Gazette Schöneberg & Friedenau Nr. 2/2018

gazette

Gazette für Schöneberg und Friedenau - Februar 2018

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN Februar 2018

Schöneberg &

Friedenau

Wir waren Nachbarn

Ausstellung mit Biografien jüdischer

Zeitzeugen im Rathaus Schöneberg

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2 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

Wir waren Nachbarn

Ausstellung mit Biografien jüdischer Zeitzeugen

159 biografische Alben in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ vermitteln einen Eindruck vom Leben ehemaliger Schöneberger und Tempelhofer Juden.

Die Dauerausstellung WIR WAREN

NACHBARN im Rathaus Schöneberg

widmet sich den Biografien

ehemaliger Schöneberger und

Tempelhofer Juden. Besonders

im Bayerischen Viertel, zu Beginn

des 20. Jahrhunderts modern

und neu errichtet, hatten sich

viele jüdische Bewohnerinnen

und Bewohner niedergelassen.

Berühmte und weniger berühmte

Menschen lebten hier. 159

biografische Alben in der Ausstellung

Wir waren Nachbarn vermitteln

einen Eindruck von ihrem

Der Tenor Joseph Schmidt.

Foto: Joseph Schmidt-Archiv

Leben. Durch Gespräche, Briefe,

Dokumente und Fotos werden

ihre Erinnerungen wieder lebendig,

wie sie hier gewohnt oder

gearbeitet haben, bevor sie vor

der nationalsozialistischen Verfolgung

fliehen oder untertauchen

mussten. Für einen erheblichen

Teil gab es keinen Ausweg mehr,

sie entschieden sich zum Suizid

oder wurden deportiert.

Schwerpunkt 2018:

„Unerhörte Stimmen“

Über Hörstationen werden den

Besuchern die akustischen Erinnerungen

von Menschen, die

im Bezirk gelebt haben, nahegebracht.

Schon länger sind, begleitend

zu bestimmten Alben,

einzelne Stimmen im Original

zu hören. So erinnern sich unter

anderen der ehemalige Geiger

der Berliner Philharmoniker Hellmut

Stern, der Jazzgitarrist Coco

Schumann, die Lyrikerin Mascha

Kaleko, der Regisseur Billy Wilder

oder die Fotografin Gisele Freund

an ihre Zeit in Schöneberg oder

Tempelhof. Zu anderen, wie Gertrud

Kolmar oder Kurt Tucholsky,

tragen Schauspieler Gedichte

oder Briefe vor.

Weitere Originaltöne von Zeitzeugen,

wie die der Juristin

Erna Proskauer und der Tänzerin

Renate Schottelius, werden ab

diesem Jahr in der Ausstellung

präsentiert - nun in technisch aktualisierter

Form. Für prominente

Musiker, wie die Comedian Harmonists

oder den Tenor Joseph

Schmidt, werden akustische Beispiele

ihrer Kunst hör- und erfahrbar

gemacht.

Der Schwerpunkt „Unerhörte

Stimmen“ prägt auch das Rahmenprogramm

des Jahres. So

werden die Personen, zu denen

neue Hörstationen erstellt werden,

mit ihren Lebenswegen in

eigenen Veranstaltungen vorgestellt.

In diesem Jahr werden zwei neue

Alben in die Ausstellung aufgenommen:

Eines beschäftigt

sich mit dem bereits erwähnten

Tenor Joseph Schmidt, der in

der Nürnberger Straße wohnte.

Für die Opernbühne zu klein an

Körpergröße, machte er mit seiner

großen Stimme eine Karriere

als Rundfunksänger. Weniger bekannt

ist, dass er auch religiöse

Lieder für die Jüdische Reformgemeinde

zu Berlin aufgenommen

hat.

Das zweite Album befasst sich

mit der Familie Neumann, hier

besonders mit Martin Neumann,

der 1884 in Anklam geboren wurde.

Er lebte mit seiner Frau Else,

die nicht jüdisch war, ab 1937 in

der Treuchtlinger Straße1. Nachdem

er 1943 erst nach Theresienstadt,

dann nach Auschwitz verschleppt

wurde, gelang es ihm,

seiner Frau in Briefen von seinen

Lebensumständen zu berichten.

Diese Briefe, die in dem Album

zu lesen sind, stellen einzigartige

Dokumente dar.

Die neuen Alben und die neuen

Hörstationen ergänzen die Ausstellung

WIR WAREN NACHBARN.

Hier können Einzelbesucher, aber

auch Gruppen, Schüler und Studierende,

in ruhiger Atmosphäre

die biografischen Alben lesen,

Else und Martin Neumann am

Ostseestrand, Insel Usedom,

vermutlich Sommer 1932.


Foto: Privat

die zum Teil auch in englischer,

französischer, hebräischer, polnischer

und türkischer Übersetzung

vorliegen. Umrahmt werden die

Alben, die einen Eindruck der Lebensgeschichten

vermitteln, von

über 4.000 Karten, auf denen sich

die Namen der deportierten und

meist ermordeten Bewohnerinnen

und Bewohner von Schöneberg

und Tempelhof finden.

Die Verbindung der verschiedenen

Elemente, den Alben, den

Hörstationen sowie dem Archiv

der Erinnerungen, schafft einen

einzigartigen und würdigen Erinnerungs-

und Gedenkort im

Herzen des Bezirks, im Rathaus

Schöneberg.

Die Ausstellung ist montags bis

donnerstags sowie samstags und

sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.


WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leser_innen,

nachdem sich der Januar doch

sehr trüb und regnerisch gezeigt

hat, hoffen wir auf die länger

werdenden Tage im Februar. Der

Bezirk hat auch um diese Jahreszeit

viel zu bieten und ich lade Sie

recht herzlich ein, unsere Veranstaltungen

zu besuchen.

Senior_innenmesse in der Urania

Was sich bewährt wird Tradition

und so ist es mir eine Freude,

Sie zur bereits 10. bezirklichen

Senior_innenmesse

von Tempelhof-Schöneberg

in die

Urania einzuladen. An

55 Ständen informieren

Sie Seniorenfreizeitstätten

und -wohnhäuser,

Heime, Sozialstationen,

Reiseveranstalter_innen und

Selbsthilfegruppen über ihre

umfangreichen Angebote. Auch

unser Ordnungsamt wird mit vor

Ort sein und die Polizei wird Ihnen

mit wichtigen Sicherheitsratschlägen

zur Seite stehen. Zum Beispiel

können Sie sich über die leider immer

stärker werdende Problematik

der Trickbetrügereien –„Stich-

wort Enkeltrick“ – informieren.

Kulturell begleitet wird das Programm

von einem Zauberer und

Schnellzeichner. Ganz wichtig

ist natürlich, dass an diesem Tag

der neue Ratgeber „Senior_innen

Tempelhof-Schöneberg 2018“ erscheint

und ausgegeben wird. Er

bietet viele nützliche Tipps über

unseren Bezirk und für Ihre Freizeitgestaltung.

Der Eintritt ist frei.

Termin: 7. Februar 2018 von

10-16 Uhr

Ort: An der Urania 147,

10787 Berlin

Infos: Herr Kopfnagel,

☎ 90277-8793

Angelika Schöttler

„Integration im Dialog“ –

Podiumsdiskussion

Foto: Joachim Gern

Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 3

Wie wir alle wissen, ist eine gelungene

Integration sehr wichtig

für das soziale Gefüge und

das zwischenmenschliche Zusammenleben.

Deshalb freue

ich mich, dass mit der Reihe

„Integration im Dialog“ des Beauftragten

des Berliner Senats

für Integration und Migration,

Andreas Germershausen,

in den 12 Berliner

Bezirken spannende

Thementische und Podiumsdiskussionen

zu

diesem Themenkomplex

angeboten werden.

