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SchlossMagazin Bayerisch-Schwaben Februar 2018

48 | leben + design |

48 | leben + design | Matten aus Stoffkordeln Kordel-Schnecken Stoff-Recycling, kinderleicht Stoffkordeln drehen Einen langen Stoffstreifen, 3 bis 4 cm breit, noch mehr in die Länge ziehen, so dass sich die Längskanten einrollen. Die linke Stoffseite sollte nicht mehr zu sehen sein. Ein Ende des Streifens an eine Türklinke o. ä. binden und den Streifen möglichst straff in sich drehen. Er wird dabei kürzer und hat Spannung. Wenn der Streifen straff gedreht ist, diesen vorsichtig Richtung Klinke zur Hälfte legen und das lose Ende loslassen. Der Streifen schnurrt zusammen und dreht sich zur Kordel auf. Dabei etwas mit den Händen nachhelfen. Die Kordel von der Klinke lösen und die freien Enden miteinander verknoten. Sie haben viele ausgediente Kleidungsstücke und andere Stoffreste zu Hause liegen und wissen nicht, wohin damit? Warum basteln Sie nicht einfach neue Sachen daraus? Wie wäre es mit originellen Fußmatten oder Übertöpfen in DIY-Technik? Matten-Nähen aus Stoffresten ist kinderleicht. Um mit dem eigentlichen Projekt anzufangen, müssen Sie zuerst lange, bunte Kordeln herstellen. Sortieren Sie alle Stoffreste, die Sie gefunden haben, nach Farben und Texturen wie Jersey oder Webware. Schneiden Sie die Stoffe in möglichst lange Streifen, jeweils etwa 3 bis 4 cm breit. Daraus werden dann die Stoffkordeln gedreht. Einzelne Stoffstreifen können Sie zur Verlängerung mit einem Stoffkleber verbinden oder einfach aneinandernähen. Um die Stoffkordeln ordentlich aufzubewahren, brauchen Sie große leere Garnspulen o. ä.. Wenn Sie genug Kordeln hergestellt haben, können Sie zum Zusammennähen übergehen. Am besten, Sie verwenden ein großes Zick- Zack-Programm Ihrer Nähmaschine und eine starke Nadel. Drehen Sie die Kordeln flach liegend in Schneckenform auf und steppen Sie Stück für Stück mit der Zick- Zack-Naht über die Anstöße. Sie erhalten tellerförmige Kordel-Scheiben. Diese können Sie dann zu einem Teppich arrangieren und zusammennähen. Wer erst klein anfangen und nicht nähen möchte, der kann auch bunte Stoffkordeln um einen Plastiktopf wickeln und stückweise mit Heißkleber befestigen. Heraus kommt ein wunderbar dekorativer Übertopf. # Quelle fresh ideen

| Kunst, die sich nützlich macht | leben + design | 49 Neue Serie: Das Who is Who des Gebrauchsdesigns Philippe Starck Philippe-Patrick Starck, geboren 1949 in Paris, ist ein französischer Designer und einer der bekanntesten Vertreter des „Neuen Designs“. Starcks vielseitige Entwürfe sind von Architektur bis Produktdesign in fast jedem Bereich zu finden. Neben spektakulären Inneneinrichtungen entwirft er auch einfache Gebrauchsgegenstände. Fotos Hersteller/Anbieter Philippe Starck studierte an der École Camondo in Paris. 1965 gewann er den Möbelwettbewerb „La Vilette“ und gründete 1968 eine Firma für aufblasbare Objekte. 1971/72 wurde er künstlerischer Leiter im Studio Pierre Cardin. Ab 1976 entwarf er für zwei Nachtclubs erstmals die Inneneinrichtung und gründete schließlich 1980 die Firma „Starck Products“. Einen Karriereschub erfuhr Philippe Starck, als er 1982 die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand im Élysée-Palast gestaltete. Sein Aufstieg setzte sich fort, und er wurde zum gefeierten Stardesigner der 1980er, vor allem in den USA und in Japan. Die Inneneinrichtung für das Café Costes in Paris (1984, geschlossen 1994) wurde weltberühmt. Starck hat fünf Kinder aus vier Ehen. Er entwirft vor allem verkäufliche Produkte, die im Vergleich mit anderen Designern auch preiswert sind. Starck verwendet vor allem organische Formen und Stromlinienformen für seine Werke und kombiniert gerne ungewöhnliche Materialien (zum Beispiel Plüsch und Chrom). Nach eigener Aussage ist sein Designprinzip das Prinzip der Reduktion oder „Ethik des Weglassens“; so vermeidet er jedes unnötige Dekor. Einer der bekanntesten Produktentwürfe ist die einteilige, raketenförmige Zitronenpresse Juicy Salif (1990) aus Aluminium für den italienischen Hersteller Alessi. Sie wurde international beachtet und schnell mit Begriffen wie „Designklassiker“ belegt. Weitere bekannte Werke sind das Motorrad Motó 6.5 des Herstellers Aprilia, Armaturen- und Brausenkollektionen für Axor, die Designermarke der Hansgrohe SE, Starck Eyes-Brillen von Alain Mikli, eine Schuhkollektion mit dem Sportartikelhersteller Puma, Sanitärkeramik für Duravit und Badewannen für Hoesch, der Sessel/das Sofa Bubble Club sowie die Sessel Louis Ghost für Kartell, Lampen bei FLOS oder eine Computermaus für Microsoft, die für Links- wie auch Rechtshänder geeignet ist. 2008 präsentierte er eine Windmühle und eine modulare Duschkollektion auf der Internationalen Möbelmesse in Mailand. Die Motoryacht A wurde 2008 von Starck entworfen. Zusätzlich designte Starck die Kopfhörer des französischen Herstellers Parrot, die unter der Produktbezeichnung Zik vertrieben werden. # Quelle wikipedia