stahlmarkt 2.2018 (Februar)

stahlmarkt.magazin

Aus dem Inhalt: Stahlhandel & Stahl-Service-Center, IT im Stahlmarkt / Digitalisierung, Metallbearbeitung

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Postfach 10 51 64, 40042 Düsseldorf

PVSt, Deutsche Post AG

Entgelt bezahlt, 3018, ISSN 0178-6571

Informationen aus Stahlindustrie,

Stahlhandel und Stahlverarbeitung

2

Februar 2018

Stahlstandort Deutschland: Kunden verstehen, Stärken ausspielen

Digitalisierung: Lieferant und Kunde spielen ein Duett

Stahlhandel & Stahl-Service-Center: Dicke Brennteile online

Metallverarbeitung: Industrie 4.0 bleibt Top-Thema

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Editorial K 3

Kommunizieren: digital & real

In diesem Monat, dem Februar, stehen die Metallverarbeiter

besonders im Mittelpunkt. Auf der Messe

METAV – vom 20. bis 24. Februar in Düsseldorf – dreht

sich alles um Werkzeuge, Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme,

Automatisierung, Materialfluss & Co.

Wer sägen, schneiden, schleifen, bohren oder drehen

will, kann dort passgenau für seinen Anwendungsfall

die richtige Lösung finden. Nicht nur Stahlverarbeiter,

sondern auch Stahlhändler profitieren von dieser Messe.

Denn Anarbeitung ist seit jeher für die Branche ein wichtiges

Geschäft. Mehr dazu finden Sie ab Seite 40.

Die Digitalisierung dominiert die neuesten Entwicklungen

in nahezu allen industriellen Bereichen. Sie zieht

sich fast wie ein roter Faden auch durch dieses Heft.

Beispiel Stahlproduktion: Hier hat Industrie 4.0 schon

seit Langem Einzug gehalten. Jetzt aber tut sich was

entlang der Lieferkette. Mit dem sogenannten Digitalen

Zwilling können Stahlhändler und -Service-Center direkt

mit ihrem Lieferanten Daten tauschen – und zwar parallel

zum Entstehungsprozess eines Coils. Digitale Zwillinge

sind virtuelle Ebenbilder eines Prozesses, eines

Produktes oder einer Dienstleistung. Sie stellen eine

Verbindung zwischen realer und virtueller Welt dar –

eine Art Kommunikationsobjekt oder gemeinsame

Datenbank. Dort werden reale Daten von Produkten

oder Prozessen abgelegt und zwischen Kunde und Lieferant

ausgetauscht, mehr dazu auf S. 28. Auch im Zerspanungsprozesss

wird der Digitale Zwilling eingesetzt.

Wie das abläuft, zeigen wir Ihnen ab S. 46.

Im Stahlhandel sind die Chancen durch die digitale

Transformation noch längst nicht ausgereizt. Zurzeit

entstehen viele Online-Shops. Ein Beispiel ist die neue

Dr.-Ing. Wiebke Sanders

Chefredakteurin

Tel. +49 211 6707-538

stahlmarkt@stahleisen.de

App eines Brennschneidbetriebs, wobei besonders dicke

Bleche wie Brammen und Grobbleche bestellt werden

können, siehe S. 34 ff.

Kommunikation nicht nur digital, sondern ganz real

wird es übrigens wieder während der Messen wire &

Tube in Düsseldorf geben: am 16. April ab 17:30 Uhr

(erster Messetag) auf unserem stahlmarkt»Branchentreff

(siehe S. 7). Nutzen Sie die Gelegenheit zum Networking!

Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch gehen und

Ihnen zugleich eine Branchenplattform bieten: für den

Erfahrungsaustausch und den Start in eine erfolgreiche

Messewoche.

Wir laden Sie herzlich ein!

www.stahlmarkt-magazin.de/Branchentreff

Ihre Wiebke Sanders

stahlmarkt»Branchentreff

16. April 2018 ab 17:30 Uhr

Messe Düsseldorf, CCD.Süd

www.stahlmarkt-magazin.de/Anmeldung

stahlmarkt 2.2018


4 K

INHALT 2.2018

SEITENBLICK

6 Kaufen statt gründen

STEEL INTERNATIONAL

8 US-Handelspolitik bleibt unklar

10 Energiewende fordert Stahlerzeuger heraus

11 Gone with the wind

STAHLSTANDORT DEUTSCHLAND

16 Kunden verstehen – Stärken ausspielen

19 Top-Ergebnis für Verpackungsstahl

BRANCHENBERICHT

20 Neuer Schwung im deutschen Maschinenbau

TECHNOLOGIETRENDS

24 Gemeinsam entwickelt: Produktionssystem zur additiven Fertigung

26 Umformen und Fügen in nur einem Schritt

IT, DIGITALISIERUNG

28 Lieferant und Kunde spielen ein Duett

30 Neuer Industriestandard für Fertigung 4.0

STAHLHANDEL & STAHL-SERVICE-CENTER

34 Dicke Brennteile online

36 Kompakte Querteilanlage von Grund auf erneuert

37 IHK-Projekt »Partnerschaft Schule-Betrieb«

METALLVERARBEITUNG

40 Metallverarbeiter setzen auf Digitalisierung

46 Virtuelles Ebenbild des Werkzeugs

48 Erfolgreich überarbeitet

49 Halbierte Schnittzeiten

50 Digitalisierung in der Zerspanung schreitet voran

RUBRIKEN

52 Inserentenverzeichnis

54 StahlTermine

55 Veranstaltungen

56 Fachmedien

57 VIP

59 Vorschau / Impressum

stahlmarkt 2.2018


worldsteel K 5

Weltrohstahlproduktion 1) im Dezember2017

28

LIEFERANT UND KUNDE

SPIELEN EIN DUETT Aktuelle

Projekte der Digitalisierungsstrategie

von ArcelorMittal hat kürzlich

Rudolf Egbert vorgestellt. Mit dem

Digital Twin erreicht Industrie 4.0

nun auch den Stahlhandel. Er ist

ein Kommunikationsobjekt, auf

das Kunden und Lieferanten

gleichzeitig zugreifen können.

DICKE BRENNTEILE ONLINE

Mit einer neu entwickelten Stahl-

Shop-App bietet die Rosenberger

GmbH ihren Kunden die Möglichkeit,

rund um die Uhr von fast

jedem beliebigen Ort aus, auch

dicke Brennschneidteile zu

bestellen. Kunden, die auf hohe

Liefergeschwindigkeit angewiesen

sind, profitieren von dieser App.

METALLVERARBEITUNG

Sägen, Schneiden, Schleifen,

Bohren, Drehen – und das passgenau

– dafür bieten Anlagenbauer

verschiedene Lösungen je nach

Anwendungsfall. Die Digitalisierung

spielt auch hier eine

zunehmend wichtige Rolle.

16

STAHLSTANDORT DEUTSCH-

LAND Für den Stahlhersteller

Salzgitter Flachstahl GmbH hat der

intensive Austausch mit Kunden

und Partnern oberste Priorität. Das

schafft Vertrauen und ist auch

Voraussetzung für die von den

Kunden so geschätzte Verlässlichkeit.

Dr. Sebastian Bross, erläuterte

dem »stahlmarkt« die Besonderheiten

des Unternehmens.

34

40

Fotos: Uni Bayreuth, Rosenberger, ArcelorMittal, Salzgitter AG

1)

Die an worldsteel berichtenden Länder

repräsentieren etwa 99 % der Weltrohstahlproduktion

2016 in 1.000 t.

2)

nur HADEED

3)

Teildaten, 75 % des Gesamtbetrages

e – geschätzt

Dezember

2017

Dezember

2016

% Veränd,

Dez. 17/16

12 Monate

2017 2016

Veränderung

in %

Belgien 635 e 641 – 0,9 7.700 7.687 0,2

Bulgarien 55 52 5,0 652 527 23,7

Deutschland 3.600 e 3.228 11,5 43.560 42.080 3,5

Finnland 303 347 – 12,8 4.003 4.101 – 2,4

Frankreich 1.213 1.143 6,2 15.506 14.413 7,6

Griechenland 110 e 84 31,0 1.380 1.158 19,2

Großbritannien 657 728 – 9,8 7.508 7.635 – 1,7

Italien 1.783 1.778 0,3 24.041 23.373 2,9

Kroatien 0 0 150,0 0 0 40,0

Luxemburg 200 e 126 59,2 2.240 2.175 2,9

Niederlande 574 524 9,4 6.781 6.917 – 2,0

Österreich 676 645 4,8 8.134 7.438 9,4

Polen 887 834 6,3 10.330 9.001 14,8

Schweden 397 396 0,4 4.713 4.617 2,1

Slowakei 422 361 17,1 4.980 4.808 3,6

Slowenien 47 38 23,0 648 613 5,7

Spanien 1.052 943 11,5 14.461 13.616 6,2

Tschechien 383 432 – 11,2 4.553 5.305 – 14,2

Ungarn 165 131 26,0 1.900 1.274 49,1

Weitere EU-Länder (28) (e) 475 e 453 5,0 5.590 5.286 5,8

Europäische Union (28) 13.633 12.883 5,8 168.682 162.024 4,1

Bosnia-Herzegowina 76 70 7,3 756 806 – 6,2

Mazedonien 34 19 76,2 273 169 61,3

Norwegen 55 e 42 30,8 610 620 – 1,6

Serbien 146 140 4,1 1.461 1.173 24,6

Türkei 3.268 2.838 15,1 37.524 33.163 13,1

Europa außer EU 3.578 3.110 15,1 40.623 35.931 13,1

Kasachstan 360 e 373 – 3,5 4.450 4.289 3,8

Moldawien 55 e 13 323,1 455 126 261,1

Russland 5.930 e 6.190 – 4,2 71.340 70.453 1,3

Ukraine 2.060 e 2.012 2,4 22.660 24.218 – 6,4

Usbekistan 60 e 45 33,3 680 654 4,0

Weißrussland 230 e 160 43,8 2.375 2.188 8,5

C.I.S. (6) 8.695 8.793 – 1,1 101.960 101.928 0,0

El Salvador 10 e 8 22,1 100 100 – 0,3

Guatemala 25 e 25 – 1,4 295 314 – 6,0

Kanada 1.220 e 1.004 21,5 13.700 12.646 8,3

Kuba 25 e 21 20,8 225 244 – 7,7

Mexiko 1.690 e 1.510 11,9 20.000 18.809 6,3

Trinidad und Tobago 0 0 – 0 36 – 100,0

USA 6.760 6.475 4,4 81.640 78.475 4,0

Nordamerika 9.730 9.044 7,6 115.960 110.624 4,8

Argentinien 381 313 21,8 4.624 4.126 12,1

Brasilien 2.822 2 368 19,2 34.365 31.275 9,9

Chile 105 e 91 15,2 1.165 1.153 1,1

Ecuador 50 e 48 4,1 565 576 – 1,9

Kolumbien 105 e 97 7,8 1.265 1.272 – 0,5

Paraguay 4 e 3 40,4 25 35 – 27,8

Peru 105 e 102 2,8 1.190 1.168 1,9

Uruguay 5 e 5 – 4,3 60 61 – 2,2

Venezuela 40 e 78 – 48,5 470 553 – 15,0

Südamerika 3.617 3.105 16,5 43.729 40.220 8,7

Ägypten 605 e 536 12,9 6.800 5.036 35,0

Libyen 52 50 2,6 422 492 – 14,2

Südafrika 503 e 416 20,9 6.301 6.141 2,6

Afrika 1.160 1.003 15,7 13.523 11.669 15,9

Iran 1.980 1.521 30,2 21.726 17.895 21,4

Katar 216 216 0,0 2.644 2.521 4,9

Saudi-Arabien 2) 285 e 445 – 35,9 4.770 5.461 – 12,6

Vereinigte Arabische Emirate 286 325 – 12,1 3.309 3.149 5,1

Mittlerer Osten 2.767 2.507 10,4 32.449 29.025 11,8

China 67.047 65.860 1,8 831.730 786.880 5,7

Indien 8.796 8.385 4,9 101.371 95.475 6,2

Japan 8.719 8.714 0,1 104.661 104.775 – 0,1

Pakistan 430 e 342 25,7 4.950 3.553 39,3

Südkorea 6.124 5.860 4,5 71.081 68.581 3,6

Taiwan, China 1.960 e 1.932 1,5 23.240 21.751 6,8

Thailand 395 e 329 20,1 4.480 3.824 17,2

Vietnam 3) 875 e 491 78,4 10.300 5.154 99,8

Asien 94.346 91.912 2,6 1.151.813 1.089.994 5,7

Australien 472 448 5,3 5.328 5.259 1,3

Neuseeland 61 64 – 5,4 657 577 13,9

Ozeanien 532 512 4,0 5.985 5.837 2,5

Gesamt (66 Länder) 138.059 132.869 3,9 1.674.724 1.587.251 5,5

stahlmarkt 2.2018


6

SEITENBLICK

Kaufen statt gründen

Manchmal kann Secondhand auch erste Wahl sein: Wenn potenzielle

Jungunternehmer vor dem Sprung in die Selbstständigkeit zurückschrecken,

kann die Übernahme eines etablierten Betriebs eine Alternative sein. So

lässt sich das Risiko besser kalkulieren. Kaufangebote gibt es reichlich.

Jürgen Junker hatte immer den Traum,

ein eigenes Unternehmen zu führen. Eine

Neugründung kam für ihn allerdings nie in

Frage. »Wenn man wie ich eine Selbstständigkeit

im produzierenden Gewerbe

anstrebt, stellt man schnell fest, dass der

Markt vielfach bereits gesättigt ist. Deshalb

habe ich mich nach einem bereits bestehenden

Be trieb umgesehen,

der für eine

Übernahme geeignet

war«, sagt Junker.

Er hatte eine

ungefähre Größenordnung

vor Augen,

war aber nicht auf eine bestimmte Branche

fixiert. »Fest stand für mich nur, dass es ein

Betrieb im produzierenden Gewerbe sein

sollte.«

Vor drei Jahren übernahm er die Mott

Metallwaren und Bühnenbau GmbH in Tauberbischofsheim,

ein Familienunternehmen

mit knapp 100-jähriger Tradition. Inhaber

Torsten Mott wollte den Betrieb aus Altersgründen

abgeben und war auf der Suche

nach einem Nachfolger. Der Kontakt kam

über nexxt change zustande, eine internetbasierte

Unternehmensbörse, die vom Bundesministerium

für Wirtschaft und Energie,

der KfW Bankengruppe, den deutschen

Industrie- und Handelskammern sowie weiteren

Partnern aus Industrie und Handwerk

unterstützt wird.

Wie Junker geht es vielen potenziellen

Jungunternehmern, die lieber etwas Etabliertes

kaufen wollen als eine Neugründung

in Angriff zu nehmen: Sie können aus einem

großen Angebot wählen. Denn der Markt

»

In der Industrie kommen fünf

Alt-Inhaber auf einen potenziellen

Unternehmenskäufer.

für zur Übergabe anstehende Unternehmen

befindet sich in einer Schieflage. Es gibt

deutlich mehr Seniorunternehmer, die über

Börsen wie die Deutsche Unternehmerbörse

(DUB) oder über Einschaltung ihrer örtlichen

IHK einen Nachfolger suchen als ernsthafte

Interessenten. nexxt-change verzeichnet

aktuell lediglich 2.075 Kaufgesuche. Dem

stehen 6.635 zum

Verkauf stehende

Unternehmen ge -

genüber.

Und der Angebotsüberhang

wird

noch größer werden.

Wenn sich die geburtenstarke Babyboomer-Generation

im Laufe der nächsten zehn

bis 15 Jahre aus dem Berufsleben zurückzieht.

Die nachfolgenden Generationen sind

deutlich kleiner. Nach einer Analyse der KfW

planen jährlich etwa 200.000 Un ternehmer,

ihre Firma (die meisten in einer Umsatzgröße

zwischen 500.000 € und 1 Mill. € Jahresumsatz)

an einen Nachfolger zu übergeben oder

zu verkaufen – Tendenz steigend.

Dazu passt eine Untersuchung des Instituts

für Mittelstandsforschung, wonach

aktuell in jedem Jahr lediglich etwa 27.000

kleine und mittlere Unternehmen tatsächlich

den Inhaber wechseln. Die Übergabe an

einen Interessenten wie Junker, der lieber

eine bestehende Firma übernimmt statt

selbst zu gründen, ist dabei nur selten eine

Option. Im KfW-Gründungsmonitor 2017

heißt es: »Die Übernahme eines bestehenden

Unternehmens oder die tätige Beteiligung

an einem solchen sind für viele Gründer

offensichtlich weniger attraktiv. Auf

Übernahmegründer entfiel 2016 ein Anteil

von 9 %, auf Beteiligungsgründer 14 %.«

Dabei hat die Unternehmensnachfolge

viele Vorteile. Im Idealfall hat sich das Alt-

Unternehmen bereits einen prominenten

Platz auf dem Markt erkämpft. Es verfügt

über ein bewährtes Geschäftsmodell und

ein gutes Standing – allesamt Pluspunkte in

Verhandlungen mit möglichen Geldgebern.

Hinzu kommt, dass Organisation und Ar -

beitsabläufe nicht erst zeit- und ressourcenintensiv

aufgebaut werden müssen. Möglicherweise

steht auch der Alt-Unternehmer

noch einige Zeit mit Rat und Tat zur Verfügung.

Auf der anderen Seite lauern auch viele

Gefahren. Der Jungunternehmer hat keine

Zeit, in seine Rolle hineinzuwachsen. Er

besitzt vom Start weg eine Führungsposition

und übernimmt volle Verantwortung. Obendrein

hat er ein großes Investment zu schultern,

schließlich erwirbt er den Betrieb meist

als Ganzes. Bestehende Strukturen können

sich auch als nachteilig erweisen, wenn sie

nicht mehr zeitgemäß sind und möglicherweise

gegen den Widerstand des Personals

angepasst werden müssen. Auch sind Konflikte

mit dem Alt-Unternehmer nicht auszuschließen,

wenn der zunächst in irgendeiner

Form mit an Bord bleibt.

Zu den größten Stolpersteinen der Unternehmensnachfolge

zählt nach Beobachtung

des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

(DIHK) die Finanzierung. Für eine

Übernahme benötigen Gründer meist we -

sentlich mehr Geld als für eine Neugründung.

Was nach Feststellung des Instituts für

Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen

(EMF-Institut) viele Gründer

nicht wissen: Nachfolgern stehen ebenso

viele öffentliche Kredite und Zuschüsse zu

wie Neugründern. Es kann also eine Überlegung

wert sein, über den Erwerb eines

Betriebs den Sprung in die Selbstständigkeit

zu wagen. ber (sm 180205915)

stahlmarkt 2.2018


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10. stahlmarkt » Branchentreff

anlässlich wire & Tube 2018

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Treffpunkt für Branchenkenner · Einladung

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zum Ausklang des ersten Messetages mit Kurzvorträgen

und anschließendem Buffet.

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Wann: 16. April 2018

1. Messetag von wire & Tube, ab 17:30 Uhr

Wo:

»Branchentreff

Kostenlose Anmeldung bis 09.04.2018

Ja, ich melde mich hiermit an*

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CCD.Süd,

Congress Center Düsseldorf

direkt am Messegelände

Programm:

17:30 Uhr » Empfang

18:00 Uhr » Start der Impuls-Vorträge

Dr. Dirk Bissel

Vorsitzender, Vallourec Deutschland GmbH

Vorsitzender des Vorstands, Wirtschaftsvereinigung

Stahlrohre e.V.

Zur Lage auf dem Stahlrohrmarkt

Alberto Franchi

Geschäftsführer, ORI Martin Deutschland GmbH

Herausforderungen und Chancen auf dem

europäischen Markt für Stabstahl und Walzdraht,

Qualitäts- und Edelbaustahl

Tobias Fister

Geschäftsführer, Dr. Fister GmbH

Wie verändert die Digitalisierung im Stahlhandel

die tägliche Arbeit ?

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8 K Steel International

US-Handelspolitik bleibt unklar

Die Erneuerung der Infrastruktur lässt auf sich warten

New York. Stunden nachdem Präsident Trump im Weißen Haus seine

Unterschrift unter die vom Kongress verabschiedete Steuerreform gesetzt

und als Geschenk für die Mittelklasse gefeiert hatte, versicherte er seinen

hochkarätigen Freunden in seinem Mar-a-Lago-Palast in Palm Beach:

»Ihr alle wurdet gerade viel reicher!« Zu diesem Zeitpunkt hatte das Gros

der Amerikaner bereits erkannt, dass durch die Steuerreform Amerikas

rekordverdächtige Schere zwischen Superreichen und Normalverbrauchern

weiter auseinanderklaffen wird.

Eine in letzter Minute im US-Senat hinzugefügte

Gesetzesklausel garantiert Immobilien-Großinvestoren

– unter ihnen Donald

Trump und mehr als ein Dutzend von Senatoren

– Steuererleichterungen von vielen Millionen

USD pro Jahr. Kein Wunder, dass eine

klare Mehrheit der Öffentlichkeit die Reform

ablehnte. Wenn nicht in der breiten Bevölkerung,

so doch in der politischen Klasse war

die Senkung von Unternehmenssteuern von

35 % auf 21 % dagegen weniger umstritten.

Die Steuerreform löst

keine Stahlprobleme

Der Höhenflug der Aktien in den letzten

Wochen des alten Jahres entstand in der

Erwartung, dass fortan amerikanische Unternehmenssteuern

denen in anderen postindustriellen

Ländern ähnlich sind. Die Re -

aktion der Stahlarbeitergewerkschaft war

typisch: Opposition gegen eine weitere Bereicherung

der Reichsten, keine Opposi tion zur

Senkung von Unternehmenssteuern. Gleiche

Chancen im Handel war weithin die Devise.

Abgesehen von der Senkung der Unternehmenssteuern

gab es in der Regierung,

im Kongress und in der Privatwirtschaft zu

Beginn des zweiten Jahres der Trumpschen

Präsidentschaft keinen Konsens über die

US-Handelspolitik. Es blieb beim Ringen zwischen

Pro-Freihandel-Globalisten und Protektionismus-Befürwortern,

wobei im ersten

Jahr umstrittene Teilsiege für die Protektionisten-Riege

errungen wurden.

Der Rückzug von der transpazifischen

Partnerschaft (TPP) sofort nach Trumps

Amtsantritt im vergangenen Jahr – vom Präsidenten

als wichtiger protektionistischer

Schritt erklärt – wird zunehmend als Verlust

amerikanischen Einflusses in der Region verstanden.

China, nicht Teil der ursprünglichen

12-Länder-Partnerschaft, gilt als Nutznießer

des von Washington hinterlassenen

Vakuums.

Die Verhandlungen zwischen Washington,

Ottawa und Mexico City hinsichtlich der von

Trump verlangten Reorganisation des Nordamerikanischen

Handelsabkommens (NAF-

TA) sind festgefahren. Die Verhandlungsteams

aus Kanada und Mexiko klagen über

die in der Position extrem harschen Amerikaner,

die die NAFTA-Partner nicht akzeptieren

können. Auf dem Spiel stehen normale

Beziehungen mit den beiden größten Handelspartnern

Amerikas: Kanada und Mexiko.

Zu dem von Protektionisten erhofften und

von Globalisten gefürchteten Handelskrieg

mit China kam es im alten Jahr nicht – wohl,

weil Präsident Trump versuchte, Chinas Xi

Jinping für größeren Druck auf Nordkorea

zu gewinnen. Aber ob Beijing in puncto

Nukleargefahr aus Nordkorea helfen kann

oder will, scheint eine Frage der Zeit. Unternehmen,

insbesondere im Rostgürtel des

Landes, und ihre Belegschaften erinnern

Trump an sein Wahlversprechen, Billigimporte,

speziell aus China, zu stoppen.

Wo bleibt der Schutz für die

US-Stahlindustrie?

Die Schlagzeile »Trump versprach, den Stahl

zu schützen, stattdessen kommen Entlassungen«

in der einflussreichen New York

Times charakterisierte die Situation und die

Stimmung in der Stahlregion. Anstelle der

versprochenen Schutzzölle stiegen außerdem

die Stahlimporte in den ersten zehn

Monaten der Trump-Administration um

19,4 %. Ausländische Hersteller intensivierten

ihre Lieferungen in die USA, weil sie

aufgrund der Trumpschen Wahlkampf-Rhetorik

mit massiven Zollerhöhungen rechneten.

Trump hatte im Wahlkampf ein neues

Erblühen der Stahlindustrie u. a. mit dem

Versprechen einer gigantischen Infrastrukturerneuerung

versprochen. Eingelöst wurden

diese Versprechen nicht. Stattdessen

wartet die Stahlindustrie nach wie vor auf

die längst fällige Entscheidung des Handelsministeriums

darüber, ob Importe den einheimischen

Stahlsektor schwächen und

dadurch im Krisenfall die nationale Sicherheit

gefährden. Ein Ja würde einer Gesetzesvorschrift

zufolge, Provision 232 genannt,

zur Verhängung drastischer Importschranken

führen.

Handelsminister Wilbur Ross gilt als be -

sonderer Freund der Stahlindustrie. Schließlich

sammelte er seine eigenen Erfahrungen,

als er das bankrotte Stahlunternehmen

Bethlehem Steel erwarb und mit anderen

krisenerschütterten Unternehmen fusionierte.

Als er in Trumps Kabinett eintrat, war er

ein Direktor bei ArcelorMittal. Er tritt für

jedweden Schutz der Stahlbranche ein. Gleiches

gilt für die Stahlfraktion im Kongress,

in der Demokraten und Republikaner drakonischen

Importschranken das Wort reden.

Der Druck auf Trump nimmt zu

Aber im Weißen Haus gibt es auch Stimmen,

die vor den Risiken eines Handelskrieges

warnen. Opposition kommt auch aus den

Reihen von Stahlverwendern, allen voran die

Automobilindustrie, die eine Schwächung

ihrer Wettbewerbsfähigkeit aufgrund hö -

herer Preise befürchtet und letztendlich

auch den Verlust von Arbeitsplätzen.

Mit den Kongresswahlen im November

dieses Jahres in Sicht und empfindlichen Ver-

stahlmarkt 2.2018


lusten der Republikanischen Partei in Gouverneurs- und Senatswahlen

des letzten Jahres verstärkte sich der Druck auf Trump,

seinen protektionistischen Worten Taten folgen zu lassen. Einzelentscheidungen,

wie eine fast 265-prozentige Zollerhöhung auf

nichtrostendem Stahl aus Vietnam, der in Wirklichkeit in China

produziert wird, brachten keinen Stimmungsumschwung. Die im

Dezember verkündete Entscheidung war dennoch ein Sieg für

U.S. Steel, Nucor, Arcelor Mittal USA, Steel Dynamics und California

Steel Industries, die chinesische Produzenten beschuldigten,

Strafzölle zu vermeiden, indem sie ihre Produkte über Vietnam als

Bearbeitungszwischenstation transportieren.

Handelsbeschwerden gegen ausländische Konkurrenten, die

sich angeblich eines un fairen Handelsgebarens schuldig gemacht

haben, schnellten im ersten Jahr der Trump Administration in die

Höhe und erreichten mit 23 neuen Verfahren gegen insgesamt

29 Länder die höchste Zahl seit 2001. Die Beschwerden kommen

u. a. von Herstellern von Waschmaschinen, Solarpaneelen, Pa pier

und Olivenöl. Die einen verlangen Strafzölle, die anderen zunehmend

Quoten und Minimumpreise für Importe. Die Beschwerdeführer

setzen darauf, dass sich Präsident Trump in diesem Jahr

auf die Seite der Protek tionisten schlägt – auch, wenn damit ein

Handelskrieg verbunden wäre. bln

(sm 180205941)

Handelsblatt Jahrestagung

Zukunft Stahl

7. und 8. März 2018, Düsseldorf

Werden Sie

Teil unserer

Stahl-Community

Die Neuordnung

der Stahlbranche.

Handel I Digitalisierung I Elektromobilität

Dr. Henrik Adam

Chief Commercial Officer,

Tata Steel Europe Ltd.

L STEEL TICKER

ERZEUGUNG VON NICHT ROSTENDEM STAHL

WÄCHST

Brüssel. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 ist die weltweite

Erzeugung von nichtrostendem Stahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

um 7,4 % auf 36,1 Mill. t gestiegen. Allein in den USA kletterte die Produktion

um 14,8 % auf 2,1 Mill. t, wenngleich sie auch im Jahr 2017 vom

ersten Quartal bis zum dritten Quartal kontinuierlich gesunken ist.

Größter Rostfrei-Erzeuger der Welt bleibt die Volksrepublik China. Sie

meldete nach weiteren Angaben des International Stainless Steel Forum

(ISSF) von Anfang Januar bis Ende September 2017 einen Zuwachs von

8,8 % auf 19,7 Mill. t. In Asien ohne China und Südkorea stieg die Erzeugung

um 4,2 % auf 5,9 Mill. t. Europas Stahl erzeuger verzeichneten indes

ein Plus von 1,7 % auf 5,5 Mill. t. Auch in dieser Region fiel die Erzeugung

in den ersten neun Monaten 2017 von Quartal zu Quartal.

kibi/WS(SHN)/SE/ (sm 180205930)

Dr. Gregory Ludkovsky

Vice President, Head of Global

Research and Development,

ArcelorMittal

Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation,

Digitalisierung und Energie des

Landes NRW

EU EBNET WEG FÜR EFFEKTIVERE

HANDELSSCHUTZMASSNAHMEN

Brüssel. Europäische Stahlerzeuger erhalten für ihren Kampf gegen

billige Importe aus Drittländern nun endlich die langersehnte Unterstützung

aus Brüssel. EU-Kommission, Europaparlament und Europarat wollen

die Handelsschutzinstrumente reformieren und künftig härter gegen

die weltweiten Konkurrenten vorgehen.

Zum einen soll die Überprüfungsfrist für das Erheben von vorläufigen

Schutzzöllen nicht mehr neun Monate dauern, sondern wesentlich schneller

vonstattengehen. Zum anderen wollen die Europäer höhere Importzölle

für die Erzeuger erheben, die ihre Energie- und Rohstoffkosten künstlich

verzerren. Sie profitieren gegenwärtig noch von der gültigen Regel des

niedrigeren Zolls, die künftig seltener angewandt werden soll.

kibi/WS(SHN) (sm 180105854)

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stahlmarkt 2.2018


10 K Steel International

Energiewende fordert Stahlerzeuger heraus

Innovative Erzeugnisse für regenerative Energieträger entwickeln

Seoul. Klimawandel und Energiewende wirbeln angestammte Märkte

durcheinander. Der zunehmende Wechsel von fossilen Energieträgern zu

erneuerbaren Quellen bietet Stahlerzeugern Eintrittsmöglichkeiten in neue

Märkte und den Ausgleich wegbrechender Geschäfte. Der Bedarf an

innovativen Stahlerzeugnissen für Mikronetze und Energiespeichersysteme

dürfte künftig weiter steigen.

