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Arabische Pferde IN THE FOCUS Nr. 4/2017 (Vol. 12)

Magazin für Liebhaber des Arabischen Pferdes

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Arabian Horses<br />

<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong><br />

4/<strong>2017</strong> (<strong>Vol</strong>. <strong>12</strong>) • 6,50 €<br />

in the focus<br />

Reise nach<br />

Russland<br />

Interview mit<br />

Bernd Zimmermann<br />

www.in-the-focus.com/magazine<br />

www.in-the-focus.com<br />

Vom Ursprung der<br />

Shagya-Araber


Editorial<br />

childhood.<br />

Zurück zur<br />

Natur<br />

Es mag übertrieben sein, wenn berichtet wird, dass manche Kinder<br />

glauben, dass Kakao von braunen oder gar von lila Kühen stammt.<br />

Aber eine Entfremdung der Menschen von der Natur lässt sich nicht<br />

leugnen - und diese fängt im Kindesalter an.<br />

Wenn Kinder die meiste Zeit des Tages mit elektronischen Medien<br />

verbringen, statt in der freien Natur zu spielen, oder sich gar mit Tieren<br />

zu beschäftigen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn<br />

es immer schwieriger wird, für Tierhaltung und "-nutzung" Verständnis<br />

oder gar Rückhalt in der Gesellschaft zu finden. Insbesondere die<br />

<strong>Pferde</strong>haltung wird in Zukunft weiter unter Druck geraten. Das fängt<br />

bei den Kosten an, die durch Umwelt- und Tierschutzauflagen steigen<br />

werden, und geht bis hin zu den "Tierrechtlern", die jegliche "Nutzung"<br />

von Tieren, und sei es das Reiten von <strong>Pferde</strong>n, verbieten wollen.<br />

Was gemeinhin vergessen wird, ist der positive Effekt, den Tiere - auch<br />

<strong>Pferde</strong> - auf den Menschen ausüben, insbesondere auf Kinder. Sie erleben<br />

bedingungslose Liebe und Zuneigung, sie lernen Respekt vor<br />

dem Leben, Verantwortung für ein Mitgeschöpf und Empathie, die<br />

kein Smartphone, Tablet oder Fernsehgerät vermitteln kann.<br />

Ich selbst bin in der Stadt aufgewachsen und habe mir nichts sehnlicher<br />

gewünscht, als einen Hund. Bekommen habe ich einen Wellensittich,<br />

und zahllose Besuche im Zoo, Spaziergänge im Park und<br />

Eichhörnchenfüttern auf dem Friedhof. Dann machten meine Eltern<br />

mit mir einen Ausflug nach Marbach - von da an gehörte dies zum<br />

jährlichen Pflichtprogramm für meine Eltern. Mit 14 oder 15 fand ich<br />

dann endlich einen Reitstall, der alles bot, was mein Herz begehrte:<br />

Hunde, Katzen, Kaninchen, Hühner, Gänse, Ziegen, Ponys - ach ja, und<br />

auch <strong>Pferde</strong>. Reiten konnte man gegen "Arbeitsleistung", d.h. Boxen<br />

misten, Stroh aufladen, Heu machen, Koppeln abäppeln, Sattelzeug<br />

putzen - es wurde nie langweilig und das Reiten war die Belohnung,<br />

das Tüpfelchen auf dem "i", wenngleich ich manches mal abends zu<br />

kaputt war, um diese Belohnung überhaupt noch in Anspruch zu nehmen.<br />

Aber ein Wochenende ohne "Stall" war für mich Höchststrafe.<br />

Heute haben selbst Kinder auf dem Dorf vielfach keine Möglichkeit<br />

mehr, "in den Stall" zu gehen. Vielleicht haben sie auch gar kein Interesse<br />

daran, weil die Ablenkung durch die elektronischen Medien<br />

zu groß ist. Aber vielleicht muß man das Interesse auch erst wecken?<br />

Gerade das <strong>Arabische</strong> Pferd hat durch seinen menschenbezogenen<br />

Charakter, durch seine vorsichtige Art, mit (kleinen) Kindern umzugehen,<br />

viel Potential, Kindern - aber auch Erwachsenen - die Angst vor<br />

großen Tieren zu nehmen. Beispiele hierzu gibt es schon - auch unter<br />

Araberzüchtern und -besitzern. So kann man beispielsweise ein entsprechendes<br />

Angebot an Kindergärten oder Schulen machen, oder<br />

zum "Streichelnachmittag" einladen, einen "Tag der Offenen Tür" organisieren,<br />

der ganz speziell für Familien gedacht ist, mit Streicheltieren,<br />

Kinderreiten, etc. Der Möglichkeiten gibt es viele, und gerne<br />

würden wir darüber berichten - um anderen Mut zu machen und um<br />

guten Ideen eine Plattform zu bieten.<br />

Zum Beginn eines neuen Jahres fassen wir traditionell viele gute Vorsätze.<br />

Vielleicht sollten wir uns für 2018 den Vorsatz fassen, die Liebe<br />

zum Tier, die Liebe zum arabischen Pferd zu verbreiten, in dem wir mit<br />

gutem Beispiel vorangehen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein<br />

erfolgreiches Jahr 2018!<br />

Back to<br />

Nature<br />

Some reports may be exaggerated when stating that some children<br />

believe that cocoa comes from brown or even purple cows. But an alienation<br />

of humans from nature cannot be denied - and it begins in<br />

If children spend most of the day using electronic media rather than<br />

playing outdoors, or deal with animals, then we need not be surprised<br />

if it becomes increasingly difficult to find the necessary understanding<br />

and support within the society to keep animals and to "use" them.<br />

Horse keeping, in particular, will continue to come under pressure in<br />

the future. This starts with the costs that will increase as a result of<br />

environmental and animal welfare requirements and goes all the way<br />

to the "animal rights activists" who want to ban any "use" of animals<br />

and even horse riding.<br />

What is commonly forgotten is the positive effect that animals - including<br />

horses - have on humans, especially on children. They experience<br />

unconditional love and affection, they learn respect for life,<br />

responsibility for a fellow creature and empathy that no smartphone,<br />

tablet or TV can give.<br />

I, myself, grew up in the city and I wanted nothing more than a dog.<br />

I've got a budgerigar, and countless visits to the zoo walks in the park<br />

and squirrel feeding in the cemetery. Then my parents took me on a<br />

trip to Marbach - from then on this was part of the annual compulsory<br />

program for my parents. At age 14 or 15. I finally found a riding<br />

stable that offered everything my heart desired: dogs, cats, rabbits,<br />

chickens, geese, goats, ponies - oh yes, and also horses. Riding was<br />

possible in exchange for "working hours", i.e. mucking out stables, uploading<br />

straw, making hay, cleaning the paddocks, cleaning the saddlery,<br />

etc. It was never boring and riding was the reward, the icing on<br />

the cake, although I was sometimes too broken in the evening, to even<br />

avail this reward. But a weekend without "the stable" was maximum<br />

punishment for me.<br />

Today, even children in the village often have no longer the opportunity<br />

to go "to the stable". Maybe they are not interested in it because<br />

the distraction of the electronic media is too big. But maybe you just<br />

have to arouse their interest first?<br />

Especially the Arabian horse has a lot of potential due to its human-related<br />

character, through its cautious way of dealing with<br />

(small) children, to take away the fear of large animals. There are already<br />

examples of how it can work - also among Arab breeders and<br />

owners: You could, for example, make a respective offer to kindergartens<br />

or schools, or invite for a "petting afternoon", organize an "Open<br />

House", which is designed especially for families, with petting animals,<br />

children's riding, etc. The possibilities are many, and we would<br />

like to report about it - to give others courage and to offer a platform<br />

for good ideas.<br />

At the beginning of a new year, we traditionally take many good intentions.<br />

Perhaps for 2018, we should set out to spread the love for<br />

animals, the love for the Arabian horse, by leading by example. In this<br />

sense, I wish you all a successful year 2018!<br />

Editorial<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Gudrun Waiditschka<br />

Chefredakteurin / Chief Editor<br />

3


Inhaltsverzeichnis<br />

Inhalt<br />

Der Muselmann aus Schwaben 60<br />

Artikel<br />

Willkommen in Russland -<br />

Gestütsreise in den Nordkaukasus 6<br />

Die gesamte Typenpalette -<br />

VZAP Verbandshengstschau 18<br />

Ein komplettes Pferd ist das Zuchtziel -<br />

Interview mit Bernd Zimmermann 22<br />

Schau im Abseits -<br />

Deutsches Nationales Championat 50<br />

Kampf der Giganten -<br />

Die Triple Crown Schauen 52<br />

Denkanstöße - Die Geister die ich rief! 58<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

Erinnerungen an - Nasr Marei 66<br />

Training des Distanzpferdes -<br />

Die Energieversorgung während des Rittes 68<br />

Alle Jahre wieder -<br />

ANC-Turnier Aachen 72<br />

Shagya-Araber - Vom Ursprung der Rasse 76<br />

Rubriken<br />

News 28<br />

Über die Regenbogenbrücke 32<br />

HengstParade 2018 33<br />

Shagya-Araber - Stall-Laterne 82<br />

Termine 2018, Impressum 84<br />

Vorschau 85<br />

Eine Reise nach Russland in das berühmte Gestüt Tersk - für viele<br />

ein Traum, den sie sich aber alleine nicht zutrauen würden. Und<br />

so trafen sich einige Gleichgesinnte am Flughafen in Moskau, um<br />

sich mit einer eigens organisierten Gruppenreise diesen Traum zu<br />

erfüllen.<br />

A trip to Russia, to the famous Tersk Stud - for many a dream, but they<br />

would not dare to tackle it by themselves. And so, some like-minded<br />

people met at the airport in Moscow to fulfill their dream<br />

with a specially organized group travel.<br />

Das arabische Pferd kommt in vielen Formen und Typen daher.<br />

Selten konnte man dies so deutlich an einer Veranstaltung<br />

erkennen, wie auf der diesjährigen Verbandshengstschau des<br />

VZAP. Aber nicht nur die Typen waren sehr unterschiedlich,<br />

auch die Qualität der Hengste.<br />

Unser Titelbild<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraberhengst Musab<br />

(NK Bolbol / Maaza), *2005,<br />

Züchter und Besitzer: Hauptund<br />

Landgestüt Marbach<br />

Purebred Arabian stallion<br />

Musab (NK Bolbol / Maaza),<br />

*2005, breeder and owner:<br />

State Stud Marbach<br />

Foto: G. Waiditschka<br />

4<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Content<br />

Articles<br />

Table of Content<br />

Welcome to Russia -<br />

Stud Tour in the Northern Caucasus <strong>12</strong><br />

The Battle of the Giants -<br />

The Triple Crown Shows 52<br />

Food for Thought - The Spirits that I called! 59<br />

Memories of - Nasr Marei 66<br />

Training the Endurance horse -<br />

The Energy Supply during the Ride 70<br />

Shagya-Arabians - The Origin of the Breed 76<br />

Classified<br />

Over the Rainbow Bridge 32<br />

Stallion Parade 2018 33<br />

Shows & Events 2018 84<br />

Mast Head 84<br />

Preview 85<br />

Table of Content<br />

Seit 25 Jahren züchten Bernd und Gabriele Zimmermann vom<br />

Gestüt Amurath arabische <strong>Pferde</strong> auf Weil-Marbacher Grundlage.<br />

Züchter wie Bernd Zimmermann, der auch als Musterungsbeauftragter,<br />

nationaler Richter und langjähriges Vorstandsmitglied des<br />

VZAPs aktiv ist, bilden das Rückgrad der deutschen <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht.<br />

Wir sprachen mit ihm über den Markt, die Schauszene<br />

und die Zukunft der Zucht.<br />

Foto: M. Groger<br />

Wenn die drei großen Schauen so etwas wie die Trendsetter der "Araber-Industrie"<br />

sind, dann dürfen wir uns vielleicht auf die Wiederkehr<br />

der Schimmel freuen. Und auch die Dauersiegesserie der arabischen<br />

Länder scheint dieses Jahr etwas abgemildert.<br />

If we consider the three big shows to be something like the trendsetters<br />

of the "Arabian industry", then perhaps we can look forward to<br />

the return of the greys. And also the string of victories of the<br />

Arab countries seems to be a little bit curtailed.<br />

Foto: G. Waiditschka (4)<br />

Alle Jahre wieder... ist Haifi El Sorrento der Sieger des Aachener Turniers.<br />

Dieses Jahr konnte er seine Siegesserie auf vier Siege bei fünf<br />

Starts ausweiten. Derzeit kann ihm unter den arabischen<br />

Dressurpferden in Deutschland keiner das Wasser reichen.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

5


Gestütsreise im Nordkaukasus<br />

Willkommen<br />

in Russland!<br />

Добро пожаловать в Россию!<br />

Zucht<br />

Eine Reise nach Russland in das berühmte Gestüt Tersk - für viele ein Traum,<br />

den sie sich aber alleine nicht zutrauen würden. Und so trafen sich einige<br />

Gleichgesinnte am Flughafen in Moskau, um sich mit einer eigens<br />

organisierten Gruppenreise diesen Traum zu erfüllen.<br />

Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014 Nonet (Nitagor / Nonna) *2008<br />

6<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Langsam aber sicher vergrößerte sich<br />

unser Trüppchen am Gate 15, gebucht<br />

auf den Flug nach Mineralnye Vodi. Da<br />

waren Franzi, Gisela und Inge aus Deutschland,<br />

Petra und Anna aus Österreich, Ivana<br />

und Frédérique aus der Schweiz, und in der<br />

letzten Sekunde kam auch noch Elisabeth<br />

angerannt. Nun fehlten nur noch unsere<br />

beiden Australier Rebecca und Darren - sie<br />

steckten noch in der Passkontrolle. Alles<br />

Bitten und Flehen half nicht, der Flieger<br />

startete ohne sie.<br />

Nach zweieinhalb Stunden landete die Maschine<br />

in Mineralnye Vodi, einer Stadt am<br />

Fuße des nördlichen Kaukausus. Leider war<br />

es Nacht, sonst hätten wir sehen können,<br />

dass sich zwischen Moskau und hier kaum<br />

ein Hügel befindet, aber in Mineralnye Vodi<br />

plötzlich die ersten Berge mit bis zu 1400<br />

m aus dem Boden ragen. Mit dem Transfer<br />

zum Hotel in Pjatigorsk ging ein langer<br />

Reisetag zu Ende. Am nächsten Tag kamen<br />

dann auch unsere beiden Australier nach,<br />

sowie Katayoun, Shahab und Seyedzia aus<br />

dem Iran, die eine kürzere Reiseroute direkt<br />

über den Kaukasus gewählt hatten.<br />

Tersk öffnet die Tore<br />

Die Gegend um Pjatigorsk ist seit rund 200<br />

Jahren für ihre Heilquellen bekannt - das<br />

durften die Teilnehmer am nächsten Tag bei<br />

einer Sightseeing-Tour erleben. Hartgesottene<br />

testeten das schwefelhaltige Wasser<br />

sogar, das gut bei Magen- und Darmbeschwerden<br />

sein soll. Der etwas verstaubte<br />

Charme dieses Kurorts hat nichts mit dem<br />

mondänen Chic in Baden-Baden gemein,<br />

dafür kann man statt der Schwarzwaldgipfel<br />

hier - mit etwas Glück und gutem Wetter<br />

- den höchsten Berg Europas sehen: Den<br />

Elbrus, mit 5,642 m.<br />

Am Samstag dann endlich waren die <strong>Pferde</strong><br />

an der Reihe - das Gestüt Tersk öffnete zum<br />

"Tag der offenen Tür" seine Pforten und Tausende<br />

(!) Russen aus der Umgegend folgen<br />

dieser Einladung jedes Jahr. Es ist für sie ein<br />

Familienausflug, der ihnen das Pferd - und<br />

natürlich insbesondere das arabische Pferd,<br />

das hier in Südrussland eine lange Tradition<br />

hat - näher bringt.<br />

Dieses Wochenende beinhaltet auch eine<br />

Schau, doch der Samstag, mit den qualifizierenden<br />

Klassen, war noch dem Fachpublikum,<br />

das heißt den Züchtern und Interessierten,<br />

vorbehalten. Etwa 70-80 <strong>Pferde</strong><br />

aller Altersgruppen traten an, sowohl aus<br />

dem Gestüt Tersk, als auch von anderen<br />

Privatzüchtern, die gerne auch 300-400 km<br />

anreisen. Die Schau ist ECAHO-anerkannt,<br />

aber viel wichtiger für die russischen Züchter<br />

ist, dass auch das russische Stutbuch<br />

Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006<br />

Gestüt Tersk<br />

(RASB) die Ergebnisse anerkennt und als<br />

Leistungsnachweis in das Stutbuch einträgt.<br />

Zum Glück haben "moderne Trainings- und<br />

Präsentations-Methoden" ihren Weg noch<br />

nicht in den Kaukasus gefunden. Hier werden<br />

die <strong>Pferde</strong> noch - wie bei uns vor 20-<br />

30 Jahren - ohne Stress und ungeschminkt<br />

vorgeführt. Meist sind es die Grooms oder<br />

Jockeys von der Rennbahn, die die <strong>Pferde</strong><br />

bereits kennen. Zwei Tage vorher noch auf<br />

der Weide, am Tag zuvor gewaschen, stehen<br />

sie heute im Ring. Und obwohl der Sandboden<br />

durch die anhaltenden Regenfälle in<br />

der Nacht zuvor schwer und nass ist, zeigen<br />

die meisten <strong>Pferde</strong> mehr Trabvermögen,<br />

als wir es von westlichen Schauen gewohnt<br />

sind. Viel Gang, gute Körper, kräftiges Fundament<br />

- das sind noch immer die Markenzeichen<br />

der russischen <strong>Vol</strong>lblutaraber.<br />

Vergeblich sucht man einen ausgeprägten<br />

Dish oder "Refinement" - und das ist gut so.<br />

Der Sonntag war dann den Championaten<br />

vorbehalten, eingebettet in den "Tag der<br />

Offenen Tür" und in ein unterhaltsames<br />

Schau-Programm mit Kosaken, Folklore<br />

und Reitvorführungen.<br />

Zucht<br />

Expirien (Eden C / Expiracja) *20<strong>12</strong><br />

Gestüt Tersk<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

7<br />

Das Zuchtprogramm von Tersk<br />

Einen tieferen Einblick in das Zuchtprogramm<br />

des Gestüts erhielten wir, als die<br />

Zuchtmanager Olga und Elena uns die<br />

Deckhengste in der runden Halle im Hauptbeschälerstall<br />

vorstellten. 16 Hengste aus<br />

drei verschiedenen Zuchtprogrammen<br />

wurden uns im Freilauf präsentiert. Sie stehen<br />

den insgesamt etwa <strong>12</strong>0 Zuchtstuten<br />

zur Verfügung. Um die 70 Zuchtstuten gehören<br />

zu den Blutlinien "Classic Russian",<br />

diejenigen, die innerhalb dieser Gruppe<br />

auch für den Rennsport geeignet sind, werden<br />

hier gerne auch mit "HARC" bezeichnet,<br />

weil sie den Kriterien des 'Heritage Arabian<br />

Racing Clubs' entsprechen. Alle Classic Russian-<strong>Pferde</strong><br />

gehen auf "rein russische" Lini-


Zucht<br />

en zurück, wie sie bis zur Wende und Öffnung<br />

der Grenzen hin üblich waren. Somit beinhalten<br />

diese Pedigrees zwar auch Aswan und Nil,<br />

aber kein französisches Blut der neueren Zeit<br />

(Manganate), keinen Amer, und keine moderne<br />

Schaupferdelinien. Diese Linien gibt es<br />

zwar, aber sie gehören dann den Rennpferde<br />

linien mit Amer und/oder französischem Blut<br />

an, mit denen man auf der Rennbahn wettbewerbsfähig<br />

sein will. Die dritte Gruppe sind<br />

dann <strong>Pferde</strong> mit modernen Schaupferdelinien,<br />

wie z.B. WH Justice, Marwan, etc. Aber<br />

die Idee einer "Schaupferdezucht" um ihrer<br />

selbst Willen hat sich im Süden Russlands<br />

nicht etablieren können, daher findet man<br />

hier auch keine "extremen Typen".<br />

Die Hengste, die derzeit im Hauptbeschälerstall<br />

stehen sind folgende:<br />

1. Angleter (Namaz / Assol) *2003 - Ein langliniger<br />

Hengst mit sehr schönem Gesicht und großen<br />

Augen, der sich bewegen kann. Er gehört<br />

zur Gruppe der "Classic Russian". Seine Rennbahnkarriere<br />

war wenig erfolgreich, weshalb<br />

man züchterisch kaum Verwendung für ihn hat.<br />

2. Ansambl (Balaton / Artemida) *2000 - der<br />

letzte Balaton-Sohn im Gestüt, jedoch bei<br />

weitem nicht die Qualität seines Vaters und<br />

mit 1,48 m Stockmaß eher klein. Auch er gehört<br />

der "Classic Russian" Gruppe an, wird<br />

aber kaum in der Zucht verwendet.<br />

3. Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006 -<br />

auch eher klein von Statur, aber ein Hengst,<br />

der sich in der Bewegung "groß macht". Sein<br />

Markenzeichen ist der wunderschön getragene<br />

und geschwungene Hals - so ganz ohne<br />

"moderne Trainingsmethoden" -, und seine<br />

"russischen Gänge". Außerdem hat er auch<br />

ein wunderschönes Auge. Er ist einer der am<br />

meisten genutzten Hengste der letzten Jahre.<br />

Auch er gehört zur "Classic Russian" Gruppe.<br />

4. Teddi (Drug / Travinka) *1996 - er ist ein<br />

Hingucker, stark von seinem Vater Drug geprägt,<br />

mit einem wunderschönen Gesicht,<br />

herrlichem Hals, guter Schulter. Er war im Besitz<br />

eines kleinen Privatzüchters, der ihn die<br />

letzten 18 Jahre auf Bauernrennen eingesetzt<br />

hatte, bevor er von den Zuchtmanagern in<br />

Tersk "wiederentdeckt" und gekauft wurde.<br />

Seine ersten Fohlenjahrgänge sind sehr vielversprechend<br />

und er wird vermehrt eingesetzt.<br />

"Classic Russian / HARC".<br />

5. Madiar (Drug / Martinika) *1994 - er ist der<br />

Star des Gestüts und war eines der besten<br />

Rennpferde seiner Zeit. Er lief über 6 Jahre<br />

lang 39 Rennen, gewann 17mal und war Derby-Sieger<br />

1997. Während sein Halbbruder<br />

Teddi eher der Strahlemann ist, kommt dieser<br />

leistungsmäßig und im Bewegungsablauf<br />

nicht an Madiar heran. Selten habe ich ein<br />

Pferd mit solch elastischen Bewegungen gesehen,<br />

leider konnten wir ihn dieses Mal nur<br />

im Stall besuchen, weil er krank war. Er wurde<br />

ausgiebig in der Zucht eingesetzt, aber bislang<br />

leider ohne einen würdigen Nachfolger<br />

zu hinterlassen. "Classic Russian / HARC".<br />

6. Marcipan (Parusnik / Melodrama) *1999<br />

- er hat sich leider vor einigen Jahren das<br />

Bein gebrochen, was ihm mehr und mehr zu<br />

schaffen macht, so dass er dieses Mal nur in<br />

der Box besucht werden konnte. Marcipan ist<br />

einer der besten Hengste der "Classic Russian<br />

/ HARC"-Zuchtrichtung, er war einst ein gutes<br />

Rennpferd und Schau-Champion.<br />

7. Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 - er<br />

ist das Produkt eines "Zuchtexperiments" mit<br />

dem 47 Jahre alten Gefriersamen von Aswan.<br />

Von mehreren Stuten, die inseminiert wurden,<br />

war Pelopia die einzige, die letztendlich ein<br />

Fohlen ausgetragen hatte. Leider ist er über<br />

die Mutter stark auf Aswan ingezogen, was<br />

auch dessen negativen Eigenschaften hervorbrachte.<br />

Apollon ist nicht als Deckhengst vorgesehen,<br />

sondern soll jetzt erst einmal in den<br />

Distanzsport gehen. "Classic Russian".<br />

8. Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014 - er<br />

hatte das Junioren-Championat der vorangegangenen<br />

Schau gewonnen - genau genommen<br />

hatte er alle Schauen gewonnen, zu<br />

denen er angetreten war - und vertritt derzeit<br />

seinen Vater Banderos (v. WH Justice), der in<br />

Polen steht. Er gehört zu den selbstgezogenen<br />

Schaupferden, die moderne Schaupferdevererber<br />

im Pedigree haben.<br />

8<br />

Zuchtstuten in Tersk .<br />

Broodmares at Tersk Stud.<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


9. Expirien (Eden C / Ekspiracja) *20<strong>12</strong> - ein<br />

bunter Fuchs aus polnischer Privatzucht,<br />

von dem man sich eine Veredelung und Verfeinerung<br />

bei den Nachkommen verspricht<br />

ohne die Gänge zu verlieren. Er wurde die<br />

letzten beiden Jahre zahlreich eingesetzt,<br />

leider gibt er auch vielfach seine weißen<br />

Abzeichen weiter. Seine Tochter Belle Tersk<br />

aus der Borodina, eine der besten Stuten in<br />

Tersk, gewann das Junioren Championat an<br />

der Schau.<br />

10. Chimeryk (Eryks / Chimera) *2008 - er<br />

kam im Austausch mit dem Hengst Kurier<br />

(Egis / Kazna) aus Michalow und hatte <strong>2017</strong><br />

seine erste Decksaison in Tersk. Als Enkel<br />

von Gazal Al Shaqab gehört er auch in die<br />

Reihe der "modernen Schaupferde" und hat<br />

auch eine beeindruckende Erfolgsliste aus<br />

Polen mitgebracht.<br />

11. Vasilij (Prince d'Orient / Vamlana) *2007<br />

- ein selbstgezogener Hengst mit französischem<br />

Vater aus einer der besten Zuchtstuten<br />

im Gestüt, Vamlana, die 13 Fohlen in<br />

14 Jahren aufzuweisen hat. Auch er wurde<br />

ausgiebig verwendet, seine Fohlen zeigen<br />

sich hochbeinig, mit viel Präsenz und Aufrichtung,<br />

darunter auch der eine oder andere<br />

gute Renner.<br />

<strong>12</strong>. Newmarket (Marwan I / Navigatsiya)<br />

*2004 - ein weiterer selbstgezogener "Halbfranzose",<br />

der leider erblindet ist. Einige seiner<br />

Töchter sind als Zuchtstuten aufgestellt.<br />

13. Nonet (Nitagor / Nonna) *2008 - ein bildschöner<br />

Hengst mit 1/4 französischem Blut<br />

(Nougatin). Sehr groß (1,61 m) und ein ausgezeichnets<br />

Rennpferd (38 Rennen, davon<br />

15 Siege). Er geht über Nonna auf Nakhodka<br />

zurück, eine der besten Stuten in Tersk und<br />

Mutter der Hengste Nonius und Nash. Sein<br />

Vater Nitagor wurde in die UAE verkauft. Nonets<br />

erster Fohlenjahrgang fiel 2016.<br />

14. Dubai Heros (Amer / Anastasya) * 2007 -<br />

ein in Frankreich gezogener Hengst, der die<br />

letzten Jahre ausgiebig verwendet wurde.<br />

Seine Kinder hatten <strong>2017</strong> ihr Debüt auf der<br />

Rennbahn.<br />

15. Grand Ecran (Dormane / Gloria Deo)<br />

*2007 - ebenfalls ein in Frankreich gezogener<br />

Hengst, der seiner Rasse als arabisches<br />

Pferd keine Ehre macht; er findet allerdings<br />

auch keinen großen Einsatz.<br />

16. Caprior du Pouy (Dahess / C`est de L`or)<br />

*20<strong>12</strong> - ein französisch gezogener Pachthengst,<br />

der <strong>2017</strong> zum ersten Mal eingesetzt<br />

wurde.<br />

Das Zuchtmanagement von Tersk hat sich<br />

in den letzten Jahren mit sehr viel Engagement<br />

um die Erhaltung und Rückführung<br />

von Stutenlinien bemüht. So wurden auch<br />

bei Auflösung des Gestüts Khrenovoje die<br />

besten Stuten aufgekauft, aber auch aus<br />

anderen Privatzuchten.<br />

die Landwirte in unserer Gruppe neidisch<br />

wurden. Stavropol war wie Tersk früher ein<br />

Staatsgestüt (#170), wurde privatisiert und<br />

beherbergt nach wie vor die größte und<br />

beste Zucht von Akhal-Tekkiner in Russland.<br />

Zuchtmanager Alexander Klimuk gilt<br />

als Experte auf diesem Gebiet und begrüßte<br />

seine Gäste auf deutsch! Er stellte seine<br />

wichtigsten Hengste und Jungpferde vor,<br />

darunter auch den Cremello-Hengst Piastr<br />

(Polot / Pudokhan) *1998, der weit über die<br />

Grenzen Russlands hinaus bekannt ist. Er<br />

lief drei Jahre (16 Rennen) in Pjatigorsk auf<br />

der Rennbahn und war 2002 auch russischer<br />

Reserve-Champion an der Zuchtschau. Leider<br />

leidet er heute stark an Arthrose. Ein<br />

weiterer Hengst, der gerne und mit Stolz<br />

gezeigt wird, ist der Rappe Karaoglan (Karar<br />

/ Oprava) *2008. Wie bei den Arabern auch,<br />

legen die Akhal-Tekke-Züchter großen<br />

Wert auf die entsprechenden Hengst- und<br />

Stutenlinien und ein Gestüt wie Stavropol,<br />

das über ca. 50-60 Zuchtstuten dieser Rasse<br />

Die Akhal-Tekken in Stavropol<br />

Am nächsten Tag stand ein Besuch im Gestüt<br />

Stavropol auf dem Programm. Das Gestüt<br />

liegt ca. 70 km nördlich von Tersk und<br />

der Weg führt auf schnurgeraden Straßen<br />

durch fruchtbares Ackerbaugebiet, dass<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

9<br />

Madiar (Drug / Martinika) *1994<br />

Gestüt Tersk<br />

verfügt, bemüht sich, diese zu erhalten.<br />

Es ist heute in weiten Kreisen anerkannt,<br />

dass die Akhal-Tekkiner eine der ältesten<br />

Reitpferderassen sind, älter sogar als die<br />

Araber. Entstanden in den Weiten Turkmenistans<br />

finden die <strong>Pferde</strong> hier in Novokavkazkij<br />

ähnliche steppenartige Bedingungen<br />

vor. Die Stuten besuchten wir auf ihren<br />

weitläufigen Weiden, wo sie sich mit ihren<br />

Fohlen tagsüber aufhalten. Viele von ihnen<br />

haben diese goldfarbene Jacke mit Metallschimmer,<br />

die so typisch ist für diese Rasse<br />

(und andere südrussische Rassen wie die<br />

Budjonnies, Donpferde, Karabaghen und<br />

Kabardiner). Sie stehen gemischt mit Englischen<br />

<strong>Vol</strong>lblutstuten, die ebenfalls hier gezüchtet<br />

werden.<br />

Am späteren Nachmittag stand noch ein Besuch<br />

auf der Rennbahn in Pjatigorsk auf dem<br />

Programm, allerdings ohne Renntag. Dafür<br />

wurden uns die derzeit im Renntraining<br />

befindlichen "Youngsters" aus dem Gestüt<br />

Tersk gezeigt. Hier konnte man dann auch<br />

Zucht


Zucht<br />

10<br />

Teddi (Drug / Travinka) *1996.<br />

Hauptbeschäler in Tersk - Chief-sire at Tersk Stud.<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


einen Einblick gewinnen, was es heißt, dass<br />

Zweijährige bereits Rennen laufen: Diese<br />

Zweijährigen sind häufig körperlich weiter<br />

entwickelt, als bei uns die Dreijährigen, was<br />

in erster Linie durch die Selektion auf frühreife<br />

Linien und auf die extensive Aufzucht<br />

mit viel Bewegung zurückzuführen ist.<br />

Das Gestüt Samovolov<br />

Von der Weite Russland konnten wir uns<br />

dann am nächsten Tag einen kleinen Eindruck<br />

verschaffen, als wir mit unserem Minibus<br />

die rund 270 km Richtung Krasnodar<br />

fuhren, um das Gestüt Samovolov zu besuchen.<br />

Auch in dieser Richtung gab es überwiegend<br />

flaches Land mit riesigen Feldern<br />

soweit das Auge reicht, aber immer abgetrennt<br />

durch Wald- und Gebüschstreifen,<br />

die der Erosion vorbeugen sollen.<br />

Nicolai Samovolov ist <strong>Pferde</strong>züchter durch<br />

und durch und hat eines der ältesten Privatgestüte<br />

für <strong>Arabische</strong> und Englische <strong>Vol</strong>lblüter<br />

in Russland. Er züchtet ausschließlich für<br />

die Rennbahn, aber auch er hat "Classic Russian"-Linien<br />

und freut sich über die HARC-Initiative,<br />

die diesen Linien wieder einen Wert<br />

vermittelt, indem Rennen ausschließlich für<br />

<strong>Pferde</strong> ohne (moderne) französische und<br />

Amer-Linien gesponsert werden.<br />

Nicolai und sein Sohn Jaroslav stellten uns<br />

ihre Hengste vor, von denen einige auch<br />

schon in Tersk im Einsatz waren, da beide<br />

Gestüte eng zusammenarbeiten.<br />

1. Negus (Namaz / Gerda) *1994 - ein kleiner<br />

Hengst von nur 1,45 m Stockmaß, aber<br />

mit enormem Aufsatz und mächtigem Hals.<br />

"Classic Russian"<br />

2. Gangut (Narmat / Gerda) *1998 - ein<br />

3/4-Bruder zu ersterem. Er ist wesentlich<br />

größer (1,58 m) und hat mehr Linie. Er verfügt<br />

über herausragende Gänge und ist ein<br />

begehrter Deckhengst. <strong>2017</strong> fielen in Tersk<br />

einige Fohlen von ihm. "Classic Russian".<br />

3. Sibarit (Brahman / Snast) *2007 - ebenfalls<br />

aus "Classic Russian"-Linien, aber statt<br />

auf der Rennbahn hat er seine Qualitäten im<br />

Distanzsport bewiesen, wo er bis CEI 2* (<strong>12</strong>0<br />

km) lief. Er hat <strong>2017</strong> seinen ersten Fohlenjahrgang<br />

abgeliefert.<br />

4. Benedick (Dormane / Beatrice) *2001 - ein<br />

aus Frankreich importierter Hengst mit einer<br />

in England geborenen Mutter, die El Shaklan<br />

als Großvater führt; eine eher ungewöhnliche<br />

Abstammung für ein Rennpferd in Russland.<br />

Aber sechs Siege in 11 Rennen, unter<br />

anderem im Moskau-Derby, sprechen für ihn<br />

und er ist ein sehr begehrter Deckhengst.<br />

5. Karmel de Faust (Akbar / Marifa) *2004<br />

- ebenfalls aus Frankreich eingeführt. Ein<br />

durchaus harmonisch gebauter Hengst mit<br />

sehr guter Rennleistung.<br />

Die Teilnehmer der Gestütsreise <strong>2017</strong>.<br />

Participants of the Stud Tour <strong>2017</strong>.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

11<br />

Grafinia (Gusliar / Madeira) *2014<br />

Gestüt Tersk<br />

Die rund 30 arabischen Zuchtstuten stehen<br />

zusammen mit den englischen <strong>Vol</strong>lblutstuten<br />

auf einer riesigen Weide, die im wesentlichen<br />

den Innenraum der Trainingsrennbahn<br />

ausmacht. Die Jungpferde sind auf anderen<br />

Weiden nahe den Stallungen untergebracht,<br />

und kommen zum Fressen in den Stall, so<br />

dass sie gezielt zugefüttert werden können.<br />

Sie sind auffallend gut gebaut und lassen die<br />

Fachkenntnis ihres Züchters erkennen - und<br />

so mancher Besucher hat sich in die hübsche<br />

Braga (v. Gangut) "verkuckt", aber gute <strong>Pferde</strong><br />

haben auch in Russland ihren Preis.<br />

Zum Schluss überraschte uns Familie Samovolov<br />

noch mit einem rustikalen Mittagessen<br />

auf Strohballen. Überhaupt artete die Reise in<br />

den Kaukasus zu einer kulinarischen Schlemmerfahrt<br />

aus, denn der Kaukasus ist bekannt<br />

für gutes, schmackhaftes Gemüse aber auch<br />

ebensolches Fleisch. Da der Kaukasus aber<br />

ein Mosaik aus verschiedenen Völkern und<br />

Kulturen darstellt, kann man leicht armenische,<br />

kaukasische, georgische und andere Küchen<br />

ausprobieren, und das Reiseprogramm<br />

trug diesem Rechnung.<br />

Zum Ausklang der Reise führte der letzte<br />

Tag dann noch weiter hinein in den Kaukasus,<br />

nach Kislovodsk, und zu einem Züchter<br />

von Karachey-<strong>Pferde</strong>n. Hier konnten die<br />

ganz Unentwegten diese stämmige rustikale<br />

Bergpferderasse auch selbst ausprobieren.<br />

Die Hochebene mit ihren tief zerklüfteten<br />

Tälern bot allerlei Aussichtspunkte - nur<br />

schade, dass sich der Elbrus noch nimmer<br />

nicht zeigen wollte. Gudrun Waiditschka<br />

Ali Selzer von Reit-Safari und die Autorin<br />

dieses Beitrags von <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> planen<br />

2019 eine Wiederholung dieser Reise nach<br />

Russland. Für 2018 ist eine Reise in den Iran<br />

geplant, um persische Asil-Araber zu besuchen,<br />

und/oder eine Reise nach Marokko.<br />

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter<br />

info@reit-safari.de<br />

Zucht


Stud Tour in the Northern Caucasus<br />

Welcome to Russia!<br />

Добро пожаловать в Россию!<br />

Breeding<br />

A trip to Russia, to the famous Tersk Stud - for many a dream, but they would not dare to<br />

tackle it by themselves. And so, some like-minded people met at the airport in Moscow<br />

Slowly but surely our little group, waiting at<br />

Gate 15 and booked on the flight to Mineralnye<br />

Vodi, grew in numbers. There were<br />

Franzi, Gisela and Inge from Germany, Petra<br />

and Anna from Austria, Ivana and Frédérique<br />

from Switzerland and in the last second came<br />

Elisabeth running. Now, only the two Australians,<br />

Rebecca and Darren were still missing -<br />

they got stuck at passport control. All begging<br />

and pleading did not help, the plane left without<br />

them.<br />

to fulfill their dream with a specially organized group travel.<br />

Two and a half hours later, the plane landed<br />

at Mineralnye Vodi, a city at the foot of the<br />

Northern slopes of the Caucasus Mountains.<br />

Unfortunately, it was night, or we could have<br />

realized that there is hardly any hill between<br />

here and Moscow, but at Mineralnye Vodi all of<br />

a sudden the first mountains are sticking out of<br />

the ground, reaching a height of 1400 m. With<br />

our transfer shuttle we reached the hotel in<br />

Pjatigorsk and a long day of travel came to an<br />

end. The next day, our two Australians, as well<br />

as Katayoun, Shahab and Seyedzia from Iran<br />

arrived, the latter have taken a short route just<br />

across the mountain range.<br />

Tersk Stud opens its Doors<br />

For about 200 years, the area around Pjatigorsk<br />

is famous for its mineral springs - the participants<br />

could experience this first hand during<br />

the sightseeing trip the next day. The intrepid<br />

ones even tested the sulphurous water, which<br />

is meant to be good for stomach and intesti-<br />

<strong>12</strong><br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


nal complaints. The somewhat dusty charm<br />

of this resort has nothing in common with<br />

the mondane "chic" of Baden-Baden, but instead<br />

of the Black Forest summits you can see<br />

here - with a little luck and good weather - the<br />

highest mountain in Europe: the Elbrus, with<br />

5,642 m.<br />

On Saturday, the horses finally got their turn<br />

- Tersk Stud opened its gates on the "Open<br />

Day" and thousands (!) of Russians from the<br />

surrounding area follow this invitation every<br />

year. It is a family outing destination that<br />

aims to bring the horse - and of course especially<br />

the Arabian horse, which has a long<br />

tradition here in South Russia - to the people.<br />

The Open Day includes an in-hand show as<br />

well, but Saturday's qualifying classes were<br />

followed mainly by the professional audience,<br />

that is the breeders and enthusiasts. About 70<br />

to 80 horses of all age groups competed at the<br />

show, coming from Tersk Stud as well as from<br />

other private breeders some of which travel<br />

300 to 400 km. The show is ECAHO affiliated,<br />

but more important for the Russian breeders<br />

is the affiliation with their Russian Studbook<br />

(RASB), which recognizes the results and enters<br />

it as performance record in the studbook.<br />

Fortunately, "modern training- and presentation<br />

methods" have not yet found their way<br />

to the Caucasus. Here, the horses are shown<br />

without stress and make-up - just as it was<br />

some 20-30 years ago in our countries, too.<br />

The handlers usually were the grooms or<br />

jockeys of the racetrack, who know the horses<br />

well. Two days ago, these horses were still<br />

on pasture, yesterday washed and groomed<br />

and today in the show ring. And although the<br />

sandy surface was wet and heavy from the<br />

constant rain the previous night, most of the<br />

horses showed better trot than we are used<br />

from shows in the West. Good movements,<br />

good bodies and strong legs - these are still<br />

the trade marks of the Russian Arabians. You<br />

are looking in vain for a pronounced "dish" or<br />

"refinement" - and that's a good thing!<br />

Sunday was reserved for the championships,<br />

embedded in the "Open Day" and an entertainment<br />

program with Cossacks, folklore<br />

and some ridden demonstrations.<br />

Belosnejka Tersk (Muscat / Borodina) *2014<br />

Tersk Stud<br />

Breeding<br />

The Breeding Program of Tersk present in Tersk as well, but belong to the second<br />

We got a deeper insight into the breeding program<br />

group, the racehorses with French blood<br />

of Tersk, when breeding managers Olga and Amer, i.e. the horses with which they need<br />

and Elena showed us their chief sires in the to be competitive at the race track. The third<br />

round arena of the stallion barn. 16 stallions group are the horses with modern show horse<br />

of three different breeding programs were lines, such as WH Justice, Marwan Al Shaqab,<br />

presented to us at liberty. They serve a total etc. But the idea of pure "show horse breeding"<br />

of around <strong>12</strong>0 broodmares at Tersk. About 70<br />

for its own sake has not been established<br />

broodmares belong to the group of "Classic in South Russia, and therefore you don't find<br />

Russian" bloodlines, those within this group, "extreme type" here, either.<br />

but also suitable for racing, are additionally The stallions, that are presently found in the<br />

labelled "HARC", as they fulfil the criteria of stallion barn are the following:<br />

the Heritage Arabian Racing Club. All "Classic 1. Angleter (Namaz / Assol) *2003 - a stallion<br />

Russian" horses trace back to "Straight Russian"<br />

with long lines and beautiful face, big eyes,<br />

pedigrees as they were in the 1980ies who also moves very well. He belongs to the<br />

or early 1990ies. Therefore, these pedigrees group of "Classic Russian". As his racing career<br />

include Aswan, Nil, etc., but no French blood<br />

was not very successful, he is not being<br />

of modern times (Manganate), no Amer and used much as a sire.<br />

no modern show horse lines. These lines are 2. Ansambl (Balaton / Artemida) *2000 - the<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

13<br />

last son of Balaton at stud, but by far not<br />

reaching the quality of his sire. With 1,48 m at<br />

the withers, he is rather small. He, as well, belongs<br />

to the "Classic Russian" group, but isn't<br />

used much in breeding.<br />

3. Napevnij (Piligrim / Nagruzka) *2006 - he is<br />

also rather small in stature, but a stallion who<br />

"grows" when he starts moving. His trade mark<br />

is his wonderfully carried and arched neck - all<br />

without "modern training methods" - and his<br />

Russian movements. Apart from that, he has<br />

a very good eye. He is one of the most used<br />

stallions of the last couple of years and also belongs<br />

to the "Classic Russian" group.<br />

4. Teddi (Drug / Travinka) *1996 - he is an<br />

eye-catcher and strongly resembles his sire<br />

Drug. He has a wonderful face, beautiful neck<br />

and good shoulder. He was owned by a small<br />

private breeder, who used him for "country


Breeding<br />

Angleter (Namaz / Assol) *2003.<br />

Tersk Stud<br />

races" over the last 18 years, until the breeding<br />

managers of Tersk "re-discovered" and bought<br />

him. His first few foal crops are very promising<br />

and he is being used more. "Classic Russian /<br />

HARC".<br />

5. Madiar (Drug / Martinika) *1994 - he is the<br />

star of the stud and he was the best race horse of<br />

his time. He raced for six years, a total of 39 races,<br />

of which he won 17, among them the Derby<br />

in 1997. While his half-brother Teddi is the show<br />

man, he is no match for Madiar with regards to<br />

14<br />

his his performance or his movements. Rarely, I<br />

have seen a horse with such elastic movements,<br />

however, this time we could only visit him in the<br />

stable, as he was sick. He was used extensively<br />

in breeding, but so far unfortunately without<br />

leaving a worthy successor. "Classic Russian /<br />

HARC".<br />

6. Marcipan (Parusnik / Melodrama) *1999 -<br />

unfortunately, he broke his leg some years ago,<br />

what is bothering him more and more, so that<br />

we could only visit him in his box stall. Marcipan<br />

is one of the best stallions of the "Classic<br />

Russian / HARC" lines, and he once was a good<br />

race horse as well as show champion.<br />

7. Apollon Tersk (Aswan / Pelopia) *2014 - he<br />

is the product of a "breeding experiment" with<br />

47-year-old frozen semen of Aswan. Of several<br />

mares, that were inseminated, only Pelopia<br />

carried a foal. Unfortunately, Apollon is heavily<br />

inbred to Aswan due to his dam, which also<br />

brought the negative features of Aswan to light.<br />

Apollon is not supposed to become a sire, but<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


will go into endurance for now. "Classic Russian".<br />

8. Jasmin Tersk (Banderos / Preria) *2014<br />

- he just won the Junior Championship at<br />

the previous show - actually, he won all the<br />

shows he participated in - and represents his<br />

sire Banderos (by WH Justice), as long as he<br />

is in Poland. Jasmin belongs to the self-bred<br />

show horses with modern show horse lines in<br />

their pedigrees.<br />

9. Expirien (Eden C / Ekspiracja) *20<strong>12</strong> - a<br />

chestnut with lots of white from a Polish<br />

private breeder. He was bought to get more<br />

type and refinement without loosing movements.<br />

He was used the past two years extensively,<br />

but unfortunately, he passes on<br />

his white markings, too. His daughter Belle<br />

Tersk, out of Borodina, one of the best mares<br />

at Tersk Stud, won the Junior Championship<br />

at the previous show.<br />

10. Chimeryk (Eryks / Chimera) *2008 - he<br />

was leased from Michalow in exchange with<br />

the stallion Kurier (Egis / Kazna) and had his<br />

first breeding season in Tersk in <strong>2017</strong>. As a<br />

grandson of Gazal Al Shaqab, he also belongs<br />

to the "modern show horses" and as<br />

such brought an impressive performance<br />

record from Poland with him.<br />

11. Vasilij (Prince d'Orient / Vamlana) *2007<br />

- a self-bred stallion with French sire out of<br />

one of the best broodmares in Tersk, Vamlana,<br />

who had 13 foals in 14 years. He was<br />

used extensively, and his foals are long-legged,<br />

with lots of presence; among them are<br />

some good race horses.<br />

<strong>12</strong>. Newmarket (Marwan I / Navigatsiya)<br />

*2004 - another self-bred half French stallion,<br />

who is unfortunately blind. Some of his<br />

daughters are in the broodmare band.<br />

13. Nonet (Nitagor / Nonna) *2008 - a beautiful<br />

stallion with 1/4 of French blood (Nougatin).<br />

Very tall (1,61 m) and an excellent<br />

racehorse (38 races, 15 victories). Through<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Nonna, he tails back to Nakhodka, one of<br />

the best mares at Tersk and dam of the stallions<br />

Nonius and Nash. His sire Nitagor was<br />

sold to the UAE. Nonets first foal crop was<br />

born in 2016.<br />

14. Dubai Heros (Amer / Anastasya) * 2007<br />

- bred in France, this stallion was extensively<br />

used in the past few years. His foals had their<br />

debut a the racetrack in <strong>2017</strong>.<br />

15. Grand Ecran (Dormane / Gloria Deo)<br />

*2007 - also born in France, but a stallion<br />

who does his breed name "Arabian" no honour.<br />

He is hardly used.<br />

16. Caprior du Pouy (Dahess / C`est de L`or)<br />

*20<strong>12</strong> - a French-bred leasing stallion who<br />

had his first breeding season in Tersk in <strong>2017</strong>.<br />

Over the past few years, the breeding management<br />

in Tersk undertook great efforts to<br />

Sibarit (Brahman / Snast) *2008<br />

Samovolov Stud<br />

15<br />

Gangut (Narmat / Gerda) *1998<br />

Samovolov Stud<br />

maintain and restore the damlines. Therefore,<br />

when Chrenovoje stud was dispersed,<br />

Tersk bought some of their best mares as<br />

well as from other private breeders.<br />

The Akhal-Tekkes at Stavropol<br />

The next day, we planned to visit Stavropol<br />

Stud, which is situated ca. 70 km North<br />

of Tersk. The road leads always straight<br />

through fertile agricultural land, making<br />

the farmers in our group envious. Stavropol<br />

was, just like Tersk, a former State Stud<br />

(#170), was privatised and still harbours<br />

on of the biggest and best breeding stock<br />

of Akhal Tekkes in Russia. Breeding Manager<br />

Alexander Klimuk is an expert in his<br />

field and welcomed his guests in German!<br />

He presented his most important stallions<br />

and youngstock, among them the cremello<br />

stallion Piastr (Polot / Pudokhan) *1998,<br />

which is well-known far beyond the borders<br />

of Russia. He raced three years (16 races) at<br />

the race track in Pjatigorsk and was 2002<br />

also Russian reserve Champion at the breed<br />

show. Unfortunately, he now suffers from arthritis.<br />

Another stallion, which is shown with<br />

pride is the black Karaoglan (Karar / Oprava)<br />

*2008. Just like in Arabian breeding,<br />

Akhal-Tekke breeders attach great importance<br />

to the dam and sire lines, and a stud<br />

such as Stavropol, with ca. 50-60 broodmares<br />

tries to maintain them all.<br />

Today, it is commonly accepted that Akhal<br />

Tekke are one of the oldest riding horse<br />

breeds, older even than Arabians. The breed<br />

originated in the plains of Turkmenistan and<br />

the horses find a suitable environment here<br />

in the steppe-like conditions of Novokavkazkij.<br />

We visited the mares on their huge<br />

pasture, where they spend the day with their<br />

foals. Many of them have this golden coat<br />

with a metal shine, which is so typical for this<br />

breed (and other breeds from South Russia,<br />

such as Budjonny, Don, Karabagh and Kab-<br />

Breeding


Breeding<br />

16<br />

Piastr (Polot / Pudokhan) *1998.<br />

Akhal-Tekke Hengst in der seltenen Cremello-Farbe in Stavropol<br />

Akhal-Tekke stallion in the rare cremello colour at Stavropol.<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


ardin). The mares are mixed with the English<br />

Thoroughbred mares, a breed that is also<br />

bred here.<br />

In the later afternoon, we had an appointment<br />

at the racetrack in Pjatigorsk, although<br />

there was no race meeting. However, we<br />

had the opportunity to see the youngsters<br />

of Tersk Stud, which are presently in race<br />

training. This also gave some insight into<br />

racing two-year-olds: Most of these twoyear-olds<br />

were stronger and bigger than our<br />

three-year-olds, which is due to selection for<br />

premature lines and rearing them on lots of<br />

space under natural conditions.<br />

Samovolov Stud<br />

The next day, we got another glimps of the<br />

vastness of Russia, when we travelled with<br />

our minibus about 270 km towards Krasnodar,<br />

to visit Samovolov Stud. Also in this direction<br />

there was mostly flat land with huge<br />

fields as far as the eye could see, only interrupted<br />

by the obligatory stripes of forest and<br />

shrubs to avoid erosion.<br />

Nicolai Samovolov is a horse breeder<br />

through and through and owns one of the<br />

oldest private studs for Arabian and English<br />

Thoroughbreds in Russia. He breeds exclusively<br />

for the race track, but he has also<br />

"Classic Russian" bloodlines and is happy<br />

about the HARC initiative that gives these<br />

lines some value, by sponsoring races exclusively<br />

for horses without the modern French<br />

and Amer lines.<br />

Nicolai and his son Jaroslav presented their<br />

stallions, of which some were also used in<br />

Tersk some years ago, as both studs work<br />

closely together.<br />

1. Negus (Namaz / Gerda) *1994 - a small<br />

stallion of only 1,45 m height, but with an<br />

enormous arched neck. "Classic Russian".<br />

2. Gangut (Narmat / Gerda) *1998 - his<br />

3/4-brother, but much taller (1,58 m) and<br />

with longer lines. He has excellent movements<br />

and is a popular sire. In Tersk, his first<br />

foals were born in <strong>2017</strong>. "Classic Russian /<br />

HARC"<br />

3. Sibarit (Brahman / Snast) *2007 - also of<br />

"Classic Russian"-lines, but he did not prove<br />

his quality on the race track but in endurance<br />

rides up to CEI 2* (<strong>12</strong>0 km). He had his<br />

first foal crop in <strong>2017</strong>.<br />

4. Benedick (Dormane / Beatrice) *2001 -<br />

imported from France. His dam was born in<br />

England and carries El Shaklan as grandsire<br />

in her pedigree. A rather unusual pedigree<br />

for a race horse in Russia, but six victories<br />

in 11 races, among them the Moscow derby,<br />

prove him right and he is a popular sire.<br />

5. Karmel de Faust (Akbar / Marifa) *2004 -<br />

also imported from France. A harmonious<br />

Gargonia (Gangut / Garda) *2008<br />

Samovolov Stud<br />

stallion with excellent race record, several<br />

of his daughters are in the broodmare band.<br />

The ca. 30 Arabian broodmares are together<br />

with the English Thoroughbreds on a huge<br />

pasture, which is actually the inside of the<br />

training race track. The youngstock is on<br />

separate paddocks, close to the stables, so<br />

they can be taken in to be fed separately.<br />

They are very well developed and of good<br />

conformation, which shows the expertise of<br />

their breeder. And some of the visitors fell in<br />

love with the pretty Braga (by Gangut), but<br />

good horses do have their price even in Russia.<br />

At the end of our visit, the Samovolov family<br />

surprised us with a wonderful rustic lunch<br />

served on straw bales. Actually, the whole<br />

trip was full of culinary surprises, as the Caucasus<br />

is known for its tasty vegetables, but<br />

also excellent meat. As the Caucasus is a mosaic<br />

of different folks and cultures, one can<br />

easily try out Armenian, Caucasian, Georgian<br />

and other kitchen, and our tour planning<br />

took care of that, too.<br />

At the end of the journey, the last day led us<br />

further into the Caucasus Mountains to Kislovodsk<br />

and to a breeder of Karachey horses.<br />

Here, some of the hardy boys and girls undertook<br />

a little ride on Karachey horses, to<br />

test this sturdy and rustic mountain breed.<br />

These high plaines with their deep valleys<br />

offered quite some views - it was just a pity<br />

that the Elbrus mountain still did not want<br />

to show up.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

Breeding<br />

Testritt auf Karachey-<strong>Pferde</strong>n.<br />

Testing the Karachey horses.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