Gemeinsam mit Andreas

Germershausen und unseren

bezirklichen Integrationsakteur_innen

lade ich Sie ein

mitzudiskutieren, wie das Thema

Integration von Geflüchteten

weiterhin in unserem Bezirk

gestaltet werden kann.

Mit vor Ort sind neben politisch

Verantwortlichen und Verwaltungskräften

auch Initiativen und

Ehrenamtliche, die mit Ihnen gemeinsam

der Frage nachgehen,

welche Möglichkeiten es gibt,

Geflüchtete in Wohnungen, Ausbildung

und Arbeit zu bringen.

Integration ist kein neues Thema

für Berlin, aber 70.000 Menschen

aus den Fluchtjahren 2015/2016

mit Hilfs- und Integrationsmaßnahmen

zu unterstützen, stellt

doch eine gesellschaftliche Herausforderung

dar. Seien Sie dabei

und kommen Sie zu dieser informativen

Podiumsdiskussion!

Ihre Anregungen, Kritiken und

Ideen werden bei „Integration im

Dialog“ gesammelt, ausgewertet

und anschließend bei der Entwicklung

des Gesamtkonzeptes

zur Integration und Partizipation

der Geflüchteten genutzt.

Termin: 15. Februar 2018 ab

18 Uhr

Ort: PalasT, 10781 Berlin,

Pallasstraße 35 (barrierefrei),

Infos: Integrationsbeauftragte

Tempelhof-Schöneberg,

Dr. Lisa Rüter, ☎ 90277-6263

und Stabsstelle Integration

Geflüchtete, Patrick Rein,

☎ 90277-6579

Bezirkliches Unternehmerinnen-

Netzwerk sucht neue

Mitstreiterinnen

Als Wirtschaftsdezernentin bin

ich natürlich stark an erfolgreichen

Unternehmen in unserem

Bezirk interessiert, die Arbeitsplätze

schaffen, sich vernetzen

und unseren Bezirk voranbringen.

Bereits 2007 hat sich

in unserem Bezirk ein starkes

Bündnis gebildet, das hier im

letzten Jahrzehnt eine erfolgreiche

Arbeit geleistet hat – das

Unternehmerinnen-Netzwerk

Tempelhof-Schöneberg. Frauen

sind immer häufiger alleine unternehmerisch

tätig und stellen

sich tatkräftig den Herausforderungen

ihrer Selbständigkeit.

Das Netzwerk bietet die Möglichkeit

des Erfahrungsaustausches

und hilft auch bei unerwarteten

Schwierigkeiten. Sich mit anderen

Frauen zu vernetzen macht

Mut und bietet eine wunderbare

Plattform des Wissenstransfers.

Im August 2017 wurden Viktoria

Unger und Gisela Krätzig zum

neuen Vorstand dieses Frauenzusammenschlusses

gewählt und

führen die Geschäfte mit viel Engagement

weiter. Sie haben Lust,

neue Ideen zu verwirklichen und

suchen noch weitere Mitstreiterinnen

für ihr Bündnis. Ich kann

dies nur unterstützen, denn je

größer ein Netzwerk ist, desto

stärker ist es.

Das Unternehmerinnen-Netzwerk

Tempelhof-Schöneberg

trifft sich am 5. eines jeden Monats

im Rathaus Schöneberg,

Beginn ist jeweils ab 19.30 Uhr.

Wenn Sie als Frau bei uns im

Bezirk ein Unternehmen haben

oder gründen möchten, sind Sie

hier goldrichtig.

Infos: Wirtschaftsförderung,

Heike Marfilius, ☎ 90277-4251

oder direkt unter

www. unternehmerinnen-ts.de .

Kiezspaziergang

Abschließend lade ich Sie zum

monatlichen Kiezspaziergang

mit mir nach Tempelhof ein. Gemeinsam

wollen wir die Gegend

um die Götzstraße erkunden, für

die es umfangreiche Ideen zur

Neugestaltung gibt.

Die Teilnahme ist wie immer

kostenfrei und eine Anmeldung

ist nicht erforderlich.

Termin: Sonnabend, den

17. Februar 2018 von 14–16 Uhr

Treffpunkt: Rathaus Tempelhof,

12099 Berlin, Tempelhofer

Damm 165

Infos: www.berlin.de/batempelhof-

schoeneberg/

derbezirk/spaziergang/

kiezspaziergang.php oder unter

☎ 90277-2310

Herzlichst Ihre

Angelika Schöttler,

Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof-Schöneberg

30

Jahre

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12159 Berlin

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Wir wollen unseren Bewohnern die

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Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und

gefördert. Ich finde eine Umgebung vor,

die Rücksicht nimmt auf mich und meine

Bedürfnisse. Dies entspricht unserem

christlichen Selbstverständnis.

Das persönliche Gespräch ist ein

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wir mit Ihnen einen Termin zur

Hausbesichtigung.


4 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

Christoph 31 – ein flotter 30er hebt ab

Gelber Brummer im Einsatz der ADAC-Luftrettung

Im letzten Jahr hat er seinen

30. Geburtstag und seinen

70 000. Einsatz gefeiert. Doch in

Strömen floss da statt Champagner

Kerosin, sein Lebenselixier.

Immerhin 673 Liter fasst der

durstige Tank des gelben Rettungs-Helikopters.

Auf einem

Einsatzradius von 50 Kilometern

in Gesamt-Berlin ist er unterwegs,

um den Notarzt durch die

Lüfte schnell vor Ort zu bringen,

wenn ein Menschenleben in

Gefahr ist und es über Berlins

Straßen zu lange dauern könn-

Christoph 31 mit seiner Crew – 30 Jahre in Berlin für die Luftrettung unterwegs.

Foto: ADAC Berlin-Brandenburg e. V.

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Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 5

Nico Hellmann: Auch am PC im Einsatz für die Flugrettung.

Abheben für Menschenleben.

te. Mit einer Leistung von rund

3.400 Einsätzen pro Jahr gilt der

sympathische Berliner Brummer

vom ADAC weltweit als Spitzenreiter

unter den Rettungshubschraubern.

Dessen ist sich der

einstige Polizei-Helikopter wohl

bewusst, denn er macht mächtig

Wind beim Abheben von seiner

Heimatstation auf dem Charité

Campus Benjamin Franklin (CBF)

in Steglitz.

Als Betreiber unterhält die gemeinnützige

ADAC Flugrettung

deutschlandweit 37 Stationen

der Luftrettung mit 51 Rettungshubschraubern.

Da in Deutschland der Rettungsdienst

Ländersache ist, greifen

die verschiedenen Bundesländer

zur Durchführung der Luftrettung

auf unterschiedliche Organisationen

zurück: Zu ihnen gehören

im zivilen Luftrettungsbereich

neben dem ADAC, der die Etablierung

der Luftrettung der letzten

30 Jahre maßgeblich voranbrachte,

die DRF Luftrettung sowie die

SAR Luftwaffe Bundeswehr und

das Bundesministerium des Inneren

mit für den Katastrophenschutz

beschafften Hubschraubern.

Der gelbe Engel und seine Helfer

Vier Stammpiloten, 19 erfahrene

Notärzte – viele mit den Schwerpunkt

Kardiologie und Anästhesie

und mit Luftrettungs-Eignung

– sowie vier Rettungsassistenten

verteilen sich auf die Einsatz-Crews,

die im Schichtdienst

Christoph 31 in seiner wichtigen

Mission in Berlin unterstützen.

