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Nisargadatta Maharaj_Ich bin ungeboren

Herr Damodar Lund, ein Englisch- und Kunst-Professor hatte ein tiefes Interesse an der Mystik und am Buddhismus und war ein glühender Anhänger von Sri Nisargadatta Maharaj. Er besuchte regelmäßig die von Maharaj gegebenen Satsangs in dessen Wohnung, Dieses Buch ist das Ergebnis der Aufzeichnungen, die er während dieser Trffen gemacht und nach seinem frühen Tode hinterlassen hat.

Ich

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj Gurus. Ihr Dasein bedeutet „Iswara“, was auch der Guru ist, das Selbst. Die „Füße“ bedeuten „charan“ - sich bewegen; das, was Sie sich bewegen macht; das Prinzip (das Dasein), welches die Bewegung anstößt. Die Verschmelzung des Individuums mit dem Universalen geschieht durch Sadhana (Praktik). Diese fünf Tatsinne und die fünf Sinne des Wissens – handeln sie aus sich selbst heraus? Die fünf Elemente lassen die fünf Sinne des Wissens entstehen. Für die Manifestation wiederum gibt es dann acht davon – die fünf Elemente und die drei gunas erzeugen die Essenz. Das Sattva guna erzeugt die manifestierte Welt der Formen, während parallel dazu dieses „Ich bin“ geschaffen wird. Erzeugt wird dabei das Wissen um das Dasein, und das Individuum denkt, dass ihm selbst dieses Wissen zugehörig ist. In diesem Zimmer hier gibt es individuelle Existenzen, aber die gesamte manifestierte Welt ist Iswara. Iswara ist wie eine Stadt; Er ist darin. So wie Sie glauben ein Individuum zu sein, sterben Sie dann auch. Der Unterschied besteht darin, dass das Individuum stirbt, während Iswara, die gesamte Manifestation, nicht stirbt; sie hat nicht die Begrenzungen wie das Individuum. Ich erfahre diese manifestierte Welt, aber zuvor erfahre ich „Bindu“, den Punkt. Wenn ich dieses Bindu bin, ist alles andere, also auch die Welt, auch da. Das Bindu und die Welt sind nicht zwei. „Bin“ bedeutet „ohne“ und „du“ bedeutet „zwei“; d.h. also: keine Dualität. Bindu – den Punkt der „Ich bin-heit“, den erfahre ich. Worin besteht er? Er ist die eigentliche Erfahrung der fünf Elemente und der drei gunas, also des gesamten Universums. Nur darin besteht meine intime Beziehung mit diesem „Ich bin“ - nur mit Bindu. Sie gehen auf Pilgerschaft, damit Ihnen als einem Individuum Gutes geschehen möge. Aber Sie sind kein Individuum – Sie sind die manifestierte Welt. Dieses „Sie sind“ bedeutet die gesamte Welt; welcher Manifestation Sie sich auch immer erfreuen, die ist universal. Diese Erkenntnis ist für die Wenigen gedacht, aber anstelle dieser Manifestation („Sie sind“) ziehen Sie die Individualität vor. 22

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj Was immer in der manifestierten Welt wahrgenommen wird, ist Ihr eigenes Selbst. Der Beobachter ist „Ich bin“; es ist ein Behältnis der fünf Elemente und der gunas. Das gesamte Universum befindet sich aufgrund der drei gunas in Bewegung. Das Spiel der gesamten Welt basiert auf den fünf Elementen und den drei gunas. Das gesamte Universum befindet sich in voller spielerischer Tätigkeit; es ist wie Urinieren. Sie selber sind der Tropfen, so lange Sie sich selbst für ein Individuum halten. Ein Tropfen des Ozeans ist salzig, und dieser salzige Geschmack ist das Wissen „Ich bin“. Nehmen wir an, dass der Tropfen verdunstet – den Ozean kümmert es nicht; da verdunstet nur ein Tropfen auf einem Stein. Ähnlich dazu sind Sie selbst im Spiel der fünf Elemente ein Tropfen; ob Sie überleben oder sterben, berührt den Ozean der Elemente nicht. Jedoch wie kann man diese manifestierte Natur begreifen? Seien Sie der Geschmack, verstehen Sie den Geschmack. Millionen Tropfen verdunsten, aber der Ozean ist ungerührt. Millionen sterben, aber was geht das die fünf Elemente an? Weil Sie sich selbst auf den Körper begrenzen, leiden Sie. Der Verwirklichte unterhält keine Ideen des Guten für sich selbst, denn selbst wenn die gesamte Welt zerstört würde, geschieht für ihn überhaupt nichts. Der Verwirklichte ist natürlich keine Person mehr. Außer dem Innersten Ihres Selbst existiert nichts anderes – da ist Bindu, aber nichts anderes. Nur Krishna sagte, dass da nichts sonst ist. Sie meditieren unaufhörlich, um samadhi zu erlangen, aber diese Erkenntnis wird nur aus Ihnen selbst emporwachsen. Da ich vor diesem (Bewusstsein) bin, habe ich von Bindu gesprochen. Was geschieht nun dem Bewusstsein, wenn Sie doch vor diesem existieren? Wie finden Sie im Wachzustand etwas heraus, wenn Sie quasi schlafend sind? Was tun Sie im Tiefschlaf? Besucher. Ich bin einfach nur. M.: Genießen Sie dieses „nur sein“? B.: Nein. M.: Ihr eigenes Dasein erfreut sich also nicht daran, dass das Sein Tiefschlaf ist. Sind Sie sich im Tiefschlaf Ihrer Männlichkeit oder Weiblichkeit bewusst? Finden Sie heraus, was Sie sind; Sie wissen, dass „Sie sind“. Finden Sie dann 23