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Ein schickes Loft, gut gelaunte<br />
Gäste und spannende Vorträge<br />
– in der „Sturmfreien<br />
Bude“ über den Dächern von<br />
Hamburg veranstaltete die Wohnklamotte<br />
ihren ersten Workshop -<br />
Marketing. Insgesamt 40 Teilnehmer<br />
kamen in die Hansestadt, um<br />
sich mit sechs Branchenexperten<br />
über Missverständnisse, aktuelle<br />
Entwicklungen sowie ungenutzte<br />
Chancen in dem Bereich auszu -<br />
tauschen.<br />
Warum ist das Influencer-Marketing<br />
für den Möbelhandel relevant?<br />
In Zeiten des digitalen<br />
Wandels sind Schlagwörter wie<br />
Facebook, Twitter oder Youtube aus<br />
zählen vor allem zwei Dinge:<br />
Vertrauen und Authentizität. Zumindest,<br />
wenn man den Worten<br />
der Kommuni kationsexpertinnen<br />
Alina Koles nichenko und Anna<br />
Meister von der Agentur Blume PR<br />
Glauben schenkt. Sie sind davon<br />
überzeugt, dass die Qualität der<br />
Beiträge beim Influencer-Marketing<br />
auf keinen Fall vernachlässigt werden<br />
darf. Die Reichweite sei dabei<br />
weniger entscheidend. „Es geht<br />
mehr um die Frage, welche Zusammenarbeit<br />
für das Unternehmen<br />
sinnvoll ist“, hieß es in ihrem Vortrag.<br />
Erfolgsversprechend seien<br />
langfristige Kooperationen mit<br />
glaubhaften Partnern.<br />
Influencer-Kampagne für Unternehmen<br />
aus der Möbelbranche.<br />
Langfristig könne so eine neue<br />
Zielgruppe erschlossen werden.<br />
Allerdings tun sich die meisten<br />
stationären Händler nach Einschätzung<br />
der Experten mit dem digitalen<br />
Wandel schwer. „Im Möbel -<br />
bereich unterschätzt man die<br />
Bedeutung von Influencer Marketing“,<br />
sagte auch Wohnklamotte-<br />
Mitarbeiter Max Pohlmann.<br />
Mit diesem Aspekt beschäftigte<br />
sich Pierre Haarfeld, CEO von<br />
Digital Apartment. Er sprach in seinem<br />
Vortrag über das Verhältnis der<br />
stationären Händler zum E-Commerce.<br />
„Wenn es Ambitionen gibt,<br />
Wohnklamotte: Workshop-Tag in Hamburg<br />
Wer sind denn diese Influencer?<br />
Digitales Marketing in der Möbelbranche – ein bislang unterschätztes Instrument?<br />
Die Influencer. Darum ging es beim ersten Influencer-Marketing-Workshop der Do-It-<br />
Yourself- und Interior-Plattform Wohnklamotte. Wie ein Influencer arbeitet und wie<br />
der Möbelhandel das Phänomen erfolgreich für sich nutzen kann, das erklärten sechs<br />
Experten – darunter waren unter anderem eine Bloggerin, zwei PR-Beraterinnen und<br />
ein Digitalisierungsspezialist.<br />
dem Alltag nicht mehr wegzudenken.<br />
Immer mehr Menschen lesen<br />
Blogs oder informieren sich über<br />
die sozialen Medien. Gerade junge<br />
Erwachsene verlassen sich in<br />
Einrichtungsfragen gerne auf die<br />
sogenannten Influencer, also Personen,<br />
die Einfluss auf andere ausüben.<br />
„Kein anderes Format ist so<br />
nah am Endverbraucher“, betonte<br />
Wohnklamotte-Chefredakteurin<br />
Josephine Seidel-Leuteritz auf dem<br />
Workshop. Aber was macht einen<br />
Influencer aus? Wie arbeiten diese<br />
Leute und wie kann der Handel<br />
das Phänomen für sich erfolgreich<br />
nutzen?<br />
„Ein Influencer übersetzt die<br />
Marke“, erklärte Wohnklamotte-<br />
Mitarbeiter Max Pohlmann zum<br />
Einstieg. Diese Leute agieren als<br />
Meinungsmacher. Ihre Stimme<br />
zählt – deshalb nutzen immer mehr<br />
Unternehmen die Influencer und<br />
deren selbst gestaltete Onlineplattform,<br />
d.h. zum Beispiel deren Blog<br />
oder Instagram-Profil, als Werbe -<br />
kanal für ihre Produkte. Dabei<br />
„Es ist sehr schwierig, den richtigen<br />
Blogger für ein Produkt zu<br />
finden“, bestätigte auch Influencerin<br />
Ricarda Masuhr, die ihren Do-<br />
It-Yourself-Blog „Pech & Schwefel“<br />
vorstellte. Gerade in der Einrichtungsbranche<br />
gebe es zahlreiche<br />
Nischenblogs – diese seien aber<br />
häufig glaubwürdiger als große<br />
Plattformen, versicherte die Online-<br />
Expertin. Außerdem ging sie darauf<br />
ein, wie Möbel und Einrichtungsgegenstände<br />
auf Blogs eingebunden<br />
werden können. „Vor allem bei<br />
DIY-Blogs stehen auf den Fotos fast<br />
immer Möbel im Hintergrund. Da<br />
besteht viel Potenzial. Egal worum<br />
es geht, jedes Thema kann mit dem<br />
richtigen Blogger auf einem Blog<br />
stattfinden“, ist sie überzeugt.<br />
Schließlich biete die Zusammen -<br />
arbeit mit Influencern sehr viel<br />
kreativen Freiraum.<br />
„Living-Trends sind beständiger<br />
als Mode- oder Beautytrends“, ergänzte<br />
Wohnklamotte-Chefredakteurin<br />
Josephine Seidel-Leuteritz.<br />
Allein deshalb lohne sich eine<br />
ein E-Commerce-Geschäftsmodell<br />
aufzubauen, kommt es vom Hersteller“,<br />
behauptete der Branchenexperte.<br />
Einer der Hauptfehler<br />
der Händler sei ihre traditionelle<br />
Denkweise. Schließlich mache der<br />
Onlineriese Amazon mit Möbeln in<br />
Deutschland bereits rund 500 Mio.<br />
Euro Umsatz. An digitalen Geschäftsmodellen<br />
führe kein Weg<br />
vorbei. „Große Plattformen haben<br />
Kundenzugang“, erklärte Haarfeld.<br />
Deshalb müssten vor allem stationäre<br />
Händler schauen, wie sie<br />
dieses Format für sich erfolgreich<br />
nutzen können. Er sieht Kooperationen<br />
als einzige Alternative, denn<br />
wer keine Plattform sei, müsse sich<br />
auf einer anderen präsentieren.<br />
Aber auch beim Onlineshopping<br />
seien die Bewertungen sowie deren<br />
Glaubwürdigkeit entscheidend für<br />
den Kauferfolg – auch hier zähle<br />
das Vertrauen. Ebenso wie bei den<br />
Influencern. Somit schließt sich der<br />
Kreis.<br />
SARAH SCHÄDLER<br />
www.wohnklamotte.de<br />
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