Aufrufe
vor 3 Wochen

Nisargadatta Maharaj_Ich bin ungeboren

Herr Damodar Lund, ein Englisch- und Kunst-Professor hatte ein tiefes Interesse an der Mystik und am Buddhismus und war ein glühender Anhänger von Sri Nisargadatta Maharaj. Er besuchte regelmäßig die von Maharaj gegebenen Satsangs in dessen Wohnung, Dieses Buch ist das Ergebnis der Aufzeichnungen, die er während dieser Trffen gemacht und nach seinem frühen Tode hinterlassen hat.

Ich

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj befreien Sie sich vom Leiden. Der Unwissende stirbt, während derjenige, der versteht, befreit ist. Der Verstand muss dieses „Ich bin“ ohne Worte singen. Seien Sie frei. Denken Sie jedoch, dass Sie Erkenntnis erworben haben und besteht dann darin Ihr Gewinn, dann sind Sie noch weit entfernt von der Selbst-Erkenntnis. Diese Aufregung um “Ich bin” 5. Dezember 1979 Maharaj: Für alles gibt es einen Kunden, aber was ist die Ursache Ihres Daseins, in dem Sie der Kunde sind? Das primäre Konzept ist das „Ich bin“, aus dem heraus alle anderen Konzepte erschaffen werden. Sie sind selbst aus diesem primären Konzept heraus entstanden. So lange Sie die Notwendigkeit zu leben empfinden, haben Sie also diese reiche, wundervolle Welt und alle Götter stehen Ihnen zu Diensten. Die Unterscheidung zwischen der Welt und Brahman ist entstanden, weil Sie Ihr Dasein verlängern wollten, dieses „Ich bin“. Die manifestierte Welt wurde von Ihnen mit Bedeutsamkeit erfüllt, weil Sie leben wollen. Wenn das Bedürfnis zu leben jedoch nicht gefühlt wird, wie etwa im Schlaf oder kurz gesagt, wenn das Bewusstsein nicht bewusst ist, gibt es dieses Bedürfnis auch nicht. Sobald Bewusstsein da ist, braucht es immer Bewusstsein; ist es nicht da, dann wo sollte überhaupt ein Bedürfnis nach irgend etwas sein? Welchen Nutzen hat das Erscheinen der Welt? In meinem Zustand sind die Welt und ihr Herr nur eine Plage. Das Bedürfnis leben zu wollen bedeutet Bindung. Kein Bedürfnis – keine Bindung! Ich werde nicht so dumm sein und mich fragen, wie ich in der Abwesenheit des Bewusstseins existiere. Es kann keinerlei Gespräch über den Zustand vor allem Bewusstsein geben. Alle die Gespräche und Erfahrungen befinden sich im Reich des Bewusstseins. Derjenige, der erkannt, verstanden und sich selbst transzendiert hat, vermag darüber zu sprechen; andernfalls ist man in der Zangenbewegung der Maya gefangen. Sie werden dann von ihren eigenen Tentakeln (der Identifikation mit der Körper-Zange) gefangen. Aufgrund ihrer eigenen Täuschung stellen Sie Fragen und werden gefangen und eingewickelt in immer mehr Konzepte. 14

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj Niemand könnte mir Auskünfte über mich selbst in der Abwesenheit von Bewusstsein geben. Außerdem benötige ich sie auch nicht, da es sich eben so verhält. Sie werden daher durch mich keinen Vorteil erhalten. Ich habe die volle Erkenntnis vor allem Dasein, die ewig ist. Im Wachzustand gibt es Kampf und Ermüdung; im Tiefschlaf gibt es Erholung – es ist ein Kreislauf. Worin besteht der Sinn? Besucher: Um Bewusstsein aufrechtzuerhalten. Was befindet sich jenseits davon? M.: Was auch immer ohne es (Bewusstsein) auskommt, ist vollkommen. Nur das ist und nichts anderes. Mein Körper ist nicht individualistisch, sondern universal. Was soll diese Aufregung um „Ich bin“? Verstehen Sie dies und nehmen Sie davon Abstand, transzendieren Sie ist. Seien Sie einfach nur. B.: Und wohin ist nun Maharaj's Ego verschwunden? M.: Es ist nicht individualistisch, es ist manifestierbar. Wenn es jedoch manifest ist, ist es nicht mehr als ein individuelles Leiden. B.: Worin besteht der Nutzen der Selbst-Verwirklichung? M.: Nishkam (gefestigtes) Parabramhan. Wenn Sie Schmerzen haben, verabreicht der Arzt Ihnen eine Medizin. Wer ist der Empfänger davon, der Kunde? Der Schmerz ist der Kunde, nicht aber Sie. B.: Geht der Schmerz dann? M.: Es ist nur ein momentan passierendes Ereignis. Gehen Sie einfach da durch und verstehen Sie es. Das „Ich“-Bewusstsein ist sowohl Schmerz als auch Glück. Am Morgen wachen Sie beglückt auf, und wenn der Tag abrollt, gibt es Unglücklichsein. Können Sie ohne das „Ich“- Bewusstsein überhaupt irgend etwas verstehen? Das „Ich“-Bewusstsein bedeutet immer Unglück – daher suchen Sie das Glück. Was Sie mit Mühe tun, ist Unglücklichsein. Sogar jetzt noch spreche ich aus dem Tiefschlaf heraus; daher kommt es aus dem Schlaf. Ich habe mich dessen erfreut, also spreche ich. Schlaf ist Dunkelheit, Vollständigkeit – das ist also Unwissenheit. In der Dunkelheit spricht das Unwissenheits-Ich. Das Wissen 15