pma Ausgabe 06/2017

langhama

Wer kennt ihn nicht, den Wunsch einmal wie ein Vogel zu fliegen! Das Voletarium im Europa Park Rust macht es möglich: durch beeindruckende Kinetik und Großprojektion können die Besucher sich nun in luftige Höhen begeben. In dieser Ausgabe erfahren unsere Leser alles über die Technik, die dahinter steckt.

Eine Ära geht zu Ende: auf ihrer großen Abschiedstour rocken Aerosmith noch einmal die Bühnen, mitunter in Europa. Alles über das fantastische Licht- und Bühnendesign findet man in der neuen Ausgabe des pma-Magazins.

Rund um das Thema Bühnenbeleuchtung geht es in unserem Einsteiger- und Umsteiger-Workshop pma-Basics.

Außerdem im Heft: die magischen Projektionen der Ehrlich Brothers, Senior Project Manager Rainer Wendt im Porträt, die Technik des Amper-Slam Open Air in Fürstenfeldbruck und das diesjährige Parookaville-Festival. Zudem werden in unseren Venue Guides die Hansa 39-Halle im Feierwerk München und das Westhafen Event und Convention Center in Berlin vorgestellt.

Im Test:
sE Electronics V3 und V7
Beyerdynamic TG 500
INVOTONE PA-BOX EVO 15A
Mackie Thump 12, Thump 15 & Thump 18
Neumann KH 80 DSP

Ehrlich Brothers

Magische Projektionen

Amper-Slam-Festival

Kleines Setup, große Wirkung

pma Venue Guide

Hansa 39 & WECC Berlin

Branchenforum

Neuigkeiten aus der Branche

www.p-m-a.de

Das Reportage-Magazin für die Veranstaltungsbranche

6/2017

B 48825

8,50 €

Deutschland

Aerosmith

Das Licht der Abschiedstour

Voletarium:

Das fliegende Theater

Tag der Bundeswehr:

Großbeschallung

pma Basics:

Lightshows

Parookaville:

Die Festival-Superlative


Take control of your network!

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EDITORIAL

D8PLUS STAGE OPERATOR

Über den Wolken

Liebe Leser,

wollten Sie schon immer wissen wie es ist, wie ein Vogel zu fliegen? Dieses

Gefühl können Sie im Voletarium im Europapark Rust nun hautnah erleben.

Mit einem großen technischen Aufwand wird dort ein unvergleichliches, immersives

Erlebnis geschaffen. Ab Seite 60 erfahren Sie, wie dank Kinetik und

Großprojektion der Besucher frei wie ein Vogel über die Welt fliegen kann.

Ein letztes Mal breiten die Blues-Rocker von Aerosmith ihre Schwingen

aus und rocken mit ihren europäischen Fans. Über das Bühnen- und

Lichtdesign der großen Abschiedstour „Aero Vederci, Baby“ haben wir auf

Seite 46 mit dem Set- und Lichtdesigner Cosmo Wilson gesprochen.

Am Tag der Bundeswehr im Fliegerhorst Penzing konnten über

51.000 Besucher die Flugzeuge und Jets der Luftwaffe erleben – am Boden

sowie bei zahlreichen Flugshows. Eine Herausforderung war die Beschallung

der 128.000 Quadratmeter großen Eventfläche und dem fast doppelt so

großen Bereich für Durchsagen- und Evakuierungsbeschallung. Die beeindruckende

Lösung dieser Aufgabe finden Sie auf Seite 40.

• Für Kettenzüge in Direktsteuerung

oder mit Schützensteuerung

• Linkbare Motorverteilungen

auf Netzwerk-Basis

• Integrierte Software

zur Anlagenkonfiguration

• Passwortverwaltung

• Lasterfassung mit Gruppenabschaltung

• Import von Hallenplänen

• Integrierter Manual-Modus

• Touchscreen-Fernbedienungen

bis 17“ erhältlich

• Funkfernbedienungen erhältlich

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Chefredakteur

Steffen Sauer

pma bei facebook!

www.facebook.com/pmamagazin

info@chainmaster.de

P.S.: Schreiben Sie uns Ihre Meinung unter red@p-m-a.de

CHAINMASTER BÜHNENTECHNIK GMBH

Uferstrasse 23, 04838 Eilenburg, Germany

Tel.: +49 (0) 3423 - 69 22 0 Fax: +49 (0) 3423 - 69 22 21

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INHALT

TALK

08 News

Neue Produkte & Produktionen, Branchentalk,

Termine, Personelles

BRANCHENFORUM

16 Brancheninfos

Produkte, Technologien & Events

THEMA

38 Ehrlich Brothers

Magische Projektionen

40 Tag der Bundeswehr

Die Großbeschallung

46 Aerosmith

Das Licht der Abschiedstour

52 Amper-Slam

Das Open Air in Fürstenfeldbruck

60 Voletarium

Das fliegende Theater

64 Parookaville

Die Festival-Superlative

68 pma Basics

Lightshows

74 pma Venue Guide

Hansa 39 im Feierwerk München

76 pma Venue Guide

Westhafen Event und Convention Center Berlin

PORTRÄT

78 Köpfe

Senior Project Manager Rainer Wendt

HANDS-ON TEST

82 sE Electronics V3 und V7

84 Beyerdynamic TG 500

86 INVOTONE PA-BOX EVO 15A

88 Mackie Thump 12, Thump 15 & Thump 185

90 Neumann KH 80 DSP

52

Das Amper-Slam:

Open Air in

Fürstenfeldbruck

TECH-TALK

Advertorials:

92 Rayzor 360Z

SERVICE

03 Editorial

94 Branchenverzeichnis

96 Anzeigenindex

98 Vorschau, Impressum

4 pma 06/17


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Vom akkubetriebenen Mini-Nebelgerät zum

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46

Aerosmith-Abschiedstour

Die grandiose Lightshow

© Ralph Larmann

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Bodennebelgerät 2300 W als Hochdruck- oder

Niederdruck-Variante

68

pma Basics

Lightshows

Cryo-Gate

Vorsatzgerät zur Bodennebelerzeugung zur

Nutzung mit bereits vorhandenem Nebelgerät

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meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

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Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses,

die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB

nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: PPVMEDIEN Aboservice, Postfach 57, 85230 Bergkirchen,

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pma 6/17


TALK News

LITECRAFT

audiluma setzt für WinterWorld auf LITECRAFT

Die WinterWorld ist ein seit 2003

bestehendes, von der Eventagentur

I-Motion veranstaltetes, EDM-Event –

dieses Jahr fand es erstmalig in der Messe

Karlsruhe statt. Die audiluma Veranstaltungstechnik

GmbH aus Mainz betreut

bereits seit mehreren Jahren diverse Floors

der Veranstaltung. Für den Floor namens

„Bluebox“ setzte das Team von audiluma

auf der WinterWorld dieses Jahr auf

LPiX.40 Mk2 von LITECRAFT.

LITECRAFT hat mit dem LPiX.40

Mk2 ein LED-Pixeprodukt entwickelt,

welches sich dank der kompakten

Abmessungen und des geringen Gewichts

problemlos in Dekorationen

oder Traversen verbauen lässt. Es eignet

sich ideal für Anwendungen in Video-

Applikationen.

Für die „Bluebox“ kamen insgesamt

156 Stück LPiX.40 Mk2 zum

Einsatz. Die Ansteuerung der Streifen

erfolgt über DPiX.1 Mk2 Controller, die

per Art-Net von einer Video Processing

Unit mit Signalen versorgt wurden.

Einerseits wurden die LPiX.40 Mk2

einerseits in umgedrehter U-Form quer

über dem ganzen Floor installiert – sie

erzeugten aber auch ein Raster hinter

der Bühne.

Der Geschäftsführer der audiluma

Veranstaltungstechnik GmbH, Wolfgang

Vogel, spricht über die Arbeit mit

den LED-Pixelgeräten:

„Die Installation geht rasend

schnell und dank der neuen 4-poligen

XLR-Stecker haben wir praktisch keine

Verbindungsfehler mehr. Anstecken und

funktioniert. Das überarbeitete Gehäuse

mit der Verbindungsschiene vereinfacht

die geradlinige Montage erheblich, und

durch die neuen schwarzen Scheiben

verschwinden die Geräte an schwarzen

Traversen fast vollständig.“

Abschließend sagt Vogel noch,

dass der Kreativität mit den LPiX.40

Der Floor "Bluebox"

von audiluma

Mk2 Produkten keine Grenzen gesetzt

sind und sie wirklich einwandfrei funktionieren

– vor allem aber auch einfach

und ohne große Schwierigkeiten.

www.litecraft-online.com

www.audiluma.de

CHRISTIE

Christie ist dieses Jahr unter den AV Awards-Nominierten

mit dabei!

Die AV Awards würdigen dieses Jahr

wieder die Arbeit der Technik-Unternehmen

und belohnen Innovationen in

der globalen audiovisuellen Industrie.

Auch Produkte von Christe sind

mit nominiert: die Pandoras Box 6.0 und

der Widget Designer 6.0 wurden in der

Kategorie „Audio and Video Management

and Control“ in der Nominierung aufgestellt.

Am 29. September finden die AV

Awards 2017 in London statt.

Das Pandoras Box-System ist flexibler

denn je und kombiniert die neueste

Render-Technologie mit intuitiver Medien-

und Showsteuerung. Weltwet wird

das System für Live-Veranstaltungen wie

Die Pandoras Box 6.0 von Christie

zum Beispiel Project Mapping benutzt.

Gemeinsam bilden Pandoras Box 6.0 und

Widget Designer 6.0 eine umfassende und

anpassbare Steuerschnittstelle für Endbenutzer,

die branchenweit ihresgleichen

suchen.

Mike Steinbrecher ist Technical

Sales Manager bei Christie und fasst seine

Begeisterung in folgende Worte: „Gerade

angesichts der namhaften Konkurrenz ist

es für uns eine Ehre, auf den renommierten

AV Awards als Finalist vertreten zu

sein. Wir sind überzeugt von der Qualität

der Hardware- und Software-Tools der

Pandoras Box-Familie. Deshalb freuen wir

uns ganz besonders über diese Nominierung.

Die Verleihung der AV Awards ist

ein wichtiges Datum im Branchenkalender,

dem wir mit Vorfreude entgegenblicken.“

Termine im Rahmen der

AV Awards 2017:

Nominierungsparty: 01. September 2017

Preisverleihung: 29. September 2017

www.christiedigital.com

8 pma 06/17


LMP LICHTTECHNIK

Murasch and Sons investiert in ELATION Proteus Beam

Murasch and Sons ist ein Studio

für Lichtdesign und ansässig in

Potsdam. Lars Murasch, seines Zeichens

Lichtdesigner, war mit seinem Team

schon bei Events wie der Show von Galantis

Germany oder der Silvesterparty

2015/2016 in Berlin am Brandenburger

Tor. Jetzt hat das Studio für Lichtdesign

in sechs ELATION Proteus Beam investiert

– die zentralen Anforderungen der

alltäglichen Praxis werden damit zufriedenstellend

erfüllt.

Praxistauglich

Kompakt, robust und budgetschonend,

erfüllt der erste IP-zertifizierte Movinghead

mit Entladungslampe im ELATION-

Portfolio die Anforderungen in der alltäglichen

Praxis. Mit der Proteus-Serie macht

ELATION Schluss mit kostenintensiven

Domes und Schutzabdeckungen – und

häufigen Kompromissen, die beim Einsatz

von IP-zertifizierten LED-Scheinwerfern

entstehen.

Lars Murasch erläutert seine

Entscheidung für die IP-65-zertifizierte

Beamlampe:

Der Proteas Beam Movinghead von ELATION

170730 ANZ Stageco 210x99 PMA _RZ.qxp_Layout 1 26.07.17 18:46 Seite 1

„Ich habe die Proteus Beam von

ELATION für den Einsatz auf diversen

Festivals gekauft. Die Lampen sind wetterfest

und brauchen keine Airdomes.

Das spart nicht nur Geld, es sieht ohne

Domes auch einfach besser aus. Mir

gefällt der massive Output der Lampe.

Außerdem lassen sich mit dem 32-fach

Prisma tolle Effekte erzeugen.“

Ausgestattet mit der neuen Philips

14R 280-W-Lampe und einem fortschrittlichen

optischen System inklusive

Fokus produziert der Proteus Beam einen

hellen, äußerst präzisen 2°-Beam. Zudem

verfügt der Movinghead über eine voll

ausgestattete CMY-Farbmischeinheit und

ein 13-faches dichroitisches Farbrad, welches

Quad-Color, CTO, CTB und UV inkludiert.

Außerdem sind acht rotierbare,

austauschbare und 13 statische Gobos

mit eingebaut.

Verschiedene

Anwendungen

Zur Beam-Gestaltung und -Formung

können Anwender unter anderem auf

ein 5-fach- und ein 32-fach rotierbares

Prisma sowie einen Frost-Filter für einen

weichen Wash-Effekt zurückgreifen.

Bis zum Jahresende will Murasch

seinen Bestan an den wetterfesten

Proteus Beam auf zwölf weitere Geräte

aufstocken.

www.elationlighting.com

Stageco gewann sechs Mal in Folge sowie in den Jahren 2014, 2016 und 2017 den TPI award „Favourite Staging Company“

VISIT

WWW.STAGECO.COM

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SONDERBAUTEN

EVENT-KONSTRUKTIONEN

Photo: © Stageco Deutschland – Mike Auerbach


TALK News

GLP

Teamverstärkung bei German Light Products

Mit David Stewart hat GLP ein echtes

Urgestein der Eventindustrie ins

Boot geholt. Mit mehr als 10 Jahren

Erfahrung im Verkauf übernimmt David

ab sofort den Posten des Sales Managers

bei GLP UK.

Theoretisch und praktisch veranlagt:

Stewart blickt auf mehr als 10 Jahre

Erfahrung im Salesteam von Martin Professional

zurück, wo er ein dichtes und

leistungsfähiges Netzwerk aus Designern,

Planern und Operatoren aufbaute. Zudem

kennt er die Branche auch selbst

aus der Perspektive des Technikers und

Operators. Vor seiner Zeit bei Martin Professional

war David als Vari-Lite Operator

unterwegs und arbeitete als Freelancer,

unter anderem für Stage Electrics, Fusion

oder Spirit Design.

Zu den Beweggründen für den

Wechsel und seinen Plänen für die Zukunft

bei GLP äußerst sich Stewart wie

folgt:

„Jetzt war es an der Zeit für etwas

Neues und mir gefällt der Gedanke,

für ein unabhängiges und innovatives

Unternehmen wie GLP tätig zu werden.

Die Produkte sind hervorragend und bestens

auf dem Markt platziert und darauf

möchte ich aufbauen. Mir ist der gute

und beständige Kontakt zu den Anwendern

wichtig, ein funktionierendes Netzwerk

aus allen Beteiligten.“

Auf die erneute Zusammenarbeit

mit Mark Ravenhill von GLP freut sich

David besonders.

Die beiden kennen sich seit ihrer

Zeit bei Martin und haben sich seither

niemals aus den Augen verloren.

„Wir haben uns häufig auf Messen

oder anderen Branchenterminen

getroffen.“, so David Stewart über seinen

neuen Kollegen. „Ich hab viel von ihm

gelernt und ich weiß, was für eine fantastische

Arbeit Mark bisher bei GLP geleistet

hat. Umso mehr habe ich mich gefreut,

als sein Anruf mit der Frage kam,

ob ich nicht bei GLP einsteigen wollte.“

David Stewart ist ab sofort in der

GLP-Niederlassung in Exeter erreichbar:

David Stewart ist neuer Sales Manager bei GLP UK

telefonisch unter +44 (0) 7813 007 442

oder per Email an d.Stewart@glp.de

www.glp.de

FEINER LICHTTECHNIK

Multifunktional: das Hybrid Moving Light RAZOR 440

Von der Tour bis zur Oper: der RA-

ZOR 440 ist als scharf begrenzter

Beamspot, effizienter Spot oder als

lichtstarkes Washlight einsetzbar und das

in jeglicher Form – ob auf einer Tournee,

im Theatersaal oder in der Oper.

Leistungsstark im Einsatz

Das Hybrid Moving Light RAZOR 440

Ein absolut homogenes Lichtfeld wird mit

einer Verbindung aus der hocheffizienten

Osram Sirius 440W Entladungslampe

(7.500K Farbtemperatur) und einer herausragenden

Optik durch 160mm Linsen

gewährleistet. Mit einem Lichtstrom von

24.000lm erreicht der RAZOR 440 in 10

Metern Entfernung eine Beleuchtungsstärke

von 3.000lux bei 50° Abstrahlwinkel.

Besonders hervorzuheben sind die

schnellen und leisen Bewegungen und der

extrem große Zoombereich von 2° bis 50°.

Außerdem bietet der flexible RA-

ZOR 440 eine breite Palette von Effekten,

einschließlich linearer CMY-Farbmischung

mit drei zusätzlichen Farbrädern und zwei

Gobo-Rädern mit austauschbaren Gobos.

Darüber hinaus ist der 26kg schwere

Scheinwerfer mit zwei Prismen (3f und 6f),

Animationsrad und variablem Frostfilter

ausgestattet.

www.feiner-lichttechnik.de

10 pma 06/17


480MHz 490MHz 500MHz 510MHz 520MHz 530MHz 540MHz 550MHz


TALK News

L-ACOUSTICS

L-Acoustics komplettiert Team zur Betreuung des D-A-CH-Marktes

Mit der Verpflichtung von Sebastian

Wittrock und Thomas Mehlhorn vervollständigte

L-Acoustics sein Team

für die Betreuung der Märkte Deutschland,

Österreich und der deutschsprachigen

Schweiz. Damit bedient der französische

Hersteller den wichtigen D-A-CH-Bereich

mit einem umfassenden Vertriebs-, Application-

und Service-Team, das Rental- und

Installationskunden sowohl am L-Acoustics

Hauptstandort in Frankreich als auch in den

Märkten vor Ort zur Verfügung steht.

Sales

Das zweiköpfige Vertriebsteam besteht aus

Thomas Adt und Sebastian Wittrock. Während

Thomas Adt (seit 2010 bei L-Acoustics)

als gesamtverantwortlicher Sales Manager

fungiert, widmet sich Sebastian Wittrock

dem systematischen Aufbau des Installationsbereichs

im deutschsprachigen Raum.

Applications

Das vollständige Team von L-Acoustics

Mit Thomas Mehlhorn und Martin Rode

stehen den L-Acoustics-Kunden zwei erfahrene

Application Engineers zur Seite, die

beide als Ansprechpartner für den Bereich

Touring-, Rental und Installationen fungieren,

aber unterschiedliche Schwerpunkte

setzen.

Im Bereich Festinstallation wirkt

Martin Rode als spezialisierter Ansprechpartner

für Planungsbüros und Installateure.

Ausgestattet mit umfassenden Erfahrungen

bei einem der größten Touring-

Dienstleister in Europa, betreut Thomas

Mehlhorn den Touring- und Rentalbereich

des französischen Herstellers. Ob Tourneen,

Festivals, Theater oder Installationen – der

Applications-Bereich von L-Acoustics bietet

Kunden einen technischen Support auf

sämtlichen Ebenen.

Koordination & Service

Als Backup für die Bereiche Sales und Applications

koordiniert Michelle Ngo aus dem

L-Acoustics-Hauptquartier in Frankreich

sämtliche Anfragen und Anwendungen

aus dem deutschsprachigen Raum. Ihr zur

Seite steht seit kurzem Sandra Mouveroux,

die sich als Sales Coordinator ab August

vollständig auf den D-A-CH-Bereich konzentriert.

Mit Alexander Linn im Bereich

Customer Service hat L-Acoustics zudem

einen erfahrenen wie mehrsprachigen

Experten für die zentrale Bearbeitung von

Service-Anfragen.

www.l-acoustics.com

SOUNDCRAFT

Soundcraft Si Impact jetzt mit 80 Mischkanälen

Bei Soundcraft stehen von Beginn

an Design und Innovation im Mittelpunkt.

Im Laufe der Jahre hat es eine

Reihe von ikonischen Konsolen eingeführt.

Jetzt gibt es das neue Software Update

für das Soundcraft Si Impact zum freien

Download.

Die Mischkapazität für das

Soundcraft Si Impact wird mit dem neuen

v2.0 Software Update verdoppelt. Als

kostenloser Download stellt es den Anwendern

64 Mono- und 8 Stereokanäle

zur Verfügung. Eine neue Version der

ViSi Remote und ViSi Listen App ist im

Apple App Store sowie im Google Play

Store ebenfalls erhältlich.

Mit dieser DSP Erweiterung können

die massiven I/O Ressourcen des

Soundcraft Si Impact (insgesamt 160 Einund

114 Ausgangspunkte) noch intensiver

genutzt werden:

Insgesamt 64 Ein-/Ausgänge über

das bereits integrierte MADI/USB Interface,

ein weiterer 64/32 Kartenslot für

zusätzliche Stageboxen und Dante Ein-/

Ausspielungen. Nicht zu vergessen sind

die, auf der Rückseite vorhandenen 32

Mic/Line Eingänge, 16 Line Ausgänge und

der Stereo AES Ausgang.

Die neuen Mini-Stageboxen 32i

und 16i stellen dem Anwender jetzt außerdem

zwei zusätzliche Optionen für

Das Soundcraft Si Impact

digitale Multicore-Lösungen zur Verfügung.

Die Digital-Mischpulte der Si- und

Vi-Serie können mit allen Soundcraft Stageboxen

kombiniert werden. Das V2.0

Update für Si Impact gibt es hier:

www.soundcraft.com

12 pma 06/17


KLING & FREITAG

Zentrum für Hochschulsport setzt

auf Kling & Freitag

BARCO

TRADE IN AKTION

EVENT MASTER

Anfang des Jahres wurde eine der

Sporthallen des Zentrums für Hochschulsport

in Hannover saniert. Im

gleichen Zuge wurde die Beschallungsanlage

erneuert, nachdem bereits 2013

auf dem SportCAMPUS ein multifunktionaler

Neubau mit Kling & Freitag CA

1215 ausgestattet wurde. Unter den

Gebäuden befinden sich unter anderem

der KletterCAMPUS, das CAMPUSFit, ein

Tanzraum, sowie eine kleine Bewegungshalle

und eine Budohalle für verschiedene

Kampfsportarten. Kling & Freitag statteten

die sanierte Sporthalle mit Produkten aus

dem Portfolio aus.

Seit Jahren setzt der technische

Mitarbeiter Kai Luiking auf Lautsprecher

von Kling & Freitag. Er begründet seine

Auswahl folgendermaßen:

„Wir setzen Stück für Stück eine

neue Beschallungstechnik in unseren

Bestandshallen um, weil die Ansprüche

besonders im Fitnessbereich immer weiter

steigen und wir eine hohe Auslastung in

den Hallen haben und verlässliche Technik

brauchen.“

Auf dem Sportgelände in Hannovers

Innenstadt wurde die zweitgrößte

Sporthalle in den 80er-Jahren erbaut,

jüngst renoviert und mit einer Klimaanlage,

sowie neuer Beschallung ausgestattet.

In der Halle ist die Vierpunktbeschallung

für alle Arten der Nutzung ausgelegt, ein

Rackmischer mit Funkmikrofon, CD-Player

und weiteren Eingängen (AUX und USB)

ist für die Zuspielung vorhanden. Für den

Antrieb ist eine Lab.gruppen IPD 2400

integriert, hier sorgen die passenden

Presets von Kling & Freitag für die nötige

Betriebssicherheit.

Ausgeführt wurde die gesamte

Installation von der medientechnik Hannover,

die bereits die anderen Systeme

teilweise geplant und eingebaut hatten.

Luiking ist über seine Auswahl sehr zufrieden

und erklärt:

„Die GRAVIS 12+ sind für unsere

Anwendung perfekt: Sie leisten den benötigten

hohen Pegel, sind betriebssicher

und langlebig und die Gitter sind ballwurfsicher,

was bei anderen Lautsprecher

nicht der Fall war. Es kommt doch sehr

häufig vor, dass die Lautsprecher wieder

ausgerichtet werden müssen, wenn Handbälle

diese treffen.“

Kai Luiking freut sich auf die Arbeit

mit den Kling & Freitag Systemen. Laut seiner

Aussage konnte er den Einkauf durch

die Langlebigkeit und Qualität des Services

und der Produkte überzeugen, mehr Geld

zu investieren.

www.kling-freitag.de

Die GRAVIS 12+

INZAHLUNGNAHME VON

FOLGENDEN GERÄTEN:

ScreenPRO, ScreenPRO Plus, ScreenPRO II,

BlendPRO II, Diventix, Diventix II, Pulse II,

Nextage, Ascender, Spyder, Spyder X20

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TALK News

LMP

Erfolgreiche Stage|Set|Scenery für LMP

Die Stage|Set|Scenery ist eine der

führenden internationalen Fachmessen

für Theater-, Film- und Veranstaltungstechnik.

Dieses Jahr war auf

der Messe in Berlin erneut die LMP Lichttechnik

GmbH vertreten und zieht eine

positive Bilanz.

Der LMP-Stand auf der Stage|Set|Scenery 2017

LMP-Geschäftsführer Egbert

Zudrop äußert sich zufrieden über die

Anwesenheit von LMP Lichttechnik auf

der Messe in Berlin:

„Die Resonanz auf der

Stage|Set|Scenery haben wir als durchweg

positiv erlebt. Unserer Wahrnehmung

und Auswertung nach hat die

Quantität der Besucher im Vergleich zur

ersten Stage|Set|Scenery vor zwei Jahren

zugenommen – bei gleichbleibend

hoher Qualität.“

Social and Network

Der Fokus der Besucher lag überwiegend

auf den Bereichen Theater und Bühne,

wobei jedoch nicht die Produkte im

Vordergrund der Messe standen – das

Socializing und Networking war dieses

Jahr das wohl größte Thema auf der

Stage|Set|Scenery.

„Wir sind in erster Linie mit

Beleuchtern und Lichtdesignern ins

Gespräch gekommen und sind absolut

zufrieden mit der Anzahl und Qualität der

Kontakte.“, führt Zudrop weiter aus.

Das Umfeld sei gerade für intensive

Gespräche und aktiven Austausch

mit Kunden und Anwendern optimal

– insgesamt ist die Messe deutlich

entspannter als die Proligt + Sound in

Frankfurt. Bei LMP standen einige ausgewählte

Lösungen im Mittelpunkt, wie

zum Beispiel theaterorientierte Scheinwerfer

und Movinglights von ELATION,

der innovative Dimmer GenVI von LSC

Lighting Systems, die Drahtlos-Technik

des schwedischen Anbieters LumenRadio

und Medientechnik von ArKaos.

Angesichts der guten Resonanz

wird LMP mit großer Wahrscheinlichkeit

auch an der nächsten

Stage|Set|Scenery im Jahr 2019 teilnehmen.

www.l-acoustics.com

MOVECAT

MOVECAT Customizing Service bietet kreative Lösungen

Für alle Kreativen, die neue bühnentechnische

Setups entwickeln, liefert

MOVECAT nun mit dem „Customizing

Service“ die perfekten Lösungen.

Vor-Ort-Support und Unterstützung

bei der Inbetriebnahme sowie Einarbeitung

des jeweiligen Personals werden hier

von MOVECAT angeboten und je nach

Projekt ausgeführt.

Unmögliches möglich machen,

spannende Herausforderungen meistern

und der Vielzahl an Ideen „Flügel“ verleihen.

Die MOVECAT-Profis ermitteln

gemeinsam mit den Kunden die Durchführung

und Machbarkeit des gewünschten

Projekts, individuell angepasst auf jegliche

Art der Veranstaltung. Mit einer kostenfreien

Komponenten- und Systemanalyse

werden kreative Lösungen vom Customizing

Service erarbeitet – natürlich unter

strenger Beachtung der aktuellen Technik-,

Normen- und Richtliniengrundlage.

Mit dieser Basis werden Empfehlungen

für maßgeschneiderte kinetische

Speziallösungen erarbeitet, für jedes Einsatzgebiet.

Dabei ist auch die Adaption

von MOVECAT Produkten für den Betrieb

mit anderen Systemen oder auch die direkte

Integration von Fremdsteuerungen

möglich – auch bestehende Antriebe und

Fremdantriebe können ebenfalls in das

MOVECAT I-Motion Steuerungssystem

integriert werden.

Das Team vom MOVECAT Customizing

Service bietet einen Support am

Ort des Geschehens, sowie die Unter-

Lösungen von Movecat auch bei großen Events

stützung bei der Inbetriebnahme und die

Einarbeitung des Personals in die jeweilig

entwickelten Lösungen.

www.movecat.de

14 pma 06/17


News TALK

ROBE LIGHTING

Moving-Light von Robe auf dem MELT Festival

Wer Fan von Elektro, Indie, Pop und

Hip-Hop ist, dem ist auch das MELT

Festival ein Begriff. Erstmals 1997 veranstaltet,

findet das riesige Musikfestival

nun jährlich statt – mit einer Besucherzahl

von 20.000 Elektro-Pop-Anhängern.

Vom 14. – 16. Juli war das MELT dieses

Jahr in der Nähe von Gräfenhainichen in

der „Stadt aus Eisen“ Ferropolis zu Gast.

Dies ist ein Museum und zugleich Veranstaltungsort,

welcher ursprünglich als

Werkstätten des Tagebaus genutzt wurde.

Robe Lighting war mit 188 Moving-Lights

auf dem Festival im Einsatz.

4 Tage, 2 Stages und über 20

Live-Acts – dies waren die Kennziffern des

diesjährigen Melt Festivals. Als technischer

Dienstleister wurde die Firma TSE aus

Berlin betraut, die fast vollständigt auf

ein Set-Up aus Robe Movinglights gesetzt

hat. Die Main Stage wurde komplett mit

Scheinwerfern der BMFL-Serie und den

neuen LED-Waschlights Spiidern ausgestattet,

die zweite Bühne wurde mit Pointe

und LEDWash 600 bestückt. Je nachdem,

welcher Act gerade spielte, wurde dann

noch mit weiteren Pointe und Spiider aufgestockt,

um das Festival zu einem unbeschreiblichen

Ereignis zu machen.

Seit Jahren schon setzt Marcel

Fery von TSE auf Produkte von Robe,

allein weil er von der Zuverlässigkeit

und Perfomance vollauf überzeugt ist.

Die Firma TSE rockt mit diesem Equipment

übrigens nicht nur die Festival-

Saison, sondern auch andere Events

© Carsten Jäckel

Auf der Bühne setzt Robe die Acts in Szene

– egal ob Industrie, Touring oder auch

Festinstallation.

www.tse-ag.com

www.robelighting.de

Distanz mit voller Bandbreite .

Das Langstreckenhybrid Multitalent

2x Daten – CCAT 7 A LONG-RUN · 1x Licht – DMX/AES/EBU 110 Ohm · 1x Strom – leistungsstarke 2,5 mm²

· photo: © Anton Brandl

Cordial GmbH · Sound & Audio Equipment

Otto-Hahn-Straße 20 · D-85221 Dachau · Phone +49 (0) 8131.99 697-0 · Fax +49 (0) 8131.99 697-29 · www.cordial.eu


BRANCHENFORUM

ADAM HALL GROUP

Dieser Schein trügt nicht:

Cameo ZENIT B60 ab sofort verfügbar

Der akkubetriebene PAR-Scheinwerfer Cameo ZENIT B60 ist in der Auslieferung. Die erste

Produktionsreihe der zwei Modelle ist bereits komplett ausverkauft. Mit IP65-Klassifizierung

und W-DMX-Steuerung zeichnet sich der hochprofessionelle Scheinwerfer für anspruchsvolle

Beleuchtungsaufgaben im Innen- wie Außenbereich aus.

Bei diesen Scheinwerfern der Adam

Hall Group kommen ausschließlich

hochwertige Komponenten, die sicheren

Betrieb, lange Haltbarkeit und größte

Effizienz garantieren zum Einsatz. Der

energiestarke Lithium-Ionen-Akku von

LG Chem erreicht voll aufgeladen eine

zuverlässige Betriebsdauer von bis zu 24

Stunden im RGBW-Modus. Wird der Single-Colour-Mode

genutzt, kann die Laufzeit

sogar ganze vier Tage erreichen. Vor

Über- und Tiefentladung geschützt wird

der Akku durch ein intelligentes Batterie-

Management-System – das garantiert eine

lange Haltbarkeit.

Bei einer Lebensdauer von 50.000

Stunden liefern vier 15 Watt RGBW Cree

LEDs einen starken Lichtstrom von 1.900

Lumen. Damit lassen sich brillante, homogene

Farben in einem präzisen Abstrahlwinkel

von 11 Grad erzeugen. Speziell für

den ZENIT B60 entwickelt wurden zwei

Streuscheiben, welche die Abstrahlwinkel

bei gleichbleibender Lichtausbeute auf 25

Grad oder 40 Grad erweitern. Die Streuscheiben

werden mit dem ZENIT B60 von

Adam Hall mitgeliefert.

Zur Steuerung dienen sieben

DMX-Modi, RDM, die beiliegende Infrarot-Fernbedienung

oder das Display des

Scheinwerfers. Zudem ist der ZENIT B60

mit einem 2,4 GHz W-DMX Receiver für

drahtlose Steuerung ausgestattet. Cameo

bietet hier mit dem iDMX CORE WiFi und

W-DMX Converter und der kostenlosen

Controller App die optimale Steuereinheit

Der Cameo ZENIT B60 in silber und mattschwarz

für den komfortablen Einsatz. Dies ist übrigens

als Zubehör ebenfalls erhältlich.

Cleveres Zubehör

Zum sicheren Transport, Lagern und Aufladen

von sechs ZENIT B60 Scheinwerfern ist

das Cameo ZENIT B60 CASE die perfekte

Lösung. Die batteriebetriebenen Scheinwerfer

lassen sich in diesem robusten

Flightcase aus 7 mm starkem Birkenmultiplex

dank vorinstallierter Verkabelung

bequem Aufladen und sind so stets einsatzbereit.

Ist ein besonderer Abstrahlwinkel

gewünscht, formt die Streuscheibe

Cameo ZENIT LSD 6010 den runden

Lichtstrahl in einen elliptischen Abstrahlbereich

von 60° x 10°.

Daniel Garcia, Product Manager,

Light erläutert: „Die weltweit große Nachfrage

nach einem kompakten und schicken

akkubetriebenen PAR-Scheinwerfer hat uns

überwältigt. Die erste Produktionsreihe der

zwei Modelle ist bereits komplett ausverkauft.

Mit dem Cameo ZENIT B60 bieten

wir unseren Kunden die perfekte Lösung

für kreative Lichtgestaltung im Innen- wie

Außenbereich. Hervorzuheben sind die

professionellen Ausstattungsmerkmale sowie

die extrem lange Betriebsdauer von 96

Stunden im Single-Colour-Mode. Clevere

Zubehör-Lösungen vervollständigen die

Angebotspalette rund um diesen hochprofessionellen

Scheinwerfer.“

www.adamhall.com

16 pma 06/17


Grayscale versio

C/50 M/50 Y/50

C/50 M/50 Y

C/0 M/0 Y/0

Black version

Die 360º-Ansicht der "Eventlocation in Schubladen"

MACEVENT GMBH

Tour im Internet: das bauwerk

köln wird virtuell „begehbar“

White version

C/0 M/0 Y/0 K/0

Die macevent GmbH ist ein Unternehmen, das für jeden

Kunden und für jedes Event mit originellen Ideen und

perfekter Ausführung einen ganz besonderen Augenblick

ermöglicht. Jetzt auch mit einer 360º-Tour im Internet.

