütchen und<br />
5 Hengstchen. Die drei Besten jeder Klasse<br />
machten dann unter sich das Fohlen-Championat<br />
aus. Hier stellten die bekannten Schaupferdeväter<br />
erwartungsgemäß die Sieger:<br />
Ajman Moniscione war der Vater des Hengstfohlens<br />
Inspired Ascot (a.d. Inspired Nadeshda),<br />
das später Champion wurde. Er stammt<br />
aus der Zucht der Familie Schick und wirkt<br />
wie aus einem Guss, mit sehr langen Linien,<br />
insbesondere einer sehr eleganten Halsung.<br />
Da hatte es die kleine EOS Adorable (v. SMA<br />
Magic One) aus der Zucht von Kathrin Hampe<br />
schwer, dagegen anzukommen, obwohl ihre<br />
Mutter Amalia Serondella hier am selben Ort<br />
National-Championesse 2015 war. Immerhin<br />
ein Richter sah sie ganz vorne. BS Karani von<br />
BS Karanji schaffte es zur Bronze-Medaille auf<br />
den dritten Rang und entschädigte Züchterin<br />
Brigitte Sprave dafür, dass BS Karanji in seiner<br />
Klasse disqualifiziert wurde, weil er als Junior<br />
bereits Gold gewonnen hatte und damit<br />
überqualifziert war.<br />
Die Junioren<br />
Bei den Junioren stellten sich 9 Stuten und<br />
8 Hengste den kritischen Augen der Richter.<br />
Hier konnte die zweijährige Bourhani Fadissima<br />
(Fadi Al Shaqab / AB Bellissima) überzeugen.<br />
Die von Hannelore Bourdeaux gezüchtete<br />
Stute hatte bereits ihre Klasse gewonnen<br />
und mit 91 Punkten die höchste Punktzahl<br />
der Schau erzielt. Die großrahmige Malala<br />
(Meshan Ibn Kubinec / Marni) aus dem Gestüt<br />
Sax holte sich die Silbermedaille im Championat,<br />
und Inspired Nahila, eine Halbschwester<br />
zu Ascot aus derselben Mutter, aber mit Kahil<br />
Al Shaqab zum Vater, wurde von den Richtern<br />
auf den dritten Platz gesetzt.<br />
Während sich die Richter bei den Juniorenstuten<br />
nicht ganz einig waren, gab es über<br />
den Gold-Champion bei den Juniorenhengsten<br />
keinen Zweifel: Lamandro holte sich mit<br />
der höchsten Note aller Hengste dieser Schau<br />
den Gold-Titel. Der von Reinhard Sax gezogene<br />
Sohn von EKS Alihandro hatte sich letztes<br />
Jahr noch mit der Silbermedaille zufrieden<br />
geben müssen. Die Mutter von Lamandro ist<br />
die bewährte Zuchtstute Lamana, die zwischenzeitlich<br />
nach Qatar verkauft wurde. Und<br />
Sax Arabians konnte gleich einen Doppelsieg<br />
feiern, denn Mahil Al Marenga (von Kahil Al<br />
Shaqab) holte sich Silber, vor Muranas Adl<br />
aus dem Gestüt Murana von Michaela Weidner,<br />
dessen Vater Muranas Jassehr einst hier<br />
Junioren Gold-Champion war.<br />
50<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Die Senioren<br />
Die Stuten waren im Katalog immerhin in<br />
zwei Klassen unterteilt, doch dann erschienen<br />
zwei nicht, und eine war in der falschen<br />
Altersgruppe. So mußte Karimah Magidaa<br />
LDA (v. Mishaal HD) im Besitz von Ralf Heckenbücker<br />
ohne Konkurrenz antreten. Die<br />
Ägpyterin ist bekannt von früheren Schauen,<br />
als sie noch Nayla Hayek gehörte.<br />
Bei den älteren Stuten stand wiederum eine<br />
Stute aus dem Stall Heckenbücker an der<br />
Spitze, Alia Lahab RSA (von Al Lahab), auch<br />
diese Stute stand einst im Gestüt Hanaya Arabians.<br />
Der Sieg jedoch ging an den neuen Besitzer,<br />
wenn auch nur ganz knapp, denn die<br />
zweitplatzierte Sorella Al Hadiyah hatte die<br />
gleiche Punktzahl, nur geschlagen über die<br />
Bewegungsnoten. Sorella stammt ursprünglich<br />
aus dem Gestüt La Movida und wurde<br />
von Kathrin Hampe, EOS Arabians gekauft.<br />
Dritte in der Klasse war dann Angel Afrikhan<br />
Queen aus dem Gestüt Amurath der Familie<br />
Zimmermann.<br />
Beim Championat, das am Sonntag stattfand,<br />
sah die Reihenfolge dann wieder anders<br />
aus: Die Richter setzten mit 2:1 Sorella<br />
als Gold-Champion, während Alia Lahab sich<br />
mit Silber zufrieden geben mußte. Afrikhan<br />
Queen wurde Bronze-Champion, während<br />
Karimah Magidaa leer ausging.<br />
Während im letzten Jahr die Klasse der Seniorenhengste<br />
wirklich aufregend und spannend<br />
war, so wollte diese Spannung dieses<br />
Jahr nicht aufkommen, zumal nur drei<br />
Hengste angetreten waren: der langlinige<br />
BB Jawaher Al Thann (Raffael El Than / BB<br />
Jhadenz) im Besitz von Karin Zeevenhoven<br />
siegte mit 90,33 Punkten, während sich der<br />
eher kompakte Ägypter F Tayyar Ibn Al Lahab<br />
von Welt-Champion Al Lahab aus der Zucht<br />
der Familie Friedmann mit einem Punkt weniger<br />
zufrieden geben mußte. Der dritte im<br />
Bunde war dann El Ninjo (Emiliusz / Claudiaa)<br />
der Familie Ahlers. Und während die anderen<br />
Championate am Sonntagmorgen stattfanden,<br />
wurden die Hengste, weil nur drei angemeldet<br />
waren, gleich am Donnerstag "abgehandelt".<br />
Wobei die Vergabe eine Farce war,<br />
denn es wurde nach dem "offenen Championatssytem"<br />
gerichtet, was bedeutete, dass<br />
der Champion unter allen drei Hengsten gewählt<br />
werden konnte. In der Praxis sah das so<br />
aus, dass die Hengste nach der Siegerehrung<br />
in der Klasse aus dem Ring geschickt wurden,<br />
und sogleich wieder zurück kamen, um für's<br />
Championat anzutreten. Die Überraschung<br />
war nicht wirklich groß, als die Richter das<br />
Championat analog des Klassenresultats vergaben,<br />
da ja kaum 10 Minuten dazwischen<br />
lagen.<br />
Bleibt noch nachzutragen, dass Al Lahab<br />
mit 2 Silber-Champions das erfolgreichste<br />
Vatertier war, Kahil Al Shaqab (1 x Silber, 1<br />
x Bronze) folgte ihm auf Rang zwei. Bei den<br />
Züchtern lag Reinhard Sax mit 1 x Gold und 2<br />
x Silber vorne, gefolgt von EOS Arabians (1 x<br />
Gold, 1 x Silber) und Inspired Stud (1 x Gold,<br />
1 x Bronze).<br />
Auch für 2018 ist das Deutsche Nationale<br />
Championat auf dem Termin vor dem ANC<br />
geplant - ob dann überhaupt noch jemand<br />
teilnimmt? Aber vermutlich ist der Termin ja<br />
"alternativlos" - so kennen wir es aus der Politik.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
<strong>IN</strong>SPIRED ASCOT (Ajman Monisicione / Inspired<br />
Nadeshda) und EOS ADORABLE (SMA<br />
Magic One / Amalila Serondella)<br />
Junioren Gold-Championesse<br />
BOURHANI FADISSIMA<br />
(Fadi Al Shaqab / AB Bellisima)<br />
Schauen<br />
Deutsches National-Championat, Aachen<br />
21. Sept. <strong>2017</strong><br />
Senioren Gold-Championesse<br />
SORELLA EL HADIYAH<br />
(Al Hadiyah AA / Scala El Jamal)<br />
Foal Championship<br />
Gold: <strong>IN</strong>SPIRED ASCOT (Ajman Moniscione / Inspired Nadeshda), B: Inspired Stud / DE<br />
Silver: EOS ADORABLE (SMA Magic One / Amalia Serondella), B: EOS Arabians / DE<br />
Bronze: BS KARANI (BS Karanji / EK Nathice); B: B. Sprave / DE<br />
Junior Female Championship<br />
Gold: BOURHANI FADISSIMA (Fadi Al Shaqab / AB Bellisima), B: Bourhani Arabians / DE<br />
Silver: MALALA (Meshan Ibn Kubinec / Marni), B: Sax Arabians / DE<br />
Bronze: <strong>IN</strong>SPIRED NAHILA (Kahil Al Shaqab / Inspired Nadeshda), B: Inspired Stud / DE<br />
Senior Female Championship<br />
Gold: SORELLA EL HADIYAH (Al Hadiyah AA / Scala El Jamal), B: EOS Arabians / DE<br />
Silver: ALIA LAHAB RSA (Al Lahab / Alia Valentino), B: R. Heckenbücker / DE<br />
Bronze: ANGEL AFRIKHAN QUEEN (F Afrikhan Shah / Angel Aziza), B: Gestüt Amurath / DE<br />
Junioren Gold-Champion<br />
LAMANDRO<br />
(EKS Alihandro / Lamana)<br />
Junior Male Championship<br />
Gold: LAMANDRO (EKS Alihandro / Lamana), B: Sax Arabians / DE<br />
Silver: MAHIL AL MARENGA (Kahil Al Shaqab / Miss Marenga) B: Sax Arabians / DE<br />
Bronze: MURANAS ADL (Muranas Jassehr / Muranas Azeezah), B: Murana Stud / DE<br />
Senior Male Championship<br />
Gold: BB JAWHAR EL THAN (Raffael El Than / BB Jhadenz), B: K. Zeevenhoven / DE<br />
Silver: F TAYYAR IBN AL LAHAB (Al Lahab / F Tahani Bint Shamaal), B: H.J. & I. Friedmann /DE<br />
Bronze: EL N<strong>IN</strong>JO (Emiliusz /Claudiaa), B: B. & H.D. Ahlers / DE<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
51<br />
Senioren Silber-Champion<br />
F TAYYAR IBN AL LAHAB<br />
(Al Lahab / F Tahani Bint Shamaal)
Die "Triple Crown Schauen" <strong>2017</strong><br />
Kampf der Giganten<br />
Schauen<br />
Wenn die drei großen Schauen<br />
so etwas wie die Trendsetter<br />
der "Araber-Industrie"<br />
sind, dann dürfen wir uns<br />
vielleicht auf die Wiederkehr<br />
der Schimmel freuen.<br />
Und auch die Dauersiegesserie<br />
der arabischen Länder<br />
scheint dieses Jahr etwas<br />
abgemildert, immerhin<br />
gingen vier Medaillen beim<br />
Welt-Championat nach<br />
Europa und in die USA.<br />
52<br />
Senior Silver World-Champion<br />
Equator (QR Marc / Ekliptyka), Michalow Stud / POL<br />
alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Schaut man sich die Medaillengewinner der zwei letzten Jahre<br />
an, so findet man zahlreiche Namen immer und immer wieder:<br />
Mozn Albidayer, D Ajayeb, Alexxanderr, AJ Azzam, Morion, DA<br />
Alihandra, Melody J, Cyclone OS, Pustynia Kahila, Belladonna T, Tehama<br />
Ballalina, Equator, Equiborn KA - sie alle hatten schon Gold, Silber<br />
oder Bronze in den beiden Vorjahren gewonnen, und standen dieses<br />
Jahr wieder im Medaillenregen. Haben wir also so wenig gute <strong>Pferde</strong>?<br />
Oder so wenige Besitzer, die bereit sind, diesen Aufwand zu treiben,<br />
ihre <strong>Pferde</strong> zu einer der drei großen Schauen zu bringen? Aber wenn<br />
man diesen Faden weiter spinnt, dann erkennt man, wie klein der<br />
"Schauzirkus" eigentlich ist.<br />
Der All Nations Cup<br />
Gemessen an der Anzahl der <strong>Pferde</strong>, steht der All Nations Cup<br />
in Aachen an einsamer Spitze. Gemessen an der Light & Sound<br />
show, der Special Guests, und der besonderen Ehrungen sowieso.<br />
Aber muß es wirklich sein, dass am Samstag-Nachmittag zur<br />
"Primetime" die Schau beendet und die Halle umgebaut wird?<br />
Vier bis fünf Stunden Leerlauf, in denen man auch das Nationale<br />
Championat hätte unterbringen können, das ja aus Zeitgründen<br />
auf den Donnerstag ausweichen mußte. Es ist auch eine traurige<br />
Wahrheit, dass trotz des Nationalen Championats am selben Ort,<br />
nur zwei deutsche <strong>Pferde</strong> am All Nations Cup antraten: Lamandro<br />
aus dem Hause Sax, der mit über 90 Punkten den vierten Platz in<br />
seiner Klasse errang, und Abudin Al Aqaba von Waltraut Hobein.<br />
Der VZAP und das Veranstaltungskomittee sollten einmal über den<br />
Tellerrand schauen, wie beim Welt-Championat die französischen<br />
Züchter mit dem "Coupe de France" eingebunden werden.<br />
Unsere "kleinen Nachbarn" Österreich und die Schweiz jedenfalls<br />
hatten mehr <strong>Pferde</strong> gemeldet als die deutschen Züchter, und<br />
zumindest einer war auch siegreich: Den Überraschungs-Coup<br />
landete nämlich Nayla Hayek mit HL El Ganador aus Chile. Nicht<br />
nur, dass wohl kaum zuvor ein Pferd aus Chile zu Championatsehren<br />
am ANC kam, sein Pedigree ist auch nicht nach der üblichen<br />
"Erfolgsformel" gestrickt, weist also weder Gazal Al Shaqab noch<br />
Padrons Psyche auf, und ist außerdem ein "Nicht-Ägypter" im Besitz<br />
des sonst als Züchter ägyptischer <strong>Pferde</strong> bekannten Gestüts<br />
Hanaya Arabians in der Schweiz. Er gewann außerdem eine von<br />
vier Medaillen, die nicht in den Mittleren Osten gingen, sondern<br />
in Europa blieben.<br />
Bei den Junioren-Hengsten begeisterte Alexxanderr (v. Excalibur EA),<br />
der in den USA gezogen wurde. Er ist auf Padrons Psyche ingezogen<br />
und schaffte es den Triple Crown Sieger von 2015, AJ Azzam, auf den<br />
Platz des Reserve-Champion zu verweisen.<br />
Halsdon Arabians schickte Ekspulcja ins Rennen, und so konnte sich<br />
die in Polen gezogene Gazal Al Shaqab-Tochter (a.d. Elandra) immerhin<br />
noch die Bronze-Medaille für Shirley Watts, GB sichern.<br />
Christine Jamar brachte mit Emerald J ihren selbstgezogenen Sohn<br />
von QR Marc aus der legendären Emandoria zur Schau, der im Championat<br />
dem jüngeren Excalibur EA knapp unterlegen war. Silber für<br />
Emerald J, Gold für Excalibur EA (v. Shanghai EA), beide <strong>Pferde</strong> sind in<br />
Europa gezüchtet. Auch der dritte im Bunde, Bronze-Champion Morion<br />
(v. Kahil Al Shaqab) stammt aus Europa, gezogen in Michalow.<br />
Das Europa-Championat<br />
Die größte Abwechslung bringt noch immer das Europa-Championat,<br />
da hier einige <strong>Pferde</strong> auftauchen, die an den beiden anderen Schauen<br />
nicht zu sehen sind - zumindest nicht auf den vorderen Rängen.<br />
Und hier hat auch dieses Jahr das kleine Österreich eine Bronze, eine<br />
Silber- und eine Goldmedaille errungen: Gold ging an DA Alihandra<br />
aus der Zucht und im Besitz von Cornelia Kolnberger (die 2016<br />
Bronze gewann), Bronze ging an ihre Stallgenossin und <strong>Vol</strong>lschwester<br />
DA Ariyana. Beide stammen vom letztjährigen Welt-Champion EKS<br />
Alihandro aus der Miss Justice von WH Justice und verkörpern damit<br />
die "magische Formel" Marwan x Justice in der Großelterngeneration.<br />
Wer mit so wenigen Zuchtstuten so erfolgreich ist wie Cornelia Kolnberger,<br />
der darf sich wirklich mit Fug und Recht "Züchter" nennen!<br />
Nach längerer Schau-Abstinenz war auch La Movida wieder am Europa-Championat<br />
vertreten: Lawrence El Gazal (v. Gazal Al Shaqab) holte<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
53<br />
Battle of<br />
the Giants<br />
If we consider the three big shows to be<br />
something like the trendsetters of the "Arabian<br />
industry", then perhaps we can look<br />
forward to the return of the greys. And also<br />
the long string of victories of the Arab countries<br />
seems to be a little bit curtailed, as four<br />
medals went to Europe and the USA at this<br />
year's World Championships.<br />
If you look at the medal winners of the last two years, you will find<br />
numerous names over and over again: Mozn Albidayer, D Ajayeb,<br />
Alexxanderr, AJ Azzam, Morion, DA Alihandra, Melody J, Cyclone OS,<br />
Pustynia Kahila, Belladonna T, Tehama Ballalina, Equator, Equiborn KA -<br />
all of them had won Gold, Silver or Bronze in the two previous years, and<br />
again this year. Do we have so few good horses? Or so few owners, who<br />
are prepared to take all the effort and expenses, to bring their horses to<br />
one of the three big shows? But if we continue to weave this thread, then<br />
we realize how small this "show circus" actually is.<br />
The All Nations Cup<br />
It is a sad truth that despite the fact that the National Championship takes<br />
place at the same event, only two German horses competed in the All<br />
Nations Cup: Lamandro, representing Sax Arabians, who had more than<br />
90 points and achieved the fourth place in his class, and Abudin Al Aqaba<br />
of Waltraut Hobein. The VZAP and the organizing committee should<br />
think outside the box and have a look as to how the French breeders are<br />
integrated with the "Coupe de France" in the World Championships.<br />
Our "little neighbors", Austria and Switzerland, had entered more horses<br />
than the German breeders, and at least one was victorious: The surprise<br />
coup landed Nayla Hayek with HL El Ganador from Chile. Not only has<br />
never before a horse from Chile received championship honors at the<br />
ANC, but also his pedigree is not knitted according to the usual "formula<br />
of success", which means he has neither Gazal Al Shaqab nor Padron's<br />
Psyche in his pedigree. Further, he is a "non-Egyptian" in possession of<br />
a stud that is otherwise known as a breeder of Egyptian horses, Hanaya<br />
Arabians in Switzerland. He also won one of four medals that did not go<br />
to the Middle East but remained in Europe.<br />
Alexxanderr (by Excalibur EA), who was bred in the USA, impressed<br />
among the junior stallions. He is inbred to Padrons Psyche and managed<br />
to push the Triple Crown Winner of 2015, AJ Azzam, to Reserve Champion<br />
position.<br />
Halsdon Arabians sent Ekspulcja to the show and so, the Polish-bred Gazal<br />
Al Shaqab daughter (out of Elandra) could secure at least a Bronze<br />
Medal for Shirley Watts, GB.<br />
Christine Jamar brought Emerald J to the show, her self-bred son by QR<br />
Marc out of the legendary Emandoria. He was beaten by a small margin<br />
by Excalibur EA, so it was Silver for Emerald J and Gold for Excalibur EA<br />
(by Shanghai EA), both horses bred in Europe. Also, the third-placed and<br />
Bronze Champion Morion (by Kahil Al Shaqab) came from Europe, bred<br />
in Michalow.<br />
Shows
Schauen<br />
sich Silber hinter Excalibur EA. Für mich ist er einer der besten Gazal Al<br />
Shaqab-Söhne.<br />
Aus Deutschland angetreten war Cyclone OS aus dem Gestüt Osterhof,<br />
der Bronze bei den Juniorenhengsten holte (letztes Jahr Silber<br />
bei den Jährlingen). Er stammt von dem Brasilianer RFI Farid, der sowohl<br />
Gazal Al Shaqab-, als auch Padron's Psyche frei ist.<br />
Aus Belgien stammte der Bronze-Junioren Champion Emperor KA (v.<br />
QR Marc), während die anderen in Belgien gezogenen <strong>Pferde</strong> alle bereits<br />
eine neue Heimat im Mittleren Osten gefunden haben. Auch ein<br />
polnisches Pferd schaffte es in die Medaillenränge, Pustinia Kahila (v.<br />
Kahil Al Shaqab), die 2013 in Michalow geborene Stute stammt noch<br />
aus der Zucht von Jerzy Bialobok. Hasldons Ekspulsja lag auch beim<br />
Europa-Championat auf dem Bronze-Platz.<br />
Das Welt-Championat<br />
Wer den ANC gesehen hatte, kannte mindestens die Hälfte der <strong>Pferde</strong><br />
bereits. So die Sieger bei den Jährlingsstuten, einzig Om El Erodite,<br />
die Bronze erhielt, war neu. Wir erinnern uns, sie wurde Anfangs des<br />
Jahres für 1,55 Mio Dollar innerhalb der USA verkauft und startete<br />
auch für die USA hier in Paris - der einzige Starter aus den USA in den<br />
Medaillenrängen.<br />
Der ANC-Überraschungssieger HL El Ganador und sein "runner-up"<br />
RD Harenaado wurden hier am Welt-Championat auf die Plätze Silber<br />
und Bronze verwiesen. Gold ging an Figaro (Wadee Al Shaqab /<br />
Shirin by Aisha) - doch davon noch später. Bei den Junioren-Stuten<br />
ging Gold an Mozn Albidayer, die damit ihren Sieg vom ANC <strong>2017</strong><br />
wiederholen und sich seit letztem Jahr von Silber auf Gold verbessern<br />
konnte. Alexxanderr tat es ihr gleich bei den Jungs.<br />
Man kann sagen, was man will, aber die Stuten- und Hengstklassen<br />
sind doch immer am spannendsten. Als Siegerin ging Tehama Ballalina<br />
hervor, die mit Abstand die besten Gänge zeigte und einen Bewegungsablauf,<br />
der hier selten geworden ist, obwohl sie mit 15 Jahren<br />
die älteste Teilnehmerin war. Sie stammt aus Zimbabwe und ist im Besitz<br />
von Al Zobair Stud. Außerdem war sie eines von drei <strong>Pferde</strong>n, das<br />
weder Gazal noch Padron führt. Auf Platz zwei und damit Silber, ging<br />
an Shirin by Aisha - eine tolle Stute, die den Sieg genauso verdient hätte.<br />
Und sie hat auch bereits erfolgreichen Nachwuchs: Der Gold-Junge<br />
bei den Junioren, Figaro, ist ihr Sohn, Wadee, der spätere Gold-Hengst<br />
sein Vater. Also Gold x Silber = Gold, und das alles an einem Weltchampionat,<br />
das ist fürwahr kein schlechtes "Familienergebnis".<br />
The European Championships<br />
The European Championship is still different from the other shows because<br />
here you see some horses that are not seen at the other two shows - at<br />
least not in the front ranks. And here, this year, little Austria has won a<br />
bronze, a silver, and a gold medal: Gold went to DA Alihandra, bred and<br />
owned by Cornelia Kolnberger, Bronze went to her stablemate and full<br />
sister DA Ariyana. Both have last year's world champion EKS Alihandro as<br />
sire and are out of Miss Justice by WH Justice and thus embody the "magic<br />
formula" Marwan x Justice in the grandparent generation. He who<br />
is as successful as Cornelia Kolnberger with so few broodmares is really<br />
entitled to call himself a "breeder"!<br />
La Movida's Lawrence El Gazal (by Gazal Al Shaqab) took silver behind<br />
Excalibur EA. For me, he is one of the best Gazal Al Shaqab sons. Coming<br />
from Germany was Cyclone OS from the stud farm Osterhof, who took<br />
bronze in the junior stallions (last year silver in the yearlings class). His<br />
sire is Brazilian-bred RFI Farid, who is free both of Gazal Al Shaqab and<br />
Padron's Psyche.<br />
The bronze Junior Champion Emperor KA (by QR Marc) came from Belgium.<br />
Also, a Polish-bred horse made it into the medal ranks: Pustinia Kahila<br />
(by Kahil Al Shaqab), born in Michalow still bred by Jerzy Bialobok.<br />
Hasldons Polish-bred Ekspulsja was also in the bronze place.<br />
The World Championships<br />
Anyone who saw the ANC already knew at least half of the horses. And<br />
so, of the winners of the yearling mares, only Om El Erodite, who received<br />
bronze, was new. As we recall, she was sold for 1.55 million dollars to a<br />
new owner within the US at the beginning of the year, and here in Paris,<br />
she was the only US starter in the medal ranks.<br />
The ANC surprise winner HL El Ganador and his "runner-up" RD Harenaado<br />
were relegated to the silver and bronze medals here at the World<br />
Championships. Gold went to Figaro - more about him later.<br />
Gold for the junior mares went to Mozn Albidayer, repeating her ANC<br />
<strong>2017</strong> victory and improving from silver to gold since last year. Alexxanderr<br />
did the same in the group of Junior Colts.<br />
You can say whatever you want, but the mare and stallion classes are<br />
