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HessenJäger 02/2018 Kleinanzeigen

Monatlich aktueller Kleinanzeigenmarkt für Jäger, Förster und Revierinhaber.

Aus der Jagdbranche 11.

Aus der Jagdbranche 11. Europameisterschaft der Präparatoren Kunstwerke auf der Hohen Jagd und Fischerei in Salzburg Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Die besten Präparatoren Europas – in Salzburg! Zeitgleich mit der Messe „Die Hohe Jagd & Fischerei“ und der Sonderschau „absolut allrad“ finden vom 18. bis 25.02.2018 die European Taxidermy Championships® (ETC®) in Salzburg statt. Präparatoren aus aller Welt zeigen ihre Kunstwerke in fünf Kategorien und bewerben sich damit um den Titel „Best of Europe“. Damit finden – nach 2008 und 2012 – die bedeutendsten Meisterschaften für Taxidermie auf europäischem Boden zum dritten Mal in Salzburg statt. Erleben Sie den atemberaubenden Realismus der Exponate und die exquisite Handwerkskunst der Präparatoren! www.eurotaxidermy.eu www.hohejagd.at Gefährdete Wildbienen fliegen auf Hamburg Deutsche Wildtier Stiftung findet Rote-Liste-Wildbienenarten Die Wildbienen-Bilanz der Deutschen Wildtier Stiftung schließt zum Jahreswechsel mit einem höchst erfreulichen Ergebnis ab. Besonders bemerkenswert ist dabei der Fund von sechs seltenen und gefährdeten Wildbienenarten im Norden Deutschlands. Fotolia .com- Swetlana Wall Treffpunkt der Jäger, Angler und Naturliebhaber Die Baden-Württembergische Jagd- und Fischereimesse in Ulm Jagd durch alle Zeiten erleben in Ulm! Von 9. bis 11. Februar 2018 heißt es auf dem Messegelände in Ulm wieder Waidmanns- und Petri Heil. Die Ulmer Ausstellungsgesellschaft (UAG) lädt zur 19. Baden-Württembergischen Jagd- und Fischereimesse ein. Ob aus dem süddeutschen Raum, aus Österreich oder der Schweiz, allen Besuchern gemeinsam ist die Naturverbundenheit. Der Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt zählt zu den angestammten Aufgabenbereichen der Jagdverbände und Fischereivereine. Ein Aspekt ist die bestandsregulierende, aber nachhaltige Raubwildbejagung. Wie 36 HessenJäger Ausgabe 02/18 das Fell des Raubwildes aus nachhaltiger Jagd im Verantwortungsbewusstsein für die Natur und ihre Ressourcen sinnvoll genutzt werden kann, zeigen Modenschauen für Pelzbekleidung und Pelzaccessoires. Neben Bekleidung finden die Besucher auf der 15.000 m 2 großen Ausstellungsfläche bei ca. 250 Ausstellern ein breites Angebot an Optik, Waffen und Zubehör. Das Müller Schießzentrum Ulm (MSZU) bietet Jagd-, Sport- und Freizeitschützen die Möglichkeit, auf der hauseigenen Indoorschießanlage Waffen zu testen. Wer es lieber etwas Traditioneller möchte, kann sich in Halle 5 im Rahmen der Sonderschau „Schwaben-Bow“ über Sport und Sportgeräte informieren und selbst testweise zu Pfeil und Bogen greifen. Beim täglichen Bogenturnier haben gestandene Schützen die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Öffnungszeiten Täglich von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr Preise Erwachsene: 7,- € Ermäßigt: 7,- € Kinder: 3,- € Im Vorverkauf jeweils günstiger. www.kinold.de/messen/jagd-und-fischerei Seltene Bienenarten in Hamburg entdeckt. „Die Furchenbienenart Lasioglossum monstrificum wurde erst vor wenigen Jahren überhaupt beschrieben. Sie gilt in Deutschland als sehr selten und konnte jetzt an insgesamt fünf Standorten im Hamburger Stadtgebiet nachgewiesen werden“, beschreibt Manuel Pützstück, Umweltwissenschaftler bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch die Holz-Blattschneiderbiene Megachile ligniseca gilt als bundesweit stark gefährdet. Ebenso vier sehr seltene Heidekraut-Bienen gingen den Biologen auf ihrer Suche „ins Netz“. Sie sind ausschließlich in den immer rarer werdenden Sandgebieten mit ausreichend großen Heidekrautbeständen zu finden. „Insgesamt haben wir bei unseren Erfassungen bis jetzt 119 Wildbienenarten in Hamburg und Umgebung nachgewiesen“, zieht Manuel Pützstück Bilanz. Die Kartierung der Deutschen Wildtier Stiftung ist eine wichtige Grundlage, um Lebensräume für Wildbienen zu verbessern. www.DeutscheWildtierStiftung.de

