Glasklar - Kundenmagazin von SAKnet für Unternehmen

froschkraft

Froschkraft war für die Konzeption, die inhaltliche Erarbeitung und das Design des Kundenmagazins für Unternehmen zuständig.

AUSGABE JUNI 2017

WAS UNTERNEHMER 2017 BEWEGT

AUS DER PRAXIS FÜR DIE PRAXIS

SAKnet SAKGLASKLAR WWW.GLASKLAR.SAKnet.CH WWW.SAKnet.CH


TELEKOMMUNIKATION

IT-INFRASTRUKTUR

RECHENZENTRUMSDIENSTLEISTUNGEN

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VORWORT

Ein herzliches Willkommen

Was bewegt Unternehmer und Unternehmerinnen 2017?

Ein Thema bleibt der Wechsel von der analogen und ISDN-

Telefonie zur digitalen Telefonie. Dieser Wechsel führt zur

Verschmelzung der Kommunikations- und Informationstechnologie

und birgt für ein Unternehmen grosses Optimierungspotenzial.

Die SAK bietet auf dem Gebiet der digitalen

Telefonie sowohl KMU Standardlösungen als auch Lösungen

für Unternehmen mit Telefonanlagen. In dieser Ausgabe

berichten wir von der Zusammenarbeit mit unseren regionalen

Partnern und was wir für die Kundinnen und Kunden

tun können.

Daten, Datensicherheit und Unternehmensvernetzung sind

weitere grosse Themen für die Ostschweizer Unternehmerinnen

und Unternehmer. Als Anbieter zuverlässiger Glasfaserinfrastrukturen

und Dienste leisten wir unseren Beitrag für

die Ostschweizer Wirtschaft. Auf Seite 8 berichten wir über

die Standortvernetzung bei GEOINFO IT AG in Herisau.

Und ab Seite 13 erhalten Sie tiefe Einblicke in den Bau des

Rechenzentrum Ostschweiz. Zwei IT Unternehmen, die künftig

Dienstleistungen aus dem Rechenzentrum Ostschweiz

anbieten, berichten über ihr Angebot, die Wünsche der

Kundinnen und Kunden sowie Erwartungen an die Zusammenarbeit

mit dem Rechenzentrum.

Spannende Einblicke also in die Welt der Ostschweizer Glasfaserinfrastrukturen

und IT Dienste. Einen Ausflug machen wir

auch in das Thema Elektromobilität für Unternehmen.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre und freuen

uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Andreas Schwizer

Bereichsleiter SAKnet

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ANGEBOT

/ / GESCHÄFTSKUNDEN-

BERATUNG

MIT TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEN, UNTERNEH-

MENSVERNETZUNG UND RECHENZENTRUMS-

DIENSTLEISTUNGEN SIND WIR DER RICHTIGE PARTNER

FÜR IHRE KOMMUNIKATIONSINFRASTRUKTUR.

MICHAEL KÜRSTEINER

SAK GESCHÄFTSKUNDENBERATER

Als Geschäftskundenberater zeigt Michael

interessierten Unternehmen, die Möglichkeiten der SAK

Glasfaserdienste und erarbeitet mit den Kundinnen

und Kunden massgeschneiderte Lösungen für ihren Bedarf.

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Internetanbindung

Standortvernetzung

Die Projekte werden entweder von uns selbst

oder gemeinsam mit ausgewählten regionalen

Partnern durchgeführt. In dieser Ausgabe

unseres Kundenmagazins Glasklar stellen wir

Ihnen eine Auswahl an Projekten und Partnern

vor. Falls Sie Fragen haben oder sich

vertieft informieren möchten, steht Ihnen

gerne unsere qualifizierte Kundenberatung

aus dem Bereich Geschäftskunden Services zur

Verfügung.

Digitale Telefonie (VoIP)

Rechenzentrumsdienstleistungen

CHRISTOPH BAUMGÄRTNER

LEITER SAK GESCHÄFTSKUNDEN SERVICES

Als Leiter SAK Geschäftskunden Services verantwortet

Christoph den Bau und Betrieb des Rechenzentrum

Ostschweiz. Einen grossen Teil seiner Zeit widmet er auch

den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern von

Unternehmen, die sich für das Rechenzentrum Ostschweiz

interessieren.

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AUSGERICHTET AUF DEN INDIVIDUELLEN BEDARF

/ / GLASFASERINFRASTRU

MASSGESCHNEIDERTE

DIENSTE

DIE SAK SETZT AUF REGIONALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT

UND KUNDENNÄHE.

ROBERT ZECH, LEITER LAYER 1 ANDREAS GRONTZKI

HUBERT MUFF TOM BISCHOFF

Unser Technikteam setzt sich täglich für den reibungslosen Betrieb unserer

Infrastrukturen und Dienste ein. Sie stehen unseren regionalen Partnern direkt

und engagiert zur Verfügung. Die Zusammenarbeit wird auf beiden Seiten geschätzt,

wie die Interviews in dieser Ausgabe zeigen.

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KTUREN UND

KOMMUNIKATIONS-

THOMAS BÜSSER, LEITER LAYER 2

ADRIAN PIGHI

CHRISTIAN FRISCHKNECHT

PATRICK ZECH

MARKUS STÄGER

E-Book VoIP Telefonie

› www.saknet.ch/fuer-unternehmen

E-Book Unternehmensvernetzung

› www.saknet.ch/fuer-unternehmen

Die St. Gallisch-Appenzellische Krafwerke AG ist Ihr regionaler

Partner für zuverlässige und hochverfügbare

Kommunikationslösungen. Unser Angebot reicht vom

individuell kombinierbaren KMU Standardangebot über

skalierbare VoIP Telefonie und virtuelle Telefonanlagen,

bis zu hochverfügbaren Internetverbindungen, Standortvernetzung

und Dark Fiber Angeboten. Mit dem Rechenzentrum

Ostschweiz, dem sicheren und energieeffizienten Datenspeicher,

runden wir unser Angebot an Kommunikationsdiensten,

Vernetzung und Glasfaserinfrastruktur ab.

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INTERVIEW STANDORTVERNETZUNG

AUS DER PRAXIS: STANDORTVERNETZUNG BEI GEOINFO IT AG

«ALS KMU IST ES UNS WICHTIG, DASS LÖSUNGEN SCHNELL

UND UNKOMPLIZIERT UMGESETZT WERDEN.»