Nachfrage nach primärer Energie

81% 78% 75%

13.634

14%

5%

21%

31%

29%

2014 2025 2035

* Megatonne Öleinheiten

15.341

16%

6%

22%

30%

26%

17.057

18%

6%

24%

28%

24%

in Mtoe*

Fossile Brennstoffe

Erneuerbare Energie

Nuklearenergie

Gas

Öl

Kohle

Quelle: World Energy Outlook 2016, IEA, POSRI

Die Experten des südkoreanischen

Posco Research Institute empfehlen allen

Stahlerzeugern, die Energiewende fest in

den Blick zu nehmen. Um die in Paris vereinbarten

Klimaziele zu erreichen, würden

bereits viele Nationen den Einsatz von Kohle

reduzieren. Außerdem fördern sie das

Nutzen regenerativer Energien und den

Kauf von Elektrofahrzeugen. Diese nicht

mehr aufzuhaltende Entwicklung und der

effizientere Einsatz von Energie dürften den

Bedarf an fossilen Brennstoffen in den kommenden

Jahren reduzieren.

Das Umdenken der Regierungen zahlt

sich für die Umwelt bereits aus. Seit dem

Jahr 2014 sinken die globalen CO 2

-Emissionen.

Was möglich ist, zeigen drei Rekorde:

Erstens erzeugte Deutschland am 30. April

2017 für einige Stunden 85 % des Strombedarfes

aus erneuerbaren Quellen. Zweitens

deckte Großbritannien am 21. April

2017 den gesamten Stromeinsatz des Landes

erstmals ohne die Verbrennung von

Kohle. Drittens hatten die Dänen in einer

besonders windigen Nacht im Jahr 2015

nicht nur ihre gesamte Stromnachfrage mit

Windenergie befriedigt, sondern den

40%igen Überschuss nach Deutschland,

Norwegen und Schweden exportiert.

Da weltweit immer mehr Wind-, Wasserund

Solarkraftwerke entstehen, sind erneuerbare

Energien nach Einschätzung des

Posco Research Institute nicht länger »alternative«

Energieträger. Sie hätten sich längst

in der Gesellschaft etabliert.

Sinkende Kosten für die Erzeugung regenerativer

Energien haben diese Entwicklung

begünstigt. Die Preise für Photovoltaikanlagen

sowie Windfarmen auf dem Land und

im Wasser sind signifikant gefallen. Es be -

steht Netzparität, das heißt, dass Strom aus

erneuerbaren Energiequellen genauso viel

oder weniger kostet als Strom aus konventionellen

Kraftwerken.

Ölpreise geben den Ausschlag

Die Entwicklung der Ölpreise spielt weiterhin

eine wichtige Rolle für geplante Investitionen

in die Suche, die Förderung, den

Transport, die Lagerung und die Veredelung

fossiler Brennstoffe. Außerdem wirken sich

Preisschwankungen auf den Automobilmarkt

und beispielsweise die Beliebtheit von

Geländewagen aus. Aus diesem Grund sollten

Stahlerzeuger die Volatilitäten ebenfalls

beobachten.

Nach Berechnungen der Internationalen

Energieagentur (IEA) dürften künftig die

Ausgaben für die Entwicklung, den Transport

und die Speicherung erneuerbarer

Energien kräftig steigen. Hier sehen die Südkoreaner

Chancen für Stahlerzeuger. Die

Industrie für regenerative Energien benötigt

eine Reihe unterschiedlicher Stahlerzeugnisse.

So bestehen Rohrtürme, die 65 % des

Gewichtes von Windkraftanlagen ausmachen,

vor allem aus Stahl. Zudem werden für

die Herstellung von Solarpanelen nichtrostende

Stahlfeinbleche und Stahlrahmen

benötigt.

Die vielfachen Einsatzmöglichkeiten von

Stahlerzeugnissen eröffnen den Stahlerzeugern

zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten.

Auch der Bereich Stromübertragung und

-verteilung, inklusive der Hochspannungsmasten,

ist traditionell sehr stahlintensiv.

(sm 180205909)

stahlmarkt 2.2018


Steel International K 11

Gone with the wind

Wichtige chemische Elemente werden rar

Davos. Die vierte industrielle Revolution könnte an Tempo verlieren, da

wichtige chemische Elemente, die für die technologische Weiterentwicklung

unabdingbar sind, bald Mangelware werden. Besonders gefährdet sind

Lithium, Gallium, Indium, Hafnium und Selen. Ohne sie gäbe es keine

Mobiltelefone, DVD-Player, Fernseher, Mikrowellenkommunikation und

führerlose Fahrzeuge.

Die Hightech-Zukunft, von der Regierungen

und global tätige Unternehmen so

gerne schwärmen, dürfte nach Einschätzung

des World Economic Forum aber nur

Realität werden, wenn diese chemischen

Elemente in ausreichender Menge verfügbar

bleiben. Bereits im Jahr 2015 hat aber die

American Chemical Society (ACS) gewarnt

und 62 chemische Elemente anhand von

Lieferschwierigkeiten, Umweltbelastungen

und Verknappungsrisiken bewertet. Mögen

einige Elemente vielen Menschen unbekannt

sein – die Anwendungsgebiete sind

es sicherlich nicht. Gallium, Indium, Hafnium

und Selen sind allesamt Nebenprodukte

anderer Bergbau- und Extraktionsverfahren.

Gallium kommt in der Natur vor allem als

Beimischung in Zink- und Bauxiterzen vor.

98 % dieses Metalls werden für die Produktion

von Halbleitern eingesetzt. Zudem ist es

noch Bestandteil von Blu-Ray-Lasern. Das

ebenfalls im Zinkerz vorhandene Schwermetall

Indium ist heute Bestandteil von Solarzellen,

LCD-Bildschirmen, Computer chips,

LEDs und Sonnenkollektoren. Hafnium, das

als Beimengung in Zirconium-Mineralien enthalten

ist, findet sich in Steuerungen von

Atomreaktoren, integrierten Mikroprozessorkreisläufen

und dem Raumschiff Apollo. Selen

ist in Kupfer-, Nickel- und Bleierzen enthalten

und wird in Fotokopierern, Röntgengeräten

und Batterietechnologien eingesetzt.

Literarische Vorlage zeigt

Konsequenzen

Der Science-Fiction-Autor Robert Silverberg

hat eine im Jahr 2008 veröffentlichte Studie

über das prognostizierte Verschwinden von

Gallium im Jahr 2017 als Vorlage für einen

Roman genommen. Er schrieb, dass 20 Jahre

nach dem Abhandenkommen von Hafnium

und Gallium auch noch Zink von der

Bildfläche verschwindet. Selbst der Kupferbestand

sei gefährdet, da der weltweite

Bedarf die Verfügbarkeit zum Ende des Jahrhunderts

übertreffen werde.

Silverberg empfiehlt Regierungen und

Unternehmen, synthetische Alternativen zu

finden oder Substitute zu entwickeln, damit

die prognostizierte Hightech-Zukunft auch

erreicht wird. Zudem könnte das Recycling

ausrangierter Produkte das Aussterben einiger

Elemente herauszögern. Auch die effizientere

Gewinnung und der sparsame

Umgang mit diesen Elementen sowie die

effektivere Gestaltung technischer Prozesse

könnten das Überleben der Raritäten für

einen längeren Zeitraum sicherstellen.

Selbst wenn die Prognose über das Verebben

bestimmter Elemente im Jahr 2017

nicht real wurde und auch die American Chemical

Society nicht bekannt gab, wann sie

mit dem Aussterben rarer Elemente rechnet,

gilt es als sicher, dass

die Abhängigkeit

von nur einem dieser

Elemente Probleme

bei der Transformation

zur Industrie 4.0

bereiten kann.

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Risiken sind

bekannt

Zwei andere Risiken,

die die amerikanische

Chemie-Gesellschaft

ebenfalls im

Jahr 2015 benannte,

sind allseits bekannt. Zum einen sind es

die negativen Auswirkungen auf die Um -

welt, die bei der Gewinnung dieser Elemente

verursacht werden. Beispiele sind der

Einsatz giftigen Quecksilbers der Kleinstbergbauern

bei der Goldgewinnung oder

die Verwendung fossiler Brennstoffe im

Berg bau, die aufgrund des entstehenden

Kohlendioxids und anderer Emissionen das

Ökosystem und die Gesundheit der Menschen

belasten sowie den Klimawandel forcieren.

Zum anderen stellt sich die Frage,

wie die Gesellschaft die Existenz der gefährdeten

Elemente sicherstellen kann, da diese

lediglich als Nebenprodukte beim Schmelzen

oder bei anderen industriellen Prozessen

anfallen.

Ein weiteres Problem wird aber gerne verschwiegen.

Metalle, wie Gold oder Platin,

die in ausreichender Menge in der Natur

vorhanden sind und die bei der Gewinnung

hohe Umweltbelastungen verursachen, sind

geopolitisch extrem konzentriert. Ihr reiches

Vorkommen in China und Afrika und der

Mangel in anderen Ländern könnte künftig

große Probleme verursachen.

Dies belegen Geschehnisse der Vergangenheit.

So verursachte ein Bürgerkrieg im

Jahr 1962 im Kongo eine vorübergehende

Verknappung des Elements Kobalt. Außerdem

reduzierte jüngst die Volksrepublik China

den Export von Seltenen Erden und verursachte

in vielen Ländern Unterbrechungen

in der Fertigung diverser Technikprodukte.

Anschließend wurden weltweit Forderungen

lauter, mit raren Ressourcen achtsamer

umzugehen und festzustellen, welche Elemente

bereits die kritische Masse erreicht

haben, damit künftig Probleme bei der Versorgung

vermieden werden können.

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(sm 180205876)

stahlmarkt 2.2018


12 K Steel International

ArcelorMittal Asturias bekommt neue Brammenstranggießanlage Nr. 2

Düsseldorf. ArcelorMittal Asturias, Avilés, Spanien, hat die SMS group mit dem umfassenden Umbau der

Zweistrang-Brammengießanlage Nr. 2 beauftragt.

Das Unternehmen reagiert mit diesem

Umbau auf die gestiegenen Qualitätsansprüche

im wachsenden Markt der Sonderstähle

wie Rohr- und Grobblechgüten.

Die Zweistrang-Brammengießanlage Nr. 2

wurde 1987 von der SMS group geliefert

und hat bisher rd. 1,9 Mill. t/a Stahlbrammen

mit Dicken von 235 und 280 mm und

einer Breite von maximal 1.600 mm produziert.

Mit dem Umbau kann die Stranggießanlage

bis zu 2,7 Mill. t Stahlbrammen im

Jahr gießen mit Brammendicken von 235,

300 und 365 mm sowie Brammenbreiten

von 800 bis 2.200 mm.

Die größte Herausforderung des Projektes

war der Wunsch des Kunden, die bisherige

Brammenbreite von 1.600 mm auf 2.200 mm

zu erweitern, ohne dass die damit notwendigen

umfangreichen Fundamentarbeiten

und eine daraus resultierende längere Um -

bauzeit das Projekt unrentabel werden lassen.

Dies wird umgesetzt, in dem die vorhandenen

Fundamente und Ankerschrauben der

Stranggießanlage Nr. 2 ohne Änderungen

weiter genutzt werden. Ein spezielles Design

der Segmenttragrahmen der SMS group

macht dies möglich.

Die SMS group hat mit ihrem innovativen

Design ein maßgeschneidertes Umbaukonzept

entwickelt, dass ArcelorMittal Asturias

auch aus wirtschaftlicher Sicht überzeugte.

Die Stranggießanlage wird von der Kokille

bis zum Auslaufbereich komplett neu

aufgebaut, wobei das Konzept der Bogenkokille

erhalten bleibt. Es bietet vor allem für

das Gießen von Brammen mit einer Dicke

von mehr als 320 mm Dicke aus rissempfindlichen

Stahlsorten große Vorteile.

Die ebenfalls von der SMS group modernisierte

Stranggießanlage Nr. 1 – ein Umbau

auf eine Senkrecht-Abbiege-Anlage – ging

Ende 2016 erfolgreich in Betrieb. Fünf Wo -

chen nach der Inbetriebnahme war die

monatliche Produktion bereits auf dem gleichen

Niveau wie vor dem Umbau. Die Qualität

der gewalzten Coils stuft der Kunde als

sehr gut ein.

Das integrierte Hüttenwerk ArcelorMittal

Avilés produziert hochwertige Stahlgüten

für die Automobil- und Weißblechindustrie

und für die Grobblechproduktion.

www.sms-group.com

/

(sm 180105726)

Neue Minimill in den USA

Charlotte. Die Nucor Corporation plant den Bau eines neuen Betonstahlwerkes im US-Bundesstaat Missouri.

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Der US-Erzeuger hat die Stadt Sedalia als

Standort auserkoren. Sie befindet sich nur 90

Meilen von Kansas City entfernt. Das Investitionsvolumen

beträgt rd. 250 Mill. USD. Die

Inbetriebnahme ist für 2019 geplant. Noch

allerdings stehen Genehmigungen diverser

Behörden aus.

Mit dem Bau des neuen Werkes will Nucor-

CEO John Ferriola auch weiterhin profitabel

wachsen und den Ruf als kostengünstiger

Stahlerzeuger festigen. Das Unternehmen

dürfte von dem strategisch günstigen Standort

profitieren, da es in der näheren Um -

gebung keine anderen Betonstahlerzeuger

gibt. Bislang erhalten Kunden in Kansas City

und in den umliegenden Regionen des Mittleren

Westens Stahl, der über lange Distanzen

transportiert werden muss. Außerdem

spricht für den Standort Sedalia das dort

ausreichend verfügbare Schrottangebot, das

die Nucor-Tochter The David J. Joseph Company

in unmittelbarer Nähe vorhält. Der

Stahl erzeuger schafft mit diesem Werk 255

Vollzeitarbeitsplätze und während der Errichtungsphase

weitere 450 Jobs im Baubereich.

Nucor denkt eigenen Angaben zufolge

bereits über den Bau einer weiteren Minimill

im Südosten der USA nach und hat bereits

zwei alternative Standorte zur Auswahl.

Gegenwärtig betreibt das Unternehmen vor

allem Erzeugungsanlagen in den USA und

in Kanada. Zur Produktpalette gehören Kohlenstoffstähle

und legierte Erzeugnisse in

Form von Stäben, Trägern, Fein- und Grobblechen,

aber auch Profile, Konstruktionselemente

und Befestigungen. Nucor ist der

größte Schrottrecycler Nordamerikas.

www.nucor.com

/

(sm 180105835)

stahlmarkt 2.2018


Steel International K 13

Tata Steel investiert im britischen Port Talbot

London. Tata Steel investiert rd. 30 Mill. GBP an seinem Standort in Port Talbot, um die Zukunft der

Stahlerzeugung im britischen Südwales weiter zu sichern.

Dies ist Teil einer Reihe von geplanten

Investitionen in Großbritannien, die Tata

Steel tätigt, um die Verlässlichkeit seiner Lieferkette

zu erhöhen. Zugleich werden die

Entwicklung und Produktion von Hochleistungsstählen

ermöglicht, die von Kunden

nachgefragt werden. Auf diese

Weise wird das Investment dazu

beitragen, den wachsenden Bedarf

an Stählen für Hy brid- und Elektroautos,

energieeffiziente Häuser und

Gebäude sowie innovative Lebensmittelverpackungen

zu decken.

An seinem Standort in Wednesfield

hatte Tata Steel Anfang 2017

bereits die modernste automatisierte

Schweißstraße Großbritanniens

vorgestellt, die Stähle für Automobilhersteller

liefert.

Nun soll ein 500 t schwerer

Sauer stoffaufblaskonverter bei Tata

Steel in Port Talbot ersetzt werden.

Gleichzeitig tauscht das Unternehmen

die massiven Kräne im Stahlwerk

aus und installiert verbesserte

Staubabsaughauben und energieeffiziente

Antriebe, um so Emissionen

zu verringern.

Bimlendra Jha, CEO von Tata

Steel UK, erklärt: »Diese Investitionen

erhöhen unsere Zuverlässigkeit

und zeigen, dass wir uns für eine

längerfristige Zukunft der Stahlerzeugung

in Großbritannien einsetzen.

Gleichzeitig investieren wir

auch in unsere Fähigkeit, neue

hochfeste Stähle in Großbritannien

zu produzieren. Ich freue mich sehr

da rüber, dass wir kürzlich fast 100

neue Auszubildende und Absolventen

in unserem Unternehmen be -

grüßen konnten, deren Ausbildung

von der Regierung unterstützt

wird.«

»Die britische Stahlindustrie steht

weiter vor Herausforderungen, u. a.

bei den Energiekosten und der

Gewerbesteuer. Daher ist auch in

Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit der

Regierung wichtig, um unsere Wettbewerbsposition

auf dem europäischen Markt zu

stärken«, so Jha weiter.

Port Talbot produziert hochwertigen

Stahl, der in den britischen Stahlwerken von

Tata Steel für Hersteller in Großbritannien,

auf dem europäischen Festland und weltweit

weiterverarbeitet wird.

www.tatasteeleurope.com

/

(sm 180105741)

stahlmarkt 2.2018


14 K Steel International

Argentiniens Regierung zeichnet Saarbrücker Materialforscher aus

Saarbrücken. Nach »Raices« (span.: Wurzeln) wurde der Preis benannt, mit dem der Materialwissenschaftler

Flavio Soldera von der Universität des Saarlandes ausgezeichnet wurde: Der gebürtige Argentinier hat die

Europäische Schule für Materialforschung (EUSMAT) an der Saar-Uni aufgebaut.

Als Flavio Soldera als Doktorand an die

Universität des Saarlandes kam, wollte er

nur drei Jahre bleiben. Mittlerweile wurden

20 Jahre daraus, in denen der Materialwissenschaftler

ein weltweites Netzwerk für die

Saar-Uni aufgebaut hat. Schon während

seiner Promotion bei Prof. Frank Mücklich

half er mit, millionenschwere Fördergelder

der Europäischen Union für das Masterprogramm

»Amase« einzuwerben. Mittlerweile

wird dieser internationale Studiengang

schon zum dritten Mal im Rahmen des

Erasmus Mundus-Programms unterstützt.

Neben der Saar-Uni sind daran drei Universitäten

in Frankreich, Spanien und Schweden

beteiligt. »Jeder Student muss an zwei

der vier Partneruniversitäten studieren und

dort auch die Landessprache lernen«, sagt

Flavio Soldera.

Zwei internationale Bachelor-Studiengängen

mit Frankreich und den USA sowie das

Amase-Masterprogramm wurden zur Keimzelle

der Europäischen Schule für Materialforschung,

die Professor Mücklich im Jahr

2008 gegründet hat. Dieses Netzwerk, das

weit über die Grenzen Europas hinausreicht,

hat Flavio Soldera von Beginn an koordiniert.

Mittlerweile bietet die Materialwissenschaft

der Saar-Uni mehrere internationale

Programme auf dem Bachelor- und Masterniveau

an. Zudem können Doktoranden im

Docmase-Programm parallel an zwei europäischen

Universitäten promovieren. Seit

2005 haben rd. 500 Studenten und 44 Doktoranden

an diesen internationalen Programmen

teilgenommen. In diesem Zeitraum

hat das Team von Professor Mücklich

rd. 18 Mill. € an Fördergeldern von der Europäischen

Union, dem Deutschen Akademischen

Austauschdienst und der Deutsch-

Französischen Hochschule eingeworben.

Die argentinische Regierung nahm erstmals

2009 über ihre Botschaft in Deutschland

Kontakt zu Flavio Soldera auf. Sie lud

ihn ein, einem Netzwerk von rd. 200 Argentiniern

beizutreten, die in der deutschen

Industrie und Wissenschaft tätig sind. Dort

ist er seitdem Berater für den Technologietransfer

und hilft Argentiniern, die ihre Fühler

nach Deutschland ausstrecken.

www.eusmat.net

/

(sm 180205937)

Standort für Automobilplatinen in Linz erweitert

Linz. Neben der Verstärkung der Präsenz im NAFTA-Raum investiert der Technologie- und Industriegüterkonzern

voestalpine erneut knapp 16 Mill. € in die nochmalige Erweiterung des Produktionsstandortes für lasergeschweißte

Platinen in Linz.

Der steigende Bedarf an Leichtbaulösungen

für den Fahrzeugsektor wird dazu

beitragen, den jährlichen Umsatz in diesem

Produktsegment auf rd. 200 Mill. € zu steigern.

Seit Herbst 2016 ist Linz mit der Er -

öffnung eines zweiten Werkes für lasergeschweißte

Platinen für die Automobilindustrie

einer der größten Produktionsstandorte

in diesem Bereich. Die dafür verantwortliche

voestalpine Automotive Components Linz

GmbH, eine Gesellschaft der Metal Forming

Division des voestalpine-Konzerns, investierte

2016 etwa 30 Mill. € in diese bislang letzte

Ausbaustufe. In den beiden Werken werden

derzeit jährlich etwa 20 Mill. Platinen

aus höchstfesten Stählen produziert.

Beflügelt von der steigenden Nachfrage

steht nun schon der nächste Investitionsschritt

von knapp 16 Mill. € an. Internationalen

Studien zufolge dürfte sich der globale

Markt für Leichtbaukomponenten bis

zum Jahr 2025 gegenüber heute auf etwa

100 Mrd. € verfünf fachen.

»Wir wachsen deutlich stärker als der

Markt«, so Peter Schwab, Vorstandsmitglied

der voestalpine AG und Leiter der Metal

Forming Division. Mit dem aktuellen Expansionsschritt

werden 50 neue Arbeitsplätze

geschaffen und in den nächsten zwei Jahren

eine Fläche von rd. 5.000 m² um- und ausgebaut.

Das Herzstück sind zwei neue Laserschweißanlagen.

Die erste wird im Herbst

2018 die Produktion aufnehmen, die zweite

Linie folgt 2019. Durch die zusätzliche Ausbaustufe

soll der Umsatz im Platinenbereich

in den kommenden Jahren von aktuell 150

auf 200 Mill. € jährlich steigen.

www.voestalpine.com (sm 180105725)

/

stahlmarkt 2.2018


L STEEL TICKER

ARCELORMITTAL ZIEHT IN

EIN HAUS AUS STAHL UND GLAS

Luxembourg. Der internationale Stahlerzeuger

ArcelorMittal will seine Geschäfte auch künftig

aus dem Großherzogtum Luxemburg steuern.

Allerdings nicht vom angestammten Platz in der

Avenue de la Liberté. Die rd. 800 Beschäftigten

sollen vielmehr Ende 2021 eine neue Hauptverwaltung

auf dem Kirchberg-Plateau beziehen.

Frankreichs Stararchitekt Jean-Michel Willmotte

gewann jüngst den Architektenwettbewerb. Er

präsentierte dem Vorstand ein mit Glas ummanteltes

Gebäude aus Stahl, das das Logo von

Arcelor Mittal birgt.

»Das Architekturbüro Willmotte & Associés

zeigt mit seinem innovativen Design, wie wunderschön

Stahl ist«, sagte ArcelorMittal-CFO und

Juryvorsitzender Aditya Mittal. Die Gewinner hatten

in der Vergangenheit unter anderem das Ferrari-Zentrum

in Maranello, Googles britischen

Unternehmenssitz in London sowie die LVMH-

Zentrale und das Fünf-Sterne-Hotel Mandarin

Oriental in Paris entworfen.

International anerkannte Architekturbüros präsentierten

ihre Vorschläge für die neue Unternehmenszentrale.

Willmotte erfüllte die Vorgaben und

die Wünsche des Stahlerzeugers am besten. Er

entwarf ein nachhaltiges Gebäude mit Photovoltaikanlage

und Regenwassermanagement,

dessen Einzelteile größtenteils ohne Recycling für

den Bau neuer Häuser eingesetzt werden könnten.

Der erste Spatenstich soll im Sommer 2019

erfolgen. ArcelorMittal wird aber nur einen Teil des

Gebäudes in Anspruch nehmen und den anderen

Teil vermieten. Zudem sind ein Restaurant, Sportmöglichkeiten

und ein öffentlicher Veranstaltungsraum

mit rd. 200 Sitzplätzen vorgesehen.

stahlmarkt 2.2018

kibi/WS(SHN)/SE/Jp (sm 180205905)

ENDABNAHME FÜR

MODERNISIERTE VORBLOCK-

STRANGGIESSANLAGE IN CHINA

London. Im November hat der chinesische Stahlerzeuger

Changzhou Zhongtian Iron & Steel

(Zenith Steel) die Endabnahmebescheinigung für

eine von Primetals Technologies modernisierte

Vorblock-Stranggießanlage erteilt. Die Anlage produziert

pro Jahr rd. 1,3 Mill. t Vorblöcke mit runden

und rechteckigen Querschnitten. Ziel der Modernisierung

war es, ein zusätzliches Vorprofilformat

mit einem rechteckigen Querschnitt von 280 mm

x 320 mm gießen zu können. Die Vorblöcke werden

im eigenen Walzwerk, das speziell dafür adaptiert

wurde, zu Rundstäben weiterverarbeitet.

Die in Privatbesitz befindliche Zenith Steel betreibt

ein integriertes Hüttenwerk in Changzhou, Provinz

Jiangsu. Das Stahlwerk des Unternehmens verfügt

über eine Produktionskapazität von mehr als

10 Mill. t/a an Stahl. Zenith Steel erzeugt eine breite

Palette von Endprodukten, darunter Stahlrohre,

Lager- und Federstähle sowie verschiedene Baustähle.

Vorblöcke mit Durchmessern von 400 und

500 mm werden zu nahtlosen Rohren weiterverarbeitet,

jene mit 600 mm Durchmesser dienen zur

Produktion von Schmiedestählen. Die rechteckigen

Vorblöcke werden für die Herstellung von

runden Stabstählen verwendet.

WS(SHN)/SE/Jp (sm 180205875)

HUBBALKENOFEN FÜR

DRAHTSTRASSE BEI SWISS STEEL

Graz. Der internationale Technologiekonzern

ANDRITZ wurde von der Swiss Steel AG, Schweiz,

mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme

eines neuen Hubbalkenofens mit einer Leistung

von 150 t/h zum Erwärmen von stranggegossenen

Knüppeln für das Werk in Emmenbrücke,

Schweiz, beauftragt. Die Inbetriebnahme ist für

das 4. Quartal 2019 geplant.

WS(SHN)/SE/Jp (sm 180205899)

ZWEI BRAMMENSTRANGGIESS-

ANLAGEN FÜR HBIS LAOTING

London. Der chinesische Stahlproduzent HBIS

Laoting Steel Co. Ltd. hat Primetals Technologies

den Auftrag erteilt, zwei neue zweisträngige

Brammenstranggießanlagen zu liefern. Die Gießanlagen

mit einer Gesamtkapazität von 4,2 Mill. t

Brammen pro Jahr sind Teil einer neuen Produktionsstätte

für qualitativ hochwertige Stähle, die

im Kreis Laoting im Südosten der bezirksfreien

Stadt Tangshan errichtet wird. Potenziell gefährliche

Aufgaben werden von LiquiRob-Gießbühnenrobotern

übernommen. Die Inbetriebnahme der

beiden Brammenstranggießanlagen ist für Februar

beziehungsweise März 2019 vorgesehen.

HBIS Laoting wurde 2017 gegründet, um Produktionskapazitäten

aus der Kernstadt von

Tangshan zu verlagern und gehört zur HBIS

Group Co., Ltd. HBIS Group ist einer der größten

Eisen- und Stahlproduzenten Chinas sowie ein

Anbieter umfassender Dienstleistungen.

Die beiden zweisträngigen Brammenstranggießanlagen

sind für eine Produktionskapazität

von je 2,1 Mill. t/a ausgelegt. Bei einem Maschinenradius

von 9,5 m weisen sie eine metallurgische

Länge von 35,1 m auf. Vergossen werden

Brammen mit einer Dicke von 230 mm und Breiten

zwischen 900 bis 1.900 mm. Die Gießgeschwindigkeit

beträgt bis zu 1,8 m/min. Das Produktspektrum

umfasst ultrakohlenstoffarme und kohlenstoffarme

Stähle, Tiefzieh-, Bau- und peritektische,

legierte Stähle sowie Röhrengüten.

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Made in Germany


16 Stahlstandort Deutschland

Kunden verstehen – Stärken ausspielen

Die Salzgitter Flachstahl GmbH kennt ihre Schlüsselmerkmale und setzt sie ein

Stuttgart. Für den Stahlhersteller Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG)

hat der intensive Austausch mit Kunden und Partnern oberste Priorität.

Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern ist auch Voraussetzung für die von

Kunden so geschätzte Verlässlichkeit. Im Rahmen der auf der Messe

Blechexpo präsentierten Initiative Automotive erläuterte Dr. Sebastian Bross,

stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, die Besonderheiten

des Unternehmens.

Als vergleichsweise mittelgroßer und

damit mittelständisch geprägter Stahlerzeuger

steht Salzgitter Flachstahl im Wettbewerb

mit manch anderem großen und global

aufgestellten Stahlproduzenten. »Da

muss man sich genau fokussieren, wissen

was man kann und was nicht, das nennen

wir Deep Salzgitter Understanding (DSU).

Und vor allem müssen wir wissen, was der

Kunde braucht (Deep Customer Understanding

– DCU)«, sagt Bross. »Wir setzen uns

intensiv mit unserem Management der Kundenbeziehungen

auseinander. Dabei unterstützen

uns auch

verschiedene analytische

Modelle, um

systematisch Kundenzufriedenheit

zu

erreichen.« Bodenständigkeit,

Kommunikationsstärke,

Zuverlässigkeit und kurze

Entscheidungswege – das seien typische

Salzgitter-Merkmale, die den Kunden enormen

Nutzen bringen.

»Wir betreiben ein integriertes Hüttenwerk

in Salzgitter mit Metallurgie, Walzwerken

und Beschichtungsanlagen. Damit produzieren

wir die unterschiedlichen Stahlgüten

immer unter den gleichen Bedingungen.

Ein Beispiel: Jeder Stahl geht durch unsere

Warmbandstraße und wird dann auch mit

den jeweils gleichen Parametern gefahren.«

Weitere Vorteile der überschaubaren Größe,

so Bross: »Wir sind schnell beim Kunden,

haben die richtigen Mitarbeiter vor Ort und

reagieren flexibel. Dabei profitieren unsere

Kunden von den vergleichsweise kurzen

Entscheidungswegen. Im Konzernverbund

der Salzgitter AG arbeiten wir eng mit den

Entwicklern von Salzgitter Mannesmann

Forschung zusammen, die an unserem

Standort sitzen.«

Initiative Automotive

Auf den jüngsten Messen, z. B. der Blechexpo

im November 2017 in Stuttgart, hat

sich der Salzgitter-Konzern besonders im

Rahmen seiner Initiative Automotive präsentiert.

Daran beteiligt waren die Tochtergesellschaften

Salzgitter Flachstahl, Salzgitter

»

Wir setzen uns intensiv mit unserem Management der

Kundenbeziehungen auseinander. Dabei unterstützen

uns auch verschiedene analytische Modelle.

Mannesmann Stahlservice, Salzgitter Europlatinen

und Salzgitter Mannesmann Stahlhandel.

An einem »Showcar« wurden verschiedene

Produkte und deren Anwendungen

im Bereich der Karosserieaußenhaut,

des Getriebes und des Fahrwerks dargestellt.

Dazu gehört StronSal ® MC, ein innovativer

Überzug für die Außenhaut, der dem

Korrosionsschutz dient. Einsatz findet diese

Beschichtung z. B. bei Dach, Kotflügel oder

Heckklappen. Neben Zink enthält StronSal

1 bis 2 % Magnesium und Aluminium und

verfügt trotz reduzierter Schichtdicke über

hervorragende Korrosionsschutzeigenschaften.