always the most exciting. The winner of the mares was Tehama Ballalina,<br />
who showed by far the best movements and a trot that has become<br />
rare here, although she was the oldest participant at the age of 15. She<br />
comes from Zimbabwe and is owned by Al Zobair Stud. She was also one<br />
of three horses that have neither Gazal nor Padron in her pedigree. In<br />
Medaillenübersicht der Triple Crown-Schauen / Medal Overview of the Triple Crown Shows<br />
All Nations Cup European Championships World Championships<br />
Titel / Title Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.: Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.: Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.:<br />
Yearling Fillies Gold LR ERA DE EXCALIBUR UGY KSA AJ NORAH UAE UAE LR ERA DE EXCALIBUR UGY KSA<br />
Yearling Fillies Silber D MUMAYYAZAH UAE UAE NEMESI REGALIS ITA ITA SERANZA USA ISR<br />
Yearling Fillies Bronze SERANZA USA ISR DA ARIYANA AUT AUT OM EL ERODITE USA USA<br />
Yearling Colts Gold HL EL GANADOR CHI SUI AJ RADMAN UAE UAE FIGARO ITA QAT<br />
Yearling Colts Silber RD HARENAADO USA KUW MADAGASKAR J BEL KSA HL EL GANADOR CHI SUI<br />
Yearling Colts Bronze D SHALLAL UAE UAE EMPEROR K.A. BEL BEL RD HARENAADO USA KUW<br />
Junior Fillies Gold MOZN ALBIDAYER UAE UAE DA ALIHANDRA AUT AUT MOZN ALBIDAYER UAE UAE<br />
Junior Fillies Silber D AJAYEB UAE UAE OBAYANA KA BEL ITA MAD<strong>IN</strong>AT ALBAYDAA EGY EGY<br />
Junior Fillies Bronze LOULOU AL NASSER QAT QAT MELODY J BEL KSA BELLADONNA AT QAT QAT<br />
Junior Colts Gold ALEXXANDERR USA KSA WORTEX KALLISTE FRA BEL ALEXXANDERR USA KSA<br />
Junior Colts Silber AJ AZZAM UAE UAE FUERTE POL KSA FUERTE POL KSA<br />
Junior Colts Bronze IZAN AL CAPE ESP ESP CYCLONE OS GER GER NADEEM EL ARAB USA QAT<br />
Senior Mares Gold ANOOD AL NASSER QAT QAT NESJ EL MARKHISA BEL JOR TEHAMA BALLAL<strong>IN</strong>A ZIM UAE<br />
Senior Mares Silber B<strong>IN</strong>T HAZY AL KHALEDIAH KSA KSA PUSTYNIA KAHILA POL POL SHIR<strong>IN</strong> BY AISHA ITA KSA<br />
Senior Mares Brone EKSPULSJA POL GBR EKSPULSJA POL GBR DELIGHT'S DIVAH RB BRZ KSA<br />
Senior Stallions Gold EXCALIBUR EA ESP UAE EXCALIBUR EA ESP KUW WADEE AL SHAQAB QAT QAT<br />
Senior Stallions Silber EMERALD J BEL BEL LAWRENCE EL GAZAL AUT AUT EQUATOR POL POL<br />
Senior Stallions Bronze MORION POL QAT MANSOUR AL JALAWIYAH KSA KSA EQUIBORN K.A. BEL BEL<br />
54<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
1. Mozn Al Bidayer (SMA Magic One /<br />
Mattaharii), Al Bidayer Stud/KSA - 2 x<br />
GOLD (Aachen, Paris)<br />
2. Wadee Al Shaqab (Marwan Al Shaqab<br />
/ OFW Mishaahl), Al Shaqab Stud/QAT<br />
- 1 x GOLD (Paris)<br />
3. Alexxanderr (Excalibur EA / AR Most<br />
Irresistible), El Sayed Stud/KSA - 2 x<br />
GOLD (Aachen, Paris)<br />
4. Figaro (Wadee Al Shaqab / Shirin by<br />
Aisha), Al Jassimya Farm/QAT - 1 x<br />
GOLD (Paris)<br />
5. LR Era de Excalibur (Excalibur EA /<br />
Expected Beauty), Al Sayed Stud & Las<br />
Rosas Estancia/KSA & URG - 2 x GOLD<br />
(Aachen & Paris)<br />
6. Tehama Ballalina (Tehama Na Sidaqa<br />
/ JJ Shai Majestic Queen), Al Zobair<br />
Stud/UAE - 1 x GOLD (Paris)<br />
Shows<br />
<br />
<br />
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<br />
<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
55
Schauen<br />
Was die Hengstklasse anbelangt, so war das diesjährige Welt-Championat<br />
für mich ein "déja vu" aus dem Jahr 2015 - damals wie heute wurde<br />
der "Sieger der Herzen" und der Publikumsliebling von den Richtern<br />
auf Platz zwei gesetzt: Equator. Verlor er 2015 gegen Hariry Al Shaqab,<br />
so war es dieses Jahr Wadee Al Shaqab, in beiden Jahren hat "Feinheit"<br />
über "Solidität" gewonnen. Schade, damit wurde wiederum eine Chance<br />
vertan, die Züchter (zurück) auf den rechten Weg zu lotsen.<br />
Ein paar Zahlen zum Schluss<br />
Noch vor kurzem schienen nahezu alle Juniorenklassen einheitlich<br />
braun zu sein, bestehend aus entweder Marwan oder QR Marc-Nachkömmlingen.<br />
Zumindest was das Farbspektrum anbelangt, scheinen<br />
die Schimmel wieder zurückzukommen: Insgesamt waren von den 54<br />
Medaillengewinnern 33 Schimmel, 15 Braune, der Rest Füchse.<br />
Das Gazal Al Shaqab-Blut ist weiter auf dem Vormarsch. Von den 54<br />
Medaillengewinnern waren 2 direkte Gazal-Nachkommen, 2 waren<br />
Marwan-Nachkommen, 13 <strong>Pferde</strong> teilten sich auf die folgenden Marwan-Söhne<br />
auf: QR Marc (4), EKS Alihandro (3), Wadee Al Shaqab (2),<br />
Hariry Al Shaqab (2) und Kahil Al Shaqab (2). QR Marc war zusätzlich<br />
noch über zwei seiner Söhne vertreten, die ihren Nachwuchs vorstellten:<br />
Espressivo und Emerald J.<br />
Im Gegensatz dazu war die Padrons Psyche Dynastie vor allem über<br />
WH Justice (2), seinen Sohn Shanghai EA (6) sowie dessen Sohn Excalibur<br />
EA (5) vertreten. Daneben war noch ein Ajman Moniscione-Kind<br />
in den Medaillenrängen und eines von SMA Magic One, einem Enkel<br />
von Padrons Psyche. Nun sind dies nur die Hengstlinien, nimmt man<br />
die Mutterseite noch hinzu, so führen rund 57% Gazal-Blut, 27 % Padrons<br />
Psyche, frei von beidem waren nur drei <strong>Pferde</strong>. Aber bei aller Kritik,<br />
die man äußern kann, weil die Blutführung der Top-Schau-<strong>Pferde</strong><br />
sich immer weiter verengt, so war doch der Höhepunkt der Schau, als<br />
Gazal Al Shaqab die Halle betrat, der hier mit der Platin-Medaille ausgezeichnet<br />
wurde, wie auch zuvor in Aachen mit dem Lifetime Achievement<br />
Award. Es war dies so ein Moment, wo Gänsehaut-Feeling<br />
aufkam. Er ist eine Legende, und er hat sich bereits zu Lebzeiten ein<br />
Denkmal gesetzt durch seine Söhne, Enkel, Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel,<br />
die hier vertreten waren. Er selbst, sowie sein Sohn Marwan und seine<br />
Enkel Wadee, Hariry und Kahil Al Shaqab waren Welt-Champions und<br />
stammen alle aus einer Zucht. Das ist einmalig.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
the second place, therefore winning silver, came Shirin by Aisha - a great<br />
mare who would have deserved the victory as well. And she already has<br />
successful offspring: The junior gold winner Figaro is her son, Wadee, the<br />
later gold stallion his sire. So gold x silver = gold, and all that in one and<br />
the same World Championships is not a bad "family result" at all.<br />
As far as the stallion class is concerned, this year's World Championship<br />
for me was a "Déja Vu" from 2015 - then as now, the "winner of the hearts"<br />
and the crowd favorite was placed second by the judges: Equator. He lost<br />
in 2015 against Hariry Al Shaqab and this year against Wadee Al Shaqab,<br />
in both years "refinement" was placed above "solidity". Too bad, another<br />
chance was missed, to guide the breeders (back) to the right path.<br />
Some figures at the end<br />
Until quite recently, almost all junior classes appeared uniformly brown,<br />
consisting of either Marwan or QR Marc descendants. At least as far as<br />
the color spectrum is concerned, the greys seem to come back again: Altogether,<br />
of the 54 medal winners, 33 were grey, 15 bay, the rest were chestnut.<br />
The Gazal Al Shaqab blood is still on the rise. Of the 54 medal winners, 2<br />
were direct Gazal offspring, 2 were by Marwan, 13 horses belonged to the<br />
following Marwan sons: QR Marc (4), EKS Alihandro (3), Wadee Al Shaqab<br />
(2), Hariry Al Shaqab (2) and Kahil Al Shaqab (2). QR Marc was also<br />
represented by two of his sons who introduced their offspring: Espressivo<br />
and Emerald J.<br />
In contrast, the Padrons Psyche Dynasty was represented mainly by WH<br />
Justice (2), his son Shanghai EA (6) and his grandson Excalibur EA (5). There<br />
was also a son of Ajman Moniscione in the medal ranks and of one of<br />
SMA Magic One, who is a grandson of Padron's Psyche. Now, these are just<br />
the stallion lines, if you add the dam's side, then around 57% carry Gazal's<br />
blood, 27% Padrons Psyche, only three horses were free of either blood.<br />
But with all the criticism that can be expressed, because the bloodlines<br />
of the top show horses narrow more and more, the highlight of the show<br />
was Gazal Al Shaqab entering the arena. He was awarded here with the<br />
platinum medal, as before in Aachen with the Lifetime Achievement<br />
Award. It was one of such moments when you start feeling goosebumps.<br />
He is a legend, and he is already commemorated during his lifetime by<br />
his sons, grandsons, great-grandsons, and great-great-grandsons, who<br />
were represented here. He himself, as well as his son Marwan and his<br />
grandchildren Wadee, Hariry and Kahil Al Shaqab, were World Champions<br />
and all were bred by one and the same stud. That is unique. -gw-<br />
Platin-Champion<br />
Gazal Al Shaqab (Anaza El Farid / Kajora),<br />
Al Shaqab Stud / QAT<br />
56<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
1. Shirin by Aisha (WH Justice / Aisha by Missouri),<br />
Athbah Stud/KSA - 1 x SILVER (Paris)<br />
2. RD Harenaado (Hariry Al Shaqab / DM Endless Romance),<br />
Woody Arabians/ITA - 1 x SILVER (Aachen),<br />
1 x BRONZE (Paris)<br />
3. HL El Ganador (HP Shakir TE / Lonco Bay Maria),<br />
Hanaya Stud/SUI - 1 x GOLD (Aachen), 1 x SILVER<br />
(Paris)<br />
4. DA Alihandra (EKS Alihandro / DA Miss Justice),<br />
Diamond Arabians/AUT - 1 x GOLD (Verona)<br />
5. Fuerte (Shanghai EA / Frymuszka), Abhaa Arabians/KUW<br />
- 1 x GOLD (Paris)<br />
6. Om El Erodite (EKS Alihandro / Om El Excella), P.<br />
Dempsey/USA - 1 x BRONZE (Paris)<br />
Shows<br />
<br />
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<br />
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4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
57
Denkanstösse<br />
Die Geister, die ich rief!<br />
Aktuelles<br />
Vor kurzem geisterten tagelang Fotos<br />
und Videos von einem amerkanischen<br />
"Wunderfohlen" durch die sozialen Medien<br />
und durch's Netz, dessen Kopf von den<br />
einen hochgejubelt wird und angeblich schon<br />
7 Millionen Dollar wert sein soll, von den<br />
anderen gebrandmarkt wird als Glöckner<br />
von Notre Dame, als Mißgeburt. Die British<br />
Veterinary Association (BVA) hat ihm einen<br />
Artikel in ihrem Veterinary Record gewidmet,<br />
die <strong>Pferde</strong>presse hat das Thema aufgegriffen,<br />
Newsportale berichten über den Kleinen, ja<br />
sogar die Bild-Zeitung verbreitet seine "Story",<br />
d.h. die Geschichte eines völlig überzüchteten<br />
Araberfohlens.<br />
Das Extrem als Zuchtstandard?<br />
Lassen wir einmal dahingestellt, warum das<br />
Fohlen so aussieht, wie es aussieht, ob es<br />
eine Mißbildung, eine Mutation, oder das Ergebnis<br />
einer gewollten, gezielten Züchtung<br />
ist. An die schlimmste Variante, nämlich die<br />
einer operativen "Nachhilfe", möchte ich gar<br />
nicht denken. Tatsache ist, dass der Typ dieses<br />
Fohlens die Menschen zutiefst spaltet.<br />
Da sind die einen, u.a. die Besitzer, die ihn für<br />
den "King" halten, auf den die Welt gewartet<br />
hat ("The World has been waiting..."). Für die<br />
anderen ist er das Produkt einer Qualzucht,<br />
ein Extrem. Das Problem aber ist gar nicht<br />
dieses eine Fohlen. Das Problem ist vielmehr,<br />
dass es tatsächlich Leute gibt, dass es Züchter<br />
gibt, die dieses Fohlen als das Schönheitsideal<br />
des arabischen <strong>Pferde</strong>s preisen. Sie<br />
scheinen (noch) in einer Minderheit zu sein.<br />
Aber lassen wir einmal die Älteren unter uns<br />
"aussterben", und die neuen Züchter nur mit<br />
Bildern wie diesen in die Zucht hineinwachsen<br />
- wie wird dann das arabische Pferd, in<br />
10 oder 20 Jahren aussehen? Wenn nun auch<br />
noch die Richter diesen jungen Hengst auf<br />
Schauen mit Höchstnoten belohnen, weil<br />
das Richtsystem die Extreme belohnt, weil sie<br />
dem sozialen Zwang nicht widerstehen können,<br />
oder weil sie diesen "Typ" tatsächlich als<br />
das Zuchtziel ansehen, dann ist eine weitere<br />
Weiche gestellt, denn mit ihrem Urteil, mit ihrer<br />
Bewertung, geben die Richter auch eine<br />
Stimme für das zukünftige Aussehen des arabischen<br />
<strong>Pferde</strong>s ab: Jedes Mal, wenn sie eine<br />
20 für einen extremen Kopf vergeben, ermutigen<br />
sie die Züchter, noch extremere Köpfe<br />
zu züchten.<br />
Negativpresse für die Rasse<br />
Solange dieses Thema innerhalb der Araberzüchter<br />
und -freunde diskutiert wurde, gab<br />
es Pro und Contra, gab es Befürworter und<br />
Gegner, gab es diejenigen mit Dollarzeichen<br />
in den Augen und die Ewiggestrigen - aber es<br />
hat sich nicht viel geändert. Nun aber wurde<br />
das Thema, da es von der allgemeinen <strong>Pferde</strong>presse,<br />
ja sogar von der "Nicht-<strong>Pferde</strong>presse"<br />
aufgegriffen wurde, auf eine neue Ebene gehoben.<br />
Und hier können wir noch nicht absehen,<br />
wohin die Reise geht. Manche glauben,<br />
das Wichtigste ist, Aufmerksamkeit zu erregen<br />
nach dem Motto "Any Promotion is Good<br />
Promotion". Und "Aufmerksamkeit" könnte<br />
der Araber bei den <strong>Pferde</strong>liebhaber und in<br />
der Öffentlichkeit ja durchaus gebrauchen.<br />
Aber kann diese Art der Aufmerksamkeit<br />
wirklich der Rasse dienlich sein? Ich fürchte<br />
nein. Der Araber wird außerhalb seiner Liebhabergemeinde<br />
einmal mehr zur Groteske,<br />
die gesamte Rasse wird einmal mehr als völlig<br />
überzüchtet dargestellt, verrückt war sie ja<br />
eh' schon immer.<br />
Als erster Verband hat die Arab Horse Society<br />
(AHS) in Großbritannien nun ein Statement<br />
verfasst, dass es sich bei dem Fohlen<br />
um ein US-amerikanisches Zuchtprodukt<br />
handele und man in Großbritannien ein arabisches<br />
Pferd möchte, das für alle Disziplinen,<br />
inklusive Distanzreiten, Rennen, gerittene<br />
Schau-Klassen, Dressur und Springen, sowie<br />
als Familienpferd geeignet ist. Weiter heißt es:<br />
"Die AHS wird auch weiterhin die Zucht des<br />
<strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s in seiner natürlichen Form<br />
als vielseitiges Pferd, das es ist, unterstützen<br />
und fördern, und unterstützt dessen Wohlergehen<br />
und die Aufklärung und Weiterbildung<br />
seiner Besitzer, Züchter und Freunde."<br />
Es ist im Grunde traurig, dass sich ein Zuchtverband<br />
dazu genötigt fühlt, solch ein Statement<br />
abzugeben. Traurig ist auch, dass solche<br />
Extreme offensichlich viel Geld einbringen.<br />
Ob nun die 7 Millionen Dollar stimmen oder<br />
nicht, andere <strong>Pferde</strong> vor ihm haben tatsächlich<br />
nur aufgrund ihres Kopfes sechs- und<br />
siebenstellige Summen eingebracht. Aber es<br />
ist noch trauriger, dass ein deformierter Kopf<br />
Millionen wert sein soll, während Hunderte<br />
von gut gebauten <strong>Pferde</strong>n jedes Jahr zum<br />
Schlachtpreis verkauft werden.<br />
Imageschaden - was nun?<br />
Die Lawine der Negativpresse ist losgetreten<br />
- was kann man jetzt noch tun, um die Auswirkungen<br />
einzugrenzen? Eine Möglichkeit<br />
ist, diese Meldungen in den sozialen Medien<br />
nicht mehr zu teilen. Egal wie und was in<br />
den Kommentaren diskutiert wird, es bleibt<br />
nur das Bild in den Köpfen der Leser hängen.<br />
Ich willl damit niemandem einen Maulkorb<br />
verpassen, aber man sollte sich über die Auswirkungen<br />
von Facebook & Co. bewußt sein,<br />
und bewußt damit umgehen. Eine reflektierte<br />
Auseinandersetzung mit einem Thema ist<br />
in Facebook kaum möglich. Genau aus diesem<br />
Grunde hat <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> die Originalmeldung<br />
auch nicht geteilt, werden weder<br />
Namen des Fohlens noch der Besitzer hier<br />
genannt, und das Bild wurde "verfremdet"<br />
(wobei leider die Umrisse dem Originalfoto<br />
entsprechen). Es soll aber gleichzeitig zu einer<br />
konstruktiven Auseinandersetzung mit<br />
dem Thema aufgerufen werden!<br />
Eine weitere Möglichkeit ist es, positive Presseberichte<br />
über unsere Rasse in den Medien<br />
(außerhalb der Fachjournale) zu lancieren,<br />
die Leistung und Charakter unserer <strong>Pferde</strong> in<br />
den Mittelpunkt stellen. Auch wichtig: <strong>Pferde</strong><br />
zum Anfassen! Wer einmal direkten Kontakt<br />
mit einem "gar nicht so spinnerden Araber"<br />
hatte, und wer die nötige Sensibilität aufbringt,<br />
wird sich dem Charme dieser <strong>Pferde</strong><br />
nicht entziehen können. Es liegt an jedem<br />
einzelnen von uns, positive Beispiele zu finden<br />
und zu verbreiten, um das Image dieser<br />
liebenswerten <strong>Pferde</strong> wieder aufzupolieren.<br />
Sie haben es verdient.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
58<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Food for Thought<br />
The Spirits that I called!<br />
Not so long ago, we were haunted by<br />
photos and videos of an American<br />
"wonder foal" on social media and<br />
the world wide web, whose head is highly<br />
acclaimed by the one and supposedly worth<br />
7 million dollars, and is branded by the<br />
others as Hunchback of Notre Dame, as a<br />
malformation. The British Veterinary Association<br />
(BVA) has dedicated him an article in<br />
their Veterinary Record, the horse press has<br />
tackled the topic, news portals report on the<br />
little one, and even the tabloids spread his<br />
"story", i.e. the story of a completely overbred<br />
Arabian foal.<br />
The Extreme as Breed Standard?<br />
No matter what the reasons are that cause<br />
the foal to look the way it looks, may it be<br />
a malformation, a mutation, or the result of<br />
an intentional, purposeful breeding. I do not<br />
want to think of the worst variant, the one of<br />
an operative "improvement". Fact is that the<br />
head of this foal deeply divides the Arabian<br />
breeder's community. There is the one, i.e.<br />
the owners who believe, the colt is the "King"<br />
for which "the world has been waiting". For<br />
others, he is the result of extreme breeding,<br />
which may cause health problems and suffering.<br />
But the problem is not this one foal.<br />
The problem is rather that there are actually<br />
people, that there are breeders, who praise<br />
this foal as the beauty ideal of the Arabian<br />
horse. They (still) seem to be in a minority.<br />
But let the elders among us "die out", and<br />
the new breeders grow into the breed only<br />
with pictures like this in their minds - what<br />
will the Arabian horse look like in 10 or 20<br />
years? And if the judges are now rewarding<br />
this young colt with high marks on shows,<br />
because our judging system rewards the extremes,<br />
because they can not resist the social<br />
pressure, or because they actually consider<br />
this "type" as the breeds ideal, another<br />
switch is set, because, with their judgment,<br />
they also cast a vote for the future appearance<br />
of the Arabian horse: every time they give<br />
a 20 for an extreme head, they encourage the<br />
breeders to breed even more extreme heads.<br />
Negativ Press for the Breed<br />
As long as this subject was only discussed<br />
within the Arabian horse breeders community,<br />
there were pros and cons, there were<br />
advocates and opponents, there were the<br />
ones with Dollar signs in their eyes and those<br />
who live in the past - but nothing much<br />
has changed. But now, the subject was picked<br />
up by general horse magazines, even<br />
the "non-horse press" picked it up, and lifted<br />
it to a new level. And here, we cannot even<br />
assume where the end of the journey may<br />
be. Some people believe, the most important<br />
thing in this business is to get attention,<br />
according to the motto "any promotion is<br />
good promotion". And "promotion" among<br />
the horse lovers and the general public, the<br />
Arabian breed could certainly use. But can<br />
this kind of "promotion" be beneficial for the<br />
breed? I am afraid, not. The Arabian horse<br />
is once again becoming a grotesque outside<br />
its own community of lovers. The entire<br />
breed is once more branded as overbred,<br />
and crazy, it has always been.<br />
The first breed society, that has published<br />
a statement, was the Arab Horse Society<br />
(AHS) in Great Britain, stating "this is an<br />
American horse but in the UK we promote<br />
the Arabian horse for all disciplines including<br />
endurance, racing, ridden showing,<br />
dressage and show jumping and as a family<br />
horse. The Arab horse society will continue<br />
to promote the breeding of the Arabian<br />
horse in its natural form as the versatile<br />
animal that it is and will promote its welfare<br />
and the education of owners, breeders,<br />
and enthusiasts."<br />
It is really sad, that a breed society feels obliged<br />
to publish such a statement. It is also<br />
sad, that this type of extreme head is apparently<br />
worth a lot of money. Whether or not,<br />
those 7 Million Dollars are true, there were<br />
other horses before him that have brought<br />
actually six- and seven-figure sums. But it is<br />
even sadder that a deformed head is worth<br />
millions, while hundreds of well-built horses<br />
are sold at the slaughter price every year.<br />
Image damaged - what now?<br />
The avalanche of the negative press has<br />
broken loose - so what can we do now, to<br />
contain the damage? One possibility is to<br />
stop sharing this picture in the social media.<br />
No matter in which way it will be discussed<br />
in the comments, it is the picture<br />
