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Neue Szene Augsburg 2018-02

Stadtmagazin für Augsburg

50 GERILLTES BLACK REBEL

50 GERILLTES BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB WRONG CREATURES (Vagrant Records) Leicht hatte es die Band nicht in den letzten Jahren, musste sich doch Schlagzeugerin Leah Shapiro 2014 einer Hirnoperation unterziehen. Dass die Formation sich davon aber nicht unterkriegen lässt, zeigt ihr jüngstes Album. Zwar lässt sich hier nicht nur von gänzlich neuen Ideen sprechen, doch nach 20 Jahren Bandgeschichte verlangt das auch keiner. So bleibt BRMC mit dem mystisch-gitarrenlastigen Einsteiger „DFF“ oder Stücken wie „Little Thing Gone Wild“ seiner rockgeladenen Linie treu. Aber auch Ausreißer, wie „Echo“ oder „All Rise“ lassen am Ende dann doch ein wenig Sanftmut in uns kehren, die sonst so selten bei dieser Band anzutreffen ist. (jk) DJANGO DJANGO MARBLE SKIES (Because Music/Caroline International) Endlich, das neue Album der britischen Art-Popper ist da! Nach ihrem phantastischen Debütalbum „Django Django“ folgte 2015 „Born under Saturn“, das aber nicht ganz an das erste Werk anknüpfen konnte. Mit „Marble Skies“ jedenfalls schnuppern die vier Londoner wieder an große Momente heran. Irgendwie sind die Briten nur schwer zu packen, wie eine Flipperkugel springen sie im Pop-Orbit umher – zwischen Beach Boys, Elektronik-Pop und sogar Rockabilly, aber so richtig docken sie nirgends an und genau da liegt auch die Stärke dieser außergewöhnlichen Formation! Das klingt alles sehr erfrischend, eine Scheibe ohne Schwachpunkt! (ws) STILL TREES LETTERS TO LUCILLE (HNDGMCHT) Bei den Zwickauer Jungs „Still Trees“ hat man schon immer das Gefühl, sie seien irgendwo in den 60er-Jahren hängen geblieben: Kaum ein Stück erinnert nicht irgendwie an die Beatles, die Kinks oder einen Woodstock- Soundtrack. Nach zwei Alben erscheint nun ihre erste EP unter dem Titel „Letters to Lucille“. Und ja, die Scheibe macht irgendwie gute Laune. Die ersten drei Songs unter den Titeln „Lucille“, „Form y Money“ oder „Lullabies under Green Lights“ folgen der 60er-Jahre Indiepop-Retroschiene. Der zweistimmige Gesang und die surfigen Gitarren gefallen. Leider wird diese eigentlich hörenswerte Platte durch zwei eher langweilige Schlusssongs irgendwie verdorben. Schade! (jk) JAGUWAR RINGTHING (Tapete Records/Indigo) Shoegaze-Fans dürfen sich freuen! Es gibt eine neue Hoffnung aus Berlin und Dresden. Im Januar veröffentlichten Jaguwar ihr Debütalbum „Ringthing“ und schufen damit einen Sound irgendwo zwischen „My bloody Valentine“ und „Slowdive“. Schön tragen hier die flirrig-halligen Gitarren und Keyboardsounds die Vocals, die unweigerlich an „The Cure“-Legende Robert Smith erinnern. Die zehn Stücke erstrecken sich meist gut und gerne auf shoegazige sechs Minuten und ab und an darf man auch noch die zauberhafte zweite Stimme von Bassistin Oyemi bewundern. Super zum Abschalten, Entspannen oder doch zum Wildumhertanzen... Highlights der Platte: „Lunatic“, „End“ oder „Week“. (jk) ALBUM DES MONATS LIEBLINGS MUSIK THE BV’s INTERPUNKTION (Kleine Untergrund Schallplatten) The BV´s sind wohl eine der außergewöhnlichsten Augsburger Gruppierungen dieser Tage und sorgten zuletzt sogar für internationales Aufsehen. Die Band, die das Fazit eines Auslandssemesters und einer guten Freundschaft zwischen dem Augsburger Frederik Jehle und Josh Turner aus Falmouth ist, präsentiert nun nach ihrer ersten LP bei „Kleine Untergrund Schallplatten“ die zweite Veröffentlichung unter dem Titel „Interpunktion“. Bereits nach dem ersten Tonträger der jungen Musiker war klar: Diese Band hat Potential. Sie spielt nämlich wie keine andere mit dem C86, dem Shoegaze und den harmonischen Klängen der Gitarre. Auch in „Interpunktion“, die Platte erscheint am 09. Februar auf der Werkschau der FH Augsburg (deren Artwork wird auch die Abschlussarbeit von Fred sein), fängt die Band eine schwer zu beschreibende Melancholie ein. Die fünf Songs schlagen nämlich den Bogen zwischen guten und schlechten Tagen, angefangen mit dem stark an C86 erinnernden „Be enough“ und im Kontrast hierzu das tieftraurige „Dazed hair“. Gesungen wird das Stück in einem repetitiven Gesang Frederiks, der die Hörerschaft mit einer unglaublichen Schwere zurücklässt. Die restlichen drei der insgesamt fünf Songs bewegen sich in spontan eingespielten, instrumentalen und effektlastigen Jams. Von da an kann man sie wirklich nur noch schwer greifen: Ein wenig erinnern sie hier und da an Notwist, dann aber auch wieder an Bauhaus. Wahrscheinlich ist es wohl besser zu sagen, dass sie einfach nur sie selbst sind - das deutsch-englische Ausnahmeprojekt mit der Basis in Augsburg. (jk) JAGUWAR RINGTHING (TAPETE RECORDS/ INDIGO) „Ringthing“: Super zum Abschalten, Entspannen oder doch Wildumhertanzen...(js) THE CINEMATIC ORCHESTRA MA FLEUR (P&C NINJA TUNE) Keine Ahnung, bei welchem Film ich den Track „To build a home“ gehört habe, aber genau so muss sich Liebe anhören! (max) SUUNS FELT (SECRETLY CANADIAN) Blubbernder Killer- Krautrock aus Montreal! Allein der Song „Watch You, Watch Me“ ist das Eintrittsgeld wert! (ws)