Die GEOINFO IT AG bezieht schon bald einen zusätzlichen Standort im Metrohmpark in Herisau.

Aus diesem Grund wurde eine Standortvernetzung notwendig. Realisiert hat diese die SAK. Im Interview

spricht Thomas Frischknecht, Vorsitzender der Geschäftsleitung der GEOINFO IT AG, über das Projekt.

Herr Frischknecht, was genau tut Ihr Unternehmen?

Die GEOINFO IT AG ist Mitglied der Ostschweizer GEOINFO-

Gruppe. Die Gruppe besteht aus sieben Unternehmen an

sieben Standorten und rund 160 Mitarbeitenden.

Die GEOINFO IT AG hat zwei Standbeine: Die IT-Solutions

betreuen als kompetenter Systemintegrator und Cloud

Provider KMU in der Deutschschweiz. Die Geo-Solutions

erstellt und betreibt das geoportal.ch und weitere Softwares

für Geoinformationssysteme und Verwaltungsprozesse.

Welche Herausforderung haben Sie in

Zusammenarbeit mit der SAK lösen können?

Die GEOINFO IT AG hat vor zehn Jahren noch 30 Mitarbeitende

beschäftigt. Heute sind es rund 90. Dies hat

am Standort Herisau zu enormen Platzproblemen geführt.

Mit dem bevorstehenden Umzug der IT-Solutions in den

Metrohmpark haben wir nun eine gute Lösung gefunden.

Thomas Frischknecht,

Vorsitzender der

Geschäftsleitung der

GEOINFO IT AG

Würden Sie die SAK als Partner für die Standortvernetzung

weiterempfehlen?

Ja, jederzeit.

Nach welchen Kriterien haben Sie den

Partner für dieses Projekt ausgewählt?

Wir arbeiten mit verschiedenen Anbietern zusammen:

Swisscom, Cablecom, SAK. Aus früheren Erfahrungen mit

der SAK wissen wir, dass Preis und Qualität stimmen. Für

die Standortvernetzung innerhalb von Herisau fahren wir

mit der SAK einfach am besten. Entscheidend war für uns

ausserdem, dass die SAK in Herisau weit verbreitet ist und

die Anschlüsse bereits vorhanden sind.

Wie hat sich die Zusammenarbeit

mit der SAK gestaltet?

Bisher war die Zusammenarbeit mit der SAK immer einfach

und flexibel. Als KMU ist es uns wichtig, dass Lösungen

schnell und unkompliziert umgesetzt werden. Die SAK hat

dies gut verstanden und immer entgegenkommend reagiert.

Mehr Informationen zu unserem

Angebot erhalten Sie in unserem

E-Book Unternehmensvernetzung

› www.saknet.ch/fuer-unternehmen

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DIGITALE TELEFONIE

/ / DIGITALE TELEFONIE –

2017 WICHTIGER ALS

JE ZUVOR.

VOIP IN ALLER MUNDE?

JA. DENN DIE ANALOGE

UND ISDN TELEFONIE

WERDEN ABGELÖST.

VOIP heisst hier die Alternative. Das heisst, dass die Zukunft

der digitalen Telefonie gehört und damit auch die Sprachdaten

über den Internetanschluss transportiert werden.

Das bringt viele Vorteile mit sich. So kann zum Beispiel

fast überall auf der Welt zu Festnetztarifen telefoniert

werden. Und es gibt einige Hürden, die es zu umschiffen

gilt. Beispielsweise müssen Lift- und Alarmanlagen, Notrufsysteme

und anderes mehr neu eingebunden werden.

Ein Unternehmen fragt sich zu Recht, ob es seine

bestehende Telefonhardware weiterhin nutzen kann.

Hier können wir Entwarnung geben. Ja, das geht.

Mehr Informationen zur

digitalen Telefonie erhalten Sie

in unserem E-Book

› www.saknet.ch/fuer-unternehmen

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INTERVIEW SAK KMU PARTNER & DIGITALE TELEFONIE

/ / ENTDECKEN SIE

UNSERE DIENSTLEIS-

TUNGEN ANHAND

VON PRAXISBEISPIELEN

Mit unseren KMU Beratungs- und Installationspartnern bieten wir den Kundinnen und Kunden Regionalität,

Zuverlässigkeit und direkte Unterstützung vor Ort. In dieser Ausgabe unseres Kundenmagazins wollen wir

die Zusammenarbeit mit zwei Partnern vorstellen. Zum einen mit der Elektra Walzenhausen und zum anderen

mit der Elektrizitätsversorgung Kaltbrunn.

«DER ANSTEHENDE WECHSEL AUF ALL IP WURDE MIT

MINIMALEM UNTERBRUCH UND EINEM PROVIDERWECHSEL

AUF SAKNET DURCHGEFÜHRT.»

Herr Frunz, Sie sind bei der Elektra Walzenhausen

Betriebsleiter, was bietet das Unternehmen im Bereich

Telekommunikation an?

Wir haben ein eigenes Glasfasernetz, das bereits 500

Gebäude in und um Walzenhausen erschliesst. Für Geschäftsund

Privatkunden bieten wir sämtliche Dienstleistungen im

Bereich Telematik, Elektroinstallationen sowie Hausautomatisation

an. Einen Schwerpunkt bildet der anstehende

Wechsel auf All IP, insbesondere aufgrund der Veränderungen

bei der Analog- und ISDN-Technik im Bereich KMU mit

eigenen Telefonanlagen.

Auf mehreren Kundenprojekten haben Sie inzwischen

den SAK SIP Trunk einsetzen können. Welche Erfahrungen

haben Sie damit gemacht?

Nur positive. Wir konnten in Zusammenarbeit mit Adrian Pighi

vom Technikteam des SAK Glasfaser- und Telekommunika -

tionsbereiches den ersten SIP-ISDN Gateway in Betrieb nehmen.

Auch die Kunden schätzen die kompetenten Mitarbeiter

vom SAKnet Support, wenn sie einmal Fragen haben.

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War der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden?

Lassen wir an der Stelle dem Kunden das Wort. Martin Graf,

CEO Schreinerei Widmer AG, Bühler erklärt:

Daniel Frunz

Betriebsleiter, Eidg. dipl.

