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Nisargadatta Maharaj_Ich bin ungeboren

Herr Damodar Lund, ein Englisch- und Kunst-Professor hatte ein tiefes Interesse an der Mystik und am Buddhismus und war ein glühender Anhänger von Sri Nisargadatta Maharaj. Er besuchte regelmäßig die von Maharaj gegebenen Satsangs in dessen Wohnung, Dieses Buch ist das Ergebnis der Aufzeichnungen, die er während dieser Trffen gemacht und nach seinem frühen Tode hinterlassen hat.

Ich

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj Das Falsche fängt bei den Eltern an 30. Dezember 1979 Maharaj: Letztlich sind Sie verantwortlich für Ihre Form. Wegen Ihres Daseins leiden Sie. In der Unwissenheit sagt man Ihnen, verehren Sie Gott usw. Im wissenden Zustand kennen Sie sich selbst, daher gibt es nicht länger einen Grund dazu. Sie mögen meine Gespräche nicht, Sie halten sich selbst für einen Mann und dies oder das, und daher fühlen Sie sich im Recht. So lange es das Konzept „ich bin der Körper“ gibt, kann es keine Verwirklichung geben. Transzendieren Sie, werden Sie zum Sucher, aber diejenigen, die spirituellen Ideen folgen und ihren Körper immer noch für wirklich halten, werden wiedergeboren. Seien Sie im ersten Stadium davon überzeugt, nicht der Körper zu sein. Wegen sattva tauchen Schlafen, Wachen und das Dasein auf, aber wenn Sie zu wissen beginnen, dass Sie dies nicht sind – was dann? Wenn Sie Ihre Eltern nicht in Betracht ziehen, werden Sie dann in der Lage sein, sich selbst zu finden? Unsere Eltern sind das Kapitel, welches wir auf der Suche nach uns selbst einsetzen. Sie müssen verstehen, dass die Zustände von Wachen, Schlafen und Dasein mit den Eltern beginnen. Sie müssen verstehen, dass Ihre Unechtheit mit Ihren Eltern beginnt. Was haben Ihre Eltern zum Erscheinen Ihrer Form beigetragen? Man muss dies nicht aussprechen – das Wissen darum genügt. Ihre Eltern haben irgendetwas dazu beigetragen, dass Ihre Form auftauchte. Sie haben zu einem Teil Ihres Körpers beigetragen; so entstand dann die Form. Alle Leute haben ein Bild in sich von der Freude, die Ihre Eltern hatten. Wir sind die Diener unserer Wissens – für sie tun wir alles. Alle Tätigkeiten werden durch das Wissen „Ich bin“ getan. Der Ganges fließt herab von Lord Sankaras Kopf. „Ganges“ ist Wissen gewonnen aus den fünf Sinnesorganen. Brahma wird mit vier Köpfen dargestellt, die die vier Arten der Sprache bedeuten, Para (Quellwort), Pashyanti (unberührbares Wort), Madhyama (berührbares Wort oder Gedanke und Vaikhari (gesprochenes Wort). Wenn Sie beispielsweise Gedichte innerhalb von Para und Pashyanti dichten, steigen sie zum Verstand (Madhyama) auf und Sie rezitieren (Vaikhari) Sie dann. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen 60

Ich bin ungeboren – Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj können, aber es kann helfen, Sie in der Welt weiterkommen zu lassen. Für Leute, deren Verstand still ist, ist Selbsterkenntnis ohne Worte zu machen einfacher. Wenn Ihr Verstand nach dem Anhören meiner Gespräche immer noch aktiv ist, dann ist die Selbsterkenntnis noch weit entfernt. Vielleicht sitzen Sie still, aber wenn Ihr Verstand hier und dort umherwandert, zeigt dies an, dass Sie noch nicht bereit genug für Selbsterkenntnis sind. Der Verstand muss absolut still sein oder ruhig, ohne alle Gedanken. Pauls Wiedergutmachung 31. Dezember 1979 Maharaj: Denken Sie nur daran, was Ihnen lange Zeit hindurch Gesellschaft geleistet hat. Besucher: Was war mein Gesicht vor der Empfängnis? M.: Gibt es irgendeine Erfahrung, die für immer bei Ihnen bleiben wird? B.: Gegenwärtig befinden sich alle Erfahrungen im Bewusstsein. Ich versuche jenseits der Erfahrung, jenseits des Bewusstseins, zu gehen. M.: Dieser Körper wird gehen. Der vitale Atem wird gehen, der Verstand wird gehen. Was werde ich dann also sein? B.: So, wie ich vor der Geburt war. M.: Was passiert mit den weltlichen Erfahrungen? B.: Sie gehen zusammen mit dem Körper. M.: Wenn also schließlich Körper und Erfahrungen gegangen sind – was werden Sie dann sein? B.: Es ist ein Ding in sich selbst. M.: Wenn der Körper nicht erfahren wird, sind dann Tag und Nacht nicht mehr da? B.: Nein. 61