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Band41

30 Sport1. (20. Januar

30 Sport1. (20. Januar 2015). Sport1. Von http://www.sport1.de/schwimmen/2015/01/schwimmen-tim-wallburger-beendetseine-karriere am 20.08.2016, 20:11 Uhr, abgerufen Autor Pfeiffer, Sebastian; Berliner Schwimmverband Berliner Wasserratten, gegr. 1889 e.V.; Email: sebastian.pfeiffer@berliner-wasserratten.de

31 LENZ, UTE Notwendigkeit und methodische Anforderungen bei der Ausbildung von Rumpf- und Schulterstabilität im Schmetterlingsschwimmen. Hausarbeit Ausbildung Lizenztrainer A Schwimmen 2015/16 Einleitung Im Beitrag wird bewusst auf detaillierte Beschreibungen anatomischer Begebenheiten verzichtet. Sowohl die genannten Gelenke, als auch der Muskel- und Bandapparat werden nicht in ihrer genauen Arbeitsweise dargestellt, dazu verweise ich auf einschlägige Literatur zur menschlichen Anatomie und Physiologie. Eine genaue Beschreibung würde den Rahmen sprengen und vielleicht das eigentliche Thema und die Bearbeitung in den Hintergrund drängen. Dieses heißt jedoch nicht, dass bei einer gezielten Ausbildung der Rumpf- und Schulterstabilität kein Fachwissen über Anatomie und Arbeitsweise der Gelenke sowie der Muskulatur unerlässlich ist. Alle Beschreibungen erfolgen in der maskulinen Form, welches aus Vereinfachungszwecken geschieht und nicht als Vernachlässigung des weiblichen Geschlechtes aufgefasst werden darf. Der Rumpf des menschlichen Körpers und die sich angliedernden Gelenke bilden die Voraussetzung für Bewegungen jeglicher Art. In den meisten Fällen befindet sich der Körper in vertikaler Position und kann bei Bewegungen auf ein festes Widerlager zurückgreifen. Am Häufigsten ist dieses der Boden; beim Turnen kann es der Barrenholm oder das Pauschenpferd sein, beim Radfahren der Lenker oder die Pedalen, beim Rhönradturnen das Rhönrad etc. Im Schwimmsport ändern sich gleich zwei entscheidende Bedingungen, welche die körperliche Bewegung beeinflussen: - die Muskulatur wird aus der horizontalen Position beansprucht - der Körper kann nicht auf ein Widerlager zurückgreifen und sich daher nicht „verankern“. (Ausnahmen sind Start und die Wende) Diese beiden Aspekte sind ausschlaggebend für die hohe Bedeutung der Rumpf- und Gelenkstabilität im Schwimmsport. Hinzu kommt die Komplexität der Bewegungen. - Zur Erzeugung einer Vorwärtsbewegung sind nahezu ALLE Muskeln beteiligt, da beim koordinierten Schwimmen die Muskeln in einer Art „Kettenreaktion“ zusammenarbeiten müssen. Man bezeichnet dieses als KINETISCHE KETTE 1 . - Zusätzlich zur Vortriebsaufgabe müssen die Muskeln eine eigene Stabilitätsgrundlage bilden. Zeitgleiche Stabilisation und Bewegung stellen ein hohes Anforderungsprofil an den Körper und somit den Sportler dar. 1 Quelle: Blythe Lucero (2012). Schneller schwimmen durch Krafttraining. Meyer und Meyer Verlag Seite 29