that will remain in the heads of the readers.<br />
I have no intention to muzzle anybody but<br />
everybody sharing this picture should be<br />
aware of the effects of Facebook & Co.,<br />
and act responsibly. A reflected discussion<br />
on this kind of subject does not seem<br />
to be possible on Facebook. That's why we<br />
haven't shared the original post and have<br />
not and will not mention the name of the<br />
foal or their owners. But at the same time,<br />
however, a constructive discussion with the<br />
topic is to be called for!<br />
There is another option, which is to launch<br />
positive articles about our breed in the media<br />
(outside the specialized breed journals),<br />
which highlight the performance and character<br />
of our horses. Also important: horses<br />
to touch! Anyone who has had direct contact<br />
with a "not so crazy Arab" and who brings<br />
the necessary sensibility will not be able to<br />
escape the charm of these horses. It is up to<br />
each and every one of us to find and spread<br />
positive examples to revamp the image of<br />
these lovable horses. They deserve it.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Current Affairs<br />
a deformed head is worth<br />
millions, while hundreds<br />
of well-built horses are<br />
sold at the slaughter<br />
price every year.<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
59
Helden der Geschichte<br />
Muselmann<br />
Der<br />
Jacob Noa Epp<br />
Helden der Geschichte<br />
Bei der diesjährigen Hengstparade in Marbach wurde die (wahre) Geschichte des<br />
Jacob Noa Epp nacherzählt, der mit seiner Familie in den Kaukasus auswanderte,<br />
dort überfallen, verschleppt und als Sklave verkauft wurde, beim Vizekönig in<br />
Ägypten diente, schließlich von König Wilhelm I. freigekauft wurde und aus Dankbarkeit in<br />
seine Dienste trat. Ein Stück württembergische Geschichte.<br />
Die Nachwehen der Napoleonischen Kriege, die allgemeine Verarmung<br />
des <strong>Vol</strong>kes und die Hungerjahre 1816/17, erregten im<br />
württembergischen Landvolk eine wahre Auswanderungsseuche.<br />
In der Tat wanderten viele Schwaben aus nach Amerika, an den<br />
Wolgastrand, in die Krim und ins Kaukasusgebiet. Kaiser Alexander<br />
I. von Rußland lockte die Leute durch allerlei goldene Versprechungen<br />
in sein Reich; ausgiebige Landzuteilung mit völliger Steuerfreiheit<br />
wurde ihnen zugesagt, überdies Freiheit vom Militärdienst und<br />
Selbstverwaltung ihrer Gemeinden. So war’s kein Wunder, daß viele<br />
der notleidenden Deutschen auf den vorgehaltenen russischen Köder<br />
anbissen. Zu ihnen gehörte auch Rudolf Epp, Weingärtner zu Reutlingen<br />
mit seiner Familie, darunter auch der 9jährige Jakob Noa.<br />
Mit Sack und Pack in den Kaukasus<br />
Die Familie Epp zog nicht allein in die Ferne. Mehrere Familien schlossen<br />
sich zusammen, um in der Fremde sich gegenseitig Halt und Hilfe<br />
zu sein. An einem Märzmorgen 1817 begann die Reise. Von Unterhausen<br />
die Steige nach Holzelfingen hinauf, wo die Achalm zum letztenmal<br />
herübergrüßte, über die Münsinger Alb nach Ulm. Dort bestieg<br />
die ganze Gesellschaft eine Ulmer Schachtel und schwamm die Donau<br />
hinab. An Ingolstadt, Regensburg und Passau ging’s vorbei, an<br />
Linz, Wien und Budapest. Hinter Belgrad passierten sie die türkische<br />
Grenze. Noch allerlei Abenteuer warteten auf die Reutlinger, bis sie<br />
endlich in Russland angekommen waren. Nun wandten sie die Deichsel<br />
nach Südost, überquerten die Pässe des Kaukasus und trafen wiederum<br />
nach viermonatlichem Hin und Her in ihrem Bestimmungsorte<br />
Katharinenfeld ein. Die neuen Ansiedler waren in Katharinenfeld hoch<br />
willkommen. Etwa hundert deutsche Bürger evangelischer Konfession<br />
hatten sich dort seßhaft gemacht, also rund 400 bis 300 Seelen. Mit<br />
den frischen Ansiedlern wuchs auch die Sicherheit des Dorfes gegen<br />
herumstreichende Zigeuner und anderes Gesindel.<br />
Zehn Stunden nördlich von Katharinenfeld lag Tiflis, die Hauptstadt<br />
des Gouvernements Kaukasien, damals eine Stadt von etwa 4000<br />
Häusern und 23 000 Einwohnern. Europa und Asien reichte sich dort<br />
die Hand. Daher auch ein Mischmasch von Bevölkerung: Armenier,<br />
Georgier, Russen, Tataren, Perser, Griechen, Polen. Dieses Tiflis war<br />
eine wohlhabende, mächtig aufstrebende Handelsstadt, ein lohnendes<br />
Absatzgebiet für Katharinenfeld.<br />
Die Jahre flogen, man schrieb 1826. Noa zählte nun achtzehn Jahre. Um<br />
jene Zeit schwirrten beunruhigende Gerüchte durch die Siedlung, wie<br />
ein Alpdruck lag auf den Kolonisten die Furcht vor feindlichem Überfall.<br />
Erst im Jahr 1799 hatten die Russen Tiflis besetzt, seit 1801 war Kaukasien<br />
als Provinz dem Zarenreiche einverleibt und die Gebirgsstämme russische<br />
Untertanen; dem Namen nach. In Wirklichkeit aber hausten die<br />
Bergvölker als freie Räubernomaden in den Tälern und Schluchten des<br />
wilden Kaukasus und überfielen die umliegenden Dörfer. Neben der<br />
Beute an totem Inventar wurden auch die Bewohner fortgeschleppt;<br />
kräftige Männer wurden als Arbeitssklaven verkauft, die Frauen und<br />
Mädchen in türkische Harems. Zu den gefürchtetsten Raubstämmen<br />
gehörten die tatarischen Lesgier; ihre Schlupfwinkel in den Schluchten<br />
des Kaukasus lagen wenige Tagesreisen abseits von Katharinenfeld. Bisher<br />
waren sie unschädlich gewesen. Eine starke russische Schutzwache<br />
aus Donkosacken hielt sie im Schach. Als aber im Jahre 1826 zwischen<br />
Persien und Russland kriegerische Verwicklungen entstanden, schickte<br />
Russland seine Kosaken an die Front. Von da an tauchte nur noch<br />
vereinzelt ein Kosake bei den Dörfern auf. Die scharfäugigen Lesgier<br />
merkten das und wußten, nun kommt unsere Zeit wieder, unser altes<br />
Handwerk kann wieder aufleben, die zünftige Räuberei.<br />
Als eines Tages die Sonne rot am Abendhimmel stand, jagte der vor<br />
dem Dorf als Wache aufgestellte Reiter durchs Dorf mit dem Schreckensruf:<br />
„Die Lesgier kommen, sie sind mir auf den Fersen! Flieht!”<br />
Und schon knallten Flintenschüsse am Dorfeingang. Die aufgeschreckten<br />
Bewohner rissen einen Augenblick die Fensterflügel auf; sie versuchten<br />
durch Hintertüren und Gärten zum Oberdorfe sich zu retten.<br />
Wer sich bis auf die Straße wagte, wurde niedergestoßen oder gefangen.<br />
Unser Noa rannte zum Oberdorf und fand seine Eltern und Geschwister<br />
im Haufen der Flüchtlinge. Die Lesgier drängten nach, sie<br />
schossen und stachen in das wehrlose Gewimmel. Was ihnen wertvoll<br />
schien und transportabel war, schleppten sie mit, das übrige wurde vernichtet.<br />
Im Wirrwarr war es Noa gelungen, sich wegzustehlen; er wußte<br />
in der Nähe ein dichtes Gebüsch, dorthin rannte er um sein Leben und<br />
versteckte sich. Aber das Falkenauge eines Lesgiers hatte ihn erspäht.<br />
An den Haaren zog er den Unglücklichen ins Freie. Dort zwang er ihn,<br />
vor den Sattel zu sitzen; knotete ihm die Hände auf den Rücken zusammen<br />
und verschnürte die Füße unter dem Bauch des <strong>Pferde</strong>s.<br />
Der Lesgier ritt mit Noa weiter. Am Ufer wartete ein Türke namens<br />
Mellega, der mit den Lesgiern unter einer Decke steckte. Ihm wurde<br />
Epp nebst sieben weiteren Gefangenen verkauft. Eine Woche war Noa<br />
im Dienste des Sklavenhändlers. Er stand gerade unter der Haustüre<br />
seines Herrn, als ein Bedienter des Pascha von Akiska vor Mellega trat:<br />
„Herr,“ sprach er, „dein Sklave Hassan gefällt dem Pascha; er ist gesund<br />
und schön und stark. Der Pascha wird ihn dir abkaufen; er muß sofort<br />
mitkommen. Was willst du dafür?” - „Mein Herr möge ihn geschenkt<br />
nehmen, so er Freude an ihm hat. Unter Brüdern würde er 6000 Piaster<br />
gelten.”<br />
Nicht lange verblieb Noa im Hause des Akiska-Pascha. Es war Sitte,<br />
daß sich zu jener Zeit die Großen und Gewaltigen mit Sklaven vergnügten.<br />
So kam Noa als Präsent an den Pascha von Erzurum und von<br />
diesem nach einem Jahr an den Medschid Effendi, den Schatzmeister<br />
des Sultans in Konstantinopel.<br />
Dieser Effendi war ein wirklich menschenfreundlicher Gebieter. Noa<br />
wurde nicht mißhandelt. Speise und Trank waren vollauf genügend<br />
für ihn. Die Beschäftigung Epps, er hieß jetzt Rustan, bestand einzig<br />
und allein darin, daß er seinem Herrn zur bestimmten Zeit mit einer<br />
60<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
aus Schwaben<br />
Fotos: Oliver Seitz (2), G. Waiditschka (3)<br />
<br />
Helden der Geschichte<br />
1 - Die Reise in den Kaukasus - dargestellt von Josef<br />
Fischer mit den Ochsen Attila und Remus.<br />
2 - Beschauliches Dorfleben<br />
3 - Überfall der Lesgier<br />
4 - Berittener Lesgier - dargestellt von den<br />
Auszubildenden aus Marbach, beritten auf<br />
Rubinstern (v. Rubinstein).<br />
<br />
<br />
<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
61
Helden der Geschichte<br />
Muselmann<br />
Der<br />
Jacob Noa Epp<br />
Tasse Mokka aufwartete und daß er jederzeit imstande war, eine sorgfältig<br />
zusammen und wurde in das Militärspi- tal gebracht. Der<br />
geputzte, richtig mit feinstem Tabak gestopfte Pfeife seinem Ef-<br />
fendi mit glühender Kohle in Brand zu setzen. Somit war er quasi, zum<br />
Spitalarzt, ein Armenier, hatte Mitleid mit<br />
lieferten Patienten. Um jene Zeit hielt<br />
dem neu einge-<br />
sich in Kairo<br />
"konstantinopolitanischen Rauchtabakspfeifenverwalter” avanciert. auch der schwäbische Missionar Kug- ler auf, geboren<br />
Noa hätte also, rein äußerlich betrachtet, ein beschauliches Leben<br />
gehabt. Aber wie oft lag er schlaflos, wie oft wurden ihm die Augen<br />
feucht, wenn er an das Schicksal von Eltern und Geschwistern dachte.<br />
in Schopfloch. Er war auf der<br />
sein Arbeitsgebiet Abessinien. Dieder<br />
Armenier auf seinen in so be-<br />
Durchreise in<br />
sen machte<br />
trübter<br />
Das lag über ihm wie eine dunkle Wolke.<br />
Lage befindlichen Landsmann a u f -<br />
Nun geschah es. daß der Medschid Pascha dem Vizekönig von Ägypten,<br />
Mehmed Ali, eine Freude machen wollte. Was konnte diesem<br />
kriegslustigen Gewalthaber lieber sein als Stärkung seiner Militärmacht.<br />
merksam. Kugler besuchte Epp,<br />
ihn um sein Vaterland und um<br />
Wünsche. Nicht lange nach Kugbefragte<br />
s e i n e<br />
lers Besuch<br />
So wählte denn Medschid Pascha von seiner Palastkompagnie kam ein preußischer Apotheker ins Spital.<br />
die schönsten und tüchtigsten Sklaven aus, 25 Mann, darunter auch<br />
Noa, und schickte sie nach Kairo.<br />
Der Preuße redete den erstaunder<br />
Muttersprache an. Das erten<br />
Noa in<br />
weckte sein<br />
In den Diensten Mehmed Alis<br />
Mehmed Ali war eben im Begriff, seine Armee nach europäischem<br />
Muster zu bemannen und auszubilden. Dazu bedurfte er vor allem<br />
eines tüchtigen Offizierskorps. Um dieses zu gewinnen, wurden die<br />
intelligentesten Rekruten in die Kasernenschule geschickt, die Auslese<br />
davon rückte dann in die KadettenschuIe vor, auch unser Noa, der<br />
jetzt Elparis hieß. Er hatte in der Kasernenschule türkisch lesen und<br />
schreiben gelernt, sprach daneben russisch, persisch und arabisch,<br />
war ein flotter Reiter, hatte in Konstantinopel gute Manieren sich angeeignet,<br />
war fleißig und willig, kurz, er besaß alle Eigenschaften eines<br />
künftigen Offiziers.<br />
Gegenwart und Zukunft hätten für einen Türken ziemlich sonnenhell<br />
ausgesehen. Doch schon auf der Reise von Konstantinopel nach Kairo<br />
war unter den Kameraden Noas der Verdacht aufgetaucht, Elparis sei<br />
kein Muslim. Er sprach nicht die vorgeschriebenen Gebete, er hatte<br />
nie den Wunsch einer Wallfahrt nach Mekka, besuchte in Kairo auch<br />
keine Moschee. Der Verdacht verdichtete sich zur Gewissheit. Das<br />
wurde den fanatischen Vorsehern der Soldatenschule hinterbracht.<br />
Bei einem Verhör wurde er eingehend nach Heimat, Herkunft und<br />
Schicksal befragt, auch nach seiner Religion. Eine Ausflucht war unmöglich.<br />
Wollte Noa auch nicht. Eine Leibesvisitation hätte sofort bewiesen,<br />
daß ihm das den Juden und Mohammedanern gemeinsame<br />
Bundeszeichen, die Beschneidung, fehle. So bekannte er offen und<br />
freimütig, daß er Deutscher sei und Christ.<br />
Die Muftis erklärten ihm, welche Vorteile der Übertritt zum Islam ihm<br />
brächte: Die höchsten Ehrenstellen als Offizier, im Paradies die süßesten<br />
Wonnen in höchster Potenz. Noa setzte ihrer Werbung ein festes „Nein”<br />
entgegen. Nun änderten sie die Tonart ihres Bekehrungseifers. Sie drohten<br />
mit einer Sohlen-Bastonade von 500 Streichen. Noa wußte, was ihm<br />
bevorstand, entsetzliche Qualen, vielleicht Siechtum. Trotzdem beharrte<br />
er auf seiner Weigerung. Ohne lang Federlesens zu machen, wurde<br />
an Epp die Missionsprozedur vollzogen, unbarmherzig.<br />
Noch war keine Stunde vergangen, noch hatten sich die rasenden<br />
Schmerzen um kein Härchen gemindert, da setzte schon der zweite Teil<br />
der Bekehrungsprozedur ein. Er wurde auf eine Art Pritsche geworfen,<br />
handfeste Kerle hielten ihm Arme und Beine, und nun wurde an ihm die<br />
Beschneidung vollzogen. Auf die Frage, ob er immer noch dem Christentum<br />
anhänge, trotz Bastonade und Beschneidung, gab er die unter<br />
solchen Umständen sehr gewagte Antwort: „Jawohl, ich bleibe Christ!”<br />
Die Mißhandlung und all die grausigen Erlebnisse der letzten Jahre<br />
warfen unseren Noa darnieder, er brach körperlich und seelisch<br />
62<br />
Vertrauen. Ganz offen erzählte<br />
er sein trauriges<br />
Schicksal und sprach von<br />
dem heißen<br />
Wunsch, frei zu werden und ins<br />
Vaterland<br />
heimkehren zu dürfen. Es wur-<br />
de ein Konsul<br />
namens Daniel Dumreicher ein-<br />
geschaltet,<br />
dieser gab die ernsthafte und<br />
erfreuliche Zusicherung,<br />
daß er alle Hebel in Be- wegung setzen<br />
werde, um Noa zu befreien. Wel-<br />
che Schritte dieser<br />
wackere Konsul unternahm, erfuhr vorerst niemand,<br />
alles geschah in der Stille, und als fast ein Jahr verstrichen<br />
war, und Elparis in der Soldatenschule längst wieder studierte und<br />
exerzierte, hatte er die Hoffnung auf Freiheit aufgegeben.<br />
Da, eines Vormittags, wurde Elparis auf das Dienstzimmer Ibrahim Paschas<br />
befohlen, der über die Soldatenschule Inspektor war. Was konnte<br />
Ibrahim Pascha von ihm wollen? Dieser Adoptivsohn Mehmed Alis war<br />
als tapferer Soldat und sieggewohnter Feldherr gefeiert, aber als grausamer<br />
Wüterich gefürchtet. Beim Eintritt ins Dienstzimmer wurde Noa<br />
von Ibrahim scharfen Blickes gemustert; der Pascha nickte, er schien<br />
befriedigt.<br />
„Du fährst übermorgen mit dem Ordonanzschiff nach Alexandrien.<br />
Dort meldest du dich bei Mehmed Ali in voller Kriegsausrüstung.<br />
Mein Vater hat scharfe Augen. Hab acht, daß du ihm nicht zu Tadel<br />
Anlaß gibst. Das weitere wirst du von ihm hören. Bis übermorgen hast<br />
du Urlaub.”<br />
Noa wußte nicht, wie ihm geschah, aber er ahnte daß ihm die Freiheit<br />
winkte. Wie er ging und stand, rannte er zu seinem Gönner, dem<br />
Apotheker. Hier erfuhr er den Zusammenhang: auch, daß seine Befreiung<br />
so gut wie sicher sei, alle Vorbereitungen zur Reise seien bis ins<br />
einzelne getroffen. Unter Dankestränen verabschiedete sich Noa von<br />
dem barmherzigen Samariter, dann eilte er zum armenischen Arzt<br />
und zum dänischen Konsul. Er kann vor Rührung nicht viel Worte machen.<br />
Das Glück, das dem Vielgeprüften aus den Augen leuchtete, war<br />
ihnen Dankes genug. Jeder drückte dem Schützling beim Abschied<br />
etwas Hartes in die Hand, einen Goldpiaster. In der Kaserne fand er<br />
Urlaubspaß und den Reiseschein zur Fahrt auf dem Ordonanzschiff.<br />
Vor Sonnenaufgang stand er an der Schiffslände. Die Rudermannschaft<br />
saß schon auf den Bänken. Der Kapitän prüfte Noas Papiere,<br />
ließ ihn eintreten und wies ihm unter einem Sonnensegel den Platz<br />
an. Wenn ein Kadett in Paradeuniform sich dem Vizekönig vorstellen<br />
mußte, so war das schon etwas Besonderes. Dann wurde Noa auf der<br />
Fahrt mit größter Zuvorkommenheit behandelt.<br />
Mittags vier Uhr legte das Boot an der stattlichen Schiffslände an. Am<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
aus Schwaben<br />
Helden der Geschichte<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Foto: Oliver Seitz<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Jacob Noa Epp im Dienste von Mehmed Ali bei einer Stutenvorstellung<br />
1 - Jacob Noa Epp - dargestellt von Fabian Hellstern.<br />
2 - Mehmed Ali<br />
3 - Salukis aus dem Zwinger Min Ma-Sha von Heike Göbel<br />
4 - Falken und Adler aus der Horus-Falknerei von Klaudia Brommund<br />
5 - Der Stutenmeister Mehmed Alis - dargestellt von Stutenmeister Klaus<br />
Niethammer<br />
6 - Die Stute Dahi mit Stf. von WM Safi<br />
63
Helden der Geschichte<br />
Muselmann<br />
Der<br />
Jacob Noa Epp<br />
nächsten Tag auf zehn Uhr war er zur Audienz befohlen. Sie dauerte<br />
kurz. Mehmed Ali war zeitgeizig. Wenige Fragen stellte er, auch die<br />
nach der Religion. Da sprach Mehmed Ali das erlösende Wort: „Du bist<br />
von Stund an frei. Reise ungehindert in die Heimat! Und vergiß nicht,<br />
deinem König Wilhelm zu danken, wenn du heimkehrst ins Land deiner<br />
Väter. Allah sei mit dir!”<br />
Noa wußte sich nicht anders zu helfen, er ging in die nächste Moschee,<br />
um Gott für seine Hilfe zu danken: er wird Noas Dankopfer auch<br />
dort gnädig angesehen haben.<br />
Des andern Tags schon fuhr ein Segler ab nach Triest. An Candia, Malta,<br />
Sizilien vorbei, durch die Adria, nicht weniger als 52 Tage dauert<br />
einschließlich der Aufenthalte die Fahrt. Im Hafen von Triest gab’s eine<br />
Quarantäne von 37 Tagen. Dann ging’s weiter. Von Triest schiffte er<br />
nach Venedig, trat zu Lande die Weiterreise über Verona, Innsbruck,<br />
Kempten und Ulm nach Stuttgart an. Wo er Hilfe oder Vorschub bedurfte,<br />
geschah es überall, und wenn er Geld brauchte, erhielt er es<br />
auf Rechnung seines Königs.<br />
Die Rückkehr ins Heimatland<br />
Von Ulm an benützte Noa die Post. Er hörte wieder schwäbische Laute,<br />
zum Mittagessen gab’s Sauerkraut mit Rauchfleisch und Spätzle, er<br />
löschte den Durst mit Apfelmost. Am Abend des 16. Dezember 1830, es<br />
war ein Donnerstag, rasselte die Postkutsche von Thurn und Taxis über<br />
den alten Postplatz in Stuttgart. Die Kunde vom Eintreffen des Muselmannes<br />
aus Schwaben war wie ein Lauffeuer durch die Stadt geflogen.<br />
Am Freitag morgen machte er nach dem Frühstück einen Gang durch<br />
die Hauptstraßen. Viel <strong>Vol</strong>ks begleitete ihn, voraus, zur Seite, hinterdrein.<br />
Der Muselmamn aus Schwaben war über Nacht berühmt<br />
geworden. Um zehn Uhr meldete er sich auf der Schloßwache. Eine<br />
Ordonnanz wurde zum diensttuenden Kammerherrn ins Schloß geschickt,<br />
dieser rapportierte dem König und Epp wurde sofort empfangen.<br />
Nach orientalischer Sitte wollte er sich dem König zu Füßen<br />
werfen. Das duldete aber der leutselige Monarch nicht.<br />
So kreuzte Noa die Arme über der Brust und machte mit der Würde<br />
und dem Anstand des Orientalen dreimal eine tiefe Verbeugung. Nun<br />
wollte er sprechen: er konnte aber nicht, die Tränen liefen ihm über<br />
die Wangen. Da nahm der gute König seine Hand und führte ihn zu<br />
einem Sessel. „So, mein Sohn, setz Dich! Du möchtest mir danken,<br />
aber du kannst nicht, ein andermal. Ja, es ist wahr, ich hab’ Dich frei<br />
gemacht. Es war meine Pflicht, für ein Landeskind zu sorgen, und ich<br />
freue mich, daß mir deine Befreiung gelungen ist. Der dänische Konsul<br />
hat mir von dir berichtet. Mehmed Ali und sein Sohn kennen mich<br />
als Liebhaber und Züchter edler arabischer <strong>Pferde</strong>. Ich stand mit Mehmed<br />
Ali und Ibrahim Pascha wegen Ankaufs arabischer <strong>Pferde</strong> aus<br />
Kairo schon im Briefwechsel. So fand ich in deiner Sache willige Ohren.<br />
Was hast du nun im Sinn, mein Sohn? Ich möchte in Zukunft für<br />
dich sorgen. Dreierlei Wege stehen dir offen. Als gelernter Landwirt<br />
kannst du auf einer Domäne unterkommen, du kannst mir als Hoflakai<br />
dienen, am liebsten aber wäre mir’s, wenn ich dich im Marstall bei<br />
meinen <strong>Pferde</strong>n verwenden könnte.”<br />
„Herr,” unterbrach der eifrige Noa den König, „das möchte ich von Herzen<br />
gern. Wir haben in Rußland selber <strong>Pferde</strong> gezogen, ich weiß mit<br />
<strong>Pferde</strong>n umzugehen, ich kann reiten wie ein Tatar. Ja, laß mich bei dir<br />
und deinen <strong>Pferde</strong>n bleiben, so kann ich dir vergelten, was du Gutes<br />
an mir getan.“ Der König überhörte das orientalische „Du”; lächelnd<br />
klopfte er dem Noa auf die Schulter; „recht so, Noa; und hiermit bestelle<br />
ich dich als Bereiter in meinem Leibstall."<br />
Noa bekam im Leibstall zwei arabische Schimmel zu versorgen, Omar<br />
und Ali. Im königlichen Reithaus durfte er die Tiere täglich bewegen.<br />
König Wilhelm schritt oft durch seinen Marstall. Traf er dabei den Noa,<br />
so ließ er sich immer mit ihm ins Gespräch ein und freute sich der<br />
verständigen, offenen und bescheidenen Art seines Bereiters. Ernst<br />
befahl ihm Wilhelm: „Epp, heute mittag reit’ ich nach Scharnhausen,<br />
du begleitest mich. Um halb zwei bist du am Hauptportal des Schlosses:<br />
ich reite den Hengst ‚Aldebaran‘, du die Stute ‚Temma‘! Von da an<br />
durfte Epp öfters seinen Herrn begleiten.<br />
Im Jahre 1836 durfte Noa einen besonderen Beweis des Vertrauens<br />
