2010 dreieckjahresbericht - Genossenschaft Dreieck

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2010 dreieckjahresbericht - Genossenschaft Dreieck

dreieckjahresbericht

Liebe Genossenschafterinnen, liebe Genossenschafter

2010

Genossenschaften sind urdemokratische Gebilde: Jede Genossenschafterin

kann sich aktiv einbringen, mit ihren Ideen und Wünschen das

selbstverwaltete Wohnen mitbestimmen und an der Generalversammlung

auch einfach mal nein sagen oder sich der Stimme enthalten.

Ideen, Wünsche, Generalversammlung? Darf ich

nicht einfach hier wohnen, ohne in Arbeitsgruppen,

Kommissionen oder dem Vorstand mitzuarbeiten?

Muss ich mich bewegen, um etwas zu bewegen?

Oder reicht es, wenn ich mein Genossenschaftskapital

zeichne und meine Wohnung hübsch einrichte?

Die Frage steht im Raum: Wenn sich keine freiwillige

Mitarbeit, kein ehrenamtliches Engagement bei

der Mieterschaft mehr finden lässt, was geschieht

dann? Wird dann aus selbstverwaltetem Wohnen

plötzlich fremdverwaltetes Wohnen?

Keine Angst: Die Genossenschaft ist eine zukunftsfähige

Wohn- und Wirtschaftsform. Dass die Selbstorganisation

erfolgreich funktionieren kann, zeigt

das Dreieck tagtäglich. Und auch bei der freiwilligen

Mitgestaltung in unserer Genossenschaft sieht

es gut aus. Unser Vorstand ist komplett, ja eben erst mit drei neuen Mitgliedern aufgefrischt worden. Selbst

für Feste und gemeinsame Anlässe findet sich meist jemand, der freiwillig die Organisation übernimmt.

Aber das genossenschaftliche Zusammenleben ist auch eine launische und sensible Form des Zusammenlebens.

Immer wieder werden wir mit der Frage konfrontiert, was die Rolle des Dreiecks ist, insbesondere

auf einem ausgetrockneten und von Spekulanten geprägten Wohnungsmarkt in der Stadt Zürich. Wir haben

es schön hier drin in unserem Dreieck – und ihr da draussen? Tragen wir vielleicht eine Verantwortung

gegenüber all denjenigen, die gerne hier wohnen würden, aber mangels freier Wohnungen nie hier

wohnen werden? Zwingen uns unsere Ideale von sozialer Durchmischung und sozialen Wohnungspreisen

zur Wachstumsstrategie? Müssen wir expandieren, um mehr Mieterinnen mit unserem selbstverwalteten

Wohnen glücklich zu machen? Oder ist das Dreieck ausgewachsen, vielleicht sogar bereits in den Wechseljahren?

Ja, es gab im 2010 einige Wechsel – in den Wohnungen, in den Kommissionen, im Vorstand. Nicht nur

einige Neugeborene bereichern das Leben im Dreieck sondern auch neue Gesichter in den Kommissionen

und im Vorstand sorgen für frischen Wind in der Genossenschaft. Und ja, wir sind in die Jahre gekommen,

aber die Zukunft ist gesichert. Dürfen wir uns nun bequem zurücklegen? Nach der Phase des Bauens auch

mal das Wohnen geniessen?

Ein Dach über dem Kopf ist ein Grundbedürfnisse: In unsere Wohnung ziehen wir uns zurück, hier fühlen

wir uns sicher und wohl. Dass sich unsere Mieterschaft wohlfühlt im Dreieck zeigt die Tatsache, dass nur

ca. alle drei Jahre eine Wohnung frei wird. Im 2010 war es wieder einmal soweit und das Dreieck hat sich

ein klein wenig nach aussen geöffnet und die Familie Lilian, Gaudenz & Cheyenne in den kleinen Kreis

aufgenommen. Andere wechselten die Hausnummer – oder wie Roger, Katrin & Zona gleich das Quartier.

Und im Gewerbe haben wir mit Paranoia City eine gebührende Nachfolge für Rosmaries Buch&Wein gefunden.