Erreicht wird außerdem eine exzellente

Oberflächenanmutung. Produktivität und

Dr. Sebastian Bross

Prozessstabilität im Presswerk werden deutlich

verbessert. Die Kosten in der Bauteilfertigung

lassen sich erheblich senken, weil die

Reibwerte signifikant reduziert werden und

die tribologischen Eigenschaften auch eine

einfache Realisierung komplexer Bauteilgeometrien

ermöglichen. Der Zinkabrieb ist

bis zu 70 % geringer. Durch die niedrigere

Zink-Schichtdicke entstehen entsprechende

Gewichtseinsparungen. StronSal wird im

Übrigen auch in der Variante Pretex ® focar ®

(PREcision TEXturing) angeboten, einer innovativen

Oberflächenstruktur für unbeschichtetes

und oberflächenveredeltes Feinblech,

wie es in Innen- und Außenhautteilen mit

höchsten Ansprüchen an Umformverhalten

und Lackierbarkeit Anwendung findet.

Weiteres Highlight war das MQB-Fahrwerk

(MQB – Modularer Querbaukasten)

des VW Golf 7 GTI aus dem Werkstoff

SZBS800. Dieser bainitische Stahl ist gekennzeichnet

durch die sehr hohe Streckgrenze

und Zugfestigkeit von über 800 MPa und

dennoch ausreichende Dehnung für Kaltumformprozesse.

Die sehr hohe Festigkeit

und damit verbundene Gewichtseinsparung

machen den Werkstoff prädestiniert für

Anwendungen im Automobilbau. Für den

VW Golf 7 GTI liefert Salzgitter Flachstahl

exklusiv den Werkstoff für den Quer-

(3,8 mm Blechdicke), Längs- (3,5 mm) und

Federlenker (2,0 mm).

stahlmarkt 2.2018


Dr. Sebastian Bross erklärt die

Werkstofflösungen für Fahrwerk, Getriebe

und Bauteile der Karosserieaußenhaut an

einem Präsentationsobjekt.

(Fotos: Salzgitter AG)

Beeindruckend war auch die Potenzial studie

zu einem Achsquerträger aus Tailor Welded

Blanks (TWB) mit RobuSal ® 800 und

SZBS800. RobuSal ist ein lufthärtender

Stahl, der Leichtbauweise

ermöglicht

und dabei eine

gute Betriebsfestigkeit

und hervorragendes

Crashverhalten

gewährleistet.

Durch den Einsatz

von Tailor Welded Blanks in Verbindung

mit den Markenwerkstoffen von SZFG konnte

das Gewicht um 18 % gegenüber der

Serienvariante gesenkt werden.

Zurzeit finden über 60 % der Stahlprodukte

der Salzgitter Flachstahl ihren Weg in

automobile Anwendungen. Auch Haushaltsgerätehersteller

sind anspruchsvolle

Kunden mit ähnlich hohen Anforderungen

wie in der Automobilindustrie.

Um ihre Marktposition im Bereich hochund

höchstfester Stähle zu untermauern, hat

der Salzgitter-Konzern deshalb gerade erst

den Bau einer dritten Feuerverzinkungsanlage

beschlossen. Sie wird mit rd. 500.000 t

Jahreskapazität die beiden bestehenden

Anlagen ergänzen. Die Inbetriebnahme ist

für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.

»

Wir sind schnell beim Kunden, haben die richtigen

Mitarbeiter vor Ort und reagieren flexibel. Unsere

Kunden profitieren von den vergleichsweise kurzen

Entscheidungswegen.

Datenbank COMDaS zur gezielten

Werkstoffauswahl

Seit Herbst 2017 ist außerdem die Werkstoffdatenbank

COMDaS (CustomerOnline

Material Data System) online. Sie unterstützt

die Kunden bei der Werkstoffauswahl. Die

Datenbank ist nicht nur ein online verfügbares

Lieferprogramm mit Angaben über die

chemische Zusammensetzung, mechanischtechnologische

Kennwerte und Lieferformen.

Sie geht über diese Basisinformationen

weit hinaus. Salzgitter Flachstahl und die

Salzgitter Mannesmann Forschung haben

diese Datenbank gemeinsam entwickelt und

noch umfassendere Materialkennwerte be -

reitgestellt. Dadurch soll der Kunde die

Potenziale des Werkstoffs richtig einschätzen

und das Material- bzw. Bauteilverhalten

mittels Simulation voraussagen können. Die

Stahlsorten sind nach SEP 1240 (Stahl- Eisen-

Prüfblatt) charakterisiert und repräsentativ

für das Lieferprogramm der Salzgitter Flachstahl.

Die Daten lassen sich zusammen mit

den Materialkarten für die gängigsten Finite-Elemente-Programme

herunterladen.

COMDaS ist über die Website der Initiative

Automotive zu erreichen.

E-Mobilität als Chance

Wie sich die Entwicklung des Elektroautos

auf den Stahlabsatz auswirken könnte, be -

antwortet der Salzgitter-Flachstahl-Geschäftsführer

Dr. Sebastian Bross so: »Wir

glauben, dass die E-Mobilität den Stahlbedarf

eher steigert, mindestens aber konstant

hält.« Hintergrund sei, dass E-Autos dann

eher schwerer werden, die Fahrwerke also in

höheren Dickenabmessungen gebaut werden

müssten. Während es beim Verbrennungsmotor

darum geht, durch Leichtbau

stahlmarkt 2.2018


18 Stahlstandort Deutschland

möglichst wenig CO 2

-Ausstoß zu erreichen,

dreht sich beim Elektroauto alles um die –

schwere – Batterie. Abgase entstehen nicht,

es gibt keinen CO 2

-Ausstoß. Stahl hat zwar

im Vergleich zu manch anderem Werkstoff

ein höheres spezifisches Gewicht, ist aber

erprobt und global verfügbar. Der E-Autobauer

könne das durch kluge Werkstoffauswahl

eingesparte Geld in die Entwicklung der

Batterietechnologie stecken. Beim Ge triebe

müsse man die Situation genauer betrachten,

doch auch E-Autos kommen nicht ohne

Getriebe aus. Bross warnt im Übrigen, dass

man die Alternativen zur Elektromobilität

nicht aus dem Blick verlieren sollte.

Nachhaltige Stahlproduktion

Viele Kunden – besonders in Europa verlangen

heute auch von ihren Lieferanten einen

Nachweis, wie Nachhaltigkeitskriterien

erfüllt werden. Dazu zählen nicht nur der

Umgang mit Ressourcen wie beispielsweise

Energie, sondern auch Themen aus dem

Bereich Human Ressources, wie Gesundheitsmanagement

und Arbeitssicherheitsmanagement.

»Wir dokumentieren dies für

viele Kunden, sonst dürften wir nicht liefern«,

erklärt Bross. »Und da zählen wir zu

den Besten!«

Zu den brennendsten Themen der Stahlindustrie

gehören hierzulande allerdings das

Einsparen , Umwandeln oder Vermeiden von

CO 2

-Emissionen. Einige der großen Stahlhersteller

haben inzwischen ihre – durchaus

unterschiedlichen – Konzepte vorgestellt.

Salzgitter setzt auf die Vermeidung von CO 2

und arbeitet intensiv am Projekt SALCOS ® .

Beteiligt sind Fachleute aus Produktion und

Forschung des Stahlkonzerns, Wissenschaftler

aus Fraunhofer-Instituten und weitere

Partner. Es geht dabei um die direkte Reduzierung

von CO 2

-Emissionen durch ein spezielles

Produktionsverfahren, die Direktreduktion

mithilfe von Erdgas und Wasserstoff.

»Nach aktuellen Berechnungen könnten

die CO 2

-Emissionen bis 2050 dadurch

sogar stärker abnehmen als bisher von der

Politik veranschlagt«, heißt es auf der SAL-

COS-Website. Mehr dazu wird in einer der

nächsten Ausgaben des »stahlmarkt« zu

lesen sein. Für diese sogenannte Breakthrough-Technologie

braucht der Stahlhersteller

dann noch einen langen Atem – und

jede Menge Kapital. Letztlich werden die

politischen Rahmenbedingungen und Wirtschaftlichkeitskriterien

entscheidend sein. WS

www.initiative-automotive.de

https://salcos.salzgitter-ag.de

/

(sm 180205935)

Stahlrecycler erwarten positive Geschäftsentwicklung

Dortmund. Laut einer BDSV-Branchenumfrage ist die Zuversicht in eine positive Entwicklung bei den

Stahlrecyclern nochmals gewachsen.

87 % der Stahlrecyclingunternehmen

gehen für 2018 von einer gleichbleibenden

oder verbesserten Geschäftslage aus. Als

Hemmschuh wird jedoch die »Überbürokratisierung

der Geschäftsabläufe« genannt.

Schon das Geschäftsjahr 2017 wurde von

den Stahlrecyclingunternehmen insgesamt

positiv bewertet. Dies setzt sich für 2018

fort: Beim Ausblick auf das Jahr 2018 be -

fürchten lediglich 13 %, dass sich die Ge -

schäftslage wieder verschlechtern wird. Das

Vertrauen in den Markt schlägt sich signifikant

bei den Investitionsabsichten nieder:

Nur 10 % wollen 2018 weniger investieren

als 2017.

Doch kein Licht ohne Schatten: Befragt

nach aktuellen Entwicklungen in der Stahlrecyclingwirtschaft,

die ihnen Sorgen bereiten,

erreicht die »Überbürokratisierung der

Geschäftsabläufe« einen Höchstwert (4,2

auf dem fünfstufigen »Sorgenbarometer«).

Daran hat offensichtlich auch die »Entbürokratisierungs-Initiative«

der Bundesregierung

im letzten Jahr nichts ändern können.

Hohe Sorgenwerte erreichen u. a. auch die

unerlaubte Konkurrenz durch »schwarze

Schafe« und immer höhere Umweltauflagen.

Stahlrecycling dient unbestrittenermaßen

dem Umweltschutz. Dies ist auch im Selbstverständnis

der Stahlrecyclingunternehmen

angekommen: Nach dem Ergebnis der BDSV-

Branchenumfrage schätzen die Unternehmen

die umweltschützende Wirkung ihrer

Geschäftstätigkeit mit dem Wert 4,2 auf der

fünfstufigen Skala hoch ein.

www.bdsv.org/unser-service/marktpreise/markt-und-branchendaten

/

(sm 180205830)

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stahlmarkt 2.2018


Stahlstandort Deutschland 19

Top-Ergebnis für Verpackungsstahl

Weißblechverpackungen mit hervorragender Recyclingfähigkeit

Andernach. Die Recyclingfähigkeit der Dose ist annähernd mit dem Weißblechanteil der Verpackung

gleichzusetzen. Eine dreiteilige Lebensmitteldose mit Ring-Pull-Deckel hat beispielhaft eine hohe Recyclingfähigkeit

von 95 %. Die geringe Differenz zu 100 % ergibt sich im Wesentlichen über Etiketten und Compound.

Das hat nun das wissenschaftliche In -

stitut cyclos-HTP in einer Untersuchung von

handelsüblichen Weißblechverpackungen

im Auftrag der thyssenkrupp Rasselstein

GmbH ermittelt. Die Recyclingfähigkeit be -

schreibt die graduelle stoffliche Eignung

eines Produktes, im Rahmen etablierter

Erfassungs- und Verwertungsstrukturen zur

Schließung von Stoffkreisläufen beizutragen.

Eine hundertprozentige Recyclingfähigkeit

ist sehr selten, da z. B. eine Papierbanderole

den Wert verringert, aber als Träger

der Verbraucherinformation unerlässlich

ist«, so Dr. Joachim Christiani vom Institut

cyclos HTP.

Christian Pürschel, für Kommunikation

und Marktentwicklung verantwortlich bei

Deutschlands einzigem Hersteller von Verpackungsstahl,

unterstreicht: »Die Untersuchung

hat erneut gezeigt, dass Stahlverpackungen

ökologische Top-Performer sind.

Haben sie das Ende ihrer Lebensdauer

erreicht, kann der Stahl, aus dem sie hergestellt

wurden, recycelt und für die Herstellung

neuer Produkte verwendet werden.

Der Materialkreislauf ist geschlossen.« Die

thyssenkrupp Rasselstein GmbH engagiert

sich umfassend bei der Schließung von

Wertstoffkreisläufen, nicht zuletzt über ihre

Tochtergesellschaft, die Deutsche Gesellschaft

für Weißblech Recycling (DWR), die

eine fachgerechte, zielgenaue Rückführung

von Weißblechverpackungen in die Stahlherstellung

sicherstellt.

Das Ergebnis der Untersuchung gewinnt

mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes

am 1. Januar 2019 noch weiter an Bedeutung.

Danach sind die Rücknahmesysteme

verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der

Beteiligungsentgelte Anreize zu schaffen,

um bei der Herstellung von systembeteiligungspflichtigen

Verpackungen die Verwendung

von Materialien zu fördern, die zu

einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt

werden können. Hier kommt die Recyclingfähigkeit

eines Materials ins Spiel. Die Zentrale

Stelle wird künftig im Einvernehmen

mit dem Umweltbundesamt Mindeststandards

für die Recyclingfähigkeit von Verpackungen

festlegen.

»Das ist ein klarer Vorteil für die Weißblechverpackung,

die mit einer Recyclingfähigkeit

von annähernd 100 % punktet«,

so Pürschel. »Stahlverpackungen erfüllen

die stoffliche und physikalische Voraussetzung,

nach ihrer Gebrauchsphase nahezu

vollständig zu einem mit Neuware vergleichbaren

Sekundärprodukt zu werden. Und

dieser Zyklus kann beliebig oft durchlaufen

werden, ohne dass sich die Materialeigenschaften

verändern.«

www.thyssenkrupp.com

/

Recyclingfähigkeit der Lebensmitteldose aus Weißblech: 95 %

Ring-Pull-Deckel

(Weißblech)

12,61% Dichtung

(Kunststoff)

0,24%

Beschichtung

(Lack)

0,52%

Lebensmitteldose

inkl. Boden

(Weißblech)

82,69%

Summe Werkstoffanteil (Weißblech): 95,31%

Etikett

(Papier, Klebstoff,

Druckfarbe)

3,93%

Quelle: Institut cyclos – HTP GmbH: Recyclingfähigkeit von Weißblechverpackungen (2017)

(sm 180205831)

stahlmarkt 2.2018


20 K Branchenbericht

Neuer Schwung im deutschen Maschinenbau

Auch 2018 wird ein erfolgreiches Jahr

Frankfurt/Main. Die mehrjährige Stagnation scheint überwunden: Beim

deutschen Maschinenbau geht es wieder aufwärts. Dem Produktions plus

von 3 % im vergangenen Jahr soll 2018 mindestens wieder ein Zuwachs in

gleicher Höhe folgen. Dabei hofft die Investitionsgüterbranche auch auf

eine Belebung im Inland.

Gut ein Jahr steht Carl Martin Welcker

jetzt an der Spitze des Verbands Deutscher

Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Rückblickend auf die Entwicklung der überwiegend

mittelständischen Branche, zeigt er

sich für diesen Zeitraum durchaus zufrieden:

»Alles in allem kann 2017 mit Fug und

Recht als Aufschwungsjahr bezeichnet werden.

Und für 2018 erwarten wir eine gleichbleibende

Dynamik.« Welckers Fazit und

Voraussage bergen insofern Neuheiten, als

die Jahre zuvor eher mau für den Maschinenbau

ausfielen. 2011 war das letzte gute

Jahr, dann folgten fünf Perioden, in denen

die Entwicklung der Produktion zwischen

plus 1,2 % und minus 1,2 % schwankte:

Der Maschinenbau kam nicht voran, er

bewegte sich auf der Stelle. Insbesondere im

Inland fehlte wegen mangelnder Investitionen

der verarbeitenden Industrie der

Schwung. Da rund drei Viertel der Maschinen

ins Ausland verkauft werden, konnte

die Flaute im Inland zumeist ausgeglichen

werden. »Auch 2017 konnte das Wachstum

der Produktion von 3 % nur dank der guten

Situation bei den Exporten (bis Ende Oktober

über 6 %) erreicht werden«, so VDMA-

Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Der

Umsatz wird 2017 nach vorläufigen Zahlen

bei 224 (219) Mrd. € gelandet sein und

damit erstmals über 200 Mrd. €.

Investitionen im Inland ziehen an

Doch offenbar hat die Wende im Heimatmarkt

begonnen. Angesichts der derzeitigen

Investitionspläne der Unternehmen in

Deutschland können sich auch die Maschinenbauer

Hoffnungen auf stärkere Impulse

aus dem Inland machen. Nach dem Investitionsindikator,

den der Bundesverband

»

Alles in allem kann 2017 mit Fug und Recht als

Aufschwungsjahr bezeichnet werden. Und für 2018

erwarten wir eine gleichbleibende Dynamik.

Carl Martin Welcker, Präsident des Verbands Deutscher Maschinenund

Anlagenbau (VDMA)

Deutscher Leasing-Unternehmen zusammen

mit dem ifo Institut für die Wirtschafts-

Woche ermittelt, werden die Ausrüstungsinvestitionen

deutlich steigen. Der Index

deute für 2018 auf ein Plus dieser Investitionen,

die zum großen Teil dem Maschinenbau

zugutekommen, von 6,4 % hin. Unterstützung

erhalten die Optimisten im Maschinenbau

auch aus den Ergebnissen des aktuellen

Maschinenbau-Barometers der Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsgesellschaft

PwC (PricewaterhouseCoopers) von Ende

November 2017. »Die Stimmung im deutschen

Maschinenbau ist weiterhin blendend:

Aktuell sehen neun von zehn Maschinenbauern

die deutsche Wirtschaft auf

Wachstumskurs. Von einer auch weiterhin

positiven konjunkturellen Entwicklung in

den kommenden zwölf Monaten gehen

80 % der befragten Entscheider aus«, heißt

es. Das PwC-Maschinenbau-Barometer ist

die Auswertung einer Panelbefragung von

etwa 100 Führungskräften im deutschen

Maschinenbau. Gingen die Befragten Mitte

des Jahres noch von einer Umsatzsteigerung

von 3,9 % im Jahresvergleich aus, erwarteten

sie für 2017 zur Zeit der Befragung nun

ein Plus von durchschnittlich 5,6 % – den

höchsten Wert seit Beginn der Erhebung.

Die Entwicklung des eigenen Unternehmens

in den nächsten zwölf Monaten schätzen

die Maschinenbauer sogar noch stärker

ein: Im Schnitt erwarten sie eine Umsatzsteigerung

von 6,6 %. »Die ungebrochen

hohe Auslastung der Unternehmen sowie

sehr positive Umsatzerwartungen sorgen für

gute Stimmung in der Branche«, kommentiert

Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter

des Bereichs Industrielle Produktion bei

PwC. »Besonders erfreulich ist, dass viele

Maschinenbauer die gute Lage für den Ausbau

der eigenen Investitionstätigkeit nutzen

wollen.« Tatsächlich planen 60 % der Ma -

schinenbauer in den kommenden zwölf

Monaten größere Investitionen. Die wiederum

landen überwiegend bei Kollegen des

Maschinenbaus. Durchschnittlich wollen die

Unternehmen 9 % ihres Gesamtumsatzes

für Investitionsvorhaben

aufwenden.

»Vor allem sollen

die Bereiche Forschung

und Entwicklung

sowie

Marketing und Vertrieb

von den Ausgabenerhöhungen

profitieren – ein starkes strategisches Signal

der Unternehmensführungen nach innen

und außen«, so PwC-Experte Schmidt.

Maschinenpark muss modernisiert

werden

Auch Welcker sieht das Inlandsgeschäft wieder

positiver: »Im Maschinenbau und auch

bei unseren Kunden im verarbeitenden

Gewerbe im Inland sind die Kapazitäten

inzwischen wieder gut ausgelastet. Hinzu

kommt: Viele der älteren Maschinen und

Anlagen im Markt dürften die fortschreitende

Digitalisierung nicht hinreichend meistern.

Das macht uns Mut, dass auch die

Inlandsorders nun endlich wieder Fahrt aufnehmen.«

Auch die mit 9 % stark gestiegenen

Auftragseingänge der Branche im vergangenen

Jahr (die Daten reichen bis Ende

Oktober), die wegen ihres oft hohen Einzelvolumens

nicht selten Beschäftigung für

ein Jahr oder mehr sichern, können als Signal

dafür gewertet werden, dass sich das

stahlmarkt 2.2018


Branchenbericht K 21

Wachstumstempo der Maschinenbauer

2018 noch vergrößert. Für ein weiteres

Anziehen der Konjunktur spricht auch die

Tatsache, dass laut ifo Institut wieder deutlich

mehr Unternehmen des Maschinenbaus

über »Produktionsbehinderungen« aufgrund

fehlender technischer Kapazitäten

oder eines Mate rialmangels klagen als noch

vor einigen Monaten. Wortmann: »Es tut

sich etwas im Maschinenbau. Die Konjunktur

ist nach langer Zeit wieder angesprungen.«

»

Aktuell sehen neun von zehn

Maschinenbauern die deutsche

Wirtschaft auf Wachstumskurs.

Vorsichtige Prognose für 2018

Doch insgesamt bleibt der VDMA-Präsident

mit seiner Prognose auf der gewohnt vorsichtigen

Seite. Er gibt zu bedenken: »Es

gibt aber gute Gründe, warum wir für das

laufende Jahr eine gleichbleibende Dynamik,

also erneut ein Produktionswachstum

von 3 %, vorhersehen. Das würde immerhin

einen weiteren Umsatzanstieg auf mehr als

230 Mrd. € bedeuten. Zum einen ist die Vergleichsbasis

2017 in einigen Absatzmärkten

schon recht hoch, sodass es zunehmend

anspruchsvoller wird, diese Zu wachsraten

wieder zu erreichen oder gar zu übertreffen.

Zum anderen gibt es nach wie vor zahlreiche

Gründe, die es ratsam

erscheinen lassen,

vorsichtig zu

agieren. Dazu zählen

nicht nur außenwirtschaftliche

Risiken.

Auch innenpolitisch

fehlen uns

noch klare Signale aus der Politik. Zu unseren

Forderungen gehören unter anderem

der flächendeckende Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes,

die Einführung der

steuerlichen Forschungsförderung sowie

eine Arbeitsmarktpolitik und Arbeitsrecht,

die sich an der unternehmerischen Praxis

orientieren.«

Erfolgsgarant für den Maschinenbau aus

Deutschland bleibt der Export. Insgesamt

PwC-Maschinenbau-Barometer,

PricewaterhouseCoopers

wurden in den ersten neun Monaten Waren

für 124 Mrd. € ins Ausland geliefert – ein

Zuwachs von real 6,2 % zum Vorjahr, wobei

die EU die mit Abstand größte Absatzregion

blieb. Rd. 47 % aller Ausfuhren gingen in

die 27 Partnerländer

der EU. An der

Spitze der größten

Einzelexportmärkte

behaup teten sich in

dieser Periode die

USA, das wesentlich

stärkere Wachstum

wies jedoch China auf. »China ist auf gutem

Weg, sich den Spitzenplatz in unserer

Export rangliste wieder zurück zu erobern.

Einen Zuwachs der Ausfuhren um 24 % in

den ersten neun Monaten hätten wir An -

fang des Jahres nicht für möglich gehalten.

Ganz offensichtlich haben die Anstrengungen

der chinesischen Regierung, das Land

rund um den 19. Parteitag der Kommunistischen

Partei in bester Blüte zu präsentie-

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22 K Branchenbericht

ren, hier eine wichtige Rolle gespielt«, meint

Welcker zu erkennen. Allerdings werde sich

das Wachstum der Exporte nach China 2018

schon wegen des bereits erreichten Niveaus

etwas verlang samen.

China-Geschäft: Mehr Planungssicherheit

nötig

Der VDMA-Präsident bemängelte zugleich,

dass es im China-Geschäft noch immer an

Verlässlichkeit mangele. »Wir benötigen

dort mehr Planungssicherheit, verlässliche

Rahmenbedingungen und bessere Investitionsbedingungen«,

forderte er. Der Verband

werde nicht müde, dies gegenüber

den chinesischen Behörden einzufordern.

Der Maschinenbau wolle keine neuen Hindernisse

für chinesische Investoren, die in

Deutschland aktiv werden wollen, erwarte

dieselben Investitionsbedingungen aber

auch in China. »Wir erwarten, dass wir

ebenfalls die Möglichkeit bekommen, in

lokale chinesische Unternehmen zu investieren

oder diese übernehmen zu dürfen. Und

wir lehnen es ganz klar ab, dass Parteikader

in China versuchen, auf die Geschäftsführungen

unserer Unternehmen mehr Einfluss

zu nehmen«, betonte Welcker. Rd. 750

zumeist mittelständische Maschinenbauer

»

Die ungebrochen hohe Auslastung der Unternehmen

sowie sehr positive Umsatzerwartungen sorgen für gute

Stimmung in der Branche.

Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle

Produktion bei PwC

aus Deutschland seien in China bereits vor

Ort, damit leiste diese Industrie einen großen

Beitrag zur technologischen Entwicklung

des Landes, sagte der VDMA-Präsident.

Mit Sorgen beobachten die Maschinenbauer

die Entwicklungen rund um den Brexit.

In den ersten neun Monaten 2017 sanken

die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, dem

viertgrößten Einzelexportmarkt, um 4,5 %

gegenüber dem Vorjahr. Es sei höchste Zeit,

die Verhandlungen über das künftige Verhältnis

der EU zu Großbritannien voranzubringen,

um einen harten Brexit im März

2019 zu verhindern, forderte Welcker. »Wir

erwarten, dass mit Beginn der zweiten Phase

der Verhandlungen die Handels- und Wirtschaftsthemen

rasch geklärt werden. Wir

brauchen Maßnahmen, die ein Auseinanderdriften

der Marktbedingungen nach dem

Austritt verhindern. Dafür wäre eine Zollunion

der geeignetste Weg.« Sollten die Briten

die Zollunion verlassen, drohen den deutschen

Maschinenbauern nach Berechnungen

des VDMA Zusatzkosten im Export von mehr

als 180 Mill. € im Jahr. Hinzu kämen Zusatzkosten

im Import von Maschinen aus Großbritannien

von 44 Mill. € im Jahr plus weitere

Aufwendungen

für den Import von

Komponenten. Zur

amerikanischen

Steuerreform erklärte

der VDMA-Präsident:

»Ich wage zu

Carl Martin Welcker

prognostizieren,

dass diese Steuerreform – je nach Ausgestaltung

– auch erhebliche Auswirkungen auf

unsere europäischen Steuersysteme haben

wird.«

Hohe Schäden durch

Produktpiraterie

Eines der weiterhin »drängendsten Probleme«

der Branche ist die Produktpiraterie, so

der VDMA. Dem deutschen Maschinenbau

entstünden jährlich massive Einbußen durch

Produktpiraterie, die

auf über 7 Mrd. €

geschätzt werden.

Laut einer VDMA-

Studie sind 70 %

der Unternehmen

von Produkt- oder

Markenpiraterie

betroffen, 83 % da -

von verweisen auf China als Herstellungsland

von Plagiaten. Die EU-Kommission geht

davon aus, dass es sich bei 5 % aller in die

EU eingeführten Waren um Produktfälschungen

oder -piraterie handelt. Positiv

sehe der Maschinenbau daher das aktuelle

Maßnahmenpaket der EU-Kommission, das

für eine stärkere Abstimmung und Koordination

beim Schutz von geistigen Eigentumsrechten

in allen Mitgliedsstaaten wirbt.

Dazu hat die EU-Kommission Leitlinien für

die Rechtsprechung in den Mitgliedstaaten

veröffentlicht. Allerdings verweist der VDMA

darauf, dass der überwiegende Anteil der

Fälle von Produkt- und Markenpiraterie

außerhalb der EU stattfindet – und dass

Europa in dieser Sache mehr Druck auf seine

»

China ist auf gutem Weg, sich den

Spitzenplatz in unserer Exportrangliste

wieder zurück zu erobern.

Handelspartner ausüben muss. »Es ist wichtig,

dass man sich in Europa diesem Problem

gemeinsam stellt und die Regeln zum Schutz

von geistigem Eigentum in allen EU-Staaten

berechenbar angewandt werden«, sagt

Holger Kunze, Leiter des VDMA European

Office.

Mit knapp 1,35 Millionen Erwerbstätigen

ist der Maschinen- und Anlagenbau der

größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland.

Das gilt auch,

wenn die Beschäftigtenzahl

auf Basis

der Betriebe ab 50

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

ermittelt wird. Nach

dieser Zählung wa -

ren im deutschen Maschinenbau im September

1,03 Millionen Menschen beschäftigt

– ein Plus von 21.000 Mitarbeitern oder

2,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Und weiterer

Zuwachs deute sich an: In den ersten

zehn Monaten des laufenden Jahres wurden

im Maschinenbau (ohne Reparatur und In -

stallation von Maschinen) 24.000 neu zu

besetzende Stellen bei den Agenturen für

Arbeit gemeldet – fast 37 % mehr als im

Vorjahr. »Die anhaltend hohe Nachfrage

nach technischen Fachkräften, IT-Spezialisten

oder Ingenieuren führt für unsere

Unternehmen immer häufiger zu Engpässen

in der Rekrutierung. Verschärfend

kommt hinzu, dass der Maschinenbau überdurchschnittlich

viele Mitarbeiter durch die

Rente mit 63 früher verliert, als den Betrieben

lieb sein kann«, beklagt der VDMA-

Präsident. kv

(sm 180205916)

stahlmarkt 2.2018


®

Deutsche Flagge im Leitmarkt

China hissen

Frankfurt/Main. Nach einer längeren Durststrecke

nimmt China, wichtigster Markt für die deutsche

Werkzeugmaschinenindustrie, wieder Fahrt auf.

16.-20.04.2018

Gemeinschaftsstand

BDS

Halle 7/C25

Das war Grund genug für den Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

e.V. (VDW), das zweite Technologiesymposium

im Land der Mitte auszurichten. Vom 27. No vember bis

1. Dezember 2017 waren 20 deutsche Werkzeugmaschinenhersteller

in Tianjin, Chengdu und Shenzhen unterwegs. Dort präsentierten

sie Hightech aus Deutschland. »Wir haben die drei

Metropolen für unser Symposium ausgewählt, weil hier wichtige

Abnehmerbranchen ihre Hochburg haben und unsere Mitglieder

in der chinesischen Provinz mehr Unterstützung bei der Marktbearbeitung

benötigen als etwa in Beijing oder Shanghai«, erläutert

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW.

Tianjin gilt als die führende Freihandels zone Chinas. Allein

142 Unternehmensgruppen unter den 500 weltweit größten

Konzernen haben hier ihren Sitz, darunter Toyota, Samsung und

VW. Chengdu ist für den Triebwerksbau bekannt und u. a. Sitz

der Luftfahrtkonzerne Avic und AECC Aero Science and Technology.

Shenzhen schließlich hat sich als Elektronik-Hub profiliert,

in der u. a. der Mobilfunk-Gigant Huawei residiert.

Falk Herkner, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing von der

Werkzeugmaschinen fabrik Waldrich Coburg GmbH, Tochterunternehmen

von Beijing No. 1 Machine Tool Plant, schätzt die

Teilnahme am VDW- Symposium. »Wir wollen Flagge zeigen im

Sinne von ›Made in Germany‹, und wir versprechen uns dadurch,

neue Kundenkontakte zu generieren«, sagt er.

