Aufrufe
vor 2 Wochen

Ramana Maharshi_Die Perlen Bhagavans

Alle Wesen wünschen sich stets Glück, ein Glück ohne jeden Schatten einer Sorge, Gleichzeitig liebt sich jeder selbst am meisten. Die Ursache für Liebe ist nur das Glück. Daher liegt das Glück nur in uns selbst . . .

Vorwort Ich habe schon

Vorwort Ich habe schon seit längerer Zeit das deutliche Empfinden gehabt, dass ein Buch wie ein Kompass mit den wichtigsten Unterweisungen Bhagavans ein echter Gewinn sein könnte. Und so wie ich versuchte, auf meine eigene Weise entsprechend meinem eigenen Licht und nach meinen besten Kräften diesen kleinen Dienst zu erweisen, so könnte dieser vielleicht auch für das Leserpublikum im Allgemeinen und für Bhagavans Anhänger im Besonderen von Nutzen sein. Möglicherweise findet dieses Vorhaben sogar die Billigung Bhagavans als die Bemühung Seines Kindes, seinen guten und nützlichen Beitrag zu leisten. Darin besteht meine einzige Entschuldigung für dieses Buch. A. Devaraja Mudaliar 8

Glück Alle Wesen wünschen sich stets Glück, ein Glück ohne jeden Schatten einer Sorge. Gleichzeitig liebt sich jeder selbst am meisten. Die Ursache für Liebe ist nur das Glück. Daher liegt das Glück in uns selbst. Ferner wird Glück täglich von jedem im Schlaf, in dem das Gemüt abwesend ist, erfahren. Um dieses natürliche Glück zu erfahren, muss man sich selbst kennen. Das Hauptmittel dafür ist die Selbstergründung durch „Wer bin ich?“. Glück ist die Natur des Selbst. Beides ist nicht verschieden voneinander. Das einzige Glück, welches diese Namen verdient, gehört stets zum Selbst. Das ist die Wahrheit. In weltlichen Objekten liegt kein Glück. Aufgrund unserer Unwissenheit stellen wir uns jedoch vor, dass wie von ihnen tatsächlich Glück erlangen könnten. Wenn dieses Glück wirklich, wie die Menschen normalerweise glauben, auf äußere Ursachen zurückzuführen ist, dann wäre der Schluss begründet, dass dieses Glück mit der Zunahme des Besitzes zunimmt und im Verhältnis zu seinem Schwinden abnimmt. Das Glück desjenigen, der gänzlich besitzlos ist, müsste demnach ausgelöscht sein. Jedoch worin besteht die tatsächliche Erfahrung des Menschen? Bestätigt sie diese Schlussfolgerung? Im tiefen Schlaf ist der Mensch los und ledig aller Besitztümer einschließlich seines eigenen Körpers. Und anstelle von Unglücklichsein ist er doch recht glücklich! Jeder wünscht sich tiefen Schlaf. Die Schlussfolgerung lautet daher, dass Glück dem Menschen eingeboren ist und nicht auf äußere Ursachen zurückzuführen ist. Um das Lagerhaus des ungetrübten Glücks zu erschließen, muss man daher das Selbst realisieren. Es gibt eine Geschichte im Panchadasi, die verdeutlicht, dass unsere Schmerzen und Freuden 9