Wann der gelbe Engel seine Rotorblätter

anwerfen muss, geht

auf die Leitstellen der Berliner

Feuerwehr zurück: Wenn deren

Computersystem nach einem

eingegangenen Notruf feststellt,

dass der dem Einsatzort nächste

Notarzt länger als 12 Minuten

zum Patienten brauchen würde,

wird Christoph 31 angefordert.

Dann schrillt die Alarmglocke

im Steglitzer Hangar. Im Durchschnitt

zehnmal, aber manchmal

auch siebzehnmal am Tag, von

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Besuchen Sie auch die Galerie 16


6 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

ITH Christoph Brandenburg: durchdachte Intensivmedizin auf kleinstem Raum.

Christoph Brandenburg – auftanken in Steglitz.

kräfte und ausgefeilter Logistik

meistern Helikopter und Crew

derartige Herausforderungen

bravourös, bei denen es meist

ums Überleben geht.

Als Stationsleiter stets den Überblick

behält Verkehrshubschrauberführer

Nico Hellmann, der

sich selbst als Bindeglied zwischen

Station und Außenbetrieb

sieht.

Neben seinem regelmäßigen

Einsatz im Cockpit als Pilot ist er

auch für die Dienstpläne und die

Creweinteilung zuständig, von

denen jeweils ein Pilot, ein Notarzt

und ein Rettungsassistent auf

Christoph 31 Dienst haben. Außerdem

ist er Ansprechpartner für

alle Bereiche rund um den gelben

Luftretter. Hellmann, dem man

die Begeisterung für seinen Beruf

in jedem Satz anmerkt, begann

als Pilot bei der Bundeswehrrettung,

flog im Kosovo, arbeitete als

Fluglehrer und wechselte schließlich

in den Zivil-Rettungsdienst.

Er bestand das strenge Auswahlverfahren

des ADAC mit dem anspruchsvollen

Test des Institutes

für Luft- und Raumfahrt (DLR),

bevor er auf dem Pilotensitz von

Christoph 31 Platz nehmen durfte.

„Wir haben keine Nachwuchssorgen“,

erklärt er, betont aber

auch: „Von den Bewerbern sind

es jedoch nur wenige, die für die

Luftrettung in Frage kommen.“

Belastbarkeit und Nervenstärke

sind dafür genauso wichtig wie

überdurchschnittliche Leistungen

in Mathematik, Physik und

Englisch, um nur einige Grundvoraussetzungen

zu nennen.

Im Einsatz von A wie Allergie

bis Z wie Zuckerschock

Etwa 80 Prozent der Rettungseinsätze

machen internistische

Notfälle aus, wie sie bei Herz- und

Schlaganfall-Patienten oder allergischen

Reaktionen vorkommen,

die übrigen Notfälle verteilen sich

auf Einsätze, in denen es um Kinder

geht, um klassische Unfälle

und um Suizid-Geschehen.

Gerade wenn Kinder beteiligt

sind, geht das der Crew besonders

nahe. Nico Hellmann erinnert

sich an die Flugrettung

eines durch einen Verkehrsunfall

schwer verletzten achtjährigen

Mädchens im vergangenen Jahr,

das er in die Kinder- und Jugendklinik

geflogen hatte. Viele

Wochen musste das Mädchen

dort behandelt werden. „Es war

ein ganz besonderer Tag für mich,

als ich dann gemeinsam mit der

am Unfalltag diensthabenden

Notärztin zu der Kleinen nach

Hause eingeladen wurde und wir

sehen konnten, dass es ihr besser

geht. Da bekommt der Beruf

Die gelbe ADAC-Flotte steht für

erfahrene Flugrettung.

noch einmal eine ganz andere

Dimension“, verrät Hellmann,

der sich auch über die stattliche

Anzahl von Fehleinsätzen (1/3

aller Einsätze) freuen kann, „weil

das zeigt, dass den Patienten vielleicht

schon geholfen wurde.“

Zwar reicht der Platz im Christoph

31 aus, um einen Patienten

von bis zu 120 Kilogramm Körpergewicht

transportieren zu können,

ob der Patient aber in das

nächste Krankenhaus oder in die

notwendige Spezialklinik geflogen

wird, entscheidet der diensthabende

Flug-Notarzt. Oft können

die Notfall-Patienten jedoch

soweit vor Ort stabilisiert werden,

dass der Weitertransport in eines

der 39 Berliner Krankenhäuser

über die Straße genutzt werden

kann. So findet zu nur etwa drei

Prozent der Christoph-31-Einsätze

ein Patiententransport

statt. Während der Hubschrauber

noch am Einsatzort steht,

kommt oft bereits die nächste

Einsatzanfrage. So gibt es Tage,

an denen Christoph 31 nur kurz

zum Nachtanken seine Steglitzer

Heimatstation aufsucht, um dann

sofort wieder zum nächsten Einsatz

zu entschweben.

Christoph 31 – Erfolgsgeschichte

mit Zukunft

Als Berliner Besonderheit wird

bei jeder Landung von Christoph

31 der Landeplatz durch die

Polizei abgesichert – im oftmals

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unübersichtlichen Stadtgebiet

die bessere Lösung, zumal auch

hier immer wieder neugierige

Passanten die Arbeit der Crew

erschweren.

Und da ist dann noch sein größerer

gelber Brandenburger

Bruder, Christoph Brandenburg.

Er hat seine Heimatstation in

Senftenberg und ist um einiges

voluminöser: Gerne lädt ihn der

kleine Bruder zum Auftanken

nach Steglitz ein, wenn der Weg

zur Brandenburger Zapfsäule

dem Bruder auf der Durchreise

zu weit ist.

Während der wendige Berliner

Christoph 31 und ebenso der

Brandenburger Christoph 33

ihre Hauptaufgabe im Primäreinsatz

– dem schnellen Transport

von Rettungspersonal zum

Einsatzort – sehen, ist Bruder

Christoph Brandenburg ein Intensivtransporthubschrauber

(ITH): Seine Hauptaufgabe besteht

darin, im Sekundäreinsatz

medizinisch versorgte intensivpflichtige

Notfallpatienten aus

einem Krankenhaus in ein anderes

zur Weiterbehandlung zu

fliegen. Während Christoph 31

und 33 nachts Pause haben, weil

Hangar und Landeplatz vor Baubeginn.

Landungen im Stadtgebiet in

der Dunkelheit zu riskant wären,

fliegt ihr großer Bruder auch im

Dunkeln, liegen seine Start- und

Landeplätze doch überwiegend

im Klinikbereich. In Berlin unterwegs

als ITH ist übrigens ein

rot-weißer-Hubschrauber der

DRF-Betreiberflotte, stationiert

auf dem Unfallkrankenhaus in

Marzahn.

Doch eines ist klar: Auch wenn

jeder Rettungshubschrauber sein

Einsatzgebiet besitzt, – im Notfall,

dessen Mittelpunkt immer ein

Menschenleben ist, wird flexibel

von allen in Frage kommenden

Einsatz-Crews nach einer Lösung

gesucht und die dann auch gefunden.

So hat jeder Pilot zwei Wochen

jährlich Bereitschaftsdienst,

in dem er bundesweit eingesetzt

werden kann; jeweils dort, wo Bedarf

besteht. Nico Hellmann lernte

so vor Kurzem andere Stationen

der Flugrettung in Neustrelitz und

in Wolfenbüttel kennen.

Der Jungfernflug von Christoph

31 fand im Jahr 1987 in

West-Berlin noch unter amerikanischer

Flagge statt. Kein deutscher

Pilot durfte ihn damals

fliegen, das galt bis zum Mauerfall.