Plus im zweiten Quartal

Der chinesische Werkzeugmaschinenmarkt ist im ersten Halbjahr

2017 um 4 % auf 13,6 Mrd. € gestiegen. Davon profitieren die

bislang schwachen Importe, die im zweiten Quartal kräftig ins

Plus drehten. Deutschland ist nach Japan der zweitwichtigste

Lieferant für die chinesische Industrie. Nach zwei rückläufigen

Jahren stiegen die deutschen Lieferungen im ersten Halbjahr

2017 um 18 %. Damit bleibt China auch weiterhin der mit

Abstand wichtigste Markt für die deutschen Anbieter. Da das

Land die eigene Industrieproduktion aufrüsten will, verfolgten

die rd. 750 chinesischen Teilnehmer des VDW-Symposiums die

Vorträge der deutschen Anbieter über neue Maschinen, Lösungen

und Services sehr genau.

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stahlmarkt 2.2018

NUR FÜR DEN FACHHANDEL


24 K Technologietrends

Gemeinsam entwickelt: Produktionssystem

zur additiven Fertigung

Additive Industries und SMS group arbeiten Hand in Hand

Düsseldorf. Die Technologie des 3-D-Drucks metallischer Werkstoffe hat

sich in den letzten Jahren rapide weiterentwickelt. Um diesem Fertigungsverfahren

zum Durchbruch in der Serienproduktion zu verhelfen, haben

Additive Industries und SMS group vereinbart, ein Produktionssystem zur

additiven Fertigung im industriellen Maßstab zu entwickeln und

gemeinsam zu vermarkten.

Mit Additive Industries und SMS group

haben zwei Partner zusammengefunden,

die auf die beiden Kerntechnologien der

additiven Fertigung spezialisiert sind: die

Herstellung des Metallpulvers und den

3-D-Druck. Erst die enge Abstimmung dieser

beiden entscheidenden Prozessschritte

ermöglicht die Großserienfertigung von

Bauteilen mit reproduzierbar hoher Qualität

im additiven Verfahren. Das Produktionskonzept

wird nicht nur die Pulverherstellung

und den 3-D-Druck umfassen, sondern auch

die weiteren Schritte bis zur Auslieferung

des fertigen Bauteils. »Der gesamte Prozess

wird auf maximale Produktivität hin ausgelegt,

sodass die additive Fertigung endlich

im Serienmaßstab wettbewerbsfähig wird«,

sagt Guido Kleinschmidt, Mitglied der Ge -

schäftsführung der SMS group.

»Als einer der weltweit führenden Anlagenbauer

für die metallurgische Industrie verfügen

wir über ein umfangreiches Know-how

bei der Konstruktion und der Verfahrenstechnik

bei Vakuumschmelzanlagen. Diese

Erfahrung übertragen wir jetzt auf Pulverherstellungsanlagen«,

so Norbert Gober,

Vice President Research and Development

der SMS group. Daan A.J. Kersten, CEO

von Additive Industries ergänzt: »Wir haben

vor fünf Jahren mit der Entwicklung von

3-D-Druckern für anspruchsvollste Anwendungen

begonnen. Heute sind wir mit unserem

MetalFAB1 einer der technologisch

führenden Anbieter in der Branche und

treiben die additive Fertigung im industriellen

Maßstab voran. Mit der SMS group

haben wir einen Partner gefunden, der

Erfahrung bei der Planung von solchen

Produktionskomplexen besitzt und diese

schlüsselfertig liefern kann.«

Ausgangspunkt des Prozesses ist die Pulverherstellung.

Die Legierungen werden

induktiv im Tiegel unter Vakuum eingeschmolzen,

um höchste

Reinheit zu gewährleisten. Das Verdüsen

des flüssigen Metalls erfolgt mit reinem

Argon und unter Ausschluss von Sauerstoff.

»Die Qualität des hergestellten Pulvers ist

entscheidend für die Qualität des Endprodukts.

Um bei der Pulverherstellung schnellere

Fortschritte zu machen, bauen wir eine

Pilotanlage im industriellen Maßstab, die

Ende des Jahres in Betrieb geht«, so Markus

Hüllen, Vice President 3D Competence Center

bei SMS group.

An die Pulverherstellung schließt sich

direkt der 3-D-Druck an. Im MetalFAB1-System

wird das Metallpulver im pulverbettbasierten

Laserschmelzverfahren auf eine

reproduzierbare und effiziente Art und Weise

verschmolzen. Danach wird die Bauplattform

mit dem gedruckten Bauteil automatisch

zur Wärmebehandlungsstation transportiert

und spannungsarm geglüht.

Anschließend wird es automatisch eingelagert.

Das MetalFAB1 arbeitet rund um die

Uhr vollkommen autonom, sodass kein

Mehrschichtsystem notwendig ist und Kosten

reduziert werden.

Für die Wärmebehandlung und damit die

Einstellung verbesserter Werkstoffeigenschaften

der gedruckten Bauteile zeichnet

wieder die SMS group verantwortlich. Die

Kompetenz für induktive Wärmebehandlung

liegt innerhalb der Unternehmensgruppe

bei der SMS Elotherm, die solche Anlagen

beispielsweise an die Automobilindustrie

liefert. Nach der mechanischen Bearbeitung

der Bauteile und der Qualitätskontrolle

sind die Produkte fertig zur Auslieferung.

Anlagenkonzept des Produktionssystems zur additiven Fertigung von SMS group und Additive Industries.

stahlmarkt 2.2018


Technologietrends K 25

Shakehands nach Vertragsunterzeichnung.

Von rechts nach links: Guido Kleinschmidt

(Mitglied der Geschäftsführung der SMS

group); Norbert Gober (Vice President

Research and Development, SMS group),

Daan A.J. Kersten (CEO, Additive Industries);

Markus Hüllen (Vice President 3D

Competence Center, SMS group)

und Bernhard Steenken (Corporate

Development, SMS group).

(Fotos: SMS group)

Erstes sichtbares Zeichen der Kooperation

wird das Democenter sein, das in den nächsten

Monaten am SMS group-Standort in

Mönchengladbach entsteht. In direkter

Nähe zur Pilotanlage wird ein MetalFAB1-

Drucker von Additive Industries installiert,

auf dem das mit der Anlage hergestellte

Pulver voll integriert verarbeitet wird. Norbert

Gober: »Anhand dieses Democenters

werden die Pulveranlage mit ihrer Prozessführung

und der Drucker und seine Parameter

optimal aufeinander abgestimmt.

Anschließend werden wir diese Praxiserfahrungen

auf industriellen Maßstab skalieren

und das Gesamtsystem als Turnkey-Lösung

für höchste Anforderungen anbieten können.«

www.sms-group.com

/

(sm 180105770)

L KURZMELDUNGEN

INDUSTRIAL DATA SPACE

SCHÜTZT DATEN

München. Daten gewinnen für Unternehmen

zunehmend an Bedeutung und müssen geschützt

und kontrolliert werden. Vor diesem Hintergrund

arbeiten zwölf Fraunhofer-Institute bereits seit

zwei Jahren an einer Lösung: dem Industrial Data

Space. Unter Verwendung modernster IT-Technologien

ist nun eine Architektur für einen sicheren

Datenraum entstanden, erste branchenübergreifende

Use Cases sind bereits implementiert. Das

vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

(BMBF) geförderte vorwettbewerbliche

Forschungsprojekt geht mit einer Förderung in

Höhe von 5 Mill. € nun in eine zweite Runde.

»Wir haben hier und jetzt eine echte Chance, aus

Deutschland heraus einen wesentlichen Standard

für die Digitalisierung der Wirtschaft zu setzen,

der europa- und sogar weltweit Akzeptanz findet«,

so Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der

Fraunhofer-Gesellschaft.

www.industrialdataspace.org K

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eb/WS(Jp)/SE/Jp (sm 170905346)

Im Wettbewerb die Nase vorn

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stahlmarkt 2.2018


26 K Technologietrends

Umformen und Fügen in nur einem Schritt

Otto-von-Guericke-Preis 2017 der AiF geht an Hannoveraner Forscherteam

Hannover. Wer Blechbauteile in der Presse zuformen und thermisch fügen

will braucht jetzt nicht mehr unbedingt einen nachgelagerten Schritt zum

Fügen von genormten Funktionselementen wie Muttern. Die Forscher aus

Hannover erhielten dafür den Otto-von-Guericke-Preis 2017.

Für die Herstellung von Blechbauteilen,

von Getränkedosen bis hin zu Karosserieteilen,

ist das sogenannte Tiefziehen das am

weitesten verbreitete Fertigungsverfahren.

Für die weitere Verarbeitung waren bisher

einzelne Prozessstufen erforderlich: So be -

nötigten Schalldämpfer im Abgasbereich

von Verbrennungsmotoren für die Automobilbranche

bisher insgesamt fünf einzelne

Schritte, bis die gewünschte Baugruppe

verschweißt und zum Einsatz bereit war.

Im Rahmen eines Projekts der Industriellen

Gemeinschaftsforschung (IGF), das von der

Europäischen Forschungsgesellschaft für

Blechverarbeitung e.V. (EFB) koordiniert

wurde, haben drei Wissenschaftler vom In -

stitut für Umformtechnik und Umformmaschinen

(IFUM) der Leibniz Universität Hannover

diesen mehrstufigen, aufwendigen

Prozess nun so optimiert, dass die verschiedenen

Prozessschritte in einem einzigen

Schritt zusammengeführt werden können.

Prof. Dr.-Ing. Bernd-Arno Behrens, Dr.-Ing.

Sven Hübner und Dipl.-Ing. Masood Jalanesh

vom IFUM wurden dafür im Dezember 2017

in Berlin mit dem Otto-von-Guericke- Preis

der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller

Forschungsvereinigungen) ausgezeichnet.

Aufgrund der Ergebnisse des ausgezeichneten

IGF-Projekts können unterschiedlichste

Alltagsgegenstände, wie auch Zulieferteile

für die Automobilindustrie, die zumeist

von kleinen und mittelständischen Unternehmen

gefertigt werden, jetzt schneller

und preiswerter hergestellt werden. Das

neue Werkzeugsystem ist in jeder konventionellen

Presse anwendbar und ermöglicht

zudem ein extrem schnelles Ergebnis: Tiefziehen,

Fügen und Kalibrieren von Baugruppen

dauern nur noch 3 s bei gleichzeitiger

Kostenreduzierung um 50 %. Zudem ist das

Verfahren hochpräzise und kann beispielsweise

für die Baugruppenfertigung im

Bereich der Elektromobilität verwendet werden.

Jedoch sind Schweißprozesse nicht vollständig

spritzerfrei und verhinderten

dadurch bislang eine Integration ins Um -

Video

Einen dreiminütigen

Film zum Projekt finden

Sie auf der Homepage

der AiF unter https://

www.aif.de/ovg2017

und bei youtube: https://

youtu.be/NqAtIZWw7M8

formwerkzeug. »Jetzt ist es uns gelungen,

das Buckelschweißen spritzerfrei weiterzuentwickeln

und direkt in die Ziehstufe zu

integrieren«, freut sich Hübner. »Endlich

können wir alle Prozessoperationen in einem

einzigen Werkzeug vereinen, um damit

hochpräzise Werkzeuggruppen zu fertigen.«

»Für mich als mittelständischen Unternehmer

bedeutet das optimierte Verfahren

einen echten Wettbewerbsvorteil. Nicht nur

das Einsparpotenzial, auch das extrem weite

Anwendungsgebiet begeistern mich«,

betont Ralf Bothfeld, Geschäftsführer der

Harms & Wende GmbH & Co. KG in Hamburg.

EFB- Geschäftsführer Dr.-Ing. Norbert

Wellmann ergänzt: »Die neuen Erkenntnisse

lassen sich auf weitere Produktionsprozessschritte

in vielen Branchen übertragen. Die

17 am Projekt beteiligten Unternehmen sind

hochzufrieden mit der Arbeit im Netzwerk

und den Ergebnissen dieses IGF-Projekts.«

Der Forschungsbericht zu diesem Projekt

ist im EFB-Verlag mit Nr. 457 erschienen.

https://ble-x.de/mydocs/1402

/

(sm 180205893)

(Foto: IFUM)

Baugruppe – umgeformt mit integriertem

Schweißprozess

(Foto: IFUM)

Das Werkzeugkonzept

stahlmarkt 2.2018


Technologietrends K 27

L KURZMELDUNGEN

3-D-DRUCK KANN ZUM JOBMOTOR WERDEN

Düsseldorf. 3-D-Druck bzw. Additive Fertigung ermöglicht es, hochkomplexe

und individuell geformte Bauteile auch in kleinen Stückzahlen zu produzieren.

Sie bietet großes Potenzial, ergänzend zu den konventionellen

Herstellungsverfahren bestehende Produktportfolios zu erweitern und damit

neue Möglichkeiten zu eröffnen. Das wurde auf der fünften VDI-Fachkonferenz

»Additive Manufacturing« in Duisburg deutlich.

Um der zunehmenden Nachfrage nach additiv gefertigten Produkten

gerecht zu werden, müssen produzierende Unternehmen neue Digitalkompetenzen

aber häufig erst aufbauen. Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure)

unterstützt dabei mit dem neuen Zertifikatslehrgang »Fachingenieur Addi tive

Fertigung VDI«.

Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert einen Umsatzanstieg

bei der additiven Fertigung von 7,3 Mrd. USD im Jahr 2016 auf

35,4 Mrd. USD bis 2020. Im Prototypenbau ist additive Fertigung bereits fest

etabliert. Unternehmen können sich beliebige Bauteile mit verschiedenen

Eigenschaften »ausdrucken«, die sie vorher per Simulation verifiziert und

virtuell getestet haben. »Noch haben wir es in der Hand, die Veränderungen

durch additive Fertigungsverfahren zu gestalten«, sagt Dieter Westerkamp,

Bereichsleiter Technik und Wissenschaft im VDI. »Und wenn wir das richtig

machen, wird der 3-D-Druck zum Jobmotor für Deutschland.« In den kommenden

Jahren sieht Westerkamp den Bedarf an Fachkräften in diesem

Bereich stark steigen.

www.vdi.de

/

eb/WS(SHN)/SE/Jp (sm 171105554)

wollen wir mit der Initiative zeigen und uns gleichzeitig noch besser mit den

regionalen Akteuren aus Forschung und Industrie vernetzen. So werden allen

Potentiale ausgeschöpft«, so Professor Gerhard Dehm, Direktor am MPIE.

Die Gründungsmitglieder des neu gegründeten Vereins kommen hauptsächlich

aus der Forschung und der Lehre, aber auch die Düsseldorfer Industrie-

und Handelskammer (IHK) beteiligt sich an der Initiative. Der Verein soll

durch Projekte wie innovative Ausbildungsformate für die Arbeitswelt von

morgen und durch eine gemeinsame Interessenvertretung zur Sichtbarmachung

der Wissensregion beitragen.

www.mpg.de

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180205871)

INNOVATIONSPREIS »FÜGEN IM HANDWERK«

AUSGESCHRIEBEN

Berlin/Düsseldorf. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

und der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren

e.V. schreiben zum dritten Mal den mit 3.000 € dotierten Innovationspreis

»Fügen im Handwerk« aus. Bis zum 28. Februar 2018 können Handwerksbetriebe

nominiert werden. Der Innovationspreis »Fügen im Handwerk« wird

seit 2014 alle zwei Jahre verliehen.

www.die-verbindungs-spezialisten.de

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180205896)

NEUER DVS-LEHRGANG FÜR BEDIENER

BEIM ROBOTERSCHWEISSEN

Düsseldorf. Eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Einführung

von Industrie 4.0 in Unternehmen stellt das Wissen und die Kompetenz der

Mitarbeiter auf allen Ebenen dar. Um den Kompetenzbedarf in der schweißtechnischen

Automatisierung – vollmechanisches und automatisches

Schweißen – von Unternehmen zu decken, hat der DVS – Deutscher Verband

für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. ein neues Weiterbildungsangebot

geschaffen. Mit dem DVS-Lehrgang »Bediener für vollmechanische und

automatische Schweißeinrichtungen – Me tall-Schutzgasschweißen« ist ein

Ausbildungskonzept entstanden, das eine fundierte Wissensvermittlung für

Bediener, insbesondere von Robotern, bereitstellt.

Die Herausforderung an die DVS-anerkannten Bildungseinrichtungen ist,

zusätzlich zum Equipment für das manuelle Schweißen auch Einrichtungen

für vollmechanisches und automatisches Schweißen bereitzuhalten. Für den

neuen DVS- Lehrgang haben die ersten anerkannten DVS-Bildungseinrichtungen

die Erweiterung umgesetzt, so z. B. in Rastatt und in Neu-Ulm.

www.die-verbindungs-spezialisten.de

/

WS(SHN)/SE/Jp (sm 171105547)

VEREIN ZUR FÖRDERUNG DER WISSENSREGION

DÜSSELDORF

Düsseldorf. Im Wettbewerb um die besten Talente und forschungsintensive

Unternehmen ist ein erkennbares Profil als Wissensregion ein zentraler

Standortfaktor. Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE), das seit

100 Jahren einen regen Austausch zwischen Industrie und Forschung

betreibt, beteiligt sich als Gründungsmitglied an der Initiative Wissensregion

Düsseldorf. »Düsseldorf ist als starke Wirtschaftsregion und Kulturmagnet

bekannt. Das hier auch ein enorm wichtiger Forschungsstandort ist – dies

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stahlmarkt 2.2018


28 K IT, Digitalisierung

Lieferant und Kunde spielen ein Duett

ArcelorMittal setzt die Digitalisierungsstrategie entlang der Lieferkette fort

Stuttgart. Stahlproduzent ArcelorMittal hat kürzlich seine aktuellen

Projekte zum Thema Industrie 4.0 vorgestellt. Dazu erklärte Rudolf Egbert,

Geschäftsführer ArcelorMittal Commercial Germany, dem »stahlmarkt«:

»Wir arbeiten gerade daran, die bestehenden Möglichkeiten der digitalen

Lieferkette partnerschaftlich mit unseren Kunden weiter zu entwickeln und

neue einzubringen, um individuelle Lösungen voranzutreiben.«

Das Wettbewerbsumfeld auf dem

Stahl markt habe sich in den vergangenen

Jahren signifikant geändert. Die immer stärker

ausgeprägte Volatilität der Rohstoffpreise

und zunehmende Importe von Billigstahl

seien Herausforderungen, die Innovation

und Flexibilität verlangen. »Die Stahlindustrie

in Europa muss sich gegenüber

der Konkurrenz aus Fernost

über ihr Produkt- und Leistungsspektrum

besser differenzieren«,

betonte Egbert. Das

gelte nicht nur für die Produkte

und deren Eigenschaften, sondern auch für

die Service-Eigenschaften. Lange noch seien

die alten Geschäftsmodelle aufrechterhalten

worden, nach denen die Lieferkette wie

folgt funktionierte: Der Kunde kauft Stahl.

Er wartet die Lieferung ab und lagert dann

ein. Der Vertrieb verkauft aus dem vorhandenen

Bestand. »So funktioniert heute aber

keine moderne Lieferkette mehr«, bringt

der ArcelorMittal-Manager es auf den

Punkt.

Der Digital Twin als

Kommunikationsmedium

Die »Supply Chain« spielt sich zukünftig

anders ab: Wenn ArcelorMittal-Kunden

einen Auftrag von ihren eigenen Kunden

erhalten, kontaktieren sie ihren Stahllieferanten

und vereinbaren mit ihm, welches

und wieviel Vormaterial wann benötigt wird.

Über einen Digital Twin tauschen Kunde und

Lieferant dann fortlaufend Informationen

aus. Letztlich ist der digitale Zwilling eine Art

gemeinsame Material-, Produkt- und Prozessdatenbank,

auf die beide Seiten gleichzeitig

zugreifen können«, unterstreicht Eg -

bert. In dem Augenblick, in dem der Kunde

»

Mit dem Digital Twin erreicht Industrie 4.0

nun auch den Stahlhandel.

Stahl verkauft, muss er das Coil bei Arcelor-

Mittal erwerben. Im gleichen Moment, in

dem der Kunde wiederum an seinen Kunden

das Angebot platziert, erhält er zeitgleich

schon das Coil vom Stahlhersteller –

dies wird jedoch nicht physisch geliefert.

Industrie 4.0 bei ArcelorMittal

Der Konzern setzt in vielen Bereichen der Stahlproduktion

auf Industrie 4.0 bis hin zu autonomen

Drohnen. So werden verschiedene E-Business-Lösungen

angeboten. Mit dem Web-Service

SteelUser.com wird z. B. die durchgängig internetfähige

Lieferkette berücksichtigt – vom Produktleitfaden

über Auftragseingang und -verfolgung

bis zu Lagerverwaltung, Lieferung und Rechnung.

In der App SteelAdvisor werden darüber hinaus

Rudolf Egbert,

Geschäftsführer, ArcelorMittal

Commercial Germany

»Dabei handelt es sich um ein virtuelles Coil,

das der Kunde von uns als Lieferzusage

bekommt«, erklärt Egbert. Dieses enthält

die Information, dass das Coil zu einem

bereits fest vereinbarten Zeitpunkt in gegebener

Qualität und Menge zur Verfügung

stehen wird.

Die Stahlproduktion ist jedoch ein komplexer

Prozess. Coils können in bestimmten

Streckenabschnitten Qualitätsveränderungen

haben oder im Gewicht variieren. Auch

Liefertermine können abweichen. Über den

Digital Twin aber ist der Stahlhersteller in der

Lage, ständig zu melden, was passiert –, ob

sich z. B. etwas ändert in der Terminstellung,

in puncto Gewicht oder in der Qualität. Der

die aktuellsten Produktdaten für Kunden bereitgestellt

und mit der Track-&-Trace-App ist eine

Sendungsverfolgung zur Logistikoptimierung

möglich. Dies sind nur ein paar Beispiele, denn der

weltgrößte Stahlkonzern hat Digitalisierung und

Industrie-4.0-Konzepte bereits in zahlreichen

Projekten angestoßen oder realisiert , siehe u. a.

»stahlmarkt« 6.2017, S. 10 ff.

stahlmarkt 2.2018


IT, Digitalisierung K 29

(Fotos: ArcelorMittal)

Die digitale Transformation hat bei

ArcelorMittal längst Einzug gehalten. Hier

sieht ein Stahlarbeiter die Daten eines Coils

über eine AR-Brille (Augmented Reality).

Die App »Steel Advisor« unterstützt bei

der Produktauswahl und hilft, die

geeignete Stahlsorte zu finden.

Digital Twin wird ständig mit Informationen

über den Produktionsprozess gefüttert, so -

dass das Coil schlussendlich für den Kunden

keine Überraschung mehr ist, sondern

bereits über den Zeitraum einiger Wochen

beschrieben wurde.

Voraussetzung ist, dass der Kunde über

den Digital Twin bereitwillig mit dem Lieferanten

Daten austauscht. Denn der Austausch

verläuft bidirektional. Auch der Kunde

kann dem Digital Twin melden, wenn

sich z. B. die benötigte Menge ändert oder

der erforderliche Liefertermin verschoben

werden kann. »Der Digital Twin ist ein Kommunikationsobjekt

über beide Seiten«,

erklärt Egbert. Der Zwilling wurde im Laufe

der Zeit so gestaltet, dass er den Kundenanforderungen

100%ig entspricht. Andersherum

gesagt: Er entspricht nicht mehr dem

Zustand, wie ihn sich der Kunde anfänglich

erdacht hatte. »Der Digital Twin hat sich mit

den Gegebenheiten von beiden Seiten mitentwickelt«,

so der ArcelorMittal-Manager.

Der digitale Zwilling ist dann keine Überraschung

mehr: für den Kunden nicht, weil

dieser schon genau weiß, was ihm vorliegt

und für den Stahlproduzenten nicht, weil

ihm genau klar ist, was der Kunde braucht.

Woran ArcelorMittal nun arbeitet, ist eine

Plattform für den Digital Twin. »Entweder

tauschen wir uns mit den Produktdatenbanken

unseres Kunden so aus, dass wir beide

»

Der Digital Twin ist ein Kommunikationsobjekt, eine Art

gemeinsame Datenbank, auf die Kunden und Lieferanten

gleichzeitig zugreifen können.

denselben Twin in unseren jeweiligen Datenbanken

laufen haben und uns gegenseitig

updaten«, so Egbert. »Oder wir lösen es

über ein Cloud-Portal im Internet.« Dort liegen

die Daten dann an einer bestimmten

Stelle. Jede Seite fügt ihre Informationen

ein. Der Twin »lebt« und entwickelt sich

ständig weiter. Dabei räumt der Manager

ein, dass die Datensicherheit und eine An -

passung des Rechtssystems noch zu meistern

seien. Inzwischen hat ArcelorMittal

auch schon Testkunden, um den digitalen

Zwilling weiter zu entwickeln.

»Das ist Industrie 4.0

im Bereich Stahlhandel«

Industrie 4.0 hat sich in vielen Produktionsprozessen

schon bewährt. »Herausfordernd

wird es dann, wenn zwei Partner zusammen

einen Weg gehen und zwar möglichst im

Gleichschritt«, sagt

Egbert. »Für uns ist

der Digital Twin der

erste Schritt, um

nun auch Industrie

4.0 in eine Kunden-

Lieferanten-Beziehung

zu übertragen.« Für die Kunden, speziell

Stahl-Service-Center, dürfte dies erhebliche

Vorteile haben, denn sie können ihre

Vorräte deutlich reduzieren. Es sind keine

Sicherheiten bei den Bestellfristen mehr

nötig. Auch das Vertrauen wird erheblich

steigen: Jetzt weiß jeder, wie am Ende das

Ergebnis aussieht. WS

/

http://corporate.arcelormittal.com

(sm 180205967)

stahlmarkt 2.2018


Rd. 100 Gäste aus

Politik, Industrie und

Wissenschaft nutzten die

Gelegenheit, sich beim

Fachkongress über

Fertigung 4.0 auszutauschen

und zu sehen,

wie dem Mittelstand der

Sprung in die digitale

Fertigung gelingen kann.

Neuer Industriestandard

für Fertigung 4.0

Herstellerübergreifender Informationsaustausch

in der Smart Factory

Konstantin Kernschmidt, Projektmanager

Industrie 4.0, stellte den neuen Industriestandard

IF4.0 vor, der die herstellerübergreifende

Vernetzung von Anlagen in einer

industriellen Fertigung ermöglicht.

(Fotos: Industry Business Network 4.0 e.V.)

Bad Wörishofen. Mit dem vom Industry Business Network 4.0

entwickelten IF4.0-Standard werden für einzelne Kategorien von Anlagen,

Vorrichtungen und Komponenten relevante Daten und Methoden definiert,

aus denen die notwendigen Informationen für die Smart Factory generiert

werden können. Die herstellerübergreifende Lösung für mittelständische

Unternehmen wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf dem Fachkongress »Fertigung 4.0

– Konkrete Lösungen mit Mehrwert für den

Mittelstand«, der am 16. November in Bad

Wörishofen stattfand, stellte der Verband

Industry Business Network 4.0 den neuen

Industriestandard IF4.0 zum herstellerübergreifenden

Informationsaustausch in einer

Smart Factory vor. »Die Umsetzung einer

Smart Factory wird durch den standardisierten

Informationsaustausch unterschiedlicher

Maschinen und Anlagen mit IF4.0 endlich

auch für kleine und mittlere Unternehmen

attraktiv und bietet direkten Mehrwert«,

beschreibt Igor Mikulina, Vorstandsvorsitzender

des Industry Business Network 4.0

e.V., die Bedeutung des Themas.

Kerngedanke des Standards ist es, die Ma -

schinendaten mittels geeigneter Methoden

direkt zu relevanten Informationen zu verarbeiten

und diese für eine Smart Factory in

standardisierter Form zur Verfügung zu stellen.

»Unser Vorgehen bei der Entwicklung

der Lösung orientiert sich stets am Kundennutzen«,

erläutert Konstantin Kernschmidt,

Projektmanager Industrie 4.0 im Verband.

»Für den Betreiber einer mittelständischen

Fertigung muss eine Vernetzung greifbare

Mehrwerte bringen. Ihn interessiert beispielsweise

die grundlegende Frage: Geht es

meiner Maschine gut? Je nach Anlagentyp

lässt sich diese Information aus unterschiedlichen

Daten generieren.«

Schlüssiges Sicherheitskonzept

und transparente Datennutzung

Im IF4.0-Standard werden für einzelne Ka -

tegorien von Anlagen, Vorrichtungen und

Komponenten die Daten und Methoden

definiert, aus denen die relevanten Informationen

generiert werden können. Dies habe

laut Verband für die Hersteller den Vorteil,

nicht alle Daten ihrer Systeme, die häufig das

technologische Know-how beinhalten, preisgeben

zu müssen. Auch im Hinblick auf eine

Prüfbarkeit der Vernetzung und des Informationsaustausches

stelle der IF4.0- Standard im

Vergleich zum unkontrollierten Datenaustausch

eine deutliche Erleichterung dar und

bilde damit eine wichtige Grundlage für die

Themen Safety und Security. Insbesondere

der TÜV SÜD engagiert sich als Mitglied im

Verband Industry Business Network 4.0 in

diesem Themenkomplex. »Nur mit einem

schlüssigen Sicherheitskonzept, einer transparenten

Datennutzung und der Unabhängigkeit

von einem bestimmten Anbieter wird

sich Industrie 4.0 im Mittelstand durchsetzen«,

sagt Dr.-Ing. Detlev Richter, Vice President

der TÜV SÜD Product Service GmbH.

stahlmarkt 2.2018


IT, Digitalisierung K 31

Implementierung des

IF4.0-Standards in Referenzanlagen

Im nächsten Schritt soll eine Implementierung

des IF4.0-Standards in Referenzanlagen

des Verbands erfolgen sowie in erste Produkte.

»Bei der Umsetzung der Technologie bauen

wir soweit wie möglich auf bestehende

Standards auf, zum Beispiel OPC UA. Dabei

behalten wir aber stets den Nutzen für den

Mittelstand im Auge. Durch die Umsetzung

werden wir den IF4.0-Standard kontinuierlich

weiterentwickeln und um weitere Ka -

tegorien ergänzen«, erklärt Kernschmidt.

Neben Maschinen und Anlagen könnten

beispielsweise auch die Gas-, Druckluft-,

oder Energieversorgung wichtige Informationen

für den Betrieb liefern. Auch Applikationen,

die einen zusätzlichen Mehrwert für

den Kunden bieten, können über eine standardisierte

Schnittstelle angedockt werden

und die Informationen der verschiedenen

Systeme in der Smart Factory nutzen.

www.industry-businessnetwork.org

(sm 180205911)

/

Digitalisierung des indirekten Einkaufs

Leipzig. Halbierte Prozesskosten im Unternehmen und jeweils eine Stunde Arbeitszeit pro Bestellvorgang gespart, das

macht den Unterschied zwischen einem herkömmlichen und einem digitalisierten Beschaffungs vorgang aus.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur

Leipzig (HTWK Leipzig) und der Mercateo

AG. Um diese Erkenntnisse zugänglich

zu machen, hat Mercateo einen kosten losen

Prozesskosten rechner entwickelt.

In der Befragung »Indirekter Einkauf im

Fokus: Zwischen Einsparpotenzial und Zu -

kunftschancen« wurde untersucht, wie viel

Zeit es Unternehmen kostet, Materialien zu

beschaffen, die tagtäglich in der Verwaltung,

im Betrieb oder der Instandhaltung

benötigt werden – jenseits der für die Produktion

relevanten Güter. Damit ist es erstmals

möglich, das Einsparpotenzial durch

die Digitalisierung für sogenannte »indirekte«

Einkaufsprozesse zu beziffern.