Abschied nehmen mussten wir im Mai von Priscilla Blöchlinger, einer langjährige Bewohnerin des

Dreiecks, die nach langer und schwerer Krankheit verstarb. Sie alle haben die Genossenschaft seit den

Anfängen geprägt und gelebt und bleiben dem Dreieck in Erinnerung erhalten.


Jahresbericht 2010 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

Übersicht

Genossenschaft Dreieck 223 Genossenschafterinnen

150 Mieterinnen

Vorstand Désirée Cuttat (Co-Präsidium)

Susa Katz (Co-Präsidium)

Elisabeth Sicher (Delegierte

der Stadt)

Julia Heer (extern)

Simon Sigrist

Susanna Sturzenegger (extern)

Jost Fetzer

Geschäftsführung Gaby von Frisching

Verwaltungskommission Julia Heer

Gaby von Frisching

Bill Gilonis

Annatina Issler

Finanzkommission Elisabeth Sicher

Gaby von Frisching

Susa Katz

Bau und Unterhalt Ueli Nüesch

Rosmarie Boschetti

Désirée Cuttat

Hermann Dammann

Personalkommission Susa Katz

Simon Sigrist

Schlichtungskommission Sonja Anders

Stefan Blum

Claudia Labhart

Hauswartung Pendije und Tefik Asani

Hermann Dammann

Buchhaltung Barbara Klemm

(Mera Immobilien)

Im Jahr 2010 wurde ein Postkarten-

Fotowettbewerb durchgeführt. Eine

Auswahl der 16 realisierten Sujets

sind auf den folgenden Seiten abgebildet.


Bericht des Vorstandes

An der Generalversammlung vom 17. Juni im Gemeinschaftsraum

der Genossenschaft wurden die üblichen

Geschäfte erledigt. Dabei stimmten die anwesenden

48 Genossenschafterinnen den Neuwahlen und

dem Gewinnvortrag mit jeweils einer klaren Mehrheit

zu.

Wechsel im Vorstand

Neu in den Vorstand gewählt wurden an der GV Susanna

Sturzenegger, Simon Sigrist und Jost Fetzer. Mit

verdientem Applaus und kleinen Geschenken wurden

die abtretenden Vorstandsmitglieder Barbara Müller

und Cécile Eicher verabschiedet. An dieser Stelle sei

aber auch allen gedankt, die ausserhalb von Kommissionen

helfen und geholfen haben das Dreieck lebendig

zu gestalten.

Tätigkeit

Der Vorstand tagte an neun ordentlichen Sitzungen

und diskutierte innerhalb der Genossenschaft die anfallenden

Aufgaben. Daneben befasste sich der Vorstand

mit der Organisation diverser soziokultureller

Anlässe wie einem Frühlingsbrunch, der jährlichen

Veloentsorgungs- und Kellerräumungsaktion, dem gemeinsamen

Z’nacht im Hof, bei welchem gleich auch

die neuen Sonnenschirme im Hof getestet werden

konnten, und dem traditionellen Grittibänzenbacken

vor Weihnachten. Nebst den neuen Sonnenschirmen

wurden Kinderstühle und ein Beamer für die Kantine

angeschafft. Über das Jahr hinweg wurde ein Fotowettbewerb

durchgeführt, der erfreulicherweise

diverse Sujets für Postkarten aus

dem Dreieck lieferte. Die Postkarten

liegen in der Geschäftsstelle gratis auf.

Auch die Broschüre über die Entstehungsgeschichte

und das Zusammenleben

im Dreieck wurde fertiggestellt

und kann Gästen und interessierten Besuchergruppen

als Kurzinformation über das Dreieck

ausgehändigt werden. Diese Broschüre ist ebenfalls

gratis in der Geschäftsstelle erhältlich.