seines Königs erfahren. Wilhelm hatte im Libanon sechs arabische<br />
<strong>Pferde</strong> gekauft, fünf Hengste und eine Stute. Epp durfte den Tierarzt<br />
Dambly begleiten, um die edlen Tiere abzuholen. Im Fußmarsch<br />
ging’s den Libanon herab, in Beirut wurde Mann und Roß eingeschifft<br />
und wiederum ging’s in kleinen Tagesmärschen, die Araber am Zügel<br />
führend, Stuttgart zu. Elf Monate dauerte die Reise. 1840 holte Epp<br />
mit Graf Taubenheim ein Paar edle, arabische Zuchtpferde, die dieser<br />
im Libanongebirge und Damaskus gekauft hatte.<br />
Und hoch schlug unserem Noa das Herz, als im Jahre 1852 Baron von<br />
Hügel den Auftrag erhielt, in Kairo <strong>Pferde</strong> zu kaufen. König Wilhelm ließ<br />
Noa rufen. „Epp,” sprach er gütig. „Du hast dich im Marstall und bei den<br />
<strong>Pferde</strong>käufen im Orient bewährt. Nun will ich dir eine besondere Freude<br />
machen. In acht Tagen reist Baron von Hügel mit dem Gestütsarzt von<br />
Scharnhausen und mit einigen Stallknechten nach Kairo. Du darfst mit,<br />
rüste dich. Besuche deine alten Freunde und erzähle mir von ihnen!”<br />
Diese Transportreisen waren für Epp herrliche Tage. Die Reise nach<br />
Kairo aber war sein Entzücken. Mit Stadt und Leuten vertraut, der<br />
Sprache mächtig, konnte er seinen Gefährten der denkbar beste Reiseführer<br />
sein. Aber das Dreigestirn seiner Freunde, der armenische<br />
Arzt, der preußische Apotheker und der dänische Konsul, waren nicht<br />
mehr vorhanden..<br />
Später wartete auf Epp ein anderer Dienstzweig. Er wurde den Hofkutschern<br />
zugeteilt. Kein Kutscher hat es so verstanden "wie der<br />
Türke", erzählte man sich später noch. Mit sicherer Eleganz lenkte er<br />
auch ein Vier- und Sechsgespann. Und wenn der Noa hoch auf dem<br />
Bock thronte, sechs Araber vor sich, in der Kutsche Kaiser und Könige<br />
hinter sich, wahrhaftig, er hätte mit Kaiser Alexander und Napoleon<br />
selber nicht getauscht. Als Oberhof-Kutscher wurde er nach 39-jähriger<br />
Dienstzeit anno 1869 unter König Karl pensioniert und lebte dann<br />
längere Jahre mit seinem Schwiegersohn zusammen, der die Tochter<br />
Noas aus zweiter Ehe zur Frau hatte.<br />
Auch in hohem Alter noch trug er<br />
gern den roten Fez auf dem grauen<br />
Haupt und einen Türkenschlafrock<br />
um die Lenden. Er starb am 8. November<br />
1884 und ruht auf dem Fangelsbachfriedhof<br />
in Stuttgart.<br />
Gekürzte Version. Im Original erzählt<br />
von Julius Bazlen, erschienen im Reutlinger<br />
Generalanzeiger vom 18. April<br />
1934ff.<br />
In ganzer Länge auch in dem Buch<br />
"Königliche <strong>Pferde</strong> - die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />
der württembergischen Könige"<br />
von Gudrun Waiditschka nachzulesen.<br />
64<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
aus Schwaben<br />
Helden der Geschichte<br />
Fotos: Oliver Seitz (3), G. Waiditschka (2)<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Jacob Noa Epp als Bereiter im Dienste<br />
von König Wilhelm I.<br />
1 - Jacob Noa Epp - dargestellt von<br />
Fabian Hellstern auf Mamlakee<br />
2 - Prinz Karl - dargestellt von Anna<br />
Sulz, auf Musab<br />
3 - Prinzessin Katharina - dargestellt<br />
von Ann-Kathrin Rupp auf Naoufil<br />
Auf Ankaufsreise zurück im Orient<br />
4 - Auktion der <strong>Pferde</strong> im Gestüt<br />
Abbassie - Dafina (v. Amurath<br />
Muntahi)<br />
5 - Scheich, dargestellt von Katrin<br />
Lindenberger auf Nasheetah<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
65
Nachruf - Obituary<br />
Nasr<br />
Marei<br />
Ein großer Züchter und Mentor des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s ist nicht<br />
mehr unter uns: Dr. Nasr Marei starb in den Morgenstunden des<br />
17. Oktobers im Alter von 75 Jahren.<br />
Ich traf ihn zum ersten Mal in den 1990er und besuchte ihn dann endlich<br />
2003 in seinem paradiesischen Gestüt al Badeia in Kairo zum ersten<br />
Mal. Viele weitere Besuche folgten, denn er war immer ein großzügiger<br />
Gastgeber und ein hochinteressanter Partner für tiefgründige<br />
A<br />
great breeder and mentor of the Arabian horse is no longer<br />
Gespräche über unser bevorzugtes Thema, das arabische Pferd.<br />
among us: Dr. Nasr Marei passed away in the morning hours of<br />
Er sagte zu mir einst in einem Interview: " "Wenn am Ende meiner Tage<br />
17th October at the age of 75.<br />
die Menschen mich dafür in Erinnerung behalten, dass ich ein paar I met him first some time in the 1990ies and finally visited him in his paradise-like<br />
stud Al Badeia in Cairo for the first time in 2003. Many more<br />
gute <strong>Pferde</strong> gezüchtet habe und dass ich meinen Teil für das Wohl des<br />
rein ägpytischen Arabers beitragen habe, ist dies meine größte Errungenschaft."<br />
Er hat weit mehr als das erreicht, er hat einen bleibenden resting partner for a profound discussion about our most beloved topic,<br />
visits were to follow, as he was always the most generous host and inte-<br />
Eindruck in der Welt des arabischen <strong>Pferde</strong>s und in den Herzen vieler the Arabian horse.<br />
Menschen hinterlassen.<br />
He said to me in an interview: "If at the end of my days, people will remember<br />
me for leaving behind a good horse and for contributing a<br />
Als Züchter gehörte er zur Weltklasse und wurde zu Recht 2013 mit<br />
der Auszeichnung für sein Lebenswerk von der Arabian Horse Breeders<br />
Alliance geehrt, der Milestone Award der Pyramid Society folge greatest achievement.” He has achieved far more than that, he has left<br />
solid block for the good of the Straight Egyptian horse, this will be my<br />
2015. Sein Gestüt Albadeia repräsentiert 80 Jahre Araberzucht, das a footprint not only in the world of Arabian horses but in the hearts of<br />
sind drei menschliche Generationen und etwa zehn <strong>Pferde</strong>generati- many people.<br />
66<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
As a breeder, he belonged to the top of the world and was rightfully<br />
awarded with the Lifetime Achievement Award of the Arabian Horse<br />
Breeders Alliance in 2013 and the Pyramid Society's Milestone Award in<br />
2015. His Al Badeia Stud represents 80 years of breeding, i.e. three human<br />
generations and around ten horse generations. Since 1990 he had<br />
the reins in his hands, but his love and understanding for these horses<br />
started already much earlier, when he was a boy and riding at the farm<br />
was his past time. Nasr Marei bred horses such as Gelgelah Albadeia,<br />
World Champion Mare in 2003, the first horse from Egypt to achieve<br />
such a title. The many, many national and international champions<br />
cannot be mentioned here. However, the future of Albadeia will now be<br />
most likely in the hands of his nephews to open a new chapter.<br />
In his professional career, Nasr Marei graduated from the Faculty of<br />
Agriculture, Ain Shams University in Cairo. Between 1964 and 1969, he<br />
finished his M.Sc. and PhD at the University of California, Davis / USA,<br />
and two years later he retuned home to Egypt. Nasr once said: "I had<br />
not planned my life as it turned out to be. I was hoping to continue as<br />
Die Welt-Championesse<br />
Gelgelah<br />
Albadeia war über<br />
viele Jahre hinweg die<br />
beste Botschafterin für<br />
das Gestüt Albadeia.<br />
Mit ihren Siegen<br />
am Europa- und<br />
Welt-Championat<br />
wurde für Nasr Marei<br />
ein Traum wahr. -<br />
Nachruf - Obituary<br />
Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
The World Champion<br />
mare Gelgelah<br />
Albadeia has been the<br />
best ambassador for<br />
Albadeia Stud for many<br />
years. With her victory<br />
at the European and<br />
World Championships,<br />
a dream came true for<br />
Nasr Marei.<br />
onen. Seit 1990 hatte er die Zügel in der Hand, aber seine Liebe und<br />
sein Verständnis für diese PFerde reicht noch weiter zurück, denn<br />
schon als Junge war reiten seine liebste Beschäftigung. Nasr Marei<br />
züchtete <strong>Pferde</strong> wie Gelgelah Albadeia, Welt-Championesse 2013,<br />
das erste Pferd aus Ägypten, das diesen Titel errang. Die vielen, vielen<br />
weiteren nationalen und internationalen Champions können hier gar<br />
nicht genannt werden, die Zukunft von Albedaie wird nun wohl in<br />
den Händen seiner Neffen liegen, die hoffentlich ein weiteres Kapitel<br />
Gestütsgeschichte schreiben werden.<br />
In seinem Berufsleben studierte Nasr Marei Agrarwissenschaften an<br />
der Universität Ain Shams in Kairo. Zwischen 1964 und 1969 studierte<br />
er an der Universtität von Kalifornien, in Davis, USA, um seinen Master<br />
und Doktorgrad zu erlangen. Zwei Jahre später kehrte er nach Ägpyten<br />
zurück. Nasr sagte einst: "Ich hatte mein Leben nicht so geplant,<br />
wie es dann sich entwickelte. Ich hoffte, eine akademische Karriere<br />
einzuschlagen, aber in Ägypten war das nicht möglich. Ich wußte,<br />
wenn ich zurück nach Ägypten gehe, kommt das einem akademischen<br />
Selbstmord gleich. Aber ich hatte viele Möglichkeiten, um eine<br />
andere Karriere zu verfolgen und ich bin froh, dass ich zurückging und<br />
hege keinen Groll...."<br />
Als er nach Kairo zurückkam, arbeitete er als Wissenschaftler und Professor<br />
an der Universität von Ain Shams, aber beendete die akademische<br />
Laufbahn nach 8 Jahr. Er arbeitete anschließend für eine internationale<br />
Firma mit Sitz in der Schweiz als Leiter der wissenschaftlichen<br />
Abteilung in Kairo und später als Regionalleiter. 1981 gründete er die<br />
erste Abfüllfirma für Mineralwasser in Ägypten, Baraka, zusammen<br />
mit Vittel, einer Gruppe von Freunden und seinem Bruder. Er war der<br />
Vorsitzende und später Mitglied des Vorstands, bis sie die Firma Mitte<br />
der 1990er Jahre an Nestlé verkauften. Von nun an zog er sich aus seiner<br />
beruflichen Tätigkeit zurück und widmete den Rest seines Lebens<br />
ganz seiner Passion, dem arabischen Pferd.<br />
Nasr Marei war ein Mitglied auf Lebenszeit der WAHO und hatte verschiedene<br />
Positionen innerhalb der ECAHO inne, zuletzt war er Mitglied<br />
des Executive Committees, ein Posten von dem er Ende September<br />
<strong>2017</strong> aufgrund von gesundheitlichen Problemen zurücktrat.<br />
Diese hatten sich bereits 2015 entwickelt, als er Herzprobleme hatte<br />
und eine Nahtoderfahrung, von denen er sich nie ganz erholte. Ende<br />
September mußte er sich erneut einer Herzoperation unterziehen, an<br />
deren weiteren Folgen er in einer Klinik in München verstarb. -gw-<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
67<br />
an academician but in Egypt it was impossible. I knew when I decided to<br />
go back to Egypt that I am committing suicide academically. But I had<br />
many other options to pursue for another carrier. I am glad that I came<br />
back and have no remorse..."<br />
When he came back to Cairo, he continued to research and teach at the<br />
University of Ain Shams, but quit the academic career after 8 year. He then<br />
worked for an international Swiss based company as the Head of their<br />
scientific office in Cairo and then as their Regional Manger. In 1981, he<br />
started the first mineral water bottling company in Egypt, Baraka Company,<br />
with Vittel, a group of friends and his brother. He was the Chairman<br />
and later member of the board until they sold the company to Nestle in<br />
the mid 1990ies. He retired from his professional work and dedicated the<br />
rest of his life to what he loved most: The Arabian horse.<br />
He also was a life member of WAHO and an internationally recognized<br />
and respected judge who has judged more than 300 shows all around<br />
the world. He also held numerous positions within ECAHO, including<br />
member of the Executive Committee from which he resigned only at the<br />
end of September <strong>2017</strong> due to health issues. These had become severe<br />
in 2015, when he had heart problems and a near death experience,<br />
from which he never fully recovered. By the end of September <strong>2017</strong>, he<br />
had to undergo another heart surgery, in the further consequence of<br />
which he passed away in a hospital in Munich. Gudrun Waiditschka
Training des Distanzpferdes (II)<br />
Die Energieversorgung<br />
Wissenschaft<br />
In der letzten Ausgabe haben wir gesehen,<br />
dass zwei verschiedene chemische Prozesse<br />
zur Energieversorgung des Körpers beitragen:<br />
1) die aerobe (unter Verwendung von Sauerstoff)<br />
"Verbrennung" von Körperfett in Energie<br />
und<br />
2) die anaerobe (ohne dass Sauerstoff benötigt<br />
wird) Umwandlung von Brennstoff.<br />
Dieser Brennstoff ist in chemischer Form in<br />
den Muskeln gespeichert, und kann sofort in<br />
Energie umgewandelt werden.<br />
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile,<br />
die ihre Verwendung einschränken. Zusammengefassend<br />
kann man sagen:<br />
Aerob:<br />
• gleichmäßige Leistung, lange andauernd,<br />
geringe Wärmeproduktion, geringe Milchsäureproduktion.<br />
• langsamer Übergang zu höherer Energiegewinnung<br />
erfordert eine Zunahme der<br />
Herzschlag- und Atemfrequenz.<br />
Anaerob:<br />
• Sofort verfügbar<br />
• geringe Effizienz, gespeicherter Brennstoff<br />
ist nur in geringer Menge vorhanden, hohe<br />
Wärme- und Milchsäureproduktion.<br />
Bei jeder echten Anstrengung arbeiten diese<br />
beiden Systeme der Energiegewinnung<br />
Hand in Hand, wobei das aerobe System<br />
langsam vom anaeroben System übernimmt,<br />
welches für eine sofortige Bereitschaft beim<br />
Start benötigt wird.<br />
während des Rittes<br />
In diesem Beitrag über das Training eines Distanzpferdes schauen wir uns die beiden Arten<br />
der Energiegewinnung an und wie sie mit Brennstoff und Sauerstoff versorgt werden.<br />
Anaerobe Energie als Antrieb<br />
Die Verwendung der anaeroben Energiegewinnung<br />
während der ersten paar Minuten<br />
am Start hat den Brennstoffvorrat, der ursprünglich<br />
in den Muskeln gespeichert war,<br />
erschöpft. Um auf der sicheren Seite zu sein,<br />
sollte ein Organismus immer die Möglichkeit<br />
für einen weiteren Energiestoß haben<br />
(der über den anaeroben Prozess gewonnen<br />
wird). Daher ist es nötig, den "gespeicherten<br />
Brennstoff" in den Muskeln wieder vollständig<br />
aufzufüllen. Dazu wird ein Teil der aerob<br />
erzeugten Energie, die während der gleichmäßigen<br />
Leistung gewonnen wurde, in den<br />
Muskeln in eine chemische Substanz umgewandelt,<br />
die wir als "gespeicherten Brennstoff"<br />
bezeichnet haben.<br />
Um dies zu ermöglichen, kann das Pferd eine<br />
Weile nicht mit maximaler Leistung der aeroben<br />
Energieproduktion arbeiten, d.h. wir<br />
müssen ein ruhigeres Tempo reiten. Diese<br />
ruhigere Phase wird immer nach einer "Spitzenleistung"<br />
nötig sein, wenn wir wollen,<br />
dass das Pferd bei Bedarf für eine weitere<br />
"Spitzenleistung" bereit ist.<br />
Während dieser Phase in ruhigerem Tempo<br />
kann die überschüssige Wärme und die<br />
Milchsäure, die während der Spitzenleistung<br />
produziert wurden, ausgeschieden werden.<br />
Es ist wichtig, dass die überschüssige Wärme<br />
und Milchsäure von verschiedenen aufeinanderfolgenden<br />
Leistungsspitzen (anaerob)<br />
sich nicht ansammelt, ohne dass der Körper<br />
eine Möglichkeit hat, die Muskeln zwischendurch<br />
wieder zu 'säubern'.<br />
Die Zeitspanne, die das Pferd braucht, um sich<br />
von dem "Schaden" zu erholen, der durch die<br />
"etwas zu lange" Nutzung der anaeroben Energieproduktion<br />
verursacht wurde, oder die zu<br />
häufig wiederholten Leistungsspitzen, die auf<br />
die gleichmäßige Leistung oben aufgesattelt<br />
wurden, hängt davon ab, wie nahe am Maximum<br />
des größtmöglichen aeroben Leistungsniveaus<br />
wir arbeiten. Je ruhiger wir reiten (mit<br />
einem Spielraum zwischen der höchstmöglichen<br />
Produktion aerober Energie und der verbrauchten<br />
Energie bei ruhigem Tempo), desto<br />
schneller werden die Muskeln wieder 'gesäubert'<br />
und die Brennstoffvorräte aufgefüllt.<br />
Während des Rittes<br />
Aus dem oben gesagten wird klar, dass wir<br />
beim Distanzreiten idealerweise das aerobe<br />
System der Energieproduktion für den Großteil<br />
des Rittes bevorzugen, und das anaerobe<br />
System nur hier und da für einen plötzlichen<br />
Energieschub benötigen (plötzlich tiefes Geläuf<br />
oder plötzliche Änderung des Anstiegs,<br />
währenddessen wir aus dem einen oder anderen<br />
Grund nicht langsamer werden wollen,<br />
das Überholen eines anderen Reiters ohne<br />
langsamer zu werden, wenn wir vor ihm sind,<br />
während des Zieleinlaufs, etc.).<br />
Zu Beginn eines Rittes können wir:<br />
entweder während der ersten beiden Minuten<br />
langsam beschleunigen, um dem<br />
aeroben System Zeit zu geben, in Gang zu<br />
kommen (Zunahme von Herz- und Atemfrequenz),<br />
ohne die Notwendigkeit der anaeroben<br />
Energieversorgung. Das ist schwierig<br />
während eines Massenstarts und kann nur<br />
bei Einzelstarts bei Trainingritten (von 80 km<br />
oder weniger) angewandt werden.<br />
oder wir "wärmen" vor dem Start "auf", soweit<br />
es den Metabolismus betrifft, um eine<br />
gleichmäßige Zunahme der Leistung inklusive<br />
einer Leistungsspitze zu ermöglichen. Das<br />
nützt die anaerobe Energie aus und stimuliert<br />
den Start des aeroben System auf einem<br />
hohen Niveau der Energieproduktion. Dieser<br />
ersten Aufwärmphase muß eine ruhige Phase<br />
folgen, in der der gespeicherte Brennstoff<br />
in den Muskeln wieder aufgefüllt, und die<br />
überschüssige Wärme und die Milchsäure,<br />
produziert während der Leistungsspitze, wieder<br />
abgegeben bzw. ausgeschieden wird.<br />
Etwa zwei Minuten nachdem die erste intensive<br />
Anstrengung verlangt wurde, ist die<br />
aerobe Energieversorgung bereit, auf voller<br />
Leistung zu arbeiten (siehe Abb. S. 70).<br />
Die höchstmögliche aerobe Energie hängt zu<br />
jedem Zeitpunkt davon ab, wieviel Sauerstoff<br />
zur Verfügung steht, und wieviel Brennstoffs<br />
(in diesem Fall gespeichertes Körperfett irgendwo<br />
im Körper). Der Brennstoff kommt<br />
nicht nur aus den kürzlich aufgenommenen<br />
und verdauten Nahrungsmitteln! (siehe das<br />
Kapitel über Ernährung (III)).<br />
Der aerobe Prozess hat ein sehr viel höhere<br />
Effizienz (mehr Energie wird produziert aus<br />
der gleichen Menge "Brennstoff") und produziert<br />
weit weniger Milchsäure und weniger<br />
Wärme. Das "Ausscheidungssystem" des <strong>Pferde</strong>s<br />
(Blutkreislauf und Harnsystem) kommt<br />
normalerweise mit den geringeren Mengen<br />
an Milchsäure und Wärme als Nebenprodukte<br />
sehr gut zurecht.<br />
Dieser Vorgang kann für längere Zeit andauern,<br />
ohne die Muskeln zu schädigen, so lange<br />
es genügend Sauerstoff gibt und genügend<br />
Brennstoff vorhanden ist (herbeitransportiert<br />
durch den Blutkreislauf). Dieser Mechanismus<br />
kann unendlich lange funktionieren,<br />
solange wir in einer Art "Balancebereich" arbeiten,<br />
wo der Verbrauch von Brennstoff und<br />
Sauerstoff unter dem bleibt, was durch das<br />
Blut herbeigeschafft wird.<br />
Kann man die Lunge trainieren?<br />
Während die aerobe Energieproduktion auf<br />
Hochtouren läuft, bedarf es einer Erhöhung<br />
der Atemfrequenz, um die benötigte Menge<br />
an Sauerstoff herbeizuschaffen.<br />
68<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Wie kann man diese Mechanismen trainieren?<br />
Das Ziel, wenn wir ein Pferd trainieren, lässt sich grundsätzlich in drei<br />
Bereiche einteilen:<br />
a) Das Basis-Training erhöht den Widerstand aller unterstützenden<br />
Körperteile, so dass sie während der eigentlichen Leistung keinen<br />
Schaden nehmen.<br />
b) Das Bodybuilding oder Krafttraining zielt darauf ab, das <strong>Vol</strong>umens<br />
der Muskulatur zu vergrößern, denn dort ist schnell verfügbare und schnell<br />
umsetzbare Brennststoff gespeichert. Dies erlaubt eine intensivere<br />
aerobe Leistung (während eines kurzen Zeitraums...) und die Verbesserung<br />
der Ausscheidung von übermäßig produzierter Milchsäure und<br />
Wärme (siehe: übermäßiges Schwitzen von Sprintern beim Flachrennen).<br />
c) Das metabolische Training erhöht das Niveau, auf dem wir im Gleichgewicht<br />
mit der aeroben Energieproduktion arbeiten. Das ist der schnellste<br />
und kürzeste, aber auch der heikelste Teil des Trainings eines<br />
<strong>Pferde</strong>s, das Ausdauerleistung erbringen soll.<br />
Im Gegensatz zu dem Ausspruch "Herz und Lunge trainieren", kann<br />
die Kapazität der Lunge als Organ nicht trainiert werden. Ihre Oberfläche<br />
(Alveolen, Lungenbläschen) zum Austausch von Sauerstoff aus<br />
der Luft an das Blut kann nicht vergrößert werden. Im Gegenteil, die<br />
Oberfläche kann sich im Laufe eines <strong>Pferde</strong>lebens nur verkleinern.<br />
Tatsächlich kann jede Atemwegserkrankung zu jeder Zeit im Leben<br />
des <strong>Pferde</strong>s, sei sie durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen, einen<br />
Teil der Lungenbläschen zerstören, die damit für immer als funktionale<br />
Lungenoberfläche verloren sind. Es ist daher sehr wichtig, die<br />
Lunge von Fohlen / Jungpferden / Athleten ihr Leben lang gegen alle<br />
Atemwegserkrankungen zu schützen, auch vor Würmer (insbesondere<br />
vor Lungenwürmern) - daher ist auch die Bedeutung des Zuchtmanagements<br />
für Fohlen wichtig, die in den Sport gehen sollen.<br />
Die Menge an Sauerstoff, die dem Körper von den Lungen zur Verfügung<br />
gestellt wird, kann also nur durch eine Zunahme der Atemfrequenz<br />