PLATINUM FLX

PLATINUM 1200 WASH

Die Eventlocation „bauwerk köln“

wurde schon mehrfach ausgezeichnet

– und nun ist sie auch noch virtuell

zu erleben. Ermöglicht wurde dies

durch eine interaktive 360º-Applikations

auf der Website der Veranstaltungshalle,

die den Charme eines Industrielofts mit

modernen Innenarchitektur und kreativer

Ingenieurskunst verbindet. Die Besucher

der Website können sich durch die virtuelle

Tour frei durch die Location „bewegen“,

die sechs Eventboxen erkunden und sogar

das Mobiliar wechseln und Technik, sowie

Dekorationen entdecken. Eine sehr gute

Möglichkeit, um ein bevorstehendes Event

zu gestalten und im Vorfeld zu planen.

Karin Leiste, die Geschäftsführerin

im bauwerk köln über diese neue Möglichkeit

der Erkundung: „Wir wollen Interessenten

und Veranstaltungsplanern mit dem

interaktiven Tool schon aus der Entfernung

die Möglichkeit bieten, unsere Location detailliert

kennenzulernen. Das ersetzt nicht

den persönlichen Eindruck, präsentiert aber

Räume und die vielfältigen Nutzungs- und

Ausstattungsvarianten schon sehr gut.“

Besonders hervorgehoben und facettenreich

dargestellt wird das „Herzstück“

der Location: die Halle mit den sechs unterschiedlich

gestalteten Eventboxen.

Dazu erscheinen in der 360°-Simulation

kleine Videos, welche die Öffnung

der Eventboxen visualisieren und für den

Besucher veranschaulichen.

Die Eventboxen haben jeweils eine

Fläche von 20 qm und lassen sich aus der

verglasten Seitenwand elektro-motorisch

binnen weniger Sekunden herausfahren

– einzeln oder in beliebiger Kombination.

Jede dieser Boxen ist mit Liebe zum Detail

und individuell gestaltet, eine variable Nutzung

ist hier gar kein Problem.

Ob als Bar oder Lounge, für Meetings

und Produktpräsentationen, für Ausstellungen

oder auch für das Catering „out

of the box.“

Die Möglichkeit der virtuellen

Tour findet man auf der Website des

bauwerk köln:

www.bauwerk-koeln.de

PLATINUM SEVEN

SIXBAR 1000

PALADIN

ELATION PROFESSIONAL EUROPE

www.elationlighting.eu

info@elationlighting.eu

+31 45 546 85 66

GET SOCIAL


NEUMANN & MÜLLER

10 Jahre IdeenExpo – 10 Jahre N&M in Hannover

Die IdeenExpo startete erstmals vor zehn Jahren im Deutschen Pavillon auf dem

Expo-Gelände, mit dem Ziel junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften zu

begeistern. In Juni diesen Jahres waren an neun Tagen über 360.000 Besucher nach

Hannover gekommen.

Nach der Premiere im Jahr 2007

hat sich die IdeenExpo in Hannover

zum heute bundesweit größten

Jugend-Event für Naturwissenschaften

und Technik entwickelt.

Das Unternehmen N&M realisiert seit

dem Startschuss vor zehn Jahren die

technische Infrastruktur und betreut mit

einer eigenen Niederlassung ein breites

Spektrum an Kunden. Dieses Jahr steht

also ein doppeltes Jubiläum an: zehn

Jahre IdeenExpo – ein Jahrzehnt N&M.

Die IdeenExpo hat längst drei

Messehallen und das Außengelände

für sich beansprucht, im Deutschen

Pavillon finden sich heute die Büros von

Neumann&Müller Veranstaltungstechnik.

Die erste Ausgabe des nunmehr

größten Jugend-Events rund um MINT-

Berufe wurde von Technikern der Hamburger

N&M-Niederlassung realisiert.

Während die IdeenExpo längst drei

Messehallen und das Außengelände für

sich beansprucht, sind im Deutschen Pavillon

heute die Büros von Neumann&Müller

Veranstaltungstechnik. Die erste Ausgabe

des nunmehr bundesweit größten Jugend-

Events rund um MINT-Berufe wurde von

Der Eingang von Neumann & Müller

Technikern der Hamburger N&M-Niederlassung

in Hannover realisiert. Mit eigener

Niederlassung in der Leinestadt, die ebenfalls

2007 gegründet wurde, betreut das

N&M-Team um den Niederlassungsleiter

Andreas Platte Kunden in den Bereichen

Corporate Events, Tagungen & Kongresse

sowie weitere Messen.

Eine sichere Zukunft

Der Schwerpunkt der N&M-Arbeit hat

sich seitdem auf die IdeenExpo verlagert,

denn mit wachsendem Besucherstrom

steigen auch kontinuierlich die Vorkehrungen

für die Sicherheit des jungen

Publikums. Eine der Kernaufgaben ist die

Realisierung eines komplexen Beschallungssystems

für Notfalldurchsagen.

Das Team um Projektleiter

Thomas Schäfer konzipiert hierfür ein

redundantes Glasfaser-Netzwerk, über

18 pma 06/17


BRANCHENFORUM

das neben Audiosignalen auch Daten

und Video ausgetauscht werden – diese

laufen in der ebenso von N&M verantworteten

Zentralregie zusammen.

In den Hallen ziehen nebst

Exponaten und Workshops auch die

zahlreichen Bühnenshows und Music-

Acts auf dem Außengelände das Publikum

an. Den Anfang für die insgesamt

drei Open-Air-Konzerte machten „Die

Fantastischen 4“ am Eröffnungsabend,

was das Neumann&Müller-Team zum

Anlass nahm, mit Kollegen und Wegbegleitern

das 10-jährige Jubiläum zu

feiern. Neun Tage später endete die

2017-er Ausgabe der IdeenExpo mit

einem großen Feuerwerk – zuvor feierte

„Cro“ mit 13.000 Zuschauern auf der

Bühne.

www.neumannmueller.com

(v.l.) Thomas Schäfer, Andreas Platte, Jan Wochnik, Isabell Dahm und Fabian Koch

Kling & Freitag GmbH | www.kling-freitag.de


BEYERDYNAMIC

Depeche Mode setzt bei der Welttournee

auf beyerdynamic

Im Mai diesen Jahres startete die britische Kult Band Depeche Mode in Stockholm ihre

Welttournee zum aktuellen Album „Spirit“. Im ersten Teil der Konzertreise wird die Band

bei 34 Shows in 21 europäischen Ländern vor über 1,5 Millionen Zuschauern auftreten.

Anschließend setzen die Musiker ihre Tournee in Nord- und Südamerika fort.

Damit der einzigartige Sound von

Depeche Mode auch live in den

Arenen unverfälscht erklingen

kann, vertraut Sound Engineer Antony

King auf eine ganze Palette von beyerdynamic

Produkten. Sein Vertrauen

erklärt King mit folgenden Worten:

„Im Gegensatz zum Studio - wo

die Örtlichkeiten optimale Bedingungen

für die Audioarbeit bieten - ist guter Live

Sound immer auch mit der gelungenen

Überwindung der jeweiligen örtlichen Hürden

verbunden. Wenn solch unvermeidbare

Umstände bewältigt werden müssen,

ist es gut sich auf Technik verlassen zu können,

die jeder Widrigkeit überlegen ist.“

Der erfahrene Sound Engineer

wählte das digitale Drahtlossystem TG 1000

von beyerdynamic, um an allen Spielorten

der Welt gegen Funkfrequenzstörungen

gewappnet zu sein – und dabei ebenso die

bestmögliche Klangqualität liefern zu können.

Schon während der Vorbereitungen

am jeweiligen Spielort, dient ein TG 1000

Dave Gahan mit einem TG 1000

Handsender mit TG MM1w Wechselkapsel

zur Einmessung des Sound-Systems.

Depeche Mode Frontmann Dave

Gahan und Gitarrist Martin Gore benutzen

für die Gesangsperformance jeweils ein

20 pma 06/17


BRANCHENFORUM

TG 1000 Handsender mit einer TG V70w

Wechselkapsel mit Hypernierencharakteristik.

Der langjährige live-Sideman der Band,

Peter Gordeno, nutzt hingegen, mit dem

dynamischen Live-Gesangsmikrofon TG

V70, eine kabelgebundene Variante.

Schlagzeug-Mikrofonierung

mit beyerdynamic

An der Bass Drum von Schlagzeuger

Christian Eigner kreiert Antony King

aus den Signalen eines TG D70 (einem

dynamischen Großmembranmikrofon

mit Hypernierencharakteristik) und eines

Grenzflächenmikrofons TG D71 (ein Kondensatormikrofon

mit Halbnierencharakteristik)

das gewünschte Signal.

An den Toms und an der Snare

befinden sich die beyerdynamic Mikrofone

TG D57, TG D58, M 201 TG, TG D50 sowie

ein TG D70. Die HiHat wird von dem Kondensatormikrofon

MC 930 abgenommen.

Als Overheads dienen die Signale zweier

Studiomikrofone MC 840 und zweier M

160 Doppelbändchenmikrofone. Bei den

Mikrofonstativen fiel die Wahl auf die

robusten und standstabilen beyerdynamic

Modelle GST 500.

Neuer Antennensplitter /

Combiner

Antony King einen DT 1770 PRO Kopfhörer,

um ungestört Feinabstimmungen im

Klangbild vorzunehmen. Für die Kommunikation

mit den Bühnenakteuren benutzt

er ein dynamisches TG V50 Mikrofon.

YouTube-Video mit dem

Sound Engineer Antony King

erweitert “I am PRO” Reihe

Die Video Reihe „I am PRO“ gibt einen

Einblick in die faszinierende, facettenreiche

und kreative Welt der professionellen

Audio Produkte von beyerdynamic und

zeigt verschiedenste Künstler bei ihrem

Arbeitsalltag. Als drittes Video der beyerdynamic

Reihe folgt nun ein Video mit

Sound Engineer Antony King. Das Video

wird in Kürze auf dem beyerdynamic

YouTube Kanal zur Verlinkung bereitgestellt.

www.beyerdynamic.de

Auch an den Drums setzt man auf beyerdynamic

AED RENT SUCHT

BUSINESS DEVELOPMENT /

VERTRIEBSMITARBEITER

Die TG 1000 Doppelempfänger werden

über den neuen beyerdynamic Antennensplitter

WA-AS6/2 kaskadiert. Vier

WA-ATDA Richtantennen sorgen für

uneingeschränkte Betriebssicherheit. Am

FoH-Platz verwendet Sound Engineer

Sound Engineer Antony

King mit einem DT

1770 PRO Kopfhörer

AED Rent sucht einen Business Development /

Vertriebsmitarbeiter (m/w) in Süddeutschland.

Ihre Aufgaben:

• Vermarktung von professioneller Veranstaltungstechnik

aus den Bereichen

Dry Hire -Vermietung, Distribution,

Leasing, Store & 2nd Hand

• Betreuung, Bindung und Ausbau des

bestehenden Kundenstamms

• Akquisition von Neukunden

Was wir erwarten:

• Sie sind ein Kommunikationstalent und

haben eine positive Ausstrahlung

• Durchsetzungsstärke, Verhandlungsgeschick

und unternehmerisches Denken

sind für Sie selbstverständlich

• Haben gute Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten

in Englisch

Interessiert?

Sie sind interessiert und haben Erfahrungen in der Veranstaltungstechnikbranche?

Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung an info.de@aedgroup.com

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+49 2602 999 371 0 | info.de@aedgroup.com | www.aedgroup.com


BRANCHENFORUM

GERRIETS

Wenig Kraft, viel Bewegung:

das Schwerlastschienensystem von Gerriets

Gerriets ist einer der führenden Unternehmen in Sachen Theater- und Bühnenbedarf.

Mit dem neuen Schwerlastschienensystem CARGO wird der Alltag im Theater-, Studiound

Veranstaltungsfeld um einiges vereinfacht. Das CARGO-System von Gerriets ist in

den Varianten S, M, L und XL erhältlich.

verschiedener Laufwagen aus Aluminium

und Kunststoff, sowie zahlreiche

Anbauteile verdeutlichen die Vielseitigkeit

des CARGO-Systems. Die Laufwagenkanäle

sind bei allen Profilen gleich,

womit alle Laufwagen und das umfangreiche

Zubehör für CARGO S/M/L und XL

verwendet werden können.

Optimaler Einsatz

Das CARGO-Schienensystem ist ideal als Scheinwerfergeländer

Die Anwendungsfelder des CARGO-

Schienensystems sind vielseitig.

Neben dem klassischen Einsatzbereich

als Schwerlastschiene unter anderem für

LED-Panels, die Integration in technischen

Decken oder Sonderdekorationen ist die

Nutzung als Laststange ebenfalls möglich.

So bieten derzeit 18 CARGO L- Schienen,

die im Theater Chemnitz als Laststange

für Maschinenzüge auf der Hauptbühne

verwendet werden, einen extrem flexiblen

Einsatz von CARGO im szenischen Betrieb.

Das Profil des CARGO-Systems wird

im Strangpressverfahren aus einer hochwertigen

Aluminiumlegierung hergestellt.

Durch den extrem niedrigen Rollwiderstand

von 0,8 % können beispielsweise zwei LED-

Panels mit einer Last von insgesamt 2.4

Tonnen leicht laufend mit einer Zugkraft

von nur 80 kg horizontal bewegt werden.

Ebenfalls spricht eine hohe Belastbarkeit

bei großen Spannweiten für das Schwerlastschienensystem

aus dem Hause Gerriets.

Durch die kastenförmige Struktur sind

alle Profile extrem stabil und unbiegsam.

Durch die geringe Verformung

bleiben die erforderlichen Horizontalkräfte

ebenfalls sehr gering, welche zum

Beispiel zum Bewegen von größeren

Lasten nötig sind. Eine große Palette

Studioequipment wie Scheinwerfer, Monitorlautsprecher

oder LC-Displays können

mit dem neuen und universellen Gerriets-

Scheinwerferlaufwagen ganz einfach an

der Laststange aufgehängt und horizontal

verschieden positioniert werden. Im Bühnenumfeld

kann CARGO außerdem als

Scheinwerfergeländer zur Positionierung

der Spotlights verwendet werden.

In Abhängigkeit von Last und

Stützabstand lassen sich die Profile

S/M/L und XL optimal auf den jeweiligen

Bedarf abstimmen:

CARGO S

Bei einem Stützabstand von 3 m kann

CARGO S eine Einzellast von 160 kg oder

eine Streckenlast von insgesamt 288 kg

aufnehmen.

CARGO M

Bei gleichem Stützabstand (3 m) trägt

CARGO M eine Einzellast von 400 kg

oder auch eine Gesamtstreckenlast von

insgesamt 720 kg.

22 pma 06/17


BRANCHENFORUM

CARGO L

Das Profil CARGO L nimmt bei einem Stützabstand

von 3 m eine Einzellast von 800 kg

oder eine Streckenlast von insgesamt 1.440

kg auf. Bei einem Stützabstand von 6 m

beträgt die Einzellast aufgrund der hohen

Belastbarkeit immer noch 175 kg und die

Streckenlast 315 kg.

CARGO XL

Das größte Profil XL trägt bei 3 m Stützabstand

eine Einzellast von 1.200 kg und

eine Streckenlast von insgesamt 1.995 kg.

Bei einem Stützabstand von 6 m ist durch

der hohen Belastbarkeit eine Einzellast von

320 kg sowie eine Streckenlast von 576 kg

möglich.

www.gerriets.com

Das Schwerlastschienensystem CARGO vereinfacht den Alltag in der Veranstaltungstechnik

Infinity® Chimp Light Controller: das Beste in Sachen benutzerfreundliches

Design. Intelligente, intern entwickelte Software, Industriestandardprogrammiersyntaxen

über Encoder und Hardtasten und benutzerfreundliche Menus:

mit dem Chimp Light Controller können Sie Ihre Shows in wenigen

Minuten programmieren.

www.infinity-intelligent-light.com · Phone: +31-(0)45-5667701 · Mail: infinity@highlite.nl


© Ralph Larmann 2x

SENNHEISER

Ed Sheeran mit Sennheiser auf Tour

Wer glaubte, dass sich Ed Sheerans Popularität nicht mehr steigern ließe, wurde durch

„Divide“ eines Besseren belehrt: Das Album dominiert die internationalen Charts, die

zugehörige Tour war meist direkt nach Bekanntgabe der Termine ausverkauft. Auf Tour

hat Ed Sheeran wieder drahtlose Mikrofone der Sennheiser-Spitzenserie Digital 9000

sowie ein drahtloses Monitorsystem der 2000 Serie dabei.

Ed Sheeran hat von Beginn seiner

Karriere an mit Sennheiser-Mikrofonen

gearbeitet und wechselte 2014

während seiner laufenden USA-Tour

zu Digital 9000. Seitdem nutzt er das

Mikrofonsystem für Vocals, Loop Vocals

und Gitarre. Chris Marsh, Produktionsmanager,

FOH- und Monitortechniker in

Personalunion, begleitet Ed Sheeran nun

schon seit sechs Jahren und weiß genau,

was der Künstler braucht. Bereitgestellt

wird das Sennheiser-Equipment von der

Produktionsfirma Major Tom.

„Vier Jahre lang haben wir bei Eds

Gitarre mit Kabel und DI-Box gearbeitet,

weil ich einfach kein Drahtlossystem finden

konnte, das uns klanglich zufriedenstellte“,

erklärt Marsh. „Als wir zum ersten Mal das

9000er System ausprobiert haben, war das

der transparenteste Sound, den wir jemals

gehört hatten. Eigentlich sollten wir das

System nur kurz während eines Soundchecks

testen, aber Ed und ich beschlossen

einfach, es noch am gleichen Abend für

das Konzert einzusetzen. Und seitdem arbeiten

wir damit.“

Facettenreiche Auswahl

Vier Mikrofonkanäle sind für Ed Sheerans

Akustikgitarren reserviert, ein Kanal

für die E-Gitarre und drei für Gesang

– Main Vocals, Loop Vocals sowie ein

Ersatzmikrofon.

Chris Marsh erklärt außerdem:

„Für die Loop Vocals benutze ich eine

Supernierenkapsel MMD 945. Da dieser

Gesang während der Songs ständig wiederholt

wird, möchte ich nicht riskieren,

dass es zu viele Hintergrundgeräusche

gibt. Deshalb ist die enge Charakteristik

der 945 ideal.“

Marsh benutzt für Eds Main

Vocals die MD 9235, eine dynamische

Nierenkapsel, welche sehr detailreich aufnimmt.

Es ist laut ihm sehr wichtig, dass

die Kapsel einiges wegstecken kann und

es die Tonqualität nicht beeinflusst, wenn

die Kapsel mit der Hand umschlossen

wird – dies macht Ed schließlich sehr gern

während seinen Auftritten. Ein Sennheiser

2050-System wurde für das drahtlose

Monitoring genutzt. Es ist sehr robust, Ed

Sheeran legt laut Marsh auf diesen Aspekt

großen Wert.

Jack Drury, Artist Relations Manager

bei Sennheiser zu der Ausstattung

von Ed Sheeran während seiner Tour:

24 pma 06/17


BRANCHENFORUM

„Sennheiser arbeitet schon lange mit

Chris und Ed zusammen. Wir freuen uns

sehr, dass sich Digital 9000 in puncto

Performance und Robustheit als die perfekte

Wahl für ihn und seine anspruchsvollen

Touren erwiesen hat.“

Chris Marsh ist für die Unterstütztung

von Sennheiser sehr dankbar.

„Manchmal konnten wir unser Equipment

nicht verschicken oder sind nur für einen

einzigen Auftritt eingeflogen. Jedes Mal

haben sie dafür gesorgt, dass wir alles,

was wir brauchten, vor Ort hatten und

standen uns rund um die Uhr für technische

Unterstützung zur Verfügung.“

Ed Sheeran ist mit dem Equipment

sehr zufrieden und wird wohl auch in

Zukunft von Sennheiser bei seinen Shows

begleitet werden.

www.sennheiser.com

Ed Sheeran's großartige Stimme schallt mit Sennheiser durch die Hallen

IBC Amsterdam - Booth 8.C90

ELIMINATE

CABLES

PURE

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SOUND

Als Kabelersatz entwickelt, überträgt XIRIUM PRO Audiosignale von und zu Geräten in Studioqualität bei

extrem niedrigen Latenzzeiten ohne lange, kompliziert verlegte Kabelwege. XIRIUM PRO bietet Audioprofis

enorme Freiheiten, einfachste Bedienung, Lizenzfreiheit und ist dadurch ideal für eine Vielzahl von Live-

Anwendungen geeignet. Mehr auf www.xirium.net


BRANCHENFORUM

ADAM HALL GROUP

Adam Hall veröffentlicht Wireless Konferenzlösung

Eine neue Generation drahtloser Konferenzlösungen: mit den neuen 4-Kanal-Konferenzsystemen

von LD Systems gibt es diese Möglichkeit nun auf dem Markt. Es gibt drei Versionen

des U500 Wireless Conference-Sets mit jeweils unterschiedlichen Frequenzbereichen.

Das U500 Wireless-Conference-Set

der Adam Hall Group

Die Ingenieure der Adam Hall Group

haben mit den U500 Wireless Conference-Sets

elegante und anwenderfreundliche

Konferenzsysteme

entwickelt – effektive Kommunikation,

beeindruckende Sprachqualität und ein

Höchstmaß an Betriebssicherheit, kombiniert

mit modernster Technologie. Bei der

Entwicklung dieser Sets hatte das Unternehmen

hauptsächlich den professionellen

Anwender im Blick und beweist, dass die

Adam Hall Group nicht umsonst führender

Hersteller und Vertriebsunternehmer für

Event Technologie-Lösungen ist.

Die U500 Wireless

Conference-Sets

Die LD Systems U500 Wireless Conference-

Sets arbeiten als True-Diversity-Systeme

im UHF-Band. Automatische Kanal- und

Frequenzsuche, Infrarot-Frequenz-Synchronisation

von Empfänger und Mikrofon-Einheit,

sowie Pilotton und Priority-Schaltung

sind die professionellen Austattungsmerkmale

um Tagungen, Sitzungen und

Diskussionen perfekt begleiten zu können.

Außerdem bieten die Sets zusätzliche Sicherheitssperren

und RS-232-Schnittstellen

zum Einbinden in externe Steuersysteme.

Der Audio-Übertragungsbereich reicht von

60 Hz bis 16kHz.

Die U500-Sprechstellen

Die Sprechstellen verfügen über ein

Schwanenhals-Kondensatormikrofon

mit Hypernieren-Charakteristik, ein

Leuchtring zeigt den Status der Anlage

an. Die kontrastreichen OLED-Displays,

verbaut in den stabilen Tischfüßen,

informieren den Anwender über die

vielseitigen Einstellmöglichkeiten. Nahbesprechungseffekte

und Körperschall

lassen sich durch die zuschaltbaren 130

Hz Hochpassfilter wirksam reduzieren,

sodass eine glasklare Verständigung

gewährleistet ist.

Der Receiver

Eine vollständige Übersicht aller Funktionen

und Einstellungen bietet der

4-kanalige U500-Receiver durch das

kontraststarke OLED-Display – Stärke

von Audio- und Funksignal oder Priorität

und Batteriestand der Sprechstellen

sind von diesem Display einfach abzulesen.

Die Anzahl gleichzeitig freigeschaltener

Mikrofone lassen sich im Empfänger

festlegen, um ein Übersprechen, eine

Rückkopplung oder Kammfiltereffekte

zu unterdrücken. Eine wahlweise automatische

oder manuelle Gate-Einstellung

und der Pilotton sorgen für erstklassige

Klangqualität und Störsicherheit.

Der Product Manager – Integrated

Systems, Gabriel Alonso Calvillo, über die

Konferenzsysteme:

„Die neuen U500-Konferenzsysteme

sind eine zukunftssichere Investition für

zahlreiche Anwendungsgebiete bei denen

zuverlässige Funktechnik erforderlich ist.

Auch Verleiher, die Firmenveranstaltungen

ausstatten, profitieren von unseren neuen

Systemen. Mit ihren professionellen

Ausstattungsmerkmalen bieten die U500

Wireless Conference-Sets effektive Kommunikation

bei ausgezeichneter Sprachverständlichkeit.

Durch die Auswahl von

drei Frequenzbereichen haben Anwender

die Möglichkeit das System auszuwählen,

das den örtlichen Frequenzvorschriften

entspricht.“

www.adamhall.com

26 pma 06/17


BRANCHENFORUM

ETC

Eos-Familie bekommt neue Software

Mit Eos v2.6 präsentiert ETC eine neue Software für Benutzer von Eos-Konsolen.

Die Installation der Software v2.6 bietet für User von Eos-Konsolen einige Vorteile.

ermöglicht damit zahlreiche Funktionen,

die bislang den größeren Plattformen

der Eos-Familie vorbehalten waren. Für

Benutzer von Element auf Einstiegsebene

ändert sich im Alltag nichts.

Fortgeschrittene Features

Neue Vorteile für Eos-Konsolen mit der neuen Software v2.6

Eos v2.6 bietet unter anderem Erweiterungen

für Element-Konsolen

sowie Verbesserungen für Snapshots

und andere Programmierfunktionen.

Mit dem Release der Software ändert ETC

überdies für User der Konsolenfamilie die

Organisation von Ausgangs-Upgrades.

Upgrades freigegeben

Statt einem inkrementellen Upgrade – mit

dem Kunden Konsolen- und Ausgangs-

Upgrades auf verschiedenen Ebenen

kaufen konnten – wird jede Konsole ab

sofort mit nur einer Kreiserweiterung in

den Vollausbau gesetzt. Dazu wird jede

Steuerung der Eos-Familie künftig in den

zwei Formaten Basisversion und Vollausbau

angeboten. In der Basisversion

verfügt beispielsweise Gio @5 über 4.096

(4K) Ausgänge, während die Version im

Vollausbau von Gio @5 24.576 (24K)

Ausgänge umfasst.

Benutzer, die das Steuerungspotenzial

einer Basiskonsole erweitern

möchten, benötigen ab sofort nur noch

ein preisgünstiges Upgrade, um die volle

Kapazität des Pults zu nutzen.

Das bietet auch Vorteile für User,

die bereits inkrementelle Upgrades erworben

oder eine Konsole mit einer über die

Basisversion hinausgehenden Ausgangskapazität

gekauft haben. Eos v2.6 erweitert

nach der Installation automatisch alle

existierenden aktualisierten Pulte – auch

Pulte mit einem Upgrade bis zu einer Teilkapazität.

Element erweitert

Eos v2.6 führt zugleich umfassende

Upgrades für Element-Konsolen ein und

Fortgeschrittenen Benutzern stehen

damit jedoch Features zur Verfügung

wie: Steuerung durch mehrere Benutzer,

partitionierte Steuerung, Virtual Media

Server-Funktionen, vollständige Anzeigesteuerungen,

neue Zeitsteuerungsoptionen,

Filter, Presets und Hervorhebung

von Funktionen.

Für Tourneeproduktionen und

Spielstätten bieten die Software erhebliche

Vorteile: Nutzer können Shows, die an einer

Ion oder einem größeren Pult programmiert

wurden, jetzt noch einfacherer in

einen Veranstaltungsort mit einer Element-

Konsole übertragen.

Mehr Funktionen für alle

Das Software-Update umfasst neue

Anzeige- und Playback-Funktionen

für alle Konsolen der Eos-Familie. Auf

Knopfdruck können in Live-Pultansicht

arbeitende User jetzt Teilstrukturen,

Ausgangspegel, Playback-Quellen und

den DMX-Plan abrufen. Manuelle Zeitsteuerungsmaster

erweitern die Live-

Playback-Optionen; die Möglichkeit,

Playback-Tasten-Makros zuzuweisen,

eröffnet überdies eine neue Ebene der

Playback-Flexibilität.

www.etcconnect.com

pma 06/17

27


BRANCHENFORUM

STUDIENINSTITUT FÜR KOMMUNIKATION GMBH

Mit der richtigen Weiterbildung Karriere

in der Eventbranche machen

Spezialisiert auf praxisorientierte und berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen sowie

Inhouse-Schulungen und Trainings hat die Studieninstitut für Komminaktions GmbH den

Fokus auf die Interessenten der Eventbranche gelegt. Seit 1998 bietet das Studieninstitut

ein breites Repertoire an Weiterbildungsmöglichkeiten.

Das Studieninstitut für Kommunikation setzt sich für Berufsanfänger in der Veranstaltungsbranche ein

Jedes Jahr geben deutsche Unternehmen

mehr als 14 Mrd. Euro für

Events und Messen aus – der höchste

Budgetanteil der Marketingausgaben

fällt somit an diese Fachbereiche. Auf

dieses Ergebnis ist Professor Dr. Cornelia

Zanger von der Universität Chemnitz

gekommen, das Event- und Messemanagement

hat sich in den letzten Jahren

also zu gefragten Berufen im Dienstleistungssektor

entwickelt.

Das Studienzentrum für Kommunikation

bietet für Berufsanfänger das

Tagesseminar Eventmanagement Basics an,

speziell zur Information über die Branche,

die Berufsbilder sowie die Perspektiven in

diesem Bereich. Hier erlernen Teilnehmer

nützliche Instrumente, zum Beispiel für die

optimale Planung von Geschäftsmeetings

© Shutterstock

und Firmenveranstaltungen. Mit dem

Abschluss dieses Seminars erhält man ein

Eventmanagement Basics Zertifikat und

die Zulassung zum Lehrgang Eventmanager

(IHK).

Für angehende und für bereits berufstätige

Eventmanager wird das Medienrecht

immer wichtiger – es ist also empfehlenswert,

das Wissen hier regelmäßig

aufzufrischen. Im Zuge der Internetnutzung

gibt es hier kontinuierlich fortlaufende Aktualisierungen.

Hierzu vermittelt das Tagesseminar

Eventrecht wichtige Kenntnisse.

Ebenfalls angeboten wird eine Professionalisierung

mit IHK-Abschluss durch

den berufsbegleitenden Lehrgang zum/zur

Eventmanager/in. Schwerpunkt ist hier, wie

sich Veranstaltungen als Marketinginstrument

entwickeln, organisieren und erfolgreich

umsetzen lassen. Diese Weiterbildung

ist ein staatlich zugelassener Fernlehrgang

mit dem Sieger der ZFU (Staatliche Zentralstelle

für Fernunterricht). Besonderer Vorteil:

das praxisnahe Wissen wird vermittelt.

Die Dozenten dieses Lehrgangs

leiten entweder eigene Unternehmen in der

Event-Branche oder sind auf Konzernseiten

tätig – vor diesem Hintergrund bieten sie

viele Fall- und Praxisbeispiele, wodurch sie

das Fachwissen sehr gut vermitteln können.

Der an der TU Chemnitz angebotene

Bachelorstudiengang „Event- und

Messemanagement“ ermöglicht Positionen

im Management und richtet sich an Berufseinsteiger

sowie bereits erfahrene Berufstätige.

Die flexible Zeiteinteilung, E-Learning-

Angebote und Fern- sowie Präsenzstudium

in Kombination bilden hier die perfekten

Vorteile. Hier ist das Studieninstitut für

Kommunikation Praxispartner.

Der Master of Business Administration

(MBA) lässt sich ideal an den Bachelor

anschließen. Ebenfalls komplett berufsbegleitend

wird dieser Studiengang ebenfalls

von der TU Chemnitz und dem Praxispartner

Studieninstitut für Kommunikation angeboten

und durchgeführt. In Deutschland

ist dieser universitäre und berufsbegleitende

MBA-Studienabschluss einzigartig.

Alle Informationen über die

diversen Studiengänge sind auf der

Homepage des Studieninstitut für

Kommunikation enthalten.

www.studieninstitut.de

28 pma 06/17


BRANCHENFORUM

K-ARRAY

Edel-Ambiente: K-array im „Campbell Apartment“

Das Unternehmen K-array ist ein angesehener italienischer Hersteller von innovativen Pro-

Audio-Lösungen. Seit 1990 verwirklicht K-array anspruchsvolle und spezielle Beschallungsprojekte

rund um den Globus. Jetzt auch in New York in der "Campell Apartment"-Bar

Im Juni 2017 feierte eine Gastronomie-

Ikone in New York City die Neueröffnung

mit dem „Campbell Apartment“.

Die Bar und Cocktail-Lounge im Grand

Central Terminal Bahnhof im Herzen von

Manhattan wurde im Laufe der Jahre mehrfach

renoviert. Mit der schweren Stein- und

Mahagoniholz-Innenausstattung vermittelt

das Gebäude nun wieder die jahrzentelange

ehrwürdige Historie und sorgt für ein edles

Gesamtambiente.

Die Installation eines State-of-the-

Art-Soundsystems gehörte zu den zentralen

Anforderungen der neuen Besitzer der

„Gerber Group“. Der verantwortliche Integrator

Global Audio Systems setzte hierbei

auf ein ausgeklügeltes K-array-System.

Global Audio Systems installierte

mit Unterstützung des US-amerikanischen

K-array-Vertriebs „K-array America“ sechs

Kayman-KY102 4’’-Linienstrahler sowie

ein Kobra-KK52 2’’-Linienstrahlersystem,

um den rund 330 m 2 großen Barbereich

ausgewogen zu beschallen. Jason Ojeda,

Geschäftsführer von Global Audio Systems,

wählte die Kayman-KY102 hauptsächlich

wegen ihres variablen Abstrahlverhaltens

und des weiten Frequenzbereichs bis zu

90 Hz. Das Design der K-array-Lautsprecher

spielte neben den beschallungstechnischen

Vorteilen auch eine große Rolle: dank ihrer

schlanken, unauffälligen Form ließen sich

die Kayman- und Kobra-Systeme problemlos

in die speziell angefertigten Wandleuchter

integrieren.

Jason Ojeda erläutert: „Unsere

Aufgabe war klar umrissen: Die Betreiber

wollten einen flexiblen Sound, ohne dass

die Lautsprecher das edle Ambiente der Bar

zerstörten.

Scott Gerber, der Geschäftsführer

der Gerber Group, legte von Anfang an

Die "Campbell Apartment"-Bar in New York

großen Wert auf die Audio-Installation

im Campbell Apartment. Die Systeme von

K-array erfüllen die enorm hohen Anforderungen

der Gerber Group zu 100 Prozent.“

www.k-array.com

www.gerberbars.com

PHOTO © OLIVER KÜNZNER

THE ART

OF SOUND.

MORE INFOS AT WWW.KS-AUDIO.DE | MAIL: INFO@KS-AUDIO.DE | PHONE: +49 6351 127440


YAMAHA COMMERCIAL AUDIO

Subfrantic Production Services investiert in

Yamaha Mischpult

Dank der Zuverlässigkeit, Qualität und Flexibilität hat die Produktionsfirma Subfrantic

Production Services jetzt in das RIVAGE PM10 investiert. Das digitale Mischsystem ist das

Neueste aus dem Hause Yamaha und glänzt mit einfacher Handhabung.

Seit der Gründung im Jahr 1993 hat

das Londoner Unternehmen Subfrantic

Production Services sein Profil

stetig erhöht – in den britischen, sowie

ausländischen Produktionsmärkten.