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Projekte

Der Vorstand befasste sich auch vergangenes Jahr

mit der Frage «Quo vadis» – wie soll die Zukunft des

Dreiecks aussehen. Dazu trafen sich der Vorstand und

die Kommissionsmitglieder am 6. November in Schaffhausen

zu einer Retraite. Bei diesem Gedankenaustausch

zeigte sich jedoch bald, dass nicht nur die zukünftige

Rolle des Dreiecks Fragen aufwirft, sondern

auch das aktuelle Vermietungsreglement, um welches

sich lange Diskussionen entspannten. Als Resultat wurde

eine Arbeitsgruppe mit der Aufgabe betraut, Ideen

zur Anpassung des Vermietungsreglements auszuarbeiten

und an der nächsten Retraite im Jahr 2011 zu

präsentieren. Der Gedankenaustausch endete mit dem

Besuch der Hallen für Neue Kunst und einem gemeinsamen

Abendessen.

Rundbriefe

Viermal im Jahr erschien das «dreieckinfo», dessen

Erscheinungsbild von Claudia Labhart, Grafikerin und

Gewerbemieterin im Dreieck, neu gestaltet wurde.

Gewerbe im Dreieck

Die Buchhandlung Paranoia City trat die Nachfolge

von Rosmarie Gfellers «Buch & Wein» an der Ankerstrasse

an und führt neben guten Büchern auch ebensolche

Weine.

Genossenschaft Kalkbreite

Auch die Genossenschaft Kalkbreite erhielt weiterhin

ideelle und personelle Unterstützung. Insbesondere

engagierte sich Désirée Cuttat in

der Arbeitsgruppe «Soziale Durchmischung»,

welche sich unter Anderem

mit der Erstvermietung und

Entwicklung des Vermietungsreglement

auseinandersetzt.


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Bericht der Verwaltungskommission

Im Jahr 2010 hielt die Verwaltungskommission sechs

Sitzungen ab, an denen insbesondere vier Themen diskutiert

wurden.

Lärmbelästigung durch das El Fuego:

Um die vom El Fuego verursachten Lärmemissionen

einzuschätzen, führte die Verwaltungskommission in

der Nachbarschaft eine Umfrage durch. Zudem traf

sich die VK im Dezember mit den Betreibern des El Fuego

und deponierte die gesammelten Lärmklagen. Es

bleibt nun zu hoffen, dass die Betreiber den Lärm im

kommenden Sommer in Grenzen halten werden.

Handhabung der externen und internen Warteliste:

Die Listen wurden durchgesehen und auf den neuesten

Stand gebracht. Die Handhabung der Wohnungsvergabe

war zudem Thema an der Retraite des

Vorstandes.

Gross-WGs:

Die Bewohner der Gross-WGs waren aufgrund der

an der GV 2010 verabschiedeten Regelung betreffend

der Hauptmieter und Untermieter beunruhigt. Neu

kann ein Untermieter erst nach vier Jahren Hauptmieter

werden. An einer Sitzung der VK wurden die Unsicherheiten

mit Vertretern der Gross-WGs diskutiert.

Unterbelegung:

Die VK beschloss, die Regelung betreffend der Unterbelegung

der Wohnungen strenger zu handhaben. Alle

Mieterinnen sind aufgefordert, Unterbelegungen

selbständig der Verwaltung zu melden und die Unterbelegung

innerhalb der geforderten Rahmenfrist und

dauerhaft zu beheben.

Wohnungswechsel

Im Jahr 2010 fanden eine Rochade und ein Neuzuzug

statt: Die Mieter im Z56 (2. OG) erhielten die Wohnung

im A20. Die Bewohner des A11 (4. OG) zogen in

die freigewordene Wohnung Z56 (2. OG). Die Mieter

vom Z56 (4.OG) wechselten in die Wohnung des A11

(4.OG). Die durch den Wechsel freigewordene 4-Zi-

Whg im Z56 (4.OG) wurde an einen Listenplatz der externen

Warteliste vergeben. Diese blieb auch im 2010

für neue Bewerberinnen geschlossen.

Gastzimmer und Gemeinschaftsraum/Kantine

Das Gastzimmer des Dreiecks war während 302 Tagen

belegt. Dies entspricht einer Auslastung von 83%.

Das Gastzimmer wurde zu je 50% von Genossenschafterinnen

und externen Personen reserviert.