17<br />

Ali Selzer of Reit-Safari and the author of<br />

this article of <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> are planning<br />

the same trip again in 2019. For 2018, we<br />

plan a tour to Iran, in search for the Persian<br />

Asil-Arabians, and/or to Morocco.<br />

If you are interested, please contact<br />

info@reit-safari.de


VZAP Verbandshengstschau<br />

Die gesamte<br />

Typen-Palette<br />

Zucht<br />

Siegerhengst Ascot DD (Glorius Apal / Lady<br />

Nina DD), im Besitz von Nils Ismer.<br />

alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

Das arabische Pferd kommt in vielen Formen und Typen daher. Selten konnte man<br />

dies so deutlich an einer Veranstaltung erkennen, wie auf der diesjährigen<br />

Verbandshengstschau des VZAP. Aber nicht nur die Typen waren sehr unterschiedlich,<br />

auch die Qualität der Hengste.<br />

Schon die Namen im Katalog versprachen eine interessante Verbandshengstschau,<br />

die Ende Oktober in Alsfeld stattfand: Vom<br />

modernen Schaupferdetyp bis hin zur altdeutschen Abstammung,<br />

von <strong>Pferde</strong>n ägyptischer Blutführung bis hin zum 22jährigen<br />

Senior, einem Russen ohne Aswanblut, war alles vertreten. Drei Shagya-Hengste<br />

und vier Schecken, die als Arabisch Partbred eingetragen<br />

sind, rundeten das Prüfungslot ab.<br />

Zur Verbandshengstschau traten elf von <strong>12</strong> Hengsten an, von denen<br />

fünf mit einer grünen Schleife nach Hause entlassen wurden. Darunter<br />

auch zwei Hengste, die aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung<br />

wenig Chancen auf einer solchen Veranstaltung haben, denn die<br />

individuelle Vergangenheit eines <strong>Pferde</strong>s, kann nicht immer berücksichtigt<br />

werden. Zur Körung stellten sich 11 Hengste vor, von denen<br />

aber nur neun diese Hürde schafften.<br />

Bei seiner "Urteilsverkündung" hob Interims-Zuchtleiter Burchard<br />

Schröder besonders hervor, wie gut erzogen und ruhig alle Hengste<br />

im Umgang waren, was Rückschlüsse auf ihr Interieur zulassen würde.<br />

Angelehnt an seine Abschlußkommentare hier die Hengste im<br />

Einzelnen:<br />

Eintragungshengste Gold<br />

ASCOT DD (Glorius Apal / Lady Nina DD), *2011, Züchter: D. Dejonckheere<br />

/ BE, Besitzer: Dr. Nils Ismer.<br />

Ein Hengst, der mit einem schönen Maß (1,52m) ausgestattet ist, der<br />

eine bedeutende Oberlinie hat, und sich gut geschlossen zur Kruppe<br />

hin zeigt. Ein Hengst mit souveränem Gesichtsausdruck, überlegen<br />

in der Darstellung und sehr fein in allen Partien. Er zeigt einen<br />

Bewegungsablauf im Trab wie man es sich nicht besser vorstellen<br />

kann. Im Schritt geht er geregelt, zeigt vielleicht aber nicht den<br />

größten Raumgriff. Aber er ist ein Hengst, der sowohl im Rasse- und<br />

Geschlechtstyp, als auch im Gesamteindruck der Entwicklung mit<br />

der Höchstnote ausgezeichnet wurde. Es war für ihn ein leichtes, die<br />

goldene Schleife zu erringen, gleichzeitig wird er zum Siegerhengst<br />

erkoren. Maße: 152 / 178 / 17,5<br />

CYCLONE OS (RFI Farid / Inspired Najla), *2015, Züchter und Besitzer:<br />

GbR Stöckle.<br />

Ein Jüngling, gerade mal zwei Jahre alt, gut entwickelt, mit hervorragenden<br />

Partien was Kopf, Hals, Schulter anbelangt. Er hat genügend<br />

solide Beine. Er ist ein Pferd, dessen Proportionen nicht schöner sein<br />

18<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


könnten - vom Scheitel bis zur Sohle ein nahezu perfektes Pferd, das<br />

auch im Bewegungsablauf zu überzeugen wußte. Er wird mit Gold<br />

ausgezeichnet. Maße: 153 / 172 / 18,0<br />

Eintragungshengste Silber<br />

GHAZAL AL BADIA (Laheeb Al Nasser / Hanaa Al Badia), *2013,<br />

Züchter: L. und M. Schmelzle, USA, Besitzer: Sabine von Elm.<br />

Ein Hengst mit ganz bedeutenden Partien, großer Gesamtharmonie<br />

und mit einem feinen Gesicht ausgestattet. Er hat eine gute Halsung,<br />

die er auch gut benutzen kann. Auch dieser Hengst gefiel besonders<br />

im Freilauf, er macht dabei seinen Körper groß und kann<br />

auch in der Bewegung voll punkten. Besonders der Galopp hat gut<br />

gefallen, auch die genügende Knochenstärke im Hinterbein, wobei<br />

er vorne etwas feiner konstruiert ist. Maße: 151 / 177 / 19,0<br />

Eintragungshengste Weiss<br />

DG SOUFIAN (Sahib / Bassmah Elahiyah), *2014, Züchter: Dieter<br />

Gerbaulet, Besitzer: Heinrich Andreas Keller.<br />

Ein Hengst mit einem schönen Gesicht, besonders freilaufend wird<br />

er immer bedeutender. Er hat sich eine Verletzung zugezogen, die<br />

ihn ein wenig im Bewegungsablauf gestört hat. Er steht in einem<br />

guten Gleichmaß mit positivem Gesamteindruck der Entwicklung.<br />

Er ist insgesamt ein ganz bedeutendes Pferd, der sehr solide ist und<br />

sich durch eine gute Schulter auszeichnet. Maße: 150 / 172 / 18,5<br />

ABBUD<strong>IN</strong> AL AQABA (KP Al Nahim / Aisha Al Aqaba), *2014, Züchter<br />

und Besitzer: Waltraut Hobein.<br />

Ein Hengst der insgesamt sehr klassisch konstruiert ist, mit einem<br />

schönen Gesicht und einem ruhigen, großen Auge. Ein solider<br />

Hengst mit großen Partien. Der Hengst war auch am All Nations Cup<br />

in Aachen gestartet und war dort das beste "Ägyptisch gezogene<br />

Pferd", die Ehrung hierzu wurde nun nachgeholt.<br />

Maße: 153 / 180 / 18,5<br />

HAMADI AKIL (Al Ayal AA / Hamras Musina), *2014, Züchter: Regina<br />

Wilfing, Besitzer: Andrej Mertin.<br />

Ein sehr gleichmäßig konstuierter Hengst, mit einer großen, gut<br />

gelagerten Schulter, mit gutem Widerrist ausgestattet, jedoch die<br />

Oberlinie ein kleinwenig matt. Der Hengst ist mit drei gleichmäßigen<br />

Grundgangarten ausgestattet und ein sehr korrektes Pferd. Er<br />

hat auch sehr viel Übersicht, und wird mit fortschreitendem Alter<br />

vielleicht noch etwas mehr Hengstausdruck erhalten.<br />

Maße: 151 / 176 / 18,5<br />

Körungslot - Shagya-Araber<br />

BRENTANO (Diamant / Bagiera), *2013, Züchter und Besitzer: Doris<br />

Wehner.<br />

Ein Hengst, der sich in einer sehr guten Gesamtharmonie präsentierte,<br />

sehr gut und ansprechend im Typ ist, wenngleich er die letzte<br />

Reife noch vermissen lässt und sich gelegentlich ablenken lies. Das<br />

konnte man auch beim Springen beobachten, wo ihm die nötige<br />

Konzentration noch fehlte. Seine Abstammung läßt hoffen, dass er<br />

noch weiter reifen wird und hier seine Spezialveranlagung noch un-<br />

Ascot DD (Glorius Apal / Lady Nina DD), *2011, Bes.: Dr. Nils Ismer<br />

Cyclone OS (RFI Farid / Inspired Najla), *2015, Bes.: GbR Stöckle<br />

DG Soufian (Sahib / Bassmah Elahiyah), *2014, Bes.: H. A. Keller<br />

Zucht<br />

Abbudin Al Aqaba (KP Al Nahim / Aisha Al Aqaba), *2014, Bes.: W. Hobein Hamadi Akil (Al Ayal AA / Hamras Musina), *2014, Bes.: Andej Mertin<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

19


Zucht<br />

Gazal Al Badia (Laheeb Al Nasser / Hanaa Al Badia), *2013, Bes.: S. v. Elm<br />

Prince Sahib (Prince Shetan / H.H. Rawanna), *20<strong>12</strong>, Bes.: S. Berschl<br />

Gorky II (Gusar / Partnersha), *1995, Bes.: Walter Fath<br />

ter Beweis stellen kann. Der gute Rassetyp wird ausdrücklich hervorgehoben,<br />

die Grundgangarten sind soweit gut, im Schritt hätte<br />

man noch etwas mehr Gelassenheit und Raumgriff erwartet. Der<br />

Hengst ist gekört und ihm wird die Ablegung der Leistungsprüfung<br />

auferlegt. Maße: 160 / 183 / 19,5<br />

APOLLON GAZLAN WM (Nahat / Athene WM), *2013, Züchter und<br />

Besitzer: Maike Trendl.<br />

Ein Hengst, der bereits seine Leistungsprüfung in Stadl Paura mit<br />

einer Wertnote von 7,31 absolviert hat. Der Hengst war nicht immer<br />

ganz bei der Sache, vielleicht sollte aber auch die Vorführerin etwas<br />

mehr Konsequenz walten lassen, da der Hengst doch etwas eigensinnig<br />

ist. Der Bewegungsablauf, insbesondere der Trab, geht deutlich<br />

durch den Körper. Der Hengst stellt insgesamt ein Reitpferd, ein<br />

Sportpferd dar und ist gekört. Maße: 154 / 179 / 19,5<br />

BRUTUS VON LUDWIGSBURG (Bazar / Smaragd L), *2010, Züchter<br />

und Besitzer: Kurt-Jürgen Carl.<br />

Der Hengst hat dieses Jahr bereits die Hengstleistungsprüfung in<br />

Marbach absolviert. Ihm fehlt ein wenig der arabische Überguss,<br />

aber er hat etwas, was wir für arabische <strong>Pferde</strong> auch haben müssen:<br />

Er hat enorme Reitqualitäten, wie er an der Leistungsprüfung<br />

bewies, er hat eine besondere Härte und hat im Gelände gekämpft.<br />

Sein großes, strahlendes, ruhiges Auge zeigte er in jeder Prüfung die<br />

ihm abverlangt wurde. Auch hat uns der sehr gute Bewegungsablauf<br />

gefallen. Der Hengst ist gekört. Maße: 157 / 188 / 20,0<br />

Körungslot - Arabisch Partbred<br />

CRAZY HORSE PS (Trak.) (Gabun / Cinderella X), *2015, Züchter<br />

und Besitzer: Georg Pleister.<br />

Der Hengst stellt ein sehr solides Reitpferd dar. Er ist in allen Partien<br />

korrekt und mit einem sehr guten Fundament ausgestattet.<br />

Der Hengst weist eine Korrektheit auf, wie man sie selten bei arabischen<br />

<strong>Pferde</strong>n sieht. Ein bedeutendes Reitpferd mit höchsten<br />

Exterieurqualitäten. Er hat in jeder Phase der Beurteilung gefallen.<br />

Ein sehr, sehr guter Vertreter seines Vaters und auch der Rasse des<br />

Arabisch Partbred. Der Hengst ist gekört und prämiert. Maße: 160<br />

/ 181 / 20,5<br />

GHOST OF MANITU RW (Gabun / La Inocentada RW), *2015, Züchter<br />

und Besitzer: ZG Riegger und Weiss.<br />

Ein Junghengst, zweieinhalbjährig, der von seinem ganzen Erscheinungsbild<br />

ein Strahlemann ist, an dem man Maß nehmen kann. Er<br />

zeigte sich noch etwas als Greenhorn, aber das darf er in dem Alter<br />

auch noch sein. Ein Hengst mit einer ganz besonderen Aura und<br />

großer Qualität, das zeigt er auch im Bewegungsablauf. Er hat eine<br />

ganz tolle Blutführung, mütterlicherseits über Laurel sehr sportlich<br />

gezogen. Er verkörpert das Modell eines modernen Sportpferdes.<br />

Der Hengst ist gekört und prämiert und Siegerhengst der Körhengste.<br />

Maße: 167 / 178 / 21,0<br />

GABUN (Trak.) (Camaro / Galina II ox), *2011, Züchter und Besitzer:<br />

Corinna Knaack-Lindemann.<br />

Gabun ist der Vater der beiden vorherigen Hengste. Mit einem<br />

Stockmaß von 1,66 m zeigt auch er ein sehr solides Maß an Reit-<br />

Apollon Gazalan WM (Nahat / Athene WM), *2013, Bes.: Maike Trendl<br />

Brentano (Diamant / Bagiera), *2013, Bes.: Doris Wehner<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />

20


pferd. Es zeichnet diesen Hengst aus, dass er sich sich auf seine Arbeit<br />

und seine Umwelt konzentriert. Er liegt in allen Prüfungsteilen<br />

weit über dem Durchschnitt, zeigte sich sehr solide im Springen,<br />

mit sehr guten Reitpferdepoints, vor allen Dingen in der Galoppade,<br />

wo er immer unter den Schwerpunkt springt. Der Hengst ist gekört<br />

und prämiert, Reservesieger. Er ist gekört 2013 beim Trakehnerverband,<br />

hat 2016 seine HLP 50-Tage-Test abgelegt und wurde<br />

<strong>2017</strong> gekört beim ZSAA. Maße: 166 / 189 / 20,5<br />

SULTAN IBN SAUDA ZAHRA (Pinto) (Sauda Zahra / HS Alouetta<br />

ox), *2010, Züchter: Anita Platzer, Besitzer: Jutta Horsch.<br />

Ein Hengst der viel Ausstrahlung hat, und in einem hervorragenden<br />

Pflegezustand hier präsentiert wurde. Er ist sehr fein, in der<br />

Oberlinie vielleicht etwas wenig geschwungen, im Fundament hinten<br />

leicht ausgestellt, was zu einem Abstrich führte. Aber er ist ein<br />

Hengst, der sich im Springen sehr gleichmäßig gezeigt hat, und der<br />

auch einen enormen Trabablauf entwickelt. Maße: 151 / 174 / 18,0<br />

Körungslot - <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

PR<strong>IN</strong>CE SAHIB (Prince Shetan / H.H. Rawanna), *20<strong>12</strong>, Züchter und<br />

Besitzer: Sebastian Berschl.<br />

Ein Hengst, der mit 1,48 m eher zu den Kleinen gehört, und sehr gut<br />

präsentiert wurde. Im Schrittablauf hat er uns sehr gut gefallen, im<br />

Gleichmaß immer schön von hinten, vielleicht dürfte er jedoch etwas<br />

freier in der Schulter sein. Auch am Sprung war die Hinterhand<br />

als treibende Kraft nicht zu übersehen, im Springen ist er mit ganz<br />

viel Manier ausgestattet. Ein kleiner Hengst, der aufgrund seiner Körung<br />

beim ZSAA auch von unserem Verband eingetragen werden<br />

kann. Maße: 148 / 172 / 18,5<br />

GORKY II (Gusar / Partnersha), *1995, Züchter: Tersk/RU, Besitzer:<br />

Walter Fath<br />

Der Hengst ist 22 Jahre alt, da könnte man natürlich sagen, er entspricht<br />

nicht mehr ganz dem, was wir als <strong>Vol</strong>lblutaraber wollen. Aber<br />

er ist ein Hengst der durch seine Souveränität ein richter Strahlemann<br />

ist, auch wenn er das aufgrund seines körperlichen Zustands<br />

nicht mehr in allen Punkten so zeigen kann. Er hat ein überragendes<br />

Freispringen absolviert, immer im Gleichmaß, mit einem sehr<br />

guten Auge. Auch konnte er sich steigern, nachdem er die ersten<br />

zwei Runden absolviert hatte und er kam mit den Abmessungen<br />

gut zurecht. Er hat drei sehr solide Grundgangarten, und ein sehr<br />

gutes Fundament, insbesondere ist hier die Konstuktion und Größe<br />

der Sprunggelenke hervorzuheben und die Röhrbeinstärke. Das ist<br />

es, was wir auch in der <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht immer wieder brauchen,<br />

und über das die Tersker neben einem guten Körper und besonders<br />

gutem Bewegungsablauf verfügen. Der Hengst zeigte sich in allen<br />

drei Grundgangarten sehr, sehr positiv. Was bei diesem Hengst noch<br />

dazukommt ist die Lebensleistung: Er lief 17 Rennen (HLP), war auf<br />

Schauen erfolgreich, er lief 671 km auf Distanzritten, u.a. hat er einen<br />

zweiten Platz über <strong>12</strong>0 km erreicht. Zuhause war er Reitpferd,<br />

Schulpferd, <strong>Vol</strong>tigierpferd. Der Hengst ist gekört.<br />

Maße: 153 / 183 / 19,5<br />

Gudrun Waiditschka<br />

Ghost of Manitu (Gabun / La Incocentada RW), *2015, Bes: Riegger & Weiss<br />

Crazy Horse PS (Trak.) (Gabun / Cinderella X), *2015, Bes.: Georg Pleister<br />

Gabun (Trak.) (Camaro / Galina II ox), *2011, Bes.: C. Knaack-Lindemann.<br />

Zucht<br />

Brutus von Ludwigsburg (Bazar / Smaragd L), *2010, Bes.: Kurt-Jürgen Carl Sultan Ibn Sauda Zahra (Sauda Zahra / HS Alouetta ox), *2010, Bes.: J. Horsch<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

21


Schätze aus Deutschlands Ställen (I) - Gestüt Amurath<br />

"Ein komplettes Pferd<br />

ist das Zuchtziel"<br />

Zucht<br />

Amurath Mofeedah (v. El Sid) ist<br />

nach Ansicht ihres Züchters das<br />

bislang beste Zuchtprodukt aus dem<br />

Gestüt Amurath.<br />

Foto: Melanie Groger<br />

Seit 25 Jahren züchten Bernd<br />

und Gabriele Zimmermann<br />

vom Gestüt Amurath arabische<br />

<strong>Pferde</strong> auf Weil-Marbacher<br />

Grundlage. Züchter wie<br />

Bernd Zimmermann, der auch<br />

als Musterungsbeauftragter,<br />

nationaler Richter und langjähriges<br />

Vorstandsmitglied<br />

des VZAPs aktiv ist, bilden<br />

das Rückgrad der deutschen<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraberzucht. Wir<br />

sprachen mit ihm über den<br />

Markt, die Schauszene und<br />

die Zukunft der Zucht.<br />

22<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong>: Herr Zimmermann, ihr<br />

Gestütsname Amurath bezieht sich auf den<br />

Hengst Amurath I 1829 aus dem Königlichen<br />

Privatgestüt Weil. Wofür steht dieser Hengst für<br />

Sie und was gefällt Ihnen an ihm so besonders,<br />

dass Sie ihr Gestüt nach ihm benannt haben?<br />

Bernd Zimmermann: Wenn man das Gemälde<br />

betrachtet, so sieht man ein komplettes<br />

Pferd, ein Pferd mit bestem Typ, arabischem<br />

Schmelz, der nötigen Feinheit und Aufrichtung.<br />

Da ist nichts "extremes" daran, vielmehr<br />

ist er für mich sehr nahe am Ideal.<br />

AP: Und wieviel "Amurath" ist noch drin in Ihrer<br />

Zucht?<br />

B.Z.: Wir befinden uns tatsächlich an einem<br />

Scheideweg mit unserer Zucht. Im Stutenstamm<br />

ist Amurath noch drin, aber auf der<br />

Hengstseite tun wir uns schwer, etwas Passendes<br />

aus der Weil-Marbacher Richtung zu<br />

finden. Und Hengste wie Dschehim und Said<br />

sind zu eng mit unseren Stuten verwandt. In<br />

jüngster Zeit haben wir mit El Nabila B und Pallaton<br />

K gedeckt, um mehr Aufrichtung, Auge<br />

und Körper zu bekommen.<br />

AP: Welches waren Ihre Stammstuten, und<br />

wann haben Sie mit ihnen angefangen? Wieviele<br />

Generationen "Amurath" gibt es mittlerweile?<br />

B.Z.: Unsere Zucht ist ursprünglich auf drei<br />

Stammstuten aufgebaut. Mit Mahara (Gharib<br />

/ Magda) *1980 haben wir 1992 mit der<br />

Zucht angefangen. Ihre Großmutter Molawa<br />

haben wir mit Monrad und Dahab auch auf<br />

der Vaterseite gefestigt und daraus unsere<br />

M-Linie erhalten, mit der wir in der 4. Generation<br />

züchten - das sind rund 25 Jahre "Amurath".<br />

Die anderen beiden Stammstuten waren<br />

Dagi (Hadban Enzahi / Hamdi) *1976, die wir<br />

im Alter von 22 Jahren übernommen hatten.<br />

Sie brachte uns noch ein Fohlen, Amurath Damirah<br />

(v. Penthagonn). Die dritte war Samia<br />

II (Saher / Senitza) *1982, eine Vertreterin der<br />

S-Linie in Marbach. Später konnten wir auch<br />

noch die Stutenherde der Zucht von Ingeborg<br />

Amurath I 1829 galt als Ideal<br />

des arabischen <strong>Pferde</strong>s im 19.<br />

Jahrhundert - und für Bernd<br />

Zimmermann noch heute,<br />

das Gemälde hängt<br />

im Wohnzimmer.<br />

Wagner, Gestüt Waldhof, übernehmen. Hiervon<br />

ist aktuell leider nur eine Stute bzw. deren<br />

Nachzucht übrig geblieben.<br />

AP: Wenn Sie nun Ihre Stammstuten betrachten<br />

und Ihre heutigen Zuchtprodukte nach 3-4 Generationen<br />

- was wurde verändert, und durch<br />

welche Hengste?<br />

B.Z.: Bei allen Marbachern gab es meines Erachtens<br />

den Körper zu verbessern. In der Regel<br />

war der Halsansatz zu tief, die kurze Kruppe<br />

, das spitze Kreuzbein, ein Erbe von Hadban<br />

Enzahi - dies galt es zu verbessern.<br />

Wir haben seit vielen Jahren keinen eigenen<br />

Hengst mehr, was für uns den großen Vorteil<br />

hatte, völlig frei in der Wahl eines Hengstes<br />

für die jeweiligen Stuten zu sein. In den<br />

Anfangsjahren, so von 1990-2005 standen<br />

noch einige Hengste mit viel Weil-Marbacher<br />

Blut zur Verfügung, beispielsweise Monrad<br />

(Hadban Enzahi / Molawa) *1974 und Dahab<br />

(Monrad / Dawa) *1984. Mit Monrad haben<br />

wir Inzucht gemacht, mit Dahab Linienzucht,<br />

wobei Dahab die besseren Körper brachte,<br />

vermutlich ein Erbe von Karmin. Penthagonn<br />

vererbte uns Halsung und die großen „Amurath“<br />

Augen.<br />

Madkours Impuls (Madkour I / Imperia) *1997,<br />

den wir dann anschließend verwendet haben,<br />

brachte uns Größe, Langbeinigkeit und Halsung,<br />

nicht immer in der ersten Generation,<br />

aber später.<br />

Sehr gut haben sich die Hengste El Sid, Fadi Al<br />

Shaqab und Muranas Jassehr mit den Nachkommen<br />

aus dem „alten“ Stutenstamm vererbt.<br />

AP: Macht Erhaltungszucht Sinn? Wenn wir<br />

zum Beispiel bei den Weil-Marbachern bleiben?<br />

B.Z.: Das ist eine spannende Frage, die ich mir<br />

auch schon oft selbst gestellt habe. Für mich<br />

persönlich habe ich sie unter den aktuellen<br />

Bedingungen mit "nein" beantwortet. Akademisch<br />

betrachtet aber macht es Sinn und ist<br />

zu befürworten. Wenn allerdings die <strong>Pferde</strong> zu<br />

schlecht sind für die Marktansprüche, bringt es<br />

auch nichts. Erhaltungszucht um seiner selbst<br />

willen, beispielsweise nur auf Optik oder nur<br />

auf Pedigree, macht für mich keinen Sinn. Es<br />

kommt also auf das Ziel der Erhaltungszucht<br />

an. Bei den Bahrainis beispielsweise kommt alles<br />

zusammen, Optik, Pedigree und Leistungsanspruch<br />

- dann ist das in Ordnung.<br />

Damit es funktioniert, muß der Genpool eine<br />

gewisse Größe haben. Dazu muß man aber<br />

global arbeiten, und man muß die privaten<br />

Züchter mit einbeziehen, die Interessenlagen<br />

klären, ein Zuchtziel definieren und ein<br />

Erhaltungszuchtbuch einführen - dann kann<br />

es funktionieren. Vom Herzen wäre ich sofort<br />

dabei, aber der Plan scheint nicht umsetzbar.<br />

Zucht<br />

Die Moheba-Familie mit Amurath Mahiba (Fuchs) an der Hand von Bernd Zimmermann, ihre<br />

Mutter Amurath Masira (braun), gehalten von Tochter Lena, und rechts Amurath Mofeedah<br />

(Schimmel) mit Gabriele Zimmermann.<br />

Foto: Betty Finke<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

23<br />

AP: Was sind Ihre Selektionskriterien, worauf legen<br />

Sie in der Zucht besonderen Wert?<br />

B.Z.: Neben dem Exterieur sind das vor allem<br />

Umgänglichkeit. Die <strong>Pferde</strong> müssen ganz all-


ESt DAGI *1976<br />

(Hadban Enzahi / Hamdi)<br />

AM. DAMIRAH *1999<br />

v. Penthagonn<br />

VPrSt. AM. DSCHALA <br />

*2007, v. Madkours Impuls<br />

Zucht<br />

Stammstuten<br />

des Gestüts Amurath<br />

MADISHAH B. MAHARA<br />

*1993 v. Haram Ibn Halima<br />

MANDANA II *1994<br />

v. Haram Ibn Halima<br />

MISS ANTONIA *1995<br />

v. San Antonio Bey<br />

AM. DALIFA *20<strong>12</strong><br />

v. Madkours Impuls<br />

ESt MAHARA *1980<br />

(Gharib / Magda)<br />

ESt AM. MORGANA<br />

*2000, v. Monrad<br />

<br />

ESt AM. MOFEEDAH<br />

*2000, v. El Sid<br />

<br />

ESt AM. MASIRA *2001<br />

v. Dahab<br />

<br />

VPrSt AM. MAHIBA *2011<br />

v. Gazwan Al Nasser<br />

<br />

VPrSt. SAMIA II *1982<br />

(Saher / Senitza)<br />

AM. SHAHRA *2003<br />

v. Deria <br />

VPrSt SCHAIBARA *1997<br />

v. Pamir I<br />

24<br />

<br />

AM. SHAKIRA *2011<br />

v. Monther El Nasser<br />

<br />

AMURATH SEYAH *20<strong>12</strong><br />

v. Jewel OS<br />

<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />

Fotos: G. Waiditschka (5), M. Groger (4), G. Bietry (1), privat (1)


Erläuterungen:<br />

<br />

<br />

<br />

AM. MONEERA*2014<br />

v. Fadi Al Shaqab<br />

VPrSt AM. MONA LISA<br />

*2013,<br />

<br />

v. Muranas Jassehr<br />

VPrH MOUAMMAR<br />

*2011, v. Gazwan Al Nasser <br />

AM. MALYAH *<strong>2017</strong><br />

v. Psyrasic<br />

Hengste<br />

Stuten<br />

<strong>Pferde</strong>, die Einsatz in der Zucht des<br />

Gestüts Amurath fanden<br />

<strong>Pferde</strong> mit nationalen Erfolgen an<br />

Schauen<br />

<strong>Pferde</strong> mit internationalen Erfolgen<br />

an Schauen<br />

<strong>Pferde</strong> mit SLP / HLP<br />

ESt = Elitestute<br />

VPrSt = Verbandsprämienstute<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

<br />

<br />

<br />

gemein gut "funktionieren", sie müssen rittig<br />

sein, und eine gute Einstellung zur Arbeit<br />

haben. Das merkt man gleich beim anreiten,<br />

sie dürfen nicht widersetzlich sein, sondern<br />

sollten Freude an der Arbeit haben. Das ist<br />

mir wichtiger, als Leistungstypen. Wenn die<br />

Fremdreiter an der Stutenleistungsprüfung<br />

zu mir sagen, sie hätten ein super Gefühlt auf<br />

dem Pferd, dann sind sie auch leicht zu reiten.<br />

Klar im Kopf und ein guter Körper - beides<br />

muß stimmen, um ein rittiges Pferd zu erhalten,<br />

und das ist es, was der Freizeitreitermarkt<br />

braucht und verlangt. Das Feedback von unseren<br />

Kunden spiegelt dies wider.<br />

Das Ablegen der Stutenleistungsprüfung für<br />

unsere Zuchtstuten ist eine selbst auferlegte<br />

Selektionsmaßnahme. Hier wird mit objektiven<br />

Kriterien die allgemeine Eignung als<br />

Reitpferd getestet. Grundgangarten, Rittigkeit<br />

(auch unter dem Fremdreiter), Leistungsbereitschaft<br />

und Leistungsvermögen. Ganz<br />

wichtig ist mir persönlich das Freispringen.<br />

Hier ist der Mut, die Übersicht, Nervenstärke,<br />

Intelligenz und Athletik eines <strong>Pferde</strong>s zu beobachten.<br />

Enorm wichtige Kriterien für ein Reitund<br />

Zuchtpferd.<br />

Diese Eigenschaften möchte ich auf Dauer in<br />

meinen Stutenstämmen erhalten.<br />

Leider kann man derzeit auf wenig hochwertige<br />

Hengste mit Leistungsprüfung zurückgreifen.<br />

Ich bedaure das, kann es aber nicht<br />

ändern. Deshalb habe ich mich für diesen<br />

Selektionsweg mit den eigenen Stuten entschieden.<br />

AP: Sollte man "züchten was der Markt verlangt"<br />

und wo hat der Araber seinen Markt?<br />

Viele sehen ja noch immer in der Schau den Absatzmarkt<br />

schlechthin.<br />

B.Z.: Wir züchten für Schau, Freizeitreiter, auch<br />

für den ambitionierten Freizeitreitermarkt, wir<br />

züchten auch Sportpferde, Partbreds, Veredler<br />

- letzteres ist nicht uninteressant, wenngleich<br />

nur ein kleiner Markt. Leider gehen die Eigenschaften,<br />

die der Araber als Veredler mitbringen<br />

muß, immer mehr verloren. Hierzu eignen<br />

sich nur wirklich gute <strong>Pferde</strong>, wenn man<br />

bei den Warmblutzüchtern ernst genommen<br />

werden will. Man muß ein komplettes Pferd<br />

züchten, das insbesondere auch zum guten<br />

Reitpferd taugt.<br />

Die Linienzucht, und damit die ausgeprägten<br />

Typen, gehen durch die Vermischung von allem<br />

mit allem verloren. Es gilt die Stutenlinien<br />

zu erhalten, die Vielfalt kann man dann über<br />

die Hengste einbringen. Reine Linienzucht<br />

ist bei den Weil-Marbachern in der heutigen<br />

Zeit schwierig, weil die Hengste fehlen. Man<br />

muß seine eigenen Ideale in anderen Linien<br />

suchen, das kann polnisch, ägyptisch oder russisch,<br />

bzw. eine Mischung davon sein.<br />

25<br />

AP: Welches Ihrer <strong>Pferde</strong> würden Sie als Ihr bestes<br />

Zuchtprodukt betrachten - und warum?<br />

B.Z.: Mein bisher gelungenstes Zuchtprodukt<br />

ist Amurath Mofeedah (El Sid / Amurath Morgana)<br />

*2007, von der wir zwei Töchter in der<br />

Herde haben, Amurath Mona Lisa (v. Muranas<br />

Jassehr) und Amurath Moneera (v. Fadi Al Shaqab).<br />

Das sind komplette, solide <strong>Pferde</strong>, die<br />

erfolgreich im Schauring sind, sich aber auch<br />

gut anreiten lassen. Mofeedah trifft meinen<br />

Geschmack am besten. Sie geht auf Magda<br />

und damit Molawa zurück und auch ihr<br />

Großvater Monrad geht ebenfalls auf Molawa<br />

zurück. Diese Linienzucht brachte das Wesen<br />

von Magda wieder hervor, durch El Sid hat sie<br />

aber mehr Rahmen und Feinheit im Gesicht<br />

bekommen. Ihre Nachkommen sind meine<br />

Favoriten.<br />

AP: Welchen Ratschlag würden Sie einem jungen<br />

Züchterkollegen geben?<br />

B.Z.: Mein Rat an Neuzüchter: Lassen Sie sich<br />

Zeit! Fangen Sie klein an und übernehmen Sie<br />

sich nicht. Das Wichtigste für eine Zucht ist<br />

eine gute Zuchtstute - daher nehmen Sie sich<br />

bei der Suche nach einer Gründerstute viel<br />

Zeit. Seien Sie wählerisch und lassen Sie sich<br />

von einem erfahrenen Züchter beraten, der Ihnen<br />

eine wirtschaftlich unabhängig Beratung<br />

gibt. Machen Sie keine Kompromisse bei der<br />

Qualität, und brechen Sie keine Entscheidung<br />

übers Knie. Die Wahl des Hengstes hängt dann<br />

davon ab, was die Stute braucht, was es zu verbessern<br />

gilt, und nicht, was gerade modern ist.<br />

Ansonsten rate ich jedem, sich laufend weiterzubilden,<br />

sowohl praktisch, wie auch theoretisch<br />

- und zwar als <strong>Pferde</strong>mann/-frau ganz<br />

allgemein, nicht rassespezifisch. Wichtig ist es<br />

auch, sich viele <strong>Pferde</strong> anzusehen, wenn möglich<br />

zu reisen und Kontakte zu knüpfen.<br />

AP: Welche Bedeutung hat die Schauszene für<br />

die Zucht des arabischen <strong>Pferde</strong>s?<br />

B.Z.: Ich würde sagen, sie ist Fluch und Segen<br />

zugleich. Die Schauszene hat ihre eigene<br />

Faszination und sie bringt Menschen zusammen.<br />

Und auch wenn es nur ein kleiner Markt<br />

ist, so hat er eine große Wirkung - finanziell,<br />

aber auch nach außen. Das kann man als positiv<br />

erachten. Aber die Schauszene hat auch<br />

Moden kreiert, die viele Züchter beeinflußt,<br />

nicht nur im Guten. Als positiven Einfluß in der<br />

Zucht kann man beispielsweise das Wirken<br />

von Gazal Al Shaqab in Polen und der ganzen<br />

Welt betrachten. Er wurde nicht zuletzt mit<br />

Hilfe des Geldes der Schauszene gezüchtet.<br />

Man darf nicht vergessen, es gibt auch solide<br />

Schaupferdezüchter, die die gesamte Zucht<br />

positiv beeinflußen. Und die Schauszene erregt<br />

Aufmerksamkeit und bringt neue Leute<br />

zum arabischen Pferd.<br />

Aber da ist auch der Fluch nicht weit, denn die<br />

"traditionellen <strong>Pferde</strong>leute" fühlen sich davon<br />

abgestoßen, durch die Art der Präsentation,<br />

der Aufzucht, etc., dadurch wird ein gewisses<br />

Klientel davon abgehalten, mit dem Araber in<br />

engere Beziehung zu kommen. Das Beste am<br />

arabischen Pferd, das faszinierende Wesen, die<br />

Liebe zum Menschen wird durch die Schauszene<br />

nicht wirklich herausgestellt. Es ist eine einseitige<br />

Darstellung des arabischen <strong>Pferde</strong>s. Hier<br />

liegt eindeutig der Nachteil der Schauszene.<br />

AP: Wo sehen Sie die Zucht in 10 oder 20 Jahren?<br />

B.Z.: Da muß man unterscheiden, zwischen<br />

Deutschland und der internationalen Szene.<br />

Zucht


Zucht<br />

In Deutschland sehe ich eine Aufspaltung in 3<br />

Kategorien. 1. Freizeitreiterzucht ohne klares<br />

Ziel und ohne Anschluß an die internationale<br />

Zucht 2. Eine leider kleiner werdende Gruppe<br />

von ca. 5 bis 10 Züchter mit klarem Plan und<br />

Ziel, ein vielseitiges arabischen Reitpferd für<br />

Sport und Freizeit in guter Qualität zu züchten.<br />

3. und in eine kleine Gruppe von 5-10<br />

Züchter in Deutschland mit internationalem<br />

Anspruch. Die Gräben zwischen den Gruppierungen,<br />

die sich in der Regel in 2 Lager spalten,<br />

ist wohl kaum zu überbrücken. Deutschland<br />

als Zuchtland wird, so ist bei fortschreitender<br />

Entwicklung zu erwarten, qualitativ und quantitativ<br />

in die Bedeutungslosigkeit abfallen.<br />

International sehe ich neue Länder, neue<br />

Märkte, wie zum Beispiel China. Da gibt es<br />

viele vermögende Leute, die sich für die Zucht<br />

und den Schaumarkt begeistern lassen. Diese<br />

Märkte werden jetzt bereits bedient. Aber wir<br />

Deutschen beschäftigen uns zu sehr mit uns<br />

selbst.<br />

Die modernen Reproduktionstechniken - von<br />

Gefriersamen bis Embryotransfer in großem<br />

Maßstab - treiben die Globalisierung voran.<br />

Der Abstand zwischen Deutschland und der<br />

internationalen Zucht wird sich vergrößern,<br />

und obwohl Deutschland wirtschaftlich gut<br />

dasteht, wird es züchterisch, was die Araberzucht<br />

anbelangt, voraussichtlich bedeutungslos<br />

werden.<br />

AP: Worin sehen Sie die Entwicklung in Deutschland<br />

begründet?<br />

Die Gründe dafür sind meines Erachtens:<br />

1) Der dauerhafte Ausverkauf, der in den letzten<br />

15 Jahren stattgefunden hat, und der<br />

Fluch und Segen für die deutschen Züchter<br />

bedeutete.<br />

2) Die dauerhaften Probleme innerhalb unseres<br />

Zuchtverbandes VZAP, der mehr mit sich<br />

selbst beschäftigt ist, nicht richtungsweisend<br />

ist und nur mit der Vergangenheitsbewältigung<br />

zu tun hat. Es sind Gräben in der<br />

Züchterschaft entstanden, und potentiell<br />

Der Araber als Freizeitpferd - hier Amurath Masira - hat ein Marketing-Problem, denn seine<br />

wichtigsten Eigenschaften für den heutigen Freizeitreitermarkt sind Charakter, Menschenbezogenheit<br />

und Schönheit. Eigenschaften, die schwer darstellbar sind. Foto: G. Bietry<br />

vorhandene Energien wurden in falsche<br />

Bahnen gelenkt. Und obwohl wir den ANC<br />

ausrichten, wird dieser von den meisten<br />

Züchtern nicht angenommen, ja, sogar abgelehnt.<br />

Die Konkurrenzsituation mit zwei<br />

Zuchtverbänden für das <strong>Arabische</strong> Pferd<br />

ist ebenfalls zum Nachteil für eine positive<br />

Grundstimmung und schadet der deutschen<br />

Zucht insgesamt.<br />

3) Es fehlte die Vorbildfunktion des Staatsgestüts.<br />

Eine sinnvolle Erhaltungszucht hat<br />

ebenso gefehlt, wie die züchterische Weiterentwicklung<br />

der „alten“ Weiler Zucht.<br />

4) Und last not least: Die deutsche Mentalität.<br />

Es fehlt an Begeisterungsfähigekeit, stattdessen<br />

findet ein geradezu dogmatischer<br />

Kampf "Schau gegen Reiter" statt. Ich würde<br />

hier zu mehr Gelassenheit und Toleranz<br />

raten!<br />

Als vorsichtige Zukunftsvision sehe ich: Sehr<br />

gute, qualitätsvolle Schau-, Reit- und Zuchtpferde<br />

lassen sich auch verkaufen, das sieht<br />

man weltweit. Aber bei der Schau wie beim<br />

Reiten gilt: Tierschutzrelevante Auswüchse<br />

müssen unterbunden werden, sonst nimmt<br />

die Reiterei, die Schauen und die <strong>Pferde</strong>zucht<br />

in den Augen der Allgemeinheit Schaden.<br />

Was die <strong>Pferde</strong>zucht und -haltung ganz allgemein<br />

anbelangt, so gilt es zu bedenken,<br />

dass diese durch immer weitere Umwelt- und<br />

Tierschutz-Auflagen teurer wird, auch durch<br />

die Klimaveränderung! Wir haben beispielsweise<br />

durch Allwetterplätze darauf reagiert,<br />

dass anhaltende Regenfälle die Weidesaison<br />

einschränken. Dies aber kostet Geld. Die artgerechte<br />

Haltung wird die <strong>Pferde</strong>zucht in Zukunft<br />

noch weiter verteuern, was bedeutet,<br />

dass nur mit entsprechendem Kapital, das außerhalb<br />

der <strong>Pferde</strong>zucht erwirtschaftet wird,<br />

ein längeres Durchhaltevermögen möglich ist.<br />

Wenn ich zurückdenke, welche Eigenschaften<br />

des arabischen <strong>Pferde</strong>s mich an diese Rasse<br />

gebunden haben, so waren es: der Charakter,<br />

die Menschenbezogenheit, die Schönheit<br />

- diese Faktoren haben sich immer wie ein<br />

roter Faden durch mein züchterisches Leben<br />

gezogen und diese Eigenschaften müssen wir<br />

vermehrt in den Mittelpunkt stellen, um diese<br />

Rasse zu vermarkten. Leider sind diese Eigenschaften<br />

nicht monetär quantifizierbar (wie<br />

es beispielsweise die Milchleistung einer Kuh<br />

ist) - sie zahlen sich erst spät aus und es braucht<br />

einen langen Atem bis man die Früchte seiner<br />

Arbeit ernten kann. Heute verkaufen wir etwa<br />

ein Drittel unserer <strong>Pferde</strong> auf Emfpehlung von<br />

früheren Käufern, oder an Leute, die gute Erfahrungen<br />

mit unseren <strong>Pferde</strong>n gemacht haben.<br />

Für meine eigene Zucht bin ich optimistisch<br />

und teile den in Deutschland herrschenden<br />

"Grundpessimismus" nicht! Im Gegenteil, ich<br />

freue mich auf die weitere züchterische Arbeit,<br />

denn mit jeder Generation kenne ich meine<br />

Linien und <strong>Pferde</strong> besser!<br />

Amurath Seyah (v. Juwel OS) repräsentiert die Murana I-<br />

Familie über die Gründerstute Samia II; ihr Vater stammt<br />

aus der Schaupferdezucht. Foto: Melanie Groger<br />

AP: Besten Dank, Herr Zimmermann, für das<br />

sehr interessante Gespräch, und alles Gute für<br />

Ihre kommenden Fohlenjahrgänge!<br />

(das Interview führte Gudrun Waiditschka)<br />

26<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

27


Streichelnachmittag auf Gestüt Sax<br />

News<br />

Wie bringt man das <strong>Arabische</strong> Pferd<br />

den Menschen am besten nahe?<br />

Indem sie ganz nahe an die <strong>Pferde</strong><br />

herankommen dürfen. Daher war im<br />

November ein Streichelnachmittag auf<br />

dem Gestüt Sax angesagt. "Es hatten sich<br />

150 Besucher angemeldet, weit mehr als<br />

wir erwartet hatten", erzählt Monika Sax.<br />

"Die Leute nahmen die Idee wirklich sehr<br />

gut an und das Schöne daran ist, dass wir<br />

selbst viel mehr Zeit für die Besucher haben,<br />

als am 'Open Day'. Der ganze Nachmittag<br />

findet nur im großen Stall statt, mit<br />

einer großen Tafel, für Kaffee und Kuchen,<br />

sowie einer kleinen Brotzeit! Dort können<br />

die Besucher, und natürlich insbesondere<br />

die Kinder, ganz gemütlich alle <strong>Pferde</strong> anschauen,<br />

streicheln und vieles mehr!" Einmal<br />

ein Pferd streicheln, oder gar unter Anleitung<br />

putzen - was gibt es schöneres für<br />

"kleine <strong>Pferde</strong>mädchen"? Und bei solchen<br />

Gelegenheiten kann der Araber dann seine<br />

beste Eigenschaft unter Beweis stellen: Seine<br />

Menschenbezogenheit.<br />

In einer Zeit, da immer weniger Kinder den<br />

Zugang zu Tieren und zur Natur finden,<br />

sind solche Aktionen besonders wichtig.<br />

Und wer weiß, vielleicht wird bei dieser<br />

Gelegenheit auch der eine oder andere mit<br />

dem Arabitis-Virus angesteckt? -gw-<br />

Araber hautnah!<br />

28<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Haskar del Chapulin wird Französischer VS-Meister<br />

Sandra Simon ist mit dem deutschen<br />

Anglo-Araber-Hengst Haskar del Chaplin<br />

Französischer Vielseitigkeit-Meister<br />

<strong>2017</strong> in Tartas geworden.<br />

Aus ganz Frankreich haben sich 60 Teilnehmer<br />

qualifiziert. Am 1. November gingen dann<br />

58 Paare an den Start, darunter auch Haskar<br />

und Sandra Simon, die als 7. Paar in der Dressur<br />

starteten. Haskars Vorstellung wurde am<br />

Schluss mit glatten 40 Straffpunkten bewertet.<br />

Alle Lektionen wurden losgelassen, korrekt<br />

und ausdrucksvoll vorgeführt. Für einige<br />

Lektionen wurde sogar die Note 9 vergeben.<br />

Bei der Geländeprüfung sind acht Teilnehmer<br />

ausgeschieden. Sandra Simon ritt auf Sicherheit<br />

und konnte den Parcours ohne Springfehler<br />

beenden, so dass sie am Schluß nur<br />

2,40 Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung<br />

in Kauf nehmen mußte.<br />

Die Entscheidung musste am dritten Tag fallen!<br />

Da Haskar 0,1 Strafpunkte, nach Dressur<br />

und Gelände, hinter der führenden Reiterin<br />

lag, entschied sich Sandra Simon die Stärken<br />

von Haskar auszuspielen: Rittigkeit, Wendigkeit<br />

und Schnelligkeit. Mit einer Nullrunde<br />

erreichte Haskar in 60 Sekunden das Ende<br />

des Parcours. 71 Sekunden waren als Höchstzeit<br />

vorgesehen. Der Zeitvorsprung von<br />

11 Sekunden unter der erlaubten Zeit und<br />

die Null-Runde verschafften Haskar ein gutes<br />

Polster! Die führende Reiterin hielt dem<br />

Der deutsche Anglo-Araber Haskar del<br />

Chapulin wurde Französischer Meister in der<br />

Vielseitigkeit.<br />

Druck nicht stand und eine Stange fiel. So erklang<br />

die Marseillaise für Haskar del Chapulin<br />

aus der Zucht von Heliodoro Ramos-Azarte<br />

und Sandra Simon, die Französischer Meister<br />

<strong>2017</strong> wurden, vor dem Hannoveraner<br />

Cajetan (v. Contender) und vor dem Selle<br />

Français Qualité d'Almady.<br />

H.R.-A.<br />

Boudheib Initiative<br />

Während in den großen Endurance<br />

Villages in Dubai zu Beginn der<br />

UAE-Distanzritt-Saison bereits wieder<br />

zahlreiche <strong>Pferde</strong> zu Tode gekommen<br />

sind, geht Sheikh Sultan in Boudheib / Abu<br />

Dhabi einen anderen Weg.<br />

Die BECA Regeln, die vor drei Jahren ins Leben<br />

gerufen wurden, sind mittlerweile aufgrund<br />

der Erfahrung von zahlreichen Ritten in Abu<br />

Dhabi aber auch durch Ritte in Deutschland,<br />

Frankreich, Südafrika, Marokko, etc. gereift.<br />

Die Ergebnisse aus den bisherigen Ritten<br />

zeigen, dass bei strikter Einhaltung einer<br />

Herzfrequenz von 56 Schlägen (wobei dies<br />

auf einigen internationalen Ritten auch angepasst<br />

werden kann) und einer Präsentationszeit<br />

von 10 Minuten auf Boudhieb-Ritten<br />

keine <strong>Pferde</strong> zu Tode gekommen sind. Hinzu<br />

kommt der natürliche Wegeverlauf (natural<br />

tracks), was neben einer Reduzierung der<br />

Geschwindigkeit auch den Vorteil hat, dass<br />

Reiter und Pferd die Landschaft genießen<br />

können und nicht durch Begleitfahrzeuge<br />

gestört (und eingestaubt) werden.<br />

Langsam erkennen auch andere Trainingsställe<br />

in den UAE, dass Boudheibs Naturwege<br />

und das BECA-Protokoll ihnen im Training<br />

hilft, die Fitness und das Potential ihrer <strong>Pferde</strong><br />

besser einzuschätzen, und es außerdem<br />

auf die unterschiedlichen Geläufe bei internationalen<br />

Ritten vorbereitet.<br />

- gw-<br />

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News<br />

In gute Hände abzugeben:<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber aus dem Hauptgestüt<br />

