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das werkbuch nr.2 der brunsmiteisenberg werbeagentur

Umwelterklärung 2010

Umwelterklärung 2010 Supply Center Bergkamen Informationen für Ihre Sicherheit Herausgegeben gemäß § 11 der Störfall-Verordnung von der Bayer Pharma AG, Werk Bergkamen, und der Chemtura Organometallics GmbH 2012 verschiedene broschüren zu den themen umwelt und sicherheit für die unternehmenskommunikation von bayer healthcare. 68

6 24 36 Stickstoff und TOC 2 im Abwasser [t] 100,0 90,0 80,0 70,0 60,0 50,0 40,0 30,0 20,0 10,0 Stromverbrauch [TJ] 450 400 350 300 250 200 150 100 0,0 50 0 15,1 2006 86 66 185 2006 271 60 19,3 Phosphor und Schwermetalle im Abwasser [t] 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 0,74 0,20 2006 216 71 276 86 206 104 199 2007 2008 2009 Fremdstrombezug [TJ] 302 Eigenstromerzeugung [TJ] Gesamtstrom [TJ] [TJ/t Produkt] 0,038 0,036 0,034 0,032 0,030 0,028 0,026 0,024 0,022 0,020 Gesamtstrom [TJ/t Produkt] Abb. 19: Die vielfältigen Maßnahmen zur Stromeinsparung wurden durch den Produktionsanstieg in der Mikrobiologie überkompensiert. Absoluter und relativer Stromverbrauch legten daher 2009 deutlich zu. 18,2 68 292 20,0 2007 2008 2009 0,70 0,14 0,69 Stickstoff [t] TOC [t] 2007 2008 2009 Phosphor gesamt [t] Schwermetalle [t] 1,05 70 0,14 0,14 [t/t Produkt] Stickstoff [t/t Produkt] TOC [t/t Produkt] Abb. 11: Abwasserfrachten von Stickstoff und Total Organic Carbon (TOC), die von 2006 bis 2009 in die Lippe eingeleitet wurden. 0,01 0,009 0,008 0,007 0,006 0,005 0,004 0,003 0,002 0,001 0,0 [t/t Produkt] 0,00012 0,00010 0,00008 0,00006 0,00004 0,00002 Phosphor [t/t Produkt] 0,0 Schwermetalle [t/t Produkt] Abb. 12: Abwasserfrachten für Phosphor und Schwermetalle. Bei den Schwermetalleinträgen handelt es sich um Zink und Nickel. 2 TOC ist ein Summenparameter in der Wasser- und Abwasseranalytik, der die Belastung des Wassers mit organischen Stoffen angibt. Ultrafiltration setzt neue Maßstäbe: Die 2004 in Betrieb genommene Anlage ist in der Lage, die Biomasse aus der biologischen Abwasserbehandlung vollständig zurückzuhalten. Umweltschutzinvestitionen [in Tausend Euro] 1.800 1.600 1.400 1.200 1.000 800 600 400 200 0 767 460 0 2006 290 1 434 85 1 Abb. 3: Umweltschutzinvestitionen im Zeitraum 2006 bis 2009 unterteilt nach Verwendungszweck. Ultrafeine Mikromembranen sorgen für höchste Reinheit bei der Abwasserbehandlung. Modernste Videokonferenztechnik macht Geschäftsreisen überflüssig und schont die Umwelt. 308 1 533 254 1 1.291 1 1.616 2007 2008 2009 158 0 1.072 Wasser Luft Lärm Abfall Boden 0 7 25 37 8 28 Lösemittelbilanz 2009 VOC-Anlage Abluft Abgasreinigungsanlage 1.1 1,572 t Fahrer Karl-Heinz Brandt beim „Boxenstopp“ an der Erdgas-Tanksäule Gut zwei Drittel des mehr als 100 Hektar großen Werkgeländes sind bebaut. Die übrige Fläche steht für Erweiterungen und Neuansiedlungen zur Verfügung. Abluft 1.2 38,8 t Abwasser Kläranlage 2 0,171 t Input Lösemittel 36.270 t Recycling Lösemittel 23.080 t Verunreinigungen im Produkt 1.1 = Emissionen in den gefassten behandelten Abgasen 1.2 = Emissionen in den gefassten unbehandelten Abgasen 2 = Menge organischer Lösemittel im Abwasser unter Berücksichtigung der Abwasserbehandlung 3 = Menge organischer Lösemittel, die als Verunreinigung oder Rückstand im Endprodukt verbleibt 4 = diffuse Emissionen, z.B. über Türen, Fenster, Flansche 9 = organische Lösemittel, die