Elektroinstallateur,

Eidg. dipl. Telematiker

Für uns war es die richtige Entscheidung, der

anstehende Wechsel auf All IP wurde mit

minimalem Unterbruch und einem Providerwechsel

auf SAKnet durchgeführt und läuft

nun bereits seit November 2015

Martin Graf, CEO Schreinerei Widmer AG

Können Sie ein konkretes Projektbeispiel nennen, bei

dem der SAK SIP Trunk eingesetzt wurde?

Nicht nur eines, da sich ja die Anschlüsse über SIP Trunk Direct

oder SIP Trunk ISDN mit den Telefonanlagen vor Ort verbinden.

So wurde beispielsweise bei der Schreinerei Widmer AG

in Bühler ein SIP Direct auf eine neue SIP-fähige Telefonanlage

eingesetzt.

Wie hat sich auf diesem Projekt die Zusammenarbeit

mit der SAK gestaltet?

Sehr unkompliziert, nach einer Anfrage per Mail an Michael

Kürsteiner von der SAKnet Geschäftskundenberatung, erhielten

wir zeitnah die Offerte. Diese wurde vom Kunden

gegengezeichnet und wir erhielten bei der ersten Gateway

Inbetriebnahme prompte und direkte Unterstützung von

Adrian Pighi, dem SAK Telekommunikationsspezialisten aus

dem Technikteam.

Werden Sie den SAK SIP Trunk auf weiteren

Projekten einsetzen?

Auf jeden Fall, wir betreuen über 200 KMU Kunden mit einer

eigenen Telefonanlage vor Ort. Da bietet sich im von SAK versorgten

Gebiet ein schneller, sicherer SAK Internetanschluss

zusammen mit dem SAK SIP Trunk an. Ein weiterer Vorteil ist,

dass der Kunde sein Abo auch noch um SAK TV erweitern

kann, ohne das Dienstangebot eines zusätzlichen Anbieters

in Anspruch zu nehmen. Wir schätzen die schnelle, unkomplizierte

und hilfsbereite Art der SAK Mitarbeitenden. Sie sind

stets zur Stelle, sollten irgendwelche Daten nicht am richtigen

Ort ankommen.

Elektra Walzenhausen

Güetli 157

9428 Walzenhausen

Telefon +41 (0) 71 886 40 86

Telefax +41 (0) 71 886 40 89

elektra@walzenhausen.ar.ch

www.elektra-walzenhausen.ch

Walter Ziegler vom Team

Elektra Walzenhausen

auf dem Weg zum Kundenbesuch.

// 11


INTERVIEW SAK KMU PARTNER & DIGITALE TELEFONIE

«DIE DIENSTE DER SAK LAUFEN ZUR VOLLEN ZUFRIEDENHEIT

UNSERER KUNDINNEN UND KUNDEN.»

So habe ich bestehende Mitel Opencom 100 (X320, OC150)

und Neuanlagen mit Mitel MiVoice Office 400 (A415, A430)

in Betrieb genommen.

Leo Jud,

Elektroinstallateur

EFZ / Telematik

Herr Jud, Sie sind bei der Elektrizitätsversorgung

Kaltbrunn AG im Bereich Telematik & Service tätig,

was tut das Unternehmen in diesem Bereich?

Die EVK AG hat sich schon früh in der Telefonie eine grosse

Kundschaft aufgebaut. Zuerst waren es Anlagen mit analogen

Amtsanschlüssen, später mit ISDN- und neu mit IP-Verbindungen.

Inzwischen sind es in unserer Gegend über 60

Telefonautomaten, die ich betreue. Sie brauchen alle eine

neue Lösung und müssen auf die digitale Kommunikationstechnologie

umgestellt werden.

Auf mehreren Kundenprojekten haben Sie inzwischen

den SAK SIP Trunk einsetzen können. Welche Erfahrungen

haben Sie damit gemacht?

In Kaltbrunn ist das Glasfasernetz zum richtigen Zeitpunkt in

Betrieb genommen worden, um die Umstellung der Telefonie

über dieses Netz laufen zu lassen. Von Anfang an hatten

wir keine Berührungsängste mit der neuen Technologie

und haben so schnell wie möglich die Anschlüsse mit vielen

Möglichkeiten bei uns im Betrieb eingesetzt und ausgiebig

getestet. Der SAK SIP Trunk Anschluss läuft bei uns und bei

der Kundschaft problemlos seit November 2016.

Können Sie ein konkretes Projektbeispiel nennen, wo

der SAK SIP Trunk eingesetzt wurde?

Um einen SIP Trunk in Betrieb zu setzen müssen bestimmte

Voraussetzungen beim Kunden abgeklärt werden. Der SIP

Trunk kommt bei bestehenden Anlagen mit DDI Durchwahlen

in Frage. Am besten ist, wenn die bestehende Telefonanlage

IP tauglich ist oder noch umgestellt werden kann.

Wie hat sich auf diesem Projekt die Zusammenarbeit

mit der SAK gestaltet?

Die Zusammenarbeit ist sehr angenehm und persönlich.

Ich schätze bei der SAK die Möglichkeit, verschiedene kompetente,

direkte Ansprechpartner mit Telefonnummer zu haben,

was heute schon fast eine Seltenheit ist.

War der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden?

Das Produkt der SAK läuft zu voller Zufriedenheit beim Kunden.

Das ist natürlich die Voraussetzung für alle Beteiligten.

Werden Sie den SAK SIP Trunk auf weiteren

Projekten einsetzen?

Ja, überall wo es möglich ist und beim Kunden ins Konzept

passt, werde ich den SIP Trunk der SAK in Betracht ziehen

und dem Kunden vorstellen. Wichtig ist, dass der Kunde

über die Möglichkeiten des SAK SIP Trunk Anschlusses informiert

wird, denn viele Unternehmer kennen diese Alternative

nicht. Das Produkt ist gut und kann im Preis locker mit der

Konkurrenz mithalten.

Elektrizitätsversorgung

Kaltbrunn AG

Uznacherstrasse 4

8722 Kaltbrunn

Telefon +41 (0) 55 293 33 93

Telefax +41 (0) 55 293 33 99

evk@evk.ch

www.evk.ch

// 12


RECHENZENTRUM

OSTSCHWEIZ –

ES GEDEIHT PRÄCHTIG!

HALBZEIT. SEIT SECHS MONATEN WIRD GEBAGGERT,

AUSGEHOBEN UND ERRICHTET. DER BAU DES RECHENZENTRUM

OSTSCHWEIZ SCHREITET EHRGEIZIG UND SCHNELL VORAN.