Fordern Sie den aktuellen Verkaufspferdekatalog an oder<br />

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4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

z.B.: WM Saradan *2013 v. Said a.d. Shafali v. Dschehim,Weil-Marbacher ox Wallach<br />

mit sehr guten Grundgangarten bei bester Rittigkeit und ausgeglichenem Temperament.<br />

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29<br />

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News<br />

Multi-Champion Al Milan nach Qatar verkauft<br />

Das Gestüt Sax gab bekannt, dass es seinen<br />

Multi-Champion Al Milan vor Kurzem<br />

zusammen mit der Stute Farida<br />

Bint Khidar nach Qatar verkauft hat.<br />

Al Milan (Al Lahab / Milena) war Deutscher<br />

National-Champion, Intern. B- und A-Gold<br />

Champion und Prämienhengst der Verbandshengstschau.<br />

"Der neue Besitzer hatte bereits<br />

vor zwei Jahren unsere Famona gekauft, eine<br />

Al Milan-Tochter aus der Farida Bint Khidar,"<br />

erklärt Monika Sax. "Famona wurde zum absoluten<br />

Lieblingspferd im Stall und so holte<br />

sich der Besitzer nun auch noch den Vater<br />

und die Mutter nach. Es ist uns sehr schwer<br />

gefallen, Al Milan gehen zu lassen, aber wir<br />

wissen, dass es den <strong>Pferde</strong>n dort gut geht<br />

und dass sie in diesem Stall hoch geschätzt<br />

und geliebt werden! Züchterisch ist die Idee<br />

des neuen Besitzers in Qatar, die vielen Marwan-Töchter<br />

mit Al Milan zu decken - und das<br />

könnte ja wirklich gut passen! "<br />

Foto: M. Sax<br />

Muranas Jassehr Hauptbeschäler<br />

in Michalow<br />

Anfang November ist der Prämienhengst<br />

Muranas Jassehr aus dem Gestüt<br />

Murana von Michaela Weidner<br />

wohlbehalten im polnischen Staatsgestüt<br />

Michalow angekommen, wo er die Decksaison<br />

2018 verbleiben wird. Es ist dies für einen<br />

Hengst aus Privatzucht eine einmalige<br />

Gelegenheit, seine Vererbungskraft auf der<br />

breiten Stutengrundlage eines Staatsgestüts<br />

unter Beweis zu stellen.<br />

Auflösung des Gestüts Zichy-Thyssen in Argentinien<br />

Am 6. Dezember fand in Argentinien<br />

die Liquidation des Restbestandes des<br />

Gestüts von Federico Zichy-Thyssen<br />

statt. Rund 60 <strong>Pferde</strong> wurden auf der Auktion<br />

angeboten, Veranstalter war ein großer argentinischer<br />

<strong>Pferde</strong>auktionator und -händler,<br />

Antonio Bullrich, der hauptsächlich von Englisch<br />

<strong>Vol</strong>lblut-Auktionen bekannt ist.<br />

Das Gestüt Zichy-Thyssen in Argentinien wurde<br />

nun, drei Jahre nach dem Tod des Gestütsbesitzers,<br />

von den Erben komplett aufgelöst.<br />

Die meisten <strong>Pferde</strong> sind entweder bereits um<br />

die 20 Jahre alt, oder 20<strong>12</strong>-2015 geboren.<br />

Einige der Abstammungen klingen durchaus<br />

interessant, so z.B. der 21jährige El Shaklan-Sohn<br />

ZT Shakardebil, sowie ein Anaza El<br />

Farid-Sohn und zwei Töchter.<br />

Der argentinisch-ungarische Aristokrat Federico<br />

Augusto Zichy-Thyssen starb im August<br />

2014 im Alter von 76 Jahren. Federico<br />

Zichy Thyssen war viermal verheiratet und<br />

hatte fünf Kinder. Der Tycoon widmete sich<br />

der Zucht von arabischen <strong>Pferde</strong>n in seinen<br />

Gestüten in Paraguay und Argentinien. Er<br />

Ergänzung VZAP Sportpferdeplaketten<br />

Aufgrund eines Übermittlungsfehlers<br />

fehlten leider sechs <strong>Pferde</strong> in unserer<br />

Tabelle zur VZAP Sportpferdeplakette.<br />

Es haben daher auch die folgenden <strong>Pferde</strong><br />

eine Silberne Plakette "Distanz" erhalten:<br />

•MK Wahada Al Afra (Black Shetan / Mr. Why<br />

Not), *2004 , Z: M. Kosel, B: T. Lienhop<br />

•Al Kharim Al Azim (Kudaira Nuri Ibn Salaam<br />

/ Allat El Gashya), *2006, Z.u.B: D. Melzer<br />

•Takaar (Meshan Ibn Kubinec / Takira),<br />

*2009, Z: R. Sax, B: S. Trapani<br />

•Al Shazan Al Azim (Kudaira Nuri Ibn Salaam<br />

/ Al Shazima), *2007, Z: D. Melzer, B:<br />

S. Wehner<br />

•Mazbut (Muqatamm / Authentic Sarah), Z:<br />

T. Eiling, B: M.u.M. Kosel<br />

versuchte auch, in Uruguay eine Zucht aufzubauen,<br />

aber als es ihm nicht gelang, verkaufte<br />

er alles. In Uruguay, genauer gesagt in<br />

Punta del Este, errichtete Federico Zichy Thyssen<br />

2010 auch ein imposantes Sommerhaus,<br />

das nie eröffnet wurde, weil ihm das Ergebnis<br />

nicht gefiel. Er besaß verschiedene Poloclubs<br />

in Argentinien und Paraguay, in den letzten<br />

Jahren vor seinem Tod erwarb er auch landwirtschaftliche<br />

Betriebe in Spanien, u.a. die<br />

Hacienda Vadillo in Sevilla.<br />

-gw-<br />

•Al Mashhar Al Azim (Blue Mashhar / Al Samantha<br />

Al Azim), * 2007, Z: D. Melzer, B.<br />

M. Lippert).<br />

Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.<br />

Al Kharim Al Azim<br />

Foto: Rick van Lent<br />

Gezogen im Gestüt Murana hat Muranas Jassehr<br />

(Major / Jana El Bri) seine Qualitäten als<br />

El Shaklan<br />

Deckhengst bereits vielfach bewiesen. Mit<br />

über 60 Fohlen gehört der 2007 geborene<br />

Schimmel zu den am meisten nachgefragten<br />

Hengsten in Deutschland. Seine Nachkommen<br />

sind bereits auf verschiedenen Kontinenten<br />

zuhause, z.B. Muranas Hacin (a.d. Hacins<br />

Gloria) *2010 im Iran, und Muranas Nadir<br />

(a.d. Muranas Nasheetah) *2013 in Israel.<br />

Er selbst ist Deutscher National-Champion,<br />

Intern. Gold-Champion Breeders Cup in Chantilly,<br />

und er ist damit ein international erfolgreiches<br />

Schaupferd ohne das heutzutage<br />

überall vorhandene Blut von Gazal Al Shaqab<br />

oder Padrons Psyche. Sein Pedigree ist eine<br />

Kombination der Besten aus verschiedenen<br />

Kontinenten, denn seine Ur-Großväter lesen<br />

sich wie das Who is Who der internationalen<br />

Araberzucht: Thee Desperado (v. The Minstril),<br />

USA; Plakat (v. Aswan), Russland; El Shaklan<br />

(v. Shaker El Masri), Golden Cross gezogen in<br />

Deutschland, aber international im Einsatz von<br />

Europa und USA bis Südamerika; sowie Ali Jamaal<br />

(v. Rumanaja Ali), ebenfalls Südamerika.<br />

"Für mich ist aber sein außergewöhnlicher<br />

Charakter ausschlaggebend", erklärt Züchterin<br />

und Besitzerin Michaela Weidner. "Er ist<br />

ein echter Vertreter der <strong>Arabische</strong>n Rasse: Er<br />

zeigt sich voll Stolz vor einer Stute aber ist<br />

das liebste Pferd, das man haben kann im<br />

Umgang mit Kindern und unter dem Sattel."<br />

-gw-<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />

30<br />

Foto: D. Melzer<br />

Foto: G. Waiditschka


Schweden gewinnt erneut das HARC Championship in Belgium<br />

Foto: L. Young<br />

Ende Oktober wurde in Ghlin das Ende der Rennsaison mit dem<br />

Heritage Arabian Racing Club's (HARC) Championship begangen,<br />

zu dem <strong>Pferde</strong> aus sechs Nationen antraten. Es war ein<br />

erfolgreicher Wettkampf, der das Motto von HARC, <strong>Pferde</strong> aus traditionellen<br />

Rennlinien zu fördern und damit die ursprünglichen Eigenschaften<br />

des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s zu erhalten, die da sind: Schönheit,<br />

Schnelligkeit und Ausdauer!<br />

Russland wählte drei seiner besten Rennpferde aus, Schweden sandte<br />

das gleiche Team wie letztes Jahr, England hatte wieder einen interessanten<br />

Vertreter dabei, der ursprünglich auf russische Blutlinien zurückzuführen<br />

ist und die Neuzugänge aus Iran, Italien und Rumänien hatten<br />

jeweils ein Pferd am Start. Das Ergebnis ähnelte dem letztjährigen<br />

Championship, und bestätigte die außergewöhnliche Qualität der in<br />

Schweden gezogenen, auf russisch/amerikanischen Blutlinien basierenden<br />

Pamills Lipse (Top Flyte / Pamill), die das Rennen gewann. Die<br />

Stärke eines professionellen Zuchtprogramms in großem Maßstab, das<br />

Rennen als eines der Selektionskriterien in der Araberzucht verwendet,<br />

wurde wieder bewiesen, als der Nations Cup (die drei besten <strong>Pferde</strong><br />

einer Nation) an Russland ging. Die russischen <strong>Pferde</strong> belegten mit<br />

Sakmagon Tersk (Maklaud / Stepen) den zweiten, mit Ceylon (Dilijans /<br />

Trata) und Gidon (Dilijans / Galensia) den dritten und vierten Platz, vor<br />

Schweden, das den erst-, fünft- und sechstplazierten stellte.<br />

Dank der Initiative von Nelly Philippot, AHRCB President und HARC's<br />

Rennorganisator in Belgien, konnten Transportkostenzuschüsse gewährt<br />

werden, so daß mehr <strong>Pferde</strong> die mehrtägige Reise unternehmen<br />

konnten. Zum ersten Mal in 40 Jahren ist es damit auch gelungen,<br />

dass der Iran eines seiner bekanntesten Rennpferde, den Hengst<br />

Ganj Beik (Shaboad Mir / Yaghout Lorestan) ausreisen lies, damit dieser<br />

Hengst aus iranisch/asilen Linien eine Chance hatte, am Rennen<br />

teilnzunehmen. Der gute Charakter des Hengstes beeindruckte jeden<br />

mit seinem sechsten Platz, trotz seiner unglaublichen Reise aus dem<br />

Iran nach Irland, wo er einen Monat lang bei seinen neuen Trainer<br />

Hugh Murphey stand, bevor er die dreitägige Reise nach Belgien antrat.<br />

Zum ersten Mal sandte Italien, ein neues Mitglied von HARC, zwei<br />

<strong>Pferde</strong> nach Belgien, jedoch stand ihre Teilnahme unter keinem guten<br />

Stern: Erst war es dem italienischen Jockey nicht möglich, teilzunehmen,<br />

dann verletzte sich eines der <strong>Pferde</strong> leicht auf der Reise, und<br />

schlußendlich konnte der Ersatzjockey das Gewicht nicht erreichen!<br />

Ein weiterer Unterstützer der HARC-Idee ist Paul Simmons, der seine<br />

selbstgezogene Kallista (Sambist / Gas Pepelka) ins Rennen schickte<br />

und mit seinem englischen Trainer Peter Hammersley anreiste. Aus<br />

Schweden ergänzte der mehrfache Sieger Mr. Maximus (Millenium<br />

/ Tamawa) und seine junge Züchterin und Besitzerin Johanna Aberg<br />

das Team um die beiden anderen schwedischen <strong>Pferde</strong> Pamills Lipse<br />

und RM Estelle (Millenium / Elcanta).<br />

Leigh Young<br />

Anzeige<br />

News<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

31


Über die Regenbogenbrücke<br />

Über die Regenbogenbrücke...<br />

Over the Rainbowbridge...<br />

Foto: C. Toischel<br />

Mosila 1990 - <strong>2017</strong><br />

Vor kurzem starb die Elite-Stute Mosila im<br />

Alter von 27 Jahren. Sie ist die Mutter zweier<br />

"VHS-Gold-Hengste": Amurath Muntahi und<br />

Mosri Al Dahab.<br />

Amurath Muntahi stammt von Amurath Baikal,<br />

und dieser lebte in Kanada. Züchterin Ilse<br />

Klauenberg aber war überzeugt, dass dieser<br />

Hengst ideal für ihre Mosila wäre. Dies aufgrund<br />

der Blutführung über Sanacht (Hadban<br />

Enzahi / Hathor), eine der führenden Schaupferde-Championessen<br />

in USA, und über<br />

Bask, ein Amurath Sahib-Enkel. Da aber kein<br />

Gefriersamen von Am. Baikal verfügbar war,<br />

mußte Frischsamen aus Kanada eingeflogen<br />

werden - eine logistische Meisterleistung!<br />

Und es klappte, sogar zweimal! Das zweite<br />

Fohlen war Amurath Mosiliyah, die Nachfolgerin<br />

für Mosila.<br />

Recently, the Elite mare Mosila died, aged 27.<br />

She was the dam of two stallions awarded with<br />

a gold medal and premium at the stallion stock<br />

show of the VZAP: Amurath Muntahi and Mosri<br />

Al Dahab.<br />

Amurath Muntahi's sire is Amurath Baikal, who<br />

lived in Canada. Breeder Ilse Klauenberg was<br />

convinced that he is the ideal "husband" for her<br />

Mosila, due to the blood of Sanacht (Hadban<br />

Enzahi / Hathor), a multiple champion mare<br />

in US, and Bask, a grandson of Amurath Sahib.<br />

But at that time, there was no frozen semen<br />

availalbe of Baikal, and so they arranged for<br />

fresh semen to be flown in. To get the timing<br />

right, was quite an enterprise! And Ilse Klauenberg<br />

succeeded not just once, but twice, resulting<br />

in Am. Muntahi and Am. Mosilyah, the<br />

latter succeeding her dam in the barn.<br />

Bereits Anfangs des Jahres <strong>2017</strong> mußte Familie<br />

Friedmann Abschied von ihrer Stammstute<br />

F Samirah (Ali Valentino / Sarameena) nehmen,<br />

einer Halbschwester zu F Shamaal, dem<br />

Europameister und Reserve-World-Champion.<br />

Gezogen wurde die Stute aus amerikanischen<br />

"Ägypter-Linien", und sie avancierte bald zu<br />

einem sehr erfolgreichen Schaupferd. Sie war<br />

vielfache Championesse, nicht nur auf Ägypter-Schauen,<br />

sondern auch im offenen, internationalen<br />

Schauring. In Holland, Frankreich<br />

und der Schweiz wurde sie mit Championatsoder<br />

Reserve-Titeln ausgezeichnet.<br />

Wichtiger aber als die Schauerfolge sind für die<br />

Friedmanns ihre Kinder, allen voran F Siraja (v.<br />

WH Justice) und F Sana Bint Al Lahab (v. Al Lahab).<br />

Ihr sanftmütiger Charakter wird auf dem<br />

Lunzenhof noch lange in Erinnerung bleiben.<br />

F Samirah 1999 - <strong>2017</strong><br />

Already at the beginning of the year <strong>2017</strong>, the<br />

Friedmann family had to bid a last farewell to<br />

one of their foundation mares, F Samirah (Ali<br />

Valentino), a half-sister of European and Reserve<br />

World Champion F Shamaal. Bred from<br />

American Straight Egyptian lines, she soon<br />

became a successful show horse. She was<br />

multiple champion mare, not only in shows<br />

for Straight Egyptians, but in open show rings,<br />

national and international. Whether it be<br />

in Holland, France or Switzerland, she often<br />

came back home with a champion or reserve<br />

champion sash.<br />

More important that show ring successes are<br />

her offspring, F Siraja (by WH Justice) and F<br />

Sana Bint AL Lahab (by Al Lahab). Her soft<br />

character will long be remembered at the Lunzenhof<br />

of the Friedmann family.<br />

Neddor ShA 1987 - <strong>2017</strong><br />

Mit dem Shagya-Araber-Hengst Neddor<br />

hat Familie Lußberger Mitte November ihren<br />

besten Freund verloren. Ein Freund und<br />

Sportkamerad, ein Jagd- und Freizeitpferd,<br />

ein Streichelpferd für die Jüngsten oder auch<br />

mal als Husarenpferd verkleidet - kurzum, der<br />

Hengst verkörperte das, was man von einem<br />

Shagya-Araber erwartet: Rittigkeit, Härte,<br />

Schönheit und einen erstklassigen Charakter.<br />

Züchterisch stammte Neddor (Navarra /<br />

Nora) aus der Gazal-Linie. Über seine Mutter<br />

führte er auch das seltene Cargo-Blut. 1993<br />

bestand er die HLP in Marbach in LK 1 und<br />

ging in die Zucht. Dankbar ist ihm Familie<br />

Lußberger auch dafür, dass er durch seinen<br />

Charme und seine Ausstrahlung sie mit anderen<br />

in Kontakt gebracht, und Freundschaften<br />

und Begegnungen dadurch initiiert hat.<br />

32<br />

With the Shagya Arabian stallion Neddor, the<br />

Lußberger family lost one of their best friends in<br />

mid-November. A friend and a sports comrade<br />

at many events, national and international, a<br />

hunting and leasure horse, a petting horse for<br />

the youngest or sometimes disguised as a hussar<br />

horse - in short, the stallion embodied what<br />

one would expect from a Shagya Arab: Rideability,<br />

hardness, beauty and a first class character.<br />

From a breeders perspective, Neddor (Navarra<br />

/ Nora) belonged to the Gazal strain. Through<br />

his dam he carried the rare Cargo blood. In<br />

1993, he passed his stallion performance test in<br />

Marbach with grade 1 and went into breeding.<br />

The Lußberger family is grateful to him, that his<br />

charm and charisma often initiated the contact<br />

with other like-minded people, creating lasting<br />

friendships.<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


S ta n d o r t e der Hengste<br />

Frankreich<br />

13<br />

16-18<br />

19<br />

48<br />

29<br />

9<br />

14<br />

10-<strong>12</strong><br />

8<br />

27<br />

15<br />

26<br />

4-5<br />

6<br />

7<br />

2<br />

3<br />

25<br />

24<br />

20 -23<br />

28<br />

38<br />

1<br />

39<br />

43<br />

36<br />

37<br />

42<br />

33 40-41<br />

34-35<br />

30<br />

31-32<br />

Österreich<br />

44-47<br />

HengstParade<br />

1 Mouhannas Maydan, 2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />

2 Riverdance, 27374 Visselhövede<br />

3 Prince Navodchik, 29664 Walsrode<br />

4 El Payam, 32683 Barntrup<br />

5 Ramik Rakkad, 32683 Barntrup<br />

6 CM Mourayh, 32805 Horn-Bad Meinberg<br />

7 Kamerton, 35329 Gemünden<br />

8 GG Midnight Silver, 35638 Leun-Biskirchen<br />

9 COF Just Tru, 49593 Bersenbrück<br />

10 KP Al Nahim, 56349 Kaub<br />

11 KP Al Nakib Ibn Tameen, 56349 Kaub<br />

<strong>12</strong> KP Maryoom, 56349 Kaub<br />

13 Apollon Gazlan WM, 53562 St.Katharinen<br />

14 Ali Nour el Dahab, 58708 Menden<br />

15 BAA Ahab, 65321 Heidenrod<br />

16 EK Kazeem Ibn Shameer, 66583 Spiesen-E.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

17 Shameer, 66583 Spiesen-Elversberg<br />

18 Vlaq Fadl Nadir, 66583 Spiesen-Elversberg<br />

19 Meanagii, 66399 Mandelbachtal<br />

20 Icare d'Olymp, 72532 Marbach<br />

21 Mamlakee, 72532 Marbach<br />

22 Naoufil, 72532 Marbach<br />

23 Said, 72532 Marbach<br />

24 Om El Shazeem, 73345 Hohenstadt<br />

25 Samourrai, 73553 Alfdorf<br />

26 Athos, 74834 Elztal<br />

27 PA Shai Najim, 78052 VS-Zollhaus<br />

28 Mefisto, 78567 Fridingen<br />

29 Gorky II, 79224 Umkirch<br />

30 Karim Al Mansur, 84435 Lengdorf / Kopfb.<br />

31 Kuwait, 82064 Jettenhausen<br />

32 Narym, 82064 Jettenhausen<br />

33<br />

33 Mahrous, 85084 Reichertshofen<br />

34 Al Marid, 84169 Altfraunhofen<br />

35 Marshan, 84169 Altfraunhofen<br />

36 BK Latif, 86685 Huisheim<br />

37 Mahil, 87763 Lautrach<br />

38 Mouammar, 88069 Tettnang<br />

39 El Wodkine, 91456 Diespeck<br />

40 Asala Amir Ra, 94113 Tiefenbach<br />

41 Fareed, 94113 Tiefenbach<br />

42 AKA Gavayan, 92342 Freystadt / Opf.<br />

43 DF Kamyar, 91725 Ehingen-Beyerberg<br />

44 El Sharif, A-2630 Ternitz (NÖ)<br />

45 ESP Haife de F, A-5722 Niedernsill<br />

46 Sauda Zahra, A-5741 Neukirchen<br />

47 NorCal Sierra SnoMan, A-9871 Seeboden<br />

48 Bajkal, F- 68210 Eteimbes


HengstParade<br />

1<br />

Mouhannas Maydan<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2011<br />

Stm.: 1,48<br />

Decktaxe:<br />

auf Anfrage<br />

2<br />

Prince Navodchik CF <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Adel & Leistung vereint in einem rein<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,57 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

PrH Riverdance Araberpartbred<br />

Riverdance war als Fohlen Gold prämiert,<br />

Farbe: Buckskin/Falbe<br />

geb.: 2011<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: 500,00<br />

(TG weilweit)<br />

3<br />

Standort d. Hengstes:<br />

2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />

Züchter:<br />

Birgit Schmauch<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Stall Bardenhagen<br />

Bremervörde<br />

Züchter:<br />

Gestüt Amal<br />

Standort d. Hengstes:<br />

29664 Walsrode (NI)<br />

Züchter:<br />

Barbara Schwarz<br />

Mouhannas Maydan<br />

Schimmel, *2011<br />

Riverdance<br />

Buckskin / Falbe, *2011<br />

Prince Navodchik CF<br />

Braun, *2010<br />

Reitlands<br />

Rheingold<br />

Cremello, *2004<br />

Psyches<br />

Impreia ox<br />

Braun, *2000<br />

Navodchik<br />

Sch., *1994<br />

Kubina (Elite)<br />

Sch., *1996<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Mouhannas<br />

May Son<br />

Sch., *1998<br />

Rhedora<br />

Sch., *1995<br />

Maysoun<br />

(Elite)<br />

Moheba Far<br />

Ramady<br />

Nahaman<br />

Ansata<br />

Rebecca<br />

Stukhuster Anjershof Rocky<br />

Ricardo Go<br />

For Gold Samyea<br />

Diamant II<br />

Harmonie<br />

Halma<br />

Padrsons<br />

Psyches Psyche<br />

Ambassador Asya MG<br />

Bumazea<br />

Drug<br />

Nutria<br />

Vympel<br />

Kuma (Elite)<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Maysouna (Elite)<br />

El Thay Ibn<br />

Halim Shah (Elite)<br />

Masha Bint<br />

Maysouna<br />

Salaa el Dine<br />

(Elite)<br />

Ameera<br />

Ansata Abu<br />

Sudan<br />

Ansata Rhodora<br />

Besitzer:<br />

Ahlborn Arabians<br />

Juliane Willsch<br />

Voßwinkel 9<br />

2<strong>12</strong>56 Handeloh<br />

www.ahlborn-arabians.de<br />

info@ahlborn-arabians.de<br />

Balaton<br />

Molnia<br />

Besitzer:<br />

Gestüt Amal<br />

A. Scheele & U. Intemann<br />

27374 Visselhövede<br />

Tel.: 05168 <strong>12</strong>46<br />

Mobile: 0170 3097 578<br />

Email: Myfleury@web.de<br />

www.gestuet-amal.de<br />

Prizrak<br />

Karinka<br />

Topol<br />

Nasturcia<br />

Menes<br />

Molva<br />

Nadom<br />

Pechora<br />

Besitzer:<br />

Patricia Nastoll<br />

Südkampen 21a<br />

29664 Walsrode<br />

+49 178 4542666<br />

patricia.nastoll@gmx.de<br />

http://hoof-to-move.de/<br />

Unser Mouhannas Maydan ist beim<br />

ZSSA mit Silber eingetragen. Er ist frei von<br />

Erbkrankheiten wie CA und SCID.<br />

Wir haben ihn auf Schau vorgestellt und er<br />

brachte in den ersten beiden Zuchtjahren<br />

1* und 2** Sterne-Prämienfohlen.<br />

Bei seinen Fohlen sind alle Farben vertreten,<br />

oftmals sind sie zusätzlich Rabicanos.<br />

Maydan ist ein sehr ruhiger entspannter<br />

Hengst was er immer, auch bei<br />

schwierigeren Stuten, weitergegeben hat.<br />

Für weitere Fragen stehen wir gern zur<br />

Verfügung.<br />

Reservechampion auf dem Fohlenchampionat<br />

, als 1- u. 2-jähriger Gold-und Silberchampion<br />

auf internationalen Schauen.<br />

2013 Goldchampion im Breederscup<br />

Salzkotten,<br />

2014 Goldchampion beim VZAP,<br />

2014 gekört im ZfdP und<br />

2015 gekört im ZSAA<br />

2015 bekommt er den Titel Prämienhengst.<br />

Im Oktober 2015 absolvierte er seine HLP<br />

30 Tage mit 7,31 . Für seine Umgänglichkeit<br />

und Verhalten gab es eine 9 , Leistungsbereitschaft<br />

8,5 , Leistungsfähigkeit eine 8 ,<br />

Rittigkeit eine 7,6 . Ein Hengst mit wunderbaren<br />

Charakter und super Arbeitseinstellung.<br />

Weltweit TG Versand<br />

russischen Pedigree.<br />

Sein Vater Navodchik war rennleistungsgeprüft<br />

und Prämienhengst beim ZSAA.<br />

Sein Großvater Drug war sowohl im<br />

Showring als auch auf der Rennbahn<br />

hocherfolgreich. Seine Großmutter Nutria<br />

war ein hocherfolgreiches Rennpferd mit<br />

Siegen im russischen Derby und im Oaks.<br />

Die Mutter des Prinzen, Kubina, ist eine<br />

leistungsgeprüfte Prämien- und Elite-Stute<br />

(VZAP) aus der Linie der Pechora (über<br />

Kuma(Elite)).<br />

Verletzungsbedingt ist Prince Navodchik<br />

CF nur ein Rennen gelaufen und hat einen<br />

ordentlichen 3. Platz erreicht. Aktuell ist er<br />

im Distanztraining.<br />

Er ist beim VZAP mit einer silbernen Schleife<br />

(uneingeschränkte Zuchtempfehlung)<br />

eingetragen. Seine Zukunftspläne sind die<br />

HLP Distanz und die Körung.<br />

„Der Prinz“ ist SCID und CA frei.<br />

34<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


4<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 20<strong>12</strong><br />

Stm.: 1,51 m<br />

Decktaxe: 500 €,<br />

Rabatt mögl., siehe HP<br />

5<br />

CM Mourayh el Erb<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2003<br />

Stm.: 1,57 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

El Payam <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

El Payam ist ein rahmiger Hengst, der bei<br />

Farbe: Braun<br />

Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 2015<br />

32683 Barntrup<br />

Stm.: 1,56 m<br />

Züchter:<br />

Decktaxe: 500 €,<br />

Sabine Hallmann<br />

Rabatt mögl., siehe HP<br />

6<br />

Ramik Rakkad<br />

Standort d. Hengstes:<br />

32683 Barntrup,<br />

Ostwestfalen-Lippe<br />

Züchter:<br />

Sabine Hallmann<br />

Standort d. Hengstes:<br />

32805 Horn-Bad Meinbg<br />

Züchter:<br />

Erika Rudolph<br />

Ramik Rakkad<br />

Braun, *20<strong>12</strong><br />

El Payam<br />

Braun, *2015<br />

CM Mourayh el Erb<br />

Schimmel, *2003<br />

El Dimor<br />

Braun, *1991<br />

Kunar T<br />

Braun, *2005<br />

Prischa<br />

Fuchs, *2010<br />

Messaoud (Elite)<br />

Sch., *1979<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Ramirah Bint<br />

Rawa<br />

Braun, *1991<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Moussah Bint<br />

Moussameh<br />

Sch., *1993<br />

Diagram<br />

El Dinari<br />

Rahawi<br />

Rawa<br />

Nadir I<br />

Kupona<br />

El Dimor<br />

Prichina<br />

Morafic<br />

Madkour (Elite)<br />

Maisa<br />

Maymoonah<br />

(Elite)<br />

35<br />

Palas<br />

Draperia<br />

Euben<br />

Contessa<br />

Ibn Shaker I<br />

Rafawna<br />

Ceratzo<br />

Rafawna<br />

Besitzer:<br />

El Dimor<br />

- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />

Sabine Hallmann<br />

Ostersiek 34<br />

32683 Barntrup<br />

Tel. 05262-995911<br />

mobil 0171-8047611<br />

araber@el-dimor.de<br />

www.el-dimor.de<br />

Neman<br />

Neschi<br />

Kupol<br />

Rigona<br />

Diagram<br />

El Dinari<br />

Nougatin<br />

Pritcha<br />

Besitzer:<br />

El Dimor<br />

- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />

Sabine Hallmann<br />

Ostersiek 34<br />

32683 Barntrup<br />

Tel. 05262-995911<br />

mobil 0171-8047611<br />

araber@el-dimor.de<br />

www.el-dimor.de<br />

Hadban Enzahi<br />

(Elite)<br />

Malikah (Elite)<br />

Madkour (Elite)<br />

Messaoud<br />

(Elite)<br />

Maymoonah<br />

(Elite)<br />

Moussameh Madmaymour<br />

Maamounah<br />

Besitzer:<br />

Axel Behnke<br />

Meierberg 13<br />

32805 Horn-Bad Meinberg<br />

Tel.: +49 160 9383 4087<br />

www.mourayh.de<br />

axel.behnke@gmx.net<br />

Ramik Rakkad ist ein solider, kompakter,<br />

maskuliner Hengst mit gut gelagerter Schulter,<br />

gut verlaufendem Widerrist und harmonisch<br />

geschwungener Oberlinie. Er verfügt<br />

über eine große, gut bemuskelte, schräge<br />

Kruppe und ein kräftiges Fundament.<br />

Ramik zeichnet sich durch guten Schritt und<br />

eine gelassene, raumgreifende Galoppade<br />

aus, bei der er gut unter den Schwerpunkt<br />

kommt. Takt und Balance wurden bei ihm<br />

bereits als Zweijährigem gelobt.<br />

ZSAA Hengstbuch AV-I - Gesamtnote 7,34<br />

Ramik ist homozygoter Rappvererber &<br />

homozygot für Agouti.<br />

Er deckt im Natursprung, jedoch zunächst<br />

nicht im Freilauf. Hierfür steht nach wie vor<br />

sein Vater El Dimor zur Verfügung, der auch<br />

<strong>2017</strong> mit 26 Jahren wieder seine Qualitäten<br />

als Deckhengst und unter dem Sattel unter<br />

Beweis gestellt hat und fit ins Jahr 2018<br />

startet.<br />

Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />

einer Endgröße von voraussichtlich über<br />

1,56 m gute Reitpferdepoints und kräftiges,<br />

korrektes Fundament mitbringt.<br />

Von seinem Vater Kunar T hat er zudem<br />

Schwung und Elastizität geerbt.<br />

El Payam verfügt über große Gelassenheit<br />

und Souveränität und ist im Umgang<br />

immer freundlich und anständig. Neuem<br />

begegnet er grundsätzlich interessiert.<br />

El Payam ist mischerbig für Rappen und<br />

Agouti. Es können daher je nach Anpaarung<br />

alle Farben (Rappe/Braune/ Füchse)<br />

fallen.<br />

El Payam deckt im Natursprung, jedoch<br />

voraussichtlich zunächst nicht im Freilauf.<br />

Hierfür steht ausgewählten Stuten nach wie<br />

vor sein Großvater El Dimor zur Verfügung,<br />

der auch <strong>2017</strong> mit 26 Jahren wieder seine<br />

Qualitäten als Deckhengst und unter dem<br />

Sattel unter Beweis gestellt hat und fit ins<br />

Jahr 2018 startet.<br />

Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />

Mourayh ist ein Sohn von Messaoud,<br />

der als Elite Hengst viele Championate<br />

gewonnen hat. Er vererbte seinem Sohn<br />

nicht nur den bekannten überragenden<br />

Charakter, sondern auch seine Schönheit,<br />

Typ, Gebäude, solides Fundament und<br />

Gänge.<br />

Mourayh ist ein rein ägyptisch gezogener<br />

Hengst, SCID und CA frei, aus feinsten<br />

Dahman Shahwan Linien (Blue List).<br />

Mourayh ist beim VZAP als Deckhengst<br />

eingetragen und deckt im Natursprung.<br />

HengstParade


HengstParade<br />

7<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 1999<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

Kamerton <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Kamerton -<br />

Standort d. Hengstes:<br />

35329 Gemünden<br />

Züchter:<br />

Staatsgestüt Tersk / RU<br />

Kamerton<br />

Braun, *1999<br />

Mat<br />

Braun, *1989<br />

Kaluga<br />

Fuchs, *1975<br />

Armaniak<br />

Matritsa<br />

Aswan<br />

Kasatka<br />

Banat<br />

Arba<br />

Topol<br />

Monogramma<br />

Nazeer<br />

Yosreia<br />

Sport<br />

Karta<br />

Besitzer:<br />

Gestüt Vogelsberg-Araber<br />

Harald Frey<br />

Alsfelder Straße 45<br />

35329 Gemünden<br />

Telefon: +49 (6634) 919457<br />

Mobil: +49 (170) 4431060<br />

www.vogelsberg-araber.de<br />

maria.sens@web.de<br />

• ist VZAP Elitehengst,<br />

• erhielt die Silberne Schleife VHS<br />

Aachen 2003.<br />

• ist CA und SCID frei<br />

• lief 2 Jahre lang Rennen in Russland<br />

• deckt im Natursprung<br />

Kamerton vererbt Rittigkeit, Korrektheit im<br />

Exterieur und in der Bewegung.<br />

Sein Sohn MS Madrass ist in der Dressur<br />

erfolgreich bis Klasse S.<br />

Mehrere Nachkommen laufen im<br />

Distanzsport bis LDR, aber auch im<br />

Freizeitbereich.<br />

Kaluga, seine Mutter, wurde 34 Jahre alt,<br />

hatte 15 Fohlen und war erfolgreich auf der<br />

Rennbahn.<br />

8<br />

GG Midnight Silver <strong>Vol</strong>lblutaraber GG Midnight Silver steht für arabischen Typ<br />

Farbe: Schimmel Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 2008<br />

35638 Leun-Biskirchen<br />

Stm.: 158 cm Hessen<br />

Decktaxe: AV 1000.- € Züchter:<br />

Andere Rassen 600.- € Alexandra Gerhard<br />

9<br />

Farbe: Fuchs<br />

geb.: 2014<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Decktaxe: <strong>12</strong>00 €<br />

COF Just Tru <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

COF Just Tru hat das herrliche<br />

Standort d. Hengstes:<br />

49593 Bersenbrück<br />

Züchter: Color of<br />

Fame Arabians<br />

GG Midnight Silver<br />

Sch., *2008<br />

COF Just Tru<br />

Fuchs, *2014<br />

El Sid<br />

Sch., *2003<br />

Mascara<br />

Rappe, *1997<br />

Trussardi<br />

Fuchs, *2009<br />

Justeena CR<br />

Fuchs, *2009<br />

Laheeb<br />

Al Lahab (Elite)<br />

The Vision HG<br />

Swana<br />

Stival<br />

Precious as<br />

Gold<br />

Justify<br />

S Fheelena<br />

Kubinec (Elite)<br />

Belissa<br />

Bey Shah<br />

NV Beau Bey<br />

Bint Miss Fire<br />

Mahalya<br />

Bey Shah<br />

NV Espania<br />

Besitzer:<br />

Gestüt Greifenstein<br />

Alexandra Gerhard<br />

Silbergasse 17<br />

35638 Leun-Biskirchen<br />

Tel: 06473-3039178<br />

Mobil: 0177-4802336<br />

gerhardarabians@aol.com<br />

www.gestuet-greifenstein.de<br />

Gazal Al Shaqab<br />

Paloma de<br />

Jamaal<br />

El Shaklan (Elite)<br />

Autumn in Gold<br />

Magnum<br />

Psyche<br />

S Justadream<br />

Thee<br />

Desperado<br />

Crimson<br />

Sharem<br />

Besitzer:<br />

Color of Fame Arabians<br />

49593 Bersenbrück<br />

mobile: +49-151-55663300<br />

info@color-of-fame.de<br />

www.color-of-fame.de<br />

und außergewöhnliche Leistung! Mit jedem<br />

Auftritt, ob im Schauring oder unter dem<br />

Sattel, vergrößert sich sein Fanclub.<br />

Jeder der ihn live erlebt, wird von seiner<br />

Ausstrahlung gefesselt und schwärmt von<br />

seinem Charakter. All diese Eigenschaften<br />

gibt er an seine Nachkommen weiter und<br />

machen ihn zu einem Vererber der Spitzenklasse!<br />

Seine Kinder zeichnen sich durch<br />

hervorragenden Typ mit schönen Gesichtern,<br />

Korrektheit des Körpers und der GGA sowie<br />

Leistungsbereitschaft und Vermögen aus!<br />

GG Midnight Silver wurde<br />

• 20<strong>12</strong> gekört für alle Rassen<br />

• 2014 HLP Reservesieger<br />

• 2015 Sieger im M* Springen ANC Aachen<br />

• 2016 Araber des Jahres<br />

• 2016 Silber Champion Senioren Hengste<br />

SCID und CA-frei, mit 50% Rappvererbung,<br />

prämierte Fohlen, EU TG-Samen und<br />

Natursprung.<br />

Gebäude seines Vaters geerbt, und die<br />

aussergewöhnliche Schönheit, Eleganz und<br />

die wunderschönen Augen seiner Mutter.<br />

Mit seiner <strong>2017</strong> geborenen Tochter COF<br />

Antonija hat er sich bereits als exzellenter<br />

Vererber unter Beweis gestellt.<br />

CA, SCID clear/negativ<br />

Wir bieten Rabatt bei Buchung für mehrere<br />

Stuten, besondere Vergünstigung für<br />

erwiesene Zuchtstuten.<br />

Gefriersamen wird in der Zuchtsaison 2018<br />

für USA, Südamerika, Europa und den<br />

Mittleren Osten erhältlich sein.<br />

Behalten Sie ihn im Auge für ihre<br />

Zuchtpläne 2018!<br />

36<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


10<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 2009<br />

Stm.: 1,56 m<br />

Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />

KP Al Nahim<br />

Standort d. Hengstes:<br />

56349 Kaub<br />

Züchter:<br />

Heiner Buschfort<br />

KP Al Nahim<br />

Braun, *2009<br />

Al Lahab (Elite)<br />

Sch., *1999<br />

KP Naima<br />

Sch., *2004<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Laheeb<br />

The Vision<br />

HG<br />

KP Mokeel<br />

Nameeza<br />

Imperial Imdal<br />

AK Latifa<br />

Thee<br />

Desperado<br />

Belle Staar<br />

Hakeel Ibn<br />

Kaysoon (Elite)<br />

KP Mofida<br />

Idrees<br />

Nana<br />

Besitzer:<br />

Martin Buschfort<br />

Gestüt Kauber Platte<br />

56349 Kaub<br />

für weitere Informationen:<br />

Reinhild Moritz<br />

Mobile: 0049-163-4007325<br />

reinhild.moritz@t-online.de<br />

www.kauber-platte.de<br />

Reinägyptischer <strong>Vol</strong>lblutaraberhengst der<br />

Nana-Familie (Koheilan Rodan)<br />

• Goldprämiert<br />

Extrem typvoll mit sehr guten Bewegungen<br />

und einwandfreiem Charakter.<br />

9 VZAP-Elitepferde im Pedigree (bis zur 7.<br />

Generation)<br />

Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />

besichtigt werden.<br />

CA und SCID-frei<br />

Für weitere Informationen:<br />

www.kauber-platte.de<br />

HengstParade<br />

11<br />

KP Al Nakib Ibn Tameen<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2013<br />

Stm.: 1,54 m<br />

Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Gestüt Kauber Platte<br />

Züchter:<br />

Heiner Buschfort<br />

KP Al Nakib Ibn Tameen<br />

Schimmel, *2013<br />

Ajmal Tameen<br />

Sch., *2008<br />

KP Naima<br />

Sch., *2004<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Ansata<br />

Hejazi<br />

Tabanya<br />

KP Mokeel<br />

Nameeza<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Ansata Sudarra<br />

Hamasa Nabih<br />

Tamria II<br />

Hakeel Ibn<br />

Kaysoon (Elite)<br />

KP Mofida<br />

Idrees<br />

Nana<br />

Besitzer:<br />

Martin Buschfort<br />

Gestüt Kauber Platte<br />

56349 Kaub<br />

Mobile: 0049-163-4007325<br />

reinhild.moritz@t-online.de<br />

www.kauber-platte.de<br />

Hengst mit ausdrucksvollem Gesicht,<br />

sehr eleganter Oberlinie, hervorragenden<br />

Bewegungen und solidem Fundament.<br />

Rein ägyptischer Deckhengst der Familie<br />

Koheilan Rhodan, mit 10 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />

im Pedigree.<br />

• eingetragen mit Goldschleife 2016 .<br />

• CA und SCID frei<br />

Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />

besichtigt werden.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.kauber-platte.de<br />

<strong>12</strong><br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2000<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: <strong>12</strong>50 €<br />

KP Maryoom<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Gestüt Kauber Platte<br />

Züchter: H. Buschfort<br />

Kauber Platte<br />

KP Maryoom<br />

Schimmel, *2000<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Hakeel Ibn<br />

Kaysoon (Elite)<br />

Sch., *1979<br />

KP Mofida<br />

Sch., *1985<br />

Kaisoon (Elite)<br />

Hania (Elite)<br />

Idrees<br />

Manaya<br />

37<br />

Nazeer<br />

Bint Kateefa<br />

Tuhotmos<br />

Hodhoda<br />

Adeeb<br />

Bint El Nil<br />

Madkour (Elite)<br />

Maisa (Elite)<br />

Besitzer:<br />

Reinhild Moritz<br />

Gestüt Kauber Platte<br />

56349 Kaub<br />

mobile: 0049-163-4007325<br />

reinhild.moritz@t-online.de<br />

www.kauber-platte.de<br />

Ausdrucksstarker Hengst mit viel Typ,<br />

elegantem Hals, sehr guter Oberlinie,<br />

hervorragenden Bewegungen und solidem<br />

Fundament.<br />

Rein ägyptischer Hengst der Familie<br />

Dahman Shawan mit 7 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />

im Pedigree.<br />

• goldprämiert<br />

• Hengstleistungsprüfung Distanz<br />

• erfolgreich auf Schauen<br />

• CA und SCID-frei<br />

• TG-Samen erhältlich<br />

Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />

und im Haupt- und Landgestüt Marbach<br />

besichtigt werden.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.kauber-platte.de


HengstParade<br />

13<br />

Foto: Julia Moll<br />

Apollon Gazlan WM<br />

Farbe: Fuchs<br />

geb.: 2013<br />

Stm.: 1,54 m<br />

Decktaxe: 500,- €<br />

14<br />

Ali Nour El Dahab <strong>Vol</strong>lblutaraber Ali Nour El Dahab is a stallion of straight<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Farbe: Schimmel<br />

Al Batra Stud<br />

geb.: 01.07.2001<br />

58708 Menden<br />

Stm.: 1,51 m<br />

Züchter:<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

Josef Kullmann/USA<br />

15<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2004<br />

Stm.: 1,51 m<br />

Decktaxe: 1400 €,<br />

TG 800 €<br />

Standort d. Hengstes:<br />

53562 St.Katharinen<br />

Züchter:<br />

Maike Trendl<br />

BAA Ahabb <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Ahabb, ein asiler, rein ägyptisch gezogener<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Hofgut Heymann<br />

Lorch - Espenschied<br />

Züchter: Klaus Oswald<br />

Apollon Gazlan WM<br />

Fuchs, *2013<br />

Ali Nour El Dahab<br />

Schimmel, *2001<br />

BAA Ahabb<br />

Schimmel, *2004<br />

Nahat<br />

R., *1995<br />

Athene WM<br />

Sch., *2008<br />

MA Alishah<br />

Sch., *1985<br />

Ibn Shah<br />

Mabrouk<br />

Sch., *1995<br />

Anisa<br />

Sch., *1994<br />

Shagya-Araber<br />

Chrymont Bint<br />

Gasoudah III<br />

Sch., *1990<br />

Jeremias (Elite)<br />

Nizola<br />

Shogun III<br />

Alitta<br />

Shaikh Al Badi<br />

Ruminaja Ali<br />

Bint Magidaa<br />

AK Shahgat<br />

Maysoun<br />

(Elite)<br />

Chrymont<br />

Gasoudah<br />

El Thay Shah<br />

Mabrouk<br />

Baghdady<br />

Alidaar<br />

Amouna<br />

Silas (Elite)<br />

Judith (Elite)<br />

Zoltan<br />

Nicoletta<br />

Saidal<br />

Kirima<br />

Nicolo<br />

Alia (Elite)<br />

Besitzer:<br />

Gestüt Homscheid<br />

Maike Trendl<br />

Homscheid 7<br />

53562 St.Katharinen<br />

www.Shagyazucht-Alia.de<br />

Tel. 02645/976731<br />

AK Shahm<br />

Nagat<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Maysouna (Elite)<br />

Messaoud (Elite)<br />

Gawaher<br />

Besitzer:<br />

Al Batra Stud<br />

Petra und Nigel Nutt<br />

Lahr 50<br />

58708 Menden<br />

Tel.: 0049 2373-390680<br />

0049 160 921 40156<br />

albatra.stud@yahoo.co.uk<br />

nutthouse@arcor.de<br />

El Thay Ibn<br />

Halim Shah (Elite)<br />

El Thay Maheera<br />

(Elite)<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Bushra<br />

Shaikh Al Badi<br />

Bint Magidaa<br />

Madkour I (Elite)<br />

Ashraff<br />

Besitzer:<br />

Helmut Dillmann<br />

Eisighofer Weg 7<br />

65321 Heidenrod<br />

Mobil: 0171-7838421<br />

Helmut.Dillmann@t-online.de<br />

www.baa-ahabb.de<br />

Der Fuchshengst Apollon Gazlan WM<br />

wurde am 22.10.<strong>2017</strong> vom VZAP gekört.<br />

Seine Hengstleistungsprüfung hat er bereits<br />

am 23.06.<strong>2017</strong> in Stadl Paura mit der Note<br />

7,31 bestanden.<br />

Er ist vom Hengststamm Gazlan or.ar. 1840<br />

(Importiert 1852).<br />

Apollon ist ein edler, typvoller mit sehr<br />

guten Bewegungen ausgestatteter<br />

Junghengst. Im Umgang ist er<br />

unkompliziert und dem Menschen<br />

zugewandt.<br />

Sein Vater, der Rapphengst Nahat, und<br />

seine Mutter Athene WM werden geritten<br />

und können auf dem Gestüt besichtigt<br />

werden.<br />

Apollon ist CA und SCID frei<br />

Egyptian blood out of world famous bloodlines.<br />

He is a classic arabian desert horse<br />

type with beautiful big eyes, wonderfull<br />

neck, athletic body and with excellent<br />

movement.<br />

He has a very noble and gentle character<br />

and has proven himself not only in the<br />

showring.<br />

Though broken in at the age of 11, he is of<br />

outstanding rideability, enjoying endurance<br />

riding as well as dressage and jumping. His<br />

offspring is of great quality and the same<br />

handsome character.<br />

• Gold Award German Stallion registration<br />

• Silver Champion Desert Cup<br />

• Silver Champion Natianal Breeders Cup<br />

• Class winner Senior Stallions Asil Cup<br />

• 3rd place Senior Stallions Egyptian Event<br />

Europe<br />

SCID free / CA free<br />

Frozen seemen available<br />

Hengst, entstammt der Abayyan-Linie.<br />

Diese geht zurück auf den Zweig der Stute<br />

Magidaa sowie ihrer Halbschwestern Hanan<br />

und Marah.<br />

Bekannte Hengste wie Nabiel, Ruminaja<br />

Ali, Ruminaja Bahjat und Alidaar oder die<br />

Hanan-Söhne Jamilll, Salaa El Dine, Asfour<br />

und Ibn Galal I oder die Stuten Bint Magidaa<br />

oder Ghazala sind aus den Abayyan<br />

hervorgegangen.<br />

Ahabb beeindruckt mit einer starken<br />

Präsenz und dominanter Ausstrahlung<br />

bei gleichzeitiger Sanftmut und<br />

Menschenbezogenheit.<br />

Ahabb wurde 2007 in Aachen mit einer<br />

weißen Schleife ausgezeichnet. Er wird<br />

geritten.<br />

Ahabb ist eingetragen beim VZAP,<br />

frei von SCID, CA und LFS.<br />

38<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


16<br />

EK Kazeem Ibn Shameer<br />

Farbe: Braun Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 2004<br />

66583 Spiesen-Elversb.<br />

Stm.: 1,49 m Züchter:<br />

Decktaxe: auf Anfrage Andrea Klein<br />

17<br />

Shameer<br />

Farbe: Braun Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 1991<br />

66583 Spiesen-Elversb.<br />

Stm.: 1,52 m Züchter:<br />

Decktaxe: auf Anfrage Arlette Studer<br />

18<br />

Vlacq Fadl Nadir<br />

Farbe: R‘Schimmel Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 2014<br />

66583 Spiesen-Elversb.<br />

Stm.: 1,51 m Züchter:<br />

Decktaxe: auf Anfrage L. Pyke/UK<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

EK Kazeem Ibn Shameer<br />

Braun, *2004<br />

Shameer<br />

Braun, *1991<br />

Vlacq Fadl Nadir<br />

R‘Schimmel, *2014<br />

Shameer<br />

Br., *1991<br />

Sindibad<br />

Sch., *1985<br />

Maishiwa<br />

R., *1985<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Princeton<br />

Mariner<br />

F., *1986<br />

Dunkeld Mairi<br />

Sch., *2000<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Kaeema Bint<br />

