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Was macht für dich eine

Was macht für dich eine „typische“ Zillachtolarin aus? » Andere sagen, es sei der Blick auf die ‚Wirtschaftlichkeit’ oder ‚Wenn Du eine Zillachtolerin hast, dann hast du ausgesorgt.’ Da wird schon was Wahres dran sein – eigentlich wären wir Zillachtolarinnen ja dann gute Führungspersonen, oder? Ich denke die typische Zillachtolarin steht jedenfalls mit beiden Beinen im Leben und unsere Talgemeinschaft gibt uns Selbstvertrauen und Wurzeln, die jeder Mensch zum Glücklichsein braucht.« Man hat in letzter Zeit einiges gelesen, dass die Schülerzahlen an der Villa Blanka gesunken sind. Waren es vor zehn Jahren noch ca. 550 Schüler, sind es jetzt rund 275 Schüler. Wie erklärst du dir diesen Rückgang? Sabine Wechselberger: „Die traditionsreichste Schule des Landes und ihr Werdegang ist natürlich von besonderem Interesse für die Tirolerinnen und Tiroler und weit darüber hinaus, denn in fast jeder Tiroler Hoteliersfamilie hat mindestens ein Familienmitglied die Villa Blanka absolviert. Daher wurde der Schülerrückgang, den alle mittleren und höheren Schulen in Tirol verzeichnen, bei uns wohl besonders registriert. Eines kann ich versprechen – als leidenschaftliche Touristikerin werde ich darauf achten, dass wir uns in Zukunft unserer Wurzeln stets bewusst sind – der Trägerverein der Tiroler Hotel- und Gastwirte hat die Schule 1950 gegründet, um Tiroler Kinder für den Tourismus auszubilden – das soll jedenfalls auch in Zukunft unsere Kernaufgabe sein. Durch die Ausbildung von Tourismusinteressierten aus Südtirol, Bayern, Schweiz und Liechtenstein sowie China und Russland schauen wir einerseits über den Tellerrand und exportieren aber gleichzeitig auch hochwertige Bildung und Tiroler Gastlichkeit.“ Welche Ziele und Visionen verfolgst du für die Villa Blanka? Sabine Wechselberger: „Die Villa Blanka soll wieder die Nummer 1 unter den Tiroler Tourismusschulen sein. Wir sehen uns als „unternehmerische Schule,“ die auf Internationalisierung, Digitalisierung und Praxisorientierung setzt. Mir ist auch die Wertschätzung der „Villa Blanka Familie“ wichtig, die es zu pflegen gilt. Im Internat sind uns die SchülerInnen während der Woche ganz anvertraut und wir achten mit einem neuen individualisiertem Freizeit- und pädagogischen Konzept darauf, dass die SchülerInnen nicht nur für den Beruf lernen, sondern sich an der Villa Blanka in städtischem Umfeld wohl fühlen und zu erfolgreichen und glücklichen Erwachsenen werden.“ Welche Berufe kann man ausüben, wenn man die Villa Blanka absolviert? Welche Vorteile hat eine Ausbildung an der Villa Blanka? Sabine Wechselberger: „Die Villa Blanka ist eine berufsbildende Schule, d. h. in der Fünfjährigen schließen unsere SchülerInnen mit der Reife- und Diplomprüfung ab und erhalten zusätzlich vier Lehrabschlüsse (Koch, Restaurantfachfrau/mann, Hotel- und Gastgewerbeassistent und Reisebüroassistent). Die Unternehmerprüfung und die Lehrlingsausbilderprüfung erwerben unsere SchülerInnen außerdem. Als Schule der Wirtschaftskammer können wir hier viele Synergien nutzen. Unsere gute und internationale Vernetzung öffnet für unsere SchülerInnen schon während der Schulzeit viele Türen für interessante Praktika, Wettbewerbe oder Einsätze im In- und Ausland.“ Immer mehr hört man, dass Tourismusbetriebe in Tirol kaum noch Personal finden, vor allem Köche fehlen an allen Ecken und Enden. Wie erklärst du dir diesen Umstand? Sabine Wechselberger: „Die Gründe für diese Situation sind meiner Meinung nach vielfältig und von beiden Seiten zu se- 48 Zillachtolarin

