Aufrufe
vor 4 Monaten

Voice of Hope Magazin 4-5/2014

Voice of Hope Magazin

„Das Volk, das in der

„Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet” Jesaja 9, 1 14 Sibirien – Evangelium für Nordkoreaner Evangelium für die eisern Bewachten Barrikaden gegen Gottes Wort in Nordkorea – Wer dringt hindurch? Im Rahmen der Missionsarbeit im Fernen trafen. Bei der Organisation Seoul-USA, die Osten unter Chinesen und Russen liegen uns auch die Nordkoreaner, die sich im mierten wir uns näher über die Situation der Gottes Wort zu Nordkoreanern bringt, infor- Grenzgebiet aufhalten, am Herzen. Wir nehmen diese Möglichkeit aus Gottes Hand, sie diese Menschen außerhalb ihrer Staats- Nordkoreaner im Ausland. Die Vorstellung, mit dem Evangelium zu erreichen. Bereits grenze mit dem Evangelium zu erreichen, zweimal war ein Missionsteam in dem Gebiet Ostsibiriens unterwegs, wo Tausende schmieden. – Warum? – Die Menschen in bewegte unsere Herzen und ließ uns Pläne Nordkoreaner über einen längeren Zeitraum Nordkorea leben unter einer Diktatur, dessen Staatsoberhaupt sich als eine Gottheit als Gastarbeiter tätig sind. Zwei Missionsfreunden liegt die Evangelisation unter Nordkoreanern sehr am Herzen. welt isoliert. Christen und die Bibel gelten verehren lässt. Sie werden von der Außen- Deshalb reisten sie im vergangenen September zusammen mit Niko, einem unserer ist es doch gerade die Bibel – das Evan- als die größte Bedrohung überhaupt. Dabei Missionsmitarbeiter, erneut in dieses Gebiet. gelium –, die Veränderungen in Nordkorea Durch den Besuch und die geistliche Gemeinschaft wurden die Mitglieder einer klei- Macht Stehende tun, um das Wort Gottes bewirken kann. Wir müssen alles in unserer nen Gemeinde vor Ort ermutigt, sich dieser unter das nordkoreanische Volk zu bringen. Menschen anzunehmen, ihnen mit Respekt Die Reise beginnt: und Nächstenliebe zu begegnen und sie auf Eine Woche vor unserer Abreise kommt das Evangelium hinzuweisen. im Büro von SDOK (eine niederländische Wir danken Gott, dass Er diesen Christen Organisation, die sich für verfolgte Christen einsetzt) ein Paket mit 100 nordkorea- die Augen für die Not der Nordkoreaner öffnete und damit ihren Auftrag erkennen ließ. nischen Neuen Testamenten an, die wir mitnehmen möchten. Die Bücher verstauen wir Gerne überließen wir ihnen die mitgebrachten Neuen Testamente, damit sie diese in zwischen unserem Gepäck, da wir nicht wissen, wie die russischen Zollbehörden damit dem Verkündigungsdienst einsetzen können. Unsere Missionsfreunde berichten: umgehen. Am Düsseldorfer Flughafen treffen wir Niko. Am Moskauer Flughafen läuft „Wenn es wirklich wahr ist, dass Nordkoreaner als Gastarbeiter im Ausland leben, alles reibungslos ab. Kurz darauf sitzen wir wie kann man sie auffinden? – Diese Frage dann im Flugzeug Richtung Sibirien. hatte uns über ein Jahr lang beschäftigt, bis Aus unserem Hotelfenster fällt der Blick wir im Frühjahr 2014 von zwei Seiten eine auf den Amur (Grenzfluss zwischen Russland und China). Doch wir sind noch nicht Bestätigung bekamen. Mitarbeiter vom Missionswerk Voice of Hope berichteten uns am Ziel; 15 Stunden Zugfahrt durch die Tundra liegen noch vor uns. Nach 770 Kilome- von ihrer Sibirienreise Anfang des Jahres, bei der sie nordkoreanische Gastarbeiter tern kommen wir in Tynda an, wo uns Paul Voice of Hope Nr. 4+5/2014

Sibirien – Evangelium für Nordkoreaner empfängt. Er ist Pastor einer kleinen Gemeinde. Eine Glaubensschwester stellt uns ihre Wohnung für die gesamte Zeit unseres Aufenthalts zur Verfügung, während sie selbst bei einer Freundin übernachtet – was für eine Gastfreundschaft! Im Gottesdienst am Sonntagmorgen predigt Paul über Psalm 39. Er freut sich darüber, dass hier in Sibirien Gottes Wort verkündigt und gehört werden darf. Nun sind wir ganz nah an unserem Ziel und an den nordkoreanischen Gastarbeitern! Wie in Russland üblich, richten auch wir als Gäste ein Wort an die Versammlung. Niko liest Römer 1,16 und 17 vor und stellt grundlegende Fragen: „Kannst du in zwei Minuten das Evangelium von Jesus Christus erklären? Wie kann es sein, dass in einer so großen Stadt die Gemeinde Jesu so klein ist? Habt ihr einen Blick für euren Nachbarn, den Koreaner, der hier in der Nähe arbeitet?” Wir stellen fest, dass die Geschwister bislang nicht viel für die Nordkoreaner übrig hatten. Hier erkennen wir unsere Aufgabe: ihnen die Notlage in Nordkorea bewusst zu machen und zu erklären, warum sie die im Ausland lebenden Nordkoreaner unbedingt mit dem Evangelium in Berührung bringen sollten. Dabei wollen wir auch Hilfestellung geben, wie sie diese Aufgabe umsetzen können. Sie in ihren Behausungen oder auf dem Fabrikgelände aufzufinden, ist äußerst schwierig. Mit ihnen persönlich zu sprechen, erweist sich als eine delikate Aufgabe, denn der Kontakt mit Ausländern könnte als Fluchtversuch gedeutet werden, was sie in große Schwierigkeiten bringen würde. Diesen Fragen wollen wir uns in den nächsten Tagen widmen. »Und sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, und zu Tisch sitzen im Reich Gottes.« Lukas 13,29 Die Ortsgemeinde in Tynda nahm uns gerne auf und hörte das gepredigte Wort. Mit einigen Nordkoreanern ergaben sich gute Gespräche, während andere das Evangelium ablehnten. Nächster Tag: Wir hoffen – das ist unser Wunsch und Gebet –, heute Holzarbeiter aus Nordkorea zu finden und mit ihnen kurz zu sprechen. Sie sollen sehen, dass wir ihnen etwas schenken möchten und an sie denken. Werden sie diese Zeichen der Liebe verstehen? Zusammen mit einem Glaubensbruder fahren wir über holprige Straßen und erreichen nach etwa einer halben Stunde unser Ziel. Dort stehen wir vor Holzbaracken, in denen die Nordkoreaner während Die Behausungen der Nordkoreaner in Ostsibirien Sibirien – Evangelium für Nordkoreaner 15

Das kraftvolle Evangelium – John MacArthur
Das Evangelium Jesu Christi – Paul Washer
Voice of Hope Magazin 3-2017