auf sonstigem Wege freigesetzt werden 3 0,0 t Grenzwert nach 31. BlmSchV: 1.1 + 1.2 + 2 + 4 + 9 < 5 Prozent der eingesetzten Lösemittelmenge 1,572 t + 38,8 t + 0,171 t + 0,0 t + 1,9 t + 0,0 t = 42,4 t entsprechend ca. 0,12 Prozent der eingesetzten Lösemittelmenge von 36.270 t Abb. 14: Die Ermittlung der Emissionen erfolgte nach der „direkten Methode“. diffuse Emissionen 4 1,9 t sonstige Emissionen 9 0,0 t Das schmeckt! Justin Michler, Jennifer Grewe und Maike Heinrichs (v. l.) überzeugen sich von den Vorzügen gesunder Ernährung. Produktionsfluss 3. OG Reaktoren 2. OG Aufarbeitung (z.B. Destillation) 1. OG Isolierung (z.B. Zentrifuge) EG Trocknung, Abfüllung Abb. 4: Der Produktionsfluss erfolgt in den Wirkstoffbetrieben meist unter Ausnutzung utzung der Schwerkraft von oben nach unten. Motivierte Mitarbeiter, einwandfreie Anlagen – Erfolgsfaktoren für eine sichere und umweltfreundliche Produktion. Luftemissionen (ohne Kohlendioxid) in Tonnen [t] Jahr Stickoxide Organische Kohlen- Schwefel- Staub Stoffe monoxid dioxid NOx VOC CO SO2 2006 119,8 47,4 3,1 0,76 0,268 2007 138,9 71,1 3,9 0,64 0,181 2008 90,9 68,0 11,7 0,86 0,149 2009 58,0 42,4 16,9 1,20 0,141 Abb. 15: Durch das Umrüsten der Gasturbine im Kraftwerk im Jahr 2008 ist eine deutliche Reduzierung der Stickstoffoxid-Emissionen erreicht worden. Ababacar Seck vom Ingenieurbüro Pecher (l.) und Dr. Peter Ohle (3. v. l.), Fa. General Electric, erläutern den senegalesischen Besuchern die Funktionsweise der Mikromembranen. In der Mikrobiologie: Detlef Dommers zeigt Thomas in der Weide, Andreas Nawarro Lange und Barbara Ransiek (v. l.) einen Kolben mit Nährlösung für die Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe. 9 29 Produktverantwortung Als Hersteller pharmazeutischer Wirkstoffe fühlen wir uns über die rechtlichen Anforderungen hinaus in besonderem Maße dem Menschen und der Umwelt verpflichtet. Neben Innovation, Wachstum und Wirtschaftlichkeit ist Nachhaltigkeit deshalb gleichwertiger Bestandteil unserer Unternehmensziele. Das Thema „Arzneimittel in der Umwelt“ beschäftigt seit annähernd 20 Jahren Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Besorgnis über die Auswirkungen pharmazeutischer Substanzen führte zu zahlreichen Untersuchungen auf nationaler und internationaler Ebene. Bayer HealthCare hat bereits früh damit begonnen, Umweltrisikobewertungen für Humanarzneimittel bei den zuständigen Behörden einzureichen. Kontinuierlich werden auch für bereits in den Markt eingeführte Wirkstoffe Bewertungen unternommen. Ergebnis: Weder bei Kontrastmitteln noch bei Antibiotika oder Hormonen ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand von einer Gefährdung der Umwelt auszugehen. Bayer HealthCare hat sich zum Ziel gesetzt, mögliche Risiken von Arzneimittelwirkstoffen in der Umwelt noch genauer zu untersuchen, um diese differenzierter beurteilen zu können. Dazu erweitern wir systematisch die Datenbasis der Umwelteigenschaften – zum Beispiel durch Tests zur Ökotoxizität sowie zum Verbreitungs- und Abbauverhalten der Arzneimittel. Bayer HealthCare hat sich 2008 darüber hinaus in mehreren wichtigen Forschungsprojekten engagiert. So begleitete Bayer in Deutschland das Projekt START (Strategien zum Umgang mit Arzneimittelwirkstoffen im Trinkwasser). Auf europäischer Ebene hat sich das Unternehmen in die Projekte KNAPPE (Knowledge and Need Assessment on Pharmaceutical Products in Environmental Waters) und ERAPHARM (Environmental Risk Assessment of Pharmaceuticals) eingebracht. Im Supply Center Bergkamen haben wir in den vergangenen Jahren beträchtliche Summen in technologisch optimale Lösungen zur Abluft- und Abwasserbehandlung – zum Beispiel die Moder nisierung der Kläranlage – investiert. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Rückhaltung von Hormon-Wirkstoffen und iodierten Röntgen-Kontrastmitteln. Trotz vieler Studien zum Auftreten von Wirkstoffen aus der Hormonproduktion in der aquatischen Umwelt konnte bisher keine abschließende Bewertung der Auswirkungen auf die Ökosysteme von Gewässern erfolgen. Daher haben wir bereits 1998 beschlossen, alle Abwässer aus der Ethinylestradiol-Produktion separat zu sammeln und zu verbrennen. Eine Emission künstlicher Hormon-Komponenten aus diesem Bereich ist somit ausgeschlossen. Auch bei der Herstellung von Röntgen-Kontrastmitteln fallen Abwässer an. Die darin enthaltenen iodierten Kontrastmittel sind als Diagnostika wirkungsbedingt biologisch inert. Trotz der erwiesenen ökotoxikologischen Unbedenklichkeit bewerten wir das Abwasser jeder Iopromid- Stufe vorsorglich separat. In den vergangenen Jahren haben wir darüber hinaus Verfahren entwickelt, die den Eintrag von Iopromid-Stufen in die Kläranlage erheblich vermindern und gleichzeitig die stoffliche Verwertung des enthaltenen Iods ermöglichen. Eine speziell für diesen Zweck installierte Anlage erlaubt es zudem, organisch gebundenes Iod aus dem Abwasser zurückzugewinnen. Auf diese Weise soll die Recycling-Quote für Iod um weitere 30 Prozent steigen. Das Supply Center Bergkamen Standort Das Supply Center Bergkamen ist der größte Produktionsstandort der Bayer Schering Pharma AG. Mehr als 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen hier Wirkstoffe und Zwischenprodukte in höchster Reinheit her – sowohl für die Weiterverarbeitung im eigenen Unternehmen als auch für Dritte. Das knapp 110 Hektar große Werkgelände befindet sich im nordöstlichen Teil des Ruhrgebiets zwischen den Städten Dortmund und Hamm. Es wird seit fast 50 Jahren für die Wirkstoffherstellung genutzt. 1959 erwarb die Schering AG die Chemischen Werke Bergkamen, um ihre Produktion außerhalb der beengten Verhältnisse der damaligen Exklave West-Berlin auszuweiten. Zweieinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung am 2. April 1962 begann die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe – die Anfänge eines Industriebetriebs, der in der Region als größter Arbeitgeber mittlerweile fest verwurzelt und als Supply Center Bergkamen weltweit einer der modernsten und größten Produktionsstandorte für Hormone und Kontrastmittel ist. Produktionsverfahren Zwischen Hormonen und Kontrastmitteln gibt es bei der Herstellung so gut wie keine Überschneidungen. Für die Röntgen-Kontrastmittel ist der sichere Umgang mit großen Volumina kennzeichnend. Es gilt, möglichst viel Jod in das Kontrastmittelmolekül zu bringen, um für den untersuchenden Arzt eine optimale kontrastgebende Wirkung zu erzielen. Anders die Situation bei den Hormonen. Diese Wirkstoffe werden in vergleichsweise kleinen Mengen produziert – noch dazu in einem äußerst aufwendigen Verfahren mit bis zu 19 verschiedenen Synthesestufen. Entscheidend ist dabei der enge Verbund von mikrobiologischer und chemischer Produktion, denn wichtige Zwischenstufen auf dem langen Weg zum