Kadir<br />

D‘F., *1991<br />

Sindibad<br />

Maishiwa<br />

Hamasa<br />

Kadir<br />

Inja<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Sabah<br />

Mohafez (Elite)<br />

Hamasa<br />

Thureija<br />

Serr Mariner<br />

Black Satin<br />

FA Asar<br />

El Dahma<br />

Halima<br />

39<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

Sabah<br />

Mohafez (Elite)<br />

Hamasa<br />

Thureija<br />

Farag (Elite)<br />

Hamasa Kahila<br />

Tufail<br />

Hamasa Zaalee<br />

Besitzer:<br />

Andrea Klein<br />

Gestüt El Kadir<br />

Auf`m Hahnacker 1<br />

66583 Spiesen-Elversberg<br />

Tel. 06821/ 79822<br />

email: info@el-kadir.de<br />

www.el-kadir.de<br />

Ansata Ibn<br />

Halima<br />

Ansata Rosetta<br />

Ibn Galal<br />

(Magdi) (Elite)<br />

Mahiba (Elite)<br />

Ibn Moniet El<br />

Nefous<br />

Ahroufa<br />

Tufail<br />

Hamasa Kahila<br />

Besitzer:<br />

Andrea Klein<br />

Gestüt El Kadir<br />

Auf`m Hahnacker 1<br />

66583 Spiesen-Elversberg<br />

Tel. 06821/ 79822<br />

email: info@el-kadir.de<br />

www.el-kadir.de<br />

Ibn Fa-Serr<br />

Mareena<br />

Black Sambo<br />

Diroufa<br />

Ibn Fa-Serr<br />

Serasabba<br />

Raadin Inshalla<br />

Zahara Sabiya<br />

Besitzer:<br />

Andrea Klein<br />

Gestüt El Kadir<br />

Auf`m Hahnacker 1<br />

66583 Spiesen-Elversberg<br />

Tel. 06821/ 79822<br />

email: info@el-kadir.de<br />

www.el-kadir.de<br />

EK Kazeem Ibn Shameer asil, (Babson/<br />

Turfa/Davenport, Egypt) Al-Khamsa, Blue list.<br />

Kazeem - unser Charmeur und Enkel<br />

unseres unvergessenen Hamasa Kadir. Der<br />

besondere Charakter unserer Stammstute<br />

Inja, die Rittigkeit Shameers und der Charme<br />

und die Ausstrahlung von Hamasa Kadir<br />

spiegeln sich in Kazeem wieder.<br />

Kazeem läuft auch nach seinem Deckeinsatz<br />

problemlos mit Wallachen und jungen<br />

Hengsten auf der Weide.<br />

Kazeem ist bis L-Dressur ausgebildet und<br />

hat sich bei einem Start in einer A-Dressur<br />

auf Anhieb auf Platz 3 platziert.<br />

Leistunggeprüfte Stuten erhalten 20% Rabatt.<br />

Tyvolle, korrekte und rittige Nachzucht vorhanden.<br />

Eingetragen beim ZSAA mit Gold.<br />

Shameer asil (Babson/Turfa/Davenport,<br />

Egypt) Al-Khamsa, Blue list.<br />

Hohe Rittigkeitswerte, konstante<br />

Leistungsbereitschaft und ein<br />

unerschütterliches Nervenkostüm<br />

haben Shameer über Jahre hinweg zu<br />

zahlreichen Siegen und Platzierungen in den<br />

Dressurklassen A bis L verholfen.<br />

Seine außergewöhnliche<br />

Leistungsbereitschaft bestätigte er<br />

außerdem beeindruckend mit Höchstnoten<br />

in der Rittigkeitsüberprüfung vom VZAP (8,0).<br />

Leistunggeprüfte Stuten erhalten 20% Rabatt.<br />

Tyvolle, korrekte und rittige Nachzucht<br />

vorhanden!<br />

Eingetragen beim VZAP mit Weiß<br />

Vlacq Fadl Nadir asil, Al-Khamsa, Blue list,<br />

Straight Egyptian, Sheikh Obeyd.<br />

Typvoller Enkel des einmaligen Serr<br />

Mariner, ein brauner Hengst, der wie kein<br />

anderer <strong>Vol</strong>lblutaraber erfolgreich im<br />

Dressursport bis auf Grand Prix Niveau<br />

gegen Warmblüter startete. Neben drei US<br />

National Championships im Dressursport<br />

bei den Arabern brachte er es zur USDF<br />

Gold Medal für Erfolge in der Dressur auf<br />

Grand Prix Niveau gegen Warmblüter und<br />

war 6 mal USDF ‚Horse oft The Year‘.<br />

Eingetragen beim VZAP.<br />

Sein erster Fohlenjahrgang wird für 2018<br />

erwartet.<br />

Die ‚ägyptische Alternative‘ in<br />

Deutschland!<br />

HengstParade


HengstParade<br />

19<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2000<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: 800 €<br />

Meanagii<br />

Standort d. Hengstes:<br />

66399 Mandelbachtal<br />

Züchter:<br />

Heike Breddermann<br />

Meanagii<br />

Schimmel, *2000<br />

Ebony Raisuli<br />

R., *1996<br />

Maridani<br />

Sch., *1996<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Rodan El<br />

Pharo<br />

Meeskah<br />

Maisa<br />

Messaoud<br />

(Elite)<br />

Nahabi El Pharo<br />

AK Taldinaa<br />

Anaza Bay<br />

Shahh<br />

Maleekha<br />

Madkour (Elite)<br />

Maymoonah<br />

(Elite)<br />

UP Waheeda Melek<br />

Bint Wedad<br />

Besitzer:<br />

Katrin Koch<br />

Rosenhof<br />

66399 Mandelbachtal<br />

mobile: 01754359478<br />

shynaharabians@hotmail.de<br />

www.shynaharabians.de<br />

Meanagii ist rein ägyptisch.<br />

Er besticht durch seinen grundehrlichen,<br />

liebenswerten Charakter, den er auch<br />

vererbt.<br />

Er ist ein erstklassiger Freizeitpartner in der<br />

Légèrété und im Gelände.<br />

Schauerfolge national<br />

• 20<strong>12</strong> Kaub - Seniorhengste Bronze<br />

• 2013 Frankfurt - Seniorhengste Bronze<br />

• 2014 Frankfurt - Seniorhengste Silber<br />

SCID, CA frei<br />

LFS ist in Auftrag<br />

Eingetragen beim VZAP<br />

Deckt nur im Natursprung;<br />

Deckbedingungen auf Anfrage<br />

20<br />

Icare d‘Olympe AA Anglo-Araber<br />

ICARE D‘OLYMPE zeichnen Adel, Energie,<br />

Bewegung und bestes Interieur aus. Hohe<br />

Farbe: Fuchs<br />

geb.: 1996<br />

Stm.: 1,66 m<br />

Decktaxe: FS 600 €<br />

TG 350 €<br />

21<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2011<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

Standort d. Hengstes:<br />

EU Besamungsstation<br />

Offenhausen<br />

Züchter:<br />

HuL Gestüt Marbach<br />

Mamlakee <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

MAMLAKEE ist ein Bewegungstalent par<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Servicestation Marbach<br />

72532 Marbach<br />

Züchter:<br />

HuL Gestüt Marbach<br />

Icare d‘Olympe AA<br />

Fuchs, *1996<br />

Besitzer:<br />

Mamlakee<br />

Schimmel, *2011<br />

Besitzer:<br />

Feticheur AA<br />

Fuchs, *1971<br />

Unastella AA<br />

Fuchs, *1986<br />

DF Malik<br />

Jamil<br />

Sch., *2001<br />

Maaza<br />

Braun, *2000<br />

Unicol‘or AA Matador x<br />

Cassave x<br />

Mitharde AA Nithard x<br />

Mirella x<br />

Impulsif AA<br />

Novastella<br />

AA<br />

NK Hafid<br />

Jamil<br />

Amouva<br />

Serenity<br />

Habib<br />

Maslama<br />

Florestan II x<br />

Universelle x<br />

Fou de la<br />

Pierre x<br />

Estelle x<br />

Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />

Gestütshof 1<br />

72532 Gomadingen-Marbach<br />

tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />

poststelle@hul.bwl.de<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

Ibn Nejdy<br />

Helala<br />

Maysoun (Elite)<br />

Afara Bint Malik<br />

Khofo<br />

SF Bint<br />

Mamlouka<br />

Moneef<br />

Messaouda<br />

Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />

Gestütshof 1<br />

72532 Gomadingen-Marbach<br />

tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />

poststelle@hul.bwl.de<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

Zuchtwerte in Frankreich weisen ihn als<br />

Top-Vererber für die Vielseitigkeit und als<br />

überdurchschnittlich für Dressur und Springen<br />

aus.<br />

ICARE hat einen in Frankreich und Belgien<br />

gekörten Sohn Seaborg de Suzan AA, der<br />

in Spanien Champion der jungen Vielseitigkeitspferde<br />

war. Mehrere Nachkommen<br />

waren Finalisten im französischen Geländepferdechampionat.<br />

Er vererbt Typ und<br />

Adel, große Partien und beste Winkelung in<br />

Schulter und Kruppe, korrektes Fundament<br />

und genügend Größe sowie seine hervorragende<br />

Bergauf-Galoppade.<br />

ICARE D’OLYMPE AA war Fünfter bei der<br />

WM sechsjähriger Vielseitigkeitspferde und<br />

sammelte Erfolge in Springprüfungen und<br />

internationalen Vielseitigkeitsprüfungen.<br />

Danach war er als Dressurpferd siegreich in<br />

Prix St. Georges.<br />

excellence. Der rein ägyptisch aus der<br />

Stutenfamilie der Moheba I ox gezogene<br />

Braunschimmel mit seinen markanten Punkten<br />

war mehrfach siegreich und hoch platziert<br />

auf intern. Schauen, dabei immer mit<br />

höchsten Noten für seine herausragenden<br />

Trabbewegungen. Nun zeigt er sich auch als<br />

Musterschüler in der reiterlichen Ausbildung,<br />

er ist rittig und stets leistungsbereit. Bei den<br />

Europameisterschaften der Sportaraber in<br />

Wien <strong>2017</strong> gewann er die Dressur „FEI Children<br />

Team“ (ECAHO Level A) und gewann das<br />

Classic Pleasure (ECAHO Level A). Insgesamt<br />

brachte er fünf Siege und Platzierungen<br />

heim. Zudem zeichnen ihn sein freundliches<br />

Wesen und sein harmonischer Körperbau<br />

aus. Seinen Fohlen hat er hohen Adel, gutes<br />

Interieur und großen Gang mitgegeben.<br />

Mutter Maaza ox brachte auch den bewährten<br />

Marbacher Hengst MUSAB sowie MAM-<br />

LAKEES jüngeren <strong>Vol</strong>lbruder MALAKIL, der<br />

auf seine Zuchtkarriere vorbereitet wird.<br />

40<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


22<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,56 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

23<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 1999<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

24<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,57 m<br />

Decktaxe: 1500 €<br />

Om El Shazeem<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Naoufil <strong>Vol</strong>lblutaraber NAOUFIL entpuppt sich als wahres<br />

Springtalent. Er verkörpert die Hengstlinie<br />

des HADBAHN ENZAHI in vorbild-<br />

Hadban Enzahi<br />

(Elite)<br />

Madkour I<br />

(Elite)<br />

Moheba II<br />

licher Weise und lässt in punkto Leistungsbereitschaft,<br />

Ausdauer und klas-<br />

(Elite)<br />

Ibrahim (Elite)<br />

Mahameh<br />

sischer Schönheit keine Wünsche offen.<br />

(Elite)<br />

Mona III Seine Leistungsprüfung legte er <strong>2017</strong><br />

(Elite)<br />

mit guten Noten ab. Er nahm an den<br />

Salaa El Dine<br />

(Elite) Europameisterschaften der Sportaraber<br />

NK Bolbol<br />

Sanana in Wiener Neustadt <strong>2017</strong> teil und kam<br />

mit Siegen und Platzierungen in Springprüfungen<br />

nach Hause. Außerdem<br />

Motassem<br />

Nari<br />

Noha (Elite) belegte er mit seiner Reiterin Ann-<br />

Kathrin Rupp im Ladies Side Saddle und<br />

Besitzer: Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />

Hunter Pleasure den zweiten Platz.<br />

Gestütshof 1<br />

Vater MAHAD<strong>IN</strong> stammt aus aus Marbacher<br />

Linien (Familie der Moheba I)<br />

72532 Gomadingen-Marbach<br />

tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />

und war u.a. Top Five Stallion Paris 2003.<br />

poststelle@hul.bwl.de<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Seine Mutter ist die herrliche Marbacher<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

Servicestation Marbach<br />

Rappstute Namije ox aus der Familie der<br />

72532 Marbach<br />

Nadja ox, die leistungsgeprüft (Gesamtnote<br />

7,32) und mehrfach auf Schauen<br />

Züchter:<br />

HuL Gestüt Marbach<br />

erfolgreich ist.<br />

Said <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Said - Weil-Marbacher Linie<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Servicestation<br />

72532 Marbach<br />

Züchter:<br />

HuL Gestüt Marbach<br />

Standort d. Hengstes:<br />

73345 Hohenstadt<br />

Züchter: Om El Arab<br />

Intern., USA<br />

Naoufil<br />

Schimmel, *2010<br />

Said<br />

Schimmel, *1999<br />

Besitzer:<br />

Om El Shazeem<br />

Schimmel, *2010<br />

Mahadin<br />

Sch., *1997<br />

Namije<br />

Rappe, *2005<br />

Pamir I (Elite)<br />

Sch., *1990<br />

Sadana<br />

Sch., *1983<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Om El Al<br />

Azeem<br />

Sch., *2006<br />

Om El Shaina<br />

Sch., *1989<br />

Penthagonn<br />

(Elite)<br />

Shams El<br />

Inaza<br />

Saher (Elite)<br />

Sandara<br />

Laheeb<br />

Al Lahab (Elite)<br />

The Vision HG<br />

Om El<br />

Beneera<br />

Carmargue<br />

Estopa (Elite)<br />

41<br />

Pasat (Elite)<br />

Panela<br />

Ibrahim (Elite)<br />

Shams El<br />

Nazeema<br />

Ghazal (Elite)<br />

Sahmet (Elite)<br />

Gharib (Elite)<br />

Sahmet (Elite)<br />

Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />

Gestütshof 1<br />

72532 Gomadingen-Marbach<br />

tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />

poststelle@hul.bwl.de<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

Sharem El<br />

Sheikh<br />

Estopa (Elite)<br />

White<br />

Lightening<br />

Velvet Shadow<br />

Tabal<br />

Uyaima<br />

Besitzer:<br />

Sabine Weissinger<br />

Sommerhof<br />

73345 Hohenstadt<br />

mob.: 0179- 51 77 961<br />

sabine_weissinger@web.de<br />

www.sommerhof-arabians.com<br />

Zuchtzulassung:<br />

Baden-Württemberg (Dt. Reitpony),<br />

Trakehner, Hannoveraner<br />

VZAP<br />

Standort:<br />

Servicestation Marbach<br />

deckt im Natursprung<br />

Schauerfolge:<br />

2013 - Bronze-Senior-Champion<br />

C int. Schau Marbach<br />

20<strong>12</strong> - Silber-Senior-Champion<br />

C int. Schau Marbach<br />

2011 - Senioren-Champion<br />

C nat. Schau Marbach<br />

Hengstleistungsprüfung:<br />

2003 - 70-Tage-Test<br />

(D 95 / S 117 / G 106; 14. /29)<br />

Sporterfolge:<br />

Siege und Platzierungen A-Dressur<br />

Charismatischer, grundehrlicher, korrekter<br />

Hengst mit Traumcharakter !<br />

Om El Shazeem wird regelmässig im<br />

Gelände und in der Halle geritten, wobei<br />

er uns an jedem Tag des Jahres mit seiner<br />

in sich ruhenden, freundlichen und<br />

anhänglichen Art erfreut.<br />

All dies gibt er auch verlässlich an seine<br />

Nachzucht weiter.<br />

Om El Shazeem deckt im Natursprung.<br />

Es werden nur negativ getupferte Stuten<br />

angenommen. Alle Stuten müssen<br />

vollständig geimpft sein gegen Herpes,<br />

Influenza und Tetanus. Sie dürfen hinten<br />

nicht beschlagen sein.<br />

SCID und CA frei!<br />

Weiter Info‘s und Bilder auf Anfrage.<br />

HengstParade


HengstParade<br />

25<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 1997<br />

Stm.: 1,61 m<br />

Decktaxe: 400 €<br />

Samorrai<br />

Standort d. Hengstes:<br />

73553 Alfdorf<br />

Züchter:<br />

Werner Pollack<br />

Samorrai<br />

Schimmel, *1997<br />

Janus<br />

Sch., *1988<br />

Sharina<br />

Sch., *1990<br />

Shagya-Araber<br />

Pamino (Elite)<br />

Janett<br />

Shagya<br />

XXXIX-11<br />

(Elite)<br />

Sherifa<br />

Bajar (Elite)<br />

Pamina (Elite)<br />

Amor (Elite)<br />

Janoska<br />

Shagya XXXIX-1<br />

(XLVI)<br />

Drau<br />

Makencar ox<br />

Shirde<br />

Besitzer:<br />

Werner Pollak<br />

Leinecksmühle 1<br />

73553 Alfdorf<br />

Tel. 07172 3917<br />

alexander-pollak@t-online.de<br />

Samorrai vererbt seine<br />

Leistungsbereitschaft, seinen sehr<br />

guten Charakter und seine gewaltige<br />

Springmanier. Unter seinen Nachkommen<br />

befinden sich erfolgreiche Distanz - und<br />

Springpferde. Trotz seiner Schimmelfarbe<br />

sind unter Samorrais Kindern häufig<br />

Rappen und Braune zu finden.<br />

26<br />

Farbe: Dunkelbraun<br />

geb.: 2008<br />

Stm.: 1,58 m<br />

Decktaxe: 700 €<br />

Athos KM Shagya-Araber<br />

Athos KM ist ein kompakter, sehr typvoller<br />

Standort d. Hengstes:<br />

74834 Elztal<br />

Züchter:<br />

Katrin Märkle<br />

Athos KM<br />

Braun, *2008<br />

Pegasus III<br />

Rappe, *1993<br />

Aira<br />

Braun, *1992<br />

Rückenwind<br />

Shagya Araber<br />

Paris (Elite)<br />

Manfara<br />

Bartok (Elite)<br />

Alia (Elite)<br />

Bartok (Elite)<br />

Pamina (Elite)<br />

Ibn Galal-17<br />

Maisha<br />

Gazal VII<br />

Babolna (Elite)<br />

Ibn Galal-6<br />

Almarah<br />

Besitzer:<br />

Katrin Märkle<br />

Odenwaldstraße 4<br />

74834 Elztal<br />

Telefon: (06267) 92 83 16<br />

Mobil: (0178) 4 33 70 05<br />

Email: katrin.maerkle@<br />

thr-rueckenwind.de<br />

www.thr-rueckenwind.de<br />

Vertreter seine Rasse. Er hat ein korrektes<br />

Fundament und elastische, schwungvolle<br />

Bewegungen. Im Freispringen zeigt er sich<br />

mit sehr schöner Manier und Bascule bei<br />

großem Vermögen.<br />

Athos ist geritten, gefahren, läuft im<br />

<strong>Vol</strong>tigieren und im Therapeutischen Reiten<br />

brav mit. Seit 2013 läuft er regelmässig KDR,<br />

MDR und er hat auch schon seinen ersten<br />

LDR erfolgreich in der Wertung absolviert.<br />

Athos ist ein absoluter Allrounder. Seine<br />

Nachzucht überzeugt durch viel Typ,<br />

korrektes, kräftiges Fundament und sehr<br />

gute Grundgangarten, neben einem<br />

ausgesprochen freundlichen Wesen.<br />

• Hengstleistungsprüfung Stadl Paura 20<strong>12</strong><br />

mit der WN 7,85<br />

• VZAP Körung Luhmühlen 20<strong>12</strong><br />

• ZFDP Anerkennung als Veredler 20<strong>12</strong><br />

• Einzeldeckgenehmigungen bei den<br />

Landeszuchtverbänden möglich.<br />

27<br />

PA Shai Najim<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 2009<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

Standort d. Hengstes:<br />

D-78052 VS-Zollhaus<br />

Züchter:<br />

Polar Arabians<br />

PA Shai Najim<br />

Rappe, *2009<br />

Shaimoniet<br />

Rappe, *2005<br />

PA Shah Nigra<br />

Rappe, *1998<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

SW Hallany<br />

Shai<br />

Alita Moniet<br />

Shahin Ibn<br />

Naskhi<br />

Nyala II<br />

Simeon Shai<br />

SW FA Anna<br />

Ali Azimm<br />

Monieta Sharie<br />

Naskhi<br />

Sulamith<br />

El Sharib<br />

Nasbala<br />

Besitzer:<br />

Manuela und Hans-Dieter<br />

Schwarz<br />

Grenzlandhof<br />

Grenzweg 13/1<br />

78052 VS-Zollhaus<br />

mobile: 0160 9890 8334<br />

manusv@gmx.de<br />

PA Shai Najim ist ein homozygoter VA-<br />

Rapphengst mit Traum-Ausstrahlung und<br />

allerbestem Charakter!<br />

Er wurde vom ZSAA mit SILBER eingetragen<br />

und ist auch für Partbred, Paints, Quarter<br />

und Quarabs zugelassen!<br />

Er ist SCID und CA frei.<br />

Nur Natursprung, frei oder an der Hand.<br />

Fast alle Fohlen von Najim wurden vom<br />

ZSAA prämiert!<br />

Mehr Info‘s und Foto‘s auf:<br />

www.facebook.com/PAShaiNajim<br />

42<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


28<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 2004<br />

Stm.: 1,58 m<br />

Decktaxe: 1000 € AV,<br />

600 € andere Rassen<br />

29<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 1995<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

Mefisto <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Gorky II<br />

Standort d. Hengstes:<br />

885<strong>12</strong> Mengen (Ba-Wü)<br />

Züchter:<br />

J.F. Marsot<br />

Standort d. Hengstes:<br />

79224 Umkirch<br />

Züchter:<br />

Gestüt Tersk / RU<br />

Mefisto<br />

Braun, *2004<br />

Gorky II<br />

Braun, *1995<br />

Marwan I<br />

Fuchs, *1994<br />

Isy<br />

Braun, *1990<br />

Gusar<br />

Braun, *1984<br />

Partnersha<br />

Fuchs, *1990<br />

Manganate<br />

Marifa<br />

Dajamo<br />

Daisy<br />

Saint Laurent<br />

Mandragore<br />

Cheri Bibi<br />

Mandore<br />

Azor<br />

Bajamar<br />

El Shaklan (Elite)<br />

Daria<br />

Besitzer:<br />

Astrid Seeger<br />

Auf dem Wachtfelsen 4,<br />

78567 Fridingen<br />

Tel: 07463-9951478<br />

01577-5300140<br />

astridseeger@online.de<br />

www.mefisto-ox.de<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Menes<br />

Simpatika<br />

Naftalin<br />

Pernataya<br />

Nabeg<br />

Metropolia<br />

Pomeranets<br />

Sapina<br />

Topol<br />

Nepriadwa<br />

Nabeg<br />

Persida<br />

Besitzer:<br />

Gestüt Forellenhof<br />

Inge u. Walter Fath<br />

Forellenhofweg 1<br />

79224 Umkirch<br />

Tel. 07665-6505<br />

Forellenhof_Fath@t-online.de<br />

Mefisto vereint extreme Leistung wie auch<br />

Schönheit und Adel.<br />

• 2013 eingetragen beim ZSAA mit goldener<br />

Schleife<br />

• 2014 gekört für alle Rassen mit Verbandsprämie<br />

• 2016 Goldchampion Seniorhengste +<br />

Reitpferdechampion Amateurshow Stadl<br />

Paura<br />

• Hengstleistungsprüfung über Rennen mit<br />

85 kg GAG!<br />

• 2. Hengstleistungsprüfung über 2000 km<br />

Distanz läuft momentan<br />

Mefisto überzeut mit überdurchschnittlichen<br />

GGA und super Reitpferdeexterieur.<br />

Aktuell Distanzritte bis CEI** <strong>12</strong>0 km gelaufen.<br />

Absolut brav im Umgang, mit super<br />

Charakter und immer leistungsbereit! Sehr<br />

überzeugende Nachzucht vorhanden.<br />

SCID und CA frei!<br />

Per FS verfügbar; leistungsgeprüfte und<br />

Prämienstuten erhalten 20% Rabatt!<br />

From Russia - with Love<br />

Gorky II gezüchtet in Tersk<br />

Gorky II ist gekört und hat seine<br />

Leistungsprüfung auf der Rennbahn<br />

gemacht; er lief 17 Rennen in 3 Jahren.<br />

Danach ging er Distanzen bis <strong>12</strong>0 km CEI 1*.<br />

Gorky II ist seit vielen Jahren <strong>Vol</strong>tigierpferd<br />

für Anfänger aber auch Fortgeschrittene.<br />

Prämierte Nachzucht in Deutschland und<br />

Frankreich mit Erfolgen im Distanzsport bis<br />

zur Königsklasse.<br />

Gorky II stammt aus einer der besten<br />

russischen Leistungslinien und gehört zu<br />

den wenigen noch lebenden Aswan-freien<br />

russischen Hengsten.<br />

Natürlich ist er SCID und CA frei<br />

HengstParade<br />

30<br />

Karim Al Mansur <strong>Vol</strong>lblutaraber Karim Al Mansur ist der einer der wenigen<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 1996<br />

Stm.: 1,52 m<br />

Decktaxe: 1001 €<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Standort d. Hengstes:<br />

D-84435 Lengdorf<br />

Züchter:<br />

Al Mansur Arabians<br />

Karim Al Mansur<br />

Rappe, *1996<br />

Wisznu Ibn<br />

Sawih<br />

S‘br., *1975<br />

Kalisha III<br />

Br., *1985<br />

Sawih Ibn<br />

Wisznu (Elite)<br />

Wahana<br />

Eunizar<br />

Kontess<br />

43<br />

Wisznu (Elite)<br />

Sabine<br />

Nazir (Elite)<br />

Warifah<br />

El Azrak<br />

Eunice<br />

Emin (Elite)<br />

Katjuscha<br />

Besitzer:<br />

EM Arabians<br />

Elke Wilfart<br />

Hofmarkstr. 17<br />

D-84435 Lengdorf / Kopfburg<br />

Tel.: 0151 52072474<br />

elkewilfart@gmail.com<br />

Vertreter der Ofir (1933) - Witez II - Wisznu-<br />

Linie, mit zusätzlich Rappblut auf der Mutterseite.<br />

Schon immer waren diese <strong>Pferde</strong> in<br />

den verschiedensten Disziplinen erfolgreich<br />

z.B. Witezarif, der mehrmals den Tevis Cup in<br />

Amerika gewann. Karim‘s Vater Wisznu Ibn<br />

Sawih und sein Onkel Mansul, sind beide<br />

leistungsgeprüft und gehörten zu den ersten<br />

Schau-Champions mit ebenso erfolgreicher<br />

Nachzucht.<br />

Karim erfreut uns täglich mit seinem unvergleichlichen,<br />

liebevollen und sehr vornehmen<br />

Charakter. Er zeigt den alten arabischen<br />

Adel im Erscheinungsbild und Habitus.<br />

Er hat ein extrem feines und trockenes Gesicht,<br />

ein starkes, korrektes Fundament, eine<br />

traumhafte Galoppade und eine äußerst<br />

harmonische Gesamterscheinung.<br />

Wir freuen uns 2018 auf seine ersten Fohlen<br />

und damit ein Weiterbestehen dieser wertvollen<br />

Blutlinie - Karim führt ca. 10-11 % altes<br />

Weiler Blut.


HengstParade<br />

31<br />

Farbe: Fuchs<br />

geb.: 1996<br />

Stm.: 1,59 m<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

Kuwait <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Kuwait vereint die deutsche Linie German<br />

Standort d. Hengstes:<br />

82064 Jettenhausen<br />

Züchter:<br />

Fam. Schick<br />

Kuwait<br />

Fuchs, *1996<br />

Kubinec<br />

Fuchs, *1987<br />

Jasminah<br />

Fuchs, *1991<br />

Balaton<br />

Kosmetika<br />

Mansuhri<br />

Jarissah<br />

Menes<br />

Panagia<br />

Muscat<br />

Karta<br />

Mansul<br />

Hadzimah<br />

Mansul<br />

Jaszirah<br />

Besitzer:<br />

Barbara Braun<br />

Jettenhausen <strong>12</strong><br />

82064 Jettenhausen<br />

Tel.: 0170 2424979<br />

babsi.braun@gmx.net<br />

www.braun-training.de<br />

Cross mit russischem Blut.<br />

Der Erfolg zeigt sich anhand mehrfacher<br />

Schauerfolge:<br />

• Champion Gieboldehausen<br />

• Champion Hungen<br />

• Klassensieger Res. Aachen<br />

• Klassensieger Res. Verona<br />

• Zweiter Saarlouis<br />

• German Cup Sieger<br />

• 2014 Gold Champion<br />

nat. Breeders Cup Kauber Platte<br />

Der außergewöhnliche Charakter und die<br />

traumhaft starken Bewegungen zeichnen<br />

ihn aus. Er vererbt dies auch weiter.<br />

Kuwait ist SCID & CA frei,<br />

er deckt im Natursprung<br />

32<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 1994<br />

Stm.: 1,59 m<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

33<br />

Foto: Julia Moll<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2000<br />

Stm.: 1,48 cm<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

Narym <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Narym ist rein russisch, einer der wenigen<br />

Standort d. Hengstes:<br />

82064 Jettenhausen<br />

Züchter:<br />

Desire Basile<br />

Mahrous <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Mahrous is returning home to Germany for<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Janine Friedberger,<br />

85084 Reichertshofen<br />

Züchter: G. Schweiher<br />

Narym<br />

Braun, *1994<br />

Mahrous<br />

Schimmel, *2000<br />

Balaton<br />

Fuchs, *1982<br />

Nemara<br />

Braun, *1987<br />

Ibn Nejdy<br />

Sch., *1992<br />

Shanah Halim<br />

Braun, *1996<br />

Menes<br />

Panagia<br />

Neman (Elite)<br />

Lenta<br />

Nejdy<br />

Ghazala (Elite)<br />

Dalia Halim<br />

UP Shari<br />

Nabeg<br />

Metropolia<br />

Aswan<br />

Pustinia<br />

Nabeg<br />

Nega<br />

Nep<br />

Laguna<br />

Besitzer:<br />

Barbara Braun<br />

Jettenhausen <strong>12</strong><br />

82064 Jettenhausen<br />

Tel.: 0170 2424979<br />

babsi.braun@gmx.net<br />

www.braun-training.de<br />

Salaa El Dine<br />

(Elite)<br />

Lotfeia<br />

Ghazal (Elite)<br />

Hanan (Elite)<br />

Ansata Halim<br />

Shah (Elite)<br />

AK Bint Dalia II<br />

Ibn El Moniet<br />

Shariha<br />

Besitzer:<br />

BAHA Arabians<br />

Claudia-Katalin Schindler<br />

Hinterer Hengstweg 6a<br />

A-2734 Puchberg<br />

tel. (Janine Friedberger):<br />

0049 172 4419<strong>12</strong>2<br />

bahaarabians@gmail.com<br />

letzten Nachkommen des bekannten<br />

Balaton.<br />

Er ist mehrfacher Multichampion und<br />

wurde 2016 im hohen Alter noch Reserve-<br />

Champion in Aachen.<br />

Vom VZAP bekam er den Titel „Elitehengst“<br />

verliehen.<br />

Er vererbt seinen herausragenden<br />

Typ ebenso wie seine wunderbaren<br />

Reiteigenschaften. Seine Nachkommen sind<br />

weltweit auf Schauen erfolgreich.<br />

Narym ist SCID & CA frei,<br />

er deckt im Natursprung<br />

2018 - Mahrous steht für die kommende<br />

Decksaison 2018 in Deutschland auf dem Gestüt<br />

„BARIQ AL SHAMS“ von Janine Friedberger,<br />

auch einer begrenzten Anzahl Fremdstuten<br />

zur Verfügung. Das Gestüt befindet sich<br />

ca 90 km nördlich von München, in 85084<br />

Reichertshofen, und ist als Zuchtstätte edler,<br />

rein ägyptischer <strong>Pferde</strong> wohl bekannt.<br />

Mahrous wurde nach alten Nagel-Linien<br />

gezogen und ist der Halbbruder der besser<br />

bekannten Hengste „NK Hafid Jamil“ und<br />

„Hur Guasimo“. Sie vertreten als extrem typvolle,<br />

klassisch rein ägyptische Hengste die<br />

Stutenfamilie Dahman Shahwan, die weltweit<br />

sehr beliebt und gefragt ist.<br />

Mahrous zeichnet sich vor allem durch sein<br />

extrem schönes Gesicht mit großen Augen<br />

und kleinen Ohren, seinem schwarzen Pigment<br />

und dem korrekten Körperbau aus. Er<br />

hat schöne schwungvolle Bewegungen mit<br />

viel Schub aus der Hinterhand und ist ein<br />

herrliches Freizeit-Reitpferd auf das man sich<br />

immer zu 100% verlassen kann.<br />

44<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


34<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,55 m<br />

Decktaxe: 1500,- €<br />

35<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 2008<br />

Stm.: 1,52 m<br />

Decktaxe: 1500,- €<br />

36<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Al Marid <strong>Vol</strong>lblutaraber AL MARID CA & SCID frei<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Sax Arabians<br />

84169 Altfraunhofen<br />

Züchter:<br />

Holubec Arabians<br />

Marshan <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Sax Arabians<br />

84169 Altfraunhofen<br />

Züchter:<br />

Reinhard Sax<br />

BK Latif <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Farbe: Schimmel<br />

Eos Arabians<br />

geb.: 13.03.2010<br />

86685 Huisheim<br />

Stm.: 156 cm<br />

Züchter:<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

Leonhard Becker<br />

Al Marid<br />

Schimmel, *2010<br />

Besitzer:<br />

Marshan<br />

Braun, *2008<br />

Besitzer:<br />

BK Latif<br />

Schimmel, *2010<br />

Al Milan<br />

Sch., 2004<br />

Bafra B<br />

Amurath Sahib V-5<br />

Fuchs, *2002<br />

Meshan Ibn<br />

Kubinec<br />

Fuchs, *2003<br />

Marni<br />

Rappe, *2004<br />

Nader Al Jamal<br />

Sch., *2004<br />

Latifah AA<br />

Sch., *2001<br />

Laheeb<br />

Al Lahab (Elite)<br />

The Vision HG<br />

Milena<br />

El Nabila B<br />

245 Ibn<br />

Galal I<br />

Kubinec (Elite)<br />

Menascha<br />

(Elite)<br />

Windsprees<br />

Mirage<br />

Marakovka<br />

Ansata<br />

Sinan<br />

Savannah CC<br />

Al Maraam<br />

Imperial<br />

Kalatifah<br />

45<br />

Ibn Narav<br />

Miriam II<br />

Kubinec (Elite)<br />

Balaton<br />

Kosmetika<br />

Menes<br />

Nascha (Elite)<br />

Thee<br />

Desperado<br />

GL Lady Mirage<br />

Marsin<br />

Marei<br />

Reinhard Sax<br />

Peissing 2<br />

84169 Altfraunhofen<br />

sax@sax-arabians.de<br />

www.sax-arabians.de<br />

Elf Layla Walayla<br />

Ibn Galal I<br />

210 Farag II<br />

Reinhard Sax<br />

Peissing 2<br />

84169 Altfraunhofen<br />

sax@sax-arabians.de<br />

www.sax-arabians.de<br />

Prince Fa<br />

Moniet<br />

Ansata Nefara<br />

Thee<br />

Desperado<br />

Miss Maggie<br />

Mae<br />

Imperial Imdal<br />

The Vision HG<br />

Imperial Al<br />

Kamar<br />

AK Latifa<br />

Besitzer:<br />

Leonhard Becker<br />

Gut-Dämme-Strasse 25<br />

52070 Aachen<br />

Kontakt: Eos Arabians<br />

Tel.: 0049 171 6444 378<br />

Email: khk@eos-arabians.com<br />

www.eos-arabians.com<br />

Ein sehr erfolgreicher Hengst, der seine<br />

Karriere nun beeindruckend in der Zucht<br />

fortsetzt. AL MARID begeistert durch<br />

extremen Typ, einen sehr eleganten<br />

Körperbau, seinen exzellenten Bewegungen<br />

sowie solidem Fundament!<br />

• GOLD German Nationals Aachen 2016<br />

• GOLD Verbandshengstschau Kreuth/D<br />

• GOLD Champion & BEST <strong>IN</strong> SHOW Intern.<br />

B-Schau Marbach/D<br />

• GOLD Intern. B-Schau Wels / AT<br />

• GOLD Intern. B-Schau Frankfurt/D<br />

• Silber Champion European Cup Prag/CZ<br />

Video von AL MARID und weitere<br />

Informationen über seine Nachkommen für<br />

Sie auf einen Blick:<br />

www.sax-arabians.com<br />

MARSHAN<br />

CA & SCID frei<br />

Dieser typvolle Ausnahmehengst<br />

überzeugt durch seine aussergewöhnlich<br />

raumgreifenden und kraftvollen<br />

Bewegungen, sowie seinem<br />

ausgezeichneten Charakter und Korrektheit.<br />

• GOLD Champion Nationales Championat<br />

• GOLD European Breeders Cup Deauville/F<br />

• GOLD-Schleife Verbandshengstschau<br />

• GOLD Intern. B-Schau Travagliato/Italien<br />

• Champion Res. Intern. A-Schau Wels/AT<br />

MARSHAN vererbt Typ, seinen<br />

ausgeglichenen und wunderbaren<br />

Charakter sowie sein hervorragendes<br />

Gangvermögen!<br />

Video und weitere Informationen über<br />

seine Nachkommen für Sie auf einen Blick:<br />

www.sax-arabians.com<br />

BK Latif is a very charismatic and<br />

handsome straight Egyptian stallion with<br />

a wonderful pedigree. He not only proved<br />

himself in the show ring over and over but<br />

also as a sire where he constantly puts type,<br />

a very beautiful face and size on to his foals.<br />

Also an amazing show attitude. So far he<br />

has straight Egyptian foals and Egyptian<br />

sired foals on the ground in Europe.<br />

2016 West Coast Cup Egyptians Silver<br />

Senior Champion<br />

• 2013 German National Gold Champion<br />

2013 Egyptian Event Europe Silver<br />

Champion Colt<br />

2013 Egyptian Event Europe Best Head<br />

Trophy<br />

2013 Silver Champion Colt Berlin Cup<br />

2013 Bronze Champion Colt Chantilly<br />

Breeders Cup<br />

HengstParade


HengstParade<br />

37<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,56 m<br />

Decktaxe: 2000 €<br />

38<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 2011<br />

Stm.: 1,56<br />

Decktaxe: auf Anfrage<br />

Malih CK<br />

Mouammar<br />

Standort d. Hengstes:<br />

87763 Lautrach<br />

Züchter:<br />

Cornelia Kiebler<br />

Standort d. Hengstes:<br />

Dr. Pauli, MP Stables<br />

94065 Waldkirchen<br />

Züchter: Gerd Meixner<br />

Malih CK<br />

Rappe, *2010<br />

Mouammar<br />

Schimmel, *2011<br />

TB Yasir<br />

Rappe, *2006<br />

Blue Mineah<br />

D‘Br., *2004<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Gazwan Al<br />

Nasser<br />

Braun, *2007<br />

Amurath<br />

Mofeedah (Elite)<br />

Sch., *2007<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Salaa El Dine<br />

Sulifah<br />

Pasha<br />

Sharim<br />

Moawada<br />

Besitzer: StraightBlue Arabians<br />

Gudrun Irtzing<br />

Wigelis 1<br />

87763 Lautrach<br />

www.irtzing.de<br />

araber@irtzing.de<br />

Gazal Al<br />

Shaqab<br />

Ftoon Al<br />

Shaqab<br />

El Sid<br />

Anaza El Farid<br />

Kajora<br />

Al Adeed Al<br />

Shaqab<br />

Malvina<br />

Al Lahab (Elite)<br />

Swana<br />

Amurath Monrad (Elite)<br />

Morgana (Elite) Mahara (Elite)<br />

Besitzer:<br />

Meixner Arabians<br />

Leimgrube 1<br />

88069 Tettnang<br />

Ansata Halim<br />

Shah<br />

Hanan<br />

Alaa Al Din<br />

Matala Bint<br />

Marah<br />

Pasha Farid<br />

Pasha<br />

Yasmeena<br />

Montasar<br />

Moetazza<br />

gerd.meixner@kabelbw.de<br />

www.meixner-arabians.de<br />

Malih CK ist ein rein ägyptisch<br />

homozygoter Rapphenst.<br />

SCID, CA und LFS clear.<br />

Seine Nachzucht besticht durch<br />

Korrektheit und Typ. Alle bisher dem<br />

Verband vorgestellte Fohlen wurden<br />

mit * und ** Sterne prämiert.<br />

Wir gewähren auf leistungsgeprüfte Stuten<br />

20% Rabatt auf die Decktaxe.<br />

Mouammar ist einer der vielseitigsten<br />

AV-Hengste Deutschlands der sich auf<br />

Schauen, unter dem Sattel und auch als<br />

Zuchthengst bereits bewiesen hat.<br />

• Goldene Schleife, Prämienhengst –<br />

Verbandshengstschau Aachen 2013<br />

• Klassensiege und Championate auf<br />

nationalen und internationalen C und B –<br />

Schauen von 2011 bis 2015<br />

• Hengstleistungsprüfung Ansbach<br />

(Western HLP) mit 7,85 Punkten in 2016<br />

Mouammar stammt aus einer konstant<br />

durchgezüchteten Mutterlinie mit<br />

durchwegs leistungsgeprüften Elitestuten.<br />

Er vererbt den Fohlen seinen Typ mit<br />

großen Augen, ein gutes Gebäude und<br />

sehr korrekte Beine, sowie ein zauberhaftes<br />

Interieur.<br />

39<br />

Farbe: Schimmel<br />

geb.: 1995<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Decktaxe: 1500,- €<br />

El Wodkine <strong>Vol</strong>lblutaraber El Wodkine ist ein Leistungshengst wie<br />

Standort d. Hengstes:<br />

91456 Diespeck<br />

Züchter:<br />

Per-Olof Scherling<br />

El Wodkine<br />

Schimmel, *1995<br />

Eldorado<br />

Sch., *1974<br />

Welona<br />

Braun, *1985<br />

Espartero<br />

Nebulosa<br />

Mamluk<br />

Wiegana<br />

Naborr<br />

Ela<br />

Negatiw<br />

Bint Munira<br />

Aswan<br />

Monogramma<br />

Camerton (Elite)<br />

Wieszczka<br />

Besitzer:<br />

Wolfgang Esch<br />

Untersachsen 25<br />

91456 Diespeck<br />

Ph.: 0151 19033402<br />

Email: wolfgang@esch.biz<br />

www.araber-pferd.de<br />

man sich ihn nur erträumen kann.<br />

Rennleistung im Zeitraum 1999 - 2008:<br />

66 Rennen, 28 Siege, 15 zweite- und<br />

6 dritte Plätze.<br />

GAG 2008 - 90 kg!!!!<br />

WAHO Trophy 2007<br />

Zitat (WAHO):<br />

El Wodkine is bred, owned and trained by<br />

Klintes Araber, Per-Olof & Anette Scherling in<br />

Vetlanda. In spite of his years (<strong>12</strong> yrs now), he<br />

is still racing on the elite level with success.<br />

El Wodkine is the greatest racer ever in<br />

Swedish Arabian Horse racing-history.<br />

He has made 62 starts with the excellent<br />

results of 27 wins, 14 second places and 6<br />

third places, and has earned approximately<br />

100,000 euros in prize-money.<br />

Nachkommensleistung:<br />

Top-Spin - Derbysieger Schweden 2015<br />

46<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


40<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 2011<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 31.01.2003<br />

Stm.: 1,48 m<br />

Decktaxe: 1000,- €<br />

Asala Amir Raa <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Amir ist ein sehr korrekter, homozygoter,<br />

Decktaxe: 1000 € (VA)<br />

andere Rassen: 600 €<br />

41<br />

Sharaf Fareed AB <strong>Vol</strong>lblutaraber Sharaf Fareed AB wurde <strong>2017</strong> vom ZSAA<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 2013<br />

Stm.: 1,58 m<br />

Decktaxe: 1500 €<br />

(gesplittete Decktaxe)<br />

42<br />

Aka Gavayan <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Standort d. Hengstes:<br />

94113 Tiefenbach<br />

Züchter:<br />

Tanja Lux<br />

Standort d. Hengstes:<br />

94113 Tiefenbach<br />

Züchter:<br />

Angelika Bruckner<br />

Standort d. Hengstes:<br />

92342 Freystadt/Opf.<br />

Züchter:<br />

Nicola Leupold<br />

Asala Amir Raa<br />

Rappe, *2011<br />

Sharaf Fareed AB<br />

Rappe, *2013<br />

Aka Gavayan<br />

Braun, *2003<br />

KH Khalf Leyl<br />

R., *2005<br />

Nea Syrah Al<br />

Sadik<br />

R., *2005<br />

FM Shah Nasaa<br />

Sch., *2004<br />

Heart of Fire<br />

Rappe, *2004<br />

Gazal Al<br />

Shaqab<br />

Braun, *1995<br />

Victorias<br />

Angel<br />

Fuchs, *1998<br />

NK Ibn Leyl<br />

Kahila El<br />

Nile<br />

Al Shuhruf<br />

Sorayya<br />

Naskhi<br />

Dahmraks<br />

Asjah Bint<br />

Ashira<br />

Aldaran<br />

YA Heartbreaker<br />

(Elite)<br />

Anaza El<br />

Farid<br />

Kajora<br />

TR Viktor<br />

Asya MG<br />

47<br />

Nahaman<br />

Nashwa<br />

A.R. Prince<br />

Tuhot<br />

Kaythara El Nile<br />

Simeon Sadik<br />

E.H. Ghasira<br />

Ali Zafir<br />

Suzi Eg<br />

Besitzer: A. Bruckner, BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />

Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />

Handy: 0171-7494947<br />

Tel: 08509-934572<br />

info@bavaria-pferdesport.de<br />

www.bavaria-pferdesport.de<br />

Gharib (Elite)<br />

Nabya<br />

El Thay Shah<br />

Manial<br />

Ashira II<br />

Vympel<br />

Ramirah BB<br />

Padrons<br />

Mahogany<br />

HH Heartbreaker<br />

Besitzer: A. Bruckner, BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />

Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />

Handy: 0171-7494947<br />

Tel: 08509-934572<br />

info@bavaria-pferdesport.de<br />

www.bavaria-pferdesport.de<br />

Ruminaja Ali<br />

Bint Deenaa<br />

Kaborr<br />

Edjora<br />

Nariadni<br />

Muscalean<br />

Princip<br />

Asrona<br />

Pächter:<br />

Ahil Arabians<br />

G. Wagner & P. Böhm<br />

Schmellnricht B3<br />

92342 Freystadt/Opf.<br />

Tel.: 08469 / 417<br />

Email: ahil90@yahoo.de<br />

www.ahil-arabians.de<br />

rein ägyptischer Rapphengst mit einem<br />

arabischen Habitus wie aus ‚Tausend und<br />

einer Nacht‘.<br />

Amir ist ein sehr mutiger Hengst der seine<br />

Herde sicherlich auch vor einem Berglöwen<br />

beschützen würde.<br />

Diese Eigenschaften gibt er auch an seine<br />

Kinder weiter, die durch ein sehr korrektes<br />

Gebäude mit schöner Halsung und viel<br />

arabischem Flair herausstechen. Auch ihr<br />

freundliches Wesen macht sie sehr beliebt.<br />

Amir wurde 3jährig kurz von mir angeritten,<br />

dabei war er sehr unkompliziert und<br />

rittig. Besonders fällt seine Begabung für<br />

zirzenische Lektionen auf. Leider ist er bei<br />

mir unterfordert.<br />

Samenversand nach Absprache möglich.<br />

mit 7,4 gekört. Er hatte keine Note unter 7!<br />

Sein 1. Fohlenjahrgang, alles Stuten, ist sehr<br />

korrekt, typvoll, groß und rahmig. Sie springen<br />

dem Menschen förmlich in den Schoss,<br />

bewegen sich alle phantastisch und galoppieren<br />

alle für AV ungewöhnlich gut!<br />

Vater FM Shah Nasaa ist in D und AT gekört<br />

und zweifach leistungsgeprüft (Distanz und<br />

Station). Seine Nachzucht wird vom bayer.<br />

WB Zuchtverband anerkannt.<br />

Er hat zahlreiche prämierte Nachkommen<br />

vorzuweisen. U. a. auch beim Bayer. WB<br />

Zuchtverband, die älteste Halbblutstute<br />

Lateefa AB hat 5jährig schon A-Dressur<br />

gewonnen.<br />

Mutter Heart of Fire (Russisch-polnisch) ist<br />

prämiert und hat eine SLP von 8,5 abgelegt.<br />

Internationale Distanzpferde und sporterfolgreiche<br />

Nachkommen aus der Mutterlinie<br />

über Elitestute YA Heartbreaker: z.B.<br />

• Abou Aichan CEI *** 160 km, WM, Florac<br />

• Hariya ED Siegerin CEI *** 160 km,<br />

• Ali Baba CEI*** 160 km erfolgreich<br />

Frischsamenversand möglich<br />

Aka Gavayan ist einer der wenigen Gazal Al<br />

Shaqab Söhne aus einer rein russischen<br />

Nariadni Enkelin in Deutschland.<br />

Typvoller, korrekter, bewegungsstarker<br />

Hengst mit Schoßhundcharakter.<br />

VZAP Silber prämiert.<br />

Erfolgreich auf Schauen gewesen.<br />

SCID und CA Frei<br />

HengstParade


HengstParade<br />

43<br />

Farbe: Rappe<br />

geb.: 09.05.2013<br />

Stm.: 1,49 m<br />

Decktaxe: 1000 €<br />

44<br />

Farbe: braun-overo<br />

geb.: 2010<br />

Stm.: 1,52<br />

Decktaxe: 700 €<br />

DF Kamyar <strong>Vol</strong>lblutaraber DF Kamyar ist ein heterozygoter schicker<br />

Standort d. Hengstes:<br />

(vorraussichtlich)<br />

D-91725 Ehingen<br />

Züchter:<br />

Birkhof Stud, Germany<br />

El Sharif<br />

Standort d. Hengstes:<br />

A-2630 Ternitz (NÖ)<br />

Züchter: S. Hoffmann,<br />

Gestüt Lindenhof<br />

DF Kamyar<br />

Rappe, *2013<br />

El Sharif<br />

braun-overo, *2010<br />

DF Siraj<br />

Rappe, *2004<br />

DF Karimah<br />

Rappe, *2005<br />

TE El Shamir<br />

Rapp-overo,<br />

*2002<br />

SA Moneda<br />

D‘Fuchs,<br />

*1997<br />

Sameer<br />

AR Ninive<br />

Simeon<br />

Sadik<br />

Kazsareei<br />

Araber Pinto<br />

HP Amir<br />

Elsahar<br />

RBA Shula<br />

Gorky<br />

Monaica<br />

Mohafez (Elite)<br />

Sabah<br />

Jasir ibn Jamil<br />

Galila<br />

Asfour<br />

Simeon Safanad<br />

Shah el Sareei<br />

Kazmar<br />

Besitzer:<br />

Kerstin Schaab<br />

Valentina Arabians<br />

Burker Str. 13<br />

D-91725 Ehingen- Beyerberg<br />

Tel. +49 (0)9835 977490<br />

kschaab@va-reitartikel.com<br />

www.valentina-arabians.de<br />

Saud El Ameer<br />

Sentez Fa Sable<br />

Summit Coco n<br />

Creame<br />

RBA Firefox<br />

Vatican<br />

Greenland<br />

Jury<br />

Momentah<br />

Besitzer:<br />

AMB-Arabians<br />

Döpplingerstraße 85<br />

A-2630 Ternitz (NÖ)<br />

Tel: +43 650 233 13 55<br />

office@amb-arabians.at<br />

www.amb-arabians.at<br />

FB: Andrea Bernsteiner<br />

Rapphengst. Er ist typvoll & korrekt.<br />

Kamyar ist rein ägyptisch und gehört zur<br />

Kuhaylan Ajuz Rodan Linie. Seine ersten<br />

Fohlen sprechen für sich selbst!<br />

CA, SCID, LFS frei<br />

El Sharif begeistert sowohl durch seinen<br />

soliden Körper, seinen Charme, seine<br />

hervorragenden Bewegungen, als auch<br />

durch seinen ausgesprochen ruhigen,<br />

arbeitswilligen und umgänglichen<br />

Charakter.<br />

Ein weiterer Blickfang ist natürlich auch<br />

seine seltene Farbe Braun Overo.<br />

Er hat einen <strong>Vol</strong>lblutaraberanteil von<br />

98,4375% und ist beim ÖAZV, beim<br />

Rheinischen <strong>Pferde</strong>stammbuch, sowie<br />

beim ZfdP gekört.<br />

El Sharif beeindruckte im Westernberitt<br />

seine Trainer, und zeigt sich äußerst begabt.<br />

Seine Nachzucht ist ein Versprechen an die<br />

Zukunft – alle seine Fohlen wurden bisher<br />

prämiert.<br />

El Sharifs Vater ist VZAP Elitehengst. Seine<br />

rein russische Mutter ZfDP Prämienstute.<br />

45<br />

Farbe: Braun<br />

geb.: 2005<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Decktaxe: 1500 €<br />

