Stahlreport 2017.09

markushuneke

72. Jahrgang | September 2017

STAHLREPORT

Das BDS-Magazin für die Stahldistribution

9|17

Vernetzt handeln – die Zukunft?


Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Dipl.-Ing. Jochen Adams

Dr. rer. nat. Peter Drodten

Dipl.-Ing. Jochen Adams

Dr. rer. nat. Peter Drodten

1. Auflage

27. Auflage

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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BDS AG – Bundesverband Deutscher Stahlhandel – www.stahlhandel.com


„Vernetzt handeln – was mit

der Digitalisierung heute

und in Zukunft machbar ist.“

EDITORIAL

INHALT

Liebe Leserinnen und Leser,

die Vernetzung als Folge der Digitalisierung

determiniert derzeit das Machbare

– in der Technik, wie das Titelbild von

der Baustelle des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs

zeigt (vgl. S. 20), ebenso wie in

der Ökonomie, zu der die Wirtschaftsvereinigung

Stahl über sich verändernde Wertschöpfungsketten

nachdenkt (vgl. S. 50). Nicht nur in diesen beiden Bereichen

können kaum vorstellbare Datenmengen so miteinander

verknüpft werden, dass etwas ganz Innovatives und besonders

Tragfähiges entsteht.

Dieser Fortschritt bringt es mit sich, dass moderne Gesellschaften

in Zukunft auf lieb gewordenes Traditionelles

werden verzichten können. Inwieweit von solchen Szenarien

auch die Distributionsstufe betroffen sein wird, auch das ist

Thema auf dem Stahlhandelstag, zu dem sich die Branche

am 28.9.17 in Darmstadt treffen wird (vgl. S. 30ff). Über die

Ergebnisse dieses Branchentreffens wird im November-

Stahlreport ausführlich berichtet.

„Wissen – handeln – weiterdenken“ – so lautet das Motto

des inzwischen 26. Stahlhandelstages, das damit den Schlüssel

für eine erfolgreiche Zukunftsbewältigung benennt:

handlungsorientierte Bildung, die sich aus der Vermittlung

von Kompetenzen ergibt, die zum selbstgesteuerten Erwerb

spezifischer Qualifikationen befähigen. So sieht es der Deutsche

Qualifikationsrahmen vor, der im vergangenen Jahrzehnt

zum entscheidenden Fundament der Berufsbildung

des Stahlhandels geworden ist. Und die ist ständiges Thema

in dieser Fachzeitschrift.

Aufstrebend sind eben nicht nur die Pfeiler, die in Zukunft

das Dach von Stuttgart 21 tragen sollen, aufstrebend

und leistungsfähig sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Stahlhandels. Ihnen dürfte in Darmstadt wieder

einmal und zu Recht ein Loblied gesungen werden – als

dem wichtigsten Kapital der einzelnen Unternehmen und

der gesamten Branche.

Auch dazu finden Sie in diesem Heft mit anlassbedingt

umfangreicher Unternehmensberichterstattung viele hoffentlich

interessante Beispiele.

Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf

Dr. Ludger Wolfgart

PERSÖNLICHES

4 Kurznachrichten

STAHLHANDEL

6 Erfolgreiche Nischenstrategie – die Sietzy-Gruppe

8 Breites Programm, schnell geliefert –

Vollsortimenter Bieber + Marburg

10 Leistungsstarkes Netzwerk für Stahlanwender –

ArcelorMittal Downstream Solutions

16 Neu im Programm – Stahlrohr erweitert Sortiment

um Stahlbauhohlprofile

ANARBEITUNG & LOGISTIK

22 Kooperation: Vallourec und Mapudo

MESSEN UND MÄRKTE

24 Neueste Stahllöungen für den Fahrzeugbau –

die IAA 2017

25 Einmalig in Düsseldorf: die Messe Schweißen

und Schneiden

26 Anspruchsvolle Spezifikationen –

die Deburring Expo 2017

27 Teile und Oberflächen effizient reinigen –

die parts2clean in Stuttgart

28 Vorschau auf die EMO

BDS

30 Die Branche trifft sich:

der BDS-Stahlhandelstag 2017

31 Dienstleistugen und Services rund um den

Stahlhandel: die Aussteller des Stahlhandelstages

präsentieren sich

42 Research: Erfreuliche Halbjahresbilanz

44 Recht: Antidumpingzoll auf korrosionsbeständige

Stähle

VERBÄNDE & POLITIK

46 BGA-Analyse vor der Bundestagswahl –

wie wirtschaftsfreundlich sind Parteiprogramme

47 Zukunftsthema Leichtbau – Programme und Projekte

von Politik und Industrie

WISSENSWERTES

50 Studie: Wie die Digitalisierung die Stahlwirtschaft

verändert

LIFESTEEL

54 Luftig und gesund backen –

gelochte Backbleche aus Stahl

54 Impressum

Stahlreport 9|17

3


Persönliches

Kurznachrichten

Foto: Kerschgens

Pierre Schlüper

ist zum 1.7.17 in der Kerschgens Werkstoffe &

Mehr GmbH als zusätzlicher Geschäftsführer

berufen worden. Der 49-Jährige lenkt nun gemeinsam

mit Manfred Kerschgens und Heinz

Herbort die Geschicke dieses Stahldienstleisters.

Schlüper ist bereits seit 30 Jahren in dem

Unternehmen tätig. Seine Laufbahn hatte er

dort 1986 mit einer Ausbildung zum Kaufmann

im Groß- und Außenhandel begonnen, arbeitete

als Verkäufer, leitete zwischenzeitlich den

Standort Viersen und wurde Anfang 2017 zum

Gesamtvertriebsleiter. „Wir freuen uns deshalb

sehr, ihn als Teil der

Geschäftsleitung gewonnen

zu haben, und

dass er den Kurs unseres

Unternehmens

nun auch an hauptverantwortlicher

Stelle

mitbestimmen wird“,

sagte Heinz Herbort

zu der Berufung.

Arnd Gesatzki

ist neuer Leiter des ZHH Bildungswerks und

hat in dieser Funktion Senad Hadzic abgelöst,

der den Zentralverband Hartwarenhandel

(ZHH) mit Sitz in Düsseldorf nach vierjähriger

Tätigkeit im Bildungswerk auf eigenen Wunsch

verlassen hat. Der neue Mann ist 48 Jahre alt

und hatte 1990 bei der Bundeswehr seine berufliche

Karriere begonnen. In deren Verlauf

studierte er an der Universität der Bundeswehr

in München Berufs- und Wirtschaftspädagogik.

Zuletzt verantwortete er in der Human-Resources-Abteilung

eines schwedischen Unternehmens

für Sicherheitsdienstleistungen bundesweit

den Bereich Führungskräfteentwicklung

und -recruiting.

Steffen Henkel

ist bei Troostwijk Deutschland neuer Ansprechpartner

u.a. für Betriebe aus der Metallverarbeitung,

sofern diese das nach eigenen

Angaben größte europäische Online-B2B-Aktionshaus

für den Kauf oder Verkauf von Aggregaten

nutzen wollen.

Als Accountund

Projektmanager

steht der 42-

Jährige im direkten

Kontakt mit dem

Auftraggeber und

verantwortet die

Planung sowie Leitung

von Projekten,

Foto Troostwijk

Foto: BDS

die Kalkulation des Budgets und die Koordination

von Projektmitarbeitern bzw. Subunternehmen.

Troostwijk, vor 87 Jahren in den Niederlanden

gegründet, bietet Unternehmen

Dienstleistungen – von der Sachwertermittlung

über die Versteigerung von Equipment aller Art

bis hin zu Komplettlösungen für Standort- und

Betriebsschließungen.

Thorsten Erny

ist für sein langjähriges und weitgehend ehrenamtliches

Engagement in der Berufsbildung

des Stahlhandels geehrt worden – auf dem Balkon

des Rathauses der Schwarzwaldstadt Gengenbach,

wo er als Bürgermeister tätig ist. Die

Urkunde überbrachte Dr. Ludger Wolfgart, Bereichsleiter

Berufsbildung beim Bundesverband

Deutscher Stahlhandel (BDS). Mit im Gepäck

hatte er auch einen verzinkten Stahlanker – als

symbolträchtiges Geschenk, um die Bodenhaftung

der Berufsbildung deutlich zu machen, für

die Thorsten Erny

(Foto) in seinen berufsbildenden

Ehrenämtern

in der Branche

gesorgt habe. Vor seiner

politischen Karriere

hatte der als Geschäftsführer

eine

Stahlhandlung in

Baden geführt.

Markus Schmermund

hat am 1.9.17 bei der Linde Material Handling

GmbH in Aschaffenburg die neu geschaffene

Position eines Vice President Intralogistic Solutions

angetreten. Er soll bei dem zur KION

Group AG gehörenden, weltweit tätigen Hersteller

von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten

sowie Anbieter von Dienstleistungen und

Lösungen für die Intralogistik ein neues Expertenteam

zur Vernetzung aufbauen. Dessen Ziel

ist es, in der europäischen Organisation das

bestehende Angebot für die innerbetriebliche

Logistik zu vereinheitlichen und weiter auszubauen.

Schmermund berichtet direkt an den

Vorsitzenden der Geschäftsführung, Andreas

Krinninger. „Die Digitalisierung schafft in der

Intralogistik völlig neue Ansätze, um Arbeitsprozesse

übergreifend und mit höchster Effizienz

zu steuern“, sagte Krinninger.

Eberhard Abele

zeigt sich überzeugt davon, dass das produzierende

Gewerbe das Rückgrat des traditionell

starken deutschen Mittelstands ist und befür-

Footo: WGP

wortet deshalb als Präsident der Wissenschaftlichen

Gesellschaft für Produktionstechnik den

neuen Internetauftritt dieser WGP. Damit trage

der Zusammenschluss führender deutscher

Maschinenbau-Professoren

nicht nur den

modernen technischen

Gegebenheiten

Rechnung, sondern

bringe auch ihren

Wunsch zum Ausdruck,

die Öffentlichkeit

vermehrt über aktuelle

Entwicklungen

in der Produktionswissenschaft

zu informieren. Ziel ist es laut Professor

Abele, die Bedeutung der Produktion

und der Wertschöpfung für die Gesellschaft

wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

„Wir möchten zeigen, dass eine Kernkompetenz

im Bereich der Produktionstechnologien

für den Standort Deutschland von

großer Wichtigkeit ist.“

Patrick Meessen und

Franz-Günter Kleine

realisieren in der Führungsetage von Arcelor-

Mittal veränderte Verantwortungen: Patrick

Meessen, Head of Area North der ArcelorMittal

Downstream Solutions BD Distribution West

Europe, fokussiert sich seit 1.8.17 auf die Leitung

der europäischen Stahlhandelsunternehmen

in den Ländern Deutschland, Schweiz,

Österreich, Belgien, Niederlande sowie England.

Ebenfalls mit Wirkung vom 1.8.17 hat

Franz-Günter Kleine in der Geschäftsführung

die operative Leitung der deutschen Niederlassungen

der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

sowie der ArcelorMittal Distribution GmbH

übernommen.

Martin Piper

ist seit kurzer Zeit als Sales Manager für den

weltweiten Vertrieb der DIHAG-Gießereigruppe

zuständig. In dieser Position soll er die Geschäftsaktivitäten

der Tochterunternehmen koordinieren

und eine einheitliche internationale

Vertriebsstrategie

aufsetzen. Eine weitere

Aufgabe des 44-

jährigen Diplom-Betriebswirts

und MBA

ist die verstärkte globale

Positionierung

des größten Gießereiverbundes

Europas in

Privatbesitz. Die zehn

Foto: DIHAG

4 Stahlreport 9|17


Foto: Fraunhofer

Gießereien der DIHAG zeichnen sich durch

sehr unterschiedliche Produkt- und Branchenspezialisierungen

aus. „Ich freue mich darauf,

mit den Werken die individuellen Vertriebsstrategien

weiterzuentwickeln und gruppenweite

Synergieeffekte für den Ausbau des internationalen

Vertriebs unserer Qualitätsprodukte zu

nutzen“, sagte Martin Piper zu seiner neuen

Aufgabe.

Michael ten Hompel

trägt seit Juli eine weitere Auszeichnung: Einstimmig

war der Senat der traditionsreichen

Universität Miskolc in Ungarn dem Vorschlag

des dortigen Instituts für Logistik gefolgt und

hatte dem Dortmunder Forscher den Ehrendoktortitel

verliehen.

Damit honorierte die

Universität die besonderen

wissenschaftlichen

Verdienste ten

Hompels für die Logistikforschung

in Ungarn.

Zugleich sei der

Titel eine Anerkennung

für die Arbeit des

Instituts und eine Stärkung

der Logistik als Wissenschaftsdisziplin an

der Universität Miskolc. Prof. Dr. Michael ten

Hompel ist geschäftsführender Institutsleiter

des Fraunhofer IML, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut

für Software- und Systemtechnik

ISST und Inhaber des Lehrstuhls für Förderund

Lagerwesen an der Technischen Universität

Dortmund.

Ottmar Döring

hat am 1. Juli 2017 die Geschäftsführung der

Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk

(ZWH) übernommen. Er führt seitdem sowohl

den ZWH e. V. als auch die ZWH Dienstleistungs-GmbH.

Damit folgt Dr. Ottmar Döring

(Foto) auf Dr. Jens Prager, der als Hauptgeschäftsführer

zur Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe

zu Bielefeld gewechselt hat. Der

neue Mann ist seit vielen Jahren im Bereich berufliche

Aus- und Weiterbildung bei Forschungseinrichtungen

sowie Bildungsdienstleistern

tätig und verfügt

über langjährige

Führungserfahrung.

Zuletzt war er Geschäftsführer

beim

Forschungsinstitut

Betriebliche Bildung

(f-bb) gGmbH. Zu den

Foto: ZWH

Foto: Industrieverband Massivumformung

Arbeitsschwerpunkten des promovierten Sozialwissenschaftlers

gehören Personal- und Organisationsentwicklung,

Bildungsberatung,

Betriebliche Weiterbildung, Internationalisierung

der Berufsbildung sowie die Anerkennung

ausländischer Abschlüsse und die Qualifizierung

von Menschen mit Migrationshintergrund.

Benjamin Lambie

ist vom Industrieverband Massivumformung

mit dem Förderpreis 2017 für solche (Nachwuchs-)Ingenieure

ausgezeichnet worden, die

sich in der Bearbeitung von Studien für die

Massivumformung hervorgetan haben. Der

Preisträger (2.v.l.), Dr.-Ing. und Managing Director,

Technische Universität Darmstadt, hat

die Auszeichnung im Bereich Maschinenbau,

Profilbereich Thermo-Fluids & Interfaces TFI,

für seine Studie „Einsatzmöglichkeiten der

Computational Fluid Dynamics (CFD) bei der

numerischen Simulation der Strömung in

Sprühköpfen für das Gesenkschmieden“ erhalten.

„Unsere Branche ist sowohl auf exzellente

Forschung als auch auf qualifizierten Führungsnachwuchs

angewiesen, um zukunftsfähig zu

bleiben“, so Dr. Frank Springorum, Vorstandsvorsitzender

des Industrieverbands Massiv -

umformung(r.).

Beate Wynands

ist seit dem 1.7.17 – zusätzlich zu ihrer Funktion

als Assistentin in der BDS-Berufsbildung –

auch Qualitätsmanagementbeauftragte für diesen

Teil des Bundesverbands Deutscher Stahlhandel

(BDS). Als Nachfolgerin des aus Altergründen

aus diesem Amt geschiedenen Heinz

Schürmann hat die 47-Jährige als erstes die

Aufgabe übernommen, die BDS-Berufsbildung,

den einzigen zertifizierten Verbandsbereich,

von der ISO 9001:2008 auf die neue Norm ISO

9001:2015 umzustellen. Ergebnisse dazu sollen

bereits in diesem September vorliegen.

Fritz Hellwig

ist 104-jährig gestorben. Damit ist ein von

Stahl geprägtes Leben zu Ende gegangen:

Der Verstorbene war das älteste Mitglied im

Stahlinstitut VDEh. In die Vorgängerorganisation,

den Verein Deutscher Eisenhüttenleute

(VDEh), war er bereits 1940 eingetreten.

Gleichzeitig wurde der gebürtige

Saarländer stellvertretender Geschäftsführer

der Bezirksgruppe Saar der Wirtschaftsgruppe

Eisen schaffende Industrie in Saarbrücken,

also in einem regionalen Zweig der

heutigen Wirtschaftsvereinigung Stahl. Seit

1959 fungierte er als Mitglied der Hohen Behörde

für Kohle und Stahl, acht Jahre später

wurde er Vizepräsident der Kommission der

Europäischen Gemeinschaften und dort für

die Forschung zuständig.

Thomas A. Fischer

bleibt für mindestens weitere vier Jahre Geschäftsführer

Vertrieb, Marketing & Service

(CSO) der STILL GmbH. Der Aufsichtsrat des

Hamburger Unternehmens

hat den

Vertrag jetzt entsprechend

verlängert.

Damit wird Fischer

(57) die Bereiche

Vertrieb, Marketing &

Service der Operating

Unit STILL EMEA

Foto: Still

(Europe, Middle East,

Africa) bis Ende März

2022 führen. „Thomas Fischer hat in den vergangenen

Jahren die Vertriebs- und Servicepräsenz

von Still ausgebaut und deutlich

gestärkt“, erklärte Thomas Toepfer, Vorsitzender

des Aufsichtsrats. „Ich freue mich über

das Vertrauen und danke dem Aufsichtsrat

von Still für das neue Mandat“, reagierte der

alte und neue CSO. „Gemeinsam mit meinen

Kollegen und unseren hochmotivierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern werde ich die

Marke Still weiter voranbringen und den eingeschlagenen

Wachstumsweg konsequent

fortführen.“

Antonio Perea

feiert im September 2017 sein 25-jähriges

Dienstjubiläum. Er ist Verkaufsleiter bei Böllinghaus

Steel. In die Zeit seiner Mitarbeit ist

die Gründung der portugiesischen Tochtergesellschaft

Böllinghaus Steel S.A. gefallen, an

deren Aufbau und Weiterentwicklung Antonio

Perea bis heute maßgeblichen Anteil hat. Die

Geschäftsführung will deshalb die Zukunft der

Böllinghaus Steel GmbH zusammen mit ihm

gestalten: Mit Wirkung vom 1.9.17 hat der

Jubilar Gesamtprokura erhalten.

Stahlreport 9|17

5


Stahlhandel

Bericht

Sietzy-Gruppe – erfolgreiche Nischenstrategie

Feine Sortimente

Die Sietzy-Gruppe hat mit den zugehörigen Unternehmen Westeisen, Stahl-Becker und

Allmeson sehr erfolgreich vor allem Nischenmärkte besetzt. Mit ihrer konsequenten

Ausrichtung auf die Qualität der eigenen Prozesse ist die hessische Unternehmensgruppe

ein wichtiger Werkstofflieferant seiner Kunden.

Foto: Stahl Becker

Paketdienste und Stahlhandel

– geht das zusammen? Bei Stahl-

Becker, dem Federstahl-Spezialisten

der Unternehmensgruppe, geht das

sehr gut. Nicht selten liegen die Auftragsgrößen

bei nur wenigen Kilogramm.

Sendungen mit so geringen

Gewichten können gut über Dienstleister

wie zum Beispiel UPS abgewickelt

werden. „Das Gute an UPS

Florian Sietzy,

Geschäftsführer

von Westeisen,

Stahl Becker und

Allmeson

ist, dass sie Sendungen bis zu 70

kg annehmen, das deckt eine Vielzahl

unserer Kommissionen ab“,

freut sich Florian Sietzy.

Inhabergeführte, mittelständische

Unternehmensgruppe

Der Wirtschaftsingenieur ist – unter

anderem – Geschäftsführer der Stahl-

Becker GmbH. Das inhabergeführte

Unternehmen konzentriert sich auf

den Handel mit und die Bearbeitung

von Federstahl – einem hochwertigen

Nischenprodukt, von dem Abnehmer

häufig keine großen Mengen

benötigen. Die Stahl-Becker GmbH

ist ihrerseits Teil der Sietzy Holding

GmbH, die als Führungsgesellschaft

daneben auch die Westeisen Werner

Sietzy GmbH und die Allmeson

GmbH steuert.

„Zu dieser Konstruktion der Unternehmensführung

haben wir uns

entschlossen, nachdem 2007 Allmeson

zu den bestehenden Unternehmen

gekommen ist“, erzählt Sietzy,

der die kleine Unternehmensgruppe

mit Sitz in Heusenstamm führt.

6 Stahlreport 9|17


Gut zusammenpassendes,

feines Sortiment

Während sich Stahl-Becker mit dem

Produkt Federstahl auf ein klassisches

Nischenprodukt konzentriert,

ist Westeisen vor allem auf Flachprodukte

fokussiert. Der Händler

bevorratet ein umfangreiches Lager

an Blechen und Bändern in den Standardformaten.

Mit dem Geschäftsbereich

Markt werden darüber hinaus

Kunden mit dem gesamten Spektrum

an Stahlprodukten versorgt –

von Rohren über Blankstahl bis hin

zu Baustahl.

Das dritte Unternehmen der

Gruppe ist schließlich Allmeson –

ein Spezialist für NE-Metalle, insbesondere

Gusswerkstoffe wie zum

Beispiel Rotguss oder Gussbronze,

aber auch für die Standardprodukte

aus Kupfer, Messing oder Aluminium.

Abgerundet wird das Sortiment

hier mit Grau- und Sphäroguss.

Neben dem Handel bietet die

Gruppe ihren Kunden weitere Dienstleistungen

und fertigt zum Beispiel

Laser- und Biegeteile nach Kundenzeichnung

und produziert Blechzuschnitte

auf der eigenen Querteilanlage.

Die Sortimente, überhaupt die

gesamte Ausrichtung der Unternehmen,

ergänzen sich gut. So verarbeitet

die Kernkundengruppe der

Laserschneidbetriebe sowohl Federstahl

von Stahl-Becker als auch Bleche

von Westeisen.

Genaue Prozesse

Vor allem Federstahl ist dabei ein

Produkt, das eine hohe Genauigkeit

im Umgang und viel Fachwissen

verlangt. „Federstahl ist in

vielen Werkstoff- und Ausführungsvarianten

am Markt. Wir verschaffen

unseren Kunden angesichts dieser

manchmal unübersichtlichen

Vielfalt einen Überblick – und empfehlen

ihnen das passende Produkt

und gegebenenfalls eine weitere Bearbeitung“,

erläutert Sietzy.

Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit

in den Prozessen ist Florian

Sietzy wichtig. Die gesamte Gruppe

ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal,

doch Geschäftsführer

Sietzy achtet darauf, dass die

Vorgaben des Managementsystems

auch tatsächlich umgesetzt und gelebt

werden. So werden zum Beispiel

alle Produkte ab Wareneingang

chargengenau mit Barcodes versehen.

„Unsere Kunden haben einen

sehr hohen Qualitätsanspruch. Wenn

wir bei Stahl-Becker zum Beispiel

einen Federstahl mit einer nicht gewünschten

Festigkeit liefern, ist das

eigentlich so, als würden wir einen

ganz anderen Werkstoff ausliefern“,

erklärt er. Die strikte Einhaltung der

Forderungen aus der ISO 9001 ist

daher schon aus betrieblichen Gründen

notwendig.

Florian Sietzy hat die Unternehmen

vom Vater übernommen und

steuert Westeisen – das Stammunternehmen

– und Stahl-Becker seit

2005, Allmeson dann ab 2007, als es

Teil der Gruppe wurde. Der Geschäftsführer

entwickelt die Unternehmen

seitdem in allen Bereichen

behutsam aber stetig weiter.

Schon seit 2012 werden die Einkaufs-

und Verkaufsprozesse weitgehend

papierlos abgewickelt. Im letzten

Jahr wurde dann in eine neue

Querteilanlage investiert, die sich

Sietzy zufolge schon heute gerechnet

hat. Und auch über das nächste

Projekt wird bereits nachgedacht:

eine neue Drahtrichtanlage.

„Eine wichtige Rolle spielt auch

unser Internetauftritt für uns. Federstahl

ist ein Produkt, bei dem die

Interessenten oft nicht wissen, wo

sie es beschaffen können. Die Suche

über das Internet ist dann häufig

der naheliegendste Weg“, erklärt

Sietzy. Derzeit bereitet das Unternehmen

den Relaunch der viersprachigen

Unternehmenswebseite vor,

die in der kommenden Version responsive

gestaltet und dann auch

auf Smartphones und Tablets gut

lesbar sein wird. 2

[ KONTAKT ]

Sietzy Holding GmbH

63150 Heusenstamm

Tel. +49 6104 4059-0

www.sietzy-gruppe.de

Metallbau

Stahlbau

Fahrzeug-/ Landmaschinen-/

Schiffsbau

Maschinenschutzeinrichtung/

Maschinenbau und Anlagenbau

Regalbau und Lagersysteme

Containerbau

Möbel-/ Laden-/ Innenausbau

Klima- und Solartechnik

Stahlreport 9|17

7


Stahlhandel

Bericht

Etwa 20 bis 30 % der Produkte werden

bei Bieber + Marburg gestrahlt – auf

insgesamt zwei Anlagen.

Auf fünf Sägeautomaten werden Vollmaterialien bis 800 mm Durchmesser rund um die Uhr zugeschnitten.

Fotos: Bieber + Marburg

Vollsortimenter Bieber + Marburg

Breites Programm, schnell geliefert

Im Stahlhandel entscheidet oft das Liefertempo über die Auftragserteilung. Die Geschwindigkeit,

mit der die Unternehmen georderte Produkte bereitstellen, ist jedoch alles andere als ein

Selbstläufer. Dahinter stecken vielmehr gut aufgestellte interne Abläufe – und viel Arbeit.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Gießener Stahlhändler BIEBER + MARBURG GMBH + CO KG.

[ Kontakt ]

BIEBER + MARBURG

GMBH + CO KG

35394 Gießen

+49 641 7944-0

www.bieber-marburg.de

„Ja, wir sind schnell“, sagt Sven

Bieber, zusammen mit seiner Cousine

Brigitte geschäftsführender

Gesellschafter der BIEBER + MAR-

BURG GMBH + CO KG. Kunden, die

bis 16 Uhr bestellen, bekommen –

außer Biegerei- und Brennteile – die

Ware am folgenden Tag.

Der bereits seit 1899 bestehende

Stahlhändler mit Sitz in Gießen ist ein

typischer Vollsortimenter und beliefert

Kunden im Umkreis von etwa

230 km. Die Kunden kommen vor

allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau,

der stahlverarbeitenden

Industrie und dem Bau.

Große Produktvielfalt

Rund 25.000 t bevorratet das Unternehmen.

Ein Biege- und ein Brennbetrieb

zählen dazu, der Baustoffhandel

ist neben dem Stahlgeschäft das

zweite große Standbein des Unternehmens.

Was hinter der Geschwindigkeit

steht, mit der Bieber + Marburg

Kunden bedient, führt ein Blick

auf das Sortiment und die Anarbeitungsmöglichkeiten

des Unternehmens

vor Augen.

Rund 9.000 Artikel hat der Stahlund

Baustoffhändler ständig auf

Lager. Im Segment Stahl umfasst das

Produktspektrum das gesamte Sortiment

an S235, komplettiert von Betonstahl

und Betonstahlmatten. Auch

im Bereich Flachprodukte ist das Unternehmen

„gut aufgestellt“, wie Sven

Bieber betont. Bevorratet werden Bleche

von den Grundgüten in S235 und

S355 angefangen bis in unterschiedlichste

höhere Legierungen und Oberflächen.

Sehen lassen kann sich Bieber

zufolge auch der Qualitäts- und Blankstahlbereich.

„Da gehen wir hoch bis

rund 800“, so der Stahlhändler. Komplettiert

wird das Sortiment von Edelstählen

und NE-Metallen – letztere in

den unterschiedlichsten Legierungen.

Ein besonderes Augenmerk verdient

das Rohrsortiment. Dem Geschäftsführer

zufolge ist Bieber +

Marburg einer „der vier bis fünf bestsortiertesten

Rohrhändler in Deutschland“

– und das bei vergleichsweise

„kleinem“ Liefergebiet. Das Produktspektrum

Rohre umfasst Handelsrohre,

Profilstahlrohre, Stahlbauhohlprofile,

rund, rechteck, quadrat, in

Längen zwischen 6 bis 15 m.

Vielfältige Anarbeitung

Dazu kommt ein vielfältiges Anarbeitungsangebot.

„In der eigenen Biegerei

werden pro Jahr zwischen 10.000

und 20.000 t Betonstahl verarbeitet“,

erläutert Sven Bieber.

Das Unternehmen verfügt zudem

über einen Brennbetrieb, in dem Bleche

bis zur Abmessung von 12 x 2,5m

und mit einer Dicke von 3 – 230 mm

8 Stahlreport 9|17


„Gut aufgestellt ist das Unternehmen

auch bei Qualitätsstahl“, sagt

Geschäftsführer Sven Bieber

Für die effiziente Bevorratung betreibt Bieber + Marburg vier

voll- und ein halbautomatische Hochregallager.

