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13.01.2018 Lindauer Bürgerzeitung

13.01.2018 Lindauer

· · GEWINNSPIEL LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 13. Januar 2018 · Ausgabe KW 02/18 · an alle Haushalte ANSICHTEN Hans-Jörg Apfelbacher, Geschäftsführer Lindauer Bürgerzeitung Mit was für einem Gefühl sind Sie ins neue Jahr gestartet? Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen? Ich persönlich schaue voller Neugier und Vorfreude auf das, was uns das Jahr 2018 bringen wird. Gerade für die Stadt Lindau wird es wieder ein sehr spannendes Jahr, in dem vieles bewegt wird: Oberbürgermeisterwahl, Eröffnung der Inselhalle, Bau der Therme, Fertigstellung der Unterführung Langenweg, um nur einige der großen Themen zu nennen. Vieles weitere wird noch folgen. Ich denke, hier sind alle Bürger gefordert, denn nur gemeinsam, mit frischen Ideen und einem offenen Miteinander können die zukünftigen Herausforderungen gut gemeistert werden. Großen Respekt zolle ich denjenigen, die sich schon heute für ihre Stadt und die Menschen, die hier leben, engagieren – egal wie und egal in welchem Bereich. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern der BZ ein gesundes, glückliches und ereignisreiches, neues Jahr. Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 27.01.2018 Samstag, 10.02.2018 Geschäftsleben: Gutes tun Saubere Brillen kommen der Lindauer Tafel zugute S. 6 Wissenswertes: BZ-Gewinnspiel Wir verlängern Ihre Chance auf tolle Preise bis zum 20. Januar 2018. S. 10 Aus dem Vereinsleben: Mitgliederrekord GEWINNSPIEL LINDAUER Der Skiclub Bodensee e.V. Lindau durfte sich 2017 über mehr als 100 neue Mitglieder freuen S. 16 · GEWINNSPIEL Engagement der Stadt bringt Millionen Fördermittel ermöglichen wichtige Investitionen, ohne Lindau zu überfordern Über 200 Millionen Euro an Investitionen schultern die Stadt Lindau und ihre Töchter. Eine sehr hohe Summe für eine Stadt mit 25.000 Einwohnern. Kritiker, die behaupten, die Stadt könne dies nicht, kann Stadtkämmerer Felix Eisenbach beruhigen, denn: „Die Stadt hat an ihren Investitionen lediglich einen Eigenanteil von rund 40 Prozent, welcher im Haushalt finanziert ist, der größere Batzen kommt aus Fördergeldern.“ Mehr als 73 Millionen Euro bekommt die Stadt aus Fördermitteln, zudem fast 21 Millionen Euro aus dem Anteil Dritter, wie beispielsweise von der Deutschen Bahn oder dem Bund, die an Projekten wie der Unterführung Langenweg/ Bregenzer Straße oder der Thierschbrücke beteiligt sind. Besonders deutlich zeigt sich dies an der Inselhalle, der teuersten Einzelinvestition. Sie wird etwas mehr als 45 Millionen Euro kosten, rund 30 Millionen Euro fließen, auch dank einer großzügigen Nachförderung durch den Freistaat an Fördermitteln. Damit steht der städtische Anteil bei rund15 Millionen Euro. Nicht eingerechnet in diese Summe ist das Parkhaus auf der Insel. Es kostet 9,5 Millionen Euro, die von der Stadt zu tragen sind. Denn: Längst nicht alle Investitionen sind förderfähig. Wichtig sind auch die Investitionen in die Kindergärten, in deren Gebäude die Stadt in den nächsten Jahren insgesamt 3,4 Millionen Euro investiert. Davon muss sie annähernd 1,9 Millionen Euro selbst tragen. „Wichtig ist bei unseren Investitionen, dass sie in die Zukunft