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Der Schwimmtrainer Nr. 105

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DSTV / Der Schwimmtrainer 26 Juli 2014 gemeinsames Training absolviert wird, da die Saison - Höhepunkte wie EM – WM – OS gleich liegen. Das Freiwasserschwimmen hat im Laufe der letzten Jahre viele Umbrüche erfahren, so ist die eigene Organisation vor allen Dingen die Orientierung im Freiwasser nicht mehr so aufwendig wie vor Jahren. Um Erfolge ob im Freiwasser oder im Becken zu erzielen, gehören seiner Meinung nach ausreichendes Training im richtigen Gleichgewicht, kameradschaftliches Miteinander und ausreichender Wille zum Erfolg. Im unteren Bereich bzw. im Nachwuchs wird mit seinem Co Trainer die Arbeit abgesprochen, ein Weitergeben erfolgt nicht nach Alter sondern nach Leistung. Bei Jugendlichen ist das Erreichen der Reife zum Leistungstraining doch recht unterschiedlich. Größere Schwierigkeiten sieht er nach dem erreichten Ziel JEM bei den Mädchen. Hier erfolgt meist altersbedingt ein pubertärer Stillstand sowie Umbruch in der Reife und dem Umfeld gegenüber. Hier ist größtes Fingerspitzengefühl verlangt um gerade Mädchen über dies Hürde zu bringen. Seiner Ansicht nach würde es leichter sein, wenn der Jahrgang um ein Jahr verschoben würde, da der Anschluss an die A Nationalmannschaft kürzer und dadurch einfacher für die Athletinnen aussehen würde. Sein Training ist an die 4 Jahresplanung angelehnt und wird weniger mit dem Umfang als mit der Intensität gesteigert. Sehr klar sieht er die Erfolgschancen der Schwimmer im europäischen Bereich, jedoch Jahrhunderttalente, um in der Weltspitze mitzumischen, sind selten und zudem sind solche Erfolge mit unserer Lebensstruktur in Deutschland schwer zu erreichen. Er hat bei seinem Trainingsaufbau sehr mit den Ungarn zusammengearbeitet, auch hier ist der Trainingsumfang wesentlich größer als teilweise bei uns. Seinen Erfolg sieht er darin, dass für ihn die Steigerung der Schnelligkeit auf der Strecke Vorrang hat vor dem Erzielen einer schnelleren Wende oder einem schnelleren Start, vor allen Dingen dann, wenn dabei der Zeitaufwand des eigentlichen Training verkürzt wird. Wenn die Möglichkeit besteht, zusätzliche Zeit für Wenden oder Starts zu ermöglichen, ist das ok, aber für ihn ist vorrangig, die vorhandene Zeit für Schwimmtraining und Technik auszunutzen. Trainer des Jahres Stefan Lurz Die DSTV wünscht Stefan Lurz für die Zukunft weiterhin viel Erfolg mit seinen Athleten und damit auch Erfolg für den deutschen Schwimmverband.

DSTV / Der Schwimmtrainer 27 Juli 2014 Wir alle wissen es: das organisierte Sportsystem in den USA ist völlig anders strukturiert als in Deutschland und auch der Stellenwert des Sports unterscheidet sich stark. Oft wird daraus gefolgert und gefordert, wir sollten uns am Amerikanischen System orientieren. Erstens wäre das ein „Jahrhundertwerk“, denn es würde eine Änderung der über Jahrhunderte gewachsene Gesellschaftsordnung bedingen und zweitens kann dies nicht vom Sport, erst recht nicht vom Schwimmsport allein geleistet werden. Auch ist es keine neue Erkenntnis, dass der Spitzensport notwendiger Weise auf großer Breite aufbauen muss. Diese Breite dünnt aber immer mehr aus (Schulsysteme, wenig leistungsorientierte Richtlinien für die Schulen, veränderte Sportlehrerausbildung an den Universitäten sind nur ein Teil der Ursachen dafür.) Selbst in USA macht man sich Sorgen, dass der Nachwuchsmangel anscheinend zunimmt. Der folgende Artikel, den uns Niels Bouws freundlicher Weise zu Verfügung gestellt hat, belegt dies. Aber auch der zweite von ihm übersandte Artikel kennzeichnet problematische Aspekte, die vielleicht die eine oder andere Trainerin, mancher Trainer schon bei uns registriert hat. Campaign launched in United States to highlight "fun" of swimming Wednesday, 07 May 2014 By Gary Anderson (Gary Anderson, Cheftrainer Schwimmen in California, mehrfacher Olympiateilnehmer – Anm. der Redaktion) USA Swimming along with nine industry partners are launching a summer-long campaign called SwimToday, across the United States which is aimed at increasing the numbers of youngsters taking up the sport by highlighting its "fun" side. The campaign is being described as "light-hearted" and proclaims swimming as the "funnest sport there is" and is being led by four-time Olympic gold medalist Dara Torres. It comes off the back of research carried out by Sports Marketing Surveys which suggests 80 per cent of parents in the US overlook swimming when choosing organized sports activities for their children after they learn to swim. The 2014 State of the Competitive & Fitness Swimming Industry Report claims parents whose children had never tried swimming perceived it to be less fun than other sports, although it does claim parents of swimmers rated the sport at the top in terms of fun, teamwork, confidence-building and health and fitness once they gave it a try. Torres, who was part of the US women's 4x100 meters freestyle team that won Olympic gold at Los Angeles 1984, Barcelona 1992 and Sydney 2000 as well taking gold in the 4x100m medley event in Sydney, is one of those parents whose child is taking part in swimming and is keen to stress how fun and beneficial it can be for youngsters. "I started swimming as a kid and it gave me skills I've used throughout my life," said the 47-year-old. "Now I have an eight-year-old daughter who is on a swim team and loves it. "I see her benefitting from the same things I did, and I want other moms to know how much fun it can be and what a lifelong gift it is for our kids." As part of the campaign, a new website www.swimtoday.org has been launched which will provide parents with online resources and information and with help in locating local swim clubs and pools.