fertigen Wirkstoff übernehmen Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Hefen. Reaktoren, Zentrifugen, Trockner und andere Apparate sind – je nach herzustellendem Wirkstoff und gewünschter Menge – zu unterschiedlichen Produktionslinien verschaltet. In der Regel werden mehrere davon parallel betrieben. Ihre Leistungen variieren in Abhängigkeit von Ansatzgrößen, Laufzeiten und Ausbeuten der Synthesestufen teilweise erheblich. Ebenso variabel ist die Dauer einer Kampagne, d. h. der Zeitraum, in dem ein Produkt hergestellt wird. Er kann einige Tage umfassen, aber auch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Vor Beginn einer neuen Kampagne sind die einzelnen Anlagenteile zu reinigen. Über Umfang und Intensität dieser Prozedur entscheiden die internationalen Anforderungen des Arzneimittelrechts. In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Anlagen in Betrieb gegangen, in denen die Produktion nicht mehr in Kampagnen, sondern weitgehend kontinuierlich erfolgt. Produktionsfluss Prozesswasseraufarbeitungsanlage (PWA) In der PWA erfolgt das Abtrennen von Lösemitteln sowie geruchsintensiven und biologisch schwer abbaubaren Stoffen, um die TOC-Fracht zu reduzieren. Die separierten Substanzen werden – sofern technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll – zum erneuten Einsatz in der Produktion aufgearbeitet. Nicht wieder einsetzbare Stoffe werden in eigenen Verbrennungsanlagen und externen Einrichtungen verwertet oder entsorgt. Zentrale Abwasserbehandlungsanlage (ZABA) Aufgrund der Renaturierung der ehemaligen Vorflut Seseke einschließlich ihrer Zuläufe werden die Abwässer des Standorts bereits seit 2004 nicht mehr in die Kläranlage des Lippeverbands, sondern direkt in die Lippe eingeleitet. Voraussetzung dafür war die Reinigung der Abwässer in der ZABA und – als Folge davon – deren Erweiterung um eine Nitrifikations- und Denitrifikationsstufe (PAA-Stufe) sowie die Einführung der Membrantechnologie zur Schlammelimination. Die modernisierte standorteigene Kläranlage nahm Mitte 2004 ihren Betrieb auf. Bei einer Einsatzmenge von 36.270 Tonnen Lösemitteln im Jahr 2009 betrug der Verlust in die Atmosphäre 42,4 Tonnen. Dies entspricht 0,12 Prozent der eingesetzten Menge. Zum Vergleich: Der gesetzlich festgelegte Grenzwert beträgt fünf Prozent. Die ebenfalls gesetzlich geforderte Lösemittelbilanz ist in Abbildung 14 dargestellt. In ihr sind alle denkbaren Emissionspfade für leichtflüchtige organische Stoffe berücksichtigt (Abluft, Abwasser, diffuse Emissionen etc.). Hauptemissionspfad für leichtflüchtige organische Verbindungen sind die Ablüfte der Wirkstoffbetriebe. Um eine weitere Reduzierung dieser Emissionen zu erreichen, ist beabsichtigt, die wenigen verbliebenen offenen Vorgänge in eine geschlossene Handhabung zu überführen. Außerdem wird geprüft, ob sich bei unvermeidbaren offenen Vorgängen die Anschlussstellen mit Absaugungen nachrüsten lassen. Ziel ist es, die Emissionen unmittelbar an der Entstehungsstelle zu erfassen und über das zentrale Abluftsammelsystem zur Verbrennung zu führen. Abluft (Emissionen) Wesentliche Quellen für Luftemissionen sind die Produktionsbetriebe, das Kraftwerk sowie die Sonderabfallverbrennungsanlage. Die Abwasserzusammensetzung ist nicht homogen, sondern aufgrund der Vielfalt der hergestellten Wirkstoffe ständigen Schwankungen unterworfen. Der Anstieg des Phosphoreintrags ist