Aufrufe
vor 6 Monaten

MeißenMagazin 2018

Foto: D. Bahrmann WO

Foto: D. Bahrmann WO EINKAUFEN EIN Erlebnis IST LANGE TRADITION, BESONDERE ANGEBOTE, ZUFRIEDENE KUNDEN: DAS GIBT ES IN MEISSNER GESCHÄFTEN Einkaufen als „ganzheitliches Erlebnis“: In Werbeslogans wird so etwas oft beschworen. Im Meißner Traditionsgeschäft „Ernst Schumann“ ist es Realität. Die großen Schaufenster des Ladens an der Elbstraße sind nicht minimalistisch eingerichtet. Sie zeigen Köstlichkeiten in Hülle und Fülle: Weine aus dem Elbland, Pralinen, edlen Kaffee und Tee. Das muss man probieren! Also schnell hinein. Eine zauberhafte Welt tut sich hinter der Ladentür auf. Zu sehen ist gediegene Einrichtung älteren Datums, darauf Schokoladen, Arrangements von Wein- und Whisky-Flaschen, hübsch verpackte Präsente. Herrlich ist der Duft, der den Kunden nun umfängt: ein wenig süß und exotisch, ein Hauch von Kaffee und Tabak … Freundlich klingt die Stimme der Verkäuferin: „Sie wünschen?“ Für die Meißner ist die Einkaufskultur von „Ernst Schumann“ ein Teil ihres Alltags. Nicht seit gestern oder zehn Jahren, sondern seit Generationen. Genauer gesagt seit dem Jahr 1847: Damals gründete der Kaufmann Ernst Schumann im stolzen Bürgerhaus Elbstraße 1 – gleich neben dem Rathaus – einen „Materialwarenladen“. „Er verkaufte Lebensmittel, aber auch Sämereien und sogar Jagdmunition“, sagt Franziska Schlieter, die heutige Chefin des Ladens. Sie ist Nachfahrin des Gründers in fünfter Generation. Ebenso viele Generationen von Meißnern haben schon bei „Ernst Schumann“ eingekauft. Die Zeiten wandelten sich und mit ihnen das Sortiment des Unternehmens. Das Einkaufen „bei Schumann“ wurde eine Tradition. Es kamen die Bürger der Stadt und die Bauern aus den Dörfern der Umgebung, die anfangs noch mit Pferdewagen vorfuhren. Das Haus in der Elbstraße 1 hat viele Kunden gesehen und Meißner Stadtgeschichte erlebt. 28

29 Franziska Schlieter führt durch Gewölbe, die als Lager dienten, und über den Hof, der beeindruckend groß ist. „Hier wurden früher Waren kommissioniert, die dann auch an andere Lebensmittelhändler geliefert wurden.“ Zu den Lebensmitteln, mit denen der Gründer handelte, kamen später die sogenannten „Kolonialwaren“: exotische Früchte, Schokolade, Kakao, Gewürze, Kaffee, Tee. Otto Schumann erweiterte in der Gründerzeit nach 1870 das Unternehmen um eine Kaffeerösterei, um den Weinhandel und den Großhandel. Herbe Einschnitte brachten die Jahre des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Hart zu kämpfen hatte das Handelsunternehmen in der Zeit der DDR. „Ernst Schumann“ war und blieb stets privat geführt. Für solche Firmen fielen die Warenzulieferungen der staatlichen Betriebe sehr schmal aus. Franziska Schlieters Vater Hans-Georg Schumann, der damals die Geschäfte führte, glich das Manko erfindungsreich aus. Sein Organisationstalent brachte auch begehrte Waren in die Elbstraße: „Ware zu bekommen, war damals das Schwierige. Sie zu verkaufen, war kein Problem“, sagt Franziska Schlieter. Die studierte Lebensmitteltechnologin wuchs in das Familiengeschäft hinein. Sie fügt seiner Geschichte weitere Kapitel hinzu. Nicht neu, sondern stets gleich blieben dabei folgende Prämissen, sagt Franziska Schlieter. Die Wünsche der Kunden stehen im Mittelpunkt. Die Aufga- be des Händlers ist es aber, ihnen nicht nur Bewährtes zu bieten, sondern auch ihre Lust auf Neues anzuregen. So ist also auch die Chefin stets auf der Suche nach besonderen Waren. Kunden lassen sich mit dem anlocken, was sonst kaum woanders zu bekommen ist: Weine verschiedenster Weingüter, feine Pralinen, edle Spirituosen. Für Kenner und die, die es werden wollen, gibt es auch Verkostungen. Dass die Meißner Käufer „Ernst Schumann“ schätzen, liegt also nicht nur am Bewahren von Bewährtem. Oder gerade doch? Ein freundliches Gespräch über den Ladentisch: Wo findet man das noch? Hier zum Beispiel. Sich zuwenden, zuhören, Empfehlungen geben können: Das sind die Tugenden eines guten Verkaufsgesprächs. Was schätzt die Chefin von „Ernst Schumann“ an der Meißner Einkaufskultur? Die Vielfalt des Handels sei ein wahrer Schatz der Stadt. Kleine Läden und Boutiquen gäbe es hier. Besondere Angebote, das Eingehen auf Kundenwünsche: Das werde hier gepflegt, sagt Franziska Schlieter. „In einen großen Markt gehen, sich die Ware aus dem Regal nehmen und dann zur Kasse gehen: Das kann man überall. Gute Beratung und Empfehlung ist das Besondere.“ Feinkost und Spirituosen Ernst Schumann Elbstraße 1, 01662 Meißen www.feinkost-spirituosen-schumann.de © Satztechnik Meißen GmbH, 2016 Domkeller Das älteste Gasthaus in Meißen, seit 1470 Domplatz 9, Telefon 03521 457676 www.domkeller-meissen.de Ratskeller DIrekt am Markt in der historischen Altstadt Markt 1, Telefon 03521 7274740 www.ratskeller-meissen.de Café am Dom Das Café im historischen Tonnengewölbe an der Burgbergspitze Domplatz 5, Telefon 03521 404486 www.cafe-am-dom-meissen.de Schlosscafé in der Albrechtsburg Meissen Domplatz 1, Telefon 03521 4591177 www.schlosscafe-meissen.de Internet: www.domkeller-meissen.de · E-Mail: info@domkeller-meissen.de

VERITAS - Das Genussmagazin / Ausgabe - 24-2018
GLAS&CO Nr. 1, Deutsch;
VERITAS - Das Genussmagazin / Ausgabe - 23-2018
Sachsens Winzer laden ein! - Sächsisches Elbland
1 Wandern | WEIN / KULINARIK
FINE Das Weinmagazin 02/2018
TheaterCourier März 2018
Gästejournal 2018 - Natur, Kultur, Genuss im ZweiUferLand am Main
INTERVIEW ThEmENschWERpuNkT - WM hoch 3
Aktionsgemeinschaft-Radolfzell EInkaufsfuehrer 2018-19
Pfalz-Magazin Frühjahr 2018
Einladungskarte Restaurant Elefant Download ... - Altstadt Salzburg
Wein & Gourmet W einpfade Lahr - Stadt Lahr
Regio-Journal 02/2018
Programmheft zum 9. Auricher Wein- & Gourmetfest. - Stadt Aurich
Flieg ab Salzburg - Sommer 2018
Litteratur der Landes und Volkskunde des Königreichs Sachsen
offenen Sonntag während des umbrisch ... - Schwäbisches Tagblatt