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Berner Kulturagenda 2018 N°4

Berner Kulturagenda 2018

DO 1. – MI 7.2.2018 N°4 / www.bka.ch Seite 3 Kritisch: «The Student» in der Cinématte Poetisch: Dead Brothers im Dachstock Pegelstand, Kolumne von M. C. Widmer Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 8 Kultursplitter Seite 12 Lisa Schäublin in der Galerie 9a Milena Patagônia in der Dampfzentrale StattLand führt durch die Lorraine Nicht vergessen! TANGO Argentino Schnupperwochen 5. bis 14. Februar 2018 Fr. 11.– pro Stunde www.111tango.ch Julia Wesely Keine Flucht aufs Sofa Die Violonistin Patricia Kopatchinskaja hat soeben einen Grammy für die beste Kammermusik-Performance bekommen – als erste Frau für die Schweiz. Die nächste Leiterin der Camerata Bern gestaltet das Konzert «Krieg & Chips». 3 Kulturtipps von Studeyeah Der Bieler Mark Stadler alias Studeyeah macht kurlige Lieder über Cervelatvergiftungen oder Liebeserklärungen an das Migros-Restaurant Grenchen. Bebildert werden die Songs mit charmanten Lo-Fi-Videos. Er bezeichnet seinen Stil als «Alpen-Reggae, Austria-Skilehrer-Rap und berndeutschen Synthie-Rock». Seine EP «Usgrächnet i de Ferie» tauft er mit Band im Bieler Club Le Singe (Sa., 3.2., 21 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: Cervelat isch biuigä Dräck. Und was soll der letzte sein? Aber me chas ässä. ZVG Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. Am Fr., 2.2., ins Stück «Harold und Maude» im Theater Remise (20 Uhr). Liebe kennt keine Grenzen. 2. In «Der Goalie bin ig» in den Vidmarhallen im Liebefeld (So., 4.2., 18 Uhr). Ein grosser Typ wie ich, muss man gesehen haben! 3. Ins Kino Ins in den schwedischen Film «Sami – A Tale from the North» (Mi., 7.2., 20 Uhr). Als halber Schwede ist dieser Film für mich ein Muss. Gruseliges unterm Dach Alexander Kreuselberg inszeniert die Oper «The Medium» von Gian Carlo Menotti am Konzert Theater Bern. Die Séance zum Schaudern spielt in der Mansarde. Regisseur Alexander Kreuselberg: «Das Publikum spürt jede Gefühlsregung». Gian Losinger TICKETS Eine eiskalte, unsichtbare Hand legt sich um die Kehle des Mediums Madame Flora alias Baba (Claude Eichenberger). Sie, die ihren Klienten in okkulten Séancen übersinnliche Fähigkeiten vorgaukelt, wird plötzlich selbst von einem unerklärlichen Phänomen heimgesucht. Durch die Unfähigkeit, dieses Ereignis einzuordnen, gerät die Schwindlerin zunehmend in einen Strudel aus Panik, Verzweiflung und Wahnsinn. Dramatik steigert sich «‹The Medium› ist eine Oper über verdrängte Gefühle, Abhängigkeitsverhältnisse und die Beziehung zwischen Glaube und Realität», sagt der Regisseur Alexander Kreuselberg, der das Werk des Amerikaners Gian Carlo Menotti aus dem Jahr 1945 am Konzert Theater Bern inszeniert. Die Aufführungen finden in der Mansarde des Stadttheaters statt. «Das Publikum sitzt quasi direkt im Wohnzimmer von Madame Flora, es bekommt jede kleinste Gemütsregung der Figuren unmittelbar zu spüren», so Kreuselberg. Hypnotische Melodien und unerwartete Ausbrüche charakterisieren Baba, während der Gesang von Babas Tochter Monica (Elissa Huber) eher lyrisch und musicalhaft daherkommt. Die Dramatik des Geschehens steigert sich bis zur letzten Arie, die mit den Worten «I’ve killed the ghost» beginnt – «Ich habe den Geist getötet». Stephan Ruch Mansarde, Stadttheater Bern Premiere: Fr., 2.2., 19.30 Uhr (ausverkauft) Vorstellungen bis 25.2. www.konzerttheaterbern.ch Wir verlosen 2 x 2 Tickets für So., 4.2.: tickets@bka.ch Negroni und Mafia Am Tag der offenen Club türe in Bern werden Geheimnisse gelüftet. Eingeladen sind alle Generationen, speziell auch Club-Muffel. Man nehme ein altmodisches Glas und fülle es mit Eis. Darin giesse man 3 cl Gin, 3 cl Campari und 3 cl roten Wermut, rühre sachte um und garniere mit einem Orangenschnitz. Der Negroni klingt einfach, doch bei einem der beliebtesten Cocktails, benannt nach einem italienischen Grafen, kann viel schiefgehen. In das Negroni-Geheimnis führen die Barkeeper des Bonsoir am Tag der offenen Clubtüre ein. Vielleicht wird das etwas nostalgisch, weil der Berner Club im Mai schliesst. Der Grund sind sinkende Umsätze. Was die Konkurrenz so treibt, enthüllt eine «Club-Safari» mit Gisela Feuz. Die Journalistin ermuntert speziell auch «ältere Semester und Menschen, die nicht mit der Clubkultur vertraut sind», ihr ins ISC, Bierhübeli oder in den Dachstock zu folgen. Und sonst? Exklusiv öffnet die geheime Bärengraben-Bar unter dem Löscher am Viktoriaplatz. Das Kapitel sendet ein Special des Formats «Radio Bollwerk» mit Gästen. In der Spinnerei Felsenau haben die Kinder das Sagen, bevor am Abend Hi Jo mit «Straight Mafia Funk» die Bühne entert. Keine Frage, an welchem Drink man dazu nippt. Céline Graf Diverse Orte, Bern. Sa., 3.2. Start «Club-Safari»: Bonsoir, 15 Uhr Das ganze Programm ist auf Facebook unter «Tag der offenen Clubtüre 2018» zu finden.