Da Teile der Mieterschaft bedauerten, dass vor allem

auswärtige Leute das Gastzimmer belegen und Dreieckbewohnerinnen

ihren Besuch nicht kurzfristig unterbringen

können, wurde ab September 2010 die Regelung

dahingehend geändert, dass die Vermietungen

höchstens 3 Wochen (anstatt bis anhin 4 Wochen) dauern

dürfen. Die Preise wurden belassen. Da sich für einige

Mieterinnen das Problem noch nicht zufriedenstellend

entschärft hat, überlegt sich die VK eine weitere

Anpassung der Vermietungsregelung.

Der Gemeinschaftsraum war auch im Jahr 2010

ziemlich gut ausgelastet. Es konnten insgesamt 124

Vermietungen verzeichnet werden. Die Einnahmen

betrugen Fr. 15’600.– (+9% gegenüber dem Vorjahr).


Bericht der Personalkommission

Aus dem Arbeitsalltag

Das Jahr begann für die drei Festbeschäftigten im

Dreieck ohne besondere Vorkommnisse. Das Team

besteht weiterhin aus Gaby von Frisching, die Verlässliche

in der Geschäftsstelle, Hermann Dammmann, der

Zuverlässige für den Unterhalt und Bauliches im Dreieck

verantwortlich und Tefik Asani, der Allrounder, der

sich um die allgemeine Hauswartung kümmert und

bislang bei Bedarf stets auch kurzfristig zur Stelle war.

Im Herbst verletzte sich Tefik Asani jedoch während

der Arbeit im Schulterbereich. Während seinem krankheitsbedingten

Ausfall wurde ein Teil seiner Aufgaben

von seinem Sohn Astrit Asani als auch von Hermann

Dammann übernommen. Grössere Unterhaltsarbeiten

wurden bei Bedarf mit externer Hilfe gelöst.

Organisatorisches

Die Personalkommission, welche bis zum Sommer

von Susa Katz und seit der GV neu von Simon Sigrist

geleitet wird, traf sich 2010 fünf Mal zum Austausch mit

den Angestellten Gaby von Frisching und Hermann

Dammann. Dabei wurden die wichtigsten Themen und

aktuelle Fragen aus dem Arbeitsalltag geklärt. Unter

Anderem wurden die monatlichen Arbeitsstunden

analysiert, wobei sich zeigte, dass für den Alltag und

das Unvorhersehbare im Bereich Bau und Unterhalt

mehr Stunden aufgewendet werden müssen, als bisher

eingeplant. Es fielen vermehrt Überstunden an und

diese zu kompensieren wurde praktisch unmöglich.

Somit wurde entschieden, dass Hermann Dammanns

Anstellung für Bau und Unterhalt ab 1. Oktober 2010

auf 60 Stellenprozent aufgestockt wird.

Für die administrative Verwaltung reicht das

50%-Pensum von Gaby von Frisching aus und allfällige

Überstunden können bei Bedarf ohne Probleme kompensiert

werden. Sehr bewährt hat sich dabei die neue

Zusammenarbeit für eine kompetente und verlässliche

Buchhaltung mit der Mera-Liegenschaftsverwaltung.

Der zusätzlich angemietete Büroraum an der Badenerstrasse

129 wurde im 2010 zunehmend weniger genutzt.

Der Mietvertrag wurde daher auf Ende Jahr ge-

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kündigt, so dass die Kosten ab 2011 dafür eingespart

werden können.

Personalentwicklung

Gaby von Frisching nutzte das Angebot zur Fortbildungen

und nahm gemeinsam mit einzelnen Vertreterinnen

des Vorstandes an zwei Kursangeboten des

SVW teil. Dabei vertiefte sie ihr Wissen zum Thema

Kennzahlen und Referenzzinssatz.

Mit Gaby von Frisching und Hermann Dammann

wurden im März persönliche Mitarbeitergespräche

durchgeführt, wobei

die Angestellten beurteilt

und aufgefordert

wurden, ein

Feedback an Vorstand

und Kommission

zu geben. Beide

nahmen zudem an

der Retraite im Herbst

teil und liessen ihre

Erfahrung in die Diskussionen

mit einfliessen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Angestellten

und dem Vorstand sowie zwischen den neubesetzten

Kommissionen verlief auch im 2010 reibungslos. Dank

gilt zum einen dem eingespielten Trio, aber auch all

denjenigen, welche mithelfen den Kräutergarten und

die bepflanzten Blumentöpfe

zu pflegen,

so dass der Hof im

Dreieck zunehmend

zu einer grünen Oase

wird. Nicht zu vergessen

all die anderen,

die umsichtig und

verantwortlich zur

Seite stehen und das

Bestehen der Genossenschaft

sichern.