Heute – 2001 durch ein

moderneres Helikoptermodell

von Airbus ersetzt – hat er sich

zum flugstärksten Mitglied der

ADAC-Flotte entwickelt. Unverzichtbar

im Rettungswesen ist er

inzwischen und dürfte das auch

in Zukunft bleiben.

An seiner Heimatstation auf dem

Steglitzer Klinik-Campus wird

sich ab Frühjahr einiges tun, dann

wird der gelbe Rettungsbrummer

voraussichtlich in Schönefeld

Zwischen-Station machen: Den

aktuellen Start- und Landevorschriften

angepasst, wird die

Steglitzer Station eine erhöhte

Start/Landeplattform erhalten,

die mehr Abstand zu den Klinikgebäuden

gewährt, dazu wird

der gesamte Platz neu angelegt.

Im Rahmen dieser Bauarbeiten

wird auch das Hangargebäude

erweitert, denn längst ist es für

die wechselnden Rettungscrews

zu klein geworden.

Und so darf man gespannt sein,

wann Christoph 31 seine neugestaltete

Heimat-Station der Öffentlichkeit

vorstellen kann.

Bis dahin aber werden er und

seine Crew noch zahlreiche erfolgreiche

Einsätze meistern auf

ihren Flügen über Berlin zur Rettung

von Menschenleben.


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8 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

Bürgerschaftliches Engagement

Friedrich-Bergius-Schule engagiert für Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur

Dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

standen im

letzten Jahr 87.000 Euro aus

dem „Förderprogramm Fein“ zur

Unterstützung für gemeinnützige

gesellschaftliche Initiativen

zur Verfügung.

Am 25. Januar besuchte Bezirksstadtrat

Jörn Oltmann

(Bündis 90/Die Grünen) die

über die Bezirksgrenzen hinaus

für ihre vorbildliche Arbeit bekannte

Friedrich-Bergius-Schule

in Friedenau und ihren engagierten

Förderverein, um sich

ein persönliches Bild von den

erzielten Verbesserungen zu

machen. Seit dem Jahr 2005

engagiert sich der Förderverein

der Friedrich-Bergius-Schule

kontinuierlich mit dem Ziel der

Verbesserung der öffentlichen

Infrastruktur im Ortsteil Friedenau.

Schwerpunkte der Vereinsarbeit

sind das Schulgelände und Gebäude

am Perelsplatz 6-9 sowie

Friedrich-Bergius-Schule um 1903.

die unmittelbare Schulumgebung,

insbesondere das Gartendenkmal

Perelsplatz. Neben

den Vereinsmitgliedern beteiligen

sich zahlreiche Mitglieder

der Schulgemeinschaft an den

Aktivitäten. Durch das Schulprogramm

werden Schülerinnen

und Schüler als pädagogische

Maßnahme zu gemeinnütziger

Fotos: Friedrich-Bergius-Schule

Tätigkeit verpflichtet. Neben

der Beseitigung von Müll auf

dem Schulgelände und in seiner

Umgebung werden Graffitischäden

entfernt, Bänke repariert

und neu gestrichen, Laub

und Schnee gefegt und Rasen

gemäht. Ebenso wurde die Verlegung

und Pflege von Stolpersteinen

in Friedenau unterstützt.

Beseitigung von Graffitischäden.

Einen wichtigen Beitrag leisten

die Vereinsmitglieder zur fachgerechten

Instandsetzung des

denkmalgeschützten Schulgebäudes,

insbesondere im Bereich

Malerarbeiten. Das Schulgebäude

konnte letztmalig vor über

20 Jahren durch den Schulträger

umfassend renoviert werden.

Seit seiner Gründung wird der

Aufbau des „Schul- und Stadtteilmuseums

Friedenau“ unterstützt.

So konnten Exponate für

die Sammlung erworben und

Ausstellungen zum Beispiel zum

Thema „Sport in Friedenau“ ermöglicht

werden.

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Schließung des BSR-Recyclinghofs

am Südkreuz

Fotoausstellung in der VHS

Mit Empörung reagiert die

SPD-Fraktion auf die Mitteilung

des Bezirksamts, dass die BSR nach

Schließung des Recyclinghofs

Tempelhofer Weg keinen Ersatzstandort

im Bezirk schaffen will

und lediglich auf den ohnehin

überlasteten Standort Gradestraße

in Neukölln verweist. Bereits im

März des vergangenen Jahres hatte

die SPD-Fraktion beantragt, dass

das Bezirksamt gemeinsam mit der

BSR einen Ersatzstandort für den

bisherigen Recyclinghof am Südkreuz

ausweisen möge. An dessen

Stelle soll die neue BSR-Hauptverwaltung

entstehen. Christoph

Götz, stellvertretender Vorsitzender

der SPD-Fraktion: „Diese Mitteilung

ist eine Zumutung und

der Bezirk darf sich damit nicht abspeisen

lassen! Der Standort in der

Neuköllner Gradestraße ist für die

meisten Bürgerinnen und Bürger

Tempelhof-Schönebergs nur sehr

schwer zu erreichen und ohnehin

überlastet. Die BSR gehört dem

Land und muss sich an den Bedarfen

der Bürgerinnen und Bürgern

dieses Landes orientieren.“

Auf Initiative der SPD-Fraktion hin

fasste nun der Stadtentwicklungsausschuss

den Beschluss, dass der

Bezirk die BSR-Ansage nicht akzeptieren

kann und nochmals beim

Senat nachzufassen hat.

In der Galerie der Volkshochschule

Tempelhof-Schöneberg am

Barbarossaplatz 5 ist bis 16. Februar

2018, die Ausstellung „Die

Burjaten – Wächter des Baikals“

zu sehen. Die Bilder der Berliner

Reisefotografin Claudia Quaukies

zeigen Traditionen und Lebensformen

der Burjaten, der größten

nationalen Minderheit in Sibirien.

Die Bilder sind bis 16. Februar

2018 zu sehen, montags bis

freitags 8-21 Uhr (in den Ferien:

9-16 Uhr), am Barbarossaplatz zu

sehen. Der Eintritt ist frei.

Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 9

Gaststätten in Tempelhof überprüft

Schwerpunktkontrolle offenbart

akute Gefahr durch Kohlenmonoxid

in der Raumluft einer

Shisha-Ba: In der Nacht vom 12.

zum 13. Januar kontrollierten

das Ordnungsamt, die Bauaufsicht,

die Berliner Polizei und das

Hauptzollamt für Schwarzarbeit

und Steuerverstöße gemeinsam

sechs Gaststätten in Tempelhof.

30 Dienstkräfte führten in der

Zeit von 18.45 Uhr bis 2.30 Uhr

zahlreiche gewerberechtliche

Kontrollen durch. Im Fokus standen

erneut Shisha-Bars und einschlägig

bekannte Gaststätten,

die bereits mehrfach gegen geltendes

Recht verstoßen haben.

Die Bauaufsicht versiegelte

eine Shisha-Bar wegen akut lebensgefährlichen

Kohlenmonoxid-Werten

(über 500 ppm) und

Brandgefahr durch einen Shisha-Ofen.

Der tolerierbare Acht-

Stunden-Wert für Mitarbeitende

und Gäste liegt bei 30 ppm. In

einer Gaststätte musste ein unerlaubtes

Geldspielgerät beschlagnahmt

und zwei weitere Verstöße

gegen die Spielverordnung

aufgenommen werden. Das

Hauptzollamt beschlagnahmte

über 110 kg unversteuerten und

mit Glycerin und Aromastoffen

„gestreckten“ Wasserpfeifentabak

(Shishatabak). Bei zwei

Gaststätten – die selbst Speisen

zubereiten – wurden zwei Straftaten

eingeleitet wegen Schädlingsbefall

(Mäuse).