Alles an einem Standort: alle Bereiche des Geschäftsbereichs

Stahl befinden sich am Giessener Standort des Unternehmens

nach Kundenvorgaben zugeschnitten

werden. Etwa 2.500 t Stahlbleche

werden dafür ständig bevorratet.

Der Sägepark, insgesamt zehn Sägen,

besteht bei Bieber + Marburg aus drei

Großprofilsägen für Träger, Formstahl

und Hohlprofile bis 600 mm

sowie zwei weiteren Sägen für Stab -

stähle, Winkel sowie kleineres Rundmaterial.

Etwa 20 bis 30 % der Produkte

werden gestrahlt, schätzt Sven Bieber.

Für diese Bedarfe stehen zwei

Strahlanlagen zur Verfügung.

Mittelständisch gutes

Unternehmensklima

Um Kunden mit diesem Produktspektrum

eine schnelle Auslieferung zu

gewährleisten, müssen die Prozesse

zwischen Vertrieb, Einkauf, Lagerung

und Versand gut eingetaktet sein.

Entscheidend dafür ist ein gutes

Miteinander im Unternehmen. Bieber

+ Marburg ist mit seinen insgesamt

250 Mitarbeitern und als Inhaber geführtes

Unternehmen ein typisch mittelständischer

Betrieb. Sven Bieber,

der vor der Übernahme der Geschäftsführung

in der Finanzbranche tätig

war, kennt viele seiner Mitarbeiter,

seit er als Jugendlicher die Lagerhallen

des väterlichen Betriebs erkundet

hat.

„Bei uns stehen die Türen immer

offen! Die Mitarbeiter haben einen

unmittelbaren Zugang zur Geschäftsführung,

die Kommunikationswege

sind kurz“, erzählt er. Das Unternehmen

hat bei Berufsanfängern zudem

einen Ruf als guter Arbeitgeber in

der Region. „Wir sind froh darüber,

dass wir regelmäßig gute und geeignete

Nachwuchskräfte einstellen können

– in allen Unternehmensbereichen“,

so Sven Bieber.

Kontinuierlich investiert

Für optimale Prozesse setzt der

Geschäftsführer auch auf Technologie

und achtet darauf, die Anlagen

und Systeme aktuell zu halten. „Wir

haben in den letzten Jahren viel investiert“,

sagt Bieber. So wurde neben

den beiden bestehenden eine dritte

Großsäge und eine zweite Strahlanlage

angeschafft.

Eines der vier automatischen

Hochregallager wurde erweitertert,

fünf Vollmaterialsägen gekauft. Auch

in das Sortiment wurde investiert

und das Rohrprogramm um warme

Stahlbauhohlprofile erweitert. Zudem

wurde in den letzten beiden Jahren

ein Großteil der Biege- und Schneidautomaten

in der Biegerei erneuert.

Digital, aber nicht überrascht

Die Digitalsierung, so wird immer

wieder hervor gehoben, sei vor allem

für Unternehmen eine Gefahr, die die

technologische Entwicklung unterschätzten

und somit nicht auf Veränderungen

reagieren können. Das kann

man von Bieber + Marburg nicht

behaupten. „Wir versuchen immer,

mit der modernsten Technik zu arbeiten“,

sagt Sven Bieber. „Die Entwicklungen

hin zu digitalisierten Abläufen

zum Beispiel in der Intralogistik

sind für uns nicht überraschend. Für

uns sind die Schnittstellen etwa zwischen

Hochregallager und Warenwirtschaftssystem

essentiell“, erklärt er.

Das können seit neuestem auch

Kunden von Bieber + Marburg ganz

direkt erfahren. Das Unternehmen

führt gerade einen Webshop ein.

„Das funktioniert sehr gut“, so Sven

Bieber. 2

„Wir sind froh darüber, dass wir regelmäßig

gute Nachwuchskräfte einstellen können –

in allen Unternehmensbereichen.“

Stahlreport 9|17

9


Stahlhandel

Bericht

ArcelorMittal Downstream Solutions in Deutschland

Leistungsstarkes Netzwerk

für Stahlanwender

Wer Stahl beim Handel kauft, hat in der Regel einen heterogenen Materialbedarf.

Gerade im Stahlbau wird oft ein breites Produkt- und Anarbeitungsspektrum benötigt.

Stahlanwender suchen daher einen verlässlichen Partner, der möglichst breit

aufgestellt ist. Eines der leistungsfähigsten Netzwerke der Stahlbereitstellung und

Anarbeitung bietet in Deutschland die ArcelorMittal Downstream Solutions.

10 Stahlreport 9|17


„ArcelorMittal kann das.“

Diese Erwartungshaltung dürfte in

vielen Hinterköpfen vorhanden sein.

Der Konzern ist der derzeit größte

Stahlproduzent weltweit, die Ge -

schäftsfelder erstrecken sich von

Erzminen über die Stahlproduktion

bis hin zur Stahldistribution. Diesen

Anspruch macht sich auch der Teilkonzern

ArcelorMittal Distribution

in seinem Bereich zu eigen. Die Distribution

ist ein wichtiges Aushängeschild

für ArcelorMittal. Denn bei

den Verwendern zeigt sich die Qualität

der Produkte und Prozesse in

der Praxis.

Den Umfang der Leistungsfähigkeit

des Stahlhandels von Arcelor-

Mittal Distribution in Deutschland

zeigt ein Blick auf das flächen -

deckende Niederlassungsnetzwerk

der Sparte, auf das Produktspektrum

und die Anarbeitungsmöglichkeiten.

Der vertikal integrierte Konzern

ermöglicht seiner Distribution

aber auch den direkten Zugriff auf

die Produktion. Für Kunden bedeutet

das: erhöhte Materialverfügbarkeit

und Zugang zu einem enormen

Pool technischen Know-hows.

Doch die Stärken, welche die vertikale

Integration des Konzerns bietet,

wollen auch umgesetzt werden.

Diese Herausforderung gehen die

Mitarbeiter der ArcelorMittal-Distribution

im täglichen Geschäft an.

Stahldistribution –

ein anspruchsvoller Job

Die Bandbreite der Anfragen und

Projekte bei der ArcelorMittal Distribution

ist groß. Vom komplexen

Stahlbauprojekt mit einem hohen

Abstimmungsaufwand bis hin zur

einfachen Bestellung von Lagerlängen

ist alles dabei. Nur enge Zeitfenster

gehören in der Regel zu jedem

Auftrag.

So liegen zwischen erster Kundenanfrage

und schließlicher Lieferung

manchmal nur wenige Wochen

– technische Beratung und Anarbeitung

inklusive. Für ein umfangreiches

Stahlbauprojekt ist das ein

anspruchsvoller Zeithorizont.

„Schnelligkeit und Flexibilität sind

ein wichtiger Teil unserer Dienstleistung.

Kunden haben nun einmal

selbst oft nur einen engen Zeitrah-

Fotos: ArcelorMittal Distribution

„Schnelligkeit und Flexibilität sind ein wichtiger

Teil unserer Dienstleistung. Kunden haben nun

einmal selbst oft nur einen engen Zeitrahmen.

Aber genau das ist ja auch unser Job.“

men. Aber genau das ist ja auch

unser Job“, sagt Hagen Graef.

Der Diplom-Kaufmann (FH) ist

Vertriebsleiter Langprodukte der ArcelorMittal

Stahlhandel GmbH. Das

Unternehmen mit Sitz im Essener

Stadthafen ist eine von insgesamt

17 deutschen Niederlassungen der

europäischen Distribution von ArcelorMittal.

Mit seinem Team von

acht Mitarbeitern kümmert er sich

um die Projekte seiner Kunden. Er

ist, wie jeder Vertriebler der Distribution

bei ArcelorMittal, Key Account

für seinen Kundenstamm. Bei

ihm laufen die Kommunikationsfäden

zusammen. Graef gibt seinen

Kunden ein erstes Feedback, analysiert

und koordiniert die Anfragen

intern und erstellt das Angebot. Ein

anspruchsvoller Job.

Komplettdienstleister der

Stahldistribution

Die ArcelorMittal Distribution GmbH

unter dem Dach der Downstream

Solutions Germany and Switzerland

ist eines der größten Distributionsund

Stahlhandelsunternehmen in

Deutschland. Das Unternehmen, das

den lagerhaltenden Stahlhandel der

ArcelorMittal-Gruppe in Deutschland

und der Schweiz vereint, ist ein

echter Allrounder. Es bedient Kunden

auf allen Stahlmärkten: Stahlbau,

Maschinen- und Anlagenbau

Technische Details im

Fokus bei der Besprechung

einer Kundenzeichnung

(v.l.n.r.):

Uwe Dünkel (Leiter

Niederlassung Stahlbautechnik),

Hagen

Graef (Leiter Vertrieb

Langprodukte Niederlassung

Essen) und

Andrea Meißler (Leitung

Niederlassung

Montana)

Auch in der Arbeitsvorbereitung

das beste

Instrument der

Qualitätssicherung:

miteinander sprechen.

Stahlreport 9|17

11


Stahlhandel

Bericht

Sicherheit immer

an erster Stelle:

Ladekontrolle

beim Versand

sowie Industrie und Automotive. Die

Produktpalette umfasst das komplette

Sortiment: Profilstahl, Blankstahl,

Qualitäts- und Edelbaustähle,

Spezialprofile, Stahlbauhohlprofile,

Rohre, Edelstahl „rostfrei“ und NE-

Metalle, auch Flachprodukte und

Betonstahl. Die vielfältigen Anarbeitungsmöglichkeiten

innerhalb des

großen Niederlassungsnetzwerks

reichen vom Schweißen, Schneiden

und Bohren über das Verzinken und

Folieren bis hin zur Fertigung von

Baugruppen oder von Stahlbaukonstruktionen.

Ein guter Vertrieb

kann kommunizieren

Eine entscheidende Kompetenz für

den Vertriebler Hagen Graef ist: kommunizieren

können. Die IT-Systeme,

welche die Abläufe bei ArcelorMittal

Distribution unterstützen und

begleiten, können noch so gut sein

– wenn es in der Kommunikation

zwischen Kunde und Lieferant hakt,

zieht das Mißverständnisse und im

schlimmsten Fall einen höheren Aufwand

für das Projekt nach sich.

Hagen Graef klärt zum Beispiel

im Erstgespräch bereits wichtige

Fragen und stellt die Weichen für

das gesamte Projekt. Oft beginnt er

bereits mit der Koordination der Anfrage,

während er mit dem Kunden

spricht: Kann das benötigte Material

aus dem Lager in Essen bereitgestellt

werden? Können die notwendigen

Anarbeitungen am Standort

erledigt werden, oder müssen dafür

andere Standorte einbezogen werden?

Ist die Anfrage, so wie sie gestellt

ist, schon optimal geplant –

oder sind eigene Vorschläge zu Verbesserung

sinnvoll?

Große Projektanfragen können dabei

schnell komplexe Fragestellungen

nach sich ziehen. „Wir bekommen

regelmäßig Anfragen über 20 Seiten

und mehr. Projektbeschreibungen,

Zeichnungen, zum Teil auch fertige

Stücklisten“, erzählt Graef. „Ich

selektiere zunächst erstmal grob:

Was ist Anarbeitung? Was nicht?

Müssen zum Beispiel Kopfplatten

geschweißt werden oder sind Ausklinkungen

oder einfache Bohrungen

notwendig“, erläutert er.

Was bei allem Termindruck ein

wenig abhilft: Die Kunden von ArcelorMittal

Distribution sind oft langjährige

Partner, mit denen eine gewachsene

und vertrauensvolle

Zusammenarbeit besteht. Das macht

einiges in der Kommunikation und

Abwicklung einfacher.

Für Sven Schiefner, Mitarbeiter

in Graefs Team und seit 2011 bei ArcelorMittal

Distribution beschäftigt,

ist der gute, direkte Kundenkontakt

einer der Schlüssel zum Erfolg: „Wir

dürfen als Lieferant nicht nur am

Telefon sitzen, sondern informieren

uns auch hin und wieder vor Ort

über Projekte. Die Kunden möchten

spüren, dass sich jemand engagiert

und sich um den Auftrag kümmert“,

so der Groß- und Außenhandelskaufmann.

Qualitative Prüfung

der Spanngurte

Zugriff auf Werksproduktion

erhöht Verfügbarkeit

Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber

den meisten Wettbewerbern im

Markt ist bei ArcelorMittal Distribution

der Zugang zur Produktion der

eigenen Werke. Ob Formstahl, Warmbreitband,

Quartobleche, Stabstahl

oder ein Mix aus allem: Die gefragten

Produkte, Güten, Abmessungen

sind aus eigener Herstellung

vorhanden.

Im engen Kontakt mit den Werken

können Graef und seine Kollegen

auf die Walzungen der Stahlwerke

zugreifen – europaweit. Zwei

der wichtigsten Ansprechpartner für

Langprodukte sind die Luxemburger

ArcelorMittal-Werke in Belval

und Differdange – beides geschichts -

trächtige Standorte, an denen zu Beginn

des 20. Jahrhunderts unter anderem

der erste Stahlträger mit über

1 m Höhe gefertigt wurde.

Graef kann die Walzpläne einsehen

und am Bildschirm prüfen, ob und

wann das benötigte Produkt dort wie-

12 Stahlreport 9|17


der gewalzt wird und zur Verfügung

steht. Wenn nötig, greift er aber auch

direkt zum Telefon und ruft die dortigen

Ansprechpartner an. „Ich kenne

die Kollegen vor Ort persönlich und

weiß, wen ich für welche Fragestellung

ansprechen muss“, erzählt er.

Auch für Andrea Meissler, Leiterin

der Niederlassung Montana in

Essen, hat die enge Kooperation mit

der Produktion eine große Bedeutung:

„Wir stehen ständig mit unseren

Werken in ganz Europa in Kontakt“,

sagt sie. „Das erhöht unsere

Verfügbarkeit und wir können unseren

Kunden sofort Rückmeldungen

geben“, erläutert sie.

Alle Niederlassungen in

Lagersystem eingebunden

Ein Großteil der angefragten Produkte

läuft über das Lagernetzwerk

der Niederlassungen und das Zentrallager

in Luxemburg. Um die Lagerbestückung

dabei gruppenweit effizient

nachverfolgen zu können, ist

jede einzelne Niederlassung in ein

einheitliches Lagersystem integriert.

Denn was nützt es, wenn die benötigten

Träger etwa am Standort

Neckarsulm vorhanden sind, die Niederlassung

Regensburg davon bei

Bedarf aber nichts weiß?

Einer gut aufgestellten IT-Infrastruktur

kommt dabei eine Schlüsselrolle

zu. Seit Anfang 2016 arbeitet

ArcelorMittal Distribution daher

mit einem einheitlichen ERP-System.

In das Unity genannte SAP-System

ist jeder einzelne Standort europaweit

eingebunden. Alle Produkte

sind in einem einheitlichen Artikelstamm

erfasst. „Lagerverfügbarkeiten

können so im gesamten Niederlassungsnetzwerk

in Echtzeit

eingesehen werden“, erklärt Anja

Stetzkowski, Business Analyst Information

Systems der ArcelorMittal

Distribution GmbH.

Leistungsstarkes Netzwerk

der Niederlassungen

Das Niederlassungsnetzwerk der

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

verteilt sich über ganz Deutschland

– an 17 Standorten von Bad Oldesloe

bis Regensburg, von Leipzig bis

Essen. Trotz Konzernzugehörigkeit

sind die Standorte auf Kunden vor

Ort konzentriert. Sie bedienen regionale

Stahlbauunternehmen, Industriekunden,

Metallbearbeiter.

Neben seiner „normalen“ Lagerbestückung

verfügt jeder Standort

über eine nach Kundenbedürfnissen

gewachsene individuelle technische

Ausstattung. So betreibt der

Standort Beelen, zwischen Münster

und Gütersloh gelegen, zum Beispiel

zwei Rohrlaseranlagen, in Bad Oldesloe

steht eine Säge-/Bohranlage

für die Anarbeitung von Formstählen.

Die Spezialisierungen der Standorte

kommen der gesamten Gruppe

zugute. „Die Anlagen und das Knowhow

können von allen Niederlassungen

genutzt werden. So sind wir als

Gruppe bei Anarbeitungsmöglichkeiten

nicht nur sehr breit aufgestellt,

sondern können diese unseren

Kunden auch unmittelbar

anbieten“, erläutert Hagen Graef.

Intralogistik wird digitalisiert

Jedes Rädchen einer Auftragsbearbeitung

muss funktionieren. Das gilt

umso mehr, je größer eine Organisation

ist. Für einen gut eingerichteten

Informationsfluss sind IT-Systeme

entscheidend. Das gilt im

besonderen Maße für die Intralogstik

großer Unternehmensgruppen

wie ArcelorMittal Distribution.

„Wir versehen die Produkte und

Güter direkt bei Wareneingang mit

„Lagerverfügbarkeiten können im

gesamten Niederlassungsnetzwerk

in Echtzeit eingesehen werden.“

Kommission wird

beladungssicher

gebündelt

Intralogistik bei

ArcelorMittal

Distribution: ab

Wareneingang mit

Barcode-Lösung

Stahlreport 9|17

13


Stahlhandel

Bericht

Fertigung eines

Wabenträgers:

leistungsfähige

Unterstützung für

Stahlbaukunden am

Standort Saalfeld

Auf Wunsch werden

Formstahl-Kundenlängen

gestempelt

Etiketten und arbeiten mit Barcode-

Lösungen, die im Lager mit Scannern

erfasst werden können“, erläutert

IT-Expertin Anja Stetzkowski.

„So können wir den ganzen Informationsfluss

abbilden, wenn zum

Beispiel ein Träger gesägt und weiter

befördert wird.“ Das ist auch für

Kunden von Vorteil, denen die Informationen

über das Etikett an

ihrem Produkte direkt zur Verfügung

stehen.

Die Digitalsierung einer großen

Organisation gleicht einer Mammutaufgabe,

bei der an vielen Stellen

zugleich gearbeitet wird. Ein Bereich

ist dabei der E-Commerce. So hat ArcelorMittal

Distribution seit Anfang

2017 ein Webshop-Projekt ausgerollt

(distrishop.arcelormittal.com). Der

zunächst jedoch nur in Frankreich

gestartete Onlineshop soll ab 2018

aber auch in Deutschland anlaufen.

Bereits heute bietet ArcelorMittal

Kunden Rechnungen per PDF an.

Das sieht zunächst unscheinbar aus,

hat aber tatsächlich großes Potenzial,

den Aufwand der Abwicklung

zu reduzieren.

„Wir sehen uns als verlängerte Werkbank

unserer Kunden, die zu uns kommen, weil

wir sie unterstützen können.“

Expertenwissen im Netzwerk

unmittelbar verfügbar

Stahlbau ist technisch, organisatorisch

und logistisch eine komplexe

Angelegenheit. Die Anforderungen

eines großen Projekts an die Stahldistribution

– etwa beim Bau einer

weitspannenden Brücke – reichen

schnell über die gewöhnliche Rolle

des Stahlhandels als reinem Lieferanten

hinaus. Gefragt sind neben

Verfügbarkeit und organisatorischer

Kompetenz vor allem fertigungstechnisches

Know-how und spezifische

Materialkenntnis.

Für diese Anforderungen der

Stahlverwender ist ArcelorMittal Distribution

bestens aufgestellt. Ist bei

einem Projekt vor Beauftragung technische

Beratung notwendig – oder

möchte der Kunde ausdrücklich Beraten

werden –, kann Hagen Graef

Experten aus dem Konzernnetzwerk

kurzfristig hinzuziehen – und entweder

vermitteln oder den Kontakt

herstellen. Das ist immer wieder notwendig.

Denn auch wenn es oft heißt,

Kunden möchten nur mit einem Ansprechpartner

zu tun haben, zeigt die

Praxis, dass es im Laufe der Projektabwicklung

oft besser ist, wenn die

Spezialisten beider Seiten direkt miteinander

sprechen.

Zudem fragen Kunden alternative

Lösungen für ihre Projekten oft

direkt mit nach. „Auch da können wir

helfen und gegebenfalls eine bessere

Materialkonstellation empfehlen

oder einen anderen Anarbeitungsweg

anbieten“, erläutert der

Vertriebsmann.

Stahlbautechnik – Spezialist

für „alles über 600 mm“

Wenn es um Stahlbau geht, sind die

Niederlassung Stahlbautechnik in

Saalfeld und das Eurostructures Beam

Finishing Centre des Konzerns in

Sanem, nahe den luxemburgischen

Werken, wichtige Ansprechpartner

für Graef und seine Kollegen.

Eurostructures ist auf die Bearbeitung

von großformatigen Stahlträgern

über 600 mm Höhe spezialisiert.

Das Unternehmen gehört in

seinem Bereich zu den technologisch

führenden Anbietern und liefert Konstruktionslösungen

für eine Vielzahl

von Anwendungen: Brücken, Gebäude-,

Industrie- und Fundament -

infrastrukturen.

Der Standort ist technisch hervorragend

ausgestattet: vom Brennschneiden,

Sägen und Bohren bis

hin zur Oberflächenbehandlung können

Stahlbauprojekte hier in jeder

gewünschten Tiefe realisiert werden.

Eurostructures verfügt über

einen Schweißroboter sowie eine automatisierte

Fertigungslinie für

Stahlprofile. Eine besondere Fertigkeit

ist das Biegen großer Träger –

bis zu einer Länge von 40 m.

Standort Saalfeld – starker

Dienstleister für den Stahlbau

Geht es um die Be- und Anarbeitung

von Trägern bis 600 mm Höhe, wendet

sich Hagen Graef an Uwe Dünkel.

Der Leiter der ArcelorMittal Distribution

GmbH, Niederlassung

Saalfeld, ist ein echter Stahlbauspezialist.

Wollen sich Kunden detail-

14 Stahlreport 9|17


liert über die Spezifikationen eines

Projekts informieren, haben sie Fragen

zu den Parametern der Schweißnähte

oder möchten sie die technischen

Möglichkeiten insgesamt

ausloten, wird der Schweißfachingenieur

hinzugezogen.

Dünkel sieht die Stahlbautechnik

in Saalfeld als Dienstleister. „Wir

sind Unterstützer für den Stahlbau,

für metallverarbeitende Unternehmen

und die Industrie. Wir helfen

unseren Kunden von der Lohnfertigung

bis hin zum anspruchsvollen

Stahlbauprojekt“, erklärt er. Ob Baugruppen

für den Fahrzeugbau, mechanische

Bearbeitung oder Rohlinge

für den Maschinenbau – man

ist für diese Aufgaben bestens ausgelegt.

Das Know-how des Standorts ist

gefragt. Viele der großen Stahlbauunternehmen

vergeben ihre Anarbeitungsaufgaben

an die Saalfelder.

Da es sich für sie meist nicht lohnt,

einen eigenen Maschinenpark für

diese Aufgaben vorzuhalten, ist die

Niederlassung der ideale Partner.

So können sich die Unternehmen

besser auf ihre Kernkompetenzen

konzentrieren.

Aber auch Unternehmen anderer

Branchen beauftragen die Stahlbautechnik

in Saalfeld regelmäßig.

„Wir realisieren nicht nur die schönen

und großen Stahlbauprojekte,

sondern erledigen auch die unspektakulären

Aufgaben“, sagt Uwe Dünkel.

Gut ausgerüstet

Die technische Ausstattung des

Standorts in Saalfeld ist umfassend:

Träger können gesägt, gebohrt,

gestrahlt und geprimert werden.

Saalfeld verfügt über einen Brennroboter,

mit dem unter anderem Konturen

eingebracht werden können

– etwa für die Vorbereitung von

Wabenträgern. Daneben verfügt die

Niederlassung über die Zertifizierung

als Schweißbetrieb nach DIN

EN 1090 EXC 3. „Kunden können

sich bis hin zur Kranbahn bei uns

alles schweißen lassen“, erläutert

Uwe Dünkel.

Mit seinem Portfolio ist der

Standort gut aufgestellt. Als zuverlässiger

Lieferant hat er sich über-

regional einen Namen gemacht.

Kunden vertrauen der Leistungsfähigkeit

und der Qualität der Stahltechnik

Saalfeld: „Wir fertigen

schnell und akurat nach Vorgaben

und liefern auch international, meist

ohne dass die Kunden das nochmal

sehen“, so Dünkel.

Eintönig ist das nicht. „Unsere

Bearbeitung in Saalfeld ist sehr diversifiziert.

Ich kann Ihnen heute

nicht definitiv sagen, woran wir in

sechs Wochen arbeiten“, erzählt er

weiter.

Anarbeitung für Kunden

eine Chance

Wert legt Uwe Dünkel darauf, nicht

selbst als Stahl verarbeitendes Unternehmen

verstanden zu werden.

Bewusst hat man daher darauf verzichtet,

den Standort als Schweißbetrieb

auch für das konstruktive

Auslegen und Berechnen der

Schweißnähte und der Konstruktionen

zu zertifizieren. „Wir sehen uns

als verlängerte Werkbank unserer

Kunden, die zu uns kommen, weil

wir sie unterstützen können“, erläutert

er. „Wie die Unterstützung konkret

aussieht und in welcher Tiefe

sie gewünscht ist, entscheidet der

Kunde“.

Der Stahlbauexperte ist überzeugt,

dass das Angebot von Anarbeitungsdienstleistungen

der Distribution

sinnvoll ist. „Ich sehe das als Chance

für Stahlbauunternehmen. Statt in

teure eigene Maschinen und das

nötige Personal dafür zu investieren,

können sie sich noch mehr auf

ihre Kernkompetenz konzentrieren“,

sagt er. Neben fehlender Auslastung

der Anlagen fehlt Dünkel zufolge

den Unternehmen oft auch die Erfahrung

in dem entsprechenden Bearbeitungsverfahren.

Was der Niederlassungsleiter mit

seinem Team technisch leistet, zeigt

ein Projekt, das über den Standort in

Halle/Westfalen an die Saalfelder herangetragen

wurde. Plan des Kunden

war es, ein Kuppeldach mit insgesamt

18 m Länge zu errichten. Um

das zu realisieren, mussten die verwendeten

Wabenträger relativ stark

gekrümmt werden. „Wir mussten zunächst

mal ausloten, ob das technisch

machbar ist“, erzählt Uwe Dünkel.

„Mit unserer Stierli-Bieger haben

wir zunächst einen 4-m-Träger um 25

cm erhöht – und dann berechnet,

was wir entsprechend auf 18 m machen

können. Das hat funktioniert“,

freut sich Dünkel. „Der Kunde hat

sein Kuppeldach gebaut.“ 2

„Der persönliche

Kontakt zu Kunden

ist wichtig“ – Sven

Schiefner, Vertrieb

Langprodukte, Niederlassung

Essen

„Wir dürfen als Lieferant nicht nur am Telefon sitzen,

sondern informieren uns auch hin und wieder vor Ort

über Projekte. Die Kunden möchten spüren, dass sich

jemand engagiert und sich um den Auftrag kümmert.“

[ Kontakt ]

ArcelorMittal

Distribution GmbH

50672 Köln

stahlhandel.arcelormittal.com

Tel. +49 221 5729-0

Stahlreport 9|17

15


Stahlhandel

Bericht/Nachricht

Fotos: Stahlrohr GmbH

Stahlrohr GmbH nimmt warmgefertigte Stahlbauhohlprofile in ihr Programm auf

Runde Sache mit eckigen Profilen

Die Stahlrohr GmbH erweitert ihr Produktspektrum. Ab Oktober 2017 können Kunden neben

nahtlosen und geschweißten Rohren auch warmgefertigte Stahlbauhohlprofile von dem

Duisburger Rohrhändler beziehen. Um Abnehmer in dem neuen Produktbereich von Beginn an

umfassend bedienen zu können, setzt Stahlrohr auf ein breites Abmessungsspektrum.

[ Kontakt ]

Stahlrohr GmbH

Gesellschaft für

Stahl- und Rohrhandel

47059 Duisburg

Tel. +49 203 28916-0

www.stahlrohr.eu

Wer sich Neues erschließt, ist

im Allgemeinen gut beraten, mit festem

Schritt nach vorne zu gehen.

Nach dieser Maßgabe setzt die Stahlrohr

GmbH – Gesellschaft für Stahlund

Rohrhandel bei der Aufnahme

von warmen Stahlbauhohlprofilen

in ihr Sortiment von Beginn an auf

ein breites Abmessungsspektrum.

Verfügbar seien ab Oktober Abmessungen

von 50 x 30 mm bis 500 x

300 mm sowie 40 x 40 mm bis 400

x 400 mm mit Wandstärken bis 20

mm und Längen bis 13,8 m. Das teilte

das zu großen Teilen im Händler-

Händler-Geschäft tätige Rohrhandelshaus

mit.