vergrößert werden.<br />
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In der nächsten Ausgabe werden wir mit den Trainingstechniken<br />
beginnen und wie die unterschiedlichen Aspekte des Trainings die<br />
verschiedenen Bereiche von Physiologie und Metabolismus beeinflussen.<br />
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Wissenschaft<br />
Metabolische Anpassung<br />
Der intensive Transport von Brennstoff und Sauerstoff zu den Muskeln<br />
erfordert eine erhöhte Durchblutung. Im Gegensatz zur Oberfläche<br />
der Lungenbläschen, ist jedoch die Kapazität des Transportsystems<br />
(Blutkreislauf) sehr wohl trainierbar. Dies wird durch verschiedene<br />
metabolische Anpassungen im Körper erreicht:<br />
1) durch eine erhöhte Herzschlagfrequenz wird das Blutvolumen<br />
schneller zirkuliert;<br />
2) durch das Training der Leistungsfähigkeit der "Pumpe" (dem Herzen)<br />
wird die Menge an Blut und die Fließgeschwindigkeit vergrößert;<br />
3) durch die Menge an transportiertem Sauerstoff im Blut: Da die Sauerstoffmoleküle<br />
(die durch die Lunge verfügbar gemacht wurden) an<br />
der Wand der roten Blutkörperchen anhaften, die als "Träger" fungieren,<br />
wird durch die Menge der roten Blutkörperchen auch die Menge<br />
an transportierten Sauerstoffmolekülen festgelegt. Daher werden bei<br />
Bedarf, wenn die Muskeln mehr Sauerstoff für den aeroben Prozess<br />
benötigen, durch Kontraktion der Milz eine zusätzliche Menge an roten<br />
Blutkörperchen (die dort gelagert werden) freigesetzt.<br />
Die Menge an roten Blutkörperchen die in der Milz vorhanden sind und<br />
der Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit variiert mit der körperlichen<br />
Fitness des <strong>Pferde</strong>s und kann durch das Training verbessert werden.<br />
Es scheint also, dass die Arbeit, die ein Pferd mit Hilfe der aeroben<br />
Energiegewinnung leisten kann, von der Kapazität der Lungen und<br />
des Herzens abhängt, um sowohl die roten Blutkörperchen als auch<br />
deren Transport gewährleisten zu können, die dann den Sauerstoff zu<br />
den Muskeln transportieren, um den vorhandenen Kraftstoff zu verbrennen.<br />
Diese Gesamtkapazität ist sehr wohl trainierbar und all die<br />
verschiedenen Elemente sollten richtig trainiert werden.<br />
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AZ_In the Focus_RZ.indd 1 18.<strong>12</strong>.17 14:23
Training the Endurance Horse (II)<br />
The Energy Supply<br />
during the Ride<br />
Science<br />
In this part about training the endurance horse, we have a look at the use of the two<br />
energy-production systems and how they are provided with fuel and oxygen.<br />
In the previous issue we have seen that two<br />
different chemical processes contribute to<br />
the energy supply of the body:<br />
1) the aerobic (with the use of oxygen) “burning”<br />
of body fat in energy or<br />
2) the anaerobic (without the need of oxygen)<br />
transformation of fuel, which was stored<br />
within the muscle in a chemical form, which is<br />
readily transformable into energy.<br />
Each system has its advantages and inconveniences,<br />
which limit their use. In summary:<br />
Aerobic:<br />
• steady-state, long use, little heat-production,<br />
little lactic acid production<br />
• slow shift to higher production level needs<br />
increased heart beat frequency (HBF) and increased<br />
respiratory frequency (RF)<br />
Anaerobic:<br />
• immediately available<br />
• low efficiency, stored fuel is limited in quantity,<br />
high heat-production, high lactic acid<br />
production.<br />
During any real effort, the two energy production<br />
systems work together and the aerobic<br />
system is progressively taking over from the<br />
anaerobic system, which is needed for an immediate<br />
start.<br />
Anaerobic Energy to give a Boost<br />
The use of the anaerobic energy production<br />
for a couple of minutes at the start has depleted<br />
the fuel, which was initially stored in the<br />
muscles. As it is always “safe” to have the possibility<br />
to ask for another peak of energy (i.e.<br />
delivered by the anaerobic process), it is necessary<br />
to replete the “stored fuel” in the muscles<br />
to its maximum quantity. Thus a part of the<br />
aerobically produced energy during the following<br />
steady-state effort will be transformed<br />
in the muscle to the chemical form we called<br />
“stored fuel”.<br />
To make this possible, the horse cannot work<br />
at the maximum level of the aerobic energy<br />
production for a while, i.e. we need to ride at<br />
a calmer pace. This calmer period will be necessary<br />
after each “peak-effort”, if we want the<br />
horse to be ready for another “peak-effort”<br />
when required.<br />
During the period of calmer work, the excess<br />
heat and lactic acid produced during the<br />
peak-effort can be excreted. It is important,<br />
that the excess heat and lactic acid, produced<br />
by several successive peak-efforts (anaerobic)<br />
does not accumulate without giving the body<br />
a chance to 'clean' the muscle in between.<br />
The period of time which the horse will need<br />
to recover from the “damage” caused by the<br />
‘slightly too long’ use of the anaerobic energy-production<br />
or the ‘too frequent’ successive<br />
peak-efforts on top of the steady-state effort<br />
will depend on how close to the top-capacity<br />
of the aerobic maximum aptitude we work at<br />
that moment. The calmer we work, thus leaving<br />
the margin between the highest possible<br />
production of aerobic energy and the energy<br />
the horse consumes during this calmer period,<br />
the faster the muscles will be cleaned and the<br />
fuel storage being refilled.<br />
Energiegewinnung /<br />
Energy production<br />
first effort - anaerobic<br />
high energy level<br />
lots of heat<br />
lots of lactic acid<br />
erste Anstrengung - anaerob<br />
hohes Energieniveau<br />
hohe Wärmeproduktion<br />
viel Milchsäure<br />
During the Ride<br />
From the above, it is clear that in endurance,<br />
we ideally prefer to use the aerobic system of<br />
energy production for the majority of the ride<br />
and only use the anaerobic system now and<br />
then when a sudden peak of energy is needed<br />
(sudden deep going or sudden change in slope<br />
during which we don’t want to slow down for<br />
one or another reason, passing by another rider<br />
without slowing down just in front of him,<br />
during final sprint, etc.).<br />
2 Min.<br />
steady state - aerobic<br />
lower energy production<br />
less heat production<br />
less lactic acid production<br />
When starting the ride, we can:<br />
• either start very progressively during the<br />
first two minutes to give the aerobic system<br />
the time to start up (increase of HBF and RF)<br />
progressively without the need of the anaerobic<br />
energy supply. This is hard to realise in a<br />
“mass-start” and will only be used for individual<br />
starts in “training rides” (rides of 80 km and<br />
less).<br />
• or “warm up” before the start of the ride, as<br />
far as metabolism is concerned, to allow for a<br />
progressive increase of the effort and including<br />
a peak effort. This will make use of anaerobic<br />
energy and stimulates the start-up of the aerobic<br />
system at a high level of production. This<br />
first stage of warming up has to be followed by<br />
a calmer period allowing to replete the stored<br />
fuel in the muscles and get rid of the heat and<br />
gleichmäßige Leistung - aerob<br />
geringere Energiegewinnung<br />
geringere Wärmeproduktion<br />
weniger Milchsäure<br />
T1<br />
T1+ 2 Min.<br />
Zeit / Time<br />
new peak effort<br />
aerobic + anaerobic<br />
short time span<br />
needs time to refill between<br />
two peak efforts<br />
erneute Anstrengung<br />
aerob + anaerob<br />
für kurze Zeit<br />
benötigt Zeit zum Wiederauffüllen<br />
zwischen zwei Spitzen<br />
lactic acid produced by the peak-effort.<br />
Approximately two minutes after the first intensive<br />
effort has been required, the aerobic energy<br />
supply is ready to function on full power.<br />
The maximum produced aerobic energy depends<br />
at any moment on the available transported<br />
oxygen as well as on the amount of fuel<br />
(in this case stored as body-fat somewhere in<br />
the body). The fuel does not come from just<br />
previously eaten and digested nutrients! (see<br />
the chapter on nutrition, part 3).<br />
70<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
The aerobic process has a much higher efficiency<br />
(more energy is produced from same<br />
quantity of “fuel”) and produces far less lactic<br />
acid and less heat. The “excretion system” of<br />
the horse (blood-circulation and urinary system)<br />
normally copes very well with this lower<br />
quantity of lactic acid and heat produced as<br />
by-products.<br />
This process can go on for a longer time, without<br />
poisoning the muscles, as long as enough<br />
oxygen is arriving and enough fuel is available<br />
(transported by the blood-circulation from<br />
where it is stored body-fat). This mechanism<br />
can go on indefinitely as long as we work in a<br />
kind of “steady-state” system where consumption<br />
of fuel and oxygen remains below its supply<br />
by the blood.<br />
Training Lungs?<br />
During higher level of aerobic energy production,<br />
supplying the needed quantity of oxygen<br />
requires an increase of the respiratory frequency.<br />
Contrarily to what is suggested by the common<br />
saying “training lungs and heart”, the<br />
capacity of the lung as an organ cannot be<br />
trained. Their surface of absorption (alveoli)<br />
and of exchange of oxygen with the blood, can<br />
not be increased. On the contrary, this surface<br />
can nothing but decrease during the lifespan<br />
of a horse. Indeed, each respiratory pathology<br />
at any time, of its “history”, be it bacterial,<br />
viral or fungal, destroys part of the lung-cells,<br />
thus being lost forever as functional lung-surface.<br />
It is therefore paramount to protect the<br />
lungs of the foal/youngster/athlete against all<br />
Königliche <strong>Pferde</strong><br />
Die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />
der württembergischen Könige<br />
Das Königliche Privatgestüt Weil-Scharnhausen<br />
Band I - König Wilhelm I. (1817-1864)<br />
respiratory diseases and also against worms<br />
(red worms in particular) during its whole life<br />
(hence the importance of breeding management<br />
of “sport”-intended foals).<br />
So, the quantity of oxygen made available by<br />
the lungs can only be increased by the increase<br />
of the respiratory frequency upon demand.<br />
Metabolic Adaptations<br />
Intensive transport of fuel and oxygen to the<br />
muscles requires an increase in blood-circulation.<br />
Contrary to the surface of the alveoli of<br />
the lungs, the capacity of the transport-system<br />
(blood circulation) is very trainable.<br />
This will be achieved by several metabolic adaptations<br />
in the body:<br />
1) an increased heart beat frequency will circulate<br />
the blood with higher "turn-over";<br />
2) training the capacity of the “pump” (the<br />
heart) will increase the quantity of blood and<br />
the speed of the flow;<br />
3) the quantity of oxygen transported by the<br />
blood: As the oxygen molecules (made available<br />
by the lungs) are attached to the wall of<br />
the red-blood-cells, which act as “carriers”, the<br />
numbers and efficiency of the red blood-cells<br />
will determine the quantity of oxygen-molecules<br />
transported. Therefore, upon demand<br />
of the muscles that need more oxygen for the<br />
aerobic process, contractions of the spleen will<br />
release an extra quantity of red blood-cells<br />
(which are stored there).<br />
The quantity of red blood-cells available in the<br />
spleen and the peak of their efficiency, varies<br />
with the physical condition of the horse and is<br />
subject to improvement by training.<br />
“Königliche <strong>Pferde</strong>“<br />
Die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />
der württembergischen Könige<br />
Das Buch zum Jubiläumsjahr 1817-<strong>2017</strong><br />
„200 Jahre Weil-Marbacher Araberzucht“<br />
How to train these mechanisms?<br />
The aim when training a horse is essentially<br />
three-fold :<br />
a) the basic training increases the resistance<br />
of all the supporting parts of the body so<br />
they don't get damaged during the effort<br />
b) the body-building or power-training intends<br />
to increase the volume of muscles<br />
where the quickly available and fast transformable<br />
fuel is being stored, allowing for<br />
more intensive anaerobic efforts (during<br />
short duration efforts …) and the improvement<br />
of the excretion of the excessively<br />
produced lactic acid and heat (see: excessive<br />
sweating of flat-racing sprint horses).<br />
c) the metabolic training increases the level<br />
at which we can work in steady-state aerobic<br />
energy supply. This is the quickest and<br />
shortest, but most delicate part of training<br />
of a horse capable of enduring long efforts.<br />
It thus appears that the work a horse can do<br />
with the help of the aerobic energy supply will<br />
depend on the capacity of the lungs and heart<br />
to provide for transport and the blood-cells to<br />
carry the oxygen to the muscle to “burn” all<br />
the fuel available. This total capacity is very<br />
trainable and all the different elements should<br />
be trained properly.<br />
Nelly Philippot-Hermanne<br />
In the next issue we will start with the<br />
techniques of training and how different aspects<br />
of training affect the different parts of<br />
the physiology and of the metabolism.<br />
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Zum 200. Jahrestag der Gründung des Könglichen Privatgestüts Weil-Scharnhausen<br />
liegt nun ein Buch vor, das umfassend die Anfänge der ältesten Araberzucht<br />
in Europa beschreibt. Berühmte <strong>Pferde</strong>, wie Bairaktar und Murana I, haben in Weil<br />
die ältesten Hengst- und Stutenlinien begründet - aber sie waren nur zwei von<br />
über 100 Original-Arabern, die im 19. Jahrhundert aus dem Orient nach Württemberg<br />
importiert wurden. Ihren Ursprung, ihre teils abenteuerlichen Reisen aus<br />
der Wüste nach Württemberg und ihr züchterischer Einfluß wurden anhand von<br />
Archiv-Akten nachgezeichnet.<br />
Science<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Gudrun Waiditschka: „Königliche <strong>Pferde</strong>“<br />
Band I, König Wilhelm I. (1817-1864),<br />
ca. 250 S. mit ca. 250 zeitgenössischen Abbildungen, 59 €<br />
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4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
71
13. ANC-Turnier Aachen<br />
Sport<br />
Alle<br />
Jahre<br />
wieder...<br />
Erfolgreichster <strong>Vol</strong>lblutaraber des Aachener Turniers:<br />
Haifi El Sorrento (BS Specific / Haifi Dinjah)<br />
unter Susanne Hoyler.<br />
... ist Haifi El Sorrento der Sieger des Aachener Turniers. Dieses Jahr konnte er seine Siegesserie<br />
auf vier Siege bei fünf Starts ausweiten. Derzeit kann ihm unter den arabischen<br />
Dressurpferden in Deutschland keiner das Wasser reichen.<br />
Eigentlich könnte man statt des diesjährigen<br />
Berichts einfach den letztjährigen<br />
noch einmal abschreiben. Das Wesentliche<br />
nämlich hat sich nicht geändert: "Erfolgreichster<br />
Starter am Aachener Turnier war mit<br />
Abstand Haifi El Sorrento (v. BS Specific) unter<br />
seiner langjährigen Reiterin und Ausbilderin<br />
Susanne Hoyler". Hatte er aber letztes Jahr<br />
bei fünf Starts drei Siege, so lautete seine<br />
diesjährige Erfolgsbilanz gar: Fünf Starts in<br />
Dressurprüfungen der Kl. L (Trense) bis M**<br />
mit vier Siegen, lediglich die Kür hatte den<br />
Richtern nicht so gut gefallen, wobei Haifi<br />
immer noch "bester <strong>Vol</strong>lblutaraber" dieser<br />
Prüfung war. Eine ähnliche Leistung gelang<br />
nur noch Vom Besten G unter Züchterin und<br />
Besitzerin Gudrun Gernhold, die mit ihrem<br />
Partbred-Hengst drei Siege errang.<br />
Die <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
"Wir haben am Anfang der Saison noch gar<br />
nicht zu hoffen gewagt, dass wir das Ergebnis<br />
von 2016 wieder erreichen würden", so<br />
Haifi El Sorrento-Besitzerin Edith Lipp, "aber<br />
jetzt haben wir es nicht nur erreicht, sondern<br />
nocheinmal getoppt! Sori und Susanne sammelten<br />
insgesamt 1137 FN-Ranglistenpunkte<br />
- letztes Jahr waren es noch 820 -, und wieder<br />
erhält Sorrento die goldene Sportpferdeplakette<br />
vom VZAP." Er ist mit seiner Jahresleistung<br />
in der Dressur der beste <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Deutschlands und weit über die deutschen<br />
Grenzen hinaus. Außerdem führt Susanne<br />
Hoyler dieses Jahr die Dressurergebnislisten<br />
vom <strong>Pferde</strong>sportkreis Nordschwarzwald an<br />
- und das mit einem "Exoten"! Leistung soll<br />
auch belohnt werden, und so konnte sich<br />
das Team von Haifi El Sorrento zum zweiten<br />
Mal über den Sieg im Paltra-Pokal freuen: Gemeinsam<br />
verbrachten Besitzer- und Reiterfamilien<br />
ein schönes Wochenende im Romantikhotel<br />
"Goldener Karpfen" in Fulda! Aber<br />
den beiden wurden ihre Siege keineswegs<br />
"nachgeworfen", nur weil sie dieses Jahr "unter<br />
sich" ritten, da es getrennte Abteilungen<br />
für <strong>Vol</strong>lblut- und Shagya-Araber und Partbredaraber<br />
gab: Die Noten bewegten sich zwischen<br />
7,8 (L-Kandare) und 7,0 (M*).<br />
Der "ewig Zweite" hinter Haifi El Sorrento<br />
war dieses Jahr BA Aram (Amalfi / Aroussa<br />
Monpelou) unter seinem jungen Reiter Kyle<br />
van der Hejden aus den Niederlanden. Der<br />
überwiegend russische gezogene, 9jährige<br />
Fuchswallach bewegt sich sehr schwungvoll<br />
und elastisch und sein junger Reiter hat sichtlich<br />
Freude an den Ritten. Drei zweite Plätze<br />
in den Klassen L-Kandare bis M** können<br />
sich als Bilanz eines Turnierwochenendes<br />
durchaus sehen lassen. Auf dem dritten Rang<br />
konnte sich zweimal der 15jährige VA-Wallach<br />
Cuba (Arben / Djaikha) unter Vera Dopper<br />
platzieren (L-Kandare, M**), die ebenfalls<br />
aus Holland angereist waren. Überhaupt war<br />
das holländische Kontingent in Aachen sehr<br />
groß, dafür fehlten dieses Mal leider die Starter<br />
aus Skandinavien.<br />
Auch andere "alte Bekannte" waren dieses<br />
Jahr wieder dabei, so MS Madrass (Kamerton<br />
/ Marenah) unter Susanne Giese. Dieses Paar<br />
konnte sich in der L-Trense auf Rang 2 platzieren,<br />
gefolgt von dem Ägypter Musab (NK Bolbol<br />
/ Maaza) aus dem Haupt- und Landgestüt<br />
72<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Sport<br />
<br />
<br />
1. BA Aram (Amalfi / Aroussa Monpelou) unter Kyle van der Hejden / NED<br />
2. Cuba (Arben / Djaikha) unter Vera Dopper / NED<br />
3. Musab ( NK Bolbol / Maaza) unter Lukas Maier / GER<br />
4. GR Farris (GR Faleeh / VPR Faridaa Bint Sphinx) unter Pam Johanns / LUX<br />
5. MS Madrass (Kamerton / Marenah) unter Susanne Giese / GER<br />
<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
73
Sport<br />
Marbach unter Lukas Maier. Es war das erste<br />
Mal, dass Marbach mit einem Kontingent von<br />
drei <strong>Pferde</strong>n an diesem Turnier teilnahm, und<br />
man konnte mit dem Ergebnis (1 x 1. Platz mit<br />
WM Saradan Kl. A, 1 x 3. Platz Kl. L-Trense und<br />
1 x 4. Platz in der M* mit Musab) durchaus zufrieden<br />
sein. Auch Gorbas Gagarin (Davidoff /<br />
Wenkum Gorba) unter Sophie Stephan sicherte<br />
sich einen dritten Platz in der M*, und auch<br />
dieses Paar steigert sich von Jahr zu Jahr.<br />
Der Sieger in der A** ist noch nachzutragen.<br />
Dies war Malik Ibn Prognoz (Prognoz / Juvara)<br />
unter Janine Holze, der in einem durchaus<br />
starken Feld mit 16 Startern gewann. Auf Platz<br />
zwei landete GR Farris (von GR Faleeh), der mit<br />
seiner Reiterin Pam Johanns aus Luxembourg<br />
angereist war. Auch er ist wie Musab ein<br />
Ägypter. Auf dem dritten Platz dann wieder<br />
ein alter Bekannter: Mosri Al Dahab, diesmal<br />
mit seiner jungen Reiterin Emma Dorn.<br />
Platz in der L-Trense. Der Trakehner-Hengst<br />
führt den <strong>Vol</strong>lblutaraber Narav Ibn Aswan<br />
in dritter Generation, mütterlicherseits geht<br />
er auf anglo-arabisches Blut zurück, das auf<br />
Shagya-Arabern basiert.<br />
Die M-Dressuren lagen dann gänzlich in anderer<br />
Hand: Während der bereits 20jährige<br />
Reitpony-Wallach Leo Nardo unter Silvia<br />
Knapstein die M* gewann, konnte er sich in<br />
der M** "nur" auf dem zweiten Platz hinter<br />
dem schicken palomino-farbenen Dannys<br />
Dream mit Janina Döll platzieren. Platz drei<br />
ging, wie gesagt, an Vom Besten G, während<br />
Saaleprinz, ein Halbbruder zu Lucciano de<br />
Saale, unter Andreas Brand den vierten Platz<br />
einnahm. Nachzutragen in dieser Familie ist<br />
noch Saalefürst auf Platz 2 in der A-Kandare.<br />
Beim "Nachwuchs" in der Klasse A zeigte sich<br />
Camar Estopia von ihrer besten Seite und<br />
gewann mit Isa Lindemann und einer Traum-<br />
ya-Araber Santhos (Shareer / Nora) unter Diana<br />
Kunz gewann.<br />
Die <strong>Vol</strong>lblutaraber hingegen waren in den<br />
Springprüfungen nur "unter ferner liefen"<br />
vertreten - sowohl zahlenmäßig, als auch leistungsmäßig.<br />
Dagegen soll noch ein kleines<br />
Partbred-Stütchen erwähnt werden: Alisha SR<br />