ESP Haife de F <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

ESP Haife de F ist rein spanisch gezogen<br />

Standort d. Hengstes:<br />

A – 5710 Kaprun (Öst.)<br />

Züchter:<br />

Gerald Watson (GB)<br />

ESP Haife de F<br />

Braun, *2005<br />

ESP Estel-P de F<br />

Sch., 2002<br />

Tomina<br />

Sch., *1993<br />

El Perfecto<br />

Estepa<br />

Don Diego<br />

Orla II<br />

Vallehermoso<br />

Example<br />

Ghadames<br />

Esperada<br />

Galero<br />

Hezina<br />

Galero<br />

Garpa<br />

und hat die Elite der spanischen <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

in seinem Pedigree: Man findet dort<br />

Worldchampions wie Estepa (Junior-World<br />

Champion), Orla II (Reserve World-Champion<br />

1982) und Hezina (World Champion<br />

1980), weiters sind Stempelhengste wie El<br />

Perfecto, Galero, Tabal, Jacio ... in seinem<br />

Pedigree zu finden.<br />

Doch Schönheit schließt Leistung nicht aus:<br />

ESP Haife de F hat seine Hengstleistungsprüfung<br />

2011 in Stadl Paura mit einem 2.<br />

Platz und 8,15 Punkten bei starker Konkurrenz<br />

abgeschlossen. Er ist außerdem:<br />

• Österreichischer Meister der <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

im Springen <strong>2017</strong><br />

• Vize-Europameister der <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

im Springen <strong>2017</strong><br />

ESP Haife de F hat sehr gute Grundgangarten,<br />

ist sehr rittig und geht mit Mut und<br />

guter Manier an den Sprung.<br />

SCID-/CA-/LFS - frei<br />

Maße: 153/170/19,5 cm<br />

Besitzer: Quo Vadis Arabians<br />

Melanie Kirisits<br />

Tannenweg 7<br />

A-5722 Niedernsill<br />

Austria<br />

Tel: 0043 650 21 45 456<br />

melanie.kirisits@gmail.com<br />

www.facebook.com/<br />

QuoVadisArabians<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong><br />

48


46<br />

NorCal Sierra SnoMan Partbred Araber / Pintabian<br />

Farbe: Braunschecke<br />

geb.: 2006<br />

Stm.: 1,58 m<br />

Decktaxe: 800€<br />

Farbe: Rappschecke Standort d. Hengstes:<br />

geb.: 2007<br />

A-5741 Neukirchen<br />

Stm.: 1,53 m<br />

Österreich<br />

Decktaxe: 800 € (VA & Züchter:<br />

Pintabian) andere 500 € Dietmar Leismann<br />

47<br />

Standort d. Hengstes:<br />

A-9871 Seeboden<br />

Züchter:<br />

L. or St. Detmer, USA<br />

Sauda Zahra,<br />

Rappschecke, *2007<br />

NorCal Sierra SnoMan<br />

Braunschecke, *2006<br />

Faa El Sharik ox<br />

Rappe, *1992<br />

Ebora Bint Amir<br />

Rappschecke,<br />

*2003<br />

Majestic<br />

Sunspot<br />

Br‘Schecke, *1997<br />

SPA Uncondishnaluv<br />

ox<br />

*1987<br />

Dhar Faa<br />

Halim ox<br />

Monieta<br />

Sharie ox<br />

Blaz Ons<br />

Fancy Amir<br />

(AHblt)<br />

Elizabet ox<br />

Adore My<br />

Sonspot<br />

BHR Hosans<br />

Lancer<br />

MI Rosesahlee ox<br />

Ibn Raffon ox<br />

CV Crystal ox<br />

CV Charisma ox<br />

Saad II Monokl ox<br />

Monokluv ox Saad Shala<br />

Serras Cee-<br />

Cee ox<br />

Fabo ox<br />

Sar Ladunimuhan<br />

ox<br />

Moniet El<br />

Sharaf ox<br />

JK Blue<br />

Hasmeh ox<br />

Tardars<br />

Seconcha<br />

McCoys<br />

Fancy ox<br />

Balaton ox<br />

Elvenda ox<br />

Besitzer:<br />

Anita Platzer<br />

Rossberg 37<br />

5741 Neukirchen am<br />

Grossvenediger Österreich<br />

Tel.: 0043 664 58 24 386<br />

Anitapinto@gmx.at<br />

www.painting-horse-ranch.at<br />

Starz O-Fad ox<br />

Surserra ox<br />

Besitzer: Zuchtgemeinschaft<br />

Wertl & Piuk<br />

Pinto For Pleasure<br />

Am Unterrain 4<br />

A-9871 Seeboden<br />

Tel: 0043 676 30 33 862<br />

www.pinto-for-pleasure.at<br />

info@pinto-for-pleasure.at<br />

Sauda Zahra Araber Sauda Zahra ist einer der wenigen Araberpintohengste<br />

mit einer schwarz-weißen Färbung<br />

und einem <strong>Vol</strong>lblutanteil von 98,44%.<br />

Sauda Zahra ist somit auch Pintabian-<br />

Produzent, für den amerikanischen Typ des<br />

PHRI (bei Anpaarung mit 100% AV-Stuten).<br />

Sauda Zahra ist der einzige gekörte Hengst<br />

im Hengstbuch für Pintabien in Europa<br />

beim ZSAA!<br />

Erster Fohlenjahrgang: Alle prämiert und<br />

ein Champion!<br />

• 2009 Nat. Schau für Partbred Araber 2. Pl.<br />

• 2010 Landesschau in Bayern 1. Pl. mit 8,5 P.<br />

• 2010 Körung vom ECHA-Zuchtverband<br />

(Europäischer Scheckenzucht-Verband)<br />

Gesamtnote von 8.4 und Prämienhengst<br />

• 2011 ZSAA-Körung in Alsfeld - gekört.<br />

• 2011 70 Tage HLP in Marbach absolviert.<br />

• 2013 gekört in Amstetten beim ÖAZV<br />

(Österreichischer Araber- Zuchtverband)<br />

SAUDA IST SCID, CA und LFS FREI!<br />

Sauda Zahra ist homozygot für das Rappgen<br />

(Schwarz)<br />

TG SAMENVERSAND EU-WEIT<br />

„Ein athletischer Araber in bunter Jacke, mit sehr<br />

korrektem Fundament, idealer Reitpferdehalsung<br />

und nahezu perfekter Oberlinie“ - so beschrieben ihn<br />

Richter 3jährig bei einer seiner Körungen 2009.<br />

SnoMan absolvierte sehr erfolgreich die HLP in Stadl<br />

Paura (7,81) und wird nun als zuverlässiger Partner<br />

im Bereich Distanz, Wanderreiten und Vielseitigkeit<br />

eingesetzt. Besonders hervorzuheben sind seine<br />

Trainierbarkeit, Konstitution, Springvermögen &<br />

Charakter.<br />

Bundes-Champion 2014 & Bundes-Res.-Sieger 2016<br />

Futurity-Sieger & mehrfacher Halter-Champion in<br />

den USA<br />

Beim ZSAA ist er im HB1 für Pintabians eingetragen,<br />

sowie im HB1 beim ÖAZV, APÖ und ECHA<br />

SCID – CA – LFS frei<br />

Seine Nachzucht spricht für sich – zahlreiche<br />

Prämienfohlen, Champions & Klassensieger.<br />

Attraktive Deckkonditionen für 2018 auf Anfrage.<br />

HengstParade<br />

48<br />

Farbe: Fuchs<br />

geb.: 1996<br />

Stm.: 1,58 m<br />

Decktaxe: 1600 €<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Bajkal <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Schönheit, Leistung, Charakter,<br />

Standort d. Hengstes:<br />

F-68210 Eteimbes<br />

Züchter:<br />

I. + D. Thievent<br />

Bajkal<br />

Fuchs, *1996<br />

Balaton<br />

Fuchs, *1982<br />

Rishah<br />

Fuchs, *1984<br />

Menes<br />

Panagia<br />

Rihan<br />

Jezabel<br />

49<br />

Nabeg<br />

Metropolia<br />

Aswan<br />

Pustinia<br />

Aseel<br />

Hakima<br />

Shah Jehan<br />

Winged Hour<br />

Besitzer:<br />

Ivana + Didier Thiévent<br />

AV Gestüt<br />

8, Rue de Lachapelle<br />

F- 68210 Eteimbes<br />

Tel. 0041/79 583 59 84<br />

thievent@bluewin.ch<br />

www.thieventaraber.ch<br />

erfolgreiche Nachzucht!<br />

Bajkal darf auf eine beeindruckende Lebensleistung<br />

in Zucht, Sport und Schauen zurückblicken;<br />

dafür ist diesem liebenswürdigen<br />

Hengst die WAHO Trophy 2016 verliehen<br />

worden.<br />

• 4-fach goldprämiert an Beständeschauen,<br />

Topplatzierungen auf int. Schauen<br />

• Erfolge in Endurance, darunter mehrere Siege<br />

• Mehrere Siege und Topplatzierungen im<br />

Westernsport bis LK1 (Reining, Horsemanship)<br />

• HLP Western VZAP erfolgreich bestanden<br />

• Als bisher einziger Deckhengst in der CH hat<br />

er sämtliche Anforderungen für die Kategorisierung<br />

in allen 4 Beurteilungskriterien<br />

erfüllt und die Wertungen: B/A/B/B (Exterieur/<br />

Gesundheit/ Leistung/Nachzucht) erreicht.<br />

• Hochprämierte, sehr erfolgreiche Nachzucht,<br />

die sich unter dem Sattel bewährt.<br />

CA- und SCID-frei, Frischsamenversand


Deutsches Nationales Championat <strong>2017</strong><br />

Schau im<br />

Abseits!<br />

Schauen<br />

Senioren Gold-Champion<br />

BB JAWHAR EL THAN (Raffael El Than / BB Jhadenz)<br />

alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

Die Rahmenbedingungen für das diesjährige Nationale Championat hätten<br />

unglücklicher nicht sein können, denn wer von den Ausstellern oder Zuschauern<br />

hat schon Zeit, bereits am Donnerstag nach Aachen zu fahren?<br />

Entsprechend gering waren dann auch die Starterzahlen: Es traten nur 36 <strong>Pferde</strong> an!<br />

Stellt Euch vor, es ist "Schau", und keiner<br />

geht hin - so oder so ähnlich kommt<br />

einem die Schauszene in Deutschland<br />

vor. Gerade mal 20 Aussteller - das heißt ca<br />

1% der Verbandsmitglieder - haben am diesjährigen<br />

Nationalen Championat mit 36 <strong>Pferde</strong>n<br />

teilgenommen. Damit sind wir auf einem<br />

Tiefstand angekommen. Im letzten Jahr waren<br />

es noch 60 (jeweils incl. Fohlen).<br />

Am zahlreichsten waren die Fohlen angetreten,<br />

immerhin 11 Stück, 6 Stütchen und<br />

5 Hengstchen. Die drei Besten jeder Klasse<br />

machten dann unter sich das Fohlen-Championat<br />

aus. Hier stellten die bekannten Schaupferdeväter<br />

erwartungsgemäß die Sieger:<br />

Ajman Moniscione war der Vater des Hengstfohlens<br />

Inspired Ascot (a.d. Inspired Nadeshda),<br />

das später Champion wurde. Er stammt<br />

aus der Zucht der Familie Schick und wirkt<br />

wie aus einem Guss, mit sehr langen Linien,<br />

insbesondere einer sehr eleganten Halsung.<br />

Da hatte es die kleine EOS Adorable (v. SMA<br />

Magic One) aus der Zucht von Kathrin Hampe<br />

schwer, dagegen anzukommen, obwohl ihre<br />

Mutter Amalia Serondella hier am selben Ort<br />

National-Championesse 2015 war. Immerhin<br />

ein Richter sah sie ganz vorne. BS Karani von<br />

BS Karanji schaffte es zur Bronze-Medaille auf<br />

den dritten Rang und entschädigte Züchterin<br />

Brigitte Sprave dafür, dass BS Karanji in seiner<br />

Klasse disqualifiziert wurde, weil er als Junior<br />

bereits Gold gewonnen hatte und damit<br />

überqualifziert war.<br />

Die Junioren<br />

Bei den Junioren stellten sich 9 Stuten und<br />

8 Hengste den kritischen Augen der Richter.<br />

Hier konnte die zweijährige Bourhani Fadissima<br />

(Fadi Al Shaqab / AB Bellissima) überzeugen.<br />

Die von Hannelore Bourdeaux gezüchtete<br />

Stute hatte bereits ihre Klasse gewonnen<br />

und mit 91 Punkten die höchste Punktzahl<br />

der Schau erzielt. Die großrahmige Malala<br />

(Meshan Ibn Kubinec / Marni) aus dem Gestüt<br />

Sax holte sich die Silbermedaille im Championat,<br />

und Inspired Nahila, eine Halbschwester<br />

zu Ascot aus derselben Mutter, aber mit Kahil<br />

Al Shaqab zum Vater, wurde von den Richtern<br />

auf den dritten Platz gesetzt.<br />

Während sich die Richter bei den Juniorenstuten<br />

nicht ganz einig waren, gab es über<br />

den Gold-Champion bei den Juniorenhengsten<br />

keinen Zweifel: Lamandro holte sich mit<br />

der höchsten Note aller Hengste dieser Schau<br />

den Gold-Titel. Der von Reinhard Sax gezogene<br />

Sohn von EKS Alihandro hatte sich letztes<br />

Jahr noch mit der Silbermedaille zufrieden<br />

geben müssen. Die Mutter von Lamandro ist<br />

die bewährte Zuchtstute Lamana, die zwischenzeitlich<br />

nach Qatar verkauft wurde. Und<br />

Sax Arabians konnte gleich einen Doppelsieg<br />

feiern, denn Mahil Al Marenga (von Kahil Al<br />

Shaqab) holte sich Silber, vor Muranas Adl<br />

aus dem Gestüt Murana von Michaela Weidner,<br />

dessen Vater Muranas Jassehr einst hier<br />

Junioren Gold-Champion war.<br />

50<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Die Senioren<br />

Die Stuten waren im Katalog immerhin in<br />

zwei Klassen unterteilt, doch dann erschienen<br />

zwei nicht, und eine war in der falschen<br />

Altersgruppe. So mußte Karimah Magidaa<br />

LDA (v. Mishaal HD) im Besitz von Ralf Heckenbücker<br />

ohne Konkurrenz antreten. Die<br />

Ägpyterin ist bekannt von früheren Schauen,<br />

als sie noch Nayla Hayek gehörte.<br />

Bei den älteren Stuten stand wiederum eine<br />

Stute aus dem Stall Heckenbücker an der<br />

Spitze, Alia Lahab RSA (von Al Lahab), auch<br />

diese Stute stand einst im Gestüt Hanaya Arabians.<br />

Der Sieg jedoch ging an den neuen Besitzer,<br />

wenn auch nur ganz knapp, denn die<br />

zweitplatzierte Sorella Al Hadiyah hatte die<br />

gleiche Punktzahl, nur geschlagen über die<br />

Bewegungsnoten. Sorella stammt ursprünglich<br />

aus dem Gestüt La Movida und wurde<br />

von Kathrin Hampe, EOS Arabians gekauft.<br />

Dritte in der Klasse war dann Angel Afrikhan<br />

Queen aus dem Gestüt Amurath der Familie<br />

Zimmermann.<br />

Beim Championat, das am Sonntag stattfand,<br />

sah die Reihenfolge dann wieder anders<br />

aus: Die Richter setzten mit 2:1 Sorella<br />

als Gold-Champion, während Alia Lahab sich<br />

mit Silber zufrieden geben mußte. Afrikhan<br />

Queen wurde Bronze-Champion, während<br />

Karimah Magidaa leer ausging.<br />

Während im letzten Jahr die Klasse der Seniorenhengste<br />

wirklich aufregend und spannend<br />

war, so wollte diese Spannung dieses<br />

Jahr nicht aufkommen, zumal nur drei<br />

Hengste angetreten waren: der langlinige<br />

BB Jawaher Al Thann (Raffael El Than / BB<br />

Jhadenz) im Besitz von Karin Zeevenhoven<br />

siegte mit 90,33 Punkten, während sich der<br />

eher kompakte Ägypter F Tayyar Ibn Al Lahab<br />

von Welt-Champion Al Lahab aus der Zucht<br />

der Familie Friedmann mit einem Punkt weniger<br />

zufrieden geben mußte. Der dritte im<br />

Bunde war dann El Ninjo (Emiliusz / Claudiaa)<br />

der Familie Ahlers. Und während die anderen<br />

Championate am Sonntagmorgen stattfanden,<br />

wurden die Hengste, weil nur drei angemeldet<br />

waren, gleich am Donnerstag "abgehandelt".<br />

Wobei die Vergabe eine Farce war,<br />

denn es wurde nach dem "offenen Championatssytem"<br />

gerichtet, was bedeutete, dass<br />

der Champion unter allen drei Hengsten gewählt<br />

werden konnte. In der Praxis sah das so<br />

aus, dass die Hengste nach der Siegerehrung<br />

in der Klasse aus dem Ring geschickt wurden,<br />

und sogleich wieder zurück kamen, um für's<br />

Championat anzutreten. Die Überraschung<br />

war nicht wirklich groß, als die Richter das<br />

Championat analog des Klassenresultats vergaben,<br />

da ja kaum 10 Minuten dazwischen<br />

lagen.<br />

Bleibt noch nachzutragen, dass Al Lahab<br />

mit 2 Silber-Champions das erfolgreichste<br />

Vatertier war, Kahil Al Shaqab (1 x Silber, 1<br />

x Bronze) folgte ihm auf Rang zwei. Bei den<br />

Züchtern lag Reinhard Sax mit 1 x Gold und 2<br />

x Silber vorne, gefolgt von EOS Arabians (1 x<br />

Gold, 1 x Silber) und Inspired Stud (1 x Gold,<br />

1 x Bronze).<br />

Auch für 2018 ist das Deutsche Nationale<br />

Championat auf dem Termin vor dem ANC<br />

geplant - ob dann überhaupt noch jemand<br />

teilnimmt? Aber vermutlich ist der Termin ja<br />

"alternativlos" - so kennen wir es aus der Politik.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

<strong>IN</strong>SPIRED ASCOT (Ajman Monisicione / Inspired<br />

Nadeshda) und EOS ADORABLE (SMA<br />

Magic One / Amalila Serondella)<br />

Junioren Gold-Championesse<br />

BOURHANI FADISSIMA<br />

(Fadi Al Shaqab / AB Bellisima)<br />

Schauen<br />

Deutsches National-Championat, Aachen<br />

21. Sept. <strong>2017</strong><br />

Senioren Gold-Championesse<br />

SORELLA EL HADIYAH<br />

(Al Hadiyah AA / Scala El Jamal)<br />

Foal Championship<br />

Gold: <strong>IN</strong>SPIRED ASCOT (Ajman Moniscione / Inspired Nadeshda), B: Inspired Stud / DE<br />

Silver: EOS ADORABLE (SMA Magic One / Amalia Serondella), B: EOS Arabians / DE<br />

Bronze: BS KARANI (BS Karanji / EK Nathice); B: B. Sprave / DE<br />

Junior Female Championship<br />

Gold: BOURHANI FADISSIMA (Fadi Al Shaqab / AB Bellisima), B: Bourhani Arabians / DE<br />

Silver: MALALA (Meshan Ibn Kubinec / Marni), B: Sax Arabians / DE<br />

Bronze: <strong>IN</strong>SPIRED NAHILA (Kahil Al Shaqab / Inspired Nadeshda), B: Inspired Stud / DE<br />

Senior Female Championship<br />

Gold: SORELLA EL HADIYAH (Al Hadiyah AA / Scala El Jamal), B: EOS Arabians / DE<br />

Silver: ALIA LAHAB RSA (Al Lahab / Alia Valentino), B: R. Heckenbücker / DE<br />

Bronze: ANGEL AFRIKHAN QUEEN (F Afrikhan Shah / Angel Aziza), B: Gestüt Amurath / DE<br />

Junioren Gold-Champion<br />

LAMANDRO<br />

(EKS Alihandro / Lamana)<br />

Junior Male Championship<br />

Gold: LAMANDRO (EKS Alihandro / Lamana), B: Sax Arabians / DE<br />

Silver: MAHIL AL MARENGA (Kahil Al Shaqab / Miss Marenga) B: Sax Arabians / DE<br />

Bronze: MURANAS ADL (Muranas Jassehr / Muranas Azeezah), B: Murana Stud / DE<br />

Senior Male Championship<br />

Gold: BB JAWHAR EL THAN (Raffael El Than / BB Jhadenz), B: K. Zeevenhoven / DE<br />

Silver: F TAYYAR IBN AL LAHAB (Al Lahab / F Tahani Bint Shamaal), B: H.J. & I. Friedmann /DE<br />

Bronze: EL N<strong>IN</strong>JO (Emiliusz /Claudiaa), B: B. & H.D. Ahlers / DE<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

51<br />

Senioren Silber-Champion<br />

F TAYYAR IBN AL LAHAB<br />

(Al Lahab / F Tahani Bint Shamaal)


Die "Triple Crown Schauen" <strong>2017</strong><br />

Kampf der Giganten<br />

Schauen<br />

Wenn die drei großen Schauen<br />

so etwas wie die Trendsetter<br />

der "Araber-Industrie"<br />

sind, dann dürfen wir uns<br />

vielleicht auf die Wiederkehr<br />

der Schimmel freuen.<br />

Und auch die Dauersiegesserie<br />

der arabischen Länder<br />

scheint dieses Jahr etwas<br />

abgemildert, immerhin<br />

gingen vier Medaillen beim<br />

Welt-Championat nach<br />

Europa und in die USA.<br />

52<br />

Senior Silver World-Champion<br />

Equator (QR Marc / Ekliptyka), Michalow Stud / POL<br />

alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Schaut man sich die Medaillengewinner der zwei letzten Jahre<br />

an, so findet man zahlreiche Namen immer und immer wieder:<br />

Mozn Albidayer, D Ajayeb, Alexxanderr, AJ Azzam, Morion, DA<br />

Alihandra, Melody J, Cyclone OS, Pustynia Kahila, Belladonna T, Tehama<br />

Ballalina, Equator, Equiborn KA - sie alle hatten schon Gold, Silber<br />

oder Bronze in den beiden Vorjahren gewonnen, und standen dieses<br />

Jahr wieder im Medaillenregen. Haben wir also so wenig gute <strong>Pferde</strong>?<br />

Oder so wenige Besitzer, die bereit sind, diesen Aufwand zu treiben,<br />

ihre <strong>Pferde</strong> zu einer der drei großen Schauen zu bringen? Aber wenn<br />

man diesen Faden weiter spinnt, dann erkennt man, wie klein der<br />

"Schauzirkus" eigentlich ist.<br />

Der All Nations Cup<br />

Gemessen an der Anzahl der <strong>Pferde</strong>, steht der All Nations Cup<br />

in Aachen an einsamer Spitze. Gemessen an der Light & Sound<br />

show, der Special Guests, und der besonderen Ehrungen sowieso.<br />

Aber muß es wirklich sein, dass am Samstag-Nachmittag zur<br />

"Primetime" die Schau beendet und die Halle umgebaut wird?<br />

Vier bis fünf Stunden Leerlauf, in denen man auch das Nationale<br />

Championat hätte unterbringen können, das ja aus Zeitgründen<br />

auf den Donnerstag ausweichen mußte. Es ist auch eine traurige<br />

Wahrheit, dass trotz des Nationalen Championats am selben Ort,<br />

nur zwei deutsche <strong>Pferde</strong> am All Nations Cup antraten: Lamandro<br />

aus dem Hause Sax, der mit über 90 Punkten den vierten Platz in<br />

seiner Klasse errang, und Abudin Al Aqaba von Waltraut Hobein.<br />

Der VZAP und das Veranstaltungskomittee sollten einmal über den<br />

Tellerrand schauen, wie beim Welt-Championat die französischen<br />

Züchter mit dem "Coupe de France" eingebunden werden.<br />

Unsere "kleinen Nachbarn" Österreich und die Schweiz jedenfalls<br />

hatten mehr <strong>Pferde</strong> gemeldet als die deutschen Züchter, und<br />

zumindest einer war auch siegreich: Den Überraschungs-Coup<br />

landete nämlich Nayla Hayek mit HL El Ganador aus Chile. Nicht<br />

nur, dass wohl kaum zuvor ein Pferd aus Chile zu Championatsehren<br />

am ANC kam, sein Pedigree ist auch nicht nach der üblichen<br />

"Erfolgsformel" gestrickt, weist also weder Gazal Al Shaqab noch<br />

Padrons Psyche auf, und ist außerdem ein "Nicht-Ägypter" im Besitz<br />

des sonst als Züchter ägyptischer <strong>Pferde</strong> bekannten Gestüts<br />

Hanaya Arabians in der Schweiz. Er gewann außerdem eine von<br />

vier Medaillen, die nicht in den Mittleren Osten gingen, sondern<br />

in Europa blieben.<br />

Bei den Junioren-Hengsten begeisterte Alexxanderr (v. Excalibur EA),<br />

der in den USA gezogen wurde. Er ist auf Padrons Psyche ingezogen<br />

und schaffte es den Triple Crown Sieger von 2015, AJ Azzam, auf den<br />

Platz des Reserve-Champion zu verweisen.<br />

Halsdon Arabians schickte Ekspulcja ins Rennen, und so konnte sich<br />

die in Polen gezogene Gazal Al Shaqab-Tochter (a.d. Elandra) immerhin<br />

noch die Bronze-Medaille für Shirley Watts, GB sichern.<br />

Christine Jamar brachte mit Emerald J ihren selbstgezogenen Sohn<br />

von QR Marc aus der legendären Emandoria zur Schau, der im Championat<br />

dem jüngeren Excalibur EA knapp unterlegen war. Silber für<br />

Emerald J, Gold für Excalibur EA (v. Shanghai EA), beide <strong>Pferde</strong> sind in<br />

Europa gezüchtet. Auch der dritte im Bunde, Bronze-Champion Morion<br />

(v. Kahil Al Shaqab) stammt aus Europa, gezogen in Michalow.<br />

Das Europa-Championat<br />

Die größte Abwechslung bringt noch immer das Europa-Championat,<br />

da hier einige <strong>Pferde</strong> auftauchen, die an den beiden anderen Schauen<br />

nicht zu sehen sind - zumindest nicht auf den vorderen Rängen.<br />

Und hier hat auch dieses Jahr das kleine Österreich eine Bronze, eine<br />

Silber- und eine Goldmedaille errungen: Gold ging an DA Alihandra<br />

aus der Zucht und im Besitz von Cornelia Kolnberger (die 2016<br />

Bronze gewann), Bronze ging an ihre Stallgenossin und <strong>Vol</strong>lschwester<br />

DA Ariyana. Beide stammen vom letztjährigen Welt-Champion EKS<br />

Alihandro aus der Miss Justice von WH Justice und verkörpern damit<br />

die "magische Formel" Marwan x Justice in der Großelterngeneration.<br />

Wer mit so wenigen Zuchtstuten so erfolgreich ist wie Cornelia Kolnberger,<br />

der darf sich wirklich mit Fug und Recht "Züchter" nennen!<br />

Nach längerer Schau-Abstinenz war auch La Movida wieder am Europa-Championat<br />

vertreten: Lawrence El Gazal (v. Gazal Al Shaqab) holte<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

53<br />

Battle of<br />

the Giants<br />

If we consider the three big shows to be<br />

something like the trendsetters of the "Arabian<br />

industry", then perhaps we can look<br />

forward to the return of the greys. And also<br />

the long string of victories of the Arab countries<br />

seems to be a little bit curtailed, as four<br />

medals went to Europe and the USA at this<br />

year's World Championships.<br />

If you look at the medal winners of the last two years, you will find<br />

numerous names over and over again: Mozn Albidayer, D Ajayeb,<br />

Alexxanderr, AJ Azzam, Morion, DA Alihandra, Melody J, Cyclone OS,<br />

Pustynia Kahila, Belladonna T, Tehama Ballalina, Equator, Equiborn KA -<br />

all of them had won Gold, Silver or Bronze in the two previous years, and<br />

again this year. Do we have so few good horses? Or so few owners, who<br />

are prepared to take all the effort and expenses, to bring their horses to<br />

one of the three big shows? But if we continue to weave this thread, then<br />

we realize how small this "show circus" actually is.<br />

The All Nations Cup<br />

It is a sad truth that despite the fact that the National Championship takes<br />

place at the same event, only two German horses competed in the All<br />

Nations Cup: Lamandro, representing Sax Arabians, who had more than<br />

90 points and achieved the fourth place in his class, and Abudin Al Aqaba<br />

of Waltraut Hobein. The VZAP and the organizing committee should<br />

think outside the box and have a look as to how the French breeders are<br />

integrated with the "Coupe de France" in the World Championships.<br />

Our "little neighbors", Austria and Switzerland, had entered more horses<br />

than the German breeders, and at least one was victorious: The surprise<br />

coup landed Nayla Hayek with HL El Ganador from Chile. Not only has<br />

never before a horse from Chile received championship honors at the<br />

ANC, but also his pedigree is not knitted according to the usual "formula<br />

of success", which means he has neither Gazal Al Shaqab nor Padron's<br />

Psyche in his pedigree. Further, he is a "non-Egyptian" in possession of<br />

a stud that is otherwise known as a breeder of Egyptian horses, Hanaya<br />

Arabians in Switzerland. He also won one of four medals that did not go<br />

to the Middle East but remained in Europe.<br />

Alexxanderr (by Excalibur EA), who was bred in the USA, impressed<br />

among the junior stallions. He is inbred to Padrons Psyche and managed<br />

to push the Triple Crown Winner of 2015, AJ Azzam, to Reserve Champion<br />

position.<br />

Halsdon Arabians sent Ekspulcja to the show and so, the Polish-bred Gazal<br />

Al Shaqab daughter (out of Elandra) could secure at least a Bronze<br />

Medal for Shirley Watts, GB.<br />

Christine Jamar brought Emerald J to the show, her self-bred son by QR<br />

Marc out of the legendary Emandoria. He was beaten by a small margin<br />

by Excalibur EA, so it was Silver for Emerald J and Gold for Excalibur EA<br />

(by Shanghai EA), both horses bred in Europe. Also, the third-placed and<br />

Bronze Champion Morion (by Kahil Al Shaqab) came from Europe, bred<br />

in Michalow.<br />

Shows


Schauen<br />

sich Silber hinter Excalibur EA. Für mich ist er einer der besten Gazal Al<br />

Shaqab-Söhne.<br />

Aus Deutschland angetreten war Cyclone OS aus dem Gestüt Osterhof,<br />

der Bronze bei den Juniorenhengsten holte (letztes Jahr Silber<br />

bei den Jährlingen). Er stammt von dem Brasilianer RFI Farid, der sowohl<br />

Gazal Al Shaqab-, als auch Padron's Psyche frei ist.<br />

Aus Belgien stammte der Bronze-Junioren Champion Emperor KA (v.<br />

QR Marc), während die anderen in Belgien gezogenen <strong>Pferde</strong> alle bereits<br />

eine neue Heimat im Mittleren Osten gefunden haben. Auch ein<br />

polnisches Pferd schaffte es in die Medaillenränge, Pustinia Kahila (v.<br />

Kahil Al Shaqab), die 2013 in Michalow geborene Stute stammt noch<br />

aus der Zucht von Jerzy Bialobok. Hasldons Ekspulsja lag auch beim<br />

Europa-Championat auf dem Bronze-Platz.<br />

Das Welt-Championat<br />

Wer den ANC gesehen hatte, kannte mindestens die Hälfte der <strong>Pferde</strong><br />

bereits. So die Sieger bei den Jährlingsstuten, einzig Om El Erodite,<br />

die Bronze erhielt, war neu. Wir erinnern uns, sie wurde Anfangs des<br />

Jahres für 1,55 Mio Dollar innerhalb der USA verkauft und startete<br />

auch für die USA hier in Paris - der einzige Starter aus den USA in den<br />

Medaillenrängen.<br />

Der ANC-Überraschungssieger HL El Ganador und sein "runner-up"<br />

RD Harenaado wurden hier am Welt-Championat auf die Plätze Silber<br />

und Bronze verwiesen. Gold ging an Figaro (Wadee Al Shaqab /<br />

Shirin by Aisha) - doch davon noch später. Bei den Junioren-Stuten<br />

ging Gold an Mozn Albidayer, die damit ihren Sieg vom ANC <strong>2017</strong><br />

wiederholen und sich seit letztem Jahr von Silber auf Gold verbessern<br />

konnte. Alexxanderr tat es ihr gleich bei den Jungs.<br />

Man kann sagen, was man will, aber die Stuten- und Hengstklassen<br />

sind doch immer am spannendsten. Als Siegerin ging Tehama Ballalina<br />

hervor, die mit Abstand die besten Gänge zeigte und einen Bewegungsablauf,<br />

der hier selten geworden ist, obwohl sie mit 15 Jahren<br />

die älteste Teilnehmerin war. Sie stammt aus Zimbabwe und ist im Besitz<br />

von Al Zobair Stud. Außerdem war sie eines von drei <strong>Pferde</strong>n, das<br />

weder Gazal noch Padron führt. Auf Platz zwei und damit Silber, ging<br />

an Shirin by Aisha - eine tolle Stute, die den Sieg genauso verdient hätte.<br />

Und sie hat auch bereits erfolgreichen Nachwuchs: Der Gold-Junge<br />

bei den Junioren, Figaro, ist ihr Sohn, Wadee, der spätere Gold-Hengst<br />

sein Vater. Also Gold x Silber = Gold, und das alles an einem Weltchampionat,<br />

das ist fürwahr kein schlechtes "Familienergebnis".<br />

The European Championships<br />

The European Championship is still different from the other shows because<br />

here you see some horses that are not seen at the other two shows - at<br />

least not in the front ranks. And here, this year, little Austria has won a<br />

bronze, a silver, and a gold medal: Gold went to DA Alihandra, bred and<br />

owned by Cornelia Kolnberger, Bronze went to her stablemate and full<br />

sister DA Ariyana. Both have last year's world champion EKS Alihandro as<br />

sire and are out of Miss Justice by WH Justice and thus embody the "magic<br />

formula" Marwan x Justice in the grandparent generation. He who<br />

is as successful as Cornelia Kolnberger with so few broodmares is really<br />

entitled to call himself a "breeder"!<br />

La Movida's Lawrence El Gazal (by Gazal Al Shaqab) took silver behind<br />

Excalibur EA. For me, he is one of the best Gazal Al Shaqab sons. Coming<br />

from Germany was Cyclone OS from the stud farm Osterhof, who took<br />

bronze in the junior stallions (last year silver in the yearlings class). His<br />

sire is Brazilian-bred RFI Farid, who is free both of Gazal Al Shaqab and<br />

Padron's Psyche.<br />

The bronze Junior Champion Emperor KA (by QR Marc) came from Belgium.<br />

Also, a Polish-bred horse made it into the medal ranks: Pustinia Kahila<br />

(by Kahil Al Shaqab), born in Michalow still bred by Jerzy Bialobok.<br />

Hasldons Polish-bred Ekspulsja was also in the bronze place.<br />

The World Championships<br />

Anyone who saw the ANC already knew at least half of the horses. And<br />

so, of the winners of the yearling mares, only Om El Erodite, who received<br />

bronze, was new. As we recall, she was sold for 1.55 million dollars to a<br />

new owner within the US at the beginning of the year, and here in Paris,<br />

she was the only US starter in the medal ranks.<br />

The ANC surprise winner HL El Ganador and his "runner-up" RD Harenaado<br />

were relegated to the silver and bronze medals here at the World<br />

Championships. Gold went to Figaro - more about him later.<br />

Gold for the junior mares went to Mozn Albidayer, repeating her ANC<br />

<strong>2017</strong> victory and improving from silver to gold since last year. Alexxanderr<br />

did the same in the group of Junior Colts.<br />

You can say whatever you want, but the mare and stallion classes are<br />

always the most exciting. The winner of the mares was Tehama Ballalina,<br />

who showed by far the best movements and a trot that has become<br />

rare here, although she was the oldest participant at the age of 15. She<br />

comes from Zimbabwe and is owned by Al Zobair Stud. She was also one<br />

of three horses that have neither Gazal nor Padron in her pedigree. In<br />

Medaillenübersicht der Triple Crown-Schauen / Medal Overview of the Triple Crown Shows<br />

All Nations Cup European Championships World Championships<br />

Titel / Title Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.: Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.: Pferd / horse Z.:/br.: B.:/o.:<br />

Yearling Fillies Gold LR ERA DE EXCALIBUR UGY KSA AJ NORAH UAE UAE LR ERA DE EXCALIBUR UGY KSA<br />

Yearling Fillies Silber D MUMAYYAZAH UAE UAE NEMESI REGALIS ITA ITA SERANZA USA ISR<br />

Yearling Fillies Bronze SERANZA USA ISR DA ARIYANA AUT AUT OM EL ERODITE USA USA<br />

Yearling Colts Gold HL EL GANADOR CHI SUI AJ RADMAN UAE UAE FIGARO ITA QAT<br />

Yearling Colts Silber RD HARENAADO USA KUW MADAGASKAR J BEL KSA HL EL GANADOR CHI SUI<br />

Yearling Colts Bronze D SHALLAL UAE UAE EMPEROR K.A. BEL BEL RD HARENAADO USA KUW<br />

Junior Fillies Gold MOZN ALBIDAYER UAE UAE DA ALIHANDRA AUT AUT MOZN ALBIDAYER UAE UAE<br />

Junior Fillies Silber D AJAYEB UAE UAE OBAYANA KA BEL ITA MAD<strong>IN</strong>AT ALBAYDAA EGY EGY<br />

Junior Fillies Bronze LOULOU AL NASSER QAT QAT MELODY J BEL KSA BELLADONNA AT QAT QAT<br />

Junior Colts Gold ALEXXANDERR USA KSA WORTEX KALLISTE FRA BEL ALEXXANDERR USA KSA<br />

Junior Colts Silber AJ AZZAM UAE UAE FUERTE POL KSA FUERTE POL KSA<br />

Junior Colts Bronze IZAN AL CAPE ESP ESP CYCLONE OS GER GER NADEEM EL ARAB USA QAT<br />

Senior Mares Gold ANOOD AL NASSER QAT QAT NESJ EL MARKHISA BEL JOR TEHAMA BALLAL<strong>IN</strong>A ZIM UAE<br />

Senior Mares Silber B<strong>IN</strong>T HAZY AL KHALEDIAH KSA KSA PUSTYNIA KAHILA POL POL SHIR<strong>IN</strong> BY AISHA ITA KSA<br />

Senior Mares Brone EKSPULSJA POL GBR EKSPULSJA POL GBR DELIGHT'S DIVAH RB BRZ KSA<br />

Senior Stallions Gold EXCALIBUR EA ESP UAE EXCALIBUR EA ESP KUW WADEE AL SHAQAB QAT QAT<br />

Senior Stallions Silber EMERALD J BEL BEL LAWRENCE EL GAZAL AUT AUT EQUATOR POL POL<br />

Senior Stallions Bronze MORION POL QAT MANSOUR AL JALAWIYAH KSA KSA EQUIBORN K.A. BEL BEL<br />

54<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


1. Mozn Al Bidayer (SMA Magic One /<br />

Mattaharii), Al Bidayer Stud/KSA - 2 x<br />

GOLD (Aachen, Paris)<br />

2. Wadee Al Shaqab (Marwan Al Shaqab<br />

/ OFW Mishaahl), Al Shaqab Stud/QAT<br />

- 1 x GOLD (Paris)<br />

3. Alexxanderr (Excalibur EA / AR Most<br />

Irresistible), El Sayed Stud/KSA - 2 x<br />

GOLD (Aachen, Paris)<br />

4. Figaro (Wadee Al Shaqab / Shirin by<br />

Aisha), Al Jassimya Farm/QAT - 1 x<br />

GOLD (Paris)<br />

5. LR Era de Excalibur (Excalibur EA /<br />

Expected Beauty), Al Sayed Stud & Las<br />

Rosas Estancia/KSA & URG - 2 x GOLD<br />

(Aachen & Paris)<br />

6. Tehama Ballalina (Tehama Na Sidaqa<br />

/ JJ Shai Majestic Queen), Al Zobair<br />

Stud/UAE - 1 x GOLD (Paris)<br />

Shows<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

55


Schauen<br />

Was die Hengstklasse anbelangt, so war das diesjährige Welt-Championat<br />

für mich ein "déja vu" aus dem Jahr 2015 - damals wie heute wurde<br />

der "Sieger der Herzen" und der Publikumsliebling von den Richtern<br />

auf Platz zwei gesetzt: Equator. Verlor er 2015 gegen Hariry Al Shaqab,<br />

so war es dieses Jahr Wadee Al Shaqab, in beiden Jahren hat "Feinheit"<br />

über "Solidität" gewonnen. Schade, damit wurde wiederum eine Chance<br />

vertan, die Züchter (zurück) auf den rechten Weg zu lotsen.<br />

Ein paar Zahlen zum Schluss<br />

Noch vor kurzem schienen nahezu alle Juniorenklassen einheitlich<br />

braun zu sein, bestehend aus entweder Marwan oder QR Marc-Nachkömmlingen.<br />

Zumindest was das Farbspektrum anbelangt, scheinen<br />

die Schimmel wieder zurückzukommen: Insgesamt waren von den 54<br />

Medaillengewinnern 33 Schimmel, 15 Braune, der Rest Füchse.<br />

Das Gazal Al Shaqab-Blut ist weiter auf dem Vormarsch. Von den 54<br />

Medaillengewinnern waren 2 direkte Gazal-Nachkommen, 2 waren<br />

Marwan-Nachkommen, 13 <strong>Pferde</strong> teilten sich auf die folgenden Marwan-Söhne<br />

auf: QR Marc (4), EKS Alihandro (3), Wadee Al Shaqab (2),<br />

Hariry Al Shaqab (2) und Kahil Al Shaqab (2). QR Marc war zusätzlich<br />

noch über zwei seiner Söhne vertreten, die ihren Nachwuchs vorstellten:<br />

Espressivo und Emerald J.<br />

Im Gegensatz dazu war die Padrons Psyche Dynastie vor allem über<br />

WH Justice (2), seinen Sohn Shanghai EA (6) sowie dessen Sohn Excalibur<br />

EA (5) vertreten. Daneben war noch ein Ajman Moniscione-Kind<br />

in den Medaillenrängen und eines von SMA Magic One, einem Enkel<br />

von Padrons Psyche. Nun sind dies nur die Hengstlinien, nimmt man<br />

die Mutterseite noch hinzu, so führen rund 57% Gazal-Blut, 27 % Padrons<br />

Psyche, frei von beidem waren nur drei <strong>Pferde</strong>. Aber bei aller Kritik,<br />

die man äußern kann, weil die Blutführung der Top-Schau-<strong>Pferde</strong><br />

sich immer weiter verengt, so war doch der Höhepunkt der Schau, als<br />

Gazal Al Shaqab die Halle betrat, der hier mit der Platin-Medaille ausgezeichnet<br />

wurde, wie auch zuvor in Aachen mit dem Lifetime Achievement<br />

Award. Es war dies so ein Moment, wo Gänsehaut-Feeling<br />

aufkam. Er ist eine Legende, und er hat sich bereits zu Lebzeiten ein<br />

Denkmal gesetzt durch seine Söhne, Enkel, Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel,<br />

die hier vertreten waren. Er selbst, sowie sein Sohn Marwan und seine<br />

Enkel Wadee, Hariry und Kahil Al Shaqab waren Welt-Champions und<br />

stammen alle aus einer Zucht. Das ist einmalig.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

the second place, therefore winning silver, came Shirin by Aisha - a great<br />

mare who would have deserved the victory as well. And she already has<br />

successful offspring: The junior gold winner Figaro is her son, Wadee, the<br />

later gold stallion his sire. So gold x silver = gold, and all that in one and<br />

the same World Championships is not a bad "family result" at all.<br />

As far as the stallion class is concerned, this year's World Championship<br />

for me was a "Déja Vu" from 2015 - then as now, the "winner of the hearts"<br />

and the crowd favorite was placed second by the judges: Equator. He lost<br />

in 2015 against Hariry Al Shaqab and this year against Wadee Al Shaqab,<br />

in both years "refinement" was placed above "solidity". Too bad, another<br />

chance was missed, to guide the breeders (back) to the right path.<br />

Some figures at the end<br />

Until quite recently, almost all junior classes appeared uniformly brown,<br />

consisting of either Marwan or QR Marc descendants. At least as far as<br />

the color spectrum is concerned, the greys seem to come back again: Altogether,<br />

of the 54 medal winners, 33 were grey, 15 bay, the rest were chestnut.<br />

The Gazal Al Shaqab blood is still on the rise. Of the 54 medal winners, 2<br />

were direct Gazal offspring, 2 were by Marwan, 13 horses belonged to the<br />

following Marwan sons: QR Marc (4), EKS Alihandro (3), Wadee Al Shaqab<br />

(2), Hariry Al Shaqab (2) and Kahil Al Shaqab (2). QR Marc was also<br />

represented by two of his sons who introduced their offspring: Espressivo<br />

and Emerald J.<br />

In contrast, the Padrons Psyche Dynasty was represented mainly by WH<br />

Justice (2), his son Shanghai EA (6) and his grandson Excalibur EA (5). There<br />

was also a son of Ajman Moniscione in the medal ranks and of one of<br />

SMA Magic One, who is a grandson of Padron's Psyche. Now, these are just<br />

the stallion lines, if you add the dam's side, then around 57% carry Gazal's<br />

blood, 27% Padrons Psyche, only three horses were free of either blood.<br />

But with all the criticism that can be expressed, because the bloodlines<br />

of the top show horses narrow more and more, the highlight of the show<br />

was Gazal Al Shaqab entering the arena. He was awarded here with the<br />

platinum medal, as before in Aachen with the Lifetime Achievement<br />

Award. It was one of such moments when you start feeling goosebumps.<br />

He is a legend, and he is already commemorated during his lifetime by<br />

his sons, grandsons, great-grandsons, and great-great-grandsons, who<br />

were represented here. He himself, as well as his son Marwan and his<br />

grandchildren Wadee, Hariry and Kahil Al Shaqab, were World Champions<br />

and all were bred by one and the same stud. That is unique. -gw-<br />

Platin-Champion<br />

Gazal Al Shaqab (Anaza El Farid / Kajora),<br />

Al Shaqab Stud / QAT<br />

56<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


1. Shirin by Aisha (WH Justice / Aisha by Missouri),<br />

Athbah Stud/KSA - 1 x SILVER (Paris)<br />

2. RD Harenaado (Hariry Al Shaqab / DM Endless Romance),<br />

Woody Arabians/ITA - 1 x SILVER (Aachen),<br />

1 x BRONZE (Paris)<br />

3. HL El Ganador (HP Shakir TE / Lonco Bay Maria),<br />

Hanaya Stud/SUI - 1 x GOLD (Aachen), 1 x SILVER<br />

(Paris)<br />

4. DA Alihandra (EKS Alihandro / DA Miss Justice),<br />

Diamond Arabians/AUT - 1 x GOLD (Verona)<br />

5. Fuerte (Shanghai EA / Frymuszka), Abhaa Arabians/KUW<br />

- 1 x GOLD (Paris)<br />

6. Om El Erodite (EKS Alihandro / Om El Excella), P.<br />

Dempsey/USA - 1 x BRONZE (Paris)<br />

Shows<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

57


Denkanstösse<br />

Die Geister, die ich rief!<br />

Aktuelles<br />

Vor kurzem geisterten tagelang Fotos<br />

und Videos von einem amerkanischen<br />

"Wunderfohlen" durch die sozialen Medien<br />

und durch's Netz, dessen Kopf von den<br />

einen hochgejubelt wird und angeblich schon<br />

7 Millionen Dollar wert sein soll, von den<br />

anderen gebrandmarkt wird als Glöckner<br />

von Notre Dame, als Mißgeburt. Die British<br />

Veterinary Association (BVA) hat ihm einen<br />

Artikel in ihrem Veterinary Record gewidmet,<br />

die <strong>Pferde</strong>presse hat das Thema aufgegriffen,<br />

Newsportale berichten über den Kleinen, ja<br />

sogar die Bild-Zeitung verbreitet seine "Story",<br />

d.h. die Geschichte eines völlig überzüchteten<br />

Araberfohlens.<br />

Das Extrem als Zuchtstandard?<br />

Lassen wir einmal dahingestellt, warum das<br />

Fohlen so aussieht, wie es aussieht, ob es<br />

eine Mißbildung, eine Mutation, oder das Ergebnis<br />

einer gewollten, gezielten Züchtung<br />

ist. An die schlimmste Variante, nämlich die<br />

einer operativen "Nachhilfe", möchte ich gar<br />

nicht denken. Tatsache ist, dass der Typ dieses<br />

Fohlens die Menschen zutiefst spaltet.<br />

Da sind die einen, u.a. die Besitzer, die ihn für<br />

den "King" halten, auf den die Welt gewartet<br />

hat ("The World has been waiting..."). Für die<br />

anderen ist er das Produkt einer Qualzucht,<br />

ein Extrem. Das Problem aber ist gar nicht<br />

dieses eine Fohlen. Das Problem ist vielmehr,<br />

dass es tatsächlich Leute gibt, dass es Züchter<br />

gibt, die dieses Fohlen als das Schönheitsideal<br />

des arabischen <strong>Pferde</strong>s preisen. Sie<br />

scheinen (noch) in einer Minderheit zu sein.<br />

Aber lassen wir einmal die Älteren unter uns<br />

"aussterben", und die neuen Züchter nur mit<br />

Bildern wie diesen in die Zucht hineinwachsen<br />

- wie wird dann das arabische Pferd, in<br />

10 oder 20 Jahren aussehen? Wenn nun auch<br />

noch die Richter diesen jungen Hengst auf<br />

Schauen mit Höchstnoten belohnen, weil<br />

das Richtsystem die Extreme belohnt, weil sie<br />

dem sozialen Zwang nicht widerstehen können,<br />

oder weil sie diesen "Typ" tatsächlich als<br />

das Zuchtziel ansehen, dann ist eine weitere<br />

Weiche gestellt, denn mit ihrem Urteil, mit ihrer<br />

Bewertung, geben die Richter auch eine<br />

Stimme für das zukünftige Aussehen des arabischen<br />

<strong>Pferde</strong>s ab: Jedes Mal, wenn sie eine<br />

20 für einen extremen Kopf vergeben, ermutigen<br />

sie die Züchter, noch extremere Köpfe<br />

zu züchten.<br />

Negativpresse für die Rasse<br />

Solange dieses Thema innerhalb der Araberzüchter<br />

und -freunde diskutiert wurde, gab<br />

es Pro und Contra, gab es Befürworter und<br />

Gegner, gab es diejenigen mit Dollarzeichen<br />

in den Augen und die Ewiggestrigen - aber es<br />

hat sich nicht viel geändert. Nun aber wurde<br />

das Thema, da es von der allgemeinen <strong>Pferde</strong>presse,<br />

ja sogar von der "Nicht-<strong>Pferde</strong>presse"<br />

aufgegriffen wurde, auf eine neue Ebene gehoben.<br />

Und hier können wir noch nicht absehen,<br />

wohin die Reise geht. Manche glauben,<br />

das Wichtigste ist, Aufmerksamkeit zu erregen<br />

nach dem Motto "Any Promotion is Good<br />

Promotion". Und "Aufmerksamkeit" könnte<br />

der Araber bei den <strong>Pferde</strong>liebhaber und in<br />

der Öffentlichkeit ja durchaus gebrauchen.<br />

Aber kann diese Art der Aufmerksamkeit<br />

wirklich der Rasse dienlich sein? Ich fürchte<br />

nein. Der Araber wird außerhalb seiner Liebhabergemeinde<br />

einmal mehr zur Groteske,<br />

die gesamte Rasse wird einmal mehr als völlig<br />

überzüchtet dargestellt, verrückt war sie ja<br />

eh' schon immer.<br />

Als erster Verband hat die Arab Horse Society<br />

(AHS) in Großbritannien nun ein Statement<br />

verfasst, dass es sich bei dem Fohlen<br />

um ein US-amerikanisches Zuchtprodukt<br />

handele und man in Großbritannien ein arabisches<br />

Pferd möchte, das für alle Disziplinen,<br />

inklusive Distanzreiten, Rennen, gerittene<br />

Schau-Klassen, Dressur und Springen, sowie<br />

als Familienpferd geeignet ist. Weiter heißt es:<br />

"Die AHS wird auch weiterhin die Zucht des<br />

<strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s in seiner natürlichen Form<br />

