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WIWO Koepffchen Sonderausgabe 2016

WIWO Koepffchen Sonderausgabe 2016

4kapitel Erzählt davon,

4kapitel Erzählt davon, wie sich Wildau im Jahr 2010 für die Auferstehung des Klubhauses entschied, wie die WiWO für erstes Leben drumherum und dann für seine komplette Sanierung zu einem neuen Schmuckstück am Dahme-Ufer sorgte. Wildau – zurück ans Wasser 13 lange Jahre hatte sich rund ums Klubhaus nichts getan. Die Sonne schien, wir hatten Schietwetter, es war warm, es war kalt. Und mir war so dröög!!! Da rostet man doch ein. Aber dann kam das Jahr 2010. Zunächst tat sich was in Politikerund Amtsstuben. Was ja für unsereins als Klabautermann erstmal nicht sonderlich dramaatsch, nicht so spannend ist. Aber es wurde Licht am Ende des Tunnels. Meine Geduld wurde belohnt. Ich hatte wieder Chancen aufs Klopfen. Denn nicht umsonst heißt es althergebracht in der Segelschifffahrt: „Wenn der Klabautermann klopft, bleibt er, wenn er hobelt, geht er.“ 24 Am 2. Februar 2010 fasste die Gemeinde Wildau den Beschluss „G8A/169/10 über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet ‚Klubhaus an der Dahme‘“. Am 4. Februar 2010 ersteigerte sie das Klubhaus an der Dahme für 501 000 Euro bei einer Zwangsversteigerung in Luckenwalde. Das Grundstück ist 3050 Quadratmeter groß. Das Haus hat eine Nutzfläche von 1068 Quadratmetern. Fortan arbeitete auch die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (WiWO) gemeinsam mit Wildauer Gemeindevertretern, Mitarbeitern der Verwaltung, sachkundigen Bürgern und wichtigen Personen des öffentlichen Lebens in Wildau an der Zukunft des historischen Klubhauses an der Dahme. Nach der Ersteigerung war die Frage, wie und durch wen dieses Haus mit viel lokaler Tradition genutzt werden soll, noch nicht beantwortet. Bleibt es in Gemeindehand? Wird es an Privatinvestoren verkauft? „Es gab einen großen Schulterschluss zwischen Gemeindevertretern und Gemeindeverwaltung bei der Auffassung, dieses Objekt vorzugsweise nicht zu veräußern, sondern in kommunaler Hand zu behalten“, blickt WiWO-Geschäftsführer Frank Kerber zurück. „Voraussetzung war aber, dass eine Lösung für das Klubhaus gefunden wird, die langfristig vor allem aus wirtschaftlicher Sicht tragbar ist.“ Deshalb wurde die WiWO beauftragt, ein entsprechendes Nutzungskonzept zu entwickeln. Eine Projektgruppe machte sich ans Werk. In den ersten beiden Workshops dieser Projektgruppe ging es zum einen um das Sammeln von Ideen und Wünschen. Das Ergebnis: Das Klubhaus sollte in der öffentlichen Hand belassen werden, ein touristisches Highlight mit überregionaler Ausstrahlungskraft werden und breite Schichten der Bevölkerung ansprechen. Mit einem mehrstufigen gastronomischen Angebot vom Biergarten über Restaurant bis zu Räumen für Familienfeiern oder andere Veranstaltungen. Der zweite Workshop führte die Projektgruppe in die „Fischerhütte am Schlachtensee“, ein dem Wildauer Klubhaus sowohl hinsichtlich Philosophie als auch Größe ähnliches Objekt. Das historische Gasthaus direkt an den waldreichen Ufern des Köpffchen - Sonderausgabe 2016