ES IST EINE KONSTRUKTION VOLLER TECHNISCHER RAFFINESSE.

IM NÄCHSTEN WINTER SOLLEN DIE ERSTEN KUNDINNEN

UND KUNDEN DORT EINZIEHEN. BIS DAHIN BLEIBT NOCH VIEL

ZU TUN. IM GESPRÄCH MIT BAUHERRIN, GENERALPLANER

UND ARCHITEKT ERFAHREN WIR MEHR.

Interview mit Marco Bacchi,

Christoph Baumgärtner

und Ladislav Hes auf der

nächsten Seite

// 13


BAUBERICHT

Herr Baumgärtner, nach welchen Kriterien haben Sie

die zuständigen Partner für Architektur und Generalplanung

ausgesucht?

Die Firma Datasign ist in der ganzen Schweiz als ausgewiesener

Spezialist für Rechenzentren bekannt. Beim RZO hat sie

uns als Generalplaner vom ersten Konzeptentwurf über die

Grob- und Detailplanung bis und mit Umsetzung unterstützt.

Bereits zuvor hatte sie in Chur mit demselben Architektur-,

Geologie- und Statiker-Team bei einem Rechenzentrumsprojekt

erfolgreich zusammengearbeitet. Somit wussten alle

relevanten Planer bereits sehr genau, auf was es beim Bau

eines Rechenzentrums ankommt. Für uns bedeutet diese

Konstellation der Partner also Sicherheit und Tempo.

Unsere Gesprächspartner auf der Baustelle: (v.l.)

Marco Bacchi, domenig architekten, Architekt, Christoph

Baumgärtner, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG,

Leiter Geschäftskunden Services und Projektleiter Rechenzentrum

Ostschweiz, Ladislav Hes, Datasign GmbH, CEO

Herr Hes, das Rechenzentrum Ostschweiz ist eines

von vielen Rechenzentrumsprojekten, das Sie in der

Rolle des Generalplaners begleiten. Was ist an diesem

Projekt besonders?

Das Besondere an diesem Projekt ist seine Grösse sowie der

Einsatz höchst innovativer Technik im Bereich der Kühlung und

der Stromversorgung.

Mit freundlicher Genehmigung von Benjamin Manser, St. Galler Tagblatt

Und an welcher Stelle hilft Ihnen die bereits vorhandene

Erfahrung am meisten?

Hes: Das ist ganz eindeutig im Projektmanagement. Das effiziente

Verschmelzen der einzelnen Fachgewerke mit der

Vielzahl der Einzelakteure verlangt sehr viele Kenntnisse der

Fachbereiche. Und darauf können wir zurückgreifen.

Herr Bacchi, was war Ihr erster Gedanke als die domenig

architekten das Rechenzentrum Ostschweiz als

Architekturprojekt übernommen haben?

Wir haben uns gefreut. Das Rechenzentrum Ostschweiz ist

sowohl aus technischer als auch aus architektonischer Sicht ein

spannender, nicht alltäglicher Auftrag, den wir gerne realisieren.

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen

Sie?

Als herausfordernd kann man den Baugrund und den

Grundwasserpegel bezeichnen. Kennzeichnend ist auch der

straffe Terminplan.

Wie gehen Sie damit um?

Wir sind ein gut eingespieltes Team und haben hervorragende

Fachplaner. Das heisst, in dem Projekt treffen Spezialisten

aufeinander, die gemeinsam Lösungen finden. Hinzu kommt

die Zusammenarbeit mit einer Bauherrschaft, die aktiv Entscheide

fällt und wirksam mit uns zusammenarbeitet.

ZAHLEN & FAKTEN

3’670 m 3 320 t

16’900 m 3

3’430 m 2

1,1

BETON

ARMIERUNGSEISEN

GEBÄUDEVOLUMEN

FLÄCHE

VERLEGTE

// 14


Herr Baumgärtner, sind Sie mit dem Status und dem

Fortschritt des Projekts zufrieden?

Ja! Der überdurchschnittlich kalte Januar hat die Bauarbeiten

zwar vier Wochen zurückgeworfen, doch seither arbeiten

wir im Plan. Der Rohbau wird Ende Juli abgeschlossen sein.

Bereits im Juni wird im Untergeschoss am Technikausbau

gearbeitet. Aktuell gehen wir davon aus, dass die ersten

Kunden zu Beginn des nächsten Jahres ihre Server ins Rechenzentrum

Ostschweiz auslagern werden.

Herr Hes, was lernen Sie durch das Projekt Rechenzentrum

Ostschweiz neu dazu?

Die Bautechnik ist herausfordernd durch die besonderen

Anforderungen an das Grundwasser und der aussergewöhnlichen

Statik des Gebäudes. Hier lässt sich neues Fachwissen

hinzugewinnen.

Herr Bacchi, wenn Sie das Rechenzentrum Ostschweiz

mit dem Bau eines Einfamilienhauses vergleichen,

was ist hier alles anders?

Das lässt sich so nicht vergleichen. Ein Rechenzentrum hat

höhere technische Anforderungen als ein Einfamilienhaus.

Beispielsweise muss ein Einfamilienhaus gut gedämmt sein,

um die Wärme im Haus zu halten. Beim Rechenzentrum ist es

umgekehrt. Hier muss man das Gebäude dämmen, damit die

Wände im Innern nicht kondensieren, weil im Gebäudeinnern

mehr Wärme produziert wird. Auch kann man ein Rechenzentrum

als reinen Zweckbau bezeichnen, der die technischen

Anforderungen auf dem angestrebten Niveau zu erfüllen hat.

Herr Hes, wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit

dem Architekten und der Bauherrin? Auf was achten

Sie besonders?

Die Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft ist auf erfreulich

harmonischem und professionellem Niveau. Wir achten auf

transparente Kommunikation, um Missverständnisse erst gar

nicht entstehen zu lassen. Aus unserer Sicht ist die tiefe Einbindung

der Bauherrschaft insbesondere in technische Belange

sehr wichtig. Schliesslich muss die Gesamtanlage später auch

im Betrieb reibungslos zu bedienen sein.

Herr Bacchi, was macht Ihnen bei diesem Bauprojekt

besonders viel Freude?

Es macht schon sehr viel Freude ein modernes Rechenzentrum

zu bauen, das mit solch hohen Standards das erste seiner Art

in der Schweiz sein wird. Auch die moderne Architektur, die

mit der Umgebung in einen Dialog tritt, fasziniert mich.