„Das neue Produkt passt sehr gut

bei uns hinein. Wir hatten in der Vergangenheit

immer wieder Anfragen,

Mit dem 3D-Rohrlaser bearbeitet Stahlrohr Rohre, Stahlbauhohlprofile und sogar

Spezialprofile präzise und schnell nach Kundervorlage.

ob wir neben den nahtlosen und geschweißten

Rohren nicht auch Stahlbauhohlprofile

in unser Produktsortiment

aufnehmen können. Wir

glauben, dass wir unseren Kunden

damit einen Mehrwert liefern und

uns ein neuen Lieferbereich erschließen

können“, erläutert Michael Mutz,

Geschäftsführer der Stahlrohr GmbH.

Neben den sofort verfügbaren

Herstellungslängen können die

Stahlbauhohlprofile bei Stahlrohr

auch auf Fixmaß abgelängt werden.

Darüber hinaus können bei Profilen

mit der vorhandenen 3D-Rohrlaseranlage

Konturschnitte bis zu einer

Abmessung von 220 x 220 mm und

Wandstärken bis 10 mm erfolgen.

Im Rahmen der geplanten Produkterweiterung

plant das Unternehmen

für das kommende Jahr eine

Anpassung und Optimierung der

vorhandenen Anarbeitungsmöglichkeiten.

„Wir nutzen die Erweiterung

unseres Portfolios, um unsere gesamten

Prozesse neu aufzusetzen. So

haben wir die Möglichkeit, unsere Intralogistik

zwischen Anarbeitung,

16 Stahlreport 9|17


gegründet 1969

Die Stahlrohr GmbH – ein kurzer Überblick

Die Stahlrohr GmbH mit ihrem (Mit-)Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter

Jürgen W. Arps ist Spezialistin für geschweißte sowie nahtlose Stahlrohre und – ab

Oktober 2017 – für warmgefertigte Stahlbauhohlprofile. Mit rund 65 Mitarbeitern

bevorratet das Unternehmen auf mehr als 60.000 m 2 ständig etwa 20.000 t. Ein

vollautomatisches Hochregal-Lagersystem mit knapp 1.400 Kassetten und einer

Belastungskapazität von 6 t sowie einer Kassettenlänge von 14 m sorgt für die

schnelle Bereitstellung der Rohre. Neben diversen Sägeanlagen verfügt Stahlrohr

über eine 3D-Rohrprofilbrennschneid-Anlage sowie einen 3D-Rohrlaser.

Gegründet 1998, konzentrierte sich das Unternehmen am Standort auf dem ehemaligen

„Böhler-Gelände“ in Düsseldorf zunächst auf den Vertrieb von geschweißten Stahlrohren.

Aus Kapazitätsgründen folgte 2006 der Umzug an den heutigen verkehrstechnisch

günstigen Standort im Duisburger Hafen.

Zur Sortimentserweiterung um nahtlose Stahlrohre wurden 2012 ein neues Lagergebäude

sowie ein Hochregallager errichtet. Parallel kamen Anarbeitungsmöglichkeiten

in Form einer 3-D-Rohrprofilbrennschneid-Anlage hinzu. 2014 erweiterte das Unternehmen

seinen Maschinenpark nochmals um eine 3D-Rohrlaseranlage, und 2015

folgte die Investition in ein 4-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum. Ab Oktober 2017

gehören nun auch warme Stahlbauhohlprofile zum Sortiment.

Lager und Hochregallager noch effizienter

zu gestalten – um dann zum Beispiel sowohl

auf Losgröße 1 wie auf größere Stückzahlen

reagieren zu können“, erklärt Jörg

Breiksch. Der Vertriebsleiter und Prokurist

ist seit Mai 2017 bei Stahlrohr und erster

Ansprechpartner für das neue Produkt.

Um die warmen Stahlbauhohlprofile

reibungslos in die internen Abläufe zu

integrieren, wird Stahlrohr in der Anarbeitung

und im Lagerbereich den Schichtbetrieb

erweitern und das Personal aufstocken.

Seine Lagerkapazitäten musste das Unternehmen

für die Aufnahme von Stahlbauhohlprofilen

übrigens nicht erweitern. Mit

der erst 2012 am Duisburger Standort neu

errichteten Lagerhalle mit integriertem

Hochregallager für Längen bis 14 m nutzt

das Unternehmen vorhandene Kapazitäten.

„Mit der Hinzunahme der warmgefertigten

Stahlbauhohlprofile ergänzen wir

unser Lieferprogramm optimal und sind

sicher, den richtigen Schritt für die Zukunft

gewählt zu haben“ resümieren Michael

Mutz und Jörg Breiksch. 2

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meine

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Drösser-Sommerfest

war gut besucht

Das diesjährige Sommerfest der Peter Drösser

GmbH am Standort Andernach war eine

gut besuchte Veranstaltung, zu der viele

Kunden aus der Region gekommen sind –

Foto: Peter Drösser GmbH

Zogen ein positives Fazit des diesjährigen Sommerfests:

Drösser-Geschäftsführer René Hülser

und Michael Kohlhaas, Vertriebsmitarbeiter von

Drösser am Standort Andernach.

aus den regionalen Handwerksbetrieben

ebenso wie aus Produktionsbetrieben der

ansässigen Industrie. Die Gäste nutzten das

Fest als Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen

und um sich auszutauschen –

aber auch, um gezielt Fragen zum Lagersortiment

in Andernach und zu den verfügbaren

Zusatzoptionen zu stellen, etwa zu Bestellungen

von Anschlagrohren. Auch an

den Anarbeitungslösungen von Drösser

habe sich eine Reihe von Festteilnehmern

interessiert gezeigt. Speziell seien die Themen

Schneidservice (Autogen, Laser,

Plasma, Wasserstrahl) und Strahlen gefragt

gewesen, teilte das Unternehmen mit.

Insgesamt zog das Stahlhandelsunternehmen

mit Hauptsitz in Köln ein positives Fazit

des diesjährigen – übrigens bei bestem

Wetter durchgeführten – Sommerfests: eine

Veranstaltung „mit Laune“, leckeren Grillspezialitäten

und Kölsch vom Fass. Und

auch an dem ausgetragenen Kicker-Turnier

hatten die Kunden Spaß – genauso wie Mitarbeiter

des Drösser-Vertriebs sowie die

Herren der Geschäftsführung.

Stahlreport 9|17

17

Bepro Blech und Profilstahl

GmbH & Co. KG

Consolstraße 11

D-45889 Gelsenkirchen

Tel. +49(0)209/98251-10

Fax +49(0)209/98251-31

info@bepro.de, www.bepro.de


Stahlhandel

Bericht/Nachricht

Begrüßte Gäste

und Mitarbeiter zur

Jubiläumsfeier:

Holzrichter-

Geschäftsführer

Rainer Schmitt.

Foto: Peter Holzrichter GmbH

Peter Holzrichter GmbH feierte großes Jubiläum

200 Jahre und noch immer topfit

Vor 200 Jahren, genau am 1. Juli 1817, gründete Johann Peter Holzrichter in Barmen eine

Eisenhandlung. Ein Unternehmen mit Bestand, wie sich im Laufe der Jahre herausstellen

sollte. Dieses außergewöhnliche Jubiläum feierte die Peter Holzrichter GmbH, heute ein

Unternehmen der Carl-Spaeter-Gruppe, am 7. Juli 2017 mit geladenen Gästen und den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf seinem Betriebsgelände in Wuppertal-Barmen.

[ Kontakt ]

Peter Holzrichter

GmbH

42283 Wuppertal

Tel. +49 202 562-0

www.holzrichterstahl.de

Bei dem Festakt würdigten

zahlreiche Ehrengäste das Unternehmen,

darunter der Wuppertaler

Oberbürgermeister Andreas Mucke,

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael

Wenge, der Geschäftsführer des Vereins

Bergischer Unternehmer, Frank

R. Witte, sowie der Vorstand der

Wuppertaler Wirtschaftsförderung,

Dr. Rolf Volmerig.

Beginn mit Ofenrohren

und Hufbeschlägen

Der 29-jährige Johann Peter Holzrichter

entwickelte sein Geschäft

in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

schnell zu einem überregional

erfolgreichen Partner der Eisenund

Stahlindustrie. Zunächst waren

Ofenrohre, Wagen- und Hufbeschläge

sein Metier, bald handelte der Kaufmann

aber mit allen Eisenerzeugnissen,

die seine Kunden von ihm

wünschten.

Sein unternehmerischer Weitblick

richtete sich früh auf die Eisenbahn.

Er erkannte, dass diese

innovative Technologie den Fortschritt

ins Rollen bringen würde,

im wahrsten Sinne des Wortes. Mit

seinem Engagement, teilweise gegen

den erbitterten Widerstand der Fuhrunternehmer,

trug er wesentlich

dazu bei, dass Wuppertal schon

1828 an das Bahnnetz angeschlossen

wurde. Schnell erstreckte sich

sein Liefergebiet in der Folge bis

nach Berlin.

Die Nachkommen des Entrepreneurs

behielten den unternehmerischen

Weitblick. Im Jahr 1908 wandelten

sie die Personenfirma zu einer

GmbH – beteiligt daran: die Firma

Carl Spaeter in Duisburg.

Heute im Verbund der

Carl-Spaeter-Gruppe

In diesem Verbund agiert Holzrichter

noch immer, heute als 100-%-iger

Teil der Carl Spaeter GmbH. Damit

verknüpft die Firma die Stärken eines

Großunternehmens mit den Vorteilen

eines kundennahen Mittelständlers.

Das Sortiment umfasst eine Vielzahl

von Produkten aus Stahl, Edelstahl

und Aluminium in unterschiedlichen

Formaten, Qualitäten und

Ausführungen – darunter Walz- und

Blankstahl, Rohre, Kolbenstangen

und Zylinderrohre, Bleche, Bänder,

Coils und Zuschnitte. Insgesamt hat

das Unternehmen etwa 37.000 Artikel

vorrätig. Ob für die Nahrungsmittelindustrie,

den Apparate- und Maschinenbau,

Chemie, Medizin oder

die Automotive-Branche: Für nahezu

jede Anwendung bietet das Lieferprogramm

die passende Lösung.

Neben den Produkten hat Holzrichter

auch sein Dienstleistungsangebot

kontinuierlich ausgebaut.

Es umfasst Anlagen mit der Möglichkeit,

Walzstahlprodukte zu sägen

und zusätzlich Rohre zu entgraten.

Weiterhin gehören Maschinen zum

Schleifen, Bürsten und Folienbeschichten

von Edelstahl-Flachprodukten

dazu. Mehrere externe Servicepartner

übernehmen das Längsund

Querteilen von Coils in verschiedensten

Qualitäten und Oberflächen.

Heute betreibt Holzrichter zwei

Lagerstandorte: In Wuppertal, wo

sich auch der Verwaltungssitz befindet,

und in Schwerte. Die Lager-

18 Stahlreport 9|17


gegründet 1969

Eigene Fahrzeuge sichern Servicequalität

rff investiert in den Fuhrpark

flächen umfassen jeweils ca. 15.000 m 2

und beinhalten Regalfördergeräte mit mehreren

tausend Kassettenplätzen zur Lagerung

von Langprodukten. Zur Belegschaft

gehören 134 Mitarbeiter, davon neun Auszubildende

im kaufmännischen und zwei

weitere im gewerblichen Bereich. Ein Mehrschichtbetrieb

gewährleistet eine prompte

Bereitstellung und Auslieferung der georderten

Ware. 2

„Ach, Du

meine

Güte!“

Produkte in den Güten S355J2

+ AR/M/N + 16Mo3 + C45 + C60

+ 16/20MnCr(S)5, 42CrMo(S)4

+ QT und S235JR feuerverzinkt

ab Lager verfügbar

Foto: rff/Thomas Schütze

Ein deutliches Zeichen Richtung Kundenservice: rff erneuert seinen Fuhrpark

Die rff Rohr Flansch Fitting Handels

GmbH (rff) erneuert gegenwärtig den unternehmenseigenen

Fuhrpark. Das erste Fahrzeug

wurde Anfang Juni ausgeliefert,

schrittweise sollen drei weitere Lkw und

zwei Anhänger folgen. Damit investiert das

Unternehmen kräftig in die Qualität seiner

Lieferungen. Für den Lieferservice sei eine

optimal abgestimmte Logistik von entscheidender

Bedeutung, kommentierte das Unternehmen.

Mit dieser Maßnahme setzt das Handelshaus

für Rohrverbindungen und Rohre aus

Stuhr/Bremen auch ein deutliches Zeichen

Richtung Kundenservice und bekennt sich

zu seinem eigenen Fuhrpark. Insbesondere

die hohe Flexibilität bei der Disposition und

die damit verbundene Zuverlässigkeit gegenüber

den Kunden waren für Geschäftsführer

Hartmut Böttche die entscheidenden

Argumente, dass die Sendungen auch weiterhin

größtenteils mit eigenen Fahrzeugen

ausgeliefert werden.

„Einerseits sehe ich die Tatsache, dass wir

unsere Sendungen mit einem eigenen Fuhrpark

ausliefern, als Service an. Andererseits

schätzen die Kunden die Qualität der Lieferungen

durch geschulte Fahrer, die sich mit

dem richtigen Handling der Ware bestens

auskennen. Aus gutem Grund tendiert die

Zahl der Reklamationen seit Jahren gegen

Null“, so Hartmut Böttche.

Der tägliche Werkverkehr zwischen den beiden

Zentrallagern in Stuhr/Bremen und

Beucha/Leipzig ermöglicht es dem Unternehmen,

sowohl Rohre als auch Rohrverbindungsteile

so zu kommissionieren, dass die

Anlieferung beim Kunden mit eigenem Lkw

und nur einmal täglich erfolgt – ein zusätzlicher

Vorteil, den mittlerweile viele Abnehmer

zu schätzen wissen.

Bei der Ausstattung der Fahrzeuge wurde

viel Wert auf einen hohen Sicherheits- und

Qualitätsstandard gelegt. So verfügen alle

Lkw beispielsweise über Abstandhalter, Abbiegeassistenten

und Rückfahrkameras.

Des Weiteren sorgt ein Verdeck, das im

Winter angehoben werden kann, für

zusätzliche Sicherheit bei Schneeflug und

herunterfallenden Eisplacken. Ein flexibles

„Vario-Safe-System“ macht zudem die bedarfsgerechte

Anpassung der Ladefläche

möglich und erhöht damit die Sicherheit bei

der Verladung und dem Transport.

Stahlreport 9|17

19

Bepro Blech und Profilstahl

GmbH & Co. KG

Consolstraße 11

D-45889 Gelsenkirchen

Tel. +49(0)209/98251-10

Fax +49(0)209/98251-31

info@bepro.de, www.bepro.de


Stahlhandel

Nachrichten

Willkommen im ESH Team!

Die ESH EURO STAHL-Handel GmbH & Co. KG ist ein Tochterunternehmen

der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH

(E/D/E) und hat zum Ziel, die Partnerhändler im Produktbereich

Stahl in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zu fördern

und zu betreuen, um diesen eine Erhaltung und Stärkung im

Wettbewerb dauerhaft zu gewährleisten. Ziel ist die strategische

Weiterentwicklung in allen Produkten, um den Ansprüchen des

sich verändernden Marktes stetig gerecht zu werden.

Gegenwärtig nutzen mehr als 120 Mitgliedsunternehmen die

Vorteile des Zusammenschlusses für den mittelständischen

Stahlfachhandel und erwirtschafteten damit im Jahr 2016 ein

Handelsvolumen von rund 800 Millionen Euro.

Wir bieten Ihnen die Mitarbeit an einem wachstumsorientierten,

dynamischen Unternehmen und suchen zur Verstärkung zum

nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Stahlverkäufer/in

Ihre Aufgaben

| Sie pflegen die bestehenden Kontakte zu Lieferanten und

Herstellern, um das Angebot für unsere Mitgliedsunternehmen

zu optimieren

| Sie betreuen unsere Mitglieder, unter anderem durch aktive

Einkaufsbegleitung, und sind verantwortlich für die Vermarktung

gegenüber unseren Vertragslieferanten

| Sie erweitern die Kontakte zu Herstellern beziehungsweise

Lieferanten und arbeiten somit aktiv an dem Vertrieb unseres

Produktportfolios

| Alle damit zusammenhängenden administrativen Tätigkeiten

wie Angebotserstellung, Auftragserfassung und so weiter

Ihr Profil

| Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung sowie Einkaufsund/oder

Vertriebserfahrung im Stahlhandel

| Sehr gute Produkt- und Sortimentskenntnisse im Bereich Stahl

| Gute EDV- und MS-Office-Kenntnisse

| Sehr gute Kommunikationsfähigkeit und ein hohes Maß an

Dienstleistungsorientierung

| Sicheres Auftreten, Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick

| Sicherheit in der kaufmännischen Korrespondenz in deutscher

Sprache

| Hohe Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Teamfähigkeit

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen,

vorzugsweise per E-Mail als PDF-Dokument unter Angabe

der Positionsbezeichnung, Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins

sowie Ihrer Gehaltsvorstellung.

Geschäftsbereich Personal | Isabelle Saurwein

Telefon: +49 202 6096-644 | E-Mail: personal@ede.de

ESH EURO STAHL-Handel Gmbh & Co. KG | EDE Platz 1

42389 Wuppertal | www.esh-stahlhandel.de

In der ersten der insgesamt 28 Kelchstützen, die später das Dach des

künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs tragen sollen, befinden sich etwa

350 t Bewehrungsstahl. In die Formen hat Sülzle mehrere Monate Arbeit

gesteckt.

Sülzle liefert Sonderbiegeformen für den

Stuttgarter Hauptbahnhof

Erster Kelchfuß für Stuttgart 21 betoniert

Die Arbeiten am neuen Stuttgarter Tiefbahnhof schreiten

voran: Ende Juni wurde der erste Fuß einer Kelchstütze betoniert

und erfolgreich von der Schalung befreit. Die insgesamt 28 Kelchstützen

sollen später das Dach und die riesigen Lichtaugen des

künftigen Hauptbahnhofs tragen. Das zuständige Bauunternehmen,

die Ed. Züblin AG, setzt dabei auf Sülzle Stahlpartner als

Spezialist für Sonderbiegeformen und präzise Biegegenauigkeit.

Der Bewehrungsstahl für den 6 m hohen ersten Stützenabschnitt,

den sogenannten Kelchfuß, stellte eine besondere Herausforderung

dar: Die mehr als fingerdicken und meterlangen

Stäbe sind exakt in Position gebogen – und das nicht nur flach,

sondern auch dreidimensional. „Dies ist für Bewehrungsstahl absolut

ungewöhnlich“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter

Heinrich Sülzle. „Wir loten hier die Grenzen des Machbaren

aus.“

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist der größte Auftrag, den Sülzle

in seiner mehr als 136-jährigen Firmengeschichte erhalten hat.

Am wenige Kilometer entfernten Sülzle-Standort in Denkendorf

wurde eigens hierfür eine Projektbiegerei eingerichtet. Rund

68.000 t Betonstabstahl, Bewehrungsstahlmatten, 100.000

Schraubverbindungen und Abstandhalter werden von Sülzle

Stahlpartner bis 2021 für das Großbauprojekt „Stuttgart 21“

geliefert.

Über dieses Projekt hinaus hat die Sülzle-Gruppe ihr Lagersortiment

am Standort in Lübeck erweitert. Das Produktangebot umfasst

neben Trägern, Blechen, Rohren und Flachstahl nun auch

das Schweißen von Betonstahl nach DIN EN ISO 17660-1.

Foto: Sülzle Stahlpartner

20 Stahlreport 9|17


gegründet 1969

Übernahme des Segments von Knauf Interfer

Hoberg & Driesch erweitert Rohraktivität

Das Düsseldorfer Großhandelshaus

für Stahlrohre HOBERG & DRIESCH erweitert

seine Rohraktivitäten im Bereich nahtloser

und geschweißter Qualitäts- und Präzisionsstahlrohre.

Das Unternehmen hat im Zuge

einer strategischen Investition mit Vertrag

vom August 2017 die Geschäftsaktivitäten

des lagerhaltenden Rohrhandels von KNAUF

INTERFER erworben.

Hoberg & Driesch übernimmt sämtliche Aktivitäten

und die in diesem Bereich beschäftigten

Mitarbeiter. Knauf Interfer wird sich in

der Stahldistribution zukünftig auf das Geschäft

mit Flachstahl fokussieren.

Die Röhrengruppe Hoberg & Driesch ist eines

der führenden europäischen Großhandelshäuser

für Stahlrohre. „Die Geschäftsaktivitäten

stellen eine ideale Ergänzung unseres

Portfolios dar und stärken unsere Positionierung

als unabhängiger Händler hochwertiger

Stahlrohre in den dynamischen Wachstumsmärkten

Maschinenbau, Konstruktion und

Automotive. Wir freuen uns über den Zuwachs

in unserer Gruppe und blicken zuversichtlich

in eine erfolgreiche Zukunft“, so

Hanns-Jörg Westendorf und Dr. Marcus

Schubbe, Geschäftsführer der Hoberg &

Driesch GmbH & Co. KG.

Mit der Veräußerung der Rohrsparte positioniert

sich Knauf Interfer in seinen Geschäftsfeldaktivitäten

als Spezialist für Flachstahl und

Anarbeitung. „Dies ermöglicht uns eine stärkere

Konzentration auf zukunftsweisende

Märkte und Innovationen, die vor allem von den

Megatrends Leichtbau und Mobilität getrieben

werden“, so Matthias Kessel-Knauf, Vorsitzender

des Vorstands der Knauf Interfer SE.

Bepro – der

Spezialist für

Spezialitäten

Bepro wurde 1969 gegründet, und

hat sich in den vielen Jahren des

Bestehens zu einem Unternehmen

entwickelt, das dem Kunden besten

Service und ein interessantes

Lieferprogramm bietet.

Wir unterhalten ein gutsortiertes

Lager. Bei uns finden Sie auch

Sonderabmessungen und Überlängen.

Wir sind ein „Spezialist

für Spezialitäten“.

Apex Tool Group setzt auf Günther + Schramm

Einer für alles

Egal ob Stähle, Kunststoffe oder Bronzeartikel – die Apex Tool Group GmbH bezieht

das Rohmaterial für ihr breites Produktspektrum ab sofort über Günther + Schramm.

Neben der Beschaffung und Lieferung übernimmt der Oberkochener Systemlieferant auch

das Logistikmanagement sowie diverse Sägedienstleistungen für den Werkzeughersteller.

Die Apex Tool Group reduziert eigenen Angaben zufolge so ihre Lagerbestände und profitiert

von einer effizienteren Material- und Prozesslogistik sowie standardisierten Prozessen.

Schon seit 1999 arbeiten die beiden Unternehmen Hand in Hand – das Auftragsvolumen

war jedoch klein und bezog sich teilweise nur auf einzelne Artikel. Heute übernimmt der

Stahl- und Metallhändler die gesamte Disposition, Beschaffung, Lieferung sowie den Sägezuschnitt

der Rohmaterialien. „Wir legen großen Wert auf individuelle Servicekonzepte.

Um den Anforderungen der Apex Tool Group gerecht zu werden, beschaffen wir für den

Kunden nun auch diverse Spezialitäten – wie Kunststoffe oder Bronzeartikel –, die wir normalerweise

nicht im Sortiment haben“, erklärt Annika Herm, Kundenbetreuerin bei Günther

+ Schramm.

Dabei stellt vor allem die große Anzahl kleinlosiger Aufträge eine besondere Herausforderung

dar. Günther + Schramm setzt deshalb auf vollautomatische Lagertechnik, integrierte

Bevorratungs- und Sägezellen und einen besonders umfangreichen Maschinenpark.

Der Versand erfolgt just-in-time und innerhalb von 24 Stunden. Dadurch profitiere der

Kunde von einer ebenso hohen Flexibilität wie beim Konsignationslager. Die Rückverfolgbarkeit

von Chargen sowie die Bereitstellung von Ursprungs- und Werkszeugnissen ist ein

weiterer Vorteil für die Apex Tool Group. So erhält das Unternehmen alles aus einer Hand

und kann auch in Zukunft bei kleinen Losgrößen und einer großen Artikelvielfalt wirtschaftlich

produzieren.

Stahlreport 9|17

21

• 45.000 qm Gesamtfläche

• 26.000 qm Hallenfläche

• 5.000 qm Freilagerfläche

• Gleisanschluss

• Autobahn A2 und A42 in

unmittelbarer Nähe

• Lagerbestand: 30.000 – 35.000

Tonnen Stab- und Formstahl

Die in Jahrzehnten im Stahlhandel

gewonnenen Fähigkeiten

versetzen uns in die Lage, auch

besonderen Kundenanforderungen

wie Auftragsgröße, Komplexität,

Entfernung und geografischer Lage

gerecht werden zu können.

Wir liefern auch Stahlprodukte, die

nicht zu unserem Standardlagerprogramm

gehören. Bitte fragen

Sie deshalb auch Material bei uns

an, welches Sie woanders nicht

finden können.

Bepro Blech und Profilstahl

GmbH & Co. KG

Consolstraße 11

D-45889 Gelsenkirchen

Tel. +49(0)209/98251-10

Fax +49(0)209/98251-31

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Anarbeitung

und Logistik

Bericht/Nachrichten

Vallourec und Mapudo beschließen Zusammenarbeit

Online-Marktplatz

kooperiert mit Stahlhersteller

Mapudo, ein Online-Marktplatz für Stahl, hat Drehteilrohre von

Vallourec in sein Sortiment aufgenommen. Mit der Kooperation

soll das Online-Geschäft mit Drehteilrohren gemeinsam entwickelt

werden.

Der Kooperationsvertrag zwischen

beiden Unternehmen wurde

Mitte des Jahres geschlossen und ist

für den Online-Marktplatz Mapudo

ein weiterer Meilenstein: „Mit der

Zusammenarbeit können wir gemeinsam

Drehereien ansprechen und

unsere jeweiligen Online-Lösungen

gezielt an konkreten Kundenanforderungen

ausrichten. Hier von profitieren

sowohl Vallourec als auch

Mapudo“, sagt Sebastian Grethe,

Geschäftsführer der Mapudo GmbH.

Kunden können derzeit mehr als 400

Abmessungen von Mecaplus ® -Rohren

von Vallourec über Mapudo erwerben.

Mentor wird zum Partner

Die Kooperation der beiden Unternehmen

entstand im Rahmen eines

Mentoring-Programms der Wirtschaftsförderung

Düsseldorf, bei dem

Vallourec als Mentor für Mapudo fungierte.

Hierbei stellten die beiden

Unternehmen fest, dass sich die

Geschäftsmodelle des Stahlrohrherstellers

und des Online-Marktplatzes

für Stahl sehr gut ergänzen.

Vallourec ist von der Zusammenarbeit

mit dem Düsseldorfer Startup

überzeugt: „Von der Kooperation erhoffen

wir uns, die Kundenanforderungen

an ein E-Procurement noch

besser zu verstehen, die Reichweite

unseres eigenen Online-Portals iTube

weiter auszubauen und Drehteilhersteller

im deutschen Raum für Mecaplus-Drehteilrohre

zu gewinnen“, so

Christian Busch, Vertriebsleiter für

den Online-Bereich bei Vallourec in

Düsseldorf.

„Wir haben für den Vertrieb unserer

Drehteilrohre nach innovativen

Lösungen gesucht, da sich diese speziellen

Produkte für den etablierten

Stahlrohrhandel als ungeeignet erwiesen

haben. Hier kam die Kooperation

mit einem Startup und deren

neue Vertriebsansätze gerade zum

richtigen Zeitpunkt“, so Busch weiter.

Bei Mecaplus handelt es sich um

eine spezielle Produktlinie von Vallourec

zur Herstellung von Drehteilen

im Maschinenbau. Rohre dieser

Reihe sind in vollem Umfang konform

mit dem Europäischen Standard EN

10294-1 (Drehteilrohre für die spanende

Verarbeitung). Das Portfolio

für Abmessungen und die Feinabstufungen

gehen sogar noch weit darüber

hinaus.

Mapudo ist das erste Startup, mit

dem Vallourec kooperiert. Beide Seiten

erhoffen sich Vorteile durch die

Zusammenarbeit: Mapudo möchte von

den Branchenkenntnissen des Stahlrohrherstellers

profitieren, Vallourec

von der Schnelligkeit des Startups. 2

Im Wettbewerb die Nase vorn

Business-Software

für erfolgreiche Unternehmen

www.nissen-velten.de


Foto: Vetter Kranservice GmbH

Reichlich Gelegenheit zum Austausch: Servicetechniker bei der

Schulung der Gütegemeinschaft Kranservice.