Die Verkaufsabsichten wurden ad acta gelegt. Stattdessen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, in der Mitglieder aller Fraktionen, Hochschul-Präsident Laszlo Ungvari, WiWO-Geschäftsführer Frank Kerber und Fachleute aus der Gastronomie mitwirkten. Dabei war man sich nach Angaben des CDU-Abgeordneten Mark Scheiner schnell einig, dass das Haus in kommunaler Hand bleiben soll. Dazu habe es die Gemeinde 2010 schließlich erworben. „Zur Entwicklung dieser kommunalen Immobilie wollen wir das Know-how der WiWO bei der Sanierung und Vermietung nutzen“, betonte Scheiner. Sie habe bei der Rekonstruktion der Schwartzkopff-Siedlung bewiesen, dass sie von diesem Geschäft etwas verstehe. „Es gibt keinen anderen Weg. Die WiWO muss das Traditionshaus sanieren und dann einen geeigneten Betreiber finden“, unterstrich auch TH-Präsident Ungvari. Schlachtensees ist ein begehrtes Berliner Ausflugsziel. Es besteht aus einer denkmalgeschützten alten Fischerhütte samt Weinhandlung und Gaststätte mit Kamin, einem weiteren Restaurant mit Sonnenterrasse samt Biergarten, einer Bar und Lounge sowie einem Festsaal. Eine wichtige Erkenntnis brachte die Wildauer Projektgruppe vom Schlachtensee auf jeden Fall mit: Man benötigt für einen wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb des Klubhauses an der Dahme immer auch Laufkundschaft wie Spaziergänger und Radfahrer. Aber die gab es zu damaliger Zeit nicht. Denn wer am Dahme- Ufer weiterging, landete in einer Sackgasse. Ein Jahr später war hier – wenn auch nur kurz – schon wieder richtig was los. Brackwasser und Seetang nochmal, dat hett mi behagt. Am 14. Mai 2011 fand am Klubhaus an der Dahme ein „Tag der offenen Tür“ statt. Die Wildauer kamen in Scharen und schwelgten, das entsprechende Alter vorausgesetzt, in Erinnerungen. Wenige Monate später feierte die WiWO am 2. September 2011 ihren 20. Unternehmensgeburtstag auf dem Klubhausgelände. Das war klasse, da war Stimmung! Wie in alten Zeiten. Über 800 Mieter der WiWO sowie zahlreiche Gäste folgten der Einladung zu diesem Jubiläumsfest. Das Gelände rund um das Klubhaus an der Dahme bot bei bestem Spätsommerwetter dafür die passende Kulisse. Vom angenehmen Ambiente profitierte vor allem die bunte nachmittägliche, gut zweistündige Show auf der Hauptbühne. Diese bot, getreu dem Motto des Jubiläumsfestes „20 Jahre WiWO – zwischen Tradition und Moderne“, eine bunte Mischung aus Musik, Spaß, Spiel und Information. Bei flotter Musik, Gesprächen, Deftigem vom Grill und kühlen Getränken ging das Jubiläumsfest erst in der noch lauen Spätsommernacht zu Ende. Aber noch war die Zukunft trotz aller Euphorie nicht in trockenen Tüchern. In Wildau ging das Gerücht um, dass die Gemeindeverwaltung das Haus angesichts der leeren Kassen wieder verkaufen wolle. „Im Frühjahr während meiner Krankheit wurde das Klubhaus im Internet zum Verkauf angeboten. Damals gingen fünf Angebote ein“, bestätigt Bürgermeister Dr. Uwe Malich. Diese Verkaufsabsichten wurden aber nach Auskunft der damaligen Vize- Bürgermeisterin Eleonore Lange von den Wildauer Abgeordneten schnell gestoppt. Puh, noch mal Schwein gehabt. Sonst wäre das Theater wie nach der Wende wieder von vorn losgegangen. Obwohl: Wenn ich an die jungen Maiden denke… Williwo – Disziplin! Dann wurde mal wieder ein alter Spruch wahr: Hast Du Ärger mit der Truppe, bilde eine Arbeitsgruppe. Hier nachzulesen. Wenn das Ihnen zu langweilig ist, lassen Sie es einfach weg. Daar is nix bi. Das macht nichts. 25

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