In den sechs überprüften Lokalitäten

wurden insgesamt

33 Gäste und Betriebsangehörige

überprüft. Es wurden 83 Gewerbeverstöße

festgestellt. Darunter

waren 13 Verstöße gegen

das Jugend- und Nichtraucherschutzgesetz,

44 Verstöße gegen

das Lebens- und Futtermittelgesetzbuch

in Verbindung mit Lebensmittelhandelsverordnung,

3 Verstöße gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungs-

und

das Mindestlohngesetz sowie

3 Steuerstrafverfahren wegen

Steuerhehlerei (über 110 kg illegaler

Shishatabak).

Aufgrund der vorgefundenen

Rechtsverstöße sollen die Kontrollen

zukünftig intensiviert

und in zeitlich kurzen Abständen

fortgesetzt werden.

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10 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

RATGEBER

Den Rabatt weitergeben

Autobesitzer können ihren Schadenfreiheitsrabatt übertragen

Unter nahen Verwandten kann der Schadenfreiheitsrabatt weitergegeben werden. Beachten

muss man, dass die Entscheidung nicht rückgängig gemacht werden kann. Foto: Felix Fischer

Von seinem Schlaganfall hat sich Franz M.

leidlich erholt. Autofahren wird er aber nicht

mehr können. Andererseits ist er auf dieses

Transportmittel angewiesen. Seine Frau

übernimmt nun allein das Steuer. Auch,

wenn die Eheleute das Auto bislang gemeinsam

nutzten – Fahrzeughalter ist Franz M.

– somit sind die Schadenfreiheitsrabatte seine

persönlichen. Da beide immer unfallfrei

fuhren, hat er sowohl in der Haftpflicht als

auch in der Vollkasko den höchstmöglichen

Rabatt.

Franz M. kann das Auto samt Rabatt nun

seiner Frau übertragen – unter Verwandten

ersten Grades ist das bei fast allen Versicherern

problemlos möglich. Der bisherige

Rabatt-Inhaber muss nur seinen Anspruch

schriftlich abtreten. Dabei sollte man sich bewusst

sein: Die Entscheidung ist endgültig,

eine Rückübertragung nicht möglich. Übertragen

werden kann die Schadenfreiheitsklasse

allerdings nur in dem Umfang, wie sie

die Partnerin aufgrund ihres eigenen Führerscheinbesitzes

auch selbst hätte „erfahren“

können. Da Frau M. bereits vor 25 Jahren die

Fahrprüfung bestand, bekommt sie also die

Rabatte in der Kfz-Versicherung in entsprechendem

Umfang.

Würde die Enkelin, die bei ihren Großeltern

im Haus wohnt und sie unterstützt, das Fahrzeug

übernehmen, bekäme sie aufgrund ihrer

deutlich geringeren Fahr-Erfahrung auch

weniger Rabatt. Doch auch hier wäre eine

Übertragung möglich, wenn das Auto in der

Vergangenheit regelmäßig gemeinsam genutzt

wurde. Dass dies so war, muss in einem

speziellen Formular, welches man von der

Versicherung bekommt, erklärt werden.


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Steueränderungen 2018

Mehr Netto vom Brutto für alle

Der Blick auf die Januar-Lohnabrechnung

wird Arbeitnehmer

freuen. Denn 2018 steigt bei allen

das Nettogehalt. Vor allem die

Mitte wird entlastet: Bei Monatsgehältern

zwischen 3.000 und um

die 6.000 Euro brutto ist die Entlastung

am meisten spürbar und

liegt zwischen 126 und 249 Euro

im Jahr. Der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber

Finanztip

zeigt, was sich für Steuerzahler

konkret ändert.

Höherer Grundfreibetrag für alle

Der Grundfreibetrag steigt um

180 Euro auf 9.000 Euro. Bis zu diesem

Betrag gehen Einkünfte steuerfrei

aufs Gehaltskonto. Liegt das

Monatsgehalt unter 6.500 Euro,

wird außerdem weniger für die

Rentenversicherung fällig.

Abbau der kalten Progression

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Damit Arbeitnehmer aufgrund

steigender Lebenshaltungskosten

nicht weniger Geld in der

Tasche haben, verschiebt der

Staat die Steuertarife. Durch eine

eingerechnete Inflationsrate von

1,65 Prozent greift der Spitzensteuersatz

erst bei einem höheren

Einkommen. „Faktisch sinkt

der Steuersatz somit für alle Arbeitnehmer,

auch für Spitzenverdiener“,

sagt Udo Reuß, Steuer-Experte

bei Finanztip. Im Ergebnis

gilt der Spitzensteuersatz von

42 Prozent bei Ledigen erst ab einem

zu versteuernden Jahreseinkommen

von 54.950 Euro. Zuvor

lag die Grenze bei 54.058 Euro. Für

Verheiratete und eingetragene

Lebenspartner, die sich zusammen

veranlagen lassen, gelten

jeweils doppelte Beträge.

Kindergeld steigt

Das Kindergeld steigt für jedes

Kind um zwei Euro monatlich.

Für das erste und zweite Kind

beträgt es jetzt 194 Euro. Eltern

profitieren entweder vom Kindergeld

oder vom Kinderfreibetrag.

Für die meisten Eltern ist das

Kindergeld die günstigere Form

der Berücksichtigung, weshalb

der Kinderfreibetrag allenfalls bei

der Berechnung der Kirchensteuer

und des Solidaritätszuschlags

eine praktische Rolle spielt. Der

Kinderfreibetrag erhöht sich um

36 Euro für jeden Elternteil, also

insgesamt um 72 Euro. Ein Elternpaar

kommt dadurch im Jahr

2018 auf einen Kinderfreibetrag

von 7.428 Euro.

Bei der Sozialversicherung

zahlen viele weniger

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung

sinkt 2018 von 18,7 auf

18,6 Prozent. Weniger zahlen viele

Ihr Auto in

besten Händen

RATGEBER

auch bei der Krankenkasse, denn

der durchschnittliche Zusatzbeitrag,

den die Arbeitnehmer

alleine tragen müssen, sinkt im

Durchschnitt von 1,1 Prozent auf

1,0 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze

für die Renten- und

Arbeitslosenversicherung erhöht

sich. Besserverdiener müssen für

einen größeren Teil ihres Einkommens

Rentenversicherungsbeiträge

bezahlen. Ab einem Bruttogehalt

von 6.500 Euro (West) oder

5.800 Euro (Ost) hält sich dadurch

die Steigerung des Nettogehalts

in Grenzen.

Mehr von der Altersvorsorge

absetzen

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Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 11

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Sparer dürfen im Vergleich zum

Vorjahr 350 Euro mehr steuerfrei

in die gesetzliche Rentenversicherung,

in ein berufliches

Versorgungswerk oder in einen

Rürup-Sparvertrag einzahlen.

Die aktuelle Grenze liegt somit

bei 23.712 Euro. Arbeitnehmer

können doppelt so viel wie 2016

steuerfrei in ihre betriebliche Altersvorsorge

investieren: bis zu

6.240 Euro im Jahr.

Investmentfonds und ETFs

werden anders besteuert

Investmentfonds und ETFs werden

ab 2018 grundlegend anders

besteuert: 15 Prozent Körperschaftsteuer

werden auf inländische

Einkünfte fällig. „Dadurch

sinken zwar die Ausschüttungen,

als Ausgleich dafür bleibt aber

ein Teil der Erträge und Gewinne

aus dem Verkauf für Anleger

steuerfrei“, sagt Reuß. Die gute

Nachricht: „Anleger haben weniger

Arbeit bei der Steuererklärung.