Kranservice-Techniker geschult

Die Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft Kranservice

(GKS) e.V. haben sich im Juni zu einem Workshop bei der Vetter

Kranservice GmbH im Schulungszentrum am neuen Standort

des Unternehmens in Haiger getroffen. Nach der Begrüßung

durch GKS-Geschäftsführer Volker Goergen und Oliver

Breider (Geschäftsführer Vetter Kranservice) starteten die Teilnehmer

direkt mit dem praktischen Teil, in dem sie in Sachen

Prüfung, Wartung und Instandhaltung von Vetter-Elektrokettenzügen

und Stahl-Seilzügen auf den neuesten Stand der

Technik gebracht wurden. Der Workshop bot neben neuem

Theoriewissen auch viel Raum für praktische Übungen und individuelle

Fragen – was von den Teilnehmern besonders intensiv

genutzt worden sei und zu einem Erfahrungsaustausch auf

hohem Niveau geführt habe. Der Veranstaltungsort im neuen

Ausstellungraum mit vielen Anlagen zum Testen und Ausprobieren

sowie eine Betriebsbesichtigung des neuen Kranwerkes

der Vetter Krantechnik rundeten das Programm ab.

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Sicherheitsrisiko Cloud-Software

Die Schierle Stahlrohre GmbH & CO KG hat sich für den Einsatz

gebrauchter Software des Softwarehändlers usedSoft entschieden.

Hintergrund ist, dass Unternehmen zunehmend gezwungen

sind, cloud-basierte Software zu nutzen. Doch die Nutzung der

Cloud ist mit dem Risiko behaftet, Daten unfreiwillig preiszugeben

und der Industrie-Spionage Tür und Tor zu öffnen. Eine Alternative

bietet der Software-Gebrauchtmarkt. Hier können Unternehmen

weiterhin Software-Lizenzen kaufen – und damit

sicherstellen, dass ihre Daten auf ihren eigenen Servern mit eigener

Firewall gespeichert sind. Auf dem Gebrauchtmarkt gibt

es weiterhin auch ältere Versionen zu kaufen, die die Hersteller

selbst oft gar nicht mehr anbieten. Den meisten Unternehmen

reichen nämlich die älteren Versionen völlig aus, die sie ohnehin

im Einsatz haben. Denn wer auf neuere Versionen umsteigt,

muss oft neue Rechner kaufen und viel Geld in Schulungen investieren.

„Als mittelständisches Unternehmen stehen wir Tag

für Tag im immer schärfer werdenden Wettbewerb“, so Erwin

Schierle, Geschäftsführer von Schierle Stahlrohre GmbH & CO

KG. „Da kann es nicht angehen, dass sich die großen Software-

Hersteller diesem Wettbewerb durch die Bildung monopolistischer

Kartelle entziehen. Zudem sehen wir nicht ein, für Software

mehr zu bezahlen als unbedingt nötig.“

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Stahlreport 9|17

23

NUR FÜR DEN FACHHANDEL


Messen

und Märkte

Nachrichten/Berichte

Messen machen mobil

Vorschau auf den Herbst

„Von A bis B“ reicht die nachfolgende

Vorschau auf die für die Stahlwirtschaft

interessanten Messen bzw.

Kongresse in den drei Herbstmonaten

dieses Jahres – von der Automobilausstellung

für Pkw im September in

Frankfurt bis zur Blechexpo im November

in Stuttgart:

z IAA – Internationale Automobilausstellung

Pkw, 14.-24.9.17, Frankfurt/M.

z EMO (Die Welt der Blechbearbeitung),

18.-23.9.17, Hannover

z SCHWEISSEN UND SCHNEIDEN, 25.-

29.9.17, Düsseldorf

z WERKSTOFFWOCHE, Messe und Kongress,

27.-29.9.17, Dresden

z DeburringEXPO, Fachmesse für Entgrattechnologie

und Präzisionsoberflächen,10.-12.10.17,

Karlsruhe

z parts2clean 2017, Messe für industrielle

Teile- und Oberflächenreinigung,

24.-26.10.17, Stuttgart

z BLECHEXPO, 7.-10.11.17, Stuttgart

(vgl. Schwerpunkt in diesem Heft)

In dieser Aufstellung fehlt – wegen seiner

Sonderstellung – der Stahlhandelstag,

zu dem der Bundesverband Deutscher

Stahlhandel am 28.9.17 nach

Darmstadt eingeladen hat; auch er ist

ein Kongress mit Ausstellung.

In den restlichen Ausgaben des Stahlreports

dieses Jahres wird über das erwähnte

Messegeschehen ausführlich

berichtet – als Rück- oder Vorschau.

Düsseldorfer Dachmarke

Die Messe Düsseldorf hat für seine internationalen

Draht-, Kabel- und Rohrfachmessen

eine einheitliche Dachmarke

eingeführt. Zehn internationale

Satellitenmessen gibt es mittlerweile

für die Industriebereiche von wire und

Tube. Das Erscheinungsbild jeder einzelnen

Messe ist so gestaltet, dass

sich die Logos in Form, Farbgebung

und Schriftzug gleich präsentieren.

Das einheitliche Corporate Design soll

für einen unverwechselbaren Auftritt

der einzelnen Messen sorgen und

gleichzeitig als Mitglied einer Produktfamilie

ausweisen.

Darüber hinaus beteiligt sich

Tata Steel auch am Forum der New

Mobility: Patrick Kelder, Marketing

Strategy Manager Non-Oriented Electrical

Steel bei Tata Steel, ist einer der

Redner beim Panel Advanced Materials:

„Wie Smart und Advanced Materials

die Entwicklung von autonomem

Fahren, Elektromobilität und Fahrzeugdesign

verbessern“. Er wird die neuesten

Erkenntnisse des Stahlherstellers

über die Bedeutung von Elektrostählen

für die Zukunft der Automobilindustrie

vorstellen und auf

die Wachstumsfelder für

Stahl innerhalb einer Industrie

eingehen, die sich auf

alternative Antriebsstrangtechnologien

verlagert. Der

Vortrag findet am 14. September

um 13:00 Uhr auf

der Bühne des New Mobility

World Forums statt.

Die Internationale Automobil-Ausstellung

(IAA)

in Frankfurt/Main und

Hannover gilt neben dem

AHSS-Stähle von Tata

Steel für kostengünstige

Leichtbaulösungen

elektrischer Fahrzeuge

(l. und l. unten).

Bandstähle von Tata

Steel zur Herstellung

hochleistungsfähiger

Batteriestähle

(rechts).

Neueste Stahllösungen von Tata Steel für Elektrofahrzeuge

Automobilmesse in Frankfurt

In der New Mobility World auf der IAA, die vom 14. – 24.9.17 in

Frankfurt/M. stattfindet, zeigt beispielsweise TATA vom 14. – 17.9.

seine neuesten Produkte und Services für die Automobilindustrie.

Im Mittelpunkt stehen dabei Stahllösungen für Elektromobilität.

Am Stand A31 in Halle 3.1 werden für Elektrofahrzeuge die aktu -

ellsten Struktur-, Batterie- und Elektrostähle des Stahlherstellers

präsentiert.

Patrick Kelder, Marketing

Strategy Manager

Non-Oriented Electrical

Steel bei Tata

Steel.

Pariser Autosalon und der Tokyo Motor

Show als eine der größten und international

bedeutendsten Automobilfachmessen

der Welt und ist in Fachbesucher-

und Publikumstage

getrennt. Sie findet in ungeraden Jahren

als Pkw-Messe in Frankfurt und

in geraden Jahren als Nutzfahrzeugmesse

in Hannover (20.-27.9.18) statt.

Ausgerichtet wird die IAA vom Verband

der Automobilindustrie (VDA).

(www.iaa.de)

Tata Steel ist einer der größten

Stahlproduzenten in Eu ro -

pa – mit Produktionsstandorten

in Großbritannien

und den Niederlanden

sowie weiterverarbeitenden

Werken auf diesem

Kontinent. Das Unternehmen

bietet Produkte für

anspruchsvolle Abnehmermärkte

an, beispielsweise

für die Bau-, Automobil-,

Verpackungs-, Hebe- und

Förder-, die Energie- sowie

die Luftfahrtindustrie. 2

24 Stahlreport 9|17


Messe zum Schweißen und Schneiden in Düsseldorf

Vom Fügen und Trennen sowie Beschichten

Foto: Ugitech

Alle vier Jahre demonstriert die internationale Fachwelt des Fügens, Trennens und Beschichtens

ihre Innovationskraft – und die Weltleitmesse SCHWEISSEN & SCHNEIDEN ist dafür das Forum.

Vom 25. – 29.9.17 kommen, diesmal in Düsseldorf, die Experten einer der Schlüsselbranchen der

modernen Produktionstechnik bereits zum 19. Mal zusammen.

Rund 1.000 Aussteller aus 40

Nationen (unter ihnen Ugitech und

Fronius, s.u.) zeigen dort ihre Produkte

und Services. Die Messe Essen

und ihr ideeller Träger, der DVS –

Deutscher Verband für Schweißen

und verwandte Verfahren e.V., erwarten

rund 55.000 Besucher aus mehr

als 130 Ländern, vor allem Entscheider

aus den Branchen Automobilund

Fahrzeugbau, Schiffbau, Maschinen-

und Anlagenbau, Rohrfertigung

und -leitungsbau, Bergbau sowie

dem Baugewerbe, der chemischen

Industrie und der Herstellung von

Metallerzeugnissen. Aufgrund der

laufenden Modernisierung der Messe

Essen ist die Veranstaltung einmalig

zu Gast in Düsseldorf.

Die größte Ausstellergruppe

stellt Deutschland mit 368 Unternehmen,

gefolgt von China (215 Aussteller),

Italien (89) und den USA

(32). Für dieses Jahr hat das Team

der Messe Essen die Hallen gemeinsam

mit dem DVS thematisch nach

Schwerpunkten neu geordnet. Im

Fokus stehen so u.a.:

z Schweißen,

z Schweißen Vor- und Nachbehandlung

(mit Arbeitsschutz, Werkstatt,

Gasen, Zubehör und Zusatzwerkstoffen),

z Schneiden,

z Thermisches Spritzen und die

z Nachwuchsförderung.

Anwendungen

Das Angebot reicht ferner von verketteten

Roboter-Schweißanlagen

und CNC-gesteuerten Brennschneidmaschinen

über Laserroboter für

das 3D-Metallschneiden bis zu extern

steuerbaren automatisierten

Schweißzellen. Sie werden auf der

Messe zum Teil als Weltpremieren

gezeigt.

Die Branche generiert in Europa

eine Wertschöpfung von 61 Mrd. €

und sichert 1,1 Mio. Arbeitsplätze,

hat eine Wertschöpfungsstudie des

DVS ergeben.

Parallel zur Messe werden Fachleute

auf dem DVS CONGRESS 2017

Forschungsergebnisse, Marktentwicklungen

und Lösungen für Hersteller

und Anwender der Füge-,

Trenn- und Beschichtungstechnik

vorstellen. Er findet vom 26. bis 29.

9.17 im CCD Ost der Messe Düsseldorf

statt – mit der Großen Schweißtechnischen

Tagung und dem DVS-

Studentenkongress.

Der DVS-Gemeinschaftsstand in

Halle 15 bietet ein Bühnenprogramm

mit Talkrunden, Vorträgen und

mehr. Zukunftsweisende Lösungen

präsentieren Newcomer am Gemeinschaftsstand

„Junge Innovative Unternehmen“

in Halle 15. Über neue

Oberflächenbeschichtungsverfahren

informiert der Gemeinschaftsstand

„Thermisches Spritzen“ in

Halle 15. 2

Ugitech bietet

edelstahl- und

nickelbasierte

Drähte für Schweißanwendungen.

[ Info ]

Weitere Informationen:

www.schweissen-schneiden.com.

Produktportfolio von Ugitech

Auf der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN stellt die Ugitech S.A. (in Halle 11, Stand 11F30) ihr Produktportfolio

für Schweißanwendungen vor.

Das Unternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe präsentiert u.a. seine individuellen

Lösungen für Abgasanlagen in der Automobilindustrie. Interessierte Besucher erhalten außerdem

eine ausführliche Beratung zu allen Fragen rund um Zusatzwerkstoffe für das Schweißen.

Ugitech entwickelt edelstahl- und nickelbasierte Drähte für die gesamte Palette an Schweißanwendungen.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ugine, Frankreich, vertreibt seine Produkte

weltweit über das internationale Netzwerk der Gruppe.

Ob austenitische, ferritische oder martensitische Stähle – das Unternehmen bietet nach eigenen

Angaben für jedes Verfahren passende Zusatzwerkstoffe. Darüber hinaus informiert die

Schmolz + Bickenbach-Tochter über Duplex- und Superduplexstähle sowie über Legierungen auf

Nickel-, Kupfer- oder Kobaltbasis.

Stahlreport 9|17

25


Messen

und Märkte

Nachricht/Berichte

Kongressmesse für Entgrattechnologie

und Präzisionsoberflächen

Anspruchsvolle

Spezifikationen

Im Zeichen der Digitalisierung

Fronius und die Industrie 4.0

Die SCHWEISSEN & SCHNEIDEN

2017 steht bei Fronius ganz im Zeichen

der Digitalisierung. (Halle 10, Stand

F22/H22)

Bei der Fertigung von Präzisionsteilen rücken aufgrund anspruchsvoller

Spezifikationen das Entgraten, Verrunden und Oberflächenfinish

immer mehr in den Fokus. Mit erwarteten 150 Ausstellern will

die DeburringEXPO dafür ein umfangreiches Angebot an Lösungen

präsentieren. Know-how bietet diese 2. Fachmesse für Entgrattechnologie

und Präzisionsoberflächen vom 10.-12.10.17 in Karlsruhe

darüber hinaus durch ihr zweisprachiges Fachforum.

Foto: Fronius

Herausforderungen und Lösungen für das

thermische Fügen im Hinblick auf Industrie

4.0 stehen beim Messeauftritt des

Unternehmens im Zentrum.

Die Dokumentation, Visualisierung und

Analyse von Schweißdaten gewinnt in

vielen Produktionsbereichen immer mehr

an Bedeutung: Mit WeldCube, dem Datenmanagement-System,

das erstmals

auch als Onsite-Variante, also als reine

Software-Lösung, gezeigt wird, ermöglicht

Fronius, Schweißdaten stromquellenübergreifend

aufzuzeichnen, zu analysieren

und auszuwerten. Das unterstützt

den Nutzer dabei, Optimierungspotenzial

in der Schweißproduktion zu identifizieren.

Auch in der Schweißausbildung wendet

Fronius neue Technologien an. Unter

dem Titel "Virtual Welducation" stellt das

Unternehmen eine App vor, die das spielerische

Herantasten an das Schweißen

mittels einer Gaming-, einer Quiz-Applikation

sowie einer Augmented-Reality-Anwendung

ermöglicht.

WeldCube – Datenmanagement-System zur

stromquellenübergreifenden Aufzeichnung,

Analyse und Auswertung von Schweißdaten.

Anforderungen an die Oberflächen

von Präzisionsteilen stellen Fertigungsunternehmen

und ihre Zulieferer

insbesondere vor drei

Herausforderungen: So sind beispielsweise

gratfreie Bauteile und Werkstücke

mit definierten Kanten und Verrundungen

in immer höherer Präzision

herzustellen. Oberflächenveredelungen,

die Reibung, Verschleiß und

Geräuschentwicklung minimieren

sowie Leistungs- und Lebensdauersteigerungen

ermöglichen, werden ebenfalls

gefordert. Hinzu kommen Fertigungsschritte

zur exakten Formgebung,

bei denen Bearbeitung und Oberflächenfinish

zunehmend ineinander fließen.

Als eine Beschaffungs- und Kommunikationsplattform

für das Entgraten,

Verrunden und die Herstellung

von Präzisionsoberflächen präsentiert

die Kongressmesse in Karlsruhe

innovative und weiterentwickelte Produkte,

Verfahren und Dienstleistungen,

um diese steigenden Anforderungen

effizient und prozesssicher

zu erfüllen.

„Bis 15. Juni haben bereits 125 Unternehmen

aus 14 Ländern ihren Stand

auf der DeburringEXPO gebucht, darunter

zahlreiche Markt- und Technologieführer.

Wir erwarten 150 Aussteller,

von denen viele die Messe nutzen

werden, um neue Lösungen vorzustellen“,

berichtet Hartmut Herdin, Geschäftsführer

der veranstaltenden

fairXperts GmbH & Co. KG. Die 2. Fachmesse

für Entgrattechnologie und Präzisionsoberflächen

wird damit deutlich

größer und internationaler als die

Premierenveranstaltung 2015. Neben

einem repräsentativen Überblick über

Quellen: EMAG ECM GmbH/DeburringEXPO

Auf die finale Bearbeitung von Metall -

teilen kommt es immer mehr an. Dazu will

die DeburringEXPO Lösungen anbieten.

die unterschiedlichen Verfahren, Anlagen,

Werkzeuge sowie Prüf-, Messund

Analysemethoden will die Messe

auch gezielte Informationen über

Trends und aktuelle Entwicklungen

bieten. Vorgestellt wird beispielsweise

ein neues Verfahren speziell für die

Oberflächenveredelung 3D-gedruckter,

metallischer Komponenten. Damit

lassen sich nach Anbieterangaben

Mikro- und Makrostrukturen an Innenund

Außenflächen in einer Bearbeitung

verbessern. Es würden dabei innerhalb

kurzer Zykluszeiten definierte

Oberflächeneigenschaften reproduzierbar

erzielt.

Ein dreitägiges, integriertes Fachforum

rundet das Angebot der DeburringEXPO

ab. Alle Vorträge werden simultan

Deutsch/Englisch übersetzt.

Die Referate bieten Informationen zu

Grundlagen und Expertenwissen über

innovative Entgrattechnologien und

Präzisionsoberflächen, über Praxisbeispiele

und Benchmark-Lösungen. 2

[ Info ]

Weitere Informationen, das komplette

Ausstellungsprogramm und die vorläufige

Ausstellerliste gibt es unter

www.deburring-expo.de.

26 Stahlreport 9|17


Parts2clean in Stuttgart

Teile- und Oberflächenreinigung

Die 15. Auflage der parts2clean, der internationalen Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung,

findet vom 24. – 26. 10. 17 in Stuttgart statt – u.a. mit der Präsentation eines magnetischen

Filters für Eisenteilchen, den Goudsmit beisteuert. Auch erwartet die Fachbesucher mit der

Sonderschau „Prozesskette Reinraumanalyse“ eine organisatorische Neuerung. Das Fachforum mit

Vorträgen bietet darüber hinaus Know-how zu unterschiedlichsten Reinigungsthemen.

Foto: Goudsmit

Mit aktuell mehr als 200 Ausstellern

auf rund 6.800 m 2 Ausstellungsfläche

liegt die Messe deutlich

über den Vergleichszahlen von 2015

und 2016. „Wir freuen uns über zahlreiche

Neuaussteller und bestehende

Aussteller, die ihre Standfläche auf

der parts2clean 2017 noch einmal

vergrößern“, sagte Olaf Daebler, Global

Director parts2clean bei der Deutschen

Messe AG.

Sonderschau

Ein neues Format ist die Sonderschau

„Prozesskette Reinraumanalyse“,

die gemeinsam vom CEC,

dem Kompetenznetzwerk für Industrielle

Bauteil- und Oberflächenreinigung

Leonberg, und der Deutschen

Messe AG organisiert wird.

Unter dem Zeichen des Cleaning

Excellence Centers (CEC) präsentieren

acht Hersteller in Form einer

Prozesskette ein System mit allen

für ein voll funktionsfähiges Sauberkeitslabor

benötigten Komponenten.

Die Fachbesucher erfahren auf

diese Weise zusammengefasst, welche

Einrichtungen zum Erreichen

ihres Sauberkeitsziels erforderlich

sind, wie dieses nachgewiesen wird

und welche Dienstleister und Lieferanten

sich dafür anbieten. Live und

anschaulich zeigt die Sonderschau

den Weg von der Entgratung und

Reinigung von Bauteilen im Sauberraum

über den Transport durch die

Grauzone mittels reinraumgerechtem

Schleusenwagen in den Reinraum

des Prüflabors zum Nachweis

der Bauteilsauberkeit.

Ein kürzlich entwickelter Magnetfilter entfernt sehr kleine Eisenteilchen ab einem

Mikrometer aus industriellen Flüssigkeiten.

Fachforum

Mit dem dreitägigen Fachforum, das

von der Fraunhofer-Allianz geleitet

wird, bietet die parts2clean außerdem

(Deutsch/Englisch) Wissensquellen

zur industriellen Teile- und

Oberflächenreinigung. „Das Fachforum

hat den Charakter einer Seminar-

und Weiterbildungsveranstaltung,

zu der alle Besucher freien

Zugang haben“, berichtete Daebler.

Das Programm deckt von Grundlagen

bis zu spezifischen Fragestellungen

unterschiedlichste Bereiche

ab. Außerdem wird es einen Vortragsblock

zum Thema Industrie 4.0

in der Reinigungstechnik geben, dessen

inhaltliche Gestaltung beim

Fachverband industrielle Teilereinigung

(FiT) liegt.

Magnetfilter

Auf der Parts2Clean in Stuttgart präsentiert

Goudsmit Magnetics aus

dem niederländischen Waalre (Stand

3C69) einen kürzlich entwickelten

Magnetfilter, der in der Lage ist, sehr

kleine Eisenteilchen ab einem Mikrometer

in industriellen Flüssigkeiten,

wie Schmieröl, Lösungsmitteln oder

Kühlflüssigkeit, aufzufangen. Die

Entfernung von Eisenteilchen aus

den aufgeführten Produkten verringert

die Beschädigung an Maschinen

und Werkzeugen, verhindert

Maschinenstillstand, erhöht die

Lebensdauer anderer im Prozess eingebauter

Filter und der industriellen

Flüssigkeiten selbst.

Der Magnetfilter kann vor oder

hinter einem Kerzenfilter eingebaut

werden, davor um die Standzeit des

Kerzenfilters zu verlängern, dahinter

zur Separation allerfeinster Eisenteilchen

(ab einem Mikrometer). Der

Magnet ist parallel zum Hauptstrom

eingebaut, was bedeutet, dass die

Filterung ständig erfolgt, ohne dass

der Hauptstrom angehalten werden

muss. Der neue Magnetfilter erfordert

während des Prozesses keine

Spülflüssigkeit. Die Folge ist ein sehr

begrenzter Verlust der ursprünglichen

Flüssigkeit und eine sehr saubere

Eisenfraktion. 2

Stahlreport 9|17

27


Messen

und Märkte

Schwerpunkt: Vorschau auf die EMO

Innovativ gekennzeichnet

SIC präsentiert zwei Innovationen

Fotos, 2: SIC

Standardisierte oder individuell angepasste

Markierlösungen mit Laser-, Nadelpräger-

oder Ritztechnik sind das Geschäft

der SIC, die auf der diesjährigen

EMO (Halle 11, A56) dazu zwei Premieren

präsentiert: einen innovativen Faserlaser

und einen neuen Nadelpräger.

Mit dem neuen Multi Level Lasermarkierer

können unterschiedliche Ebenen auf einem

Produkt markiert werden, ohne dafür die Positionen

des Lasers oder des Werkstücks verändern

zu müssen. Möglich macht dies eine

flüssige Linse (liquid lense). Die Lasermarkiertechnologie

gilt als besonders effizient

und wird für direkte Kennzeichnungen auf

Metallen oder Kunststoffen eingesetzt. Härte

und Oberflächenbeschaffenheit spielen dabei

nach Anbieterangaben keine Rolle, die Laserenergie

bewirkt materialabhängig aber punktuell

eine Oberflächenveränderung.

Kennzeichnen auf unterschiedlichen Ebenen:

liquid lense.

Der Nadelpräger e-Smart vereint Markierer

und Kontroller, also ausführende und steuernde

Einheit, wodurch die sonst erforderliche

Verkabelung entfällt. Integrierbare Nadelpräger

werden beispielsweise in Bearbeitungs-

oder Prüfmaschinen eingesetzt. In

der Regel werden Produktionsnummern,

Datum und fortlaufende Nummern per Klarschrift

oder Data Matrix Code dauerhaft

markiert. Dadurch wird eine lückenlose

Nachverfolgbarkeit der Bauteile gewährleistet.

Die SIC Marking GmbH mit Sitz in Remscheid

ist die deutsche Niederlassung der

gleichnamigen internationalen SIC Marking

Group. Die ist spezialisiert auf die dauerhafte

Kennzeichnung von Produkten aus unterschiedlichsten

Werkstoffen und Branchen

– von der konventionellen Signatur mit

Handschlagstempeln über die automatische

Kennzeichnung mit Nadel- oder Ritzmarkiersystemen

bis hin zur Beschriftung durch

Laser. Weltweit sind über 40.000 Geräte

dieses Anbieters im – teils auch mobilen –

Einsatz.

Kompaktes Kennzeichnen: e-Smart

Mit Erdwich

von Spänen säubern

Viele Materialien müssen vor dem weiteren

Verarbeitungsprozess zerkleinert werden – so

entstehen unterschiedliche Späne und Stanzteile

aus Kunststoff und Metall, aber auch aus

wertvollen Edelmetallen wie Gold und Silber.

Diese Teile können nun leichter gesammelt

werden, verspricht die Erdwich Zerkleinerungssysteme

GmbH für die EMO (Halle 7,

Stand B15). Bei den angesprochenen Vorgängen

bleibt häufig ein Teil des Rohstoffes in

der Zerkleinerungsmaschine zurück. Um das

kostbare Material zurückzugewinnen, musste

die Anlage bisher mit hohem Zeit- und Arbeitsaufwand

geöffnet und gesäubert werden.

Erdwich Zerkleinerungssysteme hat deshalb

ihre Einwellenzerkleinerer M400 und

M600 mit einer hydraulischen Easy Cleaning-

Konstruktion ausgestattet, die es erlaubt, die

Maschine mit geringem zeitlichen Aufwand

gefahrlos zu öffnen und eine Reinigung durchzuführen.

Ausstellerverzeichnis

Erstmals seit vier Jahren findet die EMO

(siehe „Die Welt der Metallbearbeitung“ Stahlreport

7/8 17, S. 22ff) wieder in Hannover

statt. Bereits vor einem halben Jahr hatte der

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

(VDW) als Veranstalter der Messe EMO

ein vorläufiges Ausstellerverzeichnis veröffentlicht

(www.emo-hannover.de).

Foto: Hoffman

Diesen Stand hat die Hoffmann-Gruppe für ihren

Auftritt bei der EMO geplant.

Drei Schwerpunkte

Was die Hoffmann Group

in Hannover präsentiert

Auch in diesem Jahr ist die Hoffmann

Group als Aussteller auf der EMO

dabei. Sie zeigt ihrer Zielgruppe mit

Schwerpunkten im Handwerk unter dem

Motto „Innovative by nature“ (in Halle 3,

Stand D14) ihre neuesten Produkte für

die professionelle Zerspanung und setzt

dabei drei Schwerpunkte:

z „Innovative by nature“ – mit dieser Analogie

zur Innovationskraft der Natur will

die Hoffmann-Gruppe ihren Anspruch

unterstreichen, kontinuierlich unter

ihrer Premiummarke GARANT neue

hochwertige Werkzeuge auf den Markt

zu bringen. Eine dieser Innovationen ist

ein neuer konischer Tonnenfräser, der

es ermöglichen soll, durch den Einsatz

moderner Frässtrategien eine bessere

Oberflächengüte und eine erhebliche

Zeitersparnis zu erzielen.

z Als weitere Messeneuheit präsentiert

die Hoffmann Group ein neues Angebot

an Mikrofräsern. Diese Werkzeuge sind

für Anwender mit Anspruch auf höchste

Formgenauigkeit bei der Kleinteile- und

Miniaturfertigung prädestiniert und für

die Bearbeitung von Aluminium und

Graphit ausgelegt.

z Und das ist noch nicht alles. Denn bei

der Hoffmann Group gibt es auch einen

neuen dreischneidigen Bohrer für die

professionelle Stahlzerspanung mit dem

nach Anbieterangaben weltweit größten

l/D-Verhältnis zu sehen.

28 Stahlreport 9|17


Portalfräsmaschine

Zimmermann für Stahl

Foto: Behringer

Auf der EMO zeigt die F. Zimmermann

GmbH aus dem schwäbischen Neuhausen

(in Halle 13 auf Stand B45) u.a. die

platzsparende Portalfräsmaschine

FZ40compact. Betriebe sollen auf dieser

Anlage insbesondere Werkstücke aus Stahl,

Guss und Titan wirtschaftlich bearbeiten.

Durch ihre eigensteife Struktur lasse sich

die Maschine flexibel aufstellen und sei

somit schnell im Einsatz. Sie basiert auf der

bewährten FZ33compact, die für die Bearbeitung

von Aluminium und Verbundwerkstoffen

konzipiert ist. Bei gleichen Außenmaßen

und einem Arbeitsraum von

X=2.400, Y=2.900 und Z=1.250 mm hat sie

jedoch ein massiveres und struktursteiferes

Portal. Zudem kommt ein massiverer Kreuzschlitten

und ein Senkrechtschlitten mit

größerem Querschnitt zum Einsatz.

