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Baugewerbe Unternehmermagazin 1-2/2018

22 \\ management \\

22 \\ management \\ Schwerpunkt ItamBau Vonder Straße in dieCloud VERNETZTEBAUSTELLE \\ Beim SmartSite-Forschungsprojekt wurden 2016 dieGrundlagen füreinedynamische,reaktive Bauprozesssteuerunggelegt. Jetztführten Topconund Ammann mitihren Partnern erstmals eine optimierte Fahrbahnsanierungunter realen Bedingungendurch. \\Thomas Reuter Auf gut zwei Kilometern Strecke wurde in der Region Stuttgart die Verbindungsstraße zwischen BadBollund Bezgenriet grundhaftsaniert undeinekomplettneue Oberfläche eingebaut. Federführend bei der ersten realen Umsetzungwaren die UnternehmenTopcon mit dem SmoothRide-System und Ammann mit der fachgerechten Verdichtung durch Walzen mit intelligenter Verdichtungsregelungund Messung sowieder Topcon-Maschinensteuerungzur flächendeckenden Verdichtungskontrolle. Laut dem baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann soll ab2018 der Einsatz von hochgenauen, mobilen Scannern zur Erstellung von Punktwolkenund einem 3D-ModellimStraßenbau verbindlichwerden. scannen, Planen,Bauen DasSmoothRide-Systembestehtaus dem Dreischritt„Scannen-Planen-Bauen“. Das Besondereandiesem Prozessist,dasszur Berechnung –etwader exakten Frästiefe– kein absoluter Höhenbezug mehrnotwendig ist. DasSmoothRide-Systemnutzt rein die vomStraßenscannerRD-M1 gescanntenDaten der Bestandsoberfläche.Zudem gelingt es durchSmoothRide,den gesamten Bauprozess schneller, wirtschaftlicher unddamit produktiverumzusetzen. Willi Reutter, Application Manager Heavy Equipment bei Ammann, kommentiert den Ablauf: „Wir hatten im Forschungsprojekt bereitswichtigeErfahrungengesammelt, die wirhier in dieses Projekt einfließen lassen konnten. DasZusammenspiel von Sensortechnik, Maschinensteuerungund der flächendeckenden Verdichtungskontrolleauf unserendreiARP- 95-Walzen mitACEpro hatausgezeichnet funktioniert und zu diesem guten Ergebnis wesentlich beigetragen. Die von der Planung vorgegebenen Soll-Daten konnten wir mit der in den Walzen verwen- Hier erkennt der Walzenfahrer die geplanten underledigtenÜberfahrten. Fotos: Ammann 1-2 \2018