Kritisches Auswahlverfahren

Der Geschäftsführer von Subfrantic, Steve

Davies, erinnert sich: "Zu dieser Zeit war

Yamahas PM4000 ein Industriestandard.“

Die Einführung von Yamahas digitalem

PM1D von 2001 bereitete die Live-Produktionsbranche

auf den Weg vor, den heute

erfolgreich fortgesetzt wird. Wie Steve

sagt, war Yamaha "die treibende Kraft hinter

der digitalen Revolution".

"Als die M7CL im Jahr 2005 kam,

hat es die Branche wirklich verändert",

fährt er fort. "Es war die erste digitale Konsole,

die für die Massen als erschwinglich

angesehen wurde und wir waren Teil der

Unternehmen, die in sie investiert haben.

Zusammen mit dem folgenden LS9 hat es

die Skepsis der Branche über digitale Konsolen

verändert und führte direkt zu heute,

wo Digital die Norm ist."

Auf der Suche nach einer zweiten

Konsole zum Mischen experimentierten

Steve und sein Team mit verschiedenen

digitalen Mixern, die ihre Kriterien erfüllen

konnten. Doch mit Yamahas neuem Flaggschiff

RIVAGE PM10 System war für Steve

der Favorit eindeutig.

Hauptsächlich war es die Ausstattung

und Qualität vom RIVAGE-System,

dass das Team von Subfrantic überzeugte

und darin bestärkte, dass es eine gute Investition

war.

Vertrauen in Yamaha

"Es ist sehr einfach zu bedienen. Jede

Yamaha-Konsole hat ein vertrautes Gefühl

und es dauert nicht lange, um herauszufinden

wie es funktioniert. Wenn man mit

dem Arbeitsweg bei einer M7CL oder eine

CL-Serienkonsole vertraut ist, wird man in

wenigen Minuten mit dem RIVAGE PM10

zurechtkommen.“

Steve Davies betont noch einmal,

dass er bisher nur gute Erfahrungen mit

Yamaha-Produkten gemacht hat, alleine

durch ihre Zuverlässigkeit bei der Funktionalität.

Yamaha UK arbeitete eng mit

Subfrantic zusammen, bietet Schulungen

30 pma 06/17


BRANCHENFORUM

und technische Unterstützung, um sicher

zu stellen, dass Steve und sein Team sich

schnell in das System einfinden und damit

arbeiten können.

Beeindruckende Technik

Nur eine Woche nach der Ablieferung

hatte Subfrantic Production Services das

RIVAGE PM10-System für Klassik- und

Gospelmusikveranstaltungen verwendet,

bei denen es alle technischen Mitarbeiter

beeindruckte.

Davies schwärmt vom RIVAGE

PM10 System, betont aber dennoch, dass

jeder seine eigenen Erfahrungen damit

machen sollte – wobei er von der Begeisterung

bei anderen Technikern über das

Yamaha-System überzeugt ist.

www.yamahaproaudio.com

Steve Davies am RIVAGE PM10 von Yamaha


BRANCHENFORUM

LIGHTPOWER

Steinbruch-Party: Lightpower auf dem „Der

Steinbruch brennt“ und „Stone Dance Festival“

Der Steinbruch Kohle Süd in Geseke wurde durch zwei aufeinander folgende Events zum

Besuchermagneten gemacht. Zum einen lockte „Der Steinbruch brennt“ viele Gäste an, zum

anderen fand dort drei Tage später das „Stone Dance Festival“ statt.

Das Licht muss für jeden einzelnen Auftritt stimmen

Für die Produktion waren Matthias

Stiller und Stefan Doering von

SD Media verantwortlich. Dennis

Brinkhaus (ebenfalls SD Media) war als

Programmierer und Operator für Stone

Dance tätig, Johannes Oerding und Max

Giesinger hatten ihren eigenen Operator

für die Veranstaltung.

Realisiert wurde die technische

Umsetzung von SD Media, das Team kümmerte

sich um Lichtgestaltung, Programmierung

und Operating. Vor Ort wurden

für beide Veranstaltungen 22 x Martin by

HARMAN MAC Viper Profile, 12 x Claypaky

B-EYE K20, 8 x Claypaky B-EYE K10, 6 x

Claypaky Stormy CC und 16 x DTS Brick

sowie 1 x MA onPC command wing mit

1 x MA onPC fader wing zur Steuerung

eingesetzt.

Matthias Stiller erklärt warum

er sich unter anderem für die DTS Brick

entschieden hatte: „Im Steinbruch war

wenig Strom vorhanden. Wir benötigten

daher einen effektiven Fluter mit hohem

Licht-Output auf LED-Basis. Der DTS Brick

ist dafür super geeignet, man kann den

Abstrahlwinkel durch Aufsetzen von Filtern

einfach und leicht anpassen. Die geringe

Leistungsaufnahme war für uns von Vorteil.

Auch die kleine Bauform und das geringe

Gewicht spielten eine große Rolle. Da der

Steinbruch nur einmal im Jahr für ein Event

Lightpower sorgte bei beiden Festivals für eine grandiose Lightshow

genutzt wird, ist er vor der zu illuminierenden

Wand sehr bewachsen und nicht

befahrbar. Das heißt jede Lampe und jedes

Kabel musste dorthin getragen werden.“

Laut Stiller standen die Claypaky

B-EYE wegen der hohen Effektvielfalt und

der unterschiedlichen Shapes ganz oben

auf der Wunschliste. Die Auswahl und den

Aufbau erklärt Stiller wie folgt:

„Die Claypaky Stormy CC waren

die erste Wahl, da sie aufgrund ihrer LED-

Leuchtmittel weniger Strom benötigten. In

Bezug auf die Lichtgestaltung haben wir

die Steinbruchwand auf einer Breite von

300 Meter und einer Höhe von 25 Meter

mit verschiedenen Farbverläufen ausgeleuchtet.

Bei der Bühne haben wir versucht,

das Lichtdesign so aufzubauen, dass auch

das Management vom Stone Dance damit

arbeiten konnte. Das Licht wurde so ausgewählt

und aufgebaut, dass für den ersten

Termin ein Konzertcharakter entstand und

für den zweiten Termin ein passendes Bühnenbild

für ein Elektro-Festival vorlag.“

www.lightpower.de

32 pma 06/17


est. 2002

Transportation System

Jetzt auch im

Rental Service

w w w .cargocart.com

Neue Partner: Riedel und PIDSO arbeiten zukünftig als Team zusammen

RIEDEL COMMUNICATIONS – PIDSO

Die Unternehmen Riedel und

PIDSO werden Partner

Das Unternehmen Riedel Communications GmbH & Co. KG

entwickelt, fertigt und vertreibt Echtzeit-Netzwerke für ein

weit gefächertes Branchenfeld. Nun geht die Riedel-Gruppe

eine Partnerschaft mit dem Unternehmen PIDSO ein.

DIE EINFACHE

VERPACKUNG FÜR

JEDES EQUIPMENT

• schnelle Ladezeit

• weniger Personal

• weniger Kosten

• maximale

Volumenausnutzung

Durch die Partnerschaft mit PIDSO

holt Riedel eine einmalige Expertise

an Bord. Die Kernkompetenz von PID-

SO ist die Herstellung und Integration

von Leichtgewichtsantennen, das Leistungsportfolio

umfasst kundenspezifische

Lösungen ebenso wie den Bau von

Prototypen.

Christoph Kienmayer, Gründer

und Managing Director von PIDSO zu der

Zusammenarbeit:

„Wir setzen weiterhin auf

Wachstum und stellen jetzt durch die

Partnerschaft mit Riedel die Weichen für

die Zukunft. Riedel ist eine starke Marke.

Dieses spannende, solide Umfeld bietet die

perfekten Rahmenbedingungen, um uns

entscheidend weiter zu entwickeln – davon

sind wir überzeugt. Wir freuen uns auf

einen riesigen neuen Impuls, vor allem im

Hinblick auf Internationalisierung.“

Zugewinn an Potenzial

Durch die Partnerschaft gewinnt Riedel

ein erfahrenes Team und erhält Zugang

zu neuen Märkten – wie der Fahrzeugindustrie,

dem Flugzeugbau sowie dem

Wachstumsmarkt der unbemannten

Systeme. Zudem ermöglicht dieser Zusammenschluss

Synergien am Entwicklungsstandort

Wien, von denen Partner

und Kunden gleichermaßen profitieren

werden. Im Zuge dieser Partnerschaft

wird PIDSO Teil der Riedel-Unternehmensgruppe.

Gründer und CEO von Riedel,

Thomas Riedel, zeigt sich zufrieden mit

dieser Entscheidung.

„Beide Unternehmen stehen auf

einem wirtschaftlich und technologisch

sehr gesunden Fundament, sodass ein

Zusammenschluss aus einer Position der

Stärke möglich war. PIDSO ergänzt mit

seinen innovativen Lösungen im Bereich

High-Performance-Antennen nicht nur

unser Leistungsspektrum perfekt, sondern

passt auch prima in unsere Unternehmensphilosophie

– Visionen und fortschrittliche

Technologie gehörten schon immer zu Riedels

Markenzeichen."

www.riedel.net

www.pidso.com

Speed up your Business

LATE NIGHT CONCEPTS

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ROHDE ACOUSTICS

Konzertsaalakustik auf dem

Wiener Rathausplatz

Die Besucher der Wiener Festwochen 2017 sollten am Rathausplatz eine Raumakustik,

ähnlich die eines Konzertsaals für symphonische Orchester vorfinden. Daher entschied

sich die Wiener Festwochen GesmbH für ein Open-Air-System für Variable Akustik der

Firma Rohde Acoustics. Mit diesem System des Unternehmens aus Salzburg werden die

typischen akustischen Parameter erzeugt, die einen guten Konzertsaal ausmachen.

Die Wiener Festwochen 2017 finden

auf dem Wiener Rathausplatz statt –

für die Symphoniker etwas schwierig,

da es kein Konzertsaal ist und dadurch

die Akustik sich anders verteilt.

Das Open-Air-System von Rohde Acoustics

soll da Abhilfe schaffen und für einen

guten Sound sorgen, welchen man aus

einem Konzertsaal gewohnt ist.

Der Tonmeister Volker

Werner erläutert:

„Der Klang eines Symphonieorchesters

setzt sich immer aus dem Direktschall der

Instrumente, den ersten Reflexionen und

dem Diffusschall des Konzertsaals zusammen.

In einer Open-Air Situation fällt also

erst einmal die halbe Information - nämlich

die des Saals – weg. Das System von Rohde

Acoustics hat uns sehr dabei geholfen,

diesen gewohnten symphonischen Klang

für einen großen Teil des Publikums am

Rathausplatz wiederherzustellen. Zusätzlich

konnte die Lautheit des Orchesters deutlich

erhöht werden, ohne dabei die Rückkopplungsschwelle

auch nur zu streifen.“

Die Signale von der Bühne wurden

über Mikrofone aufgenommen

und in fünf Richtungsgebiete eingeteilt

– im Signalprozessor wurde dies bearbeitet

und über eine Frontbeschallung

von der Bühne sowie über Surroundlautsprecher

abgegeben. Diese waren

um die Publikumsbereiche positioniert

und sorgten für einen klaren und sehr

kräftigen Sound.

Volker Werner erklärt weiter:

„Durch die Surroundbeschallung mit dem

Akustiksystem war es möglich, Platz im Mix

für die Band von Conchita Wurst zu schaffen,

ohne die Wiener Symphoniker mit dem

Klang der Band zu verdecken.“

Doris Jandl, Leitung der Tontechnik

bei den Wiener Festwochen, freut sich über

die positiven Rückmeldungen. Sie fügt

hinzu, dass sie den tontechnischen Innovationsgeist

ihres Vorgängers ‚Tucherl’ Tögel

für die Eröffnung der Wiener Festwochen

weitertragen möchte.

Durch das Open-Air-System von

Rohde Acoustics wurden die Festwochen

zu einem wunderbaren Erlebnis mit unvergleichlichem

Sound.

www.rohde.at

34 pma 06/17


BRANCHENFORUM

CAST

Prolyte stellt hochbelastbaren Boxcorner vor

Mit dem BOX-30V-HD-0 stellt Prolyte einen neuartigen Boxcorner für höchste Belastungen

vor, der mit allen gängigen Bauteilen und Traversen der 30er Serie von Prolyte

kompatibel ist.

Anders als herkömmliche Boxcorner,

besteht BOX-30V-HD-0 aus miteinander

verschraubten Metallplatten.

Dank dieser speziellen Fertigungsweise

können einzelne Bauteile im Falle eines

Defektes problemlos ausgetauscht werden.

Außerdem weist der BOX-30V-HD-0

keinerlei Maßabweichungen auf, wie

man sie beispielsweise von geschweißten

Boxcornern kennt.

Perfekter Boxcorner für

VERTOtruss

Das exakte Fertigungsmaß macht die

Systemergänzung BOX-30V-HD-0 zur

idealen Ergänzung der Prolyte VERTOtruss-

Traversen, bei der alle Teile aufgrund des

besonderen Verbindersystems werkzeuglos

und spielfrei ineinander passen müssen.

Bei der Kombination von VERTOtruss mit

herkömmlichen Boxcornern kann es zu

Problemen kommen, denn die VERTOtruss-Traversen

werden nach dem Schweißen

noch einmal gerichtet und so auf das

korrekte Maß gebracht. Die bei herkömm-

lichen Traversen mit Konusverbindern

üblichen Fertigungstoleranzen werden

über das Verbindersystem und den Einsatz

eines Traversenhammers kompensiert. Das

innovative, werkzeuglose Verbindersystem

der VERTOtruss hingegen lässt solche

Toleranzen nicht zu. Das exakte Maß des

BOX-30V-HD-0 garantiert innerhalb des

VERTOtruss-Systems eine stets perfekte

Passgenauigkeit.

Besonders hohe

Belastbarkeit

Die geschraubte Konstruktion des BOX-

30V-HD-0 sorgt zudem für eine deutlich

höhere Belastbarkeit. Damit bietet sich

der neue Boxcorner von Prolyte auch für

den Einsatz in Bühnendächern oder in

komplexeren Aufbauten an, bei denen

die Traverse eventuell in den Grenzbereich

ihrer Belastbarkeit gerät.

Der Boxcorner BOX-30V-HD-0 von

Prolyte ist bereits ab Lager cast verfügbar.

Bis zum 31.12.2017 ist er zu einem äußerst

attraktiven Einführungsrabatt erhältlich.

Der BOX-30V-HD-0 von Prolyite

Prolyte wird von der cast

C.ADOLPH & RST DISTRIBUTION GmbH

aus Hagen vertrieben, die gleichzeitig das

einzige Prolyte Heavy Duty Competence

Center in Deutschland ist.

www.castinfo.de

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L-ACOUSTICS

Stagelight bei Justin Bieber im Stade de Suisse

mit L-Acoustics

Im Rahmen seiner „Purpose World Tour“ war der kanadische Superstar Justin Bieber auch

in der Schweiz zu Gast und füllte das Stade de Suisse in Bern fast bis zum obersten Rang.

Damit die rund 30.000 Bieber-Fans mit optimalem Sound versorgt werden konnten, setzte

die internationale Produktion auf die Dienste der Stagelight AG.

Michael Dünki, Crewchef von Stagelight

und verantwortlich für die

übergeordnete Audioplanung, holte

Ulf Oeckel als freien System-Engineer mit

ins Boot – um die finale Systemplanung

auszuarbeiten und durchzuführen. Oeckel

war verantwortlich für die Einzelheiten der

Beschallungskonfiguration.

Über die Auswahl des Equipments

von L-Acoustics äußert sich Dünki wie

folgt: „Die Vorgabe seitens der Produktion

lautete: 120 dB SPL unverzerrt am

FOH – eine extreme Anforderung an den

Headroom. Am Ende standen zwei unterschiedliche

Systeme zur Auswahl und die

Bieber-Crew hat sich schließlich klar und

deutlich für L-Acoustics entschieden.“

Als Main-PA dienten im Stade de

Suisse jeweils 16x K1 + 3x K2, ergänzt

von je 12x K1 + 6x K2 als Outhangs. Für

den Nahbereich vor der Bühne setzte

Stagelight 8x Kara ein und als Delay arbeiteten

je 9x K2 L/R sowie 6x K2 als Center,

um auch die hintersten Ränge des

L-Acoustics in schwindelerregenden Höhen

modernen Stadions zu erreichen. Auf der

Bühne wurden 2x 6 K2 mit 70° horizontaler

Abstrahlung als SideFills eingesetzt.

Angetrieben wurden alle Systemkomponenten

von LA-RAKs und LA-RAKs II.

Endfired für einheitliche

Bassverteilung

Da durch die Platz- und Gewichtsbegrenzung

des Bühnenlieferanten keine geflogenen

Bässe möglich waren, kam eine

Subwoofer-Zeile am Boden mit je einem

Endfire-Array am linken bzw. rechten Ende

zum Einsatz.

„Grundsätzlich hätten wir die Bässe

lieber geflogen. Mit dieser Konfiguration

konnten wir jedoch einen optimalen Kompromiss

erzielen, um die LF-Energie möglichst

homogen im Stadion zu verteilen und

alle Ränge zu erreichen.“, erläutert Michael

Dünki.

36 pma 06/17


BRANCHENFORUM

Umfassende Verfügbarkeit

& zufriedene Auftraggeber

Mit Zugriff auf das umfassende L-Acoustics

Rental-Netzwerk konnte die Stagelight

AG das komplette System für die

Show von Justin Bieber im Stade de Suisse

Bern bereitstellen.

Weltweit hat das Netzwerk mittlerweile

rund 600 Unternehmen mit mehr

als 60.000 L-Acoustics-Komponenten miteinander

verbunden – in diesem Fall diente

unter anderem Black Box Music als weiterer

Zulieferer.

Der Auftraggeber, die Schweizer

Agentur 360°Show Production, lobte die

Zusammenarbeit mit allen Gewerken der

Stagelight AG und war vor allem von der

perfekten Audioqualität des L-Acoustics-

Systems begeistert.

www.l-acoustics.com

Die Bühne im Stade de Suisse ist bereit für die Show von Justin Bieber

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Photo: Ralph Larmann | Design: Thomas Gerdon

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THEMA Ehrlich Brothers

EHRLICH BROTHERS

Magie aus der Box

Seit Ende Dezember 2016 touren Deutschlands bekannteste Magier seit Siegfried und

Roy, die Ehrlich Brothers, mit ihrem neuen Programm „FASZINATION“ durch das Land.

Ein besonderer Mix aus weltweit einmaligen Illusionen und zukunftsweisender Magie.

Die Dimensionen der spektakulären

Bühnenshow stehen den Vorbildern

in Las Vegas in nichts nach: So katapultieren

sich die beiden Brüder Andreas und

Chris Ehrlich mit einem Quad durch die

Luft oder es erscheint urplötzlich und wie

aus dem Nichts ein acht Tonnen schwerer

und 2.000 PS starker Monstertruck. Ganz

nebenbei kann auch mal die eine oder

andere Schwiegermutter von der Bühne

verschwinden. Es ist diese besondere Mischung

aus Charme und Faszination der

Ehrlich Brothers, die nicht zuletzt dazu

führte, dass sie mit ihrer vorherigen Show

ein ganzes Fußballstadion füllten und damit

den Guinness Weltrekord knackten.

Um diese enorme Bandbreite an

Showszenarien abzudecken, die in schnel-

ler Folge das Publikum in eine magische

Welt versetzen, sind im Vorfeld und während

der Show exakte Planung und feste

Abläufe unbedingt nötig. So muss sowohl

die Technik als auch die 50-köpfige Bühnencrew

perfekt zusammenspielen. Zur

festen Ausstattung gehören dabei drei

Christie Boxer 4K30 Projektoren, die im

Zusammenspiel mit dem Pandoras Box

Medienserver für die perfekte Illusion der

atemberaubenden Projection Mappings

sorgen. Die einfache Kontrolle, sowie das

Handling erfolgt über den Pandoras Box

Widget Designer.

Bespielt wird unter anderem ein

vorderer Bühnenvorhang in der Traverse

und elf Rollos, die in verschiedenen Geschwindigkeiten

von oben nach unten

abrollen. Die Simulation auf dem Vorhang

und die Rollos bilden zusammen eine Art

Bühnenportal. Jannik Tödtmann, Technischer

Operator der Show, erläutert: „Das

oberste Ziel war es, für die Bespielung eine

4K-Auflösung zu erreichen. Es gibt aktuell

nicht viele Produkte, die das überzeugend

wiedergeben können. Wesentlich war in

diesem Zusammenhang natürlich auch

die Lichtleistung des Projektors. Zudem

benötigten wir robuste Geräte, die einfach

zu handeln sind und den Tour-Betrieb

gut mitmachen."

Mit seinen 30.000 ANSI Lumen

und der nativen 4K-Auflösung (4096 x

2160 Pixel) erfüllt der 4K30 die Anforderungen

für das aufwändige Setup perfekt.

„Da wir die Geräte täglich auf- und ab-

38 pma 06/17


Ehrlich Brothers THEMA

© Sebastian Drueen 2x

Playout, Steuerung und Management der projizierten Medien übernimmt Christies Pandoras Box

bauen müssen, spielen Größe und Gewicht

hier selbstverständlich auch eine

entscheidende Rolle", ergänzt Tödtmann.

Der Boxer wiegt bei einer Größe von 959

x 597 x 305 mm gerade einmal 72 kg und

eignet sich somit für den mobilen Einsatz.

Das 6-Lampensystem des Boxer gewährt

zusätzliche Betriebssicherheit.

Ergänzt wird die Hardware durch

die Softwarelösung von Pandoras Box, die

auch für den erfolgreichen Tour-Vorgänger,

'Magie - Träume erleben', bereits genutzt

wurde: „Wir arbeiten schon länger

mit Pandoras Box, das aufgrund der guten

Erfahrungen seit Jahren für das Playout,

Steuerung und das Management der

kompletten Shows eingesetzt wird. Aktuell

haben wir etwa acht Rechner mit dem

Programm im Einsatz", so Tödtmann. Für

die praxiserprobte Lösung ist die Verarbeitung

von 4K-Signalen und auch die Erstellung

komplexer Pre-Set-ups kein Problem.

Damit die Umsetzung auf der Bühne

so spielerisch leicht aussieht, müssen

im Hintergrund alle Fäden richtig zusammenlaufen

- ein schwieriges Unterfangen

für alle Beteiligten. So wurden im Vorfeld

der Tour am Standort Rehda-Wiedenbrück

umfangreiche Test-Setups gemacht. Ein

Aufwand der sich gelohnt hat, denn „der

gesamte technische Ablauf was Projektion

und Zuspielung anbelangt, lief reibungslos,“

so Tödtmann.

Allein im Vorfeld der Tour waren

über 250.000 Tickets bestellt worden, so

dass die Erwartungen an die bevorstehenden

Shows nicht nur aus Zuschauersicht

sehr hoch waren. Seit der erfolgreichen

Für die Show sind Christie Boxer 4K30 Projektoren im Einsatz

Premiere in der Frankfurter Fraport-Arena,

folgten zahlreiche Shows mit unzähligen

begeisterten Zuschauern. Bereits jetzt

steht fest, dass die ursprünglich bis Ende

Mai 2017 geplant Tour, nach der Sommerpause

fortgesetzt wird. Bis Mai 2018 können

Fans die beiden Magier-Brüder auf

ihrer Tour durch Deutschland, Österreich

und die Schweiz live erleben.

www.christiedigital.com

pma 06/17

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THEMA Tag der Bundeswehr in Penzing

TAG DER BUNDESWEHR IN PENZING

Beschallung zwischen Airbus und

Eurofighter

Die größte Veranstaltung zum Tag der Bundeswehr 2017 fand im Fliegerhorst Penzing

statt. Für die Beschallungsspezialisten der Firma Soundline eine Herausforderung, denn

es mussten nicht nur ca. 128.000 Quadratmeter Eventfläche und rund 250.000 Quadratmeter

Evakuierungsfläche beschallt werden, auch die örtlichen Begebenheiten erhöhten

den Schwierigkeitsgrad.

Seit 2015 öffnen jedes Jahr am „Tag

der Bundeswehr“ mehrere Kasernen

und Dienststellen der Streitkräfte ihre

Tore für interessierte Besucher. Die

größte Veranstaltung dieses „Tages der

offenen Tür“ fand in diesem Jahr im Bayerischen

Penzing statt.

Mit Flugvorführungen und der

Möglichkeit Flugzeuge, Hubschrauber

und sonstiges Gerät der Luftwaffe zu besichtigen,

lockte Deutschlands südlichster

Fliegerhorst über 51.000 Besucher auf

sein Gelände, das zu einer riesigen Eventfläche

wurde. Die Highlights waren unter

anderem der Airbus A400M, ein knapp

80 Tonnen schweres und über 17 Meter

langes Transportflugzeug und der Eurofighter,

ein zweistrahliger Kampfjet.

Um das gewaltige Besucheraufkommen

kontrolliert auf das Gelände zu

bekommen, war der Fliegerhorst nicht

direkt anfahrbar. Mit Shuttlebussen wurden

die Gäste von Bahnhöfen und Parkplätzen

zum Event und wieder zurück gebracht.

Für das Showprogramm, Ansagen

und Videoübertragungen mussten

insgesamt 128.000 Quadratmeter Fläche

beschallt werden. Und das nicht nur mit

Sprache, sondern auch mit Musikmaterial.

Zusätzlich dazu galt es eine Fläche von

rund 250.000 Quadratmetern für Durchsagen

und einen möglichen Evakuierungsfall

zu beschallen.

40 pma 06/17


Tag der Bundeswehr in Penzing THEMA

Insgesamt über 128.000 Quadratmeter Eventfläche musste mit Programm-Material beschallt werden

Das Beschallungs-Setup wurde

von der Firma Soundline Ton+Lichttechnik

aus Untermeitingen geliefert und betrieben.

Der Inhaber und Geschäftsführer Robert

Reichle erstellte das Konzept und

leitete die Produktion. Dabei setzte er fast

ausschließlich auf Lautsprecher und Line-

Arrays von RCF.

Das Setup

Die Ansprache der Verteidigungsministerin

Ursula von der Leyen wurde von

einem der am Tag der Bundeswehr teilnehmenden

Standorte per Satellit zu den anderen

Übertragen. Bis kurz vorher stand nicht

fest, an welchem Standort sie auftreten

würde. Daher waren alle Veranstaltungsorte

mit Übertragungstechnik in beide Richtungen

ausgestattet. Die Rede wurde letztendlich

aus Augustdorf übertragen.

Für die Programm-Beschallung

waren sieben große Türme mit geflogenen

Line-Array-Elementen – teilweise mit und

ohne Bässen – auf dem Vorfeld verteilt.

Auf dem Vorfeld des Flugplatzes war eine

Rundbogenbühne aufgebaut, auf der die

Begrüßung des Kasernenkommandanten,

Ansprachen und auch ein kurzer Gottesdienst

mit Blaskapelle statt fanden.

Moderatoren vom Fürstenfeldbrucker

Radiosender TopFM und des Bundeswehr-Senders

Radio Andernach moderierten

die Showeinlagen und erklärten live,

was die Kameras einfingen, die auf dem

gesamten Gelände unterwegs waren.

Die Kamerabilder waren auf einem

großen LED-Screen an der Bühne zu sehen.

Teile des Programms wurden von Radio

Andernach zu Bundeswehr-Stützpunkten

im Ausland übertragen.

Am FoH dienten ein Yamaha QL-1und ein Yamaha TF-3 der Signalverteilung

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41


THEMA Tag der Bundeswehr in Penzing

Alle Lautsprecher-Türme der Evakuierungs-Anlage waren komplett abgesichert und mit Funk bespielt

Die Durchsage- und Evakuierungs-Anlage

bestand aus 16 Lautsprechertürmen

mit Druckkammerlautsprechern.

Line-Arrays zur Programm-

Beschallung

Auf der Bühne war eine kleine Frontbeschallung

aus RCF TT2 und RCF TT22 installiert.

Die ersten Array-Türme standen 12

bis 15 Meter rechts und links der Bühne.

Gegenüber der Bühne wurden die

Flugzeuge ausgestellt. Dort fanden auch

die Flugshows statt. „Uns war klar dass

die Leute für die Show ans südliche Ende

des Areals gehen. Damit wir die Leute

nicht mit schierer Lautstärke Wegblasen

mussten, haben wir im Süden noch zwei

Tower aufgebaut um gleichmäßiger

beschallen zu können“, erklärt Robert

Reichle. „Außerdem wäre es schwierig

gewesen mit der Musik und dem Programm

zwischen die Flugzeuge zu kommen.

Wenn so ein Airbus A400M im Weg

steht kommt dahinter von der Bühnen-

Beschallung recht wenig an. Da stehen

mal schnell 80 Tonnen im Weg. Das hat

mit den Towern aber sehr gut funktioniert.

Es gab auch nur ganz wenige und

sehr kleine Bereiche in denen man mal

zwei Arrays gleichzeitig gehört hat.”

Zwischen den Flugzeugen waren

keine Lautsprechertürme installiert.

„Man wusste im Vorfeld nicht zu 100

Prozent wann die Flieger genau ankommen

und ob nicht einer vielleicht um die

Veranstaltung herum schnell weg muss.

Wir haben uns bei den Türmen auf dem

Vorfeld auch für Gabellifte entschieden.

Hätte ein Start oder eine Landung stattfinden

müssen, hätte man die Lifte einfach

schnell herunterkurbeln können.“

Die Line-Arrays waren mit vollaktiven

Elementen bestückt, insgesamt

mit 24 RCF TTL33 MKII, 32 RCF TTL31

MKII, 8 RCF HDL20, 12 RCF TTS56A Subbass,

vier RCF TTS-36A und vier RCF TT-

L6A Array-Elementen. „Wenn eine Endstufe

ausgefallen wäre, dann hätte das

nur einen Lautsprecher und nicht das

ganze Array betroffen. Einhundert Prozent

Ausfallsicherheit ist schwierig, da

hätte man alles mindestens doppelt

bauen müssen, aber so haben wir schon

eine sehr hohe Sicherheit bieten können“,

so Reichle.

In puncto Leistung und Abdeckung

des zu beschallenden Bereichs

ging die Beschallungs-Strategie voll und

ganz auf, wie Reichle mit einer Anekdote

bekräftigt: „Ein schönes Kompliment

an die Leistung der Beschallung war die

Beschwerde eines Gastes, dass er wegen

der lauten Musik die Triebwerke der

Euro fighter nicht mehr hören konnte.

Die Lautstärke der Musik war allerdings

von den Hauptleuten der Bundeswehr

so angeordnet.“

Insgesamt wurde der gute Sound,

sowie die mehr als ausreichende Schallenergie

vom Publikum als äußerst positiv

wahrgenommen. Lücken gab es dabei

keine. „Das Vorfeld habe ich bei der

Planung mit EASE Focus simuliert und

konnte so die Pegelverteilung berechnen“,

erklärt Reichle.

Die Array-Tower wurden über ein

redundantes Dante-Netzwerk in Form

eines über zwei Kilometer langen Ringes

beschickt. Teilweise lagen bis zu 600

Meter zwischen zwei Türmen. Das Glasfasersystem

und die Switches kamen von

Riedel, was Reichle wie folgt begründet:

„Riedel haben wir mit ins Boot geholt,

weil wir wussten, dass es dann einfach

funktioniert.“

42 pma 06/17


Tag der Bundeswehr in Penzing THEMA

Das Vorfeld wurde mit aktiven RCF Line-Array-Systemen an Schwerlaststativen beschallt

Mit der Netzwerk-Lösung war es

möglich, dass im Zuschauerbereich, auch

zwischen den Fliegern, kein einziges

Kabel verlegt werden musste. Die einzige

Ausnahme war die Kabelbrücke von der

Bühne zum FoH. Die Kabel waren außerhalb

des Publikumbereichs und teilweise

auch von den Hallendächern zu den

Towern gelegt.

Evakuierungs-System mit

Funk-Betrieb

Alle Evakuierungs-Türme waren auf verschiedenen

Arten von Stageco-Schwerlaststativen

montiert und mit je zwei bis

acht RCF HD410T Druckkammer-Lautsprechern

bestückt. Gespeist wurden die

Lautsprecher durch RCF UP2321 100V

Endstufen und einer Digitalfunk-Einheit.

„Jeder der 16 Türme hatte einen eigenen

Amp. So war das System sehr ausfallsicher.

Außerdem hatten wir alles so dimensioniert,

dass auch der Ausfall eines Turmes

durch die anderen hätte kompensiert werden

können. Jeder Tower war auch von

der Stromversorgung her autark. Natürlich

hatten wir noch zusätzliche Havarie-

Systeme dabei.”, erläutert Robert Reichle.

Die komplette Durchsagebeschallung

wurde per Digitalfunk betrieben, was

auch den großen Abständen zwischen

den Towern geschuldet war, wie Reichle

erklärt: „Es wäre bei den Wegen und der

Beschaffenheit der Flächen nicht machbar

gewesen Kabel auf vernünftige Art und

Weise zu verlegen. Wir haben uns daher

von Kölnton Motorola-Digital-Funkgeräte

organisiert. Kölnton hat die Funken vorher

programmiert. Am Funkgerät war statt

der Sprechmuschel ein Adapter auf XLR

verbaut. Damit sind wir direkt auf die Amps

gegangen. Diese Systeme werden auch

auf den großen Festival-Campingplätzen

verwendet.“

Die Durchsagestellen waren wie

auch die Tischsprechstellen aufgebaut.

Das Signal konnte nicht direkt an die

Empfänger gefunkt werden, sondern

wurde über eine Relay-Station, einen Repeater

übertragen. Diese war durch eine

USV gesichert, sodass der Funk auch ohne

Stromversorgung funktioniert hätte.

Auch die Empfangseinheiten waren

Akku-gepuffert.

„Wir hatten Distanzen zwischen

Repeater und Funkempfänger von bis

über einen Kilometer“, ergänzt Reichle.

„Das hat trotzdem super funktioniert. Die

Repeater-Antennen haben wir in zwölf

Metern Höhe installiert um sicher zu

gehen, dass wir eine gute Verbindung

haben. Die Empfangsantennen waren sogar

im Case mit den Endstufen verbaut.

Trotzdem hatten wir immer beste Verbindung.

Der Kollege von Kölnton meinte,

das wäre auch bei Abständen von drei bis

vier Kilometern kein Problem.”

Die Beschallung war in verschiedene,

einzeln ansprechbare Zonen aufgeteilt,

die auch für Sammelrufe zusammenschaltbar

waren. „Die Sammelruf-Funktion

haben wir an diesem Tag auch einige

pma 06/17

43


THEMA Tag der Bundeswehr in Penzing

Die Verteilung der Lautsprechertürme der Durchsage- und Evakuierungs-Anlage auf dem 250.000 Quadratmeter-Areal

Male genutzt, wenn z.B. im Kinderland

ein Kind übrig geblieben ist und man die

Eltern gesucht hat. Das hat sehr gut funktioniert“,

erklärt Reichle mit einem

Schmunzeln. „Es ist auch total faszinierend,

wenn du hinten am Hangar etwa

fünf Sekunden später noch ein Delay deiner

eigenen Durchsage hörst.“

FoH und Signalverteilung

Am FoH waren eine Yamaha QL-1 und ein

Yamaha TF-3 Konsole im Einsatz. Die Blaskapelle

wurde über die TF-3 gemischt, alle

anderen Signale liefen über das QL-1.