In Hannover stellt Zimmermann den Besuchern

auch das Konzept der neuen 5-Achs-

Portalfräsanlage FZU vor. Mit dieser kompakten

Universalmaschine für den Modell-,

Werkzeug- und Formenbau sollen Anwender

eine Anlage mit einem attraktiven Preis-

Leistungs-Verhältnis erhalten. Das Grundge-

Verlängerte Nachschubachse

Bandsägemaschine von Behringer

Die Behringer GmbH aus Kirchardt, spezialisiert vor allem auf Sägelösungen, stellt

auf der EMO 2017 (Halle 15, Stand D38) die neue Bandsägemaschine HBE663A Dynamic

mit verlängerter Nachschubachse von wahlweise 1.500 mm oder 3.000 mm pro Hub vor.

Es handelt sich um das größte Modell dieser Bandsägen-Baureihe, beworben mit der Aussage

„Die dynamische Art zu sägen“. Mit einem Schnittbereich von 710 x 660 mm und

ihrer robusten Konstruktionsweise ist

die Maschine nach Herstellerangaben

bestens zum Trennen von Vollmaterialien

und schweren Paketen, aber auch

von Aluminium, gerüstet.

Die HBE663A Dynamic von Behringer.

Foto: Zimmermann

Mit der neuen FZ40compact hat Zimmermann

eine Kompaktmaschine entwickelt, damit die

Anwender auch Stahl wirtschaftlich bearbeiten

können.

stell ist eine Stahl-Schweiß-Konstruktion,

die eine durchgängige U-Form bildet. Mit

einem Gewicht von 35 t, einer Länge von 5,

einer Breite von 8 und einer Höhe von

knapp 5 m wollte Zimmermann damit eine

gewichtsoptimierte und platzsparende Anlage

realisieren.

Auf der Messe will sich Zimmermann als Lösungsanbieter

präsentieren. Der Hintergrund:

Mit unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten

und Leistungen stimmt der

Maschinenbauer die Anlagen immer auf die

individuellen Anforderungen der Kunden ab.

Dazu gehört auch ein umfassender Service.

Die abrückende Festbacke des Nachschubgreifers

und der Materialzange

stellen in diesen Zusammenhängen

einen reibungslosen Materialtransport

auch von umreiften Bunden sicher.

Das Aggregat will damit ein umfangreiches

Anwendungsfeld im Stahl- und

Metallhandel sowie in der Industrie

abdecken.

Präzision im Dialog

Vollmer setzt auf

Produkte und Service

Die Vollmer Werke Maschinenfabrik

GmbH präsentiert auf der EMO in

Hannover ihr aktuelles Produkt- und

Serviceportfolio für die Metallindustrie.

„Präzision im Dialog“ – so lautet auf dem

Vollmer-Stand das Motto (Halle 6, Stand

F46).

Im Fokus steht die neue Drahterodiermaschine

VPulse 500 mit der Werkzeughersteller

verschiedene Diamantwerkzeuge

wie Fräser, Bohrer oder Reibahle schärfen

können. Außerdem werden Neuerungen

bei Produkten zur Bearbeitung von

Metallwerkzeugen präsentiert: Die Erodiermaschine

QXD 250 ist mit neuen

Software-Optionen und Updates zu

sehen; für die Schleifmaschine VGrind

360 stellt Vollmer erweiterte Automatisierungen

vor.

Die Vollmer Gruppe – mit eigenen Standorten

in Deutschland, Österreich, Großbritannien,

Frankreich, Italien, Polen, Spanien,

Schweden, den USA, Brasilien,

Japan, China, Südkorea, Indien sowie

Russland – ist mit einem umfangreichen

Maschinenprogramm als Spezialist für

die Werkzeugbearbeitung in der Produktion

und im Service weltweit tätig.

Das Produktprogramm umfasst Schleif-,

Erodier- und Bearbeitungsmaschinen für

Rotationswerkzeuge, Kreissägen und

Bandsägen u.a. in der Metall verarbeitenden

Industrie.

Die Gruppe beschäftigt weltweit rund

750 Personen und alleine am Hauptsitz in

Biberach gut 550 Mitarbeiter, davon mehr

als 50 Auszubildende. Rund 8–10 % des

Umsatzes investiert das Unternehmen in

die Forschung und Entwicklung neuer

Technologien und Produkte.

Stahlreport 9|17

29


2017

Stahlhandelstag

Spezial

Stahlhandelstag 2017

Der 26. Stahlhandelstag am 28. September

in Darmstadt findet in spannenden Zeiten

statt. Märkte und Abläufe verändern sich,

die technologische Entwicklung schreitet

rasant voran und birgt Chancen, aber auch

Untiefen. Da kommt die Gelegenheit zu

fundierter Fachinformation, aber auch zu

Austausch und zum Netzwerken auf dem

Stahlhandelstag des BDS genau richtig.

Aussteller & Sponsoren Stahlhandelstag 2017

Fotos: BDS/Drolshagen

Programm Stahlhandelstag 2017

In einer begleitenden Ausstellung präsentieren

sich die Ausrüster und Partner der Branche. Die Ausstellung

befindet sich unmittelbar im Foyer vor dem

Veranstaltungsraum, der auch für Kaffeepausen,

den Mittagsimbiss und die Abendveranstaltung zur

Verfügung steht.

aussteller

z EVG Entwicklungs- u. Verwertungs-Gesellschaft

m.b.H., Raaba (A)

z Fehr Lagerlogistik, Winterthur (CH)

z Forschungs- und Technologiezentrum Ladungs -

sicherung Selm gGmbH, Selm

z FUMO Solutions GmbH, Dornstadt

z GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme

mbH, Münster

z Ingenieurbüro Roth, Unterheinriet

z KALTENBACH GmbH + Co. KG, Lörrach

z Kasto Maschinenbau GmbH & Co, Achern

z Kerschgens Werkstoffe & Mehr GmbH, Stolberg

9:30 Uhr Empfang

10:00 Uhr Eröffnung des Stahlhandelstages 2017

Eberhard Frick, F. Kicherer

Oliver Ellermann, Bundesverband Deutscher

Stahlhandel

10:15 Uhr Volkswirtschaftliche Entwicklungen

und deren Auswirkungen auf die

Stahlmärkte

Dr. Heinz-Jürgen Büchner,

IKB Deutsche Industriebank

11:00 Uhr Kaffeepause

11:30 Uhr Markt und Verband

Oliver Ellermann,

Bundesverband Deustcher Stahlhandel AG

12:15 Uhr Perspektiven des Stahlhandels aus

Sicht eines inhabergeführten

Mittelständlers

Iris Karsten, Karsten Stahlhandel

13:00 Uhr Mittagspause

14:30 Uhr Aktuelle Rechtsthemen im Stahlhandel

Tim Lieber, Henseler & Partner

Rechtsanwälte

15:15 Uhr Kaffeepause

15:45 Uhr Quo Vadis Edelstahlmarkt?

Ralf Winterfeld, Edelstahlhandelsvereinigung

16:30 Uhr Kaffeepause

17:00 Uhr Digitalisierung:

Die Zukunft des Stahlhandels?

Gisbert Rühl, Klöckner & Co.

17:45 Uhr Ausblick

Eberhard Frick, F. Kicherer

18.00 Uhr Abendveranstaltung im Foyer 1.05

des darmstadtiums

23.00 Uhr Ende des Stahlhandelstages 2017

z

z

z

z

z

z

z

z

z

z

z

z

z

z

Krause Maschinenhandels & Service GmbH,

Achim & PAB, Peine

P.W. Lenzen GmbH & Co. KG, Iserlohn

Messe Düsseldorf GmbH, Düsseldorf

Montanstahl GmbH, Oelde

Nissen & Velten, Stockach

OttComputer, Langenfeld

P4S Partners 4 Steel

(Behringer, Vernet Behringer, Rösler)

Planungsgruppe Lapp GmbH, Groß-Gerau

Progress Maschinen & Automation AG, Brixen (I)

RSA cutting systems GmbH, Schwerte

Scheffer Krantechnik GmbH, Sassenberg

SE Padersoft GmbH & Co. KG, Paderborn

SHComputersysteme GmbH, Speyer

Wiegel Verwaltung GmbH & Co. KG, Nürnberg

Sponsoren

z P4S: Behringer GmbH, Vernet Behringer,

Rösler Oberflächentechnik GmbH

z Lotus am Ring, Komo-tec GmbH, Mendig

Aussteller –

[ Produkte Dienstleistungen]

und

Der Stahlhandelstag ist

nicht nur Treffpunkt für

den Stahlhandel, Stahldistributeure

und Stahl-

Service-Center. In der

begleitenden Fachausstellung

präsentieren

sich alle zwei Jahre auch

Ausrüster, Lieferanten

und Partner der Branche.

Der BDS dankt den beteiligten

Unternehmen der

Fachausstellung für die

Unterstützung, ohne die

der Stahlhandelstag so

nicht denkbar wäre.

Einen informativen Überblick

zu den Produkten,

Dienstleistungen und Services

der ausstellenden

Unternehmen finden Sie

auf den folgenden Seiten.

30 Stahlreport 9|17


Für die hohen Anforderungen

im Stahlhandel

bietet Kasto

vollautomatische

Hochregalanlagen

mit Tausenden von

Lagerkassetten.

Fotos: Kasto

Innovative Anlagentechnologie von Kasto

Effizient Sägen und Lagern im Stahlhandel

Im Stahlhandel sind die Anforderungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Kunden

erwarten nicht nur ein immer größeres Produktsortiment, sondern auch kompetente Beratung,

umfangreiche Anarbeitungs-Dienstleistungen und individuelle Unterstützung beim Entwickeln

und Realisieren spezifischer Lösungen. Die innovative und automatisierte Lager- und Sägetechnik

von KASTO ist mit ihrer Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Effizienz ein wichtiger Faktor, um

im harten internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Stahlhandelsunternehmen

werden mehr und mehr zu Komplettanbietern,

die von der Materialauswahl

und -beschaffung über den

Zuschnitt und verschiedene andere

Bearbeitungsschritte bis zur termingerechten

Lieferlogistik unterschiedlichste

Aufgaben wahrnehmen müssen.

Seit Jahrzehnten ein Partner ist

dabei die KASTO Maschinenbau

GmbH & Co. KG.

Das Unternehmen blickt auf

mehr als 170 Jahre Tradition zurück

und zählt damit zu den ältesten Familienbetrieben

in ganz Europa. Eigenem

Bekunden nach ist Kasto

Weltmarktführer für Metallsägemaschinen,

halb- und vollautomatische

Lagersysteme, automatisierte Handling-Einrichtungen

für Metall-Langgut,

Bleche und Zuschnitte sowie die

dazu gehörige Software.

Kasto bietet Anlagen für alle

drei Sägeverfahren

Laut Kasto als einziger Hersteller

von Metallsägemaschinen bietet das

Unternehmen dem Anwender alle

drei Sägeverfahren (Bügel-, Bandund

Kreissägen) und hat in jedem

Segment ein umfangreiches Lieferprogramm.

Dieses reicht von

kleinen Handmaschinen für Werkstätten

bis zu Hochleistungs-Bandsägemaschinen

zur industriellen

Bearbeitung von großen Blöcken und

Platten.

Lagerlösungen für unterschiedliche

Anforderungen

Außerdem entwickelt und realisiert

Kasto halb- und vollautomatische

Langgut- und Blechlagersysteme für

unterschiedliche Anforderungen:

Dazu zählen Lagertürme in kompakter

Stand-Alone-Bauweise genau wie

vollautomatische Wabenlager-Hochregalanlagen

mit Tausenden von

Lagerkassetten.

Das Portfolio von Kasto umfasst

auch Sägezentren oder Lager-Sägezellen-Systeme,

in denen vom Einlagern

des Rohmaterials bis zur

Kommissionierung der Abschnitte

sämtliche Lager-, Handling-, Säge-,

Markier-, Palettier- und Bündelungsprozesse

auch durch Roboterlösungen

vollautomatisch ablaufen. Kunden

aus dem Stahlhandel, aber auch

aus vielen anderen Branchen, erhalten

somit das komplette Equipment

zur Materialbevorratung, Produktion

und Distribution aus einer

Hand. 2

Das Portfolio von Kasto umfasst auch

Sägezentren, in denen vom Einlagern bis

zur Kommissionierung sämtliche Arbeitsschritte

auch durch Roboterlösungen vollautomatisch

ablaufen.

[ Kontakt ]

KASTO Maschinenbau

GmbH & Co. KG

77855 Achern

Tel. +49 7841 61-0

www.kasto.com

Stahlreport 9|17

31


2017

Stahlhandelstag

Spezial

Die Hochleistungsanlage

Twin MSR

zum Richten, Schneiden

und Biegen von

Betonstahl vom Coil

wird von zahlreichen

Betrieben mit hohem

Produktionsvolumen

eingesetzt.

TWIN MSR von Progress

Hochleistung für die Stab- und

Bügelproduktion

Um Bewehrungsstäbe oder -bügel effizient in großen Mengen und mit nur einer Maschine zu produzieren,

braucht es vor allem eines: Geschwindigkeit. Innovative Komponenten sorgen im Idealfall nicht

nur dafür, dass der Produktionsdurchlauf kurz ist, sondern auch höchste Qualitätskriterien eingehalten

werden. Mit der Twin MSR hat Progress Maschinen & Automation eine Anlage entwickelt, um die

Hochleistung und Qualität zu vereinen. Die Twin MSR wird weltweit bereits erfolgreich eingesetzt, so

das Unternehmen.

Seit einiger Zeit reagieren

zahlreiche Unternehmen in der

Bewehrungsindustrie mit Investitionen

in den Maschinenpark auf

zwei sich verstärkende Trends und

spezialisieren sich zunehmend.

Zum Einen fordert die Herstellung

auftragsbezogener Losgrößen flexible

und hochpräzise Lösungen.

Zum Anderen setzt die Produktion

großer Volumina den Einsatz hocheffizienter

Technologie voraus. In

beiden Fällen könne den hohen

Qualitätsansprüchen und dem Preisdruck

nur mit Automatisierung

begegnet werden, so der Maschinenhersteller.

Progress Maschinen & Automation

beobachte diese Tendenzen

seit Jahren und entwickle mit seinen

Kunden die passenden Lösungen,

die es brauche, um auf einem

sich ständig verändernden Markt

weiterhin erfolgreich sein zu können.

Hochleistungsanlage zum

Richten, Schneiden und Biegen

Die Hochleistungsanlage Twin MSR

zum Richten, Schneiden und Bie-

Bei der Twin MSR

erfolgt der

Drahtdurchmesser -

wechsel innerhalb

weniger Sekunden

vollautomatisch.

Foto: Progress

32 Stahlreport 9|17


gen von Betonstahl vom Coil wird

dem Unternehmen zufolge weltweit

bereits von zahlreichen Betrieben

mit hohem Produktionsvolumen

eingesetzt. Die beiden

unabhängig voneinander betriebenen

Linien der Anlage ermöglichen

es, zwei Drahtstränge von 4 bis 20

mm Durchmesser gleichzeitig zu

richten, zu schneiden und zu biegen.

Wird auf beiden Linien derselbe

Drahtdurchmesser eingesetzt,

beträgt die Vorschubgeschwindigkeit

bis zu 320 m/min.

Hohe Produktivität dank

innovativer Komponenten

Die hohe Produktivität der Anlage

wird Progress zufolge von innovativen

Lösungen unterstützt: So

erfolgt der Drahtdurchmesserwechsel

innerhalb weniger Sekunden

vollautomatisch. Dazu bleiben alle

zu bearbeitenden Drähte in der

Maschine eingespannt, werden von

einer Drahtwechseleinheit ausgetauscht

und sind damit just-in-time

abrufbar. Das Ablängen des gerichteten

Drahts übernehmen zwei elektromechanisch

betriebene „fliegende“

Scheren.

Da für einen präzisen Schnitt

keine Beschleunigungs- und Bremsphasen

vonnöten sind, kann eine

fast kontinuierliche Produktion

gewährleistet werden. Verschiedene

Auslauf- und Logistiksysteme

sorgen am Ende des Bearbeitungsprozesses

auch dafür, dass die Endprodukte

schnell ausgeworfen, kommissioniert

oder weitertransportiert

werden können.

Optimale Richtqualität,

niedriger Wartungsaufwand

Trotz der niedrigen Durchlaufzeit

gewährleiste das Progress-Rotorrichtsystem

eine optimale Richtqualität

der Stäbe. Die Twin MSR ist zudem

sehr wartungsfreundlich, so der Hersteller:

Dank einer eigenen Vorschubeinheit

werden die Richtwerke mechanisch

minimal beansprucht.

Hydraulische Antriebe oder

Komponenten fehlen hingegen ganz

– zum Einsatz kommen ausschließlich

Elektroantriebe. Dementsprechend

niedrig sei der Energiebedarf

und der Wartungsaufwand. 2

[ Kontakt ]

Progress Maschinen & Automation AG

39042 Brixen · Italien

Tel. + 39 0472 979 100

www.progress-m.com

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bis zur Karriere

Unter dem Dach der ArcelorMittal Distribution sind die Stahlhandelsaktivitäten der

ArcelorMittal-Gruppe in Deutschland und der Schweiz zusammengefasst. Die Holding

liefert in erster Linie Support-Services an ihre operativen Tochtergesellschaften – unter

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Stahlreport 9|17

33


2017

Stahlhandelstag

Spezial

Kerschgens – einer der größten Lochblechlieferanten in Deutschland

Stahl im Blut, Lochbleche im Herzen

Wenn man über Lochbleche spricht, muss man über Kerschgens sprechen. Das Traditionsunternehmen

bietet vielfältige Serviceleistungen sowie Komplettlösungen für Stahlprodukte und hat dazu nicht

nur eines der breitesten Lagerprogramme an Stahlprodukten, sondern bundesweit auch eines der

umfassendsten Lochblech-Sortimente.

Fotos: Kerschgens

Permanent hält das Unternehmen

fast 100.000 Lochblechtafeln

in mehr als 650 unterschiedlichen

Abmessungen für seine Kunden vorrätig.

Neben den Standardausführungen

werden die Lochbleche für

eine noch einfachere Weiterverarbeitung

auch als Sondermaß oder

als Coil geliefert.

Das Kerschgens-Sortiment umfasst

Lochbleche aus Stahl, aus verzinktem

Stahl, Edelstahl, Aluminium,

Messing, Kupfer und Zink,

mit Rund- oder Vierkantlochung

sowie auf Wunsch auch mit individueller

Lochung. Farbbeschichtetes

Lochblech sowie Streckmetall runden

das Programm ab.

Dank seines riesigen Lagers punkte

man dem Unternehmen zufolge nicht

nur mit ständiger Materialverfügbarkeit,

sondern biete Kunden auch die

Möglichkeit für individuelle Einlagerungen.

Kerschgens führt eigenen

Angaben zufolge eines der breitesten

Sortimente in den Bereichen Stahl,

Stahl verzinkt, Edelstahl, NE-Metalle,

Baustahl und Rohre. Der besondere

Kundennutzen liegt in der Vielzahl

der Anarbeitungsdienstleistungen

wie Sägen, Bohren, Gewindeschneiden,

Brennen, Ausklinken, Signieren,

Strahlen und Konservieren.

Kunden profitieren

von stetigen Investitionen

Seit 2009 hat die Kerschgens Werkstoffe

& Mehr GmbH permanent in

den Ausbau ihrer Leistungsfähigkeit

investiert. Davon profitieren

Kunden nicht nur hinsichtlich der

Lagerverfügbarkeit, sondern auch

in puncto Lieferschnelligkeit und

der Realisierung individueller Anarbeitungsleistungen.

Eine elektronische Auftragsdatenübermittlung

minimiert zum Beispiel

potenzielle Fehlerquellen, beschleunigt

die Abwicklung und sorgt

so für kürzere Lieferzeiten bei gleichbleibend

hoher Qualität. Autogenund

Plasmabrenner fertigen präzise

Blechzuschnitte. Möglich ist auch

Contourmarking, das Anbringen von

Schweiß- und Montagemarkierungen

und das Prägen von Positionsnummern

direkt auf die Werkstücke.

Das vereinfacht die Arbeit der

Monteure vor Ort enorm.

„Mit unserem stetig wachsenden

Sortiment und der konsequenten

Ausrichtung auf Lochbleche sind

wir nicht mehr nur Händler, sondern

Partner und Dienstleister unserer

Kunden aus dem Stahl- und

Metallbau, dem Bauwesen, der Industrie

und dem Maschinenbau“,

beschreibt Geschäftsführer Heinz

Herbort das Alleinstellungsmerkmal

des Unternehmens. „Unsere Mitarbeiter

bringen ihre Erfahrung und

Marktkenntnis in die Kundenprojekte

mit ein und begleiten diese mit

kompetenter und individueller Beratung.“

2

[ Kontakt ]

Kerschgens Werkstoffe & Mehr GmbH

52222 Stolberg/Rheinland

Tel. +49 2402 1202-0

www.kerschgens.de

34 Stahlreport 9|17


Foto: Kaltenbach

Mit der Strahlanlage

Marathon A 2506

wurden bei Birs-

Stahl die Durchlaufzeiten

mit nur einer

Anlage – statt wie

bisher mit zwei

Anlagen – erreicht.

Kaltenbach Marathon A 2506 und KPC 2504

Professionelles Strahlen und Konservieren

Ohne eine optimale Vorbehandlung ist eine moderne und insbesondere wirtschaftliche

(Weiter-)Bearbeitung von Stahl undenkbar. Gut, dass es dafür spezialisierte Unternehmen

gibt, die sich auf das professionelle Strahlen und Konservieren verlegt haben. Eines ist die

BIRS-STAHL AG im Schweizer Kanton Baselland. Längst verlassen sich viele Schweizer

Kunden aus dem Bereich Stahlhandel und der Stahlverarbeitung auf dieses kleine High-Tech-

Unternehmen. Seinerseits setzt der Spezialist auf Anlagentechnologie von Kaltenbach.

Mit einer Kernmannschaft

von gerade einmal vier Mitarbeitern

werden bei der Birs-Stahl AG

jährlich tausende Tonnen Stahl und

Bleche auf ihre Weiterverarbeitung

vorbereitet. Was 1969 als regionaler

Betrieb begann, hat sich längst

zum Partner der schweizerischen

Stahlverarbeitung entwickelt.

Gefordert sind schlanke Prozesse

und höhere Produktivität

Lieferung am Morgen und Abholung

am Nachmittag: So lautet die

tägliche Anforderung an die Spezialisten

der Birs-Stahl AG. Die Forderung

der Kunden nach immer

schnelleren Prozessen haben bei

Birs-Stahl den Gedanken nach technischer

Erneuerung reifen lassen.

Denn wenn es darum geht, im Konservierungsprozess

Profile bis zu

einer Länge von 24 m und Bleche

mit einer Breite von bis zu 2.500mm

zu verarbeiten, sind Anlagen gefordert,

die technisch ausgefeilt und

dauerhaft zuverlässig sind.

Bisher hat das Unternehmen mit

zwei separaten Strahl- und einer

Konservierungsanlage gearbeitet.

Nun wollte man künftig auf nur

noch eine Produktionslinie umstellen,

die nicht nur leistungsfähiger

und bedienerfreundlich, sondern

auch in den Betriebskosten günstiger

sein sollte.

Die Parameter für die Suche

nach dem geeigneten Lieferanten

waren damit festgeschrieben: Qualität,

neueste Technik und angemessener

Preis. Mit Kaltenbach, dem

internationalen Hersteller von Metallbearbeitungsmaschinen

aus Lörrach

mit seinen anerkannten technischen

Lösungen für Stahl- und

Blechbearbeitung, gab es den gewünschten

Partner sogar ganz in

der Nähe.

Marathon A 2506 ermöglicht

wirtschaftliches Strahlen

Die Empfehlung der Kaltenbach-

Experten auf die Anforderungen

aus Birsfelden waren eindeutig: Mit

einer Strahlanlage Marathon A 2506

und einer angeschlossenen Konservierungsanlage

KPC 2504 würde

das Unternehmen für die Belange

der Zukunft gerüstet sein. Für das

Unerwartete wurde zudem ein Wartungs-

und Verschleißteilevertrag

über die kommenden fünf Jahre vereinbart.

Mit deutlich verringerten Auftragslaufzeiten

und einem Mehr an

Nutzen ist das Kaltenbach-Modell A

2506 eine Strahlanlage für den harten

Dauereinsatz. Das Aggregat ist

mit sechs leistungsstarken Turbinen

mit bis zu 22 kW ausgestattet.

Es reinigt, entrostet, entzundert und

entschlackt Bleche, Profile und

Brennzuschnitte hauptsächlich in

der Qualität BSA = 2,5 bei Materialgüte

S235JR NEN-EN reinigt. Dies

alles in einem Arbeitsbereich von

2.500 x 600 mm.

Ein weiteres Plus der Anlage ist

dem Hersteller zufolge der sparsame

Umgang mit dem Strahlmittel.

Darüber hinaus ist der Wir-

[ Kontakt ]

KALTENBACH GmbH

+ Co. KG

79539 Lörrach

Tel. +49 7621 175-0

www.kaltenbach.de

Stahlreport 9|17

35


2017

Stahlhandelstag

Spezial

kungsgrad beim Strahlen auf Dauer

ausgelegt, was auf eine äußerst präzise

Dosierung des Strahlmittels

zurückzuführen sei.

Ein ideales

Konservierungsgespann

Für den weiteren Schritt im Konservierungsprozess

ist dann die

Lackieranlage KPC 2504 zuständig.

Einsparungen beim Lackeinsatz

werden dabei durch die individuell

einstellbaren Positionen der vier

Farbpistolen und die automatische

Anpassung des Spritzhubes an die

Vorschubgeschwindigkeit erreicht.

Um die Effizienz in der Fertigung

noch weiter zu steigern, wurde

ein weiteres Farbsystem mit einer

weiteren Pumpe eingebaut. So können

komplexe Aufträge mit unterschiedlichem

Farb- oder Lackeinsatz

rasch und sicher abgearbeitet

werden.

Der Gesamtprozess hat dem Unternehmen

zufolge dank der Anlagenkonzeption

an Geschwindigkeit

und Effizienz gewonnen. Die ersten

700 Strahlstunden wurden ohne

Probleme und Verschleißteilwechsel

bereits absolviert. Ebenso wurde

die Vorgabe, während der Aufbauphase

die normale Produktion weiterzufahren,

erfüllt.

Für den Geschäftsleiter Klaus

Rohe eine gelungene Sache: „Als

eher kleines Unternehmen können

wir uns keinen Produktionsstillstand

leisten. Das hat im gemeinsamen

Projekt sehr gut funktioniert.

Die Planung und Betreuung war

sehr gut abgestimmt und die Montage

und Inbetriebnahme – parallel

zur normalen Produktion – exakt

koordiniert. Wir haben unser Effizienzziel

erreicht. Die Durchlaufzeit

in einem normalen Einschichtbetrieb

wurde mit nur einer Anlage

erreicht. Dank Kaltenbach werden

unsere Kunden auch künftig auf

unseren umfänglichen Konservierungsservice

zuverlässig zurückgreifen

können.“ 2

MCB Valkenswaard vertraut auf Lagerlogistik von Fehr

Schweizer Hochregalanlage

für die Niederlande

Seit 75 Jahren handelt MCB International mit Metall. Fortschritt -

liche Lösungen und ein klarer Blick für die Anforderungen der

Kunden zeichnen das niederländische Unternehmen aus. Daher war

es nur ein kleiner Schritt in die Schweiz, wo bei Fehr in Winterthur

mit derselben Präzision und Sorgfalt ein maßgeschneidertes

Hochregallager für den Firmensitz in Valkenswaard geplant und

umgesetzt wurde.

Um als Lieferant in der metallverarbeitenden

Fertigungsindustrie

auch in Zukunft an die gewohnte

Zuverlässigkeit und Lösungsorientierung

anschließen zu können, entschied

man sich bei MCB Nederland

bereits 2009 für einen größeren

Umbau der Firmenzentrale im niederländischen

Valkenswaard. Schon

damals lieferten erste Gespräche mit

der Fehr Lagerlogistik AG interessante

Lösungsansätze, so MCB. Unterbrochen

von einer Krise, konnte der

Metallgroßhändler seine Umbaupläne

2015 schließlich wieder aufnehmen

und, mit individuellen

Anpassungen an die neuen Anforderungen,

umsetzen.

