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Band41

60 HALJAND (2003)

60 HALJAND (2003) unterteilte den Startabschnitt in drei Perioden und sieben (Schmetterlingsund Freistilstart) bzw. neun (Bruststart) Phasen (vgl. Tab. 1) (http://swim.ee, 2003). Tab. 1: Unterteilung des Startabschnittes nach HALJAND (2003) DIETZE/ SABOROWSKI (2005) formulieren: „Ziel des Starts ist es, den Startabschnitt in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen, wobei gleichzeitig eine hohe Geschwindigkeit in die zyklische Bewegung der Schwimmart (Gesamtkoordination) eingebracht werden soll.“ Um diesen Zielen zu entsprechen, überarbeiteten DIETZE/ SABOROWSKI (2005) die Einteilung des Starts in folgende sechs Phasen: 1. Ausgangsstellung Die Körperposition, die der Sportler nach der Aufforderung des Starters zur Einnah me der Startposition einnimmt und mit der ersten Bewegung als Reaktion auf das Startsignal verlässt. Ziel ist es, eine Körperposition einzunehmen, die einerseits einen sicheren Stand garantiert und andererseits die Möglichkeit bietet, schnell äußere Kräfte für eine Vorverlagerung des Körperschwerpunktes wirksam zu machen. 2. Auftakt Beginnt als erste Reaktion auf das Startsignal, bereitet den Absprung vor und endet mit dem Lösen der Hände vom Startblock. Ziel ist die schnelle Verlagerung des Körperschwerpunktes in die Schwimmrichtung und die Vorbereitung des Absprungs.

61 3. Absprung Beginnt mit dem Lösen der Hände vom Startblock und endet mit dem Lösen der Füße vom Startblock. Ziel ist die optimale Nutzung der muskulär zur Verfügung stehenden Antriebsleistung für eine maximale Beschleunigung des Körpers in Schwimmrichtung. 4. Flug Beginnt mit dem Lösen der Füße vom Startblock und endet mit der ersten Wasserberührung (Hände). Ziel ist die Einnahme einer zweckmäßigen Körperhaltung zur Vorbereitung eines widerstandsarmen Eintauchens. 5. Eintauchen Beginnt mit der ersten Wasserberührung und endet, wenn sich der Sportler mit seinem gesamten Körper im Wasser befindet. 6. Übergang Beginnt, wenn sich der Sportler mit seinem gesamten Körper im Wasser befindet und endet mit dem Einsatz der zyklischen Bewegung in der jeweiligen Schwimmart (Gesamtkoordination) unter Einhaltung der Wettkampfbestimmungen. Ziel ist die Minimierung des Geschwindigkeitsverlustes in Schwimmrichtung. Für die Ausführung des Schrittstarts vom OSB11 gibt KÜCHLER (2014) folgende Hinweise für die Phasen bis zum Verlassen des Blocks: In der Ausgangsstellung (vor dem Startsignal) soll der Sportler stabil stehen, dabei eine Vorspannung aufbauen und den Fußballen des hinteren Beines möglichst hoch auf den Balken setzen. Während der Auftaktphase (kurz vor dem Lösen der Hände) wird kurz und kraftvoll mit den Händen an der Startblockvorderkante gezogen, gleichzeitig wird mit der Streckung im Kniegelenk des hinteren Beines bzw. der Beugung im Knie- und Fußgelenk des vorderen Beines begonnen. Dabei ist auf Stabilität im Fußgelenk des hinteren Beines zu achten. Der Absprung wird bei KÜCHLER (2014) in zwei Phasen unterteilt. Während der ersten Phase des Absprungs (Lösen des hinteren Fußes) wird das Knie- und Fußgelenk des hinteren Beines gestreckt. Das Knie- und Fußgelenk des vorderen Beines bleiben bis zum Lösen des hinteren Fußes gebeugt und werden danach gestreckt. Der Sportler beginnt mit dem Aufrichten des Körpers und die Arme/Hände werden nach vorn/oben bewegt. In der zweiten Phase des Absprungs (Lösen des vorderen Fußes) wird der Oberkörper gestreckt. Beim Lösen des vorderen Fußes ist der Oberkörper annähernd in horizontaler Position und der Kopf befindet sich in Verlängerung des Rumpfes. Das hintere Bein wird aufwärts, bis mindestens in Verlängerung des Rumpfes, bewegt und die Hände werden möglichst weit vor den Kopf geführt (vgl. KÜCHLER 2014). Eine Untersuchung von TOR ET AL. (2014) beschäftigt sich mit der zeitlichen Gewichtung der einzelnen Phasen. Die Ergebnisse der 52 untersuchten Sportler zeigen folgende Prozentverteilung: Blockphase: 11%, Flugphase: 5%, Unterwasserphase: 56% und freies Schwimmen: 28%. Die Zeit vom Eintauchen bis zur 15m-Marke wird bei TOR ET AL. (2014) in zwei Phasen unterteilt, in die Unterwasserphase und das freie Schwimmen. Die Sportler verbringen den