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Ramana Maharshi_Die Perlen Bhagavans

Alle Wesen wünschen sich stets Glück, ein Glück ohne jeden Schatten einer Sorge, Gleichzeitig liebt sich jeder selbst am meisten. Die Ursache für Liebe ist nur das Glück. Daher liegt das Glück nur in uns selbst . . .

Als ich mit gestreckten

Als ich mit gestreckten Gliedern dalag und mental die Todeserfahrung erlebte und erkannte, dass der Körper aufgehoben und verbrannt wird, ich aber weiterlebe, stieg eine Kraft in mir auf – nenne sie atomische Kraft oder irgend wie anders – und ergriff Besitz von mir. Damit wurde ich neugeboren und wurde zu einem neuen Menschen. Danach wurde ich gleichgültig gegenüber allem und hatte nie wieder Ab- und Zuneigungen. Aus der Stille kommt der Gedanke, aus dem Gedanken das Ego, aus dem Ego entspringt die Rede. Wenn Rede so effektiv ist, wie effektiv muss dann erst ihre Quelle sein? Karpura arathi (Kampfer vor Gott verbrennen) bedeutet symbolisch das Verbrennen das Gemüts im Licht der Erleuchtung. Vibhuti (geheiligte Asche) ist Siva (Absolutes Sein) und kumkum (Zinnoberpulver) ist Sakti (Bewusstsein). Die Puranas sprechen von diesem Hügel (Arunachala) als hohl, und in seinem Innern sollen sich Städte und Straßen befinden. Diese Dinge habe ich in meinen Visionen ebenfalls gesehen. Die Schriften sprechen vom Herzen als einer Höhle. Aber das Eindringen darin ergibt dann eine Ausweitung von Licht. Dementsprechend ist der Hügel ein Hügel aus Licht. Die Höhlen darin usw. sind von diesem Licht bedeckt. Die zur Sicherung der spirituellen Weges vorgeschriebenen Mittel der Wohltätigkeit, Buße, Opfer, dharma (rechtschaffenes Betragen), yoga, bhakti (Hingabe) und das eigentliche Ende des Weges werden verschiedentlich auch als Himmel, Höchstes Objekt, Friede, Wahrheit, Gnade, der Stille Stand, Todloser Tod, Wahre Erkenntnis, Entsagung, Moksha (Befreiung) und Seligkeit beschrieben. All dieses bedeutet nichts anderes als frei zu sein von der Besessenheit, der Körper sei das Selbst. 66

Betrachte dich nicht länger als diesen bedauernswerten Körper und erkenne deine Wahre Natur, die Ewige Seligkeit ist. Erkenne, dass deine Sorgen betreffend das Wohlergehen des Körpers wie der Versuch ist, einen Fluss auf dem Rücken eines Krokodils zu überqueren. Nicht nach dem Nicht-Selbst zu verlangen ist Leidenschaftslosigkeit (vairagya). Verbleiben im Selbst ist Jnana. Beide sind dasselbe. * * * 67