Schlichtungskommission

Die Schlichtungskommission kam im Jahr 2010 nicht

zum Einsatz.


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Bericht Kommission Bau und Unterhalt

Die Mitglieder der Kommission B + U trafen sich

2010 zu zehn Sitzungen und bearbeiteten folgende

Aufgabenfelder:

Allgemeiner Unterhalt

Fenster gehören zu den Bauteilen, welche der Witterung

am meisten ausgesetzt sind. Im Sommer und

Herbst 2010 wurden deshalb bei allen Altbauten der

ersten Renovationsphase die Rahmen der Holzfenster

partiell neu gestrichen. An der Ankerstrasse 6 wurden

die alten Doppelverglasungen der Erker gemäss den

Auflagen der Denkmalpflege durch einen exakten

Nachbau mit IV-Verglasungen ersetzt. Die Fenster waren

beim Umbau von 1998 nicht ausgewechselt worden.

Gleichzeitig wurden die Holzrolläden am Haus renoviert.

In allen Wohnungen der Gartenhofstrasse 27 wurde

die kontrollierte Lüftung mit einem Umbausatz zur

Luftmengenregulierung ausgestattet, damit sie leiser

läuft. Ebenfalls waren dort Geruchsimmissionen aus

der Kantine aufgetreten. Um diese zukünftig zu verhindern,

wurde die Anordnung der Abluftauslässe auf

dem Dach verbessert.

Der Massnahmenkatalog zu den langjährigen

Feuchtigkeitsproblemen an der Gartenhofstrasse 31

und der Ankerstrasse 20 wurde umgesetzt.

Der Plattenweg beim Eingang zu Allways Reisen

wurde neu rollstuhlgängig gestaltet.

Gemeinschaftliche Anlagen

Das Bedürfnis nach einer allgemein zugänglichen

Velogarage mit Einstellplätzen gegen Entgelt wurde

abgeklärt. Unter den Dreiecksbewohnern fanden sich

aber zu wenig Interessierte, als dass sich die bauliche

Investition lohnen würde.

Die 2009 gebaute Solaranlage läuft einwandfrei. Ihr

Ertrag wird uns monatlich durch das EWZ zinsindexiert

rückvergütet. 2010 hat die Anlage 110% der vorausberechneten

Leistung produziert.

Das Wohnhaus von Eliane Spörri an der Ankerstrasse

9, welches momentan umgebaut wird, wurde an den

Erdsonden-Wärmeverbund des Dreiecks angeschlossen.

So kann erstmals auch ein Gebäude ausserhalb

der Genossenschaft von der ökologisch vorbildlichen

Anlage profitieren, welche die Wärme aus dem Grundwasser

gewinnt. Die Verhandlungen führten sogar dazu,

dass das Dreieck seinerseits nun günstigere Konditionen

für den Contractor-Vertrag mit dem EZW erhalten

hat.

Lichtkonzept Hof

Zwei Projektvarianten für ein Lichtkonzept im Hof

wurden ausgearbeitet und wurden an einem Infoabend

im März 2011 diskutiert.

Ausblick

Die Sanierung der Lukarnen an der Ankerstrasse 6,

Zweierstrasse 42 und Zweierstrasse 56 wurde witterungsbedingt

auf Frühling 2011 verschoben. Die Undichtigkeit

der Fenster an der Gartenhofstrasse 27 wird

uns weiterhin beschäftigen. Testweise wurde ein Fenster

seitlich verfugt. Weitere Beobachtungen und Abklärungen

sind jedoch nötig.

2011 soll im Hof ein einfacher Brunnen mit einem

Betontrog und einem Wasserhahn installiert werden. Er

wird vor allem im Sommer zusätzliche Erfrischungs-

und Spielmöglichkeiten bieten.

