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Band41

94 92 Schwimmen lässt

94 92 Schwimmen lässt sich demzufolge in unterschiedlichen Niveaustufen der Könnens Entwicklung (Vgl. Abb. 1 und 2) beschreiben und definiert sich grundsätzlich über die Art und Weise, Dauer bzw. Streckenlänge der Fortbewegung im Wasser. Die Charakteristik der einzelnen Niveaustufen des Schwimmen-Könnens, Möglichkeiten der Erfassung, Kontrolle und Bewertung und methodische Aspekte der Vermittlung des Schwimmens werden ihren konkreten Ausdruck in den Empfehlungen der KMK für den Schwimmunterricht in der Schule sowie in der Konzeption zur Vermittlung und Grundausbildung des Schwimmens finden. Vorweg genommen werden kann, dass künftig mehr Aufmerksamkeit auf die (kindliche) motorischen Entwicklung des Könnens im Schwimmen, auf die Herausbildung des Wassergefühls als komplexe koordinative Fähigkeit im Wasser in allen Niveaustufen der Entwicklung des Schwimmen-Könnens sowie auf die systematische, zielgerichtete, vielseitige, vielfältige und vor allem freudbetonte Gestaltung der Vermittlung des Schwimmens gerichtet wird. Hieraus können und müssen weiterreichende Ableitungen, Empfehlungen und Positionen zu grundlegenden fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen im Rahmen akademischer Qualifizierung potentieller Trainer, Sportlehrer, Sporttherapeuten, Sportmanager, … erfolgen. Die kompetente Vermittlung, Organisation und Entwicklung zielgerichteter Bewegungen im Wasser (z.B. Schwimmen als motorische Basiskompetenz und grundlegendes Ziel des Schwimmunterrichts) steht dabei im Vordergrund. Digitale Medien (Abb. 5) können für die Vermittlung und Aneignung des Schwimmens durchaus methodisch hilfreich sein, ersetzen nachvollziehbar jedoch nicht die angeleitete (oder selbstbestimmte) Bewegung im Wasser. Eher sollten die o.a. methodischen Kategorien (Abb. 6) im Kontext und als reversibler Vermittlungs- und Aneignungsprozess erlebbar und nachhaltig gestaltet werden. Abb. 5 Erlernen des Schwimmens am Handy? Seite 92

Seite 93 95 93 Abb. 6 Reversibler Vermittlungs- und Aneignungsprozess Sowohl für die Vermittlung als auch für die Lehre sind diese Prozesse effektiv, wenn sie Systematisch: fachlich begründet, in Einheit und Wechselwirkung Leistung bestimmender Faktoren Zielgerichtet: adäquat zur ausgerichteten Niveaustufe des Könnens Vielseitig: unter Berücksichtigung und Einbeziehung möglichst vieler Leistung bestimmender Faktoren Vielfältig: mit möglichst vielen, auch unterschiedlichen Übungen Freudbetont: spielerisch, Spaß und Freude an der Bewegung im Wasser herausfordernd geführt werden. Für alle Niveaustufen des Könnens im Schwimmen (Vgl. Abb. 2) sollten geeignete Verfahren zur Erfassung, Kontrolle und Bewertung des Ausprägungsgrades sowie Anwendungsformen und Korrekturmaßnahmen aufgezeigt und erprobt werden. Hierbei ist die kausale Beobachtungsfähigkeit von elementarer Bedeutung. Die „Grundfertigkeiten des Schwimmens“ bilden eine erste Stufe der Entwicklung von Handlungskompetenz im Wasser, sind aus koordinationstheoretischer und –praktischer Sicht anspruchsvoll und grundlegende Voraussetzung für die Aneignung der Technik einer Schwimmart und somit für die Entwicklung des sicheren Verhaltens und