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Band41

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Seite 96 98 96 Die Herausbildung eines medialen Bewegungsgefühls (Wassergefühl) sollte Gegenstand, Ziel und Inhalt des Wahrnehmungsorientierten Übens (d.h., den Körper und die Bewegungen im Wasser fühlen lernen), des Fähigkeitsorientierten Übens (Ausprägung und Vervollkommnung der kinästhetischen Differenzierungsfähigkeit, d.h. ein Gefühl für die Bewegung im Wasser entwickeln) sowie des Fertigkeits- und Kompetenzorientierten Übens (Ausprägung und Vervollkommnung allgemeiner und spezieller Bewegungsgefühle, d.h. ein Gefühl für bestimmte Bewegungsparameter im Wasser) sein. (Vgl. Abb. 8 und 9) Abb. 8 Entwicklung koordinativer Fähigkeiten (Quelle: Rudolph, 2008) Abb. 9 Bewegungsgefühl

Seite 97 99 97 Unabhängig vom gewählten Studiengang sollten folgende Empfehlungen und Hinweise Beachtung finden: – Wissenschaftliche Untersuchungen unter Einbeziehung der Studierenden und Nachweise (empirische Befunde) zur Evaluation der Lehre im Studienbereich „Theorie und Praxis des Schwimmens und Bewegungsfeld Wasser“ …?! – Erhöhte Anforderungen an die Entwicklung des Könnens im Schwimmen der jüngeren Generation erfordert adäquate Maßstäbe an die Qualität von Studium und Lehre … – Das Ausgangsniveau der Studierenden ist auf Grund sehr unterschiedlicher „Schwimmbiografien“ sehr heterogen! – Leistungs- und Demonstrationsnachweise sind unerlässliche stimulierende und motivierende Voraussetzungen für die Realisierung einer anspruchsvollen Lehre … – Fähigkeit zur objektiven und kausalen Erkennung, Erfahrung und Einordnung/Bewertung der eigenen schwimmerischen Bewegungshandlungen und Leistungen … – Eigenes aktives sportpraktisches Mitvollziehen fachlich systematischer Übungsreihen trägt wesentlich und nachhaltig zu einem vertieften Verständnis des motorischen Lernprozesses und der methodischen Umsetzung bei … In Einheit von Theorie und Praxis hinterlässt die Lehre (auch bei Studierenden, die am Beginn ein „gestörtes Verhältnis“ zum Aufenthalt und zur Bewegung im Wasser hatten“ !!!), nachhaltige Eindrücke und tiefe Überzeugungen für die künftige Tätigkeit als methodisch qualifizierter „Multiplikatoren“ des Schwimmens. „Schwimmen lernen und vermitteln“ soll nicht neu erfunden werden, sondern es geht um die Fortführung bewährter und fachlich begründeter Traditionen und Erkenntnisse sowie darum, zeitgemäße Entwicklungschancen zu erschließen. Das Bewegungsfeld Wasser – Schwimm(en können)sport – bietet vielfältige Bildungspotenzen, diese zu ergründen und weiterzugeben, ist ein lohnenswertes Anliegen von Studium und Lehre in Theorie und Praxis. Literatur: beim Verfasser zu erfragen Autor: Dr. Detlef Beise Fachgebiet Schwimmsport an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig