Aufrufe
vor 5 Monaten

HessenJäger 02/2018 Kleinanzeigen

Monatlich aktueller Kleinanzeigenmarkt für Jäger, Förster und Revierinhaber.

Aktuelle Jagdbilanz:

Aktuelle Jagdbilanz: 589.417 Wildschweine bundesweit erlegt Jagdpolitik und Aktuelles Im zurückliegenden Jagdjahr haben Deutschlands Jäger viereinhalb mal so viele Wildschweine wie vor 40 Jahren erlegt. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest appelliert der DJV an Jäger, insbesondere junge Wildschweine zu erlegen. Sie tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei. Verdächtige Kadaver sollten umgehend den Behörden gemeldet werden. weiter. Deshalb sollte die Aufklärungsarbeit von Behörden in der Öffentlichkeit intensiviert werden. Laut DJV muss der Fokus in Deutschland derzeit auf Maßnahmen der Früherkennung liegen. Nur so gibt es eine Chance, die Seuche im Ernstfall schnell und effektiv einzudämmen. Symptome der für den Menschen ungefährlichen ASP sind bei Wildschweinen beispielsweise Nasen- und Erlegte Wildschweine in Deutschland von 1976 bis 2017. Quelle: DJV Hautblutungen, geringe 589.417 Wildschweine haben die Jäger in Deutschland im Jagdjahr 2016/17 erlegt oder verendet aufgefunden (4 Prozent). Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1930er Jahren. Im Vergleich zur Jagdsaison 1976/77 beträgt die Steigerung knapp 350 Prozent für Gesamtdeutschland. Diese Zahlen hat der DJV heute veröffentlicht und betont die Notwendigkeit der Wildschwein-Jagd. Mit den kontinuierlich Fluchtbereitschaft und Bewegungsstörungen. Bei toten Tieren lassen sich oftmals punktförmige Blutungen in den Organen nachweisen, Lunge und Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Der DJV bittet insbesondere Jäger und Landwirte darum, verdächtige Kadaver an Ort und Stelle zu belassen und umgehend den zuständigen Amtstierarzt zu informieren. Ein Transport ist nur in dichten steigenden Erlegungszahlen hat die Spezialbehältnissen sicher. Das Jägerschaft in den vergangenen Jahrzehnten anwachsende Wildschweinbestände reduziert. In Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) appelliert der DJV an Jäger, die Wildschweinjagd noch zu intensivieren. Besonders weibliche Tiere, jünger als zwei Jahre, müssen verstärkt erlegt Virus kann selbst im Schlamm am Kotflügel lange Zeit überleben und verschleppt werden. Nach Angaben von Wissenschaftlern könnten Wildschweine ohne das Eingreifen von Jägern ihren Bestand aufgrund der guten werden - sie tragen mit über 80 Prozent zur Nahrungsbedingungen und der Fortpflanzung bei. "Noch ist das Virus nicht in Deutschland, doch je weniger Wildschweine pro Fläche leben, desto geringer ist im Ernstfall zumindest über Wildtiere die Ausbreitungsgefahr", milden Winter jährlich mehr als verdreifachen. Hauptursache des europaweiten Siegeszuges des Wildschweines sehen Wissenschaftler sagte Dr. Wolfgang Bethe, im Klimawandel. Wildschweine Veterinär und DJV-Präsidiumsmitglied. Allerdings sei erwiesen, dass der Mensch und nicht Wildtiere das Virus über große Distanzen verbreite, etwa über den Transitverkehr. Ein achtlos weggeworfenes Brot mit verseuchter Wurst reiche, um die Afrikanische Schweinepest einzuschleppen, so Dr. Bethe erreichen die Geschlechtsreife inzwischen ab einem Gewicht von etwa 30 Kilogramm. Frischlinge, also Tiere, die jünger sind als ein Jahr, bringen knapp die Hälfte des gesamten Nachwuchses zur Welt. Bachen im Alter zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr tragen mit etwa einem Drittel zum Zuwachs bei. Weitere Infos zur Afrikanischen Schweinepest Bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche. Ein Impfstoff gegen die ASP ist auf absehbare Zeit nicht verfügbar. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zur Vorbeugung und Bekämpfung der unheilbaren Tierseuche eingesetzt werden. ASP befällt Haus- und Wildschweine gleichermaßen. Der Treffpunkt für Jäger, Sportschützen und Naturfreunde in Mittelhessen! Eduard-Bork-Straße 7, 35085 Ebsdorfergrund-Wittelsberg Tel.: 06424 70323, Mobil: 01622890094, Email: andreas.weber@waffen-weber-wittelsberg.de Unsere Öffnungszeiten: Di. bis Fr.: 10 Uhr – 12 Uhr und von 15 Uhr – 19 Uhr Samstag nur nach Vereinbarung!!! Unsere Leistungen: Einschießen, Montagen, Waffenservice, Ankauf von Nachlässen, Einlagerung und Verwahrung Ihrer Waffen! Verkauf von Waffen aller Fabrikate, Munition, Bekleidung und Jagdzubehör. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie! Jetzt die Waffen überprüfen lassen … und Munition bevorraten für die kommende Jagdsaison … 7 HessenJäger Ausgabe 02/18 Anzeige

Jagdpolitik und Aktuelles Wichtige Nachrichten zur ASP Bitte bei Abschluss oder Verlängerung von Pachtverträgen beachten Bei Verlängerung oder Neuabschluss eines Pachtvertrages wird zur Aufnahme einer „ASP-Klausel“ in den Pachtvertrag geraten. Der Landesjagdverband Hessen ist in der „ASP-Expertengruppe“ des HMUKLV vertreten. Geschäftsführer Alexander Michel beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen zur aktuellen Situation der ASP und gibt wichtige Hinweise, die beim Neuabschluss oder der Verlängerung von Jagdpachtverträgen unbedingt beachtet werden sollten: Herr Michel, der Bauernverband fordert eine enorm hohe Abschusszahl von 70 % beim Schwarzwild. Wie realistisch ist diese Forderung? Antwort: Niemand kennt die Zahl des vorkommenden Schwarzwildes in Deutschland. Der DJV sprach kürzlich von einer geschätzten Anzahl von bis zu 380.000 Schwarzkitteln in Gesamt-Deutschland. Davon 70 % zu erlegen, halte ich für kaum möglich bzw. nicht praktikabel. Wir Jäger kommen unserer Aufgabe mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein nach - lehnen aber z. B. den Abschuss von Bachen ab, die führend sind oder möglicherweise führen könnten. Das ist mit dem Tierschutzgedanken nicht zu vereinbaren. Herr Michel, wie hoch ist die Gefahr eines ASP-Ausbruchs in Hessen? Antwort: Experten sprechen von einer hohen Gefahr, dass die ASP in Deutschland auftreten könnte. Da die Einschleppung am ehesten über kontaminierte Lebensmittel, wie z. B. eine weggeworfene Wurstpelle aus Tschechien, Lettland oder Polen erfolgen könnte, kann die ASP überall auftreten – auch in Hessen. Dann werden seuchenrechtliche Maßnahmen veranlasst. Es kann z. B. eine Sperrzone rund um den Fundort des erkrankten Tieres festgelegt werden. Dabei handelt es sich nicht mehr um jagdliche Mittel - dann geht es nur noch um die Seuchenbekämpfung. Momentan steht bei einigen Jägerinnen und Jägern die Verlängerung oder der Neuabschluss des Jagdpachtvertrages an. Welche vertragliche Vereinbarung sollten Jäger im Pachtvertrag hinsichtlich der drohenden ASP unbedingt treffen? Antwort: Jägern, die aktuell einen Pachtvertrag verlängern oder neu abschließen möchten, rate ich dringend dazu eine "ASP-Klausel" in den Pachtvertrag aufzunehmen. Zwischen den Vertragspartnern kann eine Formulierung wie z. B. „Mit Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in der Bundesrepublik Deutschland steht dem/den Pächter/n das Recht zu, den Jagdpachtvertrag fristlos/mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Dabei ist die Schriftform zu wahren.“ Alternativ könnte auch eine Pachtpreisminderung z. B. von X Prozent vereinbart werden, falls die ASP auftritt. Wie ist die rechtliche Situation bei laufenden Pachtverträgen? Antwort: Ein Seuchenausbruch wie z. B. bei der ASP ist rechtlich ähnlich einzustufen wie höhere Gewalt. Eine Jagdpachtminderung oder ein Sonderkündigungsrecht ergibt sich somit grundsätzlich nicht. Dabei kommt es aber für die Beurteilung dieser Frage auf den jeweiligen Vertragstext des Pachtvertrages an und die konkret durch die ASP verursachte jagdliche Einschränkung. Das Interview führte LJV-Pressesprecher Markus Stifter Wir werden im Hessenjäger und über unseren Newsletter über die aktuellen Entwicklungen weiter berichten. Sollten Sie den Newsletter noch nicht abonniert haben, bestellen sie ihn am besten direkt unter www.ljv-hessen.de/newsletter Anzeige 11 HessenJäger Ausgabe 02/18