als vielseitiges Pferd, das es ist, unterstützen<br />

und fördern, und unterstützt dessen Wohlergehen<br />

und die Aufklärung und Weiterbildung<br />

seiner Besitzer, Züchter und Freunde."<br />

Es ist im Grunde traurig, dass sich ein Zuchtverband<br />

dazu genötigt fühlt, solch ein Statement<br />

abzugeben. Traurig ist auch, dass solche<br />

Extreme offensichlich viel Geld einbringen.<br />

Ob nun die 7 Millionen Dollar stimmen oder<br />

nicht, andere <strong>Pferde</strong> vor ihm haben tatsächlich<br />

nur aufgrund ihres Kopfes sechs- und<br />

siebenstellige Summen eingebracht. Aber es<br />

ist noch trauriger, dass ein deformierter Kopf<br />

Millionen wert sein soll, während Hunderte<br />

von gut gebauten <strong>Pferde</strong>n jedes Jahr zum<br />

Schlachtpreis verkauft werden.<br />

Imageschaden - was nun?<br />

Die Lawine der Negativpresse ist losgetreten<br />

- was kann man jetzt noch tun, um die Auswirkungen<br />

einzugrenzen? Eine Möglichkeit<br />

ist, diese Meldungen in den sozialen Medien<br />

nicht mehr zu teilen. Egal wie und was in<br />

den Kommentaren diskutiert wird, es bleibt<br />

nur das Bild in den Köpfen der Leser hängen.<br />

Ich willl damit niemandem einen Maulkorb<br />

verpassen, aber man sollte sich über die Auswirkungen<br />

von Facebook & Co. bewußt sein,<br />

und bewußt damit umgehen. Eine reflektierte<br />

Auseinandersetzung mit einem Thema ist<br />

in Facebook kaum möglich. Genau aus diesem<br />

Grunde hat <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> die Originalmeldung<br />

auch nicht geteilt, werden weder<br />

Namen des Fohlens noch der Besitzer hier<br />

genannt, und das Bild wurde "verfremdet"<br />

(wobei leider die Umrisse dem Originalfoto<br />

entsprechen). Es soll aber gleichzeitig zu einer<br />

konstruktiven Auseinandersetzung mit<br />

dem Thema aufgerufen werden!<br />

Eine weitere Möglichkeit ist es, positive Presseberichte<br />

über unsere Rasse in den Medien<br />

(außerhalb der Fachjournale) zu lancieren,<br />

die Leistung und Charakter unserer <strong>Pferde</strong> in<br />

den Mittelpunkt stellen. Auch wichtig: <strong>Pferde</strong><br />

zum Anfassen! Wer einmal direkten Kontakt<br />

mit einem "gar nicht so spinnerden Araber"<br />

hatte, und wer die nötige Sensibilität aufbringt,<br />

wird sich dem Charme dieser <strong>Pferde</strong><br />

nicht entziehen können. Es liegt an jedem<br />

einzelnen von uns, positive Beispiele zu finden<br />

und zu verbreiten, um das Image dieser<br />

liebenswerten <strong>Pferde</strong> wieder aufzupolieren.<br />

Sie haben es verdient.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

58<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Food for Thought<br />

The Spirits that I called!<br />

Not so long ago, we were haunted by<br />

photos and videos of an American<br />

"wonder foal" on social media and<br />

the world wide web, whose head is highly<br />

acclaimed by the one and supposedly worth<br />

7 million dollars, and is branded by the<br />

others as Hunchback of Notre Dame, as a<br />

malformation. The British Veterinary Association<br />

(BVA) has dedicated him an article in<br />

their Veterinary Record, the horse press has<br />

tackled the topic, news portals report on the<br />

little one, and even the tabloids spread his<br />

"story", i.e. the story of a completely overbred<br />

Arabian foal.<br />

The Extreme as Breed Standard?<br />

No matter what the reasons are that cause<br />

the foal to look the way it looks, may it be<br />

a malformation, a mutation, or the result of<br />

an intentional, purposeful breeding. I do not<br />

want to think of the worst variant, the one of<br />

an operative "improvement". Fact is that the<br />

head of this foal deeply divides the Arabian<br />

breeder's community. There is the one, i.e.<br />

the owners who believe, the colt is the "King"<br />

for which "the world has been waiting". For<br />

others, he is the result of extreme breeding,<br />

which may cause health problems and suffering.<br />

But the problem is not this one foal.<br />

The problem is rather that there are actually<br />

people, that there are breeders, who praise<br />

this foal as the beauty ideal of the Arabian<br />

horse. They (still) seem to be in a minority.<br />

But let the elders among us "die out", and<br />

the new breeders grow into the breed only<br />

with pictures like this in their minds - what<br />

will the Arabian horse look like in 10 or 20<br />

years? And if the judges are now rewarding<br />

this young colt with high marks on shows,<br />

because our judging system rewards the extremes,<br />

because they can not resist the social<br />

pressure, or because they actually consider<br />

this "type" as the breeds ideal, another<br />

switch is set, because, with their judgment,<br />

they also cast a vote for the future appearance<br />

of the Arabian horse: every time they give<br />

a 20 for an extreme head, they encourage the<br />

breeders to breed even more extreme heads.<br />

Negativ Press for the Breed<br />

As long as this subject was only discussed<br />

within the Arabian horse breeders community,<br />

there were pros and cons, there were<br />

advocates and opponents, there were the<br />

ones with Dollar signs in their eyes and those<br />

who live in the past - but nothing much<br />

has changed. But now, the subject was picked<br />

up by general horse magazines, even<br />

the "non-horse press" picked it up, and lifted<br />

it to a new level. And here, we cannot even<br />

assume where the end of the journey may<br />

be. Some people believe, the most important<br />

thing in this business is to get attention,<br />

according to the motto "any promotion is<br />

good promotion". And "promotion" among<br />

the horse lovers and the general public, the<br />

Arabian breed could certainly use. But can<br />

this kind of "promotion" be beneficial for the<br />

breed? I am afraid, not. The Arabian horse<br />

is once again becoming a grotesque outside<br />

its own community of lovers. The entire<br />

breed is once more branded as overbred,<br />

and crazy, it has always been.<br />

The first breed society, that has published<br />

a statement, was the Arab Horse Society<br />

(AHS) in Great Britain, stating "this is an<br />

American horse but in the UK we promote<br />

the Arabian horse for all disciplines including<br />

endurance, racing, ridden showing,<br />

dressage and show jumping and as a family<br />

horse. The Arab horse society will continue<br />

to promote the breeding of the Arabian<br />

horse in its natural form as the versatile<br />

animal that it is and will promote its welfare<br />

and the education of owners, breeders,<br />

and enthusiasts."<br />

It is really sad, that a breed society feels obliged<br />

to publish such a statement. It is also<br />

sad, that this type of extreme head is apparently<br />

worth a lot of money. Whether or not,<br />

those 7 Million Dollars are true, there were<br />

other horses before him that have brought<br />

actually six- and seven-figure sums. But it is<br />

even sadder that a deformed head is worth<br />

millions, while hundreds of well-built horses<br />

are sold at the slaughter price every year.<br />

Image damaged - what now?<br />

The avalanche of the negative press has<br />

broken loose - so what can we do now, to<br />

contain the damage? One possibility is to<br />

stop sharing this picture in the social media.<br />

No matter in which way it will be discussed<br />

in the comments, it is the picture<br />

that will remain in the heads of the readers.<br />

I have no intention to muzzle anybody but<br />

everybody sharing this picture should be<br />

aware of the effects of Facebook & Co.,<br />

and act responsibly. A reflected discussion<br />

on this kind of subject does not seem<br />

to be possible on Facebook. That's why we<br />

haven't shared the original post and have<br />

not and will not mention the name of the<br />

foal or their owners. But at the same time,<br />

however, a constructive discussion with the<br />

topic is to be called for!<br />

There is another option, which is to launch<br />

positive articles about our breed in the media<br />

(outside the specialized breed journals),<br />

which highlight the performance and character<br />

of our horses. Also important: horses<br />

to touch! Anyone who has had direct contact<br />

with a "not so crazy Arab" and who brings<br />

the necessary sensibility will not be able to<br />

escape the charm of these horses. It is up to<br />

each and every one of us to find and spread<br />

positive examples to revamp the image of<br />

these lovable horses. They deserve it.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

Current Affairs<br />

a deformed head is worth<br />

millions, while hundreds<br />

of well-built horses are<br />

sold at the slaughter<br />

price every year.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

59


Helden der Geschichte<br />

Muselmann<br />

Der<br />

Jacob Noa Epp<br />

Helden der Geschichte<br />

Bei der diesjährigen Hengstparade in Marbach wurde die (wahre) Geschichte des<br />

Jacob Noa Epp nacherzählt, der mit seiner Familie in den Kaukasus auswanderte,<br />

dort überfallen, verschleppt und als Sklave verkauft wurde, beim Vizekönig in<br />

Ägypten diente, schließlich von König Wilhelm I. freigekauft wurde und aus Dankbarkeit in<br />

seine Dienste trat. Ein Stück württembergische Geschichte.<br />

Die Nachwehen der Napoleonischen Kriege, die allgemeine Verarmung<br />

des <strong>Vol</strong>kes und die Hungerjahre 1816/17, erregten im<br />

württembergischen Landvolk eine wahre Auswanderungsseuche.<br />

In der Tat wanderten viele Schwaben aus nach Amerika, an den<br />

Wolgastrand, in die Krim und ins Kaukasusgebiet. Kaiser Alexander<br />

I. von Rußland lockte die Leute durch allerlei goldene Versprechungen<br />

in sein Reich; ausgiebige Landzuteilung mit völliger Steuerfreiheit<br />

wurde ihnen zugesagt, überdies Freiheit vom Militärdienst und<br />

Selbstverwaltung ihrer Gemeinden. So war’s kein Wunder, daß viele<br />

der notleidenden Deutschen auf den vorgehaltenen russischen Köder<br />

anbissen. Zu ihnen gehörte auch Rudolf Epp, Weingärtner zu Reutlingen<br />

mit seiner Familie, darunter auch der 9jährige Jakob Noa.<br />

Mit Sack und Pack in den Kaukasus<br />

Die Familie Epp zog nicht allein in die Ferne. Mehrere Familien schlossen<br />

sich zusammen, um in der Fremde sich gegenseitig Halt und Hilfe<br />

zu sein. An einem Märzmorgen 1817 begann die Reise. Von Unterhausen<br />

die Steige nach Holzelfingen hinauf, wo die Achalm zum letztenmal<br />

herübergrüßte, über die Münsinger Alb nach Ulm. Dort bestieg<br />

die ganze Gesellschaft eine Ulmer Schachtel und schwamm die Donau<br />

hinab. An Ingolstadt, Regensburg und Passau ging’s vorbei, an<br />

Linz, Wien und Budapest. Hinter Belgrad passierten sie die türkische<br />

Grenze. Noch allerlei Abenteuer warteten auf die Reutlinger, bis sie<br />

endlich in Russland angekommen waren. Nun wandten sie die Deichsel<br />

nach Südost, überquerten die Pässe des Kaukasus und trafen wiederum<br />

nach viermonatlichem Hin und Her in ihrem Bestimmungsorte<br />

Katharinenfeld ein. Die neuen Ansiedler waren in Katharinenfeld hoch<br />

willkommen. Etwa hundert deutsche Bürger evangelischer Konfession<br />

hatten sich dort seßhaft gemacht, also rund 400 bis 300 Seelen. Mit<br />

den frischen Ansiedlern wuchs auch die Sicherheit des Dorfes gegen<br />

herumstreichende Zigeuner und anderes Gesindel.<br />

Zehn Stunden nördlich von Katharinenfeld lag Tiflis, die Hauptstadt<br />

des Gouvernements Kaukasien, damals eine Stadt von etwa 4000<br />

Häusern und 23 000 Einwohnern. Europa und Asien reichte sich dort<br />

die Hand. Daher auch ein Mischmasch von Bevölkerung: Armenier,<br />

Georgier, Russen, Tataren, Perser, Griechen, Polen. Dieses Tiflis war<br />

eine wohlhabende, mächtig aufstrebende Handelsstadt, ein lohnendes<br />

Absatzgebiet für Katharinenfeld.<br />

Die Jahre flogen, man schrieb 1826. Noa zählte nun achtzehn Jahre. Um<br />

jene Zeit schwirrten beunruhigende Gerüchte durch die Siedlung, wie<br />

ein Alpdruck lag auf den Kolonisten die Furcht vor feindlichem Überfall.<br />

Erst im Jahr 1799 hatten die Russen Tiflis besetzt, seit 1801 war Kaukasien<br />

als Provinz dem Zarenreiche einverleibt und die Gebirgsstämme russische<br />

Untertanen; dem Namen nach. In Wirklichkeit aber hausten die<br />

Bergvölker als freie Räubernomaden in den Tälern und Schluchten des<br />

wilden Kaukasus und überfielen die umliegenden Dörfer. Neben der<br />

Beute an totem Inventar wurden auch die Bewohner fortgeschleppt;<br />

kräftige Männer wurden als Arbeitssklaven verkauft, die Frauen und<br />

Mädchen in türkische Harems. Zu den gefürchtetsten Raubstämmen<br />

gehörten die tatarischen Lesgier; ihre Schlupfwinkel in den Schluchten<br />

des Kaukasus lagen wenige Tagesreisen abseits von Katharinenfeld. Bisher<br />

waren sie unschädlich gewesen. Eine starke russische Schutzwache<br />

aus Donkosacken hielt sie im Schach. Als aber im Jahre 1826 zwischen<br />

Persien und Russland kriegerische Verwicklungen entstanden, schickte<br />

Russland seine Kosaken an die Front. Von da an tauchte nur noch<br />

vereinzelt ein Kosake bei den Dörfern auf. Die scharfäugigen Lesgier<br />

merkten das und wußten, nun kommt unsere Zeit wieder, unser altes<br />

Handwerk kann wieder aufleben, die zünftige Räuberei.<br />

Als eines Tages die Sonne rot am Abendhimmel stand, jagte der vor<br />

dem Dorf als Wache aufgestellte Reiter durchs Dorf mit dem Schreckensruf:<br />

„Die Lesgier kommen, sie sind mir auf den Fersen! Flieht!”<br />

Und schon knallten Flintenschüsse am Dorfeingang. Die aufgeschreckten<br />

Bewohner rissen einen Augenblick die Fensterflügel auf; sie versuchten<br />

durch Hintertüren und Gärten zum Oberdorfe sich zu retten.<br />

Wer sich bis auf die Straße wagte, wurde niedergestoßen oder gefangen.<br />

Unser Noa rannte zum Oberdorf und fand seine Eltern und Geschwister<br />

im Haufen der Flüchtlinge. Die Lesgier drängten nach, sie<br />

schossen und stachen in das wehrlose Gewimmel. Was ihnen wertvoll<br />

schien und transportabel war, schleppten sie mit, das übrige wurde vernichtet.<br />

Im Wirrwarr war es Noa gelungen, sich wegzustehlen; er wußte<br />

in der Nähe ein dichtes Gebüsch, dorthin rannte er um sein Leben und<br />

versteckte sich. Aber das Falkenauge eines Lesgiers hatte ihn erspäht.<br />

An den Haaren zog er den Unglücklichen ins Freie. Dort zwang er ihn,<br />

vor den Sattel zu sitzen; knotete ihm die Hände auf den Rücken zusammen<br />

und verschnürte die Füße unter dem Bauch des <strong>Pferde</strong>s.<br />

Der Lesgier ritt mit Noa weiter. Am Ufer wartete ein Türke namens<br />

Mellega, der mit den Lesgiern unter einer Decke steckte. Ihm wurde<br />

Epp nebst sieben weiteren Gefangenen verkauft. Eine Woche war Noa<br />

im Dienste des Sklavenhändlers. Er stand gerade unter der Haustüre<br />

seines Herrn, als ein Bedienter des Pascha von Akiska vor Mellega trat:<br />

„Herr,“ sprach er, „dein Sklave Hassan gefällt dem Pascha; er ist gesund<br />

und schön und stark. Der Pascha wird ihn dir abkaufen; er muß sofort<br />

mitkommen. Was willst du dafür?” - „Mein Herr möge ihn geschenkt<br />

nehmen, so er Freude an ihm hat. Unter Brüdern würde er 6000 Piaster<br />

gelten.”<br />

Nicht lange verblieb Noa im Hause des Akiska-Pascha. Es war Sitte,<br />

daß sich zu jener Zeit die Großen und Gewaltigen mit Sklaven vergnügten.<br />

So kam Noa als Präsent an den Pascha von Erzurum und von<br />

diesem nach einem Jahr an den Medschid Effendi, den Schatzmeister<br />

des Sultans in Konstantinopel.<br />

Dieser Effendi war ein wirklich menschenfreundlicher Gebieter. Noa<br />

wurde nicht mißhandelt. Speise und Trank waren vollauf genügend<br />

für ihn. Die Beschäftigung Epps, er hieß jetzt Rustan, bestand einzig<br />

und allein darin, daß er seinem Herrn zur bestimmten Zeit mit einer<br />

60<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


aus Schwaben<br />

Fotos: Oliver Seitz (2), G. Waiditschka (3)<br />

<br />

Helden der Geschichte<br />

1 - Die Reise in den Kaukasus - dargestellt von Josef<br />

Fischer mit den Ochsen Attila und Remus.<br />

2 - Beschauliches Dorfleben<br />

3 - Überfall der Lesgier<br />

4 - Berittener Lesgier - dargestellt von den<br />

Auszubildenden aus Marbach, beritten auf<br />

Rubinstern (v. Rubinstein).<br />

<br />

<br />

<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

61


Helden der Geschichte<br />

Muselmann<br />

Der<br />

Jacob Noa Epp<br />

Tasse Mokka aufwartete und daß er jederzeit imstande war, eine sorgfältig<br />

zusammen und wurde in das Militärspi- tal gebracht. Der<br />

geputzte, richtig mit feinstem Tabak gestopfte Pfeife seinem Ef-<br />

fendi mit glühender Kohle in Brand zu setzen. Somit war er quasi, zum<br />

Spitalarzt, ein Armenier, hatte Mitleid mit<br />

lieferten Patienten. Um jene Zeit hielt<br />

dem neu einge-<br />

sich in Kairo<br />

"konstantinopolitanischen Rauchtabakspfeifenverwalter” avanciert. auch der schwäbische Missionar Kug- ler auf, geboren<br />

Noa hätte also, rein äußerlich betrachtet, ein beschauliches Leben<br />

gehabt. Aber wie oft lag er schlaflos, wie oft wurden ihm die Augen<br />

feucht, wenn er an das Schicksal von Eltern und Geschwistern dachte.<br />

in Schopfloch. Er war auf der<br />

sein Arbeitsgebiet Abessinien. Dieder<br />

Armenier auf seinen in so be-<br />

Durchreise in<br />

sen machte<br />

trübter<br />

Das lag über ihm wie eine dunkle Wolke.<br />

Lage befindlichen Landsmann a u f -<br />

Nun geschah es. daß der Medschid Pascha dem Vizekönig von Ägypten,<br />

Mehmed Ali, eine Freude machen wollte. Was konnte diesem<br />

kriegslustigen Gewalthaber lieber sein als Stärkung seiner Militärmacht.<br />

merksam. Kugler besuchte Epp,<br />

ihn um sein Vaterland und um<br />

Wünsche. Nicht lange nach Kugbefragte<br />

s e i n e<br />

lers Besuch<br />

So wählte denn Medschid Pascha von seiner Palastkompagnie kam ein preußischer Apotheker ins Spital.<br />

die schönsten und tüchtigsten Sklaven aus, 25 Mann, darunter auch<br />

Noa, und schickte sie nach Kairo.<br />

Der Preuße redete den erstaunder<br />

Muttersprache an. Das erten<br />

Noa in<br />

weckte sein<br />

In den Diensten Mehmed Alis<br />

Mehmed Ali war eben im Begriff, seine Armee nach europäischem<br />

Muster zu bemannen und auszubilden. Dazu bedurfte er vor allem<br />

eines tüchtigen Offizierskorps. Um dieses zu gewinnen, wurden die<br />

intelligentesten Rekruten in die Kasernenschule geschickt, die Auslese<br />

davon rückte dann in die KadettenschuIe vor, auch unser Noa, der<br />

jetzt Elparis hieß. Er hatte in der Kasernenschule türkisch lesen und<br />

schreiben gelernt, sprach daneben russisch, persisch und arabisch,<br />

war ein flotter Reiter, hatte in Konstantinopel gute Manieren sich angeeignet,<br />

war fleißig und willig, kurz, er besaß alle Eigenschaften eines<br />

künftigen Offiziers.<br />

Gegenwart und Zukunft hätten für einen Türken ziemlich sonnenhell<br />

ausgesehen. Doch schon auf der Reise von Konstantinopel nach Kairo<br />

war unter den Kameraden Noas der Verdacht aufgetaucht, Elparis sei<br />

kein Muslim. Er sprach nicht die vorgeschriebenen Gebete, er hatte<br />

nie den Wunsch einer Wallfahrt nach Mekka, besuchte in Kairo auch<br />

keine Moschee. Der Verdacht verdichtete sich zur Gewissheit. Das<br />

wurde den fanatischen Vorsehern der Soldatenschule hinterbracht.<br />

Bei einem Verhör wurde er eingehend nach Heimat, Herkunft und<br />

Schicksal befragt, auch nach seiner Religion. Eine Ausflucht war unmöglich.<br />

Wollte Noa auch nicht. Eine Leibesvisitation hätte sofort bewiesen,<br />

daß ihm das den Juden und Mohammedanern gemeinsame<br />

Bundeszeichen, die Beschneidung, fehle. So bekannte er offen und<br />

freimütig, daß er Deutscher sei und Christ.<br />

Die Muftis erklärten ihm, welche Vorteile der Übertritt zum Islam ihm<br />

brächte: Die höchsten Ehrenstellen als Offizier, im Paradies die süßesten<br />

Wonnen in höchster Potenz. Noa setzte ihrer Werbung ein festes „Nein”<br />

entgegen. Nun änderten sie die Tonart ihres Bekehrungseifers. Sie drohten<br />

mit einer Sohlen-Bastonade von 500 Streichen. Noa wußte, was ihm<br />

bevorstand, entsetzliche Qualen, vielleicht Siechtum. Trotzdem beharrte<br />

er auf seiner Weigerung. Ohne lang Federlesens zu machen, wurde<br />

an Epp die Missionsprozedur vollzogen, unbarmherzig.<br />

Noch war keine Stunde vergangen, noch hatten sich die rasenden<br />

Schmerzen um kein Härchen gemindert, da setzte schon der zweite Teil<br />

der Bekehrungsprozedur ein. Er wurde auf eine Art Pritsche geworfen,<br />

handfeste Kerle hielten ihm Arme und Beine, und nun wurde an ihm die<br />

Beschneidung vollzogen. Auf die Frage, ob er immer noch dem Christentum<br />

anhänge, trotz Bastonade und Beschneidung, gab er die unter<br />

solchen Umständen sehr gewagte Antwort: „Jawohl, ich bleibe Christ!”<br />

Die Mißhandlung und all die grausigen Erlebnisse der letzten Jahre<br />

warfen unseren Noa darnieder, er brach körperlich und seelisch<br />

62<br />

Vertrauen. Ganz offen erzählte<br />

er sein trauriges<br />

Schicksal und sprach von<br />

dem heißen<br />

Wunsch, frei zu werden und ins<br />

Vaterland<br />

heimkehren zu dürfen. Es wur-<br />

de ein Konsul<br />

namens Daniel Dumreicher ein-<br />

geschaltet,<br />

dieser gab die ernsthafte und<br />

erfreuliche Zusicherung,<br />

daß er alle Hebel in Be- wegung setzen<br />

werde, um Noa zu befreien. Wel-<br />

che Schritte dieser<br />

wackere Konsul unternahm, erfuhr vorerst niemand,<br />

alles geschah in der Stille, und als fast ein Jahr verstrichen<br />

war, und Elparis in der Soldatenschule längst wieder studierte und<br />

exerzierte, hatte er die Hoffnung auf Freiheit aufgegeben.<br />

Da, eines Vormittags, wurde Elparis auf das Dienstzimmer Ibrahim Paschas<br />

befohlen, der über die Soldatenschule Inspektor war. Was konnte<br />

Ibrahim Pascha von ihm wollen? Dieser Adoptivsohn Mehmed Alis war<br />

als tapferer Soldat und sieggewohnter Feldherr gefeiert, aber als grausamer<br />

Wüterich gefürchtet. Beim Eintritt ins Dienstzimmer wurde Noa<br />

von Ibrahim scharfen Blickes gemustert; der Pascha nickte, er schien<br />

befriedigt.<br />

„Du fährst übermorgen mit dem Ordonanzschiff nach Alexandrien.<br />

Dort meldest du dich bei Mehmed Ali in voller Kriegsausrüstung.<br />

Mein Vater hat scharfe Augen. Hab acht, daß du ihm nicht zu Tadel<br />

Anlaß gibst. Das weitere wirst du von ihm hören. Bis übermorgen hast<br />

du Urlaub.”<br />

Noa wußte nicht, wie ihm geschah, aber er ahnte daß ihm die Freiheit<br />

winkte. Wie er ging und stand, rannte er zu seinem Gönner, dem<br />

Apotheker. Hier erfuhr er den Zusammenhang: auch, daß seine Befreiung<br />

so gut wie sicher sei, alle Vorbereitungen zur Reise seien bis ins<br />

einzelne getroffen. Unter Dankestränen verabschiedete sich Noa von<br />

dem barmherzigen Samariter, dann eilte er zum armenischen Arzt<br />

und zum dänischen Konsul. Er kann vor Rührung nicht viel Worte machen.<br />

Das Glück, das dem Vielgeprüften aus den Augen leuchtete, war<br />

ihnen Dankes genug. Jeder drückte dem Schützling beim Abschied<br />

etwas Hartes in die Hand, einen Goldpiaster. In der Kaserne fand er<br />

Urlaubspaß und den Reiseschein zur Fahrt auf dem Ordonanzschiff.<br />

Vor Sonnenaufgang stand er an der Schiffslände. Die Rudermannschaft<br />

saß schon auf den Bänken. Der Kapitän prüfte Noas Papiere,<br />

ließ ihn eintreten und wies ihm unter einem Sonnensegel den Platz<br />

an. Wenn ein Kadett in Paradeuniform sich dem Vizekönig vorstellen<br />

mußte, so war das schon etwas Besonderes. Dann wurde Noa auf der<br />

Fahrt mit größter Zuvorkommenheit behandelt.<br />

Mittags vier Uhr legte das Boot an der stattlichen Schiffslände an. Am<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


aus Schwaben<br />

Helden der Geschichte<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Foto: Oliver Seitz<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Jacob Noa Epp im Dienste von Mehmed Ali bei einer Stutenvorstellung<br />

1 - Jacob Noa Epp - dargestellt von Fabian Hellstern.<br />

2 - Mehmed Ali<br />

3 - Salukis aus dem Zwinger Min Ma-Sha von Heike Göbel<br />

4 - Falken und Adler aus der Horus-Falknerei von Klaudia Brommund<br />

5 - Der Stutenmeister Mehmed Alis - dargestellt von Stutenmeister Klaus<br />

Niethammer<br />

6 - Die Stute Dahi mit Stf. von WM Safi<br />

63


Helden der Geschichte<br />

Muselmann<br />

Der<br />

Jacob Noa Epp<br />

nächsten Tag auf zehn Uhr war er zur Audienz befohlen. Sie dauerte<br />

kurz. Mehmed Ali war zeitgeizig. Wenige Fragen stellte er, auch die<br />

nach der Religion. Da sprach Mehmed Ali das erlösende Wort: „Du bist<br />

von Stund an frei. Reise ungehindert in die Heimat! Und vergiß nicht,<br />

deinem König Wilhelm zu danken, wenn du heimkehrst ins Land deiner<br />

Väter. Allah sei mit dir!”<br />

Noa wußte sich nicht anders zu helfen, er ging in die nächste Moschee,<br />

um Gott für seine Hilfe zu danken: er wird Noas Dankopfer auch<br />

dort gnädig angesehen haben.<br />

Des andern Tags schon fuhr ein Segler ab nach Triest. An Candia, Malta,<br />

Sizilien vorbei, durch die Adria, nicht weniger als 52 Tage dauert<br />

einschließlich der Aufenthalte die Fahrt. Im Hafen von Triest gab’s eine<br />

Quarantäne von 37 Tagen. Dann ging’s weiter. Von Triest schiffte er<br />

nach Venedig, trat zu Lande die Weiterreise über Verona, Innsbruck,<br />

Kempten und Ulm nach Stuttgart an. Wo er Hilfe oder Vorschub bedurfte,<br />

geschah es überall, und wenn er Geld brauchte, erhielt er es<br />

auf Rechnung seines Königs.<br />

Die Rückkehr ins Heimatland<br />

Von Ulm an benützte Noa die Post. Er hörte wieder schwäbische Laute,<br />

zum Mittagessen gab’s Sauerkraut mit Rauchfleisch und Spätzle, er<br />

löschte den Durst mit Apfelmost. Am Abend des 16. Dezember 1830, es<br />

war ein Donnerstag, rasselte die Postkutsche von Thurn und Taxis über<br />

den alten Postplatz in Stuttgart. Die Kunde vom Eintreffen des Muselmannes<br />

aus Schwaben war wie ein Lauffeuer durch die Stadt geflogen.<br />

Am Freitag morgen machte er nach dem Frühstück einen Gang durch<br />

die Hauptstraßen. Viel <strong>Vol</strong>ks begleitete ihn, voraus, zur Seite, hinterdrein.<br />

Der Muselmamn aus Schwaben war über Nacht berühmt<br />

geworden. Um zehn Uhr meldete er sich auf der Schloßwache. Eine<br />

Ordonnanz wurde zum diensttuenden Kammerherrn ins Schloß geschickt,<br />

dieser rapportierte dem König und Epp wurde sofort empfangen.<br />

Nach orientalischer Sitte wollte er sich dem König zu Füßen<br />

werfen. Das duldete aber der leutselige Monarch nicht.<br />

So kreuzte Noa die Arme über der Brust und machte mit der Würde<br />

und dem Anstand des Orientalen dreimal eine tiefe Verbeugung. Nun<br />

wollte er sprechen: er konnte aber nicht, die Tränen liefen ihm über<br />

die Wangen. Da nahm der gute König seine Hand und führte ihn zu<br />

einem Sessel. „So, mein Sohn, setz Dich! Du möchtest mir danken,<br />

aber du kannst nicht, ein andermal. Ja, es ist wahr, ich hab’ Dich frei<br />

gemacht. Es war meine Pflicht, für ein Landeskind zu sorgen, und ich<br />

freue mich, daß mir deine Befreiung gelungen ist. Der dänische Konsul<br />

hat mir von dir berichtet. Mehmed Ali und sein Sohn kennen mich<br />

als Liebhaber und Züchter edler arabischer <strong>Pferde</strong>. Ich stand mit Mehmed<br />

Ali und Ibrahim Pascha wegen Ankaufs arabischer <strong>Pferde</strong> aus<br />

Kairo schon im Briefwechsel. So fand ich in deiner Sache willige Ohren.<br />

Was hast du nun im Sinn, mein Sohn? Ich möchte in Zukunft für<br />

dich sorgen. Dreierlei Wege stehen dir offen. Als gelernter Landwirt<br />

kannst du auf einer Domäne unterkommen, du kannst mir als Hoflakai<br />

dienen, am liebsten aber wäre mir’s, wenn ich dich im Marstall bei<br />

meinen <strong>Pferde</strong>n verwenden könnte.”<br />

„Herr,” unterbrach der eifrige Noa den König, „das möchte ich von Herzen<br />

gern. Wir haben in Rußland selber <strong>Pferde</strong> gezogen, ich weiß mit<br />

<strong>Pferde</strong>n umzugehen, ich kann reiten wie ein Tatar. Ja, laß mich bei dir<br />

und deinen <strong>Pferde</strong>n bleiben, so kann ich dir vergelten, was du Gutes<br />

an mir getan.“ Der König überhörte das orientalische „Du”; lächelnd<br />

klopfte er dem Noa auf die Schulter; „recht so, Noa; und hiermit bestelle<br />

ich dich als Bereiter in meinem Leibstall."<br />

Noa bekam im Leibstall zwei arabische Schimmel zu versorgen, Omar<br />

und Ali. Im königlichen Reithaus durfte er die Tiere täglich bewegen.<br />

König Wilhelm schritt oft durch seinen Marstall. Traf er dabei den Noa,<br />

so ließ er sich immer mit ihm ins Gespräch ein und freute sich der<br />

verständigen, offenen und bescheidenen Art seines Bereiters. Ernst<br />

befahl ihm Wilhelm: „Epp, heute mittag reit’ ich nach Scharnhausen,<br />

du begleitest mich. Um halb zwei bist du am Hauptportal des Schlosses:<br />

ich reite den Hengst ‚Aldebaran‘, du die Stute ‚Temma‘! Von da an<br />

durfte Epp öfters seinen Herrn begleiten.<br />

Im Jahre 1836 durfte Noa einen besonderen Beweis des Vertrauens<br />

seines Königs erfahren. Wilhelm hatte im Libanon sechs arabische<br />

<strong>Pferde</strong> gekauft, fünf Hengste und eine Stute. Epp durfte den Tierarzt<br />

Dambly begleiten, um die edlen Tiere abzuholen. Im Fußmarsch<br />

ging’s den Libanon herab, in Beirut wurde Mann und Roß eingeschifft<br />

und wiederum ging’s in kleinen Tagesmärschen, die Araber am Zügel<br />

führend, Stuttgart zu. Elf Monate dauerte die Reise. 1840 holte Epp<br />

mit Graf Taubenheim ein Paar edle, arabische Zuchtpferde, die dieser<br />

im Libanongebirge und Damaskus gekauft hatte.<br />

Und hoch schlug unserem Noa das Herz, als im Jahre 1852 Baron von<br />

Hügel den Auftrag erhielt, in Kairo <strong>Pferde</strong> zu kaufen. König Wilhelm ließ<br />

Noa rufen. „Epp,” sprach er gütig. „Du hast dich im Marstall und bei den<br />

<strong>Pferde</strong>käufen im Orient bewährt. Nun will ich dir eine besondere Freude<br />

machen. In acht Tagen reist Baron von Hügel mit dem Gestütsarzt von<br />

Scharnhausen und mit einigen Stallknechten nach Kairo. Du darfst mit,<br />

rüste dich. Besuche deine alten Freunde und erzähle mir von ihnen!”<br />

Diese Transportreisen waren für Epp herrliche Tage. Die Reise nach<br />

Kairo aber war sein Entzücken. Mit Stadt und Leuten vertraut, der<br />

Sprache mächtig, konnte er seinen Gefährten der denkbar beste Reiseführer<br />

sein. Aber das Dreigestirn seiner Freunde, der armenische<br />

Arzt, der preußische Apotheker und der dänische Konsul, waren nicht<br />

mehr vorhanden..<br />

Später wartete auf Epp ein anderer Dienstzweig. Er wurde den Hofkutschern<br />

zugeteilt. Kein Kutscher hat es so verstanden "wie der<br />

Türke", erzählte man sich später noch. Mit sicherer Eleganz lenkte er<br />

auch ein Vier- und Sechsgespann. Und wenn der Noa hoch auf dem<br />

Bock thronte, sechs Araber vor sich, in der Kutsche Kaiser und Könige<br />

hinter sich, wahrhaftig, er hätte mit Kaiser Alexander und Napoleon<br />

selber nicht getauscht. Als Oberhof-Kutscher wurde er nach 39-jähriger<br />

Dienstzeit anno 1869 unter König Karl pensioniert und lebte dann<br />

längere Jahre mit seinem Schwiegersohn zusammen, der die Tochter<br />

Noas aus zweiter Ehe zur Frau hatte.<br />

Auch in hohem Alter noch trug er<br />

gern den roten Fez auf dem grauen<br />

Haupt und einen Türkenschlafrock<br />

um die Lenden. Er starb am 8. November<br />

1884 und ruht auf dem Fangelsbachfriedhof<br />

in Stuttgart.<br />

Gekürzte Version. Im Original erzählt<br />

von Julius Bazlen, erschienen im Reutlinger<br />

Generalanzeiger vom 18. April<br />

1934ff.<br />

In ganzer Länge auch in dem Buch<br />

"Königliche <strong>Pferde</strong> - die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />

der württembergischen Könige"<br />

von Gudrun Waiditschka nachzulesen.<br />

64<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


aus Schwaben<br />

Helden der Geschichte<br />

Fotos: Oliver Seitz (3), G. Waiditschka (2)<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Jacob Noa Epp als Bereiter im Dienste<br />

von König Wilhelm I.<br />

1 - Jacob Noa Epp - dargestellt von<br />

Fabian Hellstern auf Mamlakee<br />

2 - Prinz Karl - dargestellt von Anna<br />

Sulz, auf Musab<br />

3 - Prinzessin Katharina - dargestellt<br />

von Ann-Kathrin Rupp auf Naoufil<br />

Auf Ankaufsreise zurück im Orient<br />

4 - Auktion der <strong>Pferde</strong> im Gestüt<br />

Abbassie - Dafina (v. Amurath<br />

Muntahi)<br />

5 - Scheich, dargestellt von Katrin<br />

Lindenberger auf Nasheetah<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

65


Nachruf - Obituary<br />

Nasr<br />

Marei<br />

Ein großer Züchter und Mentor des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s ist nicht<br />

mehr unter uns: Dr. Nasr Marei starb in den Morgenstunden des<br />

17. Oktobers im Alter von 75 Jahren.<br />

Ich traf ihn zum ersten Mal in den 1990er und besuchte ihn dann endlich<br />

2003 in seinem paradiesischen Gestüt al Badeia in Kairo zum ersten<br />

Mal. Viele weitere Besuche folgten, denn er war immer ein großzügiger<br />

Gastgeber und ein hochinteressanter Partner für tiefgründige<br />

A<br />

great breeder and mentor of the Arabian horse is no longer<br />

Gespräche über unser bevorzugtes Thema, das arabische Pferd.<br />

among us: Dr. Nasr Marei passed away in the morning hours of<br />

Er sagte zu mir einst in einem Interview: " "Wenn am Ende meiner Tage<br />

17th October at the age of 75.<br />

die Menschen mich dafür in Erinnerung behalten, dass ich ein paar I met him first some time in the 1990ies and finally visited him in his paradise-like<br />

stud Al Badeia in Cairo for the first time in 2003. Many more<br />

gute <strong>Pferde</strong> gezüchtet habe und dass ich meinen Teil für das Wohl des<br />

rein ägpytischen Arabers beitragen habe, ist dies meine größte Errungenschaft."<br />

Er hat weit mehr als das erreicht, er hat einen bleibenden resting partner for a profound discussion about our most beloved topic,<br />

visits were to follow, as he was always the most generous host and inte-<br />

Eindruck in der Welt des arabischen <strong>Pferde</strong>s und in den Herzen vieler the Arabian horse.<br />

Menschen hinterlassen.<br />

He said to me in an interview: "If at the end of my days, people will remember<br />

me for leaving behind a good horse and for contributing a<br />

Als Züchter gehörte er zur Weltklasse und wurde zu Recht 2013 mit<br />

der Auszeichnung für sein Lebenswerk von der Arabian Horse Breeders<br />

Alliance geehrt, der Milestone Award der Pyramid Society folge greatest achievement.” He has achieved far more than that, he has left<br />

solid block for the good of the Straight Egyptian horse, this will be my<br />

2015. Sein Gestüt Albadeia repräsentiert 80 Jahre Araberzucht, das a footprint not only in the world of Arabian horses but in the hearts of<br />

sind drei menschliche Generationen und etwa zehn <strong>Pferde</strong>generati- many people.<br />

66<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


As a breeder, he belonged to the top of the world and was rightfully<br />

awarded with the Lifetime Achievement Award of the Arabian Horse<br />

Breeders Alliance in 2013 and the Pyramid Society's Milestone Award in<br />

2015. His Al Badeia Stud represents 80 years of breeding, i.e. three human<br />

generations and around ten horse generations. Since 1990 he had<br />

the reins in his hands, but his love and understanding for these horses<br />

started already much earlier, when he was a boy and riding at the farm<br />

was his past time. Nasr Marei bred horses such as Gelgelah Albadeia,<br />

World Champion Mare in 2003, the first horse from Egypt to achieve<br />

such a title. The many, many national and international champions<br />

cannot be mentioned here. However, the future of Albadeia will now be<br />

most likely in the hands of his nephews to open a new chapter.<br />

In his professional career, Nasr Marei graduated from the Faculty of<br />

Agriculture, Ain Shams University in Cairo. Between 1964 and 1969, he<br />

finished his M.Sc. and PhD at the University of California, Davis / USA,<br />

and two years later he retuned home to Egypt. Nasr once said: "I had<br />

not planned my life as it turned out to be. I was hoping to continue as<br />

Die Welt-Championesse<br />

Gelgelah<br />

Albadeia war über<br />

viele Jahre hinweg die<br />

beste Botschafterin für<br />

das Gestüt Albadeia.<br />

Mit ihren Siegen<br />

am Europa- und<br />

Welt-Championat<br />

wurde für Nasr Marei<br />

ein Traum wahr. -<br />

Nachruf - Obituary<br />

Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

The World Champion<br />

mare Gelgelah<br />

Albadeia has been the<br />

best ambassador for<br />

Albadeia Stud for many<br />

years. With her victory<br />

at the European and<br />

World Championships,<br />

a dream came true for<br />

Nasr Marei.<br />

onen. Seit 1990 hatte er die Zügel in der Hand, aber seine Liebe und<br />

sein Verständnis für diese PFerde reicht noch weiter zurück, denn<br />

schon als Junge war reiten seine liebste Beschäftigung. Nasr Marei<br />

züchtete <strong>Pferde</strong> wie Gelgelah Albadeia, Welt-Championesse 2013,<br />

das erste Pferd aus Ägypten, das diesen Titel errang. Die vielen, vielen<br />

weiteren nationalen und internationalen Champions können hier gar<br />

nicht genannt werden, die Zukunft von Albedaie wird nun wohl in<br />

den Händen seiner Neffen liegen, die hoffentlich ein weiteres Kapitel<br />

Gestütsgeschichte schreiben werden.<br />

In seinem Berufsleben studierte Nasr Marei Agrarwissenschaften an<br />

der Universität Ain Shams in Kairo. Zwischen 1964 und 1969 studierte<br />

er an der Universtität von Kalifornien, in Davis, USA, um seinen Master<br />

und Doktorgrad zu erlangen. Zwei Jahre später kehrte er nach Ägpyten<br />

zurück. Nasr sagte einst: "Ich hatte mein Leben nicht so geplant,<br />

wie es dann sich entwickelte. Ich hoffte, eine akademische Karriere<br />

einzuschlagen, aber in Ägypten war das nicht möglich. Ich wußte,<br />

wenn ich zurück nach Ägypten gehe, kommt das einem akademischen<br />

Selbstmord gleich. Aber ich hatte viele Möglichkeiten, um eine<br />

andere Karriere zu verfolgen und ich bin froh, dass ich zurückging und<br />

hege keinen Groll...."<br />

Als er nach Kairo zurückkam, arbeitete er als Wissenschaftler und Professor<br />

an der Universität von Ain Shams, aber beendete die akademische<br />

Laufbahn nach 8 Jahr. Er arbeitete anschließend für eine internationale<br />

Firma mit Sitz in der Schweiz als Leiter der wissenschaftlichen<br />

Abteilung in Kairo und später als Regionalleiter. 1981 gründete er die<br />

erste Abfüllfirma für Mineralwasser in Ägypten, Baraka, zusammen<br />

mit Vittel, einer Gruppe von Freunden und seinem Bruder. Er war der<br />

Vorsitzende und später Mitglied des Vorstands, bis sie die Firma Mitte<br />

der 1990er Jahre an Nestlé verkauften. Von nun an zog er sich aus seiner<br />

beruflichen Tätigkeit zurück und widmete den Rest seines Lebens<br />

ganz seiner Passion, dem arabischen Pferd.<br />

Nasr Marei war ein Mitglied auf Lebenszeit der WAHO und hatte verschiedene<br />

Positionen innerhalb der ECAHO inne, zuletzt war er Mitglied<br />

des Executive Committees, ein Posten von dem er Ende September<br />

<strong>2017</strong> aufgrund von gesundheitlichen Problemen zurücktrat.<br />

Diese hatten sich bereits 2015 entwickelt, als er Herzprobleme hatte<br />

und eine Nahtoderfahrung, von denen er sich nie ganz erholte. Ende<br />

September mußte er sich erneut einer Herzoperation unterziehen, an<br />

deren weiteren Folgen er in einer Klinik in München verstarb. -gw-<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

67<br />

an academician but in Egypt it was impossible. I knew when I decided to<br />

go back to Egypt that I am committing suicide academically. But I had<br />

many other options to pursue for another carrier. I am glad that I came<br />

back and have no remorse..."<br />

When he came back to Cairo, he continued to research and teach at the<br />

University of Ain Shams, but quit the academic career after 8 year. He then<br />

worked for an international Swiss based company as the Head of their<br />

scientific office in Cairo and then as their Regional Manger. In 1981, he<br />

started the first mineral water bottling company in Egypt, Baraka Company,<br />

with Vittel, a group of friends and his brother. He was the Chairman<br />

and later member of the board until they sold the company to Nestle in<br />

the mid 1990ies. He retired from his professional work and dedicated the<br />

rest of his life to what he loved most: The Arabian horse.<br />

He also was a life member of WAHO and an internationally recognized<br />

and respected judge who has judged more than 300 shows all around<br />

the world. He also held numerous positions within ECAHO, including<br />

member of the Executive Committee from which he resigned only at the<br />

end of September <strong>2017</strong> due to health issues. These had become severe<br />

in 2015, when he had heart problems and a near death experience,<br />

from which he never fully recovered. By the end of September <strong>2017</strong>, he<br />

had to undergo another heart surgery, in the further consequence of<br />

which he passed away in a hospital in Munich. Gudrun Waiditschka


Training des Distanzpferdes (II)<br />

Die Energieversorgung<br />

Wissenschaft<br />

In der letzten Ausgabe haben wir gesehen,<br />

dass zwei verschiedene chemische Prozesse<br />

zur Energieversorgung des Körpers beitragen:<br />

1) die aerobe (unter Verwendung von Sauerstoff)<br />

"Verbrennung" von Körperfett in Energie<br />

und<br />

2) die anaerobe (ohne dass Sauerstoff benötigt<br />

wird) Umwandlung von Brennstoff.<br />

Dieser Brennstoff ist in chemischer Form in<br />

den Muskeln gespeichert, und kann sofort in<br />

Energie umgewandelt werden.<br />

Jedes System hat seine Vor- und Nachteile,<br />

die ihre Verwendung einschränken. Zusammengefassend<br />

kann man sagen:<br />

Aerob:<br />

• gleichmäßige Leistung, lange andauernd,<br />

geringe Wärmeproduktion, geringe Milchsäureproduktion.<br />

• langsamer Übergang zu höherer Energiegewinnung<br />

erfordert eine Zunahme der<br />

Herzschlag- und Atemfrequenz.<br />

Anaerob:<br />

• Sofort verfügbar<br />

• geringe Effizienz, gespeicherter Brennstoff<br />

ist nur in geringer Menge vorhanden, hohe<br />

Wärme- und Milchsäureproduktion.<br />

Bei jeder echten Anstrengung arbeiten diese<br />

beiden Systeme der Energiegewinnung<br />

Hand in Hand, wobei das aerobe System<br />

langsam vom anaeroben System übernimmt,<br />

welches für eine sofortige Bereitschaft beim<br />

Start benötigt wird.<br />

während des Rittes<br />

In diesem Beitrag über das Training eines Distanzpferdes schauen wir uns die beiden Arten<br />

der Energiegewinnung an und wie sie mit Brennstoff und Sauerstoff versorgt werden.<br />