hen. Viele junge Menschen haben ein Lebenskonzept, das Arbeit an Wochenenden oder Dienstleistung grundsätzlich nicht vorsieht. Viele UnternehmerInnen werden diesen Lebenskonzepten durch intelligente Dienstpläne gerecht oder finden andere Motivatoren für ihre Mitarbeiter, wie luxuriöse Mitarbeiterhäuser, Diensthandys oder bezahlte Wochenendtrips. Alle diese Dinge kann sich jedoch nicht jeder Betrieb ‚leisten’. In einem kürzlich geführten Gespräch mit mehreren Spitzenköchen, aber auch in Gesprächen mit vielen Unternehmern wird der Handlungsbedarf deutlich. Meiner Ansicht nach sind alle Beteiligten gefordert – auch die Schulen. Unser Beitrag dazu soll unsere dreijährige „Kulinarische Meisterklasse“ sein, die wir in enger Kooperation mit Spitzenköchen und Hotel- und Gastronomiebetrieben gestaltet haben. Wichtig ist auch, jedem ein ‚Verständnis’ für die Branche mitzugeben und den hohen Wert von Dienstleistung für unsere Gesellschaft aufzuzeigen und vorzuleben, denn es will wohl niemand, dass wir in Zukunft von Robotern das Essen serviert bekommen.“ Es heißt oft, wer ganz nach oben will, kann nicht von allen geliebt werden. Besonders Frauen können das schlecht, darum fehlen sie an der Spitze. Wie geht es dir mit dieser Aussage? Sabine Wechselberger: „Mit Feminismus habe ich nicht viel am Hut, meiner Erfahrung nach sind es häufig Frauen, die anderen Frauen das Fortkommen im Beruf schwer machen. Als Führungsperson musste ich zu allererst lernen, dass man an der Spitze eben grundsätzlich alleine ist - Probleme oder Emotionen zu teilen ist ein Balanceakt. Ich hatte aber immer das Glück, gute Ratgeber an meiner Seite zu haben, dafür bin ich sehr dankbar.“ Frauen fehlen immer noch in Führungspositionen. Wollen die nicht führen oder können sie es nicht, was meinst du? Sabine Wechselberger: „Ich denke, dass Frauen besonders gute Führungspersonen sein können – sie bringen die notwendige Empathie und Kommunikationsfähigkeit auf und sind in der Regel schon evolutionär gesehen gute Organisatorinnen.“ Du hast einen Sohn Rafael. Wie bekommst du Familie und Beruf unter einen Hut? Sabine Wechselberger: „Mein Sohn ist jetzt 24 Jahre alt und Student. Als ich Direktorin wurde, hatte er seine Matura bereits hinter sich und war erwachsen. Es war für mich familiär gesehen der richtige Zeitpunkt für eine Führungsposition, denn ich bin auch eine glückliche und leidenschaftliche Mutter. Ich denke, für Frauen in Führungspositionen ist der Rückhalt der Familie wahrscheinlich noch wichtiger als für Männer – ich habe jedenfalls diese Unterstützung meiner Familie und vor allem meines Partners immer als kraftspendend und elementar erlebt.“ Wo findest du deinen Ausgleich? Sabine Wechselberger: „Bei meiner Familie und in der Natur, auf verschiedenen Wegen rund um Finkenberg und Mayrhofen. Außerdem spielen wir gerne Brettspiele oder Kartenspiele.“ Wir bedanken uns bei unseren Gästen und Freunden für die Treue in den letzten 40 Jahren. NEU Der Goglhof FÜGENBERG IM ZILLERTAL Sie suchen den passenden Rahmen für Ihre Feier? Dann sollten Sie sich über die Angebote bei uns im Gasthaus Goglhof informieren. Epas z‘Essen Keine Lust selber zu kochen? Wir kochen gerne für Sie! Speisekarte unter www.goglhof.at ansehen, anrufen & abholen! ✆ 05288/62725 Jeden Freitag! Ofenfrische Rippala Ab 18.00 Uhr Auf Vorbestellung auch jederzeit möglich! „Hut-Essen“ am Goglhof Schlemmen nach Herzenslust: Beim „Hut-Essen“ wird auf dem Tisch gebrutzelt und gegrillt. Die breite Hut-Krempe wird mit Bouillon und Suppengemüse gefüllt. Auf den heißen Eisenhut werden verschieden Fleischstücke zum Braten angehängt. Dazu servieren wir allerlei Beilagen. Auf bald am Goglhof Fam. Baumann | 6264 Fügenberg | Panoramastraße 50 goglhof@tirol.com | ✆ +43(0)5288/62725 www.goglhof.at Zillachtolarin Die attraktivste Rodelbahn im Zillertal Schwebe mit dem originellen Rodelexpress vom Goglhof zum Start der Rodelbahn und gleite über eine 3 km lange, beleuchtete, bestens präparierte und beschneite Naturrodelbahn ins Tal. Euro 4,- pro Leihrodel (2-Sitzer) pro Person € 20,- 49

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