Aufrufe
vor 9 Monaten

Der Schwimmtrainer Nr. 106

DSTV /

DSTV / Der Schwimmtrainer 32 November 2014

DSTV / Der Schwimmtrainer 33 November 2014 Das Ziel des PTP ist die langfristige Rückkehr der Deutschen Nationalmannschaft Schwimmen unter die 5-8 führenden Schwimmnationen der Welt und das Wiedererlangen der Position 1 in Europa. Um das erreichen zu können, ist es nötig, dass man folgende Fragestellungen möglichst detailliert beantwortet: Wo lagen die Probleme bisher bzw. warum ist man auf Platz 18 der Welt abgerutscht? Wie kann das PTP diesen Trend umkehren? Wie greifen die einzelnen Maßnahmen der Bundestrainerin Jugend, des Bundestrainers Junioren und des Chefbundestrainers ineinander? Die Probleme, die wir in Deutschland seit mehreren Jahren haben, führen dazu, dass wir von Olympiade zu Olympiade weniger Medaillen gewinnen konnten und 2012 mit keiner einzigen Medaille den negativen Höhepunkt aufweisen mussten. Warum ist dies so? In Deutschland haben wir verlernt zu trainieren! Die Einstellung: „Wer viel mit ganz wenig Aufwand erreicht, ist ein Held!“, bricht uns seit Jahren das Genick. Um diese Einstellung zu verändern, müssen wir mit den ganz jungen Sportlern wieder vormachen, wie es wirklich geht. Im Alter von 10-15 Jahren „viel“ zu trainieren ist in unserer Sportart unablässig, um am Ende der Pubertät eine Basis an Trainingskilometern aufzeigen zu können, auf die immer zurückgegriffen werden kann. In einem System groß geworden, in dem diese Einstellung und Art zu trainieren normal war, zeigten uns in der jüngsten Vergangenheit die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler immer wieder, dass so gearbeitet werden muss: Britta Steffen Antje Buschschulte Daniela Samulski Thomas Rupprath Thomas Lurz Angela Maurer Franziska van Almsick u.v.m. Sie alle haben in jungen Jahren viel trainiert, konnten bis zu ihrem Karriereabend bzw. -ende von der gelegten Ausdauerbasis zehren und dann andere Reize aufschalten (z.B. individuelles Krafttraining etc.). Ebenso waren sie in der Lage an einem Wettkampfwochenende zwischen 15 und 20 Start auf hohem Niveau zu verkraften (z.B. DKM). Diese Sportler waren so ausgebildet, wie es noch heute viele Athleten in anderen Nationen (Amerika, Australien, Frankeich, Ungarn…) sind. Es liegt mir fern, das System anderer zu kopieren, jedoch zählen diese Nationen zu den Besten der Welt (Stand WM 2013) und gehören seit Jahren zu den beständigsten Medaillengewinnern. Es lohnt sich also ein wenig auf diese, in der Ausbildung umfangsorientierten Nationen zu schauen und wieder dazu zu kommen, was erfolgreichen Schwimmsport ausmacht: Viel hartes Training! Meine Grundidee zur bundesweiten Ausbildung, dargestellt in einem Schema von 5 bis 16 Jahren, ist der Tabelle auf Seite 18??? zu entnehmen. Anhand dieser Tabelle wird deutlich, dass sich die aufgeführten Altersbereiche (fast) ausschließlich im Zuständigkeitsbereich der Bundestrainerin Jugend, Beate Ludewig, befinden. Sie muss die ersten Bausteine im zu verändernden System legen. Achim Jedamsky, als Bundestrainer Junioren, soll diesen Trend in seinen JEM Altersbereichen fortsetzen und die Aktiven so nach der dargestellten Philosophie in die offene Klasse überführen.