im Wesentlichen auf die Ausweitung einer Produktionsmethode in der Mikrobiologie zurückzuführen, bei der die eingesetzten Mikroorganismen mit einer phosphathaltigen Lösung ernährt werden. Die Abluft der Produktionsanlagen wird zentral erfasst und im Kraftwerk oder der thermischen Nachverbrennungsanlage entsorgt. Deren Emissionen kontrolliert die Bezirksregierung Arnsberg kontinuierlich über ein Online-Fernüberwachungssystem. Die Jahresemissionsdaten 2009 für das Kraftwerk und die Sonderabfallverbrennungsanlage sind am Ende dieser Broschüre in dem Kapitel „Unterrichtung der Öffentlichkeit“ zusammengefasst. Supply Center Bergkamen investiert in erdgasbetriebenes Fahrzeug – Beitrag zur Klimaschutzinitiative „Combat Climate Change“ Umweltschonend und sparsam Autofahren Senegalesische Delegation besucht Abwasserbehandlungsanlage des Supply Center Bergkamen Ultrafiltration sorgt für sauberes Abwasser Der Anteil der Eigenstromerzeugung liegt je nach Turbinenlaufzeit zwischen 65 und 78 Prozent. Beim Fremdstrom entfielen 2008 insgesamt 27,1 Prozent auf erneuerbare Energien. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 betrug der Strombedarf des Supply Center Bergkamen insgesamt 302 TJ (83.956.000 kWh). Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 18.700 Vier- Personen-Haushalten (ein Vier-Personen-Haushalt hat einen durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von ca. 4.500 kWh). Indirekte Umweltauswirkungen Der Transport von Waren aller Art vom und zum Supply Center Bergkamen verbraucht Energie und führt zur Emission von Schadstoffen. Gleiches gilt für Dienstreisen und für die Fahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Arbeitsplatz. Um diese Emissionen auf ein Mindestmaß zu begrenzen, wird stets darauf geachtet, die jeweiligen Transportmittel optimal auszulasten und Leerfahrten zu vermeiden. Bei Geschäftsreisen setzt der Konzern auf die Initiative „Business-Travel“. Sie sieht vor, die Anzahl der Flugreisen durch den Einsatz modernster Videokonferenztechnik zu reduzieren. Auch im Supply Center Bergkamen steht ein entsprechender Videokonferenzraum zur Verfügung. Darüber hinaus fördert Bayer mit dem Programm „EcoFleet“ die Anschaffung von Dienstwagen mit einem geringeren Kohlendioxid-Ausstoß. So ist im Supply Center Bergkamen seit 2009 ein Fahrzeug mit Erdgasantrieb im Einsatz. Durch diese und weitere Maßnahmen sollen die durch Dienstfahrzeuge verursachten Treibhausgas-Emissionen im Zeitraum 2007 bis 2012 konzernweit um 20 Prozent sinken. Auch die Produktion der benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der entsprechenden Verpackungsmaterialien führt – je nach Technologiestandard der Lieferanten – zu unterschiedlich hohen Umweltauswirkungen. Die Standortbeschaffung berücksichtigt diese Aspekte indem sie das Umweltverhalten der Lieferanten nach einem eigens entwickelten Kriterienkatalog bewertet. Umweltschonend handeln und gleichzeitig die Kosten im Blick behalten – wichti- Alexander Bentzin, verantwortlich für interne schaffung betreffen meist die geringere Reich- Die Entscheidung für Ergas fiel leicht: Klaus- Und die Nachteile? Einwände gegen die Ange Grundsätze im Supply Center Bergkamen. Optimal, wenn Ökologie und Standort Bergkamen, fährt privat seit Jahren konventionell betankten Wagen. Doch diese Transporte und Facility Management am PS- weite eines Erdgasautos verglichen mit einem Ökonomie Hand in Hand gehen: Um ein einen erdgasbetriebenen Wagen. Er ist mit Einwände lässt Bentzin nicht gelten: „Die Reichweite einer Tankfüllung liegt bei ungefähr 300 älteres Fahrzeug des Fuhrparks zu der Technik vertraut und von den Vorteilen ersetzen, wurde im Frühjahr 2009 überzeugt: „Die Kosteneinsparung ist immens: Ein Kilogramm Erdgas – ja, hier wird 840 Tankstellen in Deutschland, an denen Kilometern.