Herr Baumgärtner, ein abschliessendes Wort, auf was

sind Sie besonders stolz?

Stolz sind wir auf den kompromisslos ökologischen Lösungsansatz.

Durch den hochgelegenen Standort in Gais (AR)

und dem Einsatz hocheffizienter Kreuzplattenwärmetauscher

kann das Rechenzentrum ganzjährig und ausschliesslich im

sogenannten Free-Cooling-Verfahren gekühlt werden. Das

bedeutet, dass keine mechanischen Kältemaschinen benötigt

werden. Der Berg-Käserei Gais können wir in einem Wärmeverbund

rund 1,5 Mio. kWh Abwärme für die Erhitzung von

10 Mio. Litern Milch liefern. Die gesamte Gebäudehülle wird

mit Photovoltaik-Paneelen ausgestattet und produziert dabei

so viel Strom wie ihn 50 Haushalte verbrauchen. Fast könnte

man meinen, es handle sich bei dem Projekt um ein neues

Kombikraftwerk. Doch das Rechenzentrum ist und bleibt in

erster Linie ein hochsicherer Datentresor mit der höchstmöglichen

Verfügbarkeitsklassifizierung (TIER IV).

km

425’000 l

53 km

380 km

35 km

ROHRE

REGENWASSERTANK

VERLEGTE

STROMLEITUNGEN

VERLEGTE

GLASFASERN

VERLEGTE

KUPFERDATENKABEL

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INTERVIEW MIT PARTNERN DES RECHENZENTRUM OSTSCHWEIZ

DIE PARTNERLANDSCHAFT DES RECHENZENTRUMS WÄCHST

Das Rechenzentrum Ostschweiz erhält viel Zuspruch. Auch von den regionalen IT Dienstanbietern, die ihre

Infrastrukturen und Dienste in das Rechenzentrum verlagern möchten. Mit zwei Vertragspartnern haben wir

gesprochen. Sie berichten über ihr Angebot und ihre Beweggründe für die Zusammenarbeit.

Bernd Fritz,

Geschäftsführer,

Orbitron ProServ GmbH

Herr Fritz, Sie sind bei der Firma Orbitron ProServ

GmbH verantwortlich für die Geschäftsführung, was

tut das Unternehmen?

Die Orbitron ProServ GmbH wurde 1995 von René Weder

und mir als IT-Dienstleistungsunternehmen gegründet. Wir

stammen beide aus der Bankinformatik und haben deshalb

neben dem klassischen Hard- und Software Geschäft schon

früh einen Fokus auf Backuplösungen gelegt. So bieten wir

unseren Kunden seit 1999 unsere Online-Backup-Lösung an,

was damals zu Zeiten der Internetzugänge via Modem eine

echte Innovation war. Wir haben heute noch Kunden aus

dieser Zeit, welche mit uns zusammen die ganze technologische

Entwicklung auf diesem Gebiet mitgemacht haben und

uns ihre Datensicherung anvertrauen.

Der Bereich Orbitron Proserv GmbH erbringt Dienstleistungen

in Informatik, Telekommunikation, Backup

und Sicherheit, erzählen Sie uns davon.

Im Bereich Informatik & Telekommunikation erstellen wir für

unsere Kunden IT Infrastrukturen und sorgen für deren sicheren

und zuverlässigen Betrieb. Im Bereich Backup & Datensicherheit

implementieren wir mehrstufige Backup-Konzepte und setzen

diese um. Diese Konzepte beinhalten lokale Datensicherungen,

externe vollautomatisierte Datensicherungen (Online-Backup

auf eigene Server) sowie zunehmend auch Offsite/Offline

Storage. Wichtig dabei ist, dass die Kunden ihre Daten nicht

einfach irgendwo in der Cloud speichern, wo niemand weiss,

wer dahintersteckt beziehungsweise wo die Daten schlussendlich

landen, sondern auf dedizierte Server, welche von uns

betrieben werden und entsprechend abgesichert sind. Dass die

Daten dabei verschlüsselt werden, ist ebenso selbstverständlich

wie die tägliche Kontrolle durch unser Team. Ein funktionierendes

Backupkonzept ist, wie die aktuellen Bedrohungen immer

wieder zeigen, überlebenswichtig für Unternehmen und wird

in Zukunft im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung noch

an Bedeutung gewinnen. Der Bereich Sicherheit ist letztes

Jahr dazugekommen und ergänzt unser Dienstleistungsportfolio

auf ideale Weise. So haben wir uns bei der Kantonspolizei

St. Gallen als Sicherheitsunternehmen akkreditieren lassen.

Nebst dem Reputationsgewinn durch diese Massnahme ermöglicht

uns die Bewilligung, unseren Kunden sicherheitsrelevante

Dienstleistungen wie zum Beispiel Datenträgertransporte

oder Alarm- und Störungsinterventionen rund um den sicheren

Betrieb der IT-Infrastruktur anzubieten. Dienstleistungen,

die für zukünftige Kunden des RZO ebenfalls interessant

sein können.

Welche Unternehmen sprechen Sie mit Ihren Dienstleistungen

hauptsächlich an?

Unsere Kundschaft sind kleinere und mittlere Unternehmen aus

diversen Branchen, welche in der Regel über kein oder wenig

eigenes IT-Personal verfügen und auf eine gut funktionierende

Informatik angewiesen sind. So gehören Anwälte, Steuerberater,

Non-Profit-Organisationen, Handel- Dienstleistungs-,

Industrie- und Gewerbebetriebe zu unseren Kunden. Gut

vertreten ist auch die Ärzteschaft in Form von klassischen Einzelpraxen

bis hin zu grossen Gruppenpraxen mit entsprechend

aufwändigen Installationen. Hier hilft uns das Know-how,

dass wir uns mit unserem Tochterunternehmen der Orbitron

Medical GmbH im medizinischen Bereich erarbeitet haben.

Gerade im medizinischen Umfeld stehen die einzelnen Akteure

im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vor grossen

Herausforderungen, welche wir zu bewältigen helfen. Unsere

Kunden stammen mehrheitlich aus der Region Ostschweiz.

Ziel ist es, qualitativ hochstehende Dienstleistungen anzubieten,

wobei der Fokus immer auf einer langfristigen und

partnerschaftlichen Zusammenarbeit liegt.