Schwerpunkt ItamBau \\ 23 deten intelligenten Verdichtungsregelung ACEpro präzise umsetzen“. Er erläutert weiter: „Bei der Bedarfsplanung haben wir für dieses anspruchsvolle Projekt auf die ARP 95 mit flächendeckender Verdichtungskontrolle gesetzt. DieTandemwalze miteinem Gewicht von 9,5 Tonnen istgerade fürmittlereund große Straßenbauprojekte die besteWahl.Ihre Doppelschemel-Lenkung mit kleinem Wenderadius,der funktionaleHundegang und die optimal dimensionierten Bandagen wie auch die großen 800-Liter-Wassertanks ermöglicheneinehoheFlexibilitätauchauf schmalen Straßen.“ scan soll zurPflicht werden Eine Delegation um Verkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich begeistert von der Präzision des SmoothRide-Systems und der Minister bekräftigte seine Ankündigung, dass ab 2018 bei Straßensanierungen ein Verfahren mit vorherigemScander Straße undgenau definierter Punktdichtesowie Genauigkeit verpflichtend eingesetzt werden muss –Topcon kann diese Anforderungen mit Smooth- Ride erfüllen. Raimo Vollstädt, Support GeoPositioning &Machine Control bei Topcon und Projektleiter bei dieser Baumaßnahme: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Technologie auch von der Politik so gut angenommen wird –und dasErgebnis spricht ja fürsich. Trotzeines engenZeitplans und Wetterkapriolen konnte dasBauunternehmenpünktlicheineoptimal sanierte Straße übergeben“. so funktioniertdas smoothride-Verfahren Zunächst wird per Überfahrt mit dem Scanner RD-M1 der Ist-Zustand erfasst. Diese Daten fließen dann in die Software MAGNETOffice Resurfacingund werden zu großen Punktwolken und zum Modell der Fahrbahn. Die RDMC-Maschinensteuerung kann mit diesen Daten den Fräsvorgangexakt ausführen. Durchdiese einzigartige Technologie können die eingesetzten Fräsen mitvariabler Tiefeimmer genauauf dasrichtigeSollmaß pro Durchlauf abtragen. Beim anschließenden Einbau der Tragschicht asphaltieren die Fertiger, ebenfalls mit SmoothRide-Technologie ausgestattet, auch immer nur in der notwendigen vorgegebenen Stärke. Dabeiwirdder prozentualeVerdichtungsfaktor berücksichtigt. So lässt sich nach dem Abwalzen eine gleichmäßige, ebene Asphaltoberfläche in der erforderlichen Schichtstärke erzielen. Binder und Decke können somit einfach nach Stärke eingebaut werden. kurze wege fürden asPhalt Auch wie schon im vorhergegangenen Forschungsprojekt stammt der Heißasphalt aus der nahe gelegenen AsphaltmischanlageinGruibingen–ein wesentlicher Faktor,denn Distanzund Zeit spielen einegroßeRolle beim Transport des Materials hin zur Baustelle. So konnte durch kurze Wege zwischen den verschiedenen Schauplätzen des Gesamtprojekts garantiert werden, dass die Asphaltmischung die richtige Temperaturbehält. Diedreieingesetzten Walzen ARP95waren mitTopcon-Maschinensteuerungund der flächendeckenden Verdichtungskontrolle vonAmmann ausgestattet. + weitereinfos Allesvernetztinder Cloud DieBaustelleunterscheidet sich in wesentlichen punktenvon herkömmlichen Baustellen: Zwar sind auch hier mischwerk, Lkw, Beschicker,Fertigerund walzebeteiligt.allerdings sind hier alle maschinenübereinesichständig aktualisierendecloudbasierte Lösung zurBauprozesssteuerungmiteinandervernetzt. Das bedeutetinder praxis,dasssämtliche prozesse intelligent aufeinanderabgestimmtsind: Zielist,den einbau schnell, hochgenau, ressourceneffizientund nachhaltig abzuwickeln. um prompt aufaktuelle ereignisse zu reagieren, bietet das cloudbasierte System rückmeldungeninechtzeitund möglichkeiten, um in denarbeitsablauf einzugreifen. Viele kleine Detailswie der exakte Geländeverlauf, die menge undtemperatur des angeliefertenmischguts sowieeinbauhöhen haben starkeneinflussauf die Qualität derfertigen Straße –daher bieteteineintelligent digital gesteuerte undvernetzteBaustellegroßes potenzial. auch wetterdaten fließen in dieplanung mit ein–etwabei aufkommendemregen oder starkemwindmeldet das System dieseVeränderungden prozessmanagern. Das Mischwerk produziert zum definierten Zeitpunkt die exakte Menge Mischgut und verlädt dies auf die ebenfallsgetaktetenLkw.Die Lkwfahrenzum Beschicker. Sieversorgendiesen pünktlich mit der genau festgelegten Asphaltmenge, die auch die zum Einbringen richtige Temperaturaufweist. Dadurchist dasFertiger-Team in der Lage,das Mischgut optimaleinzubringen. Übrigens:Untersuchungenhaben ergeben, dass eineStraßebis zu 30 Prozentlänger hält, wenn das verarbeitete Mischgut einekonstante Temperaturhat. Anschließendfolgt gleichdie Walze mit intelligenter Verdichtungsmessung sowie Regelung und verdichtet die Asphaltschicht im genaurichtigen Maß. Sensoren in den Ammann-Walzen messen die Temperaturund die entwickelte Verdichtungsenergie. DieseDaten werden in die Topcon Walzensteuerung übernommen. Die Zahl der Überfahrten kommt aus der GNSS- Position der Walze.Die Bestandshöhewiederum wird über hochsensible Sensoren wieder Sonic TrackerST-3gemessen. \\ www.baugewerbe-magazin.de

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