vom <strong>Vol</strong>lblutaraber Al Ashar. Sie hat von ihrem<br />
Vater das Springtalent und einen tollen Stil geerbt.<br />
Kein Wunder hatte sie bei der Stutenleistungsprüfung<br />
in Münster-Handorf 2015 die<br />
Note 9,0 im Freispringen erhalten. Zwar reichte<br />
es in Aachen nur zu einem dritten Platz im<br />
A*-Springen, aber bei ihr hat man wirklich das<br />
Gefühl, das Springen macht ihr Spaß!<br />
Alles in allem war Aachen dieses Jahr ein<br />
Schritt in die richtige Richtung. Hoffen wir,<br />
dass damit der Abwärtstrend gebrochen<br />
wurde und auch die <strong>Vol</strong>lblutaraber wieder<br />
vermehrt zurück nach Aachen kommen.<br />
Auf dem richtigen Weg<br />
Bereits die Ausschreibung für das diesjährige<br />
Aachener Turnier erntete großes Lob von Seiten<br />
der Reiter, und die Nennzahlen bestätigten<br />
dies dann auch. Letztendlich zählte das<br />
Turnier 238 Starts, das waren 70 mehr als im<br />
Vorjahr! Ebenfalls sehr positiv aufgenommen<br />
wurde, dass dieses Jahr bei jeweils mindestens<br />
fünf Nennungen die Prüfungen nach<br />
Rassen geteilt wurden. Das hatte zur Folge,<br />
dass alle Dressurprüfungen der Kl. A bis M**<br />
(mit Ausnahme der Kür) in zwei Abteilungen<br />
geritten wurden, eine für AV und ShA,<br />
die zweite für AA und PbA - endlich wurde<br />
diese Notwendigkeit umgesetzt! Ein kleiner<br />
Wermutstropfen aber bleibt: Die Zahlen bei<br />
den <strong>Vol</strong>lblutarabern waren zumindest in der<br />
Dressur nach wie vor rückläufig und konnten<br />
nur in der Gesamtbilanz durch die im Vergleich<br />
zum Vorjahr wesentlich besser besetzten<br />
Springprüfungen ausgeglichen werden.<br />
Das schicke palomino-farbene Reitpony Dannys Dream gewann mit Janina Döll die M**-Dressur.<br />
Er hat Nijm ox und Daikir ox im Pedigree, zwei <strong>Vol</strong>lblutaraberhengste die häufig in der Reitponyzucht<br />
zu finden sind.<br />
alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
Die Partbreds<br />
Wie bereits eingangs erwähnt, konnte Vom<br />
Besten G unter Gudrun Gernhold ebenfalls<br />
eine großartige Erfolgsserie abliefern: Alle drei<br />
L-Prüfungen gehörten ihm, in der M** belegte<br />
er einen dritten Platz. Der Reitponyhengst ist<br />
einer von sechs <strong>Vol</strong>lbrüdern, von denen immerhin<br />
drei am Aachener Turnier starteten.<br />
Der zweite im Bunde war Vom Brillanten G,<br />
und er gewann die A** und belegte den dritten<br />
Platz in der A*. Der dritte, Valido's Black<br />
Pearl, konnte unter Magdalena Schumacher in<br />
der A-Trense den zweiten Platz hinter seinem<br />
Bruder erringen, in der Kür den dritten und<br />
in der M* den vierten Platz. Die drei Brüder<br />
stammen von Validos Boy, der den Marbacher<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber Merafic (Daikir / Masarrah) als<br />
Großvater im Pedigree führt. Und auch auf der<br />
Mutterseite versteckt sich in 5. Generation der<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberhengst Jarys (Kalif / Jemen), und<br />
damit Achentaler Blut.<br />
Auch der frisch gekörte und leistungsgeprüfte<br />
Lucciano de Saale zeigte sein Können unter<br />
Andreas Brand und holte sich den dritten<br />
note von 7,8 die Prüfung A*. Gezogen wurde<br />
diese Partbred-Stute von Corinna Knaack-Lindemann<br />
aus ihrer <strong>Vol</strong>lblutaraberstute Camar<br />
Esperanza in Anpaarung mit dem Trakehner-Hengst<br />
Le Rouge.<br />
Die Springprüfungen<br />
Nach dem letztjährigen Tiefststand, als nur<br />
noch fünf oder sechs Springpferde nach Aachen<br />
kamen, waren es dieses Jahr doch immerhin<br />
26, und so waren diese Prüfungen<br />
zumindest wieder spannend. Angeboten<br />
wurde jeweils eine Springprüfung und eine<br />
Stilspringprüfung in den Klassen E, A* und<br />
A**, sowie eine Springprüfung L; auf das<br />
M-Springen verzichtete man dieses Jahr.<br />
Positiv zu vermerken ist auch, dass sich dieses<br />
Jahr wieder mehr Shagya-Araber nach<br />
Aachen getrauten. Und prompt wurde Halik<br />
(Lenkoran / Halisha) unter Julius Herz mit<br />
dem 1. Platz im E-Stilspringen belohnt. Ihm<br />
folgte auf dem zweiten Platz Orsha (Bazar /<br />
Ocarina) mit Silke Schwertfeger, die ihrerseits<br />
wiederum das E-Springen vor dem Shag-<br />
Summary<br />
For the second time in a row, the purebred<br />
Arabian Haifi El Sorrento (by BS Specific)<br />
proved to be the best Arabian at the Aachen<br />
tournament. This year, he achieved four victories<br />
in five dressage competitions. Only in<br />
one, the L-Kuer, he was placed fourth, but<br />
nevertheless was best purebred Arabian. The<br />
"perpetual second" this year was BA Aram (by<br />
Amalfi) from Holland, with his young rider<br />
Kyle van der Hejden. The horse is very talented<br />
with elastic movements, and it will be interesting<br />
to follow their career. Twice on third<br />
place we find Cuba (by Arben) with Vera Dopper;<br />
both Dutch horses were predominantly<br />
Russian-bred.<br />
It was good that all dressage competitions<br />
were split into classes for purebred and Shagya<br />
Arabians, and Anglo- and Partbred Arabians.<br />
Hopefully this will encourage more purebred<br />
Arabians to compete next year, because<br />
although the total number of starts increased<br />
by 70, the number of purebred Arabians is still<br />
on the decline.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
74<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Sport<br />
<br />
<br />
1. Vom Besten G (Validos Boy / Piccolina) unter Züchterin<br />
und Besitzerin Gudrun Gernhold.<br />
2. Der <strong>Vol</strong>lbruder Vom Brillanten G, ebenfalls unter Gudrun<br />
Gernhold<br />
3. Camar Estopia (Le Rouge (Trak.) / Camar Esperanza ox),<br />
geritten von Isa Lindemann<br />
4. Der Shagya-Araber-Wallach Halik (Lenkoran / Halisha)<br />
unter Julius Herz<br />
5. Partbred Araber-Stute Alisha SR (von Al Ashar ox) unter<br />
Sarah Ritterswürden<br />
<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
75
Vom Ursprung<br />
200 Jahre Zuchtgeschichte<br />
Shagya-Araber<br />
Babolna<br />
des Shagya-Arabers<br />
Radautz<br />
Maria Theresia und ihr Sohn Josef II.<br />
Um die Ursprünge des Shagya-Arabers aufzuspüren, müssen wir uns<br />
ins Österreich des 18. Jahrhunderts zurückversetzen. Hier regierte seit<br />
1740 Maria Theresia und obwohl sie nie zur Kaiserin gekrönt wurde,<br />
wurde Maria Theresias Name meist im Zusammenhang mit dem Kaisertitel<br />
genannt. Zwar war eigentlich ihr Mann, Franz I., der offizielle<br />
Herrscher, doch die Regierungsgeschäfte führte sie selbst. Maria Theresia<br />
reformierte ihr Reich während ihrer Regentschaft insbesondere<br />
im Inneren. Nach dem Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges um<br />
1748, war angesichts der hohen Kriegskosten die Reform der Staatsfinanzen<br />
besonders dringlich, weshalb Maria Theresia die Erhebung<br />
zusätzlicher Steuern für die Regierung und das Militär verkündete.<br />
Sie setzte sich aufgrund ihrer Erfahrungen in diesen kriegerischen<br />
76<br />
Mezöhegyes<br />
Wer sich schon einmal über die Namen der Gründerstuten der Shagya-Araber namens<br />
"Moldvai", "Cserkesz", oder "Siebenbürgerin" gewundert hat, erfährt hier, woher diese<br />
<strong>Pferde</strong> kamen, die noch heute existierende Stutenfamilien gegründet haben.<br />
Zeiten nunmehr für die Schaffung einer schlagkräftigeren Armee<br />
ein. Damals waren <strong>Pferde</strong>, die genügsam und leistungsstark waren,<br />
entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg einer Schlacht. Aus diesem<br />
Grunde wurde großer Wert auf eine ausgezeichnete <strong>Pferde</strong>zucht<br />
gelegt. Die reguläre Armee hatte eine Sollstärke von 108 000 Mann.<br />
Darin waren die ca. 40.000 Grenzsoldaten an der Militärgrenze in Südosteuropa<br />
noch nicht eingerechnet. Aus Anlass ihrer Krönung zum<br />
König Ungarns (eine weibliche Funktionsbezeichnung war nicht vorgesehen),<br />
sagten ihr die ungarischen Stände 20 000 Soldaten zu. Für<br />
die berittenen Teile dieser etwa 200 000 Mann starken Armee, waren<br />
entsprechend große Mengen an <strong>Pferde</strong>n nötig.<br />
Josef II., Maria Theresias Sohn, wurde schon während ihrer Amtszeit<br />
zum Kaiser gekrönt. Er fungierte in den habsburgischen Erbländern<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
The Origin<br />
200 Years of Breeding History<br />
of the Shagya-Arabian<br />
Have you wondered about the names of the foundation mares of the Shagya-Arabian<br />
breed such as "Moldvai", "Cserkesz", or "Siebenbürgerin"? This article will give you some<br />
answers about the origins of these horses whose dam lines still exist today.<br />
Maria Theresa and her son Josef II.<br />
To track down the origins of the Shagya-Arabians, we have to travel<br />
back in time to Austria in the 18th century. Here, beginning in 1740,<br />
Maria Theresa reigned, and although she was never crowned empress,<br />
her name was usually mentioned in connection with the emperor's title.<br />
Actually, it was her husband, Franz I who was officially the regent, but<br />
she conducted all the government affairs. Maria Theresa reformed the<br />
kingdom during her regency, particularly with regards to the interior<br />
of the country. After the Austrian<br />
War of Succession around 1748,<br />
reform of the state finances was<br />
urgently needed due to the high<br />
costs of the war. Therefore, Maria<br />
Theresa announced the collection<br />
of additional taxes for the benefit<br />
of the government and the military.<br />
Based upon her experience in<br />
these warlike times, she advocated<br />
for the creation of a more powerful<br />
army. Back in those days, horses<br />
that were undemanding and strong<br />
determined the success or failure<br />
of a battle. For this reason, great<br />
emphasis was placed on excellent<br />
horse breeding. The regular army<br />
had a nominal strength of 108,000<br />
men, excluding the approximately<br />
40,000 border guards at the military<br />
border in southeastern Europe.<br />
At her coronation as King of Hungary<br />
(there wasn't any female term<br />
for it), the Hungarians promised her<br />
20,000 soldiers. For the cavalry units of this army of about 200,000 men,<br />
correspondingly large numbers of horses were needed.<br />
Although Maria Theresa’s son Josef II was crowned as emperor during<br />
her term and served according to Hapsburg tradition as co-regent, she<br />
remained the dominant mother until her death in 1870. Josef II introduced<br />
further measures to improve horse breeding and on December<br />
20, 1784 he issued a "supreme resolution" for his country, including a<br />
series of regulations to improve horse breeding.<br />
So haben die von Josef von Cavallar aufgekauften Remonten zur<br />
Gründerzeit von Radautz ausgesehen<br />
That's how the remounts, purchased by Josef von Cavallar around the<br />
foundation of Radautz Stud, may have looked like.<br />
The remount purchases by Joseph von Cavallar<br />
Around this time, the horses of the "Arabian breed", today called Shagya-Arabians,<br />
came into being. They have their origins in Eastern European<br />
collection points for military remounts, which were meant<br />
to compensate for losses in the completely depleted domestic horse<br />
breeding population. But these measures were not enough. Therefore,<br />
the regiments were ordered to meet their need for cavalry horses by<br />
direct purchase from allocated regions, even those which lay outside<br />
the territory. For acquisitions in Eastern Europe the army installed remount<br />
collection points in the Duchy of Bukovina, which belonged to<br />
Austria-Hungary and was situated in the far eastern part of the monarchy.<br />
But the officially appointed purchasers were not able to buy<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
77<br />
enough horses suitable for military service. So in the spring of 1774 the<br />
Vienna Hofkriegsrat (government military authority) directed first lieutenant<br />
Joseph von Cavallar, a horse expert in the light-horse regiment<br />
No. 6, to buy numerous well-suited remounts. Apparently Cavallar was<br />
immediately so successful that he was promoted to Captain and soon<br />
was entrusted with purchasing remounts for the entire Austrian-Hungarian<br />
army. Cavallar managed to buy 5588 horses within two years.<br />
His horseback travels to purchase horses led him not only through Galicia,<br />
Hungary, the Ukraine, Poland,<br />
Moldavia, Transylvania, Wallachia<br />
and the territory of the Tartars, but<br />
also deep into the Russia areas of<br />
the Don and the Kuban Cossacks,<br />
as well as into Kabardia and the<br />
Caucasus.<br />
From 1778 onward his main collection<br />
point for the remounts was<br />
situated in Kotzmann, close to<br />
Czernowitz, the capital of Bukovina<br />
at that time. How difficult and risky<br />
the transportation of the remounts<br />
must have been, all of which was<br />
conducted by foot, can be inferred<br />
from an imperial decree, instructing<br />
that the Tartars and Cossacks<br />
which were employed as horse<br />
grooms, will receive - apart from<br />
their daily wages - a special bonus<br />
upon the arrival of the transported<br />
animals without losses. The number<br />
of horses, as well as any unusual<br />
events, were meticulously written<br />
down and later accounted for to the Vienna Hofkriegsrat.<br />
The Foundation of Radautz Stud<br />
The Radautz Stud in Bukovina was founded in 1792. The huge numbers<br />
of the yearly remounts and the fact that many of the mares were pregnant<br />
or had foals at foot, forced Cavallar to apply for permanent pastures.<br />
Consequently the Lucina mountains near the Kirlibaba River were<br />
leased from the Putna Monastery. In October 1781, the Cavallar command<br />
was regarded as stable, and so gradually a proper stud farm was<br />
established with initially primitive stables and infrastructure. Radautz<br />
consisted of the Waszkoutz Dominion and the huge Greek-orthodox<br />
religious fund within the Radautz Domain. In the foundation year, this<br />
remount department lacked space for about 1,500 horses, so these<br />
horses were located in three external studs. After 18<strong>12</strong> all the horses<br />
were stabled in Radautz. If you read in a studbook: "Mare 56 Radautz,<br />
free breeding, 1804, Radautz", this describes a horse from one of the external<br />
studs. At first the operation was under the direction of the original<br />
commander, Cavallar. This included, among others, Oberwikow, a<br />
former Austro-Hungarian Main Stallion Depot about 15 km north-west<br />
of Radautz. In 18<strong>12</strong>, the staff and central administration were moved<br />
to the new facility in Radautz about 80 km south of Czernowitz. In July<br />
Shagya-Araber
Shagya-Araber<br />
als Mitregent seiner Mutter. Sie blieb aber bis zu ihrem Tod 1780 die<br />
dominante Übermutter. Josef II. führte weitere Maßnahmen zur Hebung<br />
der <strong>Pferde</strong>zucht ein, und erließ am 20. Dezember 1784 eine "allerhöchste<br />
Resolution" für sein Land, worin eine ganze Reihe Verordnungen<br />
die <strong>Pferde</strong>zucht verbessern sollten.<br />
Die Remonten-Einkäufe durch Joseph von Cavallar<br />
Zu dieser Zeit entstanden die <strong>Pferde</strong> der "Araber Rasse", heute Shagya-Araber.<br />
Sie haben ihren Ursprung zumeist in den östlichen Sammelstellen<br />
für Militärremonten, die die riesigen Verluste der völlig<br />
ausgebluteten inländischen <strong>Pferde</strong>zucht ausgleichen sollten. Diese<br />
Massnahmen reichten aber keinesfalls aus. Deshalb sollten die Regimente<br />
ihren Bedarf an Kavalleriepferden durch direkte Ankäufe in<br />
zugewiesenen Regionen auch ausserhalb des Staatsgebietes decken.<br />
Für die Erwerbung in Osteuropa hatte die Armee vor allem im damals<br />
Das russische Landpferd - mit dem Sieg der Russen über den persischen<br />
Khan erbeuteten sie viele edle <strong>Pferde</strong> arabischer Herkunft.<br />
The Russian country horse - with the victory of the Russians over the<br />
Persian Khan (Sultan) they got many noble horses of oriental blood.<br />
zu Österreich-Ungarn gehörenden Herzogtum, Kronland Bukowina,<br />
also im äusseren Osten der Monarchie, Remontesammelstellen eingerichtet.<br />
Die offiziell bestellten Aufkäufer waren aber nicht in der<br />
Lage, genügend und für den Militärdienst geeignete Remonten zu<br />
erwerben. Der Wiener Hofkriegsrat beauftragte sodann im Frühjahr<br />
1774 den Oberleutnant Joseph von Cavallar vom Chevauxlegers-Regiment<br />
<strong>Nr</strong>. 6, ein mit viel <strong>Pferde</strong>kenntnis ausgestatteter Offizier, zahlreiche<br />
und besonders geeignete Remonten zu kaufen. Offenbar war<br />
Cavallar gleich zu Anfang seiner Tätigkeit sehr erfolgreich, sodass er,<br />
zum Rittmeister befördert, mit dem Remonten-Ankauf für die ganze<br />
österreichisch-ungarische Armee betraut wurde. Cavallar gelang<br />
es schon in den zwei ersten Jahren seiner Tätigkeit, 5588 <strong>Pferde</strong> zu<br />
beschaffen. Seine Ankaufreisen führten ihn im Sattel nicht nur durch<br />
Galizien, Ungarn, die Ukraine, Polen, die Moldau, Siebenbürgen, die<br />
Wallachei und das Gebiet der Tataren, sondern weit nach Russland hinein,<br />
in die Gebiete der Don- und Kubankosaken, in die Kabardei und<br />
in den Kaukasus. Seine Remonten-Hauptsammelstelle befand sich ab<br />
1778 in Kotzmann, in der Nähe der damaligen bukowinischen Hauptstadt<br />
Czernowitz. Wie schwierig und riskant die Remonten-Transporte,<br />
die alle zu Fuss erfolgten, gewesen sein mussten, geht aus einer<br />
kaiserlichen Verfügung hervor, die anwies, dass den tatarischen und<br />
kosakischen <strong>Pferde</strong>knechten, ausser dem jeden Tag fälligen Lohn bei<br />
Eintreffen des Transportes ohne Schaden, pro Kopf eine besondere<br />
"Ergötzlichkeit" zu verabreichen sei. Die Bestände und die Vorkommnisse<br />
wurden akribisch genau registriert und dem Wiener Hofkriegsrat<br />
entsprechend Rechenschaft abgelegt.<br />
Die Gründung des Gestüts Radautz<br />
Das Jahr 1792 gilt als Gründungsjahr des Gestüts Radautz in der Bukowina.<br />
Der grosse Umfang des jährlichen Remonten-Bestandes und die<br />
Das ungarische Landpferd - wurde von den Magyaren einst aus Asien<br />
mitgebracht und während der Türkenkriege mit türksichem Blut veredelt.<br />
The Hungarian county horse - was brought from Asia by the Magyars<br />
and crossed with Arabian blood during the Turkish Wars.<br />
Tatsache, dass viele Stuten trächtig waren, oder mit Fohlen bei Fuss gingen,<br />
führte zum Antrag Cavallars auf beständige Weidemöglichkeiten.<br />
So wurde das Lutschina-Gebirge am Kirlibabafluss vom Kloster Putna in<br />
Pacht genommen. Im Oktober 1781 wurde das Cavallarsche Kommando<br />
als beständig angesehen, und so entstand allmählich ein regelrechter<br />
Gestütsbetrieb mit zunächst noch primitiven Ställen und Anlagen.<br />
Radautz bestand aus der Herrschaft Waszkoutz und dem riesigen griechisch-ortodoxen<br />
Religionsfonds mit der Domäne Radautz. In diesem<br />
Remontierungsdepartement gab es noch im Gründungsjahr infolge<br />
des Mangels an Unterkünften für die etwa 1500 <strong>Pferde</strong> drei Aussengestüte.<br />
Ab dem Jahr 18<strong>12</strong> waren die <strong>Pferde</strong>bestände ganz in Radautz<br />
aufgestellt. Wenn es im Stutbuch heisst: "Stute 56 Radautz, freie Zucht,<br />
1804, Radautz", ist ein Pferd aus einem dieser Aussengestüte gemeint.<br />
Zunächst stand der Betrieb unter der Leitung des bisherigen Kommandanten<br />
von Cavallar. Dazu gehörte unter anderem auch das später<br />
aus einem k. k. Staatshengten-Posten ausgebaute Oberwikow,<br />
etwa 15 km nordwestlich Radautz. 18<strong>12</strong> wurden Stab und Zentralverwaltung<br />
in die neue Anlage nach Radautz, etwa 80 km südlich Czernowitz,<br />
verlegt. Der Nachfolger von Josef II., Kaiser Franz I., hob von<br />
Cavallar im Juli 1799 in den österreichisch erblichen Freiherrenstand<br />
und entliess ihn 1811 als Feldmarschall-Lieutenant in den Ruhestand,<br />
in welchem er ein Jahr später starb.<br />
Der Einfluss des orientalischen <strong>Pferde</strong>s<br />
Seit Errichtung der Cavallarschen Remonten-Sammelstelle um 1774,<br />
wurden insgesamt 104 681 <strong>Pferde</strong> an alle Teile der Armee abgegeben.<br />
Das war eine enorme Zahl, wenn man die Umstände bedenkt, unter<br />
denen die zum Teil über hunderte Kilometer weiten Transporte zu<br />
Fuss führten; in den Jahren 1790-18<strong>12</strong> waren es jährlich zwischen ca.<br />
5000 - 6500 <strong>Pferde</strong>. Darunter waren zahlreiche edle Stuten, vor allem<br />
galizischer, türkischer, tscherkessischer, moldauischer, kaukasischer<br />
und siebenbürgischer Herkunft, einzelne auch aus dem Karst. Sie<br />
waren stark vom türkischen Pferd geprägt, denn in diesen Gebieten<br />
hatte die osmanische Herrschaft und demzufolge der direkte Einfluss<br />
des orientalischen <strong>Pferde</strong>s bis zum Wechsel des 17. zum 18. Jahrhunderts<br />
bestanden; erst im Friedensvertrag zu Karlowitz 1699 fielen die<br />
von den Türken zum Teil fünf Jahrhunderte lang besetzten Länder wie<br />
Ungarn, Siebenbürgen, Moldawien, Bukowina, Slawonien/Kroatien<br />
an Österreich, Teile der Ukraine/Galizien und Podolien an Polen; 1718<br />
kamen zu Österreich-Ungarn die grössten Teile Serbiens, die kleine<br />
Walachei und das Banat noch dazu. Die im Exterieur guten und mit<br />
Fohlen bei Fuss gehenden Stuten wurden vor allem zunächst für das<br />
