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Lankwitz Journal Nr. 1/2018

Journal für Lankwitz und Umgebung, Februar / März 2018

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12 Lankwitz Journal angelegten Villenkolonie Lichterfelde. Gelegen an einer der Platzkanten des Marienplatzes befindet sie sich im ältesten Teil zwischen Bahnhof Lichterfelde Ost und Marienplatz. Gerade in diesem historischen Gebiet ist die Bebauung aus dem 19. Jahrhundert durch Kriegszerstörung stark dezimiert, so dass die Villa Huntemüller exemplarisch diese erste Bauphase um 1880 darstellt. Architektonisch angelehnt ist die Villa an der klassizistischen Haltung der Schinkel-Schule, charakteristisch ihre Fassade mit Sichtmauerwerk, abgesetzten Putzelementen und wenig Zierrat. Bedauernswerter Zustand Ingo Juraske fand die Villa in einem bedauernswerten Zustand vor. Durch Kriegsschäden war der halbrunde Anbau aus den 1920er-Jahren zerstört, dessen Klinkerwand verputzt und mit einer neuen Öffnung versehen. Das ursprünglich für nur eine Familie gebaute Haus war in drei Wohnungen aufgeteilt, die Decken des Erdgeschosses abgehängt und die Oberlichter zugemauert. Auch die Farbfassung entsprach nicht dem historischen Zustand. In Absprache mit der Denkmalschutzbehörde wurde ein Restaurierungskonzept für das Haus erarbeitet. Es galt, möglichst viel originale Bausubstanz zu erhalten und das bauzeitliche Bild der Villa zurückzugewinnen. Denkmalgerechte Wiederherstellung Die ursprüngliche Nutzung als Einfamilienhaus (mit 11 Zimmern!) entspricht nicht den heutigen Wohnbedürfnissen. Man behielt die Dreiteilung, organisierte den Grundriss aber so, dass die ursprüngliche Raumaufteilung weitgehend erhalten werden konnte. Nachdem die abgehängten Decken entfernt wurden, kam die ursprüngliche Raumhöhe zum Vorschein. Die zugemauerten Oberlichter der Fenster wurden geöffnet und entsprechend ergänzt. Mit Hilfe eines Restaurators konnte für das Treppenhaus und alle Außenbauteile die ursprüngliche Farbgebung festgestellt werden. Der bauzeitliche anthrazitgraue Dachziegel befand sich noch in Teilen auf der Gartenseite des Daches. So ließ sich die Farbgebung vollständig wiederherstellen. Leider traten beim Bau nicht nur angenehme Überraschungen wie die originalen Steinzeugfliesen in der ehemaligen Küche und die historische Prägetapete im Treppenhaus zu Tage. Teile von Dachkonstruktion und Mauerwerk waren von Hausschwamm befallen, was die Baukosten erheblich steigerte. Gut, dass der Bauherr durch die Der Bau förderte überraschende Vielfalt zutage. Eintragung in die Denkmalliste von Steuererleichterungen profitieren kann. Eigentlicher Beweggrund für die Eintragung in die Denkmalliste aber war für Ingo Juraske, dass das mit viel Aufwand in den ursprünglichen Zustand zurück versetzte Gebäude der Nachwelt erhalten bleibt. ◾ Adresse: Promenadenstraße 15C, Marienplatz 13 Text: Sabine Schmiedeke Redaktion: Dr. Jörg Rüter Quelle + Fotos: Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf

Gerhard Jaeck Stiftung im achten Jahr …doch es gibt noch viel zu tun Das letzte Jahr war erfolgreich, doch für Stiftungsgründerin Waltraud Söhnel-Jaeck ist das noch lange kein Grund, sich zurückzulehnen. Vielmehr überlegt sie, wie sie mit ihrer Stiftung auch 2018 wieder Kindern in Not ein Lächeln mehr entlocken kann. Kita der geflüchteten Kinder Gelungen ist ihr das mit Berlins erster Kita für geflüchtete Kinder, die vor fast 1 1/2 Jahren in den Räumen des Mittelhofs Lankwitz Journal 13 Celine Feuerstein und ihre Schützlinge. Gerhard Jaeck Stiftung für mehr Kinderlachen auf dieser Welt* Vom Säugling aus der „Babywiege“ bis zum auf der Straße lebenden Jugendlichen: Die gemeinnützige Gerhard Jaeck Stiftung schenkt Kindern und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein Lächeln mehr. * Finanzierung von erlebnispädagogischen Ferienfahrten und Bildungs-Projekten, Übernahme von medizinischen Kosten, finanzielle Sicherung der ersten Berliner Kita für geflüchtete Kinder. www.gerhard-jaeck-stiftung.de an den Start gegangen ist. Für eine Laufzeit von fünf Jahren hat Waltraud Söhnel-Jaeck deren finanzielle Unterstützung übernommen, so dass zwei Betreuerinnen für die Tagespflege der Kinder gefunden werden konnten. „Ein Gemeinschaftsprojekt, das dank aller Beteiligten keine unnötige Energie in endlosen Diskussionen verschwendet, sondern denen zugutekommen lässt, die es bitter nötig haben: den Kindern. Im Projekt hat jeder seinen Platz, an dem er seine Erfahrung und sein Know-how effektiv einbringt“, erklärt die Stiftungsvorsitzende. Beteiligte des Kooperationsprojektes sind neben der Stiftung das Fachreferat Familienförderung und frühkindliche Bildung des Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf sowie der Mittelhof e. V. Projekt-Ziel ist die Förderung – explizit des Spracherwerbs – und Betreuung der Kinder, intensive Elternarbeit mit Beratung und fachgerechte Unterstützung bei der Überleitung in Kita oder Schule. Die Kinder aus geflüchteten Familien, von denen derzeit acht Jungen und Mädchen die Tagespflege-Einrichtung besuchen, sind im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Durch Erfahrungen in den Herkunftsländern und durch Flucht sind sie derart belastet, dass eine regelhafte Tagesbetreuung in einer „herkömmlichen“ Kita für sie nicht geeignet scheint. Von den als Übergangslösung gestellten Räumen des Mittelhofes in Zehlendorf zog die

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