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Johann Eberharter ging

Johann Eberharter ging dennoch seinen Weg unbeirrt weiter, um seine Ideen zu verwirklichen. Auch heute noch, kennt ihn fast jeder Zillertaler, denn Honis ist eine Legende! „Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wurde unser Elternhaus zur Pilgerstätte für Krippenfreunde, welche die drei großen Krippen in persönlichen Führungen des Meisters bestaunen konnten“, erzählen seine Enkelinnen Valentina und Christina, die sich noch gerne an ihren Opa zurückerinnern. „Er war ein wundervoller Mensch und die Schnitzerei war sein Ein und Alles.“ „Unser Vater hat mit seinem Lebenswerk sicherlich nachhaltig zur Popularität des Krippenbauens und Krippenschauens im Zillertal beigetragen. Dieses Brauchtum bringt auf schönste Weise schöpferisches Gestalten und interessiertes Miteinander zusammen“, erzählt Erich. Mit zunehmender Bekanntheit wuchs auch sein Einfluss. 1974 stellte er am Weltkongress der Krippenfreunde in der Dogana in Innsbruck aus. 1989 erhielt er das Silberne Ehrenzeichen des Landesverbandes und 1990 das Goldene Ehrenzeichen des Krippenvereins Zillertal. Johann Eberharters Lebenswerk baut, wie das eines jeden Künstlers, auf der Schaffung einer eigenen Welt. Dieser Impuls ging von seiner Werkstatt, mit ihrer unvergleichlichen Atmosphäre, den Gerüchen von Zirbenholz, Farbe und Firnis, aus und fand Resonanz in einem wachsenden Kreis von Liebhabern dieser Kunstform. Dies war sicher seine größte Freude. Die Gründung des Krippenvereins 1989 in Ried war für ihn eine besondere Freude. Aus einer kleinen Gruppe wuchs ein aktiver Verein mit vielfältigem Angebot rund um die Krippe. Mehr und mehr wurde dadurch die Leidenschaft für das Krippenwesen im Zillertal von einer breiten Schicht der Bevölkerung mitgetragen. In Krippenbau-Kursen, Ausstellungen sowie der Betreuung von Kirchenkrippen in der Region wird die Liebe zu diesem Kulturgut wiederbelebt. „Hier konnte unser Vater viel von seinem Wissen weitergeben. Über Jahrzehnte hat er die Krippe der Pfarrkirche Ried-Kaltenbach betreut, teils auch ergänzt und restauriert. Für die Kaltenbacher Kapelle schnitzte er eine eigene Krippe, die Gemeinde Kaltenbach erhielt eine bemalte Bretterkrippe in Lebensgröße. Die Krippe in der Bubenburg in Fügen hat er jahrelang gepflegt. Auch das Ostergrab zur Auferstehungsfeier wurde von ihm gestaltet und jedes Jahr aufgerichtet. Unterstützt hat ihn dabei immer unsere Mutter Regina“, erzählt Erich heute noch voller Stolz. Diese Weihnachtskrippen erzählen Geschichten Betrachtet man die Kunstwerke von Johann Eberharter, kommt man ins Staunen. Er erzählt die Weihnachtsgeschichte mitreißend und liebevoll in weiten Panoramen und bezaubernden Details. Man sieht die Familie im Stall, Hirten, von himmlischen Heerscharen aufgeschreckt, und die angrenzende Stadt mit ihrem bunten Treiben. Frauen holen Wasser am Brunnen, Händler und Handwerker gehen ihrem Tagwerk nach. Verwegene Gesichter nähern sich ehrfürchtig der Krippe, bringen Gaben. Exotische Könige erweisen dem Neugeborenen ihre Referenz. Es kommen Kamele und Pferde mit Reitern, sogar ein Elefant ist dabei. „Unser Opa hat oft tagelang an einer Figur geschnitzt und wenn sie nur einen kleinen Fehler hatte, fand sie keinen Platz in der Krippe, erinnert sich Christina. Ob orientalische Landschaft oder Tiroler Winter, stets spürt man die Kraft der Inszenierung. Bildhauerei, Bühnenbild und Malerei wirken in den Krippen zusammen. Mit diesen Disziplinen und seiner reichen Phantasie erschuf Honis ein breites Spektrum von Werken entlang der Weihnachtsbotschaft. 42 Zillachtolarin

» Künstlerische Berufe fanden damals noch wenig Akzeptanz in der Bevölkerung, wurden oft belächelt.« Zillachtolarin 43

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