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LA KW 04

„Klar! Kaunergrat“

„Klar! Kaunergrat“ Gemeinden passen sich an Klimawandel an (upi) Von 23 Modellregionen im Sinne der Klimawandel- Anpassung in ganz Österreich ist „Klar! Kaunergrat“ die einzige in Tirol. Fließ, Prutz, Faggen, Kauns, Kaunerberg und Kaunertal haben sich zu einer Modellregion zusammengeschlossen. Nun gilt es erste koordinierte Anpassungsmaßnahmen umzusetzen und Chancen zu nutzen. Bei der Präsentation des Projekts im Winklstadl Prutz war auch LH-Stv. Ingrid Felipe dabei. „Heute ist das Startsignal für diese Modellregion“, erklärt regioL-Geschäftsführer Gerald Jochum. Seit 2014 sei man an diesem Thema mit dem etwas sperrigen Namen „KlimawandelAnpassungsModell-Region“ (kurz: Klar) dran, das Konzept dazu wurde im letzten halben Jahr erstellt. Dabei können „alle möglichen Förderprogramme zu dieser Strategie beitragen“, so Jochum weiter. Die „Klar! Kaunergrat“- Modellregion ist die einzige dieser Art in Tirol. Es gehe darum, die Herausforderungen durch den Klimawandel zu erkennen, wobei es in der Region zukünftig generell wärmer bzw. heißer werde. So könne die durchschnittliche jährliche Lufttemperatur in Höhenlagen bis zu 1400 Meter im Schnitt um 1,5 Grad Celsius (bis max. 2,2 Grad Celsius) ansteigen. Auch Wetterextreme können in Zukunft an Intensität zulegen, wie etwa saisonale Wasserknappheit, Auftauen von Permafrost-Böden, Aussterben von Arten, reduzierte Schutzfunktion der Wälder, Hochwasserereignisse oder eine früh einsetzende Vegetationsperiode, die sich nach heutigen Erkenntnissen bis zu 15 Tage Assistenz Hochbau Landeck 1 22.01.18 14:32 Shell Station St. Anton am Arlberg sucht freundliche/n Kassier/in Voll- oder Teilzeitstelle Vorzustellen nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0676 5754 654 nach vorne (in den März) verlagern kann. Deshalb sollen im Zuge des Projekts „Klar! Kaunergrat“ erste Anpassungsprojekte gestartet werden. Dazu gehören ein naturnaher Waldbau, die Zukunft der Almen, Regenwassernutzung, Wasser für alle (Bau von Trinkbrunnen), Obst für alle, das „Kaunertal im Wandel der Jahreszeiten“ (Sondierung der touristischen Angebote) oder das KliKlaKau-Schulprogramm. Es gibt verschiedene Projektträger, die angeführten Gemeinden, die Landwirtschaftskammer Landeck, die Bezirksforstinspektion Landeck und den Naturpark Kaunergrat – letztere drei sind auch Unterstützer der Mo- Freuen sich gemeinsam über die KLAR! Kaunergrat-Modellregion: Michaela Gasser (GF Kaunertal Tourismus), Andreas Förg (Bgm. Faggen), Pepi Raich (Bgm. Kaunertal), Ulrike Totschnig (Koordinatorin Klar! Kaunergrat), Matthias Schranz (Bgm. Kauns), LH-Stv. Ingrid Felipe, Heinz Kofler (Bgm. Prutz), Ernst Partl (GF Naturpark Kaunergrat), Simone Zangerl (GF Tirol West), Gerald Jochum (GF RegioL), Alex Maier (Land Tirol, Abt. Landesentwicklung und Zukunftsstrategie, v. l.) Gerald Jochum: „Wollen uns den Herausforderungen stellen!“ dellregion. Mitglieder sind weiters der TVB Tirol West und Kaunertal Tourismus. Für die ersten Anpassungsprojekte gibt es einen Kostenrahmen von ca. 209.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt durch die sechs Klar!-Gemeinden sowie durch Kaunertal Tourismus, TVB Tirol West, Land und EU und durch die regionalen Partner LK Landeck, BFI Landeck und NP Kaunergrat. Ulli Totschnig: „Es geht auch um die Sicherung der Lebensqualität!