Reichle zeigt sich begeistert über

diese Konfiguration: „Es gab für die Kapelle

keinen Soundcheck und damit zwei Leute

gleichzeitig arbeiten können, haben wir

das mit zwei Pulten organisiert. Das TF-3

ist mit dem Multitouch auch super geeignet

wenn es schnell gehen muss. Und die

Preis-Leistung stimmt einfach.“

An jedem Switch war eine digitale

Yamaha RIO oder TIO Stagebox angebunden,

die entsprechend gepatcht wurde.

Die beiden Yamaha Konsolen waren mit

Dante-Karten ausgestattet und an den

Glasfaser-Ring angeschlossen. So konnte

jedes Pult auf jedes Signal zugreifen und

entsprechend an jede Station schicken.

Auch bei der Signalverteilung sieht

Reichle einen Vorteil bei den Yamaha-Konsolen:

„Mit der TF kann man auch die RIO-

Preamps steuern, genauso wie die QL

auch mit den TIO Preamps zurecht kommt.

So kann man sehr wirtschaftlich konfigurieren.

Wenn man nur zwei Kanäle irgendwo

hin schicken möchte, ohne Gain-Compression,

braucht man nicht unbedingt

eine 1608 RIO aufstellen. Da tut es auch

eine TIO.“

Über die Pulte wurde auch das ein

oder andere Delay für die Line-Array-Tower

gesetzt, was laut Reichle nicht immer

ganz einfach war: „Wir haben zwar die

Delayzeiten berechnet, aber bei diesen Dimensionen

sind wir mit dem Messen nicht

ans Ziel, das musste viel nach Gehör

passieren. Die eingestellten Delays waren

durch die Bank kürzer als mathematisch

berechnet.“

Ein voller Erfolg – durch

langfristige Planung

Rundum war der Tag der Bundeswehr

in Penzing eine sehr gelungene Veranstaltung

ohne jegliche Ausfälle. Auch

der Veranstalter, die Bundeswehr, war

äußerst zufrieden mit der Beschallung.

Laut Robert Reichle war die lange und

ausführliche Planung im Vorfeld ein Garant

für den Erfolg.

Bereits in der Ausschreibungsphase

begann Reichle mit der genauen Planung

des Setups. „Das eigentlich schwierige dar-

MATERIAL TECHNIK

1 x Yamaha QL1

1 x Yamaha TF-3

6 x Yamaha TIO1608

2 x Yamaha RIO1608D

1 x Yamaha RO-8

10 x Sennheiser ew500 Funkstrecke

Riedel redundantes Glasfasernetz für

Dante-Verteilung mit 2,1km Länge

2 x Teqsas Cybertec Mainframe (Dante, Artnet, DMX)

24 x RCF TTL33 MKII Linearray

32 x RCF TTL31 MKII Linearray

8 x RCF HDL20 Linearray

12 x RCF TTS56A Subbass

4 x RCF TTS-36A TTS36A

4 x RCF TTL6A Array-Element

4 x RCF TT2 Aktivlautsprecher

4 x RCF TT22 MKII Aktivlautsprecher

2 x RCF NX12SMA Floormonitor

8 x HK Audio RT112 Top

8 x HK Audio RL118 Sub

2 x HK Audio PR324DFC Amprack

Für Evakuierung zusätzlich:

56 x RCF HD410T Druckkammerlautsprecher

15 x RCF UP2321 100v Endstufen

Motorola Digitalfunk zur Signalübertragung

44 pma 06/17


an war die Infrastruktur. Wie verkabelt man

das ganze, bei dieser Fläche. Das Material,

die Lautsprecher selbst waren das kleinste

Problem. Wir haben am Ende dann ein sehr

sinnvolles und finanziell überschaubares

Konzept geliefert.“

Am Tag vor der Veranstaltung sollte

ein Probedurchlauf stattfinden, was bedeutete,

dass bis dahin alles aufgebaut sein

musste. So standen nur drei Tage für den

Aufbau zur Verfügung. Während der Arbeiten

fand noch reger Flugbetrieb statt. Die

Maschinen, die ausgestellt wurden mussten

ebenfalls noch eingeflogen werden. „Da

gab es natürlich gewisse Vorschriften“,

erklärt Reichle. „Da darf kein PA-Turm im

Weg stehen, wenn so eine dicke Maschine

runter kommt. Die letzte Verkabelung hat

dann am Tag vor der Veranstaltung stattgefunden,

als der letzte Flieger gelandet war.“

Der Tag der Bundeswehr verlief

reibungslos ohne Aus- und Zwischenfälle.

RCF HD410T Druckkammerlautsprecher waren als Durchsage- und Evakuierungsbeschallung im Einsatz

Die Evakuierungsanlage musste nicht für

ihren eigentlichen Zweck verwendet

werden und die Programm-Beschallung

leistete vorbildliche Dienste. Für Robert

Reichle, seine Firma Soundline, sowie den

Veranstalter, war der Tag ein voller Erfolg.

Und für die vielen Besucher ein unvergessliches

Erlebnis, das in dieser Region wohl

auch einzigartig bleiben wird, denn der

Flugbetrieb am Fliegerhorst Penzing soll

Ende 2017 eingestellt werden.

Text: Steffen Sauer

Fotos: Robert Reichle

Idee + Foto: Christian Raith · Agentur: www.milk-and-honey.de

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THEMA Aeromith – Das Licht der Abschiedstour

AEROMITH

Aero Vederci, Baby

Mit einer Show wie ein Feuerwerk verabschieden sich

Aerosmith nach fast 50 Jahren Bandgeschichte von

der Bühne. Wir haben uns das Konzert in der Kölner

Lanxess Arena angesehen und mit dem Lichtdesigner

der Tour, Cosmo Wilson gesprochen.

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Aeromith – Das Licht der Abschiedstour THEMA

© Ralph Larmann

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THEMA Aeromith – Das Licht der Abschiedstour

Das Bühnendesign war eine Anlehnung an die 80er, mit Amps, Boxentürmen und klassischen Licht-Rigs

Fast ein halbes Jahrhundert ist seit

der Bandgründung 1970 vergangen

und trotzdem wirken die Shows der

Blues-Rocker noch immer energiegeladen,

wie eh und je. So wirkt auch das

Konzert in der Kölner Lanxess Arena kaum

wie ein Abschieds-Gig. Die klassischen, gelenkigen

Posen des Sängers Steven Tyler

wirken ebenso frisch wie die eleganten und

virtuosen Rock-Soli des Gitarristen Joe Perry.

Es macht ganz und gar nicht den Eindruck,

als sei bei Aerosmith die Luft raus.

Lediglich optisch wirken die US-

Rocker deutlich gealtert. Kein wunder bei

einem Lebensstil zwischen Drogen und

Rock'N'Roll, hatte man Tyler und Perry doch

in ihrer Hochzeit den damals äußerst zutreffenden

Spitznamen „Toxic Twins“ gegeben.

Der Performance tut dies jedoch keinen

Abbruch.

Auch wenn die Bühne nicht sonderlich

groß wirkt, so legen die Jungs von Aerosmith

über den Abend verteilt doch einiges

an Wegstrecke zurück und geizen nicht mit

bekannten Posen. Tylers Gesang setzt noch

immer Maßstäbe in der Welt des Rock.

Ebenso wenig altbacken wie die

Band wirkt die Bühnentechnik, obwohl beim

Design auf klassische Optik gesetzt wurde.

Aufwändige Bühnenkonstruktionen und Kinetik

sucht man vergebens. Es ist eben eine

klassische Rock'N'Roll Bühne, deren technische

Finessen im Detail zu finden sind.

Der Licht- und Bühnendesigner Cosmo

Wilson setzt auf modernste Technik, was

die Scheinwerfer auf der Bühne angeht. Bei

der Steuerung hat er seit zehn Jahren einen

eindeutigen Favoriten.

Wir haben uns mit Wilson über die

Aerosmith-Bühne und das Lichtdesign unterhalten.

pma: Was war die Idee hinter dem

Bühnen- und Lichtdesign?

Cosmo Wilson: Ich bin bekannt dafür,

ein „Retro-Lichtdesigner“ zu sein. Ich

versuche große Arena-Rock-Rigs zu kreieren,

die wie aus den 80ern aussehen. Ich

mage es viele Trussen in eine ästhetische

Konfiguration zu bringen und so habe ich

die Trussen bei Aerosmith so angeordnet,

dass sie wie Flügel wirken, um so die Flügel

des Aerosmith-Logos anzudeuten.

Das Stage-Design selbst ist einfach

der altbekannte Look aus Amps und Boxen,

wie er für Bands aus dieser Zeit üblich

war. Die große Video-Leinwand wollte ich

für mehr als nur iMag-Inhalte, reine Bilder

der Band während des Gigs, nutzen.

Ich verwende die Ausstattung der Bühne

gerne um sie größer wirken zu lassen, so

habe ich die Leinwand auch weniger wie

eine Video-Wall, sondern mehr wie ein

Backdrop genutzt.

pma: Gab es bei der Planung besondere

Herausforderungen?

Cosmo Wilson: Der Gestaltungsprozess

selbst war einfach ganz geradeaus, wie

bei allen meinen Designs. Ich mache zuerst

die Truss-Konfiguration und belade

diese dann mit Lampen.

48 pma 06/17


Aeromith – Das Licht der Abschiedstour THEMA

© Ralph Larmann 3x

Bei einem 80er Bühnendesign dürfen ACL-Fächer nicht fehlen – hier umgesetzt mit Robe Pointe

Eine wirkliche Herausforderung

war es, ein Par-Kannen-Rig mit modernem

Equipment zu erstellen. Aber ich glaube

das habe ich ganz gut hinbekommen. Bei

dieser Europa-Tour wusste ich, dass ich

mit dem echten Rig sehr wenig Zeit zum

programmieren haben würde und so habe

ich eine Woche in einem PreViz Studio

verbracht und die Show vorprogrammiert.

Aerosmith hat ein Programm mit über

50 Songs und so hatte ich recht viel zu

programmieren. Sie haben auch ziemlich

viele alte Songs aus der Tasche gezaubert

und ich wollte für jeden Song etwas eigenes

haben.

pma: Mit welchen Einschränkungen

waren Sie auf der Europa-Tour konfrontiert?

Cosmo Wilson: Die größte Einschränkung

war, dass ich nicht ein eigenes Rig

für alle Europa-Shows mitnehmen konnte.

Bei acht der insgesamt 18 Shows hatte

ich ein eigenes Rig, das von PRG zur Ver-

Der LED-Screen wurde mehr wie ein Backdrop als wie ein iMag-Screen verwendet

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49


THEMA Aeromith – Das Licht der Abschiedstour

© Ralph Larmann 2x

Auf Floorspots verzichtete Cosmo Wilson komplett, um der Band genügend Bewegungsfreiheit zu bieten

fügung gestellt wurde. Die anderen waren

Festival-Rigs, die man zwar so nah wie

möglich an mein Design angelehnt hatte,

aber ich hatte nie die selben Lampen an

der gleichen Position. So musste ich viel

klonen und umprogrammieren, aber am

Ende hat jede Show wie meine Show ausgesehen.

pma: Welche Lampen haben sie genutzt

und warum?

Cosmo Wilson: Normalerweise habe

ich ein Rig voll mit Par-Kannen, aber für

diese Tour habe ich mich entschieden im

21. Jahrhundert anzukommen und viel

bewegtes Licht zu nutzen. Ich habe lange

nach einem guten Ersatz für die Par-Kannen

gesucht und vor ein paar Jahren die

GLP X4 entdeckt, die für mich sehr nah an

das Par-Licht herankommen.

Obwohl es inzwischen sehr viele

LED-Pars gibt, sind für mich die größten

Probleme der Beam und die Leuchtweite

Die Licht-Rigs sollten wie klassische Par-Rigs aussehen, waren aber komplett mit LED-Technik ausgestattet

50 pma 06/17


– und in beiden Disziplinen macht die

X4 einen exzellenten Job. Dass ich jeden

Beam-Winkel von VNSP bis WLP darstellen

kann ist genauso vorteilhaft wie die

Tatsache dass die X4 sich nicht so pixelig

darstellt wie viele andere LEDs.

Als ACL nutze ich die Robe Pointe.

Diese habe ich in Vierergruppen zusammen

an die Truss montiert und als

ACL-Fächer gefahren. Als Hauptlicht

für den Keyboarder und den Drummer

habe ich drei Vari-Lite VL3000 verbaut.

Als Profillicht habe ich die Robe BMFL

BeamWash ausgewählt, da sie hell und

leistungsstark sind. Die helleren BMFL

Blade habe ich ebenfalls benutzt, ebenso

ein paar Atomic 3000 Strobes und

ein paar Coemar Truss Toners.

pma: Welche Konsolen hatte Sie

auf der Tour dabei?

Cosmo Wilson: Ich benutze seit etwa

zehn Jahren MA Lighting Konsolen und

momentan besitze und nutze ich eine

grandMA2.

Text und Interview: Steffen Sauer

Fotos: Ralph Larmann

TECHNIKLISTE

- 47 x 8’ D-type truss sections

- 272 x GLP Impression X4 LED

- 39 x Elation Cuepix Blinder WW4 OR 4-lite

Molephay

- 72 x Robe Robin Pointe

- 14 x Solaris LED Flare

- 49 x Robe BMFL WashBeam

- 3 x VL3000 Profile lights

- 32 x Coemar Parlight LED (Truss Toners)

- 1 x Par 64 single can with yoke (on stage behind

drum riser)

- 1 x GrandMA2 lighting console / plus 1 spare

backup

- 2 x Smoke machines

- 4 x MDG Stadium Hazers

- 4 x 2K Truss spotlights

- 6 x 3K FOH Spotlights

- 16 x Intercom stations

- 1 x 50’ 12” box truss with 7’ center support truss

for “Doghouse”

- 2 x half-ton hoists for 12” truss

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zahlen sich aus durch höhere Performance, längere Lebensdauer, geringere Unterhaltskosten

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THEMA Amper-Slam Open Air 2017

AMPER-SLAM OPEN AIR 2017

Jubiläum in Strand-Atmosphäre

Das Amper-Slam Band Battle hat dieses Jahr sein 5-jähriges Jubiläum – das wird natürlich

auch gefeiert! Das Amper-Slam Open Air am Pucher Meer im Landkreis Fürstenfeldbruck

lädt ein: acht regionale Bands, welche in den vorangegangenen Jahren im Finale der Band

Battles waren, geben sich auf der Bühne am Pier 80 noch einmal die Ehre. Und wie bei

großen Shows und Events heißt es auch hier: ohne Technik und die dazugehörige Crew

funktioniert es nicht!

Auf den ersten Blick erinnert das

Gelände mehr einer Strand-Bar, als

einem geeigneten Ort für ein Open

Air: Liegestühle, Sonnenschirme, zwei

separate Bars und ein großer Pavillon

sind Teil des Restaurants Pier 80 am Pucher

Meer. Doch der Schein trügt! Damit

am Samstag, den 05. August, das Open

Air pünktlich starten kann, wurden bereits

am Tag davor die Trailerbühne aufgebaut,

die Lichttechnik installiert und

der erste Soundcheck durchgeführt.

Christoph Burghart hat beim Aufbau

tatkräftige Unterstützung: das Team

vom Jugendzentrum Nord, welches auch

für die Amper-Slam Band Battles verantwortlich

ist, steht ihm bei der Bühne und

der Technik zur Seite. Auch einige freiwillige

Helfer aus dem JuZ sind vor Ort und

greifen der Crew unter die Arme. Für die

Tontechnik ist Sebastian Meisner Hauptverantwortlicher

und sorgt mit seinem

Kollegen Raphael Schütze für einen grandiosen

Sound auf und vor der Bühne.

Die Vorbereitungen

Am 04. August geht es für Christoph „Burgi“

Burghart und seine Crew, bestehend aus

dem Team vom Jugendzentrum Nord und

einigen freiwilligen Helfern, schon früh los.

Die Bühne muss stehen, ansonsten kann

man weder Licht- noch Tontechnik installieren

und für den Folgetag vorbereiten

– schließlich sollen acht Bands aus unterschiedlichen

Genres auch eine super Bühnenshow

abliefern. Als Standpunkt für die

Trailerbühne wurde der mit Kies ausgelegte

52 pma 06/17


Amper-Slam Open Air 2017 THEMA

Bei der Beleuchtung verlässt sich Christoph Burghart größtenteils auf LED-Technik.

Bereich vor dem großen weißen Pavillon

ausgewählt, da er genügend Platz bietet.

Ein kleines Holzhäuschen dient Burghart

als Unterstand für sein Lichtmischpult, er

hat perfekte Sicht auf die Bühne und kann

rechtzeitig die jeweilige Lightshow für die

auftretende Band starten.

Eine gewisse Spannung ist unter

den Leuten vom Team spürbar, denn dies

ist die Premiere des Open Airs: zum

5-jährigen Jubiläum der Amper-Slam

Band Battles treten am Pier 80 insgesamt

acht regionale Bands auf, hauptsächlich

ehemalige Finalisten der Battles aus den

vergangenen Jahren.

Erstmals wurden die Amper-Slam

Band Battles im Jahr 2013 veranstaltet, organisiert

und realisiert von den Einrichtungen

der offenen Jugendarbeit der Stadt

Fürstenfeldbruck. Jedes Jahr treten Nachwuchsmusiker

aus unterschiedlichen Genres

mit ihren Bands im Jugendzentrum

Nord auf und kämpfen um den Siegerplatz.

Bis auf Puerto Nico & das Team McFly

waren alle Bands schon bei den Band Battles

dabei, unter anderem Lost Rose, die

Gewinner vom letzten Jahr.

Die Lichttechnik

Christoph Burghart ist nicht nur bei den

Band Battles für den Aufbau und das Licht

zuständig, sondern hat sich dieses Jahr

auch das Amper-Slam-Festival zur Aufgabe

gemacht. Aber nicht nur der Aufbau

und das Licht sind seine Aufgaben:

mit dem Team des Jugendzentrum Nord

hat er sich um die Organisation, Planung

und die Buchung der Bands gekümmert.

Der 24-jährige ist seit sechs Jahren in der

Veranstaltungsbranche tätig, war als Festangestellter

der Firma Magic Event- und

Medientechnik schon auf großen Events

und Messen mit dabei und hat auch ein

eigenes Kleinunternehmen – CBU Eventservice

für Beleuchtung, sowie Event- und

Tourmanagement.

Auf dem Open Air kümmert er

sich um den Aufbau der Trailerbühne, die

Installation der Technik und sorgt dafür,

dass die jeweiligen Bands in das richtige

Christoph Burghart an seinem Lichtmischpult

Licht gerückt werden. Wir haben mit

Christoph Burghart über die technische

Umsetzung gesprochen.

pma: Herr Burghard, was ist denn

Ihre genaue Aufgabe, hier auf dem

Amper-Slam Open Air?

Christoph Burghart: Aktuell mache ich

pma 06/17

53


THEMA Amper-Slam Open Air 2017

pma: Was war Ihre Intention diesen

Beruf auszuüben?

Christoph Burghart: Angefangen hat eigentlich

alles damit, dass ich selbst mal in

einer Band gespielt habe und so mit der

Technik in Berührung gekommen bin. Mein

Interesse wurde dadurch geweckt, irgendwann

hab ich mir dann meine ersten eigenen

Scheinwerfer gekauft und so hat sich

das bei mir dann gesteigert, vom Interesse

und auch von der Erfahrung her. Mit jedem

Praktikum, das ich gemacht hab, wurde das

natürlich immer mehr, mein Wissen habe

ich so erweitert und ausgebaut, bis ich eben

wirklich sicher war, dass das der Beruf ist,

den ich ausüben will. Letzten Endes hat mich

das auch wirklich weit gebracht, was man

allein an meinem Kleinunternehmen sieht

und an den Jobs, die ich mache.

Durch die Firma Magic, bei der

ich ja festangestellt bin, komme ich

auch viel rum, auch was große Nummern

angeht. Zum Beispiel sind wir

beim Ikarus-Festival oder dem Echolon-

Festival dabei und bei wahnsinnig großen

Messeauftritten deutschland- und

europaweit haben wir auch die Finger

mit im Spiel.

Über eine App kann der Sound auf und vor der Bühne perfekt eingepegelt und gemischt werden.

pma: Bei welchen Events waren Sie

mitverantwortlich für die Organisation

und Umsetzung?

Christoph Burghart: Hauptsächlich bin

ich speziell beim Amper-Slam zuständig,

was ja jedes Jahr durch die Band Battles

stattfindet. Das Amper-Slam Open Air ist

da nur ein kleiner Teil, allerdings findet

es auch am Pucher Meer statt und nicht

wie die Band Battles im Jugendzentrum.

Ansonsten reicht die Sparte bei mir von

Partys in kleinen Clubs bis hin zu riesigen

Open Airs, wo wir alles Technische machen

und da bin ich dann auch immer

mit dabei.

den Aufbau für das Open Air, das findet

dieses Jahr zum ersten Mal statt.

Quasi eine Premiere, als Jubiläumsfeier

für 5 Jahre Amper-Slam Band Battle.

Außerdem bin ich auch für die Lichttechnik

zuständig, die Bands sollen schließlich

nicht im Dunkeln spielen müssen. (lacht)

Noch dazu war ich bei der gesamten Planung,

Organisation und dem Booking von

den Bands mit dabei.

pma: Wie lange sind Sie denn schon

in der Veranstaltungstechnik-Branche

tätig?

Christoph Burghart: Das ist schwer zu

sagen, eigentlich habe ich ja Hotelfachmann

gelernt. (lacht)

Theoretisch bin ich seit 6 Jahren in

der Veranstaltungstechnik, anfangs war

das allerdings mehr nebenbei als hauptberuflich.

Ich habe zuerst Praktikas gemacht,

war dann im Jugendzentrum Nord

in Fürstenfeldbruck tätig und habe mich

da um die Technik gekümmert. Daher

auch die enge Zusammenarbeit für dieses

Open Air mit dem Team vom JuZ Nord,

wie wir es nennen. Irgendwann wurde mir

dann gesagt, wenn ich Rechnungen schreiben

könnte, würde ich mehr verdienen

können – also habe ich ein Kleingewerbe

angemeldet: den CBU Eventservice. Über

dieses Kleingewerbe habe ich schon bei

mehreren Technikfirmen mitgearbeitet,

bis ich letzten Endes ein Angebot über

eine Festanstellung bei Magic Event- und

Medientechnik bekommen hab.

pma: Wie ging der heutige Aufbau

voran? Wurde das gewünschte Pensum

erreicht?

Christoph Burghart: Die Trailerbühne

wurde aufgebaut, die Lichttechnik steht

auch schon größtenteils. Ein wenig kommt

aber noch nach, damit das alles komplett

wird. Die Tontechnik ist auch schon soweit

fertig, sodass wir heute schon einen kleinen

Sound- und Lichtcheck durchführen

können. Sprich, morgen müssen wir dann

nur noch den Ton auf der Bühne vorbereiten

und checken – natürlich werden wir

auch während dem Umbau zwischen den

Auftritten die Bands verkabeln. Wenn das

alles so funktioniert, werden wir morgen

hoffentlich einen schönen und spannenden

Tag mit viel Musik und Licht haben.

pma: Wie viel "Personal" steht Ihnen für

das Amper-Slam zur Verfügung?

Christoph Burghart: Da das keine Veranstaltung

von Magic ist, bin ich sehr froh,

dass das Team vom Jugendzentrum Nord

da mithilft – ob bei der Organisation, bei

dem Transport von A nach B und auch beim

Auf- und Abbau. Heute am Aufbautag bin

tatsächlich ich der einzige feste Techniker,

ansonsten waren es acht Helfer und zwei

für die Tontechnik. Der Sebastian hat das

studiert, der zweite lernt das noch, aber als

54 pma 06/17


Amper-Slam Open Air 2017 THEMA

Ton-Team sind die zwei wirklich super. Die

Helfer waren vom Jugendzentrum Nord,

ohne das Team vom JuZ wäre es wohl gar

nicht möglich gewesen, das Amper-Slam

zu organisieren und umzusetzen – weder

das Open Air noch die Band Battles, die ja

auch im Jugendzentrum stattfinden.

Im Normalfall, also bei einem

Job von Magic zum Beispiel, wäre das

eine Arbeit für vier bis fünf Techniker

und zwei bis drei Helfern. Da das offiziell

aber kein Auftrag von Magic Event

war, wurde das Equipment lediglich von

der Firma gemietet.

pma: Welches technische Equipment

wurde auf der Bühne eingesetzt?

Christoph Burghart: Also ich kann nur

von der Lichttechnisch sprechen, da die

Tontechnik voll und ganz in der Hand vom

Sebastian liegt, wir haben nur die Lautsprecher

und Mikrofone aufgebaut. Wir

haben da aus unserem Magic-Lager eine

grandMA2 onPC, vier P7 JB Spot-Moving-

Heads, vier Robe 800 Wash-Moving-

Heads und vier SGM Q7 Stroboskope

gemietet, die wir auch vorhin noch installiert

haben. Dazu kommen dann noch

kleine Effektlichter und Frontscheinwerfer,

die wir während der Shows einsetzen

werden. Beim Ton haben wir vier L-Acoustic

ARC, zwei L-Acoustic 12xt und sechs

Die zwei Endstufen für die Stage Front

SB18 zur Verfügung, die Mikrofone sind

von Shure und Sennheiser.

pma: Gab es denn irgendwelche Besonderheiten

oder Schwierigkeiten,

mit denen Sie bisher in Ihrem Beruf

klarkommen mussten?

Christoph Burghart: Ach naja, es gibt eigentlich

immer irgendwelche Schwierigkeiten,

ganz nach dem Motto "Irgendwas ist

immer". Manchmal gibt es natürlich Situationen,

in denen man improvisieren muss.

Zum Beispiel waren wir am Donnerstag

in den Bergen und sollten eine Bühne an

einem Steilhang aufbauen, sowas macht

man auch nicht jeden Tag. Die Schwierigkeit

lag mitunter auch daran, dass das Event

auf einer Kuhwiese am Hang selbst stattfinden

sollte – also mussten wir nicht nur auf

den zweieinhalb Meter Höhenunterschied

achten, sondern auch darauf, dass nicht

während dem Aufbau auf einmal eine Kuh

mitten im Arbeitsfeld steht. Dieser Job war

wirklich eine Herausforderung, schließlich

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THEMA Amper-Slam Open Air 2017

Mit einer grandMA2 onPC-Konsole steuert Christoph Burghart das Licht auf der Bühne.

Sebastian Meisner kümmert sich um die Tontechnik

LICHTTECHNIK

1 Trailerbühne (8x6)

1 grandMA2 onPC

4x JB P7

4x Robe 800

6x SB18

6x ARRI 650 (Frontlicht)

2x Eurolite fourlite (Blinder)

arbeitet man nicht alltäglich unter solchen

Voraussetzungen und dann noch dazu mit

Tieren, die dir im Weg umgehen.

Dazu haben wir außerdem noch

extrem aufwändige Messestände mit sehr

abgefahrener Technik, wie zum Beispiel

LED-Wände, die auf Roboterarmen installiert

werden – weil der Kunde eben diese

Roboterarme präsentieren möchte. Ich

glaube, wenn man alle verrückten Dinge

in dieser Branche aufzählen würde, hätte

man genug Stoff für eine komplette Buchreihe.

Man muss immer mit ungeplanten

Sachen rechnen, gerade in der Veranstaltungstechnik,

wo es dann doch mal sein

kann, dass nach einem perfekten Soundund

Lichtcheck während der eigentlichen

Show irgendetwas ausfällt. Da muss man

dann flexibel sein und kann nicht strikt

nach einem Lehrbuch arbeiten, wenn man

dann wirklich mal etwas nicht funktioniert,

kann man das nicht einfach liegen lassen

oder sich nicht darum kümmern, dass es

wieder funktioniert.

Die Vorbereitungen

Wie auch Christoph selbst, ist die restliche

Crew seit Freitagmorgen voll im Einsatz.

Nachdem am Freitag das wichtigste an

Technik aufgebaut und installiert wurde,

checkt Christoph abends noch einmal, was

noch getan werden muss. Ausgestattet

mit seinem Klettergurt, hangelt er sich an

den Traversen hoch und kontrolliert noch

einmal die Kabel, schaut das alles an den

Strom angeschlossen ist und installiert

noch fehlende Scheinwerfer.

Das restliche Team räumt etwas

auf, plant aber währenddessen schon

den Ablauf für den nächsten Tag, wer

für was zuständig ist. Da es am Samstag

recht früh wieder weiter gehen soll,

schläft das Team auch am Pucher Meer

– warm genug ist es ja.

Die Tontechnik

Sebastian Meisner, der Herr über den Sound

auf dem Amper-Slam Open Air, läuft seit einiger

Zeit mit seinem Tablet vor und neben

der Bühne auf und ab. Das Tonmischpult,

ein Behringer X-Rack, gesponsert vom Jugendzentrum,

funktioniert recht einfach

und wird über eine App gesteuert. Aus

den Lautsprechern lässt Sebastian Meisner

lautstark einige Songs ertönen, mal etwas

leiser, mal etwas lauter und läuft dazwischen

über den Platz vor der Bühne, hinter

den großen Pavillon und auch ein Stück

runter zum See – schließlich soll der Sound

in jeder Ecke passen. Er ist begeistert über

diese Steuerungs- und Mischmöglichkeit,

hat ein zweites Tablet als Backup mit dabei

und betont, wie flexibel man durch diese

Option ist.

Nach dem Soundcheck geht es

für das Team eigentlich nur noch an das

Aufräumen, die restlichen leeren Cases

werden unter die Bühne geschoben und

dann war es das auch schon mit dem

Aufbau für den Freitag.

Sebastian schaut, ob alles an seinem

Platz ist, geht mit Raphael Schütze,

seinem Helfer in Sachen Sound, noch einmal

alles durch und koordiniert den Ablauf

des Umbaus zwischen den Bands.

Trotz dem Stress kurz vor der Show findet

er kurz Zeit, eine kleine Pause zu machen

und sich mit uns zu unterhalten.

pma: Herr Meisner, was genau ist Ihre

Aufgabe beim Amper-Slam Open Air?

56 pma 06/17


Amper-Slam Open Air 2017 THEMA

Sebastian Meisner: Genau, ich bin Hauptverantwortlicher

für die tontechnische Umsetzung.

Ich kümmere mich darum, dass

das Publikum mitbekommt was auf der

Bühne passiert, dass die Musiker sich selbst

und ihre Bandkollegen während dem Auftritt

gegenseitig hören und es keine Ausfälle

in der Tontechnik gibt.

pma: Wie genau kam es dazu, dass

Sie die Tontechnik zum Beruf gemacht

haben?

Sebastian Meisner: Das hat sich mehr

oder weniger von selbst ergeben. Während

der Schulzeit war ich immer wieder mit

Freunden in einem Plattenladen, das war

unser Treffpunkt damals. Da waren dann

natürlich auch einige regionale Musiker

unterwegs, mit denen man sich auch austauschen

konnte. Leider musste dieser Plattenladen

dann schließen. Zu dem Zeitpunkt

kam ich dann auch auf die Idee, eine eigene

Band zu gründen, in der ich Schlagzeug

gespielt habe und die Tontechnik übernommen

hab – also die Musik aufgenommen,

gemischt und eigentlich alles gemacht, was

man in einem Tonstudio so macht. Das lief

auch alles recht automatisch mit der Berufswahl,

bei einer eigenen Band gehört natürlich

das technische Equipment dazu, also

hab ich mir ein kleines Tonmischpult für das

Studio besorgt.

Das hat mich dann so begeistert,

dass ich mich entschieden hab auf die

Deutsche POP in München zu gehen und

hab da dann auch schlussendlich den

Mastering Engineer gemacht.

pma: Vom heutigen Event mal abgesehen,

wo hatten Sie bisher noch so

die Finger in Sachen Sound im Spiel?

Sebastian Meisner: Ich mache relativ viel

für den Kultur am Rande-Verein in München,

die veranstalten immer mal wieder

Metal-Konzerte und Events wie Sommerfeste.

Für die bin ich dann der Tontechniker

und kümmere mich um alles was Sound

angeht. Beim örtlichen Jugendzentrum in

Fürstenfeldbruck bin ich die letzten Jahre

auch im Einsatz gewesen, zum Beispiel

eben bei dem Amper-Slam Band Battles.

Die Crew vom Amper Slam ist bereit für das Open Air

Ansonsten gibt es auch Kleinigkeiten, die

gelegentlich reinkommen – ab und zu nehme

ich auch ein paar Bands auf, die bei mir

anfragen.

pma: Was haben Sie für das Amper-

Slam Open Air so an technischem

Equipment mitgebracht?

Sebastian Meisner: Also für die Hauptbeschallung

haben wir eine L-Acoustics

Anlage mit zwei Endstufen, insgesamt

acht Kanäle. Dann haben wir noch sechs

SB18, außen stehen vier ARCS, je zwei

ARCS white und zwei ARCS focus. Für die

Frontfills sind zwei 12xt mit dabei. Wir haben

die Boxen auf beiden Seiten der Bühne

im Vordergrund aufgebaut, damit auch

der hinterste Zuschauer genügend vom

Sound mitbekommt – das hat man auch

bei unserem Soundcheck gemerkt, als ein

paar Leute zur Musik mitgewippt sind, die

etwas weiter weg saßen. (lacht)

pma: Sind Sie bei der Umsetzung

der Tontechnik alleine oder gibt es

helfende Hände?

Sebastian Meisner: Beim Aufbau haben

wir natürlich helfende Hände mit dabei,

ansonsten wäre das alles nicht möglich.

Da sind sehr viele vom Jugendzentrum

Nord mit dabei, die auch beim Amper-

Slam Band Battle mithelfen und bei mir ist

der Raphael Schütze mit dabei. Der geht

mir seit diesem Jahr bei der Tontechnik zur

Hand, einfach auch, damit wir auf Dauer

einen zweiten Techniker mit dabei haben

– gerade bei so großen Veranstaltungen

ist jeder Helfer äußerst wichtig, alles alleine

wäre dann doch recht schwierig und

eigentlich kaum umsetzbar.

Unsere Aufteilung beim Open Air

ist auch recht einfach: einer ist für das FoH

zuständig, also für den Publikum-Sound

draußen vor der Bühne und der zweite

übernimmt das Monitoring auf der Bühne

und schaut auch gleichzeitig, dass alles

glatt läuft und funktioniert. Sollte zum

Beispiel ein Mikrofon ausfallen, kann dies

durch den zweiten Techniker schnell gewechselt

werden oder der Klassiker, wenn

ein Mikrofon umfällt, dann ist der zweite

Mann da und richtet das alles wieder so

wie wir es brauchen.

pma: Mit welchem Tontechnik-Equipment

arbeiten Sie persönlich denn

besonders gern, Herr Meisner?

Sebastian Meisner: Ich persönlich finde

es sehr lässig, wenn man mit seinem

Tablet durch das Publikum laufen und

den Ton da mischen kann, wo er gehört

werden soll – und perfekt klingen muss.

Das gewährleistet ein entspanntes Arbeiten,

vor allem beim Amper-Slam ist

es einfach super. Man kann mal eben

schnell auf die Bühne laufen, mit dem

Musiker bezüglich des Monitor-Sounds

zusammenarbeiten und es macht noch

dazu sehr viel Spaß. Man ist auch einfach

um einiges flexibler und muss nicht

immer erst zum Mischpult rennen, etwas

umstellen und dann wieder zurücklaufen,

um zu schauen, ob es jetzt

passt.

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THEMA Amper-Slam Open Air 2017

"billigen" Variante eines Tonmischpults

sehr ordentlich.