Ruud Kramers, Programm Manager

Logistik bei MCB International:

„Trotz einer längeren Pause zwischen

Planung und Umsetzung ist

es Fehr gelungen, uns für den Umbau

eine bestmögliche Lösung anzubieten,

die tatsächlich auf unseren Anforderungen

und nicht auf mehr oder

weniger passenden Komponenten

basiert.“

Zwei freistehende

Hochregalanlagen

Im Umsetzungszeitraum von Oktober

2016 bis Februar 2017 wurden

für die Lagerung von Edelstahl, Aluminium

und NE-Metallen sowohl in

Stab- als auch Rohrform zwei komplett

getrennte, freistehende Hochregalanlagen

ausgeführt. 4.000 Kassettenplätze

bieten in dem neuen

Hochregallager auf einer Lagerhöhe

von 14 m nun eine erweiterte Lagerkapazität

von 9.500 t. Zusätzlich wurde

„Der individuelle Lösungsansatz sowie die

Flexibilität waren für uns ausschlaggebend

für die Zusammenarbeit. Schon während

der Umsetzungsphase hat sich gezeigt, dass

diese Entscheidung richtig war.“

Ruud Kramers, Programm Manager Logistik MCB International, Valkenswaard

36 Stahlreport 9|17


Das Projekt im Überblick

Wertumfang der Lageranlage: 4 Mio. €

Realisierungszeitraum: Oktober 2016 bis Februar 2017

Wichtigste Ziele:

z Genauere Erfassung der Lagerbestände

z reduzierte Durchlaufzeiten

das Warehouse-Management-System

(WMS) von Fehr in das bestehende

SAP-System integriert und mit einer

VPN-Anbindung die Möglichkeit zum

24/7-Remoteservice geschaffen.

Genauere Lagerbestände und

reduzierte Durchlaufzeiten

Das neue Hochregallager überzeugt

MCB zufolge vor allem durch die

genauere Erfassbarkeit der Lagerbestände

sowie deutlich reduzierte

Durchlaufzeiten. Erreicht werden

konnte dies unter anderem durch

Hubstationen mit Sägeanbindung,

die einen schnellen Kassettenwechsel

ermöglichen.

Auch die Kassetten für den

nächsten Auftrag befinden sich nun

bereits im Zugriffsbereich der Hubstation.

Dadurch kann das System

unabhängig von der Auslastung des

Regalbediengeräts arbeiten. Weiter

erfolgt die Auftragszuteilung auf

einzelne Arbeitsplätze jetzt unter

Berücksichtigung einer gleichmäßigen

Auslastung, was ebenfalls Engpässe

oder unnötige Leerläufe vermeidet.

Leistung:

z Gesamtheitliche Analyse und Prozessplanung unter Berücksichtigung

der Fertigungsprozesse

z Wabenlager mit 4.000 Kassettenplätzen

z Lagerkapazität: 9.500 t

z Lagerhöhe: 14 m

z Zwei Doppeltisch-RBG mit je 52 Doppelspielen pro Stunde

z Auf hohe Pickleistung ausgerichtete Karussellarbeitsplätze mit

Kommissionierstation und integrierten Wickelmaschinen

z Implementierung von Fehr WMS in das bestehende SAP-System

Flexible Anbindung von

Anlagenteilen von Drittanbietern

Neben der Flexibilität bei der Anbindung

von durch Drittanbieter zugelieferte

Anlagenteile war es für MCB

International besonders wichtig, dass

die Integration des Fehr-WMS in das

unternehmensinterne SAP-System

in kürzester Zeit erfolgte. Eine große

Herausforderung für beide Seiten,

die dank der intensiven Zusammenarbeit

aller Beteiligten gemeistert

werden konnte. Insgesamt konnte

das Projekt von der wiederaufgenommenen

Planung bis zur Inbetriebnahme

in nur knapp einem Jahr

umgesetzt werden. 2 Rund 4 Mio. € investierte MCB Valkenswaard in das neue Hochregallager von Fehr.

Foto: Fehr

Stahlreport 9|17

37


2017

Stahlhandelstag

Spezial

Mangelware Fachkräfte

Servicewüste Deutschland

Stehen Anlagen in der Produktion still, sind Servicetechniker die gefragtesten Fachkräfte weit

und breit. Doch die Servicebranche kämpft oft gegen ein vermeintlich schlechtes Image.

Dabei gehört die Branche mit ihrem Know-how und meist kurzen Reaktionszeiten zu den wichtigen

Dienstleistern der Produktions- und Bearbeitungsunternehmen. Ein Statement von

Bernd Krause, Geschäftsführer der Krause Maschinenhandels & Servcie GmbH.

Bernd Krause,

Geschäftsführer der

Krause Maschinenhandels

& Servcie

GmbH

[ Kontakt ]

Krause Maschinenhandels

& Service

GmbH

28832 Achim

+49 4202 7701

www.machine-trade.de

Servicewüste Deutschland –

das ist der typische Wortlaut, den

man im Geschäfts- wie auch im Privatleben

sehr oft hört, wenn es um

die Dienstleistungsbranchen generell

geht. Jeder hat eine Meinung,

fast jeder hat hier Erfahrungen

gemacht. Die häufigsten Kritikpunkte

sind:

z „kommt nie pünktlich“

z „lange Wartezeiten“

z „zu hohe Anfahrtskosten“

z „schlechte Qualifikation“

z „Warten auf Ersatzteile“

z „unfreundliche Bedienung“ usw.

Warum ist das so und wie könnte

man Abhilfe schaffen? Das ist die

Frage, die keiner kurz und knapp

beantworten kann. In der Praxis hat

hier jedes Unternehmen eine eigene

Variante, mit seinen Servicefällen

umzugehen. Eine generelle Lösung

dieses Umstands ist aber nicht in

Sicht. Denn das Problem ist vielschichtig

und zudem regional unter-

schiedlich – meint man zumindest.

Betrachtet man die Situation näher,

stellt man fest, dass mit Servicedienstleistern

und Kunden zwei Welten

aufeinander treffen. Was erwartet

der Kunde? Was muss der Monteur

täglich leisten?

Kunden wünschen sich:

z 24 Std. Erreichbarkeit

z kurze Reaktionszeit, am besten

sofort

z Ersatzteile, kurze Lieferzeiten,

immer ab Lager verfügbar

z kurze Anfahrten (am besten

keine)

z schnelle Reparaturen (die nicht

lange dauern sollen)

z niedrige Stundenlöhne (am besten

auf dem Niveau von Hilfskräften)

z geringe Hotelkosten (am besten

unter 40 €)

z schnelle Ersatzteilbeschaffung

(immer inklusive, ohne zusätzlichen

Aufwand)

z keine Überstunden (warum denn

die auch noch bezahlen) usw.

Das ist ein wenig überspitzt dargestellt,

trifft aber dennoch die tägliche

Realität. Der Arbeitsalltag eines

Monteurs sieht auf der anderen Seite

wie folgt aus:

z Arbeitstag von min. 12 Stunden

(oft mehr)

z kein pünktlicher Feierabend

z ständig in Hotels unterwegs,

Privatleben bleibt auf der Strecke

z Arbeitsumstände ständig wechselnd

z verärgerte Kunden

z Aufgabenstellung sehr komplex,

elektrische, mechanische, hydrau-

„Auch Roboter oder Google werden

diese Arbeiten nicht ausführen

können – nicht in 1.000 Jahren.“

38 Stahlreport 9|17


lische und pneumatische Fehler

müssen gefunden und beseitigt

werden

z Pausen (unregelmäßig, meist nur

zwischendurch) usw.

Das sind die Gegebenheiten in der

Praxis. Für diese Arbeit braucht man

„Allrounder“. Wenn man sich nun

fragt, warum hier, abgesehen vom

sogenannten Facharbeitermangel,

ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften

besteht, genügt ein Blick auf

die eben beschriebene Liste. Uns Serviceunternemen

steht daher nur eine

begrenzte Anzahl von guten Facharbeitern

zur Verfügung. Denn die

widrigen Umstände im Servicebereich

schränken die Anzahl der Fachkräfte

gewaltig ein.

Roboter weden keine

Servicetechniker

Angesichts dessen sollten sich beide

Seiten, Kunden wie Servicebetriebe,

Gedanken machen. Denn wir sollten

Zustände wie in den USA vermeiden,

wo es kaum noch Fachkräfte

gibt, die einen Wasserhahn, das Auto,

den Kühlschrank oder die Produktionsmaschine

reparieren.

Auch Roboter oder Google werden

diese Arbeiten nicht ausführen können

– nicht in 1.000 Jahren, sollte da

irgendeiner drauf warten wollen. Auch

im Zeitalter von Industrie 4.0 wird

der Handwerker immer eine Rolle

spielen. Auch wenn es heute „uncool“

ist, mit den Händen zu arbeiten.

Wenn wir diese Monteure und

Fachkräfte künftig nicht vernünftig

bezahlen, werden wir notgedrungen

auf ein immer kleiner werdendes

Potenzial zurückgreifen müssen.

Was das bedeutet, brauche ich nicht

zu erläutern.

Da wir in einer Welt aus Angebot

und Nachfrage leben, kann es

passieren, dass es in der Dienstleitungsbranche

bestimmte Leistungen

dann nicht mehr gibt, wenn sie

sich nicht rechnen oder die Preise

explodieren.

Ein Umdenken sollte somit langsam

stattfinden – oder man besucht

bis ans Ende des Lebens Volkshochschulkurse,

um sich alles selbst beizubringen.

Not macht bekanntlich

erfinderisch. 2

Foto: F&T LaSiSe

Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung

Heute schon den Reibbeiwert ermittelt?

Die normgerechte und sichere Verladung

steht bei Unternehmen, deren Tagesgeschäft

aus dem physischen Versand ihrer

Produkte besteht, ganz oben im Pflichtenheft.

Zu den Experten in diesem Bereich gehört

die Forschungs- und Technologiezentrum

Ladungssicherung Selm gGmbH. Auf

dem Gelände seines europaweit einzigartigen

Freiluft-Forschungslabors bietet das gemeinnützige

Institut Unternehmen aus jeglichen

Branchen, aber auch Privatpersonen,

klassische Fahrsicherheitstrainings nach

dem Standard des Deutschen Verkehrssicherheitsrats

e.V. (DVR) an.

Darüberhinaus zählt auch die Ladungssicherung

zu den Kerngebieten der F&T LaSiSe.

Neben Fahrversuchen werden zum Beispiel

auf Grundlage von fahrdynamischen Untersuchungen

oder mathematischen Berechnungen

auch Verladeanweisungen erstellt,

um mit dieser Dokumentation eine Verladung,

sowie den Transport von Gütern unter

Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes, der

Verkehrssicherheit und unter Einhaltung der

gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten.

Fahrversuche mit Produkten beispielsweise

aus der Stahlindustrie decken Verbesserungspotentiale

bei Ladungssicherungsmaßnahmen

auf, um so dem Anwender eine

Handlungsanweisung für eine normgerechte

und sichere Verladung mit an die Hand zu

geben. Darüber hinaus beinhaltet eine Verladeanweisung

rechtliche und physikalische

Grundlagen, Grundsätze der Ladungssicherung,

Anforderungen an Transportfahrzeuge

sowie angezeigte Ladungssicherungsmittel

und -methoden. Zu den täglichen Aufgaben

der Ingenieure der F&T LaSiSe gGmbH gehören

unter anderem Reibbeiwertermittlungen

für Berechnungsgrundlagen, Kontrolle

von Ladeeinheiten und intralogistische Prozessoptimierungen.

Das 12,5 ha große Freiluft-Forschungslabor

bietet hervorragende Möglichkeiten, um

Fahrzeuge und die Ladungssicherung aus

einem anderen Blickwinkel betrachten und

auf Herz und Nieren testen zu können, wirbt

das Unternehmen.

[ Kontakt ]

F&T LaSiSe gGmbH

www.lasise.de

59379 Selm

Tel: +49 2592 97301-0

Europaweit einmalig: die 12 ha große und mit modernster Technik ausgestattete Fahrsicherheitsanlage

des Forschungs- und Technologiezentrums LaSiSe in Selm.

Stahlreport 9|17

39


2017

Stahlhandelstag

Spezial Software

Smarte Auftragserfassung für komplexe Stahlprodukte

ERP-System Unitrade

mit neuen Stahlfunktionen

Das Paderborner Softwarehaus SE PADERSOFT hat zusammen mit seinem Stahlhandelskunden

Kicherer aus Ellwangen in die Entwicklung neuer Stahlfunktionen investiert.

Die Programm-Erweiterungen in der Stahlverarbeitung stehen als integraler Bestandteil

des ERP-Warenwirtschaftssystems UNITRADE allen Anwendern zur Verfügung.

Komplexe Artikelkombination

am

Beispiel eines Stahlproduktes:

In der

Unitrade-Belegerfassung

werden die

möglichen Schnittwinkel

für einen

Stahlträger visuell

aufgezeigt.

Screenshot: Padersoft

[ Kontakt ]

SE Padersoft

GmbH & Co. KG

33100 Paderborn

+49 5251 3016100

www.unitrade.com

Im Rahmen dieser branchenrelevanten

Programmentwicklungen ist

das ERP-Warenwirtschaftssystem Unitrade

um eine spezielle Funktion für

die Anarbeitung von Kombinationsprodukten,

wie beispielsweise Stahlträger

mit Anschnitt, erweitert worden.

Schnittformen für Stahlträger

werden mit angezeigt

Während der Auftragserfassung werden

dem Anwender nun die möglichen

Schnittformen und Winkel für die Weiterverarbeitung

eines bestimmten

Stahlträgers angezeigt und zur Übernahme

in die Positionserfassung vorgeschlagen.

Mittels visueller Unterstützung

werden die unterschiedlichen

Schnitt- und Anarbeitungsformen grafisch

dargestellt. Dies erleichtert zum

einen das Verständnis bei den komplexen

Zuschnittmöglichkeiten, zum

anderen kann der Verkäufer nur noch

die Zuschnitte mit anbieten, die für

den jeweiligen Artikel auch vorgesehen

bzw. umsetzbar sind.

In einer gesonderten Datenpflegemaske

im Unitrade-Artikelstammbereich

sind die verschiedenen Zuschnittmöglichkeiten

für den Stahlträgertypen

mit Angabe von Toleranzen und

Schnittwinkeln angelegt. Die Zusatzkosten

pro Anschnitt werden ebenfalls

hinterlegt und dann automatisch

bei der Belegerfassung mit aufgeführt.

Alternativ zu der separaten Darstellung

der Kosten als eigener Position

können diese auch mit in den Verkaufspreis

des Stahlträgers eingerechnet

werden, sodass auf dem späteren

Kundenbeleg nur ein Artikel mit einem

Gesamtpreis aufgeführt wird.

Veredelung von Produkten

Diese Logik der zusammengefassten

Darstellung ist auch im Bereich der

Produkt-Veredelung nutzbar. So werden

beispielsweise Arbeitsschritte wie

Konservieren, Lackieren oder Verzinken

mit in den Auftrag als eigene Position

inklusive Kostendarstellung übernommen,

können aber auf dem

späteren Kundenbeleg mit in den aufgeführten

Ausgangsartikel eingerechnet

werden.

Auch die Abwicklung von Prüfzeugnissen

wurde in Unitrade grundlegend

erweitert. Bei jedem relevanten

Artikel wird nun das Hinzufügen

eines solchen Dokumentes automatisch

mit angefordert. Bei der Belegverarbeitung

kann dann nachvollzogen

werden, ob das Prüfzeugnis

vorliegt bzw. inwieweit auch hier weitere

Kosten für die Bereitstellung an

den Kunden erhoben werden sollen.

„Mit diesen Programmerweiterungen

wollen wir unseren Anwendern

aus weiterverarbeitenden Branchen,

wie dem Stahlhandel, eine

komfortable Möglichkeit bei der Erfassung

vielschichtiger Produkte mit

Zusatzleistungen bieten“, kommentiert

Arnold Katerle-Böhm, Geschäftsführer

bei Padersoft. „Dass die Umsetzung

dieser Weiterentwicklung

auch praxisgerecht erfolgt ist, konnten

wir durch die gute Zusammenarbeit

mit unserem langjährigen Kunden

Kicherer gewährleisten.“ 2

40 Stahlreport 9|17


Willi Krohn Handelsgesellschaft setzt auf GWS

Neues ERP-System bindet Biegerei

problemlos ein

Branchenlösungen für eNVenta ERP weiterentwickelt

Neue ERP-Funktionen für

Stahlhändler und Biegerein

Das Softwarehaus Nissen & Velten hat seine Branchenlösungen für

den Stahlhandel und für Biegereien auf der Basis der Unternehmenssoftware

eNVenta ERP weiterentwickelt. Stahlhändlern

und Biegereien kommt eine Reihe neuer Feature zugute – unter

anderem wird die Produktion von Bewehrungskörben unterstützt.

Eine reibungslose Umstellung und ein Budget,

das unter der ursprünglichen Planung blieb – wenn Thorsten

Flasch, Geschäftsführer der Willi Krohn Handelsgesellschaft

mbH, an die Einführung von gevis ERP | NAV

zum 1. Februar 2016 denkt, schaut er zufrieden zurück.

Im schleswig-holsteinischen Itzehoe ansässig, ist die

Willi Krohn Handelsgesellschaft mbH ein mittelständisches

Unternehmen, das in der vierten Generation im

Stahlhandel tätig ist. Als klassischer Stahlhandel zählen

Stab- und Formstähle sowie Betonstahl und Rohre zum

Sortiment, weiter wird mit einem breiten Sortiment an

Bauzubehör gehandelt. Ein umfassendes Dienstleistungspaket

ergänzt das Portfolio des Unternehmens.

Die Softwareprodukte für den

Stahlhandel von Nissen & Velten

kombinieren heute einen breiten

Funktionsumfang mit einer nahtlosen

Integration in die Warenwirtschaft

und das Rechnungswesen von

eNVenta ERP. Darüber hinaus können

Stahlhändler, welche weitere

Produktsegmente wie Werkzeuge,

Beschläge, Bauelemente, Baustoffe

oder SHK-Artikel im Portfolio haben,

ihr gesamtes Geschäft in einem integrierten

ERP-System ohne wartungsintensive

Schnittstellen abdecken.

Produktion von Bewehrung s -

körben wird unterstützt

Bei der Erstellung von Bauwerken

auf nicht ausreichend tragfähigem

Grund kommen Bohrpfähle bei der

Gründung des Fundaments zum Einsatz.

Die Branchenlösung eNVenta

Biegerei unterstützt jetzt die Produktion

der Bewehrungskörbe für Bohrpfähle.

Dazu gibt es die neue Funktion

Element-Biegeplan. Vergleichbar

mit einer Produktionsstückliste, werden

die Biegepläne aller Bestandteile

eines Bohrpfahls einem Element zugeordnet.

Auch der Etikettendruck

wurde entsprechend angepasst, um

alle Etiketten eines Elements mit

einem Klick drucken zu können. Beim

Generieren eines entsprechenden

Auftrags werden die Materialien abgebucht

und der Bestand auf dem Element

aufgebucht. Mit der Auslieferung

eines Elements, also etwa eines

Bewehrungskorbs, werden die Men-

gen mit der normalen Auftragslogik

von eNVenta ERP ausgebucht.

Scannereinsatz integriert

Im Stahlhandel werden die meisten

Artikel als Stücke oder Bunde geführt.

Um die Warenbewegungen im Stahlhandel

noch genauer erfassen zu

können, hat Nissen & Velten eine

Scanner-Lösung eingeführt, die mit

der Stücklogik der Branchenlösung

eNVenta Stahl arbeitet. Konkret können

so Stahllieferungen am Abladeplatz

exakt erfasst und der Materialstrom

im Unternehmen fortlaufend

verfolgt werden.

Mit der Lösung lassen sich Aufträge

kommissionieren und Stücke

zuteilen. Auch lassen sich für Stücke

und Bunde Lagerplätze hinterlegen

und ändern. Gebinde lassen

sich splitten und dafür automatisch

neue Etiketten ausdrucken. Umlagerungen,

etwa in ein automatisches

Kassettenlager, lassen sich so ebenfalls

erfassen.

Der Lagerbestand in Form der

aktuell vorliegenden Stücke mit

Maßen und Gewichten ist so jederzeit

auf dem aktuellen Stand. Für

den eNVenta-Einsatz auf Scannern

sind vergünstigte Software-Lizenzen

für „Scanner-Benutzer“ verfügbar.

2

[ Kontakt ]

Nissen & Velten Software GmbH

78333 Stockach

www.nissen-velten.de

Tel. +49 7771 879-0

Je nach Kundenwunsch werden in der eigenen Biegerei

Betonstahl und Baustahlmatten bearbeitet und kommissioniert,

in der Schlosserei Anarbeitungen wie

Sägen und Schweißen vorgenommen und auf Wunsch

mit dem eigenen Fuhrpark pünktlich auf die Baustellen

geliefert.

Um die administrativen und kaufmännischen Aufgaben

schneller und mit weniger Aufwand abwickeln zu können,

startete das Unternehmen 2014 mit der Suche

nach einem neuen ERP-System, das das seit mehreren

Jahren genutzte SANGROSS ablösen sollte. „Da wir nur

noch im Stahlbereich unterwegs sind, war es Zeit, uns

IT-seitig neu aufzustellen“, berichtet Thorsten Flasch.

Als neuer Partner wurde am Ende die GWS mit ihrem

System gevis ERP | NAV gewählt. Das hatte neben der

grundsätzlich überzeugenden Funktion der Software

und der großen Anwenderzahl mehrere Gründe, so der

Stahlhändler. Entscheidend für das Stahlhandelsunternehmen

sei die vorhandene Schnittstelle zur in der

Biegerei genutzten IT der Firma SBH (Softwarebüro

SBH Datensysteme) gewesen. Deren Lizenz konnte

ohne Veränderung weiter genutzt werden.

Überzeugen konnte die GWS zudem mit einem Cloud-

Konzept. Dieses sorgt heute dafür, dass gevis ERP

sowie die gesamten Daten im Rechenzentrum der

BauXpert GmbH in Bad Bramstedt hinterlegt sind.

Flasch: „Durch die Auslagerung sind wir komplett von

Themen wie Verfügbarkeit, Updates und Sicherheit befreit.

Wir können uns somit ganz auf unser Kerngeschäft,

nämlich den Stahlhandel, konzentrieren.“

[ Kontakt ]

GWS Gesellschaft für

Warenwirtschafts-Systeme mbH

48155 Münster

+49 251 7000-02

www.gws.ms

Stahlreport 9|17

41


BDS

Research

Neueste Zahlen aus dem Bereich Research

Erfreuliche Halbjahresbilanz

Nach einem mengenmäßig vernünftigen Start in das Jahr 2017 im Januar und Februar konnte im März

ein ungewöhnlich hoher Lagerabsatz erzielt werden. Nach einem etwas bescheideneren, durch die

Osterferien geprägten April folgte dann wieder ein sehr starker Mai und ein ordentlicher Juni. Der Ende

2016 gestartete Preisaufbau hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2017 fortgesetzt und dann eine

Pause eingelegt, um im Sommer wieder einzusetzen.

Foto: privat

Jörg Feger, Bereichsleiter

Research im

Bundesverband

Deutscher Stahlhandel

(BDS), berichtet

zusammenfassend

angesichts der ihm

bis Juni 2017 vorliegenden

Zahlen. Wie

üblich, hat er seinen

monatlichen und

kommentierenden

Bericht anhand der

Kriterien Lagerabsatz,

-bestand,

-reichweite und

-verkaufspreise

gegliedert.

Lagerabsatz

Im Januar und Februar wurden

jeweils etwas mehr als 900.000 t.

Walzstahlfertigerzeugnisse abgesetzt.

Das Geschäft im März profitierte

nicht nur von einer guten

Beschäftigungslage der Kunden, sondern

auch von satten 23 Arbeitstagen.

Es wurden 1,06 Mio. t. abgesetzt.

Dies ist ein Volumen, das

letztmals im Mai 2011 erreicht wurde.

Die Ausgleichsbewegung folgte dann

im April mit Ostern, lediglich 18

Arbeitstagen und einem Absatz von

knapp 860.000 t.

Trotz der Feiertage konnten im

Mai knapp über 1 Mio. t. abgesetzt

werden. Mit 20 Arbeitstagen verlief

auch der Juni recht ordentlich. Knapp

960.000 t wurden abgesetzt.

Besonders dynamisch verliefen

im ersten Halbjahr 2017 die Lagerabsätze

bei Betonstahl sowie Bandblech

und oberflächenveredeltem

Blech. Das Geschäft bei Trägern,

Stabstahl und Quartoblech gestaltete

sich hingegen schwächer als in

der ersten Jahreshälfte 2016.

Insgesamt wurde bei Walzstahlfertigerzeugnissen

in den ersten sechs

Monaten des Jahres 2017 knapp 3 %

mehr Menge als im Vorjahreszeitraum

abgesetzt.

Lagerbestand

Nach dem üblichen Lagerabbau zum

Jahresende 2016 legten die Lagerbestände

im Januar und bei den

meisten Produkten auch im Februar

2017 spürbar zu. Schon im März

kam es zu einem Lagerabbau, der

sich in den Folgemonaten fortsetzte.

Ende Juni wurden von der deutschen

Stahldistribution 2,34 Mio. t.

Walzstahlfertigerzeugnisse bevorratet.

Dies sind knapp 3 % weniger

als vor zwölf Monaten gemeldet

wurde.

Lagerreichweite

Recht gute Lagerabsätze und sinkende

Bestände führen zu einer vergleichsweise

niedrigen Lagerreichweite.

Sie lag im Juni bei 2,4 Monaten

bzw. 72 Tagen und damit im Bereich

des Vorjahreswerts (vgl. Abb. 1).

Lagerverkaufspreise

Den Angaben des BDS-Marktinformationsverfahrens

für durchschnittliche

Verkaufspreise im kleinlosigen

Bereich zufolge setzte sich der

starke Preisanstieg, der am Ende des

Jahres 2016 angefangen hatte, im

ersten Quartal 2017 fort. Dieser fiel

bei Flachprodukten sowie Quadratund

Rechteckrohren noch deutlich

ausgeprägter aus als bei Langprodukten.

Im Laufe des Frühjahrs ebbte

dieser Preisauftrieb von Produkt

zu Produkt unterschiedlich ab und

es wurden auch wieder fallende

Preise im Markt festgestellt. Im Sommer

wurden konnten dann wieder

Preissteigerungen verzeichnet werden

(vgl. Abb. 2 und 3). 2

[ Info ]

Fragen zu den genannten statistischen

Größen beantwortet im Bundesverband

Deutscher Stahlhandel (BDS) Jörg Feger,

Bereichsleiter Research:

Feger-BDS@stahlhandel.com

42 Stahlreport 6|17


Quelle Bild 2 u. 3: BDS Quelle: Statistisches Bundesamt/BDS

lagerAbsatz und Lagerreichweite der Stahldistribution Abb. 1

140

120

100

80

60

40

20

0

Preisentwicklung bei Langprodukten Abb. 2

160

150

140

130

120

110

100

90

Index (Januar 2010 = 100)

Formstahl Breitflanschträger Stabstahl Betonstahl in Stäben Betonstahlmatten

Preisentwicklung bei Flachprodukten und Rohren Abb. 3

Index (Januar 2010 = 100)

150

140

130

120

110

100

90

80

n Absatzindex (2007 = 100)

n Lagerreichweite in Tagen

200

180

106

160

99 99 101 96

91 92 140

89 90 92

85 90 93 90

92 92 86

120

68

100

81 84 78 78 81 72 84 78 72 78 69 99 78 81 69 84 72 72

80

60

40

20

0

Ø

2013

Ø

2014

Ø

2015

Ø

2016

Ø

2016

Juni

2016

Juli

2016

Aug.

2016

Sep.

2016

Okt.

2016

Nov.

2016

Dez.

2016

Jan.

2017

Feb.

2017

Mär.

2017

Apr.

2017

Mai

2017

Juni

2017

1. Q. 2010

2. Q. 2010

3. Q. 2010

4. Q. 2010

1. Q. 2011

2. Q. 2011

3. Q. 2011

4. Q. 2011

1. Q. 2012

2. Q. 2012

3. Q. 2012

4. Q. 2012

1. Q. 2013

2. Q. 2013

3. Q. 2013

4. Q. 2013

1. Q. 2014

2. Q. 2014

3. Q. 2014

4. Q. 2014

1. Q. 2015

2. Q. 2015

3. Q. 2015

4. Q. 2015

1. Q. 2016

2. Q. 2016

3. Q. 2016

4. Q. 2016

1. Q. 2017

2. Q. 2017

1. Q. 2010

2. Q. 2010

3. Q. 2010

4. Q. 2010

1. Q. 2011

2. Q. 2011

3. Q. 2011

4. Q. 2011

1. Q. 2012

2. Q. 2012

3. Q. 2012

4. Q. 2012

1. Q. 2013

2. Q. 2013

3. Q. 2013

4. Q. 2013

1. Q. 2014

2. Q. 2014

3. Q. 2014

4. Q. 2014

1. Q. 2015

2. Q. 2015

3. Q. 2015

4. Q. 2015

1. Q. 2016

2. Q. 2016

3. Q. 2016

4. Q. 2016

1. Q. 2017

2. Q. 2017

Quartoblech Bandblech Kaltgewalztes Blech OV Blech Quad. & RE-Rohr Nahtloses Rohr

Absatz und Lagerreichweite

der

Stahldistribution

Preisentwicklung

bei Langprodukten

Preisentwicklung bei

Flachprodukten und

Rohren

Stahlreport 6|17

43


XXXXXXXXXX BDS

XXXXX Recht/Berufsbildung/Kommunikation

Bezeichnung A XXXXX |

Antidumping – Bestimmte korrosionsbeständige Stähle mit Ursprung in der VR China

Vorläufiger Antidumpingzoll und

Aufhebung der zollamtlichen Erfassung

Die EU-Kommission führt mit Wirkung vom 11.8.2017 einen vorläufigen Antidumpingzoll für die Dauer

von sechs Monaten auf die Einfuhren flachgewalzter Erzeugnisse aus Eisen oder nicht legiertem Stahl;

aluminiumberuhigt; schmelztauchbeschichtet mit Zink und/oder Aluminium, jedoch nicht mit anderen

Metallen; chemisch passiviert; mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,015 GHT bis 0,170 GHT, einem

Aluminiumgehalt von 0,015 GHT bis 0,100 GHT, einem Niobgehalt von 0,045 GHT oder weniger, einem

Titangehalt von 0,010 GHT oder weniger sowie einem Vanadiumgehalt von 0,010 GHT oder weniger;

aufgerollt, als auf Länge zugeschnittene Bleche und als Schmalband („narrow strip“) angeboten.