“ Außerdem gebe es mittlerweile erstmals ein erdgasbetriebenes Fahrzeug in Betrieb genommen. Zeit für eine nach Kilogramm getankt! – kostet unter einem Euro und man kann weiter damit fahren Tankstellenübersicht im Auto“, betont Bentzin. Erdgas erhältlich ist. „Natürlich liegt immer eine Zwischenbilanz. als mit einem Liter Benzin. Über den Daumen Zufrieden ist auch Karl-Heinz Brandt, Mitarbeiter von Bentzin und regelmäßig mit dem gepeilt: 50 Prozent Einsparpotenzial sind realistisch.“ Erdgasauto unterwegs, um eilige Lieferungen Dazu kommt: Auch der Kohlendioxid- oder Besucher und Kunden des Supply Centers sicher zum Ziel zu bringen. Beim Fahren Ausstoß ist bei erdgasbetriebenen Fahrzeugen deutlich geringer. Wer sich für Erdgas kann er keinen Unterschied feststellen. „Wir entscheidet, tut also auch etwas Gutes für fahren ja auch keine Formel-1-Rennen hier am den Klimaschutz – ein wesentlicher Pluspunkt auch für den Mutterkonzern Bayer, der stehen Sicherheit und Komfort für unsere Standort“, schmunzelt Brandt. „Vielmehr zu den Erstunterzeichnern der weltweiten Gäste im Mittelpunkt. Beides ist bei dem Klimaschutzinitiative „Combat Climate Wagen absolut gegeben. Insofern: eine gute Change“ (3C) gehört. Entscheidung.“ Combat Climate Change (3C) Bayer nimmt den Klimawandel als ökologische und ökonomische Herausforde- gesetzt, die von seinen Dienstfahrzeugen So hat sich Bayer beispielsweise zum Ziel rung ernst und ist Vorreiter beim Klimaschutz. Das Unternehmen hat 2007 sein um 20 Prozent zu verringern. Die Dienst- verursachten CO 2 -Emissionen bis 2012 Engagement in einem konzernweiten fahrzeuge sollen langfristig auf alternative Klimaprogramm gebündelt und sich als Antriebsmöglichkeiten wie Erdgasbetrieb einer der Erstunterzeichner zur weltweiten umgestellt werden. Klimaschutzinitiative „Combat Climate Change“ (3C) bekannt. www.combatclimatechange.org Seminar „Fit im Job“ für Auszubildende dungsjahr lernt der Bergkamener Nachwuchs deshalb unter dem Motto „Fit im Job“ die Grundzüge gesunder Ernährung kennen. Möhren statt Mathe „Theorie und Praxis müssen Hand in Hand gehen“, beschreibt die ernährungsmedizini- Rohkost statt Rechnungswesen. Vitamine statt Verfahrenstechnik. Einmal im Jahr stehen im Supply Center Bergkamen bei den Azubis des ersten Ausbildungsjahrgangs nicht die üblichen Fächer auf dem Stundenplan. Dann heißt es: Fit im Job dank gesunder Ernährung. Ungesundes Essen und mangelnde Bewegung belasten die Gesundheit und beeinträchtigen die körperliche Fitness. Das zeigen auch die medizinischen Untersuchungen zum Ausbildungsbeginn. Im ersten Ausbil- sche Beraterin Anneliese Seepe ihr Konzept für „Fit im Job“. „Ich erkläre daher nicht nur, was gesund ist und was besser nicht auf den Teller kommen sollte, sondern setze es auch praktisch mit den Auszubildenden um – indem wir gemeinsam ein Mittagessen kochen.“ Für viele Auszubildende ist das eine neue Erfahrung. Küchenarbeit kennen sie oft nur vom Hörensagen. „Ich bin kein großer Fan vom Kochen“, gibt Justin Michler zu, „aber in der Gruppe macht es richtig Spaß.