Sebastian Meisner setzt für die Bassdrum auf das Shure PG52.

pma: Natürlich funktioniert die

Tontechnik nicht ohne Mischpult.

Welches Tonmischpult ist auf dem

Amper-Slam im Einsatz?

Sebastian Meisner: Oh, da werden sich

viele denken: "Der traut sich wirklich, dass

zu sagen." (lacht)

TONTECHNIK

Mischpult:

Behringer X32 Rack (16 in, 8 out)

Behringer S16 Digital Snake (16in, 8 out)

(verbunden über AES-EBU, 1x Ethercon)

Fritz!Box für WLAN, Remotesteuerung über

2x Samsung Tablet

PA:

2x L-Acoustics ARCS Wide (FOH Top Center)

2x L-Acoustics ARCS Focus (FOH Top Side)

2x L-Acoustics 12XT (Front-Fills)

4x L-Acoustics SB18 (Bässe)

L-Acoustics LA8 (ARCS, 2x Bässe)

L-Acoustics LA4x (2x Bässe, 12XT)

Monitoring:

2x Dynacord A112 (Stage Center, Gesang)

2x EV SX100+E (Stage Side, Keyboard, Gitarren)

1x Mackie Thumb18s (Drums, Aktiv Bassbox)

1x Mackie Thumb12 (Drums, Aktiv Topteil)

2x 400 Watt Endstufe (Noname, für Stage Front)

Mikrofone/Abnahme:

4x Shure SM58 (Gesang)

4x Sennheiser e604 (Toms, Snare Bottom)

3x Shure SM57 (Gitarren, Snare Top)

1x Shure PG52 (Bassdrum out)

1x Shute Beta91 (Bassdrum in, Grenzfläche)

5x LD Systems LDI 02 Aktiv-DI-Box (Keyboard,

Sampler, Akustik Gitarre, Bass)

Wir haben heute das Mischpult

vom Jugendzentrum in Gebrauch, das

ist ein Behringer X-Rack 32, die Rack-Variante.

Daran hängt noch dazu die Erweiterung

S16 Digital Snake von Behringer.

Zusammen bilden die beiden eine digitale

Stage-Box mit 32 Inputs und 16 Output,

das ermöglicht uns auch einen Mehrspur-

Mitschnitt. Über ein WLAN, zum Beispiel

von einer Fritz!Box, lässt es sich über

mehrere Geräte steuern. Dazu loggt man

sich eigentlich nur in der App „Behringer

Mixing Station“ ein.

Ich möchte dazu noch sagen, da

Behringer ja immer sehr kritisch betrachtet

wird, weil diese Marke recht kostengünstig

ist: dadurch, dass das Jugendzentrum

nicht allzu viel Budget verfügbar

hat, muss man natürlich schauen, was

man denn wirklich braucht und ob da

eine riesige und teure Anlage überhaupt

nötig ist – es geht ja meist "nur" um Konzerte,

kleine Partys und eigentlich braucht

man da so gesehen kein großartig ausgebautes

Equipment. Persönlich finde ich,

seit Behringer Midas gekauft hat, was ja

eigentlich ein ziemlich großer Markenhersteller

ist, dass vom Klang und der Bedienung

her alles einwandfrei ist. Also ich

bin sehr begeistert davon, klar wünscht

man sich bei solchen Veranstaltungen wie

dem Open Air jetzt, vielleicht eher Equipment

von Soundcraft oder anderes. Aber

das Mischpult erfüllt seinen Zweck auf

jeden Fall und es klingt auch, trotz der

pma: Neben der Schwierigkeit, dass

während der Show einfach mal der

Strom ausfällt – was kann bei der Tontechnik

schlimmstenfalls passieren?

Sebastian Meisner: Das wohl beste Beispiel

hast du bereits erwähnt: das größte

Worst-Case-Scenario wäre wirklich, wenn

der Strom ausfällt, egal ob während dem

Soundcheck oder dem eigentlichen Auftritt.

Natürlich ist es während einer Show

um einiges ärgerlicher, weil das Publikum

dann warten muss und die Künstler sind

da auch nicht sonderlich begeistert, wenn

dann alles dunkel ist und man nichts mehr

hört. Wobei zu diesen Dingen auch zählt,

wenn das Mischpult abraucht – das ist

glaub ich das zweitschlimmste, was einem

Tontechniker passieren kann. Glücklicherweise

ist uns beides noch nicht passiert,

bisher lief alles so wie gewünscht.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir

auch immer recht gut vorbereitet sind.

Kleinigkeiten passieren nun mal, da kann

ein Mikro ausfallen oder das Monitoring

funktioniert nicht richtig – aber das kann

man meist sehr schnell beheben. Richtig

große Steine im Weg, sodass wir eventuell

in Erwägung ziehen müssten, die ganze

Veranstaltung abzublasen, hatten wir

bisher noch nie. Ich hoffe, dass es auch

diesmal so bleiben wird, da das Open Air

doch eine relativ große Nummer ist und

man sich da Patzer wenig erlauben kann

– wie eigentlich bei jedem Event, bei dem

ein guter Sound da sein muss.

Das Open-Air

Bereits in den frühen Samstag-Morgenstunden

ist die Crew um Christoph Burghard

und Sebastian Meisner wieder fleißig

am Werk und hat das restliche Equipment

installiert und geprüft. Jetzt fehlen nur

noch die Bands.

Das Backstage-Zelt, rechts neben

der Bühne, beherbergt auch die Tontechnik.

Raphael Schütze, der Kollege

von Sebastian Meisner, steht am Laptop

und kontrolliert mit seinem Handy ein

58 pma 06/17


Amper-Slam Open Air 2017 THEMA

noch einmal das Setup, schaut ob alles

läuft, das Pult so schnell wie möglich

reagiert und lässt nebenher eine Playlist

von Sebastian laufen, damit dieser die

PA richtig einmessen kann.

Und dann geht es auch schon los:

es startet die Band „Reggea aus’m Saustoi“

um 15 Uhr mit ihrer Musik, die ein wenig

an die Funk-Brass-Band LaBrassBanda erinnert.

Bayerische Texte zu rhythmischem

Reggae-Sound bringen das perfekte

Strand-Feeling auf das Gelände vom Pier

80, die Stimmung auf und vor der Bühne

ist super – auch wenn noch nicht allzu viel

Publikum anwesend ist.

Das ändert sich zusehends mit

dem laufenden Programm: Andy „Flash“

Poppek moderiert das Open Air und

heizt die Stimmung noch ein wenig auf

– er selbst ist bei zwei Bands dabei: bei

Neu#Start als Gitarist und Gesang, bei

Unveiling The Skies ersatzweise als Drummer.

Nach der Band Reggea aus’m Saustoi,

folgten Lost Rose, Human Shadows,

Neu#Start, Leonic und Minga3. Für jeden

Zuschauer ist etwas dabei: schwungvoller

Reggae, harter Rock, lockerer Hip-Hop

und coole Pop-Musik.

Als Headliner war Puerto Nico &

das Team McFly am Start und einen gebührenden

Abschluss bilden Unveiling

The Skies als Late Night Special.

Bei der Band Neu#Start gibt es

auch eine kleine Abkühlung: die Jungs

hatten vor ihrem Auftritt Wasserbomben

vorbereitet, die sie nun während des Gigs

in das Publikum werfen.

Ein kurzer Schock für Christoph:

eine der Wasserbomben fliegt in das Häuschen,

in dem sein Lichtmischpult steht und

platzt genau über seinem Kopf auf. „Das

ist natürlich ärgerlich, aber das kann passieren.“

sagt Burghart. Mit ein paar Handtüchern

ist das Pult aber schnell wieder

trocken. Einen kurzen Aussetzer hatte es

allerdings trotzdem. „Das Display ging auf

einmal aus und ich hatte schon Panik, dass

es jetzt vorbei wäre. Aber dieser Zustand

währte nur kurz, es hat noch alles funktioniert.“,

ergänzt er nach der Wasserbomben-Attacke.

Die Band Neu#Start begeistert das Publikum mit ihrem lockeren Sound

Trotz des nassen Zwischenfalls für

die Technik, lief das Amper-Slam Open Air

wie geschmiert. Die Bands feierten mit

dem Publikum und machten ordentlich

Stimmung an dem sonst so ruhigen See in

Puch. Christoph Burghart, Sebastian Meisner

und die Leute von der Crew sind am

Tagesende zwar geschafft und müde, aber

dennoch stolz und auch erleichtert, dass

das Open Air so gut gelaufen ist.

„Erst dachte ich, wenn das so wenig

Publikum bleibt, wäre das wirklich

schade. Klar, es war brüllend heiß, in der

Sonne will man da nicht freiwillig länger

stehen als nötig. Aber am Ende waren es

doch recht viele Leute, die sich das Spektakel

angesehen haben. Ein wenig Bedenken

hatte ich noch dazu, als die dunkelgrauen

Wolken am Himmel auf uns zukamen. Natürlich

waren wir auf so etwas vorbereitet,

aber trotzdem ärgert das dann. War aber

dann letzten Endes doch alles super.“,

meint Christop Burghart, nachdem er ein

letztes Mal die Lichter auf der Bühne zum

finalen Song von der Band Unveiling The

Skies aufleuchten lässt. Und trotz der anstrengenden

zwei Tage meint Burghart

lachend: „So schnell sind neun Monate

Planung vorbei.“

Das Publikum verabschiedet sich

nach dem Auftritt der letzten Band, die

meisten gehen nach Hause – nur ein

paar Leute sitzen noch unter dem großen

Pavillon vor der Bühne: die Crew um

Christoph und Sebastian, genießen ihren

wohlverdienten Feierabend und stoßen

auf das gelungene Open Air an. Christoph

hatte auch auf der Bühne noch einmal

seinen Dank ausgesprochen, an das

Team vom Jugendzentrum Nord. Unter

anderem wurden Uli Schwass und Johannes

Mittermaier genannt, die freiwilligen

Helfer und die Leute vom Pier 80,

die das Publikum, die Bands sowie die

Technik-Crew mit Getränken und Speisen

versorgten. Am Sonntag geht es an den

Abbau der Technik, aber für heute heißt

es: „Der Letzte macht das Licht aus!“

Jugendzentrum Nord Fürstenfeldbruck:

https://www.facebook.com/

juznord.furstenfeldbruck/

CBU Eventservice:

https://www.facebook.com/cbuevent/

Text und Fotos: Lisa Schaft

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THEMA Voletarium – Europa Park

VOLETARIUM – EUROPA PARK

Frei wie der Wind – das Voletarium

im Europa Park

Mit dem „Voletarium“, Europas bisher größtem Flying-Theater, stößt der Europa Park in

neue Dimensionen vor. Mit VR-Rides wie beim Alpenexpress und weiteren Attraktionen

hat das digitale Zeitalter schon eine ganze Weile Einzug in Deutschland größtem Freizeitpark

gehalten. Als Flugsimulator mit Spezialeffekten lädt das Voletarium die Besucher, ob

klein oder groß, zum Flug über unterschiedliche Landschaften ein.

Viereinhalb Minuten geht es über

Meere und Berge, der Wind weht

durch die Haare, dann wird es nass.

Die Special-Effects sind grandios: ein paar

Spritzer Wasser, der Wind über Venedig

und aufsteigender Vulkanrauch sorgen

dafür, dass man das Geschehen intensiv

miterlebt. Sogar verschiedene Düfte,

wie Eisbonbonduft beim Überqueren

des Aletschgletschers oder der Geruch

des Waldes um Schloss Neuschwanstein,

sind bei dem „Flug“ mit dabei und verleihen

dem Erlebnis mehr Intensivität. Beim

Durchfliegen des Vulkanrauches vibriert

es sogar, das Beben des Vulkanes wird

spürbar. Man „fliegt“ weiter über Island,

Norwegens Fjorde, rund um das Matterhorn,

Venedig, Straßburg, Paris und endet

schließlich fulminant mit einem Feuerwerk

im Europa Park in Rust.

Pro Saison können seit Anfang Juni

theoretisch 3,5 Millionen Menschen eine

nahezu perfekte Symbiose von Film, Musik,

harmonischen Bewegungen und besonderen

Spezialeffekten erleben. In drei Ebenen

schweben die Gondeln vor einer 21 Meter

breiten und 16 Meter hohen Leinwand. Im

Voletarium geht es vorbei an atemberaubenden

Landschaften und bekannten europäischen

Bauwerken, bei jeder Vorführung

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Voletarium – Europa Park THEMA

dürfen bis zu 140 Personen „mitfliegen“ –

insgesamt 1400 pro Stunde. Wind, Wasser

und unterschiedliche Düfte vermitteln den

Passagieren ein einzigartiges Fluggefühl.

Konstruktion und

Umsetzung

14 Gondeln, sechs Elektrozylinder pro

Gondel, also insgesamt 84 Zylinder, jeder

150 Kilo schwer, bewegen die Gondeln

synchron zum Film.

Die Gondeln lassen sich in jede

Richtung, nach oben, unten, links und

rechts kippen und so parallel zum Bild bewegen.

Bei der subtilen Feinarbeit mussten

sie auf die Flugbewegungen im Film

genauestens abgestimmt werden. Die

Fahrgäste sitzen in einer Gondel, quasi

wie bei einer Seilbahn, welche dank der

Hydraulikzylinder in sämtliche Richtungen

dynamisch bewegt werden. Das System

des taiwanesischen Unternehmens Brogent

sorgt im bisher größten Flying-Theater

Europas für ein angenehmes Fluggefühl

– G-Kräfte inklusive.

„Die Besucher rasten fast aus, wenn

Sie einmal eben über Neuschwanstein hüpfen

und dann in Norwegen landen“, weiß

Masterplaner Patrick Marx. Was die Gäste

im Voletarium nicht wissen: Für die Techniker

bedeutete es während der Programmierung

viel Arbeit, um diesen „Übergang“

richtig hinzubekommen.

Allein für den Film benötigte Regisseur

Holger Tappe aus Hannover, eigentlich

Spezialist für Animationsfilme, ein ganzes

Jahr Produktionszeit. Auch er betrat – wie

das Europa-Park-Management bei der Realisation

des mehr als 25 Millionen Euro teuren

Mammutprojektes rund um das fiktive

Forschungsinstitut der Gebrüder Eulenstein,

konzipiert als erster Baustein des „Adventure

Club of Europe“ in Rust – bei den

Dreharbeiten zu diesem Film vollkommenes

Neuland.

Zunächst galt es für Holger Tappe

und seine Mitarbeiter, die Schauplätze des

Films im Computer zu simulieren und digitale

„Dummies“ von Bauwerken, Städten

und Landschaften zu erstellen – beziehungsweise

ganze Filmszenen im Rechner

Der Eingang des Voletariums befindet sich im Themenbereich "Deutschland" im Europa Park

zu visualisieren. Jede Szene wurde dabei

genau berechnet und schließlich dreidimensional

im Rechner nachgebaut. Dabei

ging es etwa darum, schon möglichst vorab

herauszufinden, zu welcher Tageszeit am

besten geflogen werden sollte, um etwa

Gegenlicht oder Helikopterschatten zu vermeiden

und welche Flugbewegungen sicher

realisiert werden konnten, um am Ende

des Tages Filmszenen zu bekommen, die

später auch mit den Bewegungen der fahrbaren

Gondeln im Flying-Theater harmonieren.

Was sieht gut aus? Was sollte verändert

werden? Nach derlei Kriterien wurden

vorab alle Einstellungen penibel festgelegt

und einzeln bewertet.

Damit das Team mit der Kamera

näher am Boden filmen und das Kamerasystem

stabilisiert werden konnte, entwickelten

die Spezialisten besondere

Vorrichtungen:

Für bodennahe Aufnahmen wurden

dafür geeignete Drohnen eingesetzt,

da die Kameravorrichtung am Helikopter

nicht ausreichend für ruhige Szenen stabilisiert

werden konnte. Zuvor hatte man

Faktoren wie Geschwindigkeit, Höhe, Radius,

Kamerawinkel und Licht akribisch digital

simuliert und gemessen, um sie dann

später in realer Umgebung rekonstruieren

zu können.

Regisseur Holger Tappe: „Wir hatten

uns ausgerechnet, dass wir für eine Einstellung

14 bis 19 Sekunden benötigen,

wenn wir mit dem Helikopter 250 Stundenkilometer

und mit der Drohne maximal 70

Stundenkilometer fliegen können und somit

zwischen 600 und 800 Meter Strecke

zurück gelegt haben. Mit diesem Wissen im

Hinterkopf konnten wir uns bei jedem Dreh

draußen voll auf die jeweilige Umgebung

konzentrieren, um ihr so weit wie möglich

gerecht zu werden.“

„Das war eine Wahnsinns-Pionierleistung“,

bewertet Tappe rückblickend die

langwierigen Dreharbeiten, bei denen in 8K

gefilmt wurde. Denn es galt so manche

Hürde zu nehmen: seit den Dreharbeiten zu

James Bonds „Casino Royale“ im Jahr 2007

waren keine Flüge über Venedig mehr erlaubt

und es dauerte 15 Monate, bis Straßburg

eine Drehgenehmigung erteilte.

Weil Michael Mack zunächst weder

eine geeignete Filmproduktionsfirma

mit entsprechender Erfahrung, noch

einen Regisseur und passendes Equipment

finden konnte, entschied er sich

letztendlich für eine Inhouse-Lösung

pma 06/17

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THEMA Voletarium – Europa Park

Durch Effekte wie Wind, Wasser und sogar Düfte wird der "Flug" zu einem grandiosen Erlebnis

und ging das ehrgeizige Projekt mit der

eigenen Produktionsfirma MackMedia

selbst an. Für dieses Unterfangen holte

er schließlich Holger Tappe mit ins Boot,

der auch für den kommenden Kinofilm

„Happy Family“ verantwortlich zeichnet.

„Als ich ihn gefragt habe, hat mich Holger

erst groß angeschaut und danach

einfach Ja gesagt“, erinnert sich Mack.

TECHNISCHE DATEN

Zwei Theatersäle, je 70 Sitzplätze auf

sieben Gondeln

Gewicht einer Gondel:

8 Tonnen

Kapazität pro Stunde:

1.400 Personen

Kamerasysteme:

2 Red Weapon, je 8K-Auflösung

Baufläche:

4.800 Quadratmeter

Grundfläche Hauptgebäude:

63 x 39 m

Leinwand:

Durchmesser 21 m, 425 Quadratmeter

Fläche, Aluminiumpaneele

Eröffnung:

03. Juni 2017

Produzent:

MackMedia

Internet:

www.voletarium.de

Der finanzielle und auch personelle

Aufwand, die bisher teuerste Einzelinvestition

in der Geschichte des Europa-

Park zu realisieren, waren enorm groß.

Rund 1.000 Menschen haben daran engagiert

mitgearbeitet und für das Gelingen

gesorgt.

Der Stahl für das Fahrgeschäft kam

aus Belgien, der Stoff für die Leinwand

wurde eigens aus China importiert und

von Spezialisten des österreichischen Unternehmens

Kraftwerk in Rust auf den Millimeter

genau zugeschnitten und installiert.

Für den Bau der neuen Attraktion

wurden mehr als 100 Kilometer Kabel verlegt,

außerdem entstand an der „Deutschen

Allee“ mit dem Helmut-Kohl-Palais

ein moderner Saal, der für Tagungen, Konferenzen

oder andere Firmenevents genutzt

werden kann. Sogar eine Haltestelle

des Europapark-Express musste aufwändig

verlegt werden.

„Die Raumtemperatur im „Dome“

müssen wir das ganze Jahr über konstant

halten bei etwa 21 Grad Celsius (plus minus

drei Grad), um sicher zu gewährleisten,

dass sich der Screen nicht verformt“, erläutert

Patrick Marx beim Rundgang im Innern

des Voletarium. Um zu erreichen, dass

möglichst keine Staubpartikel auf dem

Screen landen, haben die Ingenieure mehrere

Lüftungsrohre im Kinosaal installiert,

das die Partikel vom Screen weg zieht.

Mittels eines Lasers wurde die Leinwand

vor der Inbetriebnahme genauestens

vermessen. Für jeden der drei mit Fisheye-

Objektiv ausgerüsteten Xenon-Projektoren

gibt es Referenzpunkte:

„Weil sich die Bilder an den Rändern

leicht überlappen, müssen sie so aneinander

geblendet werden, dass der Gast das später

nicht sieht“, erklärt Patrick Marx die Herausforderung

für die Techniker. Dazu werden

die Daten jedes Beamers genommen, um sie

mit einem Auto-Alignment-System von

BRAINSALT zu verarbeiten und genau zu berechnen,

was jeder der Projektoren anzeigen

soll beziehungsweise wo der Übergang ist

von einem Projektorbild zum nächsten, damit

der Voletarium-Besucher auf der Leinwand

ein einziges nahtloses Bild sieht und

die unsichtbar erscheinenden Übergänge

gar nicht wahrnimmt. Da Gebäude und Aufhängungen

bei so großen Installationen aufgrund

der Temperaturschwankungen leicht

"arbeiten", wird die Autokalibrierung bis zu

zweimal täglich durchgeführt.

Das Playback-System wurde von

der Firma Kraftwerk Living Technologies integriert

und besteht aus einem Server Cluster

aus drei 4K und 120FPS tauglichen Zuspielern,

ebenfalls von BRAINSALT.

Nichts dem Zufall

überlassen

Die Techniker kontrollieren vor Inbetriebnahme

noch einmal genau die Pixelsynchronizität

mit zueinander laufenden

Testbalken, um am Ende auch wirklich ein

absolut homogenes Bild zu bekommen –

es soll aussehen, als würde es aus einem

Projektor stammen. „Dazu müssen die

drei Beamer absolut synchron abspielen“,

erklärt Patrick Marx.

Um die Aufnahmen von vornherein

auf diese besondere Leinwand abzustimmen,

drehte Regisseur Holger Tappe

mit zwei 8K-Kinokameras aus dem Hause

RED, welche jeweils mit einem Fisheye-

Objektiv ausgerüstet sind. „Damit haben

wir eine Auflösung vom 8-fachen von

Ultra HD. Die Bilder werden mit einer

Wiederholrate von 120 fps dargestellt.

Die Projektoren könnten allerdings weit

62 pma 06/17


Voletarium – Europa Park THEMA

mehr, das limitierende Element sind hier

also die Kameras“.

Die spezielle Kameratechnik, die

nötig war, um in Echtzeit filmen zu können,

auch wenige Zentimeter über der Erdoder

Wasseroberfläche, war sehr teuer, laut

Holger Tappe hat sie allein rund eine Viertelmillion

Euro gekostet.

Musikalische Begleitung

Um das Erlebnis im Voletarium beim

„Flug“ über Europas Landschaften noch

zu intensivieren, braucht es die passende

Musik. Auch hier haben die Macher

von MackMedia weder Kosten noch

Mühen gescheut und den Komponisten

Kolja Erdmann engagiert, der wiederum

mit dem 60-köpfigen Filmorchester

„F.A.M.E.´S.“ aus Mazedonien die Kompositionen

einspielte.

Für den perfekten Klang in jeder

Gondel im Voletarium sorgt ein Iosono-

Soundsystem. Iosono ist ein Tochterunternehmen

des belgischen Projektorenherstellers

Barco. Der Core-Prozessor als

Herzstück der Anlage unterstützt objektbasierte

Mischer, so dass immersive

Klangwelten einfach und präzise erzeugt

werden können. Der VST-PLug-In

unterstützt dabei bis zu 128 Audiokanäle.

Durch die Beweglichkeit der Gondeln wird das "Flug-Feeling" real

Der Film soll erst einmal eine ganze

Zeit laufen. „Das System kann aber auch

andere Filme abspielen, innerhalb von Sekunden

kann gewechselt werden, ein Zufallsmodus

etwa erlaubt Überraschungen,

da gibt es noch ganz viele Möglichkeiten

für die Zukunft“, weiß Patrick Marx. So

könnten etwa abends Specials im Voletarium

gezeigt werden oder je nach Zielgruppe

oder Publikum auch mehr oder weniger

„Actionlastiges“.

Im Europapark gibt es jedes Jahr

eine neue Attraktion. Bis Sommer 2019

soll ein sechstes Hotel hinzukommen,

zusammen mit einer großen Wasserwelt.

Die Bauarbeiten für das Vorhaben

beginnen bereits im September.

Weltweit kommen übrigens ähnliche

High-Tech-Theater immer mehr in

Mode: in Amsterdam soll eines entstehen,

in Korea wird ein 130 fassender

Dome im Freizeitpark „Jeju Shinwa

World" gebaut – hier soll der Film „Head

in the Stars“ gezeigt werden. Dabei sollen

sogar bis zu 64 Projektoren zum Einsatz

kommen.

Text: Thomas Korn

Fotos: Europa Park Rust

pma 06/17

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THEMA Parookaville

© Ralph Larmann

PAROOKAVILLE

Wahnsinn, Liebe und Glückseligkeit:

die dritte Edition vom PAROOKAVILLE

Ein weiteres Kapitel in der Geschichte eines der größten Dance-Festivals in Deutschland ist

abgeschlossen. Nach bereits zwei ausverkauften Festivals mit 25.000 und 50.000 Besuchern

sprengte das Parookaville dieses Jahr den Rahmen: 80.000 feierten in der Party-Stadt auf

dem Airport Weeze, zusammen mit Weltklasse-DJs auf einer 110 Meter breiten Main-Stage

und neun weiteren Bühnen mit hunderten witzigen, liebevollen und verrückten Details.

Auf einer Fläche von 150.000 Quadratmetern

tanzten sich die Besucher

des PAROOKAVILLE 2017 bis in die

Morgenstunden die Füße wund. Doch

nicht nur die Weltklasse-DJs waren Grund

dafür, dass es die Zuschauer wieder in die

Madness-City zog, um ausgelassen zu feiern.

Auch die Erweiterung der City um den

neuen Stadtteil für die Main-Stage und das

beliebte Desert Valley mit Deutschlands ein-

ziger Festival-Achterbahn kam sehr gut an

– nicht zuletzt auch weil der Platz für die

Feierwütigen mit der aufwendig umgebauten

und begrünten Kiesgrube auf 150.000

Quadratmeter gewachsen ist.

Bernd Dicks, Mit-Organisator

von der Parookaville GmbH, zieht sein

Resümee:

„Hightlight für die Gäste und uns als

Veranstalter waren besonders die ungeplanten

Momente. So zum Beispiel der Tribute

für Chester Bennington von Showtek, der

aus Weeze in die Welt ging und inzwischen

über 50 Millionen Menschen erreicht hat.“

Verschiedene Attraktionen

auf dem Gelände

Norbert Bergers, einer der Geschäftsführer

der Parookaville GmbH, freut sich auch

dieses Jahr wieder über die Kooperation

64 pma 06/17


Parookaville THEMA

© Robin Böttcher

Die beeindruckende Lichttechnik war neben den Musik-Acts ein faszinierendes Erlebnis

mit den Partnern Deichmann, Penny und

die Warsteiner Brauerei, welche sich das

Konzept seit der ersten Stunde zu eigen

machten und sich die Bedürfnisse der

Parookaville-Bürger zur Aufgabe machten.

„Mit ihren Engagements und viel Liebe

zum Detail haben unsere Partner sich perfekt

auf die Story der Stadt angepasst.“, so

Bergers erfreut.

In der Warsteiner Parooka Church,

einer hölzernen Kirche im Las Vegas-

Style, besiegelten tausende Parookaville-

Bürger ihre Freundschaft oder Liebe über

das Festival-Wochenende hinweg. Aber

nicht nur das ist eine Attraktion in der

Madness-City PAROOKAVILLE: die Veranstalter

haben das Stadt-Konzept vom

vorherigen Jahr mit viel Kreativität und

Leidenschaft weiter verfeinert. Vom

Swimming-Pool über einem „Knast“ mit

Tätowieren bis hin zum Postoffice mit

echtem Post-Stempel vom Parookaville.

Der City Forest mit Hängematten und

Ambient Beschallung war für das Entspannen

zwischen den Auftritten ideal

und als kleinen Geheimtipp gab es unter

den Dancefloors den Brainwash-Waschsalon

– mit Schaumparty und Dekoration

komplett aus Waschmaschinen wurde

hier gefeiert und getanzt.

Erleuchtung auf dem

PAROOKAVILLE

Für die Beleuchtung in der Madness-City

war der Lichtdesigner Robert Sommer

zuständig und sorgte für eine grandiose

Lightshow. Er war bereits in den letzten

Jahren mit dabei und weis genau, was er

will – und auch mit welchem Material er

arbeiten möchte, um eine gute Lightshow

abzuliefern.

Wir haben ein kurzes Gespräch mit

ihm geführt, in dem er uns einige Fragen

zur Lichttechnik beantwortet hat.

pma: Im letzten Jahr wurde das PA-

ROOKAVILLE größer und aufwändiger

gestaltet, als in den Vorjahren. Was

wurde dieses Jahr verändert?

Robert Sommer: Wir haben dieses Jahr

viel Energie in die Umgebung der Bühnen

gesteckt, um den Zuschauern nicht nur einzigartige

Bühnendesigns zu bieten sondern

auch das Festival als Gesamtmarke zu präsentieren.

Es entstanden diverse, durch Technik

unterstütze, Attraktionen wie z.B. das

inszenierte Rathaus oder die kilometerlange

Illumination der Wälder. Aber auch die Bühnen

wurden weiterentwickelt und mit allen

nutzbaren und uns zugänglichen Medien

bespielt. Ein besonderes Highlight stellte in

diesem Jahr, aufgrund der großen technischen

Herausforderung, die Mainstage dar.

pma: Eine der Attraktionen der PAROO-

KAVILLE-Bühnen sind die spektakulären

Bühnenbilder. Wie werden diese

durch die installierte Lichttechnik in

PERSONAL

Project Lead: Nico Düsing

Design: Robert Sommer

Lighting: Marius Thume

SFX: Ulf Werner

Laser: Marco Stümpel

Video / LED: Andreas Weller

Camera / TV: Constantijn van Duren

pma 06/17

65


THEMA Parookaville

Bilder: Ralph Larmann

© Ralph Larmann

Die DJs heizten dem Publikum auch bei Regenwetter gut ein und sorgten für die Feier-Stimmung

ihrer Wirkung unterstützt?

Robert Sommer: Wir arbeiten mit verschiedenen

Beleuchtungsarten und machen uns

die verschiedenen Winkel einer Leuchtquelle

zum zu beleuchtenden Objekt zum Vorteil.

Natürlich ist es wichtig, dass die Dekoration

schon ein optimales Verhältnis zwischen

zwei- und dreidimensionalen Ausführungen

beinhaltet. Diese erzielen dann im Zusammenspiel

mit der Beleuchtung letztendlich

die richtige Wirkung. Des Weiteren werden

im Vorfeld alle Materialien sorgfältig geprüft

und spezifiziert um ein optimales Ergebnis

zu gewährleisten. Das Gesamtbild wurde

Optisch und mit den Dekor harmonierend

durch LED-Flächen gestärkt. Als Bildinhalt

agierte der Custom Content, der passend

zum Dekor produziert wurde.

pma: Gab es Besonderheiten beim

Licht-Setup auf der Hauptbühne?

Robert Sommer: Für mich ist es sehr wichtig,

dass die Lampengruppen untereinander

selbständig fungieren und eine für den Lampentyp

klassifizierte Wirkung erzielen. Natürlich

spielt bei der Größe eines solchen Events

die Verfügbarkeit des Produkts ebenfalls eine

Rolle. Dadurch haben wir uns auf Scheinwerfer

beschränkt die in ihrer Wirkung im

Zusammenhang mit der Zuverlässigkeit gut

funktionieren und in der benötigten Anzahl

am Markt verfügbar sind. Ein Highlight war

der Elation FLX, der zuverlässig performte

und ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten

bietete.

pma: Wurden für die Headliner des Festivals

eigene Lichtkonzepte entwickelt?

Robert Sommer: Nein, und das auch bewusst

nicht. Uns ist es wichtig die spezielle

Wirkung ausschließlich für das Festival,

durch die uns zur Verfügung stehenden

Medien, zur erzielen. Dies ist nur möglich,

wenn sich das Team im Vorfeld mit dem Produktionsprozess

einer solchen Bühne auseinandersetzt

und zusammenwirkt.

Daraus resultierend werden auch die Lichtsysteme

zwischen Effektlicht und Ambientelicht

getrennt. Das komplette Controlling

des Dekor- und Ambeintelichts wurde

ausschließlich von uns programmiert und

gesteuert.

Highlights mit Magenta-

Musik 360 und dem Termin

für 2018

Ebenfalls ein voller Erfolg war der neue HDund

360º-Livestream aus PAROOKAVILLE in

Kooperation mit der Telekom. Besondere

Highlights und ausgewählte Momente können

in den nächsten Wochen auf Magenta-

Musik 360 noch einmal erlebt werden. Nach

der erfolgreichen dritten Ausgabe etabliert

sich PAROOKAVILLE und verspricht für den

Termin im Jahr 2018, vom 20. Bis 22.07., auf

dem Airport Weeze wieder eine unfassbare

Show mit Weltklasse-DJs.

Text: Lisa Schaft

Fotos: Ralph Larmann, Robin Böttcher

66 pma 06/17


Parookaville THEMA

© Ralph Larmann

Grandiose Konstruktion: eine der Bühnen auf dem PAROOKAVILLE-Gelände

LICHTTECHNIK

Stage A:

240 x URC Power LED Strip

82 x SGM P5-LED 43DEG

110 x SGM P1-LED 10DEG

90 x Tour-LED 42CM

120 x Clay Paky Sharpy Beam

82 x Clay Paky Sharpy Wash

240 x Clay Paky Mythos

60 x Elation FLX

86 x SGM Q7 white

120 x Blinder 2-fach Major

48 x Blinder 8-fach Major

12 x Haze Base Touring

8 x MDG ATM-HO/APS

240 x Rainroof Shelby-Rent

120 x Airdome Shelby-Rent

2 x WYSYWIG Perform System

10 x GMA Full Size

12 x GMA NPU

8 x GMA VPU

500 Quadratmeter LED-Fläche P10, 10 mm

Main-Stage B:

120 x URC Power LED Strip

42 x SGM P5-LED 43DEG

80 x SGM P1-LED 10DEG

90 x Tour-LED 42CM

120 x Robe Pointe

42 x Robe MMX Beam

20 x Robe BMFL Spot

80 x Sunstrip 100FC

40 x SGM Q7 white

24 x Blinder 2-fach Major

24 x Blinder 8-fach Major

12 x Haze Base Touring

4 x MDG ATM-HO/APS

120 x Rainroof Shelby-Rent

80 x Airdome Shelby-Rent

1 x WYSYWIG Perform System

4 x GMA Full Size

8 x GMA NPU

2 x GMA VPU

250 Quadratmeter LED-Fläche P10, 10 mm


THEMA pma Basics: Lichtshow

Alles unter Kontrolle: vom

Lichtgewitter zur professionellen

Performance

Um Licht auf der Bühne wirklich effektiv einsetzen zu können, kommt man um das Programmieren

nicht herum. Mit einer „Stand-Alone-Show“, einer selbstfahrenden Lichtshow,

ist es meist nicht getan – schließlich soll die Lichtstimmung zur Musik passen, um aus einer

Perfomance eine grandiose Show mit perfekt gesetzten Lichteffekten zu machen. Wie das

funktioniert und was man dabei beachten sollte, erklären wir in unseren Basics.

