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WIWO Koepffchen 3 2016

WIWO Koepffchen 3 2016

Auf den Spuren der

Auf den Spuren der Wildauer Steine Alter Campus Wie aus der „Essigbude“ ein Standort für Bildung, Gesundheit und Justiz wurde – Teil II Anlässlich des 25. Gründungstages der TH Wildau am 22. Oktober 2016 hat Dr. Frank Seeliger, Leiter der TH-Bibliothek, das Buch „Auf den Spuren der Wildauer Steine – ein Architekturspaziergang durch die junge Stadt mit historischen Wurzeln“ herausgegeben. Ein Kapitel dieses Buches befasst sich mit der Entwicklung des „Alten Campus“, das die WiWO-Mieterzeitung „Köpffchen“ mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers veröffentlicht. Teil I in der Köpffchen-Septemberausgabe 2016 befasste sich mit der Entwicklung dieses Geländes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis ins Jahr 2008. Lesen Sie nun in Teil II, welche Entwicklung der „Alte Campus“, ein etwas mehr als 400 Meter langes und über 70 Meter breites Areal entlang der Friedrich-Engels-Straße in Wildau, seither genommen hat. Wildau übertragen. Im Jahr darauf wurde es Eigentum der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (WiWO). Die Gemeindevertretung Wildau hatte auf ihren Sitzungen am 22. Februar 2011 und am 19. April 2011 beschlossen, die Gebäude 1, 2, 3 und 4 (Beschluss G 16/275/11) beziehungsweise 5, 6, 7 und 8 (Beschluss G 17/320/11) mit den dazugehörigen Grundstücksflächen auf die WiWO im Wege der Einbringung zu übertragen. Ziel der Gemeindevertreter war es dabei, Kosten für eine ansonsten notwendige Teilung des gesamten Grundstückes zu vermeiden, aber auch, das gesamte Gelände einer einheitlichen Gestaltung und Verwaltung zuzuführen. Auch die Sporthalle (Haus 6) wurde in das Eigentum der WiWO übertragen, steht aber der Stadt Wildau vertraglich gesichert weiter für die unentgeltliche und unbefristete Nutzung zur Verfügung. Was unter anderem von der Technischen Hochschule, den Privatschulen „Villa Elisabeth“, der Kita „Zwergenland“, dem Fechtclub Wildau und dem Handball-Sportverein Wildau zum Sporttreiben genutzt wird. Neues Leben im „Alten Campus“ Aus dem Campus war ein „Alter Campus“ geworden. In den folgenden Jahren mutierte das einstige Bildungszentrum zu einem Schandfleck am Wildauer Ortseingang. Auf den Treppenstufen des Hörsaal- 14 Gebäudes machte sich Moos breit. In seinem Inneren hatten Vandalen gewütet, Pumpen herausgefräst, Heizungskörper demoliert, Fensterscheiben zerschlagen. Im Jahr 2010 hat das Land Brandenburg das Areal kostenlos an die Gemeinde In den folgenden fünf Jahren ist es der WiWO gelungen, das ehemalige, circa 28 800 Quadratmeter große und im Verfallsprozess befindliche einstige Ingenieurschulgelände zu einer ansehnlichen Visitenkarte am Ortseingang der Stadt zu entwickeln. Erste Visionen waren Köpffchen - Ausgabe 03. 2016