Denn den Steuerabzug am

Jahresanfang übernimmt die Depotbank.“

Bei Fondsanteilen, die

vor 2009 gekauft wurden, bleiben

die bis Ende 2017 aufgelaufenen

Kursgewinne dauerhaft steuerfrei.

Wertzuwächse bei diesen

Alt-Fonds ab 2018 sind noch bis

100.000 Euro steuerfrei. Tipp von

Reuß: „Den Freibetrag kann man

vervielfachen: Fondsanteile einfach

auf die Kinder übertragen.“

Neurentner müssen

mehr versteuern

Wer dieses Jahr in den Ruhestand

geht, sollte beachten, dass

76 Prozent der ausgezahlten Rente

versteuert werden. „Nur noch

24 Prozent bleiben steuerfrei“,

sagt Reuß.

Wie viel die Änderungen für einen

Steuerpflichtigen genau ausmachen,

hat Finanztip auf der eigenen

Website unter www.finanztip.

de in vier übersichtlichen Grafiken

dargestellt.

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Studien: Die wichtigsten Vorteile für Patienten

„Medikamenten-Studie?! Wer macht

denn dabei mit?!“ … so lautet bei vielen

Menschen der erste Impuls zum Thema

„Klinische Studien“. Umso wichtiger ist

es, immer wieder über Vorteile einer

Studienteilnahme aufzuklären. Vorteile

sind: 1) Mit der Teilnahme an einer klinischen

Studie erhalten Sie die Möglichkeit,

modernste Wirkstoffe zur Behandlung

Ihrer Erkrankung zu bekommen. 2) Im

Rahmen der Studienteilnahme gewinnen

Patienten vertiefte Kenntnisse über Ihre

Erkrankung und den aktuellen Stand der

Behandlungsmöglichkeiten. 3) Mit den

Eingangsuntersuchungen erhalten Patienten

eine kompetente ärztliche Zweitmeinung

zu ihrer Erkrankung – oft sind

auch Untersuchungen möglich, die bisher

nicht gemacht wurden. Und 4) Durch

die Teilnahme helfen Patienten von heute

nachfolgenden Generationen – damit

auch ihren eigenen Kindern und Enkeln

– Leiden zu lindern. Viele Patienten empfinden

dies als besonders wertvoll.

Studien gibt es für viele Erkrankungen,

und meist sind sie ambulant. Was das

Thema beginnende Demenz betrifft:

hier sind Studien – bei dem aktuellen

Stand der Forschung – tatsächlich die

einzige Möglichkeit, auf das Aufhalten

der Symptome zu hoffen. Sollten Sie

also von Ihrem Umfeld auf Ihre starke

Vergesslichkeit angesprochen werden,

melden Sie sich gern.

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Gesundes neues Jahr!

Die Tagespflege „Stierstraße“

wünscht allen Leserinnen und Lesern

ein schönes und vor allem gesundes

Jahr 2018

Und wer sich auch noch ein spannendes

neues Jahr wünscht, dem sei unser Monatsmotto

mit auf den Weg gegeben:

„Wer nie vom Weg abweicht, lernt seine

Umgebung nicht kennen...!“

Dass die Tagesgäste, die zu uns kommen,

ihre Neugierde nicht verloren

haben, beweisen sie sich und uns mit

jedem Besuch. Denn sie lassen sich auf

andere Besucher, auf uns Mitarbeiter

sowie auf einen anderen als den zu

Hause gewohnten Tagesablauf ein.

Das finden wir an unseren Gästen sehr

bewundernswert!

Wenn alle unsere Tagesgäste da sind,

wird zuerst einmal ordentlich gefrühstückt

und geklönt, bevor es in den gemeinsam

gestalteten Tag geht. Dieser

geht dann meistens mit einer Zeitungsrunde

los und bietet natürlich gleich

ordentlich Gesprächsstoff - wenn auch

leider nicht nur guten! Nun, wir erlauben

uns dann doch, die positiven Nachrichten

in den Vordergrund zu rücken

und vor allem einen schönen Abschluss

zu finden, sei es eine Anekdote oder

ganz prosaisch mit dem.....Horoskop!

Der zweite Teil des Vormittags wird

dann je nach Wunsch der Tagesgäste

und den Vorschlägen der betreuenden

Mitarbeiter gestaltet. Dies können gymnastische

Übungen, einfache Ballspiele

(werfen und fangen), rätseln, basteln,

Spiele wie Bingo oder Mensch ärgere

Dich nicht, singen oder anderes sein

und dann haben wir auch noch eine

Kegelbahn! Da nicht alle Tagesgäste

die gleichen Interessen haben - warum

sollte es bei uns anders sein als im täglichen

Leben? - entstehen an manchen

Tagen auch zwei Gruppen. Oft werden

wir erst durch das Glockenläuten der

Phillippuskirche daran erinnert, dass es

schon wieder 12 Uhr ist und ein selbst

gekochtes Mittagessen in der „Cafeteria“

auf uns wartet.

Wie es dann weiter geht, werden wir

in der nächsten Ausgabe berichten,

es sei denn, Sie sind schon neugierig

geworden und möchten gleich bei uns

vorbeischauen. Bei Interesse können

Sie sich unter der Telefonnummer:

030/34 33 44 99 unverbindlich informieren,

wir freuen uns auf Sie!

Das Team der Tagespflege Stierstraße


Was steckt dahinter?

Wirkstoffe von Arzneimitteln im Fokus

Beim Gang in die Apotheke fällt

eines sofort auf: Teure Markenprodukte

lassen sich gut sortiert und

sichtbar platziert in den Regalen

finden und erfreuen sich eines

allgemeinen Bekanntheitsgrads.

Was sich jedoch hinter dem Namen

verbirgt, wissen die wenigsten.

Dabei kommt es bei vielen

Heilungserfolgen gar nicht auf ein

bestimmtes Präparat, sondern auf

den Wirkstoff an. „Oftmals gibt es

Arzneimittelkopien, die unter anderem

Namen dieselben Inhaltsstoffe

enthalten“, erklärt Moritz

Müller-Dombois, Geschäftsführer

von medizinfuchs.de, führender

Medikamenten-Preisvergleich

im Internet. Solche als Generika

bezeichneten Präparate lindern

Beschwerden genauso effektiv

wie das Original. Wer sich also genauer

über Wirkstoffe informiert,

kann auf kostengünstigere Alternativen

zurückgreifen, schnell

wieder gesunden und zusätzlich

Geld sparen.

Auf den Wirkstoff kommt es

an: Als Generika bezeichnete

Präparate lindern Beschwerden

meist genauso effektiv wie das

Original.

Foto: Andrea Damm, Pixelio

Der Stoff wirkt

Jedes Präparat verliert nach einiger

Zeit auf dem Markt sein

Patent, sodass auch weitere

Hersteller ein wirkungsgleiches

Medikament produzieren dürfen.

Da bei der Fertigung dieser

Schlaganfall frühzeitig erkennen

Besteht der Verdacht eines

Schlaganfalls, ist keine Zeit zu

verlieren. Ein typisches Anzeichen

sind einseitige Lähmungen beziehungsweise

ein Taubheitsgefühl.

Das äußert sich beispielsweise

durch einen herabhängenden

Mundwinkel, einen eingeschlafenen

Fuß oder einen gelähmten

Arm. Weiterhin können Betroffene

sehr starke Kopfschmerzen

haben. Dazu können Sehstörungen

in Form von Doppelbildern

vorkommen, manchmal sogar

ein kompletter einseitiger Sehverlust.

Die Patienten reden zudem

abgehackt, verdrehen Buchstaben

oder Silben und können in

schweren Fällen überhaupt nicht

mehr sprechen. Zu all dem kommen

ein Schwindelgefühl sowie

ein unsicherer Gang.

