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Baugewerbe Unternehmermagazin 1-2/2018

34 \\ BETONBAU \\

34 \\ BETONBAU \\ IntervIew mIt ralf Bürger,Deutsche Doka „Wir betreuen jeden Bauunternehmer –ob groß oder klein.“ Ralf Bürger, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Doka EXKLUSIV-INTERVIEW \\ ralf Bürger spricht über dasZiel, alsschalungshersteller in Deutschlanddie nummereinszuwerdenund darüber,mit welchenmaßnahmen dieDokadie Digitalisierung vorantreibt.und er plaudert aus demnähkästchen über seineZeitinkatar. \\SusanneFrank Alle Fotos: Doka DieDeutsche Dokaist einer der großen Schalungshersteller in Deutschland.Was kann Ihr Unternehmen besser als andere? Wieüberzeugen Sie einen Interessenten und potenziellen Kunden davon, dass er bei Ihnen kaufen soll? Ralf Bürger: Das ist komplex. Wir haben verschiedene Produktgruppen und bieten verschiedene Dienstleistungen an. Wenn Sie beispielsweise hier auf den Hof hinuntergucken, sehen Sie diese gelb-grauen Elemente. Das ist unsere Rahmenschalung Framax Xlifeplus. Einseitig bedienbare Schalungengibtesjaschon,aberso einen Ankergab es vorherund gibt es bisheute sonstnirgends.Der bringt biszueinem DrittelZeitersparnisbeim Ein- undAusschalen. Wasuns strategischabhebtvon unseremWettbewerb in Deutschland,ist mitSicherheit,dasswir sehr breit aufgestelltsind. Unsere Vertriebsstrategieist,dasswir nicht nurGroßprojektemachenund nicht nur große Kunden betreuen, sondern uns um jeden Bauunternehmerkümmern, egalobgroß oder klein. Diese Aussage überraschtmich ein bisschen. Wenn man auf Ihre Websitegeht, siehtman viele internationale Projekte–grosse beeindruckende Referenzprojekte–ein Wasserkraftwerk in Kanada, Windkraftanlagen, der GotthardBasis Tunnel,der Burj Khalifa in Dubai... Spiegelt sich das nichtinIhrer Kundenstruktur wider –dass Sie hauptsächlich für die„Großen“ da sind? Ralf Bürger: Nein –ganzimGegenteil. Den Eindruck könnte man aber bekommen… Ralf Bürger: Ichverstehe,was Siemeinen. Natürlichzeigt mansolcheGroßprojektewegen ihrerWirkung aufFotound Videobesondersgerne.Wenn Siesichhier in meinem Büro umgucken, sehen SieBilder vongrößeren undschwierigeren Projektenander Wand hängen. Undauchauf der Website finden Sienatürlichvor allem unsere Prestigeprojekte. Aber dasist nicht unserMassengeschäft. WirliefernauchSchalungselemente an Kleinstfirmen, die Fundamentefür Häuser machen undihren Keller schalen. Spiegelt sich das dann auch umsatzmäßig wider? Ralf Bürger: Beider DeutschenDokamachenGroßprojekte etwa 35 bis40Prozentdes Umsatzes aus, die mittleren Projekte 30 Prozent und dann noch die kleinen. Also ganz vereinfacht gesagt ist das Verhältnis Drittel/Drittel/Drittel. Stückzahlenmäßig sieht es natürlichkomplettandersaus. Ein mittelständischer Betrieb in der schwäbischen Albwürde sich also auch an Sie wenden? Ralf Bürger: Absolut,ja. Jedes Bauunternehmen. Der wäre nichtabgeschreckt vonIhren Großprojekten? Ralf Bürger: Siesprechen etwasInteressantes an.Auchuns ging es so,dasswir gesagt haben, wirmüssenunser Marketingüberdenken, damit sich der kleine Bauunternehmer auch angesprochen fühlt, den wir jatatsächlich eng betreuen. Das hebt uns definitivvon unserenMitbewerbernab, dass wiruns eben auch um die (macht mitden FingernGänsefüßchenindie Luft) „kleineren“Kunden kümmern, undzwarquasi direktvor ihrerHaustür. Es gibt kleinereMarktbegleiter,die sich neben Ihnen am Markt behaupten –die versuchen mit individuellen Schalungslösungen und engem Kundenkontakt zu punkten. Mal etwasprovokant gefragt: Stimmtes, dass Sie eher als Anbieter für die standardisiertenLösungen stehen… 1-2 \2018

