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Guute Februar 2018

30 | SPORT

30 | SPORT Februar 2018 | GUUTE MAGAZIN Foto: Fischer Sports/Gepa BAD LEONFELDEN Union-Urgestein Ludwig Baumgartner (85) verstorben Ludwig Baumgartner war zu Aktivzeiten erfolgreich als Skifahrer, Langläufer und Leichtathlet. Später prägte er über vier Jahrzehnte lang die Sportunion in verschiedenen Vorstands-Funktionen. Und auch in der Gemeinde leistete er unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. Schon bei der Gründung der Sportunion Bad Leonfelden 1947 war Ludwig Baumgartner das sportliche Aushängeschild der heutigen Kurstadt: Er war über Jahre der beste Skifahrer und Langläufer des Mühlviertels, erreichte Landesmeisterschaftsmedaillen und einen 14. Platz bei den österreichischen Meisterschaften im Skilanglauf. Über 40 Jahre lang war er ein Aktivposten im Vorstand des Vereins, war treibende Kraft beim Bau des Sternstein-Sessellifts und beim Neubau der Bezirkssportanlage. Vielen wird er auch durch seine humoristischen Auftritte bei den Faschingssitzungen in Erinnerung bleiben, bei denen er auch organisatorisch eine zentrale Rolle innehatte. Für seine Verdienste wurden ihm alle Ehrenzeichen und die Ehrenobmannschaft des Vereins, das Ehrenzeichen des Landes und der Sportunion Oberösterreich sowie der Titel „Konsulent“ verliehen. Aber auch abseits des Sports war Baumgartner sehr engagiert: Der Weihnachtsmarkt, der Blumenschmuck am Hauptplatz oder das Aufputzen des Maibaums lagen ihm besonders am Herzen. Der Ehrenringträger der Stadtgemeinde wurde Anfang Jänner unter großer Anteilnahme verabschiedet. SKIKLASSIKER IN WENGEN UND KITZBÜHEL Dabei fehlten ihm in Kitz in der Abfahrt mit einem vierten Platz gerade einmal fünf Hundertstel auf einen Stockerlplatz. Dieser war in Wengen in der Kombination nach einem Sieg in der Abfahrt zum Greifen nah, ehe ein Einfädler im Slalom alle Träume zu- Blieb bei den Klassikern in Wengen und in Kitzbühel ohne Stockerlplatz: Vincent Kriechmayr. Ein Wechselbad der Gefühle für Vincent Kriechmayr Zu einem Wechselbad der Gefühle wurden die Ski- Klassiker in Wengen und in Kitzbühel für den Gramastettner Vincent Kriechmayr: Bei beiden Rennen zeigte er starke Leistungen, ohne diese auch in die entsprechenden Spitzenresultate umsetzen zu können. nichte machte. Damit blieb am Lauberhorn ein sechster Abfahrtsrang und in Kitzbühel noch Rang 10 im Super G. Mit den Ergebnissen zeigte sich „Vinc“ nicht ganz zufrieden: „Ich hab’s mit individuellen Fehlern vergeigt“, zeigte er sich nach den Klassikern selbstkritisch. ♦ Hermann Maier bei Intersport Pötscher Großer Andrang herrschte bei der Autogrammstunde von Hermann Maier in der neuen Intersport Pötscher Filiale in Linz Urfahr. Der bunte Mix aus allen Altersschichten zeigte, dass der Skistar auch heute noch großes Ansehen bei seinen Fans genießt. Der Wahl-Oberösterreicher Maier – er hat ja ein Haus am Attersee – erfüllte die Autogrammund Fotowünsche in sympathischer Art und Weise und nahm sich vor allem für seine jungen Bewunderer viel Zeit. Foto: GUUTE/Enzenhofer

GUUTE MAGAZIN | Februar 2018 31 | SPORT Verlor den möglichen Sieg auf der letzten Verbindungsetappe: Simon Wagner. Jänner-Rallye: 80.000 Fans und sportliches Drama in vier Akten Was für ein Comeback: Mehr als 80.000 Fans kamen Anfang 2018 zum Comeback der Jänner-Rallye in das Mühlviertel. Sie sahen dabei nicht nur einen Heimsieg von Lokalmatador Johannes Keferböck, sondern auch ein sportliches Drama in vier Akten. Fotos: Daniel Fessl (3); MW-Eventfotograf.de (1) Der erste Akt desselben spielte sich dabei bereits auf der ersten Sonderprüfung im Raum Pierbach ab: Extrem glatte Straßen wirbelten das Feld schon nach wenigen Kilometern durcheinander. Asse wie Gerwald Grössing (Mitsubishi) wurden überhaupt aus dem Rennen gerissen, andere wie Gerald Rigler (Ford Fiesta R5) büßten extrem viel Zeit ein. Die Lokalmatadore kamen fast alle durch – und stellten auch gleich einmal den Johannes Keferböck siegte im Ford Fiesta R5. Am Anfang ganz stark, aber dann früh out: Martin Fischerlehner. Führenden: Martin Fischerlehner im Ford Fiesta R5 setzte sich an die Spitze und lieferte in der Folge auf der vierten Sonderprüfung den zweiten Teil des Rallyedramas: An einer Brücke ließ er nicht nur das linke Vorderrad seines Boliden, sondern auch seine Siegchancen liegen. Leader im Pech Nun folgte der Auftritt des großen Favoriten Niki Mayr-Melnhof (Ford Fiesta R5), der mit Bestzeiten am Stück dem Geschehen den Stempel aufdrückte. Die 2:45 Minuten Vorsprung waren nach der SP 13 mit einem Defekt an der Benzinpumpe aber Makulatur – und das Rallyedrama hatte seinen dritten Akt. Damit aber noch nicht genug: Der in einem uralten Maz da 323 sensationell aufgeigende Simon Wagner lag nach der letzten Sonderprüfung in Front und musste es nur mehr von Königswiesen in das Rallyezentrum nach Freistadt schaffen. Genau auf die- ser letzten Verbindungsetappe machte das Getriebe seines betagten Fahrzeuges aber schlapp. Mit dem Ausfall setzte Wagner dem Rallyedrama die Krone auf und trat den Sieg an Johannes Keferböck (Ford Fiesta R5) ab. Der hatte im Ziel fast ein schlechtes Gewissen, als er unerwartet als Sieger gefeiert wurde. „Das ist echt hart für Simon. Er hätte sich den Sieg verdient. Aber so ist es im Rallyesport, einmal bist du oben, einmal unten“, meinte er nach dem unerwarteten Erfolg bei seiner 12. Jänner-Rallye. Starke Lokalmatadore Mit diesem krönte er die starke Vorstellung der Mühlviertler Lokalmatadore, die mit Johann Seiberl (Mitsubishi) als Vierten einen weiteren Topplatz für sich verbuchen konnten. Grund zur Freude hatten auch die Schenkenfeldner Martin Desl/Günther Bergsmann. Die beiden gaben beherzt Gas und brachten ihren u. a. in den Farben der Firmen Hochreiter Fleischwaren und Hoga Zerspanungstechnik lackierten Mitsubishi Evo VII auf dem ausgezeichneten zehnten Endrang ins Ziel. ♦ Bernhard Haudum Desl/Bergsmann pilotierten ihren Mitsubishi in die Top-Ten.