“ C M Y M Y Y MY K Für die Sparte HOCHBAU suchen wir in LANDECK ab sofort zur Verstärkung unseres Teams eine(n): ASSISTENZ (w/m) - 20 Std./Woche Aufgabenbereich: Eingangsrechnungskontrolle und Erfassung von Lieferanten- und Subunternehmerrechnungen Kontrolle und Erfassung von Lieferscheinen Kontakte zu Baustellenpersonal und Lieferanten Administrative Tätigkeiten für Bereichs- und Bauleitung Anforderungsprofil: Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung Sehr gute MS-Office Kenntnisse, Organisationstalent, Teamfähigkeit Eigenverantwortliche und präzise Arbeitsweise Serviceorientierung, Belastbarkeit und Flexibilität Wir bieten: einen krisensicheren Arbeitsplatz in einer familiären Atmosphäre und ein angenehmes Arbeitsklima in einem motivierenden Umfeld. Entgelt ab EUR 1.956,-- brutto für Vollzeit, Überzahlung aufgrund Qualifikation und Berufserfahrung möglich Ihre Bewerbung richten Sie bitte per E-Mail an: Fröschl AG & Co KG · Personalabteilung Brockenweg 2 · 6060 Hall · karriere@froeschl.at PIONIERARBEIT. Ulrike Totschnig vom Naturpark Kaunergrat stellte die einzelnen Elemente des Projekts vor und fasste zusammen: „Es geht um eine koordinierte und behutsame Annäherung an das Themenfeld ‚Klimawandelanpassung‘ durch bewusstseinsbildende Maßnahmen.“ Bei den insgesamt zwölf Projekten gehe es um folgende Absichten: Die Zusammenführung der relevanten Akteure in der Region, die mit den Folgen des Klimawandels zu tun haben, „und die Ausarbeitung und Umsetzung erster konkreter Maßnahmen, die die Resilienz der Region gegenüber dem Klimawandel stärken.“ Letztendlich gehe es freilich ebenfalls um „die Sicherung der Lebensqualität der Bevölkerung“. Überdies könne der Klimawandel „für die Region auch Chancen bringen“, zum Beispiel hinsichtlich des Sommertourismus (u. a. Attraktivierung des Angebots). „Die Region klimafit zu machen ist Ingrid Felipe: „Einmal mehr wird hier Pionierarbeit geleistet!“ RS-Fotos: Unterpirker ein langfristiges Vorhaben“, so Gerald Jochum, „aber mit diesen Anpassungsprojekten wollen wir uns gemeinsam den Herausforderungen des Klimawandels stellen!“ Was passiert, wenn die Projektzeit vorüber ist? Jochum: „Es gibt keine Sorge, dass die Projekte nach zwei Jahren in der Versenkung verschwinden!“ Voll des Lobes für das Engagement war abschließend LH-Stv. Ingrid Felipe: „Einmal mehr wird hier Pionierarbeit geleistet, und ich hoffe, dass sich viele daran ein Beispiel nehmen! Wenn man diese Maßnahmen angeht, tut man etwas für den Klimaschutz – und das ist eine Win- Win-Situation für alle! Es gilt, etwas zu unternehmen!“ RUNDSCHAU Seite 6 24./25. Jänner 2018

Vorsitzwechsel Landecker Jugend-, Familien- und Sozialausschuss hat neue Leitung: Lettenbichler folgt Plangger nach (aktiefi) SPÖ-GR Marco Lettenbichler übernahm die Leitung des Jugend-, Familien- und Sozialausschusses der Stadtgemeinde Landeck. Er folgt damit auf seine Fraktionskollegin Simone Plangger, die seit den Gemeinderatswahlen im Jahr 2016 den Vorsitz in diesem Ausschuss führte. Es ist schon unübersehbar: Simone Plangger erwartet ihr zweites Kind. Im Februar ist es so weit. Sie freut sich sehr auf den Familienzuwachs. Die Lehrerin wird auf dem politischen Betätigungsfeld etwas leiser treten, um sich ihren Sprösslingen widmen zu können. Das heißt: Plangger behält ihr Gemeinderatsmandat, legt aber den Posten der Obfrau des Jugend-, Familienund Sozialausschusses zurück, was bereits bei der Dezember-Sitzung des Gemeinderates geschehen ist. Im Anschluss an diese Sitzung wurde SPÖ-GR Marco Lettenbichler vom Jugend-, Familien- und Sozialausschuss zum Nachfolger von Simone Plangger gewählt. PRIORITÄTENSETZUNG. Lettenbichler nutzte die Weihnachtsfeiertage, um sich in die neue Materie einzulesen und einzuarbeiten. Gleichwohl konnte er dadurch viel über Jugend-, Familien- und Sozialpolitik in der Bezirkshauptstadt erfahren. Der Jungpolitiker zog daraus seine Schlüsse und machte sich Gedanken über die Zukunft und wie die kurz-, mittel- und langfristige Prioritätensetzung aussehen soll. „Erasmus plus“, ein von der EU finanziell gefördertes Programm, weiterzuführen und für die Jungbürgerfeier neue Ideen zu entwickeln (mit Maturaprojekt verbinden und die Jugend 24./25. Jänner 2018 mehr einbinden) – das ist das kurzfristige Ziel (2018–2019) von Marco Lettenbichler. Mittelfristig (2020– 2022) peilt er vier Dinge an: Erarbeitung einer zeitgemäßen Gesundheits- und Sozialbroschüre (App, Socialmedia), eine Sozialagenda soll helfen, die Wünsche der Vereine zu erheben. Zweitens soll die Teilhabe und Beteiligung der Jugendlichen an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen verbessert werden. „Man muss sich ansehen, ob man das über einen Jugendgemeinderat, einen offenen Ausschuss oder über Jugendforen macht“, erklärte Lettenbichler. Drittens: Der Integration soll in Landeck mehr Stellenwert eingeräumt werden. „Ich habe festgestellt, dass die Stadt Landeck für Integration keinen Budgetposten vorsieht. Wir haben bei 7 800 Einwohnern in Landeck rund 1 200 Bewohner, die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Für das Zusammenleben wäre ein Integrationsbudget aber wichtig. In den meisten größeren Gemeinden des Inntals gibt es sogar eigene Integrationsbüros“, betonte der neue Ausschussobmann. Und viertens: Lettenbichler schlägt vor, Personen die sich auf dem Gebiet der Sozialarbeit besondere Verdienste erworben haben, das Sozialehrenzeichen zu verleihen. Langfristig möchte Lettenbichler das Thema „Gewalt- Tödlicher Skiunfall (dgh) Am 14. Jänner gegen 15 Uhr fuhr ein 78-jähriger Österreicher aus dem Bezirk Dornbirn im Skigebiet von St. Anton auf der Skiroute 51 (Galzig) talwärts. Vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers kam er zu Sturz und verlor dabei seine beiden Ski. In der Folge rutschte der 78-Jährige auf der sehr harten und eisigen Piste talwärts, überschlug sich dabei mehrmals und verlor das Bewusstsein, bis er schließlich mit schweren Verletzungen am Pistenrand zu liegen kam. Nach der Erstversorgung wurde der Schwerverletzte mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Feldkirch geflogen, wo er noch am selben Tag seinen schweren Verletzungen erlag. SP-Fraktionssprecher Manfred Jenewein sowie seine Fraktionskollegen GR Simone Plangger und der neugewählte Ausschussobmann Marco Lettenbichler (v. l.) RS-Foto: Tiefenbacher schutzeinrichtung im Oberland“ voranbringen. RÜCKBLICK. Simone Plangger legte einen Kurzbericht über ihre zweijährige Funktionstätigkeit vor: Die Hauptaktivitäten bestanden in der Weiterführung des Projektes „Sorgende Gemeinde“, der Vereinsgründung und der Besetzung der Stelle einer mobilen Sozialarbeiterin. Zudem wurden die Jungbürgerfeier und das Kinderspielefest organisiert. Des Weiteren bot man in Zusammenarbeit mit dem Verein „Frauen aus allen Ländern“ einen zusätzlichen Sprachkurs an. Ein intensives Dauerthema war die Mobile Jugendarbeit und wird es laut Plangger auch weiterhin bleiben. RUNDSCHAU Seite 7