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TEXT: FLORIAN WARUM

TEXT: FLORIAN WARUM FOTO: VOLKSBÜHNE ASCHAU, ROLAND GRUBER WER IST DER ZILLERTALER? IM GESPRÄCH MIT AUTORIN MARTINA KEILER Erfolg ist das Ergebnis von Fleiß und Geschäftstüchtigkeit. Über den Preis dafür und die Folgen handelt „Der Zillertaler“. Autorin Martina Keiler erklärt, wie man eine Studie in ein Theaterstück verwandelt, ein Laienensemble auf die Titelseite des Kulturteils der Salzburger Nachrichten kommt und wie das Publikum reagiert hat. 60 Zillachtolarin

Insa Tol Der Zillertaler ist eine gespaltene Persönlichkeit, einerseits geschäftstüchtig, profitorientiert und fortschrittsdenkend. Andererseits sehnt er sich nach Ruhe und nach dem, wie es früher war ... ASCHAU im Zillertal (fw). „Sommerabende und Freilichttheater sind ein eigenes Thema“, sagt die Lehrerin. „Ja natürlich“ habe man an eine Freilichtaufführung gedacht. „Und ich habe mich lange Zeit gegen eine Aufführung im Turnsaal gewehrt.“ Auch eine großzügige Überdachung sei Thema gewesen. Diese Variante erschien vielen allerdings nicht mehr authentisch. „Schließlich haben uns die üblen Erfahrungen mit dem Wetter bei ‚Stein auf Stein’ im Jahr 2014 die Entscheidung leichter gemacht.“ Zwanzig Vorstellungen unterstreichen das Publikumsinteresse. „Nach Beratungen mit Bühne, Gemeinde und Volksschule war fix: Der Turnsaal muss weg.“ Doch bevor sich der Vorhang in der zum „Volksschauspielhaus“ verwandelten Volksschule Aschau Abend für Abend hob, ließ eine Ausstellung in die Seele des Zillertalers blicken. Außerdem zu sehen war ein Schwarz-Weiß-Film des Bayerischen Rundfunks mit Aufnahmen aus früheren Zeiten. „Schön war es damals“, „nicht so verbaut“ oder „nicht so hektisch“ lauteten die Kommentare im Vorführraum. Auf unsere Frage nach dem Grund für solche Reaktionen meint Keiler: „Früher war es viel ruhiger, man hatte mehr Zeit“, erinnert sie sich. „Eventgesteuertes Denken“, wie sie es nennt, gab es nicht. „Manche Feste hat es ohne großes Tamtam ganz einfach nur für uns gegeben. Deshalb hat die Volksbühne auch das Rosari-Fest am Rosenkranzsonntag wieder ins Leben gerufen. Ein Almabtrieb war ein Festtag für die Bauern, ihre Familien und die Nachbarn“. Heute würden wir in einem Trubel leben, den auch die zunehmende Verbauung mit sich gebracht habe. „Dazu kommt das Streben nach wirtschaftlichem Fortschritt.“ So sieht aber nicht nur die Spielleiterin der Volksbühne Aschau die Seele des Zillertalers, sondern auch die GABEK-Studie. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Zillertals und seiner Menschen waren Thema. „Christina Fankhauser (ehemals Geisler) und ich wurden befragt. Als PR-Beauftragte für die Studie wurde Christina auf ein Theaterstück angesprochen. So fing es an.“, erzählt Martina Keiler. Aber wie lassen sich anhand einer wissenschaftlichen Studie Dialoge schreiben, Szenen erschaffen oder Ideen für ein Bühnenbild finden? Dafür seien viele Gespräche mit verschiedensten Menschen nötig gewesen. „Ich musste nur zuhören, zuhören und noch einmal zuhören. Ich habe immer versucht, allen zuzuhören und genau hinzuhören.“ Ihr Brotberuf als Lehrerin sowie die jahrelange Erfahrung im Theaterbetrieb hätten ihr dabei geholfen. „Eine Gemeinschaft wie ein Theaterverein verbindet nicht nur Menschen mit ähnlichen Fähigkeiten oder Interessen. Da wird auch diskutiert.“ Dasselbe passiere in der Schule. „Einfache” Handwerker, ein Philosophie-Student, Unternehmer, eine Kindergartenpädagogin, Lehrer, eine Sozialarbeiterin, ein Schilehrer oder eine Altbäuerin und Privatzimmervermieterin und Menschen aus anderen Berufen seien zu Wort gekommen. Der Turnsaal in der Volksschule ist tatsächlich verschwunden. Sprossenwand, Basketballkörbe und Sportgeräte sind von schwarzen Tüchern verhüllt. Auch die Sporthallenmarkierungen sind nicht mehr zu sehen. Auf der Tribüne stehen Stühle für 269 Damen und Herren bereit. Spätestens ab der Premiere kommen weitere 20 Stühle dazu und gegen Ende der Aufführungen Zillachtolarin 61

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