Die Treppe zum Hofdach gegenüber der Kantine

wird mit einer Absturzsicherung aus farbigen Stoffplanen

versehen.

Lieber Dank geht auch dieses Jahr wieder an Nadine

Spengler für die Pflege des Kräutergartens und an

Hans Ruedi Hofmann, der sich um das Gedeihen der

Topfpflanzen kümmert und in den Sommerferien auch

das Bewässern der übrigen Pflanzen anstelle von Tefik

Asani übernimmt.


Bericht der Finanzkommission

Die Kommission traf sich im Jahr 2010 zu drei Sitzungen

und diskutierte dabei folgende Themen:

Mietzinssenkung

Aufgrund der guten finanziellen Situation der Genossenschaft

konnte auf den 1. Oktober 2010 eine

Mietzinssenkung von 5 Prozent umgesetzt werden.

Zahlung an Genossenschaft Kalkbreite

Ende Oktober 2010 wurde die dritte Ratenzahlung

von Fr. 50‘000 (bisher total Fr. 150‘000) unserer Beteiligung

(Zeichnung Anteilscheinkapital) an die Genossenschaft

Kalkbreite überwiesen.

Depositenkasse

Anfang 2009 eröffneten wir ein Konto bei der Depositenkasse

der ABZ, welches aktuell einen Zinssatz von

1.875 Prozent aufweist. Im Jahr 2010 haben wir nicht

sofort benötigte Mittel von Fr. 200‘000 auf dieses Konto

überwiesen (Guthaben insgesamt am 31.12.2010

Fr. 700‘000).

Erneuerung Hypotheken

Im Jahr 2010 wurden nachstehende Hypotheken erneuert.

In beiden Fällen konnten wir von den sehr

günstigen Zinsen profitieren:

- ZKB, Erneuerung Hypothek von 4,9 Mio. Franken,

Laufzeit 10 Jahre, Zinssatz 2,83 %

Jahresbericht 2010 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

- Coopbank, Erneuerung Hypothek von Fr. 700‘000,

Laufzeit 7 Jahre, Zinssatz 2,11 %.

Zinssenkung Baurecht

Die Stadt Zürich hat den Zinssatz für das Baurecht

der Genossenschaft Dreieck ab dem 31. August 2010

von 3,75 auf 3,25 Prozent gesenkt.

Entschädigungen Vorstand und Kommissionen

Der Vorstand ist seit der 2. Jahreshälfte 2010 wieder

auf sieben Mitglieder angewachsen, wodurch die Entschädigungen

von Fr. 23‘000 wieder das Niveau des

Jahres 2008 erreichten (Jahr 2009 Fr. 18‘500).

Buchhaltungsmandat

Der Jahresabschluss 2010 basierte noch auf den

Grundlagen des Mandatsträgers, dessen Mandat wir

im Jahr 2010 gekündigt hatten. MERA-Liegenschaften,

welche nach unseren bisherigen Erfahrungen das

neue Mandat zu unserer vollsten Zufriedenheit ausüben,

mussten für den Jahresabschluss 2010 einigen

Mehraufwand betreiben, um verschiedene Unklarheiten

auszuräumen und aufwendige Abstimmarbeiten

bei der Übernahme des Mandats vorzunehmen.


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Stand Tempo 30 Zone

Wie die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich bestätigt

hat, werden bis Ende des Jahres 2011 die 30er

Zonen im Quartier Köchli in Kraft gesetzt. Verzögerungen

der Umsetzung behält sich das durchführende

Amt vor.

Impressum

Die Tempo 30 Zone rund um das

Dreieck ist auf dem Plan dunkelgrün

markiert.

Mai 2011

Auflage: 280

Herausgeberin: Genossenschaft Dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

Texte: Desirée Cuttat, Jost Fetzer, Julia Heer, Susa Katz, Elisabeth Sicher, Susanna Sturzenegger, Gaby von Frisching

Bilder: Dreieck © bei den Fotografen

Layout: Claudia Labhart

Lektorat: Désirée Cuttat, Jost Fetzer, Susa Katz

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