Immer wieder passiert es: die Lichtshow

passt nicht mit dem Geschehen

auf der Bühne zusammen. So kann es

sein, dass die romantische Ballade von

hektisch grün blinkenden Scheinwerfen

begleitet wird oder das Licht in Sachen

Geschwindigkeit nicht mit dem schnellen

Parts mithalten kann – vielmehr scheint

es einzuschlafen.

Bei Szenarien wie diesen ist meist

die automatisierte Funktion „Stand Alone“

im Spiel. Das Ergebnis dieser Lösungen sind

meist bunte und blinkende Zufallsprogramme,

die einer Performance oft mehr

Schaden zufügen, als sie von Nutzen sind.

Das ist natürlich kein Wunder, schließlich

kann die Lichtanlage nicht wissen, welche

Lichtstimmung zur Musik passt oder was

das Publikum von einer Lightshow erwartet.

Also muss der Techniker seiner Anlage

quasi sagen, was sie tun soll: er muss das

Licht selbst programmieren.

Bei vielen Veranstaltungen und in

Event-Locations sind bereits Lichtpulte vorhanden

– man muss also das nehmen, was

da ist. Hat man jedoch die Auswahl, helfen

folgende Kriterien bei der Wahl des richtigen

Werkzeugs, um das Bühnenlicht so zu gestalten,

dass aus der Performance eine einzigartige

Show mit coolen Lichteffekten wird.

Der Controller

Die wichtigste Grundlage ist der richtige

Controller. Wer sich hier umschaut, der

wird schnell merken, dass die Auswahl

riesig ist: schon für unter 50 Euro sind

günstige DMX-Controller zu bekommen,

die Preis-Range reicht aber auch bis weit

über 50.000 Euro. Neben dem Budget

gibt es aber natürlich noch viele weitere

Entscheidungsfaktoren für den passenden

Light-Controller. Leider ist es beim Cont-

68 pma 06/17


pma Basics: Lichtshow THEMA

© Shutterstock

Das Lichtmischpult ist das wichtigste Werkzeug für eine professionelle Lightshow

roller-Kauf ähnlich wie im Schuhgeschäft,

auch hier merkt man oft erst nach ein paar

Tagen, ob die erworbenen Schuhe wirklich

passen. Wir gehen Schritt für Schritt vor

und betrachten die einzelnen Kriterien der

Reihe nach.

Wie viele Kanäle braucht es?

Eine sehr wichtige Frage, denn jeder Scheinwerfer

benötigt eine gewisse Anzahl an

DMX-Kanälen zur Steuerung. Dies kann

breit gefächert sein: von einem Kanal bei

einem ganz einfachen Weißlicht-Scheinwerfer

bis hin zu vielen Kanälen bei Moving

Lights oder speziellen Lichteffekten. Wie

viele Kanäle die Scheinwerfer benötigen,

erfährt man aus der Bedienungsanleitung.

Dort ist das DMX-Protokoll des Scheinwerfers

zu finden, aus dem auch genau hervorgeht,

welcher Kanal wofür zuständig ist.

Viele Scheinwerfer bieten sogar

mehrere Protokolle an, die unterschiedlich

viele DMX-Kanäle benötigen. Am übersichtlichsten

ist es, eine Liste der Zahl der

einzusetzenden Scheinwerfer anzufertigen

und darin zu vermerken, wie viele Kanäle

jeder einzelne Strahler benötigt. Zu

berücksichtigen ist dabei, dass die Lichtanlage

künftig eventuell auch erweitert

werden soll.

Neben der Gesamtanzahl an Kanälen

ist auch die Pultstruktur ein wichtiger

Faktor – gerade bei den kleineren Controllern

wird oft angegeben, wie viele einzelne

Scheinwerfer sich mit dem Gerät jeweils ansteuern

lassen. So kann ein Controller zum

Beispiel 192 DMX-Kanäle steuern, ist vom

Aufbau jedoch so konzipiert, dass maximal

12 Geräte gesteuert werden können – von

denen jedes Gerät 16 Kanäle haben darf.

Wenn man hingegen 20 Geräte mit je vier

DMX-Kanälen steuern will, braucht man

zwar weniger Kanäle als mit diesem Controller

höchstens möglich sind, aber die daraus

entstehende Pultstruktur wird dennoch

schwierig zu bedienen sein.

Funktionen und Bedienung

Doch damit nicht genug: Jedes Pult hat eine

eigene Bedienphilosophie und eventuell

auch verschiedene Funktionen, die das

Programmieren erleichtern können. Wenn

verschiedene Geräte angesteuert werden

sollen, wäre es zum Beispiel von Vorteil,

wenn das Pult eine sogenannte Patchfunktion

hat. Dies bedeutet, dass man

die Geräte nicht stur nach deren DMX-

Protokoll kontrollieren muss, sondern die

Kanalfunktionen verschieben kann. Wenn

also verschiedene Geräte mit identischen

Funktionen vorhanden sind, so können

diese so angelegt werden, dass man die

Farbe Rot trotzdem immer auf demselben

Fader findet.

Das Pult sollte über einen Bewegungsgenerator

verfügen, wenn mehrere

kopfbewegte Scheinwerfer eingesetzt

werden sollen. So vermeidet man das einzelne

Einstellen und Programmieren von

jedem Punkt des Bewegungsablaufs, son-

pma 06/17

69


© Shutterstock

Das Verhalten des Lichts während einem Gig und auch während der Pausen darf bei der Lichtgestaltung nicht außer Acht gelassen werden

dern gibt nur noch den Mittelpunkt, die

Form der Bewegung, den Radius und die

Geschwindigkeit ein.

Größere Controller haben diese

Funktion übrigens nicht nur für die Bewegungen,

sondern beispielsweise auch für

Farben oder sogar für alle Funktionen.

Allerdings ist zu beachten, dass

nicht nur die Programmierung bei der Anschaffung

eines Pults entscheidend ist:

auch wie später die Programme abgerufen

werden und wer das Pult bedienen soll, sind

wichtige Aspekte und sollten nicht außer

Acht gelassen werden.

Gerade wenn die Lichtsteuerung

nur nebenher bedient werden soll, wird

man erleichtert sein, wenn während der

Show alles übersichtlich ist. Gerade günstige

Controller, die nur wenige Taster haben

verlocken zum Kauf, da sie diesbezüglich

besonders einfach erscheinen.

Eben diese Taster sind oftmals mit

verschiedensten Funktionen belegt und

man muss sie mehrmals oder kombiniert

betätigen, um das gewünschte Ergebnis zu

erzielen. Bei vielen einfachen Pulten kann

man die einzelnen Lauflichter oder Stimmungen

nur starten und nicht deren Helligkeit

einstellen. Während andere Konsolen

die Möglichkeit bieten, jede Programmhelligkeit

stufenlos mit dem Fader

einzustellen, ist das bei den einfacheren

Konsolen nicht der Fall.

Man sollte sich zudem auch die Frage

stellen, ob mehrere Programme gleichzeitig

laufen sollen. Denn nicht jedes Pult

kann diese Funktion liefern und das gewünschte

Ziel erreichen. Die meisten der

Vertriebe stehen mit Rat und Tat zur Seite,

was man unbedingt nutzen sollte. Eigene

Ansprüche sollten zusammengefasst werden,

damit man bei der Beratung weis, wohin

die Reise gehen soll und welche Konsole

an besten geeignet ist. Ohne Beratung und

ohne Erfahrung wäre es nicht das erste Mal,

wenn man sich mehrere Konsolen kauft, bis

man den richtigen Controller gefunden hat.

Vorbereitung is alles

Ein vollkommener Sprung ins kalte Wasser

ist beim Programmieren der Lightshows definitiv

keine großartige Idee. Man sollte sich

auf jeden Fall mit dem eigenen Controller

auskennen, denn man muss beim Programmieren

sehr auf die eigentliche Bedienung

der Konsole achten – dies kostet viel Kraft

und spiegelt sich meist negativ in der Kreativität

wieder. Man sollte also erstmal das Pult

kennen lernen, bevor man sich ernsthaft an

die eigentliche Arbeit macht. Aber auch in

der Übungsphase sollten schon konkrete

Aufgaben gelöst werden, wie sie später in

der Praxis auch vorkommen.

Im Zeitalter der Video-Tutorials ist

es einfach, sich über die jeweilige Konsole

zu informieren und zu erfahren, wie sie zu

handhaben ist. Auch auf den Homepages

der Hersteller findet man genügend Material,

um sich mit der neuen Konsole zurecht

zu finden. Ebenfalls ist das gründliche

Studium der Bedienungsanleitungen

wichtig, da gerade bei den Scheinwerfern

hier oft DMX-Tabellen verzeichnet sind, auf

die man zurückgreifen muss um sie im

Controller anzulegen.

Natürlich sollte man sich auch im

Klaren darüber sein, was man mit der Lightshow

eigentlich erreichen will und welches

Ziel man sich gesetzt hat. Am besten ist es,

sich eine Liste der benötigten Stimmungen

zu erstellen. Wenn es eine klar strukturierte

Show ist, sollte man mit einer Setliste das

Licht programmieren, damit das Licht mit

der Musikstimmung zusammen passt.

Übrigens hilft es ungemein, wenn

beim Programmieren die passende Musik

abgespielt wird. Man sollte sich also im Vorfeld

die passenden Stücke suchen und sich

während des Programmierens unbewusst

inspirieren lassen.

Weniger ist oft mehr

Das Bühnenlicht soll den Auftritt unterstützen,

beziehungsweise optisch passend begleiten,

aber nicht von ihm ablenken. Man

muss also nicht gleich übertreiben und

gleich im ersten Lied demonstrieren, was

in der Lichtanlage steckt. Vielmehr sollte

man über die ganze Show immer wieder

70 pma 06/17


pma Basics: Lichtshow THEMA

für optische Überraschungen und Staunen

sorgen, um das Können der Lichtanlage

unter Beweis zu stellen.

Ebenso wichtig: nicht allzu viele Farben

gleichzeitig einsetzen, denn wirklich

stimmungsvolle Lichtbilder bestehen meist

nur aus wenig Farben. Mit wenigen, schön

aufeinander abgestimmten Farbtönen lässt

es sich viel stimmungsgerechter arbeiten,

wodurch eine Ballade zu einem unvergesslichen

Moment werden kann. Bei falscher

Farbwahl oder zu vielen Farben kann man

solch einen Moment schnell zerstören – was

natürlich nicht Sinn der Sache ist.

Beachten sollte man auch, dass sich

farbiges Licht mischt. Wer also seine Bühne

in Rot, Grün und Blau gleichzeitig beleuchtet

und die Farben sich mischen, erzeugt im

Endeffekt nur ein schmutziges Weiß.

Die eigenen Möglichkeiten sollte

man darüber hinaus ebenso bedenken:

Stress beim Aufbau und während der Show

Stimmungsvolle Beleuchtung ist auch mit wenig Farben möglich

sollten minimiert sein, um die eigene Arbeitsleistung

nicht zu beeinträchtigen. Denn

auch die noch so genialen Lichteffekte bringen

nichts, wenn die Ansteuerung nicht

klappt. Gerade wenn das Licht nebenbei bedient

werden muss, ist weniger hier oft mehr

und alles was chaotisch und unpassend

wirkt, ist kontraproduktiv. Statt die Bühne

Das Standardwerk für

Veranstaltungstechniker

Traversen-Tragwerke, Bühnenüberdachungen, Podien und

bewegte Konstruktionen spielen bei Veranstaltungen eine

unverzichtbare Rolle. Der hohe Anspruch an die technische

Ausstattung von Bühnen, Shows, Messen und Veranstaltungen

erfordert dabei grundlegende Kenntnisse in der Mechanik

hinsichtlich Planung und Ausführung der Gewerke.

Mechanik in der Veranstaltungstechnik

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THEMA pma Basics: Lichtshow

Um ein Farbchaos während der Show zu vermeiden, sollte man sich im Vorfeld überlegen, wie das Licht programmiert werden soll

also in ein unkoordiniertes Farbchaos zu verwandeln,

sollte sie besser in einer Stimmung

schön ausgeleuchtet sein – diese kann im

Zweifel auch während der ganzen Show beibehalten

werden.

Der Inspiration die Tür

öffnen

Es kann nie schaden, über den Tellerrand

zu schauen und zu beobachten, was

andere so mit ihren Möglichkeiten fabrizieren.

Sowohl bei kleineren Events als

auch bei den ganz großen Shows kann

man sich viel von anderen abschauen

und selbst damit experimentieren. Den

eigenen Stil entwickelt man erst mit der

bereits gemachten Erfahrung. Mit etwas

Kreativität lassen sich oft auch diese Ideen

in kleinem Stile umsetzen.

Ein Beispiel für tolle Vorbilder findet

man auch in der Natur: ob Sonnenuntergang,

Sternenhimmel, Regenbogen oder

Lichtstrahlen, die durch dicke Wolken brechen.

Die Natur hat die grandiosesten

Lichtspiele auf Lager, welche man auch in

der Veranstaltungstechnik umsetzen kann.

Auch mit wenigen Scheinwerfern kann eine schöne Lightshow gestaltet werden

Oft findet man die passende Farbe

oder Stimmung für die richtige Beleuchtung

bei der Lightshow bereits im Titel oder

dem Inhalt der jeweiligen Songs, die während

der Show oder Perfomance laufen sollen.

Purple Rain lässt grüßen.

Ein Song ist nicht gleich

die Show

Vor der Programmierung einer Show

empfiehlt es sich, eine sogenannte Cue-

Liste zu erstellen. Auf dieser wird unter

anderem vermerkt, an welcher Stelle der

Show welches Lichtprogramm eingespielt

werden soll. Aber Vorsicht: die Cue-Liste

beginnt nicht gleich mit dem ersten Song,

sondern deutlich früher – meist schon

beim Einlass des Publikums und endet oft

mit dem Putzlicht.

Man sollte festlegen, wie das Saalund

Bühnenlicht beschaffen sein soll, wenn

die Zuschauer den Veranstaltungsort betreten.

Bekanntlich zählt der erste Eindruck

besonders, hier kann man gleich zu Beginn

Interesse und Aufmerksamkeit wecken –

und auch ein unvergessliches Erlebnis vor

der eigentlichen Show.

72 pma 06/17


© Shutterstock

Die Natur bietet tolle Beispiele für Lichteffekte, wie zum Beispiel ein schöner Sonnenuntergang

Auch in den Pausen sollte man die

Lichtstimmung aktiv gestalten, denn diese

hat Einfluss auf die Stimmung des Publikums.

Ein farbiges Gewirr aus Lichteffekten

und Blitzen ist aber keineswegs von Vorteil,

denn man erreicht nur, dass die Zuschauer

froh sind, wenn die Show weitergeht und

das Chaos vorüber ist.

Nicht zu vergessen ist die Frage, wie

sich das Licht verhalten soll, wenn zum Beispiel

eine Ansage zwischen zwei Songs gemacht

wird oder wenn während eines Gigs

eine Pause gemacht wird – etwa um die

Gitarren zu wechseln. Auch solche Dinge

sollte bei der Lichtgestaltung beachtet werden,

denn gerade diese durchdachten

Übergänge machen oft den Unterschied

von einer professionell zur stark improvisiert

wirkenden Show.

Programmieren für das

Publikum

Das Licht muss nicht in erster Linie von der

Bühne aus gut aussehen, vielmehr soll doch

das Publikum die Lightshow genießen können.

Deshalb sollte man unbedingt aus der

Sicht der Zuschauer programmieren, auch

wenn die Scheinwerfer später während der

Show von der Bühne aus gesteuert werden

sollen. Die Wirkung des Lichts kann

man nur beurteilen, wenn man von dort

aus programmiert, wo während der Show

das Publikum ist. Wenn das Publikum permanent

geblendet wird, ist dies sicherlich

kontraproduktiv und nicht der Sinn der

Lightshow. Also sollte schon beim Aufbau

und Programmieren darauf geachtet werden,

dass eventuelle Blendwirkungen vermieden

werden und mit der Beleuchtung

nicht übertrieben wird.

Die Lichtdramaturgie ist ebenfalls

besonders wichtig – wie ein Film oder ein

gutes Buch lebt auch das Bühnenlicht von

Abwechslung und dramatischen Ereignissen.

Unterschiedliche Stimmungen machen

den Reiz einer guten Show aus.

Speichern nicht vergessen

Das man die Programmierungen speichern

muss, ist wohl bekannt. Bei einigen Pulten

muss man jedoch auch immer wieder

abspeichern. Also sollte darauf geachtet

werden, dass hier nichts verloren geht –

Sicherheitskopien sind in diesem Fall keine

schlechte Idee und können äußerst hilfreich

sein, sollte doch mal etwas abhanden

kommen.

Mittlerweile gibt es bei vielen kleineren

Pulten die Möglichkeit, die Programmierungen

und Einstellungen auf einen USB-

Stick zu speichern. Auch die Dokumentation

der eigenen Arbeit ist ein wichtiger Punkt:

man kann das Pult beschriften und notieren,

wo welche Scheinwerfer positioniert werden

und welche Startadressen diese haben. Bei

einem festen Aufbau ist dies besonders hilfreich,

allerdings nur, wenn jeder Scheinwerfer

nach genau diesem Plan beschriftet ist.

Zum Abschluss sollte noch eins gesagt

sein: niemand ist von Anfang an perfekt!

Mit etwas Übung und Kreativität

kann man es jedoch schaffen, aus einem

Lichter- und Farbengewirr auf der Bühne,

eine unfassbare Lightshow zu zaubern. Ob

nun für eine kleine Veranstaltung oder aber

für eine große Show – wichtig ist hierbei

nur, dass man gut vorbereitet ist, sein

Equipment kennt und sich an die jeweiligen

Arbeitsschritte hält.

Text: Erik Schröder

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73


HANSA 39 – FEIERWERK

Multifunktional in München

Seit nunmehr über 30 Jahren ist das Feierwerk in München die Adresse für junge Kunst, Musik

und Kultur. Eine dieser Hallen auf dem großen Gelände ist die Hansa 39, in der sich nicht

nur Bands aus unterschiedlichen Genres die Klinke in die Hand geben – Firmenfeiern, Workshops,

Theatervorstellungen und sogar Filmdrehs und Foto-Shootings sind hier möglich.

Auf den ersten Blick erinnert die Hansa

39-Halle an eine Kellerdisco mit

Garderobe und Barbereich – nur eben

im Erdgeschoss. Die Fenster sind abgedunkelt

und eine Bankreihe zieht sich an

der rechten Seitenwand zum Ausschank

entlang. Aber der Schein trügt!

Mit ihren 230 Quadratmetern und

dem dunklen, robusten Look ist die Hansa

39 eine klassische Konzerthalle. Auf

der großen, fest installierten Bühne waren

schon viele nennenswerte Künstler zu Besuch,

wie beispielsweise 2016 Frittenbude

auf ihrer großen Club-Tour oder die irische

Sängerin Wallis Bird. Tausende Besucher jubeln

hier bei Live-Konzerten verschiedenen

Künstlern aus allen Genres zu und feiern bis

in die frühen Morgenstunden.

Doch nicht nur für Events dieser

Art ist die Halle geschaffen: von 2014 bis

2016 fand auf dem Feierwerk-Gelände

die „Super Geek Night“ statt, eine Veranstaltung

für Fans der Konsolen- und

Online-Spiele. Die Hansa-Halle war hierbei

das sogenannte „Game-Center“, auf der

Bühne konnte man seine Tanzkünste auf

einer interaktiven Konsole zum Besten geben,

in jeder Ecke gab es Spielautomaten

wie man sie von früher kennt und Stände

mit verschiedenem Merchandise waren

aufgestellt.

Ebenso gut besucht ist der mehrmals

pro Jahr organisierte „Nachtkonsum

Mädelsflohmarkt“ oder das Stoner- und

Heavy Rock-Festival „Keep It Low“, das jedes

Jahr in der Hansa 39 stattfindet. Auch als

Foto-Shooting-Kulisse ist die Halle beliebt,

für jegliche Richtung der Kunst – ob mit

musikalischem Hintergrund oder in einer

anderen kulturellen Sparte.

Die Hansa 39 hat eine Kapazität

für bis zu 400 Personen bei unbestuhlter

Nutzung. Das Foyer gehört mit dazu und

kann mit einer Fläche von 60 Quadratmetern

unterschiedlich genutzt werden, zum

Beispiel als Empfangsbereich bei Messen

oder Tagungen und bietet auch Platz für eine

Kasse zum Kartenverkauf bei Konzerten

oder Themenabenden. Die Garderobe, links

neben dem Halleneingang, kann ebenfalls

mitgenutzt werden – sofern es gewünscht

ist. Die Bühne befindet sich im mittleren

Bereich der Halle und hat eine Fläche von

38,5 Quadratmetern mit direktem Zugang

zum Backstage-Bereich für die Künstler und

deren Equipment. Auf der linken Seite der

Hansa-Halle ist ein kleiner Sitzbereich fest

installiert und bietet eine gute Sicht auf die

Bühne, kann allerdings auch als Ausstellungsfläche

genutzt werden.

Der FoH (1,5 Meter x 5,5 Meter) ist

im hinteren linken Teil der Hansa zu finden

und bietet Platz für das gesamte technische

74 pma 06/17


THEMA

TECHNISCHE DATEN

PA – Amping:

3x KS CA4-U 4 Channel Controlendstufe mit je 4x

600/1200W

FOH

Mischpult: Soundcraft VI 3000 Digitalmischpult

MONITOR

Floor: 4x Martin LE400, Drumfill: 2x Martin F15

Amping: 1x Carver PM 1201

MICS:

5x Shure SM58, 1x Shure Beta58, 5x Shure SM57,

1x Shure Beta56, 1x Shure Beta52, 1x AKG D112,

3x AKG CK391, 3x Sennheiser E604, 6x Palmer PAN

02 DI

LICHT

Pulte: 1x MA Lightcommander,

1x MA Scancommander

Dimmerpack: 2x Controlite 12/10 (24/6: 24 Kanäle)

Scheinwerfer: 32x Mutlipar (Bühne), 4x PAR64

Raylight (Bühne), 4x PAR64 Floorspot (Bühne),

12x Multipar (Tanzfläche), 1x Strobe Martin

Atomic 3000, 4x Martin Mac 250 (Tanzfläche),

3x Pinspotleiste (je 6 Pinspots), 1x Smokefactory

Tourhazer II, 1x Smokefactory Data 2 Nebelmaschine

PROJEKTION/VIDEOTECHNIK

3x ACER H5360 Beamer 2200 ANSI lumen

1x Rollleinwand (4m breit, 3m hoch) – Bühne mittig

2x Rollleinwand seitlich (2,95m breit, 2,50m hoch)

Equipment. Der Saalausschank ist auf der

rechten Seite verbaut und nimmt keine große

Fläche in Anspruch.

Die Hansa-Halle dient bei der Super Geek Night als „Game Center“

Im angrenzenden Café-Bereich,

welcher übrigens ebenfalls zur Hansa

39 zubuchbar ist, gibt es einen kleinen

Gastraum. Neben dem Haupteingang

sind noch zwei Notausgänge vorhanden:

rechts neben dem Sitzpodest und einmal

durchgängig zum Café.

Den Feierwerk e. V. kann man

online kontaktieren, hier erfährt man die

Raummiete, welches Equipment vorhanden

ist und erhält dazu noch Informationen

und Unterstützung für die Planung

des Events – ob im praktischen oder technischem

Bereich. Die Hansa 39 bietet also

genug Platz für Konzerte, Ausstellungen,

Themenfeierlichkeiten und sogar Hochzeiten,

Foto-Shootings und Videodrehs.

Jeder Veranstalter, jede Band und

jeder Künstler kann die eigene Technik-

Crew mitbringen. Allerdings ist auch immer

mindestens ein Techniker vom Feierwerk

vor Ort, um bei möglichen Schwierigkeiten

auszuhelfen und der Crew unter die

Arme zu greifen.

Text: Lisa Schaft

Fotos: Feierwerk e. V.

Steamography

Der Grundriss der Hansa 39-Halle im Feierwerk

pma 06/17

75


WESTHAFEN EVENT UND CONVENTION CENTER (WECC)

Industriearchitektur trifft auf

Hightech

Berlin boomt auf zahlreichen Gebieten noch immer, setzt zukunftsweisende Akzente und

lockt damit nicht nur Touristen. Vor allem auch Geschäftsleute, Wissenschaftler und andere

Experten aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen kommen in die deutsche Hauptstadt,

wovon Event-Locations wie das Westhafen Event und Convention Center (WECC) profitieren.

Seit Frühjahr 2015 ist es den Betreibern

Thorstern Schermall und Jean-Claude

Ketterer gelungen, große bekannte Unternehmen

wie SAP, Samsung oder Microsoft,

Ministerien und Botschaften sowie

große Verbände wie die Deutsche Fußball

Liga von ihrer 3.000 Quadratmeter großen,

für rund 6,5 Millionen Euro umgebauten

und mit modernster Veranstaltungs- und

Gebäudetechnik ausgestatteten Event-Location

zu überzeugen.

„Unsere Kunden schätzen die Lage

am Wasser und das besondere Ambiente

an diesem besonderen geschichtsträchtigen

Ort“, erklärt Frederik Gehrmann, Sales

Manager bei der Betreiberfirma 40seconds

Roof GmbH & Co. KG.

Im Berliner Westhafen, dem

zweitgrößten Binnenhafen Europas, werden

bis heute Containerschiffe gelöscht.

Die denkmalgeschützte Lagerhalle diente

einst nicht nur als Getreidespeicher,

in den zwanziger Jahren, von 1926 bis

1931, ließ der Automobilbauer Ford dort

das Modell T produzieren.

Bis zu 1.500 Gäste können unweit

der Hafenbecken seit gut zwei Jahren tagen

und feiern, der Kontrast von alter Industriegeschichte

und moderner Dienstleistungswelt

begeistert die Eventplaner. Im Juni

war das WECC durchgängig gebucht, die

Freunde der Nationalgalerie feierten hier

kürzlich ihren 40. Geburtstag, der Lions

Club Deutschland seine 100 Jahre Gala und

Zalando die Hauptversammluing mit mehr

als 250 Teilnehmern.

Außerdem kamen rund 350 Führungskräfte

und Veranstaltungsplaner von

Verbänden und vergleichbaren Organisationen

zum Infotag „Verband & Tagung“.

Anfang September, zwei Wochen vor der

Bundestagswahl, wird es politisch im WECC,

wenn die Kanzlerkandidaten Angela Merkel

(CDU) und Martin Schulz (SPD) im Berliner

Westhafen live zum TV-Duell antreten und

voraussichtlich von Sandra Maischberger

(ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel

(RTL) und Claus Strunz (Sat.1) ins „Kreuzverhör“

genommen werden.

Die multifunktionalen Räume des

WECC sind mit modernster Medien-,

Licht-, Ton- und Konferenztechnik ausgerüstet,

auf insgesamt mehr als 2.800

Quadratmetern Fläche sind elf variabel

nutzbare Räume untergebracht. Die beiden

parallel bespielbaren Hauptsäle, das

Herzstück der Location, verfügen über eine

Fläche von 770 beziehungsweise 420

Quadratmeter und einer Deckenhöhe von

12,40 Meter. Verbunden sind sie durch ein

variabel nutzbares Foyer. Im Erdgeschoss

befindet sich der 450 Quadratmeter umfassende

Seminar- und Workshopbereich

mit neun kombinierbaren Einzelräumen

sowie einem Flurbereich für Gaderobe und

Catering.

W-LAN gibt es auf allen Etagen, für

Vorträge und Konferenzen steht High-End-

Projektionstechnik zur Verfügung, und das

76 pma 06/17


THEMA

integrierte, umfangreiche Rigging bietet nahezu

grenzenlose Möglichkeiten für die Befestigung

von Scheinwerfern, Videotechnik

oder Dekoration. Die großartige Architektur

des Gebäudes wird durch starkes Ambientelicht

unterstrichen.

Die satis & fy AG sorgt im WECC

als Exclusive und Preferred Partner für die

technische und architektonische Eventumsetzung.

Jährlich realisiert das Unternehmen

zirka 500 Veranstaltungen. Zu den Projekten

der Berliner Niederlassung zählen beispielsweise

die Verleihung der Sterne des Sports

im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen

Volksbanken und Raiffeisenbanken,

Events für das Reiseportal Urlaubspiraten,

für das Hotelportal HRS, den Automobilhersteller

Rolls Royce oder die Abschlussgala der

Mercedes Benz Fashion Week. Ebenso auf

der Referenzliste stehen Festivals wie Berlin

Atonal, das Musikfestival club transmediale

sowie das Filmfestival Asian Hot Shots.

Neben dem WECC werden auch der

Admiralspalast, das Museum für Kommunikation,

das Museum für Naturkunde und die

Eventlocation Motorwerk von den satis & fy

Mitarbeitern betreut.

Die Betreiber planen, den Event-

Space im Westhafen noch zu erweitern.

„Wir werden zur Wasserseite auf dem

Kran eine Terasse bauen und zusätzlich

noch einen Bootsanleger, damit unsere

Tagungsteilnehmer und Gäste per Schiff

zu ihrem Hotel gelangen oder gleich eine

Stadtrundfahrt unternehmen können“,

kündigt Frederik Gehrmann an.

Rund 350 Führungskräfte und Veranstaltungsplaner kamen zum Infotag "Verband & Tagung"

Weil der Kongreß- und Tagungsmarkt

in Berlin nach wie vor wächst – im

vergangenen Jahr reisten mehr als 11,5

Millionen Teilnehmer zu 137.500 Veranstaltungen

in die deutsche Hauptstadt, sind die

Betreiber des WECC optimistisch, von dieser

Entwicklung profitieren zu können. Im weltweiten

Ranking der International Congress

und Convention Association (ICCA) lag Berlin

2016 an der Spitze, allein durch die mehr

als 1.000 Veranstaltungen wie Europa- und

Weltkongresse internationaler Verbände

an der Spree. Laut Berlin Convention Office

(BCO) generiert das Kongressgeschäft rund

ein Viertel der 31 Millionen Hotelübernachtungen

in Berlin. Zu den Partnerlocations des

WECC zählen das Ewerk Berlin, Funkhaus

Berlin (siehe pma 4/2017), der Bärensaal im

Alten Stadthaus, die Große Orangerie im

Schloss Charlottenburg sowie der Postbahnhof

am Ostbahnhof.

Bereits seit Anfang Juli ist 40secconds

Catering übrigens exklusiver Partner

des radio eins Pop-Up Restaurants im 14.

Stock des rbb-Fernsehsendezentrums an der

Masurenallee. Zum 20. Geburtstag des Senders

gibt es dort ein halbes Jahr lang Livesendungen,

Essen, Drinks und „die beste Aussicht

der Stadt“. Bis Dezember können die

Hörer und Zuschauer gemeinsam mit den

Programmachern und Gästen gemeinsam

Feiern und Genießen. Geboten werden von

Montag bis Freitag Konzerte, Lesungen, Comedy

und Kabarett.

Zu den prominenten Abendgästen

auf der rbb-Dachterasse zählen Helge

Schneider, der Schauspieler Lars Eidinger,

Rainald Grebe und seine Kapelle, der Journalist

und Autor Alexander Osang oder die

Berliner Modedesignerin Esther Perbandt.

Zudem sorgen radioeins-Allstars wie Lea

Streisand oder Sarah Bosetti mit ihren Lesebühnen

für beste Unterhaltung, moderiert

werden die besonderen rbb-Jubiläums-

Abende von Bettina Rust, Serdar Somuncu,

Martin Gottschild und Tommi Wosch.

In der denkmalgeschützten Lagerhalle ließ Ford in den Zwanziger Jahren das Modell T produzieren

Text: Thomas Korn

Fotos: Thomas Korn, WECC

pma 06/17

77


KÖPFE Rainer Wendt

RAINER WENDT

Mission

Projektleitung

Umfang und Aufgabengebiet eines Projektleiters

in der Veranstaltungsbranche definieren sich

immer wieder aufs Neue. Einer der diese Entwicklung

seit annähernd 20 Jahren durchläuft ist

Rainer Wendt, Senior Project Manager beim Full-

Service-Dienstleister satis&fy in Karben.

Der Projektleiter als Verantwortlicher

für die Planung, Entwicklung und

Durchführung einer beauftragten

Veranstaltung für einen Kunden, ist

so etwas wie der Hub eines sternförmigen

IT-Netzwerkes. Er steht im Zentrum des

Geschehens und ist zugleich die einzige

Person welche als Vertreter des Dienstleisters

in direktem Kontakt mit dem Kunden

steht und sich mit diesem über Planung

und Konzeption, technische Umsetzung,

Produktionszeiträume bis hin zum Thema

Finanzen abstimmt. Gleichzeitig veranlasst

er sämtliche Abläufe und Beauftragungen

an die eingebunden Gewerke und definiert

die zeitlichen Vorgaben.

Projektleiter sind so etwas wie

spezialisierte Generalisten, deren veranstaltungstechnisches

Know-how auf

einer soliden Grundlage beruht, welches

diesen in Rücksprache mit den Gewerken

ermöglicht Aufwand, Umfang und Umsetzung

eines Veranstaltungsprojektes

global zu erfassen und im Kontext des

großen Ganzen realistisch einzuordnen

um so mit dem Kunden einen optimalen

Austausch über den jeweiligen Stand der

Dinge zu ermöglichen.

„Man lernt nie aus – mit jedem Projekt werden

wir vor neue Herausforderungen gestellt.“

Anlässlich der Produktion von Luke

Mockridge in der Festhalle Frankfurt, an

welcher satis&fy, vertreten durch Projektleiter

Rainer Wendt, für die Bereitstellung

und Bau des örtlich zu stellenden Bühnengewerkes

beteiligt gewesen ist, haben wir

ihn am Firmensitz in Karben besucht.

pma: Sie sind einer der erfahrensten

Mitarbeiter im Hause satis&fy und

haben die Entwicklung dieses Unternehmens

nahezu von Anbeginn an

mit begleitet. Wie sie Ihr persönlicher

beruflicher Werdegang in diesem

Hause aus.

Rainer Wendt: In der Tat bin ich schon

sehr lange dabei, jedoch nicht ganz von

Anbeginn an.

Ich arbeite seit Ende 1999 aktiv

und dauerhaft bei satis&fy und habe

die sehr spannende Entwicklung dieses

Unternehmens miterleben dürfen. Zu

Beginn als auch die Jahre darauf habe

ich vor allem als technischer Leiter bei

zahlreichen Projekten mitgewirkt. Als die

Anfragen der Kunden stetig weiter anstiegen,

habe ich mehr und mehr auch

als Projektleiter fungiert, eine Tätigkeit,

die ich auch heute noch ausübe.

pma: Welche Art beruflicher Ausbildung

hat Sie zu satis&fy mitgebracht

und in welchem Gewerk waren sie

zuvor tätig?

Rainer Wendt: Ausbildung? Als ich in

78 pma 06/17


Der Dienstleister satis&fy war für die Licht-, Ton-, Kamera-, Projektions- und Regietechnik beim Reklamefilmpreis zuständig

dem Industriezweig 1988 als freier Techniker

begonnen habe zu arbeiten, gab es

keinerlei Ausbildungsmöglichkeiten für

Eventtechnik. Damals hieß es ganz klar

„learning by doing". Von Vorteil war, dass

ich bei Siemens eine technische Ausbildung

absolviert hatte und in diesem Beruf einige

Jahre gearbeitet habe. Aber bereits vor

meiner Ausbildung bei Siemens hat mich

das Thema Lichtdesign interessiert. Daher

habe ich bereits als Jugendlicher schon in

Jugendclubs Discolichtanlagen installiert

und mit Effekten gespielt. Und so hat es

sich ergeben, dass ich später mit namhaften

Bands auf Tour gegangen bin sowie bei

großen Opern wie der Arena di Verona als

auch bei großen Industrieveranstaltungen

im Einsatz gewesen bin.

pma: Welchen Geschäftsbereich betreuen

Sie aktuell als Senior Project

Manager?