Gestüt Radautz reserviert. Bis auf Ausnahmen hatten immer <strong>Pferde</strong><br />
mit orientalischem Einschlag den Vorrang, sicherlich vorwiegend<br />
aufgrund ihrer praktischen Eigenschaften, die wir auch heute beim<br />
78<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
1799 the successor of Josef II, Emperor Franz I, promoted Cavallar to<br />
become an Austrian hereditary baron, and one year before his death in<br />
1811 Cavallar retired as Field Marshal-Lieutenant.<br />
The Influence of Oriental horses<br />
From the inception of the Cavallar remount collection point around<br />
1774, a total of 104,641 horses were supplied to various parts of the<br />
army. That was an enormous number, considering that they had to be<br />
transported several hundred kilometres on foot; during the years 1790-<br />
18<strong>12</strong>, this amounted to around 5000-6500 head yearly. Among them<br />
were many “noble” (high class) mares, especially of Galician, Turkish,<br />
Circassian, Moldavian, Caucasian or Transylvanian origin; some also<br />
came from the Karst Plateau. They were heavily influenced by the<br />
Turkish horses because until the turn of the 17th century these areas<br />
were under Ottoman rule and consequently directly influenced by their<br />
stock of Hungarian/Transylvanian horses, i.e. horses from within the Austro-Hungarian<br />
Monarchy. This type of horse was originally brought by<br />
the Magyars invading from the east and settling in the Carpathian Basin,<br />
Lewedia and the Etelköz (the land between the rivers) in the 9th and 10th<br />
centuries. Their horses were brought from a region formerly inhabited by<br />
the Scythians. However, much had transpired within the horse population<br />
in the intervening years prior to the establishment of the remount<br />
collection stations.<br />
horse breeding during the Austro-Hungarian Monarchy<br />
For approximately 500 years the Turks had flooded Transylvania and the<br />
adjoining areas with their armies and occupation troops. They mainly<br />
rode Oriental horses and the many stallions that came along could hardly<br />
have remained without affecting the horse population. The Hungarian/Transylvanian<br />
horse, or "Székler horse" from the Csik area as well as<br />
Shagya-Araber<br />
Der Siebenbürger - ist orientalischer Abstammung und kam mit den<br />
Magyaren nach Ungarn.<br />
The Transylvanian horse - is of Oriental descent and came with the Magyars<br />
to Hungary.<br />
Der Radautzer - das konsolidierte, im orientalischen Typ stehende Produkt.<br />
entstanden aus einer vielzahl von Rassen.<br />
The Radautz horse - the consolidated product of Orirental type, created<br />
from a number of breeds.<br />
Lithographs: Emil <strong>Vol</strong>kers<br />
Oriental horses. It was not until the Peace Treaty of Karlowitz in 1699<br />
that the lands (Hungary, Transylvania, Moldavia, Bukovina, Slavonia/<br />
Croatia) - some of them occupied for five centuries by the Turks—fell<br />
to Austria. Parts of the Ukraine/Galicia and Podolia fell to to Poland,<br />
and in 1718 big parts of Serbia, Wallachia, and the Banat fell to Austria-Hungary.<br />
The mares with good conformation and with foals at foot were first<br />
of all reserved for the Radautz Stud. With few exception, preference<br />
was given to horses with an Oriental touch, certainly mainly because<br />
of their practical attributes which we still value in our Shagya-Arabians:<br />
rugged constitution, hardiness, energy, fertility, durability, good<br />
movements, learning ability, easy keeping, and an inborn friendliness<br />
towards humans.<br />
Mezöhegyes and Bábolna<br />
Mares from the remount collection points in Bukovina also found a<br />
new home in the Austro-Hungarian studs of Mezöhegyes and Bábolna,<br />
founded in 1785 and 1789 respectively as military installations. In the beginning,<br />
there were still "wild studs" at Mezöhegyes; in 1811 there were<br />
about 2850 mares running "wild" with about 150 stallions. At least 844<br />
mares were living under "orderly conditions", i.e. with assigned stallions.<br />
It was reported in 1818 that it was still not yet possible to create a uniform<br />
type of horse with the mares imported from Moldavia and Hungary, and<br />
that the stallions were from Turkey, Transylvania, Hungary, Spain, and<br />
Normandy. Stallions and mares for breeding were exchanged between<br />
the studs of Bábolna, Mezöhegyes, Radautz, and also Koptschan/Kladrub.<br />
Due to the large distances involved, these transports - during which<br />
the horses were driven in packs by the Csikos - were very time-consuming.<br />
One more important basis for the development of the Shagya-Arabian at<br />
the Hungarian studs, primarily during the 18th-century, came from the<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
79<br />
the horse populations of Bukovina, Wallachia, Moldavia, Serbia, and Croatia,<br />
etc., were thus strongly influenced by the Oriental horse type. Also,<br />
during the Russian-Turkish Wars at the end of the 17th century, Oriental<br />
stallions came into the area of Moldavia and Transylvania. Even stallions<br />
of Spanish-Italian breeding, which carried Arabian and Barb blood were<br />
used. Of great significance was the use of the stallion Barbarino 1802,<br />
who - together with another stallion of the same name - was purchased<br />
from the Transylvanian Stud of Count Johann Béthlen for Radautz.<br />
This stallion was considered for a long time as the foundation horse of<br />
Radautz breeding and one can often find his name as an early ancestor<br />
in the pedigrees of Shagya-Arabians.<br />
To understand the development of the Shagya-Arabian, it is interesting<br />
to recognize that Mezöhegyes, as a military stud, had to manage a big remount<br />
department as well as the regular breeding department. In 1787,<br />
there were 4000 horses and 10,000 oxen. Additionally, every year about<br />
800 young horses were purchased. After the initial inconsistent hybrids<br />
which resulted from the many different breeds used, here too the breeding<br />
methods concentrated on achieving, both genetically and phenotypically,<br />
the centuries-old Oriental type. Eventually this resulted in the more<br />
uniform "Arabian breed” type, and today it is consequently present in the<br />
Shagya-Arabian.<br />
The decisive work of Jósef von Csekonics<br />
In 1789 the huge number of horses at Mezöhegyes and more importantly<br />
the even larger number of cattle led the gifted and diligent stud manager<br />
Jósef von Csekonics to initiate the formation of a branch operation in<br />
Bábolna, with the stud initially under his overall management. The surplus<br />
breeding stock was brought there, particularly cattle. Bábolna is situated<br />
along the so-called "butcher street", which is still named "Mészóros<br />
út” today. Along this street huge herds of cattle were driven from the east
Shagya-Araber<br />
Shagya-Araber schätzen: Konstitutionshärte, Energie, Fruchtbarkeit,<br />
Strapazierfähigkeit, Gängigkeit, Lernfähigkeit, Leicht-Futterigkeit und<br />
Zuneigung zum Menschen.<br />
Mezöhegyes und Bábolna<br />
In den als Militäreinrichtungen gebildeten k. k. Gestüten Mezöhegyes<br />
(gegründet 1785) und Bábolna (gegründet 1789) fanden ebenfalls<br />
Stuten aus den Remonten-Sammelstellen der Bukowina eine neue<br />
Heimat. Auch in Mezöhegyes gab es zunächst noch "wilde Gestüte";<br />
1811 waren dort noch 2850 Stuten mit etwa 150 Hengsten "wild". Unter<br />
geordneten Verhältnissen, also mit bestimmten Hengsten, lebten<br />
immerhin schon 844 Stuten. Noch 1818 heisst es in einem Bericht,<br />
dass sich mit den aus der Moldau und aus Ungarn stammenden Stuten<br />
noch kein einheitlicher Schlag gebildet hätte und dass die Hengste<br />
Türken, Siebenbürger, Ungaren, Spanier und Normänner waren.<br />
Hengste und Stuten wurden schon damals vorwiegend zwischen<br />
Bábolna, Mezöhegyes, Radautz und auch Koptschan/Kladrub zur Bedeckung<br />
ausgetauscht. Der grossen Entfernungen wegen, waren die<br />
Transporte, die <strong>Pferde</strong> wurden von Csikosen in Rudeln getrieben, sehr<br />
zeitaufwendig.<br />
Eine weitere wichtige Grundlage für die Entwicklung des Shagya-Arabers,<br />
die vor allem über die im 18. Jahrhundert bestehenden ungarischen<br />
Gestüte wirksam wurden, kam aus dem Bestand des alten<br />
ungarisch/siebenbürgischen <strong>Pferde</strong>s, also aus dem k. k. Inland. Das<br />
hatten die aus dem Osten einfallenden Magyaren bei der Besiedlung<br />
des Karpatenbeckens, Lewedien und dem Etelköz (dem Land zwischen<br />
den Flüssen) im 9./10. Jahrhundert mitgebracht, also auch aus<br />
der ehemals vom Reitervolk der Skythen bewohnten Region. Bis zur<br />
Einrichtung der Remonten-Sammelstellen in der Bukowina war allerdings<br />
mit diesem <strong>Pferde</strong>bestand eine Menge geschehen.<br />
Die Landespferdezucht in der k. k. Monarchie<br />
Die Türken hatten etwa 500 Jahre lang Siebenbürgen und seine Randgebiete<br />
mit ihren Armeen und Besatzungstruppen überschwemmt.<br />
Sie waren im Wesentlichen mit orientalischen <strong>Pferde</strong>n ausgerüstet.<br />
Durch die zahlreich mitgeführten Hengste konnte das nicht ohne<br />
Wirkung bleiben. Das Ungarische/Siebenbürgerpferd, das Széklerpferd<br />
aus dem Komitat Csik, die Populationen in der Bukowina, in<br />
der Walachei, in der Moldau, in Serbien und Kroatien usw. waren somit<br />
stark vom orientalischen Typ geprägt. Hierzu kam, dass als Folge<br />
der beiden russisch-türkischen Kriege zu Ende des 17. Jahrhunderts<br />
ebenfalls orientalische Hengste über das Moldaugebiet nach Siebenbürgen<br />
kamen. Auch Hengste aus spanisch-italienischer Zucht, die<br />
Araber- oder Berberblut führten, wurden verwendet. Von ganz grosser<br />
Bedeutung war der Einsatz des Hengstes Barbarino 1802, der mit<br />
einem zweiten Hengst gleichen Namens aus dem siebenbürgischen<br />
Gestüt des Grafen Johann Béthlen für Radautz erworben wurde. Der<br />
Hengst galt lange als Begründer der Radautzer Stammzucht, und man<br />
findet ihn häufig zu Anfang in den Pedigrees der Shagya-Araber.<br />
Es ist für das Verständnis der Entwicklung des Shagya-Arabers interessant<br />
zu wissen, dass auch Mezöhegyes als Militärgestüt eine grosse<br />
Remonten-Abteilung nebst dem eigentlichen Zuchtbetrieb zu betreuen<br />
hatte. 1787 waren es 4000 <strong>Pferde</strong> und 10 000 Schlachtochsen.<br />
Zudem wurden jährlich etwa 800 Jungpferde zugekauft. Nach anfänglichem<br />
Durcheinander, das sich aus der Vielzahl der vorhandenen<br />
Rassen ergab, erfolgte auch hier die erfolgreiche züchterische Orientierung<br />
auf den genetisch und im Phänotyp im jahrhundertelangen<br />
Vorlauf vorhandenen orientalischen Typ, wie er sich später einheitlicher<br />
in der "Araber-Rasse" wiederfand und heute im Shagya-Araber<br />
konsequent vorliegt.<br />
Das entscheidende Wirken Jósef von Csekonics<br />
Vor allem die Ochsenmengen, aber auch der riesige <strong>Pferde</strong>bestand in<br />
Mezöhegyes führten durch die Initiative des begabten und fleissigen<br />
Gestütsleiters Jósef von Csekonics 1789 zur Bildung eines Filialbetriebes<br />
in Bábolna, des späteren Gestüts, zunächst noch unter seiner Gesamtleitung.<br />
Dorthin wurden die überzähligen Zuchtpferde, vor allem<br />
aber die Ochsen gebracht. Bábolna liegt an der sogenannten Metzgerstrasse<br />
, die noch heute in Bábolna "Mészáros út" heisst, auf der riesige<br />
Viehherden vom Osten in den vieharmen Westen, d.h. zunächst in<br />
die Schlachthöfe nach Wien getrieben wurden. Das konnte in Bábolna<br />
nicht mehr lange so bleiben, und so erklärte der Wiener Hofkriegsrat<br />
Bábolna 1806 für selbständig und liess die dort bis dahin betriebene<br />
umfangreiche Ochsenwirtschaft schnell abschaffen. Innerhalb des<br />
Jahres 1806 ging der Bestand von 2026 auf 275 Ochsen zurück.<br />
Orientalisches Blut in Bábolna<br />
Per Dekret vom 18. März 1816 durften die Bábolner Stuten nur noch<br />
mit Hengsten "östlichen" Blutes gedeckt werden. 1816 begann also<br />
der planmässige Aufbau der "Araber-Rassepferde", heute "Shagya-Araber",<br />
sowie der arabischen <strong>Vol</strong>lblutzucht in Ungarn. Dieses<br />
Datum gilt damit auch als die Geburtsstunde des Shagya-Arabers. Es<br />
erfolgte damals eine enorme Entwicklung. Das Personal wurde von<br />
16 auf 64 Mann erweitert. Die Zuchtpferde wurden von zwei auf 16<br />
Hengste, von drei auf 95 Stuten aufgebaut. Als Beutepferde aus dem<br />
Krieg 1816 mit Frankreich, gelangten einige orientalische <strong>Pferde</strong> aus<br />
dem Hengstdepot Rosières aux Salines nach Bábolna. Baron Fechtig<br />
brachte von seiner dritten Orientreise drei Originalaraber nach Bábolna,<br />
die Hengste Siglavi Gidran und Ebchan sowie die Stute Tifle. Weitere<br />
Importe folgten und damit eine Festigung des genetischen Potentials<br />
der "Araber-Rasse". Zu ihnen gehörten die äusserst erfolgreichen<br />
Ankaufsreisen des Bábolnaer Gestütskommandanten Eduard Baron<br />
von Herbert. 1836 brachte er unter anderen den originalarabischen<br />
Schimmelhengst Shagya, geboren 1830, über Triest nach Bábolna. Er<br />
hatte ihn beim Stamm der zu dieser Zeit in Syrien nahe Aleppo nomadisierenden<br />
Beni-Sakr-Beduinen gekauft. Dieser Hengst gab seine<br />
Eigenschaften und Merkmale in ganz besonderer Qualität weiter und<br />
war in Bábolna bis 1842 eingesetzt. Sein Stamm erlangte überragende<br />
Bedeutung, auch international, und so wurde er 1979 Namensgeber,<br />
und die Rasse neu als "Shagya-Araber" anerkannt.<br />
Der vorliegende Artikel entstand aus den Werken von Hans Brabenetz<br />
«Das k. k. Staatsgestüt Radautz und seine <strong>Pferde</strong>» und Dr. Walter Hecker<br />
«Bábolna und seine Araber», beide erschienen im «tebasil-Verla»g, sowie<br />
Recherchen von Dr. Dr. Johannes Erich Flade und Bruno Furrer.<br />
Die Gründerstuten der noch heute in der Shagya-Araberzucht bestehenden Stutenfamilien<br />
Foundation mares of the Dam families, which are still active in Shagya Arabian breeding today<br />
449 Moldvai geboren 1781 in der Bukowina<br />
286 Cserkesz geboren 1782 im Gebiet Tscherkesk<br />
215 Moldvai geboren 1782 in der Bukowina<br />
131 Moldvai geboren 1783 in der Bukowina<br />
253 Moldvai geboren 1783 in der Bukowina<br />
370 Moldvai geboren 1783, (ehemals 885 Moldvai geboren 1785)<br />
in der Bukowina<br />
794 Moldvai geboren 1784 in der Bukowina<br />
59 Erdélyi (59 Siebenbürgerin) geboren 1786 in Siebenbürgen<br />
542 Ungarin geboren 1790 in Siebenbürgen<br />
97 Mezöhegyes geboren 1800 in Mezöhegyes<br />
60 Radautz geboren 1800 in Radautz<br />
31 Moldvai geboren 1805 in der Bukowina<br />
74 Tifle db 1816, geboren 1810 im Nedjd<br />
Milordka geboren 1810 in Slawuta/Chrestowka<br />
Szweykowska geboren 1810 in Slawuta/Chrestowka<br />
Czebessie II geboren 1814 in Arabien<br />
30 Maria xx geboren 1842 in England<br />
143 Schmed geboren 1850 bei den Would Ali-Beduinen<br />
60 Adjuze db 1885 geboren 1876 in Syrien<br />
76 Bent el Arab db 1885 geboren 1880 in Syrien<br />
81 Kohaila db 1885 geboren 1881 in Syrien<br />
216 Semrie db 1902 geboren 1896 bei den Schammar-Beduinen<br />
80<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Beduinenhengst und Moldauerstute, die Grundlage der Shagya-Araberzucht.<br />
-<br />
Bedouin stallion and Moldavian mare, the basis for the Shagya Arabian<br />
breed.<br />
to the cattle-deficient areas in the west, and particularly to the slaughterhouses<br />
of Vienna. That situation could not last much longer in Bábolna,<br />
and so in 1806 the Hofkriegsrat at Vienna declared Babolna independent<br />
and abolished the cattle economy. By the end of the year cattle numbers<br />
had dropped from 2026 to 275.<br />
Oriental blood at Bábolna<br />
On March 1816 a decree was issued ordering that the the Bábolna mares<br />
would be only allowed to be covered with stallions of "eastern" blood.<br />
And so that year the plan to create the "Arabian breed", today known as<br />
the “Shagya-Arabian”, along with purebred Arabian breeding, began in<br />
Hungary. Therefore, this date is the birthday of the Shagya-Arabian. An<br />
enormous development followed. The staff was increased from 16 to 64,<br />
the breeding stock was increased from two to 16 stallions and from three<br />
to 95 mares. Several Oriental horses taken as booty came from the French<br />
stallion depot Rosière aux Salines. From his third trip to the Orient Baron<br />
Fechtig brought three desert-bred Arabians to Bábolna, the stallions<br />
Berber-Hengste wie die guten Barbarinos spielten ums Jahr 1800 eine<br />
bedeutende Rolle bei der Entstehung des Shagya-Arabers. -<br />
Barb stallions, such as the good Barbarinos, played a major role around<br />
the year 1800 in the foundation of the Shagya Arabian breed.<br />
Siglavi Gidran and Ebchan, as well as the mare Tifle. For the King of Württemberg<br />
he brought to the Weil Stud the stallion Bairactar and the mare<br />
Murana I. Other imports followed and with it came a consolidation of the<br />
genetic potential of the "Arabian breed”. Amongst them were horses obtained<br />
during the very successful purchase trips of Eduard Baron von Herbert,<br />
Stud Commander of Bábolna. In 1836 he brought, among others,<br />
the desert-bred grey stallion Shagya, born in 1830, via Triest to Bábolna.<br />
He purchased him from the Beni Sakr Bedouin tribe which was traveling<br />
at that time near Haleb in Syria. This stallion transmitted his outstanding<br />
quality and characteristics to his offspring and was used in Bábolna until<br />
1842. His bloodline reached paramount importance, even internationally,<br />
and so in 1979, the newly recognized "Shagya-Arabian" breed was<br />
named after him.<br />
This article was created from the works of Hans Brabenetz "The k.k. State<br />
Stud Radautz and its horses", and Dr. Walter Hecker "Bábolna and its Arabians",<br />
both published by tebasil Verlag, as well as research conducted by<br />
Dr. Dr. Johannes Erich Flade and Bruno Furrer.<br />
Shagya-Araber<br />
Die Stammhengste der heute in der Shagya-Araberzucht bestehenden Hengststämme<br />
Foundation stallions of the sire Lines, which are still active in Shagya Arabian breeding today<br />
Siglavy db 1816 geboren 1810 in Ägypten<br />
(auch Siglavy Schwarzenberg)<br />
Siglavy IV db 1819. Gekauft 1825 in Konstantinopel<br />
Bairactar db geboren 1813 in Arabien<br />
Gidran db geboren 1810 in Syrien<br />
Shagya db 1836 geboren 1830 bei den Bani Saher-Beduinen<br />
Gazlan-Gazal db 1852 geboren 1840 bei den<br />
Anazé Would Ali Beduinen<br />
Dahoman db 1852 geboren 1846 bei den Anazé Gjelas-Beduinen<br />
Jussuf AV geboren 1869 in Bábolna von Mahmoud Mirza db 1866<br />
geboren 1851 in Syrien<br />
Koheilan Adjuze db 1885 geboren 1876 bei den Anazeh<br />
El Sbaa-Beduinen<br />
O’Bajan db 1885 geboren 1881 bei den Anazeh el Spaa-Beduinen<br />
Saklawi I db geboren 1886 bei den Ruala-Beduinen<br />
Hadban db 1897 geboren 1891 in Syrien<br />
Mersuch db 1902 geboren 1898 bei Pascha Chasim<br />
Siglavy Bagdady db 1902 geboren 1895 bei den Ruala-Beduinen<br />
Ibrahim db 1907 geboren 1899 bei den Beni Sakr-Beduinen<br />
Kemir (Sven Hedin) AV geboren 1905 in Weil von Souakim db<br />
geboren 1894 in D-Redefin aus der Smyrna db geboren 1890<br />
El Sbaa db geboren 1920 in Syrien<br />
Nedjari AV geboren 1926 in Frankreich von Nibeh db 19<strong>12</strong><br />
geboren 1906 bei den Meheyed-Beduinen<br />
Kuhaylan Zaid db 1931 geboren 1923 bei den Ruala-Beduinen<br />
AV = <strong>Arabische</strong>s <strong>Vol</strong>lblut / purebred Arabian<br />
Or.Ar. = Original-Araber / Original Arab, <strong>Vol</strong>lblutaraber aus einem<br />
arabischen Gestüt.<br />
db = Desertbred, Wüstenaraber von einem wandernden<br />
Beduinenstamm<br />
Stutbucheintrag des Hengstes Kemir (Sven Hedin) *1905 Weil. - Studbook entry of the stallion Kemir (Sven Hedin) *1905 Weil.<br />
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Stall-Laterne<br />
Die Shagya–Araber Szene erwacht aus dem Dornröschenschlaf<br />
Alles begann eigentlich<br />
mit dem<br />
Wunsch nach<br />
Gedankenaustasch innerhalb<br />
einer Gemeinschaft…<br />
Nachdem Jacqueline<br />
Stepien sich mitten in<br />
der Grundausbildung<br />
ihres jungen Shagya-Arabers befand, kam<br />
Ende 2016 die Frage auf, ob sich in ihrer Region<br />
vielleicht noch andere Shagya-Araber-Besitzer<br />
tummeln und man sich gemeinsam<br />
über Ausbildung & Co austauschen könnte.<br />
Ehrensache eine Stute aus ihrem Gestüt „Elevage<br />
des Charmes“ aufzuladen und als zweiter<br />
Shagya-Araber im Team durch den Spreewald<br />
zu reiten.<br />
Nun neigte sich das ereignisreiche Jahr dem<br />
Ende entgegen. Aber auch im Dezember<br />
schlafen wahre Shagya-Araber Freunde nicht.<br />
Am ersten Adventswochenende fand der<br />
Stammtisch zum Jahresabschluss auf dem<br />
Gestüt Muzulman von Holger Stoischek in<br />
Beuster statt. 20 Personen hatten sich angemeldet,<br />
um sich neben einem gemeinsamen<br />
Mittagessen, auch die Nachzucht des erfolgreichen<br />
Züchters anzusehen. Mit den <strong>Pferde</strong>n<br />
Stammtisch in Wutzetz<br />
Der schnellste Weg, um dies herauszufinden<br />
schien durch das Soziale Netzwerk Facebook.<br />
So gründete sie dort eine Gruppe mit dem Titel<br />
„Shagya-Araber Freunde Ostdeutschland“.<br />
Binnen weniger Tage war klar, dass der Titel<br />
falsch gewählt war, denn überall in Deutschland<br />
hatten Besitzer, Züchter und potenzielle<br />
Interessenten auf genau so einen Startschuss<br />