Das Tool basiert auf den Kennzahlen, die

die Studie »Indirekter Einkauf im Fokus«

ermittelt hat. Mit der Angabe von nur zwei

Werten, nämlich der Anzahl von Bestellungen

pro Jahr und dem angewendeten Be -

stellprozess, kann der Nutzer sofort ermitteln,

welches Einsparpotenzial im indirekten

Einkauf im jeweiligen Unternehmen ungenutzt

liegen bleibt. Denn ein digitaler Prozess

kann die Kosten eines Bestellvorgangs von

115 € (manuell) auf 67 € (digital) senken.

Einsparungen bei Kosten und Zeit

Deutlich werden die Einsparungen durch

digitale Bestellprozesse am Beispiel eines

durchschnittlichen mittelständischen Unternehmens.

Ein typischer Warenkorb für die

indirekte Beschaffung enthält durchschnittlich

drei Positionen, zum Beispiel Schuhe für

den Arbeitsschutz, Reinigungsmittel und

Büromaterial. Der Einkäufer kann über Be -

stellbudgets und gesteuerte Zugriffe auf

Sortimente sicher gehen, dass der bestellende

Mitarbeiter Budgetgrenzen nicht überschreitet.

Außerdem bieten Beschaffungsplattformen

digitale Rechnungsprozesse an, was auch

Abläufe in der Buchhaltung optimiert. Da -

durch ergeben sich Einsparungen bei der

Arbeitszeit von mehr als 50 % und die Prozesskosten

werden gegenüber manuellen

Prozessen halbiert.

Für ein durchschnittliches mittelständisches

Unternehmen, dass seine Beschaffungsprozesse

zuvor nicht einheitlich organisiert

hatte und etwa 1.000 Bestellungen

für die indirekte Beschaffung pro Jahr auslöst,

ergeben sich Einsparungen in Höhe von

mehr als 60.000 €.

In nur fünf Schritten und mit geringem

Zeitaufwand können also, je nach Menge

der jährlichen Bestellungen, Einsparungen

in erheblichem Umfang ermittelt werden.

Der Prozesskostenrechner gibt auf Wunsch

eine detaillierte Analyse aus.

www.einsparpotenziale-entdecken.de

/

(sm 180205894)

Stahhandels-Software

Einfacher. Schneller.

Das neue Stahl-As

1 – Verkaufsabwicklung 3 – Lagerwirtschaft

2 – Einkaufsabwicklung 4 – Business Intelligence

Dr. Fister GmbH


32 K IT, Digitalisierung

Digitale Prozesse im Stahlhandel stehen erst am Anfang

Oberkochen. Die Stahlbranche liebt das Papier noch immer – das ist die zentrale Schlussfolgerung einer

aktuellen Studie von Günther + Schramm, denn trotz entsprechender Angebote durch die Händler ist die

elektronische Auftragsabwicklung via EDI erst wenig verbreitet.

Ein weiteres Ergebnis: Digitalisierung

ist für die befragten Unternehmen aus der

Metall be- und verarbeitenden Industrie

mehrheitlich ein Trend für die Zukunft. Hoch

im Kurs stehen hingegen individuell zugeschnittene

Servicekonzepte des Handels.

Analoge Bestellmethoden sind in der Stahlbranche

nach wie vor weit verbreitet. Nur

23 % der 77 befragten Unternehmen aus

der Metall be- und verarbeitenden Industrie

nutzen die papierlose Auftragsabwicklung.

EDI-Nutzer sehen darin deutliche Vorteile,

wie etwa den schnellen Datentransfer und

den zügigen Bestellvorgang. 67 % erzielen

damit eine Entlastung des Personals und

genauso viele reduzieren mittels EDI ihre

Prozess- und Verwaltungskosten. »Bestellvorgänge

via Onlineportal sind im Augenblick

eher ein Thema für Trendsetter als für

die breite Masse. Was wir aber an unserem

eigenen Onlineangebot sehen, ist, dass viele

Kunden dort beispielsweise die Verfügbarkeit

von Produkten prüfen oder Zolltarifnummern

recherchieren«, sagt Jörg Mayer,

Leiter Material- und Prozesslogistik bei Günther

+ Schramm.

Händler als strategische Partner

Angesichts der zunehmenden Komplexität

der Materiallogistik versprechen sich die Studienteilnehmer

von individuell zugeschnittenen

Servicekonzepten (85 %) oder durch

Just-in-time-Belieferung (81 %) deutlich

größere Optimierungspotenziale. Ein komplettes

Outsourcing ist trotz des steigenden

Kostendrucks und des zunehmenden Be -

darfs an Produktionsflächen nur für acht

Prozent der Metall verarbeitenden Betriebe

eine Lösung.

www.gs-stahl.de (sm 180205814)

/

Industrie 4.0 verbreitet sich eher schleppend

Stuttgart. In 45 % der Unternehmen kommt Industrie 4.0 zum Einsatz – das sind nur vier Prozentpunkte mehr

als vor einem Jahr und sechs Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren.

Das sind Ergebnisse einer Studie der

Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY

(Ernst & Young), für die über 550 Unternehmen

des verarbeitenden Gewerbes in

Deutschland befragt wurden. Im Durchschnitt

rechnen die Unternehmen, die

Potenzial in der Kostenreduktion sehen, mit

Einsparungen von mehr als 5 % durch In -

dustrie-4.0-Lösungen.

Den Anschluss zu verlieren, droht dagegen

den Unternehmen, die sich Industrie- 4.0-

Lösungen nicht leisten können oder nicht

das entsprechende Know-how haben: Im -

merhin 59 % sehen in den hohen Investitionskosten

das größte Hemmnis, Industrie

4.0 einzuführen. Auch der Fachkräftemangel

(57 %) wird wie in den Vorjahren als

großes Hindernis gesehen. Es folgen Sicherheitsbedenken

(48 %) und mangelnde Standards

(46 %). Oftmals fehle kleinen Unternehmen

das Geld, aber Kooperationen oder

standardisierte Software könnten helfen.

Bley verweist auf die Anfang September von

mehreren Maschinenbauunternehmen und

der Software AG gegründete Softwarefirma

Adamos, die anderen Unternehmen Lösungen

für Fernwartungen anbieten will.

Prozesse optimieren

Attraktiv ist Industrie 4.0 für die Unternehmen

vor allem deshalb, weil viele Prozesse in

der Produktion dadurch optimiert werden

können. 72 % schreiben Industrie 4.0 etwa

ein großes Potenzial bei der Erhöhung der

Produktionsflexibilität zu, gefolgt von schnelleren

Reaktionszeiten (52 %) und einer Erhöhung

der Gesamtanlageneffektivität (47 %).

Vorreiter in Sachen Industrie 4.0 ist v. a.

der Automobilbau. Hier setzt jedes zweite

Unternehmen (50 %) auf die vernetzte Produktion.

Auch 46 % der Unternehmen aus

der Konsumgüterindustrie haben die Vorteile

erkannt. Es folgen die Elektrotechnik

(37 %) und der Maschinenbau (34 %).

89 % erwarten steigende

Bedeutung

Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre

sagen 89 % der befragten Unternehmen,

dass die strategische Bedeutung der Industrie

4.0 für ihr Unternehmen zunehmen

wird. Im Durchschnitt investieren Anbieter

und Planer derzeit 5 % des Jahresumsatzes

in den Bereich Industrie 4.0; davon fließen

43 % in Personalkosten und 38 % in Softwaresysteme

und -konzepte. 76 % der

Unternehmen wollen diese Investitionen

weiter ausbauen. 2016 waren es noch zehn

Prozentpunkte weniger (66 %).

/

www.de.ey.com (sm 180205843)

stahlmarkt 2.2018


L KURZMELDUNGEN

ABWICKLUNGSSOFTWARE

OPTIMAL ABGESTIMMT

Wessobrunn. Die Schröder Group, einer der

führenden Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen,

hat eine neue Software zur Programmierung

von Abwicklungen und Biegefolgen vorgestellt.

Optimal auf die Maschinen abgestimmt,

vereinfacht und verbessert SCHRÖDER Unfold die

Arbeitsvorbereitung bei Anwendern der industriellen

Schwenkbiegemaschinen MAK 4 Evolution

UD, SPB Evolution UD, PowerBend Industrial UD

und PowerBend Professional.

SCHRÖDER Unfold importiert Konstruktionsdaten

als Step-Datei (.STEP, .STP) und verarbeitet

sie im Abwicklungsassistenten unter Berücksichtigung

der Materialart und -dicke, des Maschinentyps

und der verfügbaren Werkzeuge. Der Export

erfolgt als DXF-Datei für den Zuschnitt und als

XML-Datei für die Schwenkbiegemaschinensteuerung

POS 3000. Mit seiner 3-D-Grafik ist der

Abwicklungsassistent sehr einfach und ohne Vorkenntnisse

zu bedienen. Das Biegeteil wird perfekt

auf die Schröder-Maschine ausgelegt und

mit den richtigen Biegeverkürzungen versehen.

SCHRÖDER Unfold verfügt über eine Biegeradienverwaltung,

ein interaktives Messen der Bauteile

und unterstützt auch automatisch Sicken und

Anschweißteile am Werkstück.

Die auf Standard-Windows-PCs laufende Software

berechnet nicht nur das perfekt auf die

Steuerung der Schröder-Schwenkbiegemaschinen

abgestimmte Biegeprogramm, sondern auch die

Zykluszeiten. SCHRÖDER Unfold ermöglicht da -

durch eine bessere Planung von Serienproduktionen.

www.schroedergroup.eu

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180205900)

DURCHBLICK BEI DER

INDUSTRIE-4.0-FORSCHUNG

Frankfurt. Der FuE-Lotse, den das VDMA-Forum

Industrie 4.0 auf seinem Informationstag »Transfer

aus der Industrie-4.0-Forschung« präsentiert

hat, enthält mit sechs Kategorien – »Engineering«,

»Produktion«, »Mensch und Arbeit«,

»IT-Technologien und Automatisierungstechnik«,

»Geschäftsmodelle« sowie »Rahmenbedingungen«

– die Basis für die Zuordnung von rd. 100

Forschungsprojekten. »Uns war es wichtig, die

Forschungsprojekte thematisch so zu gliedern,

dass Interessenten die für sie passenden Lösungen

und Ergebnisse intuitiv finden«, erklärte

Judith Binzer, verantwortlich für das Thema Forschung

im VDMA-Forum Industrie 4.0. Die

Schwerpunkte derzeit liegen u. a. auf integrierten

IT-Werkzeugen zur Implementierung von Industrie-4.0-Lösungen

sowie Implementierungsempfehlungen

für Unternehmen. Die Forschungsgremien

im VDMA-Forum Industrie 4.0 wollen den

Forschungsstatus analysieren und daraus Handlungsempfehlungen

und Ideen für den Maschinen-

und Anlagenbau ableiten.

http://industrie40.vdma.org

/

(Foto: Metav Werkzeuge)

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180205839)

SMARTE MESSTECHNIK IN DER

METALLBEARBEITUNG

Hückeswagen. Die Klingelnberg-Gruppe ist

mit dem Präzisionsmesszentrum P 16 G auf der

internationalen Messe für Technologien der

Metallbearbeitung METAV vertreten. Das P 16 G

misst keine Verzahnungen, sondern ist speziell auf

den Fertigungsprozess rotationssymmetrischer

Bauteile wie Drehrohlinge, geschliffene Werkstücke,

Rundmesser, Distanzstücke für Rundmesser

oder Kugellager abgestimmt. Als einziger

Vertreter der P-Serie von Klingelnberg ist es standardmäßig

mit einer Software für die Maß-, Formund

Lagemessung ausgestattet. Diese erfasst

unter anderem Durchmesser und Zylinder- bzw.

Kegelform, misst Planlauf, Ebenheit sowie Winkligkeit

und liefert eine Vielzahl an Informationen

für das Qualitätsmanagement.

www.klingelnberg.com

/

Metav: Halle 16, Stand A13

AS/WS(SHN)/SE/ (sm 180205950)

DINO-LITE-MIKROSKOPE PER

APP AUFS SMARTPHONE

Emmerich. Die Metav Werkzeuge GmH stellt

die neue App DinoDirect aus dem Haus Dino-Lite

vor. Die Android-App ermöglicht es dem Anwender

ganz einfach sein Dino-Lite-Mikroskop über

Dino-Lite-Mikroskop

ein USB-OTG-Kabel (on-the-go) an sein Smartphone

anzuschließen. Über die App können die

verschiedenen Funktionen wie Licht oder Auflösung

gesteuert werden. Die Stromversorgung des

Dino-Lite erfolgt über das Smartphone. Aktuell

werden die Modelle der Basic-Serie, der Premier-

Serie, der Edge-Serie und der Serie Edge USB 3.0

unterstützt, außerdem die DinoEye-Okulareinsätze

der Serie 4023, 7023 und Edge. Notwendig

ist das Smartphone Betriebssystem Android 4.3

oder höher.

http://metav-shop.de/dino-litemikroskope-microscope

/

Metallbau

Stahlbau

Fahrzeug-/ Landmaschinen-/

Schiffsbau

Maschinenschutzeinrichtung/

Maschinenbau und Anlagenbau

Regalbau und Lagersysteme

Containerbau

Möbel-/ Laden-/ Innenausbau

Klima- und Solartechnik

stahlmarkt 2.2018

AS/WS(SHN)/SE/ (sm 171105486)


34 K Stahlhandel & Stahl-Service-Center

Dicke Brennteile online

In nur vier Schritten zum passenden Brennschneidteil

Neuss. Das Unternehmen Rosenberger hat sich über 35 Jahre hinweg

einen Namen als zuverlässiger Brennschneidbetrieb im deutsch sprachigen

Raum gemacht. Zugleich ist er ein gut sortierter Stahlhandel.

Mit seiner neu entwickelten Stahl-Shop-App können Kunden jetzt noch

schneller an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr und an fast jedem

beliebigen Ort Brennschneidteile bestellen.

Rosenberger verfügt in Neuss über

ein umfangreiches Lager (22.000 m 2 unter

Kran, 12.500 m 2 Freifläche), das derzeit rd.

35.000 t an Grobblechen und Brammen

beherbergt. Sie sind in

Dicken zwischen 10 und

500 mm (Grobbleche oder

Brammen) bzw. bis

750 mm (Brammen) und in

Stückgewichten bis über

40.000 kg vorrätig – beispielsweise

auch als Gegengewichtsbrammen.

Im Zentrum be findet sich der vollautomatische

Zweiträger- Portallaufkran mit bis

zu 50.000 t Tragfä higkeit. Zum Programm

zählen unlegierte Baustähle, hochfeste Feinkornstähle,

Vergütungsstähle, Druckbehälterstähle

und un legierte warmfeste Stähle.

Die Kunden stammen aus dem Maschinen-

»

Es gibt schon einige sehr gute Apps im Brennschneidbereich,

jedoch nur für dünne Materialien.

Wir möchten dick.

Daniel Rosenberger, Geschäftsführer, Rosenberger GmbH, Neuss

und Kranbau, dem Aufzugs- und Werkzeugbau,

aus Schlossereien, dem Baumaschinenund

Schienenfahrzeugsektor und aus dem

Schwerlastverkehr.

Die Stahl-Shop-App:

in vier Schritten zum

passenden Brennteil

Abgebildete Preise sind fiktiv.

Auf Wunsch bietet Rosenberger auch Dienstleistungen

wie Normalisieren, Spannungsarmglühen,

Schweißarbeiten und Richten

sowie zerstörende und zerstörungsfreie

Materialprüfungen an. Auch Materialdokumentationen,

u. a. Abnahmeprüfzeugnisse

3.1 und 3.2 sind dank zertifizierter Mitarbeiter

oder als Fremdabnahmen möglich. Denn

lückenlose Rückverfolgbarkeit ist bei Rosenberger

von hoher Bedeutung.

Die Maschinenkapazitäten umfassen 10

autogene Brennschneidmaschinen und eine

Plasmaschneidanlage. Vom einfachen

Brennschneidteil (Rechteck, Quadrat, Ring,

Ronde) bis hin zur Komponentenfertigung

ist alles erhältlich. Besondere Stärke des

Unternehmens sind auch komplexe Brennzuschnitte,

die in mehreren Ebenen bearbeitet

werden. Intelligent schneiden, sprich

wenig Abfall zu erzeugen, ist darüber hinaus

ein wichtiges Ziel für die Mitarbeiter.

Reste werden klug verwertet und sorgfältig

gelagert und gekennzeichnet.

Die Teile können sandgestrahlt (zwei

Durchlaufstrahlanlagen), per Richtpresse

gerichtet, mechanisch bearbeitet, gefräst,

geschweißt oder wärmebehandelt werden.

Zudem sind Spachteln und Lackieren bei

Komponenten häufig gefragt. Jährlich fallen

rd. 40.000 Brennschneidstunden, 5.000

Plasmaschneidstunden, 6.000 Strahlstunden

und 6.000 Richtstunden an, heißt es

aus dem Unternehmen.

Bester Preis,

schnellstmögliche Lieferung

Am Markt herrscht großer Wettbewerb.

Stahlpreis und Lieferzeiten sind von hoher

Bedeutung. Aus diesem Grund hat Rosenberger

seine neue Stahl-Shop-App entwickelt.

Typische Kunden z. B. aus der mechanischen

Anarbeitung oder der Instandhaltung

können jetzt unabhängig von den

Öffnungszeiten Brennschneidteile bestellen.

Die App ist webbasiert und eine Eigenentwicklung

im Eigentum der Rosenberger

GmbH. Dankbar angenommen wird die Lö -

sung vor allem von kleinen und mittelständischen

Unternehmen, besonders solchen,

die wenig bestellen, aber nicht lange warten

können. Ein Beispiel sind die Instandhalter,

die schnell vor Ort und ggf. direkt auf der

Baustelle noch ein Bauteil bestellen wollen.

Für solche Anwendungen muss die App einfach,

schnell und selbsterklärend sein.

stahlmarkt 2.2018


Schon von Weitem ist der rote Portallaufkran der

Rosenberger GmbH im Neusser Hafen zu sehen.

(Fotos: Wiebke Sanders)

Vier Schritte bis zum Kauf

Aktuell erhalten die Kunden noch ein Tablet

einschließlich SIM-Karte von Rosenberger.

Darauf ist die App vorinstalliert. Später soll

es möglich sein, die Anwendung auch auf

jedem beliebigen Endgerät mit unterschiedlichen

Betriebssystemen einzusetzen.

In vier Stufen kommt der Kunde zum Produkt:

1. Er sucht sich Stahlsorte bzw. Güte aus,

2. er wählt die Testierung und/oder Dienstleistungen

zum Produkt (z. B. Werkszeugnisse,

oder Sandstrahlen etc.),

3. er bestimmt die Geometrien und

4. er gibt Menge und Abmessungen vor.

Der Kunde wählt darüber hinaus die Lieferzeit.

Das ausgewählte Produkt landet zuletzt

im Warenkorb, man erhält Angaben zu Preis

und Transportkosten (je später der Liefertermin,

desto günstiger der Preis). Vor der Produktion

werden alle Bestellungen bei Rosenberger

nochmals von einem Mitarbeiter

durchgesehen, betont das Unternehmen.

Erprobung und Entwicklung

Das Besondere der Applikation ist die Möglichkeit,

dass sie in die ERP-Systeme der Kunden

integrierbar ist. Einerseits muss die App

einfach und unkompliziert sein, andererseits

soll der Kunde auch finden, was er benötigt.

So sind spezielle Geometrien über Makros

realisierbar. Vor allem bei häufig wiederkehrenden

Bauteilen dürfte sich dies bewähren.

Während Brennteile wie Rechtecke, Quadrate,

Ringe oder Ronden leicht abzubilden

Intelligent

Brennschneiden

heißt Platz sparen

und Reste

vermeiden.

sind, gestaltet sich dies bei Zeichnungsteilen,

Formteilen bzw. Konturzuschnitten

komplexer. In diesen Fällen wird es aufwendiger,

die Parameter zu programmieren.

Rosenberger wird die App stetig fortentwickeln.

»

Branchen, die sehr auf eine hohe

Liefergeschwindigkeit angewiesen

sind, profitieren von unserer App.

Urs Boeswald, Geschäftsleitung, Lanz und

Frey AG, Altendorf/Schweiz

Für erste Tests und Erfahrungen hat sich der

Vorteil des Unternehmensverbunds rund um

Rosenberger bewährt, denn die zur Gruppe

gehörigen Unternehmen Stako GmbH, Gelsenkirchen,

Cadan GmbH, Hachenburg, und

Lanz und Frei AG, Altendorf/Schweiz, haben

die App zunächst getestet und für gut be -

funden.

Zugute kommt die Applikation letztlich

auch den Mitarbeitern: Die Anfragen mit

besonderen Spezifikationen werden immer

komplexer und kosten den Verkäufer viel

Zeit, heißt es. Wenn dann die einfachen

Geometrien über die App abgewickelt werden,

hat der Mitarbeiter mehr Zeit, sich mit

komplexeren Spezifikationen zu befassen

und dort die höheren Anforderungen der

Kunden zu erfüllen.

»Wir sind stolz auf diese App«, heißt es

bei Rosenberger. Schließlich stecke eine

Menge »Kopf-« und Programmierarbeit da -

rin. WS (sm 180205934)

« KONTAKT

Rosenberger GmbH

Duisburger Straße 24

41460 Neuss

Tel. +49 2131 709-262

www.rosenberger-gmbh.com

stahlmarkt 2.2018


36 K Stahlhandel & Stahl-Service-Center

Kompakte Querteilanlage von Grund

auf erneuert

Richtmaschinenbau platzsparend und individuell

Siegen/Emsdetten. Die BOS GmbH Best of Steel hat in ihrem Werk

in Emsdetten eine ältere Anlage durch eine moderne Hochleistungsrichtmaschine

der Schnutz GmbH ersetzt. Die kompakte Querteilanlage

liefert dank der Stop+Go-Funktion trotz des geringen Platzes in der

Produktionsstätte fehlerlos gerichtete Stahlbleche bis zu einer Losgröße

von eins. Nicht nur die Anlage wurde von Grund auf erneuert, auch die

Automatisierung einschließlich der Ansteuerung der Schere ist komplett

auf der Grundlage aktueller Standards erfolgt.

»Wir tafeln Bleche auf Kommissionsbasis

in definierten Stückzahlen ab und sind

daher auf maximale Flexibilität und eine

hohe Planfähigkeit angewiesen«, erklärt

Peter Sievers, Leiter der Instandhaltung &

Automation bei BOS. »Allerdings wurde

unsere bisherige Vorrichtung unseren An -

sprüchen nicht mehr gerecht – weswegen

wir sie modernisieren wollten.« Nach einer

umfassenden Besichtigung und Besprechung

beauftragte das Unternehmen die

Experten der Schnutz GmbH.

Maßgeschneiderte Lösungen dank

intensiver Kundenbetreuung

»Durch die engen Einbauverhältnisse musste

die neue Anlage mit einem sehr begrenzten

Bauraum auskommen«, erinnert sich

Sievers. »Die Schnutz GmbH ersetzte die

eigentliche Richtmaschine und brachte eine

neue Schere für die Abtafelung des Blechs

an.«

Zusätzlich wurden vor der Richtmaschine

– dem Herzstück der Anlage – ein Einführtreiber

angeordnet und die Bandzen trierung

sowie der Einführtisch erneuert. Alle diese

Komponenten wurden inklusive der entsprechenden

Automatisierung ausgetauscht.

Übernommen hat man lediglich die vorhandene

Abhaspel und den Abstapeltisch am

hinteren Ende der Maschine.

Das Ergebnis ist eine moderne, aber kompakte

Querteilanlage. Die von Schnutz eingebaute

Anlage verfügt mit 23 Richtwalzen

über eine recht hohe Anzahl im Vergleich zu

anderen Modellen, was zu einer deutlichen

Reduzierung der im Metall wirkenden Spannungen

führt.

Durch die neun unteren Abstützungsreihen,

die individuell vertikal verstellbar

sind, kann der Anwender außerdem ganz

gezielt Rand- und Mittenwellen im Werkstück

beseitigen. Mit der Anlage lassen sich

Blechdicken bis etwa 2 mm einfach und

schnell richten. Die häufig auftretenden Einlaufmarkierungen

werden durch die Maschine

vermieden.

(sm 180205852)

« KONTAKT

Schnutz GmbH

Siegstraße 75 – 77

57076 Siegen

Tel. +49 271 25062-0

www.schnutz.com

BOS GmbH Best of Steel

Lütkenfelde 4

48282 Emsdetten

Tel. +49 2572 230-0

www.BestOfSteel.de

(Foto: Schnutz)

Die Schnutz-Hochleistungsrichtmaschine

dient als Vorschubeinheit für die Schere.

Durch den Stop+Go-Betrieb lassen sich die

Anforderungen der BOS GmbH auf engstem

Raum realisieren.

stahlmarkt 2.2018


Stahlhandel & Stahl-Service-Center K 37

IHK-Projekt »Partnerschaft Schule-Betrieb«

Bepro unterstützt Mulvany-Realschule

Gelsenkirchen. Die Mulvany-Realschule und die Bepro Blech- und

Profilstahl GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen sind offizielle Kooperationspartner

im Projekt »Partnerschaft Schule-Betrieb« der Industrie- und

Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und

Schule unterzeichneten am 10. Januar eine entsprechende Vereinbarung.

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, Schülerinnen

und Schüler bei der Berufsorientierung

sowie Unternehmen bei der Sicherung

des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen.

»Viele Jugendliche haben nur ungenaue

Vorstellungen von einer betrieblichen

Ausbildung und den guten Karrierechancen,

die sie bietet«, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin

Sabine Braukmann. Unternehmen wie

Bepro seien bestens geeignet, »den Schülern

die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt

zu zeigen, mit ihren Möglichkeiten,

aber auch mit ihren Anforderungen«, so

Braukmann weiter.

Künftig können die Jugendlichen der Mulvany-Realschule

zum Beispiel ihr Betriebspraktikum

bei Bepro absolvieren. Darüber

hinaus stellt der international tätige Stahlhandel

Plätze für die obligatorischen Berufsfelderkundungen

für Schüler der achten

Jahrgänge zur Verfügung.

Bepro-Geschäftsführer Sören Filipczak

unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen

die Notwendigkeit, keine

Talente unentdeckt zu lassen: »Um unser

Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln,

müssen wir schon heute offensiv

auf die jungen Leute zugehen und immer

wieder begabte und motivierte Jugendliche

in unserer Region entdecken, ausbilden und

fördern.« Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig

bleiben, so Filipczak. »Der

Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen:

Die Schüler erkennen ihre Inte -

ressen und wir finden Talente, die es zu

fördern lohnt.«

Schulleiterin Christiane Melzer betont:

»Das IHK-Projekt bietet unseren Schülern,

aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe

hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe

und Wirtschaft nachhaltig

zu begeistern. Durch die Mitarbeiter der

Bepro wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut,

der Schülern den Weg in das Berufsleben

erleichtert.«

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen

und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung

bei der Anbahnung von Kooperationen

an.

« KONTAKT

BEPRO Blech und Profilstahl

Handelsges. mbH & Co. KG

Consolstraße 11

45889 Gelsenkirchen

Tel. +49 209 98251-10

www.bepro.de

(sm 180205966)

Freuen sich auf die

Zusammenarbeit bei der

Berufsorientierung (v. l.):

Benjamin Kalb und

Geschäftsführer

Sören Filipczak von Bepro,

IHK-Mitarbeiterin

Sabine Braukmann,

Schulleiterin

Christiane Melzer sowie

Yvonne Abrahams, Lehrerin

für Studien- und

Berufsorientierung.

(Foto: Bepro/IHK Nordwestfalen)

stahlmarkt 2.2018


38 K Stahlhandel & Stahl-Service-Center

ESH EURO STAHL-Handel knackte Milliardengrenze

Stuttgart. 2017 war ein gutes Jahr für die mittelständischen Stahlhändler, die in der ESH EURO STAHL-Handel

organisiert sind. Das spiegelt sich im Handelsvolumen des E/D/E Stahlbereichs wider. Schon beim 13. Stahl-Forum

der ESH im Herbst 2017 wurde prognostiziert, dass der ESH 2017 die 1-Mrd.-€-Marke erreichen werde.

Der Bereich Stahl ist eine wichtige Stütze

des Gesamthandelsvolumens der E/D/E-

Gruppe.

Über 170 Unternehmer, Geschäftsführer

und Experten aus dem Stahlhandel sowie

von Stahl produzierenden Unternehmen

tagten Ende November 2017 zwei Tage in

Stuttgart – in sehr positiver Stimmung.

»Der hohe Zuspruch und die intensiven

Gespräche während des gesamten Stahl-

Forums zeigen uns, wie wichtig diese Plattform

für den persönlichen Kontakt in der

Branche ist«, sagt Joachim Hiemeyer, Ge -

schäftsführer der ESH und in der E/D/E-

Geschäftsführung verantwortlich für den

Bereich Stahl.

Angeregt wurde der Austausch der Teilnehmer

durch verschiedene Vorträge, die

individuelle Perspektiven zur Entwicklung

des internationalen Stahlmarkts zeigten,

etwa zu den Themen Innovationen in der

Stahlproduktion, Trends auf der Verbraucherseite,

Kapazitätssituation oder Antidumping.

Der Futurist Gerd Leonhard gab Denkanstöße

zur Digitalisierung. Dabei zeigte er

konkrete Beispiele zur möglichen Entwicklung

des technologischen Fortschritts und

deren Konsequenzen auf.

Joachim Hiemeyer stellte den Teilnehmern

den aktuellen Stand des Strategie- und Or -

ganisationsentwicklungsprozesses EVOLU-

TION in der E/D/E-Gruppe vor. Dort steht

2018 die Phase der Implementierung an. Im

Fokus: die vielfältigen geplanten Initiativen

zur Optimierung des aktuellen und zukünftigen

Tagesgeschäfts der Händler. Hiemeyer:

»Die Steigerung der Leistungsfähigkeit

unserer Mitglieder ist ein elementares Ziel

von EVOLUTION. Deshalb steht unter anderem

die digitale Zukunftsfähigkeit von Prozessen

und Geschäftsmodellen ganz oben

auf unserer Agenda.«

Sein erstes Stahl-Forum erlebte Oliver

Schaub. Er leitet nun das operative Geschäft

und bildet gemeinsam mit Joachim Hiemeyer

die ESH-Geschäftsführung. Das Führungsteam

komplettieren Jürgen Laukandt als

Prokurist und Andreas von Helden als Teamleiter.

»Damit ist die ESH für die Zu kunft leistungsstark

aufgestellt«, so Hiemeyer.

In seiner Antrittsrede warb Schaub um

das Vertrauen der Händler und Lieferanten

und skizzierte, wie er und sein Team die

Zusammenarbeit zukunftsorientiert gestalten

möchten: »Die transparente und zielorientierte

Kommunikation zwischen den

Partnern ist für mich elementar. Die Bedürfnisse

der lagerhaltenden Händler stehen

stärker denn je im Mittelpunkt. Unsere Mitglieder

geben die Richtung vor. Wir richten

uns danach aus und möchten Sparringspartner

oder Einkaufsbegleiter sein – je nachdem,

was benötigt wird. Die vertrauensvolle

Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist

hier ebenso ein entscheidendes Element.«

L KURZMELDUNGEN

LAFAYETTE ÜBERNIMMT

FÜNF WUPPERMANN-

GESELLSCHAFTEN

Leverkusen, Frankfurt/Main. Die Wuppermann-Gruppe,

ein mittelständisches Familienunternehmen

mit 145 Jahren Erfahrung in der

Stahlverarbeitung, hat am 9. November 2017 den

Verkaufsvertrag von fünf Gesellschaften unterzeichnet.