Rainer Wendt: Aktuell bin ich im Bereich

Project Management tätig und

für die Kundenbetreuung bei Corporate

Events als auch im Live Entertainment

verantwortlich. In dieser Funktion betreue

ich unter anderem die Batschkapp

in Frankfurt, an deren Ausbau ich maßgeblich

beteiligt gewesen bin. Darüber

hinaus kümmere ich mich neben den

vielen Projekten als Teamleiter um mein

breit aufgestelltes Projektteam.

pma: Das Unternehmen gilt seit jeher

als besonders fortschrittlich was Gestaltung,

Medienpräsenz, soziale Kompetenz

sowie die Art der Unternehmensführung

anbelangt. Ist dies eines

der Geheimnisse des Erfolgs, Mitarbeiter

über viele Jahre an sich zu binden?

Rainer Wendt: satis&fy’s Erfolg erklärt

sich mit Sicherheit zum einen durch die

hohe Kompetenz langjähriger Mitarbeiter,

die ihr Wissen gern mit den jüngeren

Kollegen teilen, so ist sicherlich auch der

freundliche und offene Umgang untereinander

ein weiterer Punkt, welcher den

Erfolg begründet. Die Arbeitsatmosphäre

ist einfach großartig und in Karben, dem

Hauptsitz der Unternehmens, kommt

auch noch die tolle Lage im Grünen der

Wetterau hinzu.

pma: Sind Sie persönlich auch an der

Aus- / Weiterbildung nachkommender

Mitarbeiter beteiligt?

Rainer Wendt: Natürlich bin ich auch an

der Ausbildung der Veranstaltungskaufleute

beteiligt. Seit vielen Jahren sitzt ein

Auszubildender in meinem Büro, es macht

mir großen Spaß, meine Erfahrung an die

jungen Menschen, die in der Branche erst

beginnen, weiterzugeben.

pma: Neben dem Stammsitz in Karben

besitzt das Unternehmen ja

auch noch eine ganze Anzahl weiterer

Dependancen wie Werne, Berlin,

Hamburg und München bis hin

nach Portland im US Bundesstaat

Oregon und New York. Wie sehr

sind diese Standorte denn miteinander

vernetzt und kommt man

da als Mitarbeiter auch mal in den

pma 06/17

79


KÖPFE Rainer Wendt

Beeindrucke Designs und Bühnentechnik von satis&fy

Genuss an einem dieser Standorte

mitzuwirken?

Rainer Wendt: Wir arbeiten bereits seit

Jahren sehr vernetzt miteinander. So kann

es auch durchaus vorkommen, dass ein Projekt

in New York, Portland oder Hilversum

von Karben oder einem anderen Standort

aus geplant und betreut wird, wenn

die Kollegen vor Ort ausgelastet sind. Da

wir an allen Standorten mit dem gleichen

Warenwirtschaftssystem arbeiten, können

Projekte von überall aus bearbeitet werden.

Die Projektleiter tauschen sich regelmäßig

wie intensiv untereinander aus und unterstützen

sich gegenseitig im Arbeitsprozess.

Zudem findet ein regelmäßiger Projektleiteraustausch

zwischen unseren verschiedenen

Niederlassungen statt, um die unterschiedlichen

Arbeitsweisen und -kulturen in den

verschiedenen Ländern kennenzulernen.

pma: Was waren die bislang für Sie

bedeutendsten Projekte an denen Sie

für satis&fy mitgewirkt haben?

Rainer Wendt: Ich erinnere mich sehr

gerne an eine Produktion im Schloss Neu

Schwanstein. Eine Produktion an einem

solch bekannten Ort gab es zuvor noch

nie! Das Projekt unterlag zudem strengster

Geheimhaltung. Wir mussten viel improvisieren,

da zudem auch die geografische

Erreichbarkeit der Location sehr schwierig

gewesen ist. Auch ein weiteres Projekt, in

Garmisch Patenkirchen, welches ich bereits

seit nahezu 18 Jahren betreue, möchte ich

nicht missen.

pma: Wie gefragt ist die Meinung

lang gedienter Mitarbeiter wie Sie einer

sind, wenn es um die Ausrichtung,

den Fortschritt des Unternehmens

geht?

Rainer Wendt: Der Vorstand von satis&fy

ist immer an der Meinung der Mitarbeiter

interessiert, egal wie lange, diese schon

im Unternehmen sind. Wenn ich etwas

auf dem Herzen habe oder mich einbringen

möchte, stehen mir dazu viele Wege

zur Verfügung. Der Vorstand kommt

aber auch gezielt auf uns zu, um unsere

Meinung zu unterschiedlichen Themen

zu erfahren.

pma: Das Unternehmen satis&fy ist

ebenso bekannt dafür, auch über

den Tellerrand hinaus zu schauen,

wie beispielsweise die Mitgestaltung

von Standards so bezeichneter Green

Events, sprich Veranstaltungen, die in

der Art der Durchführung und dem

Design besonders auch auf den ökologischen

Aspekt ausgerichtet sind.

Kommen derartige Initiativen und

Entwicklungen aus der Mitarbeiterschaft

heraus oder wie entwickelt sich

so etwas?

Rainer Wendt: Zum einen kommen die

Initiativen aus dem Mitarbeiterumfeld,

zum anderen von unserem Nachhaltigkeits-Team.

Alles in allem ist jeder bei

uns angehalten, in seinem Bereich das

Beste aus dem Projekt zu machen und

Kunden nachhaltige Lösungen anzubieten,

wenn dieser es verlangt. Wir achten

stets darauf unsere Transportwege so

80 pma 06/17


Rainer Wendt KÖPFE

Auch bei Konzerten mischt das Unternehmen auf der Bühne in jeglicher Form mit

kurz und effizient als möglich zu halten

und energieeffizientes Equipment einzusetzen.

pma: Wie sieht es hinsichtlich immer

neuer Aufgabenbereiche und Kompetenzen

im Hause satis&fy mit der

Weiterbildung der Projektleiter aus -

nehmen Sie ebenso an Fortbildungen

teil?

Rainer Wendt: Man lernt nie aus. Mit

jedem Projekt das wir bearbeiten, werden

wir vor neue Herausforderungen gestellt.

Mit jeder neuen IT-Lösung stehen wir vor

neuen innovativen Aufgaben. Mit jeder

neuen Bestimmung oder Gesetzesänderungen

im Eventbereich haben wir Schulungsbedarf.

Die Mitarbeiter / Projektleiter

werden bei uns ständig geschult. Dabei

handelt es sich insbesondere um interne

Schulungen, zu denen Gastdozenten eingeladen

werden, wie z.B. Ersthelferkurse,

Gabelstaplerscheine, Ladungssicherung,

Lehrgänge zum Anschlagen von Traversen,

Brandschutz etc.

Um die Professionalisierung in der

Branche zu begleiten, hat satis&fy in Kooperation

mit der Technischen Hochschule

Mittelhessen in Gießen den Studiengang

„Eventmanagement und -Technik“

aufgebaut. Einige unserer Projektleiter

studieren dort berufsbegleitend.

pma: Sie sind Ihrem Arbeitgeber ja

auch geografisch sehr verbunden und

wohnen mit Ihrer Familie quasi in der

Nachbarschaft, nur wenige Minuten

entfernt. Ist das auch so einen Art

Commitment?

Rainer Wendt: Nein, das ist kein Commitment.

Wie der Zufall es so will, wohnt meine

Familie (Mutter, Schwester, deren Kinder) in

der Umgebung von satis&fy. Natürlich ist

es auch ein Stück Lebensqualität, wenn der

Weg zur Arbeit mit dem Rad in 15 Minuten

zu bewältigen ist. Und außerdem ist die

Wetterau sehr schön.

pma: Wie sieht es hinsichtlich der

Work-Life-Balance des Projektleiters

Rainer Wendt aus, wenn er mal nicht

an der Planung und dem Design

neuer Veranstaltungen arbeitet und

wird auch dieser Aspekt im zeitgemäßem

Sinne von satis&fy positiv

unterstützt?

Rainer Wendt: Ich bin der Meinung, dass

hier jeder ein Stück weit auf sich selbst achten

muss. In der Branche und in unserem

Job kommt es natürlich öfters vor, dass man

abends länger und auch mal am Wochenende

im Büro sitzt. Als Teamleiter bin ich

angehalten, auf meine Kollegen zu achten,

halte sie an, Urlaub zu nehmen und Überstunden

zeitnah abzubauen. Homework

ist auch immer mal drinnen, wenn man

seine Ruhe braucht, um konzentriert zu

arbeiten. Ich persönlich nehme gerade an

einem Tai Chi Kurs auf dem Firmengelände

teil, was mir persönlich unheimlich gut tut.

Text & Interview:

Ray Finkenberger-Lewin

Fotos: satis&fy / Rainer Wendt

pma 06/17

81


HANDS-ON TEST SE ELECTRONICS V3 UND V7

SE ELECTRONICS V3 UND V7

Großer Sound für kleines Geld

Der Hersteller sE Electronics hat sich gute Qualität zum günstigen Preis zur Aufgabe gemacht.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat sich sE-Electronics schnell zu seinem international

angesehenen Hersteller entwickelt. Mit einem engagierten und kreativen Team

hat sE-Electronics nun zwei neue Gesangsmikrofone entwickelt: das V3 und das V7, welche

mit der versprochenen hohen Qualität zu kleinem Preis erhältlich sind.

Der Mikrofonhersteller sE Electronics

hat sich seit seiner Gründung

einen festen Platz in der internationalen

Musikbranche erarbeitet.

Das Ziel des Unternehmens ist die Herstellung

hochwertiger und überwiegend

von Hand gefertigter Produkte – zu

bezahlbaren Preisen. Das Interesse von

Studio-Legende Rupert Neve wurde

durch diese Zielsetzung geweckt und gemeinsam

mit ihm wurden bereits einige

Produkte zusammen entwickelt. Neueste

Entwicklungen der Mikrofonschmiede:

die beiden dynamischen Gesangsmikrofone

V3 und V7, die für den Live-Einsatz

konzipiert wurden.

Diese dynamischen Vokalmikrofone

werden in einem stabilen Karton

geliefert, welcher auch eine Kunststoffgewebetasche

und eine Mikrofonklemme

zur Stativmontage enthält. Das schlicht,

aber edel wirkende, mattschwarze Design

verleiht beiden Mikrofonen einen

hochwertigen Charakter – kombiniert

mit einem hohen Gewicht und einer sehr

sauberen Verarbeitung.

Das besondere Kennzeichen: der

rote Windschutzeinsatz, der durch die Öffnungen

des stabilen, ebenfalls mattschwarz

gehaltenen Geflechts des Kapselkorbs

sichtbar ist. Ein schwarzer Schaumstoff als

Alternative liegt bei. Das Korbgeflecht wird

an der breitesten Stelle zusätzlich durch

einen Metallring geschützt, der an sechs

Stellen gerade angeschliffen ist, sodass das

Mikrofon nicht so leicht von ebenen Flächen

herunterrollen kann.

Features

Laut dem Hersteller war es das Ziel der

Entwicklung, in enger Zusammenarbeit

mit namhaften Bands und Künstlern die

Klanggüte von Studio-Mikrofonen mit

den Anforderungen des Bühneneinsatzes

zu kombinieren. Diese Bemühungen sind

gelungen, denn das kleinere V3 und auch

das V7 überzeugen vor allem durch ihren

hervorragenden, vollen und runden Klang.

Zum Einsatz kommt in der Mikrofonkapsel

des V3 eine Tauchspule aus

Kupfer, beim V7 ist eine Tauchspule aus

Aluminium verarbeitet. In beiden sitzen

Neodym-Magnete, welche gegenüber herkömmlichen

Ferrit-Magneten bei gleicher

Masse ein stärkeres Magnetfeld erzeugen

– das wirkt sich wiederum positiv auf die

Signalstärke der Mikrofone aus.

Eine neu entwickelte und patentierte

Aufhängung der Mikrofonkapsel

entkoppelt diese vom massiven

und stabilen Metallgehäuse und

sorgt so für effektive Dämpfung von

Handgeräuschen oder anderen tieffrequenten

Schwingungen. So wird etwa

Trittschall auf der Bühne wirkungsvoll

unterdrückt.

Praxis

Das V3 wird zwar von sE Electronic als

„Workhorse“ bezeichnet, jedoch stellte

sich bei den Tests eher der Eindruck

eines edlen Araber-Hengstes ein: es ist

ausdauernd und zu Höchstleistungen

fähig. Eine geringe Anhebung im unteren

Frequenzbereich und in den Höhen

verleiht dem V3 einen vollen, runden

Sound bei gleichzeitig sehr guter

Sprachverständlichkeit.

Durch die Aluminium-Tauchspule

glänzt das V7 mit einem noch schnelleren

Ansprechverhalten gegenüber dem V3,

ein etwas linearerer und erweiterter Frequenzgang

wird dadurch ermöglicht. Wie

beim kleineren Bruder ist der Grundklang

des V7 sehr natürlich, frisch und kräftig,

mit einem runden, satten Low-End und

seidigen Höhen. Das Gesangsmikrofon ist

dafür geeignet, jedes Detail der Stimme

hörbar zu machen.

Beide Mikrofone gewährleisten

eine gute Sprachverständlichkeit durch

die leichte Betonung der hohen Frequenzen,

wobei Handgeräusche sehr gut

gedämpft werden. Für die optimale Signalübertragung

sorgen die vergoldeten

Anschlusskontakte.

Das Endergebnis der beiden

dynamischen Gesangsmikrofone: sE

Electronics hat mit den beiden Mikrofnen

zwei günstige Live-Werkzeuge

82 pma 06/17


SE ELECTRONICS V3 UND V7 HANDS-ON TEST

Das Gesangsmikrofon V3

Das Gesangsmikrofon V7

mit hoher Klangqualität konstruiert.

Beim Blick auf das Preisschild vermutet

man wahrscheinlich zunächst einen

Druckfehler, doch wer mit dem Gedanken

spielt, sich ein neues Mikrofon

zu kaufen, sollte definitiv eines dieser

Mikrofone in Betracht ziehen. Von dem

niedrigen Preis sollte man sich hierbei

nicht verunsichern lassen.

Text: Michael Hennig

SE ELECTRONICS V3 UND V7

Charakteristik:

V3 – Niere

V7 – Superniere

Übertragungsbereich:

V3 – 50-16.000 Hz

V7 – 40-19.000 Hz

Abmessungen/Gewicht:

V3 – 5,2 cm, Ø x 18,1 cm, 295 g

V7 – 5,4 cm, Ø x 18,4 cm, 305 g

Preise (UVP):

V3 – 89 Euro

V7 – 129 Euro

Vertrieb:

BsE Electronics, www.seelectronics.com

Mega Audio, www.megaaudio.de

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HANDS-ON TEST Beyerdynamic TG 500

BEYERDYNAMIC TG 500

Die ganze Band mit Funk verbunden

Ob nun für das Vocal-Mikrofon beim Leadsänger, ein Instrumentenset für die Saitenfraktion

oder ein Headset für den Drummer: aus dem Hause Beyerdynamic kommt mit dem

TG-500-System eine passende Wireless-Lösung für jedes Bandmitglied auf den Markt.

Das Unternehmen Beyerdynamic

konnte seit der Gründung in den

1920-er Jahren immer wieder mit

hochprofessionellen Audio-Produkten

überzeugen. Mit dem TG-500-Funksystem

kommt nun ein flexibles Funksystem,

welches sich für Sänger ebenso eignet,

wie für Instrumentalisten – die ideale

Lösung zur kabellosen Übertragung von

Audio-Signalen verschiedenster Couleur.

Die Frequenzbereiche

Auf der Beyerdynamic-Website gibt es

eine Übersicht als PDF-Dokument, in der

genau erklärt wird, welche Bereiche ohne

Anmeldung und ohne Gebühren genutzt

werden können. Abgestimmt auf die

anmelde- und gebührenfreien Funkfrequenzbereiche

gibt es das TG 500 in vier

verschiedenen Versionen:

Für den Frequenzbereich 518 bis

548 MHz, 606 bis 636 MHz, 794 bis

832 MHz und 1.780 bis 1.810 MHz.

Jeder dieser vier Bereiche ist in 18

verschiedene Kanäle aufgeteilt, sodass mit

dem TG 500 maximal 72 Kanäle parallel

betrieben werden können. Das reicht

auch für größere Combos, Bigbands und

sogar für ein ganzes Orchester. Damit

jeder das für ihn geeignete Set findet,

wurden Produktgruppen erstellt:

• Das TG 510 Instrument Set, bestehend

aus einem TG-500SR-Empfänger und

TG 500B-Taschensender mit 6,3-mm-

Klinkenstecker-Gitarrenkabel

• TG 550 Vocal Set, bestehend aus

TG 500SR und dem Handsender

TG 500H-D als dynamisches Mikrofon

• TG 556 Vocal Set, bestehend aus

TG 500SR und dem Handsender mit

Kondensatorkapsel TG 500H-C

• TG 534 Headworn Set, bestehend aus

TG 500SR und TG 500B-Taschensender

mit dem TG-H34-Headset als Mikrofon.

Mithilfe dieses Systems kann man beispielsweise

auch den Drummer effektiv

an den Backings teilhaben lassen. Dazu

gibt es mit dem TG 558 Presenter Set,

bestehend aus TG-500SR-Empfänger und

TG-500B-Taschensender mit TG-L858-

Lavalier-Mikrofon, noch eine Konferenz-

Version des Systems.

Die Empfangseinheit

Beyerdynamic stellt für die äußerst

wichtige Empfangseinheit gleich zwei

verschiedene Geräte zur Verfügung – den

zweikanaligen Dual-Receiver TG 500DR in

einem 19“-Metallgehäuse und den einkanaligen

Singe-Receiver TG 500SR in einem

9,5“-Metallgehäuse.

Hierbei bietet der Dual-Receiver

nicht nur einfach einen zweiten Kanal, sondern

wartet mit zusätzlichen Features auf,

die beim Single-Receiver nicht vorhanden

sind. Beispielsweise der „Mixed Audio-Output“,

ein integriertes Netzteil, ein eingebauter

Antennen-Splitter und eine integrierte

8-V Antennen-Phantomspeisung für den

Betrieb externer Antennen.

Dank dem „Mixed Autio-Output“,

bei dem die Audio-Signale beider Empfänger

zu einem Signal zusammengemischt

werden können, kann ein externes Mischpult

entweder komplett entfallen oder

Kanalzüge eingespart werden. Wer darauf

jedoch nicht verzichten möchte, dem steht

der Dual-Receiver auch einzelne, symmetrische

XLR- und Klinkenbuchsen-Audio-

Ausgänge für jeden Kanal zur Verfügung.

True-Diversity-Empfang

Bei der Entscheidung ob Dual- oder Single-Receiver

bleibt sich das Ergebnis gleich,

beide Geräte arbeiten nachdem True-Diversity-Prinzip,

bei dem das Funksignal von

zwei getrennten Empfangseinheiten verarbeitet

wird. Erst nach der Verarbeitung

wird vom System entschieden, welches

Signal das bessere ist, welches dann letzten

Endes als Audio-Signal am Ausgang

angelegt wird. Beide Empfänger verfügen

über zwei abnehmbare Antennen, die

über einen verriegelbaren BNC-Anschluss

am jeweiligen Gerät angebracht werden.

Darüber hinaus bietet Beyerdynamic ein

umfangreiches Zubehör, in dem weitere

Antennen-Typen, wie Richtantennen,

enthalten sind an. Mit diesen lassen sich

dann auch noch größere Distanzen überbrücken.

Die integrierte Pilotton-Funktion

sorgt für eine interferenzfreie Übertragung

und warnt bei nachlassender Batterieleistung

automatisch. Ebenso ist eine Infrarot-

Schnittstelle vorhanden, zur Übertragung

der Einstellungen vom Empfänger zum

Sender. Bei der Einrichtung der Systeme

hilft eine Scan-Funktion mit automatischem

Suchlauf, die ansprechend gestalteten

Empfänger bieten eine übersichtlich

gestaltete Front mit wenigen Bedienelementen

– diese sind intuitiv handhabbar.

Mit dem hinterleuchteten LC-Display

kombiniert, ermöglichen sie eine benutzerfreundliche

Menüführung, das sehr gut

84 pma 06/17


Beyerdynamic TG 500 HANDS-ON TEST

Das TG-500-Funksystem mit Taschen- und Handsender

lesbare Display zeigt während des Betriebs

die Signalstärke des Funk- und des Audio-

Signals in getrennten Balken an – ebenso

die Batteriestärke der gekoppelten Sender.

Der Taschensender

Der Taschensender TG 500B wird beim

Instrumenten-Set und in Kombination

mit einem Headset oder einem Lavalier-

Mikrofon angeboten. Das gerade einmal

zehn Zentimeter hohe, ergonomisch

geformte Kunststoffgehäuse macht

einen robusten und bühnentauglichen

Eindruck und hat ohne Batterien ein

Gewicht von 85 Gramm. Somit kann er

einfach in einer Jacken- oder Gesäßtasche

untergebracht werden und durch

die schmäler werdenden und abgerundeten

Seiten ist er kaum sichtbar. Die

Antenne des Taschensenders ist nur rund

drei Zentimeter lang und verschwindet

ebenfalls in der Tasche, so wie der Sender

selbst. Mit einem Clip aus stabilem und

trotzdem elastischen Draht, welcher im

Lieferumfang inbegriffen ist, wird ein

versehentliches Herausrutschen aus der

Tasche verhindert.

Die große Klappe des Batteriefachs

nimmt den größten Teil des Taschensenders

ein und lässt sich leicht öffnen. Im

Innenleben findet man Platz für zwei 1,5-V-

AA-Batterien, diese werden ebenfalls mitgeliefert.

Über das kleine LC-Display über

der Klappe wird der genaue Ladezustand

angezeigt, sowie der gewählte Sendekanal

– zudem können weitere Angaben im

Zusammenspiel mit der Ein-/Aus-Schalttaste

abgerufen werden. Leider ist das Display

ohne Beleuchtung, sodass es auf einer

dunklen Bühne nur schwer bis kaum lesbar

ist. Die auf der Oberseite eingelassene Taste

ist das einzige Bedienelement und kann

bei entsprechender Programmierung den

Sender muten oder bei längerem Drücken

abschalten. Eine grüne LED zeigt an, ob der

Sender eingeschaltet ist, eine grüne warnt

bei Übersteuerung des Eingangs durch ein

zu starkes Audio-Signal.

Die Eingangsempfindlichkeit kann durch

einen dreistufigen Schalter nachjustiert

werden – dieser Schalter befindet sich

geschützt im Batteriefach. Eine Infrarotschnittstelle

zum Austausch der Daten bei

der Synchronisation mit dem Empfänger

befindet sich ebenfalls in diesem Fach.

Wem trotz der langen Nutzungsdauer (ca.

10 Stunden) das ständige Wechseln zu viel

Aufwand ist, kann auch Standard-NiMH-

Akkus statt Batterien verwenden. Die Akkus

können im Sender durch Einstecken des

komletten Senders in einer Ladeschale wieder

aufladen, welche zum Zubehör zählt

und mitgeliefert wird.

Die Handsender

Beim TG 500H-D wird eine dynamische

Kapsel verwendet, während beim TG 500H-

C eine Kondensator-Kapsel verbaut wurde.

Beide Mikrofone haben einen

abnehmbaren Korb, hinter dem sich

die Kapsel befindet – geschützt durch

einen Schaumstoff-Popp-Killer. Der

Durchmesser des mehrteiligen, anthrazit

farbenen Kunststoff-Schafts beträgt 36

Millimeter. Er ist griffig und liegt gut in

der Hand, im oberen Teil befinden sich

ein kleines, unbeleuchtetes LC-Display

und die eingelassene „Mute“-Taste. Der

Mittelteil kann abgeschraubt und dann

nach unten geschoben werden, um zwei

AA-Batterien in das Batteriefach einlegen

zu können – allerdings besteht hier, wie

beim Taschensender, die Möglichkeit die

Batterien durch Standard-NiMH-Akkus

zu ersetzen.

Das Schlusslicht bildet der Sender

mit integrierter Antenne, der sich durch

anhaltendes Drücken der Ein-/Aus-Taste

ein- beziehungsweise ausschalten lässt.

Ebenfalls wie beim Taschensender ist diese

Taste mit mehreren Funktionen belegt,

welche in der Bedienungsanleitung aufgeführt

werden.

Klassische Beyerdynamic-

Qualität

Mit dem TG 500 ist Beyerdynamic seiner

Unternehmensphilosophie treu geblieben

und hat damit erneut ein hervorragendes

Produkt zum erschwinglichen Preis entwickelt.

Durch das umfangreiche Zubehörprogramm

und die verschiedenen Frequenzbereiche

eignet sich dieses Funksystem sowohl

für Solo-Künstler als auch für größere

Bands – sogar für ganze Orchester ist das

TG 500 ideal.

Text: Michael Hennig

BEYERDYNAMIC TG 500

Preise (UVP):

TG 510 Instrument: 479 Euro

TG 534 Headworn: 539 Euro

TG 550 Vocal: 499 Euro

TG 556 Vocal: 549 Euro

TG 558 Presenter: 559 Euro

Vertrieb:

Beyerdynamic, www.beyerdynamic.de

pma 06/17

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HANDS-ON TEST INVOTONE PA-BOX EVO 15A

INVOTONE PA-BOX EVO 15A

Multifunktionaler

Einzelgänger

Vom Hersteller selbst der IPS-Lautsprecher-Serie zugeordnet,

ist der EVO 15A ein leistungsfähiger und aktiver

Zweiweg-Lautsprecher. Punkten kann er durch seine vielfältigen

Anschluss- und Mixmöglichkeiten und dient somit

als kompaktes Multifunktionswerkzeug.

Der EVO 15A–Lautsprecher

Schlichtes Leichtgewicht

Erfahrungsgemäß erwartet man bei einem

PA-Lautsprecher mit 15“-Tiefton ein

recht hohes Gewicht. Nicht beim EVO

15A: mit lediglich 14 Kilo kann die Speakerbox

leicht und ohne großen Aufwand

transportiert werden. Aber dennoch bleibt

man skeptisch – ist das leichte Gehäuse

einer relativ hohen Schwingungskraft

gewachsen? Bei näherem Betrachten der

Bass-Reflex-Öffnungen des Kunststoffgehäuses

erkennt man dann aber schnell die

ausgeklügelten, internen Verstrebungen,

die dem Lautsprecher-Chassis die benötigte

Festigkeit und Resonanzfähigkeit

verleihen.

Das Gesamtdesign wird durch

schlichte, klare Linienführung und

durchdachte Funktionalität bestimmt.

Zwei große Griffmulden in den Seitenwänden

kann der Lautsprecher in jeder

Lage bequem und einfach getragen werden.

Zusätzlich wurde eine Seitenwand

abgeschrägt und mit Füßen versehen,

sodass diese eine Verwendung des Lautsprechers

als Bodenmonitor mit einem

idealen Abstrahlwinkel von 45 Grad

ermöglicht. Im Lautsprecherboden findet

man einen 35-mm-Rohrflansch für die

Montage auf handelsüblichen Lautsprecherstativen

und auf der Oberseite sind

vier Fußringe zum rutschfesten Stapeln

eines zweiten EVO15A-Lautsprechers

verbaut. An die fliegende Montagemöglichkeit

wurde ebenfalls gedacht: zwei

M10-Gewindehülsen für die Aufnahme

entsprechender Schraubösen sind in die

Oberseite integriert.

Auf dem rückseitigen Anschluss-Panel

sind alle Anschlüsse und Bedienelemente

übersichtlich zusammengefasst und sind

bei vertikaler sowie horizontaler Aufstellung

gut zugänglich. Das große Horn des

Hochtontreibers verleiht durch seine Form

dem vertikal stehenden Lautsprecher einen

Abstrahlwinkel von 90 Grad horizontal und

45 Grad vertikal und ist durch ein kleines

Metallgitter geschützt. Direkt darunter

ist der 15“-Tiefton-Speaker positioniert

und wird durch ein schwarz beschichtetes

Stahllochblech geschützt.

Integrierter Verstärker

Im Innenleben trennt eine Frequenzweiche

die beiden Lautsprecher bei 2.500 Hz, wobei

jeder Frequenzteilbereich einen eigenen

Class-D-SMPS-Verstärker bekommen

hat. Für den Tiefton steht eine Leistung

von 90 Watt und für den Hochtonbereich

noch einmal 30 Watt zur Verfügung –

also insgesamt 120 Watt RMS-Leistung.

Weitere Anschlussmöglichkeiten bietet

der integrierte Zweikanal-Mixer mit dem

zusätzlichen „Music-Player-Kanal“ und der

Bluetooth-Empfänger: an den Mikrofon-

Kanal 1 lässt sich an die XLR- , alternativ

an die 6,3-mm-Klinkenbuchse, ein dynamisches

Mikrofon oder ein symmetrisches

Line-Signal anschließen – die Eingangsempfindlichkeit

kann über einen Regler

stufenlos eingestellt werden.

Allerdings sucht man zur Verwendung

von Kondensator-Mikrofonen

vergeblich eine Phantomspeisung.

Der Line-Kanal ist auf etwas stärkere

Audio-Signale des Master-Ausgangs

von Mischpulten oder Keyboards abgestimmt

und daher nicht so empfindlich

wie Kanal 1. Für diesen Kanal stehen

neben der XLR-Buchse alternativ noch

eine 6,3-mm- und sogar eine 3,5-mm-

Klinkenbuchse zur Verfügung. Wie

auch der Mikrofonkanal, hat auch dieser

seinen eigenen Volume-Regler, um

das Lautstärkeverhältnis beider Kanäle

genau aufeinander abstimmen zu können

– quasi als Kanal 3, der mit seinem

integrierten Bluetooth-Empfänger, dem

SD-Karten-Leser, dem USB- und dem

Mini-Klinken-Anschluss eine universelle

Schnittselle zu mobilen MP3-Playern

und MP3-Speichermedien, bietet. Auf

diese Weise ist ein schneller und vor

86 pma 06/17


Einfacher Transport durch die Tragegriffe

Der Anschlussbereich des EVO 15A

allem ein einfacher Zugriff auf Musik-

Konserven gewährleistet.

Ein Master-Volume-Regler bildet

zusammen mit einem Zwei-Band-Equalizer,

zur Nachjustierung der Bässe und Höhen,

und einem XLR-Mono-Mix-Ausgang, zur

Weiterleitung des Signals an einen anderen

Lautsprecher oder einen zusätzlichen Subwoofer,

die Master-Sektion des Mixers.

Keine Verzerrungen mehr

Die Rückkopplungsfestigkeit beim EVO

15A ist beeindruckend hoch, die Musikwiedergabe

ist klanglich hervorragend,

ob über den Line-Eingang oder über den

Bluetooth-Empfänger. Der zusätzliche EQ

sollte jedoch nur bei relativ leiser Wiedergabe

eingesetzt werden, bei hohen

Lautstärken klingt Musik hier am besten,

wenn sie ohne zusätzliche Anhebungen

von Bässen und Höhen abgespielt wird.

Der Lautsprecher liefert ein natürliches und

angenehm lineares Klangbild und da der

Wirkungsgrad sehr gut ist, produziert die

250 Watt Peak-Leistung des Amps eine

beeindruckende Lautstärke.

Der EVO 15A ist eine ideale

Beschallungslösung für kleine Clubs,

Musik-Cafés, Multimedia-Räume, Party-

Keller oder auch als Übungsraum-PA

– ebenso ist er als persönlicher Monitor

optimal einsetzbar. Hierbei spielen die

universellen Anschlussmöglichkeiten,

das hervorragende Preis-Leistungs-

Verhältnis und die guten klanglichen

Eigenschaften eine tragende Rolle.

INVOTONE PA-BOX EVO 15A

Text: Michael Hennig

Frequenzgang:

55-22.000 Hz

Trennfrequenz:

2.500 Hz

Schalldruck maximal:

117 dB (SPL)

Verstärkerleistung:

120 W RMS, 250 W Peak, Bi-Amped Class D

Anschlüsse:

2 x Mic/-Line-Eingang (XLR/6,3-mm-Klinke),

Link-Out (XLR), USB, Micro-SD, AUX (3,5-mm-

Klinke), Bluetooth-Empfänger

Abmessungen (HxBxT):

632 x 386 x 366 mm

Gewicht:

14 kg

Preis (UVP):

249 Euro

Vertrieb:

Destilan, www.destilan-deutschland.de

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HANDS-ON TEST PA-SYSTEM MACKIE THUMP 12, THUMP 15 & THUMP 185

PA-SYSTEM MACKIE THUMP 12, THUMP 15 & THUMP 185

Dreifache Hochleistung

Mackie verspricht mit ihrem Slogan „Get Louder, Get Lower“. Mit der neuen Aktiv-PA-

Serie, bestehend aus einem 12“-Top, einem 15“-Top und einem 18“-Sub, wurde dieses

Versprechen in die Tat umgesetzt und eine Serie entwickelt, die mehr als die doppelte

Leistung vorangegangener Generationen aufbieten kann.

Es lässt sich im Audiobereich meist

leider nicht vermeiden: die Verwendung

von mehr als nur einem Mikrofon

und einem Lautsprecher. Das

Problem hierbei ist, dass es zu einer minimalen

Verschiebung der Phase, wenn zwei

Schallquellen mit derselben Frequenz nicht

exakt zum gleichen Zeitpunkt aufeinander

treffen – was sich in den meisten Fällen

nicht vermeiden lässt.

Es war bisher bekanntlich schon

immer eine große Herausforderung, für

die eigenen Anforderungen das passende

PA-System zu finden, denn als Grundregel

gilt: Je größer die Lautsprecher,

umso höher die Anschaffungskosten.

Deshalb machen viele Bands, Verleiher,

Clubbesitzer und DJs den Fehler, sich

Boxen mit zu geringer Leistung für ihre

Zwecke zu kaufen – was in einer großen

Unzufriedenheit resultiert.

Macke bringt mit der Thump-Serie

nun drei Hochleistungsboxen auf den

Markt, die in nahezu jedes Budget passen

sollten und bei denen man nicht auf die

Leistung verzichten muss. Der Hersteller

bietet darüber hinaus noch eine Menge

weitere Features, welche für den Preis nur

als ausgesprochen luxuriös zu nennen sind.

Leistung, die begeistert

Mit seinen 12 Zoll liefert der kleinste Lautsprecher

der Reihe eine Leistung von 1.000

Watt und gewährleistet ein klares und

obertonreiches Klangbild mit ausreichend

Dampf im Tieftonbereich. Der große Bruder

bietet mit der gleichen Leistung einer

15-Zoll-Membran einen druckvoll tiefen

Sound, der auch auf großer Distanz noch

einen sehr präsenten Klang hat. Vor allem

wird das deutlich, betrachtet man seinen

Frequenzgang: er bewegt sich im Bereich

von 32 Hz bis 23 kHz und wurde damit

sehr tief abgestimmt.