Mit dem sogenannten FAST-Test

(Face, Arms, Speech, Time) können

selbst Laien in Sekundenschnelle

einen Schlaganfall erkennen: Die

betroffene Person soll lächeln,

gleichzeitig beide Hände hochheben

und einen einfach Satz

wie „Heute ist es schön“ sagen.

Hat der- oder diejenige Probleme

damit, ist unverzüglich der Notruf

unter der Nummer 112 zu verständigen!

Wichtig ist es, am Telefon

auf den Schlaganfall hinzuweisen.

Je schneller der Patient die richtige

Behandlung erhält, desto

besser sind die Heilungschancen.

Dr. Wolfgang Reuter,

Gesundheitsexperte der DKV

GESUNDHEIT Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 13

Foto: Hywards / Fotolia

Generika dann Forschungs- und

Entwicklungskosten entfallen,

gibt es solche Präparate kostengünstiger

als das Original. Daher

lohnt sich bei jedem Medikament

der Blick auf den Wirkstoff.

Auf Vergleichsportalen im Internet

gibt es sogar eine spezielle

Sortierung nach Inhaltsstoffen,

sodass neben dem Markenprodukt

auch billigere Alternativen

erscheinen. Verbraucher erhalten

auf diese Weise gesonderte

Informationen zu Arzneimitteln

und können bei weiteren Käufen

gezielt nach Markenkopien Ausschau

halten.

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Bei verschreibungspflichtigen

Medikamenten setzt der Arzt auf

dem Rezept beim sogenannten

„aut idem“-Kästchen nur dann

einen Haken, wenn auch ein Generikum

Beschwerden lindert.

„Damit verordnet die Anweisung

kein bestimmtes Präparat, sondern

nur den enthaltenen Wirkstoff“,

sagt der Experte. Vorteil:

Verbraucher erhalten somit aus

einer Sammlung gleichwertiger

Produkte das kostengünstigste.

Doch Markenkopien eignen sich

nicht für jeden Menschen beziehungsweise

bei jeder Krankheit.

Vor allem Allergiker oder Patienten,

die mehrere Medikamente

gleichzeitig einnehmen, sollten

auf Wechselwirkungen sowie

weitere Inhaltsstoffe von Tabletten

achten. So erhalten Menschen

mit einer Schilddrüsenerkrankung

beispielsweise immer

ein spezielles Arzneimittel, da die

Wirkung bei ständig wechselnden

Produkten nachlässt. Verbraucher

greifen im Allgemeinen

vor allem bei Schmerzmitteln

oder kühlenden Salben auf Generika

zurück. Wer jedoch in Absprache

mit seinem Arzt gezielt

nach Referenzprodukten sucht,

der kann auch bei schwereren

Erkrankungen Geld einsparen.

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14 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

RATGEBER

Energieausweis: endlich verständlich erklärt

Hintergrundwissen von der Energieberatung der Verbraucherzentrale

Der Energieausweis veranschaulicht,

wie energieeffizient ein Gebäude

ist. Er wird auf Grundlage

der Energieeinsparverordnung

(EnEV) ausgestellt. Eigentümer,

Mieter und Käufer sollen so Klarheit

über die zu erwartenden

Energiekosten einer Immobilie

erhalten. Ob der Energieausweis

diese Aufgabe erfüllt und welche

Informationen er tatsächlich

enthält, erklärt Tijana Roso, Projektkoordinatorin

Energie bei der

Verbraucherzentrale Berlin.

Was steht drin?

Den fünfseitigen Energieausweis

gibt es in zwei Formen: Als Verbrauchsausweis

und als Bedarfsausweis.

Der Verbrauchsausweis

dokumentiert, wie viel Energie

pro Quadratmeter Nutzfläche für

Wärme und Warmwasserbereitung

in der Vergangenheit verbraucht

wurde. Viel aussagekräftiger

für die Energieeffizienz eines

Gebäudes ist der Bedarfsausweis.

Dieser stellt anhand eines komplexen

Berechnungsverfahrens

den Energieverbrauch eines Gebäudes

unter standardisierten

Bedingungen dar. Die in dem

Bedarfsausweis erfassten Daten

sind somit unabhängig vom individuellen

Nutzerverhalten.

Der Energiestandard des Gebäudes

wird mittels Energieeffizienzklassen

von A+ bis H

veranschaulicht, ähnlich wie bei

Kühlschränken und Waschmaschinen.

Zudem kann der Ausweis

Maßnahmenvorschläge zur

Verbesserung des energetischen

Gebäudezustands beinhalten.

„Hierbei handelt es sich jedoch

nur um Empfehlungen“, betont

Roso. „Am besten sollte man sich

von einem Energieexperten beraten

lassen, ob die Umsetzung

der empfohlenen Maßnahmen

möglich und sinnvoll ist.“

Wer braucht einen

Energieausweis?

Verpflichtend ist der Energieausweis

immer dann, wenn ein Gebäude

neu gebaut, umfassend saniert,

verkauft oder neu vermietet

werden soll. Bei der Vermietung

müssen die wichtigsten Kenndaten

des Ausweises bereits in


der Immobilienanzeige genannt

werden. Bei der Besichtigung eines

Hauses oder einer Wohnung

muss der Vermieter den Ausweis

oder eine Kopie unaufgefordert

aushändigen oder gut sichtbar

aushängen. Spätestens bei Vertragsabschluss

muss der Mieter

das Original oder wiederum eine

Kopie erhalten. Bei Neubauten

und Gebäuden mit weniger als

fünf Wohneinheiten, die die

Wärmeschutzverordnung von

1977 nicht einhalten, muss der

Energieausweis in jedem Fall

als Bedarfsausweis ausgestellt

werden. „Keinen Energieausweis

brauchen hingegen Eigenheimbesitzer,

für deren Haus die Baugenehmigung

vor dem 1.10.2007

erteilt wurde, und die ihr Haus

selbst bewohnen“, so Roso.

Wer stellt den

Energieausweis aus?

Ein Energieausweis muss von

Fachleuten mit besonderer Qualifikation

ausgestellt werden, wie

beispielsweise von Architekten,

Bauingenieuren oder Schornsteinfegern.

Ein amtliches Zertifikat

oder eine vollständige Liste

aller Aussteller gibt es allerdings

nicht. Wichtig ist: Ein Energieausweis

ist kein Ersatz für eine Energieberatung.

„Wer plant, die Empfehlungen

des Energieausweises

umzusetzen, sollte unbedingt

eine unabhängige Beratung in

Anspruch nehmen“, empfiehlt

Roso.

Was kann der

Energieausweis nicht?

„Insbesondere der Verbrauchsausweis

liefert Mietinteressenten

keine genaue Prognose über

ihre künftigen Heizkosten“, stellt

Tijana Roso klar. Denn die Werte

darin werden maßgeblich vom

Nutzerverhalten, zum Beispiel

der eingestellten Raumtemperatur

und dem Lüftungsverhalten,

beeinflusst. Ein Energieausweis

bezieht sich außerdem in den

meisten Fällen auf das ganze

Gebäude und nicht auf einzelne

Wohnungen. Die Lage der Wohnung

im Gebäude spielt aber eine

Foto: Stockpics / Fotolia

erhebliche Rolle für den Energieverbrauch.

Bei allen Fragen zum Energieverbrauch

in privaten Haushalten

hilft die Energieberatung

der Verbraucherzentrale: online,

telefonisch oder mit einem persönlichen

Beratungsgespräch.