Die drei reinen Blechbearbeitungswerke

liegen im österreichischen Thalgau, im tschechischen

Holýšov sowie in Herbolzheim. Zusätzlich

wurde die Wuppermann Intralogistik GmbH mit

Sitz ebenfalls in Herbolzheim und die Wuppermann

Rohrtechnik GmbH in Burgbernheim veräußert,

die neben der Blechbearbeitung auch Rohre

produziert. Die Werke beschäftigen insgesamt

über 600 Mitarbeiter. Käufer ist die Lafayette Mittelstand

Capital, eine eigentümergeführte Beteiligungsgesellschaft

mit dem Fokus auf mittelständische

Unternehmen in Deutschland, Österreich

und der Schweiz.

Das Closing soll zum Jahreswechsel stattfinden.

Über die Verkaufsmodalitäten haben beide

Parteien Stillschweigen vereinbart. Das neue

Für Schaubs Vorgänger, Heinz-Alfred Liebig,

war die 13. Ausgabe des ESH-Stahl- Forums

der finale Akt seines erfolgreichen Schaffens

in der E/D/E-Gruppe. Er ging Ende 2017 in

den Ruhestand. Joachim Hiemeyer dankte

Liebig ausdrücklich: »Unter den fast 18 Jahren

seiner Führung hat sich die ESH, zuvor

UNION-STAHL, enorm erfolgreich entwickelt.

Das Handelsvolumen hat sich seit

Anfang des Jahrtausends in etwa versechsfacht,

und es freut mich sehr, dass just zum

Abschied die magische Milliarden-Marke

durchbrochen wird.« Heinz-Alfred Liebig

war fast zwei Jahrzehnte das Stahl-Gesicht

des E/D/E, er hat den Bereich entscheidend

geprägt.

www.ede.de

/

(sm 180205945)

Unternehmen, geführt durch Lafayette, wird zu -

nächst den Namen Wuppermann beibehalten.

www.wuppermann.de

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180105767)

NEUGRÜNDUNG:

IM STRECKENGESCHÄFT AKTIV

Essen. Die Walzstahlhandel Essen GmbH wurde

im August 2017 von Michael Gärtner in Essen

gegründet, der auf langjährige Erfahrung als

Geschäftsführer im Stahlhandel verweisen kann.

Das Unternehmen hat inzwischen die Geschäftstätigkeit

aufgenommen und beliefert im Streckengeschäft

den lagerhaltenden Stahlhandel in

Deutschland, Österreich und den Niederlanden.

Zum Lieferprogramm gehören neben Standardprodukten

auch Sonderabmessungen und Spezialprofile.

Walzstahlhandel Essen GmbH

Sommerburgstraße 53

45149 Essen

Tel. +49 201 74956032

www.walzstahlhandel-essen.de

/

SE/ (sm 180205996)

stahlmarkt 2.2018


Stahlhandel & Stahl-Service-Center K 39

Auszeichnung für Schmalbandcenter

Essen. Das Leverkusener Schmalbandcenter von thyssenkrupp hat von seinem langjährigen Kunden

Jan van Walraven B.V. den Supplier Award erhalten und wurde für ein perfektes Jahr ausgezeichnet, mit

hochwertigen und zuverlässigen Lieferungen.

thyssenkrupp ist der erste Preisträger

des Awards. Dieser zeigt zwei miteinander

verbundene Ringe, die von einem Menschen

zusammengehalten werden und unterstreicht

die hervorragende Partnerschaft.

In Leverkusen werden Karbonstahl und

Edelstahl mit insgesamt drei Spaltanlagen zu

Einzelringen angearbeitet. Für die Aufwicklung

stehen fünf Packenwickler zur Verfügung,

die das Material oszillierend zu einem

Bund mit bis zu 5 t Gewicht aufwickeln. Möglich

sind Dicken von 0,3 bis 3,0 mm sowie

Breiten von 7,0 bis 60,0 mm für die Packenwicklung.

Zu den Kundensegmenten zählen

etwa Hersteller für Schlauch- und Rohrschellen

oder auch Schweißdrähte oder Spannringe.

Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit

dem polnischen Schwesterunternehmen. Im

Schmalbandcenter in Dabrowa Gornicza

können die spezifischen Kundenanforderungen

mit einer Spaltanlage sowie zwei Packenwicklern

gleichermaßen erfüllt werden. So ist

es möglich, sowohl den west- als auch osteuropäischen

Markt optimal zu bedienen.

thyssenkrupp Materials Processing Europe

verarbeitet mit 1.000 Mitarbeitern rd. 2 Mill. t

Flachstahl und Nichteisenmetalle im Jahr zu

Spaltbändern und Zuschnitten. Das Unternehmen

betreibt ein europaweites Service-

Center-Netzwerk mit zwölf Standorten in

sechs Ländern und versorgt Kunden aus der

Automobil-, Bau-, Elektro- und Möbelindustrie

rund um die Anarbeitung. Hauptsitz der

Gesellschaft ist Krefeld.

Das Geschäftsfeld Materials Services ist mit

rd. 480 Standorten in mehr als 40 Ländern

auf Distribution, Logistik und Service von

Roh- und Werkstoffen, technische Dienstleistungen

sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen

spezialisiert.

www.thyssenkrupp-materialsservices.com

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Verfügbarkeit ist unsere Sache.

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UNIVERSAL Eisen und Stahl GmbH

Hauptsitz Neuss

Duisburger Straße 26, 41460 Neuss

Tel.: +49 2131 185-0

Fax: +49 2131 185-444

info@universal-stahl.com

Hannover Tel.: +49 511 21996-0

Nürnberg Tel.: +49 911 37751-0

Stuttgart Tel.: +49 711 34215-0

Zwickau Tel.: +49 375 35380-0


40 K Metallverarbeitung

Metallverarbeiter setzen auf Digitalisierung

Von Annedore Bose-Munde

Sägen, Schneiden, Schleifen, Bohren oder Drehen – Das Spektrum der

Metallbearbeitung ist breit. Passgenau für den jeweiligen Anwendungsfall

bieten die Anlagenbauer verschiedene Lösungen. Dabei spielt die

Digitalisierung zunehmend eine wichtige Rolle.

Immer wird es die effiziente Fertigung

eines optimalen Endproduktes sein, die die

Entwickler und Hersteller von Metallverarbeitungstechnik

vorantreibt. Neben klassischen

Maschinen werden dabei auch die

Themen Digitalisierung und Vernetzung bei

der Anlagenkonzeption zunehmend zur

Selbstverständlichkeit. Dies demonstrieren

die Hersteller mit verschiedenen Anlagenkonzepten.

Doppelgehrungsautomat

für vernetztes Sägen

Für exakt auf die Blechbearbeiter ausgerichtete

Sägelösungen steht seit 1958 die Meba

Metall-Bandsägemaschinen GmbH aus Westerheim.

Das Unternehmen stellte Ende vergangenen

Jahres den Doppelgehrungsautomaten

Meba eco 335 DGA-600 vor, der für

den zuverlässigen Serienschnitt eingesetzt

werden kann.

»Die hoch flexible Anlage steht für eine

Baureihe, die, egal welche Version, kundenspezifische

Anforderungen mit feinster

Technik vereint. Meba eco Metall-Bandsägemaschinen

basieren auf einem technisch

kontinuierlich weiter entwickelten Baukastensystem«,

so der Hersteller. Dieses System

ist die Plattform, auf der sich der Kunde

seine individuelle Maschine, ausgerichtet

auf seine Sägeziele, zusammenstellen kann

– von der einfachen halbautomatischen

Geradschnittmaschine bis hin zum patentierten

vollautomatischen Doppelgehrungssägeautomaten.

Zudem verfügt Meba eco

335 DGA-600 über Features wie den elektrischen

Sägevorschub mit Kugelrollspindel

oder das patentierte Doppelgehrungssystem,

das für die rechtwinklige Spannung des

Materials sorgt. »Sie sind die Antwort auf

immer höher geforderte Flexibilität und

schnellere Durchlaufzeiten in der Produktion

bei optimaler Schnittqualität«, so Meba.

Eine ergonomische Touch-Screen-Steuerung

kann vernetzt werden und bietet

diverse Optionspakete, zum Beispiel den

Tele service zur Fernwartung, die Einstellung

von Sägeprogrammen in der Arbeitsvorbereitung

oder den Import von Sägeprogrammen

aus CAD mit DSTV-Schnittstelle und

Daten export.

Unter der Überschrift Meba connect bündelt

der Metall-Bandsägen-Hersteller die

Aktivitäten des Unternehmens in Richtung

Digitalisierung und intelligente, vernetzte

Sägekonzepte. Der Meba-NC-Server verbindet

zum Beispiel kundenseitig vorhandene

Produktionsplanungssysteme mit der Ma -

schine und bietet damit Materialoptimierung,

das sogenannte

Nesting, an. »Zu Meba connect gehören

intelligenter Datentransfer, beispielsweise

um Zustände zu erkennen, das Thema

Materialdatenbank, smarte Software oder

auch der Teleservice zur Fernwartung«, fasst

das Unternehmen zusammen.

Säge-Innovationen für Handwerk

und Industrie

Für die Bedürfnisse von Werkstattbetrieben

hat Meba eine Baureihe an Metall-Bandsägemaschinen

entwickelt, die den schnellen,

präzisen Schnitt garantieren und je

nach Bedarf mit Rollenbahnen zum Materialtransport

und Längenmesssystemen kombinierbar

sind: Meba swing. Charakteristisch

für die Maschinen ist, dass der Rahmen

nicht über Säulen, sondern eine massive

Schwenk lagerung auf das Material zugestellt

wird. Unterschiedliche

Bild 1. Die Hochleistungsbandsäge Kasto win pro AC 5.6 überzeugt durch kurze Schnitt- und

hohe Standzeiten sowie eine intuitive Bedienung.

(Foto: Kasto)

stahlmarkt 2.2018


Metallverarbeitung K 41

(Foto: Coscom)

Bild 3. Das CAM-Datenmanagement Factory Director VM von

Coscom stellt sämtliche Fertigungs-, Artikel- und Technologieinformationen

rund um das zu fertigende Bauteil digital zur

Verfügung. Die DNC-Vernetzung des Maschinenparks sorgt für

ein Plus an Prozesssicherheit und -geschwindigkeit.

(Foto: Kasto)

Bild 2. Das Langgutlager Unitower von Kasto besitzt ein

intelligentes System zur Energierückspeisung und -speicherung.

Querschnitte, Materialien und häufig wechselnde

Gehrungsschnitte sind unkompliziert

möglich.

Die Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG

aus dem badischen Achern zeigt mit der

Kasto win pro AC 5.6 eine Hochleistungsbandsäge,

die durch kurze Schnitt- und

hohe Standzeiten sowie durch eine intuitive

Bedienung überzeugt (Bild 1). Der Vollautomat

ist für den Einsatz mit Bi- und Hartmetall-Sägebändern

optimiert, etwa im Stahlhandel,

der Stahlerzeugung, in Schmiedewerken,

im Maschinenbau oder der Automotive-Industrie.

»Anwender können damit

ihre Werkzeugkosten senken und die Sägefertigung

deutlich schneller und effizienter

gestalten: Je nach Sägeband sind Schnittzeiteinsparungen

von 50 % und mehr möglich.

Der Schnittbereich liegt bei 560 mm,

die kleinste zu sägende Abmessung bei

25 mm x 25 mm. Die kürzeste Reststücklänge

ist mit 10 mm im Einzelschnitt und

35 mm im Automatikbetrieb äußerst gering,

sodass Betreiber ihre Verschnittmengen auf

ein Minimum reduzieren können«, benennt

der Anlagenbauer die Vorteile.

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte

Kasto mit der neuen Baureihe Kasto micut

eine vielseitige Schwenkrahmen-Bandsäge

für den Werkstattbereich. Diese ist nun auch

in einer vollautomatischen Ausführung er -

hältlich – der Kasto micut A 2.6. Sie verfügt

im Vergleich zu den manuellen und halbautomatischen

Varianten über diverse Funktionen

wie die elektrische Überwachung der

Sägebandspannung, Bandführungen in

Hartmetallausführung und einen optionalen

Späneförderer, um einen weitgehend bedienerlosen

Betrieb zu ermöglichen.

Lager für Metall-Langgut

mit integriertem Energiespeicher

Für die Lagerung von Metall-Langgut bietet

Kasto bereits seit Jahren Lagersysteme mit

einer optionalen Energierückspeisung an.

Überschüssige Bewegungsenergie, die beispielsweise

beim Abbremsen des Regalbediengerätes

oder beim Senken des Hubwerks

entsteht, lässt sich damit in Strom

umwandeln und in das Netz zurückspeisen.

Nun stattet das Unternehmen seine Automatiklager

auf Wunsch auch mit einem integrierten

Energiespeicher aus (Bild 2). Die

zurückgewonnene Energie wird damit flexibel

nutzbar gemacht. Dies senkt nicht nur

die Stromkosten, sondern verbessert auch

die Netzqualität, da die Entnahme aus dem

Stromnetz kontinuierlicher stattfindet und

Lastspitzen vermieden werden. »Betreiber

können oft sogar mit kleineren Trafostationen

planen und arbeiten, was die Investitionskosten

marginal verringert. Auch be -

stehende Lagersysteme lassen sich nachträglich

mit einer Energierückspeisung und

-speicherung ausrüsten«, heißt es bei Kasto.

Digitalisierung und Vernetzung

von ERP und Produktion

Um im Bereich Metallverarbeitung erfolgreich

am Markt bestehen zu können, ist

Wirtschaftlichkeit eine unabdingbare Voraussetzung.

Ein Spezialist für Präzisionsdrehteile,

die familiengeführte Schneto AG aus

dem Schweizerischen Bennwil, entwickelt

und produziert als Auftragsfertiger Präzisionsdrehteile

für Industrieunternehmen.

Als Lieferant für hochwertige Spezialdrehteile

und Sonderanfertigungen setzt das

Unternehmen dabei auf reproduzierbare,

strukturierte und schlanke Prozesse in der

Produktion und erschließt so neue Produktivitätspotenziale.

Im Zentrum der Prozessoptimierung steht

bei Schneto das CAM-Datenmanagement

Factory Director VM von Coscom (Bild 3).

»Es schafft durch Digitalisierung und Vernetzung

von ERP (Enterprise Resource Planning)

und Produktion die Grundlage für effizienten

Maschineneinsatz, bestens organisierte

Arbeitsvorbereitung und eine Fertigung, in

der Ausschuss und Terminverzug so gut wie

nicht mehr vorkommt«, heißt es aus dem

Unternehmen.

stahlmarkt 2.2018


42 K Metallverarbeitung

Durchgängige, sichere und reproduzierbare

Prozesse sind das Hauptargument für

Schneto. »Die Rüstvorbereitung erfolgt ge -

plant und strukturiert mittels Rüst- und

Handwagen, auf denen sämtliche Werkzeuge,

Rüsthilfsmittel und die Einrichteblätter

aus dem Factory Director VM bereitliegen.

Die gewissenhafte Vorbereitung jedes Auftrages

beschleunigt den Rüstvorgang erheblich,

standardisierte Werkzeugstandblätter

sorgen dabei für eine Arbeitserleichterung

für die Mitarbeiter«, beschreibt das Unternehmen

den Prozess.

Alle relevanten Produkt- und Artikeldaten

werden vom Schneto ERP an den Factory

Director VM übertragen und in der Fertigung

mit allen weiteren Produktionsdaten

angereichert. Mit einem Klick stehen so auf

einen Blick sämtliche Informationen und das

gesamte Fertigungs-Know-how zur Verfügung.

Die NC-Programmverwaltung und

das Änderungsmanagement sorgen laut

Unternehmen für höchste Prozesssicherheit

und Ausschuss nahe Null.

Die Coscom Computer GmbH Ebersberg

ist seit 1978 am Markt aktiv und entwickelt

Softwarelösungen, die entlang der gesamten

Prozesskette rund um die CNC-Maschine

zum Einsatz kommen. Durch die Vernetzung

der einzelnen Software-Produkte entstehen

unterschiedliche, schnittstellenfreie

Prozess-Lösungen bis hin zum Virtual Machining.

Die Hauptnutzen für den Anwender

liegen dabei in einem effizienteren Zerspanungsprozess

mit besserer Produktqualität,

höherer Termintreue und geringeren Produktionskosten.

Neuer Spezialstahl

für effizienteres Richtbohren

Neben passgenauen Anlagenkonzepten,

optimierten Prozessabläufen und der zunehmenden

Vernetzung wird in der Metallverarbeitung

immer auch der geeignete Werkstoff

eine wesentliche Rolle spielen, gerade

mit Blick auf das Werkzeug. So ist bei Stählen,

die starken mechanischen Beanspruchungen

bei der Bewegung des Bohrstranges

standhalten müssen, eine hohe Festigkeit

Voraussetzung. Außerdem erfordert der

Einsatz in aggressiven Medien eine hohe

Korrosionsbeständigkeit. Dies gilt insbesondere

bei Stählen, die beim Richtbohren für

die Erdöl- und Gasgewinnung eingesetzt

werden (Bild 4). Für unverfälschte Ortungsergebnisse

der Messinstrumente, die sich

am Magnetfeld der Erde orientieren, ist es

hier zudem wichtig, dass die Bohrstrangteile

im Bereich der Messtechnik amagnetisch

sind.

Mit dem Spezialstahl Magnadur 509

haben die Deutschen Edelstahlwerke ihr

Produktportfolio an amagnetischen rost-,

säure- und hitzebeständigen (RSH-)Stählen

für die Erdöl- und Gasindustrie erweitert.

»Die Neuentwicklung ist deutlich kostengünstiger

als der bewährte Magnadur 601,

bei vergleichbar hohen Festigkeits- und

Duktilitätswerten. Mit 28 bis 33 PREN (Pitting

Resistance Equivalent Number) ist das

Maß für die Korrosionsbeständigkeit vergleichbar

mit den Werten des Magnadur

601, die zwischen 29,5 und 35 PREN rangieren«,

heißt es. Den Kostenvorteil erreicht

das Unternehmen durch die Reduktion teurer

Legierungselemente im optimierten Produktionsprozess.

Um weiterhin eine hohe

Festigkeit sicherzustellen, fügt der Stahlspezialist

Stickstoff zur Stahlschmelze.

Beim Richtbohren können schon kleinste

Winkelungenauigkeiten dazu führen, dass

beispielsweise das anvisierte Ölfeld verfehlt

wird. Während des Bohrprozesses werden

daher regelmäßig Kontrollmessungen mit

Hilfe des Erdmagnetfelds vorgenommen,

um die Lage des Ölfelds und die Richtung

der Bohrung genau zu bestimmen. Damit es

nicht zu Richtungsabweichungen kommt,

müssen die Messeinheit und die in der Nähe

befindlichen Bohrstrangteile aus einem Ma -

terial gefertigt werden, das eine niedrige

magnetische Permeabilität aufweist. »Dies

sowie die hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit

des Magnadur 509 sind die

Voraussetzungen für leistungsfähige und

dauerhaft prozesssichere Komponenten.

Der Magnadur 509 ist optimal für den Einsatz

bei Bohrwerkzeugen für das Richtbohren

geeignet«, so die Deutschen Edelstahlwerke

zu den Vorteilen des neuen Stahls.

Schleifmaschine für

Präzisionswerkzeuge

Um in der Metallverarbeitung punktgenau

agieren zu können, sind präzise arbeitende

Werkzeuge eine Voraussetzung. Hier setzt

die Schleiftechnik an. Das mexikanische

Unternehmen Preci-Tools setzt dabei auf die

VGrind – eine Schleifmaschine der Vollmer

Werke Maschinenfabrik GmbH aus Biberach/Riß.

Preci-Tools stellt Werkzeuge her, die

aus Vollhartmetall oder mit PKD (polykristal-

(Foto: Deutsche Edelstahlwerke)

Bild 4.

Die Deutschen

Edelstahlwerke

arbeiten an

amagnetischen

rost-, säure- und

hitzebeständigen

(RSH-) Stählen für

die Erdöl- und

Gasindustrie.

stahlmarkt 2.2018


Metallverarbeitung K 43

Bild 5. Die Schleifmaschine VGrind 160 verfügt mit zwei vertikal angeordneten Spindeln über

eine moderne Kinematik, die eine Mehr-Ebenen-Bearbeitung ermöglicht.

liner Diamant) bestückt sind und sich für die

Zerspanung von Metallen und Verbundwerkstoffen

eignen. Die neue VGrind hat

Vollmer an die spezifischen Anforderungen

des mexikanischen Werkzeugherstellers an -

gepasst, sodass dieser die Produktion seiner

Vollhartmetallwerkzeuge jetzt effizienter

gestalten kann (Bild 5).

Die Fräser, Bohrer oder Reibahlen von

Preci- Tools werden an mexikanische Unternehmen

aus dem Automobilbau, der Luftund

Raumfahrt oder der Metallindustrie

geliefert. Seit mehr als drei Jahrzehnten

versorgt der Werkzeughersteller mit 36 Mitarbeitern

mehr als 100 Kunden. Zu den

Abnehmern gehören unter anderem Automobilbauer

wie VW und Nissan oder das

Luftfahrtunternehmen Aernnova.

»Das erste Mal haben wir eine VGrind vor

drei Jahren auf der GrindTec in Augsburg

gesehen. Uns war schnell klar, dass sie die

richtige Maschine ist, um unser hochgestecktes

Ziel erreichen zu können – wir wollen

führender Werkzeughersteller in Mexiko

werden«, sagt David Galván Martínez, Ge -

schäftsführer und Gründer von Preci-Tools.

Die Vollmer VGrind verfügt mit zwei vertikal

angeordneten Spindeln über eine mo -

derne Kinematik, die eine Mehr-Ebenen-

Bearbeitung ermöglicht. An beiden Schleifspindeln

lassen sich die Werkstücke im

optimalen Drehpunkt der C-Achse schleifen.

Durch die Spindelanordnung entfällt die

bekannte Fest- und Loslager-Problematik

und führt bei der Werkstückbearbeitung zu

präzisen Ergebnissen. Dank des Palettenmagazins

HP 160 für die VGrind ist die automatische

Bearbeitung rund um die Uhr

möglich. Bis zu 272 Werkstücke kann das

(Foto: STM)

(Foto: Vollmer)

Magazin aufnehmen und automatisch der

Schleifmaschine zuführen.

Wasserstrahl-Schneidsysteme

für Industrie 4.0

Die Digitalisierung stellt Unternehmen auch

in der Fertigung vor enorme Herausforderungen.

Viele haben sich das Thema Industrial

Internet of Things auf die Fahnen ge -

schrieben, doch der Einstieg in diese neue

Welt fällt mitunter schwer. Der österreichische

Wasserstrahlspezialist STM ermöglicht

mit einer Kombination aus Machine-to-

Machine(M2M)-fähigen Hochleistungssystemen

und ganzheitlicher Applikationsberatung

den Einstieg auch für kleine und mittlere

Betriebe (Bild 6). Das Konzept: STM-

Anlagen sind bereits seit Jahren M2M-fähig

und gewährleisten den Datenaustausch

über alle aktuell möglichen Schnittstellen.

Dafür sorgt zum einen die SmartCut-Software,

die einen komplexen Datenaustausch

mit Arbeitsvorbereitung, CRM- und Prozessleitsystemen

realisiert. Zum anderen können

die Anlagen an genormte Schnittstellen wie

Profinet, Profibus, UDP Protokoll oder OPC

Server angebunden werden, um sie mit

anderen Schneidmaschinen, Bestückungsautomaten

oder Robotern zu vernetzen.

»Mit STM Wasserstrahl-Schneidanlagen

können Materialien aller Art ohne Umrüstaufwand

vollautomatisch und energieeffi-

Bild 6. Der österreichische Wasserstrahl-Spezialist STM ermöglicht mit einer Kombination aus

Machine-to-Machine(M2M)-fähigen Hochleistungssystemen und ganzheitlicher Applikationsberatung

den Einstieg in das Thema Digitalisierung auch für kleine und mittlere Betriebe.

stahlmarkt 2.2018


44 K Metallverarbeitung

zient geschnitten werden – egal ob als Sonderanfertigung

oder in Serie. Zusätzlich

haben die Applikationsingenieure von STM

im letzten Jahrzehnt profundes Know-how

dazu entwickelt, wie Produktionsdaten in

einem mehr oder weniger offenen Netzwerk

ausgetauscht und genutzt werden können.

Sie helfen Betreibern von STM Wasserstrahl-Schneidanlagen

bei der Frage, wie

und welche Daten mit Hilfe von STM-Anlagen

intelligent verarbeitet werden können«,

beschreibt das Unternehmen den Leistungsumfang.

Mit Blick auf die geeignete Anlagenkonzeption

werden in Zusammenarbeit mit dem

Kunden wichtige Parameter auf Basis von

Effizienzstudien, Machbarkeits- sowie Kosten-

und Nutzenanalysen erhoben, allen

involvierten Abteilungen zugänglich ge -

macht und auf die Anlagenkonfiguration

übertragen. So können Faktoren wie Verschleiß,

Energie- und Zeitaufwand automatisch

antizipiert und optimiert werden. Dazu

tragen die stromsparenden Antriebe und

Führungen in Leichtbauweise ebenso bei wie

energiesparende Komponenten wie LED-

Beleuchtungen und eine effiziente Stromversorgung.

Beim Herzstück der Wasserstrahl-Schneidanlagen,

der Hochdruckpumpe,

sorgt das ideale Verhältnis zwischen

kW-Anschlusswert zu Druck und Liter pro

Minute zudem für minimalen Energiebedarf.

In punkto Wirtschaftlichkeit überzeuge

das Wasserstrahlschneiden laut STM vor

allem durch den hohen Automatisierungsgrad,

minimale Werkzeugkosten sowie ge -

ringen Materialverlust. Die sonst übliche

Nachbearbeitung durch thermische Verformung

oder Grate falle vollständig weg und

der Wartungsbedarf sei ebenfalls gering.

Seit über 20 Jahren entwickelt das Unternehmen

mit Sitz in Eben in Österreich und

Schweinfurt in Deutschland Produktionslösungen

für die Stahl-, Aluminium-, Metall-,

Kunststoff-, Stein- und Glasindustrie.

Ausgewogenes Kosten-Nutzen-

Verhältnis für neue Servopressentechnik

Auch Pressenbauer Schuler setzt mit der

MSP-Baureihe auf die wirtschaftliche Teilefertigung

und fokussiert mit einer neuen

Anlage auf einen niedrigen Anschaffungspreis

(Bild 7). Nach den 100 und 200 t starken

Stanzautomaten bietet das Göppinger

Unternehmen nun auch eine Maschine mit

400 t Presskraft.

»Mit der MSP 400 beweisen wir, dass eine

wirtschaftliche Fertigung von gestanzten

und umgeformten Teilen auch zu einem

niedrigen Anschaffungspreis möglich ist«,

erklärt Schuler-Geschäftsführer Markus Bieg.

»Die neue Pressengeneration richtet sich an

Kunden, die großen Wert auf ein ausgewogenes

Kosten-Nutzen-Verhältnis legen, ohne

dabei auf die flexible Servo-Direkt-Technologie

und eine einfache Bedienung verzichten

zu wollen.«

Wie bei der TwinServo-Technologie von

Schuler kommen in der MSP 400 zwei ausschließlich

elektronisch synchronisierte An -

triebsstränge in gegenüberliegender Anordnung

zum Einsatz. Sie bestehen aus einem

hochdynamischen Servomotor, einem Bremsmodul

und einer Exzenterwelle, die wiederum

aus einem Pleuel, einem Kniegelenk für

einen steifen und geräuscharmen Betrieb

sowie einem Stößel aufgebaut ist. Dadurch

ergeben sich ähnliche Vorteile wie bei der

TwinServo Technologie: Die weit außen liegenden

Druckpunkte verbessern die Kippsteifigkeit

und erlauben dabei eine größere

außermittige Belastung.

Fünf vorprogrammierte Stößelbewegungskurven

zum Umformen, Schneiden, Prägen,

Biegen und Ziehen lassen sich über den intuitiv

bedienbaren Touchscreen auswählen.

Die MSP 400 kann zusätzlich mit dem Smart

Assist von Schuler ausgestattet werden, der

den Pressenbediener beim Einrichten unterstützt.

Sollte es dennoch zu einer Fehlbedienung

kommen, verhindert die elektronische Überlastsicherung

Schlimmeres: Sie registriert ein

Überschreiten der Presskraft sofort und än -

dert innerhalb von wenigen Millisekunden

das Drehmoment des Hauptantriebs in die

entgegengesetzte Richtung, um ein Verspannen

der Presse zu verhindern.

Elektrowerkzeuge für die

Metallbearbeitung von morgen

Und wie geht es mit der Werkzeugentwicklung

in Zukunft weiter? Eine Drohne, die

selbstständig Löcher in schwindelerregender

Höhe bohrt; ein Koffer, der den Akku-Bohrschrauber

unterwegs auflädt und dem Be -

nutzer mitteilt, wenn ein Teil ausgewechselt

werden muss – so könnten zwei mögliche

intelligente Elektrowerkzeuge der Zukunft

aussehen. Entstanden sind diese Entwürfe

(Foto: Schuler)

Bild 7. Die neue Pressengeneration

bei Schuler

richtet sich an Kunden,

die großen Wert auf ein

ausgewogenes Kosten-

Nutzen-Verhältnis legen.

stahlmarkt 2.2018


Metallverarbeitung K 45

Bild 8. Moderne

Präzisionswerkzeuge

sind auf Hochleistung

getrimmt.

Für jede Herausforderung

gibt es

das passende

Werkzeug.

«

IN DIESEM FACHBEITRAG

WERDEN PRODUKTE/LEISTUNGEN

FOLGENDER UNTERNEHMEN

ANGESPROCHEN:

COSCOM Computer GmbH

Anzinger Straße 5

85560 Ebersberg

Tel. +49 8092 2098-0

www.coscom.de

im Rahmen zweier Hochschulkooperationen

des Elektrowerkzeugherstellers C. & E. Fein

GmbH aus Schwäbisch Gmünd (Bild 8).

Bereits im Frühjahr 2017 startete das

Unternehmen die Zusammenarbeit mit der

Hochschule für Gestaltung Schwäbisch

Gmünd und der Hochschule Magdeburg-

Stendal. Gemeinsam mit Entwicklern und

Produktmanagern von Fein entwarfen Studierende

der Fachrichtungen Produkt- und

Industrial Design die Elektrowerkzeuge der

Zukunft. Sie entwickelten Akku-Bohrschrauber

und Winkelschleifer und berücksichtigten

dabei Themen wie Internet der Dinge,

Drohnen/Roboter und Digitalisierung. Dabei

wandten sie neue Bearbeitungsverfahren

an, benutzten innovative Materialien und

Energiequellen und lösten aktuelle Problemstellungen.

