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Pressemitteilung zur Messfahrt an der Saale

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz zeigt eine viel zu hohe Nitratbelastung in der Saale - der Fluss wird durch die intensive Landwirtschaft gebeutelt.

Pressemitteilung VSR-Gewässerschutz e.V. Tel. 0170 3856076 eMail: Presse@VSR-Gewaesserschutz.de 47608 Geldern, Egmondstr. 5 Seite 2 von 4 in Rudolstadt auf 22,8 mg/l. Die Schwarza wird kaum durch Nährstoffe aus der Landwirtschaft belastet, da sie vorwiegend durch ausgedehnte Wald- und Wiesengebiete fließt. An weiteren Messstellen in Kahla, Jena, Dornburg und Camburg bleibt die Belastung auf dem gleichen Niveau. Erst der Zufluss der Ilm mit 15,1 mg/l reduziert den Nitratwert auf 21,8 mg/l im Raum Naumburg. Die Unstrut verringert mit 14,6 mg/l Nitrat die Belastung in der Saale bei Weißenfels auf 18,5 mg/l. Die Nitratbelastung der Unstrut liegt, wie bereits bei der Messfahrt 2004 beobachtet, an stärkeren Regenfällen. Bei der Messfahrt 2010 trug die Unstrut mit 23 mg/l noch wesentlich zur Belastung der Saale bei. Im weiteren Verlauf liegt die Belastung in Bad Dürrenberg bei 18,2 mg/l und in Merseburg bei 17,8 mg/l Nitrat. Trotz dem Zufluss der Laucha mit 23,5 mg/l und der Weißen Elster mit 21,4 mg/l Nitrat kommt es bis Halle nur zu einer geringfügigen Erhöhung der Nitratkonzentration auf 18,9 mg/l. In diesem Bereich liegt mit der Saale-Elster-Aue eine große Auenlandschaft. Hier wurde ein hoher Anteil der ursprünglichen Flussauen erhalten. Diese sind natürliche biologische Flächenkläranlagen, welche die Nährstoffe aus dem Saalewasser entnehmen. Danach bleibt die Nitratkonzentration in Wettin, Könnern und Alsleben mit 18,7 mg/l unverändert hoch. Erst nach dem Zufluss der Wipper steigt die Nitratbelastung wieder an und liegt in Bernburg und Nienburg bei 19,7 mg/l. Erst der Zufluss der Bode verringert die Nitratbelastung in der Saale wieder. Die Bode transportiert große Wassermengen aus dem Harz. Durch die großen Waldgebiete sickert nur Grundwasser mit geringen Nitratkonzentrationen zu. Erst im Unterlauf durchfließt die Bode intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen. Ihr Nitratwert liegt somit bei nur 9,4 mg/l. Von Calbe bis zur Mündung der Saale in Barby liegen die Nitratkonzentrationen nun bei 18,4 mg/l. „Besonders Ackerflächen mit einer hohen Düngeraufbringung führen zu einer Erhöhung der Nährstoffbelastung in der Saale. Unsere Messwerte belegen, dass Naturschutzflächen zu einer Verbesserung der Wasserqualität führen.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR- Gewässerschutz. Daher fordert der VSR-Gewässerschutz weitere Renaturierungsmaßnahmen an der Saale. Diese sind dringend nötig, um die Nährstoffbelastung zu senken. Aber auch die Nitratbelastung im Grundwasser muss gesenkt werden. Damit in Zukunft die Nitratbelastungen in der Saale abnimmt, bedarf es ein Umdenken bei den Landwirten und landwirtschaftlichen

Pressemitteilung VSR-Gewässerschutz e.V. Tel. 0170 3856076 eMail: Presse@VSR-Gewaesserschutz.de 47608 Geldern, Egmondstr. 5 Seite 3 von 4 Verbänden. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit seinen Messungen dazu beitragen, dass die Notwendigkeit, Düngerausbringung zu vermindern, akzeptiert wird. Geldern im Januar 2017 • Der direkte Kontakt: 0170 3856076 Dipl.-Phys. Harald Gülzow Pressesprecher • Das beigefügte Bild können Sie kostenfrei für Ihre Berichterstattung verwenden. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter http://www.vsr-gewässerschutz.de/presse/pressebilder/ • Weitere Informationen über unsere Arbeit finden Sie unter www.VSR-Gewässerschutz.de Messwerte in der Saale am 26. / 27. 3. 2017 Ort Nitrat in mg/l Saalfeld 26,0 Rudolstadt 22,8 Kahla 22,6 Jena 22,8 Dornburg 22,4 Camburg 23,0 Naumburg 21,8 Weißenfels 18,5 Bad Dürrenberg 18,2 Merseburg 17,8 Merseburg 17,7 Halle/Saale 18,9 Wettin 18,7 Könnern 18,7 Alsleben 18,7 Bernburg 19,7 Nienburg 19,7 Calbe 18,4 Barby 18,4