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Wenn Sie in einem Satz zusammenfassen würden,

welchen Wert und Nutzen die Orbitron Proserv GmbH

für Ihre Kunden erbringt, wie würde der Satz lauten?

Die Orbitron ProServ erbringt mit viel Herzblut, Engagement

und auf eine partnerschaftliche Art und Weise zuverlässige

und sichere Informatik- und Backupdienstleistungen für

kleinere und mittlere Unternehmen.

Ab 2018 wird die Firma Orbitron Proserv GmbH einen

Teil Ihrer Dienstleistungen aus dem Rechenzentrum

Ostschweiz erbringen, worum handelt es sich?

Wir werden den ganzen Bereich der Datensicherung ins RZO

migrieren. Damit machen wir bezüglich physischer Daten-

Sicherheit nochmals einen grossen Schritt nach vorne und

können vom durchdachten Konzept des RZO optimal profitieren.

Ebenso wie die Online-Datensicherung wird auch der

Bereich der Offsite/Offline Storage in speziell gesicherte Bereiche

des RZO ausgelagert. Als akkreditiertes Sicherheitsunternehmen

bieten wir Gewähr, dass die Datenträgertransporte

unserer Kunden vertraulich und sicher abgewickelt werden,

ohne dass sie dafür eigene Ressourcen abstellen müssen.

Orbitron ProServ GmbH

ri.nova impulszentrum

Alte Landstrasse 106

9445 Rebstein (SG)

Welche Kriterien haben zur Entscheidung geführt,

die Infrastruktur des Rechenzentrum Ostschweiz für

Ihren Bedarf zu nutzen?

Ausschlaggebend war die Verfügbarkeit eines hochsicheren

Rechenzentrums in unmittelbarer örtlicher Nähe. Eine Auslagerung

in ein weiter entferntes Rechenzentrum wäre für uns

und unsere Kunden nie in Frage gekommen. Eine Realisierung

einer eigenen Lösung auf dem Sicherheits-Niveau des RZO

wäre für uns sowohl aus finanzieller als auch aus Manpower

Sicht in naher Zukunft nicht zu bewältigen gewesen. Daher

ist das Projekt des RZO für uns ein echter Glücksfall. Ausserdem

hat dieses Projekt für unsere Region einen Leuchtturm

Charakter und symbolisiert über die Region hinaus die

Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Ostschweiz.

Worauf legen Sie in der Zusammenarbeit mit dem

Rechenzentrum Ostschweiz besonderen Wert?

Eines unserer wichtigsten Kriterien sind die Köpfe hinter

einem Produkt. Mit dem Projektverantwortlichen Christoph

Baumgärtner pflegen wir seit Beginn des Projekts einen guten

Austausch und konnten ein Vertrauensverhältnis aufbauen.

Auf unsere Wünsche und Anregungen wurde eingegangen

und wir wurden auch als kleiner Kunde jederzeit ernst genommen.

Die SAK wird ausserdem als starker und verlässlicher

Partner in der Region wahrgenommen. Das sind alles Punkte,

die für uns und unsere Kunden sehr wichtig sind.

Telefon +41 (0) 71 770 07 77

info@orbitron.ch

www.orbitron.ch

Das Datensicherungsteam

der Orbitron ProServ GmbH

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INTERVIEW MIT PARTNERN DES RECHENZENTRUM OSTSCHWEIZ

«UNSERE DIENSTLEISTUNGEN REICHEN VON DER BERATUNG

ÜBER DIE UMSETZUNG BIS ZUM BETRIEB KOMPLETTER

IT-INFRASTRUKTUREN.»

Herr Frick, Sie sind Inhaber der Firma ctf Informatik

GmbH, was tut das Unternehmen?

Wir bieten zuverlässige Lösungen für Infrastruktur- und

Cloud Services an. Unsere Dienstleistungen reichen von der

Beratung über die Umsetzung bis zum Betrieb kompletter

IT-Infrastrukturen. Dabei profitiert der Kunde von unserem

Know-how und Engagement sowie von der permanenten

Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Dieses Jahr feiert die

ctf Informatik ihr 15jähriges Jubiläum.

Welche Unternehmen sprechen Sie mit Ihren Dienstleistungen

hauptsächlich an?

KMU aus jeder Branche aber auch Privatkunden die eine professionelle

Betreuung schätzen. Zu unserer Kundschaft zählen

wir auch Software Anbieter, die ihre Cloud Lösung an einem

sicheren Schweizer Standort gehostet haben wollen.

Wenn Sie in einem Satz zusammenfassen würden,

welchen Wert und Nutzen die ctf Informatik für Ihre

Kunden erbringt, wie würde der Satz lauten?

ctf Informatik orientiert sich am Bedarf des Kunden, bietet

ein starkes Preis-/Leistungsverhältnis und über 20 Jahre

Erfahrung, nutzt und betreibt selbst, was sie verkauft und

steht für die ganzheitliche und vernetzte Betreuung.

Ab 2018 wird die Firma ctf Informatik einen Teil Ihrer

Dienstleistungen aus dem Rechenzentrum Ostschweiz

erbringen, worum handelt es sich?

Es handelt sich um diverse Cloud Services, die wir aus dem

Rechenzentrum Ostschweiz anbieten. Wir verstehen uns als

eine Art Manufaktur in diesem Bereich. Denn wir berücksichtigen

den individuellen Kundenbedarf und bieten kundenspezifische

Lösungen an. Das können virtuelle Computersysteme

sein, E-Mail-Konten mit Verschlüsselung, Signierung

und Archivierung, shared Fileservices, deren Funktionen die

Dropbox ersetzen, sowie Datensicherung. Unseren Kunden

garantieren wir den Betrieb der Dienste an einem Schweizer

Standort.

Christoph Frick,

ctf Informatik GmbH

«DIE KUNDEN MÖCHTEN

WISSEN, WO IHRE DATEN

GESPEICHERT SIND.»

Welche Kriterien haben zur Entscheidung geführt,

die Infrastruktur des Rechenzentrum Ostschweiz für

Ihren Bedarf zu nutzen?