IntervIew mIt ralf Bürger,Deutsche Doka \\ 35 Ralf Bürger: Nein. Es istdabei egal, ob manein kleines oder großes Projektmacht,essindmeistens Unikate, die am Schreibtisch oder in der Fertigungentstehen. Jedes Bauwerk sieht andersaus, dasheißt, es istimmer eineindividuelleLösungfür dieses Projekt unddiesen Kunden. DieSchalung wirdaber auch wiederverwendet? Ralf Bürger: Sie sprechen die Tatsache an, dass wir modulare Standard-Schalungenhaben. Dasist wieein Baukasten-Prinzip: Die gleichen Teilewerden jedes Malanderszusammengesetzt. Undwenn es ganz kompliziertwird–wenn die Geometriedes Gebäudes komplex ist, also konvex undgeschwungen, da müssen wirmaßgeschneiderte Schalungen herstellen, wie ein ganz normaler Zimmereibetrieb. Da werden Hölzchenauf Hölzchenzusammengeschustert undeine Schalung hergestellt, die man nur für dieses eine Mal verwenden kann. Dassindmaßgeschneiderte Schalungen. Das ist dann wasBesonderes? Ralf Bürger: Ja –das ist was Besonderes –das bieten auch nicht alleSchalungshersteller an.Umauf IhreFrage vomAnfang nach dem USPzurückzukommen: Wirhaben mitdas dichteste Niederlassungsnetz in Deutschland, verglichen mit allen anderen Schalungsherstellern. Wirhaben 65 Vertriebsmitarbeiterund rund 150 Ingenieure, die nurplanen. Wirsindalsoganznah am Kunden. Haben Sie selbst noch direkten Kundenkontakt? Ralf Bürger: Daskommt nicht allzu oftvor.Aberbei größeren Projekten übernehme ich die Projekt-Ownerschaft, da gibt es automatisch Berührungspunkte. Auch Baustellenbesucheganzander Basisgehörendadazu. Werden? Ralf Bürger: Umsatzmäßig ist esmomentan ein Kopf-an-Kopf- Rennen mit einem anderen namhaften Schalungshersteller, den Siesicherauchkennen. Und die haben die Nase vorn? Ralf Bürger: Naja –esist wiegesagtein Kopf-an-Kopf-Rennen undwir glauben, dass wirinden letzten eineinhalb Jahren ein Stückgewonnenhaben. Undunser Ziel ist definitiv, die Nummer einszuwerden. Und wie wollen Sie das erreichen? Ralf Bürger: Miteiner ganz klaren Strategie. Und wie siehtdie aus? Ralf Bürger: Lassen Sieesmichsosagen. Wirhaben dieses Jahr ein Umsatzwachstumgegenüber dem Vorjahrvon 25 Prozent. Wahrscheinlichsogarehermehr. Sie wissen jaselbst, dass die Baubranche boomt. Der Boom hat Mitte 2016 begonnen. Wir profitieren von der Konjunktur. Der Marktist etwa um 8Prozentgewachsen, wirsindum25Prozent gewachsen. Dasist einesignifikante Steigerung. Und wie ist Ihnen das gelungen? Ralf Bürger: Wirhaben Marktanteile gewonnen, weil wirden Vorteil hatten, durch unser enges Niederlassungsnetz lieferfähig zu Sie betonen in Ihrer Firmenhistorie IhreWurzeln. Dokaist voneinem kleinen Zimmereibetrieb zu einem internationalen Konzern gewachsen. Spürtman, dass die Dokaein ursprünglich österreichisches Unternehmen ist? Ralf Bürger: MitSicherheit.Von den über 6.600 Mitarbeiter sitzen 2.000 in Österreich, wo die Produktionsstätte ist. Wir warenletztes Jahr zum Geburtstag des Eigentümers eingeladen, derimAugust 80 geworden ist. Manspürt,dassesein Familienunternehmenist. Zumeinen sagen Sie,Sie sind ein Familienunternehmen, andererseits sind Sie mit über 6.000 Mitarbeitern ein Konzern. Haben Sie Konzernstrukturen? Ralf Bürger: Definitiv, wir haben Konzernstrukturen. Wir sindManagement-geführt.Aberdas Gefühlist immer noch da.WeilAlfredUmdasch dasimmer noch versprüht unddie Gründerfamilie nach wie vor aktiv ist. Wir versuchen, das auch intern zu vermitteln. Die Zusammenarbeit istfamiliär. Welche Ziele haben Sie sich als Unternehmen für 2018 gesetzt? Ralf Bürger: Wir als Deutsche Doka haben das ganz klare Ziel,dasswir mitunseren Dienstleistungenmit Abstand Marktführerwerden. www.baugewerbe-magazin.de

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