Anaerobe Energie als Antrieb<br />

Die Verwendung der anaeroben Energiegewinnung<br />

während der ersten paar Minuten<br />

am Start hat den Brennstoffvorrat, der ursprünglich<br />

in den Muskeln gespeichert war,<br />

erschöpft. Um auf der sicheren Seite zu sein,<br />

sollte ein Organismus immer die Möglichkeit<br />

für einen weiteren Energiestoß haben<br />

(der über den anaeroben Prozess gewonnen<br />

wird). Daher ist es nötig, den "gespeicherten<br />

Brennstoff" in den Muskeln wieder vollständig<br />

aufzufüllen. Dazu wird ein Teil der aerob<br />

erzeugten Energie, die während der gleichmäßigen<br />

Leistung gewonnen wurde, in den<br />

Muskeln in eine chemische Substanz umgewandelt,<br />

die wir als "gespeicherten Brennstoff"<br />

bezeichnet haben.<br />

Um dies zu ermöglichen, kann das Pferd eine<br />

Weile nicht mit maximaler Leistung der aeroben<br />

Energieproduktion arbeiten, d.h. wir<br />

müssen ein ruhigeres Tempo reiten. Diese<br />

ruhigere Phase wird immer nach einer "Spitzenleistung"<br />

nötig sein, wenn wir wollen,<br />

dass das Pferd bei Bedarf für eine weitere<br />

"Spitzenleistung" bereit ist.<br />

Während dieser Phase in ruhigerem Tempo<br />

kann die überschüssige Wärme und die<br />

Milchsäure, die während der Spitzenleistung<br />

produziert wurden, ausgeschieden werden.<br />

Es ist wichtig, dass die überschüssige Wärme<br />

und Milchsäure von verschiedenen aufeinanderfolgenden<br />

Leistungsspitzen (anaerob)<br />

sich nicht ansammelt, ohne dass der Körper<br />

eine Möglichkeit hat, die Muskeln zwischendurch<br />

wieder zu 'säubern'.<br />

Die Zeitspanne, die das Pferd braucht, um sich<br />

von dem "Schaden" zu erholen, der durch die<br />

"etwas zu lange" Nutzung der anaeroben Energieproduktion<br />

verursacht wurde, oder die zu<br />

häufig wiederholten Leistungsspitzen, die auf<br />

die gleichmäßige Leistung oben aufgesattelt<br />

wurden, hängt davon ab, wie nahe am Maximum<br />

des größtmöglichen aeroben Leistungsniveaus<br />

wir arbeiten. Je ruhiger wir reiten (mit<br />

einem Spielraum zwischen der höchstmöglichen<br />

Produktion aerober Energie und der verbrauchten<br />

Energie bei ruhigem Tempo), desto<br />

schneller werden die Muskeln wieder 'gesäubert'<br />

und die Brennstoffvorräte aufgefüllt.<br />

Während des Rittes<br />

Aus dem oben gesagten wird klar, dass wir<br />

beim Distanzreiten idealerweise das aerobe<br />

System der Energieproduktion für den Großteil<br />

des Rittes bevorzugen, und das anaerobe<br />

System nur hier und da für einen plötzlichen<br />

Energieschub benötigen (plötzlich tiefes Geläuf<br />

oder plötzliche Änderung des Anstiegs,<br />

währenddessen wir aus dem einen oder anderen<br />

Grund nicht langsamer werden wollen,<br />

das Überholen eines anderen Reiters ohne<br />

langsamer zu werden, wenn wir vor ihm sind,<br />

während des Zieleinlaufs, etc.).<br />

Zu Beginn eines Rittes können wir:<br />

entweder während der ersten beiden Minuten<br />

langsam beschleunigen, um dem<br />

aeroben System Zeit zu geben, in Gang zu<br />

kommen (Zunahme von Herz- und Atemfrequenz),<br />

ohne die Notwendigkeit der anaeroben<br />

Energieversorgung. Das ist schwierig<br />

während eines Massenstarts und kann nur<br />

bei Einzelstarts bei Trainingritten (von 80 km<br />

oder weniger) angewandt werden.<br />

oder wir "wärmen" vor dem Start "auf", soweit<br />

es den Metabolismus betrifft, um eine<br />

gleichmäßige Zunahme der Leistung inklusive<br />

einer Leistungsspitze zu ermöglichen. Das<br />

nützt die anaerobe Energie aus und stimuliert<br />

den Start des aeroben System auf einem<br />

hohen Niveau der Energieproduktion. Dieser<br />

ersten Aufwärmphase muß eine ruhige Phase<br />

folgen, in der der gespeicherte Brennstoff<br />

in den Muskeln wieder aufgefüllt, und die<br />

überschüssige Wärme und die Milchsäure,<br />

produziert während der Leistungsspitze, wieder<br />

abgegeben bzw. ausgeschieden wird.<br />

Etwa zwei Minuten nachdem die erste intensive<br />

Anstrengung verlangt wurde, ist die<br />

aerobe Energieversorgung bereit, auf voller<br />

Leistung zu arbeiten (siehe Abb. S. 70).<br />

Die höchstmögliche aerobe Energie hängt zu<br />

jedem Zeitpunkt davon ab, wieviel Sauerstoff<br />

zur Verfügung steht, und wieviel Brennstoffs<br />

(in diesem Fall gespeichertes Körperfett irgendwo<br />

im Körper). Der Brennstoff kommt<br />

nicht nur aus den kürzlich aufgenommenen<br />

und verdauten Nahrungsmitteln! (siehe das<br />

Kapitel über Ernährung (III)).<br />

Der aerobe Prozess hat ein sehr viel höhere<br />

Effizienz (mehr Energie wird produziert aus<br />

der gleichen Menge "Brennstoff") und produziert<br />

weit weniger Milchsäure und weniger<br />

Wärme. Das "Ausscheidungssystem" des <strong>Pferde</strong>s<br />

(Blutkreislauf und Harnsystem) kommt<br />

normalerweise mit den geringeren Mengen<br />

an Milchsäure und Wärme als Nebenprodukte<br />

sehr gut zurecht.<br />

Dieser Vorgang kann für längere Zeit andauern,<br />

ohne die Muskeln zu schädigen, so lange<br />

es genügend Sauerstoff gibt und genügend<br />

Brennstoff vorhanden ist (herbeitransportiert<br />

durch den Blutkreislauf). Dieser Mechanismus<br />

kann unendlich lange funktionieren,<br />

solange wir in einer Art "Balancebereich" arbeiten,<br />

wo der Verbrauch von Brennstoff und<br />

Sauerstoff unter dem bleibt, was durch das<br />

Blut herbeigeschafft wird.<br />

Kann man die Lunge trainieren?<br />

Während die aerobe Energieproduktion auf<br />

Hochtouren läuft, bedarf es einer Erhöhung<br />

der Atemfrequenz, um die benötigte Menge<br />

an Sauerstoff herbeizuschaffen.<br />

68<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Wie kann man diese Mechanismen trainieren?<br />

Das Ziel, wenn wir ein Pferd trainieren, lässt sich grundsätzlich in drei<br />

Bereiche einteilen:<br />

a) Das Basis-Training erhöht den Widerstand aller unterstützenden<br />

Körperteile, so dass sie während der eigentlichen Leistung keinen<br />

Schaden nehmen.<br />

b) Das Bodybuilding oder Krafttraining zielt darauf ab, das <strong>Vol</strong>umens<br />

der Muskulatur zu vergrößern, denn dort ist schnell verfügbare und schnell<br />

umsetzbare Brennststoff gespeichert. Dies erlaubt eine intensivere<br />

aerobe Leistung (während eines kurzen Zeitraums...) und die Verbesserung<br />

der Ausscheidung von übermäßig produzierter Milchsäure und<br />

Wärme (siehe: übermäßiges Schwitzen von Sprintern beim Flachrennen).<br />

c) Das metabolische Training erhöht das Niveau, auf dem wir im Gleichgewicht<br />

mit der aeroben Energieproduktion arbeiten. Das ist der schnellste<br />

und kürzeste, aber auch der heikelste Teil des Trainings eines<br />

<strong>Pferde</strong>s, das Ausdauerleistung erbringen soll.<br />

Im Gegensatz zu dem Ausspruch "Herz und Lunge trainieren", kann<br />

die Kapazität der Lunge als Organ nicht trainiert werden. Ihre Oberfläche<br />

(Alveolen, Lungenbläschen) zum Austausch von Sauerstoff aus<br />

der Luft an das Blut kann nicht vergrößert werden. Im Gegenteil, die<br />

Oberfläche kann sich im Laufe eines <strong>Pferde</strong>lebens nur verkleinern.<br />

Tatsächlich kann jede Atemwegserkrankung zu jeder Zeit im Leben<br />

des <strong>Pferde</strong>s, sei sie durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen, einen<br />

Teil der Lungenbläschen zerstören, die damit für immer als funktionale<br />

Lungenoberfläche verloren sind. Es ist daher sehr wichtig, die<br />

Lunge von Fohlen / Jungpferden / Athleten ihr Leben lang gegen alle<br />

Atemwegserkrankungen zu schützen, auch vor Würmer (insbesondere<br />

vor Lungenwürmern) - daher ist auch die Bedeutung des Zuchtmanagements<br />

für Fohlen wichtig, die in den Sport gehen sollen.<br />

Die Menge an Sauerstoff, die dem Körper von den Lungen zur Verfügung<br />

gestellt wird, kann also nur durch eine Zunahme der Atemfrequenz<br />

vergrößert werden.<br />

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In der nächsten Ausgabe werden wir mit den Trainingstechniken<br />

beginnen und wie die unterschiedlichen Aspekte des Trainings die<br />

verschiedenen Bereiche von Physiologie und Metabolismus beeinflussen.<br />

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Wissenschaft<br />

Metabolische Anpassung<br />

Der intensive Transport von Brennstoff und Sauerstoff zu den Muskeln<br />

erfordert eine erhöhte Durchblutung. Im Gegensatz zur Oberfläche<br />

der Lungenbläschen, ist jedoch die Kapazität des Transportsystems<br />

(Blutkreislauf) sehr wohl trainierbar. Dies wird durch verschiedene<br />

metabolische Anpassungen im Körper erreicht:<br />

1) durch eine erhöhte Herzschlagfrequenz wird das Blutvolumen<br />

schneller zirkuliert;<br />

2) durch das Training der Leistungsfähigkeit der "Pumpe" (dem Herzen)<br />

wird die Menge an Blut und die Fließgeschwindigkeit vergrößert;<br />

3) durch die Menge an transportiertem Sauerstoff im Blut: Da die Sauerstoffmoleküle<br />

(die durch die Lunge verfügbar gemacht wurden) an<br />

der Wand der roten Blutkörperchen anhaften, die als "Träger" fungieren,<br />

wird durch die Menge der roten Blutkörperchen auch die Menge<br />

an transportierten Sauerstoffmolekülen festgelegt. Daher werden bei<br />

Bedarf, wenn die Muskeln mehr Sauerstoff für den aeroben Prozess<br />

benötigen, durch Kontraktion der Milz eine zusätzliche Menge an roten<br />

Blutkörperchen (die dort gelagert werden) freigesetzt.<br />

Die Menge an roten Blutkörperchen die in der Milz vorhanden sind und<br />

der Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit variiert mit der körperlichen<br />

Fitness des <strong>Pferde</strong>s und kann durch das Training verbessert werden.<br />

Es scheint also, dass die Arbeit, die ein Pferd mit Hilfe der aeroben<br />

Energiegewinnung leisten kann, von der Kapazität der Lungen und<br />

des Herzens abhängt, um sowohl die roten Blutkörperchen als auch<br />

deren Transport gewährleisten zu können, die dann den Sauerstoff zu<br />

den Muskeln transportieren, um den vorhandenen Kraftstoff zu verbrennen.<br />

Diese Gesamtkapazität ist sehr wohl trainierbar und all die<br />

verschiedenen Elemente sollten richtig trainiert werden.<br />

Nelly Philippot-Hermanne<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

69<br />

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Training the Endurance Horse (II)<br />

The Energy Supply<br />

during the Ride<br />

Science<br />

In this part about training the endurance horse, we have a look at the use of the two<br />

energy-production systems and how they are provided with fuel and oxygen.<br />

In the previous issue we have seen that two<br />

different chemical processes contribute to<br />

the energy supply of the body:<br />

1) the aerobic (with the use of oxygen) “burning”<br />

of body fat in energy or<br />

2) the anaerobic (without the need of oxygen)<br />

transformation of fuel, which was stored<br />

within the muscle in a chemical form, which is<br />

readily transformable into energy.<br />

Each system has its advantages and inconveniences,<br />

which limit their use. In summary:<br />

Aerobic:<br />

• steady-state, long use, little heat-production,<br />

little lactic acid production<br />

• slow shift to higher production level needs<br />

increased heart beat frequency (HBF) and increased<br />

respiratory frequency (RF)<br />

Anaerobic:<br />

• immediately available<br />

• low efficiency, stored fuel is limited in quantity,<br />

high heat-production, high lactic acid<br />

production.<br />

During any real effort, the two energy production<br />

systems work together and the aerobic<br />

system is progressively taking over from the<br />

anaerobic system, which is needed for an immediate<br />

start.<br />

Anaerobic Energy to give a Boost<br />

The use of the anaerobic energy production<br />

for a couple of minutes at the start has depleted<br />

the fuel, which was initially stored in the<br />

muscles. As it is always “safe” to have the possibility<br />

to ask for another peak of energy (i.e.<br />

delivered by the anaerobic process), it is necessary<br />

to replete the “stored fuel” in the muscles<br />

to its maximum quantity. Thus a part of the<br />

aerobically produced energy during the following<br />

steady-state effort will be transformed<br />

in the muscle to the chemical form we called<br />

“stored fuel”.<br />

To make this possible, the horse cannot work<br />

at the maximum level of the aerobic energy<br />

production for a while, i.e. we need to ride at<br />

a calmer pace. This calmer period will be necessary<br />

after each “peak-effort”, if we want the<br />

horse to be ready for another “peak-effort”<br />

when required.<br />

During the period of calmer work, the excess<br />

heat and lactic acid produced during the<br />

peak-effort can be excreted. It is important,<br />

that the excess heat and lactic acid, produced<br />

by several successive peak-efforts (anaerobic)<br />

does not accumulate without giving the body<br />

a chance to 'clean' the muscle in between.<br />

The period of time which the horse will need<br />

to recover from the “damage” caused by the<br />

‘slightly too long’ use of the anaerobic energy-production<br />

or the ‘too frequent’ successive<br />

peak-efforts on top of the steady-state effort<br />

will depend on how close to the top-capacity<br />

of the aerobic maximum aptitude we work at<br />

that moment. The calmer we work, thus leaving<br />

the margin between the highest possible<br />

production of aerobic energy and the energy<br />

the horse consumes during this calmer period,<br />

the faster the muscles will be cleaned and the<br />

fuel storage being refilled.<br />

Energiegewinnung /<br />

Energy production<br />

first effort - anaerobic<br />

high energy level<br />

lots of heat<br />

lots of lactic acid<br />

erste Anstrengung - anaerob<br />

hohes Energieniveau<br />

hohe Wärmeproduktion<br />

viel Milchsäure<br />

During the Ride<br />

From the above, it is clear that in endurance,<br />

we ideally prefer to use the aerobic system of<br />

energy production for the majority of the ride<br />

and only use the anaerobic system now and<br />

then when a sudden peak of energy is needed<br />

(sudden deep going or sudden change in slope<br />

during which we don’t want to slow down for<br />

one or another reason, passing by another rider<br />

without slowing down just in front of him,<br />

during final sprint, etc.).<br />

2 Min.<br />

steady state - aerobic<br />

lower energy production<br />

less heat production<br />

less lactic acid production<br />

When starting the ride, we can:<br />

• either start very progressively during the<br />

first two minutes to give the aerobic system<br />

the time to start up (increase of HBF and RF)<br />

progressively without the need of the anaerobic<br />

energy supply. This is hard to realise in a<br />

“mass-start” and will only be used for individual<br />

starts in “training rides” (rides of 80 km and<br />

less).<br />

• or “warm up” before the start of the ride, as<br />

far as metabolism is concerned, to allow for a<br />

progressive increase of the effort and including<br />

a peak effort. This will make use of anaerobic<br />

energy and stimulates the start-up of the aerobic<br />

system at a high level of production. This<br />

first stage of warming up has to be followed by<br />

a calmer period allowing to replete the stored<br />

fuel in the muscles and get rid of the heat and<br />

gleichmäßige Leistung - aerob<br />

geringere Energiegewinnung<br />

geringere Wärmeproduktion<br />

weniger Milchsäure<br />

T1<br />

T1+ 2 Min.<br />

Zeit / Time<br />

new peak effort<br />

aerobic + anaerobic<br />

short time span<br />

needs time to refill between<br />

two peak efforts<br />

erneute Anstrengung<br />

aerob + anaerob<br />

für kurze Zeit<br />

benötigt Zeit zum Wiederauffüllen<br />

zwischen zwei Spitzen<br />

lactic acid produced by the peak-effort.<br />

Approximately two minutes after the first intensive<br />

effort has been required, the aerobic energy<br />

supply is ready to function on full power.<br />

The maximum produced aerobic energy depends<br />

at any moment on the available transported<br />

oxygen as well as on the amount of fuel<br />

(in this case stored as body-fat somewhere in<br />

the body). The fuel does not come from just<br />

previously eaten and digested nutrients! (see<br />

the chapter on nutrition, part 3).<br />

70<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


The aerobic process has a much higher efficiency<br />

(more energy is produced from same<br />

quantity of “fuel”) and produces far less lactic<br />

acid and less heat. The “excretion system” of<br />

the horse (blood-circulation and urinary system)<br />

normally copes very well with this lower<br />

quantity of lactic acid and heat produced as<br />

by-products.<br />

This process can go on for a longer time, without<br />

poisoning the muscles, as long as enough<br />

oxygen is arriving and enough fuel is available<br />

(transported by the blood-circulation from<br />

where it is stored body-fat). This mechanism<br />

can go on indefinitely as long as we work in a<br />

kind of “steady-state” system where consumption<br />

of fuel and oxygen remains below its supply<br />

by the blood.<br />

Training Lungs?<br />

During higher level of aerobic energy production,<br />

supplying the needed quantity of oxygen<br />

requires an increase of the respiratory frequency.<br />

Contrarily to what is suggested by the common<br />

saying “training lungs and heart”, the<br />

capacity of the lung as an organ cannot be<br />

trained. Their surface of absorption (alveoli)<br />

and of exchange of oxygen with the blood, can<br />

not be increased. On the contrary, this surface<br />

can nothing but decrease during the lifespan<br />

of a horse. Indeed, each respiratory pathology<br />

at any time, of its “history”, be it bacterial,<br />

viral or fungal, destroys part of the lung-cells,<br />

thus being lost forever as functional lung-surface.<br />

It is therefore paramount to protect the<br />

lungs of the foal/youngster/athlete against all<br />

Königliche <strong>Pferde</strong><br />

Die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />

der württembergischen Könige<br />

Das Königliche Privatgestüt Weil-Scharnhausen<br />

Band I - König Wilhelm I. (1817-1864)<br />

respiratory diseases and also against worms<br />

(red worms in particular) during its whole life<br />

(hence the importance of breeding management<br />

of “sport”-intended foals).<br />

So, the quantity of oxygen made available by<br />

the lungs can only be increased by the increase<br />

of the respiratory frequency upon demand.<br />

Metabolic Adaptations<br />

Intensive transport of fuel and oxygen to the<br />

muscles requires an increase in blood-circulation.<br />

Contrary to the surface of the alveoli of<br />

the lungs, the capacity of the transport-system<br />

(blood circulation) is very trainable.<br />

This will be achieved by several metabolic adaptations<br />

in the body:<br />

1) an increased heart beat frequency will circulate<br />

the blood with higher "turn-over";<br />

2) training the capacity of the “pump” (the<br />

heart) will increase the quantity of blood and<br />

the speed of the flow;<br />

3) the quantity of oxygen transported by the<br />

blood: As the oxygen molecules (made available<br />

by the lungs) are attached to the wall of<br />

the red-blood-cells, which act as “carriers”, the<br />

numbers and efficiency of the red blood-cells<br />

will determine the quantity of oxygen-molecules<br />

transported. Therefore, upon demand<br />

of the muscles that need more oxygen for the<br />

aerobic process, contractions of the spleen will<br />

release an extra quantity of red blood-cells<br />

(which are stored there).<br />

The quantity of red blood-cells available in the<br />

spleen and the peak of their efficiency, varies<br />

with the physical condition of the horse and is<br />

subject to improvement by training.<br />

“Königliche <strong>Pferde</strong>“<br />

Die arabische <strong>Pferde</strong>zucht<br />

der württembergischen Könige<br />

Das Buch zum Jubiläumsjahr 1817-<strong>2017</strong><br />

„200 Jahre Weil-Marbacher Araberzucht“<br />

How to train these mechanisms?<br />

The aim when training a horse is essentially<br />

three-fold :<br />

a) the basic training increases the resistance<br />

of all the supporting parts of the body so<br />

they don't get damaged during the effort<br />

b) the body-building or power-training intends<br />

to increase the volume of muscles<br />

where the quickly available and fast transformable<br />

fuel is being stored, allowing for<br />

more intensive anaerobic efforts (during<br />

short duration efforts …) and the improvement<br />

of the excretion of the excessively<br />

produced lactic acid and heat (see: excessive<br />

sweating of flat-racing sprint horses).<br />

c) the metabolic training increases the level<br />

at which we can work in steady-state aerobic<br />

energy supply. This is the quickest and<br />

shortest, but most delicate part of training<br />

of a horse capable of enduring long efforts.<br />

It thus appears that the work a horse can do<br />

with the help of the aerobic energy supply will<br />

depend on the capacity of the lungs and heart<br />

to provide for transport and the blood-cells to<br />

carry the oxygen to the muscle to “burn” all<br />

the fuel available. This total capacity is very<br />

trainable and all the different elements should<br />

be trained properly.<br />

Nelly Philippot-Hermanne<br />

In the next issue we will start with the<br />

techniques of training and how different aspects<br />

of training affect the different parts of<br />

the physiology and of the metabolism.<br />

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Zum 200. Jahrestag der Gründung des Könglichen Privatgestüts Weil-Scharnhausen<br />

liegt nun ein Buch vor, das umfassend die Anfänge der ältesten Araberzucht<br />

in Europa beschreibt. Berühmte <strong>Pferde</strong>, wie Bairaktar und Murana I, haben in Weil<br />

die ältesten Hengst- und Stutenlinien begründet - aber sie waren nur zwei von<br />

über 100 Original-Arabern, die im 19. Jahrhundert aus dem Orient nach Württemberg<br />

importiert wurden. Ihren Ursprung, ihre teils abenteuerlichen Reisen aus<br />

der Wüste nach Württemberg und ihr züchterischer Einfluß wurden anhand von<br />

Archiv-Akten nachgezeichnet.<br />

Science<br />

Gudrun Waiditschka<br />

Gudrun Waiditschka: „Königliche <strong>Pferde</strong>“<br />

Band I, König Wilhelm I. (1817-1864),<br />

ca. 250 S. mit ca. 250 zeitgenössischen Abbildungen, 59 €<br />

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4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

71


13. ANC-Turnier Aachen<br />

Sport<br />

Alle<br />

Jahre<br />

wieder...<br />

Erfolgreichster <strong>Vol</strong>lblutaraber des Aachener Turniers:<br />

Haifi El Sorrento (BS Specific / Haifi Dinjah)<br />

unter Susanne Hoyler.<br />

... ist Haifi El Sorrento der Sieger des Aachener Turniers. Dieses Jahr konnte er seine Siegesserie<br />

auf vier Siege bei fünf Starts ausweiten. Derzeit kann ihm unter den arabischen<br />

Dressurpferden in Deutschland keiner das Wasser reichen.<br />

Eigentlich könnte man statt des diesjährigen<br />

Berichts einfach den letztjährigen<br />

noch einmal abschreiben. Das Wesentliche<br />

nämlich hat sich nicht geändert: "Erfolgreichster<br />

Starter am Aachener Turnier war mit<br />

Abstand Haifi El Sorrento (v. BS Specific) unter<br />

seiner langjährigen Reiterin und Ausbilderin<br />

Susanne Hoyler". Hatte er aber letztes Jahr<br />

bei fünf Starts drei Siege, so lautete seine<br />

diesjährige Erfolgsbilanz gar: Fünf Starts in<br />

Dressurprüfungen der Kl. L (Trense) bis M**<br />

mit vier Siegen, lediglich die Kür hatte den<br />

Richtern nicht so gut gefallen, wobei Haifi<br />

immer noch "bester <strong>Vol</strong>lblutaraber" dieser<br />

Prüfung war. Eine ähnliche Leistung gelang<br />

nur noch Vom Besten G unter Züchterin und<br />

Besitzerin Gudrun Gernhold, die mit ihrem<br />

Partbred-Hengst drei Siege errang.<br />

Die <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

"Wir haben am Anfang der Saison noch gar<br />

nicht zu hoffen gewagt, dass wir das Ergebnis<br />

von 2016 wieder erreichen würden", so<br />

Haifi El Sorrento-Besitzerin Edith Lipp, "aber<br />

jetzt haben wir es nicht nur erreicht, sondern<br />

nocheinmal getoppt! Sori und Susanne sammelten<br />

insgesamt 1137 FN-Ranglistenpunkte<br />

- letztes Jahr waren es noch 820 -, und wieder<br />

erhält Sorrento die goldene Sportpferdeplakette<br />

vom VZAP." Er ist mit seiner Jahresleistung<br />

in der Dressur der beste <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />

Deutschlands und weit über die deutschen<br />

Grenzen hinaus. Außerdem führt Susanne<br />

Hoyler dieses Jahr die Dressurergebnislisten<br />

vom <strong>Pferde</strong>sportkreis Nordschwarzwald an<br />

- und das mit einem "Exoten"! Leistung soll<br />

auch belohnt werden, und so konnte sich<br />

das Team von Haifi El Sorrento zum zweiten<br />

Mal über den Sieg im Paltra-Pokal freuen: Gemeinsam<br />

verbrachten Besitzer- und Reiterfamilien<br />

ein schönes Wochenende im Romantikhotel<br />

"Goldener Karpfen" in Fulda! Aber<br />

den beiden wurden ihre Siege keineswegs<br />

"nachgeworfen", nur weil sie dieses Jahr "unter<br />

sich" ritten, da es getrennte Abteilungen<br />

für <strong>Vol</strong>lblut- und Shagya-Araber und Partbredaraber<br />

gab: Die Noten bewegten sich zwischen<br />

7,8 (L-Kandare) und 7,0 (M*).<br />

Der "ewig Zweite" hinter Haifi El Sorrento<br />

war dieses Jahr BA Aram (Amalfi / Aroussa<br />

Monpelou) unter seinem jungen Reiter Kyle<br />

van der Hejden aus den Niederlanden. Der<br />

überwiegend russische gezogene, 9jährige<br />

Fuchswallach bewegt sich sehr schwungvoll<br />

und elastisch und sein junger Reiter hat sichtlich<br />

Freude an den Ritten. Drei zweite Plätze<br />

in den Klassen L-Kandare bis M** können<br />

sich als Bilanz eines Turnierwochenendes<br />

durchaus sehen lassen. Auf dem dritten Rang<br />

konnte sich zweimal der 15jährige VA-Wallach<br />

Cuba (Arben / Djaikha) unter Vera Dopper<br />

platzieren (L-Kandare, M**), die ebenfalls<br />

aus Holland angereist waren. Überhaupt war<br />

das holländische Kontingent in Aachen sehr<br />

groß, dafür fehlten dieses Mal leider die Starter<br />

aus Skandinavien.<br />

Auch andere "alte Bekannte" waren dieses<br />

Jahr wieder dabei, so MS Madrass (Kamerton<br />

/ Marenah) unter Susanne Giese. Dieses Paar<br />

konnte sich in der L-Trense auf Rang 2 platzieren,<br />

gefolgt von dem Ägypter Musab (NK Bolbol<br />

/ Maaza) aus dem Haupt- und Landgestüt<br />

72<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Sport<br />

<br />

<br />

1. BA Aram (Amalfi / Aroussa Monpelou) unter Kyle van der Hejden / NED<br />

2. Cuba (Arben / Djaikha) unter Vera Dopper / NED<br />

3. Musab ( NK Bolbol / Maaza) unter Lukas Maier / GER<br />

4. GR Farris (GR Faleeh / VPR Faridaa Bint Sphinx) unter Pam Johanns / LUX<br />

5. MS Madrass (Kamerton / Marenah) unter Susanne Giese / GER<br />

<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

73


Sport<br />

Marbach unter Lukas Maier. Es war das erste<br />

Mal, dass Marbach mit einem Kontingent von<br />

drei <strong>Pferde</strong>n an diesem Turnier teilnahm, und<br />

man konnte mit dem Ergebnis (1 x 1. Platz mit<br />

WM Saradan Kl. A, 1 x 3. Platz Kl. L-Trense und<br />

1 x 4. Platz in der M* mit Musab) durchaus zufrieden<br />

sein. Auch Gorbas Gagarin (Davidoff /<br />

Wenkum Gorba) unter Sophie Stephan sicherte<br />

sich einen dritten Platz in der M*, und auch<br />

dieses Paar steigert sich von Jahr zu Jahr.<br />

Der Sieger in der A** ist noch nachzutragen.<br />

Dies war Malik Ibn Prognoz (Prognoz / Juvara)<br />

unter Janine Holze, der in einem durchaus<br />

starken Feld mit 16 Startern gewann. Auf Platz<br />

zwei landete GR Farris (von GR Faleeh), der mit<br />

seiner Reiterin Pam Johanns aus Luxembourg<br />

angereist war. Auch er ist wie Musab ein<br />

Ägypter. Auf dem dritten Platz dann wieder<br />

ein alter Bekannter: Mosri Al Dahab, diesmal<br />

mit seiner jungen Reiterin Emma Dorn.<br />

Platz in der L-Trense. Der Trakehner-Hengst<br />

führt den <strong>Vol</strong>lblutaraber Narav Ibn Aswan<br />

in dritter Generation, mütterlicherseits geht<br />

er auf anglo-arabisches Blut zurück, das auf<br />

Shagya-Arabern basiert.<br />

Die M-Dressuren lagen dann gänzlich in anderer<br />

Hand: Während der bereits 20jährige<br />

Reitpony-Wallach Leo Nardo unter Silvia<br />

Knapstein die M* gewann, konnte er sich in<br />

der M** "nur" auf dem zweiten Platz hinter<br />

dem schicken palomino-farbenen Dannys<br />

Dream mit Janina Döll platzieren. Platz drei<br />

ging, wie gesagt, an Vom Besten G, während<br />

Saaleprinz, ein Halbbruder zu Lucciano de<br />

Saale, unter Andreas Brand den vierten Platz<br />

einnahm. Nachzutragen in dieser Familie ist<br />

noch Saalefürst auf Platz 2 in der A-Kandare.<br />

Beim "Nachwuchs" in der Klasse A zeigte sich<br />

Camar Estopia von ihrer besten Seite und<br />

gewann mit Isa Lindemann und einer Traum-<br />

ya-Araber Santhos (Shareer / Nora) unter Diana<br />

Kunz gewann.<br />

Die <strong>Vol</strong>lblutaraber hingegen waren in den<br />

Springprüfungen nur "unter ferner liefen"<br />

vertreten - sowohl zahlenmäßig, als auch leistungsmäßig.<br />

Dagegen soll noch ein kleines<br />

Partbred-Stütchen erwähnt werden: Alisha SR<br />

vom <strong>Vol</strong>lblutaraber Al Ashar. Sie hat von ihrem<br />

Vater das Springtalent und einen tollen Stil geerbt.<br />

Kein Wunder hatte sie bei der Stutenleistungsprüfung<br />

in Münster-Handorf 2015 die<br />

Note 9,0 im Freispringen erhalten. Zwar reichte<br />

es in Aachen nur zu einem dritten Platz im<br />

A*-Springen, aber bei ihr hat man wirklich das<br />

Gefühl, das Springen macht ihr Spaß!<br />

Alles in allem war Aachen dieses Jahr ein<br />

Schritt in die richtige Richtung. Hoffen wir,<br />

dass damit der Abwärtstrend gebrochen<br />

wurde und auch die <strong>Vol</strong>lblutaraber wieder<br />

vermehrt zurück nach Aachen kommen.<br />

Auf dem richtigen Weg<br />

Bereits die Ausschreibung für das diesjährige<br />

Aachener Turnier erntete großes Lob von Seiten<br />

der Reiter, und die Nennzahlen bestätigten<br />

dies dann auch. Letztendlich zählte das<br />

Turnier 238 Starts, das waren 70 mehr als im<br />

Vorjahr! Ebenfalls sehr positiv aufgenommen<br />

wurde, dass dieses Jahr bei jeweils mindestens<br />

fünf Nennungen die Prüfungen nach<br />

Rassen geteilt wurden. Das hatte zur Folge,<br />

dass alle Dressurprüfungen der Kl. A bis M**<br />

(mit Ausnahme der Kür) in zwei Abteilungen<br />

geritten wurden, eine für AV und ShA,<br />

die zweite für AA und PbA - endlich wurde<br />

diese Notwendigkeit umgesetzt! Ein kleiner<br />

Wermutstropfen aber bleibt: Die Zahlen bei<br />

den <strong>Vol</strong>lblutarabern waren zumindest in der<br />

Dressur nach wie vor rückläufig und konnten<br />

nur in der Gesamtbilanz durch die im Vergleich<br />

zum Vorjahr wesentlich besser besetzten<br />

Springprüfungen ausgeglichen werden.<br />

Das schicke palomino-farbene Reitpony Dannys Dream gewann mit Janina Döll die M**-Dressur.<br />

Er hat Nijm ox und Daikir ox im Pedigree, zwei <strong>Vol</strong>lblutaraberhengste die häufig in der Reitponyzucht<br />

zu finden sind.<br />

alle Fotos: G. Waiditschka / <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

Die Partbreds<br />

Wie bereits eingangs erwähnt, konnte Vom<br />

Besten G unter Gudrun Gernhold ebenfalls<br />

eine großartige Erfolgsserie abliefern: Alle drei<br />

L-Prüfungen gehörten ihm, in der M** belegte<br />

er einen dritten Platz. Der Reitponyhengst ist<br />

einer von sechs <strong>Vol</strong>lbrüdern, von denen immerhin<br />

drei am Aachener Turnier starteten.<br />

Der zweite im Bunde war Vom Brillanten G,<br />

und er gewann die A** und belegte den dritten<br />

Platz in der A*. Der dritte, Valido's Black<br />

Pearl, konnte unter Magdalena Schumacher in<br />

der A-Trense den zweiten Platz hinter seinem<br />

Bruder erringen, in der Kür den dritten und<br />

in der M* den vierten Platz. Die drei Brüder<br />

stammen von Validos Boy, der den Marbacher<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber Merafic (Daikir / Masarrah) als<br />

Großvater im Pedigree führt. Und auch auf der<br />

Mutterseite versteckt sich in 5. Generation der<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraberhengst Jarys (Kalif / Jemen), und<br />

damit Achentaler Blut.<br />

Auch der frisch gekörte und leistungsgeprüfte<br />

Lucciano de Saale zeigte sein Können unter<br />

Andreas Brand und holte sich den dritten<br />

note von 7,8 die Prüfung A*. Gezogen wurde<br />

diese Partbred-Stute von Corinna Knaack-Lindemann<br />

aus ihrer <strong>Vol</strong>lblutaraberstute Camar<br />

Esperanza in Anpaarung mit dem Trakehner-Hengst<br />

Le Rouge.<br />

Die Springprüfungen<br />

Nach dem letztjährigen Tiefststand, als nur<br />

noch fünf oder sechs Springpferde nach Aachen<br />

kamen, waren es dieses Jahr doch immerhin<br />

26, und so waren diese Prüfungen<br />

zumindest wieder spannend. Angeboten<br />

wurde jeweils eine Springprüfung und eine<br />

Stilspringprüfung in den Klassen E, A* und<br />

A**, sowie eine Springprüfung L; auf das<br />

M-Springen verzichtete man dieses Jahr.<br />

Positiv zu vermerken ist auch, dass sich dieses<br />

Jahr wieder mehr Shagya-Araber nach<br />

Aachen getrauten. Und prompt wurde Halik<br />

(Lenkoran / Halisha) unter Julius Herz mit<br />

dem 1. Platz im E-Stilspringen belohnt. Ihm<br />

folgte auf dem zweiten Platz Orsha (Bazar /<br />

Ocarina) mit Silke Schwertfeger, die ihrerseits<br />

wiederum das E-Springen vor dem Shag-<br />

Summary<br />

For the second time in a row, the purebred<br />

Arabian Haifi El Sorrento (by BS Specific)<br />

proved to be the best Arabian at the Aachen<br />

tournament. This year, he achieved four victories<br />

in five dressage competitions. Only in<br />

one, the L-Kuer, he was placed fourth, but<br />

nevertheless was best purebred Arabian. The<br />

"perpetual second" this year was BA Aram (by<br />

Amalfi) from Holland, with his young rider<br />

Kyle van der Hejden. The horse is very talented<br />

with elastic movements, and it will be interesting<br />

to follow their career. Twice on third<br />

place we find Cuba (by Arben) with Vera Dopper;<br />

both Dutch horses were predominantly<br />

Russian-bred.<br />

It was good that all dressage competitions<br />

were split into classes for purebred and Shagya<br />

Arabians, and Anglo- and Partbred Arabians.<br />

Hopefully this will encourage more purebred<br />

Arabians to compete next year, because<br />

although the total number of starts increased<br />

by 70, the number of purebred Arabians is still<br />

on the decline.<br />

Gudrun Waiditschka<br />

74<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Sport<br />

<br />

<br />

1. Vom Besten G (Validos Boy / Piccolina) unter Züchterin<br />

und Besitzerin Gudrun Gernhold.<br />

2. Der <strong>Vol</strong>lbruder Vom Brillanten G, ebenfalls unter Gudrun<br />

Gernhold<br />

3. Camar Estopia (Le Rouge (Trak.) / Camar Esperanza ox),<br />

geritten von Isa Lindemann<br />

4. Der Shagya-Araber-Wallach Halik (Lenkoran / Halisha)<br />

unter Julius Herz<br />

5. Partbred Araber-Stute Alisha SR (von Al Ashar ox) unter<br />

Sarah Ritterswürden<br />

<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

75


Vom Ursprung<br />

200 Jahre Zuchtgeschichte<br />

Shagya-Araber<br />

Babolna<br />

des Shagya-Arabers<br />

Radautz<br />

Maria Theresia und ihr Sohn Josef II.<br />

Um die Ursprünge des Shagya-Arabers aufzuspüren, müssen wir uns<br />

ins Österreich des 18. Jahrhunderts zurückversetzen. Hier regierte seit<br />

1740 Maria Theresia und obwohl sie nie zur Kaiserin gekrönt wurde,<br />

wurde Maria Theresias Name meist im Zusammenhang mit dem Kaisertitel<br />

genannt. Zwar war eigentlich ihr Mann, Franz I., der offizielle<br />

Herrscher, doch die Regierungsgeschäfte führte sie selbst. Maria Theresia<br />

reformierte ihr Reich während ihrer Regentschaft insbesondere<br />

im Inneren. Nach dem Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges um<br />

1748, war angesichts der hohen Kriegskosten die Reform der Staatsfinanzen<br />

besonders dringlich, weshalb Maria Theresia die Erhebung<br />

zusätzlicher Steuern für die Regierung und das Militär verkündete.<br />

Sie setzte sich aufgrund ihrer Erfahrungen in diesen kriegerischen<br />

76<br />

Mezöhegyes<br />

Wer sich schon einmal über die Namen der Gründerstuten der Shagya-Araber namens<br />

"Moldvai", "Cserkesz", oder "Siebenbürgerin" gewundert hat, erfährt hier, woher diese<br />

<strong>Pferde</strong> kamen, die noch heute existierende Stutenfamilien gegründet haben.<br />

Zeiten nunmehr für die Schaffung einer schlagkräftigeren Armee<br />

ein. Damals waren <strong>Pferde</strong>, die genügsam und leistungsstark waren,<br />

entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg einer Schlacht. Aus diesem<br />

Grunde wurde großer Wert auf eine ausgezeichnete <strong>Pferde</strong>zucht<br />

gelegt. Die reguläre Armee hatte eine Sollstärke von 108 000 Mann.<br />

Darin waren die ca. 40.000 Grenzsoldaten an der Militärgrenze in Südosteuropa<br />

noch nicht eingerechnet. Aus Anlass ihrer Krönung zum<br />

König Ungarns (eine weibliche Funktionsbezeichnung war nicht vorgesehen),<br />

sagten ihr die ungarischen Stände 20 000 Soldaten zu. Für<br />

die berittenen Teile dieser etwa 200 000 Mann starken Armee, waren<br />

entsprechend große Mengen an <strong>Pferde</strong>n nötig.<br />

Josef II., Maria Theresias Sohn, wurde schon während ihrer Amtszeit<br />

zum Kaiser gekrönt. Er fungierte in den habsburgischen Erbländern<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


The Origin<br />

200 Years of Breeding History<br />

of the Shagya-Arabian<br />

Have you wondered about the names of the foundation mares of the Shagya-Arabian<br />

breed such as "Moldvai", "Cserkesz", or "Siebenbürgerin"? This article will give you some<br />

answers about the origins of these horses whose dam lines still exist today.<br />

Maria Theresa and her son Josef II.<br />

To track down the origins of the Shagya-Arabians, we have to travel<br />

back in time to Austria in the 18th century. Here, beginning in 1740,<br />

Maria Theresa reigned, and although she was never crowned empress,<br />

her name was usually mentioned in connection with the emperor's title.<br />

Actually, it was her husband, Franz I who was officially the regent, but<br />

she conducted all the government affairs. Maria Theresa reformed the<br />

kingdom during her regency, particularly with regards to the interior<br />

of the country. After the Austrian<br />

War of Succession around 1748,<br />

reform of the state finances was<br />

urgently needed due to the high<br />

costs of the war. Therefore, Maria<br />

Theresa announced the collection<br />

of additional taxes for the benefit<br />

of the government and the military.<br />

Based upon her experience in<br />

these warlike times, she advocated<br />

for the creation of a more powerful<br />

army. Back in those days, horses<br />

that were undemanding and strong<br />

determined the success or failure<br />

of a battle. For this reason, great<br />

emphasis was placed on excellent<br />

horse breeding. The regular army<br />

had a nominal strength of 108,000<br />

men, excluding the approximately<br />

40,000 border guards at the military<br />

border in southeastern Europe.<br />

At her coronation as King of Hungary<br />

(there wasn't any female term<br />

for it), the Hungarians promised her<br />

20,000 soldiers. For the cavalry units of this army of about 200,000 men,<br />

correspondingly large numbers of horses were needed.<br />

Although Maria Theresa’s son Josef II was crowned as emperor during<br />

her term and served according to Hapsburg tradition as co-regent, she<br />

remained the dominant mother until her death in 1870. Josef II introduced<br />

further measures to improve horse breeding and on December<br />

20, 1784 he issued a "supreme resolution" for his country, including a<br />

series of regulations to improve horse breeding.<br />

So haben die von Josef von Cavallar aufgekauften Remonten zur<br />

Gründerzeit von Radautz ausgesehen<br />

That's how the remounts, purchased by Josef von Cavallar around the<br />

foundation of Radautz Stud, may have looked like.<br />

The remount purchases by Joseph von Cavallar<br />

Around this time, the horses of the "Arabian breed", today called Shagya-Arabians,<br />

came into being. They have their origins in Eastern European<br />

collection points for military remounts, which were meant<br />

to compensate for losses in the completely depleted domestic horse<br />

breeding population. But these measures were not enough. Therefore,<br />

the regiments were ordered to meet their need for cavalry horses by<br />

direct purchase from allocated regions, even those which lay outside<br />

the territory. For acquisitions in Eastern Europe the army installed remount<br />

collection points in the Duchy of Bukovina, which belonged to<br />

Austria-Hungary and was situated in the far eastern part of the monarchy.<br />

But the officially appointed purchasers were not able to buy<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

77<br />

enough horses suitable for military service. So in the spring of 1774 the<br />

Vienna Hofkriegsrat (government military authority) directed first lieutenant<br />

Joseph von Cavallar, a horse expert in the light-horse regiment<br />

No. 6, to buy numerous well-suited remounts. Apparently Cavallar was<br />

immediately so successful that he was promoted to Captain and soon<br />

was entrusted with purchasing remounts for the entire Austrian-Hungarian<br />

army. Cavallar managed to buy 5588 horses within two years.<br />

His horseback travels to purchase horses led him not only through Galicia,<br />

Hungary, the Ukraine, Poland,<br />

Moldavia, Transylvania, Wallachia<br />

and the territory of the Tartars, but<br />

also deep into the Russia areas of<br />

the Don and the Kuban Cossacks,<br />

as well as into Kabardia and the<br />

Caucasus.<br />

From 1778 onward his main collection<br />

point for the remounts was<br />

situated in Kotzmann, close to<br />

Czernowitz, the capital of Bukovina<br />

at that time. How difficult and risky<br />

the transportation of the remounts<br />

must have been, all of which was<br />

conducted by foot, can be inferred<br />

from an imperial decree, instructing<br />

that the Tartars and Cossacks<br />

which were employed as horse<br />

grooms, will receive - apart from<br />

their daily wages - a special bonus<br />

upon the arrival of the transported<br />

animals without losses. The number<br />

of horses, as well as any unusual<br />

events, were meticulously written<br />

down and later accounted for to the Vienna Hofkriegsrat.<br />

The Foundation of Radautz Stud<br />

The Radautz Stud in Bukovina was founded in 1792. The huge numbers<br />

of the yearly remounts and the fact that many of the mares were pregnant<br />

or had foals at foot, forced Cavallar to apply for permanent pastures.<br />

Consequently the Lucina mountains near the Kirlibaba River were<br />

leased from the Putna Monastery. In October 1781, the Cavallar command<br />

was regarded as stable, and so gradually a proper stud farm was<br />

established with initially primitive stables and infrastructure. Radautz<br />

consisted of the Waszkoutz Dominion and the huge Greek-orthodox<br />

religious fund within the Radautz Domain. In the foundation year, this<br />

remount department lacked space for about 1,500 horses, so these<br />

horses were located in three external studs. After 18<strong>12</strong> all the horses<br />

were stabled in Radautz. If you read in a studbook: "Mare 56 Radautz,<br />

free breeding, 1804, Radautz", this describes a horse from one of the external<br />

studs. At first the operation was under the direction of the original<br />

commander, Cavallar. This included, among others, Oberwikow, a<br />

former Austro-Hungarian Main Stallion Depot about 15 km north-west<br />

of Radautz. In 18<strong>12</strong>, the staff and central administration were moved<br />

to the new facility in Radautz about 80 km south of Czernowitz. In July<br />

Shagya-Araber


Shagya-Araber<br />

als Mitregent seiner Mutter. Sie blieb aber bis zu ihrem Tod 1780 die<br />

dominante Übermutter. Josef II. führte weitere Maßnahmen zur Hebung<br />

der <strong>Pferde</strong>zucht ein, und erließ am 20. Dezember 1784 eine "allerhöchste<br />

Resolution" für sein Land, worin eine ganze Reihe Verordnungen<br />

die <strong>Pferde</strong>zucht verbessern sollten.<br />

Die Remonten-Einkäufe durch Joseph von Cavallar<br />

Zu dieser Zeit entstanden die <strong>Pferde</strong> der "Araber Rasse", heute Shagya-Araber.<br />

Sie haben ihren Ursprung zumeist in den östlichen Sammelstellen<br />

für Militärremonten, die die riesigen Verluste der völlig<br />

ausgebluteten inländischen <strong>Pferde</strong>zucht ausgleichen sollten. Diese<br />

Massnahmen reichten aber keinesfalls aus. Deshalb sollten die Regimente<br />

ihren Bedarf an Kavalleriepferden durch direkte Ankäufe in<br />

zugewiesenen Regionen auch ausserhalb des Staatsgebietes decken.<br />

Für die Erwerbung in Osteuropa hatte die Armee vor allem im damals<br />

Das russische Landpferd - mit dem Sieg der Russen über den persischen<br />

Khan erbeuteten sie viele edle <strong>Pferde</strong> arabischer Herkunft.<br />

The Russian country horse - with the victory of the Russians over the<br />

Persian Khan (Sultan) they got many noble horses of oriental blood.<br />

zu Österreich-Ungarn gehörenden Herzogtum, Kronland Bukowina,<br />

also im äusseren Osten der Monarchie, Remontesammelstellen eingerichtet.<br />

Die offiziell bestellten Aufkäufer waren aber nicht in der<br />

Lage, genügend und für den Militärdienst geeignete Remonten zu<br />

erwerben. Der Wiener Hofkriegsrat beauftragte sodann im Frühjahr<br />

1774 den Oberleutnant Joseph von Cavallar vom Chevauxlegers-Regiment<br />

<strong>Nr</strong>. 6, ein mit viel <strong>Pferde</strong>kenntnis ausgestatteter Offizier, zahlreiche<br />

und besonders geeignete Remonten zu kaufen. Offenbar war<br />

Cavallar gleich zu Anfang seiner Tätigkeit sehr erfolgreich, sodass er,<br />

zum Rittmeister befördert, mit dem Remonten-Ankauf für die ganze<br />

österreichisch-ungarische Armee betraut wurde. Cavallar gelang<br />

es schon in den zwei ersten Jahren seiner Tätigkeit, 5588 <strong>Pferde</strong> zu<br />

beschaffen. Seine Ankaufreisen führten ihn im Sattel nicht nur durch<br />

Galizien, Ungarn, die Ukraine, Polen, die Moldau, Siebenbürgen, die<br />

Wallachei und das Gebiet der Tataren, sondern weit nach Russland hinein,<br />

in die Gebiete der Don- und Kubankosaken, in die Kabardei und<br />

in den Kaukasus. Seine Remonten-Hauptsammelstelle befand sich ab<br />

1778 in Kotzmann, in der Nähe der damaligen bukowinischen Hauptstadt<br />

Czernowitz. Wie schwierig und riskant die Remonten-Transporte,<br />

die alle zu Fuss erfolgten, gewesen sein mussten, geht aus einer<br />

kaiserlichen Verfügung hervor, die anwies, dass den tatarischen und<br />

kosakischen <strong>Pferde</strong>knechten, ausser dem jeden Tag fälligen Lohn bei<br />

Eintreffen des Transportes ohne Schaden, pro Kopf eine besondere<br />

"Ergötzlichkeit" zu verabreichen sei. Die Bestände und die Vorkommnisse<br />

wurden akribisch genau registriert und dem Wiener Hofkriegsrat<br />

entsprechend Rechenschaft abgelegt.<br />

Die Gründung des Gestüts Radautz<br />

Das Jahr 1792 gilt als Gründungsjahr des Gestüts Radautz in der Bukowina.<br />

Der grosse Umfang des jährlichen Remonten-Bestandes und die<br />

Das ungarische Landpferd - wurde von den Magyaren einst aus Asien<br />

mitgebracht und während der Türkenkriege mit türksichem Blut veredelt.<br />

The Hungarian county horse - was brought from Asia by the Magyars<br />

and crossed with Arabian blood during the Turkish Wars.<br />

Tatsache, dass viele Stuten trächtig waren, oder mit Fohlen bei Fuss gingen,<br />

führte zum Antrag Cavallars auf beständige Weidemöglichkeiten.<br />

So wurde das Lutschina-Gebirge am Kirlibabafluss vom Kloster Putna in<br />

Pacht genommen. Im Oktober 1781 wurde das Cavallarsche Kommando<br />

als beständig angesehen, und so entstand allmählich ein regelrechter<br />

Gestütsbetrieb mit zunächst noch primitiven Ställen und Anlagen.<br />

Radautz bestand aus der Herrschaft Waszkoutz und dem riesigen griechisch-ortodoxen<br />

Religionsfonds mit der Domäne Radautz. In diesem<br />

Remontierungsdepartement gab es noch im Gründungsjahr infolge<br />

des Mangels an Unterkünften für die etwa 1500 <strong>Pferde</strong> drei Aussengestüte.<br />

Ab dem Jahr 18<strong>12</strong> waren die <strong>Pferde</strong>bestände ganz in Radautz<br />

aufgestellt. Wenn es im Stutbuch heisst: "Stute 56 Radautz, freie Zucht,<br />

1804, Radautz", ist ein Pferd aus einem dieser Aussengestüte gemeint.<br />

Zunächst stand der Betrieb unter der Leitung des bisherigen Kommandanten<br />

von Cavallar. Dazu gehörte unter anderem auch das später<br />

aus einem k. k. Staatshengten-Posten ausgebaute Oberwikow,<br />

etwa 15 km nordwestlich Radautz. 18<strong>12</strong> wurden Stab und Zentralverwaltung<br />

in die neue Anlage nach Radautz, etwa 80 km südlich Czernowitz,<br />

verlegt. Der Nachfolger von Josef II., Kaiser Franz I., hob von<br />

Cavallar im Juli 1799 in den österreichisch erblichen Freiherrenstand<br />

und entliess ihn 1811 als Feldmarschall-Lieutenant in den Ruhestand,<br />

in welchem er ein Jahr später starb.<br />

Der Einfluss des orientalischen <strong>Pferde</strong>s<br />

Seit Errichtung der Cavallarschen Remonten-Sammelstelle um 1774,<br />

wurden insgesamt 104 681 <strong>Pferde</strong> an alle Teile der Armee abgegeben.<br />

Das war eine enorme Zahl, wenn man die Umstände bedenkt, unter<br />

denen die zum Teil über hunderte Kilometer weiten Transporte zu<br />

Fuss führten; in den Jahren 1790-18<strong>12</strong> waren es jährlich zwischen ca.<br />

