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FT Winter 2017

32 FERIENträume

32 FERIENträume Reisebericht Imbach Reisen Auf alten Hirtenpfaden von Nazareth «In der Adventszeit prägt das Bild von Maria und Josef, die auf Befehl von Kaiser Augustus von Nazareth in ihre Heimatstadt ziehen mussten, Schaufenster und Gottesdienste. Das Land war von den Römern besetzt, und es galt auf dem Weg von Galiläa ach Judäa bereits damals viele Dörfer, Städte und Streckenposten zu passieren. Im letzten März wanderte Hans Wiesner mit einer kleinen Gruppe und einem Esel auf dieser historischen Route. Hans Wiesner ist begeisterter Bergwanderer und Geschäftsführer von Imbach Reisen in Luzern. Er organisiert Natur- und Wanderreisen, oftmals mit geschichtlichem Hintergrund. Der Besuch von Nazareth erfolgtnoch inmitten von Touristengruppen. Tags drauf passierten wir einen gut bewachten Checkpoint, wo wir nach Reiseziel und Reisezweck befragt wurden: Wirwollen zu Fuss nach Bethlehem -das löste erstaunte Blicke aus, aber man liess uns ohne Schikanen ziehen. Die erste Etappe führte uns unter Olivenbäumen über Blumenwiesen nach Zababdeh, einer kleinen Stadt am Kreuzpunkt alter Handelsstrassen, wo wir bei christlichen Familien übernachteten. Hier wohnen seit 500 Jahren Christen und Muslime friedlich beieinander. Kirchenglocken und Muezzin lösen einander ab, in der Schule und auf den Strassen spielen die Kinder gemeinsam, geheiratet hingegen wird streng innerhalb der eigenen Religionsgemeinschaft. In den nächsten Tagen führte der Weg über Hügel und Felder, wir begegnen Hirten, die mit ihren Schaf- und Ziegenherden unterBäumen Schatten suchen und verpflegen uns mit Fladenbrot, Schafskäse und süssemTee. Ein Esel begleitete uns auf der ganzen Strecke mit Habib, seinem Besitzer, der die Feldwege und Abkürzungen kennt und bei Dorfbewohnern verschiedene Fragen auslöste: Woher kommst dudenn heute? Mit wem ziehst du denn da durch die Gegend? Warum fahren die nicht wie andere Ausländer? Etliche Male wurden wir spontan zu einem Teeeingeladen, denn man in orientalischen Ländern auf keinen Fall ausschlagen darf. Die alte Stadt Nablus war ein weiteres Ziel. Hier logierten wir im Hotel «Al Yasmeen» mitten im Bazarbezirk. Der abendliche Spaziergang durch die Altstadt lässt uns unsere müden Wanderbeine vergessen. Hier riecht und tönt und funkelt es in allen erdenklichen Facetten. Wir Männer gönnten uns einen Abstecher ins traditionsreicheHamam, während die Frauen durch die Marktgassen schlenderten. (Fortsetzung S. 33).

FERIENträume 33 ImbachReisen nachBethlehem Vorbei an römischen Ruinen und israelischen Siedlungen wanderten wir tags darauf auf schmalen Pfaden durch einen felsigen Canyon hinunter auf Meereshöhe. Wir kühlten unsere Füsse an einer Quelle und bezogen unser staubiges Gästezelt bei den hier lebenden Beduinen. Vondas war es nicht mehr weit nach Jericho, der ältesten noch stehenden Stadt der Erde. Eine Altstadt gibt es nicht, der Platz im Zentrum ist überfüllt mit Motorrädern, Gemüseläden und Shisha-Kneipen. Lohnend ist hingegen der erfrischende Abstecher ans Tote Meer, woich mir das erste Bier seit 6Tagen gönnte. Ganz andersdas bereits im 5. Jahrhundert erbautegriechisch orthodoxe Kloster Mar Saba, das wir nach einem weiteren Tagesmarsch durch die Wüste erreichten. Der eindrückliche Bau klebt wie eine kunstvoll verzierte Bienenwabe in einer steilen Schlucht. Bethlehem erreichen wir über das Hirtenfeld und geniessen in einem typischen Lokal Falafel. In Jerusalem schliesslich führte uns Pater Andreas vom Ölberg durch ein altes Stadttor in die quirlige Altstadt. Nach den Tagen von Ruhe und Weite -zurück in Hektik und Zivilisation -war die Enge der Gassen und die Dichte der Kirchen und Moscheen kaum zu ertragen. Die weihrauchdurchtränkte Luft der düsteren Grabeskirche atmen wir zwischen Pilgerströmen und einer armenischen Prozession. Nach ausgiebigen Sicherheitskontrollen flogen wir nach 12 Tagen mit 140 km unter den Füssen voller Eindrücke und bereichert durch viele spannende Begegnungen zurück in die Schweiz. Die Probleme der Region kann unsere Wanderreise nicht lösen, aber die Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen und alten Kulturen hinterlassen nachhaltige Eindrücke und sind ein Beitrag zur Völkerverständigung. Die nächsten Reisedaten 23.02. bis 06.03.2018 CHF 2980.– im Doppelzimmer 09.03. bis 20.03.2018 CHF 3080.– im Doppelzimmer 16.11. bis 27.11.2018 CHF 3080.- im Doppelzimmer Das ist inbegriffen Linienflug mit SWISS nach Tel Aviv, Unterkunft in einfachen Hotels, bei christlichen Familien und bei Beduinen, Halbpension plus 5Hirtenpicknicks und 3typische Mittagessen. Sämtliche Führungen, Eintritte und Besichtigungen, Gepäcktransport zu den Etappenorten. Ortskundige Reiseführer und Schweizer IMBACH-Reiseleitung. Jetzt buchen Weitere Informationen und ein Reisevideo finden Sie auf www.imbach.ch/waestr Sicherheitslage in Israel Israel gilt trotz des Gaza-Konfliktes als sicheres Reiseland für Touristen. Auch im Westjordanland begegnen wir überall herzlicher Gastfreundschaft. Die israelische Armee ist gegenüber Touristen zuvorkommend und hilfsbereit. Um auf aktuelle Veränderungen reagieren zu können, stehen wir in ständigem Kontakt mit unseren Partnern in Bethlehem und Jerusalem.

Österreich - Das Urlaubsjournal Winter 2015/16 - Deutsch