Werkzeug als zentrales Element

des Prozesses

Nach Ansicht von Dr. Jochen Kress (Bild 9),

Mitglied der Geschäftsleitung der Mapal

Dr. Kress KG in Aalen, reicht es heute jedoch

nicht mehr, das beste Werkzeug zu liefern:

»Zum Werkzeug gehören heute Dienstleistungen

wie das Toolmanagement und die

korrespondierenden Daten. Wir reagieren

darauf unter anderem mit dem Toolmanagement

4.0, das wir auf Basis der Open-Cloud-

Plattform c-Com anbieten.«

Bezogen auf das Werkzeug spiele der di -

gitale Zwilling für die Optimierung der tatsächlichen

Bearbeitung eine Rolle, so Kress.

Durch ihn ist es möglich, in einer NC-Simulationssoftware

den gesamten Bearbeitungszyklus

durchzuspielen. So können Kollisionen

erkannt und das Werkzeugverhalten

getestet werden. Das vermeidet nicht nur,

(Foto: Uni Bayreuth)

dass kostenintensiver Ausschuss produziert

wird, sondern kann in vielen Fällen sogar

den Einsatz eines Bauteil-Prototypen ersetzen.

Ob Werkstoff, Werkzeug oder Anlage –

um die Prozesse in der Metallverarbeitung

zu optimieren steht für die Entwickler eine

Frage im Raum: Wie lässt sich die Qualität

der Prozesse mit Digitalisierung verbessern?

Dieser digitale Blick auf die Qualitätssicherung

im Zusammenspiel mit der Metallverarbeitung

ist ein Schwerpunktthema, mit

dem sich auch die Metav in Düsseldorf auseinandersetzen

wird, beispielsweise mit der

Quality Area.

K

(Foto: Mapal)

(sm 180205965)

Bild 9. Dr. Jochen Kress, Mitglied der

Geschäftsleitung der Mapal Dr. Kress KG:

»Es reicht nicht mehr, das beste Werkzeug zu

liefern. Zum Werkzeug gehören heute

Dienstleistungen, wie das Toolmanagement

sowie die korrespondierenden Daten.«

Deutsche Edelstahlwerke

Auestraße 4

58452 Witten

Tel. +49 2302 29-0

www.dew-stahl.com

C. & E. Fein GmbH

Hans-Fein-Straße 81

73529 Schwäbisch Gmünd-Bargau

Tel. +49 7173 183-0

www.fein.de

KASTO Maschinenbau

GmbH & Co. KG

Industriestraße 14

77855 Achern-Gamshurst

Tel. +49 7841 61-0

www.kasto.com

Mapal Dr. Kress KG

Obere Bahnstraße

73431 Aalen

Tel. +49 7361 585-0

www.mapal.com

MEBA Metall-Bandsägemaschinen

GmbH

Lindenstraße 6 – 8

72589 Westerheim

Tel. +49 7333 9644 -0

www.meba-saw.com

Schuler AG

Schuler-Platz 1

73033 Göppingen

Tel. +49 7161 66-0

www.schulergroup.com

STM Waterjet GmbH Germany

Alois-Türk-Straße 12

97424 Schweinfurt

Tel. +49 9721 946994-0

www.stm-waterjet.de

VOLLMER WERKE

Maschinenfabrik GmbH

Ehinger Straße 34

88400 Biberach/Riß

Tel. +49 7351 571-0

www.vollmer-group.com

stahlmarkt 2.2018


46 K Metallbearbeitung

Virtuelles Ebenbild des Werkzeugs

Der digitale Zwilling wird für den Zerspanungsprozess immer wichtiger

Düsseldorf. Mit Blick auf Industrie 4.0, digitalisierte Daten und

vernetzte Prozesse in smarten Fabriken nimmt das Zerspanungswerkzeug

eine zentrale Rolle ein. Beispiele für die wirtschaftliche Umsetzung und

Werkzeug integration wird die Metav in Düsseldorf präsentieren.

Der Datenaustausch bei Werkzeugen

und das Verständnis dafür gewinnen zunehmend

an Bedeutung. »Wie bei jedem realen

Zerspanungsprozess das reale Zerspanungswerkzeug

eine wichtige Rolle spielt, so ist

für die virtuelle Abbildung von Prozessen

das virtuelle Werkzeug entscheidend«, sagt

Claudia Kleinschrodt, wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Lehrstuhl für Konstruktionslehre

und CAD der Universität Bayreuth. Sie

beschäftigt sich dort mit den Problematiken

beim CAD-Datenaustausch von Werkzeugmodellen.

Dieser sogenannte digitale Zwilling

vereint alle Eigenschaften des realen

Werkzeugs und kann dieses durchgängig in

allen digitalen Prozessen abbilden.

Eine durchgängige Digitalisierung »erlaubt

beispielsweise eine virtuelle Inbetriebnahme

oder die simulative Optimierung von Prozessparametern.

Da es möglich ist, sämtliche

Informationen über das Werkzeug zentral

abzulegen, kann auf Veränderungen des

Werkzeugs während seiner Lebenszeit –

etwa durch Nachschleifen – reagiert werden,

die Parameter können angepasst werden

und somit wird eine gleichbleibende Qualität

der Produkte gewährleistet«, erläutert Kleinschrodt.

Jedes Werkzeug benötigt seinen digitalen Zwilling, um in der virtuellen Welt abgebildet zu

werden. An das virtuelle Werkzeug werden jedoch andere Anforderungen als an das reale

Objekt gestellt. Ein ausreichender Informationsgehalt des digitalen Zwillings ist die Voraussetzung

für funktionierende digitale Prozesse.

(Fotos: Uni Bayreuth)

Toolmanagementsysteme sind

Voraussetzung für Automatisierung

und Vernetzung

Um einen Überblick über die große Anzahl

an verwendeten Werkzeugen in Betrieben

zu erhalten, sind effiziente Toolmanagementsysteme

(TMS) unabdingbar. Sie stellen

eine Voraussetzung für Automatisierung

und Vernetzung dar. Ein funktionierender

Datenaustausch ist dabei nicht nur wichtig,

um das TMS mit den benötigten Informationen

zu versorgen. Er ist vielmehr für jeden

digitalen Schritt in der Prozesskette entscheidend.

Hierbei stellt neben dem Informationsgehalt

vor allem die Kompatibilität

zwischen den unterschiedlichsten Systemen

eine Herausforderung dar. Große Erwartungen

mit Blick auf dieses Thema hat die Digitalisierungsexpertin

Claudia Kleinschrodt an

die bevorstehende Metav: »Speziell im Hinblick

auf den Datenaustausch und die virtuelle

Fertigung interessieren mich vor allem

»

Ich erwarte, dass der Trend der

vergangenen Jahre anhält und die

Bedeutung der digitalen

Werkzeugdaten weiter steigt.

die Entwicklungen im Bereich Smart Factory

und die wirtschaftliche Umsetzung der an

Forschungseinrichtungen entwickelten Theorien.«

Zerspanungswerkzeuge sind Teil

der digitalen Prozesskette

»Beim Stichwort Industrie 4.0 denkt man

meist an digitale Fabriken, ans Internet der

Dinge, an Datenspeicherung in der Cloud

oder vielleicht auch an robotergestützte Fertigung.

Zerspanungswerkzeuge werden in

diesem Zusammenhang kaum wahrgenommen«,

sagt Thomas Funk, Mitarbeiter im

Technischen Büro der Emuge-Werk Richard

Glimpel GmbH & Co. KG aus Lauf an der

Pegnitz. »Der digitale Zwilling des Zerspanungswerkzeugs,

der für diese Situation

geschaffen wurde, enthält alle notwendigen

Informationen, um alle Stationen, die das

Werkzeug in der Fabrik durchläuft, virtuell

abzubilden«, erläutert Funk.

»Ich erwarte, dass der Trend der vergangenen

Jahre anhält und die Bedeutung der

digitalen Werkzeugdaten weiter steigt. Die

Nachfrage nach Daten steigt stetig und deshalb

werden wir auf der Metav u. a. unsere

neue Homepageanwendung präsentieren,

auf der der digitale Zwilling zu vielen unserer

stahlmarkt 2.2018


Metallbearbeitung K 47

Claudia Kleinschrodt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am

Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität

Bayreuth, die sich dort mit den Problematiken beim CAD-

Datenaustausch von Werkzeugmodellen beschäftigt:

»

Der digitale Zwilling vereint alle

Eigenschaften des realen Werkzeugs.

Katalogartikel für unsere Kunden hinterlegt

worden ist und kostenlos heruntergeladen

werden kann«, blickt er auf die 20. Messe

für Technologien der Metallbearbeitung vo -

raus.

»Das Zerspanungswerkzeug ist Teil einer

Prozesskette und unterliegt im Gegensatz

zu fast allen anderen Produktionsmitteln

einem Verschleiß. Informationen zum Werkzeug

müssen digital vorliegen, um in der

Prozesskette verwendet werden zu können.

Dies betrifft zum einen alle Informationen

zu geometrischen Abmessungen, zum an -

deren Informationen zum Einsatz des Werkzeugs«,

erläutert Markus Kannwischer, Leiter

Technik und Mitglied der Geschäftsleitung

der Paul Horn GmbH in Tübingen.

Informationen zum Verschleiß und zum

Einsatz des Werkzeugs sind daher wichtig

für die Prozesssteuerung. Sie können zum

einen aus dem Werkzeug selbst generiert

werden. Hier sendet das Werkzeug selbst

Informationen beispielsweise Daten wie

Druck, Temperatur und Schwingungen. Diese

Informationen erlauben Rückschlüsse auf

den Zustand und die Belastung der Schneide

und zudem auf die Prozessstabilität. Die entsprechenden

Zerspanungsparameter können

dann automatisch über die Steuerung

angepasst werden. Zum anderen können

Informationen an der Spindel, an der Ma -

schine oder über separate Messvorrichtungen

aufgenommen werden, die dann ebenfalls

Rückschlüsse über den Zustand der

Schneide erlauben. abm

(sm 180205912)

- Schleif- und Poliermaschinen

- Antriebsmaschinen für Biegsame

Wellen (0,3 - 4,0kW)

- Biegsame Wellen und

Reparaturservice (alle Systeme!)

- Entgrattechnik

- Druckluftgeräte und Mikromotoren

- Schleifmittel: Fräser, Bürsten,

Bänder, Fächerschleifer

u.v.m.

- Rohr-Innenentgraten und

-reinigen

- Sonder- und Einzelanfertigungen

Schweissen und Schneiden

Düsseldorf 25.-29.09.17

Halle 14, Stand 14B51

Intern. Eisenwarenmesse Köln

4. - 7. März 2018

Halle 10,2 Stand G001

- Biegsame Wellen zur Fernsteuerung

und Kraftübertragung

- Spiralen aus Flachdraht

und/oder Runddraht

- Getriebe und Winkelgetriebe

-

- Kurbeln

-

- Verschiedenste Einsatzzwecke

in unterschiedlichsten (Arbeits-)

Umgebungen

Fragen Sie uns!

Wir beraten Sie gerne!

METAV 2018

Frankfurt/Main. Wer mit der Be- und Verarbeitung von Metallen beschäftigt

ist, kommt auf der METAV, der 20. internationalen Messe für Metallbearbeitung,

vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf auf seine Kosten.

Im Forum Sägetechnik werden unter

anderem neueste Entwicklungen gezeigt.

»Wir wollen Maschinen- und Werkzeughersteller

gezielt mit den Anwendern in den

Dialog bringen«, betont Tim Mayer, Gruppenleiter

Sägetechnologie am Fraunhofer-

Institut für Produktionstechnik und Automatisierung

(IPA).

Erstmals wird es zur METAV 2018 außerdem

einen Gemeinschaftsstand für Start-up-

Unternehmen geben. »Wir haben damit sehr

gute Erfahrungen bereits auf der letzten

EMO in Hannover gemacht«, sagt Dr. Wilfried

Schäfer, Geschäftsführer beim METAV-

Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken),

Frankfurt am Main.

Eines der Highlights ist die internationale

Fachkonferenz Inside 3D Printing, die am

21. und 22. Februar im Rahmen der Messe

stattfinden wird. Im Fokus der mit 10.000

Besuchern größten Veranstaltungsreihe der

Branche, deren weitere Stationen 2018 u. a.

Singapur, Sydney, New York und Tokyo sein

werden, steht neben dem Informationsaustausch

vor allem der Blick in die Zukunft.

/

www.metav.de (sm 180206024)

haspa GmbH

Sägmühlstr. 39 | 74930 Ittlingen

Tel. +49 (0)72 66 - 91 48-0

info@haspa-gmbh.de

stahlmarkt 2.2018


48 K Metallbearbeitung

Erfolgreich überarbeitet

Vertikalbandsäge von Behringer bietet noch

mehr Nutzwert

Düsseldorf. Die Behringer GmbH hat ihre neue kompakte Langschnitt-

Plattenbandsäge LPS-T mit vertikalem Sägeband auf den Prüfstand

gestellt. Die Säge ist ideal für den Werkzeugbau, für Probeschnitte, kleine

Platten und Blöcke und wurde nun um einige Features anwenderfreundlich

variiert. Die neue LPS-T-Vertikalbandsägemaschine ist somit deutlich gereift

und bestens gerüstet für die Zukunft.

NC-Messeinrichtung der

LPS-T-Vertikalbandsäge

Gesteuert werden sowohl die Plattensäge

als auch die NC-Messeinrichtung von

einer ergonomischen, auch mit Handschuhen

leicht bedienbaren Touch-Steuerung.

Schnell und einfach lassen sich die Maße

eingeben, sodass die Positionierung automatisch

erfolgen kann. Das

selbsterklärende, symbolbasierte

Menüsystem erleichtert

die Einarbeitung und

den täglichen Um -

gang. Die NC-gesteuerte

Messeinrichtung

sorgt so für mehr Flexibilität

und höhere

Genauigkeit bei der

täglichen Bedienung

der Maschine.

Mit der linearen Vierfach-Tischführung

tritt

die LPS-T in eine neue

Dimension ein. Das Schnittdruck-Kontrollsystem

verbindet den Servovorschub mit

einer feinfühligen Schnittkraftregelung.

Resultate sind ein konstanter Spanabtrag,

insgesamt höhere Schnittleistungen als bei

konventionellen Systemen sowie ein zuverlässiger

Schutz des Sägebandes vor Überbelastung.

Reduzierte Schnittkosten durch

höhere Bandstandzeiten sind

das Ergebnis.

Das serienmäßig mit

4 kW angetriebene

Bimetall- oder Hartmetallsägeband

läuft über verschleißfeste

Laufräder. Alle

bandführenden

Teile sind aus schwingungsdämpfendem

Grauguss. Erneut vereinfacht wurde überdies

der Bandwechsel. In rd. 2 min, ohne

Zuhilfenahme von Werkzeugen, lässt sich

das Band von nur einem Mitarbeiter auswechseln.

Beidseitig angeordnete elektrisch angetriebene

Spänebürsten reinigen synchron

zur Bandgeschwindigkeit das Sägeband von

anhaftenden Spänen – ein erheblicher Vorteil

für eine längere Bandstandzeit. Standardmäßig

besitzt die Maschine eine Kühlmittelanlage

zur Zuführung der Emulsion.

Eine umweltfreundliche Mikrodosier-Einrichtung

lässt sich zusätzlich anbauen.

Die vertikale Sägemaschine ist in stabiler

C-Rahmenbauweise konstruiert, hat eine

Auflagefläche von 1.260 mm x 1.260 mm

und kann Werkstücke mit einer Höhe von

bis zu 600 mm trennen. Der Auflagetisch

kann mit maximal 3 t belastet werden.

(sm 180205942)

Die neue

kompakte

Langschnitt-

Plattenbandsäge LPS-T

(Fotos: Behringer)

« KONTAKT

Behringer GmbH

Maschinenfabrik und Eisengießerei

Industriestraße 23

74912 Kirchardt

Tel. +49 7266 207-0

www.behringer.net

stahlmarkt 2.2018


Metallbearbeitung K 49

Halbierte Schnittzeiten

Sägen schwer zerspanbarer Werkstoffe

mit Hochleistungsbandsäge

Achern/Eichstädt. Ein schwer zerspanbarer, hochvergüteter Stahl für die

Medizintechnik stellte den Spezialwerkzeug- und Werkstattausrüstungs-

Hersteller Werner Weitner vor eine große Herausforderung: Mit Schnittzeiten

von bis zu 15 min war der Sägeprozess langwierig und unproduktiv. Die

Lösung lieferte der langjährige Sägetechniklieferant Kasto: Mit der neuen

Hochleistungsbandsäge Kastowin pro AC 5.6 konnte das Unternehmen die

Bearbeitungszeiten halbieren und seine Fertigung damit deutlich effizienter

gestalten.

werden. Auf den vorhandenen Maschinen

entstanden dabei Schnittzeiten von bis zu

15 min, ein unbefriedigendes Ergebnis. Nach

Schnittversuchen auf einer Materialprobe fiel

die Wahl auf die neu entwickelte Hochleistungsbandsäge

Kastowin pro AC 5.6. Sie ist

für ein breites Anwendungsspektrum konzipiert,

etwa im Stahlhandel, der Stahlerzeugung,

in Schmiedewerken, im Maschinenbau

oder der Automotive-Industrie. Die vollautomatische

Säge ist für den Einsatz mit Bi- und

Hartmetallbändern optimiert. Bei den Tests

erreichte die Kastowin eine Schnittzeit von

maximal 7 bis 8 min, halb so viel wie vorher.

Angetrieben wird sie von einem frequenzgeregelten

Motor mit 11 kW. Die Mitarbeiter

können jederzeit zwischen Hartmetall- und

günstigeren HSS-Sägebändern wechseln,

denn auf der Maschine werden nicht nur

schwer zerspanbare Werkstoffe bearbeitet,

sondern auch handelsübliche Baustähle.

(sm 180205907)

Das 1968 im oberbayrischen Eichstätt

gegründete Unternehmen Werner Weitner

hat sich vom gewöhnlichen Metallbaubetrieb

zum Partner der internationalen Automotive-Industrie

und Medizintechnik entwickelt.

»Unser mit Abstand größtes Ge -

schäftsfeld sind Spezialwerkzeuge, die beispielsweise

in den Vertragswerkstätten

namhafter Automobilhersteller zum Einsatz

kommen«, erklärt der Marketing-Verantwortliche

Andreas Taugenbeck. Mittlerweile

beschäftigt die Werner Weitner GmbH 260

Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz

von rd. 30 Mill. € pro Jahr. Verarbeitet werden

hauptsächlich Stähle, verschiedene

Legierungen, aber auch Aluminium und

Kunststoffe vom Prototypen bis zur Großserie.

Dank der starken

Kühlmittelpumpe und des

großen Kühlmittelbehälters

werden die Sägebänder auch

bei schwer zu zerspanenden

Werkstoffen geschont.

« KONTAKT

KASTO Maschinenbau

GmbH & Co. KG

Industriestraße 14

77855 Achern-Gamshurst

Tel. +49 7841 61-0

www.kasto.com

Schneller Wechsel zwischen

Hartmetall- und HSS-Sägebändern

Für einen Kunden aus der Medizintechnik

musste ein hochvergüteter V2A-Stahl in

einem großen Durchmesserbereich bearbeitet

(Foto: Kasto)

stahlmarkt 2.2018


50 K Metallbearbeitung

Digitalisierung in der Zerspanung

schreitet voran

Sonderschau und Kongress »Digital Way« auf der Messe AMB

Stuttgart. Die Digitalisierung und Standardisierung sind Themen auf

der Sonderschau »Digital Way« auf der AMB, der internationalen Messe

für Metallbearbeitung vom 18. bis 22. September 2018 in Stuttgart.

Die Schnittstellen der Betriebsmittel

sind das Nadelöhr der Vernetzung. Für

Industrie 4.0 müssen die anfallenden Daten

nicht nur erfasst, sondern auch herstellerübergreifend

weitergegeben werden. Standardisierung

ist der einzige Weg, diese Hürde

zu nehmen. Sie wird eines der Themen

auf der neuen Sonderschau »Digital Way«

auf der AMB, der internationalen Ausstellung

für Metallbearbeitung sein. Werkzeugmaschinen

erreichen schon heute einen

hohen Grad an Perfektion. Wer in Zukunft

jedoch noch nennenswerte wirtschaftliche

Verbesserungen und damit Vorteile erzielen

will, kann das eigentlich nur noch im Zusammenspiel

mit den anderen Komponenten

des Gesamtsystems und sogar unternehmensübergreifend.

So entstehen Vorteile für

den Kunden beim Vernetzen von Maschinen

in heterogenen Maschinenparks.

VDW-Initiative soll Weg ebnen

Mit seiner kürzlich vorgestellten Brancheninitiative

legte der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

VDW einen Fahrplan

vor, wie die Schnittstellen der Maschinen

standardisiert werden sollen. Ziel ist es,

einen Standard für die Anbindung unterschiedlichster

Maschinensteuerungen an

eine gemeinsame Schnittstelle zu entwickeln

und softwaretechnisch zu implementieren.

Zunächst soll eine Schnittstellenspezifikation

erarbeitet werden. Ein Connectorstack

soll dann dafür sorgen, dass die Signale

aus unterschiedlichen Steuerungsschnittstellen

in das offene Format OPC UA

(Open Plattform Communications Unified

Architecture) übersetzt werden. Schließlich

wird ein Gateway implementiert, mit dem

sich unterschiedliche EDV-Systeme und

Clouds via Standardprotokoll anbinden lassen.

In der ersten Projektphase sind die Un -

ternehmen DMG Mori, Emag, Grob, Heller,

Liebherr-Verzahntechnik, United Grinding

und Trumpf beteiligt.

www.amb-messe.de

/

(sm 180205961)

(Foto: Kasto)

Werkzeugmaschinen sind schon heute immer öfter in einen

digitalisierten und einheitlich gesteuerten Materialfluss

integriert.

(Foto: DMG Mori)

»Open Connectivity« von DMG Mori: Damit lassen sich

auch Fremdfabrikate, Maschinen komplementärer

Technologiebereiche und manuelle Arbeitsplätze in einen

Verbund integrieren.

stahlmarkt 2.2018


Advertorial

Mit neuer Softwareversion zum Messeauftritt

Krefeld/Düsseldorf. Auf den diesjährigen Fachmessen

METAV und Tube stellt die GOB Software & Systeme GmbH

& Co. KG ihre neueste Softwareversion unitop für die

Stahlbranche und Metallverarbeitung vor.

Als einer der größten und erfolgreichsten

Microsoft Dynamics-Partner weltweit

nutzt die GOB die Gelegenheit, auf den

Messen in Düsseldorf ihre aktuellsten

Lösungskonzepte zu präsentieren. „Mit

der neuesten Version von unitop profitieren

Unternehmen der Stahlwirtschaft

noch stärker von den Branchenlösungen

der GOB. Durch die Integration von Office

365 lassen sich ERP-Prozesse nahtlos mit

den Microsoft Office-Produkten verbinden

und alle kaufmännischen Dokumente

sowie Zeugnisse in Microsoft SharePoint

digital ablegen. Die mobile Nutzung der

ERP-Software ist sowohl über Smartpho-

nes und Tablets als auch über MDE-

Scanner möglich. Die Kommunikation mit

Kunden und Lieferanten kann via E-Mail,

EDI oder über Internetportale erfolgen.

Hierdurch lässt sich eine Vielzahl von Prozessen

komplett digitalisieren“, berichtet

Christian Vogt, der als Neukundenberater

auf den Messen vor Ort ist.

Ergänzend zu diesem Leistungsangebot

bietet die GOB für Microsoft Dynamics

NAV-Anwender Betreuungskonzepte und

Systemlösungen an. Neben lokalen

„on-premises“ Installationen bietet die

GOB ihre Produkte und Dienstleistungen

auch aus der Microsoft Azure Cloud an.

„Das ist besonders für Kunden interessant,

die Wert auf Sicherheit, Verfügbarkeit

und einen kostengünstigen Betrieb

legen“, ergänzt Vogt. Besondere Vereinbarungen

mit Microsoft ermöglichen

attraktive Lizenzmodelle für Microsoft

Dynamics NAV-Anwender.

Kontakt:

GOB Software & Systeme GmbH & Co. KG

Europark Fichtenhain A 5

47807 Krefeld

https://www.gob.de/aktuelles/messen-events/

»stahlmarkt«-News

schnell, direkt und live

Das stahlmarkt-Team twittert

@stahlmarkt

Dort finden Sie das Neueste

• direkt aus der Redaktion

• live von Konferenzen und Veranstaltungen

• Insidertipps, Gedanken, Meinungen und mehr

Und den Blick in die Zukunft können Sie dann wagen, wenn Sie unser Printprodukt, die Zeitschrift »stahlmarkt« lesen.

Denn dort finden Sie Hintergrundberichte, Analysen, Übersichtsartikel, Interviews und vieles mehr.... ausführlich Monat für Monat.

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf · Tel.: +49 211 6707- 538 · Fax: +49 211 6707- 540

E-Mail: stahlmarkt@stahleisen.de · www.stahleisen.de


52 K Metallbearbeitung / Inserentenverzeichnis

Erfolgreich mit Spezialgeräten zum Stahl Schneiden

Neusäß. Das mittelständische Familienunternehmen Krenn aus dem bayerischen Neusäß bei Augsburg präsentiert

seit über 70 Jahren ein vielseitiges Stahlschneideprogramm.

Der Ursprung waren technische Federn,

die der Unternehmensgründer Albert Krenn

sen. in seinem 1947 gegründeten Betrieb

drehte. Um den harten Federstahl zu schneiden,

suchte er nach einem geeigneten Werkzeug

und entwickelte den patentierten

Krenn- Stahlschneider mit dem Dreischneiden-Wechselmesser.

Die heutige Krenn

GmbH & Co. KG hat sich als vielseitigster

Anbieter von Stahlschneidegeräten auf dem

internationalen Markt positioniert, der Ex -

portanteil liegt bei 50 %. Das Unternehmen

bietet hochwertige Spezialwerkzeuge manuell,

hydraulisch, elektro-hydraulisch, pneumatisch

oder akkubetrieben zum Schneiden

von Stahldraht, Rundstahlstäben, Baustahlmatten,

Drahtseilen, Stahlbändern, Ketten

und Kabeln an. Die Produktpalette richtet

sich u. a. an die Stahlbranche sowie die

Draht erzeugende und verarbeitende Industrie.

Krenn setzt auf individuelle Lösungen

nach Kundenwunsch. Schneidprobleme

werden gezielt vor Ort in der Industrie gelöst

und speziell entwickelte Spezialwerkzeuge

produziert. Beispiele sind Stahlschneider

zum Öffnen von Verpackungsdrähten und

-bändern mit verlängertem Schneidkopf. So

wurde mit der Übernahme des Geschäftsbereichs

»Stahlschneider und Prüfpressen«

von Kamax die Produktpalette um weitere

hydraulische Geräte zum Schneiden und Richten

von Stahl sowie um hydraulische Stauchpressen

zur Materialprüfung erweitert.

www.krenn.de

/

(sm 180205790)

INSERENTENVERZEICHNIS

B

BOBE Industrie-Elektronik 12

C

COILTEC Maschinenvertriebs GmbH 18

D

Peter Drösser GmbH 33

E

EUROFORUM Deutschland SE 9

F

Dr. Fister GmbH 31

G

GOB Software & Systems

GmbH & Co. KG 51

H

haspa GmbH 47

Heitmann Stahlhandel GmbH & Co. KG 2

M

markmann + müller

datensysteme GmbH 1

Montan- und Wirtschaftsverlag

GmbH 7, 51, 52, 55, 60

N

Nissen & Velten Software GmbH 25

S

Schages GmbH & Co. KG 11

Schnutz GmbH 15

Schwarz Informationssysteme GmbH 27

SSB Schienensysteme Brandt GmbH 55

Stainless Band Ltd 21

T

TCT TESIC GmbH 49

U

Universal Eisen und Stahl GmbH 39

V

Verlag Focus Rostfrei GmbH 13

Voß Edelstahlhandel GmbH & Co. KG 23

W

WALZSTAHLHANDEL ESSEN GmbH 18

WANKO Informationslogistik GmbH 53

Beilage

Verlag Focus Rostfrei GmbH

www.stahlmarkt-magazin.de

stahlmarkt 2.2018


Metallbearbeitung K 53

L KURZMELDUNGEN

FEIN INTEGRIERT DIE DÄNISCHE

TOCHTERGESELLSCHAFT GRIT

Schwäbisch Gmünd. Die C. & E. Fein GmbH

integriert den GRIT Standort in Dänemark in den

Unternehmenssitz in Schwäbisch Gmünd-Bargau.

Bisher war die Tochtergesellschaft GRIT A/S, die

Bandschleifmaschinen, Module und Zubehöre

herstellt, eine eigenständige Gesellschaft innerhalb

der FEIN Gruppe. Mit dem Standortwechsel

der vergleichsweise kleinen Geschäftseinheit

bündelt FEIN verschiedene Unternehmensfunktionen

im Hauptwerk Bargau und bekennt sich

weiterhin klar zum Standort Deutschland. Die

Implementierungsphase wird voraussichtlich Mitte

2018 abgeschlossen sein.

www.fein.com

/

WS(SHN)/SE/ (sm 180205874)

SCHWEISSTECHNOLOGIEN FÜR

DIE FERTIGUNG DER ZUKUNFT

Haiger/Düsseldorf. Auf der Messe SCHWEIS-

SEN & SCHNEIDEN präsentierte die Carl Cloos

Schweißtechnik GmbH zahlreiche Produktneuheiten

für das manuelle und automatisierte Schweißen.

Im Mittelpunkt standen die Themen Vernetzung

und Digitalisierung. »Auch in der Schweißtechnik

verschmelzen die virtuelle und physische Welt

zunehmend«, erklärte Geschäftsführer Sieghard

Thomas. »In CLOOS-Schweißsystemen auf der

ganzen Welt kommunizieren heute schon Werkzeugträger,

Roboter, Stromquellen und übergeordnete

Steuerungen erfolgreich miteinander.« Bei

Cloos kommt alles aus einer Hand – angefangen

von der Schweißtechnik über die Robotermechanik

und -steuerung bis hin zu Positionieren, Software

und Sensorik.

Bei Vorführungen im Handschweißbereich wurde

die breite Modellreihe an QINEO-Schweißstromquellen

von Einstieg bis Premium gezeigt.

Im Fokus stand dabei die neue MSG-Schweißgeräteserie

QINEO NexT. Der modulare Aufbau

ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten vom

Basis-Schweißgerät für das manuelle Handschweißen

bis zum Multiprozess-Schweißgerät

für das automatisierte Roboterschweißen. Daneben

hat Cloos die bewährten Schweißgeräte-Serien

QINEO Pulse und QINEO Champ weiterentwickelt.

Die neue Pro-Version bietet viele optimierte

Funktionen wie eine serienmäßige Ethernet-Schnittstelle.

Mit den QIROX-Robotern, Positionierern und

Vorrichtungen entwickelt und fertigt Cloos kundenspezifische,

automatisierte Schweißanlagen.

Der neue QIROX-Schweißroboter QRC-290 er -

möglicht z. B. einen einfachen Einstieg in das

automatisierte Schweißen. Zu den weiteren Highlights

gehörten das neue Betriebssystem QIROX

Operatin System (QOS) und die neue Programmieroberfläche

QIROX Technoloy Interface (QTI)

für die Roboter.