“ Seine Kolleginnen und Kollegen sehen das genauso. Bayer ist in vielen Bereichen Vorreiter in puncto Umweltschutz. Zu diesem Ergebnis kam eine Delegation aus der westafrikanischen Republik Senegal nach einem Besuch des Supply Centers Sicherheit mit System Wie gewährleistet Bayer Schering Pharma die Sicherheit der Mitarbeiter und Anlagen? Wie hat sich die Arbeitssicherheit in den vergangenen 20 Jahren entwickelt? Was sind die Erfolgsfaktoren für das neue Arbeitsschutzprogramm? Sicherheit stand beim Besuch von Mitgliedern der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund im SC Bergkamen ganz oben auf der Tagesordnung. „Sicherheit hat für Bayer Schering Pharma höchste Priorität. Der Schutz unserer Mitarbeiter, Nachbarn und Anlagen steht bei allem, was wir tun, an erster Stelle“, machte Thomas in der Weide, Leiter Health, Safety, Environment, den mehr als 25 Gästen deutlich. Diese waren beeindruckt – insbesondere von der Vielfalt der eingesetzten Instrumente. „Verhaltensbezogene Gespräche zum Arbeitsschutz, Unterweisungen, Sicherheitsbegehungen, ein jährlicher Wettbewerb für Verbesserungsvorschläge zur Arbeitssicherheit – erstaunlich, Bergkamen. Neben hochrangigen Repräsentanten des Staatlichen Amts für Entwässerung (ONAS) gehörte der Gruppe auch ein Mitarbeiter der Gesellschaft für Wirtschaftsentwicklung an. Industrie- und Handelskammer zu Dortmund informiert sich über Arbeits- und Anlagensicherheit was das Unternehmen unternimmt, um systematisch für Sicherheit zu sorgen“, so der einhellige Tenor. Vorab hatte in der Weide, der den IHK-Arbeitskreis „Erfahrungsaustausch Umweltschutz“ leitet, den Besuchern einen Einblick in die Historie des Standorts, dessen Organisation und Einbindung in die Strukturen des Bayer-Konzerns gegeben. Ein weiterer Gesprächspunkt: die von Bayer Schering Pharma entwickelten Verfahren zur Herstellung von Das besondere Interesse der Besucher galt der Abwasserbehandlungsanlage des Supply Center Bergkamen. Ausgestattet mit moderner Membrantechnologie ist sie in der Lage, die Biomasse aus der biologischen Abwasserbehandlung vollständig zurückzuhalten. „Durch diese Ultrafiltration wird am Ablauf der Membran eine Wasserqualität erzielt, die es uns erlaubt, das gereinigte Wasser direkt in die Lippe einzuleiten“, erläuterte der stellvertretende Betriebsleiter Markus Tobisch den beeindruckten Gästen. Hintergrund des Expertengesprächs ist ein Industriepark in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, dessen Konzeption und Bau die Besucher mit deutscher Hilfe vorantreiben. Papa Samba Diop, Abteilungsleiter am ONAS: „Die umweltgerechte Reinigung industrieller Abwässer ist für das geplante Projekt von großer Bedeutung. Bei seiner Realisierung helfen uns das Wissen und die jahrzehntelange Erfahrung von Bayer auf diesem Gebiet.“ Steroiden und Röntgen-Kontrastmitteln. Bei einem Rundgang durch die mikrobiologische Produktion erläuterte Detlef Dommers der Besuchergruppe zudem die Besonderheiten der Wirkstoffproduktion mittels Hefen, Bakterien und Pilzen. Angefangen vom ersten Ansatz im Schüttelkolben über das Anfüttern der Mikroorganismen im Produktionsmaßstab bis hin zum Abfüllen der Wirkstoffe erhielten die Teilnehmer einen anschaulichen Überblick über die einzelnen Verfahrensschritte. 69

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