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Ramana Maharshi_Die Perlen Bhagavans

Alle Wesen wünschen sich stets Glück, ein Glück ohne jeden Schatten einer Sorge, Gleichzeitig liebt sich jeder selbst am meisten. Die Ursache für Liebe ist nur das Glück. Daher liegt das Glück nur in uns selbst . . .

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Hingabe Gott wird alle Lasten tragen, die wir ihm aufbürden. Sämtliche Dinge werden durch die allmächtige Kraft des Höchsten Gottes getragen. Weshalb wollen wir dann noch ständig planen und sagen: „Wir sollten dies oder das tun“, und uns nicht lieber Ihm hingeben? Wenn man weiß, dass der Zug alle Lasten trägt, weshalb sollte man dann als Reisender sein Bündel selber auf dem Kopf tragen anstatt es auf den Boden zu legen und zufrieden zu sein? Die Geschichte von Ashtavakra lehrt, dass zur Erfahrung von Brahma Jnana nur das eine notwendig ist, dass sich einer vollständig an den Guru ausliefert und die Idee von „Ich“ und „mein“ aufgibt. Sobald diese aufgegeben ist, verbleibt als einziges die Realität. Es gibt zwei Wege, Hingabe zu erreichen. Entweder schaut man nach der Quelle des „Ich“ und verschmilzt mit dieser Quelle. Oder man empfindet: „Ich bin allein hilflos; nur Gott hat die Macht, und es gibt keine Rettung für mich, wenn ich mich Ihm nicht vollständig hingebe“, und entwickelt dann nach und nach die Überzeugung, dass Gott allein existiert und das Ego nicht zählt. Beide Methoden führen zum selben Ziel. Vollständige Hingabe ist ein anderer Name für jnana oder Befreiung. Bhakti ist nicht unterschieden von mukti. Bhakti bedeutet das Selbst zu sein. Man ist immer Das. Man erkennt Es durch die Mittel, die man anwendet. Was ist bhakti? Immer an Gott zu denken. Dies bedeutet, immer nur an einen einzigen Gedanken unter Ausschluss aller anderen zu denken. Es ist dies der Gedanke an Gott, der das Selbst ist, oder es ist das Selbst, hingegeben an Gott. Wenn Er dich einmal angenommen hat, brauchst du nichts mehr 29