Aus der Jagdbranche Auf die Probe gestellt Mit dem Steiner Nighthunter in den Karpaten Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Erzählungen von spannenden Jagden aus den Karpaten. Neben den berüchtigten Hirschen ziehen unter anderem Wölfe, Bären und Schwarzwild durch diese einzigartige Natur. Die Gegend ist, im Gegensatz zu den herzlichen Bewohnern, rau und ursprünglich. Riesige, teils unberührte Reviere mit hohem Wildvorkommen laden förmlich zur Jagd ein. Kein Wunder also, dass wir nur zu gern der Einladung unseres polnischen Freunds folgen, um gemeinsam Schwarzwild zu bejagen. Wir brechen also zur Jahreswende auf, um Freundschaften zu pflegen, Beute zu machen – aber auch, um das Nighthunter 8x56 der Firma Steiner intensiv auf die Probe zu stellen. Für uns ist dieses Fernglas nicht irgendeins, denn wir haben es vor einigen Wochen im Bayreuther Unternehmen im Rahmen einer mehrtägigen Firmenpräsentation selbst zusammengebaut. Wir konnten vor Ort jeden Schritt der Fertigung verfolgen und uns einen Überblick über die Qualitätsansprüche Steiners verschaffen. Hierüber berichteten wir bereits auf spurlaut.com. Kaum in Bircza (Südostpolen) eingetroffen, bereiten wir uns auf einen Nachtansitz vor. Das Wetter ist neblig-trüb, die Temperaturen liegen bei knapp über null Grad. Kein jagdliches Wunschwetter, aber optimal für einen anspruchsvollen Test von optischem Equipment! Die Afrikanische Schweinepest ist auch in diesem Teil der Karpaten ein gefürchtetes Thema und man jagt derzeit intensiver auf Sauen als in diesem Rotwildkerngebiet sonst üblich. Noch ist man von der Seuche verschont geblieben, aber man rechnet täglich mit schlechten Nachrichten. Als Nachtglas zu empfehlen: Das Steiner Nighthunter 8 x 56. Den Hochsitz aufgebaumt, verschaffen wir uns mit dem Glas einen ersten Überblick. Vor uns liegt ein Wühlacker der allerfeinsten Sorte. Tiefer Matsch scheint die Sauen förmlich einzuladen, darin zu suhlen und zu brechen. Durch das Porroglas erkennt man kontrastreich einzelne Details der Fläche und Umrisse sind auch an den Bildrändern scharf zu erkennen. Steiner fertigt das Nighthunter in althergebrachter Porroform, um eine hohe Lichttransmission zu erreichen. Es werden zwei Prismensegmente verbaut, welche mittels einer Totalreflektion das betrachtete Objekt aufrichten, um es dann um 180 Grad pro Prisma umzulenken. Einfallendes Licht wird reflektiert und anders als bei günstigen Dachkantprismen geht durch die dort benötigten Spiegelungen kein Licht verloren. Das durch das 56er-Objektiv einfallende Licht wird optimal genutzt und das Nighthunter eignet sich deshalb besonders als Ansitzglas für die Nacht. Eine Fokussierung über einen üblichen Mitteltrieb entfällt. Die Objektive sind versetzt zu den Okularen verbaut und die Fokussierung wird am Okular geregelt. Im Regelfall ist diese Einstellung nur einmal vorzunehmen und ein Nachfokussieren anschließend überflüssig. Durch diese Grundeinstellung erhält man ein scharfes Bild auch auf verschiedene Entfernungen. Nur wenn man einen einzelnen Punkt noch schärfer betrachten will, ist das Steiner bauartbedingt ein wenig im Nachteil. Im praktischen Jagdbetrieb ist dies für uns jedoch kein großer Minuspunkt, denn der Vorteil eines Porro ist die Möglichkeit, schnell ein klares, sehr plastisches Bild zu erhalten, ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen. Eine Benutzung des Glases ist daher auch mit nur einer Hand gut möglich. Das Nighthunter ist ein wenig klobig, jedoch spielt dies für ein typisches Ansitzglas keine Rolle. Für den Nachtansitz sind die mitgelieferten Leuchtpunkte (Lumiclips), welche anstelle der Objektivschutzkappen eingeklickt werden können, ein gutes Hilfsmittel, um das Glas auch in tiefster Dunkelheit gleich bei der Hand zu haben. Die von uns selbst im Werk gemessene Lichttransmission von 97% kommt uns bei diesem Ansitz zugute. Dichte Wolken hängen vor dem aufgehenden Mond als ein Keiler im Schatten der Bäume austritt. Trotz der schlechten Lichtverhältnisse lässt sich der Schwarzkittel gut ansprechen und unmittelbar darauf liegt der Leuchtpunkt des Steiner-Ranger-Zielfernrohrs auf dem Blatt. Die Reinigung des Fernglases ist selbst nach dem Einsatz im Matsch ein Kinderspiel. Die gut verarbeitete Gummierung lässt sich leicht reinigen und die Glasflächen sind durch Objektiv- bzw. Okularschutzkappen und eine Nanoversiegelung geschützt. Fazit: Das Steiner Nighthunter 8x56 ist für die Ansitzjagd bei Nacht definitiv eine Empfehlung wert – nicht nur wegen des im Vergleich günstigen Preises von unter 1000,- €. Das Autorenteam Von der Thermosocke bis zur Nachtsichttechnik, Simone Helmich und Michael Nitsch vom Team Winz entgeht nicht die kleinste Kleinigkeit, wenn es um die Funktionalität und Praxistauglichkeit neuester Produkte namhafter Hersteller geht. Die Jagd ist keine reine Männerdomäne mehr und so werden Unisex-Produkte auch auf Frauenansprüche getestet. Beide sind passionierte Jäger und Hundeführer. Sie leben die Jagd und wissen, was im heimatlichen Revier gebraucht wird und welche Ansprüche Jagdausrüstungen unter Expeditionsbedingungen erfüllen müssen. Bekannt ist Team Winz dem jagdlichen Publikum vor allem durch seine Jagdreportagen und Video-Blogs. www.team-winz.eu 37 HessenJäger Ausgabe 02/18