gewartet. Die Gruppe wuchs jeden Tag um<br />
mehrere Mitglieder und trägt mittlerweile<br />
den Titel „Shagya-Araber Freunde DEUTSCH-<br />
LAND“.<br />
Mithilfe der Regionalgruppenmoderatoren<br />
Solveig Söding (Nord) und Ira Hoch (Süd) organisiert<br />
Jacqueline Stepien (Ost) mehrmals<br />
im Jahr Treffen und gemeinsame Aktivitäten<br />
innerhalb der mittlerweile auf über 270 Mitglieder<br />
gewachsenen Gemeinschaft.<br />
Das erste Treffen zum Kennenlernen fand im<br />
Januar <strong>2017</strong> in einem Restaurant in Stendal<br />
statt. Eine etwa 10-köpfige Gruppe, bunt<br />
gemischt aus Züchtern und Besitzern, gab<br />
den Startschuss in ein „shagya-reiches“ Jahr.<br />
Regional und überregional nun besser vernetzt,<br />
konnten einige gemeinsame Aktivitäten<br />
geplant und durchgeführt werden.<br />
Erwähnt werden soll hier das gemeinsame<br />
Shagya-Araber-Schaubild auf der Messe<br />
Nordpferd, durchgeführt durch die Reiter des<br />
Sportstalles Heidkatenhof aus Aukrug und<br />
des Shagya-Araber Gestütes Neuenbrook.<br />
Daraufhin folgte ein Stammtisch für den Bereich<br />
Nord in Aukrug, wo Möglichkeiten für<br />
die Zukunft besprochen wurden. Auch in Ostdeutschland<br />
lies der erste Stammtisch nicht<br />
lange auf sich warten. Man traf sich auf dem<br />
Eichenhof Wutzetz der Familie Orgis. Dort<br />
gab es nicht nur eine sehr interessante Führung<br />
über das Gelände, auch gab es neben<br />
Beim ANC-Turnier in Aachen<br />
wunderbarem Essen auch eine ausgedehnte<br />
Plauderrunde bis zum Einbruch der Nacht.<br />
Ira Hoch organisierte derweil im Süden ebenfalls<br />
einen Stammtisch, der ausgiebig genutzt<br />
wurde, um den nächsten Schaubildauftritt<br />
des Hengstes Athos KM aus dem Gestüt Rückenwind<br />
zu planen. Er sollte beim „Fest der<br />
<strong>Pferde</strong>“ des Reitvereins Lauffen eine <strong>Vol</strong>tigier<br />
Vorführung mit Kindern zeigen, und tat dies<br />
auch völlig gelassen im Juli <strong>2017</strong>.<br />
Etwas später im Jahr fand der nächste<br />
Stammtisch für den Bereich Ost statt. Es ging<br />
zum Hof Hippo Arabico nach Fürstenberg. Da<br />
Edwin Becker dort mit ausgeglichenen Shagya-Arabern<br />
Wanderritte anbietet, fand sich<br />
die Gruppe gerne zum <strong>Pferde</strong>test zusammen<br />
und ritt gemeinsam durch die wunderschöne<br />
brandenburger Landschaft. Der Tag fand seinen<br />
Ausklang beim gemeinsamen Grillen am<br />
Hegensteinbach, der direkt an das Gelände<br />
des Hofes grenzt.<br />
Mittlerweile wurde es September und der<br />
jährliche All Nations Cup in Aachen stand auf<br />
Gemeinsamer Wanderritt<br />
dem Kalender. Die bereits geknüpften Kontakte<br />
führten dazu, dass Jacqueline Stepien<br />
ihren Shagya-Araber Wallach im Spreewald<br />
auflud und in Aachen durch das Team vom<br />
Heidkatenhof professionell in der Jungpferdeprüfung<br />
vorstellen lies.<br />
Geübt wurde vorher bei einem Wochenendaufenthalt<br />
in Aukrug, sodass Pferd und Reiter<br />
genug Zeit hatten sich kennenzulernen.<br />
Der November hielt gleich zu Beginn ein paar<br />
wunderbar sonnige Tage für die Reiter bereit.<br />
Diese wurden in Südbrandenburg genutzt,<br />
um einen dreitägigen Wanderritt zu organisieren.<br />
Natürlich war auch hier der Shagya-Araber<br />
das wichtigste Gesprächsthema<br />
und so war es für Edda Haas aus Frankreich<br />
Foto: S. Söding<br />
Stammtisch in Fürstenberg<br />
Raja (*2016) und Rooney (*<strong>2017</strong>) stellte er<br />
zweimal hintereinander die besten Fohlen<br />
des Jahrganges, bewertet mit 3 Sternen des<br />
ZSAA.<br />
So ein Erfolg muss doch gefeiert werden! Da<br />
bietet sich die Gemeinschaft der Shagya-Araber<br />
Freunde Deutschland doch in geradezu<br />
idealer Weise an.<br />
Außerdem geplant für den Dezember war<br />
ein Shagya-Araber Schaubild des Sportstalles<br />
Heidkatenhof auf der Messe „Pferd und Jagd“<br />
in Hannover. Die talentierten Shagya-Araber<br />
der Einsteller vor Ort haben in einer facettenreichen<br />
Darbietung die Vielseitigkeit der Rasse<br />
präsentiert.<br />
Auch in 2018 wird viel los sein. Neben Messeauftritten,<br />
Turnieraktivitäten, Stammtischen<br />
und gemeinsamen Ritten werden auch einige<br />
gemeinsame Kurzurlaube geplant.<br />
Eine Idee entstand zu einer Gestütsreise<br />
innerhalb und/oder auch außerhalb von<br />
Deutschland.<br />
Die Gruppe freut sich über jeden, der aktiv dabei<br />
sein möchte! Wichtig ist die gemeinsame<br />
Liebe zum Shagya-Araber und auch der Wille<br />
sich zu bewegen, die vielleicht etwas eingeschliffene<br />
Komfortzone verlassen zu wollen.<br />
Willkommen ist jeder, egal ob Besitzer, Züchter<br />
oder auch Neueinsteiger in der vielseitigen<br />
Welt des Shagya-Arabers.<br />
Für den Bereich West- und Mitteldeutschland<br />
werden auch noch Regionalmoderatoren gesucht.<br />
Und so finden Sie zu uns:<br />
Facebook Suche Shagya-Araber Freunde<br />
Deutschland<br />
oder senden Sie einfach eine E-Mail an:<br />
jacqueline.stepien@yahoo.de<br />
J. Stepien, S. Söding, I. Hoch<br />
Foto:s privat (3)<br />
82<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Jonathan Marquardt wird Vielseitigkeits-Kreismeister<br />
Bereits seit drei Jahrzehnten züchten<br />
Doris und Thomas Wehner<br />
Anglo- und Shagya-<strong>Arabische</strong><br />
Sportpferde auf dem weitläufigen Arabergestüt<br />
Rhön. Als Stempelhengste sind<br />
hier allen voran der Pamino-Sohn Puschkin<br />
ShA (a.d. Caecilie), Elitehengst, sowie der<br />
im Springsport bis M platzierte Anglo-Araber<br />
Marek, Elitehengst (Le Tigre x / Mona x (v. Pedro<br />
ox)) zu nennen.<br />
Seit acht Jahren stellt Jonathan Marquardt,<br />
auf dem Hof ausgebildeter Bereiter, die in<br />
der Mehrzahl selbst gezogenen Kandidaten<br />
im Spring- und besonders in der Vielseitigkeitsdisziplin<br />
auf Turnieren der Umgebung<br />
sowie bei den Turnier-Veranstaltungen für<br />
<strong>Arabische</strong> Sportpferde vor. Über mehrere<br />
Jahre organisierte Thomas Wehner selbst<br />
überaus professionell das <strong>Arabische</strong> Sportpferde-Championat<br />
auf der für diesen Zweck<br />
wunderbar geeigneten Anlage in Hünfeld.<br />
In der diesjährigen Saison hatte Jonathan den<br />
betont noblen, dunkelbraunen Marek-Sohn<br />
Ismahn (a.d. Inka IV) gesattelt sowie die beiden<br />
Puschkin-Söhne Titan AA (a.d. Tessa) und<br />
Diamant ShA (a.d. Diema).<br />
Neben guten Platzierungen beim Sportpferde-Championat<br />
in Bábolna und auch bei den<br />
Sportklassen in Aachen, die parallel zum All<br />
Nations Cup ausgerichtet werden, konnte<br />
Jonathan Marquardt an folgenden Veranstaltungen<br />
ganz besondere Erfolge nach Hause<br />
Jonathan Marquardt mit dem 10jährigen<br />
Wallach Titan AA (v. Puschkin ShA).<br />
Foto: privat<br />
bringen: Mit dem beeindruckend leistungsbereiten<br />
Ismahn gelang es ihm im Juni, in der<br />
A-Vielseitigkeitsprüfung – LK4 – den Kreismeistertitel<br />
des Landkreises Fulda der anlässlich<br />
des Turnieres in<br />
Bimbach entschieden<br />
wurde, zu gewinnen!<br />
An diesen großartigen<br />
Erfolg konnte er<br />
auf den Meisterschaften<br />
in Fulda, die Ende<br />
September / Anfang<br />
Oktober stattfanden,<br />
mit dem 10-jährigen Anglo-Araberwallach Titan<br />
anknüpfen: Beim A-Springen absolvierte<br />
das Paar einen fehlerfreien Ritt und konnte<br />
sich im Endergebnis als Vize-Kreismeister feiern<br />
lassen!<br />
Für große Anerkennung sorgte an dieser<br />
Stelle der sprunggewaltige Leistungsgarant<br />
Diamant ShA, Siegerhengst seiner HLP 2009<br />
in Ströhen. In der Teilprüfung Parcours-Springen<br />
platzierte er sich in Fulda mit einer imposanten<br />
Leistung noch vor Titan. Nach der<br />
Notengebung wäre Jonathan Marquardt so<br />
mit Diamant Kreismeister geworden. Er hatte<br />
sich jedoch im Vorfeld mit Titan für die Endausscheidung<br />
qualifiziert, so dass der Ritt mit<br />
Diamant für die Meisterschaft nicht berücksichtigt<br />
werden konnte.<br />
Fenicio B. Kettel-Symann<br />
Stall-Laterne<br />
Erfolgreiches Jahr in Schleswig-Holstein<br />
Gesamtsieg beim Mittelholstein-Riders<br />
Cup (MRC), Auftritte auf der Nordpferd<br />
und eine erfolgreiche Teilnahme<br />
beim ANC-Turnier in Aachen – Silke Schwertfeger<br />
und ihre beiden Shagya-Araber-Stuten<br />
Orsha (Bazar / Ocarina) und ihre Tochter Ofinina<br />
(v. Shagil (Shagya VI-5)) blicken auf ein<br />
ereignisreiches Jahr zurück.<br />
Die Stuten sind auf dem HeidkatenHof in<br />
Aukrug zuhause. Neben Orsha und Ofinina<br />
stehen hier noch die beiden Junghengste<br />
Junimond (Jelzin (A) / Darihman)) und Gazal<br />
Sorento (1963 Gazal III (CZ) (Gazal Herkules) /<br />
781 Shagya V-CZ (CZ) (Salim)) sowie Roxana<br />
(Occident / Hadban XVI-8/Radautz). Letztere<br />
war 2015 "Araber des Jahres in Westfalen"<br />
und unter den Eigentümern der Anlage, Ina<br />
Charlotte und Eike Seehrich, bereits in mehr<br />
als 50 LPO-Prüfungen erfolgreich.<br />
Am Anfang der Saison traten Orsha und Ofinina<br />
zunächst gemeinsam mit den <strong>Pferde</strong>n<br />
vom Shagya-Araber Gestüt Neuenbrook auf<br />
der Nordpferd auf, um in Dressur, Springen<br />
und an der Hand die Rasse einem breiten Publikum<br />
vorzustellen. Dabei zeigte Orsha unter<br />
der 14-jährigen Felina Schwarze im Springen,<br />
wie gut der Shagya-Araber auch mit jungen<br />
Reitern harmoniert. In der anschließenden<br />
Turniersaison zeigte die Stute, dass sie auch<br />
mit 20 noch nicht zu alt für Springprüfungen<br />
ist. Insgesamt 20 Platzierungen bei LPO und<br />
WBO Prüfungen in Springen und Dressur<br />
standen am Ende zu Buche.<br />
Der größte Erfolg war sicherlich der Gesamtsieg<br />
von Orsha und Silke in der Ü-30-Wertung<br />
des MRC. Bei diesem Cup, der über 4<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Stationen geht, belegten sie bei der letzten<br />
Prüfung der Ü-30 Klasse den 2. Platz in der<br />
E-Dressur und konnten damit - nach Siegen<br />
bei den Stationen in Hohenwestedt, Emkendorf<br />
und Schülp - die Gesamtwertung für<br />
sich entscheiden. Auch der erste Platz in der<br />
83<br />
Foto: privat<br />
Orsha auf der Nordpferd<br />
75er Hunterklasse ging mit einer Wertnote<br />
von 8,0 in der letzten Teilprüfung an das eingespielte<br />
Team und damit am Ende Platz 2<br />
in der Gesamtwertung in dieser Klasse beim<br />
MRC.<br />
Und auch im Mannschaftswettbewerb trugen<br />
die beiden ihren Teil dazu bei, dass das<br />
Team vom HeidkatenHof bei der letzten Station<br />
mit Kostümspringen einen 2. und in der<br />
Gesamtwertung des MRC den 3. Platz belegen<br />
konnte.<br />
Für das letzte Turnierwochenende der Saison<br />
ging die Reise von Schleswig-Holstein aus<br />
nach Aachen zum All Nations Cup-Turnier.<br />
Hier, im Dressurstadion der Aachener-Soers,<br />
folgten dann noch ein Sieg in der Springprüfung<br />
Klasse E und zwei 2. Plätze im Stil-E und<br />
der Dressur A*. Zusätzlich erhielt Orsha noch<br />
den von Familie Placke gestifteten Ehrenpreis<br />
als erfolgreichster Shagya-Araber des ganzen<br />
Wochenendes.<br />
Auch Orsha's Tochter Ofinina war erfolgreich<br />
unterwegs. Die von Silke Schwertfeger selbst<br />
gezogen Stute, die sie auch selbst 4-jährig<br />
angeritten und anschließend ausgebildet<br />
hat, kann mit ihrer Springfreude ihre Vorfahren,<br />
die Hengste Bajar und Radautz, nicht<br />
verleugnen. Ihr Vater Shagil (Shagya VI‐5) von<br />
Shagya VI aus der Majesta von Egmont wurde<br />
2001 im ungarischen Staatsgestüt Bábolna<br />
geboren. Von ihren Eltern und Großeltern hat<br />
»Löcki« sowohl ihre typvollen und ausdrucksstarken<br />
Bewegungen als auch ihren Charakter<br />
und die Rittigkeit mitbekommen.<br />
<strong>2017</strong> war sie mit Silke und Ina Charlotte Seehrich<br />
mehrfach in A-Dressur und Springen<br />
platziert und konnte neben einem 1. Platz<br />
in der Dressur auch eine Caprilli-Prüfung für<br />
sich entscheiden.<br />
Damit belegen Orsha und Ofinina in der vorläufigen<br />
FN-Statistik für die Saison 2016/<strong>2017</strong><br />
die Plätze 3 und 4 der in LPO-Prüfungen erfolgreichen<br />
Shagya-Araber.<br />
Solveig Söding
Termine 2018 / Shows & Events 2018<br />
15.-25. Februar Scottsdale Arabian Horse Show Scottsdale, AZ / USA www.scottsdaleshow.com<br />
16.-18. Februar<br />
Jahreshauptversammlung der<br />
ECAHO<br />
München / DE<br />
www.ecaho.org<br />
28.-29. April Tulip Cup (B-Schau) Ermelo / NL www.ecaho.org<br />
Sport<br />
28.-29. April<br />
<strong>12</strong>.-13. Mai<br />
2.-3. Juni<br />
Milan Arabian Horse Show<br />
(B-Schau)<br />
Austrian national and intern.<br />
Championship (N + B-Schau)<br />
Tag des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s<br />
(Seminar, Distanzritt, etc.)<br />
Gorla Minore / IT<br />
Wels /AT<br />
Marbach / DE<br />
www.ecaho.org<br />
www.ecaho.org<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
9.-10. Juni Prague Intercup (B-Schau) Prag / CZ www.ecaho.org<br />
10. Juni<br />
7.-8. Juli<br />
14.-15. Juli<br />
26.-29. Juli<br />
Bruges Arabian Horse Event<br />
(B-Schau)<br />
Intern. Tage des <strong>Arabische</strong>n<br />
<strong>Pferde</strong>s (C- + B-Schau)<br />
Araber-Sommerfestival<br />
Amateur-Schau (Amateur-Schau)<br />
Europa-Championat der<br />
Sport-Araber<br />
Brügge / BE<br />
Ströhen / DE<br />
Stadl Paura / AT<br />
Wiener Neustadt / AT<br />
www.ecaho.org<br />
www.ecaho.org<br />
www.araberfestival.at<br />
www.friends-of-arabiansporthorses.at<br />
27.-29. Juli West Coast Cup (B-Schau) Koksijde / BE www.ecaho.org<br />
4.-5. August<br />
Kauber Platte Championat<br />
(Amateur, C + B-Schau)<br />
Kaub / DE<br />
www.kauber-platte-championat.de<br />
25. August Schweizer National-Championat Frauenfeld / CH www.ecaho.org<br />
25.-26. August UKIAHS (A-Show) Addington / GB www.ecaho.org<br />
31. Aug.-2. Sept. PS Arabi a Bergamo (B-Schau) Bergamo / IT www.ecaho.org<br />
13.-15. September<br />
Middle East Championships<br />
(A-Schau)<br />
Amman / JOR<br />
www.ecaho.org<br />
14.-16. September<br />
Distanzritte, Leistungsprüfung für<br />
<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong> (ZSAA, VZAP)<br />
Marbach / DE<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
19.-23. September US Sport Horse Nationals Nampa, ID / USA www.arabianhorses.org<br />
27.-28. September German National Championship Aachen / DE www.ecaho.org<br />
29.-30. September All Nations Cup Aachen / DE www.ecaho.org<br />
6.-7. Oktober Deauville Arabian Cup (B-Schau) Deauville / FR www.ecaho.org<br />
17.-18. Oktober<br />
Salon du Cheval El Jadida<br />
(A-Show)<br />
El Jadida / MOR<br />
www.ecaho.org<br />
19.-27. Oktober US Nationals Tulsa, OK / USA www.arabianhorses.org<br />
27.-28.Oktober European Championships Azelhof - Lier / BE www.ecaho.org<br />
17.-18. November<br />
23.-25. November<br />
International Championship<br />
(B-Schau)<br />
World Arabian Horse<br />
Championships<br />
El Zahraa / EGY<br />
Paris / FR<br />
www.ecaho.org<br />
www.ecaho.org<br />
84<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
Araber-Trophy Ergebnisse <strong>2017</strong><br />
1 Zarra Monthermoso / Hadar 2006, AV-W. (ESP) Friedrich, Elvira 969<br />
2 Mahabb ibn Sansal Sansal / Malisha 2007, AV-W. (SUI) Braun, Therese 794<br />
3 Takaar Meshan Ibn Kubinec / Takira) 2007, AV-W. (GER) Trapani, Silke 779<br />
4 Nil Khaznah Kubinec / Nil Nouza 1998, AV-St. (SUI) Ehret, Andrea 754<br />
5 Nahaman Halim El Thay Khemal Pasha / Moufisa Al Kidir 2010, AV-W. (GER) Günes, Conny 609<br />
6 Shahana Shagar / Sharifa 2003, Pb-St. (GER) Schmidt, Antje 484<br />
7 Johari Bint Jeridan Jeridan / Conchita (Wrmbl.) 2006, Pb-St. (SUI) Mühlthaler, Suse-Käthi 479<br />
8 Adona ibn Shaitan Shaitan / Alida II 1998, AV-H. (GER) Rahden van, Andrea 477<br />
9 Al Antaris Al Azim Ghasir / Al Ashara 2002, AV-H. (GER) Jung, Christine 382<br />
10 Ibn Bint Khalil Ghorab / Khaula Bint Khalil 2000, AV-H. (GER) Grünberg, Fredy 366<br />
Araber-Trophy Termine 2018<br />
10. März Trophy Start SC Mannheim-Blumenau 35 km<br />
14. April Hardyna Distanz Kronau b. Karlsruhe 50 km / 35 km<br />
28. April Forellenhof Distanz SC Mannheim-Blumenau 38 km / 61 km / 80 km<br />
Impressum<br />
19. Mai Beluga-Arabian-Cup Schwäbische Alb 3 Tage ca. 200 km<br />
2. Juni Asil Club Marbach Distanz HuL Gestüt Marbach 33 km / 42 km / 84 km<br />
23. Juni Hohenzollern Distanz - VZAP-Cup Albstadt-Onstmettingen 41 km / 82 km<br />
14.-15. Juli Über die Alb - My Akhalteke Cup Schwäbische Alb EFR, KDR, LDR (LDR kann früher in<br />
Wertung beendet werden)<br />
5. August Schwäbische Alb - Weites Land Schwäbische Alb<br />
5 Tage ca. 365 km (Anreise Sonntag<br />
- erster Rittag Montag)<br />
1. September Hess. Ried- My Akhalteke Cup Mühle Croatia, Riedstadt 40 km / 41 km / 82 km<br />
weitere Termine und Info: Ina Baader, Edelsteinstr. 2, 69198 Schriesheim, Tel.: 0177-8989891<br />
Impressum - Mast Head<br />
Redaktion / Editor:<br />
Gudrun Waiditschka (v.i.S.d.P.)<br />
Entenstrasse 20<br />
D-73765 Neuhausen a.d.F.<br />
ph: 0049 (0)7158 - 67141<br />
e-mail: arabische-pferde@in-the-focus.com<br />
Verlag & Vertrieb / Publisher & Distribution:<br />
<strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />
Entenstrasse 20<br />
D-73765 Neuhausen a.d.F.<br />
Druck / printing:<br />
WIRmachenDRUCK GmbH, 71522 Backnang<br />
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e-mail: anzeigen@in-the-focus.com<br />
Aktuelle Anzeigenpreisliste / Current prizes<br />
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Erscheinungsweise / Published:<br />
vierteljährlich (4 Ausgaben im Jahr) /<br />
quarterly ( four times per year)<br />
4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Bezugspreis / Subsciption Price:<br />
Einzelheft / Single Copy:<br />
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6,50 € + 3,50 € Porto außerhalb Deutschlands<br />
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24 € + 14 € postage outside Germany<br />
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Available through our online shop:<br />
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Übersetzungen / Translations:<br />
Gudrun Waiditschka, Alexandra Dietl<br />
Mitarbeiter dieser Ausgabe /<br />
Contributors to this issue:<br />
Julius Bazlen, Bruno Furrer, Ira Hoch, Fenicio<br />
Kettel-Symann, Nelly Philippot-Hermanne,<br />
Jacqueline Stepien, Solveig Söding, Leigh<br />
Young<br />
85<br />
Fotografen / Photographers:<br />
Annette Mattson, Doris Melzer, Monika Sax,<br />
Oliver Seitz, Carola Toischel, Rik van Lent,<br />
Leigh Young,<br />
Die mit Namen des Autors gekennzeichneten<br />
Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung<br />
der Redaktion wieder.<br />
Eingesandte Beiträge unterliegen der redaktionellen<br />
Bearbeitung; Text- und Fotobeiträge<br />
müssen frei von Rechten Dritter sein. Für<br />
unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos<br />
übernimmt der Verlag / Redaktion keine Haftung.<br />
Alle Rechte vorbehalten, auch die des auszugsweisen<br />
Nachdrucks, der fotomechanischen<br />
oder digitalen Wiedergabe und der<br />
Übersetzung in andere Sprachen. Ausnahmen<br />
nur mit schriftlicher Genehmigung der<br />
Redaktion.<br />
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.<br />
© 2016 <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong>, G. Waiditschka
Vorschau - Preview<br />
Vorschau - Preview<br />
Ausgabe 1/2018 - erhältlich Ende März 2018<br />
Issue 1/2018 - available at the end of March 2018<br />
Der Araber als Veredler anderer <strong>Pferde</strong>rassen - für die einen hat<br />
er die Qualität hierzu längst verloren, die anderen sehen noch<br />
immer die Notwendigkeit, Härte, Charakter und Leistungswillen<br />
regelmäßig auch in der Warmblutzucht aufzufrischen.<br />
Wir stellen einige Beispiele vor.<br />
Mit Padrons Psyche ist einer der ganz großen von der Bühne des<br />
Lebens abgetreten. Wir schauen uns an, welches Erbe er uns hinterlassen<br />
hat.<br />
With Padron's Psyche, one of the big ones is off the stage of life.<br />
We will have a look at the legacy he left us.<br />
Auch in dieser Saison sind in Dubai schon wieder <strong>Pferde</strong> während<br />
der Distanzritte gestorben. Wir fragen nach, wie die Situation<br />
soweit eskalieren konnte und stellen die Alternative in Abu<br />
Dhabi vor.<br />
Also during the current endurance season, horses have perished<br />
during endurance rides in Dubai. We explain, why the situation got<br />
that far and explain the alternative endurance rides in Abu Dhabi.<br />
Foto: A. Mattson Foto: VNIIK Archiv<br />
Wieder werfen wir einen Blick auf die FN-Ranglisten der Rassen<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber, Shagya-Araber und Anglo-Araber. Wer konnte auch<br />
<strong>2017</strong> bestehen, wer ist neu hinzugekommen?<br />
86<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>
LEISTUNG aus<br />
LEIDENSCHAFT!<br />
wir züchten mit Stutenstämmen,<br />
die über Generationen erfolgreich<br />
im Sport sind!<br />
Heart of Fire - SLP, Prämie<br />
Aldaran -<br />
HLP<br />
Ariella - SLP, Prämie<br />
CEI*** 160 km<br />
Lateefa AB -<br />
A-Dressur Sieger<br />
5jährig<br />
Abou Aichan -<br />
CEI *** 160 km<br />
Hariya ED - CEI*** 160km<br />
Für alle, die das arabische Pferd, seine Schönheit, Ausstrahlung<br />
und Härte schätzen und lieben, ein Frohes<br />
Fest und Glück im Stall 2018!<br />
BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />
Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />
Handy: 0171-7494947, Tel: 08509-934572<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Bavaria <strong>Pferde</strong>sport