Aufrufe
vor 3 Monaten

Der Schwimmtrainer Nr. 106

DSTV /

DSTV / Der Schwimmtrainer 48 November 2014 Anlage 2. „Die Höhenstrategie des DSV“ 1.TA 2.TA 3.TA ( UWV ) 2016/17 leichte Höhe 1800 25-50 m Bahn Italien oder Bulgarien Athletik/GA/ TE leichte Höhe 1800 50 m Bahn Frankreich GA/Umfang 2017/18 mittlere Höhe 2000 50 m Bahn USA/ Zachkadsur/Mex GA1/2 Umfang mittlere Höhe 2000- 2200 50 m Bahn Wie 2.TA/Spanien GA1/2/IB 2018/19 leichte Höhe 1800 25 m Bahn Italien oder Bulgarien Athletik/GA/TE schwere Höhe 2400-2600 50 m Bahn Spanien/ Toluca GA Umfang/ Senso mittlere Höhe 2200 50 m Bahn USA/ Zach/Mex/ Spanien GA1/2/IB 2019/20 mittlere o. schwere Höhe 2400/2600 50 m Bahn Spanien/ Toluca GA1/2/SA mittlere Höhe 2200 50 m Bahn USA/Zach/Spanien GA1/2/WA Höhe Anzeige Matthias Lehne

DSTV / Der Schwimmtrainer 49 November 2014 Klaus Rudolph Schwimmleistungen im Altersgang Die Mitgliederbewegung im Deutschen Schwimmverband (DSV) ist ein Abbild des demografischen Wandels unserer Gesellschaft. Die Gesamtmitgliederzahl ist um über 10% geschrumpft. Absolut gesehen ging auch die Zahl der Kinder zurück (um 25.000 bei den 7-14 Jährigen), aber sie stellen immer noch die Hälfte der Mitglieder. Die einzige Altersgruppe, die absolut wie relativ zugenommen hat, ist die der Älteren ab 41 Jahre (s. Abb.1). Diese strukturellen Veränderungen verlangen eine Neuorientierung im Verband. Dabei sind besonders die Ansprüche der Älteren zu beachten. Abb.1: Anteil der Altersgruppen an der Gesamt-Mitgliederzahl im DSV 2001 und 2012 in Prozent Bereits 1959 forderte Arnold, einer der Nestoren der deutschen Sportmedizin, dass die Leibesübungen nicht schon am Ende des dritten Lebensjahrzehntes aufgegeben, sondern nach den gegebenen Lebensbedingungen weiter durchgeführt werden (Arnold 1960) 2 . Zugleich bedauerte er, dass seine Ausführungen sich ausschließlich auf praktische Erfahrungen stützen müssten, „da die Altersvorgänge im großen Umfang noch ungenügend erforscht sind“ (S. 577). Als Arnold die erste Auflage seines Lehrbuches schrieb, ähnelte die deutsche Alterspyramide noch jenem Gebilde, das ihr den Namen verliehen hatte. Aber die Folgen des zweiten Weltkrieges hatten bereits in den mittleren Jahrgängen zu beträchtlichen Einbrüchen geführt, besonders bei den Männern. Zudem wurde der solide Unterbau von 1910, der auf der hohen Geburtenrate basierte, in den Folgejahren nie wieder erreicht. Während 1960 der Anteil der über 65Jährigen an der deutschen Bevölkerung bei 8,47% lag, stieg er zur Jahrhundertwende auf 13,69% an und wird noch in diesem Jahrhundert ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachen 3 . Die alternde Gesellschaft bringt Probleme wie Chancen mit sich. So hat die Gerontologie das aktive Alter und später das kompetente Alter zum Leitbild erhoben 4 . Dabei sehen die Gerontologen besonders in der Aktivität einen wesentlichen Quell gesunden und zufriedenen Alterns. Sport und Bewegung sind hier wiederum ein wesentlicher Bestandteil. 2 Arnold, A. (Hrsg.). Lehrbuch der Sportmedizin (2. Aufl. 1960). Barth-Verlag, Leipzig, S. 584 3 Sozialpolitik aktuell: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/familie-datensammlung.html (Zugriff am 23.01.13) 4 Tews, H.P. (2001). Aktivität und Altern in der alternden Gesellschaft. In Daugs et al. (Hrsg.). Aktivität und Altern. Hoffmann-Schorndorf, S.28