Dazu gibt es von Mackie noch

einen 1.200-Watt-Subwoofer, der mit seinem

angenehm weichen Bass jeden Raum

in ordentliche Schwingung versetzt.

Mobil einsetzbar

Es fällt schon beim Auspacken der Speaker

auf: für ihre Größe sind diese extrem leicht

geraten. Der 15-Zoll-Lautsprecher wiegt

gerade mal 15,1 kg und ist somit sehr

einfach in der Handhabung. Der 37,2 kg

schwere Subwoofer ist dagegen schon

etwas wuchtiger, bietet aber dadurch ein

gutes Grundgewicht, sollte man eines der

Topteile über dem Sub platzieren wollen.

Für diese Anwendung hat Mackie den

Subwoofer und die Topteile jeweils mit

einem Boxenflansch ausgestattet, außerdem

gibt es noch eine Distanzstange, mit

der man die Topteile optimal auf Höhe

bringen kann. Dies ermöglicht, je nach

Konzertgröße und Anwendungszweck,

ein variables Setup – natürlich lässt sich

die PA auch ohne Subwoofer problemlos

auf Stative stellen, wie zum Beispiel für

Kleinveranstaltungen oder reiner Sprachbeschallung.

Komfort beim Transport

Auf den Tops sind rechts und links

Griffe verbaut – nur der Subwoofer

erschwert den Weg zur Bühne etwas,

denn hier hat der Hersteller leider auf

die Rollen verzichtet.

Eines muss bei der Bauweise

aber noch erwähnt werden: Sowohl der

12-Zoll als auch der 15-Zoll-Lautsprecher

besitzen ein Multifunktionsgehäuse, das

die Mackie-Thump-Serie nicht nur als PA,

sondern auch als Bühnen-Monitoranlage

nutzbar macht, da sich die Tops auch als

Monitore verwenden lassen.

Tiefton-Ergänzung

in Perfektion

Der 18-Zoll-Sub erreicht mit seiner 140-Hz-

Übergangsfrequenz die maximale Basspower.

Er hat einen begrenzten Frequenzgang

im Tieftonbereich zwischen 30 Hz

und 132 Hz, auch das Bandpass-Gehäuse

dient dazu, den Bass soundtechnisch

perfekt mit den beiden Tops zu verbinden

– links und rechts ist der Membran des

Gehäuses mit Kammeröffnungen bestückt,

was dieses Ergebnis gewährleistet. Laut

Mackie ist der Sub so konzipiert, dass er

auch mit der Mackie-SRM-Serie harmonisch

kombiniert werden kann.

Passende Anschlüsse

Beide Topteile besitzen jeweils einen XLR-

Input mit dem das Signal entweder direkt

von der Audioquelle oder über den Sub in

den Lautsprecher eingespeist werden kann.

An beide Tops können außerdem Mikrofone

direkt angeschlossen werden, auch ohne

einen externen Mikrofon-Vorverstärker oder

Mixer. Beide XLR-Inputs des Subwoofers

bieten dem Bass die Möglichkeit, sowohl

mono als auch stereo angefahren werden

zu können, sodass mehrere Subs dieser

Klasse eingebunden werden – die Stereo-

XLR-Output-Paare besitzen zwei unter-

88 pma 06/17


PA-SYSTEM MACKIE THUMP 12, THUMP 15 & THUMP 185 HANDS-ON TEST

Das Gesamtpaket

überzeugt

Die neue Aktiv-PA-Serie von Mackie

Beim Kauf der Anlage kann man nicht

viel falsch machen, die Frage ist: kann

die Anlage die für sie ausgelegten Aufgaben

erfüllen?

Als Main-PA erntet sie ein klares

„Ja“, der 126-dB-SPL-Maximalpegel des

15-Zöllers gewährleistet eine Beschallung

von mittelgroßem Publikum. Auch Beschaffenheit,

Gewicht und Frequenzgang sind

für eine Nutzung im Live-Bereich ideal. Die

Anschlüsse der Boxen sind so ausgelegt,

dass man auch noch einige weitere Lautsprecher

mit einbinden kann.

schiedliche Filter, was dazu ein nützliches

Feature ist. Die beiden linken haben einen

High-Pass-Filter, die beiden rechten fungieren

als Full-Range-Anschluss und ermöglichen

eine Verbindung aus Subwoofer und

wirklich jeder Lautsprecher-Konstellation.

Variable Einsatzmöglichkeiten

Bei der Entwicklung des Gehäuses hat

sich Mackie wie üblich auf die Anwenderfreundlichkeit

konzentriert und hat

ein sehr solides Ergebnis erzielt: die

Topteile sind aus Polypropylen, einem

leichten Kunststoff und durch die geringe

Dichte extrem robust.

Außerdem hat Polypropylen-

Kunststoff eine hohe Temperaturbeständigkeit

im Bereich 0–1.000 Grad

Celsius, dadurch kann es zu keinerlei

hitzebedingten materiellen oder akustischen

Mängeln kommen. Der Sub ist in

ein massives Holz-Gehäuse gefasst und

bietet damit die perfekte Voraussetzung

für einen idealen Basssound.

3-Band-Equalizer

Der Frequenzgang kann, das des integrierten

3-Band-Equalizers, je nach

Verwendungszweck selbstständig

angepasst werden. Dieser hat einen

einstellbaren Bassanteil bei 80 Hz, einen

semiparametrischen Mittenbereich,

welchem durch einen weiteren Regler

eine Frequenz zwischen 100 und 8.000

Hz zugeordnet werden kann und einen

Hi_EQ bei 12.000 Hz.

Die 90-Grad-Abstrahlung in

horizontaler Richtung hat einen angenehmen

und raumausfüllenden Effekt

zur Folge – jedoch ist er schmal genug,

um die jeweils gewünschten Bereiche

keinem Direktschall auszusetzen. Waagerecht

eingesetzt haben die Boxen

einen etwas geringeren Winkel, der

positiv gegen ungewollte Reflexionen

wirkt. Auch als Nearfill-Beschallung

eignen sich die Tops aufgrund dieser

Eigenschaften sehr gut.

Membranschutz

Der Hersteller hat bei diesen Boxen pro

Einzelmembran jeweils einen eigenen

Limiter verbaut, welcher für Hoch- und

Tieftöner separat eingestellt wurde. So

bietet man dem Hochtöner und der Bassmembran

mehr Schutz.

Mackie hat sich zudem zur Aufgabe

gemacht mit dem sogenannten

"time alignment" die unschöne Folge des

Kammfiltereffekts zu vermeiden. Deswegen

wird mit genauesten Messtechniken

die zeitliche Verzögerung des Signals

zwischen dem Hoch- und Tieftöner exakt

auf die Millisekunde ermittelt. Mit

einem kurzen Delay werden dann die

Membranen synchron zueinander in

Schwingung gebracht.

MACKIE THUMP 12, 15 UND 18

Text: Tom Mayser

Leistung (max.):

Thump 12: 1 kW

Thump 15: 1 kW

Thump 18: 1,2 kW

Lautsprecher:

Thump 12: 12“/305 mm

Thump 15: 15“/381 mm

Thump 18: 18“/457 mm

Max dB:

Thump 12: 125 dB

Thump 15: 126 dB

Thump 18: 130 dB

Regler:

Thump 12: 3-Band-EQ, Gain

Thump 15: 3-Band-EQ, Gain

Thump 18: Gain, Invert

Anschlüsse:

Thump 12: 1x XLR-Input, 1x XLR-Thru

Thump 15: 1x XLR-Input, 1x XLR-Thru

Thump 18: 2x XLR-Input, 4x XLR-Output

Abmessungen (HxBxT):

Thump 12 & 15: 59,6 x 36,7 x 31,4

Thump 18: 70,2 x 42,7 x 39,4

Gewicht:

Thump 12: 13,2 kg

Thump 15: 15,1 kg

Thump 18: 37,2 kg

Preise (UVP):

Thump 12: 299 Euro

Thump 15: 349 Euro

Thump 18s: 749 Euro

Vertrieb:

Loud Technologies, www.mackie.com

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HANDS-ON TEST NEUMANN KH 80 DSP

NEUMANN KH 80 DSP

Home-Recording leicht gemacht

Hauptsächlich kennt man den Namen Neumann im Bezug auf Highend-Studio-Mikrofonen.

Doch auch am anderen Ende der Signalkette hat der Mikrofonspezialist interessantes

Equipment zu bieten: der neue und kleinste Vertreter der KH-Monitor-Serie, ausgestattet

mit einzigartigen Steuerungsmöglichkeiten – der KH 80 DSP.

Seit einiger Zeit hat der Mikrofonspezialist

Neumann auch am anderen

Ende des Signals seine Finger

im Spiel und bietet mit der KH Studio-Monitor-Serie

Near- und Mid-

Field-Monitore auf hohem Niveau.

Der neueste Vertreter der KH-Monitor-

Serie, der KH 80 DSP, erweitert die

Serie nicht nur, sondern realisiert noch

dazu eine optimale Raumanpassung

und Einstellung der Monitore auf das

gegebene Abhör-Umfeld. Durch die

fernbedienbare DSP-Steuerung und die

integrierte, analoge Steuerung wird

dies unter Beweis gestellt.

Das Wunder in Sachen

Platz sparen

Man wundert sich schon etwas, wenn

man die beiden KH 80 DSP das erste

Mal in der Hand hält: wie hat der

Hersteller es geschafft, in dieses kleine

Gehäuse nicht nur die Lautsprecher,

sondern auch die zweikanalige Endstufe

nebst DSP-Steuerung, das Netzteil und

einen zweiteiligen Bass-Reflex-Kanal zu

packen? Da ist bis auf den letzten Kubikzentimeter

der Platz optimal genutzt

worden. Das Gehäuse aus Polycarbonat-

Verbundwerkstoff macht einen massiven

und stabilen Eindruck, das schlichte

Design und die klare Linienführung verleihen

dem Lautsprecher ein edles und

hochwertiges Äußeres.

Die Front des KH 80 DSP ist geprägt

von dem hinter einem Gitter sichtbaren,

10 cm großen Tieftonlautsprecher

und dem ebenfalls vergitterten, 2,5 cm

großen Hochton treiber, der in einen

Auch in Räumen mit wenig Platz passt sich der KH 80 DSP hervorragend an

Waveguide eingebettet ist. Links zwischen

den beiden Lautsprechern wurde das

dimmbar beleuchtete Neumann-Logo

platziert, das durch seine Farbe den jeweiligen

Status des Lautsprechers sig nalisiert.

Leuchtet das Logo weiß, ist alles in Ordnung,

blinkt das Logo rosé, werden gerade

irgendwelche Aktivitäten der Elektronik

ausgeführt und leuchtet das Logo rot,

so liegt ein massives Problem vor. In der

bebilderten Bedienungsanleitung ist eine

genaue Aufschlüsselung der einzelnen

Bedeutungen ausführlich geschildert und

macht die Bedienung einfacher.

Ideale Raumanpassung

Auf der Rückseite des KH 80 DSP findet

man alle Anschlüsse und Bedienelemente,

rechts neben dem Netzwerkanschluss sitzt

praktischerweise gleich der Netzschalter für

die Stromversorgung. Das Netzteil kommt

erfreulicherweise mit Wechselspannungen

von 100 bis 240 Volt bei 50/60 Hz klar,

vorausgesetzt natürlich, man das passende

Netzkabel dabei – somit kann man mit diesen

Monitoren stets um die Welt reisen.

Rechtsseitig vom Netzschalter befindet

sich der RJ-45-Anschluss, mit dem

die KH 80 DSP in ein LAN integriert werden

können – ab Herbst 2017 gibt es hierfür

eine kostenlos erhältliche Control-Software,

mit der man dies steuern kann.

Eine XLR-Klinken-Kombibuchse

erlaubt sowohl symmetrische, als auch

asymmetrische Audiosignale mit einem

Maximalpegel von +24 dBu. Sind die

90 pma 06/17


NEUMANN KH 80 DSP HANDS-ON TEST

Boxen, dank der ausführlichen Information

zur korrekten Aufstellung und Positionierung,

dann richtig aufgestellt und

korrekt montiert, kann die Anpassung

der Lautsprecher an die jeweilige räumliche

Situation beginnen. Alle hierzu notwendigen

Bedienelemente sind in einem

Panel am oberen Rand der Lautsprecher-

Rückseite zusammengefasst und so auch

leicht von vorne erreichbar.

Ganz links ist der Schiebeschalter

„Settings“ zu finden – mit vier Einstellmöglichkeiten

zur Steuerung der Standby-

Funktion und gleichzeitig zur Wahl der

generellen Lautsprechersteuerung, manuell

am Lautsprecher = „Local Control“ oder

über das Netzwerk mit der Neumann Control

Software = „Network Control“. Die mit

der Software eingestellten Werte werden

im Lautsprecher gespeichert und sind auch

nach einem vollständigen Stromausfall

noch abrufbar. Mit dem Schalter „Settings“

ist auch eine Zurücksetzung auf die

Werkseinstellungen möglich.

Auch ein Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen ist mit dem Schalter

„Settings“ möglich. Direkt neben dem

„Settings“-Schalter ist ein weiterer Schiebeschalter

mit vier rastenden Einstellungen

und der Bezeichnung „Acoustical Control“.

Da bei einer Aufstellung des Lautsprechers

das Mischpult die tiefen Mitten sehr stark

reflektiert, werden diese an der Abhörposition

überbetont, wobei gilt: je größer die

reflektierende Fläche bzw. je größer der Abstand

zum Lautsprecher, desto markanter

die Überbetonung der unteren Mitten.

Der nächste Vierfach-Schiebeschalter

mit der Bezeichnung „Output Level“

ist für die Anpassung der Eingangsempfindlichkeit

des Lautsprechers zuständig.

Bei einem Eingangssignal von -20 dB sollte

der Schalter an der Position „114“ stehen,

wohingegen er bei einem normalen Studio-

Pegel von +4 dB auf der Position „94“ eingerastet

werden sollte.

Der KH 80 DSP ist ideal für jedes Home-Recording- oder Projekt-Studio

Mit dem stufenlosen „Input Gain“-

Regler nimmt man sich die Feinjustierung

der Lautstärke des jeweiligen Lautsprechers

vor, sodass an der Abhörposition die exakte

Mitte des Stereo-Signals ist. Hier empfiehlt

Neumann das exakte Einmessen, zumindest

beim ersten Aufstellen der KH 80 DSP – nur

so ist gewährleistet, dass der Lautsprecher

optimal arbeiten kann und das beste Ergebnis

abliefert.

Aufgrund des nur 4" großen Tieftöners

und des geringen Volumens erwartet

man meist ein sehr mittenbetontes Klangbild

– jedoch wird man hier überrascht. Aus

den kleinen Boxen kommt ein rundes, bis

in die tiefen Bässe lineares Klangbild mit

einer grandiosen Auflösung des wichtigen

Mittenbereichs, seidigen, kristallklaren Höhen

und einem kräftigen, satten und doch

klar definierten Low-End. Auch im Bezug

auf die Lautstärke kann der KH 80 DSP

beeindrucken: selbst bei hohen Lautstärken

bleibt das Klangbild sehr linear und ohne

hörbare Betonungen bestimmter Resonanzfrequenzen.

Damit ist es Neumann wirklich

gelungen, einen vollwertigen und professionellen

Monitor auf den Markt zu bringen

– der seinen wesentlich größeren Brüdern

jederzeit das Wasser reichen kann und für

jedes Home-Recording- oder Projekt-Studio

bestens geeignet ist.

NEUMANN KH 80 DSP

Frequenzgang:

57 Hz – 21 Hz

Trennfrequenz:

1,8 kHz

Max. Eingangspegel:

+24 dBu

Maximalpegel:

108,8 dB SPL

Verstärker-Leistung:

90-W-Tief / 50-W-Hoch

Tieftöner:

100 mm (4 Zoll)

Hochtöner:

25 mm (1 Zoll)

Abmessungen:

233 x 154 x 194 mm

Gewicht:

3,4 kg

Preis (UVP):

593,81 Euro

Vertrieb:

Sennheiser, www.neumann.com

Text: Michael Hennig

pma 06/17

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TECH-TALK Advertorial

RAYZOR 360Z

Multifunktionale und

kompakte Effekte

Das neue Gerät aus dem Hause Elation bietet Lichttechnikern

eine neue Möglichkeit für eine grandiose Light-Performance.

Mit dem Rayzor 360Z tanzen die Farben mit der gewohnten

Elation-Qualität über die Bühne – noch dazu ist dieser Effektscheinwerfer

multifunktional einsetzbar und kompakt. Mit

3x 60 Watt Osram RGBW Multichip LEDs ausgestattet wird

das neue Mitglied in der Elation-Familie präsentiert.

RAYZOR 360Z

Die Ausstattung des Rayzor 360Z ist sehr

umfassend: ein motorisierter Zoom von 8

Grad bis 77 Grad, schnelle und mit 16-Bit

präzise steuerbare, unendliche 360-Grad-

Bewegung in Pan und Tilt-Richtung. Dazu

sind die Pixel individuell ansteuerbar, die

Temperatur lässt sich von 2.700 bis hin zu

8.000 Kelvin einstellen.

Oben drauf gibt es ein elektronisches

Stroboskop, Dimmer und wählbare

Dimmerkurven, sowie DMX 512-A

(RDM und Unterstützung von ArtNet,

XLR 5 pol, etherCon und powerCon

TRUE1 Ein- und Ausgänge. Ein Farbdisplay

mit um 180 Grad rotierbarer Darstellung

und 7-Tasten-Bedienfelt ist verbaut

und garantiert einen flimmerfreien

BESONDERE FEATURES

– 3 separat steuerbare, Zonen

– LED Lebensdauer ca. 50.000 Stunden

– Wählbare PWM Frequenz (900-25.000 Hz)

– Wählbare Gamma Anpassung (2,0/2,2/2,4/2,8)

– Variable Dimmerkurven

– Diverse Blackout Modi

– Pan/Tilt Speed Kanal

– RGBW-, Strobe-, Zonen-Makros

– 16 Bit Kanäle für Pan/Tilt, Zoom, Dimmer

– Automatische Positionskorrektur

– Remote DMX-Reset, partiell

– Display Passwort

Betrieb für TV und Film, mit dabei ist ein

Universal-Schaltnetzteil (100-240 Volt).

Der Effektscheinwerfer ermöglicht

das Arbeiten mit bis zu acht Farben, mit

einer Pixelkontrolle von jedem LED für tolle

Chasing/Eye Candy-Effekte – ideal für

Bühnenshows.

LMP Lichttechnik:

Seit der Gründung im Jahr 1980 ist

LMP einer der erfolgreichsten Vertriebe

für Licht- und Bühnentechnik. Mit

ausgewählten Marken, wie ELATION,

LITECRAFT, VISUAL PRODUCTIONS und

LITTLITE hat LMP ein weites Spektrum an

Kunden weltweit.

– DMX-Analyzer

– DMX Channel User Modes (eigene DMX-Kanal

Zusammenstellung)

– DMX Patching via DMX

– DMX-Recorder

– Master/Slave für bis zu drei unterschiedliche

Geräte

– Hibernation (Schlafmodus/Energie sparen)

– No DMX Backup (Close, Hold, Auto Programm)

– Software Update via DMX 512

– Betriebstundenzähler

– powerCON True1 Ein- & Ausgang

Temperaturbereiche:

- Umgebungstemperatur: -10°/+45° C

- Kühlung: Lüfter, temperaturgesteuert

Farben:

- Farbmischsystem: RGBW, kein Farbrad

- Farbkorrektur: 2.700 - 8.000 K, stufenlos

- Rainbow-Effekt: stufenlos regelbar

Effekte:

- Shutter/Strobe: 1-25 Blitze/Sek.

(elektronisch), Makros

- Dimmer: 0-100% linear, 8/16-Bit

Steuerung & Programmierung:

- Protokoll: DMX 512-A (RDM)

- DMX 512-Kanäle: 20/26/32 (3 Modi)

- Interner Speicher: 10 Sequenzen à 64 Schritte

- Test- und Demoprogramme,

Master-/Slave-Steuerung

- Pan-/Tilt Bereich: Pan 360° (ohne Anschlag),

Tilt 360° (ohne Anschlag), 8/16-Bit

- Menü-Display: LC-Display, hintergrundbeleuchtet,

Akku gepuffert

- DMX 512-Anschluss: XLR 5 pol

- kein ArtNet-Anschluss

Technische Daten:

- Netzspannung: 100-240 V, 50/60 Hz

- Stromaufnahme: 1,1 A bei 230 V

- Maße (L x B x H): 28,1 x 20 x 42,2 cm

- Gewicht: 7,7 kg

Preis:

3.034,50 Euro, inkl. MwSt

Erhältlich:

ab sofort

Vertrieb:

LMP Lichttechnik, www.lmp.de

92 pma 06/17


Das unverzichtbare Magazin für

Trends, Impulse und Meinungs bildung!

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BRANCHENVERZEICHNIS

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

Hansen GmbH

Norderstr. 1, D-25855 Haselund

Tel. 04843 – 2009 0, Fax. 04843 – 2009 33

Mail: info@hansen-neon.de, Web: www.hansen-led.de

Seit über 30 Jahren steht die Firma Hansen für innovative Produkte

im Bereich der Lichtwerbung. Mit einem Team von über 80 Mitarbeitern

findet die komplette Wertschöpfung und Produktion in Nordfriesland

statt. Das Produktportfolio erstreckt sich über Licht- und

Steuerungssysteme für ein breites Kundenspektrum.

Hansen ist der Spezialist für kundenspezifische Lösungen

Die eigene Entwicklungsabteilung entwirft maßgeschneiderte LED-

Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Speziell

das Hansen Flächenlicht und die LED-Profile sind durch die kundenspezifische

Bauweise in den unterschiedlichsten Bereichen - wie in

Hotel und Gastronomie - sehr erfolgreich.

Qualitätsmerkmal „Made in Germany“

Entwickelt und produziert wird seit 1984 ausschließlich in Deutschland

am Hauptsitz in Haselund.

KLING & FREITAG GmbH

Junkersstraße 14

30179 Hannover

Tel.: 0511 969970

Fax.: 0511 673794

Mail: info@kling-freitag.de

Web: www.kling-freitag.de

Als deutscher Hersteller bieten wir hochwertige Lautsprechersysteme

für professionelle Anwendungen in allen Bereichen. Wir haben

für jede Aufgabe die passende Lösung: Egal ob mobile Anwendungen

(K&F pro.Rental), Installation & Integration in Architektur (K&F

pro.Install) oder klassische Beschallung (K&F pro.Classics)¬- KLING

& FREITAG Sound Systems steht für höchste Klangqualität in allen

Dimensionen.

Wir unterstützen Sie als Anwender, Veranstalter, Fachplaner oder

Architekt gerne in allen Bereichen mit unserem großen Produktportfolio

und unseren Serviceleistungen.

Look Solutions

Bünteweg 33

30989 Gehrden

Tel: +49 (0) 5108 - 91 22 10

Fax: +49 (0) 5108 - 91 22 111

Mail: info@looksolutions.com

Web: www.looksolutions.com

„Nebel ist unsere Sache“ – unter diesem Motto vertreiben wir

erfolgreich Nebel- und Dunstgeräte „made in Germany“ für den

Profibereich – und das weltweit. Unser Label steht für Geräte, die

sich durch hohe Qualität zu guten Preisen auszeichnen.

Die Produktpalette umfasst Geräte, die die gesamte Bandbreite des

Marktes abdecken: Nebelgeräte wie die Viper-Serie, Geräte für spezielle

Anforderungen wie die 9kW-Maschine Orka oder die weltweit

einzigartige Tiny-Serie – akkubetriebene Nebelgeräte, die im Theater-

und Bühnenbereich ihren Einsatz finden. Bei den Dunsterzeugern

setzt die Unique2.1 nach wie vor Standards. Mit der Cryo-Fog

ist auch der Bereich der Bodennebel-Erzeugung abgedeckt.

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

SERVICE & DIENSTLEISTUNG

SMOKE FACTORY

Fog, Smoke & Haze Factory

Schulze- Delitzsch-Straße 8a

30938 Burgwedel – Deutschland

Tel: +49 (0) 511 – 51 51 02 0

Fax: +49 (0) 511 – 51 51 02 22

Mail: info@smoke-factory.de

Web: www.smoke-factory.de

Robust, zuverlässig und langlebig. Dafür stehen Smoke Factory

Nebelmaschinen seit 1990. Wir haben uns voll und ganz der Herstellung

von qualitativ hochwertigen Nebelmaschinen verschieben.

Einsatzgebiet unserer Maschinen ist überall da, wo ein hoher

Anspruch an das Equipment gestellt wird, um eine reibungslose

und stressfreie Veranstaltung durchführen zu können. Um ein

jahrelanges Arbeiten mit unseren Geräten zu garantieren, halten wir

alle Ersatzteile lange Zeit auf Vorrat und bieten ein ausgebildetes

Service Team um schnell und unkompliziert helfen zu können. Bei

einem Ausfall helfen wir gern mit Ersatzgeräten aus, denn gute

Beratung und After Sales Service steht bei uns seit 25 Jahren an

vorderster Stelle.

Ultralite Deutschland

Härle Lichttechnik

Marie-Curie-Straße 4

89584 Ehingen

Tel.: +49 7391 7747 - 0

Mail: info@ultralite.eu

Web: www.ultralite.eu

Ultralite Deutschland ist der Großhandel für professionelle Beleuchtungstechnik

in Ehingen an der Donau im schönen Schwabenländle.

Unser Vertriebsprogramm erstreckt sich in erster Linie auf Qualitätsprodukte

der professionellen Beleuchtungstechnik und auch

ausgewählte DJ- Produkte. Wir sind autorisierter Vertrieb zahlreicher

namhafter Hersteller, wie z.B. ARRI, Avenger, Fantek, Interactive

Technologies, Lee-Filters, Manfrotto, Litec, Zero88 und v. a.

Wir sind autorisiertes ARRI-Servicecenter und führen auch anfallende

Garantiereparaturen für ARRI aus. Wir halten hier ein umfangreiches

Lager der Artikel aus unserem Vertriebsprogramm bereit, um

für Sie eine kurzfristige Verfügbarkeit derselben zu gewährleisten.

5 Seen – Eventtechnik GmbH

Herrschinger Straße 50

82211 Breitbrunn am Ammersee

Tel.: 08152 9889255

Mail: info@5s-e.de

Web: www.5s-e.de

Zu unserem Portfolio zählen Veranstaltungs-, Medien und Konferenztechnik,

sowie Veranstaltungsplanung, Festinstallation, Zeltund

Bühnenbau. Wir sind auch in Verkauf, Reparatur und Wartung

tätig und bieten einen DJ-Service.

Zur Zufriedenheit und zum Erfolg unserer Kunden beizutragen ist für

uns eine Selbstverständlichkeit. Für alle in unserem Team ist unser

Beruf auch Berufung, wir machen unsere Arbeit für Sie gerne. Damit

wollen wir uns differenzieren und unseren Kunden eine qualitativ

hochwertige Leistung anbieten, die ihren Preis wert ist.

Das pma Branchenverzeichnis vernetzt die Branche

Das pma Branchenverzeichnis liefert die wichtigsten Adressen

des Markts auf einen Blick. Unterteilt in die Bereiche „Hersteller &

Vertrieb“ und „Service & Dienstleistung” finden Sie den richtigen

Ansprechpartner in der Branche.

Eintrag Print: 135 EUR pro Ausgabe

Eintrag Online: 135 EUR pro Laufzeit der Ausgabe

Eintrag Print & Online: 260 EUR pro Ausgabe

Jahresbuchung (8 Ausgaben) Print & Online: 1.999 EUR

Das Branchenverzeichnis finden Sie auch online unter

www.pma-magazin.de

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PMA MAGAZINS

Der Eintrag umfasst ein Logo in Farbe, die Firmenanschrift und Platz

für Ihr Portfolio oder eine kurze Beschreibung Ihres Unternehmens

(maximal 700 Anschläge inkl. Leerzeichen) auf 1/9 Seite im Heft

und / oder auf unserer Homepage www.pma-magazin.de.

Unser Anzeigenleiter Jürgen Auselt

berät Sie gerne.

Telefon: +49 (0) 8131/56 55-64

juergen.auselt@pma-magazin.de

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Nr. 06/2016 Nr. 07/2016 Nr. 08/2016 Nr. 01/2017

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Ich bestelle die angekreuzten Ausgaben der pma einmalig wie gekennzeichnet

frei Haus (bei Versand innerhalb Deutschlands, ansonsten zzgl. Versandkosten).

Es entstehen für mich keine weiteren Verpflichtungen. Bitte Coupon einsenden

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Nr. 01/2017 je 8,50 v Nr. 02/2017 je 8,50 v Nr. 03/2016 je 8,50 v

Nr. 04/2016 je 8,50 v Nr. 05/2016 je 8,50 v

Nr.

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pma ist ein Magazin der PPVMEDIEN GmbH, Postfach 57, 85230 Bergkirchen

pma 617


Lichttechnik

auf den Punkt

gebracht

ANZEIGENINDEX

Anzeigenindex

ADAM HALL GmbH

U3

AED Rent 13, 21

Ambion

U4

BRAINSALT MEDIA GMBH 63

cast GmbH 55

ChainMaster Bühnentechnik GmbH 3

CORDIAL GmbH 15

Elation 17

Das Feld der Lichttechnik

bietet heute eine Fülle von

Informationen, die der Einzelne

kaum noch überblicken kann.

Das Handbuch Lichttechnik

soll deshalb all denjenigen

eine Hilfe sein, die beim Film

oder Fernsehen, im Theater

oder bei Veranstaltungen und

Events mit Licht arbeiten oder

die sich allgemein für Licht und

Lichttechnik interessieren.

erpam 45

GLP German Light Products 37

Highlite International BV 23

Indu Electric 31

Kabeltronik Arthur Volland GmbH 96

KLING & FREITAG GmbH 19

KS Beschallungstechnik GmbH 29

LATE NIGHT CONCEPTS

GmbH & Co. KG 33

Lightpower Showtechnik GmbH U2

LOOK Solutions 5

Neutrik AG 25

Powerlights Augsburg 35, 67

PPVMEDIEN GmbH 6, 7, 71, 83,

Richtig gute

Verbindungen

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Standardkabel-Lösungen. Kundenspezifi sche

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für die Veranstaltungsbranche

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VORSCHAU pma 7/2017

Vorschau

www.pma-magazin.de, red@pma-magazin.de

erscheint achtmal in der

PPVMEDIEN GmbH

Postfach 57, 85230 Bergkirchen

Telefon +49 (0) 8131/5655-0, Telefax +49 (0) 8131/5655-10

www.ppvmedien.de, info@ppvmedien.de

Geschäftsführung Thilo M. Kramny

REDAKTION

Chefredakteur (verantwortlich für den redaktionellen Teil)

Steffen Sauer, steffen.sauer@pma-magazin.de

Redaktion

Lisa Schaft, lisa.schaft@pma-magazin.de,

Ray Finkenberger-Lewin, ray.finkenberger-lewin@pma-magazin.de

Regelmäßige redaktionelle Mitarbeiter

Thomas Korn, Oliver Künzner

Titelfoto Ralph Larmann

Marketing David Kramny, david.kramny@ppvmedien.de

Trveheim-Festival

Für Metal-Fans der härteren Gangart ist das "Trveheim"-Festival in Hallbergmoos bei

München die richtige Adresse. Wir haben uns die Technik des Hartmetall-Festivals

genauer angesehen.

pma Basics: Equalizer

Der Equalizer ist ein mächtiges Tool zur Soundgestaltung. Allerdings verzeiht er auch

keine Fehler bei der Bedienung. Wie man richtig mit den verschiedenen Equalizer-

Arten umgeht, zeigen wir in unseren pma Basics.

© Shutterstock

ANZEIGEN

Anzeigenleitung

Jürgen Auselt (verantwortlich für den Anzeigenteil)

juergen.auselt@pma-magazin.de

Anzeigenverkauf

Julia Kohl, julia.kohl@pma-magazin.de

Büro USA Joe Statuto

603 Haven Lane, Clarks Summit, PA 18411 - USA

Phone +1 570 587 4734, Cellphone +1 570 604 1111

jostat@hotmail.com

Büro Japan Japan Music Trade Co., Ltd.

4th Floor, Gakki-Kaikan, 2-18-21

Soto-kanda, Chiyoda-ku, Tokyo 101

Phone +81 3 3251 7491, Fax +81 3 3251 8744

Büro China Melanie Xu

MICE CULTURAL DIFFISION (Shanghai) Co. Ltd.

12 F, 15Fl. Yongtai Rd. Pudong, Shanghai, CHINA

Phone +86 181 2121 2826, olivia126@126.com

Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 19 vom 01.01.2017

DRUCK | GESTALTUNG | VERTRIEB | ABO

Druck Druckhaus Gera GmbH,

Jacob-A.-Morand-Straße 16, 07552 Gera

Art Director Christoph Zettel

Layout/Gestaltung Elke Mader

Vertrieb MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG,

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim, www.mzv.de

Tel.: +49 (0) 89/319 06-0, Fax: +49 (0) 89/319 06-113

Abo-Verwaltung und -Vertrieb, Leserservice,

Nachbestellung von Einzelheften Michaela Trinkl

Telefon: +49 (0) 8131/5655-65, Fax: +49 (0) 8131/5655-10,

abo@pma-magazin.de

PREISE | INFORMATIONEN

Copyright bzw. Copyright-Nachweis für alle Beiträge bei der PPVMEDIEN

GmbH. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfäl tigungen jeglicher

Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte

Einsendungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Namentlich gekenn -

zeich nete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

Einzelbezugspreis 8,50 EUR,

Jahresabonnement Inland 58,00 EUR,

Jahresabonnement Ausland 64,80 EUR (zzgl. 12,60 EUR Versandkosten).

Bei der PPVMEDIEN GmbH erscheinen auch die Zeitschriften Soundcheck,

Guitar, Guitar Acoustic, GuitarDreams, DrumHeads!!, Tastenwelt, Keys,

Recording Magazin, Das Musikinstrument, Frankfurt Daily Musikmesse,

Prolight+Sound, Shanghai Show Daily, LPI Lighting Press International,

Licht + Wohnen, Frankfurt Daily Light+Buildung, FliegerRevue, FliegerRevueX,

Aero Daily sowie die Buchreihe der PPVMEDIEN Fachbuch und Edition Bochinsky.

Vertrieb für The Strad für Deutschland, Österreich, Schweiz.

ISSN 1437-5699 HRB 73930 München

Die pma 07/2017 erscheint am 26.10.2017

98 pma 06/17


Die sind

doch alle

gleich!


Ganz so einfach ist es am Ende dann doch nicht. Die richtige Wahl, auch die des Technikdienstleisters,

lohnt sich. Ehrlichkeit. Konstruktivität. Engagement. Und ideale Lösungen. Aber vor allem das

Verständnis und das Miteinander sind Werte, die uns wichtig sind. Mit dieser Politik haben wir einige

Bundesparteitage und viele politische Veranstaltungen technisch umgesetzt. Natürlich haben wir

dabei die Parteien gut ausgewählt.

AMBION denkt, plant und produziert Technik für Konzerte, Sport- & Produkt-Events,

Messen und Kongresse. Kreativ, erfahren, im Detail und im Großen, überall auf der Welt.

Wir begeistern und schaffen Neues. Mit eigenem Equipment, eigenen Lösungen und

ausgezeichneten Mitarbeitern.


Beleuchtungstechnik

Beschallungstechnik

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www.ambion.de

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