gerichtet sind“, sagt OB Dr. Gerhard Ecker. Beispielsweise die Schulen: In sie wurden insgesamt 8,1 Millionen Euro investiert. Davon trug die Stadt mit 6,1 Millionen Euro den Löwenanteil. Eine nahezu perfekte Förderung ergibt sich beim Cavazzen. Zusammen mit dem Bau des Eine der vielen Investitionen in die Zukunft der Stadt Lindau: Ab dem Frühjahr kann man durch die Unterführung Langenweg schrankenlos auf die Insel fahren. BZ Foto: BoB neuen Depots wird seine Sanierung und die Neukonzeption des Stadtmuseums die Stadtkasse mit 2,2 Millionen Euro belasten. Dieser Betrag reduziert sich noch durch das hohe Engagement eines auswärtigen Erblassers und die Spenden der Lindauer Bürger. Der Löwenanteil von rund 17 Millionen Euro für das fast 20 Millionen Euro teure Projekt kommt von einer Vielzahl von Fördergebern. „Es waren komplexe Verhandlungen“, sagt OB Dr. Gerhard Ecker, der an den wichtigsten Verhandlungsrunden selbst teilgenommen hat. Denn die einzelnen Fördertöpfe mussten genau aufeinander abgestimmt werden. Ohne eine genaue Kenntnis des kommunalen Haushaltsrechts und der Förderrichtlinien wäre dies nicht möglich gewesen. „Es dürfen keine Bereiche doppelt gefördert werden. Zudem gilt es detailliert herauszuarbeiten, was im jeweiligen Fördertopf genau förderfähig ist und durch welchen Fördergeber“, so Dr. Ecker weiter. ▶ Zum Siegen verdammt! Am Sonntag, 14.01., könnte es in der ESA zum Showdown um den Einzug des EVL in die Play-Offs kommen S. 17 Diese Erfahrungen mit dem kommunalen Finanzrecht machen sich für die Stadt bezahlt. So wird auch die Landesgartenschau die Stadt ungefähr 3,2 Millionen Euro kosten, 2,6 Millionen Euro sind jedoch bereits durch Fördergelder abgedeckt. Die Gartenschau ist für die weitere Entwicklung Lindaus von großer Bedeutung, denn hier werden unter anderem die Grundzüge für die Entwicklung der Hinteren Insel mit einem großen Bürgerpark festgelegt. Diese Planungskosten würden ohnehin anfallen und werden jetzt teilweise bezuschusst. Ein Umstand, den sich auch die Stadt Wangen zunutze macht. Sie bekommt 2024 eine Landesgartenschau, drei Jahre nach Lindau. Doch nicht nur Fördermittel entlasten die Stadtkasse, sondern auch die Beteiligungen Dritter. Exemplarisch lässt sich dies an den gemeinsamen Projekten mit der deutschen Bahn aufzeigen. So kosten der Bau der Unterführung Langenweg und der Umbau des Bahnübergangs Bregenzer Straße ungefähr 31 Millionen Euro. Die Stadt Lindau muss davon 6,5 Millionen aufwenden. Den Löwenanteil bezahlen die deutsche Bahn und der Bund mit 17,5 Millionen Euro, der Rest kommt aus Fördermitteln des Freistaates. D ie E r ne ue r u n g de r Thierschbrücke kostet knapp 10 Millionen Euro. Die Stadt bezahlt davon ein Drittel, der Rest kommt wiederum aus Fördermitteln und Leistungen Dritter. „Bei allen Investitionen haben wir stets die langfristige finanzielle Leistungsfähigkeit Lindaus im Blick“, sagt Kämmerer Felix Eisenbach. Denn nur dann entspricht der Haushalt auch dem kommunalen Finanzrecht. Die städtischen Investitionen haben einen wichtigen Nebeneffekt. Durch sie ist ein Klima in der Stadt entstanden, in dem sich zunehmend auch private Investoren engagieren. Jürgen Widmer ▶ Jubiläumsball Am 20. Januar feiern die Schönauer Hexen ihr 25. Jubiläum, die Hexenmusik ihr 20. S. 19