GERILLTES 51 THE FRATELLIS IN YOUR OWN SWEET TIME (Cooking Vinyl) The Fratellis sind zurück. Nach vier Alben und Konzerten auf der ganzen Welt bringen die Schotten Anfang März ihr neues Album an den Start. Schon der Vorgeschmack mit dem brandneuen Stück „The Next Time We Wed“, welches ohne jeglichen Umweg direkt ins geneigte Ohr geht, stellt das Hit-Potential der Fratellis erneut unter Beweis. Und auch alle anderen Nummern werden sämtliche „Fratellisten“ keineswegs enttäuschen, denn es darf weiterhin getanzt und sich gefreut werden! Produziert wurde die Scheibe wieder vom sechsfach Grammy und Mercury nominierten Tony Hoffer, der bereits mit Bands wie Beck, The Kooks, M83 oder Belle & Sebastian gearbeitet hat. (max) THE RADAR POST GOOD ADJUSTMENT TO REALITY (Nordic Music Society) Esben Svane hat nach recht arbeitsreichen Jahren sein Pensum gedrosselt. Das wirkt sich musikalisch positiv aus, denn in seinem neuen Album geht es nur um eines – nämlich um gute emotionale Musik, die Gefühle offenbart und uns mitfühlen lässt. Man kann förmlich greifen, wie der schöne Esben in der ländlichen Abgeschiedenheit seiner dänischen Heimat Songs geschrieben und produziert hat. Die Platte pendelt zwischen Deerhunter und Radiohead, zwischen Ebbe und Flut, zwischen Realität und Illusion. Freut Euch auf einen Singer-Songwriter, der von einer breiten Instrumentierung getragen wird und dadurch nach fetter Bandbesetzung klingt. (max) THE WOMBATS BEAUTIFUL PEOPLE WILL RUIN YOUR LIFE (Kobalt/RTD) Ziemlich frisch geht das neue Album der Indie-Pop-Band aus Liverpool los. Geschrieben wurde das Teil an den drei verschiedenen Wohnorten des Trios. Die Jungs haben die Merseyside längst verlassen und leben in Los Angeles, Oslo und London. Es scheint, als ob dort ständig die Sonne scheint, vor allem bei Mastermind und Sänger Matthew Murphy in L.A., denn so klingen die Songs. Und es muss angemerkt werden, dass sich die Band definitiv weiterentwickelt hat, ihren etwas schrulligen Popsound auf eine neue Ebene gehievt hat und sich eindeutig auf dem Sprung in den Mainstream befindet, was in diesem Fall nur positiv gemeint ist. (cs) IMARHAN TEMET (City Slang) The New Wave of Tuareg Music! Vor zwei Jahren veröffentlichten Imarhan ein aufregendes Debütalbum beim Berliner Indie-Label City Slang. Die Wüstensöhne aus Algerien präsentierten dabei eine ungewöhnliche LP aus orientalischen Klängen und mystischem Desert-Blues. Letztes Jahr konnte man sie live auf dem Modular in Augsburg erleben, wo sie ein furioses Konzert hinlegten und die Kongresshalle in eine hypnotische Orient-Disco verwandelten. Mit ihrem zweiten Werk „Temet“ schütteln sie ihre Konventionen etwas ab und lassen Stilrichtungen wie Rock, Funk und Disco miteinfließen. Mag sein, dass dadurch das Ursprüngliche ihrer Musik etwas verwässert wird, ein Schritt nach vorne ist es allemal! (ws) HIER GIBT ES NICHTS ZU SEHEN NICHT MAL W E R B U N www.plakatwerbung-maerzke.de Vermietung von Großraum Augsburg Plakatwerbung Maerzke Tel. 0821 488175 G

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