5000 - 6500 <strong>Pferde</strong>. Darunter waren zahlreiche edle Stuten, vor allem<br />

galizischer, türkischer, tscherkessischer, moldauischer, kaukasischer<br />

und siebenbürgischer Herkunft, einzelne auch aus dem Karst. Sie<br />

waren stark vom türkischen Pferd geprägt, denn in diesen Gebieten<br />

hatte die osmanische Herrschaft und demzufolge der direkte Einfluss<br />

des orientalischen <strong>Pferde</strong>s bis zum Wechsel des 17. zum 18. Jahrhunderts<br />

bestanden; erst im Friedensvertrag zu Karlowitz 1699 fielen die<br />

von den Türken zum Teil fünf Jahrhunderte lang besetzten Länder wie<br />

Ungarn, Siebenbürgen, Moldawien, Bukowina, Slawonien/Kroatien<br />

an Österreich, Teile der Ukraine/Galizien und Podolien an Polen; 1718<br />

kamen zu Österreich-Ungarn die grössten Teile Serbiens, die kleine<br />

Walachei und das Banat noch dazu. Die im Exterieur guten und mit<br />

Fohlen bei Fuss gehenden Stuten wurden vor allem zunächst für das<br />

Gestüt Radautz reserviert. Bis auf Ausnahmen hatten immer <strong>Pferde</strong><br />

mit orientalischem Einschlag den Vorrang, sicherlich vorwiegend<br />

aufgrund ihrer praktischen Eigenschaften, die wir auch heute beim<br />

78<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


1799 the successor of Josef II, Emperor Franz I, promoted Cavallar to<br />

become an Austrian hereditary baron, and one year before his death in<br />

1811 Cavallar retired as Field Marshal-Lieutenant.<br />

The Influence of Oriental horses<br />

From the inception of the Cavallar remount collection point around<br />

1774, a total of 104,641 horses were supplied to various parts of the<br />

army. That was an enormous number, considering that they had to be<br />

transported several hundred kilometres on foot; during the years 1790-<br />

18<strong>12</strong>, this amounted to around 5000-6500 head yearly. Among them<br />

were many “noble” (high class) mares, especially of Galician, Turkish,<br />

Circassian, Moldavian, Caucasian or Transylvanian origin; some also<br />

came from the Karst Plateau. They were heavily influenced by the<br />

Turkish horses because until the turn of the 17th century these areas<br />

were under Ottoman rule and consequently directly influenced by their<br />

stock of Hungarian/Transylvanian horses, i.e. horses from within the Austro-Hungarian<br />

Monarchy. This type of horse was originally brought by<br />

the Magyars invading from the east and settling in the Carpathian Basin,<br />

Lewedia and the Etelköz (the land between the rivers) in the 9th and 10th<br />

centuries. Their horses were brought from a region formerly inhabited by<br />

the Scythians. However, much had transpired within the horse population<br />

in the intervening years prior to the establishment of the remount<br />

collection stations.<br />

horse breeding during the Austro-Hungarian Monarchy<br />

For approximately 500 years the Turks had flooded Transylvania and the<br />

adjoining areas with their armies and occupation troops. They mainly<br />

rode Oriental horses and the many stallions that came along could hardly<br />

have remained without affecting the horse population. The Hungarian/Transylvanian<br />

horse, or "Székler horse" from the Csik area as well as<br />

Shagya-Araber<br />

Der Siebenbürger - ist orientalischer Abstammung und kam mit den<br />

Magyaren nach Ungarn.<br />

The Transylvanian horse - is of Oriental descent and came with the Magyars<br />

to Hungary.<br />

Der Radautzer - das konsolidierte, im orientalischen Typ stehende Produkt.<br />

entstanden aus einer vielzahl von Rassen.<br />

The Radautz horse - the consolidated product of Orirental type, created<br />

from a number of breeds.<br />

Lithographs: Emil <strong>Vol</strong>kers<br />

Oriental horses. It was not until the Peace Treaty of Karlowitz in 1699<br />

that the lands (Hungary, Transylvania, Moldavia, Bukovina, Slavonia/<br />

Croatia) - some of them occupied for five centuries by the Turks—fell<br />

to Austria. Parts of the Ukraine/Galicia and Podolia fell to to Poland,<br />

and in 1718 big parts of Serbia, Wallachia, and the Banat fell to Austria-Hungary.<br />

The mares with good conformation and with foals at foot were first<br />

of all reserved for the Radautz Stud. With few exception, preference<br />

was given to horses with an Oriental touch, certainly mainly because<br />

of their practical attributes which we still value in our Shagya-Arabians:<br />

rugged constitution, hardiness, energy, fertility, durability, good<br />

movements, learning ability, easy keeping, and an inborn friendliness<br />

towards humans.<br />

Mezöhegyes and Bábolna<br />

Mares from the remount collection points in Bukovina also found a<br />

new home in the Austro-Hungarian studs of Mezöhegyes and Bábolna,<br />

founded in 1785 and 1789 respectively as military installations. In the beginning,<br />

there were still "wild studs" at Mezöhegyes; in 1811 there were<br />

about 2850 mares running "wild" with about 150 stallions. At least 844<br />

mares were living under "orderly conditions", i.e. with assigned stallions.<br />

It was reported in 1818 that it was still not yet possible to create a uniform<br />

type of horse with the mares imported from Moldavia and Hungary, and<br />

that the stallions were from Turkey, Transylvania, Hungary, Spain, and<br />

Normandy. Stallions and mares for breeding were exchanged between<br />

the studs of Bábolna, Mezöhegyes, Radautz, and also Koptschan/Kladrub.<br />

Due to the large distances involved, these transports - during which<br />

the horses were driven in packs by the Csikos - were very time-consuming.<br />

One more important basis for the development of the Shagya-Arabian at<br />

the Hungarian studs, primarily during the 18th-century, came from the<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

79<br />

the horse populations of Bukovina, Wallachia, Moldavia, Serbia, and Croatia,<br />

etc., were thus strongly influenced by the Oriental horse type. Also,<br />

during the Russian-Turkish Wars at the end of the 17th century, Oriental<br />

stallions came into the area of Moldavia and Transylvania. Even stallions<br />

of Spanish-Italian breeding, which carried Arabian and Barb blood were<br />

used. Of great significance was the use of the stallion Barbarino 1802,<br />

who - together with another stallion of the same name - was purchased<br />

from the Transylvanian Stud of Count Johann Béthlen for Radautz.<br />

This stallion was considered for a long time as the foundation horse of<br />

Radautz breeding and one can often find his name as an early ancestor<br />

in the pedigrees of Shagya-Arabians.<br />

To understand the development of the Shagya-Arabian, it is interesting<br />

to recognize that Mezöhegyes, as a military stud, had to manage a big remount<br />

department as well as the regular breeding department. In 1787,<br />

there were 4000 horses and 10,000 oxen. Additionally, every year about<br />

800 young horses were purchased. After the initial inconsistent hybrids<br />

which resulted from the many different breeds used, here too the breeding<br />

methods concentrated on achieving, both genetically and phenotypically,<br />

the centuries-old Oriental type. Eventually this resulted in the more<br />

uniform "Arabian breed” type, and today it is consequently present in the<br />

Shagya-Arabian.<br />

The decisive work of Jósef von Csekonics<br />

In 1789 the huge number of horses at Mezöhegyes and more importantly<br />

the even larger number of cattle led the gifted and diligent stud manager<br />

Jósef von Csekonics to initiate the formation of a branch operation in<br />

Bábolna, with the stud initially under his overall management. The surplus<br />

breeding stock was brought there, particularly cattle. Bábolna is situated<br />

along the so-called "butcher street", which is still named "Mészóros<br />

út” today. Along this street huge herds of cattle were driven from the east


Shagya-Araber<br />

Shagya-Araber schätzen: Konstitutionshärte, Energie, Fruchtbarkeit,<br />

Strapazierfähigkeit, Gängigkeit, Lernfähigkeit, Leicht-Futterigkeit und<br />

Zuneigung zum Menschen.<br />

Mezöhegyes und Bábolna<br />

In den als Militäreinrichtungen gebildeten k. k. Gestüten Mezöhegyes<br />

(gegründet 1785) und Bábolna (gegründet 1789) fanden ebenfalls<br />

Stuten aus den Remonten-Sammelstellen der Bukowina eine neue<br />

Heimat. Auch in Mezöhegyes gab es zunächst noch "wilde Gestüte";<br />

1811 waren dort noch 2850 Stuten mit etwa 150 Hengsten "wild". Unter<br />

geordneten Verhältnissen, also mit bestimmten Hengsten, lebten<br />

immerhin schon 844 Stuten. Noch 1818 heisst es in einem Bericht,<br />

dass sich mit den aus der Moldau und aus Ungarn stammenden Stuten<br />

noch kein einheitlicher Schlag gebildet hätte und dass die Hengste<br />

Türken, Siebenbürger, Ungaren, Spanier und Normänner waren.<br />

Hengste und Stuten wurden schon damals vorwiegend zwischen<br />

Bábolna, Mezöhegyes, Radautz und auch Koptschan/Kladrub zur Bedeckung<br />

ausgetauscht. Der grossen Entfernungen wegen, waren die<br />

Transporte, die <strong>Pferde</strong> wurden von Csikosen in Rudeln getrieben, sehr<br />

zeitaufwendig.<br />

Eine weitere wichtige Grundlage für die Entwicklung des Shagya-Arabers,<br />

die vor allem über die im 18. Jahrhundert bestehenden ungarischen<br />

Gestüte wirksam wurden, kam aus dem Bestand des alten<br />

ungarisch/siebenbürgischen <strong>Pferde</strong>s, also aus dem k. k. Inland. Das<br />

hatten die aus dem Osten einfallenden Magyaren bei der Besiedlung<br />

des Karpatenbeckens, Lewedien und dem Etelköz (dem Land zwischen<br />

den Flüssen) im 9./10. Jahrhundert mitgebracht, also auch aus<br />

der ehemals vom Reitervolk der Skythen bewohnten Region. Bis zur<br />

Einrichtung der Remonten-Sammelstellen in der Bukowina war allerdings<br />

mit diesem <strong>Pferde</strong>bestand eine Menge geschehen.<br />

Die Landespferdezucht in der k. k. Monarchie<br />

Die Türken hatten etwa 500 Jahre lang Siebenbürgen und seine Randgebiete<br />

mit ihren Armeen und Besatzungstruppen überschwemmt.<br />

Sie waren im Wesentlichen mit orientalischen <strong>Pferde</strong>n ausgerüstet.<br />

Durch die zahlreich mitgeführten Hengste konnte das nicht ohne<br />

Wirkung bleiben. Das Ungarische/Siebenbürgerpferd, das Széklerpferd<br />

aus dem Komitat Csik, die Populationen in der Bukowina, in<br />

der Walachei, in der Moldau, in Serbien und Kroatien usw. waren somit<br />

stark vom orientalischen Typ geprägt. Hierzu kam, dass als Folge<br />

der beiden russisch-türkischen Kriege zu Ende des 17. Jahrhunderts<br />

ebenfalls orientalische Hengste über das Moldaugebiet nach Siebenbürgen<br />

kamen. Auch Hengste aus spanisch-italienischer Zucht, die<br />

Araber- oder Berberblut führten, wurden verwendet. Von ganz grosser<br />

Bedeutung war der Einsatz des Hengstes Barbarino 1802, der mit<br />

einem zweiten Hengst gleichen Namens aus dem siebenbürgischen<br />

Gestüt des Grafen Johann Béthlen für Radautz erworben wurde. Der<br />

Hengst galt lange als Begründer der Radautzer Stammzucht, und man<br />

findet ihn häufig zu Anfang in den Pedigrees der Shagya-Araber.<br />

Es ist für das Verständnis der Entwicklung des Shagya-Arabers interessant<br />

zu wissen, dass auch Mezöhegyes als Militärgestüt eine grosse<br />

Remonten-Abteilung nebst dem eigentlichen Zuchtbetrieb zu betreuen<br />

hatte. 1787 waren es 4000 <strong>Pferde</strong> und 10 000 Schlachtochsen.<br />

Zudem wurden jährlich etwa 800 Jungpferde zugekauft. Nach anfänglichem<br />

Durcheinander, das sich aus der Vielzahl der vorhandenen<br />

Rassen ergab, erfolgte auch hier die erfolgreiche züchterische Orientierung<br />

auf den genetisch und im Phänotyp im jahrhundertelangen<br />

Vorlauf vorhandenen orientalischen Typ, wie er sich später einheitlicher<br />

in der "Araber-Rasse" wiederfand und heute im Shagya-Araber<br />

konsequent vorliegt.<br />

Das entscheidende Wirken Jósef von Csekonics<br />

Vor allem die Ochsenmengen, aber auch der riesige <strong>Pferde</strong>bestand in<br />

Mezöhegyes führten durch die Initiative des begabten und fleissigen<br />

Gestütsleiters Jósef von Csekonics 1789 zur Bildung eines Filialbetriebes<br />

in Bábolna, des späteren Gestüts, zunächst noch unter seiner Gesamtleitung.<br />

Dorthin wurden die überzähligen Zuchtpferde, vor allem<br />

aber die Ochsen gebracht. Bábolna liegt an der sogenannten Metzgerstrasse<br />

, die noch heute in Bábolna "Mészáros út" heisst, auf der riesige<br />

Viehherden vom Osten in den vieharmen Westen, d.h. zunächst in<br />

die Schlachthöfe nach Wien getrieben wurden. Das konnte in Bábolna<br />

nicht mehr lange so bleiben, und so erklärte der Wiener Hofkriegsrat<br />

Bábolna 1806 für selbständig und liess die dort bis dahin betriebene<br />

umfangreiche Ochsenwirtschaft schnell abschaffen. Innerhalb des<br />

Jahres 1806 ging der Bestand von 2026 auf 275 Ochsen zurück.<br />

Orientalisches Blut in Bábolna<br />

Per Dekret vom 18. März 1816 durften die Bábolner Stuten nur noch<br />

mit Hengsten "östlichen" Blutes gedeckt werden. 1816 begann also<br />

der planmässige Aufbau der "Araber-Rassepferde", heute "Shagya-Araber",<br />

sowie der arabischen <strong>Vol</strong>lblutzucht in Ungarn. Dieses<br />

Datum gilt damit auch als die Geburtsstunde des Shagya-Arabers. Es<br />

erfolgte damals eine enorme Entwicklung. Das Personal wurde von<br />

16 auf 64 Mann erweitert. Die Zuchtpferde wurden von zwei auf 16<br />

Hengste, von drei auf 95 Stuten aufgebaut. Als Beutepferde aus dem<br />

Krieg 1816 mit Frankreich, gelangten einige orientalische <strong>Pferde</strong> aus<br />

dem Hengstdepot Rosières aux Salines nach Bábolna. Baron Fechtig<br />

brachte von seiner dritten Orientreise drei Originalaraber nach Bábolna,<br />

die Hengste Siglavi Gidran und Ebchan sowie die Stute Tifle. Weitere<br />

Importe folgten und damit eine Festigung des genetischen Potentials<br />

der "Araber-Rasse". Zu ihnen gehörten die äusserst erfolgreichen<br />

Ankaufsreisen des Bábolnaer Gestütskommandanten Eduard Baron<br />

von Herbert. 1836 brachte er unter anderen den originalarabischen<br />

Schimmelhengst Shagya, geboren 1830, über Triest nach Bábolna. Er<br />

hatte ihn beim Stamm der zu dieser Zeit in Syrien nahe Aleppo nomadisierenden<br />

Beni-Sakr-Beduinen gekauft. Dieser Hengst gab seine<br />

Eigenschaften und Merkmale in ganz besonderer Qualität weiter und<br />

war in Bábolna bis 1842 eingesetzt. Sein Stamm erlangte überragende<br />

Bedeutung, auch international, und so wurde er 1979 Namensgeber,<br />

und die Rasse neu als "Shagya-Araber" anerkannt.<br />

Der vorliegende Artikel entstand aus den Werken von Hans Brabenetz<br />

«Das k. k. Staatsgestüt Radautz und seine <strong>Pferde</strong>» und Dr. Walter Hecker<br />

«Bábolna und seine Araber», beide erschienen im «tebasil-Verla»g, sowie<br />

Recherchen von Dr. Dr. Johannes Erich Flade und Bruno Furrer.<br />

Die Gründerstuten der noch heute in der Shagya-Araberzucht bestehenden Stutenfamilien<br />

Foundation mares of the Dam families, which are still active in Shagya Arabian breeding today<br />

449 Moldvai geboren 1781 in der Bukowina<br />

286 Cserkesz geboren 1782 im Gebiet Tscherkesk<br />

215 Moldvai geboren 1782 in der Bukowina<br />

131 Moldvai geboren 1783 in der Bukowina<br />

253 Moldvai geboren 1783 in der Bukowina<br />

370 Moldvai geboren 1783, (ehemals 885 Moldvai geboren 1785)<br />

in der Bukowina<br />

794 Moldvai geboren 1784 in der Bukowina<br />

59 Erdélyi (59 Siebenbürgerin) geboren 1786 in Siebenbürgen<br />

542 Ungarin geboren 1790 in Siebenbürgen<br />

97 Mezöhegyes geboren 1800 in Mezöhegyes<br />

60 Radautz geboren 1800 in Radautz<br />

31 Moldvai geboren 1805 in der Bukowina<br />

74 Tifle db 1816, geboren 1810 im Nedjd<br />

Milordka geboren 1810 in Slawuta/Chrestowka<br />

Szweykowska geboren 1810 in Slawuta/Chrestowka<br />

Czebessie II geboren 1814 in Arabien<br />

30 Maria xx geboren 1842 in England<br />

143 Schmed geboren 1850 bei den Would Ali-Beduinen<br />

60 Adjuze db 1885 geboren 1876 in Syrien<br />

76 Bent el Arab db 1885 geboren 1880 in Syrien<br />

81 Kohaila db 1885 geboren 1881 in Syrien<br />

216 Semrie db 1902 geboren 1896 bei den Schammar-Beduinen<br />

80<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Beduinenhengst und Moldauerstute, die Grundlage der Shagya-Araberzucht.<br />

-<br />

Bedouin stallion and Moldavian mare, the basis for the Shagya Arabian<br />

breed.<br />

to the cattle-deficient areas in the west, and particularly to the slaughterhouses<br />

of Vienna. That situation could not last much longer in Bábolna,<br />

and so in 1806 the Hofkriegsrat at Vienna declared Babolna independent<br />

and abolished the cattle economy. By the end of the year cattle numbers<br />

had dropped from 2026 to 275.<br />

Oriental blood at Bábolna<br />

On March 1816 a decree was issued ordering that the the Bábolna mares<br />

would be only allowed to be covered with stallions of "eastern" blood.<br />

And so that year the plan to create the "Arabian breed", today known as<br />

the “Shagya-Arabian”, along with purebred Arabian breeding, began in<br />

Hungary. Therefore, this date is the birthday of the Shagya-Arabian. An<br />

enormous development followed. The staff was increased from 16 to 64,<br />

the breeding stock was increased from two to 16 stallions and from three<br />

to 95 mares. Several Oriental horses taken as booty came from the French<br />

stallion depot Rosière aux Salines. From his third trip to the Orient Baron<br />

Fechtig brought three desert-bred Arabians to Bábolna, the stallions<br />

Berber-Hengste wie die guten Barbarinos spielten ums Jahr 1800 eine<br />

bedeutende Rolle bei der Entstehung des Shagya-Arabers. -<br />

Barb stallions, such as the good Barbarinos, played a major role around<br />

the year 1800 in the foundation of the Shagya Arabian breed.<br />

Siglavi Gidran and Ebchan, as well as the mare Tifle. For the King of Württemberg<br />

he brought to the Weil Stud the stallion Bairactar and the mare<br />

Murana I. Other imports followed and with it came a consolidation of the<br />

genetic potential of the "Arabian breed”. Amongst them were horses obtained<br />

during the very successful purchase trips of Eduard Baron von Herbert,<br />

Stud Commander of Bábolna. In 1836 he brought, among others,<br />

the desert-bred grey stallion Shagya, born in 1830, via Triest to Bábolna.<br />

He purchased him from the Beni Sakr Bedouin tribe which was traveling<br />

at that time near Haleb in Syria. This stallion transmitted his outstanding<br />

quality and characteristics to his offspring and was used in Bábolna until<br />

1842. His bloodline reached paramount importance, even internationally,<br />

and so in 1979, the newly recognized "Shagya-Arabian" breed was<br />

named after him.<br />

This article was created from the works of Hans Brabenetz "The k.k. State<br />

Stud Radautz and its horses", and Dr. Walter Hecker "Bábolna and its Arabians",<br />

both published by tebasil Verlag, as well as research conducted by<br />

Dr. Dr. Johannes Erich Flade and Bruno Furrer.<br />

Shagya-Araber<br />

Die Stammhengste der heute in der Shagya-Araberzucht bestehenden Hengststämme<br />

Foundation stallions of the sire Lines, which are still active in Shagya Arabian breeding today<br />

Siglavy db 1816 geboren 1810 in Ägypten<br />

(auch Siglavy Schwarzenberg)<br />

Siglavy IV db 1819. Gekauft 1825 in Konstantinopel<br />

Bairactar db geboren 1813 in Arabien<br />

Gidran db geboren 1810 in Syrien<br />

Shagya db 1836 geboren 1830 bei den Bani Saher-Beduinen<br />

Gazlan-Gazal db 1852 geboren 1840 bei den<br />

Anazé Would Ali Beduinen<br />

Dahoman db 1852 geboren 1846 bei den Anazé Gjelas-Beduinen<br />

Jussuf AV geboren 1869 in Bábolna von Mahmoud Mirza db 1866<br />

geboren 1851 in Syrien<br />

Koheilan Adjuze db 1885 geboren 1876 bei den Anazeh<br />

El Sbaa-Beduinen<br />

O’Bajan db 1885 geboren 1881 bei den Anazeh el Spaa-Beduinen<br />

Saklawi I db geboren 1886 bei den Ruala-Beduinen<br />

Hadban db 1897 geboren 1891 in Syrien<br />

Mersuch db 1902 geboren 1898 bei Pascha Chasim<br />

Siglavy Bagdady db 1902 geboren 1895 bei den Ruala-Beduinen<br />

Ibrahim db 1907 geboren 1899 bei den Beni Sakr-Beduinen<br />

Kemir (Sven Hedin) AV geboren 1905 in Weil von Souakim db<br />

geboren 1894 in D-Redefin aus der Smyrna db geboren 1890<br />

El Sbaa db geboren 1920 in Syrien<br />

Nedjari AV geboren 1926 in Frankreich von Nibeh db 19<strong>12</strong><br />

geboren 1906 bei den Meheyed-Beduinen<br />

Kuhaylan Zaid db 1931 geboren 1923 bei den Ruala-Beduinen<br />

AV = <strong>Arabische</strong>s <strong>Vol</strong>lblut / purebred Arabian<br />

Or.Ar. = Original-Araber / Original Arab, <strong>Vol</strong>lblutaraber aus einem<br />

arabischen Gestüt.<br />

db = Desertbred, Wüstenaraber von einem wandernden<br />

Beduinenstamm<br />

Stutbucheintrag des Hengstes Kemir (Sven Hedin) *1905 Weil. - Studbook entry of the stallion Kemir (Sven Hedin) *1905 Weil.<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

81


Stall-Laterne<br />

Die Shagya–Araber Szene erwacht aus dem Dornröschenschlaf<br />

Alles begann eigentlich<br />

mit dem<br />

Wunsch nach<br />

Gedankenaustasch innerhalb<br />

einer Gemeinschaft…<br />

Nachdem Jacqueline<br />

Stepien sich mitten in<br />

der Grundausbildung<br />

ihres jungen Shagya-Arabers befand, kam<br />

Ende 2016 die Frage auf, ob sich in ihrer Region<br />

vielleicht noch andere Shagya-Araber-Besitzer<br />

tummeln und man sich gemeinsam<br />

über Ausbildung & Co austauschen könnte.<br />

Ehrensache eine Stute aus ihrem Gestüt „Elevage<br />

des Charmes“ aufzuladen und als zweiter<br />

Shagya-Araber im Team durch den Spreewald<br />

zu reiten.<br />

Nun neigte sich das ereignisreiche Jahr dem<br />

Ende entgegen. Aber auch im Dezember<br />

schlafen wahre Shagya-Araber Freunde nicht.<br />

Am ersten Adventswochenende fand der<br />

Stammtisch zum Jahresabschluss auf dem<br />

Gestüt Muzulman von Holger Stoischek in<br />

Beuster statt. 20 Personen hatten sich angemeldet,<br />

um sich neben einem gemeinsamen<br />

Mittagessen, auch die Nachzucht des erfolgreichen<br />

Züchters anzusehen. Mit den <strong>Pferde</strong>n<br />

Stammtisch in Wutzetz<br />

Der schnellste Weg, um dies herauszufinden<br />

schien durch das Soziale Netzwerk Facebook.<br />

So gründete sie dort eine Gruppe mit dem Titel<br />

„Shagya-Araber Freunde Ostdeutschland“.<br />

Binnen weniger Tage war klar, dass der Titel<br />

falsch gewählt war, denn überall in Deutschland<br />

hatten Besitzer, Züchter und potenzielle<br />

Interessenten auf genau so einen Startschuss<br />

gewartet. Die Gruppe wuchs jeden Tag um<br />

mehrere Mitglieder und trägt mittlerweile<br />

den Titel „Shagya-Araber Freunde DEUTSCH-<br />

LAND“.<br />

Mithilfe der Regionalgruppenmoderatoren<br />

Solveig Söding (Nord) und Ira Hoch (Süd) organisiert<br />

Jacqueline Stepien (Ost) mehrmals<br />

im Jahr Treffen und gemeinsame Aktivitäten<br />

innerhalb der mittlerweile auf über 270 Mitglieder<br />

gewachsenen Gemeinschaft.<br />

Das erste Treffen zum Kennenlernen fand im<br />

Januar <strong>2017</strong> in einem Restaurant in Stendal<br />

statt. Eine etwa 10-köpfige Gruppe, bunt<br />

gemischt aus Züchtern und Besitzern, gab<br />

den Startschuss in ein „shagya-reiches“ Jahr.<br />

Regional und überregional nun besser vernetzt,<br />

konnten einige gemeinsame Aktivitäten<br />

geplant und durchgeführt werden.<br />

Erwähnt werden soll hier das gemeinsame<br />

Shagya-Araber-Schaubild auf der Messe<br />

Nordpferd, durchgeführt durch die Reiter des<br />

Sportstalles Heidkatenhof aus Aukrug und<br />

des Shagya-Araber Gestütes Neuenbrook.<br />

Daraufhin folgte ein Stammtisch für den Bereich<br />

Nord in Aukrug, wo Möglichkeiten für<br />

die Zukunft besprochen wurden. Auch in Ostdeutschland<br />

lies der erste Stammtisch nicht<br />

lange auf sich warten. Man traf sich auf dem<br />

Eichenhof Wutzetz der Familie Orgis. Dort<br />

gab es nicht nur eine sehr interessante Führung<br />

über das Gelände, auch gab es neben<br />

Beim ANC-Turnier in Aachen<br />

wunderbarem Essen auch eine ausgedehnte<br />

Plauderrunde bis zum Einbruch der Nacht.<br />

Ira Hoch organisierte derweil im Süden ebenfalls<br />

einen Stammtisch, der ausgiebig genutzt<br />

wurde, um den nächsten Schaubildauftritt<br />

des Hengstes Athos KM aus dem Gestüt Rückenwind<br />

zu planen. Er sollte beim „Fest der<br />

<strong>Pferde</strong>“ des Reitvereins Lauffen eine <strong>Vol</strong>tigier<br />

Vorführung mit Kindern zeigen, und tat dies<br />

auch völlig gelassen im Juli <strong>2017</strong>.<br />

Etwas später im Jahr fand der nächste<br />

Stammtisch für den Bereich Ost statt. Es ging<br />

zum Hof Hippo Arabico nach Fürstenberg. Da<br />

Edwin Becker dort mit ausgeglichenen Shagya-Arabern<br />

Wanderritte anbietet, fand sich<br />

die Gruppe gerne zum <strong>Pferde</strong>test zusammen<br />

und ritt gemeinsam durch die wunderschöne<br />

brandenburger Landschaft. Der Tag fand seinen<br />

Ausklang beim gemeinsamen Grillen am<br />

Hegensteinbach, der direkt an das Gelände<br />

des Hofes grenzt.<br />

Mittlerweile wurde es September und der<br />

jährliche All Nations Cup in Aachen stand auf<br />

Gemeinsamer Wanderritt<br />

dem Kalender. Die bereits geknüpften Kontakte<br />

führten dazu, dass Jacqueline Stepien<br />

ihren Shagya-Araber Wallach im Spreewald<br />

auflud und in Aachen durch das Team vom<br />

Heidkatenhof professionell in der Jungpferdeprüfung<br />

vorstellen lies.<br />

Geübt wurde vorher bei einem Wochenendaufenthalt<br />

in Aukrug, sodass Pferd und Reiter<br />

genug Zeit hatten sich kennenzulernen.<br />

Der November hielt gleich zu Beginn ein paar<br />

wunderbar sonnige Tage für die Reiter bereit.<br />

Diese wurden in Südbrandenburg genutzt,<br />

um einen dreitägigen Wanderritt zu organisieren.<br />

Natürlich war auch hier der Shagya-Araber<br />

das wichtigste Gesprächsthema<br />

und so war es für Edda Haas aus Frankreich<br />

Foto: S. Söding<br />

Stammtisch in Fürstenberg<br />

Raja (*2016) und Rooney (*<strong>2017</strong>) stellte er<br />

zweimal hintereinander die besten Fohlen<br />

des Jahrganges, bewertet mit 3 Sternen des<br />

ZSAA.<br />

So ein Erfolg muss doch gefeiert werden! Da<br />

bietet sich die Gemeinschaft der Shagya-Araber<br />

Freunde Deutschland doch in geradezu<br />

idealer Weise an.<br />

Außerdem geplant für den Dezember war<br />

ein Shagya-Araber Schaubild des Sportstalles<br />

Heidkatenhof auf der Messe „Pferd und Jagd“<br />

in Hannover. Die talentierten Shagya-Araber<br />

der Einsteller vor Ort haben in einer facettenreichen<br />

Darbietung die Vielseitigkeit der Rasse<br />

präsentiert.<br />

Auch in 2018 wird viel los sein. Neben Messeauftritten,<br />

Turnieraktivitäten, Stammtischen<br />

und gemeinsamen Ritten werden auch einige<br />

gemeinsame Kurzurlaube geplant.<br />

Eine Idee entstand zu einer Gestütsreise<br />

innerhalb und/oder auch außerhalb von<br />

Deutschland.<br />

Die Gruppe freut sich über jeden, der aktiv dabei<br />

sein möchte! Wichtig ist die gemeinsame<br />

Liebe zum Shagya-Araber und auch der Wille<br />

sich zu bewegen, die vielleicht etwas eingeschliffene<br />

Komfortzone verlassen zu wollen.<br />

Willkommen ist jeder, egal ob Besitzer, Züchter<br />

oder auch Neueinsteiger in der vielseitigen<br />

Welt des Shagya-Arabers.<br />

Für den Bereich West- und Mitteldeutschland<br />

werden auch noch Regionalmoderatoren gesucht.<br />

Und so finden Sie zu uns:<br />

Facebook Suche Shagya-Araber Freunde<br />

Deutschland<br />

oder senden Sie einfach eine E-Mail an:<br />

jacqueline.stepien@yahoo.de<br />

J. Stepien, S. Söding, I. Hoch<br />

Foto:s privat (3)<br />

82<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Jonathan Marquardt wird Vielseitigkeits-Kreismeister<br />

Bereits seit drei Jahrzehnten züchten<br />

Doris und Thomas Wehner<br />

Anglo- und Shagya-<strong>Arabische</strong><br />

Sportpferde auf dem weitläufigen Arabergestüt<br />

Rhön. Als Stempelhengste sind<br />

hier allen voran der Pamino-Sohn Puschkin<br />

ShA (a.d. Caecilie), Elitehengst, sowie der<br />

im Springsport bis M platzierte Anglo-Araber<br />

Marek, Elitehengst (Le Tigre x / Mona x (v. Pedro<br />

ox)) zu nennen.<br />

Seit acht Jahren stellt Jonathan Marquardt,<br />

auf dem Hof ausgebildeter Bereiter, die in<br />

der Mehrzahl selbst gezogenen Kandidaten<br />

im Spring- und besonders in der Vielseitigkeitsdisziplin<br />

auf Turnieren der Umgebung<br />

sowie bei den Turnier-Veranstaltungen für<br />

<strong>Arabische</strong> Sportpferde vor. Über mehrere<br />

Jahre organisierte Thomas Wehner selbst<br />

überaus professionell das <strong>Arabische</strong> Sportpferde-Championat<br />

auf der für diesen Zweck<br />

wunderbar geeigneten Anlage in Hünfeld.<br />

In der diesjährigen Saison hatte Jonathan den<br />

betont noblen, dunkelbraunen Marek-Sohn<br />

Ismahn (a.d. Inka IV) gesattelt sowie die beiden<br />

Puschkin-Söhne Titan AA (a.d. Tessa) und<br />

Diamant ShA (a.d. Diema).<br />

Neben guten Platzierungen beim Sportpferde-Championat<br />

in Bábolna und auch bei den<br />

Sportklassen in Aachen, die parallel zum All<br />

Nations Cup ausgerichtet werden, konnte<br />

Jonathan Marquardt an folgenden Veranstaltungen<br />

ganz besondere Erfolge nach Hause<br />

Jonathan Marquardt mit dem 10jährigen<br />

Wallach Titan AA (v. Puschkin ShA).<br />

Foto: privat<br />

bringen: Mit dem beeindruckend leistungsbereiten<br />

Ismahn gelang es ihm im Juni, in der<br />

A-Vielseitigkeitsprüfung – LK4 – den Kreismeistertitel<br />

des Landkreises Fulda der anlässlich<br />

des Turnieres in<br />

Bimbach entschieden<br />

wurde, zu gewinnen!<br />

An diesen großartigen<br />

Erfolg konnte er<br />

auf den Meisterschaften<br />

in Fulda, die Ende<br />

September / Anfang<br />

Oktober stattfanden,<br />

mit dem 10-jährigen Anglo-Araberwallach Titan<br />

anknüpfen: Beim A-Springen absolvierte<br />

das Paar einen fehlerfreien Ritt und konnte<br />

sich im Endergebnis als Vize-Kreismeister feiern<br />

lassen!<br />

Für große Anerkennung sorgte an dieser<br />

Stelle der sprunggewaltige Leistungsgarant<br />

Diamant ShA, Siegerhengst seiner HLP 2009<br />

in Ströhen. In der Teilprüfung Parcours-Springen<br />

platzierte er sich in Fulda mit einer imposanten<br />

Leistung noch vor Titan. Nach der<br />

Notengebung wäre Jonathan Marquardt so<br />

mit Diamant Kreismeister geworden. Er hatte<br />

sich jedoch im Vorfeld mit Titan für die Endausscheidung<br />

qualifiziert, so dass der Ritt mit<br />

Diamant für die Meisterschaft nicht berücksichtigt<br />

werden konnte.<br />

Fenicio B. Kettel-Symann<br />

Stall-Laterne<br />

Erfolgreiches Jahr in Schleswig-Holstein<br />

Gesamtsieg beim Mittelholstein-Riders<br />

Cup (MRC), Auftritte auf der Nordpferd<br />

und eine erfolgreiche Teilnahme<br />

beim ANC-Turnier in Aachen – Silke Schwertfeger<br />

und ihre beiden Shagya-Araber-Stuten<br />

Orsha (Bazar / Ocarina) und ihre Tochter Ofinina<br />

(v. Shagil (Shagya VI-5)) blicken auf ein<br />

ereignisreiches Jahr zurück.<br />

Die Stuten sind auf dem HeidkatenHof in<br />

Aukrug zuhause. Neben Orsha und Ofinina<br />

stehen hier noch die beiden Junghengste<br />

Junimond (Jelzin (A) / Darihman)) und Gazal<br />

Sorento (1963 Gazal III (CZ) (Gazal Herkules) /<br />

781 Shagya V-CZ (CZ) (Salim)) sowie Roxana<br />

(Occident / Hadban XVI-8/Radautz). Letztere<br />

war 2015 "Araber des Jahres in Westfalen"<br />

und unter den Eigentümern der Anlage, Ina<br />

Charlotte und Eike Seehrich, bereits in mehr<br />

als 50 LPO-Prüfungen erfolgreich.<br />

Am Anfang der Saison traten Orsha und Ofinina<br />

zunächst gemeinsam mit den <strong>Pferde</strong>n<br />

vom Shagya-Araber Gestüt Neuenbrook auf<br />

der Nordpferd auf, um in Dressur, Springen<br />

und an der Hand die Rasse einem breiten Publikum<br />

vorzustellen. Dabei zeigte Orsha unter<br />

der 14-jährigen Felina Schwarze im Springen,<br />

wie gut der Shagya-Araber auch mit jungen<br />

Reitern harmoniert. In der anschließenden<br />

Turniersaison zeigte die Stute, dass sie auch<br />

mit 20 noch nicht zu alt für Springprüfungen<br />

ist. Insgesamt 20 Platzierungen bei LPO und<br />

WBO Prüfungen in Springen und Dressur<br />

standen am Ende zu Buche.<br />

Der größte Erfolg war sicherlich der Gesamtsieg<br />

von Orsha und Silke in der Ü-30-Wertung<br />

des MRC. Bei diesem Cup, der über 4<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Stationen geht, belegten sie bei der letzten<br />

Prüfung der Ü-30 Klasse den 2. Platz in der<br />

E-Dressur und konnten damit - nach Siegen<br />

bei den Stationen in Hohenwestedt, Emkendorf<br />

und Schülp - die Gesamtwertung für<br />

sich entscheiden. Auch der erste Platz in der<br />

83<br />

Foto: privat<br />

Orsha auf der Nordpferd<br />

75er Hunterklasse ging mit einer Wertnote<br />

von 8,0 in der letzten Teilprüfung an das eingespielte<br />

Team und damit am Ende Platz 2<br />

in der Gesamtwertung in dieser Klasse beim<br />

MRC.<br />

Und auch im Mannschaftswettbewerb trugen<br />

die beiden ihren Teil dazu bei, dass das<br />

Team vom HeidkatenHof bei der letzten Station<br />

mit Kostümspringen einen 2. und in der<br />

Gesamtwertung des MRC den 3. Platz belegen<br />

konnte.<br />

Für das letzte Turnierwochenende der Saison<br />

ging die Reise von Schleswig-Holstein aus<br />

nach Aachen zum All Nations Cup-Turnier.<br />

Hier, im Dressurstadion der Aachener-Soers,<br />

folgten dann noch ein Sieg in der Springprüfung<br />

Klasse E und zwei 2. Plätze im Stil-E und<br />

der Dressur A*. Zusätzlich erhielt Orsha noch<br />

den von Familie Placke gestifteten Ehrenpreis<br />

als erfolgreichster Shagya-Araber des ganzen<br />

Wochenendes.<br />

Auch Orsha's Tochter Ofinina war erfolgreich<br />

unterwegs. Die von Silke Schwertfeger selbst<br />

gezogen Stute, die sie auch selbst 4-jährig<br />

angeritten und anschließend ausgebildet<br />

hat, kann mit ihrer Springfreude ihre Vorfahren,<br />

die Hengste Bajar und Radautz, nicht<br />

verleugnen. Ihr Vater Shagil (Shagya VI‐5) von<br />

Shagya VI aus der Majesta von Egmont wurde<br />

2001 im ungarischen Staatsgestüt Bábolna<br />

geboren. Von ihren Eltern und Großeltern hat<br />

»Löcki« sowohl ihre typvollen und ausdrucksstarken<br />

Bewegungen als auch ihren Charakter<br />

und die Rittigkeit mitbekommen.<br />

<strong>2017</strong> war sie mit Silke und Ina Charlotte Seehrich<br />

mehrfach in A-Dressur und Springen<br />

platziert und konnte neben einem 1. Platz<br />

in der Dressur auch eine Caprilli-Prüfung für<br />

sich entscheiden.<br />

Damit belegen Orsha und Ofinina in der vorläufigen<br />

FN-Statistik für die Saison 2016/<strong>2017</strong><br />

die Plätze 3 und 4 der in LPO-Prüfungen erfolgreichen<br />

Shagya-Araber.<br />

Solveig Söding


Termine 2018 / Shows & Events 2018<br />

15.-25. Februar Scottsdale Arabian Horse Show Scottsdale, AZ / USA www.scottsdaleshow.com<br />

16.-18. Februar<br />

Jahreshauptversammlung der<br />

ECAHO<br />

München / DE<br />

www.ecaho.org<br />

28.-29. April Tulip Cup (B-Schau) Ermelo / NL www.ecaho.org<br />

Sport<br />

28.-29. April<br />

<strong>12</strong>.-13. Mai<br />

2.-3. Juni<br />

Milan Arabian Horse Show<br />

(B-Schau)<br />

Austrian national and intern.<br />

Championship (N + B-Schau)<br />

Tag des <strong>Arabische</strong>n <strong>Pferde</strong>s<br />

(Seminar, Distanzritt, etc.)<br />

Gorla Minore / IT<br />

Wels /AT<br />

Marbach / DE<br />

www.ecaho.org<br />

www.ecaho.org<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

9.-10. Juni Prague Intercup (B-Schau) Prag / CZ www.ecaho.org<br />

10. Juni<br />

7.-8. Juli<br />

14.-15. Juli<br />

26.-29. Juli<br />

Bruges Arabian Horse Event<br />

(B-Schau)<br />

Intern. Tage des <strong>Arabische</strong>n<br />

<strong>Pferde</strong>s (C- + B-Schau)<br />

Araber-Sommerfestival<br />

Amateur-Schau (Amateur-Schau)<br />

Europa-Championat der<br />

Sport-Araber<br />

Brügge / BE<br />

Ströhen / DE<br />

Stadl Paura / AT<br />

Wiener Neustadt / AT<br />

www.ecaho.org<br />

www.ecaho.org<br />

www.araberfestival.at<br />

www.friends-of-arabiansporthorses.at<br />

27.-29. Juli West Coast Cup (B-Schau) Koksijde / BE www.ecaho.org<br />

4.-5. August<br />

Kauber Platte Championat<br />

(Amateur, C + B-Schau)<br />

Kaub / DE<br />

www.kauber-platte-championat.de<br />

25. August Schweizer National-Championat Frauenfeld / CH www.ecaho.org<br />

25.-26. August UKIAHS (A-Show) Addington / GB www.ecaho.org<br />

31. Aug.-2. Sept. PS Arabi a Bergamo (B-Schau) Bergamo / IT www.ecaho.org<br />

13.-15. September<br />

Middle East Championships<br />

(A-Schau)<br />

Amman / JOR<br />

www.ecaho.org<br />

14.-16. September<br />

Distanzritte, Leistungsprüfung für<br />

<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong> (ZSAA, VZAP)<br />

Marbach / DE<br />

www.gestuet-marbach.de<br />

19.-23. September US Sport Horse Nationals Nampa, ID / USA www.arabianhorses.org<br />

27.-28. September German National Championship Aachen / DE www.ecaho.org<br />

29.-30. September All Nations Cup Aachen / DE www.ecaho.org<br />

6.-7. Oktober Deauville Arabian Cup (B-Schau) Deauville / FR www.ecaho.org<br />

17.-18. Oktober<br />

Salon du Cheval El Jadida<br />

(A-Show)<br />

El Jadida / MOR<br />

www.ecaho.org<br />

19.-27. Oktober US Nationals Tulsa, OK / USA www.arabianhorses.org<br />

27.-28.Oktober European Championships Azelhof - Lier / BE www.ecaho.org<br />

17.-18. November<br />

23.-25. November<br />

International Championship<br />

(B-Schau)<br />

World Arabian Horse<br />

Championships<br />

El Zahraa / EGY<br />

Paris / FR<br />

www.ecaho.org<br />

www.ecaho.org<br />

84<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


Araber-Trophy Ergebnisse <strong>2017</strong><br />

1 Zarra Monthermoso / Hadar 2006, AV-W. (ESP) Friedrich, Elvira 969<br />

2 Mahabb ibn Sansal Sansal / Malisha 2007, AV-W. (SUI) Braun, Therese 794<br />

3 Takaar Meshan Ibn Kubinec / Takira) 2007, AV-W. (GER) Trapani, Silke 779<br />

4 Nil Khaznah Kubinec / Nil Nouza 1998, AV-St. (SUI) Ehret, Andrea 754<br />

5 Nahaman Halim El Thay Khemal Pasha / Moufisa Al Kidir 2010, AV-W. (GER) Günes, Conny 609<br />

6 Shahana Shagar / Sharifa 2003, Pb-St. (GER) Schmidt, Antje 484<br />

7 Johari Bint Jeridan Jeridan / Conchita (Wrmbl.) 2006, Pb-St. (SUI) Mühlthaler, Suse-Käthi 479<br />

8 Adona ibn Shaitan Shaitan / Alida II 1998, AV-H. (GER) Rahden van, Andrea 477<br />

9 Al Antaris Al Azim Ghasir / Al Ashara 2002, AV-H. (GER) Jung, Christine 382<br />

10 Ibn Bint Khalil Ghorab / Khaula Bint Khalil 2000, AV-H. (GER) Grünberg, Fredy 366<br />

Araber-Trophy Termine 2018<br />

10. März Trophy Start SC Mannheim-Blumenau 35 km<br />

14. April Hardyna Distanz Kronau b. Karlsruhe 50 km / 35 km<br />

28. April Forellenhof Distanz SC Mannheim-Blumenau 38 km / 61 km / 80 km<br />

Impressum<br />

19. Mai Beluga-Arabian-Cup Schwäbische Alb 3 Tage ca. 200 km<br />

2. Juni Asil Club Marbach Distanz HuL Gestüt Marbach 33 km / 42 km / 84 km<br />

23. Juni Hohenzollern Distanz - VZAP-Cup Albstadt-Onstmettingen 41 km / 82 km<br />

14.-15. Juli Über die Alb - My Akhalteke Cup Schwäbische Alb EFR, KDR, LDR (LDR kann früher in<br />

Wertung beendet werden)<br />

5. August Schwäbische Alb - Weites Land Schwäbische Alb<br />

5 Tage ca. 365 km (Anreise Sonntag<br />

- erster Rittag Montag)<br />

1. September Hess. Ried- My Akhalteke Cup Mühle Croatia, Riedstadt 40 km / 41 km / 82 km<br />

weitere Termine und Info: Ina Baader, Edelsteinstr. 2, 69198 Schriesheim, Tel.: 0177-8989891<br />

Impressum - Mast Head<br />

Redaktion / Editor:<br />

Gudrun Waiditschka (v.i.S.d.P.)<br />

Entenstrasse 20<br />

D-73765 Neuhausen a.d.F.<br />

ph: 0049 (0)7158 - 67141<br />

e-mail: arabische-pferde@in-the-focus.com<br />

Verlag & Vertrieb / Publisher & Distribution:<br />

<strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong><br />

Entenstrasse 20<br />

D-73765 Neuhausen a.d.F.<br />

Druck / printing:<br />

WIRmachenDRUCK GmbH, 71522 Backnang<br />

Anzeigen / Advertisement:<br />

Melanie Groger<br />

e-mail: anzeigen@in-the-focus.com<br />

Aktuelle Anzeigenpreisliste / Current prizes<br />

see www.in-the-focus.com/advertising<br />

Erscheinungsweise / Published:<br />

vierteljährlich (4 Ausgaben im Jahr) /<br />

quarterly ( four times per year)<br />

4/<strong>2017</strong> - www.in-the-focus.com<br />

Bezugspreis / Subsciption Price:<br />

Einzelheft / Single Copy:<br />

6,50 € + 1,50 € Porto innerhalb Deutschlands<br />

6,50 € + 3,50 € Porto außerhalb Deutschlands<br />

6,50 € + 3,50 € postage outside Germany<br />

Jahresabonnement / Yearly Subscription:<br />

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24 € + 14 € postage outside Germany<br />

Zu beziehen über unseren Online-Shop /<br />

Available through our online shop:<br />

www.in-the-focus.com/shop<br />

Übersetzungen / Translations:<br />

Gudrun Waiditschka, Alexandra Dietl<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe /<br />

Contributors to this issue:<br />

Julius Bazlen, Bruno Furrer, Ira Hoch, Fenicio<br />

Kettel-Symann, Nelly Philippot-Hermanne,<br />

Jacqueline Stepien, Solveig Söding, Leigh<br />

Young<br />

85<br />

Fotografen / Photographers:<br />

Annette Mattson, Doris Melzer, Monika Sax,<br />

Oliver Seitz, Carola Toischel, Rik van Lent,<br />

Leigh Young,<br />

Die mit Namen des Autors gekennzeichneten<br />

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung<br />

der Redaktion wieder.<br />

Eingesandte Beiträge unterliegen der redaktionellen<br />

Bearbeitung; Text- und Fotobeiträge<br />

müssen frei von Rechten Dritter sein. Für<br />

unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos<br />

übernimmt der Verlag / Redaktion keine Haftung.<br />

Alle Rechte vorbehalten, auch die des auszugsweisen<br />

Nachdrucks, der fotomechanischen<br />

oder digitalen Wiedergabe und der<br />

Übersetzung in andere Sprachen. Ausnahmen<br />

nur mit schriftlicher Genehmigung der<br />

Redaktion.<br />

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.<br />

© 2016 <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong>, G. Waiditschka


Vorschau - Preview<br />

Vorschau - Preview<br />

Ausgabe 1/2018 - erhältlich Ende März 2018<br />

Issue 1/2018 - available at the end of March 2018<br />

Der Araber als Veredler anderer <strong>Pferde</strong>rassen - für die einen hat<br />

er die Qualität hierzu längst verloren, die anderen sehen noch<br />

immer die Notwendigkeit, Härte, Charakter und Leistungswillen<br />

regelmäßig auch in der Warmblutzucht aufzufrischen.<br />

Wir stellen einige Beispiele vor.<br />

Mit Padrons Psyche ist einer der ganz großen von der Bühne des<br />

Lebens abgetreten. Wir schauen uns an, welches Erbe er uns hinterlassen<br />

hat.<br />

With Padron's Psyche, one of the big ones is off the stage of life.<br />

We will have a look at the legacy he left us.<br />

Auch in dieser Saison sind in Dubai schon wieder <strong>Pferde</strong> während<br />

der Distanzritte gestorben. Wir fragen nach, wie die Situation<br />

soweit eskalieren konnte und stellen die Alternative in Abu<br />

Dhabi vor.<br />

Also during the current endurance season, horses have perished<br />

during endurance rides in Dubai. We explain, why the situation got<br />

that far and explain the alternative endurance rides in Abu Dhabi.<br />

Foto: A. Mattson Foto: VNIIK Archiv<br />

Wieder werfen wir einen Blick auf die FN-Ranglisten der Rassen<br />

<strong>Vol</strong>lblutaraber, Shagya-Araber und Anglo-Araber. Wer konnte auch<br />

<strong>2017</strong> bestehen, wer ist neu hinzugekommen?<br />

86<br />

© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2017</strong>


LEISTUNG aus<br />

LEIDENSCHAFT!<br />

wir züchten mit Stutenstämmen,<br />

die über Generationen erfolgreich<br />

im Sport sind!<br />

Heart of Fire - SLP, Prämie<br />

Aldaran -<br />

HLP<br />

Ariella - SLP, Prämie<br />

CEI*** 160 km<br />

Lateefa AB -<br />

A-Dressur Sieger<br />

5jährig<br />

Abou Aichan -<br />

CEI *** 160 km<br />

Hariya ED - CEI*** 160km<br />

Für alle, die das arabische Pferd, seine Schönheit, Ausstrahlung<br />

und Härte schätzen und lieben, ein Frohes<br />

Fest und Glück im Stall 2018!<br />

BAVARIA <strong>Pferde</strong>sport<br />

Wilmerting 20, 94113 Tiefenbach<br />

Handy: 0171-7494947, Tel: 08509-934572<br />

info@bavaria-pferdesport.de<br />

www.bavaria-pferdesport.de<br />

Bavaria <strong>Pferde</strong>sport

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