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Band41

22 Die Befragung der

22 Die Befragung der Sportler erfolgte in der Woche nach dem Wettkampfhöhepunkt der Saison, den Berliner (Jahrgangs-) Meisterschaften. Die quantitative Datenauswertung erfolgte mittels Excel 2010. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf die Anzahl der Schulterprobleme und deren erstes Auftreten in Verbindung mit dem Alter gelegt. Für das erstmalige Auftreten der Schulterprobleme wurden die Daten für Jahrgang und Geschlecht nach positivem Anderson-Darling-Test auf Normalverteilung mittels Gauß’scher Normalverteilung angenähert. Weiterhin erfolgten Korrelationsberechnungen zwischen dem Auftreten von Schulterproblemen (Ja=1; Nein=0) und verschiedenen Einflussfaktoren, so z. B. für den Einsatz von Handplatten im Training (Ja=1; Nein=0) und weiterer mögliche Einflussfaktoren. Die Berechnung der Korrelationen erfolgte mit Hilfe des Vierfelder-Koeffizient und der Rangkorrelation nach Spearman. Die Zusammenhänge der Verletzungshäufigkeiten zwischen den beiden Geschlechtern wurden mittels t-Test für unabhängige Zufallsvariablen mit unterschiedlichen Varianzen durchgeführt. Aufgrund der geringen Stichprobengröße ab Jahrgang 2001 wurden die Sportler, die 2001 und früher geboren wurden, zu einer Gruppe zusammengefasst. Primär können also Aussagen über die Jahrgänge 2005 – 2002 sowie das Alter des erstmaligen Auftretens von Schulterbeschwerden getroffen werden. 4 Ausgewählte Ergebnisse Häufigkeit der Schulterbeschwerden Hinsichtlich der Verteilung der Schulterbeschwerden berichten von den 68 befragten Sportlern 21 von ihren Schulterbeschwerden (30,9%). Von den 42 weiblichen Teilnehmerinnen sind es 13 (31,0%) und von den 26 männlichen Befragten sind es 8 (30,7%) Sportlerinnen bzw. Sportler, die über Schulterbeschwerden berichten. Sowohl hinsichtlich aller Befragten als auch hinsichtlich der Geschlechterverteilung klagt ca. ein Drittel der Sportler über Schulterbeschwerden. Die Antworten nach Schulterbeschwerden, differenziert nach Jahrgängen ergibt folgende Häufigkeitsverteilung in Tab. 3. Tab. 3: Relative Häufigkeitsverteilung der Schulterbeschwerden differenziert nach Jahrgang und Geschlecht Jahrgang Schmerzen gesamt Schmerzen m Schmerzen w Relative 2005 17% 0% 25% Häufigkeit 2004 13% n((n 17% 10% von 2003 25% =12 0% 38% Schulterprob = lemenJAHR 2002 42% 67% 33% 2001 GANG u. ä. 56% 56% 57% Aufgrund des positiven Anderson-Darling-Tests auf Normalverteilung beim ersten Auftreten von Schulterproblemen konnte die Gaußsche Normalverteilung berechnet und dargestellt werden (vgl. Abb. 9).

23 Abbildung 9: Zeitpunkt des Auftretens von Schulterproblemen Danach konnten hinsichtlich Zeitpunktes des ersten Auftretens von Schulterproblemen folgende Mittelwerte berechnet werden, für die weiblichen Befragten (n=42) das Alter von 13,1 ± 2,2 und bei den männlichen Befragten (n=26) das Alter von 14,7 ± 1,9 Jahren. Demnach entstehen ca. 84% der Verletzungen im Alter ab 10,9 (♀) bzw. 12,9 (♂) Jahren. Einflussfaktoren Bei den 21 Sportlern, die über Schulterprobleme berichteten, traten die Probleme bei 20 Sportlern (95,2%) beim Schwimmen, bei 7 (33,3%) beim Schwimmen und Landtraining auf. 10 Schwimmer (47,6%) mussten eine Trainings- bzw. Wettkampfpause einlegen, welche im Mittel 8 ± 5,2 Tage erforderte. Abb. 10 enthält die relative Häufigkeitsverteilung von den 18 Sportlern, die Schulterprobleme beim Schwimmen angeben sowie bei welchen Schwimmarten diese auftreten. Bis zu drei Schwimmarten konnten angegeben werden. Abb. 10: Relative Häufigkeit der Schulterprobleme beim Training