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Baugewerbe Unternehmermagazin 1-2/2018

38 \\ betonbau \\

38 \\ betonbau \\ Betonage-tipps VonmassigenBauteilen sprichtman,wenn dieAbmaßegrößergleich80cmsind–wie hier die BauteileeinerSchleuse. Massige Bauteile richtig betonieren –eine Anleitung PRAXISHINWEISE FÜRDIE BETONAGE AUFDER BAUSTELLE \\ Beider Vorbereitung der Betonage werden häufig einige Besonderheiten unterschätzt.Der Beitraggibt tippsfür diefachgerechte Vorbereitungder Betonage sowiedie praktischeUmsetzung aufder Baustelle. \\ Dipl.-Ing. (FH) AndréWeisner Als „massig“ bezeichnet man inder Regel Bauteile mit einer kleinsten Abmessungvon mindestens 80 Zentimeter, beidenen Zwang undEigenspannungeneinebesondereRolle spielen. beVoreslosgeht: WasMan zunächst VerstehenMuss… Die Hydratationswärme, die beim „Abbinden“des Betons entsteht,kannbei dünnen Bauteilen schnellüberdie freie Oberfläche oder die Schalung abgegeben werden. Im Gegensatz hierzu ist bei massigen Bauteilen kein oder nurein geringerWärmeaustausch möglich. Je dicker das Bauteil ist, umso höherkanndie TemperaturimBauteilkernansteigen. Die normative Begrenzung der Kerntemperatur liegt bei 70°C. Neben der Bauteildicke ist die Temperaturentwicklung abhängig vonder Wärmekapazitätund Mengenverteilungder Ausgangsstoffe. Massenbetone sind daher so zu konzipieren, dass der Temperaturanstieg im Bauteil nach oben begrenzt wird und so verläuft, dass die auftretenden Spannungenaus Temperaturdifferenzen im Bauteil nicht zu schädigenden Rissen führen. Die Differenz zwischen Bauteilkernund -schale sollte in etwa 15 °C nicht übersteigen. Bei voll gezwängten Bauteilen können es auch nur 10°Csein. Für Wasserbauwerke gibt es Vorgaben in der ZTV-W-LB 215. Der Temperaturanstieg sollte allmählichund nicht sprunghaft verlaufen. Nach dem Erreichen des Temperaturmaxi- 1-2 \2018

GroßbetonageeinesmassigenBauteils in der Nacht, um die kühlen Außentemperaturenauszunutzen. Alle Fotos: AndréWeisner Nachverdichtung undOberflächenbearbeitung mitInnenrüttlernund Rüttelbohle. Im Regelfall istder gutgemeinte „Blumenstrauß“ an vorgenanntenForderungenaus Planung und Tragwerksplanung so groß, dass man –insbesondere bei anspruchsvollen Expositionsklassen –ein ausgefeiltes Betonkonzept braucht, das häufig keinem Standardbetonrezept entspricht. Bei Widersprüchen oder Fragen istein klärendes Gesprächmit dem Bauherrn unddem Statiker deshalb immer eineguteIdee. Die Überprüfung der betontechnologisch relevanten Vorgaben sollte deshalb frühzeitig erfolgen, damit der Betontechnologevom Lieferwerk dasBetonkonzept erstellen undauchdie erforderlichenAusgangsstoffe beschaffen kann. So sind vermeintliche einfache Vorgaben, wie die Verwendung von LH-Zementen oder 32,5 N-Zementen oder Betone mit langsameroder garsehrlangsamerFestigkeitsentwicklung in vielen Lieferwerken nicht ohne weiteres oder garnicht lieferbar. MassigeBauteileunterliegen einer vergleichsweise hohen hydrostatischen Auflast während der Betonage. Parallel hiermums sollte dasAbkühlen nach dem gleichen Prinzip erfolgen. Sofern keine Voruntersuchungen und Berechnungen zur Bestimmung des Temperaturmaximums (in Tagen) vorliegen sind folgende Faustformelnhilfreich: • Bauteildicke

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