li.: Im Jahr 1992 wurde Haus 1 komplett saniert. Hier hat die TRAINICO GmbH, ein Bildungsträger für kaufmännische und technische Berufe in der Luftfahrt, ihren Sitz. re.: Seit Anfang 2016 beherbergt Haus 2 ein Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie „Trainingscenter und Physiotherapie schmerzfrei“. Fotos: Agentur Zeesen auf die Gestaltung eines Technologie- Campus gerichtet. Entstanden ist ein Zentrum für Bildung, Gesundheit und Justiz. So oder so: Dem „Alten Campus“ wurde neues Leben eingehaucht. Heute besteht das Ensemble, von Süden nach Norden in Richtung Zeuthen gesehen, aus einem dreigeschossigen Würfelbau (Haus 3), vier langgestreckten, zumeist zweigeschossigen Baukörpern (den Häusern 1, 2 und 7 an der Straßenseite und Haus 4 an der Seite des Bahngeländes), der Sporthalle in Haus 6 (Bahnseite) sowie im Norden des Geländes einer Industrie-Halle, die zum zwischenzeitlich abgerissenen Haus 5 gehörte. Hier war 2014 die Ansiedlung einer Berliner Bootsbau-Firma geplant, die sich aber zerschlagen hat. Auch der einstige hinter Haus 5 befindliche Komplex des Hauses 8 wurde abgerissen. Der „Alte Campus“ präsentiert sich, mit Ausnahme der ein wenig in die Jahre gekommenen, hellgrauen Fassade der Sporthalle mit rot verputztem Klinkersockel, in frischen Farben. Weiß, Grau, Rot, Rotbraun und Braun dominieren an den Fassaden, Sockeln, Türen, Fenstern und Fensternischen. Einzig das Haus 2 zeigt sich inklusive eines ehemaligen Pförtnerhäuschens als dunkelroter Backsteinbau. Die Häuser 3 und 1 (Friedrich-Engels- Straße 62/63) wurden seit dem 1. Januar 2012 durch die TRAINICO GmbH, einem Bildungsträger für kaufmännische und technische Berufe in der Luftfahrt, genutzt. Im 1953 erbauten und 1992 komplett sanierten Haus 1, einem Zweigeschosser mit weißer Fassade, Klinkersockel und braunen Fenstern, haben die Geschäftsführung und die Administration des Unternehmens ihren Sitz. Das Gebäude besitzt eine Hauptnutzfläche von 750 Quadratmetern. Haus 3, Seminargebäude und Audimax, hat eine Hauptnutzfläche von über 800 Quadratmetern. Die Fassade des dreigeschossigen Würfelbaus mit roten Klinkern, weißem Putz und einem Der WiWO ist es gelungen, das einstige Ingenieurschulgelände zu einer ansehnlichen Visitenkarte am Ortseingang der Stadt zu entwickeln. großen Glasanteil ist die modernste auf dem „Alten Campus“. Inklusive des Audimax mit 190 Sitzplätzen nutzte TRAINICO hier mehrere Jahre lang insgesamt 14 Unterrichtsräume. Büros, Flure und Treppenhäuser empfingen den Besucher in freundlichem Weiß, in den Schulungsräumen waren TRAI- NICO-Blau, Grau und Weiß die vorherrschenden Farben. Die WiWO investierte als Vermieter etwa 1,2 Millionen Euro, um die Gebäude und das Gelände herzurichten. Der Hörsaalkomplex erhielt ein neues Dach, die Sanitäranlagen und die Heizung wurden erneuert. Für den Brandschutz wurde ein zweiter Fluchtweg angebaut. Jüngster Mieter auf dem „Alten Campus“ ist der Orthopäde Dr. Alexander Kogan, der seit Anfang 2016 im Obergeschoss von Haus 2 (Friedrich-Engels-Straße 60) ein Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie mit acht Behandlungsräumen betreibt. Im Erdgeschoss haben hier seither „Trainingscenter und Physiotherapie schmerzfrei“ ihren Sitz. Das frühere Pförtnerhäuschen wird als Büro genutzt. Die WiWO hatte das 535 Quadratmeter große Gebäude grundhaft instandgehalten, Dach und Fenster saniert. Vor der Eröffnung der barrierefreien Praxis installierten Firmen aus der Region Heizung, Sanitäranlagen, Elektrik und Datenverkabelung, bauten einen Fahrstuhl ein, realisierten den Trockenbau und überarbeiteten die Fassade. Außerdem wurden die Außenanlagen gestaltet und 16 neue Parkplätze angelegt. Köpffchen - Ausgabe 03. 2016 15

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