Von der Maßnahme nicht

betroffen sind Erzeugnisse aus nicht

rostendem Stahl, aus Silicium-Elektrostahl

und aus Schnellarbeitsstahl

sowie nur warm- oder nur kaltgewalzte

Erzeugnisse.

Die betroffene Ware wird derzeit

unter den KN-Codes ex 7210 41 00,

ex 7210 49 00, ex 7210 61 00,

ex 7210 69 00, ex 7212 30 00,

ex 7212 50 61, ex 7212 50 69,

ex 7225 92 00, ex 7225 99 00,

ex 7226 99 30 und ex 7226 99 70

(TARIC-Codes: 7210410020,

vorläufige Antidumpingzollsätze

7210490020, 7210610020,

7210690020, 7212300020,

7212506120, 7212506920,

7225920020, 7225990022,

7225990035, 7225990092,

7226993010, 7226997094)

eingereiht und hat ihren Ursprung

in der Volksrepublik China.

Für die betroffene und von den

nachstehend aufgeführten Unternehmen

hergestellte Ware gelten folgende

vorläufige Antidumpingzollsätze

auf den Nettopreis frei Grenze

der Union, unverzollt (siehe Tabelle).

Unternehmen Vorläufiger TARIC-

Zollsatz (in%) Zusatzcode

Hesteel Co., Ltd Handan Branch 23,5 C227

Handan Iron & Steel Group Han-Bao Co., Ltd 23,5 C158

Hesteel Co., Ltd Tangshan Branch 23,5 C159

Tangshan Iron & Steel Group High Strength Automotive Strip Co., Ltd 23,5 C228

Beijing Shougang Cold Rolling Co., Ltd 17,2 C229

Shougang Jingtang United Iron and Steel Co., Ltd 17,2 C164

Zhangjiagang Shagang Dongshin Galvanized Steel Sheet Co., Ltd 28,5 C230

Zhangjiagang Yangtze River Cold Rolled Sheet Co., Ltd 28,5 C112

Andere, im Anhang der Verordnung aufgeführte mitarbeitende Unternehmen 23,4 C231

Alle übrigen Unternehmen 28,5 C999

Quelle: GTAI und Durchführungsverordnung (EU) 2017/1444 der Kommission vom 9.8.2017 zur Einführung

eines vorläufigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter korrosionsbeständiger Stähle mit Ursprung in

der Volksrepublik China; ABl. L 207 vom 10.8.2017, S. 1.

Für die Anwendung der unternehmensspezifischen

Zollsätze muss

den Zollbehörden eine gültige Handelsrechnung

vorgelegt werden. Diese

muss eine Erklärung enthalten, die

von einer dafür zuständigen, mit

Name und Funktion ausgewiesenen

Person des rechnungsstellenden

Unternehmens datiert und unterzeichnet

wurde und deren Wortlaut

wie folgt lautet:

„Der/Die Unterzeichnete versichert,

dass die auf dieser Rechnung

aufgeführten und zur Ausfuhr in die

Europäische Union verkauften [Mengenangabe]

[betroffene Ware] von

[Name und Anschrift des Unternehmens]

([TARIC-Zusatzcode]) in [betroffenes

Land] hergestellt wurden

und dass die Angaben auf dieser Rechnung

vollständig und richtig sind.“

Wenn eine solche Handelsrechnung

nicht vorgelegt werden kann,

findet der für alle übrigen Unternehmen

geltende Zollsatz Anwendung.

Die Überführung der betroffenen

Ware in den zollrechtlich freien Verkehr

in der Union ist von der Leistung

einer Sicherheit in Höhe des

vorläufigen Zolls abhängig.

Mit der Einführung des Antidumpingzolls

wird die zollamtliche

Erfassung der Einfuhren gemäß Artikel

1 der Durchführungsverordnung

(EU) 2017/1238 eingestellt.2

44 Stahlreport 9|17


Aktualisierte Planung

BDS-Veranstaltungen

In diesem Herbst wird das BDS-

Veranstaltungsprogramm – teilweise aber

anders als angekündigt – fortgesetzt. Die

Aktualisierungen betreffen die Verkaufsseminare.

Planmäßig dagegen geht es in den folgenden

Veranstaltungen um Produkte und

Werkstoffe:

z Edelstahlrohre, Monschau, 9.-10.10.17

z Nichtrostende Stähle, Aachen,

16.-17.10.17

z Betonstahl, Kehl, 7.-8.11.17

Die Veränderungen beziehen sich auf die

vorgesehenen Verkaufsveranstaltungen, zu

denen nur ein Termin realisiert werden

kann: 25.-26.10.17 in Nürnberg. Werner

Möstl als Trainer wird dann erläutern, wie

„Mehr Aufträge durch professionelle Angebotsverfolgung

und effektive Preisverhandlung“

erreicht werden können. Er stellt

dabei aber auch inhaltliche Verbindungen

zur Neukundengewinnung und zum Management

von Anfragen her, die bei den ursprünglich

vorgesehenen Septemberveranstaltungen

in Norderstedt hätten behandelt

werden sollen. Zum Veranstaltungsprogramm

des Bundesverbands Deutscher

Stahlhandel (BDS) gehört im Herbst außerdem

eine Präsenzveranstaltung des 20.

Jahrgangs im Fernstudium. Die Gruppe absolviert

in Rösrath bei Köln vom 25.-

30.11.17 zunächst die Zwischenprüfung

Wirtschaft und dann ihr Methodenseminar.

Beim BDS für Auskünfte und Anmeldungen

im Veranstaltungsbereich zuständig ist

Beate Wynands: Wynands-BDS@stahlhandel.com.

Neue BDS-Mitglieder

Der Bundesverband Deutscher Stahlhandel freut sich über neue Mitglieder, die in den

vergangenen Wochen aufgenommen werden konnten:

z BK Stahlhandel GmbH, Schoßbergstr. 18, 65201 Wiesbaden-Schierstein

z Biechele Stahl und Eisenwaren GmbH & Co. KG, Kapuziner Str. 12,

88400 Biberach a.d. Riß,

z Kremer Glismann GmbH & Co. KG, Kleine Gärtnerstr.18, 25355 Barmstedt

z O.R.I Martin Deutschland GmbH, Schifferstr. 20-22, 47059 Duisbrug

z Stahl + Plastic Flanschen Witte GmbH, Gottlieb-Daimler-Str. 2, 59439 Holzwickede

z Witte Tube & Pipe Systems GmbH, Schafjückenweg 5, 26180 Rastede

z Otto Zickwolff GmbH, Untertürkheimer Str. 11, 66117 Saarbrücken

Neue Firmenkonstellationen

Drei Unternehmen haben dem Bundesverband Deutscher Stahlhandel neue Firmenkonstellationen

mitgeteilt:

z Nach über 33 Jahren Firmengeschichte sind im August die Stahlflanschen Scheibe GmbH

und ihre Tochter CARO-Supersan Installationstechnik GmbH auf die CaroScheibe GmbH

verschmolzen worden. Sie hat ihren Hauptsitz in 30179 Hannover.

z Bereits im Juli hat sich die Stahlpartner Taunus GmbH in StahlPartner Mitte GmH, umfirmiert

und so ihre neue strategische Ausrichtung dokumentiert. Sitz des Unternehmens

ist35781 Weilburg.

z Nach dem Tod von Seniorchef Hellmuth Thiermann hat die Thiermann Beteiligungsgesellschaft

mbH seine Nachfolge als Komplementär angetreten. Aus der August Thiermann KG

ist so im Juni die August Thiermann GmbH & Co. KG geworden. Sitz des Unternehmens ist

88239 Wangen im Allgäu geblieben.

Neue Unternehmens anschriften

Zwei Unternehmen haben dem Bundesverband Deutscher Stahlhandel neue Anschriften

mitgeteilt:

z Die JHG Juchheim Handels GmbH, Stahlhandel – Industrieerzeugnisse, ist jetzt in der

Ludwigshafener Str. 4 beheimatet, in 68766 Hockenheim-Talhaus.

z Die neue Rechnungsanschrift der TRD-Tech Resource Deutschland GmbH lautet:

Bredenstr. 11, 28195 Bremen.

Internationale Fachmesse

für Blechbearbeitung

07. – 10.11. 2017

STUTTGART

Blechbearbeitung

im Weltformat

Die 13. Blechexpo bildet mit über 1.200

Ausstellern aus ca. 35 Nationen das aktuelle

Weltangebot an Produkten und

Lösungen für die industrielle Bearbeitung

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Internationale Fachmesse für

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Stahlreport 9|17

45

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Verbände

und Politik

Berichte/Nachrichten

Der BGA bewertet zur Bundestagswahl

Parteiprogramme unter der Lupe

Eindeutig zugunsten der FDP gehen die Beobachtungen aus, die der BGA im Vorfeld der Bundestagswahl

am 24.9.17 anhand von Parteiprogrammen angestellt und im Observer 2017 auf 40 Seiten zusammengefasst

hat (www.bga.de). Unter die Lupe genommen wurden die politischen Ansagen im Hinblick

auf einen attraktiven Wirtschafts-, Investitions- sowie Beschäftigungsstandort und damit auch die

Grundlage für soziale Sicherheit.

40 Seiten umfasst

der Observer 2017,

mit dem der BGA die

Wahlprogramme der

Parteien unter die

Lupe genommen hat.

Quelle: BGA

z Die CDU/CSU schafft mit ihrem

Wahlprogramm neun von 24 möglichen

Punkten. Oft fehle es dem

Programm an der notwendigen Konsequenz,

oder es bleibe äußerst

vage, wie bei der Ankündigung

eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes.

Hingegen drohe beispielsweise

mit der Einführung eines

Anspruchs auf befristete Teilzeit

eine echte Kröte für die Unternehmen.

z Nur vier Punkte erreicht bei diesem

Vergleich die SPD, die ihren

Wahlkampf ausschließlich auf

Gerechtigkeit abstelle. Das sei viel

zu wenig, denn vor dem Umverteilen

komme das Erwirtschaften –

und da habe die SPD wenig oder

sogar die falschen Rezepte anzubieten.

Dazu zählten insbesondere

teure Leistungsausweitungen, aber

auch ein Steuerkonzept, das lediglich

die eigene Klientel entlaste.

z Das Programm der FDP hingegen

sei klar wachstumsorientiert und

erreicht nicht nur 19 Punkte, sondern

stehe auch an der Spitze in

den einzelnen Politikfeldern – und

zeige damit echte Alternativen zum

derzeitigen Politikkurs auf.

z Wenig Licht und viel Schatten finde

sich hingegen bei den Grünen. Das

Bekenntnis zu Europa und zum

regelgebundenen Außenhandel

sichere ihnen gerade einmal zwei

Punkte. Sie haderten weiter damit,

die wirtschaftlich relevanten Themen

ins Zentrum ihrer Überlegungen

zu stellen bzw. zielten insbesondere

übermäßig auf den Staat

und zusätzliche Regulierung ab.

z Das Schlusslicht bilden, weit abgeschlagen,

die Parteien am äußeren

Rande, egal ob am rechten oder am

linken.

„Um es klar zu sagen: Die deutsche

Wirtschaft dient dem Menschen. Die

Renten, Sozialversicherungssysteme

und Krankenversicherung, das alles

können wir nur halten, wenn wir

auch morgen erfolgreich in den Weltmärkten

tätig sind. Umso wichtiger

ist es, die politischen Rahmenbedingungen

derart zu gestalten, dass die

Unternehmen sich im weltweiten

Wettbewerb auch morgen noch

behaupten können. Denn lahmt die

Konjunktur, sind die sozial Schwachen

die ersten, die das zu spüren

bekommen. Deshalb dürfen wir die

Grundlagen für ein funktionierendes

Unternehmertum nicht weiter

vernachlässigen“, warnte Anton F.

Börner, Präsident des Bundesverbands

Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistung e.V. (BGA). 2

46 Stahlreport 9|17


Politik und Technik zum Leichtbau

Papier und Projekt

Damit Deutschland auf diesem Gebiet Leitanbieter wird, soll der Leichtbau in der neuen Legislaturperiode

eines der zentralen industrie- und innovationspolitischen Themen werden. Die deutsche Industrie

hat deshalb ein branchen- und werkstoffübergreifendes Positionspapier entwickelt. Unterdessen

ist im Juli das Konsortium „Initiative Massiver Leichtbau Phase III“ an den Start gegangen.

Die Autoren des Positionspapiers

„Deutschland muss Leitanbieter

werden“, das von 16 Industrieverbänden

unterzeichnet worden ist,

suchen proaktiv den Austausch mit

den und die Unterstützung der Ministerien

sowie auf politischer Ebene

insgesamt.

Die Unterzeichner sind sich sicher,

so die beteiligte Wirtschaftsvereinigung

Stahl im Juli in einer

Presseerklärung, dass eine enge Zusammenarbeit

von Politik, Wissenschaft,

Gewerkschaften und Wirtschaft

große Chancen eröffnet: So

könnten bestehende hochwertige Industriearbeitsplätze

gesichert und

neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Denn ein konsequenter und

nachhaltiger Ausbau der am Standort

Deutschland vorhandenen Leichtbaukompetenzen

sichere die Wettbewerbs-

und Zukunftsfähigkeit der

klassischen Industriebranchen.

Zudem trage die Schlüsseltechnologie

Leichtbau zu mehr Umweltschutz

und Ressourceneffizienz bei.

Ebenfalls im Juli ist das Konsortium

„Initiative Massiver Leichtbau

Phase III“ an den Start gegangen.

Ab sofort widmen sich rund 40 Unternehmen

aus Europa, Asien und

den USA dem Leichtbaupotenzial

von Hybridfahrzeugen und schweren

Lkw in Antriebsstrang, Fahrwerk

und Getriebe. Die Studienergebnisse

sollen im Frühsommer 2018

vorliegen.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

2013 hatten sich zunächst 24 Unternehmen

der Massivumformung und

der Stahlherstellung in der „Initiative

Massiver Leichtbau“ zusammengeschlossen,

um aufzuzeigen, welche

Beiträge die Massivumformung

zum automobilen Leichtbau leistet.

Bei den erfolgreich optimierten Bauteilen

eines Mittelklasse-Pkw in Projektphase

I konnten die Leichtbauideen

das Gewicht um durchschnittlich

10 % senken und 42 kg Gewicht einsparen.

Bei einem leichten Nutzfahrzeug

in Projektphase II waren es 99 kg.

„Wir haben gezeigt, dass moderne

Stahlwerkstoffe in der Schmiedetechnologie

einen entscheidenden Beitrag

zu den Leichtbauanforderungen

der Fahrzeugindustrie leisten. Beide

Studien belegen, dass neue Ideen

ganz handfeste Wettbewerbsvorteile

gegenüber konkurrierenden Fertigungsverfahren

und Werkstoffen

schaffen“, so Dr. Thomas Wurm, Leiter

Technische Kundenberatung und

Anwendungsentwicklung bei der

Georgsmarienhütte GmbH sowie Sprecher

für die Stahlhersteller. Die Zusammenarbeit

der Initiative unter Federführung

des Industrieverbands

Massivumformung e. V. und des Stahlinstituts

VDEh wird nun in der Projektphase

III weitergeführt.

2015 war zudem ein durch das

Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie (BMWi) gefördertes Forschungsvorhaben

mit zehn Instituten

und Lehrstühlen gestartet, um

mithilfe neuer Stahlwerkstoffe sowie

Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden

den Antriebsstrang

von Automobilen noch leichter zu machen

und trotzdem höchste Lebensdauererwartungen

zu erfüllen. 2

Rund 40 Unternehmen

erforschen derzeit

gemeinsam, wie

massivumgeformte

Bauteile aus Stahl

im Fahrzeugbau

innovativ eingesetzt

werden können.

Stahlreport 9|17

47


Verbände

XXXXXXXXXX

und Politik

Berichte/Nachrichten

Foto: Stahl-Zentrum/Mourad ben Rhouma

Traditionelles Branchentreffen: Jahrestagung Stahl

Barrieren überwinden

Jahrestagung Stahl 2017

„Barrieren überwinden“ wollen das

Stahlinstitut VDEh und die Wirtschaftsvereinigung

Stahl mit ihrer diesjährigen internationalen

Jahrestagung am 9.11. in Düsseldorf,

die eben diesen Titel trägt. Deutlich

werden soll auf diese Weise, welche aktuellen

Herausforderungen in der Industrie gelöst

werden müssen, um Perspektiven zu

entwickeln.

Im Programm vorgesehen sind – neben Mitgliederversammlungen

(17 Uhr) und dem

Stahltreff (18 Uhr) – nach der Eröffnung (10

Uhr) vormittags ab 11:30 Uhr und am Nachmittag

ab 14:30 Uhr insgesamt sechs Stahl-

dialoge zu den folgenden Themen:

z Effizienz bei der Eisen- und Stahlerzeugung

z Globalisierung auf dem Prüfstand – Chancen

und Gefahren für die stahlbasierten

Wertschöpfungsketten

z Nachhaltigkeit in der Stahl-Wertschöpfung

z Europäische Industriepolitik und die Zukunft

der Stahlindustrie

z Ingenieurnachwuchs für die Stahlindustrie

z Innovative Stahlanwendungen im Automobilbau

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es im Netz unter

www.stahl2017.de.

Nichtrostend: Bauaufsichtliche

Zulassung

Die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei

hat die neue ABZ Z-30.3-6 herausgegeben.

Die Geltungsdauer dieser allgemeinen

bauaufsichtlichen Zulassung für Erzeugnisse,

Verbindungsmittel und

Bauteile aus nichtrostenden Stählen vom

22.4.14 war am 1.5.17 ausgelaufen. Sie

wurde nun vom Deutschen Institut für

Bautechnik aktualisiert und bis zum

1.5.22 verlängert. Die Aktualisierung der

Zulassung mit gleicher Nummer und gleichem

Gegenstand reduziert die Regelungen

zu Werkstoffauswahl und Bemessung

auf Verweise zur DIN EN 1993-1-4 (Eurocode

3). Die Aussagen beispielsweise zu

Verbindungsmitteln und Kaltverfestigungsstufen

sowie zur Ausführung, insbesondere

zum Schweißen und Korrosionsschutz,

werden aber wie bisher

zugelassen fortgeschrieben.

[ Info ]

Die ABZ kann als Download oder als

gedrucktes Einzelexemplar kostenfrei

abgerufen werden: info@edelstahl-rostfrei.de,

www.edelstahl-rostfrei.de/Publikationen/

ISER-Publikationen

Vielfalt des Handels

Kongress und Ausstellung in Berlin

„Handel & Politik im Dialog“ ist nur

eines der vielfältigen Veranstaltungsmuster

des Deutschen Handelskongresses, zu dem

der HDE für den 15./16.11.17 nach Berlin einlädt.

Außerdem findet dort auch die RETAIL

WORLD 2017 statt. Interessant dürfte auch

sein, wie sich die Aufgabenteilung zwischen

Einzel- und Großhandel in Zeiten der Digitalisierung

weiter verändert. (Vgl. 5/17, S. 43)

Der schon traditionelle Dialogversuch zwischen

Handel und Politik ist für den Handelsverband

Deutschland (HDE) in diesem

Jahr besonders herausfordernd, weil – dann

kurz nach der Bundestagswahl – in der gegenwärtigen

Vorbereitungszeit die dann

wichtigen Akteure zum Teil noch gar nicht

bekannt sind. Angefragt ist aber schon einmal

Martin Schulz – als SPD-Parteivorsitzender.

Sicher besetzt sind allerdings Positionen

auf der Handelsseite – so

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Und

auch die Fernsehjournalistin bzw. -moderatorin

Dunja Hayali wird wieder durch das

Programm führen.

Das greift im Plenum u.a. folgende Themen

auf:

z Handel 2017/2018 – Zahlen.

z Daten. Fakten. Und: Was treibt die Branche?

z Digitale Herausforderung – Für Unternehmen

und Mitarbeiter

z Start-Up Power für den Handel – Innovation

und Inspiration für die Branche

Sessions gibt es z.B. außerdem zu Themen wie:

z Transformation zum Digitalen Händler

z Customer Relationship Management

z Handel & Industrie

Im Rahmen der Retail World präsentieren

rund 60 Partner des Handels auf ihren Ausstellungsständen

ihre neuesten Produkte,

Services und Strategien für die Distributionsbranche.

Sie zeigt sich aktuell intensiver

netzt denn je.

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es im Netz unter:

www.handelskongress.de

Grosshandelstag zur

digitalen Disruption

„Digitale Disruption im Großhandel“ ist

die Veranstaltung überschrieben, zu der

vom Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistungen (AGAD) im

Rahmen des 1. Großhandelstages Ruhr

nach Essen eingeladen worden ist. Vorgestellt

werden bei dieser Gelegenheit die

Ergebnisse der bundesweiten Studie „Digitale

Transformation des Großhandels“,

in deren Rahmen der Bundesverband

Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen

(BGA) und das Beratungsunternehmen

Roland Berger 890 deutsche Großhandelsunternehmen

befragt hatten – mit

zum Teil aufrüttelnden Ergebnissen. So

steht auch die Zukunft der gesamten

Großhandelsbranche auf dem Spiel, weil

bzw. wenn Hersteller und Endkunden

konsequent online miteinander verbunden

sind. (Vgl. Heft 6/17, S. 38)

[ Info ]

Weitere Informationen und

Anmeldemöglichkeiten gibt es unter

www.essen.ihk24.de/grosshandelstag

48 Stahlreport 9|17


Hilfe für Ingeneure:

Zusammenarbeit am Bau

Im Rahmen des 28. Deutschen Ingenieurtages

haben bauforumstahl e.V.

(BFS) und der Verein Deutscher Ingenieure

e.V. eine Kooperationsvereinbarung

unterzeichnet. Die Zusammenarbeit

zielt darauf, dass die deutsche Bauwirtschaft

und die dort tätigen Ingenieure

von den Synergien der Kooperationspartner

profitieren. Insbesondere wurden

technisch-wissenschaftlicher Austausch

und wechselseitige Unterstützung vereinbart.

Konkret soll dies durch die inhaltliche

Abstimmung von technischen Publikationen

und Regeln und den Abgleich

oder die gemeinsame Erarbeitung von Positionen

zu politischen, gesellschaftlichen

und gesetzgeberischen Entwicklungen geschehen.

BFS fördert das Bauen mit

Stahl. Die Organisation repräsentiert

rund 500 Mitglieder entlang der gesamten

Prozesskette: Stahlhersteller, Stahlhändler,

Stahlbauer, Zulieferer, Feuerverzinker,

Rohstoffanbieter, Hersteller von

Brandschutzbeschichtungen, Planende

sowie Wissenschaftler.

BME-Symposium:

Mehrwert der Netzwerke

Zum 52sten Male hat der BME zu seinem

Symposium nach Berlin eingeladen. Es

findet in diesem Jahr vom 8.-10.11. statt und

stellt zu globalen Netzwerken die Mehrwertfrage.

Avisierte Themen sind:

z Beschaffungsmärkte im Wirbel der Politik?

Strategien anpassen.

z Neue Rohstoff-Rallye und Währungskapriolen?

Risiken frühzeitig erkennen

z Globalisierung vs. Abschottung? Supply

Chains neu austarieren

z Wertbeiträge des Einkaufs? Spend in Value

umwandeln

z Digitale Transformation des Einkaufs?

Smarte Vernetzung forcieren

z Supply Chains der Zukunft? End-to-End-Integration

schaffen

z Hochleistungsorganisation Einkauf? Mitarbeiter

fordern und fördern

Eine der Keynotes kommt von Prof. Dr.-Ing.

Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender des Vor-

stands der Salzgitter AG: „Trade Wars – Make

trade fair again“. Zu den politischen Referenten,

die für dieses Jahr angefragt sind, gehört

Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Deutschen Bundestages

und Präsident der Europäischen Linken.

Unter den prominenten Vertretern der

Wirtschaft, die referieren, wird auch Dr. Erich

Groher sein, Leiter Kostenmanagement und

Einkauf Deutsche Apotheker und Ärztebank;

außerdem Gabriele Sons, Mitglied des Vorstands

und Chief Human Resources Officer

thyssenkrupp Elevator AG. Das BME Symposium

Einkauf und Logistik gilt als der größte

europäische jährlich stattfindende Kongress

für Einkaufsverantwortliche und Supply Manager.

Über 2.200 Teilnehmern sowie mehr als

120 Partnern und Ausstellern werden Fachkonferenzen,

Workshops, Innovationsforen,

Morning Specials, Solution-Foren sowie u.a.

Round Tables sowie eine kongressbezogene

Messe geboten.

[ Info ]

www.bme-symposium.de

Eisenspäne sind kein

gefährlicher Abfall

Im Streit um die Einstufung von emulsionsbehafteten

Eisenspänen als gefährlicher

Abfall ist es den klageführenden Entsorgungsunternehmen

in der ersten

Jahreshälfte 2017 gelungen, sich in

mündlicher Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht

Sigmaringen gegen drei Verwaltungsakte

des Regierungspräsidiums

Tübingen erfolgreich zur Wehr zu setzen.

Vorausgegangen waren Anordnungen,

wonach Metallspäne als gefährlich eingestuft

worden waren, wenn sie mit Kühlschmierstoffen

behaftet sind. Dr. Rainer

Cosson, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung

Deutscher Stahlrecyclingund

Entsorgungsunternehmen (BDSV),

begrüßte den Ausgang der mündlichen

Verhandlung und zeigte sich zuversichtlich,

dass diese Entscheidung Signalwirkung

auf weitere Problemfälle in anderen

Bundesländern haben wird.

Mehr als nur

ein Loch im Blech

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Stahlreport 9|17

49


Wissenswertes

Nachrichten

Wie die Digitalisierung die Stahlwirtschaft verändert

Produkte und Prozesse

Mit der Digitalisierung wächst die Bedeutung der Werkstoffproduzenten in den stahlbezogenen

Wertschöpfungsketten. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Studie. Die macht zudem

indirekt deutlich, dass insbesondere auch der Stahlhandel von den Veränderungen betroffen

sein wird, und dass es jetzt vor allem auch auf ein geeignetes Berufsbildungskonzept zur Bewältigung

der Herausforderungen zu Produkten und Prozessen ankommt.

Quelle: WV Stahl

Letzteres ergibt sich allein schon

aus der Digitalisierungsdefinition, die

der Studie „Potenziale des digitalen

Wertschöpfungsnetzes Stahl“ der IW

Consult GmbH im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung

Stahl zugrunde

liegt: „Digitalisierung ist die Fähigkeit

der Virtualisierung von realen

Welten“, formulierte Studienleiter und

IW-Geschäftsführer Dr. Karl Lichtblau

auf der Pressekonferenz zur Vorstellung

der Untersuchung, die vernetzte

Informationen im und rund um das

Material in den Blick genommen hatte:

Produkte und Prozesse.

Die Erkenntnisse über die zunehmende

Bedeutung der Stahlindustrie

mit fortschreitender Digitalisierung

basieren auf Untersuchungen von

Unternehmen des Verarbeitenden

Gewerbes, die einen überdurchschnittlichen

Vorleistungsanteil aus

dieser Werkstoffproduktion beziehen.

(Vgl. Abb.) Das analysierte Klientel

macht zudem deutlich, dass die

Stahlindustrie eine der wichtigsten

Quellen von Wissens- und Technolo-

gieimpulsen für die gesamte Wirtschaft

ist.

Dies mit der Folge, dass

z 54 % der Kunden durch die digitalen

Angebote der Stahlindustrie ihre

Produktzyklen verkürzen – Tendenz

stark steigend.

z knapp die Hälfte der Stahlunternehmen

reale Welten bereits heute virtuell

abbilden und damit die Effizienz

bei ihren Kunden erhöhen.

z 12 % der Stahlunternehmen bereits

heute Smart Services anbieten, was

sich in den nächsten fünf Jahren

fast verdoppeln wird.

z 43 % der Unternehmen ihr Produktportfolio

mit digitalen Komponenten

aus der Stahlindustrie erweitern.