Darüber hinaus präsentierte Cloos neue und

bewährte Schweißprozesse für höchste Produktivität

und Qualität. So stellte das Unternehmen die

neue Prozessfamilie Mo Tion Weld für das automatisierte

MIG/MAG-Schweißen vor. Auch für das

Laserschweißen bot Cloos individuelle und

zukunftsorientierte Lösungen. Laser Weld und

Laser Hybrid Weld zeichnen sich durch höchste

Schweißgeschwindigkeiten bei einer geringen

Wärmeeinbringung für maximale Produktivität

und exzellente Qualität aus.

Darüber hinaus steigern verschiedene Softwarelösungen

die Performance der Schweißgeräte

und Roboteranlagen zusätzlich.

www.cloos.de

/

WS(Jp)/SE/ (sm 170905417)

EFFIZIENTE ZERSPANUNG

IM FOKUS

Ettlingen. ISCAR nutzt die Metav 2018 als

Plattform, um wirtschaftliche Lösungen rund um

die Zerspanung zu präsentieren. Es sind unter

anderem Fräser mit neuen Schneidstoffsorten zu

sehen.

Mit der Sorte IC608 erweitert ISCAR sein An -

gebot an PVD-beschichteten Schneidstoffen. Ein

zähes Feinstkornsubstrat macht die Werkzeuge

sehr widerstandsfähig. Die Beschichtung mindert

die Oxidation und den Verschleiß deutlich. Die

Fräser punkten insbesondere bei der Bearbeitung

von gehärtetem Stahl von 48 bis 60 HRC sowie

von legierten und hoch legierten Stählen. ISCAR

hat die neue Sorte getestet: Bei legiertem Vergütungsstahl

lag die Standzeit um über 20 % höher

als bei der vorherigen Sorte. Auf einem Ultra-

Feinstkornsubstrat mit optimaler Schneidkantenstabilität

basiert die andere neue Schneidstoffsorte

IC702. Sie ist besonders verschleißfest. Die

PVD-Beschichtung ist für die Trockenbearbeitung

und hohe Schnittgeschwindigkeiten geeignet.

Anwender zerspanen mit den Fräsern gehärtete

Stähle bis 65 HRC wirtschaftlich und erzielen lange

Standzeiten.

Außerdem ist die erweiterte Produktfamilie

T-SLOT zu sehen. Die Nut- und Schlitzfräser stehen

in neuen Breiten von 40 und 50 mm zur Verfügung.

www.iscar.de

/

Metav: Halle 15, Stand A45

WS(SHN)/SE/ (sm 180205953)

SOFTWARE-SPEZIALISTEN

GEKAUFT

Schaffhausen. GF Machining Solutions, eine

Division von GF, erwirbt im Einklang mit der Strategie,

ihr Angebot zu digitalisieren, 100 % der

Aktien der Symmedia GmbH. Das Unternehmen

hat sich in den vergangenen 20 Jahren auf Softwarelösungen

für die Vernetzung von Maschinen

spezialisiert.

Die Symmedia GmbH wurde 1997 gegründet.

Über 15.000 Maschinen in verschiedensten Industrien

weltweit sind mit ihrer Software ausgerüstet.

Symmedia wird unter dem bestehenden

Management auch zukünftig vom Unternehmenssitz

in Bielefeld aus operieren. »Wir heißen Symmedia

in der GF Familie herzlich willkommen und

freuen uns darauf, die weitere Entwicklung ihrer

Verbindungslösungen für eine Vielzahl von Kunden

zu unterstützen. Diese neue Partnerschaft

erlaubt es uns, das Angebot an digitalen Lösungen

für unsere Kunden zu forcieren und auszuweiten«,

erklärt Yves Serra, CEO von GF.

www.gfms.com

/

eb/WS(SHN)/SE/ (sm 171205565)

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INFORMATIONSLOGISTIK

www.wanko.de

info@wanko.de

0049(0)8654 4830

stahlmarkt 2.2018


54 K StahlTermine

Termin / Ort Thema Veranstalter Info / Kontakt

20.-24.2.2018

Düsseldorf

Metav 2018

VDW – Verein Deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

+49 69 756081-53/54

www.metav.de

27.2.-1.3.2018

Düsseldorf

EuroCIS 2018 Messe Düsseldorf www.eurocis.com

4.-7.3.2018

Köln

Internationale Eisenwarenmesse

2018

Koelnmesse GmbH

www.eisenwarenmesse.de

7.-8.3.2018

Düsseldorf

7.-8.3.2018

Stuttgart-Nürtingen

8.3.2018

Dresden

13.-14.3.2018

Stuttgart

Zukunft Stahl

Handelsblatt Jahrestagung

Schwer zerspanbare Werkstoffe

in der industriellen Praxis

26. Kranfachtagung Technische Universität Dresden,

Institut für Technische Logistik

und Arbeitssysteme

Strategische Stahl- und

Rohstoffbeschaffung

Euroforum Deutschland SE +49 211 9686-3845

veranstaltungen.handelsblatt.com/

stahlmarkt/

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG +49 89 99830-119

www.schwerzerspanbarewerkstoffe.de

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

+49 351 463-32538

www.tu-dresden.de

+49 69 30838-201

www.bme-akademie.de

13.-15.3.2018

Stuttgart

LogiMAT 2018

EUROEXPO Messe- und

Kongress-GmbH

+49 89 32391-259

www.logimat-messe.de

15.-16.3.2018

Rom

11. European Thermoforming

Conference 2018

European Thermoforming Division

der Society of Plastics Engineers

+32 3 541 77 55

www.e-t-d.org

19.-20.3.2018

London

20.3.2018

(19. und 21.3.2018 - Workshops)

Bonn

20.-21.3.2018

München

22.-24.3.2018

Parma

23.3.2018

Düsseldorf

27.-30.3.2018

Paris

Metals in the Future CRU Group +44 20 7903 2444

https://events.crugroup.com/

metalsinthefuture/home

12. BME Stahl-Forum 2018

mit zwei Workshops

33. FDBR-Fachtagung

Rohrleitungstechnik und

2. Kongress Anlagenservice

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Fachverband Dampfkessel-,

Behälter- und Rohrleitungsbau

(FDBR) e.V.

+49 69 30838-0

www.bme.de/stahlforum

+49 211 49870-32

www.fdbr.de

MECSPE Senaf Srl +39 023320391

www.mecspe.com

4. Steel Plate Conference Europe Metal Expert +38 56 375-79-12

www.metalexpert.com

GLOBAL INDUSTRIe GL Events +33 8 25 836 835

www.gl-events.com

9.-13.4.2018

Birmingham

MACH2018

The Manufacturing Technologies

Association (MTA)

+44 20 7298 6400

www.machexhibition.com

10.4.2018

Hannover

16.4.2018

Düsseldorf

16.-20.4.2018

Düsseldorf

17.-19.4.2018

Essen

17.-20.4.2018

Karlsruhe

23.-27.4.2018

Hannover

Kostenoptimierung Schmiedeteile BME-Akademie +49 69 30838-201

www.bme.de/products/

kostenoptimierung- schmiedeteile

stahlmarkt » Branchentreff

Montan- und Wirtschaftsverlag

GmbH

wire & Tube 2018 Messe Düsseldorf www.wire.de

www.tube.de

Cutting World mit Deutschem

Schneidkongress

Messe Essen GmbH

Schneidforum Consulting

GmbH & Co. KG

www.stahlmarkt-magazin.de/

Branchentreff

+49 201 72440

+49 212 2471047

www.messe-essen.de

PaintExpo 2018 FairFair GmbH +49 7022 60255-0

www.paintexpo.de

Hannover Messe 2018 Deutsche Messe AG www.hannovermesse.de

23.-27.4.2018

Hannover

Industrial Supply

(Hannover Messe)

Deutsche Messe AG +49 511 89-0

www.messe.de

23.-27.4.2018

Hannover

24.-25.4.2018

Duisburg

24.-27.4.2018

Stuttgart

CEMAT 2018 Deutsche Messe AG +49 0511 89-0

www.cemat.de

Stahleinkauf kompakt BME +49 69 30838-201

www.bme-akademie.de

32. Control P. E. Schall GmbH & Co. KG +49 7025 9206-0

www.control-messe.de

stahlmarkt 2.2018


Veranstaltungen K 55

L VERANSTALTUNGEN

11. EUROPEAN THERMO FORMING

CONFERENCE 2018

Antwerpen. Zum elften Mal findet in Rom vom

15. bis 16. März 2018 die »European Thermoforming

Conference« statt. Diese Messe wird von

der European Thermoforming Division der Society

of Plastics Engineers im Rome Marriott Park Hotel

organisiert. Vorträge, Workshops und eine Ausstellung

informieren. Die Konferenz unter dem

Titel »Thermoforming 4.0« verbindet die Vorträge

aus Wissenschaft, Zulieferindustrie und Herstellern

thermogeformter Produkte.

www.e-t-d.org

K

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eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105800)

METALS IN THE FUTURE 2018

London. Diese Konferenz wurde ins Leben gerufen,

um zu untersuchen, in welcher Art »grüne

Technologien« das Angebot und die Nachfrage im

Metallsektor beeinflussen. Dazu werden verschiedene

Materialien – Stahl, Aluminium, Ferrolegierungen

und weitere Metalle herangezogen. Ausgerichtet

von der CRU Group, wird die Konferenz

am 19. und 20. März 2018 im Hilton London

Paddington gehalten.

www.events.crugroup.com/

metalsinthefuture/home

K

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eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105753)

12. BME STAHL-FORUM 2018

MIT ZWEI WORKSHOPS

Frankfurt/Main. Der BME lädt zum 12. Mal

zum Stahl-Forum am 20. März 2018. Hier stehen

Prognosen und Strategien des Stahleinkaufs im

Zentrum, denn Einkäufer stehen vor Herausforderungen,

um sie in dem volatilen Rohstoffmarkt zu

bestehen. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen

und Best-Practice-Vorträge veranschlagt.

Flankiert wird das Forum durch zwei getrennt

buchbare Workshops am 19. sowie am 21. März

2018. Workshop A am 19. März behandelt die

Eignung der neuen Stahl-Kontrakte LME Scrap

und LME Rebar an der London Metal Exchange

zum Hedging und zur Ertragsstabilisierung. Ziel

ist, Absicherungsstrategien zu entwickeln. Workshop

B am 21. März bearbeitet ein Update für

internationale Stahlmärkte – Chancen und Risiken

für Einkäufer. Ziel ist, schwierige Entwicklungen

besser einschätzen zu können. Alle Veranstaltungen

finden jeweils im Maritim Hotel Bonn

statt.

www.bme.de/stahlforum

K

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eb/WS(Jp)/SE/ (sm 180205888)

33. FDBR-FACHTAGUNG

ROHRLEITUNGSTECHNIK UND

2. KONGRESS ANLAGENSERVICE

Düsseldorf. Diese Fachtagung des Fachverbandes

Dampfkessel-, Behälter- und Rohrleitungsbau

(FDBR) e.V. fokussiert am 20. und 21. März 2018

Rohrleitungen in Kraftwerken und chemischen

Anlagen sowie Rohrfernleitungen. Parallel dazu

wird der 2. Kongress Anlagenservice gehalten, der

sich mit Industrieservice 4.0, Digitalisierung verstehen

und anwenden, beschäftigt. Beide Veranstaltungen

begleitet eine Fachausstellung. Veranstaltungsort

ist das Holiday Inn Munich – City

Centre in München.

www.fdbr.de

K

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eb/WS(Jp)/SE/ (sm 180105834)

4. STEEL PLATE CONFERENCE

EUROPE

Dnipro. Zum mittlerweile vierten Mal richtet

Metal Expert diese Konferenz aus, die am

23. März 2018 in Düsseldorf gehalten wird. Hier

kommen bedeutsamste Themen der Branche zur

Sprache wie Nachfrage und Kapazitätsauslastung

im Flachstahlsektor. Ferner werden die Effektivität

von Handelsmaßnahmen im heimischen Markt

beleuchtet. Außerdem geht es um die Distribution

von Flachstahl, den internationalen Markt und

neue Anforderungen hinsichtlich Qualität und

Technologie.

www.metalexpert.com

K

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eb/WS(Jp)/SE/ (sm 180105841)

GLOBAL INDUSTRIe

Paris. Organisiert von GL Events vom 27. bis

30. März 2018 in Paris Nord Villepinte, fokussiert

diese neue Veranstaltung den französischen Fertigungssektor.

Dazu wurden vier Messen zusammengefasst,

MIDEST, SMART-INDUSTRIES, INDUS-

TRIE und TOLEXPO, wobei auch ein neuer Name

– GLOBAL INDUSTRIe – etabliert wurde. Hier

präsentiert sich die gesamte Wertschöpfungskette

der Fertigung und erwartet als Zielgruppen u. a.

Gerätehersteller, Ausrüster sowie Zulieferer aus

den Bereichen Transport, Energie, Infrastruktur,

Metallurgie, Eisen und Stahl.

www.gl-events.com

K

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eb/WS(SHN)/SE/ (sm 180105751)

STAHLKONFERENZ IN CHINA

Xi‘an. Chinas Stahlausrüster sowie den chinesischen

Stahlmarkt kennenzulernen, ist auf der

16. International Steel Market and Trade Conference

möglich. Sie wird vom 28. bis 30. März

2018 in Xi‘an gehalten. Einführend wird ein Überblick

über die chinesische Wirtschaft und Stahlindustrie

vermittelt. Chinas Im- und Exporte werden

behandelt, ebenso die Strukturreform, der

Abbau von Überkapazitäten und die Konsequenzen

auf den Märkten. Die chinesische Stahlnachfrage

wird beleuchtet und digitale Plattformen für

den Stahlhandel werden vorgestellt.

bit.ly/2rk3S60

K

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eb/WS(Jp)/SE/ (sm 180205882)

AMB IRAN 2018

Stuttgart. In einer Kooperation mit dem Verein

Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

(VDW) richtet die Messe Stuttgart die AMB Iran,

Fachmesse für Metallbearbeitung, aus. Diese wird

vom 26. bis 29. Juni 2018 im Shahr-e-Aftab

Complex, Teheran, Iran, gehalten und ermöglicht

den (Wieder-) Einstieg in den Markt Iran als prosperierende

Wirtschaftsregion. Insbesondere dem

Maschinen- und Anlagenbau bietet sich großes

Potenzial.

www.messe-stuttgart.de

K

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Eb/WS(SHN)/SE/ (sm 171105499)

www.stahlmarkt-magazin.de

stahlmarkt 2.2018


56 K Fachmedien

shop@stahleisen.de

Tel. +49 211 6707-527

Fax +49 211 6707-582

Direkt bestellen

über diesen QR-Code

oder online über

www.stahleisen.de

Prof. Reimund Neugebauer (Hrsg.):

Digitalisierung

Springer Vieweg, Wiesbaden 2017, 411 S., mit 120 tlw.

farb. Abb., ISBN 978-3-662-55890-4

Wolfgang Bleck, Elvira Moeller (Hrsg.):

Handbuch Stahl.

Auswahl, Verarbeitung, Anwendung.

Carl Hanser Verlag 2017, 944 S. mit E-Book,

ISBN: 978-3-446-44961-9 , Preis: 250 €

Stahl ist der wichtigste Konstruktionswerkstoff.

Im Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau,

Schiffbau, Stahlbau und in vielen

anderen Industriebereichen ist er durch keinen

anderen Werkstoff zu ersetzen. Für

jeden Anwendungszweck gibt es passende

Stahlsorten am Markt zu kaufen. Die Feinabstimmung

der gewünschten Eigenschaften

kann im weiteren Verarbeitungsprozess

vorgenommen werden, bis der Werkstoff

optimal den gewünschten Produktanforderungen

entspricht. Die Anzahl der Möglichkeiten

ist sehr groß und somit auch die

Schwierigkeit, den genau passenden Stahl

zu finden bzw. zu erzeugen. Das vorliegende

Handbuch hilft Ihnen, dieses Problem zu

lösen. Es zeigt u. a. mit welchen systematischen

Ansätzen und Hilfsmitteln sich die in

Frage kommenden Stahlsorten eingrenzen

lassen. Außerdem erläutert es die wichtigsten

produktrelevanten Eigenschaften und

Lieferformen – die werkstoffgerechte Weiterverarbeitung

durch umformende und

spanende Fertigungsprozesse und Wärmebehandlung.

Es gibt hunderte Anwendungsbeispiele

aus Maschinen- und Anlagenbau,

Verkehrstechnik, Energietechnik, Bauwesen,

Offshore, Stahlwasserbau, Werkzeugbau

sowie für Leitungsrohre, Haushalt, Medizintechnik,

Sportgeräte und Sonderanwendungen.

Damit stellt dieses Handbuch eine

wertvolle Ergänzung zu etablierten Normenverzeichnissen

und Herstellerkatalogen dar.

Es zeigt, wie Anwender den Werkstoff eingesetzt

haben und bietet Anregungen für

Konstrukteure und Ingenieure.

(sm 180205849)

International Stainless Steel Forum

ISSF (Hrsg.): Nichtrostender Stahl verhindert

hohe Wasserverluste.

Brüssel 2017, 35 S., A4, online verfügbar

Dieser zweite Teil der Buchreihe »Fraunhofer-

Forschungsfokus – Schlüsseltechnologien

für Wirtschaft & Gesellschaft« befasst sich

mit der Digitaltechnik als Fundament der

technisch orientierten Zivilisation. Forschende

der Fraunhofer-Gesellschaft geben einen

Überblick über zentrale Forschungsfelder

und gehen auch auf konkrete Herausforderungen

ein.

Die Digitaltechnik ist unentbehrlich für

unsere technisch orientierte Zivilisation

geworden. Sie hat das Potenzial, das Leben

der Menschen heute und in Zukunft gravierend

zu beeinflussen. Doch was steckt

dahinter? Wie sehen Forscher und Experten

das Thema Digitalisierung heute und was

sind ihre Pläne und Erwartungen für die

Zukunft?

Die einzelnen Forschungsfelder werden

von den Fraunhofer-Experten zunächst eingehend

erläutert, sodass die Herausforderungen,

die sich im Zuge der Digitalisierung

und der Anwendung ergeben, deutlich werden.

Da die Forschung der Fraunhofer-Institute

stets das Ziel hat, aus Forschungsergebnissen

konkrete Anwendungen für die Praxis

zu entwickeln, hält das Buch die Balance

zwischen wissenschaftlicher Expertise und

praktischem Know-how. (sm 180205902)

Das International Stainless Steel Forum (ISSF)

hat eine Broschüre über den Einsatz von

nichtrostenden Rohren für den Trinkwassertransport

herausgegeben. Im Vergleich zur

Verwendung anderer Materialien, die we -

sentlich korrosionsanfälliger sind, können so

voluminöse Wasserverluste vermieden werden.

Leckende Leitungssysteme bescheren

Städten und Gemeinden weltweit hohe

Trinkwasserverluste, teilweise bis zu 40 %

pro Jahr. Nicht nur Schwellenländer kämpfen

mit diesen Problemen, selbst hochentwickelten

Metropolstädten mangelt es an

Lösungen. Das ISSF beschreibt in dem Booklet

die Erfolge, die die Städte Tokio, Seoul

und Taipeh aufgrund des Einsatzes nichtrostender

Trinkwasserpipelines verzeichnen. Sie

sollen anderen Kommunen Mut machen,

marode Leitungen durch Rostfrei-Erzeugnisse

zu ersetzen und so wertvolles Trinkwasser

zu sparen und nachhaltiger zu wirtschaften.

Die Broschüre ist kostenlos von der ISSF-

Homepage herunterladbar.

www.issf.org

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(sm 180205857)

stahlmarkt 2.2018


Personalien K 57

VIP-Seite

Gregor Machura ist

Nachfolger von Volker

Hüller als neuer Geschäftsführer

von bauforumstahl

e.V. Er bildet zusammen

mit Dr. Bernhard Hauke

die Doppelspitze des Verbands.

Machura ist bereits seit 2012 als

Referent für Stahlbautechnik. Volker Hüller

ist zum Jahresende 2017 in den Ruhestand

getreten.

K

(sm 180205980)

Seit 1. Januar 2018 ist

Thomas Cramer neuer

Hauptgeschäftsführer der

STAPPERT Deutschland

GmbH. Er folgt Marc Steffen,

der in das Board der

Jacquet Metal Service SA

wechselt. Darüber hinaus

wurde Bernhard Foterek

Ende Januar als Geschäftsführer

der STAPPERT

Deutschland GmbH in den

Ruhestand verabschiedet.

Neuer Gesamtverkaufsleiter für Deutschland

wurde Roland Flach.

K

(sm 180205922)

In der Unternehmensgruppe Lingemann

Stahlgroßhandel GmbH und Stahlkontor

GmbH sind seit dem 1. Januar 2018 folgende

Veränderungen wirksam: Geschäftsführer der

L. Lingemann Stahlgroßhandel GmbH ist jetzt

Mike J. Schrader. Bei der Stahlkontor GmbH

ist Reinhard Niebrügge als Gesellschafter und

Geschäftsführer ausgeschieden. Seine Gesellschaftsanteile

hat die L. Lingemann GmbH

übernommen. Heidrun Lingemann scheidet

als Geschäftsführerin aus. Zum Geschäftsführer

wurde Detlef Schwer berufen. Heidrun

Lingemann und Mike J. Shrader wurde Generalvollmacht

erteilt. Lorenz Lingemann ist

zukünftig alleiniger Gesellschafter beider

Unternehmen und verbleibt in der Unternehmensgruppe,

damit sei Kontinuität in der

Führung weiterhin gewährleistet, so eine Mitteilung

des Unternehmens.

K

(sm 180205924)

(Foto: Marc Fippel)

Die SurTec International GmbH hat für

ihr deutsches Tochterunternehmen, SurTec

Deutschland GmbH, Zwingenberg, einen

Wechsel der Geschäftsführung mit Wirkung

zum 1. Januar 2018 bekannt gegeben. Der

langjährige Geschäftsführer Dr. Karl Brunn

(re. im Bild) wechselt als Senior Project

Manager zur Muttergesellschaft SurTec

International. Seine Nachfolge als Geschäftsführer

und Chief Executive Officer von Sur-

Tec Deutschland übernimmt Dieter Aichert,

der zuvor die Position des Global Sales Director

bei SurTec International innehatte. K

(sm 180205947)

Seit dem 1. Januar

2018 ist Rechtsanwalt

Max Schumacher, bisher

Sprecher der Hauptgeschäftsführung,

alleiniger

Haupt geschäftsführer des

Bundesverbandes der

Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Die beiden

anderen Mitglieder der Hauptgeschäftsführung,

Rechtsanwalt Gerhard Klügge,

bisher zuständig für Verwaltung, und Dr.-

Ing. Christian Wilhelm, bisher zu ständig für

den Bereich Technik, haben den Verband

zum 31. Dezember 2017 verlassen.

Der Hauptgeschäftsführer wird durch vier

Bereichsleiter unterstützt, die fachübergreifend

die Interessenvertretung der Gießerei-Industrie

sowie eine umfassende Betreuung

der BDG-Mitgliedsunternehmen sicherstellen:

Jörg Evertz (Bereichsleiter Verwaltung),

Thomas Krüger (Bereichsleiter Mitgliederbetreuung),

Heiko Lickfett (Bereichsleiter

Wirtschaft) und Cesare Troglio (Be-

reichsleiter Technik).

K

(sm 180205946)

Der neue CEO bei Te -

nova Metals heißt seit

1. Januar 2018 Roberto

Pancaldi. Er folgt Andrea

Rocca, der nach fünf Jahren

bei Tenova neue Aufgaben

bei Tecpetrol, einer

Tochter der Techint-Gruppe übernimmt. K

(sm 180205952)

Richard Matheson ist

seit Beginn des Jahres

2018 neuer Direktor des

Nickel Institute und verantwortet

den Bereich Marktentwicklung.

Er folgt Nigel

Ward, der in den Ruhestand

getreten ist. Matheson ist außerdem

Mitglied des Management Commitee. K

(sm 180205948)

Frank Mücklich, Professor

für Funktionswerkstoffe

der Universität des

Saarlandes und Leiter des

Steinbeis-Forschungszentrums

für Werkstofftechnik

(MECS), wurde als Mitglied

in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

(acatech) gewählt. Die Akademie

nimmt Forscher aufgrund ihrer herausragenden

wissenschaftlichen Leistungen auf. Die

derzeit rd. 500 Wissenschaftler beraten Vertreter

aus Politik und Wirtschaft über Zu -

kunftsfragen aus der Welt der Technologie.

Die Themenpalette reicht von der Energieversorgung

über die Digitalisierung und Industrie

4.0 bis hin zur Technikkommunikation. K

(sm 1820205925)

Seit 1. Januar 2018 ist

Maciej (Mac) Gwozdz

Präsident des Geschäftsbereichs

Europa bei Outokumpu.

Er berichtet an

Outokumpu-CEO Roland

Baan und war zuvor (wie

Baan bis 2016) seit 2016 Executive Vice President

für Operations.

K

(sm 180205918)

stahlmarkt 2.2018


58 K Personalien / Verschiedenes

VIP-Seite

Im Vorstand der Stahlsparte von thyssenkrupp

gibt es einen personellen Wechsel. Dr.

Sabine Maaßen hat zum 1. Februar 2018

die Position des Chief

Human Resources Officer

(CHRO) der thyssenkrupp

Steel Europe AG übernommen.

Sie folgt Thomas

Schlenz, der seine

Mandate aus gesundheitlichen

Gründen zum Ablauf des 31. Januar

2018 niedergelegt hat. K

(sm 180206007)

Am 10. Februar wird Robert Bauer,

Mitglied des Vorstandes der voestalpine

High Performance Metals GmbH, 60 Jahre

alt.

K

(sm 180205863)

Seinen 85. Geburtstag feiert am 11. Fe -

bruar Dr.-Ing. Helmut Lang, ehemals

Geschäftsführer der Thyssen Engineering

GmbH.

K

(sm 180205864)

Klaus Borgards, früher Vorsitzender der

Geschäftsführung der Rohstoffhandel

GmbH, begeht am 14. Februar seinen

85. Ge burtstag. K

(sm 180205865)

Seinen 60. Geburtstag feiert am 20. Fe -

bruar Franz-Josef Irnich, Geschäftsführer

der TDCo GmbH.

K

(sm 180205867)

Am 24. Februar wird Fernand Wagner,

ehemals Präsident der Generaldirektion der

ARBED-Gruppe, 80 Jahre alt.

K

(sm 180205868)

Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender des

Aufsichtsrates der Siemens AG, begeht am

25. Februar seinen 75. Geburtstag. K

(sm 180205869)

Dr.-Ing. Hans Peter Hennecke, früher

Vorsitzender der Geschäftsführung der

Rhein kalk GmbH, begeht am 2. März seinen

80. Geburtstag. K

(sm 180205969)

Am 5. März wird Claude Kintz, ehemals

Vorstandsvorsitzender der Saarstahl AG,

75 Jahre alt. K

(sm 180205970)

Meba Steel & Industrial Supplies Trade GmbH

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Ihre Aufgabe

• Neukundengewinnung in der Stahlbranche

• Betreuung und Beratung von Bestandskunden

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• Angebotserstellung und -bearbeitung

• Auftragserfassung und -abwicklung

• Unterstützung bei Pre-/After-Sales Aktivitäten

• Teilnahme an Messen und Kundenveranstaltungen

Ihr Profil

• Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung und/oder vergleichbare

Qualifikationen, Studium (Bachelor/Master/Diplom) mit betriebswirtschaftlicher

und/oder internationaler Ausrichtung

• Mehrjährige Berufserfahrung im Vertrieb der Stahlbranche oder im

Stahl-Service sowie ein hohes technisches Verständnis

• Verhandlungssichere Englischkenntnisse

• Türkisch Kenntnisse sind von Vorteil jedoch nicht zwingend notwendig

• Sehr gute PC-Kenntnisse, strukturierte Arbeitsweise, Eigeninitiative,

hohe Team- und Kundenorientierung

• Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen

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Vorschau / Impressum K 59

VORSCHAU 3.2018

Steel International

• Der Schiffbau blüht auf

• Wie China und Indien kooperieren

• Ressourceneffiziente Werkstofftechnologie

• Starkes Wachstum der italienischen Werkzeugmaschinenindustrie

Branchenbericht

Autoindustrie: Zeit des Umbruchs

wire & Tube / Rohre, Profile, Flansche

• wire & Tube 2018 – was gibt es Neues?

• Unabhängig vom Lohnschneider

• Vollautomatische Bandsäge Proline 420.350 ANC eine Weltpremiere

• Stahl für Dach des Louvre in Abu Dhabi

• Den Zuschnitt von Stahlprofilen optimieren

• Effiziente Fertigung komplex geformter Rohre

• Messsystem für Walzprofile

• Volles Rohr, schweißbar, zäh und gut

• Rohrbearbeitungstechnologien per Virtual Reality

Stahlhandel & Stahl-Service-Center

Im Fokus: Logistik, Lagertechnik & Handhabung

• Logistik 4.0: Studie zu Schlüsseltrends

• »The Smart Logistics Challenge«

• Werkstoffprüfung – just in time

• Systemimplementation elegant gelöst

• Neue Serviceleistung, Nachfolge, Expansion und Co.

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Impressum

Herausgeber und Verlag:

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Postfach 105164, 40042 Düsseldorf

E-Mail: stahlmarkt@stahleisen.de

Internet: http://www.stahleisen.de

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Redaktion: Chefredakteurin Dr.-Ing. Wiebke Sanders

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Ständige Mitarbeiter in Berlin, Warschau, New York

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E-Mail: nadine.kopmann@stahleisen.de

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76275 Ettlingen

Erscheinungsweise: jeweils zum Monatsanfang.

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(12 Ausgaben) 112,– € einschl. Zustellgebühr und

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Kündigungsfrist bis zum 15. November zum

31. Dezember des jeweiligen Jahres. Zur Zeit gültige

Anzeigenpreisliste Nr. 67.

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Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das

Urheberrechts gesetz festgelegten Grenzen ist ohne

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Erfüllungsort Düsseldorf

© 2018 Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH, Düsseldorf

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gebleichtem Papier (TCP) mit

schwermetallfreien Farben.

Printed in Germany

ISSN 0178-6571

(Fotos: Bomar, Iser)

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Heft 3.2018 16.02.2018 30.01.2018 06.03.2018

Heft 4.2018 16.03.2018 28.02.2018 05.04.2018

Face to Face

10. stahlmarkt » Branchentreff

16. April 2018, ab 17:30 Uhr,

Messe Düsseldorf, CCD.Süd

Treffen Sie sich mit erfahrenen Branchenkennern.

»Branchentreff

Nutzen Sie diese Plattform für den fachlichen und persönlichen Austausch in einem spannenden und innovativen Umfeld.

Nach einer Reihe von Kurzvorträgen (ca. 1 Std.) lassen wir den Abend in lockerer Atmosphäre mit einem Buffet ausklingen.

VIP-Tisch 1) Logo 2) Info-Tisch 3) Roll-up 4) Sammeltisch 5)

Premium

Basic

Starter

1)

VIP-Tisch für 8 persönliche Gäste des Sponsors

8 Eintrittskarten in das Messegelände zum »stahlmarkt Branchentreff«

2)

Unternehmenslogo in den Branchentreff-Medien

3)

Eigener Infotisch für Unternehmenspräsentation

4)

Stellplatz für Roll-up

5)

Auslage von Infomaterial bzw. eines Flyers auf dem »stahlmarkt«-Sammeltisch

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf · Tel.: +49 211 6707- 518 · Fax: +49 211 6707- 923 518 · nadine.kopmann@stahleisen.de · www.stahlmarkt-magazin.de

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