Die Erfahrung zeigt, dass die Kunden die regionale Verankerung

schätzen. Sie möchten wissen, wo ihre Daten

gespeichert sind. Mit dem Rechenzentrum der SAK in Gais

sind wir also optimal aufgestellt. Die SAK ist ein zuverlässiger,

leistungsfähiger und kundennaher Partner für uns. Wir ziehen

mit unserer IT-Infrastruktur in das modernste und energieeffizienteste

Rechenzentrum der Schweiz. Diese Qualität

kommt schlussendlich unseren Kunden zugute. Das schon

sehr gut ausgebaute Glasfasernetz der SAK in der Ostschweiz

ermöglicht die schnelle und kostengünstige Internetverbindung

vom Kunden ins Rechenzentrum. Alle diese Kriterien

haben zu unserer Entscheidung geführt, das Rechenzentrum

Ostschweiz zu nutzen.

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Worauf legen Sie in der Zusammenarbeit mit dem

Rechenzentrum Ostschweiz besonderen Wert?

Der direkte Kontakt zu den Spezialisten der SAK macht die

Zusammenarbeit effizient, schnell und einfach.

«DIE SAK IST EIN ZUVERLÄSSIGER, LEISTUNGSFÄHIGER UND

KUNDENNAHER PARTNER FÜR UNS.»

ctf Informatik GmbH

Hubstrasse 104

9500 Wil

ctf System GmbH

Sandgrube 29

9050 Appenzell

Telefon 071 912 42 42

info@ctf.ch

www.ctf.ch

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ÜBER DEN TELLERRAND – INTERVIEW MIT ALEXANDRA ASFOUR

/ / IN 7 SCHRITTEN

ZUR E-MOBILITÄT IM

UNTERNEHMEN

«WER MIT DEM ELEKTROAUTO FÄHRT, VERBRAUCHT

NUR HALB SO VIEL ENERGIE!»

Die Frage nach mehr E-Mobilität stellt sich heute wohl mancher Flottenverantwortlicher.

Alexandra Asfour, Projektleiterin E-Mobilität bei der St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, beantwortet

im Interview unsere Fragen und nennt die Schritte, die ein Unternehmen auf dem Weg zur E-Mobilität

gehen sollte.

Alexandra Asfour,

Projektleiterin E-Mobilität,

SAK

Frau Asfour, was ist an einem Elektroauto so besonders?

Das Antriebssystem und die sich daraus ergebende Energieeinsparungsmöglichkeit

und Kostenstruktur. Verglichen mit

einem Verbrennungsmotor ist der Elektromotor sehr einfach

gestrickt. Er speist sich durch eine Batterie, hat nur eine

drehbare Welle und damit kaum mechanischen Verschleiss.

Das Elektroauto kennt im Gegensatz zum Auto mit Verbrennungsmotor

weder Gangschaltungs-, noch Abgas- und

Auspuffsysteme, weder Öl- und Zahnriemen, noch Kolben,

Ventile oder Zündkerzen. Es benötigt daher kaum Wartung.

Was es braucht sind sehr leistungsfähige Batterien. Sie bestimmen

Fahrvergnügen und Reichweite. Entsprechend gestaltet

sich die Rechnung: Elektroautos sind bislang teurer in der

Anschaffung und sehr viel günstiger in Betrieb und Unterhalt.

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«SEIT ZWEI JAHREN SETZEN WIR FÜR DIE SAK ZWEI

ELEKTRONISCH BETRIEBENE VW GOLF EIN.

DIE ANSCHAFFUNGSKOSTEN LAGEN BEI JE 40’000 CHF,

DIE EFFEKTIVE REICHWEITE BETRÄGT JE CA. 140 KM.

VOR KURZEM HABEN WIR UNSERE FLOTTE MIT EINEM

ELEKTROGOLF DER NEUEN GENERATION ERGÄNZT.

GLEICHE ANSCHAFFUNGSKOSTEN. DIE EFFEKTIVE REICH-

WEITE LIEGT NUN BEI 200 KM. DIE BATTERIELEISTUNG

VERBESSERT SICH ALSO ZUNEHMEND BEI GLEICHBLEIBEN-

DEN KOSTEN FÜR DIE ELEKTROFAHRZEUGE.»

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ÜBER DEN TELLERRAND – INTERVIEW MIT ALEXANDRA ASFOUR

Was spricht für und was gegen E-Mobilität im

Unternehmen?

Die Energieeffizienz und der geringe CO2-Ausstoss sind

die zwei Faktoren, die am meisten für die E-Mobilität sprechen.

Wer elektrisch Auto fährt, verbraucht nur rund halb so

viel Energie wie beim Autofahren mit Verbrennungsmotoren.

Wer mit Naturstrom fährt, hält auch den CO2-Anteil sehr

gering. In Naturstrom findet sich lediglich die Grauenergie,

die für den Bau eines Wasserkraftwerkes oder einer Photovoltaik-Anlage

anfällt. Gegen die E-Mobilität können je nach

Einsatzgebiet der Autos Reichweite und Nutzung sprechen.

«ZUERST EINMAL MUSS SICH

EIN UNTERNEHMEN FRAGEN,

WOFÜR EIN FAHRZEUG

EINGESETZT WERDEN SOLL.»

Welches Vorgehen empfehlen Sie Unternehmen, die

auf E-Mobilität umsteigen möchten?

1 Analysieren Sie Fahrdistanzen und Anforderungen

Alles beginnt mit der Analyse: das Unternehmen eruiert, für

welche Distanzen und Zwecke seine Fahrzeuge eingesetzt

werden. Stellen Sie Fragen wie zum Beispiel:

– Wie lange sind die Strecken, die ein Auto zurücklegt?

– Von welcher Beschaffenheit sind diese Strecken?

Ist beispielsweise Allrad ein Thema?

– Transportiert das Auto schwere Ladung?

– Nach wie vielen Kilometern werden wie lange Pausen

eingelegt?

– Wo befindet sich das Auto während Ruhezeiten?

– …

Am besten ist es, den kompletten Tages- und Nachtablauf der

einzelnen Flottenfahrzeuge nachzuvollziehen und strukturiert

festzuhalten.

Auf diese Weise können Sie feststellen und definieren, welche

Flottenfahrzeuge sich für E-Mobilität eignen und an welchen

Orten, welche Lademöglichkeiten vorhanden sein müssen.

2 Legen Sie Ihre Zielsetzungen fest

In einem zweiten Schritt ermitteln Sie die Ziele, die Ihr Unternehmen

mit dem Umstieg auf E-Mobilität erreichen will.

Dabei wird es einerseits Energieziele verfolgen. Sprich einen

Beitrag zur Senkung des CO2 Ausstosses leisten wollen.