Die Berater informieren anbieterunabhängig

und individuell. Für

einkommensschwache Haushalte

mit entsprechendem Nachweis

sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt

es auf www. verbraucherzentraleenergieberatung.de

oder unter

0800 – 809 802 400 (kostenfrei).

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale

wird gefördert vom

Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie.

Impressum Gazette Schöneberg & Friedenau

Februar Nr. 2/2018 · 23. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich

in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf,

Charlottenburg und Wilmersdorf.

Verlag

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Nächste Ausgabe März Nr. 3/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 12.02.2018

Erscheinung 01.03.2018


GESUNDHEIT

Hausstaubmilbenallergie

Mit diesen Tipps halten Sie Hausstaubmilben im Zaum

Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018 | 15

Aktuell laufen in deutschen Haushalten

die Heizungen wieder auf

Hochtouren. Für gesunde Menschen

kein Problem, für Hausstaubmilbenallergiker

allerdings

schon. Der Grund: Durch das Heizen

werden die Verfallsprodukte

der allergieauslösenden Milben

vermehrt aufgewirbelt und eingeatmet,

sodass es zu häufigeren

und stärkeren allergischen Reaktionen

bei Betroffenen kommt.

Die Symptome lassen sich jedoch

einschränken.

1. Lüften Sie regelmäßig

Hausstaubmilben

fühlen sich bei einem

feuchtwarmen Raumklima

am wohlsten.

Lüften Sie daher regelmäßig und

intensiv. Eine gute Luftzirkulation

ist unerlässlich. Die Luftfeuchtigkeit

im Schlafzimmer sollte

höchstens 50 Prozent betragen.

Eine Temperatur zwischen 16 und

17 Grad ist optimal.

2. Reinigen Sie Ihre

Teppichböden regelmäßig

Je weniger Teppiche

Sie haben, desto

besser. Möchten Sie

auf die Knüpfwerke

jedoch nicht verzichten, sollten

Sie sich kurzflorige Teppiche anschaffen

und diese regelmäßig

mit einem Staubsauger reinigen.

Am besten eignen sich Allergiker-Staubsauger

mit speziellen

Schwebstofffiltern (HEPA-Filter

Klasse 13/14) oder Wasserstaubsauger.

3. Verzichten Sie auf Staubfänger

So schön und gemütlich

Dekokissen,

Tagesdecken und

Vorhänge Ihr Schlafzimmer

auch machen, sie sind

der ideale Nährboden für Hausstaubmilben

und daher für Sie

als Hausstaubmilbenallergiker

nicht geeignet. Verzichten Sie

daher auf diese Staubfänger.

Verwenden Sie lieber Bettwäsche

mit Muster oder Tapeten,

um Gemütlichkeit zu erzeugen.

Um Ihre Fenster blickdicht zu verschließen,

greifen Sie auf Rollos

oder Plissees zurück.

4. Waschen Sie Kuscheltiere

regelmäßig

Auch in Kuscheltieren

halten sich Milben bevorzugt

auf. Waschen

Sie diese daher regelmäßig

bei mindestens 60 Grad.

Sie können Stofftiere auch zwei

bis drei Tage in die Gefriertruhe

legen. So sorgen Sie dafür, dass

die Milben absterben und die

Kuscheltiere von den Allergenen

befreit werden.

5. Verwenden Sie Encasings

Durch spezielle Encasings

können Sie

versuchen, die Hausstaubmilbenexpositi-

on in Ihrem Bett zu verringern.

Dabei handelt es sich um spezielle

Kissen- und Bettbezüge, die

für Milben undurchlässig sind

und die Tiere von Nahrungsquellen

wie Hautschuppen abschneiden.

Hausstaubmilbenallergie

langfristig eindämmen

Sie möchten der Sache auf den

Grund gehen? Wie wäre es dann

mit einer Hyposensibilisierung?

Diese Therapie beschränkt sich

nicht nur auf die Behandlung

Ihrer Symptome, sondern setzt

direkt bei der Ursache an. Dabei

wird Ihnen in regelmäßigen

Abständen das Allergen in kontrollierten

Dosen verabreicht, sodass

sich Ihr Organismus daran

gewöhnt. Eine Hyposensibilisierung

erstreckt sich meist über

mehrere Jahre. Die Behandlung

kann aber das Risiko einer allergiebedingten

Atemwegsschädigung

deutlich vermindern.

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16 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Februar 2018

Erbfolge frei bestimmen

Vor- und Nacherbschaft in Patchworkfamilien

Jeder möchte, dass das Erbe einmal

in die richtigen Hände fällt.

Trotzdem kümmern sich nur die

wenigsten um ihren Nachlass.

Zwar regelt das Gesetz, wer wie

viel erbt – aber ist das immer im

Sinne des Erblassers? Die meisten

Patchworkfamilien werden wahrscheinlich

überrascht sein, wer

das Erbe erhält, wenn kein Testament

oder Erbvertrag vorhanden

ist. Wer für den überlebenden

Ehegatten aus der zweiten Ehe

vorsorgen, andererseits verhindern

möchte, dass Teile seines Vermögens

später an Verwandte des

Stiefvaters oder der Stiefmutter

übergehen, sollte ein Testament

oder einen Erbvertrag aufsetzen.

Geerbt wird nacheinander

In der Regel bietet sich eine Vorund

Nacherbfolge an. Das heißt:

Der zweite Ehegatte wird zum

nicht befreiten Vorerben berufen

und die Kinder zu Nacherben.

Der Vorerbe darf den Nachlass

zwar nutzen, ihn aber nicht verschenken

oder verkaufen. Er darf

grundsätzlich keine Verfügungen

treffen, die die Rechte der

Nacherben beeinträchtigen.

Der Nacherbfall tritt, sofern

nichts anderes bestimmt ist,

mit dem Tode des Vorerben

ein.

Spielraum nutzen

Einzelne Gegenstände wie

zum Beispiel der Hausrat

der ehelichen Wohnung

können in Form eines Vorausvermächtnisses

an den

Ehegatten weitergegeben

werden. Diese Nachlassgegenstände

unterliegen dann nicht

der Nacherbschaft. Sie sind Eigenvermögen

des Vorerben und

damit für die Nacherben verloren.

Kindesvermögen in

sicheren Händen

Insbesondere im Fall von noch

minderjährigen Nacherben


Grafik: Strichfiguren / Fotolia

empfiehlt sich die Anordnung

einer sogenannten Nacherbentestamentsvollstreckung,

das

heißt: Der Erblasser bestimmt

in seiner letztwilligen Verfügung

eine Person seines

Vertrauens, die für die Zeit

der Vorerbschaft bis zum Eintritt

der angeordneten Nacherbfolge

die Rechte des Nacherben ausübt.

Die Nacherbentestamentsvollstreckung

endet spätestens

mit Eintritt des Nacherbfalls

oder beispielsweise bei Erreichen

der Volljährigkeit der

Nacherben.

Doppelte Steuer umschiffen

Der Nachteil der Nacherbfolgeanordnung

liegt allerdings

in der steuerlichen

Doppelbelastung des Nachlasses

mit Erbschaftssteuer.

Ähnlich wie beim Berliner

Testament müssen bei größerem

Vermögen sowohl

der Vorerbe als auch die

Nacherben Erbschaftssteuer

zahlen. Alternativ zur

Nacherbfolgeanordnung

kann der Erblasser auch die

Kinder aus der ersten Ehe als

Vollerben einsetzen. Einzelne

Gegenstände können wiederum

als Vermächtnisse an den neuen

Ehegatten weitergegeben werden.

Die Stellung des Ehegatten

kann zudem noch gestärkt werden,

in dem er als Testamentsvollstrecker

eingesetzt wird.


Notarkammer Berlin

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