Handel nicht einbezogen

Nein, der Stahlhandel „ist in diese

Untersuchungen nicht direkt einbezogen

worden“, betonte Dr. Karl Lichtblau

auf Nachfrage. Allerdings ist die

Distribution indirekt beteiligt gewesen.

Denn diese Branche sei für den

hohen Versorgungsgrad der analy-

Erwartete Bedeutungsentwicklung durch die Digitalisierung

Angaben in Prozent; Die Bedeutung der Stahlindustrie …

Gesamt

KMU

Große

19,2

28,3

32,7

80,8

69,3

n=197 (Kunden der Stahlindustrie); Umsatzgewichtete Ergebnisse

Wird (eher) wichtiger = Summe „wird wichtiger“ und „Wird eher wichtiger“;

Wird (eher) unwichtiger = Summe „Wird unwichtiger“ und „Wird eher unwichtiger“;

KMU = Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern; Große = Unternehmen mit mindestens 250

Mitarbeitern

Studienergebnis: Zunehmende Bedeutung der Stahlindustrie im Wertschöpfungsnetz Stahl.

63,5

2,4

3,7

… wird (eher) wichtiger

… bleibt unverändert

… wird (eher) unwichtiger

sierten Unternehmen mit Stahlprodukten

verantwortlich und an den

entsprechenden Versorgungsprozessen

deshalb überdurchschnittlich

beteiligt gewesen.

Im Übrigen, so argumentierte

Lichtblau weiter, könne niemand die

besondere Affinität des Handels in

Sachen Digitalisierung übersehen.

Beispielweise würden durch punktgenaue

Bestellungen früher übliche Zwischenlagerungen

zunehmend überflüssig.

Im Zuge dieser Entwicklungen

zeige sich auch, dass sich der Trend

in Richtung globaler Lösungen weiterentwickele.

Bildung nicht ausreichend

Die Studie hat zudem deutlich gemacht,

dass die Digitalisierung die bestehenden

Bildungssysteme überfordert.

Nach Angaben von Dr. Karl Lichtblau

besteht deshalb die Gefahr eines ausufernden

Fachkräftemangels.

Begegnet werden müsse dem drohenden

Defizit weniger im akademischen

Bereich als vielmehr in der beruflichen

Bildung. Dort komme es

künftig vermehrt aus die Vermittlung

von Kompetenzen an, die nicht nur

technische Komponenten berücksichtigen.

Ganz wichtig seien soziale und

organisatorische Kompetenzen.

Fazit

Für Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident,

und Dr. Martin Theuringer, Geschäftsführer

der Wirtschaftsvereinigung

Stahl, geht es bei diesen Themen stets

auch um die Frage, ob die Digitalisierung

für die Wertschöpfungsketten

Klebstoff oder Sprengstoff ist. Eine

„Innovationspartnerschaft“ bot Kerkhoff

dazu allen Beteiligten an. 2

50 Stahlreport 9|17


Foto: TU Darmstadt

Finale des Wettbewerbs „Stahl fliegt“

Messehalle zu klein für Sieger-Flieger

Mit einer Spannweite von 360 mm,

einer Länge von 1.150 mm und einem Gewicht

von 391 g ist das Flugobjekt des Sieger-Teams

aus Darmstadt nicht nur der

größte sondern gleichzeitig auch der

schwerste aller Flieger aus Stahl, die beim

Wettbewerb „Stahl fliegt“ in Halle 6 des Düsseldorfer

Messegeländes gegeneinander angetreten

sind. Mehr noch: Bei zwei von fünf

Flügen entpuppte sich die Messehalle 6 als

zu klein, der Flieger stieß an die Hallenwand.

Mit diesen beiden Flügen über 100 bzw.

über 112 m hat sich der „Adler“ aus Darmstadt

aber auch deutlich vor der Konkurrenz

durchgesetzt.

„Vor allem die Stabilität des Fliegers, seine

bessere Hebelwirkung und die Materialqualität

haben uns die entscheidenden Vorteile

gebracht“, erklärt Hilmar Schubert von der

Darmstädter Uni. Gemeinsam mit seinen

beiden Kommilitonen Fridolin Weber und

Hoang-Minh hat er knapp zwei Monate an

dem Stahl-Konstrukt gearbeitet. Der besondere

Clou war außerdem die Verwendung

von Eisenpulver in Kombination mit Epoxidharz.

Auf Platz 2 und 3 folgten ein weiteres

Team der Universität Darmstadt und die

RWTH Aachen.

Der Wettbewerb „Stahl fliegt“ kann auf eine

lange Tradition zurückblicken. Der Düsseldorfer

eingetragene Verein Forschungsvereinigung

Stahl, eine Organisation des ebenfalls

in Düsseldorf ansässigen

Stahl-Zentrums, hat ihn vor 17 Jahren ins

Leben gerufen, um auf besondere Art zu unterstreichen,

dass Stahl der ideale Werkstoff

für Leichtbauanwendungen ist.

Seitdem stellen sich Maschinenbaustudenten

Jahr für Jahr dieser Herausforderung und

entwickeln kreative Stahlflieger. In diesem

Jahr beteiligten sich Studenten von den Universitäten

Aachen, Bremen, Darmstadt,

Dortmund und Kassel an dem Wettbewerb.

Die besondere Herausforderung war es,

Flugkonstruktionen zu entwerfen und zu

bauen, die ohne eigenen Antrieb fliegen.

Ein kurzes Video des diesjährigen Wettbewerbs

ist unter dem Stichwort „Stahl fliegt“

auf Youtube zu finden (Youtube-Kanal des

Stahl-Zentrums).

ZVO-Oberflächentage

in Berlin

Materialbezogene Oberflächengestaltungen

und galvanotechnische Lösungen sind in

praktisch allen Branchen ein Schlüssel für

den erfolgreichen Einsatz von Produkten.

Vor diesem Hintergrund haben sich die

Oberflächentage des Zentralverbands Oberflächentechnik

e.V. (ZVO) als wichtige Informations-

und Kommunikationsveranstaltung

in diesem Bereich etabliert. Der diesjährige

Kongress für Galvano- und Oberflächentechnik

vom 13.-15. 9 in Berlin bietet mit

u.a. insgesamt 85 Vorträgen dazu ein umfassendes

und vielschichtiges Programm.

[ Info ]

Informations- und Anmeldemöglichkeiten gibt

es unter oberflaechentage.zvo.org.

Werkstoffwoche

in Dresden

Um sich über die aktuellen Entwicklungen

im Bereich von neuen Materialien auszutauschen,

treffen sich erwartet rund

1.800 Experten vom 27.-29.9.17 zur

WERKSTOFFWOCHE 2017 in Dresden. Die

sächsische Landeshauptstadt ist nach der

Premiere 2015 zum zweiten Mal Gastgeber

für das vom Stahlinstitut VDEh und

der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde

(DGM) organisierte Treffen. Additivgenerative

Fertigung, Leichtbau und Konstruktionswerkstoffe

sind in diesem Jahr

die Kernthemen. Als wichtigste Zielgruppen

gelten Branchenentscheider und insbesondere

Teilnehmer aus dem Maschinenbau

sowie u.a. aus der Informationsund

Verfahrenstechnik.

[ Info ]

Veranstaltungsdetails und Anmeldemöglichkeiten

gibt es unter www.werkstoffwoche.de.

MBI Stahl Tag

Zum Stahl Tag 2017 hat die Martin Brückner Infosource GmbH Co.

KG (MBI) für den 17. und 18.10.17 nach Frankfurt/Main eingeladen.

„Traditionsgemäß führen … Oliver Ellermann (Vorstand) und Jörg

Feger (Bereichsleiter Research) vom Bundesverband deutscher

Stahlhandel durch das Programm“, heißt es in einer Ankündigung.

z Im Mittelpunkt des ersten Konferenztages, den Dr. Martin Theuringer

als Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl mit dem

Beitrag „Stahlindustrie in Deutschland: Herausforderungen im Außenhandel“

eröffnet, stehen branchennahe Themen u.a. aus der

Türkei, dem Iran, der Volksrepublik China, Großbritannien und aus

Osteuropa. Ferner geht es um Markt- und insbesondere Preisentwicklungen

in Deutschland bzw. bei Rohstoffen.

z Der zweite Tag nimmt von Anfang an insbesondere „Globale Trends

in den Abnehmerindustrien und ihre Auswirkungen auf die Stahlindustrie“

in den Fokus, zu denen Dr. Heinz-Jürgen Büchner von der

IKB deutsche Industriebank AG Stellung nimmt. Ein weiteres Querschnittsthema

an diesem Konferenztag ist die auch in der Stahlindustrie

inzwischen allgegenwärtige Digitalisierung. Schließlich geht

es um die „Aussichten für Stahlpreise in 2018“, zu denen Peter Fertig

Stellung nimmt, MBI-Senior Analyst.

[ Info ]

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter:

konferenzen@mbi-infosource.de.

Stahlreport 9|17

51


XXXXXXXXXX

Wissenswertes

Nachrichten

Digitalisierung im Stahlgeschäft

Neue Branchenstudie erschienen

Einen Überblick zur „Digitalisierung

im Stahlgeschäft“ verspricht die gleichnamige

Branchenstudie von Prof. Dr. Lothar

Grebe, die sein Stahlhandels-Institut in diesem

Sommer auf den Markt gebracht hat –

mit der Schilderung des Eindrucks, dass

noch nicht alle Branchenakteure die entsprechenden

Zeichen der Zeit hinreichend

erkannt haben.

Es gebe unterschiedliche Wege, die Digitalisierung

in den Unternehmen voranzutreiben,

resümiert die Studie. Immer mehr

vernetzte Prozesse im Bereich der Beschaffung,

der Lagerhaltung, der Produktion und

des Vertriebs würden die traditionellen Geschäftsabläufe

übernehmen. Die Schlagwörter

heißen demnach:

z „Cloud Computing“ (Auslagerung der IT-

Anwendungen),

z „Smart Factory“ (vernetzte Produktion),

z „Smart Operations“ (virtualisierte Prozesse

und Steuerungen),

z „Smart Products“ (vernetze Produkte auf

Hersteller-Kunden-Ebene) sowie

z „Smart Services“ (datenbasierte und vernetzte

Dienstleistungen).

Der Schritt in das digitale Zeitalter sichere

den Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit

in den sich wandelnden Märkten, denn die

Digitalisierung sorge für eine nie dagewesene

Transparenz in allen unternehmerischen Belangen,

beschleunige die betrieblichen Prozesse

und erlaube es, auf plötzlich eintretende

Veränderungen flexibel zu reagieren.

[ Info ]

Die Studie wird zu einem Preis von 330 € zzgl.

MwSt angeboten und kann unter

lothargrebe@me.com bezogen werden.

Zellen brauchen Eisen

Zellen, die mit Hilfe der Sonne Sauerstoff

produzieren, brauchen Eisen. Allerdings

befinden sie sich in einem Dilemma: Dreiwertiges

Eisen (Fe3+) und Sauerstoff neigen

dazu, miteinander zu reagieren und

Rost zu bilden, der in einer sauerstoffhaltigen

Umgebung nicht löslich ist. Das derart

gebundene Eisen wäre für den Stoffwechsel

nicht mehr verfügbar. Dagegen

kann zweiwertiges Eisen (Fe2+) mit anderen

Molekülen in der Zelle reagieren, was

zur Bildung freier Radikale führen kann –

Verbindungen, welche die Zelle schädigen

können. Für diese Vorgänge in der Natur

ist Eisen ein potenziell gefährliches Element.

Seine Verfügbarkeit und Konzentration

müssen deshalb ständig kontrolliert

werden. Forschern ist es nun

gelungen, ein Molekül zu identifizieren,

mit dem Cyano-Bakterien das Eisen in

ihren Lebensabläufen steuern. Solche

Einzeller (Blaualgen) besiedeln z.B. Felsen

und sind dort die Grundlage neuen Lebens.

Momentverbinder gegen

Erdbeben

Momentenverbinder aus Stahl stehen für

ein neues Konzept aus dem erdbebensicheren

Bauen. Dabei werden die Einzelteile

eines Gebäudes nicht starr miteinander verbunden

– etwa die Balken in den Decken

mit dem Mauerwerk –, sondern bloß fest

aneinandergepresst. Dafür sorgen Schrauben,

die nach bestimmten Vorgaben angebracht

und angezogen werden. Gibt es ein

Beben ab einer bestimmten Stärke, gleiten

die Verbinder und verbrauchen so die auftretenden

Kräfte als Reibungsenergie – das

Gebäude schwingt zwar, kollabiert aber

nicht. Forscher des Fraunhofer-Instituts für

Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut,

WKI) Braunschweig haben in Kooperation

mit Wissenschaftlern der TU dort und Partnern

aus der Wirtschaft Prototypen solcher

Verbinder entwickelt.

[ Info ]

www.fraunhofer.de/de/presse/

presseinformationen/2017/juli/

erdbebensichere-gebaeude1.html

Grenzen der Windenergie

Auch der Energiegewinnung aus Wind, bei

der Stahl eine wichtige Rolle spielt, sind

Grenzen gesetzt: Große Windparks können

nämlich die Geschwindigkeit des Luftstroms

in einem ganzen Gebiet so verlangsamen,

dass die Ausbeute an den einzelnen

Rotoren um bis zu 80 % zurückgeht. Das

zeigen Modellrechnungen von Wissenschaftlern

des Max Planck-Instituts für Biogeochemie,

die im November 2016 in den

Proceedings of the National Academy of

Sciences veröffentlicht worden sind.

[ Info ]

www.bgc-jena.mpg.de

Tagung: Qualifizierung

und Migration

„Qualifizierungen für Menschen mit Migrationshintergrund:

Anforderungen, Konzepte

und Resultate“ – so ist die Fachtagung betitelt,

zu der die Fachstelle „Beratung und

Qualifizierung“ im Programm „Integration

durch Qualifzierung“ für den 21.9.17 von

10:30 bis 17 Uhr nach Berlin ins dbb forum

einlädt. Das Projekt wird vom Bundesministerium

für Arbeit und Soziales sowie dem

Europäischen Sozialfonds gefördert und in

Kooperation mit dem Bundesministerium

für Bildung und Forschung bzw. der Bundesagentur

für Arbeit umgesetzt.

[ Info ]

Nähere Informationen gibt es unter www.netzwerk-iq.de/facstelle-beratung-und-qualifizierung.html.

[ Info ]

https://idw-online.de/de/news674074

ZWH-Bildungskonferenz

Unter dem Motto „Bildung im Handwerk.

Eine starke Marke.“ findet vom 5.-6.10.17

in Lüneburg die 19. ZWH-Bildungskonferenz

statt. Die Schwerpunktthemen sind

Bildungsmarketing sowie digitales Lernen,

Lehren und Prüfen. Neben Vordenkern

und Vormachern aus dem Handwerk

werden in den sechs Vortragsreihen und

drei Workshops zahlreiche Expertinnen

und Experten aus Wissenschaft und Praxis

aktuelle Trends aus der beruflichen

Aus- und Weiterbildung vorstellen sowie

Lösungen für bekannte Probleme und

neue Herausforderungen präsentieren.

Dabei geht es neben dem Marketing für

Bildungsanbieter vor allem um das Thema

Digitalisierung in der beruflichen Bildung.

Aufgezeigt werden soll, dass digitalisierte

Bildung mehr als nur „Lernen mit Internet“

bedeutet und digitale Prüfungen im

Handwerk schon heute eine echte Option

sind.

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es von der Zentralstelle

für die Weiterbildung im Handwerk

(ZWH): www.die-bildungskonferenz.de

52 Stahlreport 9|17


Biografien 4.0

Bildungskongress der

Bundeswehr

Der inzwischen traditionsreiche

(Aus)Bildungskongress der Bundeswehr findet

in diesem Jahr vom 12.-14.9. unter dem

Titel „,Biographien 4.0 ?! – (Aus)Bildung, Arbeit

und Organisationsentwicklung im Wandel

gestalten“ in Hamburg statt. Im Mittelpunkt

der Tagung mit begleitender

Ausstellung steht die Frage, wie sich der digitale

Wandel auf berufliche Karrieren auswirkt.

Diesem Thema widmet sich deshalb insbesondere

auch die Eröffnungskeynote, wenn

Prof. Dr. Dieter Nittel (Johann Wolfgang

Goethe-Universität Frankfurt/M.) über eine

„Erziehungswissenschaftliche Reflexion

über die Zukunft unserer Bildungsbiographie“

– so der Untertitel – referiert. Sein

Thema „Von der Industriearbeit 4.0 zur Biographie

4.0?“ spannt trotz des Fragezeichens

zu den gesellschaftlichen Veränderungen

durch technische Entwicklungen

einen weiten Bogen. Alle Keynotetitel sowie

die weiteren Programmbeiträge und ergän-

Festlegung erforderlich

Das Berichtsheft kann elektronisch werden

Bei der Digitalisierung der Berufsbildung

ist eine weitere Hürde genommen: In der

Ausbildung kann das Berichtsheft nun schriftlich

oder – alternativ dazu – elektronisch geführt

werden. Die tatsächlich gewählte Form

des Nachweises muss ab dem 1.10.17 im Ausbildungsvertrag

festgehalten werden.

Diese Regelungen u.a. ergeben sich aus Änderungen

im Berufsbildungsgesetz (BBiG)

bzw. in der Handwerkerordnung (HwO),

nachdem zum 5.4.17 das Gesetz zum Abbau

verzichtbarer Anforderungen der Schriftform

im Verwaltungsrecht des Bundes in Kraft getreten

war. Deshalb ist mit diesem administrativen

Schritt insgesamt der Weg frei, elektronische

Berichtshefte und damit

entsprechend systematisierbare Inhalte zu

Beginn sowie auch auf weiteren Stufen der

beruflichen Karriere zu nutzen, um auf dieser

durchgängigen Basis je passende Kompetenzen

zu erwerben.

In Erwartung dieser Entwicklung hatte der

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

(BDS) auf der diesjährigen KWB-Tagung der

zende Informationen finden sich unter

www.ausbildungskongress.org.

z Dabei geht es zum einen um ein wissenschaftliches

Panel, zu dem Vertreterinnen

und Vertreter des akademischen Bereichs

Herausforderungen und Handlungsfelder

identifizieren, um den Fachdiskurs zwischen

diesen Experten und Akteuren des

Bildungswesens zu intensivieren.

z Zum anderen bietet das Panel für öffentliche

Einrichtungen eine Plattform, um Beispiele

aus der Praxis für die Praxis vorzustellen,

zu diskutieren und so Impulse zu

setzen. Ziel der entsprechenden Programmpunkte

ist es, den Transfer von Erkenntnissen

in die eigene Bildungspraxis

zu ermöglichen.

Kaufmännischen Ausbildungsleiter, zu der

gemeinsam mit dem Kuratorium der Deutschen

Wirtschaft für Berufsbildung (KWB)

eingeladen worden war, im April mit dem

Bildungsportal Sachsen GmbH bereits einen

entsprechenden Anbieter präsentieren können.

Andreas Ueberschaer stellte dort das

Berichtsheft BLok vor (6/17, S. 36ff) und

konnte sich bei dem Treffen im Gegenzug

zudem darüber informieren, dass und wie

z für die Zeit ab 2019 an einer neuen Ausbildungsordnung

für künftige Kaufleute im

Groß- und Außenhandel gearbeitet wird

bzw.

z Verbindungen bis hin zur derzeit erfolgenden

Digitalisierung des Fernstudiums des

BDS

hergestellt werden.

Angesichts dieser Perspektiven bleibt die

weitere Digitalisierung der Berufsbildung karrieredurchgängig

ein wichtiges Thema, wenn

auch die einleitend erwähnte Festlegung der

Form des Ausbildungsnachweises für laufende

und bis zum 30.9.17 abgeschlossene

Ausbildungsverträge noch nicht gilt.

Forum: Korrosionsschutz

durch Verpackung

„Korrosionsschutz im Kontext industrieller

Verpackungen“ ist ein Expertenforum

betitelt, zu dem die Antalis Verpackungen

GmbH und Partner für den 14.9.17 in die

Straßenbahnwelt Stuttgart nach Bad

Cannstatt einladen. Ziel der Veranstaltung

ist es, das Phänomen der Korrosion

besser zu verstehen, die Möglichkeiten

zur Verhinderung von Korrosion aufzuzeigen

und zu erläutern, welche Rolle die

richtige Verpackung dabei spielt.

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es unter www.antalis-verpackungen.de.

Oberflächen: Workshop

und Ausstellung

Die Industrieausstellung und Workshop-

Woche V2017 zur Vakuumbeschichtung

und Plasmaoberflächentechnik finden

vom 23.-26.10.17 zeitlich teilweise parallel

in Dresden statt. Geplant sind neben

der zweitägigen Präsentation insgesamt

sechs interdisziplinäre Arbeitsgruppen.

Veranstalterin ist die Europäische Forschungsgesellschaft

Dünne Schichten

e.V.

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es im Netz unter

www.v-workshopwoche.det/v2017.html.

Fachtag Brückenbau

Mit der Entwicklung des Brückenbaus im

21. Jahrhundert beschäftigt sich der vom

Bauforum Stahl veranstaltete Fachtag

Brückenbau am 20.9.17 in Gemünden bei

Würzburg. Die Veranstaltung richtet sich

an alle, die in der Planung, Gestaltung,

Genehmigung und Überwachung von

Brücken tätig sind, an Vertreter der öffentlichen

Hand, Behörden, Investoren,

Architekten, Tragwerksplaner und Prüfingenieure.

Das Themenspektrum der

Tagung umfasst neben dem Fokus auf

Stahl- und Stahlverbundbrücken außerdem

u.a. Building Information Modeling

(BIM), digitale Infrastruktur, dauerhafte

Korrosionsschutzsysteme sowie Pilotprojekte

für neue Montagetechnik.

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es über:

johanna.chiessi@bauforumstahl.de.

Stahlreport 9|17

53


Lifesteel

Berichte/Nachricht

Das neue Produkt ist das

Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen

von SCHÄFER Lochbleche

und der Plan B GmbH. Der Hersteller

von Lochblechen und der Bielefelder

Experte für Backprozess-Optimierung

entwickelten bei ihrem Projekt

in enger Zusammenarbeit eine

schadstofffreie und energiesparende

Lochblechlösung für Bäckereien.

Der Hintergrund

Aluminiumbleche sind für die Herstellung

von Laugengebäck verboten:

Durch die Lauge lösen sich nämlich

während des Backvorgangs

gesundheitsschädliche Aluminiumrückstände

und haften am Backwerk

an. Schäfer Lochbleche und Plan B

entschieden sich deshalb für den

Einsatz von Edelstahllochblechen

mit Wabenlochung, durch welche

die benötigte Hitze bestmöglich verteilt

wird. Durch die 60 % Luftdurchlass

in Verbindung mit dem Material

verkürzt sich die Backzeit damit um

Gelocht und gesund:

Lösung für

Laugengebäck

Gesundheit und Umwelt

Gelochte Backbleche aus Stahl

Gesundheitsgefährdende Rückstände entfernen und gleichzeitig

Energie sparen. Das schaffen im Zusammenhang mit Laugengebäck

gelochte Backbleche von Schäfer, die – im Wettbewerb der

Werkstoffe – aus Stahl statt aus Aluminium gefertigt werden.

10 % und führt zu einer deutlichen

Energieeinsparung.

Bei dem gemeinsamen Prozess

stand die Qualität des Backwerks im

Vordergrund. Das Resultat sind ökonomisch

und ökologisch verbesserte

Backergebnisse, so die Entwickler.

„Abhängig von der Häufigkeit

der Backvorgänge amortisieren sich

die Investitionskosten allein durch

die eingesparte Energie“, sagt Alexander

Toumassian, Leiter Vertrieb

bei Schäfer. „Natürlich hat unsere

Wabenlochung auch andere Vorteile

für den Bäcker. Das Blech ist leichter

und kühlt deutlich schneller ab,

weshalb ein Nachbacken im Vergleich

zu Aluminiumblechen verhindert

wird. Die Feuchtigkeit, die

beim Ausdunsten austritt, kann

durch die Waben außerdem optimal

entweichen. Schließlich ist die Spezialbeschichtung

nicht nur resistent

gegen Lauge, sie ist auch schmutzabweisend

und macht Trennmittel

überflüssig.“

Foto: Schäfer

Impressum

STAHLREPORT

Das BDS-Magazin für die Stahldistribution

Stahlhandel | Stahlproduktion |

Stahlverarbeitung

Offizielles Organ des BDS-Fernstudiums

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Max-Planck-Straße 1

40237 Düsseldorf

Redaktion:

Dr. Ludger Wolfgart (Chefredakteur)

Telefon (02 11) 8 64 97-11

E-Mail: Wolfgart-BDS@stahlhandel.com

Markus Huneke

Telefon (02 11) 8 64 97-24

E-Mail: Huneke-BDS@stahlhandel.com

Anzeigen:

Ksenija Sandek

Telefon (02 11) 8 64 97-21

E-Mail: Sandek-BDS@stahlhandel.com

Verlag:

BDS AG

Max-Planck-Straße 1

40237 Düsseldorf

Telefon (02 11) 8 64 97-0

Telefax (02 11) 8 64 97-22

Layout:

auhage|schwarz, Leichlingen

Druck:

Hellendoorn, Bad Bentheim

Erscheinungsweise: monatlich (10 Hefte/Jahr)

Bezugspreis:

Jährlich 65 € im Inland und 70 € im Ausland

zuzüglich Versandspesen und Mehrwertsteuer.

Abbestellungen sind lediglich unter Einhaltung

einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Jahres -

ende möglich. Für die Mitglieder des BDS und die

Teilnehmer im BDS-Fernstudium ist der Bezug

eines Exemplars der Fachzeitschrift „Stahlreport

im Mitgliedsbeitrag bzw. in der Studien gebühr

enthalten. Ein Nachdruck ist nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Redaktion gestattet.

Anzeigenpreis: Zur Zeit gilt die Preisliste Nr. 35.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder

Fotos übernehmen Herausgeber, Redaktion und

Verlag keine Gewähr. Namentlich oder mit Initialen

gekennzeichnete Beiträge vertreten eine vom

Herausgeber unabhängige Meinung der Autoren.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird mitunter

auf die gleichzeitige Verwendung mänlicher

und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche

Personenbezeichnungen gelten gleichwohl

für beiderlei Geschlechter.

Außerdem bittet die Redaktion um Verständnis,

dass insbesondere Firmennamen je Artikel in der

Regel nur einmal in ihrer werbeorientierten Form

verwendet und entsprechende Begriffe häufig

eingedeutscht werden.

International Standard Serial Number:

ISSN 0942-9336

Diese Zeitschrift wurde aus umwelt schonendem

Papier hergestellt.

Beilagenhinweis:

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage von

SAZ Stahlanarbeitungszentrum Dortmund

GmbH & Co. KG und BME Akademie GmbH bei.

54 Stahlreport 9|17


Beim ArcelorMittal Stahlhandel sind es Mitarbeiter in Deutschland und der Schweiz, die Tag für Tag mit Freude, Begeisterung

und Engagement dazu beitragen, dass wir zu den führenden Stahlhandelsorganisationen in Europa gehören. Wir freuen

uns über interessierte Bewerber und bieten verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in unserem Unternehmen an. Die

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Niederlassung Montana und Niederlassung Essen, gehören zur Unternehmensgruppe

der ArcelorMittal Downstream Solutions. Für unsere Kunden liefern wir Stahl in allen Formen und Güten. Hierbei sind wir spezialisiert

auf Formstahl (Träger) und deren umfangreiche Anarbeitung, Spezialprofile und Grobbleche.

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir für unseren Standort in Essen u.a.

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Seminarthema Termin Tagungsort

Stahleinkauf (Seminar, Kooperation) 19.-20.09. Duisburg

Stahlhandelstag 28.09. Darmstadt

Rohre aus Edelstählen (Seminar) 09.-10.10. Monschau

Nichtrostende Stähle (Seminar) 16.-17.10. Aachen

Mehr Aufträge durch professionelle Angebotsverfolgung

und effektive Preisverhandlung

(Verkauf II) (Seminar) 25.-26.10. Nürnberg

Betonstahl (Seminar) 07.-08.11. Kehl

Stahlkunde (Seminar) 06.-08.12. Gengenbach

Stahlkunde (Seminar) 5.-7.2.2018 Dortmund

Diese Übersicht gibt den Stand der Planungen für Lernteam- und Seminarveranstaltungen

und zum Fernstudium sowie zu entsprechenden Kooperationen wieder.

Änderungen jeder Art sind vorbehalten, vor allem Ergänzungen. Über weitere Details sowie zu

den Anmeldemöglichkeiten informieren Sie sich bitte im Internet (www.stahlhandel.com) oder

wenden sich telefonisch bzw. elektronisch an den

BUNDESVERBAND DEUTSCHER STAHLHANDEL (BDS)

Max-Planck-Straße 1 · 40237 Düsseldorf

Telefon: 0211/86497-19 · Telefax: 0211/86497-22

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