Andererseits wird es Kosteneinsparungen anstreben. Auch

Imagegedanken können in die Betrachtung mit einbezogen

werden. Wer elektrisch fährt, präsentiert sich innovativ, nachhaltig

und zeitgemäss.

3 Betrachten Sie Kosten und Nutzen

Jetzt wird es Zeit zu rechnen. Vergleichen Sie die Anschaffungskosten

und die im Betrieb zu erwartenden Kosten miteinander.

Aktuell sind die Elektrofahrzeuge in ihrer Anschaffung

teurer, jedoch im Betrieb und Unterhalt signifikant günstiger

als Autos mit Verbrennungsmotoren. Nach einer bestimmten

Anzahl Jahren sind also die teureren Anschaffungskosten

ausgeglichen. Ab jetzt fährt das Elektrofahrzeug in der Gesamtkostenbetrachtung

günstiger.

4 Testen Sie geeignete Elektrofahrzeuge

Wählen Sie aufgrund der definierten Kriterien und Ihres

Budgets drei mögliche Fahrzeuge aus. Flottenverantwortliche

und Mitarbeitende, die später die Fahrzeuge nutzen werden,

testen die ausgewählten Autos und bewerten sie nach

bestimmten Kriterien. Der Test kann in Form eines Vormittags

stattfinden oder in Absprache mit einem Autohändler, der die

Elektromobile wochenweise für Testzwecke verleiht. Gemäss

dieser Evaluation bestimmt das Team welches Elektroauto

angeschafft werden soll.

5 Bestimmen Sie die bevorzugte Ladeinfrastruktur

Berücksichtigen Sie bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen

auch die geeignete Ladeinfrastruktur. Welchen Anschluss

erfordert das Elektrofahrzeug? Sollen Mitarbeiter die Station

über einen Firmenbadge nutzen können? Ist eine Abrechnung

gewünscht? Sollen Externe die Station mitnutzen können?

Bei vielen Stationen ist ein mögliches Lastmanagement sinnvoll.

Abhängig von Ihrem Bedarf und den Kosten werden die

geeigneten Ladestationen bestimmt.

6 Setzen Sie Ihr Vorhaben um

Hat man den Fuhrpark und den Einsatz analysiert, die Ziele

gesetzt, die Kosten-/Nutzenbetrachtung erarbei tet, die Autos

getestet und sich entschieden, steht der Einführung der Elektromobilität

im Unterneh men nichts mehr im Wege. Beachten

Sie dabei das Veränderungsmanagement und die Kommunikation.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen

die Elektroautos gerne nutzen, wenn das Einsatzgebiet

stimmt. Unser Fuhrpark ist gemischt und wir bieten bei den

Poolautos beides an: Elektroautos und herkömmliche Autos.

So kann jeder das richtige Fahrzeug für seinen Bedarf reservieren

und entsprechend einsetzen. Auf diese Weise passiert

der Umstieg auf Elektromobilität schrittweise und bedarfsgerecht

und wird von den Mitarbeitenden mitgetragen.

Unseren Mitarbei tenden haben wir von Beginn an mitgeteilt,

wann der Ein satz der Elektroautos Sinn macht, was sie bei der

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Reichweite und der Ladesituation zu beachten haben und an

welcher Stelle der Einsatz der herkömmlichen Fahrzeuge Sinn

macht. Das wurde sehr gut aufgenommen, in zwei Jahren

sind die E-Golfs je über 25’000 km gefahren und es gab bisher

keinen Notfall aufgrund leer gefahrener Batterien.

7 Analysieren Sie die Ergebnisse und bleiben Sie

am Ball

Nach Einführung und Ergänzung des Fuhrparks mit Elektroautos

lohnt es sich, deren tatsächliche Nutzung zu analysieren.

Wann werden sie eingesetzt, welche Strecken werden

zurückgelegt, wann müssen sie gewartet werden, wie ist der

Verbrauch und vieles mehr. Aufgrund dieser Daten lässt sich

überprüfen, ob beispielsweise die Annahmen aus der Kosten-/Nutzenrechnung

mit der Realität übereinstimmen und

ob die getroffenen Zielsetzungen erreicht werden.

Die Entwicklung der Elektromobilität erfolgt höchst dynamisch

und schnell. Es lohnt sich, die Einsatzgebiete immer

wieder zu überprüfen und nach Möglichkeit auszuweiten.

Coop und Lidl machen dies beispielsweise durch den Einsatz

von Elektrolastwagen in der Feinverteilung der Waren vor.

Was muss der Partner können, der ein Unternehmen

in Bezug auf E-Mobilität berät und bei der Einführung

unterstützt?

Der Partner sollte ein hohes Mass an Know-how und Verständnis

für die Elektrotechnik im Allgemeinen und die E-Mobilität

im Besonderen mitbringen. Er muss wissen, welche Ladestationen

die Bedürfnisse eines Unternehmens am besten erfüllen

und welche Fahrzeuge sich für welchen Einsatz eignen.

Seine intensive Auseinandersetzung mit künftigen Entwicklungen

bildet die Grundlage für die fundierte, zukunfts orientierte

Beratung und Begleitung des Kunden.

Ein kurzes Schlusswort?

Elektromobilität ist so viel mehr als einfach nur mit Strom

fahren. Sein Elektrofahrzeug mit Naturstrom zu betanken,

bedeutet einen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Natürlich beinhaltet Elektromobilität für uns Menschen riesige

Umwälzungen. Das fängt bei der Automobilzuliefer industrie,

den Werkstätten und den Arbeitsplätzen an und hört bei der

flächendeckenden Versorgung mit Elektro- Ladestationen

nicht auf. Die selbstfahrenden Autos heutiger Pilotprojekte

sind alle elektrisch – keine Verbrennungsmotoren. Im Jahr X

werden wir mit einer «Uber»-App ein selbstfahrendes Elektroauto

ohne Fahrer bestellen. Das ist keine Science Fiction,

sondern einfach eine Frage der Zeit.Es ist wie mit jeder neuen

Technologie: Die Veränderung lässt sich nicht aufhalten, die

Chancen lassen sich nutzen. Der Mensch braucht Zeit, sich

den neuen Möglichkeiten anzupassen. Ich denke, dass ein

Unternehmen frühzeitig seine Anforderungen analysieren,

sich der eigenen Ziele bewusstwerden und die Elektromobilität

Schritt für Schritt in den Unternehmensalltag einführen

sollte. Die Zukunft startet im Jetzt.

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SAK Glasklar Ausgabe 062017

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